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AOE II - ab welchem Alter?

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Thomas Siegl

unread,
Feb 16, 2001, 10:46:52 AM2/16/01
to
Hallo
Abgesehen davon das ich auf der Verpackung (Collectors Edition) keine
Altersvorgabe finden konnte, bin ich mir nicht ganz sicher ob ich das Spiel
schon meinem 7 Jährigen Sohn spielen lassen soll (die Übungslevel hat er mit
links absolviert).
Ich meine damit nicht das ihm das Spiel vielleicht irgendwann einmal zu
schwer sein wird, sondern ich habe ehrer moralische Bedenken im bezug auf
Waffen, Kriegsführung und kämpfen.
Ab welchem alter lasst ihr solche Spiele euren Kindern spielen?

Thomas


MASH

unread,
Feb 16, 2001, 11:15:23 AM2/16/01
to
Ich denke mit 7 Jahren kann man ein Kind sowas spielen lassen.
Blut und andere unnötige gewaltdarstellungen gibt es ja nicht in Age of
Empires.
Ich habe zwar keine Kinder weil ich 16 bin, aber ich spiele schon seit X
Jahren Computerspiele
und es hat mir nicht geschadet im gegenteil,.manchmal lernt man sogar dabei.
Ausserdem gibt es bei Aoe ja keine "harten" Waffen wie z.B. Gewehre, Panzer,
usw.
Ausserdem glaube ich das ein Kind das umgehen mit einem PC auf diese weise
langsam lernt,
und das kann sicherlich nicht schaden weil der Computer nun mal die Zukunft
ist.

mfg Jan Kniepkamp


Alexander Bugl

unread,
Feb 16, 2001, 11:40:09 AM2/16/01
to
"MASH" <mas...@gmx.net> writes:
^^^^
RealName waere nett. Dass Du einen hast und ihn kennst, sieht man ja
weiter unten.

> Ich denke mit 7 Jahren kann man ein Kind sowas spielen lassen.
> Blut und andere unnötige gewaltdarstellungen gibt es ja nicht in Age of
> Empires.

Ich denke nicht, dass Strategiespiele der Art AoK etwas fuer 7jaehrige
sind. Da gibt es sicherlich passendere Spiele ...

> Ich habe zwar keine Kinder weil ich 16 bin,

Haelst Du Dein Alter echt fuer ein Hindernis? ;-)

> aber ich spiele schon seit X Jahren Computerspiele und es hat mir
> nicht geschadet im gegenteil,

Meinst Du nicht, dass diese Beurteilung Deiner selbst hoechst subjektiv
ist und vielleicht von anderen nicht unbedingt geteilt wird?

> manchmal lernt man sogar dabei.

Stimmt. Aber ob ein Kind mit 7 schon Strategiespiele spielen muss
(z.B. Schach), wage ich doch zu bezweifeln. Mag sicherlich Kinder geben,
die so was brauchen, die sind IMHO aber doch deutlich in der
Minderheit. Aber ich lasse mich gern von erfahrenen Kinderpsychologen
eines besseren belehren ...

> Ausserdem glaube ich das ein Kind das umgehen mit einem PC auf diese
> weise langsam lernt, und das kann sicherlich nicht schaden weil der
> Computer nun mal die Zukunft ist.

Kinder koennen und sollen den Umgang mit den "neuen Medien" gerne
spielerisch lernen. Aber dann mit Spielen, die ihrem Alter angemessen
sind. Strategiespiele sind das IMHO nicht. In der c't war mal so etwas
drin wie "Wendy auf dem Ponyhof" (oder aehnlich), selbst so etwas halte
ich fuer noch nicht geeignet. Eher so ab 10 ...

> mfg Jan Kniepkamp
^^^^^^^^^^^^^
Den statt MASH schreiben, und ich (und andere) sind zufrieden. Oder,
wenn es unbedingt sein muss, so etwas wie "Jan Kniepkamp (MASH)".

MfG, Adios, Alex

--
----------------------------- \\|//
Alexander Bugl (o o)
Universitaet Hamburg ---ooO-(_)-Ooo---
Fachbereich Informatik mailto:a.b...@gmx.de

Jan Kniepkamp

unread,
Feb 16, 2001, 12:31:13 PM2/16/01
to

> > mfg Jan Kniepkamp
> ^^^^^^^^^^^^^
> Den statt MASH schreiben, und ich (und andere) sind zufrieden. Oder,
> wenn es unbedingt sein muss, so etwas wie "Jan Kniepkamp (MASH)".

Ich entschuldige mich !!!
Das Name "MASH" ist mein Nickname ausm Clan
Hatte nur die falsche e-mail Adresse benutz
kommt nich wieder vor.............


mfg Jan Kniepkamp

ps. Ja das war subjektiv - aber es ist halt so..........

>Kinder koennen und sollen den Umgang mit den "neuen Medien" gerne
>spielerisch lernen. Aber dann mit Spielen, die ihrem Alter angemessen
>sind. Strategiespiele sind das IMHO nicht. In der c't war mal so etwas
>drin wie "Wendy auf dem Ponyhof" (oder aehnlich), selbst so etwas halte
>ich fuer noch nicht geeignet. Eher so ab 10 ...

Ich denke ein 7. Jähriger Junge kommt sich verarscht vor wenn man mit Wendy
auf dem Ponnyhof ankommt !
Ich glaub nen Rennspiel is das beste was man nem 7. Jährigen geben kann


Thomas Siegl

unread,
Feb 16, 2001, 1:03:46 PM2/16/01
to
Meinen Sohn lasse ich an den Computer ran als er 3 Jahre war (so ca. für max
1/2 Std.), mit Spielen wie Blinky Bill, Lego - Loco... und "Theme Park
World" hat er mit 6 schon wie ein Fortgeschrittener gespielt.

>Ich denke ein 7. Jähriger Junge kommt sich verarscht >vor wenn man mit
Wendy
>auf dem Ponnyhof ankommt !

ist so

Ist zwar OT, aber Winnetou DVD Filme I-III sind mit FSK6 angegeben (und die
FSK Einstufung ist ja wirklich manchmal knausrig). Und da werden laufend
realitätsnah Cowboys und Indianer von den Pferden geschossen.


Juergen Brendick

unread,
Feb 16, 2001, 4:16:52 PM2/16/01
to
Thomas Siegl schrub neulich ...

> Hallo
> Abgesehen davon das ich auf der Verpackung (Collectors Edition)
> keine Altersvorgabe finden konnte,

Auf der Originalverpackung steht "ab 12 Jahre" (auch auf
"The Conquerers").

> bin ich mir nicht ganz sicher ob ich das Spiel
> schon meinem 7 Jährigen Sohn spielen lassen soll (die Übungslevel
> hat er mit links absolviert).
> Ich meine damit nicht das ihm das Spiel vielleicht irgendwann einmal
> zu schwer sein wird, sondern ich habe ehrer moralische Bedenken im
> bezug auf Waffen, Kriegsführung und kämpfen.

Jan Kniepkamp schrieb dazu ...


> Blut und andere unnötige gewaltdarstellungen gibt es ja nicht in Age

> of Empires. Ausserdem gibt es bei Aoe ja keine "harten" Waffen wie
> z.B. Gewehre, Panzer, usw.

Es gibt Musketen, man sieht die Kugeln fliegen, die Pfeile und Speere
werden auch deutlich sichtbar abgefeuert, man kann das also so nicht
stehen lassen. Ausserdem, wer definiert für Siebenjährige "unnötige
Gewaltdarstellung"?

Thomas Siegl schrieb weiter ...


> Ab welchem alter lasst ihr solche Spiele euren Kindern spielen?

