Beginn des weitergeleiteten Beitrag:
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Wieder zwei tote Faltbootkameraden
Abgeschickt von Historisches Faltbootkabinett am 18. Januar, 1999 um
20:44:08:
Autor: Dirk Bredow, bre...@t-online.de
> Seit Ende Dezember werden auf dem 268 ha. großen Rheinsberger See (Brandenburg) zwei Paddler
> vermißt.
> Die beiden Berliner Paddler Thomas Ronniger (25) und Ulrich Brade (31) machten wahrscheinlich am 29.
> Dezember ihren RZ85 im Grienericksee fahrbereit und brachen dann zum Rheinsberger See auf. Seit Ihrem
> Aufbruch sind sie verschollen. Ende Dezember lagen die Temperaturen in der Mecklenburgisch-
> Brandenburgischen Seenplatte bei ca. 5Grad Luft und 2-4 Grad Wasser, auf dem Rheinsberger See war nur
> noch eine schmale Fahrrinne eisfrei.
> Am 17. Januar wurde dann das Faltboot am Ufer des Rheinsberger Sees gefunden. Die Bootshaut war auf
> beiden Seiten knapp unter der Wasserlinie aufgeschnitten, im Boot lagen noch die wasserfesten Packsäcke
> der beiden, u.a. mit Personalausweis und Scheckkarte. Die Suchaktion nach den vermißten Paddlern wurde
> ergebnislos abgebrochen.
> Es ist zu vermuten, daß die Sportfreunde versucht haben, mit ihrem Boot durch die Eisdecke zum Ufer
> durchzubrechen und dabei das Boot aufgeschlitzt wurde. Die Eisdecke war zu diesem Zeitpunkt nicht
> begehbar.
> Bei diesen Wassertemperaturen hatten beide nur 5 bis 10min Zeit, um z.B. nach einer Kenterung oder dem
> unfreiwilligen Verlassen des Bootes an das Ufer zu kommen. Hätten sie z.B. eine Schwimmweste getragen,
> so wären die toten Körper schon gefunden worden. So ist zu erwarten, daß erst im Frühsommer der See
> die Überreste freigibt. Leider müssen wir an diesem traurigen Anlaß wieder erkennen, daß gerade beim
> Wasserwandern in scheinbar harmlosen Gewässern wie in der Seenplatte durch viele Paddelfreunde
> grundlegende Sicherheitsvorkehrungen ignoriert werden und es dadurch in jedem Jahr zu schweren und
> schwersten Unfällen kommt. Versucht sich jemand im Wildwasser ohne Sicherheitsausrüstung, so erklären
> wir ihn für verrückt. Im Zahmwasser eine Schwimmweste zu tragen oder gar -wie im Winter notwendig-
> Neopren- oder Trockenanzüge anzulegen dagegen wird belächelt und als Anfängerverhalten eingestuft.
> Dabei haben allein auf der Müritz schon mehr Paddler den Tod gefunden als auf unseren deutschen
> Wildwasserflüssen.
>
> Dirk Bredow
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Ende des weitergleiteten Beitrags
Ich bin immer betroffen, wenn Paddler verletzt werden oder gar sterben,
auch wenn ich sie persönlich nicht kenne / kannte. Das hängt wohl damit
zusammen, daß ich eben den gleichen Sport betreibe. Mein Mitgefühl gilt
den Familien und Freunden der Beiden, die so jung gestorben sind.
Wahrscheinlich haben sie Fehler gemacht, haben die Gefahr der Kälte
unterschätzt, genaues wissen wir nicht. Aber wer von uns ist nicht schon
mal leichtsinnig gewesen beim Paddeln, im Wildwasser oder auf
Großgewässern.
Ich gebe Dirk recht wenn er auf das mangelnde Sicherheitsbewußtsein
vieler Flachwasserpaddler hinweist. Ich selbst habe mich schon dabei
ertappt, daß ich überlege, ob ich im Faltboot den Trockenanzug anziehen
soll. Dieser "Astronautenlook" paßt irgendwie nicht zu dem nostalgischen
Flair der Boote und ihrer Geschichte. Aber natürlich ist das Unsinn,
denn Sicherheit beim Paddeln muß immer an erster Stelle stehen, auch
wenn jeder da seine Kriterien selbst bestimmt.
Im Wildwasser ist die Situation etwas anders, aber auch da trifft man
manchmal auf ziemlichen Leichtsinn. Vorletztes Jahr habe ich am Inn zwei
(sicherlich sehr gute) Paddler getroffen, die die Ardez-Schlucht (WW
V-VI) ohne Schwimmwesten gepaddelt sind, die hatten sie *vergessen*.
Im letzten Jahr habe ich mit Anderen zusammen mehrere
Kanadierfahrer und deren Boote aus einem Wehr des Ibie (Nebenfluß der
Ardeche) gezogen. Die waren (teils völlig ohne Auftriebskörper) in den
Rücklauf gerauscht, *obwohl* wir ihnen von unten *eindeutige* Zeichen
gegeben hatten, daß sie nicht fahren sollen. Als ich einen hinterher
fragte, warum er denn gefahren sei sagte er, *irgendwer* (wer, wußte er
nicht mehr) habe beim Umsetzen der Autos gesagt, da käme ein Wehr, das
sei aber kein Problem.
Besonders geärgert habe ich mich über Paddler, die mit verschränkten
Armen daneben standen und das ganze als Schauspiel ansahen.
All dies war für mich der Anlaß, im Sommer 98 einen Sicherheitslehrgang
im WW zu belegen (beim Wildwasserzentrum der Naturfreunde in Wildalpen
an der Salza). Sowas kann ich nur jedem empfehlen, es gibt schließlich
auch Sicherheitskurse für das Fahren auf Großgewässern und offener See.
Ich hoffe, daß dieser Beitrag einen Anstoß gibt, über Sicherheit beim
Kanufahren zu diskutieren. In den englischsprachigen newsgroups und
mailinglisten ist das ständig Thema, im deutschsprachigen Bereich bisher
kaum.
Ich wünsche allen ein sicheres Paddeln und Spaß auf dem Wasser.
Rainer
--
Rainer Schröter, Marburg
Sorry, aber fuer mich ist das kein Thema hier:
Das einzige was zaehlt: Maximum Sicherheit.
Ich habe hier in der ng bisher noch niemanden gegenteiliger Meinung
getroffen.
Ich, als Kanulehrer oder privat unterwegs, nehme mangelhaft ausgeruestete
Leute keinesfalls mit oder dulde sie bei mir (letzteres ist lt. gesetzt
auch mitnehmen; als Kanulehrer bin ich dann trotzdem in Garantenstellung).
Leichtsinn gibt es immer wieder. Aber ist den Leuten denn zu helfen? Ich
Versuche mit Diskussionen dann Einsicht zu erlangen. Aber meist gelingt
dies nicht. Leider.
> Ich wünsche allen ein sicheres Paddeln und Spaß auf dem Wasser.
dito :-)
ciao
--
Jens W. KLEIN aka "Jensens" Student der Medieninformatik
mailto:jen...@inparo.com Fachhochschule Furtwangen
http://www.ghb.fh-furtwangen.de/~jensens Fachbereich Digitale Medien
> Sorry, aber fuer mich ist das kein Thema hier:
> Das einzige was zaehlt: Maximum Sicherheit.
Aber da fängt das Dilemma doch schon an, was ist denn Maximum an Sicherheit? Ab
welcher Seegröße und Wassertemperatur ist denn ein Trockenanzug wirklich nötig?
Muß ich für eine kleine Nachmittagstour auf einem Binnensee wirklich eine
Schwimmweste mitnehmen?
Diese und viele andere Fragen werden doch von vielen vollkommen unterschiedlich
beantwortet.
Meiner Meinung nach sollte dieses Thema wirklich mehr in den Vordergrund bei
diversen Ausrüstungsdiskussion gestellt werden. Denn es ist wirklich nicht
schlimm, wenn einem irgendwo in Brandenburg der ach so schlechte Aldi-Kocher
kaputt geht. Aber im Winter ohne Trockenanzug zu paddeln ist eben äusserst
gefährlich.
Ich glaube viele, die mal eben auf einen Binnensee paddeln gehen, wissen gar
nicht, daß dies auch richtig gefährlich sein kann. Da Sicherheitsausrüstungen
auch noch ziemlich teuer sind, werden sie manchmal einfach nicht gekauft, da
ihr Wert unterschätzt wird.
Also ich sehe also schon Diskussionsbedarf.
MfG
Carsten
P.S. Ich bin Mitglied der Salzwasserunion (Seekajakverein), und in unseres
Vereinszeitschrift, ist die Sicherheit beim Kajakfahren ein ständiges Thema.
*******************************
CARSTEN DEWITT
HOMEPAGE: http://home.fhtw-berlin.de/~s0081079
DIPLOM: http://141.45.160.18/lon2/
(Webanbindung eines LON-basierten Prozeßsteuerungssystems)
*******************************
Bei Wassertemp. von unter 10 Grad schafft es niemand, auch nur 150/ 200
Meter zu schwimmen. Ich hab das selbst mal nach einer Kenterung,
allerdings dicht vor einem Steg erlebt. Die Temp. bemerkt man garnicht
nur plötzlich wollen die Arme und Beine nicht mehr so und das wird
blitzschnell dramatisch.
Ich kann nur beipflichten, sich z.B. bei der SaU oder entsprechenden
DKV`lern mal kundig zu machen.
Ihr würdet Euch wundern, wie schnell man umkippen kann, selbst in
scheinbarer Ruhe und Frieden ;-)
Bin selbst im letzten Winter, ohne es zu bemerken, auf eine Stahltrosse
eines Bootsstegs aufgefahren und lag im Bach. Ohne Trockenanzug hätte
ich jetzt evtl. schon die domain "rec.heaven/hell.org" ;-)
--
ARND GEHRMANN; Lehrstuhl fuer Informatik II; (D-52056 RWTH Aachen)
Ahornstr. 55; D-52074 Aachen; Germany Tel: (+49/0) 241 / 80-21205
mailto:ar...@informatik.rwth-aachen.de Fax: (+49/0) 241 / 8888-217
http://www-i2.informatik.rwth-aachen.de/arnd (N 50.77840,E 6.05982)
Auf der Tour im Januar (Potsdam-Werder, kleinere Seen) waren wir
(Marian und Paul) zu zweit, jeder fuhr einen schon betagten Pouch
Einer.
Auf dieser Tour hatte ich Paul zwar eine Schwimmweste mitgebracht, er
verstaute sie aber aus ......-Gründen (Ästhetik? Faulheit?
Bequemlichkeit?) *im* Boot!!! Ich habe dazu übrigens auch nichts
gesagt, obwohl ich es bemerkte.
Er hatte außerdem weder Trockenanzug noch Neopren an, nur normale
Goretexjacke und Fleece. In seinem Boot sind *keine* Auftriebskörper
außer einigen Ortliebbeuteln mit Klamotten und Essen!
Ich hatte Trockenanzug, Schwimmweste, Signalraketen und
Auftriebskörper im Boot, samt lifeline etc. Lenzpumpe übrigens nicht
dabeigehabt...
Mir erscheint ein "all in" Rettungsfall in einer solchen Situation
unwahrscheinlich. Insofern sind die Chancen in einem Notfall bei 2
Booten deutlich besser.
