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Batterie im Wohnwagen über Bordnetz laden

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Martin Krächter

unread,
Sep 2, 2001, 12:26:44 PM9/2/01
to
Hallo,

die Elektrik meines Wohnwagens läst mir keine Ruhe. Eigentlich hatte ich vor
mir eine Solaranlage für meinen Wohnwagen zu kaufen. Überlege mir aber, ob
es nötig ist (scheue die Kosten und den Einbau).

Für meine Anwendung reicht vielleicht auch eine Solarbatterie die am 230
Volt Netz und während der Fahrt geladen wird.

Für das Aufladen mit 230 V würde ich mir ein normales Bleiakku Ladegerät
kaufen.

Jetzt meine Fragen.

Ist so eine Ladegerät mit 6-10 Ampere Ladestrom für Solarbatterien geeignet?
Wie kann ich die Batterie während der Fahrt mit der Lichtmaschine laden ohne
das die Batterien überladen werden?

Danke

Martin


Hans Kroeger

unread,
Sep 2, 2001, 2:12:31 PM9/2/01
to
Martin,

es lassen sich alle Batterien
- Blei-Säure
- Blei-Gel
- Blei-Vlies (AGM)

(mehr oder weniger gut) aus der Lichtmaschine laden, unter Verwendung
eines Trennrelais.

Siehe der Beitrag unter dem Titel: Batterienmix im Wohnmobil
Zitat:

Hallo Reiner,

> Habe für diesen Sommer auf meinem Vito zwei Solarpanels mit je 50 Watt
> installiert und über einen entsprechenden Regler eine Gelbatterie
> damit gespeisst. Hat prima geklappt. Nun möchte ich aber nicht immer
> mit den Solarzellen rumfahren und möchte deshalb die Starterbatterie
> mit der Gelbatterie über ein Trennrelais verbinden.
> Kann man diese beiden verschiedenen Batterietypen miteinnander
> verbinden?

...ja, wenn Du ein Trennrelais verwendest das von der D+ Leitung der
Lima angesteuert wird und somit die Gel-Batterie nur dann an die Lima
(und die Starterbatterie) ankoppelt wenn der Motor läuft.

> Läßt sich eine Gelbatterie dann über die Lichtmaschine laden?

...ja, allerding muss man grundsätzlich davon ausgehen, dass die
Ladespannung der Lima "nicht immer" den optimalen Wert für eine
Gel-Batterie liefert, insbesondere wenn die Temperaturen von Lima und
Gel-Batterien stark unterschiedlich sind. Dies führt dazu, dass die
Gel-Batterie manchmal überladen, manchmal unterladen werden, in beiden
Fällen führt das zu einer "verkürzten" Lebenserwartung.

> Kann ich dann zusätzlich noch meine Solarzellen (im Sommer) wieder
> dranhängen?

...ja, das ist völlig unabhängig von der anderen Verbindung zum
Trennrelais...

> Für eine fundierte Antwort wäre ich sehr dankbar.

Fragen?

MfG

Hans

siehe auch die Schaltbilder in
der FAQ von de.rec.reisen.camping:
http://www.caravanpark.de/faq-drrc

Ende Zitat
-------------------------------

In Deinem Falle wird die Verbindungsleitung bis zur Batterie im
Wohnwagen recht lang.
Da solltest Du einen Kabelquerschnitt von 25 mm x mm verwenden. Ob es
dafür passende Steckverbindungen an der Anhängerkupplung gibt kann ich
nicht beurteilen.

Die Auswahl des Ladegerätes hängt stark von der Größe der Batterie ab.
Ein 10 A Ladegerät kann eine Batterie bis etwa 100 Ah laden.

MfG

Hans

Martin Krächter

unread,
Sep 2, 2001, 2:49:20 PM9/2/01
to
In dem Wohnwagen habe ich nur eine Dauerstromleitung.
Über einen Automatischen-Schalter (Trennrelais?) wird, wenn der Motor läuft,
der Kühlschrank mit 12 Volt versorgt.

Wenn ich an diese Dauerstromleitung jetzt noch eine u.U. die leere Batterie
hänge müßten doch sehr große Ströme fließen. Kann ich diese Leitung dann
überhaupt benutzen?

Martin

"Hans Kroeger" <hkro...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3B92768F...@t-online.de...