Mein Sohn ist dreizehn und spielt solche Strategiespiele seit ca. zwei
Jahren. Vorher hätte ich es ihm auch nicht erlaubt.
Es ist meiner Ansicht nach kein generelles Einstiegsalter für solche
Spiele definierbar, es kommt dabei immer auf die jeweilige persönliche
Entwicklung an.
Auch wenn die Übungsmissionen "einfach" zu spielen sind, sollte man
bedenken, dass solche Spiele in gewisser Weise "aufregend" sind und es
teilweise (nicht bei allen Kindern) zu Schlafstörungen kommen kann
(Albträume, unruhiger Schlaf ...).

mfg Jür<auchgerneaoe2spieler>gen

Wolfgang Preiss

unread,
Feb 16, 2001, 5:34:54 PM2/16/01
to
"Thomas Siegl" <vitan...@hotmail.com> wrote:

Ich haette auch Bedenken, ein Kind AoE2 spielen zu lassen. Immerhin
werden praktisch ausschliesslich gewaltsame Mittel zur Konfliktloesung
vorgestellt - man gewinnt normalerweise, indem man eine
schlagkraeftige Armee aufstellt und die Gegner plattmacht. Diplomatie
kommt in dem Spiel praktisch nicht vor, dafuer aber Massaker auch an
der Zivilbevoelkerung etc.

Je nach Entwicklungsstand koennen Kinder oft nicht so genau trennen,
was in einem Computerspiel ok ist und was man im wirklichen Leben tun
sollte. Und selbst wenn sie wissen, dass es schliesslich "nur ein
Spiel" ist, werden unbewusst kriegerische Verhaltensweisen
antrainiert. Ob man das bei seinen Kindern haben moechte...?

Ich an deiner Stelle wuerde ihm vielleicht eher ein Rennspiel oder ein
weniger militaerlastiges Aufbauspiel (Siedler, SimCity, RollerCoaster
Tycoon, etwas in der Art) zukommen lassen.

Andererseits hat dein Sohn immerhin einen Vater, der sich ueber solche
Themen Gedanken macht, sich die Spiele selbst ansehen kann und fuer
Gespraeche zur Verfuegung steht. Ein grosses Plus! :) Es ist auf jeden
Fall besser, wenn er zu Hause AoE spielt und mit dir darueber reden
kann, als wenn er bei seinen Freunden heimlich Quake oder Doom zockt.

--
Wolfgang Preiß / Spam me and bear the consequences!
/ wo...@gmx.net
/ http://www.wopr.handshake.de/

Dreifels

unread,
Feb 16, 2001, 7:58:47 PM2/16/01
to

"Wolfgang Preiss" <wo...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:4v6r8t8po0buupiqu...@4ax.com...
[...]
so weit agree, aber

> Ich an deiner Stelle wuerde ihm vielleicht eher ein Rennspiel oder ein
> weniger militaerlastiges Aufbauspiel (Siedler,

Siedler ist auch nicht gerade friedlich. Hätte ich dieselben bedenken, wie
bei AoE

Peter
P.S. (Ich würde die unterste Grenze bei ca. 9 Jahren ansetzen, 7 ist
wirklich noch etwas früh)

Frank G

unread,
Feb 16, 2001, 8:42:23 PM2/16/01
to

----- Original Message -----
From: Thomas Siegl <vitan...@hotmail.com>
Newsgroups: de.rec.spiele.computer.strategie
Sent: Friday, February 16, 2001 4:46 PM
Subject: AOE II - ab welchem Alter?


> Hallo
> Abgesehen davon das ich auf der Verpackung (Collectors Edition) keine
> Altersvorgabe finden konnte, bin ich mir nicht ganz sicher ob ich das
Spiel
> schon meinem 7 Jährigen Sohn spielen lassen soll (die Übungslevel hat er
mit
> links absolviert).

also mein kleiner ist 4 1/2 und spielt´s mit begeisterung.


> Ich meine damit nicht das ihm das Spiel vielleicht irgendwann einmal zu
> schwer sein wird, sondern ich habe ehrer moralische Bedenken im bezug auf
> Waffen, Kriegsführung und kämpfen.

prinzipiell schon, aber ob er mit seiner echten ritterburg spielt oder
sozusagen mit einer digitalen, ist mutmaßlich unerheblich. man sollte
natürlich schon darauf achten, daß die kiddies nicht zuviel digitales
spielen. mehr als 1 stunde pro tag ist also nicht und das sicher auch nicht
jeden tag. ich denke, daß ein 7-jähriger damit schon hervorragend umgehen
können sollte.
ich für meinen teil hatte damals schon im jüngsten alter diese kleinen
airfix-soldaten und diverse panzer. eine echte armee habe ich später nie und
wollte ich auch nie von innen sehen. es dürften also mußmaßlich andere
faktoren eine rollen spielen, ob ein kind später mal zum waffenstarrenden
idionten oder zur brandenburger glatze mit springerstiefeln mutiert, als
ausgerechnet das spielzeug.


> Ab welchem alter lasst ihr solche Spiele euren Kindern spielen?

er spielt es siet einem halben jahr, also seit er 4 ist und lernt bei jedem
spiel dazu. normalerweise spielt er natürlich echte kinderspiele (peterson &
fíndus, oskar etc.). age of empires und sportspiele sind eigentlich die
einzigen pc-spiele, an die er darf. aus dem age of empires spiel haben sich
sogar recht viele interessante fragen für ihn ergeben, die weit über das
spiel hinausgehen.

fr@nk


Frank G

unread,
Feb 16, 2001, 9:50:34 PM2/16/01
to

Wolfgang Preiss <wo...@gmx.net> schrieb in im Newsbeitrag:
4v6r8t8po0buupiqu...@4ax.com...
> "Thomas Siegl" <vitan...@hotmail.com> wrote:

> Ich haette auch Bedenken, ein Kind AoE2 spielen zu lassen. Immerhin
> werden praktisch ausschliesslich gewaltsame Mittel zur Konfliktloesung
> vorgestellt - man gewinnt normalerweise, indem man eine
> schlagkraeftige Armee aufstellt und die Gegner plattmacht.

gerade bei aoe nhhct ganz richtig, denn man kann ja auch ein weltwunder
bauen oder relikte sammeln. insbesondere ersteres erscheint mir sogar oft
als der einfachste weg das spiel zu gewinnen.


> Diplomatie
> kommt in dem Spiel praktisch nicht vor, dafuer aber Massaker auch an
> der Zivilbevoelkerung etc.

bestenfalls theoretisch, wenn man kinder unter 12 (ca.) beim spielen
beobachtet. agression spielt z.b. bei meinem kleinen (4 1/2) keine rolle. er
baut eigentlich nur friedlich vor sich hin. er hebt zwar auch eine armee
aus, dies aber eigentlich nur zu verteidigungszwecken. angreifen ist nicht
sein ding. mesiten spielen wir so, daß ich mich auf einem 2.rechner per
netzwerk dazuschalte und gar ein computergegner mitspielt. dann kann er in
ruhe rumbauen, ohne dabei gestört zu werden. wenn ich mal weniger zeit habe,
schalte ich einen computergegner dazu, schalte den auf doofie und wähle eine
riesenkarte aus. begennungen sind in diesem fall eher zufällig und wenn
doch, dann lernt er eben, daß man immer aufpassen muß. die militärischen
aktionen gehen aber nie von ihm aus und haben lediglich defensiven
charakter.


> Je nach Entwicklungsstand koennen Kinder oft nicht so genau trennen,
> was in einem Computerspiel ok ist und was man im wirklichen Leben tun
> sollte. Und selbst wenn sie wissen, dass es schliesslich "nur ein
> Spiel" ist, werden unbewusst kriegerische Verhaltensweisen
> antrainiert. Ob man das bei seinen Kindern haben moechte...?

s. meine antwort an anderer stelle. ich hatte alles mögliche militärische
spielzeug und wir haben früher auch reichlich kriegerische dinge "live"
gespielt und was wurde aus mir ? ein militärhasser bzw. waffenhasser. außer
in digitaler form, will ich bis zum heutigen tag nix mit gewalt und waffen
zu tun haben. wichtig sind die eltern, die spiele begleiten/erklären. nach
meinem gefühl lernen kids bei aoe weniger, militärische mittel einzusetzen,
um zum ziel zu kommen, als pure freude am bauen zu haben. sicherlich gibt´s
da friedlichere vertreter des genres, aber die sind vom spielerischen her
oft sogar komplexer und man kann halt keine dieser schicken ritter bauen,
mit denen sie ja auch recht gerne spielen.