Als "Lehre" aus allem werde ich auf meinen Touren künftig stark auf
die Ausrüstung aller Mitpaddler achten (siehe Posting von Jens
Klein).
Noch etwas zu unserer Eispaddeltechnik:
Zunächst sind wir (zum Spaß!! *nachträglich an den Kopf faß*) durch
sehr dünnes Eis gefahren (ca. 0.5mm), das fühlte und hörte sich
tatsächlich sehr scharf an. Später, als das Eis dicker wurde, sind wir
z.T. *durch* das Eis, aber v.a. mit Schwung *auf* das Eis gefahren und
haben es durch Kippeln zum Brechen gebracht. Nein, eher dazu, sich
unter die anderen Schollen links und rechts zu schieben, so daß wir
eine freie Rinne für den nächsten Anlauf erhielten. In dieser Phase
gab es keine Möglichkeit des Aufschlitzens, da ja die Bootshaut immer
oberhalb der Schollen blieb.
Ein Aufschlitzen war - in unserer Situation - also v.a. bei dem
Dünneis möglich. Einen experimentellen Nachweis mit entsprechenden
Variationen der Bedingungen werde ich bewußt schuldig bleiben.
Wir haben also Glück gehabt, vielleicht auch weniger Fehler gemacht.
Unser Verhalten war aber in diesem Fall schlechtes Vorbild für
nachfolgende Touren (in dieser Beziehung bin ich ein starker Anhänger
diverser Lerntheorien =>Lernen am Erfolg).
Aber dieses Unglück ist, wenn es denn für irgendetwas gut ist, für
mich eine Lehre, was alles passieren kann.
So etwas kann man sich gar nicht oft genug in den Kopf hämmern.
Ich denke, Sicherheitsdenken hier in Deutschland ist, gerade bei den
Flachwasser/Tourenpaddlern extrem wenig verbreitet, ja sogar verpönt.
Schwimmwesten gelten als Spleen für "Weicheier", Übervorsichtige etc.
Kälteschutzkleidung im Winter/Frühjahr ebenfalls.
Dazu kommen noch oben beschriebene Denk- und Lernprozesse (ist ja nix
passiert! Ich bin noch nie gekentert! etc.), sicherheitsunsensible
Mitpaddler/Vereinsmitglieder, allgemeine Gruppenprozesse (los komm,
das probieren wir mal aus, kneif nicht!). Vielleicht irgendwann eine
zu gefährliche Anhäufung von dummen Umständen.
Marian
*** Marian Gunkel *** mar...@faltboot.de ***
http://www.faltboot.de DIE Faltbootseite im Netz
http://amor.rz.hu-berlin.de/~h0444juz/pouch.htm
[Pouch folding kayaks - Inofficially]
Nichts zu sagen ist m.E. der groesste Fehler. Das soll jetzt keine
Anschuldigung sein - ich weiss wie es ist, wenn ich einem mir sonst sozial
gleichgestelltem Menschen mit einmal ueberzeugend argumentierend aber
autoritaer beibringen soll, was er zu tun oder sein zu lassen hat - aber
ich denke, das man da besser frueher als spaeter ueber seine Hemmungen
hineg uss und einfach sagen muss: "Zieh die Weste/ Helm an!"
Haeufig hilft ja auch das Argument, dass die Weste auch waermen wuerde,
wegen des Schaumstoffes!
[..]
> Ich denke, Sicherheitsdenken hier in Deutschland ist, gerade bei den
> Flachwasser/Tourenpaddlern extrem wenig verbreitet, ja sogar verpönt.
> Schwimmwesten gelten als Spleen für "Weicheier", Übervorsichtige etc.
> Kälteschutzkleidung im Winter/Frühjahr ebenfalls.
> Dazu kommen noch oben beschriebene Denk- und Lernprozesse (ist ja nix
> passiert! Ich bin noch nie gekentert! etc.), sicherheitsunsensible
> Mitpaddler/Vereinsmitglieder, allgemeine Gruppenprozesse (los komm,
> das probieren wir mal aus, kneif nicht!). Vielleicht irgendwann eine
> zu gefährliche Anhäufung von dummen Umständen.
[..]
So ist es wohl und ich verbessere mich: Es ist wohl doch Diskussionsbedarf
da.
Frohes und sicheres Paddeln!
>So ist es wohl und ich verbessere mich: Es ist wohl doch Diskussionsbedarf
>da.
Das denke ich auch !!! Und ich bin froh, daß dieses Thema einmal
angesprochen wurde.
Ich habe schon einige Touren hinter mir, drei in Skaninavien und eine
auf der Dordogne in Frankreich. Also sozusagen fortgeschrittener
Anfänger. Ein guter Schwimmer bin ich nicht, ich kann mich über Wasser
halten, ob das allerdings auch in voller Kleidung geht habe ich noch
nicht ausprobiert. Und wie ich wieder in einen Kanadier hineinkomme,
wenn ich einmal im Wasser liege weiß ich auch nicht. Zum Glück ist es
noch nie passiert. Ich gebe auch zu, daß ich nicht immer die
Schwimmweste anhabe, bei meinen Schwimmkünsten sicher leichtsinnig.
Was mich nun irritiert ist, daß einige Diskussionsteilnehmer die
Schwimmweste allein nicht für ausreichend betrachten.
Meine Frage: Gilt das nur für Wassertemperaturen unter 10 Grad? Wie
seht Ihr das im Hochsommer. Da reicht doch wohl eine Schwimmweste,
oder?
Viele Grüße
Peter
--
Peter Asmussen Bremen/Köln
pe.as...@gmx.de Fax (0 40) 360 300 64 60
"Mancher Mann studiert sich frigid." (Lichtenberg)
> Bei Wassertemp. von unter 10 Grad schafft es niemand, auch nur 150/ 200
> Meter zu schwimmen. Ich hab das selbst mal nach einer Kenterung,
> allerdings dicht vor einem Steg erlebt. Die Temp. bemerkt man garnicht
> nur plötzlich wollen die Arme und Beine nicht mehr so und das wird
> blitzschnell dramatisch.
Es gab mal ein Kanu-Magazin mit einem Artikel zum Kaeltepaddeln, da
ging es um die Zeit, die man mit unterschiedlicher Ausruestung bei
verschiedenen Wassertemperaturn hat bis man a) sich nicht mehr sicher
bewegen kann, b) wahrscheinlich stirbt.
Ich kann das Heft nicht mehr finden und auch keine solche Tabelle im
Netz. Ich war damals jedenfalls sehr beeindruckt, wie *wenig* Zeit
einem bleibt, und sei es nur, um wieder ins Boot zu kommen.
Hat jemand die Tabelle griffbereit oder besser noch eine URL, wo sowas
steht?
> Ihr würdet Euch wundern, wie schnell man umkippen kann, selbst in
> scheinbarer Ruhe und Frieden ;-)
> Bin selbst im letzten Winter, ohne es zu bemerken, auf eine Stahltrosse
> eines Bootsstegs aufgefahren und lag im Bach. Ohne Trockenanzug hätte
> ich jetzt evtl. schon die domain "rec.heaven/hell.org" ;-)
Schoen, dass es Dich noch gibt (keine Ironie!).
Da Marian angefangen hat sich zu "outen", will ich hier auch
schreiben, welche Fehler ich gemacht habe, die zum Glueck
konsequenzlos blieben. Es geht ja nicht nur ums Winterpaddeln.
Ich war letzten Herbst zum Faltboot-Segeln am Edersee. Die
Wassertemperatur weiss ich nicht genau, aber warm war der See nicht.
Das Wetter war aber sehr sommerlich, so sind wir mit Shorts und
T-Shirt gepaddelt / gesegelt. Das war sicher nicht sehr gefaehrlich,
da der See voll mit Seglern und anderen Booten war. Nachmittags sind
wir dann irgendwo Kaffetrinken gegangen und haben in der Sonne gelegen
und es war wunderbar, bis wir merkten, dass es allmaehlich kalt und
dunkel wurde. Wir hatten noch eine gute Stunde fuer den Rueckweg
(paddeln) und mussten auch den See queren, konnten also nicht in
Ufernaehe bleiben. Kaum ein Boot war noch unterwegs und in der
Daemmerung waeren wir auch kaum gesehen worden, wenn wir Hilfe
gabraucht haetten.
Es war ein schoener, ruhiger Tag und die Gaensehaut hab ich erst viel
spaeter bekommen, als ich die oben genannte Tabelle wieder vor Augen
bekam. Danach blieben uns ganze 20 Minuten bis zur partiellen Laehmung
der Muskulatur. Im Ernstfall vielleicht zu wenig Zeit.
Ich denke, so eine Tabelle sollte man auch im Hochsommer dabei haben,
die Wassertemperatur messen und sich klar machen, welche Chancen man
im Ernstfall hat. Dann faellt es sicher jedem leichter, seine
Schwimmweste und die Neoklamotten (oder Trockenanzug) anzuziehen,
zumindest dabei zu haben um sie anzuziehen, wenn die Bedingungen
schlechter werden (geht natuerlich nicht gut in offenem Wasser sondern
nur, wenn man mal schnell an Land paddeln kann).
Im Wildwasser kann ich mich an solche Fehler von mir nicht erinnern,
sehr wohl aber an Fehler bei Rettungs- und Bergeaktionen (sowohl bei
der Selbst- wie bei der Fremdrettung). Ich glaube da gibt es ganz viel
Informations- und besonders Uebungsbedarf.
Soweit fuer heute, ich bin froh, dass wir hier in diese Diskussion
kommen.
Gruesse und Spass beim Paddeln
Rainer
--
R. Schroeter, Marburg
>Was mich nun irritiert ist, daß einige Diskussionsteilnehmer die
>Schwimmweste allein nicht für ausreichend betrachten.
>
>Meine Frage: Gilt das nur für Wassertemperaturen unter 10 Grad? Wie
>seht Ihr das im Hochsommer. Da reicht doch wohl eine Schwimmweste,
>oder?
Kommt halt immer auf die Wassertemperaturen an, auch im
Frühjahr/Sommer. Die Amerikaner haben da so eine nette Formel, bei der
sie Wasser- und Lufttemperatur zusammenzählen und dann entscheiden,
wieviel Kälteschutzkleidung sie anziehen.
Habe ich leider nicht mehr im Kopf (liegt auch daran, daß ich diese
Umrechnungsformel von Fahrenheit in Celsius immer vergesse :-).
Wichtiger scheint mir allerdings die Wassertemperatur zu sein.
Auf diversen Seen in Südschweden (ja, noch ein Outing: ich war mal in
Smaland paddeln, allerdings im Oktober und April) war es an
windstillen Tagen unheimlich warm, die Wassertemperatur lag allerdings
im 5-10°C -Bereich. Dies soll auch im Sommer nicht *viel* höher
werden. Wenn Du also beim "Aussteigen" Deine Schwimmweste nicht
anhast, weils ja viel zu warm war, hast Du im Wasser ganz schlechte
Karten.
John Dowds (Seekajak-Guru) Devise: "Dress for the event of capsize".
