Ich raff das mit der Bildung nicht. Ich habe den Lebenslauf extrem auf
Bildung ausgelegt (+80), habe sofort Schule und Uni gebaut, das
Bildungsprogramm läuft auch, aber nichts passiert. Es geht kaum einer
in die Bildungseinrichtungen, die Tropicaner sind genauso blöd wie
vorher. Ich mußte mir anfänglich die meisten Fachkräfte aus dem
Ausland holen, und erst mit dem Bau der Einwanderungsbehörde
(Fachkräfte willkommen) besserte sich die Situation etwas. Aber lernen
tut (nach 20 Jahren) immer noch kaum einer.
Irgendwelche Ideen wie ich die Leute in die Schule bekomme?
Das ist nicht der einzige Punkt wo ich keinen Sinn sehe. Z.B. wohnen
Ärzte in Hütten, obwohl bester und bezahlbarer Wohnraum gleich daneben
zur Verfügung steht, und die Kirche wird kaum besucht, aber alle
jammern daß die Seelsorge nicht reicht. Irgendwas scheint da nicht
ganz hinzuhauen mit der KI.
Hi,
das hängt alles damit zusammen, wieviel Arbeitsplätze mit notwendiger Schul-
bzw. Uniausbildung Du anbietest und wieviel diese Jobs an Gehältern bringen.
Brauchst Du nur Akademiker für die Kliniken, geht logischerweise auch kaum
einer in die Uni. Sind die Löhne zu niedrig für solche Jobs, ist kaum einer
am Studium interessiert. Wenn dann auch noch die Fachkräfte aus dem Ausland
geholt werden, sind Schule und Uni meist nur kläglich besetzt.
Welcher Wohnraum von wem genutzt wird, hängt von den Mieten und der Lage der
Häuser ab. Mieten für besseren Wohnraum hoch genug setzen und die Gebäude in
der Nähe des Arbeitsplatzes bauen. Manchmal muß man dann noch nachschauen,
wer eingezogen ist und gegebenenfalls Leute rausschmeißen. Sollten
allerdings in Deine Luxusvilla Bauarbeiter einziehen, mußt Du wohl Deine
Lohnpolitik überprüfen.
Mit den Kirchen ist das so eine Sache: Meine Kirchen sind fast immer voll
besetzt, wobei es aber auch zu Schwankungen kommen kann. Wenn die Leute zu
weit gehen müssen, um in die Kirche zu kommen, versuchen sie es u.U. gar
nicht erst und werden unzufrieden mit der Seelsorge.
Grüße,
Ulrich
>das hängt alles damit zusammen, wieviel Arbeitsplätze mit notwendiger Schul-
>bzw. Uniausbildung Du anbietest und wieviel diese Jobs an Gehältern bringen.
??? Man braucht doch für fast jeden Job mind. Schulbildung, das fängt
schon mit den Fabriken an. Und besser bezahlt werden die auch (zudem
ich ja von Anfang an noch $2 draufpacke).
Was ich nicht verstehe, warum die Tropicaner sich nicht freiwillig
weiterbilden um an die besseren Jobs zu kommen. Zudem die Bildung ja
auch noch kostenlos ist. Eigentlich müßten die Schulen voll sein, und
die Leute überqualifiziert für niedere Tätigkeiten. Da müßte man dann
zubuttern, damit sich jemand findet.
>am Studium interessiert. Wenn dann auch noch die Fachkräfte aus dem Ausland
>geholt werden, sind Schule und Uni meist nur kläglich besetzt.
Bleibt mir ja nichts anderes übrig. Ohne Arbeiter laufen die Werke ja
nicht, und die Leute jammern rum.
>Welcher Wohnraum von wem genutzt wird, hängt von den Mieten und der Lage der
Das Problem war eher wie er überhaupt genutzt wird, nicht von wem.
Wenn ein Farmer meint daß er fast seinen ganzen Lohn für Miete
verbraten will soll er ruhig. Hauptsache der Rubel rollt :)
Aber wieso wohnt jemand in einer Hütte, in der er unzufrieden ist,
statt ein paar Meter (!) weiter in ein gutes Haus zu ziehen. (zudem er
sich die Miete dreimal leisten könnte) Oder gucken die auch nach dem
Umfeld (wer noch im Haus wohnt)? Kann ich mir gar nicht vorstellen,
daß solche Feinheiten programmiert worden sind.
>weit gehen müssen, um in die Kirche zu kommen, versuchen sie es u.U. gar
>nicht erst und werden unzufrieden mit der Seelsorge.
Was ist weit? Gibt es Statistiken wie weit die Tropicaner max. laufen?