> Ich an deiner Stelle wuerde ihm vielleicht eher ein Rennspiel

uhhhh...*das* halte ich beinahe für bedenklicher.
da in unserem land *wesentlich* mehr leute im straßenverkehr sterben, als an
gewalttätigen auseinandersetzungen, ließe sich wohl, deiner obigen
argumentation folgend, leicht die these aufstellen, daß spiele, bei denen
man lernt, daß einen der druck auf das gaspedal zu sieg und glücksgefühl
verhilft, als ziemlich gefährlich für die entwicklung von kindern
einzustufen sind.
wenn man sich das verhalten vieler autofahrer so ansieht, wäre es
wahrscheinlich wirklich interessant, sich mal anzusehen, warum die so sind,
wie sie sind, aber ich kann mir kaum vorstellen, daß sich da beweisen ließe,
daß sie als kinder zuviele rennspiele gespielt hätten oder mit autos im
allgemeinen gespielt haben. die ursachen, warum ein mensch zum
gemeingefährlichen verkehrsrüpel oder zum aggressiv-trainierten,
waffenstarrenden vollidioten in uniform wird, dürften also zum großteil an
anderr stelle zu finden sein. elternhaus und soziales umfeld im allgemeinen
dürften hier das zauberwort sein.

die einzige bisher wirklich aussagekräftige untersuchung, die gelaufen ist,
fand in relativ großem maßstab in australien statt und kam zu genau diesem
ergebnis. computerspiele können gewisse negativ-tendenzen im verhalten,
bestenfalls verstärken, sind aber keinesfalls deren ursache. die
eigentlichen ursachen für verhaltensauffälligkeit sind aber zu fast 100 % im
direkten sozialen umfeld zu suchen. andere aussagekräftige untersuchungen
gibt es bisher nicht und was insbesondere in deutschland von "fachlicher
seite" zum thema beigetragen wird, geht z.t. auf keine kuhhaut. mir wäre
z.b. nicht aufgefallen, daß durch die elende schnibbelei in spielen und
filmen weniger gewalt in unserrem lande herschen würde. im verhältnis zu vor
ca. 10 jahren, ist in unserem land auf breiter front der jugendschutz zum
thema geworden. egal ob fernsehen oder computerspiele, es wird beschnitten,
daß es nur so kracht...aber mit null ergebnis. es gibt *nicht* weniger
verkehrsrüpel, vergewaltiger, skinheads oder jugendkriminalität im
allgemeinen (eher sogar mehr ?). wenn man sich die art und weise ansieht,
auf die hierzulande jugendschutz institutionalisiert wird, könnten einem
graue wachsen. in diesem bereich sind ja in den letzten 10 jahren reichlich
jobs geschaffen worden, jobs für leute, die ohne dieses betätigungsfeld
mutmaßlich arbeitslos wären. jugendschutz als abm-maßnahme ? ein bischen
wohl schon, denn diese leute klammern sich natürlich an ihre jobs und
suggerieren ständig, daß die bösen medien schuld an der verrohung in diesem
land sind. als unangenehmes nebenprodukt sozusagen wird der jugendschutz aus
der hand der eltern genommen, wo er eigentlich hingehört, denn nur die
können den entwicklungsstand ihrer kinder wirklich beurteilen. ein
erwachsener mensch hat man heutzutage schwierigkeiten, unzensierte produkte
zu sehen, zu spielen etc., weil der jugendschutz auf ihn ungefragt
durchschlägt. unsere engsten kulturellen nachbarn (östereich, holland,
dänemark) gehen mit diesem thema bei weitem nicht so aggressiv um und haben
auf keinen fall mehr probleme im bereich jugendkriminalität im allgemeinen
aufzuweisen, als wir, eher weniger.
menschen sind und waren mutmaßlich nicht so dumm, spiele mit der realität
gleichzusetzen, d.h. die entwicklung eines kindes hängt im wesentlichen von
anderen faktoren ab, als einem bischen computerspiel, wobei man als
elternteil natürlich darauf achten sollte, daß bei den gewählten spielen
gewalt nicht zum selbstzweck verkommt und das ist bei aoe sicher nicht der
fall, eher sogar noch bei manchem autorennspiel, auch wenn das auf den
ersten blick friedlicher aussieht.


> oder ein
> weniger militaerlastiges Aufbauspiel (Siedler, SimCity, RollerCoaster
> Tycoon, etwas in der Art) zukommen lassen.

wie schon gesagt, die sind auf ihre art und weise oft komplexer als die
aufbauspiele, die einen höheren militärgehalt zu bieten haben.


> Andererseits hat dein Sohn immerhin einen Vater, der sich ueber solche
> Themen Gedanken macht, sich die Spiele selbst ansehen kann und fuer
> Gespraeche zur Verfuegung steht. Ein grosses Plus! :) Es ist auf jeden
> Fall besser, wenn er zu Hause AoE spielt und mit dir darueber reden
> kann, als wenn er bei seinen Freunden heimlich Quake oder Doom zockt.

so schaut´s aus.

fr@nk


Gerald Fix

unread,
Feb 17, 2001, 1:38:10 AM2/17/01
to
On Fri, 16 Feb 2001 19:03:46 +0100, "Thomas Siegl"
<vitan...@hotmail.com> wrote:

>Ist zwar OT, aber Winnetou DVD Filme I-III sind mit FSK6 angegeben (und die
>FSK Einstufung ist ja wirklich manchmal knausrig). Und da werden laufend
>realitätsnah Cowboys und Indianer von den Pferden geschossen.

Echt? In den Winnetou-Filmen gibt es irgend etwas, das
realitätsnah ist? Wow!

F'up to de.rec.film.misc


--
Viele Grüße, Gerald Fix

Marc Brockschmidt

unread,
Feb 17, 2001, 12:28:58 PM2/17/01
to
Thomas Siegl schrieb:

>
> Hallo
> Abgesehen davon das ich auf der Verpackung (Collectors Edition)
> keine Altersvorgabe finden konnte, bin ich mir nicht ganz sicher ob
> ich das Spiel schon meinem 7 Jährigen Sohn spielen lassen soll (die
> Übungslevel hat er mit links absolviert).
> Ich meine damit nicht das ihm das Spiel vielleicht irgendwann
> einmal zu schwer sein wird, sondern ich habe ehrer moralische
> Bedenken im bezug auf Waffen, Kriegsführung und kämpfen.

Ich kann als 15 jähriger vielleicht nciht so gut antworten, aber
erzählen wie's bei mir gewesen ist:

- Mit 4 das erste mal am Rechner gewesen. Damals nur dieses komische
Kistenverschieben gespielt...

- Mit 6 den ersten eigenen Rechner gehabt. Pinball, Siedler2, Sim CIty
waren meine Favoriten

- Mit 9 2. Rechner bekommen. Siedler 3, AoE, Civ2 und ähnliches. Keine
3D ACtion, allerdings reichlcih Strategie. Starcraft war das einzige
Spiel das mir mit 9 Albträume verursacht hat, allerdinsg nur etwa 1
Nacht. DAnn hab ich StarCraft durch gehabt und wußte wie ich die Zerg zu
schlagen hatte. :))

- Mit 14 ersten Rechner selbst zusammengebaut. Q3A, UT, AoK, Earth,
Starlancer - quer duch die Bank echt alles gespielt (und wird auch ncoh
gespielt!)