Alles unter 15°C ist ziemlich schnell gefährlich. Erschöpft kannst Du
schon nach 20 Minuten sein. Scheint mir auf Binnenseen allerdings eine
gute Zeit sein, um wieder ins Boot zu kommen. Wenn Du kenterst, hast
Du aber entweder "nicht aufgepaßt" oder die Bedingungen sind so
besch..., daß Du auch Schwierigkeiten hast, wieder hineinzukommen oder
eine zweite Kenterung zu vermeiden.
Und da kommen wir auch schon zu einem anderen wichtigen Aspekt: Wenn
Du eine Schwimmweste *und* Kälteschutzkleidung trägst und kenterst,
wirst Du sicher weniger paniken als "ohne alles". Ein Neopren oder
Trockenanzug gibt Dir psychische Sicherheit, Wärme und v.a. Ruhe, um
zu überlegen, was Du als nächstes machst, wenn Du im Bach liegst. Boot
ausleeren und sofort wieder einsteigen? Oder warten, bis das
Motorboot/der Paddler näherkommen und Dir helfen/Dich stützen etc.?
So ein Trockenanzug verhindert auch effektiv (schwimmt sich
besch....), daß Du Dein Boot verläßt und in Panik ans "nahe" Ufer
schwimmst und zwischendurch absäufst....
just my 3 Pfennig.
Marian
*** Marian Gunkel *** mar...@faltboot.de ***
http://www.faltboot.de DIE Faltbootseite im Netz
http://amor.rz.hu-berlin.de/~h0444juz/dpouch.htm
[Pouch Faltboote - Inoffiziell]
>Es gab mal ein Kanu-Magazin mit einem Artikel zum Kaeltepaddeln, da
>ging es um die Zeit, die man mit unterschiedlicher Ausruestung bei
>verschiedenen Wassertemperaturn hat bis man a) sich nicht mehr sicher
>bewegen kann, b) wahrscheinlich stirbt.
>Ich kann das Heft nicht mehr finden und auch keine solche Tabelle im
>Netz. Ich war damals jedenfalls sehr beeindruckt, wie *wenig* Zeit
>einem bleibt, und sei es nur, um wieder ins Boot zu kommen.
>Hat jemand die Tabelle griffbereit oder besser noch eine URL, wo sowas
>steht?
Ich habe nur einen Artikel gefunden (Kanu-Mag 5/95, Sicherheit im
Salzwasser, Udo Beier, S. 52).
<Zitat>
Kleidung:
Immer so kleiden, daß man beim Paddeln/Kentern nicht unterkühlt. Bei
Luft- bzw. Wassertemperaturen von über +15°C reicht i.d.R. eine
Windschutzjacke aus. Gehen die Temperaturen darunter, sollte man
Kälteschutzkleidung tragen (z.B. Neopren, besser Trockenanzug). Unter
+10°C eine Neoprenkopfhaube aufsetzen. Über 1/3 der Körperwärme wird
über den Kopf abgestrahlt, ferner beugt der Kopfschutz
Kälteschockreaktionen (z.B. Atemnot, unkontrolliertes Atmen,
Gleichgewichtsverlust unter Wasser) vor. Bei Kälte halten Handschuhe
o.ä. die Finger warm und beweglich (wichtig z.B. beim Schließen der
Spritzdecke).
Wer länger im Meer schwimmt, hat schlechte Karten: die
durchschnittliche Überlebensdauer liegt bei +10°C Wassertemperatur mit
Trockenanzug bei 6h, mit Neopren bei 3h und mit üblicher
Flußpaddlerbekleidung unter 1h, wobei das Erschöpfungsstadium u.U.
schon nach 20 Minuten erreicht sein kann! Wer ausgehungert,
ausgelaugt, "ausgepowert" oder gesundheitlich angeschlagen ist,
unterkühlt noch schneller.
</Zitat>
>Da Marian angefangen hat sich zu "outen",
:-)
> will ich hier auch
>schreiben, welche Fehler ich gemacht habe, die zum Glueck
>konsequenzlos blieben. Es geht ja nicht nur ums Winterpaddeln.
Gute Idee. Auch im Sommer kann jede Menge passieren.
>Es war ein schoener, ruhiger Tag und die Gaensehaut hab ich erst viel
>spaeter bekommen, als ich die oben genannte Tabelle wieder vor Augen
>bekam. Danach blieben uns ganze 20 Minuten bis zur partiellen Laehmung
>der Muskulatur. Im Ernstfall vielleicht zu wenig Zeit.
Ich kenne den Edersee nicht. Allerdings sollte, wenn das Wetter stabil
ist, man mit einem Faltbootzweier nicht so schnell kentern...
Wenn ich allerdings an das von Arnd berichtete Erlebnis denke... Man
kann gar nicht so dumm denken, wie es kommt...
>Soweit fuer heute, ich bin froh, dass wir hier in diese Diskussion
>kommen.
dito.
> >Hat jemand die Tabelle griffbereit oder besser noch eine URL, wo sowas
> >steht?
>
> Ich habe nur einen Artikel gefunden (Kanu-Mag 5/95, Sicherheit im
> Salzwasser, Udo Beier, S. 52).
Das Hauptproblem mit solchen Tabellen ist wohl, daß sie ziemlich ungenau
sind. Die angebrachte Bekleidung hängt extrem von den Umständen (Paddler
erschöpft hungrig) und vom Paddler selbst (dick, dünn, sportlich) ab.
Als Beispiel fällt mir ein Seekajakkurs an der Nordsee ein, an dem ich im
vorigen Sommer teilgenommen habe. Es war das wärmste Wochenende des Jahre
Wassertemp. bei ca. 15 Grad C. Die ersten Planschübungen machten wir gleich
am Freitagabend (nach einer 5 h Autofahrt von Berlin nach
Fedderwaddersiel). Ich hatte einen Neo (3mm) an, habe aber nach kurzer Zeit
im Wasser angefangen zu zittern, und meine Lust am ständigen im Bach
liegen, war bald nicht mehr so groß.
Nachdem ich gut geschlafen hatte, ging es mir nächsten Tag überhaupt nicht
so, mir war warm im Wasser und ich hatte Riesen Spaß bei der Sache.
Meiner Meinung nach ist das beste, man findet das alles für sich selbst
raus, in dem man Kenter- und Rettungsübungen durchführt. Wenn man eine
solche Situationn oft genug übt, ist es dann im Ernstfall viel einfacher
die richtigen Dinge zu tun, auch hat man dann wohl ein besseres Gefühl
welche Bekleidung bei welcher Wassertemperatur angebracht ist.
Mal Hand aufs Herz, wer hat schon mal nur so sein Boot zum Kentern
gebracht? Schließlich ist das Ding danach so voll Wasser, daß man ewig
braucht um es wieder zu leeren. Aber das ist dann im Ernstfall auch so! Ich
werde das jedenfalls sobald wie möglich ausprobieren.
> Ich kenne den Edersee nicht. Allerdings sollte, wenn das Wetter stabil
> ist, man mit einem Faltbootzweier nicht so schnell kentern...
Naja, beim Segeln geht das glaube ich schneller als man sich das so
vortellt, oder?
Tschau Carsten
>Das Hauptproblem mit solchen Tabellen ist wohl, daß sie ziemlich ungenau
>sind. Die angebrachte Bekleidung hängt extrem von den Umständen (Paddler
>erschöpft hungrig) und vom Paddler selbst (dick, dünn, sportlich) ab.
Stimme vollkommen zu. Wie sich im Thread abzeichnet, gibt es eh keine
allgemeine Richtlinie, was die erforderliche Bekleidung/Ausrüstung in
einer bestimmten Situation angeht. Zuviele Faktoren...
Also im Zweifelsfall: lieber ein Fleece mehr unterm Trockenanzug...
>Mal Hand aufs Herz, wer hat schon mal nur so sein Boot zum Kentern
>gebracht? Schließlich ist das Ding danach so voll Wasser, daß man ewig
>braucht um es wieder zu leeren. Aber das ist dann im Ernstfall auch so! Ich
>werde das jedenfalls sobald wie möglich ausprobieren.
Abgemacht, wir treffen uns am Mittwoch auf dem Müggelsee! :-)
Und wehe Dir, Du bist nicht da. Ich wollte schon immer mal sehen wie
Dein Looksha rollt...
>> Ich kenne den Edersee nicht. Allerdings sollte, wenn das Wetter stabil
>> ist, man mit einem Faltbootzweier nicht so schnell kentern...
>
>Naja, beim Segeln geht das glaube ich schneller als man sich das so
>vortellt, oder?
<Kleinvieh zusammenzähl>
Rainer schrieb aber:
>Wir hatten noch eine gute Stunde fuer den Rueckweg
>(paddeln) und mussten auch den See queren, konnten also nicht
Empfinde ich eindeutig als Nicht-segeln, das (paddeln).
</Kleinvieh zusammenzähl>
Bis zum Mittwoch:-)
Pfingsten, an der Ardeche (ca 12°C Wasser 18°C Luft) hatte ich mit der Familie
ein Erlebnis, das in diesem Zusammenhang weitere Fragen aufwirft.
Nach "Le Canal" schwamm ein Kayaker. Blutiger Anfänger, in shots und T-shirt
(Schwimmweste hatte er an). Seine Mitpaddler waren anscheinend weder fähig noch
ausgerüstet Hilfe zu leisten. Der Schwimmer war blass, blaue Lippen und kaum
noch ansprechbar. Er klammerte sich an eine Wurzel, die aus einer Felsspalte
lurte. Die Wand war zu steil um nach oben abzubergen.
Wir unterwegs mit Schlauchkanadier, Wurfleine aber zwei kleine Kinder an Bord.
1. Fehlentscheidung: Anstatt erst uns (respektive die Kinder) zu sichern
entschieden wir den Mann (ca. 90 Kg) am Heck abzuschleppen. Diese Masse konnten
wir nicht ins Boot hieven. (Gerade ein Schlauchkanadier ist sehr kippstabil,
aber nicht gerade das Manövrierfähigste Gefährt.)
2. Unterschätzt: Haben wir die eigene Fähigkeit mit diesem TREIBANKER mittels
Seilfähre den Kameraden auf die richtige Seite zu bringen, wo seine Mitpaddler
warteten. Anstatt eben mal rüber zu paddeln, verloren wir ca 200 !!!m Fluß bis
wir auf der richtigen Seite in ruhigem Kehrwasser völlig ausgepowert
anlandeten. Der Schwimmer klammerte völlig apartisch an der Griffschlaufe und
war zu keiner unterstützenden Bewegung imstande. Drei Tage zuvor war ca. 4m
über Normalwasser. Der Flußpegel in Vallon war gerade eben auf Grün, das Wasser
war aber noch entsprechend wuchtig!. Ein Wunder, daß der Klops uns nicht
zwischendurch abgesoffenen ist weil
3. Wir vergessen hatten den Verunfallten zu sichern und auf den 200 metern
Stromschnellen uns mit diesem Ballast an die eigene Stabilitätsgrenze brachten.
Im Nachhinein denke ich wäre es geschickter gewesen den Schimmer mit wurfleine
zu sichern, am losen Ende zum anderen Ufer zu paddeln (ohne Treibanker kein
Problem) und mit seinen Mitpaddlern zusammen den Schwimmer an der Wurfleine
rüberzupendeln. Die ganze Aktion hätte so gute 2 Minuten gedauert.
