Bin neu hier, und wenn ich mich nicht richtig verhalte, oder hier falsch
bin, dann bitte nachsicht mit mir.
Ich suche ein gebrachtes Kanu oder Kajak. Bin Anfänger (d.h noch nie
gefahren, oder besser gesagt 1x mit Kajak ca 15 Minuten) und möchte mir
gerne so ein Ding zulegen. Da ich nicht weiß, ob es mir gefällt zu
fahren, sollte es nicht all zu viel kosten.
Es gibt doch verschiedene Kanus bzw. Kajaks. ist da viel unterschied?
was sollte man als Anfänger verwenden?
Ach ja nochwas; wenn ich irgendwelche Fragen habe bezüglich Kanu, Kajak
oder sonst einen Wassersport (z.B. Faltboot ; was ist das eigentlich)
kann ich hier Fragen???
Danke schon mal im voraus
Geri
sollte natürlich im Raum Wien, Nö, Burgenland, OÖ sein, da ich in der
nähe von Wien (30 KM) wohne und nicht allzuweit fahren möchte.
Tschau
Hallo,
willkommen im Club...
> Ich suche ein gebrachtes Kanu oder Kajak. Bin Anfänger (d.h noch nie
> gefahren, oder besser gesagt 1x mit Kajak ca 15 Minuten) und möchte
> mir
> gerne so ein Ding zulegen. Da ich nicht weiß, ob es mir gefällt zu
> fahren, sollte es nicht all zu viel kosten.
Zuerst etwas Terminologie, da etwas abweichend von dem, was man
gemeinhin glaubt (ging zumindest mir so).
Kanu ist der Oberbegriff zu Kajak und Kanadier. Kajak = das, was die
Eskimos haben, Kanadier = das, was die Kanadier (Trapper / Indianer)
haben.
Sind also schon unterschiedliche Sachen, werde nur alle gepaddelt, mal
mit Stechpaddel (typischerweise Kanadier), mal mit Doppelpaddel
(typischerweise Kajak), mal sitzend, mal knieend,...
Online-second-hand-Markt: www.outdoorchannel.de, dann nach kanumagazin
->pinnwand durchklicken, da diverse Angebote. Man sollte allerdings
wissen, was man sucht. Nur so, um eine Preisidee zu kriegen.
Aber: vor dem Kaufen vielleicht ein paar Mal ausleihen? Kostet nicht die
Welt (Wochenende je nach Laden 50,- + x DM). Dann merkt man eher, ob es
Spass macht, ohne in Ausrüstung investieren zu muessen. Denn zum Boot
kommt noch mehr dazu ...
Noch besser natuerlich entweder Kanuschule oder eine geführte Paddeltour
machen, da lernt man (hoffentlich) gleich noch etwas uebers Paddeln
(Technik und Sicherheit). Oder sich mal in einem Kanuklub erkundigen.
Die haben dann auch Klubboote, da spart man die Anschaffung und kann
erstmal fuer wenig Geld testen, ob es einem gefällt.
Ausserdem: es ist immer gut, mit mehreren und erfahrenen Paddlern zu
paddeln. Paddeln kann gefaehrlich werden, wenn man sich falsch verhält.
Mindestens sich immer bei ortskundigen Leuten (Verleiher) erkundigen, ob
bei der geplanten Tour was zu beachten ist. Auch darum die dringende
Empfehlung, sich eine Gruppe zu suchen mit Leuten, die sich auskennen.
Viel besser!
>
> Es gibt doch verschiedene Kanus bzw. Kajaks. ist da viel unterschied?
Ja.
> was sollte man als Anfänger verwenden?
Hängt davon ab, was Du willst, wie Du fährst etc. Online-Beratung ist da
schwer. Gehe zu einem örtlichen Händler (kann ich Dir gegebenfalls
raussuchen, wenn Du mir verrrätst, wo Du wohnst) oder zu einem
Paddelverein - s.o. Man kann von Leuten nur Lernen, und die meisten
Paddler, die ich kenne, sind sehr aufgeschlossen und hilfsbereit.
>
> Ach ja nochwas; wenn ich irgendwelche Fragen habe bezüglich Kanu,
> Kajak
> oder sonst einen Wassersport (z.B. Faltboot ; was ist das eigentlich)
> kann ich hier Fragen???
