im Thread Zelt Foxlite von Fjäll Räven und diversen anderen, lese ich
immer von der angeblichen Kochmöglichkeit in der Apsis meines
Hilleberg-Zeltes.
Ich stelle mir jetzt einmal vor, dort bruzelt der Fisch den ich zuvor
geangelt habe und durch eine unvorsichtige Bewegung kippe ich den
Kocher um. Ich habe einen Trangia der zwar nur schwer zu kippen ist,
trotzdem er kippt um. Ein Teil meines kostbaren Spritus verteilt sich
und steht natürlich in Flammen. Unglücklicherweise habe ich das Nallo
2 und die Apsis ist nicht riesig ... und das Zelt fängt auch Feuer.
Und jetzt meine Frage: Was geschieht weiter, außer daß mein schönes
Nallo, oder wie immer mein Zelt heißen mag wohl hinüber ist. Habe ich
noch die Zeit ohne schwerste Verbrennungen nach draußen zu gelangen?
Mich würde Eure Meinung dazu interessieren. Ist meine Überlegung
übertrieben? Ich habe vor längerer Zeit in einem Katalog, ich glaube
es war TransGlobe, gelesen, daß Kochen mit offenem Feuer in
HighTech-Zelten lebensgefährlich werden kann und man es deshalb besser
unterlassen sollte.
Viele Grüße
Peter Asmussen
--
Bremen/Köln
> Ich habe vor längerer Zeit in einem Katalog, ich glaube
> es war TransGlobe, gelesen, daß Kochen mit offenem Feuer in
> HighTech-Zelten lebensgefährlich werden kann und man es deshalb besser
> unterlassen sollte.
Das liegt aber weniger an der Brandgefahr, obwohl die bei einigen
Kochertypen sicher gegeben ist. Viel kritischer ist bei "HighTech-Zelten"
die für Kochzwecke nicht ausreichende Belüftung. Das heißt es bildet sich
Kohlenmonoxid, farblos, geruchlos, hochgiftig. Kostet jedes Jahr einige
Camper das Leben. Daß ein Zelter beim Brand seines Zelts umgekommen ist
habe ich dagegen noch nicht gehört.
Konsequenz: Das Kochen in der Apsis kann nur ein Notbehelf bei schlechtem
Wetter sein. Wenns denn sein muß, dann mit einem möglichst weit
geöffnetem Zelteingang. In Zelten mit nur einem Eingang würde ich es ganz
bleiben lassen.
Gruß
Elger
> im Thread Zelt Foxlite von Fjäll Räven und diversen anderen, lese ich
> immer von der angeblichen Kochmöglichkeit in der Apsis meines
> Hilleberg-Zeltes.
Soll gehen.
> Ich stelle mir jetzt einmal vor, dort bruzelt der Fisch den ich zuvor
> geangelt habe und durch eine unvorsichtige Bewegung kippe ich den
> Kocher um. Ich habe einen Trangia der zwar nur schwer zu kippen ist,
> trotzdem er kippt um. Ein Teil meines kostbaren Spritus verteilt sich
> und steht natürlich in Flammen. Unglücklicherweise habe ich das Nallo
> 2 und die Apsis ist nicht riesig ... und das Zelt fängt auch Feuer.
>
> Und jetzt meine Frage: Was geschieht weiter, außer daß mein schönes
> Nallo, oder wie immer mein Zelt heißen mag wohl hinüber ist. Habe ich
> noch die Zeit ohne schwerste Verbrennungen nach draußen zu gelangen?
Hab schon in meiner Dummheit ausprobiert. Im Schlafsack sitzend hab ich
den Trangia auf der Isomatte angemacht. Dabei entzündete sich der
verschüttete Spiritus. Ich war schneller draußen als ich es mir je
hätte vorstellen können. Die brennende Isomatte hab ich hinter mir
rausgezogen. Danach kam der Trangia-Brenner der im Zelt rumkullerte.