Anstattdessen hatte die vermeintlich schnellere Alternative erheblich mehr Zeit
benötigt und alle Beteiligten in nicht zu unterschätzende weitere Gefahr
gebracht.
Fazit: Hätte ganz schon dumm ausgehen können. Was nützt die beste Ausrüstung,
wenn man sie nicht richtig einsetzt?
Seitdem üben wir häufiger den Umgang mit der Ausrüstung.
Oberste Regel: Erst Hirn einschalten, sich einen umfassenden Überblick
verschaffen und dann erst zielgerichtet agieren
Better luck next time
--
Jürgen
Besucht uns auf
http://www.geocities.com/yosemite/geyser/6010
J.L.Finger´s Outdoor-Seite
Kanu, Kayak, Berge und mehr .....
Wäre schön , wenn sich noch wesentlich mehr "outen " würden. Schließlich kann
man aus den Fehlern anderer viel für das eigene Verhalten lernen.Leider
werden solche Erfahrungen oft verschwiegen, weil sonst das eigene Ego
angekratzt würde.
Gerade als Vater ertappe ich mich oft, daß man zwar an die Sicherheit der
Kinder denkt, aber die eigene dabei außer acht läßt. Immer streng nach dem
Motto die Kleinen können das ja noch nicht so ... aber mit kann das nicht
passieren.
> >braucht um es wieder zu leeren. Aber das ist dann im Ernstfall auch so! Ich
> >werde das jedenfalls sobald wie möglich ausprobieren.
>
> Abgemacht, wir treffen uns am Mittwoch auf dem Müggelsee! :-)
> Und wehe Dir, Du bist nicht da. Ich wollte schon immer mal sehen wie
> Dein Looksha rollt...
Leider habe ich keine Zeit ;-). Außerdem noch keinen Trockenanzug, wie Du
weisst. Also wird es wohl noch bis zum Frühjahr (Wassertemperatur > 10 Grad C)
dauern. Aber dann, jederzeit!
> <Kleinvieh zusammenzähl>
>
> Rainer schrieb aber:
> >Wir hatten noch eine gute Stunde fuer den Rueckweg
> >(paddeln) und mussten auch den See queren, konnten also nicht
>
> Empfinde ich eindeutig als Nicht-segeln, das (paddeln).
>
> </Kleinvieh zusammenzähl>
Ja, Ja, Ja ich wußte, daß Du es merken würdest :-(. Aber ich habe es schon mal
fast geschafft meinen RZ auf der Spree (kein Wind, keine Wellen) zu kentern,
weil ich meinen Vordermann erschrecken wollte :-). War zum Glück im Sommer und
das Boot ist auch nicht gekentert.
Fazit daraus ist aber, dass es immer irgendwie passieren kann. Ansonsten hätte
Dowd (Dress for the event....) ja unrecht.
Tschau
Carsten
Carsten Dewitt schrieb:
> durchschnittliche Überlebensdauer liegt bei +10°C Wassertemperatur mit
> Trockenanzug bei 6h, mit Neopren bei 3h und mit üblicher
> Flußpaddlerbekleidung unter 1h, wobei das Erschöpfungsstadium u.U.
> schon nach 20 Minuten erreicht sein kann! Wer ausgehungert,
Diese Werte erscheinen mir zu groß, die DGzRS und andere Seenotretter
geben wesentlich kürzere Zeiten an. Selbst in der sommerlichen Ostsee
(also bei 15-20°C) hat Du schon nach 15 Minuten nur noch sehr
schlechte Karten, eine Eigenbergung ist dann schon nicht mehr möglich,
in einer _ohnmachtssicheren_ Weste hat man allerdings noch eine Chance
auf Fremdbergung.
Es sind auch schon Leute in wesentlich kürzerer Zeit ertrunken,
bzw. ohnmächtig geworden und dann erstickt.
Aleks
>Diese Werte erscheinen mir zu groß, die DGzRS und andere Seenotretter
>geben wesentlich kürzere Zeiten an. Selbst in der sommerlichen Ostsee
>(also bei 15-20°C) hat Du schon nach 15 Minuten nur noch sehr
>schlechte Karten, eine Eigenbergung ist dann schon nicht mehr möglich,
>in einer _ohnmachtssicheren_ Weste hat man allerdings noch eine Chance
>auf Fremdbergung.
Du sagst es: _ohnmachtsichere_ Weste. Selbst die DGzRS hat vor kurzem
(nach dem Durchkentern der Alfried Krupp bei dem ja bekanntlich
mehrere Seenotretter ertrunken sind...) ihre Westen ausgewechselt. Und
das sollte einem schon zu denken geben, da sie in der Beziehung nur
das beste Equipment verwenden.
Dazu fällt mir übrigens noch ein Interview mit einen Retter ein, indem
es darum ging, das er als Seenotretter nicht schwimmen könne.
Er meinte nur, das das völlig unnötig sei, da man nach spätestens nach
10-15 Minuten nicht mehr fähig sei, sich zu bewegen....
>Es sind auch schon Leute in wesentlich kürzerer Zeit ertrunken,
>bzw. ohnmächtig geworden und dann erstickt.
Genau. Das passiert nämlich bei 'herkömmlichen' Weste. Dann hilft sie
immerhin noch bei der Leichenbergung, wie hier schon mal ganz richtig
geschrieben... :-/
In diesem Sinne,
Tobias
> Hallo Carsten! Klingt gut, das "Miximum Sicherheit". Sofern es aber nur die
> Ausrüstung betrifft, ist die Betrachtung einseitig.
Stimme ich Dir vollkommen zu, natürlich nützt die beste Ausrüstung nix, wenn man
ansonsten alles falsch macht.
> Fazit: Mit Vorausschau und Selbstdisziplin kommt man auch ohne Trockenanzug weiter
> (hope so) - oder bleibt an Land. Da kanns auch schön sein. So long Frank
Solange Du nicht, wie in dem traurigen Fall, der Anlass für diesen Thread ist, im
Winter bei sehr kaltem Wasser paddeln willst. Ich stehe jedenfalls auf dem Standpunkt,
dass es lebensgefährlich ist, im Winter ohne Trockenanzug zu paddeln. Ich habe diesen
Fehler im vorigen Jahr selbst zwei Mal gemacht, da ich mir ein neues Kajak geleistet
habe und es unbedingt ausprobieren mußte :-(. Mir war aber nicht besonders wohl, wenn
ich mich zu weit vom Ufer entfernt hatte.
Du schreibst, dass man dann eben besser an Land bleiben sollte, aber gerade im Frühling
fällt das doch sehr schwer, obwohl das Wasser immer noch ganz schön kalt ist.
Also eine Mischung aus guter Ausrüstung, Übung und richtigen Entscheidungen bilden wohl
das Maximum an Sicherheit.
Tschau Carsten
Carsten Dewitt schrieb:
> Hallo Frank,
>
> > Hallo Carsten! Klingt gut, das "Miximum Sicherheit". Sofern es aber nur die
> > Ausrüstung betrifft, ist die Betrachtung einseitig.
>
> Stimme ich Dir vollkommen zu, natürlich nützt die beste Ausrüstung nix, wenn man
> ansonsten alles falsch macht.
>
> > Fazit: Mit Vorausschau und Selbstdisziplin kommt man auch ohne Trockenanzug weiter
> > (hope so) - oder bleibt an Land. Da kanns auch schön sein. So long Frank
>
> Solange Du nicht, wie in dem traurigen Fall, der Anlass für diesen Thread ist, im
> Winter bei sehr kaltem Wasser paddeln willst. Ich stehe jedenfalls auf dem Standpunkt,
> dass es lebensgefährlich ist, im Winter ohne Trockenanzug zu paddeln. Ich habe diesen
> Fehler im vorigen Jahr selbst zwei Mal gemacht, da ich mir ein neues Kajak geleistet
> habe und es unbedingt ausprobieren mußte :-(. Mir war aber nicht besonders wohl, wenn
> ich mich zu weit vom Ufer entfernt hatte.
Die Situation kann ich verstehen. Irendwie auch das "Hewwelmann - Syndrom" (mehr, mehr,
mehr ... - bis ich dann auf der Nase liege). Macht schon Sinn, mit den eigenen Gefühlen
achtsam umzugehen.
>
> Du schreibst, dass man dann eben besser an Land bleiben sollte, aber gerade im Frühling
> fällt das doch sehr schwer, obwohl das Wasser immer noch ganz schön kalt ist.
> Also eine Mischung aus guter Ausrüstung, Übung und richtigen Entscheidungen bilden wohl
> das Maximum an Sicherheit.
Carsten: Ich bin auch im Winter auf dem Bodensee unterwegs. Allerdings richte ich die Route
nach meinem Sch...erlebnis im letzten Sommer eben mehr nach der Witterung. Und ziehe dann
zur Sicherheit oft noch etwas ab, um einen Risikospielraum zu behalten.
Gruß, Frank
Vorab, ich habe (fast) keine Erfahrungen im Kanadier, ich fahre
entweder ein WW-Kajak oder Faltboot.
> 1. Fehlentscheidung: Anstatt erst uns (respektive die Kinder) zu sichern=
> entschieden wir den Mann (ca. 90 Kg) am Heck abzuschleppen. Diese Masse k=
> onnten
> wir nicht ins Boot hieven. (Gerade ein Schlauchkanadier ist sehr kippstab=
> il,
> aber nicht gerade das Man=F6vrierf=E4higste Gef=E4hrt.)
Stimmt. Das schlimmste ist, wenn sich Retter selber noch in Gefahr
bringen und damit die ganze Situation verschlechtern.
Aber: Eine Ueberlegung ist schon: Wie lange kann sich der Mensch dort
noch halten, wie schnell bin ich wieder zurueck, wenn ich die Kinder
abgesetzt habe.
> 2. Untersch=E4tzt: Haben wir die eigene F=E4higkeit mit diesem TREIBANKER=
> mittels
> Seilf=E4hre den Kameraden auf die richtige Seite zu bringen, wo seine Mit=
> paddler
> warteten. Anstatt eben mal r=FCber zu paddeln, verloren wir ca 200 !!!m F=
> lu=DF bis
> wir auf der richtigen Seite in ruhigem Kehrwasser v=F6llig ausgepowert
> anlandeten. Der Schwimmer klammerte v=F6llig apartisch an der Griffschlau=
> fe und
> war zu keiner unterst=FCtzenden Bewegung imstande.
Ich glaube, wir sollten alle in unsere Fahrtenplanung Rettungeuebungen
einbauen. Das macht sogar Spass, wenn man die richtigen Leute dabei
hat. Eine Uebung ist immer abschleppen von Mensch oder Boot und Paddel
bergen. Ausserdem sollte man immer wieder Strategiediskussionen vor
und nach der Uebung fuehren. Wie soll es gehen, wie ging es wirklich?
Aber bitte: NUR in wirklich ungefaehrlichen Situationen ueben, wo der
komplette Ausfall saemtlicher Rettungsmethoden plus zusaetzlicher
Probleme durch "verunfallte" Retter garantiert keinen wriklichen
Ernstfall produzieren.
> 3. Wir vergessen hatten den Verunfallten zu sichern und auf den 200 meter=
> n
> Stromschnellen uns mit diesem Ballast an die eigene Stabilit=E4tsgrenze b=
> rachten.