(bei SimCity waren es z.B. vier Blöcke) Die Kirche stand bei mir nicht
zentral, das stimmt schon.
Ach ja? Deine Baurabeiter, Transporteure, Farmer, Dockarbeiter, Holzfäller
usw. haben alle Schulbildung? Meine nicht. Der Anteil der 'gebildeten'
Arbeitnehmer steigt zwar stetig, aber die meisten bleiben ungebildet. Ich
werde heute abend mal schauen, wie die prozentuale Verteilung aussieht.
> Was ich nicht verstehe, warum die Tropicaner sich nicht freiwillig
> weiterbilden um an die besseren Jobs zu kommen. Zudem die Bildung ja
> auch noch kostenlos ist. Eigentlich müßten die Schulen voll sein, und
> die Leute überqualifiziert für niedere Tätigkeiten. Da müßte man dann
> zubuttern, damit sich jemand findet.
Wer lernt, verdient nichts und wer arbeitet, geht nicht mehr in die Schule.
AFAIK werden wohl nur aus Kindern Schüler. In der Uni habe ich auch schon
ehemalige Soldaten gefunden. Sorgt man dafür, daß viele Kinder geboren
werden, sind die Schulen gut besucht. Ich habe auch das Problem, daß die
Bildung auf meiner Insel nur sehr langsam anläuft und ich noch Leute aus dem
Ausland holen muß. Die Eigenschaften des Diktators wirken sich u.U. auch auf
die Bildung aus.
> Das Problem war eher wie er überhaupt genutzt wird, nicht von wem.
> Wenn ein Farmer meint daß er fast seinen ganzen Lohn für Miete
> verbraten will soll er ruhig. Hauptsache der Rubel rollt :)
> Aber wieso wohnt jemand in einer Hütte, in der er unzufrieden ist,
> statt ein paar Meter (!) weiter in ein gutes Haus zu ziehen. (zudem er
> sich die Miete dreimal leisten könnte) Oder gucken die auch nach dem
> Umfeld (wer noch im Haus wohnt)? Kann ich mir gar nicht vorstellen,
> daß solche Feinheiten programmiert worden sind.
Gestern habe ich eine neue Insel begonnen und zu Beginn versucht möglichst
viel Wohnraum zu schaffen, damit die blöden Hütten verschwinden. Im Laufe
der Zeit sind auch 90% davon zusammengefallen, aber der Rest wurde weiter
bewohnt, obwohl in verschiedenen, deutlich besseren, Wohnungen genug Platz
war. Diese letzten Hütten habe ich dann schließlich abgerissen. Keine
Ahnung, warum die nicht ausziehen.
Was mir aufgefallen ist: Für meine erste Arbeitskraft im Kraftwerk, habe ich
eine Luxusvilla in die Nähe gebaut. Dort ist sie auch eingezogen und war
sehr zufrieden. Als ich nach ein paar Jahren nachgeschaut habe, war sie
ausgezogen und wohnte in einer Baracke (Wohnqualität 25 gegen 91!). Ich
konnte das kaum fassen, bis ich feststellte, daß sie geheiratet hatte und
daher zu ihrem Mann gezogen ist. Ich habe dann beide aus der Baracke
rausgeschmissen, worauf sie wieder in die Luxusvilla gezogen sind.
> >weit gehen müssen, um in die Kirche zu kommen, versuchen sie es u.U. gar
> >nicht erst und werden unzufrieden mit der Seelsorge.
>
> Was ist weit? Gibt es Statistiken wie weit die Tropicaner max. laufen?
> (bei SimCity waren es z.B. vier Blöcke) Die Kirche stand bei mir nicht
> zentral, das stimmt schon.
Gute Frage, keine Ahnung. Aber ich denke, daß die zurückgelegte Entfernung
auch von der beabsichtigten Tätigkeit und der dafür vorgesehenen Zeit
abhängt. Für die Arbeit werden teilweise enorme Distanzen zurückgelegt,
während für Kirchgang und Bar sicherlich weniger Spielraum da ist. Diese
Dinge müssen halt alle in der Freizeit erledigt werden. Wenn erst noch weit
gelaufen werden muß, um was zu Essen zu kriegen, sich auszuruhen und zum
Arzt zu gehen, dann dürfen Kirche oder Bar nicht mehr zu weit weg sein.
Grüße,
Ulrich
>Ach ja? Deine Baurabeiter, Transporteure, Farmer, Dockarbeiter, Holzfäller
>usw. haben alle Schulbildung? Meine nicht. Der Anteil der 'gebildeten'
Habe ich gesagt /alle/?-) Aber von den oben genannten habe ich nach
einer Weile weniger, denn wenn man weiterkommen will braucht man
schulig gebildetete.
