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Welchen Deckenschlafsack?

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Günther Grund

unread,
Feb 29, 2012, 4:45:44 AM2/29/12
to
Holla,

ich bin wohl im Kauf eines für mich passenden Schlafsackes auf dieser
Erde die größte Niete.

Der erste war irgendwann verschlissen, die folgenden waren viel zu eng.
Nun will ich von der üblichen Mumienform weg und dachte an einen
Deckenschlafsack.

Frage nun: Kann mir jemand einen empfehlen? Er soll deutlichst unter 2
kg wiegen und Komf.temp. bei 7 Grad haben. Kunstfaserfüllung ist kein
Problem, aber muss auch gut komprimierbar sein. Bezahlbar soll er auch
sein. Wobei ich jetzt sehe, dass es sich nicht lohnt, so ein Ding für
unter 100 EUR zu kaufen. Hab ich gerade hier und ist Dreck. Schick ich
zurück.

Danke und Gruß
Günther



--
O-Text "In aller Freundschaft". Vater zur Tochter: "Ich hab auch mal was
geklaut. Das macht man 1x, danach ist man klüger."

Günther Grund

unread,
Feb 29, 2012, 11:42:02 PM2/29/12
to
Nanu, was seh ich denn hier?
Gestern die Postings abgesetzt und heute endlich sichtbar. Haben sich
wohl verlaufen.

Am 29.02.2012 10:45, schrieb Günther Grund:

> Frage nun: Kann mir jemand einen empfehlen?

Na gut. Jetzt war ich gestern wieder im www unterwegs und bin zu dem
Schluss gekommen, dass Deckenschlafsäcke wohl eher nicht für den
Rucksack gedacht sind.

Letztendlich hab ich wieder einen bestellt, der unter 100 EUR kostete.

"Wildfox Alaska Pro 200 ... / Schlafsackaußenmaterial 100% Polyester /
Innenmaterial 100% Baumwolle Abmessungen 200 x 88 x 60 Zentimeter
InnenAbmessungen / Äußerst platzsparender Packsack (Kompression) /
Empfohlener Einsatz in folgender Temperaturspanne Comfort +2° bis -4°C,
Extrem -21°C."

Seit Langem der Erste, der etwas weiter geschnitten ist als immer diese
... 80/50.
Bin gespannt.

Günther Grund

unread,
Mar 3, 2012, 1:20:17 PM3/3/12
to
Am 01.03.2012 05:42, schrieb Günther Grund:

> Letztendlich hab ich wieder einen bestellt, der unter 100 EUR kostete.
>
> "Wildfox Alaska Pro 200 ... / Schlafsackaußenmaterial 100% Polyester /
> Innenmaterial 100% Baumwolle Abmessungen 200 x 88 x 60 Zentimeter
> InnenAbmessungen / Äußerst platzsparender Packsack (Kompression) /
> Empfohlener Einsatz in folgender Temperaturspanne Comfort +2° bis -4°C,
> Extrem -21°C."
>
> Seit Langem der Erste, der etwas weiter geschnitten ist als immer diese
> ... 80/50.
> Bin gespannt.

So, das Stück kam gestern. Bin gleich reingeglitten (soweit man das mit
100 kg Körpergewicht überhaupt fertig bekommt) und passt ... endlich.
Was ein paar Zentimeterchen ausmachen können.

Für den echten Profi wird das wohl der allerletzte Dreck sein, aber nun
ja ...
Der, den ich wieder zurückschickte, war für mich Dreck. Das war ein
Gelert Sleeping POD. Massig Platz, aber vom Stoff und dem Aufbau her,
hat mir da überhaupt nichts gefallen. Die Außenhaut war garnicht mit der
Füllung vernäht. Jedes Mal, wenn ich mich bewegt habe, bin ich in dem
Ding gerutscht wie auf Schmierseife. Der bot gar keinen Halt. Außen wie
innen, alles rutschig.

Der Neue hat zumindest innen etwas Baumwolle dabei und ist überall vernäht.
Ich schlafe sowieso nur im Auto damit und evtl. mal für ein paar
vereinzelte Nächte auf Tour.