Das mit dem Sichern ist ein heikles Problem. Vom Kajak aus wuerde ich
einen Schwimmer nur am Bergegurt der eigenen Schwimmweste abschleppen,
den kann ich fast immer schnell loesen. Wenn sich der Schwimmer nicht
mehr festhalten kann, kann man ihn im Schulterbereich der Schwimmweste
einklinken. Das (und das abschleppen) muss man aber unbedingt geuebt
haben, bevor man es in einer echten Notsituation versucht. Fuer
Kanadierfahrer (die ja viel hoeher ueber dem Wasser sitzen) weiss ich
nicht wie das geht. Die eigene Sicherheit geht aber unbedingt vor,
nicht nur aus korrektem Egoismus. Auch dem Opfer ist ja nicht
geholfen, wenn man selbst Probleme bekommt und seine Hilfeleistung
einstellen muss.
> Im Nachhinein denke ich w=E4re es geschickter gewesen den Schimmer mit wu=
> rfleine
> zu sichern, am losen Ende zum anderen Ufer zu paddeln (ohne Treibanker ke=
> in
> Problem) und mit seinen Mitpaddlern zusammen den Schwimmer an der Wurflei=
> ne
> r=FCberzupendeln. Die ganze Aktion h=E4tte so gute 2 Minuten gedauert.
> Anstattdessen hatte die vermeintlich schnellere Alternative erheblich meh=
> r Zeit
> ben=F6tigt und alle Beteiligten in nicht zu untersch=E4tzende weitere Gef=
> ahr
> gebracht.
So wie Du die Situation beschreibst, waere es wohl gegangen. In
staerkeren Stroemungen koennen aber selbst zwei bis drei Leute
manchmal einen Schwimmer nicht an der Leine halten. Raithmeier (?) aus
Oesterreich hat einmal getestet, welche Kraefte auf ein Seil wirken,
wenn ein Schwimmer, ein Boot oder ein Schwimmer und ein Boot in
unterschiedlichen Stroemungen dranhaengen und wieviel ein Mensch /
mehrere Menschen halten koennen. Das ist gar nicht soviel (habe die
Zahlen nicht im Kopf, koennte es aber nachlesen).
> Fazit: H=E4tte ganz schon dumm ausgehen k=F6nnen. Was n=FCtzt die beste A=
> usr=FCstung,
> wenn man sie nicht richtig einsetzt?
> Seitdem =FCben wir h=E4ufiger den Umgang mit der Ausr=FCstung.
> Oberste Regel: Erst Hirn einschalten, sich einen umfassenden =DCberblick
> verschaffen und dann erst zielgerichtet agieren
Ganz Deiner Meinung. 30 sec. ueberlegen sparen einem oft 10 Minuten
Stress (und anderes mehr).
> Better luck next time
Gleichfalls
mal drei Anmerkungen von meiner Wenigkeit:
1.: Meiner Erfahrung nach hat man im Kajak (und wohl auch im Canadier) KAUM
Chancen, einen angehaengten oder sich festhaltenden Schwimmer wesentlich
anders zu transportieren, als es die Stroemung auch taete. Will sagen,
versucht keine Rettungsaktionen, die in groesserem Masse mit Arbeit GEGEN
die Stroemung verbunden sind - klappt fast nie. NUTZT die Stroemung.
2.: Wer von Euch hat Verbandszeug immer im Boot, das den Namen verdient?
3.: Wer von Euch kann auch damit umgehen?
Ciao, Matthias
Wie sonst? Beim Paddeln muss man immer die Stroemung nutzen. Je mehr
Stroemung, desto mehr ausnutzen ...
> 2.: Wer von Euch hat Verbandszeug immer im Boot, das den Namen verdient?
Ich.
> 3.: Wer von Euch kann auch damit umgehen?
Da haben wir es wieder ... der Kurs ist lange her.
Amwichtigsten beim Paddeln ist afaik aber nicht das Verbinden an sich,
sondern Massnahmen mit dem Umgang von Unterkuehlungen, Ertrinkung
(Wasser-in-Lunge) und daraus resultierenden Schocks und Bewusstlosigkeit.
> Du sagst es: _ohnmachtsichere_ Weste. Selbst die DGzRS hat vor kurzem
> (nach dem Durchkentern der Alfried Krupp bei dem ja bekanntlich
> mehrere Seenotretter ertrunken sind...) ihre Westen ausgewechselt. Und
> das sollte einem schon zu denken geben, da sie in der Beziehung nur
> das beste Equipment verwenden.
Da ich demnächst im Faltboot auch mal mehr Großgewässer insbesondere
auch an der Küste paddeln will, interessieren mich praktische
Erfahrungen mit ohmachtssicheren Schwimmwesten. Ich besitze bisher nur
eine (wenn auch sehr gute) Wildwasserweste. Die ist nun überhaupt
nicht ohnmachstsicher und hat insgesamt nicht sehr viel Auftrieb. Wie
ist das mit Feststoffwesten, automatischen und halbautomatischen?
In welchen kann man sich gut bewegen, welche Marken, was kosten die
und so weiter?
1. Absolut korrekt.
2. Ich (eine kleine Packung, die ich in mehrfacher Ausfertigung
besitze: im Boot, im Rucksack, in der Lenkertasche vom Fahrrad)
3. Ich (aber ich habe zwei Ausbildungen zum Sanitaeter einmal BW, dann
nochmal Zivildienst, ist schon lange her, haelt aber vor).
BTW. Dabei habe ich immer auch eine sogenannte "Rettungsdecke", diese
metallbedampfte Folie fuer ca. 6.- DM. Als ich die neulich als
Unterlage unter meinen Schlafsack legen wollte, war die vollkommen
verklebt, liess sich nicht mehr auseinanderfalten. Absoluter Schrott,
fuer den Ernstfall gedacht und unbrauchbar. Gibt es was besseres ohne
dass ich gleich einen zweiten Packsack ins Boot tun muss (habe auch
immer eine zweite in der Schwimmweste)? Vor allem: gibt es jemand der
damit *praktische* Erfahrungen hat? Bei mir werden die Dinger auch mal
nass (in der Schwimmweste eben).
ich meinte eigentlich auch etwas allgemeiner die Faehigkeit, mit Unfaellen
etc. umzugehen und richtig zu reagieren. Und dass das Nutzen der STroemung
die einzige brauchbare Variante der Fortbewegung im fliessenden Wasser ist,
ist zwar schon logisch, wie Du sagst, aber meiner Beobachtung nach bedenken
viele Leute diese Tatsache trotzdem nicht, wenn es soweit ist. Das trifft
wohl vor allem auf Leute zu, die weniger oder weniger in stroemendem Waser
paddeln.
Matthias
Wozu willst du viel Auftrieb und Ohnmachsicherheit?
Bist du Herzkrank?
Die kriterien der DGzRS gehen IMHO hier viel zu weit. Deren Kriterien
sind wichtig bei 10 Beaufort, 6m Welle, Temperaturen bis Null Grad usw.
Deshalb dort steifer Feststoffschaum, Spraycap, 30 Liter Auftrieb ...
>Wie
>ist das mit Feststoffwesten, automatischen und halbautomatischen?
Gibt es automatische oder halbautomatische _Feststoff_westen ????
IMHO sind Pressluftwesten sind automatisch oder halbautomatisch.
>In welchen kann man sich gut bewegen, welche Marken,
in Pressluftwesten (CO2-Patronen) kann man sich sehr gut bewegen, viel
besser als in Feststoffwesten.
Fuer ein Faltboot wuerde ich eine halbautomatische/manuelle
Pressluftweste waehlen. Du brauchst ja keinen Koerperschutz,
wie sie Feststoffwesten bieten. Mit ploetzlichen Ereignissen
wie einem umschlagenden 30 kg Grossbaum oder einem ploetzlich im
Wildwasser querliegenden Baum brauchst du ja nicht rechnen.
Automatische Westen scheiden bei "nassen" Wassersportarten
IMHO aus. Die sind mehr was fuer Yachties und Motorgondeln.
>was kosten die und so weiter?
Einfache automatische Pressluftwesten gibts ab 100 DM ("Compass", auch
im www). Manuelle kriegt man imho viel schwerer (teuerer?), es sei
denn man klaut sie im Fieger :)
Man muesste eigentlich die Salztablette einer Automatischen auch
totlegen koennen...
Ob ein Bergegurt bei den Gefahren, in die du dich begibst noetig ist
musst du entscheiden.
Signalraketen waeren fuer Grossgewaesser/offene See noch ganz
empfehlenswert. Jedenfalls empfehlenswerter als 200 DM mehr in eine
Hupa-Dupa-Schwerwetter-Rettungsweste zu stecken.
Patrick Schelauske
>Da ich demnächst im Faltboot auch mal mehr Großgewässer insbesondere
>auch an der Küste paddeln will, interessieren mich praktische
>Erfahrungen mit ohmachtssicheren Schwimmwesten.
Schau mal bei dejanews vorbei, Gruppe de.rec.sport.segeln. Da kommt
das Thema so oft, daß es einige schon nicht mehr sehen können. Deshalb
auch nicht dort anfragen, ohne vorher die Archive druchgekramt zu
haben.
Tschüß,
Michael
--
Michael Staats, Theoretical Physics, Uni-GH Duisburg
email: mic...@thp.Uni-Duisburg.DE
Bitte keine Artikel ins Usenet und gleichzeitig als email verschicken. Danke.
Please dont post articles to Usenet and as email simultaneously. Thanks.
>>Fuer ein Faltboot wuerde ich eine halbautomatische/manuelle
>>Pressluftweste waehlen.
ich hab bisher noch gar keine Weste. Soll ich mir jetzt zwei Westen holen
(Feststoffschwimmweste fürs Flußpaddeln und Rettungsweste fürs Meer) oder
reicht für denm Anfang eine?
Wie sieht es aus, wenn ich mir erst mal ne Feststoffschwimmweste fürs
Flußpaddeln hole? Ist die dann auch für nen Meeresausflug geeignet?
grüße
jens
> Da ich demnächst im Faltboot auch mal mehr Großgewässer insbesondere
> auch an der Küste paddeln will, interessieren mich praktische
> Erfahrungen mit ohmachtssicheren Schwimmwesten. Ich besitze bisher nur
> eine (wenn auch sehr gute) Wildwasserweste. Die ist nun überhaupt
> nicht ohnmachstsicher und hat insgesamt nicht sehr viel Auftrieb. Wie
> ist das mit Feststoffwesten, automatischen und halbautomatischen?
> In welchen kann man sich gut bewegen, welche Marken, was kosten die
> und so weiter?
Es gibt Gründe für den einen und für den anderen Typ:
Feststoffwesten geben sofort bei einer Kenterung Auftrieb, verhindern oft
sogar eine nötige Rolle oder das Aussteigen. Man bleibt (hoffentlich mehr
oder weniger) an der Oberfläche , kann athmen und ein Hochdrehen rel. ruhig
vorbereiten und durchführen.
Pressluft/Co2-westen (autom. oder ausgelöste) geben zwar maximale
Bewegungsfreiheit und führen bei entsp. Temperaturen nicht zu Überhitzungen.
Aber, falls man "zu einer Rolle ansetzen muß", geht es los. Eine autom.
