Vielen Dank im Voraus für Eure Tips
Tobias
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>> Tobias Roloff <<
>> mailto:arch...@cs.tu-berlin.de <<
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Auf der Mecklenburgischen Seenplatte gibt es viele sch"one Ecken, von denen
unterschiedliche Touren unternehmen kann.
Gehe ich recht in der Ahnahme, dass ihr ein festes Standquartier sucht und
von dort aus Tagestouren machen wollt?
Dann solltet ihr Euch irgendetwas zwischen Wesenberg, F"urstenberg und
Rheinsberg suchen.
Dort gibts es ein relativ dichtes Netz von kleineren Seen.
Sehr sch"on sind auch Mehrt"agige Touren mit Gep"ack, von einem Camping-
platz zum n"achsten, von denen gibt's genug, sodass ihr die Tagesstrecken
beliebig einteilen k"onnt.
Bootsverleiher gibt's in allen gr"osseren Orten an den Seen, dort k"onnt
ihr komplette Ausr"ustung (Boote, Paddel, wasserdichte Tonnen, Schwimm-
westen, ...) ausleihen, falls nicht vorhanden.
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Gruss Christoph "You might be a boater, if your idea of a complete
first aid kit is a roll of duct tape."
Christoph.F...@student.uni-ulm.de http://www.uni-ulm.de/~s_cfreud
>ich möchte im Mai in Brandenburg oder Mecklenburg mit einer Jugendgruppe
>ein paar Tage Paddeln/Zelten gehen. Kann mir jemand einen Tip geben, wo
>es eine schoene ecke gibt, von der aus man nach möglichkeit 3 oder 4
>unterschiedliche Fahrten machen kann?
Auf die Schnelle hier mal eine alte Tour von mir:
>ich kann Dir eine Route empfehlen, die ich im Sommer '90 gemacht habe.
>Fängt mit gemütlicher Seenfahrt an und führt in meine Lieblingsgegend (Eisvögel, Mufflons, Seeadler, Schwarzstörche etc.)
>
>Start in Plau am See, zum Zeltplatz etwa 4 km vom Bahnhof. Richtung Waren/Müritz. Am SO-Ende der Müritz durch den Bolter Kanal und schöne stille Seen nach Mirow.Vorher ein kleiner Abstecher zu den Boeker Fischteichen, dort gibt es Führungen zu einem Beobachtungsstand, von dem aus Du den Fischadlern beim Fischen zusehen kannst.
>
>Anderntags in Fleet am Sägewerk über die Straße tragen und durch Drosedowbach und Rätzsee nach Canow. Recht sauberes Wasser und selbstredend unbebaute Ufer.
>
>Nun wieder schnelle Tourenfahrt havelabwärts, durch Fürstenberg, am Stolpsee links zur Schleuse Himmelpfort. Gute Zeltgelegenheit 1 km rechts des Badestrandes, eine schöne stille Wiese im Wald.
>
>Schleusen, und auf der Woblitz nach Lychen. Nach dem Umtragen an der Straßenbrücke rechts halten zum Zenssee/Platkowsee. Dort rechts eine Holztreppe zu einem höhergelegenen (mückenfreien) Biwakplatz. Im Platkowsee jagen die Hechte auch am frühen Abend an der Oberfläche, häng mal nachts eine Taschenlampe in die Weiden, es kommen sehr leckere Krebse angekrochen, diese kleinen graugrünen Amerikanischen Edelkrebse.
>
>Zurück Richtung Lychen und rechts in den saubersten Bach Mecklenburgs.
>Seit 1934 Naturschutzgebiet, 1a Forellengewässer. Im Sommer manchmal etwas flach (also treideln), aber lohnt sich. Biwakplatz in Küstrinchen beim Fischzüchter, der verkauft auch Bier :), der Küstrinsee ist nur zu einem Drittel befahrbar, dahinter ist Sperrgebiet (Ruhezone für die Tiere), frühmorgens solltest Du aber mindestens einem Seeadler (es gibt 4 Horste rund um den See), ein paar lauten Kranichen und einer Bande Graureiher begegnen.
