Wer kennt einen schoenen Knoten, mit dem man gekreuzte mitteldicke
Balken (nur gesaegt, nicht gehobelt) stabil miteinander verbinden kann?
Gebraucht wird der Knoten fuer ein mittelgrosses Floss, das bei einem
Flossbauworkshop gebastelt werden soll. (Bisher habe ich zur Verbindung
Gewindestangen verwendet - die hielten prima. Diesmal soll es
allerdings ein bisschen uriger sein.)
Hinweise auf URLs oder Buecher sind herzlich willkommen
Gruss,
Johannes Pellenz
--
Every program has at least one bug and can be shortened by at least one
instruction -- from which, by induction, one can deduce that every
program can be reduced to one instruction which doesn't work.
Johannes Pellenz - email: jpel...@uni-koblenz.de (or: jpel...@gmx.de)
University of Koblenz, Tel +49-(0)261-2 87 27 83, Fax 2 87 27 31
Office: MB 307, Rheinau 1, 56075 Koblenz
Ich finde deine Aktivitäten interessant. Schreibe doch mal mehr darüber.
In Holzminden oder Höxter war gerade ein Flößerfest als Stadtfest. Zugegeben
ein wenig früh im Jahr, aber immerhin ein Flößerfest.
Vielleicht kriegst du über die Stadtverwaltung interessante Kontakte.
Und überhaup beschäftige ich mich mit Kanus. Aber auf der Weser sind ja auch
Flößer unterwegs. Ich meine von Busch Freizeitservice mit Campingplatz bei
Oberweser (=Ort) und Station in Hann.Münden. Und manchmal auch private.
Gruß
Bernd
Johannes Pellenz schrieb in Nachricht <38E8D67E...@uni-koblenz.de>...
> Wer kennt einen schoenen Knoten, mit dem man gekreuzte mitteldicke
> Balken (nur gesaegt, nicht gehobelt) stabil miteinander verbinden kann?
Hallo Jo,
auf meiner Linxeite "Wissen aus dem Netz" anklickern und dann nach "knoten"
suchen. Dann kommen zwei Linx, einmal zu ein paar animierten und einmal zu
sehr vielen "normalen" Beschreibungen.
Gruß
--
http://www.lampatzer.de
Rainers Kletter- und Wander- Übernetz-Verknüpfungen
Hast du Minimax im Haus, breitet sich kein Feuer aus.
Minimax ist großer Mist , wenn du nicht zu Hause bist.
schau Dir mal von Cliff Jacobson das Buch "Knoten - Basiswissen für
Draussen" an. Es ist im Conrad Stein Verlag erschienen und hat die ISBN
3-89392-103-6.
Es kostet ca. 13.00 DM und hat nun wirklich für jeden Zweck Knoten parat.
Viel Spaß beim Floßbau. Tolle Idee.
Liebe Grüße
Volker
und dann gibt es noch das große Buch der Knoten von Ashley (hoffentlich
richtig geschrieben...), da ist so gut wie jeder Knoten drin - ein 6-Wöchiger
Urlaub reicht zum Durchtesten nicht...
Stefan
Hi!
Statt viel Text lieber bunte Bilder: Ich hatte mal eine Seite mit der
ersten Flossbauaktion ins Netz gestellt; hier die URL:
http://www.uni-koblenz.de/~jpellenz/flossbau/flossbau.html
Besonders amuesant ist der rechtliche Teil: Die "Richtlinien fuer
Flossfahrten auf der Lahn" vom Wasser- und Schiffahrtsamt Koblenz.
Sie sind unter
http://www.uni-koblenz.de/~jpellenz/flossbau/Vorschriften1.html
abrufbar.
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
Hat jemand einen Tipp fuer das klassische Problem, einen moeglichst
spannbaren Knoten zu machen?
Klassische Knoten mit 'Finger drauf' (vom Altweiberknoten ueber Kreuzknoten
hin zu gesteckten) haben immer das Problem des Lockerns - ich suche was, das
man noch nachspannen kann.
Aus dem BW-Kabelbau gibt's z.B. ein Auge (Palstek), vom anderen Ende her
durchgesteckt und mit einigem Abstand halbe Schlaege. Ich suche 'ne
einfachere Alternative, die auch auf dem Geschenkpaket anwendbar ist.
Schoenen Gruss
Martin
Johannes Pellenz schrieb:
> Wer kennt einen schoenen Knoten, mit dem man gekreuzte mitteldicke
> Balken (nur gesaegt, nicht gehobelt) stabil miteinander verbinden kann?
> Gebraucht wird der Knoten fuer ein mittelgrosses Floss, das bei einem
> Flossbauworkshop gebastelt werden soll. (Bisher habe ich zur Verbindung
> Gewindestangen verwendet - die hielten prima. Diesmal soll es
> allerdings ein bisschen uriger sein.)
