was haltet ihr von dieser Geschichte:
Ich fahr nun schon einige Zeit MTB und zieh entsprechende Touren durch.
Daneben bin ich, wenns möglich ist, im Gelände bei Trekkingtouren,
Orientierungswanderungen, etc. unterwegs Manchmal werden die Touren auch
länger oder wir sind über die Nacht unterwegs.
So auch an diesem Wo.ende. Da die Tor kurzfristig angesetzt war, fuhr ich am
Freitag abend allein mit Ausrüstung und MTB durch das nahegelegene
Waldgebiet, mit Karte, Kompass, Zeltplane, etc. Nun fing es an, ziemlich
stark zu schütten...aber sowas macht die Sache nur noch interessanter.
Nun begab es sich, es war schon Mitternacht vorbei und ich war einige Zeit
unterwegs, daß ich an einem Unterstand an einem befestigten Weg halt machte
und eine Karte studierte.
Aber siehe da: Ich war nicht allein im Wald. Aus einem Seitenweg, der
offensichtlich in irgendsoein Waldheim führte, fuhr ein PKW mit
aufgeblendeten Lichtern heraus und nach einigem Zögern auf mich zu. Erst als
der PKW neben mir hielt, merkte ich, daß es sich um unsere Freunde und
Helfer, die Polizei, handelt.
Nun, um es kurz zu machen, nach einigen Bemerkungen, was ich hier mache und
ob ich wisse wie spät es ist und daß im übrigen das Aufhalten im Wald um die
Zeit gefährlich sei (!), wollte die Schutztruppe nun meine Personalien
aufnehmen. Im Zuge dessen führten sie nun eine Personen- und Gepäckkontrolle
durch. Nachdem mein Gepäck gefilzt war, begaben sich die Ordnungshüter mit
meinem Fahrtenmesser ins Auto, während ich "draussen" wartete.Nach einiger
Zeit und nach offenbar fruchtlos geführten Konsultationen über das weitere
Vorgehen, überreichte man mir gnädigerweise wieder meine Sachen. Natürlich
nicht ohne mir noch eine ordnungsrichtende Direktive mit auf den Weg zu
geben, die da lautete, ich soll mich nun nach Hause begeben und zwar
schnellstmöglich. Hier fragte ich nun doch, ob etwas vorliegt, oder ob da
Unklarheiten bestehen...wurde jedoch mit der ahnungsvollen Bemerkung
beschieden, "man" würde alles nachprüfen und meine Angaben festhalten...zum
Schluß entschwanden unsere Vertreter der Executiven wieder im Wald, und zwar
in der Richtung, die mir zu gehen auferlegt worden war. Und, obwohl ich nur
kurze Zeit später lospreschte, sah, roch und hörte ich nichts mehr von den
Staatsdienern...hatten sie sich unter einem dunklen Tann versteckt?
Ich fuhr dann noch meine Tour zu Ende und kam dann wieder glücklich morgens
an (nagut, es gab noch einen gerissenen Schlauch, aber was solls). Die Tour
war mal wieder ein Erlebniss. Was mich aber nachhaltig zu stören beginnt ist
dieses als dreist und arrogant empfundene Vorgehen der Freunde und Helfer.
Tja, was haltet ihr davon? Muß jeder, der zu nichtbürgerlichen Zeiten auf
öffentlichen Wegen unterwegs ist, damit rechnen als Staatsfeind No. 1
angesehen zu werden? Muß man sich filzen und einer eingehenden
Personenkontrolle unterziehen lassen, wenn man nicht in das Raster des
vorbildlichen Feierabendbürgers paßt? Was soll das eigentlich? Habt ihr
ähnliches erlebt?
Obwohl ich die Präsenz der Polizei relativ gutheiße und deren aufmürbenden
Einsatz respektiere, geht mir diese Reglementierungs- und Ordnungsneurose,
die ja insbesondere die Staatsdiener immernoch umfaßt hält, mittlerweile
doch sehr stark auf den Zeiger...
Aussen vor lasse ich mal die Frage, was eine Streife etwa 15km vom
großstädtischen kriminellen Brennpunkt mitten im verrregneten Wald zu suchen
hat.....ein entlegenes Waldheim zu besuchen?ridiculous...
beste Grüße
> Hallo allerseits,
>
> was haltet ihr von dieser Geschichte:
[Polizei hält Radler mitten in der Nach im Wald an und untersucht Pesonalien
etc.]
> Tja, was haltet ihr davon? Muß jeder, der zu nichtbürgerlichen Zeiten auf
> öffentlichen Wegen unterwegs ist, damit rechnen als Staatsfeind No. 1
> angesehen zu werden? Muß man sich filzen und einer eingehenden
> Personenkontrolle unterziehen lassen, wenn man nicht in das Raster des
> vorbildlichen Feierabendbürgers paßt? Was soll das eigentlich? Habt ihr
> ähnliches erlebt?
Ja...Mahlzeit Armin!!!
Ich gehe auch gerne Nachts durch "mein" Naturschutzgebiet direkt vor der
Haustür. Da passiert es mir recht häufig, dass ich von Streifen angehalten
werde, und gefragt werde, was ich dort denn so mache.
Ich bleibe dann höflich und antworte, dass ich spazieren gehe, womit sich die
Polizisten in der Regel zufrieden geben.
Ich muss ganz ehrlich sagen: mir ist es lieber, ich stoße bei meinen
Spaziergängen auf einen Polizisten, der mich kontrolliert, als auf irgendeinen
wirren Meuchelmörder, oder auf eine vergewaltigte Frau.
Für einen Polizisten ist ein Mann, der mitten in einer verregneten Nacht, ohne
Hund und fernab jeder Kneipe, Bar oder sonstigen Festivität, mit einem Messer im
Wald herumläuft, nunmal verdächtig. In einer solchen Situation halte ich es
sogar für dessen Pflicht, Dich etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wen sonst sollen Polizisten überprüfen, wenn nicht messerbewaffnete Männer, die
nachts in Wäldern ihr Unwesen treiben? Mal ganz davon abgesehen, dass es
durchaus gefährlich sein kann, nachts im Wald herumzulaufen, weil man nie ganz
sicher sein kann, dass der Förster mit geeigneter Nacht-Seh-Fähigkeit
ausgestattet ist.
Übrigens bleiben Polizisten in der Regel auch höflich, wenn man zu ihnen höflich
ist.
Also: entspann' Dich! Schönen Gruß,
Jochen
10076...@cic.com gab am Sonntag den 25.10.98
in /DE/REC/OUTDOORS unter PolizeiKontrolle beim Radeln
folgendes zum Besten:
Da gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
>11 Tja, was haltet ihr davon? Muß jeder, der zu nichtbürgerlichen Zeiten auf
>11 öffentlichen Wegen unterwegs ist, damit rechnen als Staatsfeind No. 1
>11 angesehen zu werden? Muß man sich filzen und einer eingehenden
>11 Personenkontrolle unterziehen lassen, wenn man nicht in das Raster des
>11 vorbildlichen Feierabendbürgers paßt? Was soll das eigentlich? Habt ihr
>11 ähnliches erlebt?
>11
>11 Obwohl ich die Präsenz der Polizei relativ gutheiße und deren aufmürbenden
>11 Einsatz respektiere, geht mir diese Reglementierungs- und Ordnungsneurose,
>11 die ja insbesondere die Staatsdiener immernoch umfaßt hält, mittlerweile
>11 doch sehr stark auf den Zeiger...
Da erzählst Du mir nichts Neues.
Wer eben am Samstag Abend nicht vor der Glotze hockt, sondern in der
Natur unterwegs ist, passt nicht in das Schema des normalen Bürgers.
Welcher B.... kann sich schon vorstellen, dass es Menschen gibt, die die
Bequemlichkeit des Fernsehsessels gegen ein Biwak im Wald eintauschen.
Tut Mensch es doch, wird er ganz schnell für einen Penner gehalten.
Hat man Dir bei der Ausweiskontrolle die Frage gestellt, ob Deine
Adresse (Ausweis) noch stimmt?
Mir ist das schon mehrfach passiert.
Gruss Rolf
> Aber siehe da: Ich war nicht allein im Wald. Aus einem Seitenweg,
> der offensichtlich in irgendsoein Waldheim führte, fuhr ein PKW
> mit aufgeblendeten Lichtern heraus und nach einigem Zögern auf mich
> zu. Erst als der PKW neben mir hielt, merkte ich, daß es sich um
> unsere Freunde und Helfer, die Polizei, handelt.
Ziemlich starkes Stück. In welcher Gegend war das denn? So ein
Erlebnis hatte ich beim Wandern und Wildcampen immer gefürchtet,
ist aber nie eingetreten. Die Typen hatten offenbar lange keine
Action mehr und wollte sich wohl das Gefühl verschaffen, ihr Brot
redlich zu verdienen.
Ein höflicher Brief an die zuständige Polizeipräsidialmacht mit
der Bitte um Erläuterung würde vielleicht beim Nachdenken helfen.
Eventuell auch ein Erlebnisbericht in der lokalen Presse?
Ralf
ICQ# 15076755
\\\\ http://www.snafu.de/~rro
//// Songtexte, Witziges und Ernsthaftes
Dem kann man wohl kaum widersprechen.
Ich hab' auch mal nachts am Waldrand eine Frau um Hilfe rufen hoeren, meine
Antwort hat den Taeter dann wohl in die Flucht geschlagen, jedenfalls habe
ich dann nur noch eine verstoerte, aber sonst unversehrte Frau vorgefunden,
als ich hinkam.
> Wen sonst sollen Polizisten überprüfen, wenn nicht messerbewaffnete Männer, die
> nachts in Wäldern ihr Unwesen treiben? Mal ganz davon abgesehen, dass es
> durchaus gefährlich sein kann, nachts im Wald herumzulaufen, weil man nie ganz
> sicher sein kann, dass der Förster mit geeigneter Nacht-Seh-Fähigkeit
> ausgestattet ist.
Also, ich hab' noch nie von Taetern gehoert, die sich mit MTB und Zeltausruestung
tarnen, um im Wald ihre Verbrechen zu begehen... Wenn also jemand unverdaechtig
ist, dann ist das IMHO so ein 'Spinner' mit MTB+Ausruestung nachts im Wald.
> Übrigens bleiben Polizisten in der Regel auch höflich, wenn man zu ihnen höflich
> ist.
Dumm ist's nur, wenn man auf eine Ausnahme von dieser Regel stossen sollte.
Was soll auch die Aufforderung, nach Hause zu gehen?
Jens
Na, die Haben sich an Rambo erinnert, den hat die Polizei ebenfalls
gebeten
nicht auf der Straße zu spazieren und er hatte auch ein Messer....
Gruß
Roland
Harald Oelke wrote:
> Hallo Jochen,
> wer soeine Antwort postet, ist entweder ein Polizist oder ein Jäger!
Falsch geraten! Weder noch. Ich würde mich lediglich als guter Hobby-Diplomat
bezeichnen, und dazu gehört die Fähigkeit, auf Menschen derart zu wirken, dass
sie mir gegenüber in einer Weise begegnen, die mir nicht unangenehm ist.
> Nichts
> gegen diese Berufsgruppe, aber es geht bestimmt nicht nur mir so, ein
> komisches Gefühl bleibt doch wenn man im Wald kontrolliert wird (auch noch
> "bewaffnet" mit einem Messer!). Auch das Polizisten höflich reagieren (nach
> dem Motto - wie man in den Wald ruft ... -) scheint mir doch mehr
> Wunschdenken eines Berufskollegen zu sein! Mir geht es auf jeden Fall so,
> daß wenn man den Freund und Helfer mal wirklich brauchen täte (wo seid Ihr
Ihr? Also ich persönlich als Student und Hobby-Diplomat schere mich einen Dreck
um die Leute, die durch Deine Wohnstraße brettern...;-)Aber sicher hast Du
Recht, dass Polizisten nicht immer dort anzutreffen sind, wo es nachvollziehbar
erscheint. Mich stört es z.B. auch, wenn in meinem heimischen S-Bahnhof ein
Polizist die Radler vom Fahrrad holt und zur Rede stellt, während fünf Meter
über ihm in der S-Bahn Frauen vergewaltigt werden.
Nichtsdestotrotz halte ich die Überprüfung von Männern die nachts mit Messern
im Wald herum rennen für sinnvoll. Schließlich haben Gewalttäter keine
Leuchtreklame auf dem Rücken mit der Aufschrift "Bösewicht".
Nimm doch mal an, die Polizisten hätten die Personalien nicht festgehalten und
wären zurück zu ihrer Wache gefahren. Wer sagt denen denn, dass sie dort nicht
auf eine Frau treffen, die gerade anzeigt, dass sie in eben diesem Waldstück
von einem unbekannten überfallen worden ist.
Und dann stellt der Herr Streifenpolizist sich hin und sagt:"Klar, den hab' ich
gesehen, das Messer hatte der auch noch dabei. Aber der hat gesagt er sei
friedlich, und deshalb hab' ich ihn laufen lassen..."
Achte mal drauf, was dann mit unserem Herrn Streifenpolizist passiert...
Ich finde, dass man zumindest in diesem besonderen Fall die Polizisten durchaus
verstehen kann. Mir wäre eher mulmig zumute, wenn sie die Personalien nicht
aufgenommen hätten.
> eigentlich, wenn Raser durch ein Wohngebiet mit über 80 Sachen kacheln wo
> nur 30 km/h erlaubt wären?) ist weit und breit nichts von diesen zu sehen.
> Und Jäger mit ihrren Nachtsichtgeräten werden doch einen friedlichen
> Outdoorer von einem Wildschwein unterscheiden können (Ausnahmen gibts
> immer).