Also, geschadet hat es mir auf jedenfall nciht. Seitdem ich 7 bin weiß
ich wie ich mein System tune, ich programmiere (Pascal, Delphi, Java
(weniger), VB (mehr), Javascript (sehr oft), HTML (täglich), und C++
lern cih jetzt. Und nebenbei mach cih PHP), und verstehe mehr von
Computern als manche Informatik-Studenten. GEschadet hat es mir also
auf jeden Fall nicht, gebracht hat es mir viel!

> Ab welchem alter lasst ihr solche Spiele euren Kindern spielen?

Also, AoK würde ich unhabhängig vom Stadium deines Sohnes empfehlen. AoK
ist wirklcih alles andere gewaltätig. Er sieht garantiert mehr Gewalt
wenn er in dei Glotze starrt, AoK zeigt ihm aber das man Gewalt
kontrolliert einsetzten muß. Du könntest ihm auch thief geben, das
verdeutlciht sehr stark das man NIE Gewalt anwenden sollte wenn es nicht
unbedingt nötig ist. Oder NOLF. Bei NOLF wird er aber vermutlcih 90% der
Witze nicht verstehen, und NOLF enthält doch sehr viele Gewalt-Elemente.

cu
Marc

Fup2 drsc.action weil action-Spiele noch kritischer sind!

--
Ich bin kein Pedant, aber Kleinigkeiten regen mich ganz schön auf.
Jakob Krieger in dag°

Wolfgang Preiss

unread,
Feb 17, 2001, 3:58:18 PM2/17/01
to
"Dreifels" <Drei...@alpha-centauri-stuff.com> wrote:

>
>"Wolfgang Preiss" <wo...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
>news:4v6r8t8po0buupiqu...@4ax.com...
>[...]
>so weit agree, aber
>
>> Ich an deiner Stelle wuerde ihm vielleicht eher ein Rennspiel oder ein
>> weniger militaerlastiges Aufbauspiel (Siedler,
>
>Siedler ist auch nicht gerade friedlich. Hätte ich dieselben bedenken, wie
>bei AoE

Stimmt im Prinzip, aber ich hab die Siedler als weniger 'realistisch'
in Erinnerung als AoE. Die Kaempfe sind stilisierter und der
Aufbauaspekt steht staerker im Vordergrund, IIRC. Kann aber sein, dass
ich das nicht mehr so genau in Erinnerung habe oder dass die neueren
Version blutruenstiger geworden sind - es ist Jahre her, dass ich
Siedler(2) gespielt habe.

>Peter
>P.S. (Ich würde die unterste Grenze bei ca. 9 Jahren ansetzen, 7 ist
>wirklich noch etwas früh)

Ich denke, es haengt wirklich vom individuellen Entwicklungsstand des
jeweiligen Kindes ab. Das koennen die Eltern selbst wohl am besten
einschaetzen. Referenz fuer meine 'Erkenntnisse' ist mein Neffe. Der
ist erst fuenf, weshalb ich nicht so genau abschaetzen kann, welchen
Stand er mit sieben oder neun haben wird.

Er ist wirklich ein cleveres Kerlchen, aber wir (seine Eltern und ich)
haben seinen Computerkontakt wieder stark zurueckgefahren, nachdem wir
gemerkt hatten, dass man auch bei scheinbar harmlosen Spielen als
kleines Kind wirklich dumme Sachen lernen kann. So hatte er z.B.
schnell gelernt, dass man bei einem Rennspiel ein kaputtes Auto durch
eine Tastenkombination durch einen neuen Wagen ersetzen kann. Diese
Erkenntnis ("Fuer zerstoerte Spielsachen gibt es unbegrenzten
Ersatz!") hatte er dann auf sein reales Spielzeug uebertragen... ;)

Wolfgang Preiss

unread,
Feb 17, 2001, 3:58:20 PM2/17/01
to
"Frank G" <FGo...@t-online.de> wrote:

>
>Wolfgang Preiss <wo...@gmx.net> schrieb in im Newsbeitrag:
>4v6r8t8po0buupiqu...@4ax.com...

>agression spielt z.b. bei meinem kleinen (4 1/2) keine rolle. er


>baut eigentlich nur friedlich vor sich hin. er hebt zwar auch eine armee
>aus, dies aber eigentlich nur zu verteidigungszwecken. angreifen ist nicht
>sein ding. mesiten spielen wir so, daß ich mich auf einem 2.rechner per
>netzwerk dazuschalte und gar ein computergegner mitspielt. dann kann er in
>ruhe rumbauen, ohne dabei gestört zu werden. wenn ich mal weniger zeit habe,
>schalte ich einen computergegner dazu, schalte den auf doofie und wähle eine
>riesenkarte aus. begennungen sind in diesem fall eher zufällig und wenn
>doch, dann lernt er eben, daß man immer aufpassen muß. die militärischen
>aktionen gehen aber nie von ihm aus und haben lediglich defensiven
>charakter.

Ich hatte nicht daran gedacht, dass man das Spiel ja auch so
einstellen kann. Diese Variante kommt mir doch recht brauchbar vor. So
kann dein Kleiner "virtuelle Ritterburg" spielen und sich ein nettes
kleines Reich aufbauen, ohne irgendwelche Gemetzel durchfuehren zu
muessen. Clever!

>
>> Je nach Entwicklungsstand koennen Kinder oft nicht so genau trennen,
>> was in einem Computerspiel ok ist und was man im wirklichen Leben tun
>> sollte. Und selbst wenn sie wissen, dass es schliesslich "nur ein
>> Spiel" ist, werden unbewusst kriegerische Verhaltensweisen
>> antrainiert. Ob man das bei seinen Kindern haben moechte...?
>
>s. meine antwort an anderer stelle. ich hatte alles mögliche militärische
>spielzeug und wir haben früher auch reichlich kriegerische dinge "live"
>gespielt und was wurde aus mir ? ein militärhasser bzw. waffenhasser. außer
>in digitaler form, will ich bis zum heutigen tag nix mit gewalt und waffen
>zu tun haben. wichtig sind die eltern, die spiele begleiten/erklären.

Absolut.


>> Ich an deiner Stelle wuerde ihm vielleicht eher ein Rennspiel
>
>uhhhh...*das* halte ich beinahe für bedenklicher.
>da in unserem land *wesentlich* mehr leute im straßenverkehr sterben, als an
>gewalttätigen auseinandersetzungen, ließe sich wohl, deiner obigen
>argumentation folgend, leicht die these aufstellen, daß spiele, bei denen
>man lernt, daß einen der druck auf das gaspedal zu sieg und glücksgefühl
>verhilft, als ziemlich gefährlich für die entwicklung von kindern
>einzustufen sind.
>wenn man sich das verhalten vieler autofahrer so ansieht, wäre es
>wahrscheinlich wirklich interessant, sich mal anzusehen, warum die so sind,
>wie sie sind, aber ich kann mir kaum vorstellen, daß sich da beweisen ließe,
>daß sie als kinder zuviele rennspiele gespielt hätten oder mit autos im
>allgemeinen gespielt haben. die ursachen, warum ein mensch zum
>gemeingefährlichen verkehrsrüpel oder zum aggressiv-trainierten,
>waffenstarrenden vollidioten in uniform wird, dürften also zum großteil an
>anderr stelle zu finden sein. elternhaus und soziales umfeld im allgemeinen
>dürften hier das zauberwort sein.

Ich hasse ja Fullquotes, aber ich muss doch alles stehenlassen, weil
du's so schoen und zutreffend ausgedrueckt hast. Keine Einwaende.

Bei Licht betrachtet hast du natuerlich recht, dass Rennspiele ohne
elterliche Betreuung genauso bedenklich sind wie Kriegsspiele. Ich
hatte den Gedanken nicht zuende gedacht, denn fuer mich ist bei einem
Autorennen klar, dass man fair und mit Respekt fuer den Gegner auf
einer abgesperrten Rennstrecke unterwegs ist - dass es eben nicht um
Rempel- und Ruepeleien geht. Das kann man bei einem Kind natuerlich
nicht so ohne weiteres voraussetzen.