Das Zelt hatte hinterher mehrere Löcher im Boden und die Mückennetz-
Einsätze waren weggeschmolzen. Es war übrigens ein 100DM Kaufhaus-
Kuppelzelt, daß ich im Anschluß noch vier Wochen benutzte.
Verbrannt habe ich mir nur die Finger als ich den Brenner rausholte
(1 Grad, nach 'ner Stunde vergessen).
> Mich würde Eure Meinung dazu interessieren. Ist meine Überlegung
> übertrieben? Ich habe vor längerer Zeit in einem Katalog, ich glaube
> es war TransGlobe, gelesen, daß Kochen mit offenem Feuer in
> HighTech-Zelten lebensgefährlich werden kann und man es deshalb besser
> unterlassen sollte.
Wie Elger erwähnte - Kohlenmonoxyd und zusätzlich Hitze. Besonders
beim Benzinkocher können die heissen Gase zum Problem werden.
Trangia in der offenen Apsis sollte kein Problem sein.
Gruß,
Roland
Ich habe beim Nallo2 gute Erfahrungen mit Kochen bei Regen gemacht.
Dazu mache ich einen seitlichen Eingang halb auf, so daß es mir nur in
die Apsis regnet. Den Kocher (Trangia) stelle ich mit Deckel einfach so
weit raus, daß ich noch von innen drankomme, er aber nicht mehr unter
dem Zelt steht. So hab ich keine Probleme mit Stichflammen,
Kohlenmonoxid etc. Umfallen darf der Kocher natürlich nicht.
Gruß, Tom
die Apsis sollte schon relativ geräumig sein. Bei Dauerregen habe ich
das mit einem Gaskocher auch schon öfters getan. Also, selber im Zelt
gehockt und der Kocher stand auf dem Rasen oder auf dem Schotter in
der Apsis, so kann beim Umfallen nichts passieren.
Den Eingang habe ich soweit dann jedesmal geöffnet, wie es noch nicht
allzusehr hereinregnete.
Kohlenmonoxid (CO) ensteht eher bei unvollständiger und schlechter
Verbrennung, tippe daher eher auf Benzinkocher und besonders auf
Petroleum- und Dieselkocher.
Bei Gas- und Spirituskocher sehe ich da kein Problem.
Ich denke mal, das Problem mit den Toten bzw. verletzten, daß Roland
angesprochen hat, trifft wohl eher auf Wohnwagen und Wohnmobile zu -
Heizung an, Fenster zu.
Man sollte beim Kochen aber die Auswirkungen des Kondenswasser nicht
vernachlässigen. Im Sommer egal, im Winter nachher eine
Tropfsteinhöhle. ;-)
--
Bis dann Guido <;-))
http://www.home.foni.net/~geink/outdoor.htm
Unser Newsgroup Outdoor-Treffen unter´m Button "Treffen"
Ich denke Theorie und Praxis sind da immer etwas anders. Ich habe in
meiner Mark II Apsis auch schon sowohl mit meinem MSR-Benzinkocher
gekocht als auch vor jahren schon mit nem wckeligen Gaskocher. Die Apsis
blieb dabei offen und ich habe sie auch auf der gegenueberliegnden Seite
eingehaegt (geht beim Mark II prima). Den Benzinkocher habe ich
allerdings immer draussen vorgeheizt und gewartet bis er sauber brennt.
Natuerlich kann das bei leichtsinnigem Umgang gefaehrlich sein. Aber
alles in allem muss man halt sehen, wie man an sein warmes Essen kommt -
und mit etwas Umsicht kann ich das vorsichtige Kochen in der geluefteten
Apsis durchaus empfehlen.
--
Jens Klein
iXL Germany GmbH
http://www.ixl.de
Das Kochen und Essen bei schlechtem Wetter war eine der Kriterien die ich
beim Kauf meines Zeltes und Kocher entscheidend waren.
Zelt:
Windsor von JW
2 Kuppelzelt - Eingangskuppel 2,5 x 2,5 meter, 2 Meter hoch ,
Belüftung im Dach, 2 verschiedene Eingänge, 2 Belüftungen,
Platz genug zum sicheren Kochen.