Mein Gott, ich bin schon wieder ganz fiebrig auf meine Berge.:-)

Matthias Kohrs

unread,
Mar 4, 2012, 2:37:19 AM3/4/12
to
Am 03.03.2012 19:20, schrieb Günther Grund:
>
> Bin gleich reingeglitten (soweit man das mit
> 100 kg Körpergewicht überhaupt fertig bekommt) und passt ... endlich.
> Was ein paar Zentimeterchen ausmachen können.

Ähm...

... ach so, es geht noch um Schlafsäcke. Offensichtlich gehen die
Hersteller davon aus daß jemand der Wert auf eine gewisse Qualität legt
eh auf jeden Fall zum Mumienschlafsack greift. Das Problem mit der Enge
kenne ich auch, ich hab mal einen Mumienschlafsack beim Aldi gekauft
(jaja), der war sensationell günstig und dafür bei vernünftigem Packmaß
schön dick und flauschig. Nur zukriegen tu ich ihn nicht... Nachdem der
aber auch im wesentlichen für's Auto verwendet wird mache ich ihn halt
einfach nicht zu. Bzw. halt nur um die Beine, weiter oben wird nur als
Zudecke verwendet. Das geht so im Sommer auch auf ner Iso-Matte.

Für sehr kalt hab ich noch einen guten Daunenschlafsack in den ich auch
reinpasse. Für gar nicht kalt liegt im Auto auch eine einfache Fleece-Decke.

CYA! Matthias

Günther Grund

unread,
Mar 4, 2012, 3:42:02 AM3/4/12
to
Am 04.03.2012 08:37, schrieb Matthias Kohrs:

> ... ach so, es geht noch um Schlafsäcke. Offensichtlich gehen die
> Hersteller davon aus daß jemand der Wert auf eine gewisse Qualität legt
> eh auf jeden Fall zum Mumienschlafsack greift.

Dennoch glaub ich, dass der den Körper nicht wie eine Zwangsjacke,
sondern relativ locker umhüllen soll. Einer meiner Schlafsäcke lag
jahrelang im Keller. Der passte früher prima, heute überhaupt nicht
mehr. Also wenn Mumie, dann darf man offenbar kein Moppelchen sein.
Diese Angaben von z.B. .../80/50 hab ich sehr oft gesehen, sind für mich
aber ungeeignet, sodass ich froh bin, einen gefunden zu haben, der etwas
größer ist.

Dazu kommt ja, dass jeder Mensch andere Schlafgewohnheiten hat. Was mich
betrifft, dreh ich mich x-Mal hin und her, möchte auch mal ein oder
beide Beine anwinkeln, aber _im_ und nicht _mit_dem_ Schlafsack.

> ... Mumienschlafsack beim Aldi gekauft ...
> Nur zukriegen tu ich ihn nicht. Nachdem der aber auch im wesentlichen für's Auto verwendet wird mache ich ihn halt
> einfach nicht zu.

Was soll man auch anderes machen?

> Bzw. halt nur um die Beine, weiter oben wird nur als
> Zudecke verwendet. Das geht so im Sommer auch auf ner Iso-Matte.

Ich war im letzten Sommer in Norwegen. Da waren durchweg Tagestemps
zwischen 7 - 12 Grad zu vermelden. Da kannste dir ja ungefähr die
Nachttemps vorstellen. Und wenn du dann was raushängen lässt, weil der
Sack nicht zugeht, dann friert dir das ab.
Die Decke bringts da auch nicht. Die ist schnell weggestrampelt und dann
wachst du wegen der Saukälte am Oberkörper auf. Hab ich auch alles probiert.

Mit andauernden Notlösungen kann ich aber nicht leben. Im Urlaub sowieso
nicht.
Dann dacht ich, im Sportgeschäft werd ich fündig und hab der kleinen
süßen norwegischen Verkäuferin erklärt, dass ich im Schlafsack Platz
brauche mit meinen 1,80 m und 100 kg. Verkauft hat sie mir einen der
Größe S. Hab ich erst viel später gesehen, als ich schon zig km weit weg
war. Sonst hätt ich den zurückgegeben.
Im nächsten Sportgeschäft hab ich ohne Skrupel den Schlafsack auf den
Boden gelegt und bin reingeschlüpft. Auch zu klein und nichts anderes
vorhanden.

Ich hoffe, mit dem jetzigen Teil komm ich ne Weile hin.