[snip Jugendschutz]
Auch da stimme ich dir zu. Ich will auf keinen Fall in die "Sowas
Boeses, da muss ein *Gesetz* her, um es zu verbieten!"-Kerbe der
Bevormundungsgesellschaft hauen.

Meine Ueberlegungen bezogen sich ausschliesslich auf Thomas' ganz
spezielle Frage, ob er seinem Sohn AoE schon zumuten kann. Und wir
brauchen uns bestimmt nicht darueber zu streiten, dass es genau das
ist: Eine spezifische Frage, die von informierten und interessierten
Eltern in jedem Einzelfall zu beantworten ist.


>menschen sind und waren mutmaßlich nicht so dumm, spiele mit der realität
>gleichzusetzen, d.h. die entwicklung eines kindes hängt im wesentlichen von
>anderen faktoren ab, als einem bischen computerspiel,

Ganz bestimmt. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass man sich bei
Computerspielen (insbesondere als juengeres Kind) ziemlich
gefaehrliche Problemloesungsstrategien und Reflexe anerziehen kann.

Ich sehe bei mir selbst, dass ich in einer Partie AoE ziemlich sauer
auf die Computergegner werden kann, was in der Regel zu blutigen
Vergeltungsfeldzuegen fuehrt. Tatsaechlich ist Gewalt ja die einzige
Sprache, die diese Bastarde verstehen! ;)

Nun ist meine Sozialisation aber mehr oder weniger abgeschlossen (ich
bin Mitte 30) und ich reagiere auf die gleiche Emotion in der
Realitaet nicht in vergleichbarer Weise. Das ist aber eine
Unterscheidung, die ich von einem Sieben-Jaehrigen nicht unbedingt
erwarten wuerde.

Richtig bedenklich (fuer Kinder, nicht fuer Erwachsene!) finde ich
Ego-Shooter und - wie heissen die Dinger? - virtuelle
"Auffe-Fresse-hau" Spiele, weil da ausschliesslich ein
Sehen-Zielen-Schiessen/Zuschlagen Reflex trainiert wird. Wer
nachdenkt, hat in solchen Spielen schon verloren.

>> oder ein
>> weniger militaerlastiges Aufbauspiel (Siedler, SimCity, RollerCoaster
>> Tycoon, etwas in der Art) zukommen lassen.
>
>wie schon gesagt, die sind auf ihre art und weise oft komplexer als die
>aufbauspiele, die einen höheren militärgehalt zu bieten haben.

Womit wir wieder bei Thomas' Frage waeren. Ich vermute mal, dass die
Variante von AoE, die du deinen Sohn spielen laesst (und die ich fuer
absolut vernuenftig halte), fuer den Sohn von Thomas (der ist immerhin
schon sieben) etwas langweilig waere. Bei AoE muesste man dann die
militaerische Bedrohung vergroessern, um die Sache spannend zu halten.
Deshalb plaediere ich in diesem Fall fuer ein Spiel mit einem etwas
komplexeren Wirtschaftssystem.

BTW, ich werde jetzt schnell noch etwas Transport Tycoon Deluxe
spielen. Das ist ein Spiel, das ich ohne Einschraenkungen auch fuer
Kinder empfehlen wuerde - virtuelle Modelleisenbahn. Es ist ziemlich
komplex, aber man kann ganz klein anfangen und nach und nach seine
Strategien verfeinern. Leider ist es schon uralt ('95) und grafisch
nicht mehr ganz auf der Hoehe der Zeit, obwohl es immer noch nett
aussieht.

Frank G

unread,
Feb 17, 2001, 6:56:46 PM2/17/01
to

Frank G <FGo...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
96koo5$qi1$07$1...@news.t-online.com...

> daß ich mich auf einem 2.rechner per
> netzwerk dazuschalte und gar ein computergegner mitspielt.

oops
...gar *kein* computergegner...
hätte snatürlich heißen sollen.

fr@nk


Frank G

unread,
Feb 17, 2001, 7:32:50 PM2/17/01
to

Wolfgang Preiss <wo...@gmx.net> schrieb in im Newsbeitrag:
b2js8to700kflm3b2...@4ax.com...

> Ich hatte nicht daran gedacht, dass man das Spiel ja auch so
> einstellen kann. Diese Variante kommt mir doch recht brauchbar vor. So
> kann dein Kleiner "virtuelle Ritterburg" spielen und sich ein nettes
> kleines Reich aufbauen, ohne irgendwelche Gemetzel durchfuehren zu
> muessen. Clever!

geht aber natürlich nur, wenn man wirklich 2 rechner im netzwerk rumzustehen
hat. wenn ich mich recht erinnere, muß im solo-modus immer ien
computergegner dabei sein. aber wie schon gesagt, wenn man die karte groß
genug und den gegner dum genug stellt, läuft dann in der 1 stunde, die ich
ihm zubilligen würde, vielleicht mal ein reiter vorbei.

kleine warnung !
heute durfte er mal an meinem rechner spielen, weil ich an dem anderen mal
was basteln mußte und als ich mal 15 minuten nicht immer zimmer war, hatte
er entdeckt, daß man auf meienm rechner ganz tolle spielstände laden kann,
wo es mal so richtig zur sache ging. im klartext : man muß also wirklich
immer dabei sitzen !


> Meine Ueberlegungen bezogen sich ausschliesslich auf Thomas' ganz
> spezielle Frage, ob er seinem Sohn AoE schon zumuten kann. Und wir
> brauchen uns bestimmt nicht darueber zu streiten, dass es genau das
> ist: Eine spezifische Frage, die von informierten und interessierten
> Eltern in jedem Einzelfall zu beantworten ist.

ja, jedes kind hat sicherlich andere tendenzen aufzuweisen und einem sagen
wir mal *sehr* lebhaften kind, das seiner umwelt häufig und gerne auf die
eine oder andere art und weise seinen willen regelrecht aufzwingt, würde
auch eher ein ruhigeres spiel empfehlen ode rben wirklich ein echtes
kinderspiel.


> Ganz bestimmt. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass man sich bei
> Computerspielen (insbesondere als juengeres Kind) ziemlich
> gefaehrliche Problemloesungsstrategien und Reflexe anerziehen kann.

ich hoffe nicht. in ca. 15 jahren kann ich mehr zum thema berichten :-)
aber gerade aoe ist zum glück deutlich mehr, "als reflexe anerziehen".


> Ich sehe bei mir selbst, dass ich in einer Partie AoE ziemlich sauer
> auf die Computergegner werden kann, was in der Regel zu blutigen
> Vergeltungsfeldzuegen fuehrt. Tatsaechlich ist Gewalt ja die einzige
> Sprache, die diese Bastarde verstehen! ;)

sauer auf computergegner ? :-)
es gibt bei aoe eigentlich nix schlimmeres, als gegen menschen zu spielen.
*da* kann man wirklich grantelig werden...


> Nun ist meine Sozialisation aber mehr oder weniger abgeschlossen (ich
> bin Mitte 30) und ich reagiere auf die gleiche Emotion in der
> Realitaet nicht in vergleichbarer Weise. Das ist aber eine
> Unterscheidung, die ich von einem Sieben-Jaehrigen nicht unbedingt
> erwarten wuerde.

deswegen würde ich die kids im alter unter 10 jahren (subjektive grenze)
niemals alleine rumspielen lassen. wenn man merkt, daß sie sich emotional zu
sehr engagieren, kan man dann bequem und erklärenderweise den stöpsel
ziehen.
es ist aber mutmaßlich, wie bei so vielen dingen, die mit kindern zu tun
haben, eine gratwanderung. ihnen etwas interessantes, bei dem sie sogar
lernen können, strategisch zu denken, vorzuenthalten, kann wahrscheinlich
letztendlich genauso schlimm sein, als ihnen zuviel zuzumuten.
ich hätte in meiner situation (büro in der wohnung, 5 computer, aus
beruflichen gründen immer hunderte von spielen im schrank, regelmäßige
netzwerk-sessions mit freunden) sowieso nicht die geringste chance, ihn
davon komplett wegzuhalten. also versuche ich, das beste daraus zu machen
und ihn kontrolliert ranzuführen. manches geht (aoe) und manches geht nicht
(einige autorennspiele z.b., weil er da z.t. richtig "heißläuft"). try &
error ist hoffentlich eine bessere methode, als der abgeschlossene
panzerschrank, i.d. die ganzen spannenden sachen lagern, aber sicher kann
man sich natürlich auch dabei nicht sein.