Hans Kroeger

unread,
Sep 2, 2001, 3:29:32 PM9/2/01
to
Martin,

versuche mal den "automatischen Schalter" genauer zu beschreiben. Es
kann ein Trennrelais sein, das von der Lima über die D+ Leitung
gesteuert wird, oder von einer kleinen Elektronik Box die erkennt wann
die Lima Strom liefert.

Für die Batterie brauchst Du ein weiteres Trennrelais, das genauso wie
das vorhandene Relais für den Kühlschrank angesteuert wird und eben
wahrscheinlich ein dickeres Kabel...

Hast Du Dir mal das Schaltbild in der


FAQ von de.rec.reisen.camping:
http://www.caravanpark.de/faq-drrc

angesehen?

Martin Krächter

unread,
Sep 2, 2001, 3:36:20 PM9/2/01
to
Die Schaltpläne hab ich mir angesehen. Gehe aber davon aus, das die
Steuerleitung von der Lima nicht im Wohnwagen ankommt.

Der Automatische Schalter reagiert meines Wissens auf die erhöhte Spannung,
wenn die Lima läuft.

Martin


"Hans Kroeger" <hkro...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag

news:3B92889C...@t-online.de...

Mould

unread,
Sep 2, 2001, 4:03:45 PM9/2/01
to
Hi Martin,

"Martin Krächter" <krae...@t-online.de> wrote:

>In dem Wohnwagen habe ich nur eine Dauerstromleitung.
>Über einen Automatischen-Schalter (Trennrelais?) wird, wenn der Motor läuft,
>der Kühlschrank mit 12 Volt versorgt.
>
>Wenn ich an diese Dauerstromleitung jetzt noch eine u.U. die leere Batterie
>hänge müßten doch sehr große Ströme fließen. Kann ich diese Leitung dann
>überhaupt benutzen?

Folgendes habe ich mir aus verschiedenen Informationsquellen
zusammengeklaubt:

In den 13-poligen Anhängersteckern (Jäger) gibt es zwei spezielle Pins für
die Ladeleitung der Zweitbatterie: Pin 10 ist für Plus, über das Trennrelais
geschaltet, und Pin 11 ist die zugehörige Masse. Dauerplus liegt übrigens
auf Pin 9 und dessen Masse auf Pin 13.

Für die Ladeleitung und deren Masse sind jeweils 2,5qmm vorgesehen, die mit
35A (!!!) abgesichert werden und zwar im Auto und im Wowa, möglichst nah an
den jeweiligen Batterien. Achtung: 35 Ampere *Dauer*last sind für ein
2,5qmm-Kabel bei 12V viel zu viel! Aber bei der Ladeleitung ist das was
anderes, da sich der ggf. hohe Strom beim Parallelschalten der Batterien
sehr schnell abbaut. Danach sind es in der Regel nur noch runde 15A
Ladestrom, weil die Lichtmaschine des Autos eh nicht mehr hergibt. Die
Tatsache, daß ein 2,5qmm-Kabel beim Parallelschalten als Widerstand (und
somit als "Strombegrenzer") wirkt ist dabei eher *positiv* zu sehen.

Andererseits muß dieser Widerstand auch nicht über die ganze Strecke
erzwungen werden. Es genügt, wenn Du vom Stecker bis zur Zweitbatterie
2,5qmm benutzt. Das werden wohl zwischen 3 und 6 Meter sein. Im Auto darf es
schon deutlich mehr Querschnitt sein, also 4 oder besser 6qmm. Vor der
Buchse mußt Du dann auf 2,5qmm runter, aber wenigstens bis dahin ist der
Widerstand dann gering.

Quellen: die Pinbelegung war bei meinem neugekauften Jäger-Stecker dabei;
die elektronischen Details wurden mir in de.sci.electronics klargemacht (ich
war bis dato auch der Meinung, viel Querschnitt ist immer gut); und daß man
das Kabel im Auto ruhig größer dimensionieren kann sagte mir ein
Hymer-Techniker.