> Gruß Harry
Naja...so ein- bis dreimal im Jahr passiert es doch, dass ein Jäger sich mal
irrt...
Schönen Gruß,
Jochen
> Also, ich hab' noch nie von Taetern gehoert, die sich mit MTB und Zeltausruestung
> tarnen, um im Wald ihre Verbrechen zu begehen... Wenn also jemand unverdaechtig
> ist, dann ist das IMHO so ein 'Spinner' mit MTB+Ausruestung nachts im Wald.
Ich denke mal, dass für einen Polizisten alles das verdächtig zu sein hat, wofür es spontan keine logische Erklärung
gibt. Dazu gehören (vielleicht nicht in de.rec.outdoors, aber ansonsten schon ;-) unter anderem auch messerbewaffnete
Radler mit schlammverkrusteter Ausrüstung, die man nachts in Wäldern antrifft.
>
>
> > Übrigens bleiben Polizisten in der Regel auch höflich, wenn man zu ihnen höflich
> > ist.
>
> Dumm ist's nur, wenn man auf eine Ausnahme von dieser Regel stossen sollte.
> Was soll auch die Aufforderung, nach Hause zu gehen?
>
> Jens
Ich halte nicht viel davon, jedes Wort auf die Briefwaage zu legen. Man versetze sich in die Situation des
Polizisten: eigentlich hatte er seiner Frau versprochen, mit ihr und Freunden essen zu gehen. Eine dumme Bemerkung dem
Vorgesetzen gegenüber, und schon hatte er diese beschissene Nachtschicht am Hals, seine Frau ist wütend, sein Freund
vergrätzt, er selber muss sich mit diesem Arsch von Kollegen die Nacht um die Ohren schlagen, und zu allem Überfluss
finden die dann auch noch tatsächlich eine verdächtige Person. Der Abend ist gelaufen...
Der Typ ist halt gereizt, und überlegt sich eben nicht jedes Wort dreimal. Das ist auch nicht sein Job, schließlich ist
er Polizist, kein Pressesprecher. Übrigens haben wir bisher nur die Version des Radlers gehört, und haben keine
Aussicht darauf, die andere Seite zu hören. Wer sagt denn, dass der Radler nicht auch flotzig geworden ist?
Fazit: ich denke, es handelte sich weniger um eine Aufforderung (der man hätte folge leisten müssen) als vielmehr um
eine Empfehlung nach Hause zu gehen. Ich bin mir darüber hinaus sicher, dass 95% der Bevölkerung dieselbe Empfehlung
ausgesprochen hätten, seien sie nun Polizist, Jäger, Sachbearbeiter oder Fußballprofi...
Schönen Gruß,
Jochen
> Ich halte nicht viel davon, jedes Wort auf die Briefwaage zu legen. Man versetze sich in die Situation des
> Polizisten: eigentlich hatte er seiner Frau versprochen, mit ihr und Freunden essen zu gehen. Eine dumme Bemerkung dem
> Vorgesetzen gegenüber, und schon hatte er diese beschissene Nachtschicht am Hals, seine Frau ist wütend, sein Freund
> vergrätzt, er selber muss sich mit diesem Arsch von Kollegen die Nacht um die Ohren schlagen, und zu allem Überfluss
> finden die dann auch noch tatsächlich eine verdächtige Person. Der Abend ist gelaufen...
Interessante Version. Gehoert aber viel Fantasie dazu, sich das so
zusammenzureimen.
> Der Typ ist halt gereizt, und überlegt sich eben nicht jedes Wort dreimal. Das ist auch nicht sein Job, schließlich ist
> er Polizist, kein Pressesprecher.
Wenn das Sprechen zu seinem Job gehoert, dann gehoert es auch zu seinem Job,
vorher zu denken und erst danach den Mund aufzumachen.
> Übrigens haben wir bisher nur die Version des Radlers gehört, und haben keine
> Aussicht darauf, die andere Seite zu hören. Wer sagt denn, dass der Radler nicht auch flotzig geworden ist?
Keiner sagt das. So oder so weiss ich nicht, was das soll, wenn die sein ganzes
Gepaeck filzen und sagen, er solle heim gehen.
> Fazit: ich denke, es handelte sich weniger um eine Aufforderung (der man hätte folge leisten müssen) als vielmehr um
> eine Empfehlung nach Hause zu gehen. Ich bin mir darüber hinaus sicher, dass 95% der Bevölkerung dieselbe Empfehlung
> ausgesprochen hätten, seien sie nun Polizist, Jäger, Sachbearbeiter oder Fußballprofi...
Nur, dass ein Polizist etwas besser darauf achten sollte, was er sagt, sonst
pfeift man auf seine Autoritaet bald genauso wie auf die des Jaeger, des
Sachbearbeiters oder des Fussballprofis. Und von denen laesst man sich ja
wohl nichts gefallen, schon gar keine Personenkontrolle.
Jens
Jens Haug wrote:
> Interessante Version. Gehoert aber viel Fantasie dazu, sich das so
> zusammenzureimen.
Das ist das, was ich mit Hobby-Diplomatie meinte. Es kommt nur selten vor, dass jemand ohne Grund schlechte Laune hat. Wenn
nun jemand seine schlechte Laune unberechtigter Weise an mir auslässt (gleichgülitig ob Polizist oder Busfahrer), so mag das
auf eine charakterliche Schwäche dieser Person hinweisen. Beantworte ich diese schlechte Laune jedoch meinerseits mit
Flotzigkeit, so muss ich mich nicht wundern, wenn sich die Angelegenheit hochschaukelt.Wenn ich stattdessen mit
Freundlichkeit reagiere, nach dem Motto: "Schön, dass man sich auch hier im Wald sicher fühlen kann, auch wenn sie sich
sicherlich etwas angenehmeres vorstellen könnten, als in meinen verdreckten Klamotten herumzuwühlen..."
dann nehme ich meinem Gegenüber den Wind aus den Segeln und er wird sich beruhigen.
Wie war die Frage? Fantasie...nun ja...der Typ hat schlechte Laune, das wird seinen Grund haben. Welchen ist letztlich egal.
Wichtig ist, dass ich seine Laune nicht persönlich nehme, sondern sie ihm nachsehe. Das macht die ganze Angelegenheit sehr
viel unkomplizierter. Klingt jetzt fast religiös, funktioniert aber.
> > Der Typ ist halt gereizt, und überlegt sich eben nicht jedes Wort dreimal. Das ist auch nicht sein Job, schließlich ist
> > er Polizist, kein Pressesprecher.
>
> Wenn das Sprechen zu seinem Job gehoert, dann gehoert es auch zu seinem Job,
> vorher zu denken und erst danach den Mund aufzumachen.
>
> > Übrigens haben wir bisher nur die Version des Radlers gehört, und haben keine
> > Aussicht darauf, die andere Seite zu hören. Wer sagt denn, dass der Radler nicht auch flotzig geworden ist?
>
> Keiner sagt das. So oder so weiss ich nicht, was das soll, wenn die sein ganzes
> Gepaeck filzen und sagen, er solle heim gehen.
>
> > Fazit: ich denke, es handelte sich weniger um eine Aufforderung (der man hätte folge leisten müssen) als vielmehr um
> > eine Empfehlung nach Hause zu gehen. Ich bin mir darüber hinaus sicher, dass 95% der Bevölkerung dieselbe Empfehlung
> > ausgesprochen hätten, seien sie nun Polizist, Jäger, Sachbearbeiter oder Fußballprofi...
>
> Nur, dass ein Polizist etwas besser darauf achten sollte, was er sagt, sonst
> pfeift man auf seine Autoritaet bald genauso wie auf die des Jaeger, des
> Sachbearbeiters oder des Fussballprofis. Und von denen laesst man sich ja
> wohl nichts gefallen, schon gar keine Personenkontrolle.
>
> Jens
Jeder Mensch vergreift sich hin und wieder im Ton.Helmut Kohl hat mal Gorbatschow mit Göbbels verglichen, und war danach noch
mehr als zehn Jahre lang Bundeskanzler. Wenn wir bei DEM auf jedes Wort achten, dann finde ich das ok. Bei einem Polizisten
halte ich es für übertrieben. Da sind wir offenbar unterschiedlicher Meinung. Meinetwegen können wir das auch bleiben, und
brauchen jetzt nicht immer wieder dieselben Argumente auszutauschen und vom hundertsten ins tausendste zu kommen, ok?
Schönen Gruß,
Jochen
>Nichtsdestotrotz halte ich die Überprüfung von Männern die nachts mit Messern
>im Wald herum rennen für sinnvoll. Schließlich haben Gewalttäter keine
>Leuchtreklame auf dem Rücken mit der Aufschrift "Bösewicht".
Sorry, aber ich halte die Überprüfung im gegebenen Fall doch für etwas
übertrieben. Erstens ist ein etwas größeres Messer in der Outdoor-Ausrüstung
durchaus eine normale Sache (schließlich will man ja 'ne Scheibe Brot
abschneiden können ohne sich die Finger zu brechen). Zweitens halte ich
es für sehr unwarscheinlich, daß ein Verbrecher so unnötigen Firlefanz wie
ein Zelt mit sich rumschleppt. Ist doch nur hinderlich, wenn man mal flinke
Hufe machen muß. Und vor allem: Was soll dieser "geh nach Hause" Hinweis?
Ist doch wohl mein Problem, wo ich die Nacht verbringen will, oder?
Nicht mal der BGS hat sich so albern, wenn man kurz vor Mitternacht mit der
letzten Fähre in Schmilka (Elbsandsteingebirge, Grenzort zu Tschechien) ankommt
und dann mit großem Rucki durch den Wald zur Sammlerwand läuft. Und die dürfen
-- rechtlich gesehen -- Gepäckkontrollen machen, weil das locker innerhalb des
30-km-Grenzbereiches liegt.
Gerd
--
New mail address: Gerd Knorr <kra...@goldbach.in-berlin.de>
am besten ist, du wirst Polizeibeamter, stellst Dich dann in den Wald
(wozu die Kerle vielleicht einen guten Grund hatten, was du überhaupt
nicht beurteilen kannst) und machst dann immer alles besser.
Bei derartigen Geschichten kann man den "Erzählenden" oft nur
raten den Job selbst zu machen.
Mann, da wurden keine 100 Waldkontrollen erlebt und aus dem
Durchschnitt das Ergebnis gezogen, daß die bescheuert verliefen ,
sondern eine einzige, und da kennen wir auch nur eine Seite der
Geschichte.
Gruß
Joachim Bungert
Joachim Bungert PC-Service
e-mail: jb...@t-online.de
on behalf of / im Auftrag von
QuoVadis
moving map, GPS-navigation and
routeplanning via mouseklick
http://www.quovadis-gps.com
and
TOUR EXTREM GmbH
D-63500 Seligenstadt
Würzburger Straße 8a
http://www.tourextrem.de
...with razorblade and dice in her eyes....
>Sorry, aber ich halte die Überprüfung im gegebenen Fall doch für etwas
>übertrieben. Erstens ist ein etwas größeres Messer in der Outdoor-Ausrüstung
>durchaus eine normale Sache (schließlich will man ja 'ne Scheibe Brot
>abschneiden können ohne sich die Finger zu brechen). Zweitens halte ich
>es für sehr unwarscheinlich, daß ein Verbrecher so unnötigen Firlefanz wie
>ein Zelt mit sich rumschleppt. Ist doch nur hinderlich, wenn man mal flinke
>Hufe machen muß.
Da irrst Du, es gibt eine nicht gerade seltene Variante von
Leuten die in letzter Zeit unter anderem bei Einbrüchen in Postämtern
von sich reden genacht haben, die ganz ähnliche Verhalten an den Tag
legen (Campieren im Wald). Mountainbike wäre eine mir neue
Variante, aber Du benutzt es ja auch nicht weil Du damit langsamer
vorankommst als zu Fuß, wäre dann halt flinke Pedale!
> Und vor allem: Was soll dieser "geh nach Hause" Hinweis?
>Ist doch wohl mein Problem, wo ich die Nacht verbringen will, oder?
Unbeschadet der Möglichkeit, daß in unserem überregelten Land
sogar das in irgendeinem überflüssigen Gesetzbuch stehen
wird, gebe ich Dir da Recht. Irgendwie traue ich Dir aber nicht bei
der Schilderung "wie dir das angetragen wurde".
Weißt Du denn ob die Typen nicht vielleicht einen guten Grund hatten,
dort zu stehen oder Dir das zu raten ?
Nichts für ungut !
Joachim
>Also, ich hab' noch nie von Taetern gehoert, die sich mit MTB und
Zeltausruestung
>tarnen, um im Wald ihre Verbrechen zu begehen... Wenn also jemand
unverdaechtig
>ist, dann ist das IMHO so ein 'Spinner' mit MTB+Ausruestung nachts im Wald.
:-) 'spinner'..hmhmhmm...
naja, ab und zu muß es eben etwas extremer sein, als die alltäglichen Touren
mit der Freundin zur nahegelegenen Aussichtsplattform...
>> Übrigens bleiben Polizisten in der Regel auch höflich, wenn man zu ihnen
höflich
>> ist.
>
>Dumm ist's nur, wenn man auf eine Ausnahme von dieser Regel stossen sollte.
Also, ich überleg mir, ob es nicht für die zukünftigen Treffen mit den
Gesetzeshütern sinnvoller wäre eben lautstark auf meine immerhin hohe
Steuerabgaben hinzuweisen und bei jedweder Unregelmäßigkeit meine Rechte als
Bürger dieses unseren Landes zu fordern. Denn irgendwie...mit Freundlichkeit
und Entgegenkommen kommt man nicht weit...
>Was soll auch die Aufforderung, nach Hause zu gehen?