> Richtig bedenklich (fuer Kinder, nicht fuer Erwachsene!) finde ich
> Ego-Shooter und - wie heissen die Dinger? - virtuelle
> "Auffe-Fresse-hau" Spiele, weil da ausschliesslich ein
> Sehen-Zielen-Schiessen/Zuschlagen Reflex trainiert wird. Wer
> nachdenkt, hat in solchen Spielen schon verloren.

das sehe ich auch so und da wird er von miener seite aus auch noch eine
*sehr* lange zeit nicht rankommen. wenn er gewaltphantasien hat (und die hat
mutmaßlich jedes kind irgendwann), dann soll er das im echten leben
austoben, d.h. er sieht (oder fühlt) dann, daß es überhaupt nicht schön ist,
wenn menschen weh getan wird.


> Womit wir wieder bei Thomas' Frage waeren. Ich vermute mal, dass die
> Variante von AoE, die du deinen Sohn spielen laesst (und die ich fuer
> absolut vernuenftig halte), fuer den Sohn von Thomas (der ist immerhin
> schon sieben) etwas langweilig waere. Bei AoE muesste man dann die
> militaerische Bedrohung vergroessern, um die Sache spannend zu halten.
> Deshalb plaediere ich in diesem Fall fuer ein Spiel mit einem etwas
> komplexeren Wirtschaftssystem.

ja, durchaus wahrscheinlich, daß es in dem alter auch schon klappt. für
meinen zwerg ist sim city oder siedler noch zu komlex oder abstrakt. wenn
thomas´sohn z.b. bezug zu eisenbahnen haben sollte, ist railrod tycoon 2
sicher auch eine empfehlung wert. sieht (noch immer) hübsch aus und ist
gnadenlos friedlich.

fr@nk

p.s. da fällt mir gerade noch ein, daß alles gesagt auf "das 1-kind-modell"
beschränkt sein könnte. wie konnte ich nur ? ich habe doch glatt meine
4-monatige tochter vergessen. jetzt spielt´s natürlich noch keine rolle,
aber in 4 oder 5 jahren schon, denn dann sind beide in einem alter, wo
computerspiele relevant sind, aber in doch sehr unterschiedlichen
entwicklungsstufen, d.h. der eine kann durchaus schon mal was derberes
spielen (und wird das auch wollen), aber die andere sollte davon besser noch
nix mitbekommen. die quadratur dieses kreises dürfte nicht einfach werden...


Martin Seibert

unread,
Feb 17, 2001, 9:27:19 PM2/17/01
to

Thomas Siegl <vitan...@hotmail.com> schrieb:

> Abgesehen davon das ich auf der Verpackung (Collectors Edition) keine
> Altersvorgabe finden konnte, bin ich mir nicht ganz sicher ob ich das Spiel
> schon meinem 7 Jährigen Sohn spielen lassen soll (die Übungslevel hat er mit
> links absolviert).
> Ich meine damit nicht das ihm das Spiel vielleicht irgendwann einmal zu
> schwer sein wird, sondern ich habe ehrer moralische Bedenken im bezug auf
> Waffen, Kriegsführung und kämpfen.

Das er den Uebungslevel "beherrscht", halte ich fuer irrelevant. Meiner
Meinung nach ist ein Kind mit 7 Jahren eindeutig zu jung fuer diese Art von
Spiel. Ich wuerde dir daher eher zu Spielen von Walt Disney raten (z.B.
Tiggers Honigjagd oder aehnliches).
Letztendlich obliegt die Entscheidung aber dir.

Torsten Hensel

unread,
Feb 19, 2001, 7:59:39 AM2/19/01
to
Frank G wrote:
[AOE2]
> also mein kleiner ist 4 1/2 und spielt愀 mit begeisterung.

LOL, und ein Kollege von mir (25, studiert Techno-Informatik an einer
FH) findet AOE2 zu schwierig...

Achja: Full Ack zu deinen Aussagen zu Jugendschutz.
--
Ciao ! /---------------------------------\
Torsten \ eMail: the...@mail.com /
/ Homepage: http://www.hensz.de \
>----- ICQ 19708863 --------------<

Frank G

unread,
Feb 19, 2001, 11:06:17 AM2/19/01
to

Torsten Hensel <the...@mail.com> schrieb in im Newsbeitrag:
3A9118BB...@mail.com...
> Frank G wrote:
> [AOE2]
> > also mein kleiner ist 4 1/2 und spielt´s mit begeisterung.

>
> LOL, und ein Kollege von mir (25, studiert Techno-Informatik an einer
> FH) findet AOE2 zu schwierig...

vielleicht solltest du alles im thread lesen, um meine bemerkung wirklich zu
verstehen, *bevor* du antwortest ? :-)
er spielt es *natürlich* nicht wie ein erwachsener (hätte also nicht die
geringste chance gegen einen echten gegner), aber er baut ganz ordentlich
vor sich hin. er weiß, wie man durch die zeitalter kommt (und das man das
auch muß, um mehr und besseres bauen zu können), obwohl er natürlich fragen
muß, wieviel rohstoffe er denn noch braucht (so große zahlen beherrscht er
noch nicht, auch wenn er natürlich erkennt, daß die um so größer sind, je
länger sie sind)). er kann diverse sachen upgraden und hat sich auch die
erklärungen in etwa gemerkt, wofür die upgrades sind (natürlich gibt´s da
auch abstraktere, mit denen er nix anfangen kann). er weiß wofür in etwa die
einzelnen rohstoffe zu gebrauchen sind. er weiß, daß man felder braucht, um
futter ranzukarren, minen bauen muß, um entferntere häufchen abzubauen oder
holzfällerlager, um holz zu verarbeiten. er weiß, in welchen gebäuden,
welche art von einheiten produziert wird. das ganze übrigens in der
englischsprachigen version, was aber ziemlich egal ist, weil er noch nicht
lesen kann und die icons eigentlich ausreichen.

fr@nk

p.s. ich wußte doch schon immer, daß es heutzutage viel zu einfach ist, auf
universitätet zu gelangen :-) muß man dafür eigentlich noch abitur machen,
oder geht´s inzwischen auch so ? :-))

Torsten Hensel

unread,
Feb 20, 2001, 5:06:28 AM2/20/01
to
Frank G wrote:
> > LOL, und ein Kollege von mir (25, studiert Techno-Informatik an einer
> > FH) findet AOE2 zu schwierig...
>
> vielleicht solltest du alles im thread lesen, um meine bemerkung wirklich zu
> verstehen, *bevor* du antwortest ? :-)

Hab ich doch. Genau mit dem von dir beschriebenen (Aufbauen, Upgrades)
hat er ja Probleme, nicht mit dem Gegner plätten. Das ist doch gerade
der Witz dabei.

> p.s. ich wußte doch schon immer, daß es heutzutage viel zu einfach ist, auf
> universitätet zu gelangen :-) muß man dafür eigentlich noch abitur machen,
> oder geht´s inzwischen auch so ? :-))

Ich sagte FH, und da kann man auch ohne Abi hin ;->

Allerdings solltest du dich mit dieser Meinung (Uni ist zu einfach)
heute nicht hier an den Campus verirren, es sind ein paar
Klausur-geschockte Erstsemester unterwegs, die sind unberechenbar; erst
recht wenn man sagt, daß es doch so einfach ist.