Tja, HIH,

Ciao, Michael
--
Michael Schimmel mo...@wtal.de

Hans Kroeger

unread,
Sep 3, 2001, 2:14:52 PM9/3/01
to
Hallo Mould,

hier einige Bemerkungen

> Für die Ladeleitung und deren Masse sind jeweils 2,5 qmm vorgesehen, die mit


> 35A (!!!) abgesichert werden und zwar im Auto und im Wowa, möglichst nah an
> den jeweiligen Batterien. Achtung: 35 Ampere *Dauer*last sind für ein
> 2,5qmm-Kabel bei 12V viel zu viel!

richt maximaler Dauer-Strom für 2,5 qmm Einleiterkabel ist 17 A,
Absicherung
mit maximal 16 A.

> Aber bei der Ladeleitung ist das was
> anderes, da sich der ggf. hohe Strom beim Parallelschalten der Batterien
> sehr schnell abbaut. Danach sind es in der Regel nur noch runde 15A
> Ladestrom, weil die Lichtmaschine des Autos eh nicht mehr hergibt.

...nein, weil der Kabelwiderstand zu einem großen Spannungsabfall
führt. Folge: bei 15 Ampere Ladestrom kommt von den 14 Volt der Lima
bei der Batterie noch 13 Volt an, so dass die Batterie nur wenig Strom
aufnimmt.
...bei entsprechendem Kabelquerschnitt und 3/4 entladener
Versorgungsbatterie liefert die Lima leicht 50 A oder mehr, wenn keine
anderen Lasten eingeschaltet sind. Ich habe eine 120 A Lima im T4 und
messe 80 A Spitzenstrom, nach 1 Stunde immerhin noch 25 Ampere !!!

> Die
> Tatsache, daß ein 2,5qmm-Kabel beim Parallelschalten als Widerstand (und
> somit als "Strombegrenzer") wirkt ist dabei eher *positiv* zu sehen.

....das verstehe ich nicht. Ich möchte in möglichst kurzer Zeit so viel
wie möglich nachladen !!Also habe ich dicke Kabel, geschraubte
Verbindungen, Hochstrom-Relais und -Sicherung eingebaut. Ich habe einen
Kompressorkühlschrank und komme trotzdem ohne Solaranlage aus !!
Ich habe in 6 Jahren noch nie eine leere Batterie gehabt.

Übrigens helfen dünne Kabel auch wenig bei der Gefahr der Überladung
einer vollen "warmen" Batterie durch eine "kalte" Lima, da eine volle
Batterie sehr wenig Strom zieht liegt die volle Limaspannung an, egal
wie dünn das Kabel ist.

MfG
Hans

Mould

unread,
Sep 4, 2001, 6:09:36 AM9/4/01
to
Hallo Hans,

Hans Kroeger <hkro...@t-online.de> wrote:

>> Aber bei der Ladeleitung ist das was
>> anderes, da sich der ggf. hohe Strom beim Parallelschalten der Batterien
>> sehr schnell abbaut. Danach sind es in der Regel nur noch runde 15A
>> Ladestrom, weil die Lichtmaschine des Autos eh nicht mehr hergibt.
>
>...nein, weil der Kabelwiderstand zu einem großen Spannungsabfall
>führt. Folge: bei 15 Ampere Ladestrom kommt von den 14 Volt der Lima
>bei der Batterie noch 13 Volt an, so dass die Batterie nur wenig Strom
>aufnimmt.

Der Ladevorgang dauert also etwas länger. Das ist alles.
Da es aber nebenbei gar nicht gewollt ist, die Zweitbatterie *vollständig*
über die Lima aufzuladen, sondern immer nur "was nachzuschießen", sehe ich
hier keinen gravierenden Nachteil.

>...bei entsprechendem Kabelquerschnitt und 3/4 entladener
>Versorgungsbatterie liefert die Lima leicht 50 A oder mehr, wenn keine
>anderen Lasten eingeschaltet sind. Ich habe eine 120 A Lima im T4 und
>messe 80 A Spitzenstrom, nach 1 Stunde immerhin noch 25 Ampere !!!

Also, im Moment des Parallelschaltens liefert doch wohl die Starterbatterie
den größten Teil dieses hohen Stroms von 80A. Damit ziehst Du also kurz die
komplette Bordspannung runter. Das schadet wohl nicht, aber helfen tuts auch
nicht.
25A Ladestrom ist natürlich 'ne Menge. Deine Batterie lädt somit schneller.
Aber wir sprechen hier eigentlich von Wohnwagen... mehr dazu siehe unten.