>
>Noch ein relativ mühsamer Tag, weiter bachaufwärts zum Zeltplatz Thomsdorf. Sind aber bloß 8 km. Von dort kannst Du erstmal ein paar Tage auf den Feldberger Seen herumgondeln, im Wald herumstromern,
>bei Feldberg z.B. im Naturschutzgebiet 'Heilige Hallen', ein 350 Jahre alter Buchenurwald, nahe des Zeltplatzes im großen Kernbruch, einer eiszeitlichen Schlucht mit sehr schönen Sumpfplanzen am Grund, den Schäfer auf der Halbinsel Hullerbusch besuchen, im Dörfchen Carwitz gibts ein traumhaftes Restaurantchen 'Mitten in't Dörp' etc. Frag den Zeltplatzpächter, der kennt sich naturmäßig aus. Außerdem verleihen sie da Fahrräder und Kanadier (muß es denn ewig Faltboot sein:))
>
>Sofern Du dann noch Lust auf Kleinfluß hast, und einen brauchbaren Bootswagen, kann ich Dir nur raten, Dich über Funkenhagen nach Boizenburg durchzukämpfen. Am Ortsende ist die Klostermühle (Museum/Cafe) mit Wanderwegen entlang grandioser, riesiger Eichen, dort jagen die Eulenvögel, vor allem Käuze, auch schon im Hellen am frühen Abend.
>
>Der Bach (Strom, Nebenfluß der Ücker) ist dann bis Prenzlau harte Arbeit, andauernd über und unter Baumstämme, umtragen an steilen Ufern etc. aber machbar. Ich hatte '93 dort zwei nette Ostberliner mit F2 getroffen, die kamen durchaus zurecht.
>
>Ab Prenzlau dann Idylle pur. Glasklares Wasser, hellgrüne Wasserpflanzen, Schwärme von Weißfisch, man fährt wie auf dem Aquarium.
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>Meine Tour endete mit einer kurzen Fahrt auf dem spiegelglattem stillem Oderhaff zum Zeltplatz Grambin westl. Ückermünde. Von dort 5 km zum Bahnhof.
>
>Als Kartengrundlage genügt der Wasserwanderatlas Teil 1, wenn Du noch Fragen hast, nur zu !
Für 3-4 Tage würd ich eher sagen Start am Zeltplatz Thomsdorf, eine
Tagestour nach Feldberg u.zurück, dann den Küstrinchenbach hinunter
nach Lychen (Übernachtung Biwakplatz Platkowsee). Dann entweder wieder
zurück oder noch einen Tag schnelle Flußfahrt auf Woblitz und Havel
nach Fürstenberg (bei schlechtem Wetter oder müden Muskeln nur bis
Himmelpfort.
Am Unterlauf des Küstrinchenbaches unbedingt in der Gruppe
zusammenbleiben, da gibts _viele_ Wildschweine.
Der Küstrinchenbach ist mitunter mühsam (4 x kurz umtragen),
gelegentlich bißchen flach und schnell, aber wunderschön.
gruessings: Georg
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"I never want to be quiet again - or subtle." Amy Ray
Georg Petersen, Heintzestrasse 20, D-24582 Bordesholm, Germany
:>Start in Plau am See, zum Zeltplatz etwa 4 km vom Bahnhof. Richtung Waren/M?ritz. Am SO-Ende der M?ritz durch den Bolter Kanal und sch?ne stille Seen nach Mirow.Vorher ein kleiner Abstecher zu den Boeker Fischteichen, dort gibt es F?hrungen zu einem Beobachtungsstand, von dem aus Du den Fischadlern beim Fischen zusehen kannst.
Nur so als Anmerkung, die M"uritz kann bei Wind sehr ungem"utlich werden.
Das gilt f"r alle gr"osseren Seen dort oben.
Bei Wind also unbedingt am Leeufer bleiben (im windschatten)!
Alle Buchten ausfahren!
Mitten auf dem See bauen sich erstaunlich hohe Wellen auf!
Den See also nur an Engstellen queren!
Wenn deine Jugendlichen keine grosse Paddelerfahrung haben, auf jedenfall
Schwimmwesten anziehen! und wenn sie gute Paddler/Schwimmer sind
eigentlcih trotzdem!
>Nur so als Anmerkung, die M"uritz kann bei Wind sehr ungem"utlich werden.
>Das gilt f"r alle gr"osseren Seen dort oben.
Ungemütlich ? Lebensgefährlich ! Ab Windstärke 5 nur was für erfahrene
Leute, die auch Tiefwasserkentern geübt haben.
>Bei Wind also unbedingt am Leeufer bleiben (im windschatten)!
>Alle Buchten ausfahren!
Am Westufer der Müritz gibts kaum Windschatten.
>Mitten auf dem See bauen sich erstaunlich hohe Wellen auf!
Und am Ostufer sind reichlich große Felsen knapp unter der
Wasseroberfläche.
Aber das steht alles im Wasserwanderatlas.