Matthias Kohrs

unread,
Mar 4, 2012, 5:07:41 AM3/4/12
to
Am 04.03.2012 09:42, schrieb Günther Grund:
> Am 04.03.2012 08:37, schrieb Matthias Kohrs:

>> ... Mumienschlafsack beim Aldi gekauft ...
>> Nur zukriegen tu ich ihn nicht. Nachdem der aber auch im wesentlichen
>> für's Auto verwendet wird mache ich ihn halt
>> einfach nicht zu.
>
> Was soll man auch anderes machen?
>
>> Bzw. halt nur um die Beine, weiter oben wird nur als
>> Zudecke verwendet. Das geht so im Sommer auch auf ner Iso-Matte.
>
> Ich war im letzten Sommer in Norwegen. Da waren durchweg Tagestemps
> zwischen 7 - 12 Grad zu vermelden. Da kannste dir ja ungefähr die
> Nachttemps vorstellen. Und wenn du dann was raushängen lässt, weil der
> Sack nicht zugeht, dann friert dir das ab.

Wenn der Sack nur über mir drüber liegt ist er eineinhalb Meter breit.
Der Autositz unter mir isoliert auch. Die Füße im Fußraum sind rundum
zu. Auf der Matte unter freiem Himmel ist da eher das taunasse Gras lästig.

Wichtig für's Auto ist mir ein Kopfkissen, ich habe für den Zweck ein
kleines Sofakissen mit.

Das ist aber eh nur eine Notlösung, bevor mich der Sekundenschlaf
übermannt, selten mal für wenige Stunden.


> Ich hoffe, mit dem jetzigen Teil komm ich ne Weile hin.

Na dann, viel Spaß.

CYA! Matthias
Message has been deleted

Günther Grund

unread,
Mar 4, 2012, 7:20:56 AM3/4/12
to
Am 04.03.2012 13:05, schrieb Angelique Presse:

> Daran habe ich mich im Mumienschlafsack auch erst gewöhnen müssen. Aber
> darauf sind diese Schlafsäcke in der Tat nicht ausgelegt.

Vielleicht muss man als "Dicker" eben die Extremlängen wählen, also
Säcke mit 2,2 m Länge, die auch breiter sind.

In dem norweg. Fachgeschäft hatte man noch was von Zwischenstücken
gefaselt. Also Stoffstreifen, die rechts und links "halbe"
Reißverschlüsse aufweisen, und die man dann im eigenen Sack
zwischensetzen kann. Der Laden hatte die nicht und der, zu dem sie mich
dann schickten, auch nicht.

Was lehrt uns das? Bloß nicht dick werden.:-)

Stefan Froehlich

unread,
Mar 5, 2012, 5:47:46 AM3/5/12
to
On Sun, 04 Mar 2012 13:05:40 Angelique Presse wrote:
> > [...], dreh ich mich x-Mal hin und her, möchte auch mal ein oder
> > beide Beine anwinkeln, aber _im_ und nicht _mit_dem_ Schlafsack.

> Daran habe ich mich im Mumienschlafsack auch erst gewöhnen müssen.

Wie macht man das?

In meiner Ahnengalerie muss sich wohl u.a. auch ein Grillhuhn befinden,
so oft drehe ich mich im Schlaf um. Im Schlafsack bedeutet das, mit der
Kapuze im Gesicht, dem Reissverschluss am Ruecken beginnend und sich dann
spiralfoermig nach unten fortsetzend aufzuwachen. Von Gewoehnung leider
keine Spur...

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

2012! Das Jahr von Stefan. Hinreissender geht's kaum.
(Sloganizer)
Message has been deleted

Florian Drechsel

unread,
Mar 8, 2012, 12:18:11 PM3/8/12
to
Günther Grund <g.g....@web.de> wrote:

> Also wenn Mumie, dann darf man offenbar kein Moppelchen sein.
> Diese Angaben von z.B. .../80/50 hab ich sehr oft gesehen, sind für mich
> aber ungeeignet, sodass ich froh bin, einen gefunden zu haben, der etwas
> größer ist.
>
> Dazu kommt ja, dass jeder Mensch andere Schlafgewohnheiten hat. Was mich
> betrifft, dreh ich mich x-Mal hin und her, möchte auch mal ein oder
> beide Beine anwinkeln, aber _im_ und nicht _mit_dem_ Schlafsack.