Kocher:
Scorpio 270 PZ von Campinggaz
kippsicherer 3 Beinkocher (zusammenklappbar)
Wie schon früher erwähnt muß ich das Zeug ja nicht mit mir rumschleppen.
(macht das Auto oder der Wanderkanadier)
Also ich denke da müßte es schon wirklich blöd zugehen wenn da noch was
passiert.
bis Bald
Christian
Peter Asmussen <pe.as...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
7lu6si$6d7$1...@news.netcologne.de...
> Liebe Leute,
>
> im Thread Zelt Foxlite von Fjäll Räven und diversen anderen, lese ich
> immer von der angeblichen Kochmöglichkeit in der Apsis meines
> Hilleberg-Zeltes.
>
> Ich stelle mir jetzt einmal vor, dort bruzelt der Fisch den ich zuvor
> geangelt habe und durch eine unvorsichtige Bewegung kippe ich den
> Kocher um. Ich habe einen Trangia der zwar nur schwer zu kippen ist,
> trotzdem er kippt um. Ein Teil meines kostbaren Spritus verteilt sich
> und steht natürlich in Flammen. Unglücklicherweise habe ich das Nallo
> 2 und die Apsis ist nicht riesig ... und das Zelt fängt auch Feuer.
>
> Und jetzt meine Frage: Was geschieht weiter, außer daß mein schönes
> Nallo, oder wie immer mein Zelt heißen mag wohl hinüber ist. Habe ich
> noch die Zeit ohne schwerste Verbrennungen nach draußen zu gelangen?
>
> Mich würde Eure Meinung dazu interessieren. Ist meine Überlegung
> übertrieben? Ich habe vor längerer Zeit in einem Katalog, ich glaube
> es war TransGlobe, gelesen, daß Kochen mit offenem Feuer in
> HighTech-Zelten lebensgefährlich werden kann und man es deshalb besser
> unterlassen sollte.
>
> immer von der angeblichen Kochmöglichkeit in der Apsis meines
> Hilleberg-Zeltes.
[...]
> noch die Zeit ohne schwerste Verbrennungen nach draußen zu gelangen?
Ich habe in der Apsis meines VauDe Ferret IV und meines Hilleberg Akto
bereits sowohl mit einem Camping GAZ Gaskocher als auch mit einem MSR
Dragonfly gekocht. Die Apsis des Nallo (das ich mir fast anstelle des VauDe
gekauft haette) ist auch nicht kleiner als die des Akto, eher groesser, vor
allem hoeher. Den Benziner muss man natuerlich draussen vorheizen, bis er
sauber brennt.
Gerade im Akto habe ich mir Gedanken darueber gemacht, was wohl passiert,
wenn das Zelt im EIngangsbereich Feuer faengt. Notfalls muss man sich halt
mit einem bereitgelegten Messer auf der anderen Seite einen "Notasugang" ins
Zelt schneiden. Bei etwas Vorsicht sollte man aber nicht in die Verlegenheit
kommen. Das Risiko ist mir jedenfalls lieber, als im stroemenden Regen im
Freien kochen zu muessen...
Die Apsis sollte ausserdem immer weit genug geoeffnet sein, um fuer
ausreichend Frischluftzufuhr sorgen zu koennen.
Cheers, Marcus
Moin Peter,
>Ich stelle mir jetzt einmal vor, dort bruzelt der Fisch den ich zuvor
>geangelt habe und durch eine unvorsichtige Bewegung kippe ich den
>Kocher um. Ich habe einen Trangia der zwar nur schwer zu kippen ist,
>trotzdem er kippt um. Ein Teil meines kostbaren Spritus verteilt sich
>und steht natürlich in Flammen. Unglücklicherweise habe ich das Nallo
>2 und die Apsis ist nicht riesig ... und das Zelt fängt auch Feuer.