Wassersport ist viel - aber alles, was mit Paddeln zu tun hat, ist hier
richtig. Am besten im Subject mit einem [Kanu] beginnen, also z.B. als
Sunbject "[Kanu] Wer kann mir einen Haendler nennen?"; dann merkt man
beim Ueberfliegen der NEwsgroup gleich, dass das ein Kanu-Artikel ist.
Andere Wassersport (z.B. Segeln) hat eigene Newsgroups, dass waere hier
falsch.
Faltboot: ein Kajak aus einem zerlegbaren Gerippe, dass mit einer Plane
ueberspannt wird. Passt im zerlegten Zustand in einen Sack, der _im_
Auto transportiert werden kann. Die meisten Kajaks muessen doch eher
aufs Dach.
>
> Danke schon mal im voraus
Bitte sehr
und viel Spass beim Paddeln, in welcher Form auch immer,
Alexander
Danke Alexander für Deine ausführliche Antwort.
Ich hätte da noch ein paar Fragen:
Was ist ein Wanderboot (von Princess)?
was ist ein WW Boot?
was ist ein Rodeoboot?
was ist ein Wanderkanu?
noch ne Frage zu faltbooten
kennt jemand ein Fürst 2er? (könnte soetwas nämlich um 2.500 kaufen)
Danke im voraus
Geri
Für Fragen rund ums Faltboot (und natürlich Wanderfahrten) gibt's
http:\www.faltboot.de, dort kennt sicher einen den Fürst.
Noch eine Frage: sind die 2.500 ATS oder DEM? Es lebe der Euro!
Frohes Paddeln,
Cornelia
--
Cornelia Patzig pat...@ift.tu-graz.ac.at
Petersgasse 25
8010 Graz
Nochmals viel Spass,
Alexander
es sind 2.500 ATS
> Ach ja nochwas; wenn ich irgendwelche Fragen habe bezüglich Kanu, Kajak
> oder sonst einen Wassersport (z.B. Faltboot ; was ist das eigentlich)
Aufklärung zu allen Fragen bzgl. Faltboot:
http://www.faltboot.de
dort gibt es auch links zu den meisten Herstellern und ein Forum im
dem heftig über Faltbootfahren in allen Varianten diskutiert wird.
Speziell zu Pouch Booten:
http://www.pouch-inoffiziell.de
Grüße
Rainer
--
R. Schroeter, Marburg, Germany
> noch ne Frage zu faltbooten
> kennt jemand ein Fürst 2er? (könnte soetwas nämlich um 2.500 kaufen)
scheint eine ziemlich unbekannte Marke zu sein, Dirk Bredow weiß in
seiner Typenliste nur von einem Fürst Wildwassereiner zu berichten,
über den er keinerlei weitere Informationen hat:
http://www.faltbootkabinett.de/Museum/Typenliste_/Furst/
Zum Gebrauchtbootkauf von Faltbooten solltes Du mal bei Marian
nachlesen:
http://www.pouch-inoffiziell.de/nutzung/gebrauchtboote.html
2.500 ÖSH sind wenig Geld für ein gebrauchstüchtiges Faltboot aber
eventuell viel zu teuer, wenn z.B. die Haut (wahrscheinlich Gummi)
verhärtet ist oder das Oberdeck (wahrscheinlich Baumwolle oder Leinen)
Verrottungen aufweist.
Für Sammler von alten Faltbooten mag die Rechnung wieder ganz anders
aussehen.
Es ist also ganz wichtig, daß Du jemanden dabei hast, der sich mit
Faltbooten auskennt. Haut (unten) Oberdeck (oben) sind die größten
Schwachstellen bei alten Faltbooten und für ne neue Haut zahlst Du
leicht über 2.500 (aber DM!), insbesondere bei Booten, für die keiner
mehr eine Schablone hat.
Das Gerüst ist meistens weniger schadhaft, Ersatzteile sind für
seltene Typen aber schwer zu bekommen (vieles kann allerdings ein
guter Schreiner nachmachen).
da ich davon noch weniger verstehe als Gerald, ich es aber vom Zuschauen
irgenwie faszinierend finde, hab ich auch noch Fragen:
>
snip
>
> Kanu ist der Oberbegriff zu Kajak und Kanadier. Kajak = das, was die
> Eskimos haben, Kanadier = das, was die Kanadier (Trapper / Indianer)
> haben.
>
> Sind also schon unterschiedliche Sachen, werde nur alle gepaddelt, mal
> mit Stechpaddel (typischerweise Kanadier), mal mit Doppelpaddel
> (typischerweise Kajak), mal sitzend, mal knieend,...