Frank G

unread,
Feb 20, 2001, 6:08:43 AM2/20/01
to

Torsten Hensel <the...@mail.com> schrieb in im Newsbeitrag:
3A9241A4...@mail.com...


> Hab ich doch. Genau mit dem von dir beschriebenen (Aufbauen, Upgrades)
> hat er ja Probleme, nicht mit dem Gegner plätten. Das ist doch gerade
> der Witz dabei.

huch ? :-)


> Ich sagte FH, und da kann man auch ohne Abi hin ;->

wußte ich´s doch :-)


> Allerdings solltest du dich mit dieser Meinung (Uni ist zu einfach)
> heute nicht hier an den Campus verirren, es sind ein paar
> Klausur-geschockte Erstsemester unterwegs, die sind unberechenbar; erst
> recht wenn man sagt, daß es doch so einfach ist.

nee, ich meinte ironisch, ob das abi heutzutage vielleicht zu einfach sei
oder ob man ohne abi auf die uni kommen könne. wenn einem aoe schon zu
kompliziert ist...
war eigentlich nicht gegen die armen erstsemester gerichtet :-) obwohl man
zu dem thema sicher auch einiges sagen könnte..."weniger spaß haben und mehr
leiden, dann klappt´s besser" z.b. *duck*

fr@nk


Torsten Hensel

unread,
Feb 23, 2001, 5:41:16 AM2/23/01
to
Frank G wrote:
[Uni ohne Abi]

> > Ich sagte FH, und da kann man auch ohne Abi hin ;->
>
> wußte ich´s doch :-)

Neuste Erkenntnisse: Man kann jetzt sogar ohne Abi an die Uni kommen,
jedenfalls in Rheinland-Pfalz. Aber das ist jetzt etwas ot... daher:

Weil wir gerade bei AOE2 sind: Wie macht sich das im Netz denn so? Mein
Kollege (der es nicht rafft) meint nämlich, das ist zu komplex und macht
deshalb keinen Spaß.

Frank G

unread,
Feb 23, 2001, 2:00:21 PM2/23/01
to

Torsten Hensel <the...@mail.com> schrieb in im Newsbeitrag:
3A963E4C...@mail.com...

> Weil wir gerade bei AOE2 sind: Wie macht sich das im Netz denn so? Mein
> Kollege (der es nicht rafft) meint nämlich, das ist zu komplex und macht
> deshalb keinen Spaß.

der mit-ohne abi ? üben :-)
(es macht sich gut, wenn man auseichend schnelle internetanbindung hat)

fr@nk


Wolfgang Scheller

unread,
Feb 23, 2001, 2:55:11 PM2/23/01
to
Hallo Mash,

MASH schrieb:


> Ich denke mit 7 Jahren kann man ein Kind sowas spielen lassen.
> Blut und andere unnötige gewaltdarstellungen gibt es ja nicht in Age of
> Empires.

Ich denke, dass Du hier völlig daneben liegst. Sicherlich bringt AOE nicht
die absolute Darstellung von Mord und Totschlag.
Trotzdem ist Dein Ziel in diesem Spiel, Deine Gegner auszulöschen, indem Du
gegnerische Truppen, egal wie, niedermachst.
Ich bin nicht der Meinung, dass Kinder im Alter von 7 Jahren kein
strategisches Denken lernen sollten, denke aber nicht, dass die Kiddies in
diesem zarten Alter schon lernen sollten, dass es ein wichtiger Grundstein
zur Erreichung Deines Zieles ist, Deine Gegner nieder zu metzeln.

Blut wird ja auch durchaus gezeigt.....

> Ich habe zwar keine Kinder weil ich 16 bin, aber ich spiele schon seit X
> Jahren Computerspiele

Also ich habe einen 12 jährigen Sohnemann zu Hause, bei dem ich durchaus
vorher sichte, was er denn so zu zocken gedenkt. Ich halte mich dabei nicht
unbedingt stur an jegliche Altersfreigaben, spiele aber jedes kritische
Spiel vorher selber mal an.

> und es hat mir nicht geschadet im gegenteil,.manchmal lernt man sogar
dabei.

Wenn der Junge 12 Jahre alt ist, ist es früh genug, Kriegstaktiken zu
erlernen....

> Ausserdem gibt es bei Aoe ja keine "harten" Waffen wie z.B. Gewehre,
Panzer,
> usw.

Nee, dafür aber Bogenschützen, Katapulte, Rammen etc..... Gewehre gibt´s
aber doch. Zwar in mittelalterlicher Form, aber es gibt sie...

> Ausserdem glaube ich das ein Kind das umgehen mit einem PC auf diese weise
> langsam lernt,
> und das kann sicherlich nicht schaden weil der Computer nun mal die
Zukunft
> ist.

Es gibt´s pädagogisch wertvollere Software, glaub´s mir.....

cu

Wolfgang Scheller


Hauke Ingmar Schmidt

unread,
Feb 23, 2001, 3:51:21 PM2/23/01
to
Moin!

>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<

Am 23.02.2001, 20:55:11, schrieb "Wolfgang Scheller"
<wolfgang...@freenet.de> zum Thema Re: AOE II - ab welchem Alter?:


> Hallo Mash,

> MASH schrieb:
> > Ich denke mit 7 Jahren kann man ein Kind sowas spielen lassen.
> > Blut und andere unnötige gewaltdarstellungen gibt es ja nicht in Age of
> > Empires.

?????
(Sorry, aber denken wir an das selbe Spiel?)

> Ich denke, dass Du hier völlig daneben liegst. Sicherlich bringt AOE
nicht
> die absolute Darstellung von Mord und Totschlag.
> Trotzdem ist Dein Ziel in diesem Spiel, Deine Gegner auszulöschen, indem
Du
> gegnerische Truppen, egal wie, niedermachst.
> Ich bin nicht der Meinung, dass Kinder im Alter von 7 Jahren kein
> strategisches Denken lernen sollten, denke aber nicht, dass die Kiddies
in
> diesem zarten Alter schon lernen sollten, dass es ein wichtiger
Grundstein
> zur Erreichung Deines Zieles ist, Deine Gegner nieder zu metzeln.
> Blut wird ja auch durchaus gezeigt.....

Und die gewalttätigen Wege sind ja nicht gerade die am wenigsten
erfolgreichen.

> > und es hat mir nicht geschadet im gegenteil,.manchmal lernt man sogar
> dabei.
> Wenn der Junge 12 Jahre alt ist, ist es früh genug, Kriegstaktiken zu
> erlernen....

> > Ausserdem gibt es bei Aoe ja keine "harten" Waffen wie z.B. Gewehre,
> Panzer,
> > usw.
> Nee, dafür aber Bogenschützen, Katapulte, Rammen etc..... Gewehre gibt´s
> aber doch. Zwar in mittelalterlicher Form, aber es gibt sie...

Wo ist der Unterschied zwischen Pfeil und Bogen und Schwertern und
„harten Waffen“?

> > Ausserdem glaube ich das ein Kind das umgehen mit einem PC auf diese
weise
> > langsam lernt,
> > und das kann sicherlich nicht schaden weil der Computer nun mal die
> Zukunft
> > ist.
> Es gibt´s pädagogisch wertvollere Software, glaub´s mir.....

Denke ich auch. Das alte Argument: „Ich brauche aber einen C64 zum
Vokabellernen.“ Klar.

Ich habe einen achtjährigen Halbbruder (bin selber 25), der ganz
begeistert ist von AoE. Ich leider nicht (mische mich da aber nicht ein),
von mir hat er Catan bekommen (da er bei uns immer mitspielen wollte, es
aber nicht wirklich konnte...).
Ich persönlich würde, wenn es ums strategische Denken geht, eher ein
abstraktes Spiel wie Go empfehlen (ersatzweise Schach, aber für mich nur
zweite Wahl). Gerade weil der strategische Tiefgang und damit ein
möglicher Lerneffekt bei Spielen wie AoE doch eher gering ist (gerade
wenn so Kleine das spielen). Da geht's halt doch nur darum, möglichst
viele Rohstoffe abzubauen, möglichst viele Einheiten zu bauen und alles
niederzumachen, dazu der Glücksfaktor bei Rohstoffverteilung, Landform
etc., auf den man es schieben kann, wenn man verliert. Und damit es für
die Kleinen auch nicht zu schwer wird, das ganze auch noch auf einem
niedrigen Schwierigkeitsgrad.