Ich habe es mal getestet und den Sack zugemacht. Die Jobs mit
Schulbildung habe ich finanziell _sehr_ lukrativ gemacht, und dann
gewartet. Nach fast zwei Jahren wurden die Stellen Tatsache nach und
nach besetzt, oft mit "umgeschulten" Leuten. Eine volle Besetzung
wurde aber nie erreicht, und oft waren die Stellen auch schnell wieder
leer. Von der schlechten Wirschaftlichkeit mal abgesehen scheinen die
Tropicaner also die simplen Jobs vorzuziehen.
Leider kann ich die auch nicht zu schlecht bezahlen, weil sie sich
dann nix mehr leisten können, und das ist auch schlecht für die
Wirtschaft.
>Wer lernt, verdient nichts und wer arbeitet, geht nicht mehr in die Schule.
Obwohl das IMO nicht zu Ende gedacht ist. Da die Bildung ja kostenlos
ist, könnten sich die Arbeitnehmer ja auch nach Feierabend
weiterbilden.
Aber wenn das wirklich stimmt, dann könnte man mit kostenlosem
Wohnraum die Anzahl der Schüler erhöhen. Nur daß man sich das in den
ersten Jahren nicht leisten kann, und später ist es eh egal.
>ausgezogen und wohnte in einer Baracke (Wohnqualität 25 gegen 91!). Ich
>konnte das kaum fassen, bis ich feststellte, daß sie geheiratet hatte und
>daher zu ihrem Mann gezogen ist. Ich habe dann beide aus der Baracke
>rausgeschmissen, worauf sie wieder in die Luxusvilla gezogen sind.
Aber praktikabel ist das doch nicht. An irgendeiner Stelle muß das
Management bei Spielen auch aufhören. Zumindest was man machen /muß/,
denn interessant finde ich es schon jeden Bürger unter Kontrolle zu
haben. Sogar die Kühe wurden bei den Einzelheiten bedacht :)
>abhängt. Für die Arbeit werden teilweise enorme Distanzen zurückgelegt,
>während für Kirchgang und Bar sicherlich weniger Spielraum da ist. Diese
/Alles/ eng beieinander zu packen ist schon ziemlich schwierig bei dem
Spiel. Ich versuche später mal, ob ich eine Art Kreis hinbekomme. Im
Inneren sind notwendige Sachen wie Kirche, Klinik, Shop, den Mantel
bilden die Wohnhäuser, und außen liegen die Farmen und Fabriken.
Alternativ könnte man das auch in einem Zug hinunterbauen. So bleiben
die Wege am kürzesten. Aber ich befürchte die Praxis wird mir da
wieder einen Strich durch die Rechnung machen :) Das fängt vermutlich
schon damit an, daß die Leute nicht da einziehen wo sie sollen.
Nein, aber: "Man braucht doch für fast jeden Job mind. Schulbildung". Bei
mir sind es in einem Spielstand von 1965 80% Ungelernte. Später ändert sich
das Bild: 2004 48% Ungebildete, 32% Schulbildung und 20% Uniabschluß. Aber
es stimmt schon, ohne bessere Bildung keine Weiterentwicklung und der Anteil
dieser Leute steigt mit der Spielzeit stark an.
> Ich habe es mal getestet und den Sack zugemacht. Die Jobs mit
> Schulbildung habe ich finanziell _sehr_ lukrativ gemacht, und dann
> gewartet. Nach fast zwei Jahren wurden die Stellen Tatsache nach und
> nach besetzt, oft mit "umgeschulten" Leuten. Eine volle Besetzung
> wurde aber nie erreicht, und oft waren die Stellen auch schnell wieder
> leer. Von der schlechten Wirschaftlichkeit mal abgesehen scheinen die
> Tropicaner also die simplen Jobs vorzuziehen.
> Leider kann ich die auch nicht zu schlecht bezahlen, weil sie sich
> dann nix mehr leisten können, und das ist auch schlecht für die
> Wirtschaft.
>
> >Wer lernt, verdient nichts und wer arbeitet, geht nicht mehr in die
Schule.
>
> Obwohl das IMO nicht zu Ende gedacht ist. Da die Bildung ja kostenlos
> ist, könnten sich die Arbeitnehmer ja auch nach Feierabend
> weiterbilden.
Klar, es bleiben einige Ungereimtheiten. Ich habe in der Schule noch keine
Arbeiter einen 'zweiten Bildungsweg' anfangen sehen. In der Uni sieht man
schonmal einen ehemaligen Soldaten o.ä. sitzen. Bis die eigenen
'Bildungsinstitute' Fachkräfte hervorbringen, dauert es manchmal ganz schön
lange...