Meiner Meinung nach ist ein Kreuz- oder ein Kreisbund die stabilste und
IMHO die ästhetisch ansprechendste Verbindung. Die Verbindung ist sehr
belastbar und hält auch starken Scherungskräften stand.
Ich glaube der Knoten ist auch unter dem Namen Viereckzurring oder
Kreuzzurring bekannt.
Tschau zäme!
Beni
auf die Gefahr hin, mit laienhaften Tipps den Knotenfachleuten der Group
vorzugreifen:
Das Prinzip eines Spannknotens ist, das freie Ende des Seils durch eine
_sich zuziehende_ Schlinge zu fuehren, dann das Seil in die Gegenrichtung zu
spannen und schliesslich (z.B. mit einem "halben Schlag" o.ae.) zu sichern.
A. Beispiel Waescheleine (sehr schnell zu knuepfen!):
1. Leine an einem Ende fixieren und locker durch zweiten Fixpunkt faedeln.
2. Im Strang zw. 1. u. 2. Fixpunkt nahe dem 2. Fixpunkt einen
Schleifknoten herstellen: ein "Auge" bilden, Leine durchstecken, anziehen
und dadurch eine durch Zug loesbare Schlinge herstellen.
3. Das freie Ende der Leine, das du in der Hand haeltst, durch die
Schlinge des Schleifknotens fuehren.
4. Zum 2. Fixpunkt hin zuziehen.
Die Schlinge quetscht die Zugleine ein, die Umlenkung an dieser Stelle
erhoeht (wie beim einfachen Flaschenzug) Reibung und Zugkraft enorm. Mit
einfachem Knoten (bleibt verschiebbar) sichern. Beachte aber Gefahr des
Bruchs an der hoch belasteten Schlinge!
B. Beispiel Quergangsseil (Quelle: Schubert, Pit: Alpine Felstechnik.
Rother, 5.Aufl. 1989, S. 93)
Ist aehnlich (A), nur wird hier das Seil statt durch eine Schlinge nur durch
das dem 2. Fixpunkt nahe Auge eines einfachen Knotens gefaedelt. Ist
womoeglich seilschonender.
Der an sich geniale PALSTEK ist wenig hilfreich, da er sich eben nicht
zuzieht und somit ein Spannen des Seils nicht erleichtert. Aus mir
unbekanntem Grund ist der PALSTEK uebrigens in Bergsteigerkreisen kein Thema
(geringe relative Knotenfestigkeit, geringe Knotensicherheit?)
Hoffe, auch dem verzweifelnden Paketpacker geholfen zu haben...
Gruesse - T.H.
> Hat jemand einen Tipp fuer das klassische Problem, einen moeglichst
> spannbaren Knoten zu machen?
[snip]
> Aus dem BW-Kabelbau gibt's z.B. ein Auge (Palstek), vom anderen Ende her
> durchgesteckt und mit einigem Abstand halbe Schlaege. Ich suche 'ne
> einfachere Alternative, die auch auf dem Geschenkpaket anwendbar ist.
[snip]
Johannes Pellenz schrieb:
> Hi!
>
> Wer kennt einen schoenen Knoten, mit dem man gekreuzte mitteldicke
> Balken (nur gesaegt, nicht gehobelt) stabil miteinander verbinden kann?
> Gebraucht wird der Knoten fuer ein mittelgrosses Floss, das bei einem
> Flossbauworkshop gebastelt werden soll. (Bisher habe ich zur Verbindung
> Gewindestangen verwendet - die hielten prima. Diesmal soll es
> allerdings ein bisschen uriger sein.)
Hallo Johannes,
Wis willst Du denn Deine Konstruktiom machen? Wenn es querriegel über
Stämmen sein sollten, kommst Du wohl mit Kreuzbünden gut parat. Melde Dich
einfach mal
Hajo
>
>
> Hinweise auf URLs oder Buecher sind herzlich willkommen
>
> Gruss,
> Johannes Pellenz
>
> --
> Every program has at least one bug and can be shortened by at least one
> instruction -- from which, by induction, one can deduce that every
> program can be reduced to one instruction which doesn't work.
>
> Johannes Pellenz - email: jpel...@uni-koblenz.de (or: jpel...@gmx.de)
> University of Koblenz, Tel +49-(0)261-2 87 27 83, Fax 2 87 27 31
> Office: MB 307, Rheinau 1, 56075 Koblenz
--
***************************************
* Hajo Holzem *
* Joignystr. 12 *
* 56727 Mayen *
* Tel.: 02651/1567 *
* E-mail: d...@mayen-online.de *
***************************************
>Der an sich geniale PALSTEK ist wenig hilfreich, da er sich eben nicht
>zuzieht und somit ein Spannen des Seils nicht erleichtert. Aus mir
>unbekanntem Grund ist der PALSTEK uebrigens in Bergsteigerkreisen kein Thema
>(geringe relative Knotenfestigkeit, geringe Knotensicherheit?)