Das ist der Punkt, der mich auch im nachhinein noch verstärkt gewurmt hat,
nachdem ich das Ganze Revue passieren ließ..
regards
Armin
tja, irgendwie....
du wirst mir schon zugestehen, daß ich nicht erst seit vorgestern auf dieser
Welt bin und in meinem täglichen Umgang mit Kunden, Auftraggebern, Behörden
durchaus soziale Fähigkeiten erlernt habe....ist sozusagen das täglich
Brot....ok?!
Es ist eben dann umso ärgerlicher, wenn klare Koperationsbereitschaft und
von anfänglich entgegengebrachtes Verständnis für die Fragen ignoriert
werden und vielmehr meine Kooperation als Schwäche intepretiert wird. Dies
wird dann von dem staatlichen Wachpersonal insoweit ausgenutzt, um , so
zumindest meine Empfindung, die eigenen Neurosen zu lindern. Das wars
eigentlich...
>Das ist das, was ich mit Hobby-Diplomatie meinte. Es kommt nur selten vor,
dass jemand ohne Grund schlechte Laune hat. Wenn
>nun jemand seine schlechte Laune unberechtigter Weise an mir auslässt
(gleichgülitig ob Polizist oder Busfahrer), so mag das
>auf eine charakterliche Schwäche dieser Person hinweisen. Beantworte ich
diese schlechte Laune jedoch meinerseits mit
>Flotzigkeit, so muss ich mich nicht wundern, wenn sich die Angelegenheit
hochschaukelt.Wenn ich stattdessen mit
>Freundlichkeit reagiere, nach dem Motto: "Schön, dass man sich auch hier im
Wald sicher fühlen kann, auch wenn sie sich
>sicherlich etwas angenehmeres vorstellen könnten, als in meinen verdreckten
Klamotten herumzuwühlen..."
>dann nehme ich meinem Gegenüber den Wind aus den Segeln und er wird sich
beruhigen.
:-)))) Naja, ok, lassen wirs. Denk mal an diesen thread, wenn du mit deiner
'Hobby-Diplomatie" erst mal zur genaueren Personalienfeststellung "mit auf
die Wache" mußt, beim FA dennoch eine Nachzahlung leisten mußt, oder
sonstwie irgendwo aufläufst...
..erinnert mich an Dale Carnegie...der hat doch auch so wundervolle
Ratschläge, die jedoch leider, leider, in einer anderen Welt spielen.
Viel Spaß bei der Lektüre.
>> > Fazit: ich denke, es handelte sich weniger um eine Aufforderung (der
man hätte folge leisten müssen) als vielmehr um
>> > eine Empfehlung nach Hause zu gehen. Ich bin mir darüber hinaus sicher,
dass 95% der Bevölkerung dieselbe Empfehlung
>> > ausgesprochen hätten, seien sie nun Polizist, Jäger, Sachbearbeiter
oder Fußballprofi...
Tja, wenn ich zu den 95% gehört hätte, wär ich ja zu hause
geblieben....hätte übrigens auch vieles andere nicht realisiert.
Wie dem auch sei...thx für deine message
regards
Roland Mosler schrieb in Nachricht <36344A8E...@Uni-Koeln.de>...
>.
>
>Na, die Haben sich an Rambo erinnert, den hat die Polizei ebenfalls
>gebeten
>nicht auf der Straße zu spazieren und er hatte auch ein Messer....
>
:-)
YEP!
Das nächste Mal nehm ich noch mein rotes Stirnband mit...wo krieg ich aber
nur die Filmproduzenten her..?
regards
Armin
wow, is ja eine umfangreiche response!
Zu deiner wohl verständlichen Bemerkung :
>, mit einem Messer im
>Wald herumläuft, nunmal verdächtig. ...
Hm, darum gehts ja gerade. Meine gesamte Ausrüstung befand sich in meinem
Rucksack. Auch das Fahrtenmesser. Neben der sonstigen Ausrüstung, wie z.B.
Zeltplane, Sicherheits/Überlebensplane, Obst, Kompass, Karte, (viel zu
kleines) Regencape, Lampe, etcetcetc.....
Ich bin eben nicht mit diesem sonderbaren Glitzern in den Augen halbnackt im
Wald rumgeirrt mit Schaum vor dem Mund und dem Messer in einer und dem
schartigen Hackebeil in der anderen Hand....sondern es hatte aus allen
Kübeln zu gießen angefangen und ich saß neben dem Rad und schaute mir die
Karte an...
Und da kamen dann die Beschützer...Die Prozedur dauerte ja seine Zeit,
während ich, wie ich anmerkte, rumstand und sich die Staatsschützer mal ins
Auto begaben, mich wieder musterten und sich dann wieder zu weiteren
Besprechungen zurückzogen....
Also völlig unangemessen....meinem Empfinden nach eben....insbesondere, da
ich absolut entgegenkomend war. Habe auch nur am Ende gefragt, ob was
vorliegt..
Das ist es ja vielleicht. Eventuell hätte ich mich renitent zeigen sollen
und gleich mit dem Anwalt drohen sollen, von wegen, was das soll und welche
Verdachtsmomente die Beamten haben, um mich und das Gepäck zu
kontrollieren..?! Hm, wohl dann das nächste Mal.
>Für einen Polizisten ist ein Mann, der mitten in einer verregneten Nacht,
ohne
>Hund und fernab jeder Kneipe, Bar oder sonstigen Festivität, mit einem
Messer im
>Wald herumläuft, nunmal verdächtig. In einer solchen Situation halte ich es
>sogar für dessen Pflicht, Dich etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
siehe oben.
>Wen sonst sollen Polizisten überprüfen, wenn nicht messerbewaffnete Männer,
die
>nachts in Wäldern ihr Unwesen treiben? Mal ganz davon abgesehen, dass es
>durchaus gefährlich sein kann, nachts im Wald herumzulaufen, weil man nie
ganz
>sicher sein kann, dass der Förster mit geeigneter Nacht-Seh-Fähigkeit
>ausgestattet ist.
>Übrigens bleiben Polizisten in der Regel auch höflich, wenn man zu ihnen
höflich
>ist.
Was hast du nur mit dem Messer?!? Das ist ein Ausrüstungsgegenstand, einer
von vielen. Sozusagen die Grundausstattung im outdoor-Bereich...nehme an,
daß Du nicht häufig unterwegs bist, oder?
Nun, wie oben aufgeführt: an der Höflichkeit kanns nicht gekegen
haben...wohl eher im Gegenteil: erst wenn der Bürger lauthals gegenhält, hat
man offensichtlich bessere Karten.
nunja, dennoch, danke für die message
regards
Armin
Daher die Anfuehrungszeichen. Das sollte quasi die Gedanken der Normalbuerger
zitieren. Wie hier in dro sehen das wohl alle etwas anders. :-)
> Also, ich überleg mir, ob es nicht für die zukünftigen Treffen mit den
> Gesetzeshütern sinnvoller wäre eben lautstark auf meine immerhin hohe
> Steuerabgaben hinzuweisen und bei jedweder Unregelmäßigkeit meine Rechte als
> Bürger dieses unseren Landes zu fordern. Denn irgendwie...mit Freundlichkeit
> und Entgegenkommen kommt man nicht weit...
Halte ich nicht fuer vorteilhaft. Das aergert die dann nur, und dann ziehen
die wahrscheinlich das volle Programm durch. Alles, was erlaubt ist, vielleicht
auch ein bisschen mehr.
Wie waer's dagegen mit der Opfer-Rolle? 'Ich armer kleiner Junge, warum sind
Sie denn so grob zu mir?' Ein bisschen subtiler darf es natuerlich schon
formuliert sein. ;-)
> >Was soll auch die Aufforderung, nach Hause zu gehen?
>
> Das ist der Punkt, der mich auch im nachhinein noch verstärkt gewurmt hat,
> nachdem ich das Ganze Revue passieren ließ..
Ich denke, manche uebertreiben halt gerne, die fuehlen sich toll in der Rolle
der Staatsautoritaet, und Anweisungen geben bringt so ein schoenes Machtgefuehl.
Oder da war noch eine polizeiliche Aktivitaet, ueber die sie nicht sprechen
konnten und weshalb sie einerseits im Wald waeren und andererseit es ratsam
schien, dass Du nach Hause gehst.
Wir wissen's nicht. Nur das Zurueckfragen 'Warum?' haette das vielleicht klaeren
koennen.
Jens
> > > Übrigens bleiben Polizisten in der Regel auch höflich, wenn man zu ihnen
höflich
> > > ist.
schon richtig ... müssen sie ja ... man kann aber so und so, sprich normal und
arogant höflich sein, und ich werde, wenn ich kontrolliert werde, auch die
arogante tour behandelt ...
> Polizisten: eigentlich hatte er seiner Frau versprochen, mit ihr und Freunden
essen zu gehen. Eine dumme Bemerkung dem
> Vorgesetzen gegenüber, und schon hatte er diese beschissene Nachtschicht am
Hals, seine Frau ist wütend, sein Freund
[...]
zu viele schlechte filme gesehen ? kommt bestimmt tägliche auf 75 % aller
polizeiposten so vor ...
nichts dagegen, dass du die polizei gut findest, aber verherrlichen müssen wir
sie nicht ...
gruss
simon
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>Hallo Jochen,
>wer soeine Antwort postet, ist entweder ein Polizist oder ein Jäger! Nichts
>gegen diese Berufsgruppe, aber es geht bestimmt nicht nur mir so, ein
>komisches Gefühl bleibt doch wenn man im Wald kontrolliert wird (auch noch
>"bewaffnet" mit einem Messer!). Auch das Polizisten höflich reagieren (nach
>dem Motto - wie man in den Wald ruft ... -) scheint mir doch mehr
>Wunschdenken eines Berufskollegen zu sein! Mir geht es auf jeden Fall so,
>daß wenn man den Freund und Helfer mal wirklich brauchen täte (wo seid Ihr
>eigentlich, wenn Raser durch ein Wohngebiet mit über 80 Sachen kacheln wo
>nur 30 km/h erlaubt wären?) ist weit und breit nichts von diesen zu sehen.
>Und Jäger mit ihrren Nachtsichtgeräten werden doch einen friedlichen
>Outdoorer von einem Wildschwein unterscheiden können (Ausnahmen gibts
>immer).
>Gruß Harry
>
Tja da muß ich sagen ohne zu der Berufsgruppe zu gehören!!!, da rufen
selten die Menschen freundlich in den Wald, weil wenn man nach der
Polizei in den Wald ruft ist man meistens in einer recht angespannten
Ausnahmesituation und nicht gerade ausgeglichen oder man hat Schieße
gebaut und wird vom Auge des Gesetzes dabei erwischt.
--
Mit freundlichem Gruß aus Karlsruhe in dem schönen Badnerland
Frank Schmiglewsky
10014...@Compuserve.com
Frank.Sch...@T-Online.de
http://ourworld.compuserve.com/homepages/Frank_Schmiglewsky/
___ . . ___
>X< ,,,,, .|||. . .:::. /_\ `*
(o o) /(o o)\ (o o) :(o o): . (o o)
ooO--(_)--Ooo-ooO--(_)--Ooo-ooO--(_)--Ooo-ooO--(_)--Ooo-ooO--(_)--Ooo-
Bei meiner letzten Polizeikontrolle im dunklen Schrebergartengelände
hatten Sie gerade einen einbruchsalarm von der Schreberklause
erhalten!
Meine Reaktion auf die Personenkontrolle war "eingeschnappter in den
Bürgerrechten verletzter Spießbürger.;-)
>Hallo allerseits,
>
>was haltet ihr von dieser Geschichte:
>
>Ich fahr nun schon einige Zeit MTB und zieh entsprechende Touren durch.
>Daneben bin ich, wenns möglich ist, im Gelände bei Trekkingtouren,
>Orientierungswanderungen, etc. unterwegs Manchmal werden die Touren auch
>länger oder wir sind über die Nacht unterwegs.
>
>So auch an diesem Wo.ende. Da die Tor kurzfristig angesetzt war, fuhr ich am
>Freitag abend allein mit Ausrüstung und MTB durch das nahegelegene
>Waldgebiet, mit Karte, Kompass, Zeltplane, etc. Nun fing es an, ziemlich
>stark zu schütten...aber sowas macht die Sache nur noch interessanter.
>
>Nun begab es sich, es war schon Mitternacht vorbei und ich war einige Zeit
>unterwegs, daß ich an einem Unterstand an einem befestigten Weg halt machte
>und eine Karte studierte.
>
>Aber siehe da: Ich war nicht allein im Wald. Aus einem Seitenweg, der
>offensichtlich in irgendsoein Waldheim führte, fuhr ein PKW mit
>aufgeblendeten Lichtern heraus und nach einigem Zögern auf mich zu. Erst als
>der PKW neben mir hielt, merkte ich, daß es sich um unsere Freunde und
>Helfer, die Polizei, handelt.
>
>Nun, um es kurz zu machen, nach einigen Bemerkungen, was ich hier mache und
>ob ich wisse wie spät es ist und daß im übrigen das Aufhalten im Wald um die
>Zeit gefährlich sei (!), wollte die Schutztruppe nun meine Personalien
>aufnehmen. Im Zuge dessen führten sie nun eine Personen- und Gepäckkontrolle
>durch. Nachdem mein Gepäck gefilzt war, begaben sich die Ordnungshüter mit
>meinem Fahrtenmesser ins Auto, während ich "draussen" wartete.Nach einiger
>Zeit und nach offenbar fruchtlos geführten Konsultationen über das weitere
>Vorgehen, überreichte man mir gnädigerweise wieder meine Sachen. Natürlich
>nicht ohne mir noch eine ordnungsrichtende Direktive mit auf den Weg zu
>geben, die da lautete, ich soll mich nun nach Hause begeben und zwar
>schnellstmöglich. Hier fragte ich nun doch, ob etwas vorliegt, oder ob da
>Unklarheiten bestehen...wurde jedoch mit der ahnungsvollen Bemerkung
>beschieden, "man" würde alles nachprüfen und meine Angaben festhalten...zum
>Schluß entschwanden unsere Vertreter der Executiven wieder im Wald, und zwar
>in der Richtung, die mir zu gehen auferlegt worden war. Und, obwohl ich nur
>kurze Zeit später lospreschte, sah, roch und hörte ich nichts mehr von den
>Staatsdienern...hatten sie sich unter einem dunklen Tann versteckt?