Also, ich habe eine selbsgebastelteTrangia-MSR Kombination und diese
Umzukippen bedarf es schon extremer Tolpatschigkeit. Ich habe schon
des oefteren in der Apsis meines Nallo 2 damit gekocht, und habe
eigentlich bis jetzt recht gute Erfahrungen gemacht. Du musst halt
sehen, dass du diese so gut wie moeglich belueftest - ansonsten kann
dir schon mal etwas schwindelig werden...
Ich denke, mit der noetigen Vorsicht ist das machbar ohne das man sich
das Dach ueber dem Kopf wegfackelt.
>Und jetzt meine Frage: Was geschieht weiter, außer daß mein schönes
>Nallo, oder wie immer mein Zelt heißen mag wohl hinüber ist. Habe ich
>noch die Zeit ohne schwerste Verbrennungen nach draußen zu gelangen?
Dazu kann ich mich nicht aeussern - solche Gedanken habe ich bis jetzt
immer erfolgreich verdraengt ;-)
Bis denn,
Christof
--
Die FAQ zur Newsgroup de.rec.outdoors
http://www.online.de/home/drofaq
> Bei etwas Vorsicht sollte man aber nicht in die Verlegenheit
>kommen. Das Risiko ist mir jedenfalls lieber, als im stroemenden Regen im
>Freien kochen zu muessen...
Es ist nicht so, daß ich noch nie in der Apsis gekocht hätte. Ich
meine nur, daß man sich über eventuelle Gefahren im Klaren sein
sollte.
Wie ist es denn um die "Feuerfestigkeit" von Hillebergzelten und
anderen bestellt bestellt? Ist es richtig, daß reine Baumwollzelte
schwerer entzündlich sind als solche aus modernen Geweben?
Erfahrung:
Ich koche seit Jahren bei Regen im Zelt (Tatonka Glacier II -> großer Tunnel)
mit einem Benzinkocher (MSR-XGK).
Wenn der seitliche Zelteingang geöffnet ist gibt's dabei keine Probleme, die
Luft im Zelt wird schön warm und das Zelt selbst wird ja von außen
wassergekühlt.
Angeheizt wird natürlich draußen.
Tschüß Axel
"Marcus A. Hofmann" wrote:
> pe.as...@gmx.de (Peter Asmussen) :
>
> > immer von der angeblichen Kochmöglichkeit in der Apsis meines
> > Hilleberg-Zeltes.
> [...]
> > noch die Zeit ohne schwerste Verbrennungen nach draußen zu gelangen?
>
> Ich habe in der Apsis meines VauDe Ferret IV und meines Hilleberg Akto
> bereits sowohl mit einem Camping GAZ Gaskocher als auch mit einem MSR
> Dragonfly gekocht. Die Apsis des Nallo (das ich mir fast anstelle des VauDe
> gekauft haette) ist auch nicht kleiner als die des Akto, eher groesser, vor
> allem hoeher. Den Benziner muss man natuerlich draussen vorheizen, bis er
> sauber brennt.
>
> Gerade im Akto habe ich mir Gedanken darueber gemacht, was wohl passiert,
> wenn das Zelt im EIngangsbereich Feuer faengt. Notfalls muss man sich halt
> mit einem bereitgelegten Messer auf der anderen Seite einen "Notasugang" ins
> Zelt schneiden. Bei etwas Vorsicht sollte man aber nicht in die Verlegenheit
> kommen. Das Risiko ist mir jedenfalls lieber, als im stroemenden Regen im
> Freien kochen zu muessen...
>
>Bei Gas- und Spirituskocher sehe ich da kein Problem.
>Ich denke mal, das Problem mit den Toten bzw. verletzten, daß Roland
>angesprochen hat, trifft wohl eher auf Wohnwagen und Wohnmobile zu -
>Heizung an, Fenster zu.
Habe mal gelesen, daß es beim Höhenbergsteigen öfter schon Tote gegeben hat, mit
Gaskochern. Zuletzt (vor einem Jahr?) eine Französin mit einem Sherpa.
In der Apsis habe ich allerdings auch schon oft mit einem Benzin-Kocher gekocht,
und mache mir da weiterhin keine Sorgen.