>> Die
>> Tatsache, daß ein 2,5qmm-Kabel beim Parallelschalten als Widerstand (und
>> somit als "Strombegrenzer") wirkt ist dabei eher *positiv* zu sehen.
>
>....das verstehe ich nicht. Ich möchte in möglichst kurzer Zeit so viel
>wie möglich nachladen !!Also habe ich dicke Kabel, geschraubte
>Verbindungen, Hochstrom-Relais und -Sicherung eingebaut. Ich habe einen
>Kompressorkühlschrank und komme trotzdem ohne Solaranlage aus !!
>Ich habe in 6 Jahren noch nie eine leere Batterie gehabt.

Du hast recht, aber Du gehst immer von den technischen Voraussetzungen aus,
die im Wohnmobil oder Bus herrschen.

Beim Wohnwagen sind folgende Dinge einfach Fakt:

- Die Ladeleitung hat am Stecker 2,5qmm. Zack!

- Die Ladeleitung hat eine gewisse Gesamtlänge, die nicht unterschritten
werden kann. Und an einer Stelle ist der 2,5qmm-Flaschenhals. Wenn das
2,5qmm-Stück zu kurz ist, wird es zum Glühdraht - oder der Stecker/die
Buchse schmilzt. Der sich über ein längeres 2,5qmm-Stück ergebende
Widerstand ist somit erwünscht. Ebenso freilich die Bregrenzung auf maximal
35A durch die Sicherungen.

- Die Zweitbatterien können wechseln! Die Sache muß so ausgelegt sein, daß
man auch einen anderen Wohnwagen versorgen kann. Mit unbekannter Batterie,
die ggf. eine anderere Kapazität hat. Dies spricht gegen eine extrem
niederohmige Verbindung. Das Kabel und die Sicherungen wirken als
Begrenzungwiderstand.

- Die Temperaturverhältnisse zwischen den Batterien sind möglicherweise
völlig verschieden. Wenn zwei Batterien so niederohmig verbunden werden,
sollten derartige Dinge unter Kontrolle sein.

- Wenn während der Fahrt die Batterie kocht, oder der Wowa brennt, bist Du
der letzte der es bemerkt... ;-}

Fazit: Wenn Du, wie beim Womo, genau weißt, was Du für eine Batterie lädst,
wo sie steht, was für Kabel verwendet werden, etc., dann kannst Du Deine
Anlage natürlich fett optimieren.

Freilich ist es denkbar, sich speziell für die Ladeleitung einen Eigenbau
ans Auto und den Wowa zu basten. Mit sagen wir 16qmm Kabeln und 80A
Absicherung... aber das wäre dann schon pathologisch, oder?

Martin Krächter

unread,
Sep 4, 2001, 10:35:26 AM9/4/01
to
> den jeweiligen Batterien. Achtung: 35 Ampere *Dauer*last sind für ein
> 2,5qmm-Kabel bei 12V viel zu viel! Aber bei der Ladeleitung ist das was
> anderes, da sich der ggf. hohe Strom beim Parallelschalten der Batterien
> sehr schnell abbaut. Danach

Kann nicht der hohe Ladestrom die Zweitbatterie zerstören/schaden? Meine den
meisten
Akkus ist das doch so.

Martin


"Mould" <mo...@wtal.de> schrieb im Newsbeitrag
news:e4eSO1U5AmK1sL...@4ax.com...

Hans Kroeger

unread,
Sep 4, 2001, 3:09:58 PM9/4/01
to
Hallo Michael,

ich glaube die Diskussion geht jetzt in die falsche Richtung.
Martin wollte wissen ob er die Verbraucherbatterie auch aus der
Lichtmaschine laden kann um sich das Solarmodul zu sparen.
Meine Empfehlungen gehen eben in diese Richtung.

> Der Ladevorgang dauert also etwas länger. Das ist alles.
> Da es aber nebenbei gar nicht gewollt ist, die Zweitbatterie *vollständig*
> über die Lima aufzuladen, sondern immer nur "was nachzuschießen", sehe ich
> hier keinen gravierenden Nachteil.

ich schon, wenn Du ohne Solarmodul auskommen willst…
Annahme folgender Durchschnittswerte:
- Tagesbedarf ist 15 Ah
- Fahrleistung ist 30 Minuten Fahrtzeit pro Urlaubstag
- durchschnittlicher Ladestrom ist 10 A

das ergibt also -10 Ah Defizit pro Tag.
Bei einer 75 Ah Batterie, die Du zu etwa 50 % nutzen kannst wird es
nach 4 Tagen trotz Fahrtbetrieb bereits eng und Du mußt einige
Sonderrunden drehen.
Das Ladungsbudget wäre im obigen Beispiel bei 1,5 Stunden Fahrt pro Tag
ausgeglichen.