>
Was ist denn ausser dem Namen der technisch/praktische Unterschied
zwischen Kajak und Kanadier ? Warum unterschiedliche Paddel und Sitzhaltungen?
juergen....ziemlich ahnungslos
Aller Anfang ist schwer, darum auch von mir ein paar Hinweise:
Vielleicht schaust du dich nach einem netten Verein um und einer
Gastmitgliedschaft dort. Meist sind Leute auch in deinem Alter dort.
Jedenfalls sind die Vereine sehr hilfsbereit. Da hast du dann Leute mit
ähnlichen Interessen und alles vom Anfänger bis zum Fachmann bzw. zur
Fachfrau.
Mein zweiter Rat geht dahin: Erstmal leihen! Da sparst du
Unterbringungsaufwand und hast kein finanzielles Risiko.
Habe meine ersten Erfahrungen auch mit Leihbooten gemacht. Aber nicht jedes
Boot ist gleich, selbst wenn sie ähnlich aussehen.
Klasse Infoquelle ist auch das (gedruckte) Kanu-Magazin. (s. Outdoorchannel)
Wegen der vielen Infos habe ich alle alten Magazine nachgekauft.
Wenn du Verleiher in Österreich suchst, bitte ich um email:
pramsc...@debitel.net
Oder schau auch in http://www.kanu-verleih.de (für Ausland auch Links
verfolgen, z.B. Schweden unter www.Camping.se!)
Die Niederlande sind in kürze komplett drin! (Vorher per email fragen, wie
auch für anderes Ausland.)
Gruß und viel Spaß bei den ersten Paddelversuchen. Der richtige Spaß kommt
eigentlich erst nach einem Grundkurs, wenn das Boot tut, was DU willst.
Gruß
Bernd
gerald polinsky schrieb in Nachricht <39080AB0...@gmx.at>...
--
mfg
Christian Luksch
CLN - Modellbau
Hradschin 148
A-2042 Guntersdorf
cln-mo...@aon.at
http://members.aon.at/cln-modellbau/default.htm
"Gerald.polinsky" <Gerald....@gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:39081D20...@gmx.at...
> Hallo
>
> Danke Alexander für Deine ausführliche Antwort.
>
> Ich hätte da noch ein paar Fragen:
> Was ist ein Wanderboot (von Princess)?
> was ist ein WW Boot?
> was ist ein Rodeoboot?
> was ist ein Wanderkanu?
>
> noch ne Frage zu faltbooten
> kennt jemand ein Fürst 2er? (könnte soetwas nämlich um 2.500 kaufen)
>
>
> Danke im voraus
>
>
> Geri
>
>Hallo Alexander,
Ups, bin ich zwar nich', kann dir aber trotzdem ein bischen antworten:
snip
>Was ist denn ausser dem Namen der technisch/praktische Unterschied
>zwischen Kajak und Kanadier ? Warum unterschiedliche Paddel und Sitzhaltungen?
Sehr (!) vereinfacht dargestellt:
Kajaks sind die geschlossenen Dinger mit einer (oder auch mal 2)
Sitzluken. Sie sind ziemlich flach/nieder und du sitzt (Beine nach
vorne) in der Luke (reicht bis ca. Nierenhöhe). Kajaks fährt man mit
Spritzdecke, eine Art oben offenes Verhüterli mit einem Gummizug am
unteren Ende (schaut aus wie ein keckes Ballarinaröckchen, wenn du
dein Kajak nicht umgeschnallt hast;-)) Der Gummizug stellt (richtig
befestigt - is' manchmal gar nicht leicht;-) die Verbindung zu deiner
Sitzluke her, so daß kein Wasser ins Boot dringen kann. D.h. bis knapp
über deinen Hüften hast du's - relativ - warm und trocken im Boot...