Es gibt durchaus weiter geschnittene, Ei-förmige Mumienschlafsäcke, zB
hier: Carinthia Husky - Ei
<http://www.lauche-maas.de/hersteller/00074/9/Carinthia.html>

WIMRE Deuter baut gerade eine Reihe elastischer Schlafsäcke; kann man in
den einschlägigen Outdoorläden alles ausprobieren...

hth,

Florian

Florian Anwander

unread,
Mar 10, 2012, 3:19:47 PM3/10/12
to
Hallo

> WIMRE Deuter baut gerade eine Reihe elastischer Schlafsäcke; kann man in
> den einschlägigen Outdoorläden alles ausprobieren...
Ich hab einen Sleepwalker II von Mountainequipment. Der mit elastischen
Umfangsnähten arbeitet. Kann ich nur empfehlen. Schmiegt sich immer an,
um warm zu sein, aber man hat nie das Gefühl eingeengt zu sein.
Laut Aussage meiner Fachhändler des geringsten Misstrauens taugt das
aber nur mit Kunstfasernfüllungen. Daunenfüllung würde die
Dehnungsveränderungen nicht gut mitmachen.

Florian

Andreas Víehríg

unread,
Apr 10, 2012, 12:08:46 PM4/10/12
to
Günther Grund schrieb:

> Na gut. Jetzt war ich gestern wieder im www unterwegs und bin zu dem
> Schluss gekommen, dass Deckenschlafsäcke wohl eher nicht für den
> Rucksack gedacht sind.

> Letztendlich hab ich wieder einen bestellt, der unter 100 EUR kostete.

> "Wildfox Alaska Pro 200 ... / Schlafsackaußenmaterial 100% Polyester /
> Innenmaterial 100% Baumwolle Abmessungen 200 x 88 x 60 Zentimeter
> InnenAbmessungen / Äußerst platzsparender Packsack (Kompression) /
> Empfohlener Einsatz in folgender Temperaturspanne Comfort +2° bis -4°C,
> Extrem -21°C."

> Seit Langem der Erste, der etwas weiter geschnitten ist als immer diese
> ... 80/50.

Geräumige Schlafsäcke sind wirklich selten geworden. Dabei sagen etwa
breite Schultern noch genau gar nichts über den Bauchumfang aus. Ich hatte
dieses Problem letztes Jahr auch und bin dann letztlich im Military-Bereich
fündig geworden:

Schlafsack, warm und geräumig, Komforttemp. schätzungsweise bei 2 bis 5°C:
<http://www.outdoor-camping-shop24.de/Schlafsaecke-Matten/Schlafsack/GI-Modular-Schlafsack-System-Innenteil-Interm-schwarz.html>

Kompressionssack dazu:
<http://www.outdoor-camping-shop24.de/Schlafsaecke-Matten/Schlafsack/US-Kompressionssack-schwarz-fuer-Schlafsack.html>

Weil der Schlafsack gegen Tau nicht so wahnsinnig gut abgedichtet ist,
empfiehlt sich am besten auch gleich ein Biwaksack dazu, wenn man ohne Zelt
schläft:
<http://www.outdoor-camping-shop24.de/Schlafsaecke-Matten/Schlafsack/US-Schlafsackueberzug-woodland-Bivy-Cover-orig-neuw.html>

Von den Kosten her ist das geradezu lächerlich im Vergleich zu den üblichen
Hightech-Tourenschlafsäcken. Es sind halt ein paar g mehr, aber man liegt
wohlig warm und hat Platz.

Wer zu den ganz Harten gehören will, kann sich das zusätzliche Außenteil
für den Schlafsack greifen, dann kann man angeblich bis -46°C :
<http://www.outdoor-camping-shop24.de/Schlafsaecke-Matten/Schlafsack/GI-Modular-Schlafsack-System-Aussenteil-Petrol-gruen.html>

Bei der angegebenen Temp. von -46°C dürfte es sich allerdings um die
Extremtemp. und nicht um die Komforttemp. handeln. Die Komforttemp. schätze
ich mal auf -10°C bis -15°C.