Weste bläst sich sofort auf (insofern dann wie eine Feststoffweste). Eine
halbautom. Weste bringt einen zu dem Problem, "rollen", "irgendwie aus- und
einsteigen" oder "AUSLÖSEN". So und wenn man dann überlegt, daß fast 2/3 der
Probleme auf Großgewässern durch Wettereinflüsse entstehen, wo man bei
gleichem Verhalten dann ein paar Minuten später wieder im Bach liegt, sollte
man sich die Frage stellen, Luft wieder ablassen, neue Patrone
reinschrauben, Spiel von vorne oder beim nächstenMal mit dem Mund aufblasen
bis man nicht mehr kann ???
Mein Fazit: Bei Großgewässertouren, bei denen die Gefahr der
Mehrfachkenterung bestehen, sind Feststoffwesten mit einem guten Auftrieb
aber möglichst mit Bewegungsfreiheit vorzuziehen.
Bei Touren z.B. bei ruhigem Wetter sind auchPressluft/ Co2-Westen zu
gebrauchen.
--
ARND GEHRMANN; Lehrstuhl fuer Informatik II; (D-52056 RWTH Aachen)
Ahornstr. 55; D-52074 Aachen; Germany Tel: (+49/0) 241 / 80-21205
mailto:ar...@informatik.rwth-aachen.de Fax: (+49/0) 241 / 8888-217
http://www-i2.informatik.rwth-aachen.de/arnd (N 50.77840,E 6.05982)
Wenn Du mal erlebt hast, wie schnell sich das Wetter auf Großgewässern ändern kann und wie
langsam man selbst in schnelle See-Kajaks ist, beantwortet sich die Frage von selbst. Ich
habe mal eine Situationen erlebt, wo es von 2-3 bf in einer Stunde bis 7-8 ging. Wenn Du dann
noch an die Auskühlung bei höheren Windgeschwindigkeiten denkst, sind Deine scheinbar
unerreichbaren Werte durchaus garnicht mehr so abwegig.
> Fuer ein Faltboot wuerde ich eine halbautomatische/manuelle
> Pressluftweste waehlen. Du brauchst ja keinen Koerperschutz,
> wie sie Feststoffwesten bieten. Mit ploetzlichen Ereignissen
> wie einem umschlagenden 30 kg Grossbaum oder einem ploetzlich im
> Wildwasser querliegenden Baum brauchst du ja nicht rechnen.
Das ist nicht das Problem (s. mein anderes Posting von heute abend ) Eine Feststoffweste kann
durchaus geeigneter sein!
> Automatische Westen scheiden bei "nassen" Wassersportarten
> IMHO aus. Die sind mehr was fuer Yachties und Motorgondeln.
Da stimme ich zu.
> Man muesste eigentlich die Salztablette einer Automatischen auch
> totlegen koennen...
Stimmt, man lege einfach eine "Pillenattrappe" anstelle der Auslösepille ein ABER (!) man muß
auf alle Fälle den Von-Hand-Mechanismus beherrschen. Dafür sollte man auf jeden Fall mal eine
Patrone spendieren (oder zwei/drei) und nicht vergessen, auch das Aublasen per Mund mal
ausprobieren. Das kann echt nötig sein, denn bei 2/3 der Kenterungen spielt Wetter/wind eine
Rolle und das wird einfach nicht dadurch besser, daß man wieder im Boot ist. Meist geht das
dann immer so weiter mit dem Umkippen und man wird immer schwächer.
> Signalraketen waeren fuer Grossgewaesser/offene See noch ganz
> empfehlenswert. Jedenfalls empfehlenswerter als 200 DM mehr in eine
> Hupa-Dupa-Schwerwetter-Rettungsweste zu stecken.
Problem: Da gibst, wenn Du keinen "Munitionsschein" machen willst, eigentlich nur so
"Spielzeuge", wie Nico´s bessere Sylvesterraketen (sorry, aber so ist es nun mal). Aber besser
als gar nichts, wenn auch die Chancen, gesehen zu werden, auf Großgewässern rel. gering sind
damit (Brenndauer max.4- 5 sek. Höhe ca. 20 m).
Sinnvoll ist auf jeden Fall das Nicosignal mit dem Sechser-Magazin. Ich hab es immer mit 4 x
rot und 2 x weis geladen (rot=Notsignal, weis=nur Achtung). Signale dann (und nur dann) im
Abstand von wenigen Sekunden doppelt schießen. Beobachteraugen registrieren das erste Signal
oft nur nebenbei, das zweite dann hoffentlich bewuster.
Z.Z. wird darüber ind der SaU und auch im DKV geredet, ob es sinnvoll sein kann, ein Handy (ja,
richtig gehört) wasserdicht - mitzunehmen, um zu alamieren. Die Abdeckung soll auch auf
(deutschen) Großgewässern (ich habs nicht erprobt mangels gerät) mittlerweile gut sein
(Wattenmeer, Bodensee,...)
Besser als nichts ist die allemal; allerdings ersaeufst Du in Seknden, wenn
Du nicht bei Bewusstsein bist.
Matthias
schonmal dran gedacht, die mit einem Frischhaltebeutelschweissgeraet und
extrastarken Beuteln selbst doppelt einzuschweissen? Nur so eine Idee... die
Feuchtigkeit war doch das Problem, oder?
Matthias
>> Wozu willst du viel Auftrieb und Ohnmachsicherheit?
>> Bist du Herzkrank?
>> Die kriterien der DGzRS gehen IMHO hier viel zu weit. Deren Kriterien
>> sind wichtig bei 10 Beaufort, 6m Welle, Temperaturen bis Null Grad usw.
>> Deshalb dort steifer Feststoffschaum, Spraycap, 30 Liter Auftrieb ...
>Wenn Du mal erlebt hast, wie schnell sich das Wetter auf Großgewässern ändern kann und wie
>langsam man selbst in schnelle See-Kajaks ist, beantwortet sich die Frage von selbst. Ich
>habe mal eine Situationen erlebt, wo es von 2-3 bf in einer Stunde bis 7-8 ging. Wenn Du dann
>noch an die Auskühlung bei höheren Windgeschwindigkeiten denkst, sind Deine scheinbar
>unerreichbaren Werte durchaus garnicht mehr so abwegig.
Die Kriterien für die neue Weste gehen vielleicht zu weit für's
paddeln auf Kleingewässern (dafür sind sie mit gut 2000DM auch zu
teuer...), aber auf Ohnmachtsicherheit würde ich zumindest bei
niedrigen Wassertemperaturen wert legen.
Sonst kannst du ziemlich schnell sterben...
>> Signalraketen waeren fuer Grossgewaesser/offene See noch ganz
>> empfehlenswert. Jedenfalls empfehlenswerter als 200 DM mehr in eine
>> Hupa-Dupa-Schwerwetter-Rettungsweste zu stecken.
>Problem: Da gibst, wenn Du keinen "Munitionsschein" machen willst, eigentlich nur so
>"Spielzeuge", wie Nico´s bessere Sylvesterraketen (sorry, aber so ist es nun mal). Aber besser
>als gar nichts, wenn auch die Chancen, gesehen zu werden, auf Großgewässern rel. gering sind
>damit (Brenndauer max.4- 5 sek. Höhe ca. 20 m).
>Sinnvoll ist auf jeden Fall das Nicosignal mit dem Sechser-Magazin. Ich hab es immer mit 4 x
>rot und 2 x weis geladen (rot=Notsignal, weis=nur Achtung). Signale dann (und nur dann) im
>Abstand von wenigen Sekunden doppelt schießen. Beobachteraugen registrieren das erste Signal
>oft nur nebenbei, das zweite dann hoffentlich bewuster.
Stimmt. Auf Gewässern wo viele Moterschiffe fahren sind Sterne
wirklich sinnvoll.
>Z.Z. wird darüber ind der SaU und auch im DKV geredet, ob es sinnvoll sein kann, ein Handy (ja,
>richtig gehört) wasserdicht - mitzunehmen, um zu alamieren. Die Abdeckung soll auch auf
>(deutschen) Großgewässern (ich habs nicht erprobt mangels gerät) mittlerweile gut sein
>(Wattenmeer, Bodensee,...)
Also auf Binnengewässern _sollte_ eigentlich eine Komplette abdeckung
vorhanden sein. Das kann natürlich variiren, denn oft werden
Richtantennen verwendet, die dann selten auf Wasserflächen gerichtet
sind -> Funkloch.
An der Küste sieht das etwas anders aus. Die ungefähre Reichweite von
Handys liegt bei 30km. Also kann es an der Küste auch schon mal
schlecht mit dem Empfang werden, wenn die Sendemasten nicht direkt an
der Küste stehen (oder das Netz aus dem Nachbarland ist stärker ->
teuer). 1. Sonderfall Helgoland. Bis Helgoland durchgehende
Funkdeckung. 2. Sonderfall Flensburger Förde. Funkdeckung durch
deutsches Netz fast exakt bis zur Grenze, die ja bekanntlich genau in
der Mitter der Förde liegt.
Und natürlich ist ein Handy auf der offenen See NICHT als Notrufmittel
geeignet.
In diesem Sinne,
Tobias
>> Wozu willst du viel Auftrieb und Ohnmachsicherheit?
>> Bist du Herzkrank?
>> Die kriterien der DGzRS gehen IMHO hier viel zu weit. Deren Kriterien
>> sind wichtig bei 10 Beaufort, 6m Welle, Temperaturen bis Null Grad usw.
>> Deshalb dort steifer Feststoffschaum, Spraycap, 30 Liter Auftrieb ...
>Wenn Du mal erlebt hast, wie schnell sich das Wetter auf Großgewässern ändern kann und wie
>langsam man selbst in schnelle See-Kajaks ist, beantwortet sich die Frage von selbst. Ich
>habe mal eine Situationen erlebt, wo es von 2-3 bf in einer Stunde bis 7-8 ging. Wenn Du dann
>noch an die Auskühlung bei höheren Windgeschwindigkeiten denkst, sind Deine scheinbar
>unerreichbaren Werte durchaus garnicht mehr so abwegig.
So, ich hab jetzt eben noch mal genauer nachgesehen. Die von der DGzRS
verwendete Weste ist die Secumar Survival CS Duo Protect 275N, die
kostest inziwschen auch nur noch knapp 800DM....
Aber das ist gar nicht so wichtig.
Ich hab nämlich mal geschaut, was die für Westen für den Bereich
Paddeln / Kanu empfehlen....
Dafür haben sie zwei Empfehlungen parat. Beide Westen sind keine
Feststoffwesten und in 'Ruhestellung' ziemlich klein und unauffällig.
Das wichtigste ist aber, das sie beide die 150er Norm erfüllen, also
gut Ohnmachtsicher sind.
Und nicht allzu teuer, so 200 - 300 DM je nach Modell.
Und dann nochmal die Euro - Normen für die Schwimmwesten.
50N-Schwimmhilfen: Für geübte Schwimmer in Ufernähe, mit Helfern
in der Nähe, nicht ohnmachtssicher.
100N-Rettungswesten: Für Nutzer in Binnengewässern und
geschützten Revieren, nur
eingeschränkt ohnmachtssicher.
150N-Rettungswesten: Für Nutzer in allen Gewässern.