>
> Ich fuhr dann noch meine Tour zu Ende und kam dann wieder glücklich morgens
>an (nagut, es gab noch einen gerissenen Schlauch, aber was solls). Die Tour
>war mal wieder ein Erlebniss. Was mich aber nachhaltig zu stören beginnt ist
>dieses als dreist und arrogant empfundene Vorgehen der Freunde und Helfer.
>
>Tja, was haltet ihr davon? Muß jeder, der zu nichtbürgerlichen Zeiten auf
>öffentlichen Wegen unterwegs ist, damit rechnen als Staatsfeind No. 1
>angesehen zu werden? Muß man sich filzen und einer eingehenden
>Personenkontrolle unterziehen lassen, wenn man nicht in das Raster des
>vorbildlichen Feierabendbürgers paßt? Was soll das eigentlich? Habt ihr
>ähnliches erlebt?
>
>Obwohl ich die Präsenz der Polizei relativ gutheiße und deren aufmürbenden
>Einsatz respektiere, geht mir diese Reglementierungs- und Ordnungsneurose,
>die ja insbesondere die Staatsdiener immernoch umfaßt hält, mittlerweile
>doch sehr stark auf den Zeiger...
>
>Aussen vor lasse ich mal die Frage, was eine Streife etwa 15km vom
>großstädtischen kriminellen Brennpunkt mitten im verrregneten Wald zu suchen
>hat.....ein entlegenes Waldheim zu besuchen?ridiculous...
>
>
>beste Grüße
>
>
>
--
Nur glaubt einem die Sache mit dem Spiessbuerger keiner, wenn man nachts
mit dem MTB und Ausruestung im Wald unterwegs ist.
Sonst ist das Konzept sicher gut.
Jens
1.
Ich bin kein Polizist
2.
Auch kein Jaeger
3.
Ueber Polizisten wird in fido.ger.polizei geflamed
4.
Flames ueber Jaeger machen sich gut in de.rec.tiere.katzen oder hunde
auch die NG fuer Tierrechte soll praktikabel sein.
5.
Wer bei stroemenden Regen, nachts, im Wald, mit MTB, Zelt und Messer
angetroffen wird hat IMHO Glueck, dass nur seine Personalien
ueberprueft werden.
6.
Erstaunlich finde ich nur, dass dieses der laengste Thread seit langem
ist!?
SCNR
CU
--
Alexander
Al.K...@t-online.de
>Da erzählst Du mir nichts Neues.
>Wer eben am Samstag Abend nicht vor der Glotze hockt, sondern in der
>Natur unterwegs ist, passt nicht in das Schema des normalen Bürgers.
>Welcher B.... kann sich schon vorstellen, dass es Menschen gibt, die die
>Bequemlichkeit des Fernsehsessels gegen ein Biwak im Wald eintauschen.
:-) da wir nicht in das Schema passen, treffen wir uns auch hier...
Seh das auch so...Evtl. nehm ich das nächste Mal meine Freundin mit, den
Kinderwagen und einen Picknick-Korb....
>Tut Mensch es doch, wird er ganz schnell für einen Penner gehalten.
>
>Hat man Dir bei der Ausweiskontrolle die Frage gestellt, ob Deine
>Adresse (Ausweis) noch stimmt?
Indirekt. Zum Schluß, als die Autoritäten mir meine Sachen zurückgegeben
hatten und mich anwiesen nun aber nach Hause zu gehen fragte ich, ob denn
etwas vorliege. Da bedeutete man mir eben bedeutungsschwanger, meine Angaben
und Personalien würden noch 'geprüft' werden...af ihre Richtigkeit.
Wobei...wie ein penner..hmm, ich hatte eben das übliche (teure) Equipment
dabei..so gesehen, wars eigentlich schon offenkundig, WAS ich tat...:-)
>Mir ist das schon mehrfach passiert.
hey! Bei ähnlichen Gelegenheiten?
regards
Armin
>Bei meiner letzten Polizeikontrolle im dunklen Schrebergartengelände
>hatten Sie gerade einen einbruchsalarm von der Schreberklause
>erhalten!
>Meine Reaktion auf die Personenkontrolle war "eingeschnappter in den
>Bürgerrechten verletzter Spießbürger.;-)
auch nicht schlecht.
Nun, ich hatte zumindest anfangs durchaus Verständnis, daß man mich fragt,
was ich hier mache...aber die weiteren ordnungsweisenden Aktivitäten unserer
Beschützer waren dann doch zu dreist...
Aber: Das nächste Mal nehm ich mir mal deine Strategie zu Herzen. So kommt
man wohl weiter...
regards
Armin
>Halte ich nicht fuer vorteilhaft. Das aergert die dann nur, und dann ziehen
>die wahrscheinlich das volle Programm durch. Alles, was erlaubt ist,
vielleicht
>auch ein bisschen mehr.
:-) dann werd ich mitgeschleppt...komme in ein dunkles verlies...werde mit
einem kalten Wasserstrahl abgespritzt...kann mich im folgenden nur durch
extreme körperliche Gewalt aus der misslichen Lage befreien...fliehe in die
Berge, wo mich dann der mißgestimmte Sheriff mit einer Hundertschaft suchen
läßt...der ich wiederum entfliehen kann...am Ende kommt mein ehemaliger
Brigadegeneral (oder wars der Spieß) um seinem besten Mann zu retten....am
Ende ist dann doch das Happy-End....:-)
hmmm...deja vue....?! woher kenn ichs bloß....:-)
>Wie waer's dagegen mit der Opfer-Rolle? 'Ich armer kleiner Junge, warum
sind
>Sie denn so grob zu mir?' Ein bisschen subtiler darf es natuerlich schon
>formuliert sein. ;-)
Meinst du nicht auch, daß der ...herr polizist DAS wiederum falsch versteht
und mich gleich mit zu sich nach hause mitnehmen will? :-)
>Ich denke, manche uebertreiben halt gerne, die fuehlen sich toll in der
Rolle
>der Staatsautoritaet, und Anweisungen geben bringt so ein schoenes
Machtgefuehl.
Das mein ich ...aus der Rolle, in der ich noch einen Vormund brauchte, bin
ich eigentlich schon raus....
>Oder da war noch eine polizeiliche Aktivitaet, ueber die sie nicht sprechen
>konnten und weshalb sie einerseits im Wald waeren und andererseit es ratsam
>schien, dass Du nach Hause gehst.
>Wir wissen's nicht. Nur das Zurueckfragen 'Warum?' haette das vielleicht
klaeren
>koennen.
Ja, evtl....aber bei meiner Frage , ob was vorliegt, kam dann die
abschließende bemerkung, man würde nochmals alles prüfen....
alles in allem: ziemlich nervig.
regards
Armin
>Ziemlich starkes Stück. In welcher Gegend war das denn? So ein
>Erlebnis hatte ich beim Wandern und Wildcampen immer gefürchtet,
>ist aber nie eingetreten. Die Typen hatten offenbar lange keine
>Action mehr und wollte sich wohl das Gefühl verschaffen, ihr Brot
>redlich zu verdienen.
ich hatte eigentlich nicht mal an die Möglichkeit GEDACHT daß so was
passieren könnte....hab mir ja nichts vorzuwerfen oder muß auch kein
schlechtes Gewissen haben...deshalb ist es dann umso verwirrender, wenn das
tatsächlich mal einem passiert!
>
>Ein höflicher Brief an die zuständige Polizeipräsidialmacht mit
>der Bitte um Erläuterung würde vielleicht beim Nachdenken helfen.
>Eventuell auch ein Erlebnisbericht in der lokalen Presse?
Hatte später, als der Ärger darüber stärker wurde, gedacht, mal bei der
Stadtpräfektur anzufragen, ob das üblich ist, allein schon deshalb, damit
die beteiligten Hüter von gesetz und Ordnung nicht in ihrem omnipotenten
Übergefühl bleiben ("So, dem haben wirs aber gezeigt") und wieder
runterkommen....
aber nun poste ichs hier...ist noch besser.
regards
Armin
[snip]
Das es auch anders geht, zeigt folgendes Beispiel:
Ich war vor ein paar Jahren mit drei Kumpels und einem Hund im Gebiet
Thaya-March (Grenze zur Slowakei) mit dem Kanu unterwegs. Als wir zu
einer Pause bei einem Grenzwachturm auf oesterreichischer Seite
anlegten trafen wir auf zwei Beamte der Zollwache.
Die musterten uns zunaechst etwas zweifelnd (4 Maenner, tw. in
abgewetzten Armee-Klamotten mit einem knurrenden Hund und GROSSEN
Messern ;-). Nachdem wir unser Tun freundlich erklaerten plauderten
wir noch einige Zeit ueber Bekleidung, Ausruestung und Gelaendewagen.
Zum Schluss erlaubten uns die Beamten noch wegen des Regens unter dem
Turm zu naechtigen (O-Ton: "Aber zuendet uns mit dem Lagerfeuer nicht
den Wachturm an") und zogen friedlich ihres Weges.
Es versteht sich von selbst, dass wir unseren Lagerplatz
(einschliesslich Turm) am naechsten Tag in tadellosem Zustand
verlassen haben.
PS: Den Leuten einen Schluck aus dem Flachmann anzubieten kann nie
schaden. ;-)
Peter
email: stadl...@comnex.net
Homepage: http://www.comnex.net/stadlmaier
> 6.
> Erstaunlich finde ich nur, dass dieses der laengste Thread seit langem
> ist!?
Da gebe ich Dir sehr Recht. Könnte eventuell daran liegen, dass hier
jemand Partei für die Polizei ergriffen hat. Ist ja eher unüblich...
Jochen
> Was hast du nur mit dem Messer?!? Das ist ein Ausrüstungsgegenstand, einer
> von vielen. Sozusagen die Grundausstattung im outdoor-Bereich...nehme an,
> daß Du nicht häufig unterwegs bist, oder?
Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass bei Outdoor-Aktivitäten unter
Umständen ein Messer von gewissem Nutzen sein kann. (Du denkst wohl, ich bin
blöd? Bin ich aber nicht...;-)
Aber ein Messer muss nicht ausschließlich zum Überleben verwendet werden,
sondern kann mitunter den gegenteiligen Effekt erzielen, oder?
Und das ist der Moment, wo ein Polizist von Berufs wegen misstrauisch zu werden
hat. Denn genau diesen gegenteiligen Effekt zu verhindern ist ein zentraler
Punkt seines Berufes, richtig?
Und so wie der Bäcker Brot backt, der Elektriker Kabel verlegt und der Maler
Wände malt, so überprüft der Polizist verdreckte Gestalten mit Messern.
Falls Dir das nochmal passieren sollte, dann versuch's doch spaßeshalber mal mit
der folgenden Variante:
Teil den Polisten glaubhaft mit, dass Du Dich im Wald verlaufen hast, und den
Heimweg nicht mehr findest, und bitte sie, Dich und Dein Fahrrad und Deine
Ausrüstung nach Hause, oder zumindest bis zu irgendeiner Straße zu bringen.
Es würde mich brennend interessieren, wie die darauf reagieren.
Schönen Gruß,
Jochen
wer sagt, dass ich die Polizei gut finde? Die machen ihren Job, wie jeder andere
auch. Und wie in jeder Berufsgruppe und jeder Gruppe von Menschen überhaupt, seien
sie nach Beruf, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Haut- oder Haarfarbe
kategorisiert, gibt es nette Leute, Leute die ihren Job gut machen, Leute, die es
weniger gut machen, und Ärsche.
Nur muss ich sagen, dass ich mit Polizisten weitaus seltener in Kontakt trete, als
mit anderen Berufsgruppen, so dass mir die Ärsche unter den Polizisten weniger auf
den Senkel gehen, als zum Beispiel die Kassiererin bei Penny, die jede Woche gleich
unfreundlich ist und noch dazu 'ne absolute Schnecke bei ihrer Arbeit.
Über die könnte ich mich viel mehr aufregen, als über einen Polizisten, nur
interessiert das hier wahrscheinlich keine Sau, mal davon abgesehen, dass es leicht
off-topic wäre...
In diesem Sinne...(welcher, ist mir jetzt auch nicht ganz klar)
Jochen
Ganz so krass wollte ich das nicht verstanden wissen.
AFAIK ist uebrigens die Durchsuchung Deines Gepaecks nicht rechtens gewesen,
es sei denn, Du haettest _freiwillig_ Dein Einverstaendnis dazu gegeben. Hast
Du?
Die nicht ganz erlaubten Massnahmen meinten eher sowas wie filzen und moeglichst
lange im Regen warten lassen, evtl. auch mitnehmen auf die Wache oder so.
Ganz so paranoid bin ich ja nicht... :-)
Jens
Ich habe nicht bezweifelt, dass die Beamten wirklich etwas wichtiges im Wald
zu tun hatten. Ich vermute das sogar, dass da noch irgendwas anderes los war.
Trotzdem sollten sie erst denken, und dann reden.
Die Argumentation "Mach's besser" ist aber auch sehr schwach. Ich kann nunmal
nur einen Beruf haben und den besser machen als andere. Und daraus kann nicht
folgen, dass ich andere Personen bei der Ausuebung ihres Berufs nicht kritisieren
duerfte. Waere ja noch schoner, wenn jeweils nur Kollegen Kritik ueben duerften.