Weder noch. Der Knoten (der im Alpinismus übrigens Bulinknoten heißt)
hat zwei Probleme:
1. Er lockert sich von selbst, wenn er nicht ständig unter Last steht.
2. Er kann sich unter Last öffnen, wenn die Last nur auf den
gebildeten Ring wirkt, etwa so, als würde man mit beiden Händen in den
Ring greifen und auseinanderziehen.
Da sich der Knoten nach hoher Belastung leicht öffnen läßt, wird er
aber heute besonders im Sportkletterbereich wieder viel eingesetzt,
allerdings in einer modifizierten Version, die beide Nachteile
vermeidet.
Günter
--
Guenter Gersdorf G.Ger...@ggbs.de http://www.ggbs.de/
siehe oben, der Knoten heißt Fuhrmannstek (oder so ähnlich).
Man kann ihn auch noch etwas erweitern, daß er sich quasi selbst
sichert.
Waidmanns Heil, Rudi
> Da sich der Palstek nach hoher Belastung leicht öffnen läßt, wird er
> aber heute besonders im Sportkletterbereich wieder viel eingesetzt,
> allerdings in einer modifizierten Version, die beide Nachteile
> vermeidet.
Wie sieht den die Abänderung aus?
Interessiert mich sehr,
da ich den Palstek gerne verwende.
Thx, Rudi
> Wis willst Du denn Deine Konstruktiom machen? Wenn es querriegel über
> Stämmen sein sollten, kommst Du wohl mit Kreuzbünden gut parat.
Hi!
Hast Du eine Skizze oder Referenz (URL, Buch) zur Hand, die Du mir
schicken kannst? Bisher bin ich noch nicht so recht weitergekommen
(außer Buchbestellungen, die ich aufgegeben habe).
Gruss aus Koblenz,
Johannes
--
Every program has at least one bug and can be shortened by at least one
instruction -- from which, by induction, one can deduce that every
program can be reduced to one instruction which doesn't work.
Johannes Pellenz - email: jpel...@uni-koblenz.de (or: jpel...@gmx.de)
Office: University of Koblenz, MB 307, Rheinau 1, 56075 Koblenz, Germany
Tel: +49-(0)261-2 87 27 83 Fax: +49-(0)261-28 71 00 27 83
> Meiner Meinung nach ist ein Kreuz- oder ein Kreisbund die stabilste und
> IMHO die ästhetisch ansprechendste Verbindung. Die Verbindung ist sehr
> belastbar und hält auch starken Scherungskräften stand.
> Ich glaube der Knoten ist auch unter dem Namen Viereckzurring oder
> Kreuzzurring bekannt.
Hi!
Leider sagen mir die Knoten nichts; daher auch die Frage an Dich:
Hast Du eine Skizze oder Referenz (URL, Buch), die Du mir schicken
kannst?
Gruss,
Wir haben mal eine Floßfahrt auf dem Klarälven gemacht, wir waren zu 17 und
haben auf einer Vortour eine Ladung echt norwegisches Holz klargemacht (c.a.
12 Tonnen)
Wir haben 3 Flöße gebaut, die als Mindestmaß an verlägerten Kothen
orientiert waren (Schwarzzelte), IMHO waren das etwa 4x7 Meter. Auf anfrage
kann ich mal versuchen einen alten Plan rauszufinden, ich hab die Dinger
seinerzeit Konstruiert.
Basis als Schwimmkörper waren 11-12 5 Meter und 60-80cm dicke Stämme, die
wir unter ein "N" aus 20cm Durchmesser-Stämmen gebaut haben.. Die Stämme für
das N haben wir mit Gewindestangen verlängert (M20, vorsicht beim
wiederlösen, nicht unter spannung, ich hab mich beinah selbst erschossen)
und die Schwimm-Stämme mit alten Seilen (äußere Stämme) oder mehrfach
gelegten Heuballen-Sisalschnüren angebunden. Die sollten allerdings
vermieden werden, wenns geht...
zur Stabilität haben wir dann sägerauhe Bretter aufgenagelt, die dann auch
eine perfekte Oberfläche fürs Zelt geschaffen haben. Die Zelte kennt dann
jeder Pfadfinder (oder: www.dpsg.org -> Rüsthaus).
Die Fahrt war dann auch sehr interessant, die abfahrt bei Nacht war nicht so
klug, wir hatten auf dieser Etappe dann doch Stromschnellen.... Die Flöße
haben das aber alles "abgeritten", wobei wir uns alle seeehr gut festhalten
mussten (Man glaubt gar nicht, wie gut 4 tons Holz herumwirbeln können).