Robert
Hi Marcus,
>Gerade im Akto habe ich mir Gedanken darueber gemacht, was wohl passiert,
>wenn das Zelt im EIngangsbereich Feuer faengt. Notfalls muss man sich halt
>mit einem bereitgelegten Messer auf der anderen Seite einen "Notasugang" ins
>Zelt schneiden. Bei etwas Vorsicht sollte man aber nicht in die Verlegenheit
>kommen. Das Risiko ist mir jedenfalls lieber, als im stroemenden Regen im
>Freien kochen zu muessen...
falls jemand sein altes Zelt für einen Versuch mal zur Verfügung
stellen möchte, die heutigen Zelte sind schwerentflammbar.
Ich glaube nicht, daß das Zelt so schnell anfängt zu brennen, aber ein
bereit gelegtes Messer ist natürlich nicht verkehrt.
Guido Eink schrieb:
> aber ein
> bereit gelegtes Messer ist natürlich nicht verkehrt.
Das bedarf einer Erklärung??!
> falls jemand sein altes Zelt für einen Versuch mal zur Verfügung
> stellen möchte, die heutigen Zelte sind schwerentflammbar.
Hallo Guido!
Woher nimmst Du dieses Wissen. Soweit ich informiert bin, ist
Schwerentflammbarkeit nur in den USA für Zelte vorgeschrieben. Da
entsprechende Ausrüstungen die sonstigen Gebrauchseigenschaften
verschlechtern können, bin ich mir nicht so sicher ob europäische Zelte
entsprechend ausgerüstet sind. Ganz abgesehen davon muß das Zelt ja gar
nicht anfangen zu brennen. Geschmolzenes Nylon ist auch ausreichend für
ziemlich häßliche Verbrennungen.
Gruß
Elger
Hi Axel,
wieso?
Ich habe Marcus doch zitiert bzw. gequotet und darin sagt er: "das er
ein Messer bereit hält beim Kochen, um sich notfalls einen Notausgang
zu schneiden.
Und das ist bestimmt nicht verkehrt.
Hi Elger,
>Hallo Guido!
>Woher nimmst Du dieses Wissen. Soweit ich informiert bin, ist
>Schwerentflammbarkeit nur in den USA für Zelte vorgeschrieben. Da
>entsprechende Ausrüstungen die sonstigen Gebrauchseigenschaften
>verschlechtern können, bin ich mir nicht so sicher ob europäische Zelte
>entsprechend ausgerüstet sind. Ganz abgesehen davon muß das Zelt ja gar
>nicht anfangen zu brennen. Geschmolzenes Nylon ist auch ausreichend für
>ziemlich häßliche Verbrennungen.
eine Quellenangabe kann ich leider momentan nicht geben.
Mit der Schwerentflammbarkeit für Zelte in den USA ist korrekt, da
lief mal ein Thread zu.
Ich bin hier von besseren PU beschichteten Zelten ausgegangen und bei
diesem Zelten dürfte es nicht sofort anfangen zu brennen, wenn man mal
kurz ein Feuerzeug dranhält bzw. den Brenner.
Ich schau´ mal in meinen Unterlagen, vielleicht finde ich ja noch was.
Ich habe aber lieber ein brennendes Zelt, als ein tropfendes.
P.S. Ich habe gerade mal ein eMail an VauDe geschrieben, sobald
kompetente Antwort vorliegt, poste ich sie.
>Hi,
>
servus Guido,
>
>Kohlenmonoxid (CO) ensteht eher bei unvollständiger und schlechter
>Verbrennung, tippe daher eher auf Benzinkocher und besonders auf
>Petroleum- und Dieselkocher.
>Bei Gas- und Spirituskocher sehe ich da kein Problem.
>Ich denke mal, das Problem mit den Toten bzw. verletzten, daß Roland
>angesprochen hat, trifft wohl eher auf Wohnwagen und Wohnmobile zu -
>Heizung an, Fenster zu.