Kajaks werden mit Doppelpaddel gefahren -> is' von der ergonomischen
Seite die Beste Lösung (wenn man Körperposition und Bootsform
berücksichtigt). Gesteuert wird "durch effizienten, abwechselnden
Einsatz beider Treibgräte"=Paddelblätter. Unter bestimmten Bedingungen
- bzw. zum kaschieren der eigenen Schlampgkeit ;-)) - kann auch eine
Steueranlage verwendet werden. Läßt in jedem Wanderkajak Formel-1
Feeling aufkommen:-)
Kanadier nennt man/frau die offenen Schiffchen, die wir ja alle schon
bei Winnetou bewundert haben. Die offene Form bedingt u.a. höhere
Bordwände - sonst schwappt ja schon bei Windstille beim Seepaddeln
ständig Wasser über;-). Kanadier können ziemlich monströse Formen
annehmen (z.B.: Drachenboote bzw. Abarten davon auf Hawai für bis zu
100 -!- Paddler), Alltagsdurchschnitt dürfte wohl bei 2-4 Personen
liegen. Kanadier werden - meist - mit Stechpaddel gefahren im Kniesitz
oder am Sitzbrett gefahren -> wäre durch die hohen Bordwände auch
ziemlich unbequem am Bootsboden sitzend Doppelpaddel einzusetzen
(scheuert auch die beste Gore-Tex Jacke bald unter den Achseln durch
;-)). Am Sitzbrett wiederum wäre der Abstand zum Wasser seltsam
groß... Der hinten (oder alleine:-() Sitzenden steuert entweder durch
verdrehen des Ruderblattes oder durch den sogen. J-Schwung (bei Bedarf
nähere Erläuterungen...). Kanadier sind meist breiter und durch ihre
Form etwas windempfindlicher als Kajaks. Auch Kanadier können mit
Spritzdecke gefahren werden - Kajaks können/sollen aber nicht
aufgeschnitten werden *SCNR*
Als - vorsichtigen - Anhaltspunkt kann man annehmen, das Kajaks eher
für rauhe, unruhige Fließ- oder Küstengewässer (relativ dicht,
Bootsform "sticht" durch Schwälle/Wellen u.ä.) und Kanadier eher für
Zahmwasserbefahrungen mit viel Gepäck (mehr Stauraum) gedacht sind.
Bevor ich jetzt von den jeweiligen Hardcorern gesteinigt werde: dies
sind nur vorsichtige Anhaltspunkte. Natürlich gibt's gaaanz tolle
Wanderkajaks (z.b.: von Prijon od. Bavaria) und - jaaa, man/frau kann
auch mit einem Kanadier ins Wildwasser (wau maa's kau!!). Auch gibt's
noch Sonderformen (Schlauchkajaks/kanadier z.b.: v. Grabner oder auch
Faltboote) für die die obigen Punkte nur bedingt gelten.
Uff - jetzt hab' ich hoffentlich nicht übertrieben ;-)) Noch ein paar
Links zum Thema:
http://www.kanu.de/index.html
http://www.asn.or.at/okv/home.htm
http://www.faltboot.de/index_java.html
http://www.grabner-sports.at/start1.html
>juergen....ziemlich ahnungslos
oder mail mir einfach wenn'st noch Fragen hast:-)
Ciao
Harry
--
Ist es wirklich noch o.k. Witzchen oder Werbung
in der Sig zu führen?
Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!
Infos u.a. unter http://gegenschwarzblau.cjb.net/
>
snip
Tolle Erklaerung
snip
>
Vielen Dank, jetzt blick ich wenigstens etwas durch.
juergen.....demnaechst mal im Kanadier.....
sehr toole Erklärung
Eine Frage noch: was ist ein J-Schlag?
Danke
--
Jürgen L. Finger
----------------------------------------------------------------------------
--
besucht uns auf:
http://www.finger-net.de
http://www.paddelweb.de
Kanu, Kajak, Berge und mehr .......
die PADDLERDATENBANK - jetzt Eintragen
bena23 <ben...@vu-wien.ac.at> schrieb in im Newsbeitrag:
390E8191...@vu-wien.ac.at...
> J-Schlag ist DIE fortgeschrittene Art des Steuerschlages. Zum Ende des
> Grundschlag vorwärts, wird der Knauf des Stechpaddels so gedreht, dass der
> Daumen der Griffhand nunmehr nach vorn zeigt und das Paddelblatt in
> Fahrtrichtung durch das Wasser schneidet. Durch leichtes drücken wird jetzt
> die Fahrtrichtung korrigiert.
> Bei dieser Paddeltechnik verlierst Du, wenn flüssig ausgeführt am wenigsten
> Fahrt durch die "Korrektur"
Stimmt
> (Schilderung für hinten rechts Paddler)
> Ist allerding ein recht trainingsintensiver Schlag.