Andi

--
"Die Merkel steht dann da, so wie sie dann immer da so steht, und dann
guckt sie so, nicht wahr, versucht der Krise ein Gesicht zu geben, und
ich denke immer: Die ist genauso gespannt, was sie gleich sagen wird,
wie ich!" [Volker Pispers]

Stephan Behrendt

unread,
Apr 12, 2012, 11:00:25 AM4/12/12
to _0x0x0x...@pixelfragment.net
Am Dienstag, 10. April 2012 18:08:46 UTC+2 schrieb Andreas Víehríg:

> Von den Kosten her ist das geradezu lächerlich im Vergleich zu den üblichen
> Hightech-Tourenschlafsäcken. Es sind halt ein paar g mehr,

Hast du nicht ein k vergessen? Nicht umsonst scheint man das Gewicht schamhaft zu verschweigen. Allein das Volumen des Kompressionssacks lässt mich Schlimmes erahnen.

Stephan

Andreas Víehríg

unread,
Apr 12, 2012, 11:18:15 AM4/12/12
to
Stephan Behrendt schrieb:
Im Gegentum, die haben mitgedacht. Man soll Schlafsäcke nämlich auf keinen
Fall in komprimiertem Zustand lagern, das gilt nicht nur für Daunen. Durch
komprimiertes Lagern büßen Schlafsäcke einen erheblichen Teil ihrer
Wäremdämmeigenschaften ein.

Bei diesem Kompressionssack löst man für die Lagerung also einfach die
Gurte und gibt dem Schlafsack Luft. Geht man wieder auf Tour, strapst man
die Gurte einfach fest - und fertig.

Das ist erheblich komfortabler, als wenn man den Schlafsack aus so einer
üblichen, engen Kompressionshülle herauspulen und dann lose irgendwo lagern
muß. Deswegen macht das ja auch kaum jemand. Und dann wundern die Leute
sich, daß so ein zusammengepatschter Schlafsack dünn und kalt ist.

Andi

--
"... und damit schaffen wir dann Strukturen für eine menschliche Markt-
wirtschaft."
Nur nebenbei, aber ganz unumwunden und quasi wie selbstverständlich gesteht
das Merkel, daß "menschliche Marktwirtschaft" ohnehin noch nie existierte.

Andreas Víehríg

unread,
Apr 12, 2012, 11:57:04 AM4/12/12
to
Stephan Behrendt schrieb:
> Am Dienstag, 10. April 2012 18:08:46 UTC+2 schrieb Andreas Víehríg:

>> Von den Kosten her ist das geradezu lächerlich im Vergleich zu den üblichen
>> Hightech-Tourenschlafsäcken. Es sind halt ein paar g mehr,

> Hast du nicht ein k vergessen? Nicht umsonst scheint man das Gewicht
> schamhaft zu verschweigen.

Das Gewicht ist zwangsläufig etwas höher als bei den sonst so
herumfliegenden Hightech-Teilen - nämlich allein schon deshalb, weil das
Trum so schön geräumig und nicht nur so ein bedauernswert dünnes Hemdchen
für einen /Spargeltarzan/ ist. Aber ich kann Dich beruhigen, es sind
wirklich nur ein paar Gramm mehr.

> Allein das Volumen des Kompressionssacks lässt mich Schlimmes erahnen.

Günther Grund

unread,
Apr 12, 2012, 3:06:34 PM4/12/12
to
Am 12.04.2012 17:57, schrieb Andreas Víehríg:

> Im Gegentum, die haben mitgedacht. Man soll Schlafsäcke nämlich auf keinen
> Fall in komprimiertem Zustand lagern, das gilt nicht nur für Daunen.

Das ist bekannt. Aber trotzdem ist es für den Schlafsack das beste, ihn
lose im Schrank oder dem Bettkasten aufzubewahren.

> Bei diesem Kompressionssack löst man für die Lagerung also einfach die
> Gurte und gibt dem Schlafsack Luft.

Andere Kompressionssäcke hatte ich bisher nicht. Diese "Lösung" ist aber
nur dafür, um den Sack leichter in den Beutel zu bekommen. Issa dann
drin, würgt man das Teil zusammen und stopft ihn in den Rucksack oder
sonstwo hin.

> Geht man wieder auf Tour, strapst man
> die Gurte einfach fest - und fertig.

Na ja, aber ihn monatelang im gelösten Kompressionsack zu lagern, war
auch nicht gut. Er wurde trotzdem gequetscht und konnte nicht atmen.

> Das ist erheblich komfortabler, als wenn man den Schlafsack aus so einer
> üblichen, engen Kompressionshülle herauspulen und dann lose irgendwo lagern
> muß.