Zeitvergeudung. Gerade bei Kindern. Nicht nur kein Lerneffekt, sondern
eine fatal in die falsche Richtung gehende Konditionierung.
Wenn ich daran denke, daß der Lütte alle Pokémon auswendig kann, aber
behauptet, er könne sich den Schulstoff nicht merken ... man darf es
Kindern nicht immer recht machen. Mit der Zeit, die er da rein gesteckt
hat, könnte er schon eine Fremdsprache sprechen.

Gibt es eigentlich ein schönes buntes Schachprogramm für so Kleine?
BattleChess sollte es eher nicht sein...

Tschüß
Hauke

Thomas Siegl

unread,
Feb 23, 2001, 4:03:14 PM2/23/01
to
Hi

>Gibt es eigentlich ein schönes buntes Schachprogramm >für so Kleine?
>BattleChess sollte es eher nicht sein...

Lego Chess !
Hat mein Sohn (7) schon mit 5 Jahren mit begeisterung gespielt. Im
Strategiebereich kann ich aber auch noch Lego Rock Raiders empfehlen, das
aber meiner Meinung nach grosse Unterstützung eines Erwachsenen braucht.

Thomas

Wolfgang Scheller

unread,
Feb 24, 2001, 5:56:46 AM2/24/01
to

Hauke Ingmar Schmidt schrieb:

> MASH schrieb:
> > Ich denke mit 7 Jahren kann man ein Kind sowas spielen lassen.
> > Blut und andere unnötige gewaltdarstellungen gibt es ja nicht in Age of
> > Empires.

?????
(Sorry, aber denken wir an das selbe Spiel?)

Er spielt wahrscheinlich ohne Gegner.... ;0)


> > Ausserdem gibt es bei Aoe ja keine "harten" Waffen wie z.B. Gewehre,
> Panzer,
> > usw.
> Nee, dafür aber Bogenschützen, Katapulte, Rammen etc..... Gewehre gibt´s
> aber doch. Zwar in mittelalterlicher Form, aber es gibt sie...

Wo ist der Unterschied zwischen Pfeil und Bogen und Schwertern und
"harten Waffen"?

Da gibt´s keinen Unterschied. Dass wollte ich damit zum Ausdruck bringen,
vielleicht fehlt ein kleiner Smiley...


Ich habe einen achtjährigen Halbbruder (bin selber 25), der ganz
begeistert ist von AoE. Ich leider nicht (mische mich da aber nicht ein),
von mir hat er Catan bekommen (da er bei uns immer mitspielen wollte, es
aber nicht wirklich konnte...).
Ich persönlich würde, wenn es ums strategische Denken geht, eher ein
abstraktes Spiel wie Go empfehlen (ersatzweise Schach, aber für mich nur
zweite Wahl). Gerade weil der strategische Tiefgang und damit ein
möglicher Lerneffekt bei Spielen wie AoE doch eher gering ist (gerade
wenn so Kleine das spielen). Da geht's halt doch nur darum, möglichst
viele Rohstoffe abzubauen, möglichst viele Einheiten zu bauen und alles
niederzumachen, dazu der Glücksfaktor bei Rohstoffverteilung, Landform
etc., auf den man es schieben kann, wenn man verliert. Und damit es für
die Kleinen auch nicht zu schwer wird, das ganze auch noch auf einem
niedrigen Schwierigkeitsgrad.

Zeitvergeudung. Gerade bei Kindern. Nicht nur kein Lerneffekt, sondern
eine fatal in die falsche Richtung gehende Konditionierung.
Wenn ich daran denke, daß der Lütte alle Pokémon auswendig kann, aber
behauptet, er könne sich den Schulstoff nicht merken ... man darf es
Kindern nicht immer recht machen. Mit der Zeit, die er da rein gesteckt
hat, könnte er schon eine Fremdsprache sprechen.

Komisch, kenne ich alles von meinem Filius. Die Pokemonfamilie kennt er aus
dem eff-eff, inklusive aller Gewichtsangaben... :0)
Nur bei den Englischvokabeln will er sich die einfachsten Worte nicht
merken. Ich habe ihm mal empfohlen, die Pokemon´s in englischer Sprache zu
beschreiben.... ;0)

Gibt es eigentlich ein schönes buntes Schachprogramm für so Kleine?
BattleChess sollte es eher nicht sein...

Ich bin der Meinung, solche Dinge lernen 7 bis 8jährige eher durch das
Spielen mit Erwachsenen, aber das führt jetzt zu weit....Ich bin schon
mächtig OT.... ;0)

l8rz
Wolfgang


Wolfgang Scheller

unread,
Feb 24, 2001, 6:00:40 AM2/24/01
to
Sorry für das beknackte, höchst unlesbare Posting. Da hat mich dieses
sch.... OE ziemlich verladen....;0)

Wolfgang Scheller schrieb:

[...]


David Seefeld

unread,
Feb 24, 2001, 7:03:30 PM2/24/01
to
Was für ein schöner Thread!
Als fanatischer AoK-Spieler und überzeugter Zyniker habe ich jeden Beitrag mit
Genuss gelesen. Als Inhaber?! Besitzer?!
(oder was auch immer) eines zehnjährigen, meinen alten PC weiternutzenden
Halbbruders (der auch viele meiner Spiele mit
Begeisterung spielt) versuche ich zu differenzieren:
Er konnte Quake3 selbst bei 10 Frames/s noch einigermassen spielen (was ich ganz
ehrlich bewundernswert fand), andererseits bin ich froh, dass er nach kürzester
Zeit
durch elterliche Verordnung ein Shooter-Verbot erhielt.
Aber wenn man mein Lieblingsspiel genau analysiert, zeigt sich
auch, dass das Abschlachten wehrloser Dorfbewohner das erste Ziel jedes frühen
Angriffs ist (unter uns erfahrenen AoK-Cracks: gibt es etwas schöneres als ein
unverteidigtes gegnerisches Holzfällerlager mit 20 hilflosen Dorfis zum
Niedermetzeln ?). Bei guten AoK-Spielern steht also "ehrenhaftes" oder auch
unblutiges Vorgehen ganz bestimmt nicht auf der Prioritätsliste.
Mein kleiner Bruder ist allerdings keineswegs ein guter AoK-Spieler, sondern baut
seine Basis eher behutsam und liebevoll auf, spielt auf niedrigem
Schwierigkeitsgrad und nutzt Cheats wenn er in Gefahr gerät.
Vielleicht sollte man Spiele also nicht absolut betrachten, sondern abhängig von
dem, was der jeweilige Spieler daraus macht. So sehr es mich als (s.o.) Zyniker
auch stört: entscheidend ist wohl nicht das Spiel selbst sondern das Umfeld des
Kindes und die Einstellung zum Computerspiel an sich, die man einfach vorleben
muss. Wie früh man dem Kind
die (seitens der Familie unterstützte) Differenzierung zwischen Realität und
Spiel zutraut ist dann wohl die entscheidende Frage. Die kann aber in einer
Newsgroup, in der ja keiner das ursprünglich angesprochene Kind und sein Umfeld
kennt, keiner beantworten, wie man an den vielen verschiedenen Ansichten klar
erkennt.
Das war also mein Senf zum Thema; eigentlich wollte ich hinaus
auf: "AoE2-kann nicht früh genug sein" , aber es hat sich beim Schreiben doch
irgendwie anders entwickelt.
Auf jeden Fall Danke fürs Lesen und ich freue mich auf jegliches Echo, wenn's
keines gibt auch ok.
mfG,
Deavis

--
_____________________________________________________________
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