Jeder halbwegs begabte Mensch, der nicht zur drei linke Hände hat, hat den Trick
in einem Tag intus. (Wir habens`s bei den Paddelfreunden schon genügend Leuten
erfolgreich beigebracht) Nur: Theoretisch ist das Teil schwer zu erklären. Ein
erfahrener Kanute bringt es einem in 5 Minuten.
> Anfänger benutzen meist den "Deppenschlag", bei dem das Blatt nach dem
> Grundschlag auch gedreht wird, aber rechtsherum (leichter, beansprucht die
> Gelenke nicht so) und wie ein Ruderblatt im Wasser verweilt und so das Boot
> steuert.
Grüßle aus Tübingen
Jörg
Uwe Behling
pramschuefer schrieb:
zum plastikboot brauchst du halt zwei autos (eines zum boot hinfahren
und
eines zum boot abholen), was den preis etwas in die höhe triebt.
cheers - Gregor
Oder du brauchst eine nicht paddelnde partner (auch "Shuttle-Bunny"
genannt ;-)) die das auto von einstiegpunkt nach aussteigpunkt fahrt.
(leider kostet eine partner oft noch mehr als ein zweites auto :-) )
--
Wilko van den Bergh - Quibus(at)europe(dot)com
Eindhoven - The Netherlands - Europe
--- "Look Mum: No sense!" ---
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
Uwe
Wilko schrieb:
flame war - juhuuuuuu !!!!
Es gibt sogar Hochbegabte, die ihr Faltboot mit Bahn (oder Flugzeug)
transportieren. Informationen zum Faltboottransport mit der Bahn gibt
es auf der website http://www.faltboot.de/
Ich habe selbst schon ein Faltboot mit der Bahn von Saarbrücken nach
Freilassing (Salzach/Inn) und Lienz (Drau) transportiert.
Ich hätte den Unterschied wohl klarer ausdrücken sollen: Zum Plastikboot
brauchst Du ZWEI Autos, zum Faltboot brauchst Du NULL Autos.
have a nice day - Gregor
Der Vorteil von Faltbooten ist klar, die Kosten auch. Denke aber auch an folgendes:
Wir haben beispielsweise in ganz Baden-Württemberg nur Teile des Neckars, den
Bodensee und den Rhein als 100%-Faltboot-geeignete Gewässer. Viele andere Gewässer
lassen sich selbst mit einem C4 550 Länge aus GFK fahren: Auch mit einem großen
Glasfaser-Boot kannst Du über Steine oder ein Wehr rutschen, das gibt halt ein paar
Kratzer. Beim Faltboot wird das schnell eine Angelegenheit fürs Flickzeug-Päckchen!
Außerdem gibt es noch zwei interessante Rückholmöglichkeiten: Parallel zu großen
Flüssen gibt es oft gute Bahnverbindungen. Das machen wir selbst bei
Vereinsfahrten, wo wir mit einem halben oder einem Dutzend Autos unterwegs sind,
denn es ist oft sogar schneller, als die ganze Kugelfuhre mit dem Auto.
Eine alternative ist es, ein Fahrad am Aussatzpunkt zu deponieren und mit dem
Drahtesel zum Startpunkt zu kommen.
Schließlich nehmen einen auf Großgewässern manchmal auch Frachtschiffe sammt Boot
mit,
Grüßle aus Tübingen
Jörg
Prolium schrieb:
> Was sind die Vor- und Nachteile von Falt- und Plastikbooten? Habe mich auch mal
> preislich informiert, wobei mich die von Faltbooten schon abgeschreckt haben.
>
ersten fand ich Shuttle-Bunny echt gut ;-) und zweitens versuchs ich
jetzt mal mit einer ernsthaften Antwort:
Der Vorteil eines Faltboots ist sicherlich, daß man es zusammengeklappt
auch in der Bahn mitnehmen kann. Auf diese Weise betrieben nämlich meine
automobillosen Vorfahren ihre Paddeltouren.
Wenn du aber sowieso einen PKW benutzt um Einstiegs- und Ausstiegspunkt
zu erreichen, so ist ein Plastikboot sicher besser, da es
unempfindlicher und vor allem wesentlich billiger ist.
Anders sieht die Sache wieder aus, wenn Du eine längere Tour mit Zelt
und Gepäck planst, dann hat das Faltboot wieder leichte Vorteile, da man
in ein Faltboot einfach mehr rein bringt.
Was nun für Dich besser ist kommt also vor allem darauf an, für was Du
das Boot hauptsächlich verwenden willst.