> Bei derartigen Geschichten kann man den "Erzählenden" oft nur
> raten den Job selbst zu machen.
Klar, sehr logisch. Siehe oben.
> Mann, da wurden keine 100 Waldkontrollen erlebt und aus dem
> Durchschnitt das Ergebnis gezogen, daß die bescheuert verliefen ,
> sondern eine einzige, und da kennen wir auch nur eine Seite der
> Geschichte.
Deswegen behauptet ja auch keiner, dass das immer so laufen muesste oder alle
Polizisten Schweine seien. Die in dem geschilderten Fall haben sich IMO falsch
verhalten, und es ist legitim, sich darueber zu aergern, Erfahrungen mit
aehnlich gelagerten Faellen auszutauschen und sich zu ueberlegen, wie man in
solchen Situationen am besten reagiert. _Das_ ist konstruktiv, Dein Hinweis
"Mach's besser" dagegen ist albern.
Jens
>Armin wrote:
>> Was hast du nur mit dem Messer?!? Das ist ein Ausrüstungsgegenstand, einer
>> von vielen. Sozusagen die Grundausstattung im outdoor-Bereich...nehme an,
>> daß Du nicht häufig unterwegs bist, oder?
>Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass bei Outdoor-Aktivitäten unter
>Umständen ein Messer von gewissem Nutzen sein kann. (Du denkst wohl, ich bin
>blöd? Bin ich aber nicht...;-)
>Aber ein Messer muss nicht ausschließlich zum Überleben verwendet werden,
>sondern kann mitunter den gegenteiligen Effekt erzielen, oder?
>Und das ist der Moment, wo ein Polizist von Berufs wegen misstrauisch zu werden
>hat. Denn genau diesen gegenteiligen Effekt zu verhindern ist ein zentraler
>Punkt seines Berufes, richtig?
Nahezu jeder harte Gegenstand ist auch als Mordwaffe brauchbar. Soll die Polizei
jetzt jeden, der mit sowas hantiert, kontrollieren?
>Hallo,
>> Und vor allem: Was soll dieser "geh nach Hause" Hinweis?
>>Ist doch wohl mein Problem, wo ich die Nacht verbringen will, oder?
[ ... ]
>Weißt Du denn ob die Typen nicht vielleicht einen guten Grund hatten,
>dort zu stehen oder Dir das zu raten ?
Da können sie einem den Grund aber auch sagen. Ansonsten dürfte das
von den meisten Leuten eh' ignoriert werden, weil das in der Schublade
"das hat der einfach nur so gesagt" landet.
> Nahezu jeder harte Gegenstand ist auch als Mordwaffe brauchbar. Soll die Polizei
> jetzt jeden, der mit sowas hantiert, kontrollieren?
>
> Gerd
Und nahezu jede Mordwaffe ist auch als Briefbeschwerer oder -öffner verwendbar.
Dementsprechend gibt es gar keine Waffen? Paradiesische Zustände...
Belassen wir es dabei, dass ich Messer unter Umständen in die Kategorie "Waffen"
einordnen würde, und Du eher zu den "Brieföffnern"?
Ok, darauf können wir uns einigen...
Jochen
Stimmt genau! Die frische Luft, keine (Matt-)Scheiben um einen herum,
Ruhe, ... dabei kann man sich wirklich nicht erholen. Ah ja. Die Nacht
ist ja eh nicht zum Erholen da.
Wo erholst Du dich denn? Tagsüber im Büro? :)
Roland Mosler
>Ganz so krass wollte ich das nicht verstanden wissen.
ne, is klar....kam mir grad in den Sinn...
>AFAIK ist uebrigens die Durchsuchung Deines Gepaecks nicht rechtens
gewesen,
>es sei denn, Du haettest _freiwillig_ Dein Einverstaendnis dazu gegeben.
Hast
>Du?
oops...das weiß ich jetzt auch nicht, ob das erlaubt ist oder nicht. Meiner
Ansicht nach ist bei 'begründetem Verdachtsmoment' eine Untersuchung
möglich....
aber, und das ist ja der Ärger, ich war ja entgegenkommend. Nur als es dann
weiter ging mit Fragerei, Verdächtigungen, etc...wurde es für mich immer
nerviger...
>Die nicht ganz erlaubten Massnahmen meinten eher sowas wie filzen und
moeglichst
>lange im Regen warten lassen, evtl. auch mitnehmen auf die Wache oder so.
>Ganz so paranoid bin ich ja nicht... :-)
Hm, DAS war ja der Fall. (außer auf Wache mitnehmen). Ich stand da rum,
wurde gefilzt, müßte mich aushorchen lassen, etc. Wenns eine normale Anfrage
gewesen wäre hätt ich das als Dienstleistung der Ordnungshüter
abgehakt....es waren eben diese obigen Punkte, die das ganze so dreist
erscheinen lassen.
regards
Armin
Jochen Diestel <Jochen_...@public.uni-hamburg.de> schrieb im
Beitrag <36366524...@public.uni-hamburg.de>...
[snip]
ROTFLASTC
Vielleicht sollten wir doch über Penny-Markt-Kassiererinnen flamen.
Dieser Thread wird ja nun doch schon nach fido.ger.polizei exportiert
und Kassiereinnen haben AFAIK keine eigene NG.
still LOL
--
Alexander
Al.K...@t-online.de
Ah, erstaunliche Sachkenntnis zum Aufgabenbereich des Polizeiwesens....:-)
Aber daß der Herr Polizist dabei meinen gesamten Rucksack durchstöbern muß,
um das Messer zu finden...tja....ebenso gut könnten die dann zu mir nach
Hause fahren, die Wohnung durchsuchen und dann bei des Großvaters altem
WKI-Seitengewehr ausrufen:" HAAA! Da haben wir ja den Strolch! Besitzt ein
so großes Messer...Das ist sicher ein potentieller Serienkiller....schafft
ihn fort!" Traraaa...
(abgesehen davon: die Angelegenheit begann ja schon vorher in nicht ganz den
Bahnen zu verlaufen, die sich ein Bürger normalerweise so vorstellt, wenn er
von der Polizei angehalten wird...)
>Und so wie der Bäcker Brot backt, der Elektriker Kabel verlegt und der
Maler
>Wände malt, so überprüft der Polizist verdreckte Gestalten mit Messern.
>Falls Dir das nochmal passieren sollte, dann versuch's doch spaßeshalber
mal mit
>der folgenden Variante:
:-)
Werd ich mal beizeiten zu Rate ziehen...bis dato zieh ichs jedoch vor gar
nicht erst in die Verlegenheit zu kommen.....
regards
Armin
>Es kommt drauf an (wie der Jurist gerne sagt).
>§ 14 BWaldG (Bundeswalgesetz) überläßt es dem Landesgesetzgeber den Zutritt
>zum Wald zu reglementieren.
>Hiervon wird zuweilen auch Gebrauch gemacht. Es kommt also darauf an, in
>welchem Bundesland Du unterwegs warst.
>Allgemein üblich ist, daß das Betreten des Waldes nur zu Zwecken der
>Erholung gestattet ist. Insoweit sind fast alle Ländergesetze gleich.
AH! na, wenigstens etwas Konkretes....
Das Bundesland ist Baden-Württemberg, nahe der Landeshauptstadt
Anbei bemerkt: Das betreffende Waldgebiet ist ein durchaus frequentierter
Naherholungsbereich, mit nahegelegenen Joggingpfaden, etc....also kein
urwüchsiger Tann, in dem eine unberührte Natur gedeiht.
>Eine gewisse Vermutung spricht schon dafür, daß derjenige, der sich Nachts
>mit dem Fahrrad im Wald befindet, dort nicht erholen möchte.
Das versteh ich nicht...Welche Vermutung?
Andererseits ist dies wohl der erste Gedanke, den ein für solche Vermutungen
konditionierter Beamter, eben Polizist, hat. Insofern wäre eine Anfrage
seinerseits absolut angebracht.
>Zumindest sind
>auch Zweifel angebracht, ob der Wald der richtige Ort ist, um nach
>Mitternacht mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.
Hmmmm...DAS geht dann doch in den Bereich Bevormundung und Reglementierung.
Und diese ist es, die ich mir seit ich 18 bin, nicht mehr zumuten will.
Insbsondere da ich durchaus den Pflichten eines Staatsbürgers
nachkomme...und zwar nicht zu knapp.
das ist natürlich schön. So stellt man sich das vor...
Habe mal was ähnliches gelesen (in einem US.outdoor-magazin):
In den Sümpfen Floridas (?) haben ein paar Milizia-Abenteurer eine Tour über
einige Tage unternommen und waren dabei auch mit Kanus, Armee-Equipment und
anderer Ausrüstung unterwegs.
Nach einigen Tagen stießen sie mitten im Sumpf auf ein umzäuntes,
gesichertes Gelände. Als die es näher inspizieren wollten, gings
offensichtlich drunter und drüber: mit Alarm, Flucht, Jagd, ausrückenden
Mannschaften....
Es stellte sich heraus, daß dies ein geheimes Ausbildungs-oder
sonstwas-Lager der CIA war.
Die Abenteurer wurden gefangen und waren dann für einige Zeit spurlos
verschwunden. Sie wurden peinlichen Verhören unterzogen und genaustens
durchleuchtet. Bis sich dann der Sachverhalt aufgeklärt hatte, verging denen
auch so die Lust auf weitere Unternehmungen in diesem Gebiet....
Tja, sowas ist auch drin. Hier würden die höchstens von wütenden Förstern
oder eben reglementierungsfreudigen Polizeieinheiten schon im Vorfeld an
einer solche Tour abgehalten...
regards
Armin
[snip]
Wer meckert da noch ueber deutsche Polizisten? ;-)
10076...@cic.com gab am Dienstag den 27.10.98
in /DE/REC/OUTDOORS unter Re: PolizeiKontrolle beim Radeln
folgendes zum Besten:
Da gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
>11 >Welcher B.... kann sich schon vorstellen, dass es Menschen gibt, die die
>11 >Bequemlichkeit des Fernsehsessels gegen ein Biwak im Wald eintauschen.
>11
>11 :-) da wir nicht in das Schema passen, treffen wir uns auch hier...
:-)
>11
>11 Seh das auch so...Evtl. nehm ich das nächste Mal meine Freundin mit, den
>11 Kinderwagen und einen Picknick-Korb....
Feundin solo ist aber auch ganz angenehm.
>11
>11 >Hat man Dir bei der Ausweiskontrolle die Frage gestellt, ob Deine
>11 >Adresse (Ausweis) noch stimmt?
>11
>11 Indirekt. Zum Schluß, als die Autoritäten mir meine Sachen zurückgegeben
Was für Autoritäten? Die Typen werden von deinen Steuergeldern bezahlt.
>11 hatten und mich anwiesen nun aber nach Hause zu gehen fragte ich, ob denn
>11 etwas vorliege. Da bedeutete man mir eben bedeutungsschwanger, meine
>11 Angaben und Personalien würden noch 'geprüft' werden...af ihre
>11 Richtigkeit. Wobei...wie ein penner..hmm, ich hatte eben das übliche
>11 (teure) Equipment dabei..so gesehen, wars eigentlich schon offenkundig,
>11 WAS ich tat...:-)
Wenn Du dich in verdreckter Kleidung nachts im Wald herumtreibst, sieht
kein Polizist, was die Klamotten mal gekostet haben. Das MTB könnte ja
auch geklaut sein. So offenkundig ist die Sache also nicht.
Eine _normale_ Überprüfung der Personalien ist sicherlich
gerechtfertigt.
Wichtig in dem Zusammenhang ist, dass Du dich immer höflich und
bestimmt, aber niemals unterwürfig benimmst.
Den beleidigten Spiesser zu spielen hat auch keinen Sinn.
Wenn es die Bullen allerdings übertreiben, hast Du als Bürger auch ein
paar Möglichkeiten.
Die erste Massnahme sollte sein, die Dienstadresse (ladbare Adresse) der
beteiligten Polizisten oder des Einsatzleiters zu verlangen und
aufzuschreiben.
In BW sind die Polizisten meines Wissens dazu verpflichtet, sich
auszuweisen. Lass dir den Ausweis nicht nur für eine Sekunde vorhalten,
schreibe die Daten ab.
Im Normalfall werden die Beamten dann schon vorsichtig.
Einer Durchsuchung Deiner persönlichen Ausrüstung kannst Du
widersprechen. Verhindern kannst Du sie allerdings nicht.
Sollten Sachen beschlagnahmt werden, widerspreche der Beschlagnahme und
verlange ein ausführliches Protokoll. Das ist Dein Recht!
Wenn Du die ladbaren Adressen der beteiligten Polizisten hast, dann
kannst Du eine Dienstaufsichtsbeschwerde machen. Eine solche Beschwerde
landet meines Wissens in den Personalakten der betreffenden Beamten.
Davor haben die Typen Angst, wie der Teufel vorm Weihwasser.
Ein netter Brief an den Vorgesetzten ist verschwendete Zeit.
>11
>11 >Mir ist das schon mehrfach passiert.
>11
>11 hey! Bei ähnlichen Gelegenheiten?
Ohne MTB, aber mit Rucksack so nachts im Wald.
Gruss Rolf
Aus http://www.anwalt-hls.de/hasch2.htm:
(Vgl. § 102 StPO):
"Bei dem, welcher als Täter oder Teilnehmer einer Straftat oder der Begünstigung, Strafvereitelung oder Hehlerei verdächtig ist,
kann eine Durchsuchung der Wohnung und anderer Räume sowie seiner Person und der ihm gehörenden Sachen sowohl zum Zwecke
seiner Ergreifung als auch dann vorgenommen werden, wenn zu vermuten ist, daß die Durchführung zur Auffindung von
Beweismitteln führen werde."