Genau das mache ich immer. Es sind eben 2 Extremzustände - der eine für
die Tour (schön eng), der andere für die Zeit zwischendurch (schön
locker). Ein Zwischending gibt's eigentlich nicht. Und wenn Ja, dann
schadets dem Schlafsack.

Der von mir neulich erworbene und wieder zurückgeschickte Gelert
Sleeping POD war überhaupt nicht komprimierbar. Der sogen.
Kompressionssack war nur eine Tasche aus dem gleichen dünnen Stoff
wie der POD. Das Teil konnte man drücken und quetschen wie man wollte,
aber es gab einfach nicht nach.

Deshalb denk ich, dass man bei den teuren und gut komprimierbaren
Schlafsäcken auch wieder das minimalst erreichbare Volumen bezahlt. Wie
das immer so ist. Je leichter, desto teurer. Je kleiner, desto teurer
usw., nur weil man sich wieder mal eine Beschäftigung ausgesucht hat,
bei der Volumen und Gewicht eine große Rolle spielen. Alles Nepp.:-)

Andreas Víehríg

unread,
Apr 12, 2012, 3:35:55 PM4/12/12
to
Günther Grund schrieb:
> Am 12.04.2012 17:57, schrieb Andreas Víehríg:

>> Im Gegentum, die haben mitgedacht. Man soll Schlafsäcke nämlich auf keinen
>> Fall in komprimiertem Zustand lagern, das gilt nicht nur für Daunen.

> Das ist bekannt. Aber trotzdem ist es für den Schlafsack das beste, ihn
> lose im Schrank oder dem Bettkasten aufzubewahren.

Wenn er nach der Benutzung *richtig* durchgetrocknet ist (was ich für
selbstverständlich halte, daß man das macht), kann er auch lose im
entspannten Packsack mit geöffneten Riemen aufbewahrt werden, kein Problem.
BTDT.

>> Bei diesem Kompressionssack löst man für die Lagerung also einfach die
>> Gurte und gibt dem Schlafsack Luft.

> Andere Kompressionssäcke hatte ich bisher nicht. Diese "Lösung" ist aber
> nur dafür, um den Sack leichter in den Beutel zu bekommen. Issa dann
> drin, würgt man das Teil zusammen und stopft ihn in den Rucksack oder
> sonstwo hin.

Nö, ich bewahre den so auf. Der liegt luftig und völlig locker im
geweiteten Packsack. Paßt wunderbar.

>> Geht man wieder auf Tour, strapst man
>> die Gurte einfach fest - und fertig.

> Na ja, aber ihn monatelang im gelösten Kompressionsack zu lagern, war
> auch nicht gut. Er wurde trotzdem gequetscht und konnte nicht atmen.

Der ist bei mir nicht gequetscht, wenn er entspannt in dem genannten
Packsack mit gelockerten Riemen liegt. Da liegt der Schlafsack so lose drin
wie in den speziellen Aufbewahrungssäcken, die es so zu kaufen gibt.
Bedingung ist natürlich, daß die Raumluft, wo er liegt, schön trocken ist,
sonst stockt er irgendwann, das ist klar.

>> Das ist erheblich komfortabler, als wenn man den Schlafsack aus so einer
>> üblichen, engen Kompressionshülle herauspulen und dann lose irgendwo lagern
>> muß.

> Genau das mache ich immer. Es sind eben 2 Extremzustände - der eine für
> die Tour (schön eng), der andere für die Zeit zwischendurch (schön
> locker). Locker ist er bei mir auch.

> Ein Zwischending gibt's eigentlich nicht. Und wenn Ja, dann
> schadets dem Schlafsack.

NACK, kann ich nicht erkennen, wenn er eben richtig locker liegt. Und genau
das geht mit diesem Packsack ja.

> Deshalb denk ich, dass man bei den teuren und gut komprimierbaren
> Schlafsäcken auch wieder das minimalst erreichbare Volumen bezahlt. Wie
> das immer so ist. Je leichter, desto teurer. Je kleiner, desto teurer
> usw.

Jo, klar.

> ... nur weil man sich wieder mal eine Beschäftigung ausgesucht hat,
> bei der Volumen und Gewicht eine große Rolle spielen. Alles Nepp.:-)

Wie gesagt, ich bin in dieser Beziehung mit diesem Military-Kram sehr
zufrieden. Das ist im Vergleich pekuniär derartig attraktiv, daß ich da
gerne ein paar Gramm mehr trage und mich über ein 2 cm größeres Packmaß
nicht aufrege. Ich hab auch keinen Kocher und kein Geschirr aus Titan,
könnte man ja auch. Man muß ja nicht jeden neumodischen Krimskrams
mitmachen.

