"Norbert Schruth" <wear...@cityweb.de> schrieb im Newsbeitrag
news:393C0C6F...@cityweb.de...
> 195/65 R15 90H max. Load 600kg
Lastindex 90 --> 600kg
SpeedIndex H --> 210 km/h
> Ich denke, daß meine Rechnung nicht falsch ist aber was habe ich
> nicht berücksichtigt bzw. wieso hat der TÜV seinen Segen zu 1300kg
> gegeben??
Deine Rechnung ist schon ok, so schwierig war sie ja aber auch nicht
;-)
Die Freigabe vom TÜV für weitere 50kg je Rad sind unproblematisch im
Zusammenhang mit der von Dir gefahreren Geschwindigkeit (in D 80, in
Ausnahmefällen 100km/h). Es ist auch bei Wohnmobilen bei einer
Tempobegrenzung auf 100km/h z.T. möglich die Traglast der Reifen etwas
zu erhöhen.
> Soll ich den Reifendruck von 2,7 bar beibehalten oder 0,5 bar mehr
> reindrücken?
Die 0.5 bar bringen Deinen Reifen nicht um und der Hersteller des
Wohnwagens dürfte dieses Verhalten mit einkalkulieren. Allerdings
dürfte derReifen ein Teil der aktiven Federung beim Wohnwagen sein
(Fahrverhalten, nicht Komfort), also vielleicht nicht unbedingt die
Werte verdoppeln ;-)
mfG
K.R.
Klaus Rohrssen schrieb:
"Michael." <nc-sc...@netcologne.de> schrieb im Newsbeitrag
news:393DE6AF...@netcologne.de...
> Hallo,
> muß nicht zunächst vom Gesamtgewicht die
> Deichsellast abgezogen werden?
Ja, aber die beträgt nur in selteneren Fällen 100kg, da diese wieder
von der z.T. ohnehin knappen Zuladungskapazität des Fahrzeuges
abgezogen werden muß.
mfG
K.R.
>Ich denke, daß meine Rechnung nicht falsch ist aber was habe ich
>nicht berücksichtigt bzw. wieso hat der TÜV seinen Segen zu 1300kg
>gegeben??
Die Tragfähigkeit gilt bei Höchstgeschwindigkeit des Reifens. Bei
geringeren Geschwindigkeiten kann er mehr tragen.
>Soll ich den Reifendruck von 2,7 bar beibehalten oder 0,5 bar mehr
>reindrücken?
Frag nicht, sondern probiers aus. Wenn sich ein positiver Effekt einstellt
(z.B. Reifen kühler, Anhänger ruhiger), dann hast Du Deine Antwort.
Siegfried
--
http://www.netcologne.de/~nc-schmidsi
habe früher lange jahre selber wohnwagen gefahren und hatte auch eine
auflastung auf 1300 kg. ich habe die reifen mit 3.5 bar gefahren. effekt:
deutlich stabileres laufverhalten, bessere spurführung etc. nachteilig ist,
das die kurzen stöße ungedämpft im innenbereich des wohnwagens ankommen, das
heißt, es können die die verbindungen der möbel losrütteln. also regelmäßig
schrauben kontrollieren und nachziehen. den maximalen luftdruck für deinen
reifen kannst du bei netten reifenhändlern erfragen. sieh auch mal auf das
herstellungsdatum und ersetze sie, wenn sie älter als fünf oder sechs jahre
sind, die dinger stehen sich kaputt....
Woher stammt denn diese Weisheit? Ist das Rechtsprechung? Wenn ja, wo
kann man es nachlesen? Wie will ich bei einem Unfall nachweisen, das
ich im richtigen "Geschwindigkeits / Tragfähigkeitsbereich" war?
Ich halte diese Aussage für sehr fragwürdig.
Josef Weil
"Josef Weil" <we...@uni-muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:393F44...@uni-muenster.de...
> > Die Tragfähigkeit gilt bei Höchstgeschwindigkeit des Reifens. Bei
> > geringeren Geschwindigkeiten kann er mehr tragen.
> Woher stammt denn diese Weisheit? Ist das Rechtsprechung? Wenn ja,
wo
> kann man es nachlesen?
Ok, wer geht's suchen ?
> Wie will ich bei einem Unfall nachweisen, das
> ich im richtigen "Geschwindigkeits / Tragfähigkeitsbereich" war?
Du bekommst z.B. mit einem C-Reifen und dem Geschwindigkeitsindex Q =
160km/h u.U. eine *etwas* höhere Traglast, wenn Du Deine maximal
mögliche Geschwindigkeit auf 100km/h begrenzt. Die eigene Aussage auf
die blauen Augen reicht da nicht, Du brauchst einen Tempobegrenzer.
Das Problem tritt immer mal wieder auf schweren WoMo's auf, die an der
Hinterachse sehr viel (vier Reifen je Achse) und an der Vorderachse
fast gar keine Zuladung mehr vertragen (zwei baugleiche Reifen je
Achse).
Wenn bei einem Wohnwagen Reifen mit dem Geschwindigkeitsindex H =
210km/h verbaut werden, dann dürfte der Grund in dem verwendeten
Reifentyp zu suchen sein (Niederquerschnittsreifen, um dem Anhänger
ein etwas besseres Fahrverhalten anzuerziehen), die es in anderen
Ausführung nicht oder nicht zu einem akzeptablen Preis gibt.
