Unterwegs soll der Schlafsack dann möglichst klein sein und wird deshalb mit
speziellen Schlafsackhüllen komprimiert.
OK. Nun möchte ich gerne wissen, wie stark ein trockener (für meinen Fall
hochwertiger Kunstfaser-) Schlafsack nun wirklich leidet bei dieser Tortur.
Bei einer längeren Tour kann das tägliche komprimieren eh nicht vermieden
werden.
Ich denke, es gibt da verschiedene Aspekte zu berücksichtigen:
Kompressionsdichte
Kompressionsdauer an einem Stück (Lagerung)
Kompressionsdauer insgesammt (Tour)
Kompressionsintervalle (Tour)
Kunstfaser hochwertig
Kunstfaser günstig
Daune hochwertig
Daune günstig
Ein neuer Schlafsack wird im Laden nach meiner Erfahrung generell
komprimiert gelagert und scheint dadurch nicht zu leiden.
Persönliche Erfahrungen diesbezüglich würden sicher einige interessieren.
Ich schätze, insbesondere auf Tour leidet ein Schlafsack, die korrekte
Lagerung ist eher Nebensache?
--
Gruss
Jürg Bachnmann
> Jeder hier weiss, dass sowohl Kunstfaser wie auch Daunen Schlafsäcke
> möglichst locker gelagert sein wollen.
>
> Unterwegs soll der Schlafsack dann möglichst klein sein und wird
> deshalb mit speziellen Schlafsackhüllen komprimiert.
> OK. Nun möchte ich gerne wissen, wie stark ein trockener (für meinen
> Fall hochwertiger Kunstfaser-)
Welche Kunstfaser? Für Primaloft habe ich die Versicherung des
Herstellers, daß die Füllung nicht mehr unter der Komprimierung leidet
als Daune.
Je dicker der Kunstfaserfaden, desto leichter kann es brechen. Primaloft
sind kleine dünne Fäden, Polarguard lange Hohlfasern.
> dieser Tortur. Bei einer längeren Tour kann das tägliche komprimieren
> eh nicht vermieden werden.
>
> Ich denke, es gibt da verschiedene Aspekte zu berücksichtigen:
>
> Kompressionsdichte
> Kompressionsdauer an einem Stück (Lagerung)
> Kompressionsdauer insgesammt (Tour)
> Kompressionsintervalle (Tour)
> Kunstfaser hochwertig
> Kunstfaser günstig
> Daune hochwertig
> Daune günstig
Bei Daune Ganz wichtig: Feuchtigkeit des Schlafsacks. Wird er feucht
(nein, nicht so, daß Daune klumpt) gepackt, können die Daunen sich
verhaken und ein nicht mehr ganz so luftiges Knäuel bilden.
> Ein neuer Schlafsack wird im Laden nach meiner Erfahrung generell
> komprimiert gelagert und scheint dadurch nicht zu leiden.
Doch. Er verliert beim ersten starken Komprimiervorgang sogar relativ
viel Loft, im Gespräch sind bis zu 10%. Du kennst es halt nur nicht
anders.
>
> Persönliche Erfahrungen diesbezüglich würden sicher einige
> interessieren.
Daunenloft läßt sich durch Waschen nach der Tour wiederherstellen (Die
verklebten Knäuel lösen sich wieder. Schon einige male
erfolgreich durchgeführt.
--
Grüße Steffen
>> OK. Nun möchte ich gerne wissen, wie stark ein trockener (für meinen
>> Fall hochwertiger Kunstfaser-)
>
> Welche Kunstfaser? Für Primaloft habe ich die Versicherung des
> Herstellers, daß die Füllung nicht mehr unter der Komprimierung leidet
> als Daune.
> Je dicker der Kunstfaserfaden, desto leichter kann es brechen. Primaloft
> sind kleine dünne Fäden, Polarguard lange Hohlfasern.
Mountain Equipement, Polar Loft
"A long fibre synthetic filling exclusive to ME and a great alternative to
natural down. 3-D, long filament fibre construction increases lifespan and
offers excellent warmth to weight ration even when wet."
http://www.mountain-equipment.co.uk/sleepingbags/technical-info.html
--
Gruss Jürg
>
> OK. Nun möchte ich gerne wissen, wie stark ein trockener (für meinen Fall
> hochwertiger Kunstfaser-) Schlafsack nun wirklich leidet bei dieser
> Tortur. Bei einer längeren Tour kann das tägliche komprimieren eh nicht
> vermieden werden.
>
Aus der Praxis kann ich sagen, dass ich meinen Schlafsack bei Touren zu
Fuss oder mit Boot immer sehr zusammenpresse (maximale gewalt :) und er
dann den ganzen Tag in diesem Zustand ist.
Bei mindestens 30 Komplettkompressionen pro Jahr hat mein alter Ajungilak
ca. 4-5 Jahre gut gehalten. Dann ist mir langsam kalt darin geworden.
peter
--
peter pilsl
pilsl_...@goldfisch.at
http://www.goldfisch.at
Das habe ich auch schon (zum Glück) anders erlebt. Ich habe einen Mountain
Equipment Everest XL, den ich via Internet bestellt habe.Der Schlafsack habe
ich in der Originalverpackung des deutschen Importeurs (pikanterweise mit
dem Lieferschein auf dem der EK drauf war) bekommen. Da der Schlacfsack
nicht komprimiert war sondern in einem Netzsack aufbewahrt wurde und ich
nicht davon ausgehe, dass alle Läden ihre Schlafsäcker erst mal komprimieren
gibt es durchaus Schlafsäcke die nicht komprimiert im Laden liegen.
Bernd
Erzähl mal ;-)
Roland
Was ziehst Du daraus für Schlüsse?
--
Gruss Jürg
1. Schlafsäcke werden nicht "generell komprimiert"
2. Der Aufwand (beim Versand und für den Laden beim Lagern) hat
möglicherweise seinen Grund, soll heissen: (Daunen)schlafsäcke leiden
wahrscheinlich unter Dauerkompression
Bernd
> "A long fibre synthetic filling exclusive to ME and a great
> alternative to natural down. 3-D, long filament fibre construction
> increases lifespan and offers excellent warmth to weight ration even
> when wet."
Klingt der Beschreibung nach Polarguard von Celanese.
--
Grüße Steffen
> OK. Nun möchte ich gerne wissen, wie stark ein trockener (für meinen Fall
> hochwertiger Kunstfaser-) Schlafsack nun wirklich leidet bei dieser Tortur.
> Bei einer längeren Tour kann das tägliche komprimieren eh nicht vermieden
> werden.
Ich habe einen North Face mit dieser 3D Polarguard-Füllung (oder so
ähnlich). Nach meinem Eindruck hat er durch die erste Wäsche mehr
gelitten als durch das Komprimieren auf der Tour. Beim Stopfen in
den Packsack merke ich keinen Unterschied, aber wenn ich drin liege,
habe ich das Gefühl, dass er merklich dünner geworden ist.
Die folgenden Wäschen brachten keine weitere Verschlechterung aber
auch keine Besserung. Auch Trocknen im Trockner hat ihn nicht wieder
aufgebauscht. Nach der ersten Wäsche lies ich ihn allerdings nur
abtropfen und an der Luft trocknen. Vielleicht war das ein Fehler.
Allerdings sind das alles nur subjektive Eindrücke und der Mensch
lässt sich ja leicht täuschen. Genaueres wüsste man wohl nur, wenn
man so etwas systematisch untersuchen würde.
Martin