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[Rez] Cicatrix, Endlich die Wahrheit über die Götter

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Christian Pree

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Dec 30, 2009, 8:21:57 PM12/30/09
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Tricia Cicatrix, Endlich die Wahrheit �ber die G�tter (2008)
BoD, 978-3-8370-6477-3

Kurzkurzkritik: Nette Fantasy mit Facetten, die ich nicht vorher in zig
anderen Geschichten gelesen habe.


Bibiana Epon ist Zentaurin und lebt auf der magischen Insel Noctyla. Sie
ist die einzige Zentaurin weit und breit, andere scheint es nicht (mehr)
zu geben. Aufgewachsen als Adoptivkind auf einem Bauernhof nahe der
Stadt Positron, lebt sie das Leben eines Teenagers wie alle anderen.
Naja, fast. Andere m�ssen beispielsweise nicht regelm��ig zum
Hufschmied, sich neu beschlagen lassen.
Auf Noctila gibt es viele Religionen, in der Stadt Positron ist der
Serpigionismus vorherrschend. Er basiert - wie auch der Noxianismus in
der Nachbarstadt Thanaton - auf dem Tentarismus. Daher sind sich die
beiden St�dte und deren Bewohner nicht immer freundlich gesonnen.
Bibiana findet nun heraus, da� es in Thanaton angeblich Informationen
�ber andere Zentauren gibt, und beschlie�t, dorthin zu reisen.
Noxane ist die G�ttin des Dunklen, des Traurigen etc. - ihre Anh�nger
sowie die ganze Stadt haben daher gewisse Eigenheiten.
Aber Bibiana gew�hnt sich dran, findet Unterkunft und Arbeit, schlie�t
Bekanntschaften.
W�hrenddessen beschlie�en die beiden St�dte, ihre religi�sen Differenzen
ein f�r allemal zu kl�ren, indem sie den jeweiligen Gott beschw�ren, und
die beiden G�tter sollen es dann direkt gegeneinander ausk�mpfen. Nur
gibt es da auch noch eine dritte Partei, einen Geheimbund, und Bibiana
spielt in dessen Pl�nen eine wesentliche Rolle...

Die grundlegenden Muster sind nicht unbedingt neu, weder da� die letzte
ihrer Art auf die Suche geht, ob es nicht doch noch andere gibt, noch
da� es einen Wettstreit der Religionen gibt. Es sind die Details
innerhalb des Rahmens, die ich nett gefunden habe - die Religionen an
sich, ihre absurden und doch auf der gew�hlten Basis logischen
Glaubenskonstrukte und die Konsequenzen f�r die Menschen, die sich
daraus ergeben. Etwa da� es in Positron, der Stadt des positiven Gottes
Serpigio, extra den Beruf des Aufmunterers gibt, weil traurig sein darf
man dort nicht.
Generell bietet sich einiges an Gelegenheit f�r Situations- und
Dialogkomik, und die Autorin n�tzt diese Gelegenheiten.
Weiters finde ich positiv, da� es einmal nicht um die Rettung der Welt
geht, kein b�ser Zauberer die Weltherrschaft an sich rei�en will, kein
D�monenheer droht, die Menschheit zu vernichten etc. Nein, zwei St�dte
wollen ihren aus dem gemeinsamen Ursprung herr�hrenden Konflikt l�sen,
indem sie es die Verantwortlichen austragen lassen (anstatt sich
gegenseitig zu massakrieren), eine Zentaurin sucht nach ihrer Herkunft,
und beide Themen erg�nzen sich und kulminieren beim Kampf der G�tter.

Das Buch bietet nette und am�sante Unterhaltung.


Christian

--
Archiv von alt.culture.austrian: http://www.chpr.at/aca.html
Bibliographie deutschspr. SF: http://www.chpr.at/sfstory.html
Du wei�t, du hast es geschafft, wenn deine Floskeln weltweit benutzt
werden. Dieter Br�gmann in de.talk.bizarre, 08.01.99

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