Die Geschwindigkeit für Wohnwagen ist aufgrund gesetzlicher
Beschränkung auf 80-100km/h (D) bzw. 130km/h (F) und ansonsten durch
die Praktikabilität begrenzt (auch eine 300PS-Limousine wird den WoWa
nicht auf die 210km/h bringen). Wenn Du bei 160km/h mit einem
Wohnwagen einen Unfall fabrizierst, dürfte das nachzuweisen sein ;-)
mfG
K.R.
>den maximalen luftdruck für deinen
>reifen kannst du bei netten reifenhändlern erfragen.
Der sollte zumindest in PSI auf dem Reifen stehen
Grüße
Chris
"Josef Weil" <we...@uni-muenster.de> schrieb im Newsbeitrag
news:393F44...@uni-muenster.de...
> > Die Tragfähigkeit gilt bei Höchstgeschwindigkeit des Reifens. Bei
> > geringeren Geschwindigkeiten kann er mehr tragen.
> Woher stammt denn diese Weisheit?
Die angefragte Suche gestaltete sich ein wenig mühsam :-/
Bemüht man die Informationen der Firma Continental für LKW-Reifen, so
findet man auf den Reifen-Flanken z.T. zwei Traglastkombinationen.
Kombinationen deswegen, weil Reifen auf LKW oder auch leichten
Nutzfahrzeugen (C-Reifen) die Reifen immer auch als Zwillingsreifen
eingesetzt werden. Aufgrund der schlechteren Wärmeabfuhr bei diesem
Einsatz ist die Traglast in diesen Fällen etwas herabgesetzt
(Zwillingsreifen trägt weniger als zwei Einzelräder).
Die zweite Lastindex-Kombination ist mit einem (abweichenden)
Geschwindigkeitsindex versehen, soweit es den Einsatz als Einzelreifen
betrifft.
Beispiel:
154 / 150 M
3750kg bzw. 3350 kg bei max. 130 km/h
Alternative Angabe:
156 / 150 L
4000kg bzw. 3350 kg beimax. 120 km/h
130km/h sind für einen LKW dieser Größe einigermaßen unwahrscheinlich.
Für PKW- oder C-Reifen kann das aber nicht angenommen werden,
spezielle Anhängerreifen finden auf Caravans kaum durchgängig
Verwendung, auf den Reifen wird man eine solche Angabe kaum jemals
antreffen. Soll hier eine (indes deutlich geringere) Zusatzlast
erreicht werden, kommt man um technische Maßnahmen bei Kraftfahrzeugen
kaum herum (Tempobegrenzer).
HTH
mfG
K.R.
>> Woher stammt denn diese Weisheit?
>Die angefragte Suche gestaltete sich ein wenig mühsam :-/
Stimmt. Da diese Behauptung von mir stammt und ich die Quelle nicht mehr
weis, habe ich auch etwas gesucht. Leider kamen da nur bei www.felge.de
zwei Grafiken zutage, die wenigstens die Abnahme der Tragfähigkeit beim
Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit zeigen. Die kann man zwar nicht
wertmäßig extrapolieren, aber zumindest ist das ein starker Hinweis weil es
in der Technik selten Kurven mit starken Knicken gibt.
Richtig stichhaltig wäre ein Beweis durch ein aktuelles Beispiel
(Fahrzeugschein, wo Reifen und zGG offensichtlich nicht zusammenpassen).
Vielleicht findet sich da ja jemand...
Siegfried
--
http://www.netcologne.de/~nc-schmidsi
"Siegfried Schmidt" <shiv...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:sfntj8...@shiva.fqdn.th-h.de...
> Stimmt. Da diese Behauptung von mir stammt
Aha. Also backe ich nicht allein alte Brötchen auf ;-)
> die wenigstens die Abnahme der Tragfähigkeit beim
> Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit zeigen.
Die nimmt nicht nur dann ab, auch Reifensturz ist der nicht
zuträglich, läßt sich aber in Grenzen mit höherem Luftdruck
kompensieren.
Es gibt von Conti auch einen "Technischen Ratgeber Reifen", aber
online offenbar nur für Landwirtschaftsreifen.
mfG
K.R.
>Es gibt von Conti auch einen "Technischen Ratgeber Reifen", aber
>online offenbar nur für Landwirtschaftsreifen.
Das ist irgendwie symptomatisch für den Inet-Hype: Alles nach der Werbung
wird dünn... :-(
Siegfried
--
http://www.netcologne.de/~nc-schmidsi
Gruß
Frank Martin t...@prima.de
Siegfried Schmidt <shiv...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
sfntj8...@shiva.fqdn.th-h.de...
> Hallo Klaus,
>
> >> Woher stammt denn diese Weisheit?
> >Die angefragte Suche gestaltete sich ein wenig mühsam :-/
>
> Stimmt. Da diese Behauptung von mir stammt und ich die Quelle nicht mehr
> weis, habe ich auch etwas gesucht. Leider kamen da nur bei www.felge.de
> zwei Grafiken zutage, die wenigstens die Abnahme der Tragfähigkeit beim