Prolium wrote:
>
> Danke für diese recht dummen Reaktionen auf meine Frage. Sicherlich muß man
> mit einem Faltboot auch zurück zum Auto kommen...
> Ich dachte, ich finde hier begabterer Leute...
>
> Uwe
>
> Wilko schrieb:
>
> > In article <3915CB94...@null.net>,
> > Gregor Erbach <g...@null.net> wrote:
> > > Prolium wrote:
> > > > Was sind die Vor- und Nachteile von Falt- und Plastikbooten? Habe
> > mich auch mal
> > > > preislich informiert, wobei mich die von Faltbooten schon
> > abgeschreckt haben.
> > >...
Warum? in ein gleich grosses Wanderboot aus Kunststoff bekommst du genau
so viel rein. Eher mehr, denn beim Faltboot sind die Spanten im Weg, die
das be- und entladen erschweren.
Bei Reisen, bei denen man mit oeffentlichen Verkehrsmitteln
(Bus, Bahn, Flugzeug, Taxi) unterwegs ist, hat ein Faltboot klare
Vorteile. Aber auch mit dem eigenen Fahrzeug hat ein Faltboot den
Vorteil, dass du es nicht auf dem Dach transportieren musst. Das spart
einiges an Treibstoff.
Gruesse
Juergen
Uwe, ich weiss dass mein Deutsch etwas zu wuenschen uebrich lasst, aber
ich denke dass deine reaktion etwas uebergezogen ist.
Ich wollte da andeuten dass mann auch mit nur einem auto prima paddlen
kann, mann braucht dabei nur jemandem um dich am ende wieder ab zu
holen. Ich denke dass meine humor an diesem idee nichts ab tut, es tut
mir leid dass du dass nicht witzig findest.
> Ich dachte, ich finde hier begabterer Leute...
Hatt der bedeutung "begabt sein" in Deutsch dann etwas mit gefuehl vor
humor zo tun? :-S
--
Wilko van den Bergh - Quibus(at)europe(dot)com
Eindhoven - The Netherlands - Europe
--- "Look Mum: No sense!" ---
> Anders sieht die Sache wieder aus, wenn Du eine längere Tour mit
Zelt
> und Gepäck planst, dann hat das Faltboot wieder leichte Vorteile, da
man
> in ein Faltboot einfach mehr rein bringt.
ich fahre einen Old Town Heron und bekomme reichlich in das Boot
hinein. Ich kann das Boot auch voll beladen mal über Steine ziehen
oder auch über einen im Wasser liegenden Ast fahren, ohne eine Haut
auf zu reissen und mir Gedanken zu machen. Durch die Luken und
Abschottungen benötige ich keine Schläuche an den Seiten oder Taucher,
die mir das Boot von Grund hoch holen müssen.
Ich kann die Faltboot als Spartenboote für Liebhaber akzeptieren,
finde das Skelett sehr dekorativ (hängt eins bei mir an der Decke)
aber der Preis ist für ein normales Gebrauchs/wanderboot einfach zu
hoch.
Hätten die Eskimos andere Materialen gehabt, würden deren Boote heute
anders aussehen. Genauso ist es bei den Faltbooten. Sie sind wie ein
Borgward oder ein NSU Schmuckstück, aber allein schon wegen dem
Gewicht nicht zeitgemäß.
Es macht schon einen Unterschied ob ich ein 1,5 KG schweres Paddel
oder ein 800 Gramm schweres bewegen muß.
Ich kann nur Plastikboote empfehlen. Die Expetitionäre sehe ich ehe
als Randgebietler in diesem Bereich an.
mfg
Jochen
Uwe
Jörg und Beate Beyer schrieb:
> Hallo,
>
> Der Vorteil von Faltbooten ist klar, die Kosten auch. Denke aber auch an folgendes:
>
> Wir haben beispielsweise in ganz Baden-Württemberg nur Teile des Neckars, den
> Bodensee und den Rhein als 100%-Faltboot-geeignete Gewässer. Viele andere Gewässer
> lassen sich selbst mit einem C4 550 Länge aus GFK fahren: Auch mit einem großen
> Glasfaser-Boot kannst Du über Steine oder ein Wehr rutschen, das gibt halt ein paar
> Kratzer. Beim Faltboot wird das schnell eine Angelegenheit fürs Flickzeug-Päckchen!