> Also, im Moment des Parallelschaltens liefert doch wohl die Starterbatterie
> den größten Teil dieses hohen Stroms von 80A. Damit ziehst Du also kurz die
> komplette Bordspannung runter. Das schadet wohl nicht, aber helfen tuts auch

Ø nicht.

nein, die Spannungen die sich beim Parallelschalten der teilentladenen
Versorgungsbatterie mit der vollen Starterbatterie einstellen gleichen
sich in sehr (!!) kurzer Zeit aus. Danach übernimmt die Lima den
Ladevorgang. Wenn Du das nicht glauben willst kannst Du es leicht
Nachmessen, wenn Du die Spannungen an den beiden Batterien ansiehst.
Sobald die Starterbatterie über etwa 12,6 Volt liegt liefert sie nur
noch sehr wenig Strom im Vergleich zur Lima. Ab 12,8 Volt beginnt sie
bereits wieder Strom aufzunehmen.

> Du hast recht, aber Du gehst immer von den technischen Voraussetzungen aus,
> die im Wohnmobil oder Bus herrschen.
> Beim Wohnwagen sind folgende Dinge einfach Fakt:
> - Die Ladeleitung hat am Stecker 2,5qmm. Zack!
>
> - Die Ladeleitung hat eine gewisse Gesamtlänge, die nicht unterschritten
> werden kann. Und an einer Stelle ist der 2,5qmm-Flaschenhals. Wenn das
> 2,5qmm-Stück zu kurz ist, wird es zum Glühdraht - oder der Stecker/die
> Buchse schmilzt. Der sich über ein längeres 2,5qmm-Stück ergebende
> Widerstand ist somit erwünscht. Ebenso freilich die Bregrenzung auf maximal
> 35A durch die Sicherungen.

Meine Empfehlung ist ja ein „dickes" Ladekabel von der Starterbatterie
bzw. der Lima bis zur Versorgungsbatterie zu schleifen, und entsprechend
abzusichern.
Ich würde gegebenenfalls dann einen separaten Stecker an der
Anhängerkupplung vorsehen, der den großen Strom abkann.

> - Die Zweitbatterien können wechseln! Die Sache muß so ausgelegt sein, daß
> man auch einen anderen Wohnwagen versorgen kann. Mit unbekannter Batterie,
> die ggf. eine anderere Kapazität hat. Dies spricht gegen eine extrem
> niederohmige Verbindung. Das Kabel und die Sicherungen wirken als
> Begrenzungwiderstand.

In diesem Fall wird der unveränderte normal Stecker verwendet und der
separate Stecker bleibt ungenutzt…wo ist das Problem?

> - Die Temperaturverhältnisse zwischen den Batterien sind möglicherweise
> völlig verschieden. Wenn zwei Batterien so niederohmig verbunden werden,
> sollten derartige Dinge unter Kontrolle sein.

verstehe ich nicht…
das Problem ist doch wie folgt:
Kalte Lima erzeugt Ladespannung von 15 Volt (wegen
Temperaturkompensation des Reglers). Warme Versorgungsbatterie (Wowa war
geheizt) wurde 100% mit Netzgerät geladen. Die Ladespannung sollte
danach 13,8 Volt nicht überschreiten.
In diesem Falle liegt die Ladespannung also 1,2 Volt zu hoch. Das ist
bei Langstreckenfahrt für jede Batterie ein erheblicher (!!!) „Stress"
es
führt zu Gitterkorrosion und Austrocknung. Letzteres kann bei einer
Blei-Säure Batterie durch Nachfüllen von dest. Wasser ausgeglichen
werden, bei einer verschlossenen Gel-Batterie jedoch nicht.