(Vgl. ferner § 81a StPO):
"1. Eine körperliche Untersuchung des Beschuldigten darf zur Feststellung von Tatsachen angeordnet werden, die für das Verfahren
von Bedeutung sind. Zu diesem Zweck sind Entnahmen von Blutproben und andere körperliche Eingriffe, die von einem Arzt nach
allen Regeln der ärztlichen Kunst zu Untersuchungszwecken vorgenommen werden, ohne Einwilligung des Beschuldigten zulässig,
wenn kein Nachteil für seine Gesundheit zu befürchten ist.
2. Die Anordnung steht dem Richter, bei Gefährdung des Untersuchungserfolges durch Verzögerung auch der Staatsanwaltschaft
und ihren Hilfsbeamten ( § 152 des Gerichtsverfassungsgesetzes) zu."
4.Was heißt das für Sie?
Voraussetzung jeder Durchsuchung ist die Wahrscheinlichkeit, daß eine bestimmte Straftat bereits begangen, nicht nur vorbereitet worden ist,
hierfür müssen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen (vgl. etwa Bundesverfassungsgericht NJW 1991, 690).
Die Tatsache, daß Sie mit Punkerfrisur sich in einer Diskothek aufhalten, in der nach polizeilichen Erkenntnissen auch Drogen gehandelt
werden, rechtfertigt für sich alleine unseres Erachtens weder die Durchsuchung Ihrer Person noch die Durchsuchung Ihres Pkws, wenn Sie sich
ausweisen können und nicht beispielsweise durch verwaschene Aussprache, starken Alkoholgeruch oder verkleinerte Pupillen auffallen. Eine
Durchsuchung setzt starke Verdachtsmomente voraus. Durchsucht die Polizei dennoch, können Sie dies zwar nicht verhindern, Sie hätten aber
gute Chancen, daß eventuell aufgefundene Beweismittel in einem späteren Prozeß nicht gegen Sie verwendet werden können.
Toll! Danke....hoffe zwar nicht mehr in die Verlegenheit zu kommen, aber
wenn, dann kann ich wenigstens mit klaren Fakten entgegenhalten.
regards
Armin
Nur leider wurde diese Maßnahme auf der Grundlage "Gefahrenabwehr" (heißt
nunmal so!) durchgeführt. Diese regelt sich nach dem Polizeigesetz des
jeweiligen Bundeslandes, mit der StPO kommt ihr hier nicht weit!
Endlich mal ein erfrischender Thread! Marco
Ich finde es nicht so außergewöhnlich in Deutschland der Polizei zu
begegnen. Leider ist ihre Präsenz in den letzten Jahren erheblich
gesunken. Meist begegnet man sich mit einem Hallo und vielleicht von
mir ein "schön daß ihr hier seid" oder man kontrolliert mich wirklich.
Ich kann doch sagen wie es ist. Ich bin gern im Wald unterwegs oder
ich bereite mich auf einen Auslandurlaub mit Überlebenscharakter vor
oder ich habe mich verfahren, oder oder oder. Jedenfalls ist Angriff
die beste Verteidigung. Ich versuche den Beamten zuvor zu kommen und
stelle selbst ein paar Fragen. So können sie sich selbst,
Menschenkenntnis vorausgesetzt, von meiner Harmlosigkeit überzeugen.
Jedenfalls glaube ich ohne Polizei und der gleichen hätten wir bald
das Faustrecht des Stärkeren.
Jedenfalls ist mir die Polizei nie absolut unhöflich entgegengetreten,
was ich vom Zoll nicht sagen kann. Der schlägt oft sehr über die
Stränge. Dort hat man mir schon die Luftpumpe mit Röntgenstrahlen
durchschaut und wirklich schikanemäßig mich bei -15°C
im Winter im Freien stehen lassen und das 3 Stunden. Der Rucksack
wurde auch durchwühlt und alles , auch ein Taschentuch war verdächtig.
Das Messer war äußerst verdächtig , da es scharf war. Was soll ich
aber mit einem stumpfen Messer unterwegs. Da kann man nicht einmal
eine Zeltstrippe kürzen. Klaro schärfe ich mein Messer vor der Tour.
Es ist immer ein stabiles Taschenmesser mit sehr stabiler Klinge.
Schließlich muß ich mit dem Messer schon ein paar ordentliche
Reparaturen ausführen können. (z.B. : neuen Spanten für Faltboot
schnitzen oder ähnlich)
Im Winter werde ich sehr oft von der Verkehrspolizei kontrolliert,
wenn ich ein Kajak auf dem Autodach habe. Ich denke es ist ein
gerüttelt Maß Neugier dabei. Ich werde nähmlich dann mehr gefragt wo
ich hin möchte und ob man im Winter damit fahren kann und wo man
fährt, als das meine Klamotten interressant wären. Es entwickelt sich
oft zu einem interressanten Gespräch des nachts. Wenn man es nur nicht
eilig hat ist das kein Problem.
Zum Abschluß:
Ich finde die Präsenz der Polizei absolut nötig. Alles würde außer
Kontrolle laufen (im wahrsten Sinne des Wortes).
Tschau Peter
P.S.: Ich bi weder bei der Polizei, noch kenne ich jemanden
persöhnlich.
>Feundin solo ist aber auch ganz angenehm.
klar....aber die wird sich sträuben, im Regen stundenlang im Wald
rumzulaufen...aber obwohl: so als besondere Variante ließe sich das sogar
rechtfertigen.... :-)
>Eine _normale_ Überprüfung der Personalien ist sicherlich
>gerechtfertigt.
richtig...anfangs schien mir das eben auch völlig ok zu sein....erst mit der
Zeit entwickelte sich die Angelegenheit in diesen bedenklichen Bahnen.
>Die erste Massnahme sollte sein, die Dienstadresse (ladbare Adresse) der
>beteiligten Polizisten oder des Einsatzleiters zu verlangen und
>aufzuschreiben.
>In BW sind die Polizisten meines Wissens dazu verpflichtet, sich
>auszuweisen. Lass dir den Ausweis nicht nur für eine Sekunde vorhalten,
>schreibe die Daten ab.
>
>Im Normalfall werden die Beamten dann schon vorsichtig.
>
>Einer Durchsuchung Deiner persönlichen Ausrüstung kannst Du
>widersprechen. Verhindern kannst Du sie allerdings nicht.
>
>Sollten Sachen beschlagnahmt werden, widerspreche der Beschlagnahme und
>verlange ein ausführliches Protokoll. Das ist Dein Recht!
>
>Wenn Du die ladbaren Adressen der beteiligten Polizisten hast, dann
>kannst Du eine Dienstaufsichtsbeschwerde machen. Eine solche Beschwerde
>landet meines Wissens in den Personalakten der betreffenden Beamten.
>Davor haben die Typen Angst, wie der Teufel vorm Weihwasser.
>
OK...andererseits hatte ich an diese Möglichkeiten, die in eine
Konfrontation hinauslaufen überhaupt nicht gedacht...
Hmmmm, aber gut: das nächst Mal läuft die ganze Angelegenheit mehr im
formalen Rahmen....mit Visitenkarte aushändigen, etc....
>Ein netter Brief an den Vorgesetzten ist verschwendete Zeit.
warum?
Kannst Du die entsprechende Rechtsgrundlage mal zitieren oder zumindest
naeher erlaeutern? Weshalb gilt eine Radler nachts im Wald mit Gepaeck
als akute Gefahr?
Jens
danke für die Nachricht....
>Menschenkenntnis vorausgesetzt, von meiner Harmlosigkeit überzeugen.
>Jedenfalls glaube ich ohne Polizei und der gleichen hätten wir bald
>das Faustrecht des Stärkeren.
ja, klar. wie ich auch eingangs erwähnte: die arbeit der polizei ist auch zu
respektieren.
>Im Winter werde ich sehr oft von der Verkehrspolizei kontrolliert,
>wenn ich ein Kajak auf dem Autodach habe. Ich denke es ist ein
>gerüttelt Maß Neugier dabei. Ich werde nähmlich dann mehr gefragt wo
>ich hin möchte und ob man im Winter damit fahren kann und wo man
>fährt, als das meine Klamotten interressant wären. Es entwickelt sich
>oft zu einem interressanten Gespräch des nachts. Wenn man es nur nicht
>eilig hat ist das kein Problem.
Jetzt bin auch neugierig :-): wo kann man im winter kajak fahren?
>Zum Abschluß:
>Ich finde die Präsenz der Polizei absolut nötig. Alles würde außer
>Kontrolle laufen (im wahrsten Sinne des Wortes).
absolut deiner meinung....nur hab ich eben das gefühl bekommen, daß es
schwierig ist, auf akzeptanz zu stoßen, wenn man (wie wir eben) ausserhalb
der normen leben..sprich eben nachts touren, oder abends laufen gehen
etc....dann kommt eben diese beamtete ordnungsneurose offenbar durch....
regards
Armin
Tja, da waere ich etwas vorsichtig, denn:
Leider handelt es sich bei dem zusammengesammelten Gesetzeszeug um
Halbwahrheiten und Miszverstaendnisse.
§ 81a StPO:
"1. Eine körperliche Untersuchung des Beschuldigten darf...
Dieser Passus ist irrelevant. Die Person um welche es geht, musz
bereits Beschuldigter (und nicht nur Verdaechtiger) sein, d. H.
gegen ihn musz bereits ein Strafverfahren eingeleitet sein. Es geht
hier um die koerperliche UNTERsuchung - nicht DURCHsuchung.
Eine Durchsuchung kann nach §102 StPO angeordnet werden, wenn ein
gewisser Verdacht esteht.
Daneben gibt es aber auch noch andere Gesetze, nach denen eine
Durchsuchung angeordnet werden kann, z. B. in Bayern nach dem PAG
zur Gefahrenabwehr - also vorbeugend (d. H. bevor etwas passiert ist
- damit eine Straftat verhindert bzw. ein potentieller Taeter
abgeschreckt wird). Einzelheiten spare ich mir, weil sich das Thema
nicht so einfach behandeln laesst.
Kommentare hierzu kann sich jeder sparen - die Gesetze wurden vom
Bundestag bzw. vom bayer. Landtag erbruetet - nicht von mir.
Beifallsbezeugungen und Beschwerden sind dorthin zu richten.
Uebrigens: Ich bin Polizist, wenn auch in einer anderen Sparte.
Mich amuesiert der Thread schon etwas:
In unserer Gegend liefen zwei junge Leute wochenlag im Wald umher
und lebten dort - versteckten sich dort. Beide hatten zuvor das
Wirtsehepaar einer Berghuette ermordet - weil der Wirt sie auf einem
Fahndungsfoto erkannt hatte. Die Taeter waren 16 bzw. 17 Jahre alt
und stammten aus dem ehemaligen Jugoslawien.
Der Fall ging vor ein paar Jahren durch die Presse und fuellte
mehrmals die Titelseite von Bild.
Also ist das mit der Kontrolle eines Verdaechtigen nachts im Wald
doch nicht so an den Haaren herbeigezogen.
--
Ciao,
Hubert
und damit liefert man auch gleich selbst den Grund fuer eine
Durchsuchung: Wer etwas gegen eine Durchsuchung hat, hat etwas zu
verbergen. Wer etwas zu verbergen hat, ist verdaechtig.
> Wenn Du die ladbaren Adressen der beteiligten Polizisten hast, dann
> kannst Du eine Dienstaufsichtsbeschwerde machen. Eine solche Beschwerde
> landet meines Wissens in den Personalakten der betreffenden Beamten.
Oder im Papierkorb, wenn sie unbegruendet ist, wie IMHO in diesem
Fall.
Auszerdem sollte der ein- oder andere mal bedenken, dasz durch
solche Kontrollen der Wald und die Natur sicherer wird fuer den, der
sich dort aufhalten will, um diese zu genieszen. Durch Kontrollen
werden "Strolche" davon abgehalten, sich dort aufzuhalten. Leute,
die etwas zu verbergen haben, gehen nicht dahin, wo sie mit einer
Kontrolle rechnen muessen.
Im Endeffekt wuerde mich mal interessieren, was an dem ganzen
eigentlich falsch gelaufen sein soll:
Jemand haelt sich zu einer absolut unueblichen Zeit im Wald auf.
Dies kommt zwei Polizisten verdaechtig vor und die kontrollieren ihn
deshalb.
Weiters passt es dem Kontrollierten nicht, dasz seine Personalien
aufgeschrieben werden und sein Gepaeck inspiziert wird, weil es FUER
IHN das normalste der Welt ist, nachts im Wald herumzulaufen- oder
-zu fahren.
Nur weil jemandem aber etwas nicht passt, musz es nicht falsch sein.
--
Ciao,
Hubert
Also genau so eine Gegend, wo des Nachts Typen rumlaufen, die auf
Frauen lauern und diese dann vergewaltigen.
Ciao,
Hubert
H.Raus...@best.baynet.de gab am Sonntag den 01.11.98
in /DE/REC/OUTDOORS unter Re: PolizeiKontrolle beim Radeln
folgendes zum Besten:
Da gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
>HR Im Endeffekt wuerde mich mal interessieren, was an dem ganzen
>HR eigentlich falsch gelaufen sein soll:
>HR Jemand haelt sich zu einer absolut unueblichen Zeit im Wald auf.
>HR Dies kommt zwei Polizisten verdaechtig vor und die kontrollieren ihn
>HR deshalb.
Das ist auch nicht falsch.
Im obigen Fall scheinen es die Beamten mit der gebotenen Höflichkeit
nicht so ernst genommen zu haben.