>
> Außerdem gibt es noch zwei interessante Rückholmöglichkeiten: Parallel zu großen
> Flüssen gibt es oft gute Bahnverbindungen. Das machen wir selbst bei
> Vereinsfahrten, wo wir mit einem halben oder einem Dutzend Autos unterwegs sind,
> denn es ist oft sogar schneller, als die ganze Kugelfuhre mit dem Auto.
>
> Eine alternative ist es, ein Fahrad am Aussatzpunkt zu deponieren und mit dem
> Drahtesel zum Startpunkt zu kommen.
>
> Schließlich nehmen einen auf Großgewässern manchmal auch Frachtschiffe sammt Boot
> mit,
>
> Grüßle aus Tübingen
>
> Jörg
>
> Prolium schrieb:
>
> > Was sind die Vor- und Nachteile von Falt- und Plastikbooten? Habe mich auch mal
> > preislich informiert, wobei mich die von Faltbooten schon abgeschreckt haben.
> >
Hallo Wilko,
1) ich finde nicht, dass Dein Deutsch zu wuenschen uebrig laesst. Bisher
habe ich noch jeden Artikel von Dir problemlos verstanden. Wenn ich es
dagegen auf niederlaendisch versuchen wuerde... :-)
2) Im Gegensatz dazu habe ich die Reaktion _nicht_ verstanden.
Mach Dir nix draus und fertig ist,
Alexander
Juergen Kraemer schrieb:
>
> In article <3917DF3F...@t-online.de>,
> ufi...@t-online.de wrote:
> [...]
> > Anders sieht die Sache wieder aus, wenn Du eine längere Tour mit
> > Zelt und Gepäck planst, dann hat das Faltboot wieder leichte
> > Vorteile, da man in ein Faltboot einfach mehr rein bringt.
>
> Warum? in ein gleich grosses Wanderboot aus Kunststoff bekommst du genau
> so viel rein. Eher mehr, denn beim Faltboot sind die Spanten im Weg, die
> das be- und entladen erschweren.
> Bei Reisen, bei denen man mit oeffentlichen Verkehrsmitteln
> (Bus, Bahn, Flugzeug, Taxi) unterwegs ist, hat ein Faltboot klare
> Vorteile. Aber auch mit dem eigenen Fahrzeug hat ein Faltboot den
> Vorteil, dass du es nicht auf dem Dach transportieren musst. Das spart
> einiges an Treibstoff.
>
> Gruesse
> Juergen
>
Jörg und Beate Beyer schrieb:
>
> Hallo,
.. snip ..
> Auch mit einem großen Glasfaser-Boot kannst Du über Steine oder ein Wehr rutschen, das gibt halt ein paar
> Kratzer. Beim Faltboot wird das schnell eine Angelegenheit fürs Flickzeug-Päckchen!
Naja - in aller Freundschaft. Da stehen Kielstreifen, Hypalon und meine
Erfahrung dagegen: Bei meinem Lebendgewicht von 100 kg plus Zuladung
haat mich ein freundlicher Paddler auf der Havel aus dem Seichten ins
fahrbare Wasser gesetzt (kam mir vor wie´n Rentner ;-) Dummerweise war
da ein 5 cm Eisenrohr unter meinem Sitz, spitz, scharfkantig. Ich hab da
ganz schön Luft geholt, dachte "U-Boot versenkt!". Dann das Boot gedreht
- und eine kleine Schramme auf dem Kielstreifen gesehen. Soviel zum
Thema Flickzeug - ich nehms schon gar nicht mehr mit (vielleicht gehts
jetzt schief - Murphy lässt schön grüssen ...)
Frank
Jochen Kett-Tautorat schrieb:
>
> Hi,
> ich fahre einen Old Town Heron
Kenn ich - noch - nicht. Falls meine Annahme stimmt: Kanadier sind eine
echte Alternative - solange man sie nicht alleine tragen muss 8-S
> Ich kann die Faltboot als Spartenboote für Liebhaber akzeptieren,
> finde das Skelett sehr dekorativ
Nett - stimmt auch ...
> aber der Preis ist für ein normales Gebrauchs/wanderboot einfach zu
> hoch.
Auch hier noch mal: Die Lebenserwartung von Faltbooten ist erheblich
grösser als die von Plasteschüsseln. Da rechnet sich der Preis dann doch
wieder.
> Hätten die Eskimos andere Materialen gehabt, würden deren Boote heute
> anders aussehen.