Andi

--
"Das Panzergeschäft ist eine Entscheidung der Regierung und hat das
Parlament nicht zu interessieren."

Das Brüderle, ein geradezu gnadenvoller Vorzeigedemokrat

Günther Grund

unread,
Apr 12, 2012, 4:07:34 PM4/12/12
to
Am 12.04.2012 21:35, schrieb Andreas Víehríg:
> Ich hab auch keinen Kocher und kein Geschirr aus Titan,
> könnte man ja auch.

Am Popo ...
Auf meinen wenigen Touren nahm ich immer eine Gaskocher mit, also
Brenner und Kartusche. Beides war schon auf Minigewicht bedacht, aber
trotzdem irgendwie sperrig und schwer.
Als ich aber diese Esbitkocher gesehen habe, kam richtig Freude auf und
ich hab so ein Ding bestellt.
4 Stücke Blech und eine Tablette. Alles zusammen fast leichter als Luft
und braucht keinen Platz.

Diese Art Brenner gibt's schon lange, ich weiß, aber ich hab mich nie
drum gekümmert bzw. ernsthaft danach gesucht.

> Man muß ja nicht jeden neumodischen Krimskrams
> mitmachen.

Genau. Aber zu viel Last, macht auch keinen Spaß. Siehe Rucksack mit 3,5
kg oder Schlafsack mit 2,5 kg, oder Lufti mit 2 kg, oder Zelt mit 4 kg.
Das kanns auch nicht sein. Man muss irgendwie einen Mittelweg finden.
Ich glaub, an neumodischem Krimskrams kommt man doch nicht ganz vorbei.

Andreas Víehríg

unread,
Apr 12, 2012, 5:56:40 PM4/12/12
to
Günther Grund schrieb:
> Am 12.04.2012 21:35, schrieb Andreas Víehríg:

> Auf meinen wenigen Touren nahm ich immer eine Gaskocher mit, also
> Brenner und Kartusche. Beides war schon auf Minigewicht bedacht, aber
> trotzdem irgendwie sperrig und schwer.

Gas ist mir das liebste, solange man damit rechnen kann, in gewissen
Abständen an einer Tanke vorbeizukommen, um neue Kartuschen abzugreifen. Es
verstopfen keine Düsen, es verrecken keine Pumpen, man muß nicht vorheizen
und es geht sauschnell. Da macht Kaffeetrinken im Morgentau richtig Laune.

> Als ich aber diese Esbitkocher gesehen habe, kam richtig Freude auf und
> ich hab so ein Ding bestellt.
> 4 Stücke Blech und eine Tablette. Alles zusammen fast leichter als Luft
> und braucht keinen Platz.

Jo, und bis so ein viertel Liter Teewasser kocht, kann man 12 Minuten
warten. 20 Minuten, wenn nur ein bißchen Wind geht. Außerdem sind die gar
nicht mehr leicht, wenn man genügend Brennstoff für eine längere Tour
mitnimmt. Nee, von den Trümmern bin ich geheilt, das ist maximal was für
den Notfall.

>> Man muß ja nicht jeden neumodischen Krimskrams
>> mitmachen.

> Genau. Aber zu viel Last, macht auch keinen Spaß. Siehe Rucksack mit 3,5
> kg oder Schlafsack mit 2,5 kg, oder Lufti mit 2 kg, oder Zelt mit 4 kg.

Iso-Matte geht auch, ist leichter und man braucht keinen Zeltunterboden,
wenn man sie unter's Zelt legt. Und Zelt mit 4 kg? Was ist denn das für ein
Monster?

> Das kanns auch nicht sein. Man muss irgendwie einen Mittelweg finden.
> Ich glaub, an neumodischem Krimskrams kommt man doch nicht ganz vorbei.

Klar, aber in vernünftigen Maßen.

Andi

--
Oh, höre, Deutschland: Einer von diesen sogenannten "Parlaments-
Abgeordneten" "beglückt" "sein Volk" mit extrem "wissenswerten"
"Aussagen":

"... daß wir bei der Kastration Verbesserungen erreichen müssen, da
sind wir uns doch einig!"
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