> - Wenn während der Fahrt die Batterie kocht, oder der Wowa brennt, bist Du
> der letzte der es bemerkt... ;-}

richtig, aber
1. helfen dünne Kabel da auch nicht, und
2. ich habe lieber ein 25 qmm Kabel mit 80 A Sicherung als ein 2,5 qmm
Kabel mit 35 A Sicherung

> Freilich ist es denkbar, sich speziell für die Ladeleitung einen Eigenbau
> ans Auto und den Wowa zu basten. Mit sagen wir 16qmm Kabeln und 80A
> Absicherung... aber das wäre dann schon pathologisch, oder?

warum? Das ist die bessere von den zwei Lösungsmöglichkeiten bei
Ladungsdefizit im Wowa.
Die andere ist ein Kompromiss: man verwendet einen Spannungsbooster der
direkt vor die Versorgungsbatterie geschaltet wird. Er liefert z.B. 14,1
Volt , auch wenn die Spannung am Leitungsende nur noch 11 Volt beträgt.
Allerdings kostet so ein Booster etwa DM 350,- aufwärts und das
Preis-Leistungsverh.ist sehr fragwürdig.

Gruss
Hans

Hans Kroeger

unread,
Sep 4, 2001, 4:14:16 PM9/4/01
to
Martin,

Dazu gibt es eine umfangreiche Dikussionsrunde zwischen Peter Sengebusch
und mir unter dem Thema "Batterie Ladung" in dieser newsgroup.

Meine Auffassung ist: bei Verwendung von Temperaturkompensierten
Netzladegeräten oder den üblichen Limas gibt es auch bei
Blei-Gel-Batterien "keine Schädigung" durch zu hohe Ladeströme.


MfG
Hans

Mould

unread,
Sep 5, 2001, 7:24:36 AM9/5/01
to
Hallo Hans,

Hans Kroeger <hkro...@t-online.de> wrote:

>Meine Empfehlung ist ja ein ?dickes" Ladekabel von der Starterbatterie


>bzw. der Lima bis zur Versorgungsbatterie zu schleifen, und entsprechend
>abzusichern.
>Ich würde gegebenenfalls dann einen separaten Stecker an der
>Anhängerkupplung vorsehen, der den großen Strom abkann.

Ja, und genau das halte ich für den totalen Overkill! Meine Beschreibung
zielte darauf ab, mit den vorgesehenen technischen Mitteln (2,5qmm) den
Einbau einer Zweitbatterie zu ermöglichen - und darzulegen, daß es
funktioniert.

ROTFL, ich leg' mir doch nicht zwei zusätzliche 25qmm-Leitungen zu meinem
Wohnwagen!! 8-)
Auch nicht, wenn dann in der Tat jedes einzelne Elektron unbedrängt da
ankommt wo es hin soll. Wo ist denn da das Kosten/Nutzen-Verhältnis?

Hans Kroeger

unread,
Sep 5, 2001, 2:36:07 PM9/5/01
to
Hallo Michael,

> Meine Beschreibung
> zielte darauf ab, mit den vorgesehenen technischen Mitteln (2,5qmm) den
> Einbau einer Zweitbatterie zu ermöglichen - und darzulegen, daß es
> funktioniert.

das ist ja völlig ok und das Konzept ist ja wohl "allgemein Stand der
Technik" und überall anzutraffen!

> ROTFL, ich leg' mir doch nicht zwei zusätzliche 25qmm-Leitungen zu meinem
> Wohnwagen!! 8-)

nun bleib mal auf dem Teppich und stell Deinen Ton etwas leiser!!!!

es geht hier nicht darum, was Du für einen Overkill hälst oder nicht,
es verlangt auch niemand von DIR irgenwelche Kabel zu ziehen....

...sondern es geht um einen technische Lösung wie man sein
Batterieladungsdefizit
in den Griff bekommen kann, wenn man
- wenig fährt,
- gerne autark sein möchte,
- keine Solaranlage hat, und
- etwas Arbeit aber wenig Geld investieren möchte

Da kommen auch noch andere Aspekte dazu wie die Kosten durch
frühzeitigen
Ausfall der Batterie durch kronische Unterladung (kristalline
Sulfatierung etc..)
aber das führt jetzt zu weit.

Ich habe Kunden die selbst mit einem Spannungsbooster nicht zufrieden
waren und nach einer anderen preisgünstigen Lösung suchten, uns das ist
die Solaranlage sicher nicht.

So ich galube jetzt ist das erschöpfend behandelt!

MfG
Hans

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