Gute Behauptung - leider nicht beweisbar.
> Es macht schon einen Unterschied ob ich ein 1,5 KG schweres Paddel
> oder ein 800 Gramm schweres bewegen muß.
Mein Double Dutch Ergo wiegt 920 gr. - incl. der letzten Wassertropfen.
> Ich kann nur Plastikboote empfehlen.
Ist Dir unbenommen, Jochen - aber obs stimmt?
Gruss, Frank
Ich dacht immer, Auftriebskoerper sind im Boot um im Fall einer
Kenterung zu verhindern, dass das Boot voll Wasser laeuft und untergeht.
Hab ich stattdessen das Boot voll Gepaeck erfuellt dies die Aufgabe.
Ausserdem haben die meisten Gepaeckstuecke (Schlafsack, Klamotten...)
ein geringeres spez. Gewicht wie Wasser, schwimmen also. So schnell geht
das Boot nicht unter.
Aber wie kommst du auf 270 kg Zuladung? Wenn ich den Paddler abziehe
blieben dann noch 170 kg, stelle ich mir das als Gebaeck vor, dann ist
das ein riesen Berg. Und die Menge passt passt vermutlich in kein Einer,
egal ob nun Falt oder Plastik.
Du meinst sicher 270 Liter Ladevolumen, in der Groesse gibts z.B. den
Lettm. Maxi. Ich hatte bisher nie Probleme mein Gepaeck z.B. in einem
Taifun unterzukriegen.
<snip>
> Wenn ich den Paddler abziehe
> blieben dann noch 170 kg, stelle ich mir das als Gebaeck vor, dann ist
> das ein riesen Berg.
So viel Gebaeck könnte mein Gewicht erklären - aber ehrlich: Ich habs
nicht dabei ;-)
> Du meinst sicher 270 Liter Ladevolumen, in der Groesse gibts z.B. den
> Lettm. Maxi. Ich hatte bisher nie Probleme mein Gepaeck z.B. in einem
> Taifun unterzukriegen.
Das schau ich morgen noch einmal genau nach - im Augenblick bin ich zu
müde. Oder geh selbst nach www. klepper.com (? - oder wars .de)
Grüsse, Frank
> Das schau ich morgen noch einmal genau nach - im Augenblick bin ich zu
> müde. Oder geh selbst nach www. klepper.com (? - oder wars .de)
Beides geht. Klepper gibt als Zuladung 260 kg, andere Hersteller geben
150 kg an. Bei gleichem Bootsvolumen gehe ich davon aus dass Klepper bei
der Zuladung den Paddler mitzaehlt, waehrend die Anderen das Gewicht des
Paddlers abziehen.
Wie dem auch sei, Tragfaehigkeit und Stauraum ist bei solchen Booten
ausreichend vorhanden, um Ausruestung (Zelt, Schlafsack, Klamotten, ...)
und Verraete (auch Gebaeck) unterzukriegen. Ich komme da mal grosszuegig
gerechnet auf 50 kg.
Uwe
Frank Fichtmüller schrieb:
> Wie dem auch sei, Tragfaehigkeit und Stauraum ist bei solchen Booten
> ausreichend vorhanden, um Ausruestung (Zelt, Schlafsack, Klamotten, ...)
> und Verraete (auch Gebaeck) unterzukriegen. Ich komme da mal grosszuegig
> gerechnet auf 50 kg.
Wir waren im Februar für drei Wochen in Thailand seekajaken (sowas
geht eh nur mit Faltbooten, Leihboote sind ein Graus, wenn man
überhaupt welche bekommt). Wir fuhren einen Pouch E 65 Einer, Baujahr
Mitte der 50er Jahre, erste Haut noch keine Reparaturen und einen fast
neuen Feathercraft K1 (auch ein Einer). Wir hatten locker 65 Kg Gepäck
(Gebäck nicht gerechnet) in jedem Boot, da wir unser Trinkwasser
mitschleppen mußten (maximal 30 Liter pro Boot). Kein Problem mit
Überladung, auch nicht bei höherem Wellengang etc. OK, dafür liegen
wir im Gewicht etwas unter Frank :-)
Auch klar: Im Wildwasser sitz ich in meinem Topo.
Ansonsten alles zu Faltbooten (war schon erwähnt):
http://www.faltboot.de
Grüße
Rainer
--
R. Schroeter, Marburg, Germany