> Aber wenn das wirklich stimmt, dann könnte man mit kostenlosem
> Wohnraum die Anzahl der Schüler erhöhen. Nur daß man sich das in den
> ersten Jahren nicht leisten kann, und später ist es eh egal.
Also mittlerweile baue ich anfangs zügig Baracken und Mietshäuser, die
grundsätzlich mietfrei bleiben, damit die Leute schnell umziehen. Die Mieten
bringen eh nicht viel und falls man finanziell die fehlenden Mieten nicht
verschmerzen kann, wäre man in einem solchen Spiel IMHO eh nicht weit
gekommen. Mieten nehme ich nur bei Häusern, Mietkomplexen und Luxusvillen.
V.a. wenn Du auf Tourismus setzen willst, mußt Du die ganzen kleinen Hütten
loswerden. Die einfachen Gebäude mietfrei zu lassen, hat sich bei mir
bewährt.
> Aber praktikabel ist das doch nicht. An irgendeiner Stelle muß das
> Management bei Spielen auch aufhören. Zumindest was man machen /muß/,
> denn interessant finde ich es schon jeden Bürger unter Kontrolle zu
> haben. Sogar die Kühe wurden bei den Einzelheiten bedacht :)
Jo, die Details sind ziemlich cool. Ich habe mal gelesen, daß die Frauen
sich die Männer zum heiraten aussuchen und beim Ehemann einziehen. Ich
denke, daß man sich in den meisten Fällen nicht um das Mikromanagement
kümmern muß. Lediglich bestimmte Personen sollte man beobachten, um
eventuell Schlimmeres zu verhindern. Die Dame vom Kraftwerk hatte ich nur
deshalb auf dem Kieker, weil die des Öfteren einfach mal den Job schmeißen
und der darauffolgende Stromausfall eventuell direkt in die finanzielle
Katastrophe führen kann...
Im Detail kümmere ich mich sonst nur um Unzufriedene, Rebellen, Demostranten
und natürlich um den Oppositionskandidaten. *g*
> /Alles/ eng beieinander zu packen ist schon ziemlich schwierig bei dem
> Spiel. Ich versuche später mal, ob ich eine Art Kreis hinbekomme. Im
> Inneren sind notwendige Sachen wie Kirche, Klinik, Shop, den Mantel
> bilden die Wohnhäuser, und außen liegen die Farmen und Fabriken.
> Alternativ könnte man das auch in einem Zug hinunterbauen. So bleiben
> die Wege am kürzesten. Aber ich befürchte die Praxis wird mir da
> wieder einen Strich durch die Rechnung machen :) Das fängt vermutlich
> schon damit an, daß die Leute nicht da einziehen wo sie sollen.
Gute Idee, wenn der Boden mitspielt. Meist werden meine Ortschaften im Laufe
der Zeit immer chaotischer :-(
Ich denke man sollte versuchen das Ganze kompakt zu halten und
gegebenenfalls verschiedene Gebäude mehrfach bauen. Manchmal sind kleinere
Trabantensiedlungen besser, als eine 'Großstadt'. Sehr wichtig sind auch die
Lebensmitteldepots, die zum Teil enorme Wege ersparen. Vor allem in
Industrieregionen, kann man so vermeiden, daß die Arbeiter den ganzen Weg
bis zur nächsten Farm laufen, um sich was zu Essen zu holen. Das erste
Depot, das ich gebaut habe, wies nach ein paar Jahren bereits über 600
Besuche und 1500 ausgegebene Mahlzeiten aus.
Viel Spaß noch beim Daddeln ;-)
Grüße,
Ulrich
>loswerden. Die einfachen Gebäude mietfrei zu lassen, hat sich bei mir
>bewährt.
Mmh, muß ich mal probieren. Aber zieht dann überhaupt noch jemand in
die Häuser mit Miete? Oder strebst Du bei Dir den völligen Kommunismus
an? ;)
>Ich denke man sollte versuchen das Ganze kompakt zu halten und
>gegebenenfalls verschiedene Gebäude mehrfach bauen. Manchmal sind kleinere
Zu der Denkweise muß ich mich auch erst durchringen. Zudem die vielen
Kirchen (bsp.weise) mir ja nichts nützen, wenn es keine qualifizierten
Arbeiter gibt. Das eigentlich schwierige an dem Spiel ist IMO der
Zeitraffer. Man denkt in realen Dimensionen, aber im Spiel geht es
alles viel schneller und direkter.
>Viel Spaß noch beim Daddeln ;-)
TNX. Mal sehen ob ich dieses WE über die 30 Jahre komme, ohne vorher
wieder neu anzufangen ;)