Mir ist es schon passiert, dass ein Einsatzfahrzeug vor mier hielt, 2
Beamte sprangen raus: Personenkontrolle, Ausweise her!
Rucksäcke runter, aufmachen! Trotz mitgeführtem GPS, Handy sonstiger
teurer Ausrüstung und Kreditkarte dann noch die berühmte Pennerfrage
nach der Gültigkeit der Adressen. Wir waren zu zweit.
Ich habe gekocht vor Wut, aber mich trotzdem höflich benommen.
Ein einziges Wort, das Wort "Bitte", hätte die Situation entspannen
können.
Gruss Rolf
>Eine Durchsuchung kann nach §102 StPO angeordnet werden, wenn ein
>gewisser Verdacht esteht.
>Daneben gibt es aber auch noch andere Gesetze, nach denen eine
>Durchsuchung angeordnet werden kann, z. B. in Bayern nach dem PAG
>zur Gefahrenabwehr - also vorbeugend (d. H. bevor etwas passiert ist
>- damit eine Straftat verhindert bzw. ein potentieller Taeter
>abgeschreckt wird). Einzelheiten spare ich mir, weil sich das Thema
>nicht so einfach behandeln laesst.
>Kommentare hierzu kann sich jeder sparen - die Gesetze wurden vom
>Bundestag bzw. vom bayer. Landtag erbruetet - nicht von mir.
>Beifallsbezeugungen und Beschwerden sind dorthin zu richten.
Danke für die Informationen...ichhabe durchaus gedacht, daß es seine
Richtigkeit hat...anfangs, später fing es an ärgerlich und unangemessen zu
werden...insbesondere nachdemm klar war wer ich bin und was ich hier
mache...
>Mich amuesiert der Thread schon etwas:
>In unserer Gegend liefen zwei junge Leute wochenlag im Wald umher
>und lebten dort - versteckten sich dort. Beide hatten zuvor das
>Wirtsehepaar einer Berghuette ermordet - weil der Wirt sie auf einem
>Fahndungsfoto erkannt hatte. Die Taeter waren 16 bzw. 17 Jahre alt
>und stammten aus dem ehemaligen Jugoslawien.
>Der Fall ging vor ein paar Jahren durch die Presse und fuellte
>mehrmals die Titelseite von Bild.
>Also ist das mit der Kontrolle eines Verdaechtigen nachts im Wald
>doch nicht so an den Haaren herbeigezogen.
Hart! Dann aber wäre wohl nicht eine Streife sinnvoll, sondern ganze
Hundertschaften....
beste Grüße
Armin
>und damit liefert man auch gleich selbst den Grund fuer eine
>Durchsuchung: Wer etwas gegen eine Durchsuchung hat, hat etwas zu
>verbergen. Wer etwas zu verbergen hat, ist verdaechtig.
Genau. Deshalb ist es,damit die Angelegenheit schnell geklärt wir, ein
Entgegenkommen sinnvoll....dachte ich mir auch anfangs. Offensichtlich ist
es aber irrelevant, ob jemand kooperativ ist oder nicht, gegen unangemessene
Behandlung hilft das nichts....
>Auszerdem sollte der ein- oder andere mal bedenken, dasz durch
>solche Kontrollen der Wald und die Natur sicherer wird fuer den, der
>sich dort aufhalten will, um diese zu genieszen. Durch Kontrollen
>werden "Strolche" davon abgehalten, sich dort aufzuhalten. Leute,
>die etwas zu verbergen haben, gehen nicht dahin, wo sie mit einer
>Kontrolle rechnen muessen.
Völig richtig. Eine verstärkte Präsenz der Polizei ist in manchen Bereichen
sogar noch zu wünschen.
>Im Endeffekt wuerde mich mal interessieren, was an dem ganzen
>eigentlich falsch gelaufen sein soll:
>Jemand haelt sich zu einer absolut unueblichen Zeit im Wald auf.
>Dies kommt zwei Polizisten verdaechtig vor und die kontrollieren ihn
>deshalb.
>Weiters passt es dem Kontrollierten nicht, dasz seine Personalien
>aufgeschrieben werden und sein Gepaeck inspiziert wird, weil es FUER
>IHN das normalste der Welt ist, nachts im Wald herumzulaufen- oder
>-zu fahren.
>Nur weil jemandem aber etwas nicht passt, musz es nicht falsch sein.
Richtig. Doch, wie mehrfach geschrieben, habe ich afangs diese Kontrolle
auch für eine normale Sache gehalten. Schnell merkte ich jedoch, daß jemand
der nicht unbedingt im üblichen Raster auftaucht verstärkt und noch
intensiver zu prüfen ist. Und weil das so ist, entstehen völlig überzogene
Handlungsweisen der Polizei. Es ist eben eine Tatsache, daß in der heutigen
Gesellschaft keine homogenen, "normalen" Verhaltensweisen oder Lebensformen
existieren. Wenn das realisiert wird, wird das Leben hier lebenswerter und
bekömmlicher. Weil dieser Punkt alle trifft, die sich hier in dieser gruppe
treffen , hab ich das auch hierher gepostet.
beste Grüße
Armin
Falsch.
> Wer etwas zu verbergen hat, ist verdaechtig.
Schon mal was von Privatsphaere gehoert?
> Auszerdem sollte der ein- oder andere mal bedenken, dasz durch
> solche Kontrollen der Wald und die Natur sicherer wird fuer den, der
> sich dort aufhalten will, um diese zu genieszen. Durch Kontrollen
> werden "Strolche" davon abgehalten, sich dort aufzuhalten. Leute,
> die etwas zu verbergen haben, gehen nicht dahin, wo sie mit einer
> Kontrolle rechnen muessen.
Das ist sicher richtig. Ich denke aber, niemand hier hat Kritik an der
Tatsache, dass nachts im Wald kontrolliert wurde, nur aber an der Art
der Kontrolle.
> Im Endeffekt wuerde mich mal interessieren, was an dem ganzen
> eigentlich falsch gelaufen sein soll:
> Jemand haelt sich zu einer absolut unueblichen Zeit im Wald auf.
> Dies kommt zwei Polizisten verdaechtig vor und die kontrollieren ihn
> deshalb.
> Weiters passt es dem Kontrollierten nicht, dasz seine Personalien
> aufgeschrieben werden und sein Gepaeck inspiziert wird, weil es FUER
> IHN das normalste der Welt ist, nachts im Wald herumzulaufen- oder
> -zu fahren.
> Nur weil jemandem aber etwas nicht passt, musz es nicht falsch sein.
Aber damit es richtig ist, muss ein Grund dafuer bestehen.
Und Gepaeck kontrollieren darf man nicht einfach, weil die Person eben
irgendwie verdaechtig wirkt. Es muss AFAIK ein konkreter Verdacht vorliegen.
Und der hat IMHO gefehlt.
Jens
(snip)
> Uebrigens: Ich bin Polizist, wenn auch in einer anderen Sparte.
(snip)
Halbwahrheiten und Missverstaendnisse?
Der zitierte Text stammt von den Seiten einer Anwaltskanzlei.
Jens
: und damit liefert man auch gleich selbst den Grund fuer eine
: Durchsuchung: Wer etwas gegen eine Durchsuchung hat, hat etwas zu
: verbergen. Wer etwas zu verbergen hat, ist verdaechtig.
Na grossartig. Mit dieser Einstellung koennen wir die Rechtsstaaten gleich
abschaffen und eine Polizeidiktatur einfuehren. 8^>
Wenn eh alles schon seine Richtigkeit hat, kann die Polizei ja auch gleich
ohne Durchsuchungsbefehl in Wohnungen rein.
Auch die Freunde des Lauschangriffs, besonders die aus dem ultra-rechten
Eckerl, argumentieren ja gerne damit, dass "anstaendige" Leute eh nix
zu verbergen haben, und ihnen deshalb der Lauschangriff eh egal sein kann.
"Geh sie haben ja eh nix zu verbergen, warum straeben sie sich also gegen
die Installation dieser Ueberwachungskamera in ihrer Wohnung? Haben's leicht
was auchgefressen?"
/ferdl
--
<< In Real Life: Goldmann Ferdinand -= MUM =- >>
<< eMail : fe...@oeh.uni-linz.ac.at Muehlviertler UNIX Militia >>
<< "Oesterreich wird von schweren Beben erschuettert, ueberlebt aber!" >>
<< ('Kommt der Komet?', in: Taeglich Alles, 26.4.1998, S. 31) >>
Im uebrigen bin ich auch der Meinung, dasz die Herren zwar im Recht
waren hinsichtlich dessen, was sie taten, bezueglich ihrer Wortwahl
aber wohl etwas ueberzogen haben.
Ciao,
Hubert
--
mailto:H.Raus...@best.baynet.de
PGP-Key available on request
Hat ein Mensch sein Bestes gegeben,
ist es unerheblich, wieviel das war.
Wolfgang Letz
Der Anfang des ganzen Problemes war, dasz Du eben schon in einem
Raster aufgetaucht bist. Nur hattest Du eben das Pech, dasz dieses
Raster (Mann nachts alleine in einem Waldgebiet, dasz teilweise
stark frequentiert ist und fuer dessen Anwesenheitgrund es zunaechst
keine plausible - sprich offensichtliche - Erklaerung gibt)
zwangslaeufig bei bestimmten Leuten folgende Gedanken hervorruft:
Was macht _der_ denn da? Was hat der hier zu suchen? Will der etwas
anstellen oder hat der bereits etwas ausgefressen?
Naechstes Problem: Jeder, der etwas ausgefressen hat, gibt aehnliche
Antworten, wie Du sie gegeben hast. Es ist nicht einfach, zu
Unterscheiden, ob das nun stimmt oder nur eine Schutzbehauptung ist.
Ciao,
Hubert
teut...@usa.net gab am Montag den 02.11.98
in /DE/REC/OUTDOORS unter Re: PolizeiKontrolle beim Radeln
folgendes zum Besten:
Da gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
>t >Weiters passt es dem Kontrollierten nicht, dasz seine Personalien
>t >aufgeschrieben werden und sein Gepaeck inspiziert wird, weil es FUER
>t >IHN das normalste der Welt ist, nachts im Wald herumzulaufen- oder
>t >-zu fahren.
>t >Nur weil jemandem aber etwas nicht passt, musz es nicht falsch sein.
>t
>t Richtig. Doch, wie mehrfach geschrieben, habe ich afangs diese Kontrolle
>t auch für eine normale Sache gehalten. Schnell merkte ich jedoch, daß jemand
>t der nicht unbedingt im üblichen Raster auftaucht verstärkt und noch
>t intensiver zu prüfen ist. Und weil das so ist, entstehen völlig überzogene
>t Handlungsweisen der Polizei. Es ist eben eine Tatsache, daß in der heutigen
>t Gesellschaft keine homogenen, "normalen" Verhaltensweisen oder Lebensformen
>t existieren. Wenn das realisiert wird, wird das Leben hier lebenswerter und
>t bekömmlicher. Weil dieser Punkt alle trifft, die sich hier in dieser gruppe
>t treffen , hab ich das auch hierher gepostet.
Es ist sicherlich gut, dass Du deine Erfahrungen hier gepostet hast.
Das ist ein Thema, dass uns alle angeht.
Überzogene Handlungsweisen der Polizei entstehen nicht dadurch, dass Du
mitten in der Nacht im Wald herumfährst.
Polizisten haben ihren Beruf gelernt und sollten eigentlich in der Lage
sein, ihren Job entsprechend ihrer Ausbildung zu tun.
Dazu dürfte meiner Ansicht auch ein normaler Umgangston gehören.
Kasernenhoftöne waren vielleicht vor einigen Jahrzehnten normal, in
unserer Gesellschaft haben sie nichts mehr zu suchen.
Das sollte auch für Polizisten gelten, denen vielleicht ihre Uniform und
das mit ihrerm Job verbundene Recht zur Gewaltausübung zu Kopf gestiegen
sind.
Gruss Rolf
10076...@cic.com gab am Freitag den 30.10.98
in /DE/REC/OUTDOORS unter Re: PolizeiKontrolle beim Radeln
folgendes zum Besten:
Da gebe ich auch noch meinen Senf dazu.
>11 OK...andererseits hatte ich an diese Möglichkeiten, die in eine
>11 Konfrontation hinauslaufen überhaupt nicht gedacht...
>11 Hmmmm, aber gut: das nächst Mal läuft die ganze Angelegenheit mehr im
>11 formalen Rahmen....mit Visitenkarte aushändigen, etc....
Normalerweise genügt es, den Polizisten zu beweisen, dass man sich auch
ein wenig auskennt.
Eine Kofrontation im Moment des Geschehens ist wenig hilfreich, es kann
mit Widersprechen usw. nur darum gehen, eigene Rechtspositionen zu
sichern.
>11 >Ein netter Brief an den Vorgesetzten ist verschwendete Zeit.
>11
>11 warum?
Wenn die subalternen Polizisten, die ja immerhin eine Ausbildung
genossen haben, schon nicht wissen, wie sie mit normalen Bürgern
umzugehen haben, wie sollen es dann ihre Vorgesetzten wissen.
Gruss Rolf
> >
> >Stimmt genau! Die frische Luft, keine (Matt-)Scheiben um einen herum,
> >Ruhe, ... dabei kann man sich wirklich nicht erholen. Ah ja. Die Nacht
> >ist ja eh nicht zum Erholen da.
> >Wo erholst Du dich denn? Tagsüber im Büro? :)
> >
> >Roland Mosler
>
> Versteh nicht was Du damit sagen willst - muß wohl noch ein Studium
> dranhängen - bin offensichtlich zu doof.
Ich benutze die Nacht zu Erholung. Auch den Wald. Fahrrad ebenso.