Ohnmachtssicher, jedoch
eingeschränkt für Träger von
schwerer, wetterfester Kleidung.
275N-Rettungswesten: Für Nutzer auf hoher See mit ihren extrem
schwierigen Bedingungen. In
nahezu allen Fällen
Ohnmachtssicherheit
auch mit schwerer Kleidung.
In diesem Sinne,
Tobias
> Wozu willst du viel Auftrieb und Ohnmachsicherheit?
> Bist du Herzkrank?
> Die kriterien der DGzRS gehen IMHO hier viel zu weit. Deren Kriterien
> sind wichtig bei 10 Beaufort, 6m Welle, Temperaturen bis Null Grad usw.
> Deshalb dort steifer Feststoffschaum, Spraycap, 30 Liter Auftrieb ...
Das ist Quatsch. Natürlich sind die DGzRS-Westen ein Spezialfall, diem
man sicher auch nicht beim normalen Offshoreinsatz braucht, weil sie
sehr stark behindern.
Aber auf größeren Gewässern gibt es oft beträchtige Wetterumschwünge,
und die billigen Automaticwesten sind nicht viel teuerer als
Feststoffwesten, besser zu tragen und sicherer.
Nach 20 Minuten ist Schluß mit lustig, und zwar bei einer nicht
ohmachtssicheren Weste endgültig. Eine Alarmierung der Retter kann
auch auf einem Binnengewässer so lange dauern, z.B., wenn man erst
nach einen mißglückten Eigenrettungsversuch eine Alarmierung auslöst.
> Automatische Westen scheiden bei "nassen" Wassersportarten
> IMHO aus. Die sind mehr was fuer Yachties und Motorgondeln.
Man kann die Automatic fast immer stilllegen, bei den
Halker-Wr?-Auslösern sehr einfach, bei den Secumar-Automaten durch
verwenden eines Ersatzstoffes, ich mache das, weil ich segle und
(see)kajake.
> >was kosten die und so weiter?
Ab 150,- aufwärts, nach oben gibt es keine Grenze (DGzRS-Weste:
3.000,-)
Es gibt zwei für Dich interessante Klassen, mit 150 oder 275 N
Auftrieb. Eine 150-er reicht in der Regel aus, wenn man nicht sehr
schweres (und damit lufteinschließendes) Ölzeug trägt.
> Ob ein Bergegurt bei den Gefahren, in die du dich begibst noetig ist
> musst du entscheiden.
Ist eigentlich Standard geworden, kann man aber als Paddler eher drauf
verzichten.
> Signalraketen waeren fuer Grossgewaesser/offene See noch ganz
> empfehlenswert. Jedenfalls empfehlenswerter als 200 DM mehr in eine
> Hupa-Dupa-Schwerwetter-Rettungsweste zu stecken.
Nicht stattdessen, zusätzlich. Wenigstens ein Nicosignal mit 6 Schuß
sollte man besitzen, die kleineren Komet-Teile taugen nichts, weil man
die Patronen einzeln auf den Stift frickeln muß. Das geht nicht mit
zitternden Händen.
Es gibt auch verschweißte Signalraketen, die man auch ohne
Waffenbesitzkarte besitzen darf, diese sind aber wesentlich teurer als
das Nicosignal.
Aleks
Eigentlich finde ich ist die Aktion doch gar nicht so schlecht gelaufen.
Gut, ich finde auch, das besser gewesen w"are, erstmal die Kinder abzu-
setzten ...
aber ansonsten glaube ich ihr h"attet es Euch ruhig leisten k"onnen
den Schwimmer erst 400m weiter unten ans Ufer zu bringen.
Die sache mit der Leine ans andere Ufer zu paddeln ist auch nicht un-
bedingt das ware. Meistens ist die Leine k"urzer als man denkt, was
wenn der Schwimmer bewusstlos wird oder einfach so losl"asst, bevor
Du die Leine am anderen Ufer hast.
So wie Du es gemacht hast, warst Du wenigstens immer in seiner N"ahe
und konntest schneller reagieren.
Weil Du von der Ardeche berichtest:
Wie soll man sich unter diesen Bedingungen verhalten?
Ich bin doch nicht der Sicherheitsbeauftragte der ortsans"assigen
Kanuverleiher!
Wenn ich mich so verhalte, wie ich es eigentlich meinen Mitmenschen
schuldig bin, dann komme ich in 8 Stunden nicht durch die Schlucht.
Muss man wirklich jeden Hansel aus dem Bach ziehen, nur weil er so
dumm ist den Verleihern zu glauben, die Fahrt w"are v"ollig ungef"ahrlich?
Naja, Kanuverleih und Raftingbetrieb zeigt uns ja Gottseidank immer wieder
wie "ungef"ahrlich" das Kanufahren doch eigentlich ist.
--
Gruss Christoph "Let's take a kayak to Quincy or Nyack,
Let's get away from it all"
Christoph.F...@student.uni-ulm.de http://www.uni-ulm.de/~s_cfreud
Arnd Gehrmann schrieb:
> Z.Z. wird darüber ind der SaU und auch im DKV geredet, ob es sinnvoll sein kann, ein Handy (ja,
> richtig gehört) wasserdicht - mitzunehmen, um zu alamieren. Die Abdeckung soll auch auf
> (deutschen) Großgewässern (ich habs nicht erprobt mangels gerät) mittlerweile gut sein
> (Wattenmeer, Bodensee,...)
> Es gibt Gründe für den einen und für den anderen Typ:
[viele gute Informationen geloescht]
> Mein Fazit: Bei Großgewässertouren, bei denen die Gefahr der
> Mehrfachkenterung bestehen, sind Feststoffwesten mit einem guten Auftrieb
> aber möglichst mit Bewegungsfreiheit vorzuziehen.
> Bei Touren z.B. bei ruhigem Wetter sind auchPressluft/ Co2-Westen zu
> gebrauchen.
Also ich habe jetzt mal bei den Seglern in der newsgroup und bei den
Segellaeden im web gesucht.
Zum Thema Sicherheit und Schwimmwesten habe ich viel gefunden, was Du
schreibst, sagen die Segler auch. Ich habe allerdings ein Problem
bekommen:
Die Westen der Segler (die, die ich in den Katalogen sah) sind fuer
Paddler voellig unmoeglich geschnitten, die sind nach unten sehr lang
und viele haben noch Beingurte dran. Segler koennen das tragen, fuer
die ist das sicher sinnvoll, ich kann aber doch nicht die Spritzdecke
*ueber* die Weste ziehen. Fuer Paddler muessen Westen *sehr* kurz sein
(man sieht auch im WW-Bereich oft genug zu lange Westen, die im Sitzen
so hoch rutschen, das dem Traeger schon fast die Sicht versperrt
wird).
Wenn man aber auf so kurzer Hoehe viel Auftrieb ueber Feststoff
herstellen will, muessen die Dinger ja unmoeglich dick werden
(Michelin-Maennchen?).
Ausserdem haben die, die ich sah, keinen echten Bergegurt. Falls ich
mal jemanden abschleppen will / muss, brauch ich sowas aber.
Hat jemand praktische Erfahrungen mit tauglichen Westen?
Ich "habe mal gehoert", dass pro Jahr einige in der Ardeche ersaufen.
Stimmt das, gibt es irgendwo offizielle Zahlen?
--
Jens W. KLEIN aka "Jensens" \|/ ____ \|/ Student der
"@'/ ,. \`@" Medieninformatik
mailto:jen...@inparo.com /_| \__/ |_\ FH-Furtwangen
http://www.ghb.fh-furtwangen.de/~jensens \__U_/ Fb.Digitale Medien
Ich habe immer eine Nato-Muni-Kiste im Boot - die billigste (10DM) aber
nicht leichteste (leer ca. 1kg) Moeglichkeit ein 1stAid-Set trocken zu
transportieren. Da ist auch immer eine Silber/Gold-Decke drin. Ich schmeiss
das Ding nach 1 Jahr allerdings trotzdem weg oder nutze es zu Demozwecken
auf Survival-Kursen. Bevor die verklebt loest sich naemlich die
Beschichtung ab. Aber 6DM (habs auch schon fuer 5 gesehen) ist ja echt
nicht die Welt dafuer.
ciao
--
Jens W. KLEIN aka "Jensens" \|/ ____ \|/
"@'/ ,. \`@" Student der
Medieninformatik
mailto:jen...@inparo.com /_| \__/ |_\ Fachhochschule
Furtwangen
http://www.ghb.fh-furtwangen.de/~jensens \__U_/ Fachbereich Digitale
Medien
>> Mein Fazit: Bei Großgewässertouren, bei denen die Gefahr der
>> Mehrfachkenterung bestehen, sind Feststoffwesten mit einem guten Auftrieb
>> aber möglichst mit Bewegungsfreiheit vorzuziehen.
>> Bei Touren z.B. bei ruhigem Wetter sind auchPressluft/ Co2-Westen zu
>> gebrauchen.
>Die Westen der Segler (die, die ich in den Katalogen sah) sind fuer
>Paddler voellig unmoeglich geschnitten, die sind nach unten sehr lang
>und viele haben noch Beingurte dran. Segler koennen das tragen, fuer
>die ist das sicher sinnvoll, ich kann aber doch nicht die Spritzdecke
>*ueber* die Weste ziehen. Fuer Paddler muessen Westen *sehr* kurz sein
>(man sieht auch im WW-Bereich oft genug zu lange Westen, die im Sitzen
>so hoch rutschen, das dem Traeger schon fast die Sicht versperrt
>wird).
>Wenn man aber auf so kurzer Hoehe viel Auftrieb ueber Feststoff
>herstellen will, muessen die Dinger ja unmoeglich dick werden
>(Michelin-Maennchen?).
>Ausserdem haben die, die ich sah, keinen echten Bergegurt. Falls ich
>mal jemanden abschleppen will / muss, brauch ich sowas aber.
>Hat jemand praktische Erfahrungen mit tauglichen Westen?
Also schau mal auf die Web-Seite von Secumar (http://www.secumar.com)
die haben zwei Westen mehr oder weniger extra für Paddler.... (siehe
auch anderes Posting von mir). Die sehen ganz gut aus. Mit
automatischer _oder_ manueller Auslösung. Lifebelts gibt es als
Zubehör.
Und mit den größeren Westen hab ich (und nicht nur ich) gute
Erfahrungen gemacht. Allerdings beim Blauwassersegeln.
In diesem Sinne,
Tobias
Christoph Freudenberger schrieb:
> Ich bin doch nicht der Sicherheitsbeauftragte der ortsans"assigen
> Kanuverleiher!
Waren wir auch nicht. Die genannte Gruppe waren unbedarfte Privat-Paddler und damit
eigentlich ganz besonders an den Ohren langzuziehen ;-)
> Wenn ich mich so verhalte, wie ich es eigentlich meinen Mitmenschen
> schuldig bin, dann komme ich in 8 Stunden nicht durch die Schlucht.
Oh wie recht Du hast. Im Sommer ist es ja besonders schlimm dort! Zu dritt
nebeneinander in die Schnellen - ohne Rücksichtnahme! Wenn Du da immer auf andere
achtgibst, mußt Du 3x übernachten!!
> Muss man wirklich jeden Hansel aus dem Bach ziehen, nur weil er so
> dumm ist den Verleihern zu glauben, die Fahrt w"are v"ollig ungef"ahrlich?