>
das stimmt so eher nicht. CO entsteht nicht nur bei schlechter
verbrennung. es gibt das sog. Boudouardsche Gleichgewicht. kurz
zusammengefasst kann man sagen, dass zwischen CO2 und CO ein
gleichgewicht herrscht, das temperaturabhaengig ist.
d.h. bei 100grad hast du 0Vol% CO bei 1000grad aber 100vol%!!
d.h. bei sagen wir 500grad hast du 50 Vol% CO.
dies sind zugegeben theoretische zahlen, aber im grunde sagen sie aus,
dass man bei jedem brenner mit nicht zuwenig CO im abgas rechnen
sollte!!
Alex
>Kohlenmonoxid (CO) ensteht eher bei unvollständiger und schlechter
>Verbrennung, tippe daher eher auf Benzinkocher und besonders auf
>Petroleum- und Dieselkocher.
Im Himalaya ist es absolut üblich, mit den großen, stinkenden
Petroleumkochern im Zelt zu kochen. Abgesehen von dem Gestank und dem
Krebsrisiko durch eingeatmeten Ruß ist mir nix zu Ohren gekommen, daß
sich da mal jemand akut vergiftet hätte - scheint also doch nicht so
wild zu sein mit dem Kohlenmonoxid.
Gruß, Walter
Hallo,
hab' schon gesehen, wie versucht wurde ein Zelt abzubrennen
(war'n ein paar so 'verrueckte' am Rockkonzert, die zu faul waren
ihr Zelt wieder abzubauen).
Brannte zwar, aber lange nicht so schnell, wie ich mir das vorgestellt
habe. Es war also einige Zuendelarbeit noetig, bis es 'in Flammen'
stand.
Ist zwar generell nicht gesund fuer's Zelt, aber ich denke, es sollte
eigentlich da nie ein Problem geben noch rauszukommen, wenn es
wirklich mal brennt.
Paddy
Hi Alexander
>
>das stimmt so eher nicht. CO entsteht nicht nur bei schlechter
>verbrennung. es gibt das sog. Boudouardsche Gleichgewicht. kurz
>zusammengefasst kann man sagen, dass zwischen CO2 und CO ein
>gleichgewicht herrscht, das temperaturabhaengig ist.
>
>d.h. bei 100grad hast du 0Vol% CO bei 1000grad aber 100vol%!!
>
>d.h. bei sagen wir 500grad hast du 50 Vol% CO.
>
>dies sind zugegeben theoretische zahlen, aber im grunde sagen sie aus,
>dass man bei jedem brenner mit nicht zuwenig CO im abgas rechnen
>sollte!!
>
Das Boudouardsche Gleichgewicht tritt nur in Kraft, in denen CO und C
bei höheren Temperaturen als Reduktionsmittel eingesetzt werden.
Gleichgewicht: CO2 + C <=> 2 CO
Die Lage des Gleichgewichts ist stark Temperatur- und Druckabhängig.
CO ensteht z. B. beim Verbrennen von Kohle bei ungenügender
Luftzufuhr.
Quelle: Latsch, Klein - Anorganische Chemie
P. S. Meine Aussage dürfte demnach wohl so stehenbleiben, aber wir
können das ja per Mail weiterdiskutieren. :-)
--
Bis dann Guido <;-))
>Ist zwar generell nicht gesund fuer's Zelt, aber ich denke, es sollte
>eigentlich da nie ein Problem geben noch rauszukommen, wenn es
>wirklich mal brennt.
Ich fürchte, das ist ein bißchen sehr optimistisch:
Durch den Zelteingang (sofern das Zelt nur einen hat) kann man
höchstwahrscheinlich nicht raus, weil da ja der Brand entstanden ist
und vermutlich immer noch der umgefallene Kocher samt Inhalt und
anderer brennender Sachen im Weg steht. Und im Zelt verliert man
verflucht schnell jegliche Sicht und damit in der Panik auch jegliche
Orientierung, weil so ein kleines Zelt sich natürlich ganz fix mit
Qualm füllt. Selbst wenn man ein Messer bereitliegen hat, um sich den
Weg ins Freie zu schneiden: das muß man in der Situation auch erst mal
finden...
Gruß, Walter