Komfortabel wurde das alles durch die Zelte auf den Flößen, wir mussten nur
das Floß anbinden und konnten schlafen gehen und während der Fahrt kochen
etc....
Ach ja, zum Knoten reichen recht einfache Knoten, und vor allem der
Kreuzknoten voll aus. (den Kreuzknoten kann man schließlich auch
nachspannen!)
War klasse....
Wer eher konventionelle Flöße bauen will, sollte sich die Flöße ansehen, mit
denen man offiziell den Klarälven befährt, von "Wildmark i Värmland" IMHO,
2x2 Meter aus 2-3 Schichten Baumstämme mit umschlungenen Seilen.
Gut Pfad
Björn
>In article <8cenh7$io0$1...@rzcomm2.rz.tu-bs.de>,
> Günter Gersdorf <G.Ger...@tu-bs.de> wrote:
>
>> Da sich der Palstek nach hoher Belastung leicht öffnen läßt, wird er
>> aber heute besonders im Sportkletterbereich wieder viel eingesetzt,
>> allerdings in einer modifizierten Version, die beide Nachteile
>> vermeidet.
>
>Wie sieht den die Abänderung aus?
>
>Interessiert mich sehr,
>da ich den Palstek gerne verwende.
Der modifizierte Palstek (Bulinknoten) wird nur zum Anseilen
verwendet. Die gebildete Öse ist also sehr klein und umschließt die
Einbindeschlaufe des Hüftgurts. Wenn er fertig geknüpft ist, kommen
das freie Ende und ein Starng der Öse parallel aus dem Knoten heraus
(vergleiche dazu die Bilder auf
http://www.iland.net/~jbritton/KnotPhoto%20SingleLoop%20Knots.html
oder http://huizen.dds.nl/~erpprs/kne/sloops.htm
Das freie Ende wird dann derart weitergeführt und durch den Knoten
zurückgeschlauft, das es _jederzeit_ parallel zu dem anderen Strang
liegt. Besser kann ich es nicht erklären, benutzen _auf eigene
Gefahr_!!
> orientiert waren (Schwarzzelte), IMHO waren das etwa 4x7 Meter. Auf anfrage
> kann ich mal versuchen einen alten Plan rauszufinden, ich hab die Dinger
> seinerzeit Konstruiert.
Hi!
Würde mich sehr interessieren; obwohl ich bisher nur Floesse mit
Schwimmkoerpern
(Faessern) gebaut habe. Das spart halt schon einige Tonnen Holz ;)
> Die Fahrt war dann auch sehr interessant, die abfahrt bei Nacht war nicht so
> klug, wir hatten auf dieser Etappe dann doch Stromschnellen.... Die Flöße
> haben das aber alles "abgeritten", wobei wir uns alle seeehr gut festhalten
> mussten (Man glaubt gar nicht, wie gut 4 tons Holz herumwirbeln können).
Wie habt denn die Dinger gesteuert und manövriert ? Vier Tonnen sind ja kein
Pappenstiel, selbst im Wasser nicht.
Tschau zäme
Beni.
Na, anfangs gar nicht (die erste Etappe war zu schnell+dunkel, Steuern wäre
zu gefährlich gewesen) und dann ab da mit 3 Paddeln pro Floß (kleine
Fehleinschätzung), denn die vorgesehenen Stakstangen habens doch nicht
gebracht (Ein Mädel hat sogar einen richtigen Stabhochsprung vom Floß
gemacht, als sie die Stange _davor_ in den Grund steckte - sah verdammt
klasse aus, mann, habe ich gelacht).
Im nachhinein betrachtet würde ich 4 Paddel pro Floß und evtl. eine oder
zewi "Floß-Ruder" benutzen (also die Ruder, die man aus den Filmen kennt,
vorne und hinten eins)
Ich will mal versuchen, die Fotos, die ich noch habe einzuscannen und die
gibt es dann irgendwann auf www.bjoernschreiber.de (im Moment ist die Seite
leider noch leer)
björn
> Im nachhinein betrachtet würde ich 4 Paddel pro Floß und evtl. eine oder
> zewi "Floß-Ruder" benutzen (also die Ruder, die man aus den Filmen kennt,
> vorne und hinten eins)
Wir hatten solch ein Bug- und Heckruder bei unseren letzten Floss
aufgebaut;
damit laesst sich wirklich sehr gut lenken: Die Kraft wird durch die
Halter
der Ruder direkt auf Floss uebertragen; und wenn vorne und hinten
gleichzeitig
einer lenkt, kann man sogar auf der Stelle wenden :-)