Manchmal alles zusammen. Dann hab ich ein Zelt dabei.
Es gibt Leute die nehmen dazu den Fernseher. Das Auto. Die Diskothek.
Roland
Zitat Garfield "Lieber acht Stunden Büro als gar keinen Schlaf" :))
Weckt ein Beamter den Anderen "Kommst du mit Essen oder arbeitest du
durch?
zumindest interessante Aspekte.
Könnte im Idealfall der Weg sein, wie die Angelegenheit über die Bühne geht.
Letztlich bedarf es doch auch gewisser eingeschliffener Verhaltensmuster um
so zu reagieren, aber...
man sollte es dann wenigstens versuchen.
danke für die message
Armin
>b) du willst es wissen: Sprich drei-mal ruhiger und emotionsloser als
.....
>kannst Du dem auch nur auf dieser Schiene begegnen. Nicht dadurch, daß
>Du Dir Deinerseits Dinge einfallen läßt die nur unter dem Einzuordnen
>sind was Du selbst kritisierst, nämlich Schikane.
>Wenn die subalternen Polizisten, die ja immerhin eine Ausbildung
>genossen haben, schon nicht wissen, wie sie mit normalen Bürgern
>umzugehen haben, wie sollen es dann ihre Vorgesetzten wissen.
Das sind jedoch recht defätistische Ansichten....wir sollten stets von der
Rechtmäßigkeit desTuns überzeugt sein...:-)
Oder, wie hat es ein Beamter hier kürzlich so nett formuliert,..."..wenn es
dir nicht passt, kannst du dir ja ein neues Heimatland suchen"
also, so gesehen:
cu in Usa, Australia, Frankreich, etctectec....
regads
Armin
>keine plausible - sprich offensichtliche - Erklaerung gibt)
>zwangslaeufig bei bestimmten Leuten folgende Gedanken hervorruft:
>Was macht _der_ denn da? Was hat der hier zu suchen? Will der etwas
>anstellen oder hat der bereits etwas ausgefressen?
Das ist eine Gedankenkette, die verständlich ist. Sie geht (oder ging)
jedoch bei den Beamten weiter: Will der etwas anstellen..etc..?->Als
Autoritäten auftreten.-> Jede Äußerung nicht glauben, alles in Zweifel
ziehen-> genaustens untersuchen -> alles ist verdächtig-> Disziplin
beibringen -> Ordnung beibringen -> Fall klären.
Ein normaler Gesprächsverlauf hätte die Sache völlig normal verlaufen lassen
können....
>
>Naechstes Problem: Jeder, der etwas ausgefressen hat, gibt aehnliche
>Antworten, wie Du sie gegeben hast. Es ist nicht einfach, zu
>Unterscheiden, ob das nun stimmt oder nur eine Schutzbehauptung ist.
Hm? Da kenn ich mich nicht aus. Muß ich, oder jemand anderes, der Nicht in
das i.O.-Raster paßt, damit rechnen als Gangster angesehen UND so behandelt
zu werden. Ob ich Antworten gebe, die in einer Verbindung zu bekannten
Unterweltsausflüchten stehen, gebe, kann eigentlich nicht mein Problem sein.
So gesehen ist wohl für die konditionierten Gesetzeshüter erst Mal alles und
jeder verdächtig....ich denke darum gehts letztlich
regards
Armin
Armin <teut...@usa.net> schrieb im Beitrag
> cu in Usa, Australia, Frankreich, etctectec....
Jetzt habe ich Dich ;-)
In U.S.A. wird von Dir erwartet, das Du bei einer normalen
Verkehrskontrolle Deine Hände sichtbar auf das Lenkrad legst. Je nach
Bundesstaat wird der Polizist die Hand an der Waffe haben oder sie
bereits entholstert haben.
Ich war mit dem Deputy Chief der Pennsylvania Fish Commision (ein
Zwischending aus Fischereiamt und Wasserschutzpolizei) nachts auf
Angelkartenkontrolle - mit der Pumpgun im Anschlag.
Französische Polizeibeamte sind landesweit fuer ihr rigides
Durchgreifen bekannt. Ich sass als Zeuge mal zwei Stunden in
Montparnasse auf einem Revier, Amnesty Int. haette wahre Freude dran
gehabt.
Wenn Du in Aussie-Land alleine durch's Outback wanderst und die Polizei
Dich dabei sichtet, wird sie Deine Ausrüstung ueberpruefen. Sollte Sie
fuer Dein geplantes Vorhaben unzureichend sein, werden sie Dir ein
weiter trekken verbieten.
Happy emigrating
Alexander
Al.K...@t-online.de
Aha!
Ein typischer Vergewaltiger sucht also sein Opfer in der Nacht
bei Regen weil er nur wenn es ihm kalt auf den Rücken gießt
einen hochkriegt. Dazu fährt er ein Mounty weil es stimuliert.
Das ganze im Wald weil man da die meisten Frauen und Mädchen
trifft. (Rotkäpchen?) Aus genau diesem Grund verweist man
jeden typischen Verdächtigen, der noch dazu (versteckt!)
ein Messer mit sich führt, preventiv des Waldes.
Ist das eine praktische Erfahrung oder kommt das aus der
Aktenstudie am Schreibtisch?
Sind jetzt also aufgrund der Polizeistatistiken Frauen
in Parkhäusern, Anhalterinnen, usw. relativ sicherer
als Frauen bei Regen im Wald?
Ist die landläufige Meinung die auch in der Presse vertreten
wird also voll daneben?
Roland
Zitat Hubert Rauschecker:
>Je nach
>Bundesstaat wird der Polizist die Hand an der Waffe haben oder sie
>bereits entholstert haben.
Kenn das eher aus den Reisen in Texas (sic!); wo es eben schon vorkommt, daß
man mit dem Mitwagen auf dem Highway mit "ziehbereiter" Waffe empfangen
wird....nur gut, wenn das einem schon im Vorfeld gesagt wird, wie man sich
zu verhalten hat (Hände sichtbar auf dem Lenker, langsam herauskommen....)
Hmmmmm....DA ist dann irgendein Widerspruch wohl wirklich zwecklos :-)
Im Zweifelsfall verbringt man dann den tollen USA-Trip in einem verlassenen
county-Fleck, wo man dann die nächsten Tage sowas wie die Attraktion
darstellt
:-)
>Ich war mit dem Deputy Chief der Pennsylvania Fish Commision (ein
>Zwischending aus Fischereiamt und Wasserschutzpolizei) nachts auf
>Angelkartenkontrolle - mit der Pumpgun im Anschlag.
Oops....Pumpgun schon beim Schwarzangeln....und wenn die mal einen
Einbrecher jagen, dann tun die das dort wohl mit den Apache-Hubschraubern?!?
>Wenn Du in Aussie-Land alleine durch's Outback wanderst und die Polizei
>Dich dabei sichtet, wird sie Deine Ausrüstung ueberpruefen. Sollte Sie
>fuer Dein geplantes Vorhaben unzureichend sein, werden sie Dir ein
>weiter trekken verbieten.
Hey! Hab daran und an den Begriff einer ausreichenden Ausrüstung gar nicht
gedacht....plane nämlich evtl. so eine Tour nächstes Jahr zu unternehmen ...
na, evtl. langt ja eine Kroko-Weste und ein großes Bowie?
Jedenfalls werd ich mich da noch mal genauer informieren...das sowieso.
>Happy emigrating
Jetzt emigrate ich gleich mal wieder in die freie Wildbahn....mal sehen, ob
ich meine Bekannten wieder treffe und wer dann schneller ist...:-)
regards
Armin
Du hast angedeutet, dass es mehrere Arten von Durchsuchungen
gibt. Das wuerde mich genauer interessieren, weil ich
auch vor kurzem in eine Verkehrskontrolle geraten bin
(gerechtfertigt, aber ich moechte das jetzt nicht weiter ausfuehren,...)
Da sollte ich den Kofferraum oeffnen, aber die Beamten haben keine
Anstalten gemacht, ihn zu durchsuchen, sondern das sollte ich selber
machen.
So wie die beiden gestanden sind, haette ich einen
ganzen Bierkasten verstecken koennen, ohne dass einer
was gemerkt haette.
War das auch eine Durchsuchung?
Abgesehen davon, dass die Kontrolle gegen Mitternacht war,
waren meine beiden eigentlich ganz freundlich ;-)
Marco
Marco Haschka schrieb:
>
>
> Da sollte ich den Kofferraum oeffnen, aber die Beamten haben keine
> Anstalten gemacht, ihn zu durchsuchen, sondern das sollte ich selber
> machen.
>
> So wie die beiden gestanden sind, haette ich einen
> ganzen Bierkasten verstecken koennen, ohne dass einer
> was gemerkt haette.
>
> War das auch eine Durchsuchung?
Das war gar keine Durchsuchung, sondern der makroskopische, chemiefreie
Alkotest... ;-))
Gruß, Jochen
Marco Haschka schrieb:
> Hallo Hubert,
> Du hast angedeutet, dass es mehrere Arten von Durchsuchungen
> gibt. Das wuerde mich genauer interessieren, weil ich
> auch vor kurzem in eine Verkehrskontrolle geraten bin
> (gerechtfertigt, aber ich moechte das jetzt nicht weiter ausfuehren,...)
Es gibt nicht mehrere Durchsuchungen - mal abgesehen von dem, wer
oder was durchsucht wird -, sondern mehrere Rechtsgrundlagen fuer
eine Durchsuchung. Zum einen sind da in der StPO
(Strafprozeszordnung) bereits eine ganze Menge von verschiedenen
Gruenden, zum anderen gibt es auch in diversen anderen Gesetzen
Gruende und entsprechende Gesetze, die eine Durchsuchung
rechtfertigen.
In der StPO z. B. kann sowohl bei dem, welcher als Taeter oder
Teilnehmer einer Straftat _verdaechtig_ ist, durchsucht werden.
Weiters geht das auch an Orten und Objekten, wenn ein Straftaeter
dort auf frischer Tat betroffen oder verfolgt wurde ...
Schlieszlich geht es sogar bei Zeugen, wenn ...
Nach dem Bayer. PAG (Polizeiaufgabengesetz) ist eine Durchsuchung
z.B. moeglich, um Gefahren fuer Leib oder Leben oder Gefahren fuer
Sachen von bedeutendem Wert abzuwehren.
Schwachsinn? Beispiel hierzu: Nachts laeuft aus einer Busgarage der
darin befindliche Dieseltank aus (und der Kraftstoff zunaechst ins
freie und versickert dort). Die Polizei kommt hin, kann den Besitzer
nicht ausfindig machen und laeszt die Tuere aufbrechen.
Anschlieszend wird die Garage betreten und dort nach dem lecken Tank
gesucht. Dies waere gesetzlich eine Durchsuchung der Garage (wenn es
vielleicht auch manchem als normal vorkommen wird, dasz dies gemacht
wird).
>
> Da sollte ich den Kofferraum oeffnen, aber die Beamten haben keine
> Anstalten gemacht, ihn zu durchsuchen, sondern das sollte ich selber
> machen.
Vielleicht eine Form von Hoeflichkeit, um nicht unnoetig Unordnung
zu machen, falls der Verdacht (=Durchsuchungsgrund?) sich nicht
bestaetigen sollte.
> So wie die beiden gestanden sind, haette ich einen
> ganzen Bierkasten verstecken koennen, ohne dass einer
> was gemerkt haette.
Kommt immer darauf an, wonach man sucht. Wenn es um z.B.
Einbruchswerkzeug geht, brauche ich natuerlich nicht in einer
Geldboerse nachsehen :-)
>
> War das auch eine Durchsuchung?
Schwer zu sagen, dazu mueszte ich schon naeheres wissen. Ich wuerde
aber schon sehr freundlich fragen, wonach denn gesucht werden soll.
Ich liesze mir aber keinesfalls durch die Frage anmerken, dasz bzw.
ob ich etwas dagegen habe.
> Abgesehen davon, dass die Kontrolle gegen Mitternacht war,
> waren meine beiden eigentlich ganz freundlich ;-)
>
> Marco
--
Ciao,
Hubert
Erstmal danke fuer die Information, und ..
> >
> > Da sollte ich den Kofferraum oeffnen, aber die Beamten haben keine
> > Anstalten gemacht, ihn zu durchsuchen, sondern das sollte ich selber
> > machen.
> Vielleicht eine Form von Hoeflichkeit, um nicht unnoetig Unordnung
> zu machen, falls der Verdacht (=Durchsuchungsgrund?) sich nicht
> bestaetigen sollte.
Es war so:
Mit Taschenlampe das Autoinnere angeschaut, dann
Nummerntafeln (vermutlich ASU und TUEFF) ueberprueft.
Gleichzeitig Frage nach Fuehrerschein, Fahrzeugschein...
dann:
K:"Koennten sie (bitte) den Kofferraum oeffnen"
(Das Bitte weiss ich nicht mehr, war jedenfalls
hoeflich formuliert)
Ich: Oeffne den Kofferraum, liegt nur eine Decke drin.
K:"Zeigen Sie mal Verbandskasten und Warndreieck".
Ich: "Weiss nicht genau, wo das liegt..." oeffne
die Innenabdeckung... beides gefunden.
"Ich weiss allerdings nicht, wie man das Dreieck aufstellt.."
K: "Das werden Sie dann im Notfall schon schaffen"
Fertig-- Weiterfahren.
> > War das auch eine Durchsuchung?
> Schwer zu sagen, dazu mueszte ich schon naeheres wissen. Ich wuerde
> aber schon sehr freundlich fragen, wonach denn gesucht werden soll.
> Ich liesze mir aber keinesfalls durch die Frage anmerken, dasz bzw.
> ob ich etwas dagegen habe.
siehe oben.
Marco