Besonderst dreist war ebenso an der Ardeche eine Paddlerein (Verleih-Gruppe) mit
Guards am Ufer, die gekentert war, und meinte sie müßte sich in der Stromschnelle bei
uns an der Bordwand des Gatz Mohauwk festkrallen. Irgendwie tat die mir schon leid
mit dem dicken "P" in den Augen - wenn ich der nicht auf die Flossen geschlagen
hätte, wären wir selbst gekentert - wieder mit Kindern an Bord. DANKE! an die
örtlichen Geldgeier!, die mich vom Ufer aus noch beschimpften
--
Jürgen
Besucht uns auf
http://www.geocities.com/yosemite/geyser/6010
J.L.Finger´s Outdoor-Seite
Kanu, Kayak, Berge und mehr .....
Jens Klein schrieb:
> Ich "habe mal gehoert", dass pro Jahr einige in der Ardeche ersaufen.
> Stimmt das, gibt es irgendwo offizielle Zahlen?
Offizielle Zahlen habe ich auch nicht, aber ich war schon 4 mal an der Ardeche
und jedesmal!! war in der Presse ein Bericht über tragische Unfälle.
Wen wundert es, bei den Horden an Greenhorns, die glauben es wäre so sicher wie
im städtischen Freibad. Auch Profi´s sind nicht Tabu - an zahlreichen Stellen
gibt es bei bestimmten Wasserständen gefährliche Unterspülungen.
Jeder weiß, wie schnell etwas ganz dumm laufen kann.
> Weil Du von der Ardeche berichtest:
> Wie soll man sich unter diesen Bedingungen verhalten?
> Ich bin doch nicht der Sicherheitsbeauftragte der ortsans"assigen
> Kanuverleiher!
> Wenn ich mich so verhalte, wie ich es eigentlich meinen Mitmenschen
> schuldig bin, dann komme ich in 8 Stunden nicht durch die Schlucht.
> Muss man wirklich jeden Hansel aus dem Bach ziehen, nur weil er so
> dumm ist den Verleihern zu glauben, die Fahrt w"are v"ollig ungef"ahrlich?
Alles hat seine Grenzen. Vorletztes Jahr auf dem Ibie (s. frueheres
Posting) sind wir irgendwann einfach losgefahren. Wir haetten dort den
ganzen Tag Wehrrettung sein koennen. Wenn Du dann 5 Leute rausgezogen
hast und deren Boote (die im Ruecklauf hingen) und dann schon wieder
son Schwung von oben kommt, der unbedingt uebers Wehr muss, dann hoert
es irgendwann auf.
Es waren aber andere da, die den Job uebernommen haben. Die, die wir
rausgefischt hatten waren (glaub ich) aber nicht bei denen.
Auf der Ardeche (ich bin wenn, dann nur zu Ostern da, da ist noch
nicht so viel Betrieb) hab ich mit anderen auch schon diverse Menschen
und Boote rausgezogen.
Ich weiss nicht, wenn ich *mitkriege* dass jemand Hilfe braucht, kann
ich nicht einfach weiterfahren. Sind teilweise auch Kinder
dabeigewesen, alleine in so einer Leihbanane, der Vater ohne
Paddelkenntnisse voellig ueberfordert in Lederjacke in einem uralten
GFK-Kajak ohne Auftriebskoerper ... die kannst Du einfach nicht
weinend auf einem Stein in Flussmitte sitzen lassen.
Am Charlemagne (vor Beginn der Schlucht am Pont d Arc) kentern so
viele, dass Du dort wochenlang leben kannst ohne einen Flusskilometer
zu fahren, wenn Du die retten willst. Aber dort ist auch ein riesiges
Kehrwasser, wo jeder mit Sack und Pack rauskommt, wenn er denn
schwimmen kann (das hofft man doch wenigstens).
Wenn moeglich, meide ich diese Fluesse. Zu Ostern ist die Auswahl aber
nicht so gross, wenn du zumindest Hoffnung auf etwas Sonne und Waerme
haben willst.
Wenn genug Wasser da ist (letzte Ostern erst mit Trockenheit dann mit
Hochwasser) sind die Strecken oberhalb der Schlucht auch sehr schoen.
Dort gibt es fast keine Verleiher. Vor Vogue ist das Wasser technisch
auch viel interessanter (ca. WW III bei hohem Wasserstand auch etwas
drueber) und nach Vogue gibt es fast nur relativ einfache Strecken,
die aber schon Schluchtcharakter haben. Die Landschaft in der grossen
Schlucht ist aber schon noch etwas *ganz anderes*.
: Alles hat seine Grenzen. Vorletztes Jahr auf dem Ibie (s. frueheres
: Posting) sind wir irgendwann einfach losgefahren. Wir haetten dort den
: ganzen Tag Wehrrettung sein koennen. Wenn Du dann 5 Leute rausgezogen
: hast und deren Boote (die im Ruecklauf hingen) und dann schon wieder
: son Schwung von oben kommt, der unbedingt uebers Wehr muss, dann hoert
: es irgendwann auf.
Ich rette unter solchen Umst"anden NUR PERSONEN, kein Material!
Gerade an Wehren sollte man IMHO mit gutem Beispiel vorangehen und
grunds"atzlich umtragen - auch wenns leicht aussieht.
: Ich weiss nicht, wenn ich *mitkriege* dass jemand Hilfe braucht, kann
: ich nicht einfach weiterfahren. Sind teilweise auch Kinder
: dabeigewesen, alleine in so einer Leihbanane, der Vater ohne
: Paddelkenntnisse voellig ueberfordert in Lederjacke in einem uralten
: GFK-Kajak ohne Auftriebskoerper ... die kannst Du einfach nicht
: weinend auf einem Stein in Flussmitte sitzen lassen.
Klar, aber selbst wenn ich nur die Leute rausziehe kann ich zu Pfingsten
an der Ardeche in Situation kommen, wo ich eben aufh"oren muss zu retten,
wenn ich irgendwann mal weiterfahren will.
Ich bin leider nicht in der gl"ucklichen Lage meinen Urlaub so zu legen,
wie ich mir das immer w"unsche. Und wenn ich an einem Fluss bin, dann will
ich ihn auch fahren (wenn der Wasserstand es zul"ast)!
: Besonderst dreist war ebenso an der Ardeche eine Paddlerein (Verleih-Gruppe) mit
: Guards am Ufer, die gekentert war, und meinte sie müßte sich in der Stromschnelle bei
: uns an der Bordwand des Gatz Mohauwk festkrallen. Irgendwie tat die mir schon leid
: mit dem dicken "P" in den Augen - wenn ich der nicht auf die Flossen geschlagen
: hätte, wären wir selbst gekentert - wieder mit Kindern an Bord. DANKE! an die
: örtlichen Geldgeier!, die mich vom Ufer aus noch beschimpften
Das w"urde ich aber auch bei einem Kameraden aus der eigenen Gruppe machen,
wenn er nicht freiwillig losl"asst - man muss ja nicht unbedingt sofort mit
der Alukante des paddels zu sclagen ;-)
: mal drei Anmerkungen von meiner Wenigkeit:
: 1.: Meiner Erfahrung nach hat man im Kajak (und wohl auch im Canadier) KAUM
: Chancen, einen angehaengten oder sich festhaltenden Schwimmer wesentlich
: anders zu transportieren, als es die Stroemung auch taete. Will sagen,
: versucht keine Rettungsaktionen, die in groesserem Masse mit Arbeit GEGEN
: die Stroemung verbunden sind - klappt fast nie. NUTZT die Stroemung.
: 2.: Wer von Euch hat Verbandszeug immer im Boot, das den Namen verdient?
Ich
: 3.: Wer von Euch kann auch damit umgehen?
Ich glaub' schon, dass ich mir zu helfen weiss. Wichtiger als die Verbands-
lehre (grosse blutende Verletzungen sind IMHO beim Paddeln selten) sind
Umgang mit Ertrunkenen (HLW, Unterk"uhlung) mit Schockzust"anden und
vorallem mit Angst.
Nur so bringst Du Deinen Kameraden bzw, Dich selbst dazu nach einer heftigen
Kenterung dazu wieder ins Boot zu steigen und die Schlucht SICHER zu ver-
lassen, wenn es auf dem Landweg nicht geht.
Also mein AZB-Tasche ist im ersten Packsack im Boot bzw. in einer kleinen
wasserdichten Tasche, wenn ich keinen Packsack im Boot habe.
Die Lebensdauer der Rettungsdecken scheint allerdings begrenzt zu sein.
Im Outdooreinsatz mit grossen Temperaturunterschieden und mechanischer
Belastung im vollgepackten Ruck- Packsack ist das eigenlich auch nicht
verwunderlich.
Ich habe von einer Skitourengruppe geh"ohrt, die sich mit diesen Decken
im Notbiwak warm halten wollten und denen die Decken beim Ausfalten
buchst"ablich zerbr"ostelt sind. Hatte einige schwere Erfrierungen zur
Folge.
Ich w"urde trotzdem nicht auf die Decke verzichten wollen und tausche meine
eben regelm"assig aus.
Allerdings k"onnten sich die Hersteller ruhig auch mal ein paar Gedanken
zu dem Thema machen und wenigstens einen Hinweis drucken!
IMHO geht das Abschleppen am besten, wenn man nicht schleppt sondern schiebt ;-)
Wenn der Schwimmer sich vorne am Boot festh"alt, hast Du immer Blickkontakt,
und Du bringst ihn leichter "uber die Kehrwasserlinie.
Ans Cowtail sollte man nur bewustlose Personen h"angen. Es ist definitiv die
kraftraubenste Methode.
>Ich habe von einer Skitourengruppe geh"ohrt, die sich mit diesen Decken
>im Notbiwak warm halten wollten und denen die Decken beim Ausfalten
>buchst"ablich zerbr"ostelt sind. Hatte einige schwere Erfrierungen zur
>Folge.
>Ich w"urde trotzdem nicht auf die Decke verzichten wollen und tausche meine
>eben regelm"assig aus.
>Allerdings k"onnten sich die Hersteller ruhig auch mal ein paar Gedanken
>zu dem Thema machen und wenigstens einen Hinweis drucken!
Wenn ihr von diesen mit Metall bedampften 'super-faltter'
Gold/Silber- farbenden Folie redet, ist der oben genannte Vorfall wohl
als Urban-Legend einzustufen, da diese Folien _nicht_ vor dem
Auskühlen durch Wärmetransfer (z.b. liegen auf kaltem Boden) schützen.
Sie können nur die _Wärmestrahlung_ reflektieren.
Nur reicht das z.b. auf kaltem Boden nicht aus...
In diesem Sinne,
Tobias
Ich sehe das so: Eine dieser Decken nimmt nahezu keinen Platz weg und
reflektiert Koerperwaerme zurueck. Grade bei Unterkuehlungen durch langes
schwimmen ist daher so eine Decke als allererste Hilfe-Massnahme gut
geeignet.
PS.: Vllt. komme Ich morgen dazu den KM-Artikel zur Unterkuehlung mal zu
scannen und Online zu stellen. Die KM-Redaktion hatte nix dagegen.
--
Jens W. KLEIN aka "Jensens" Student der Medieninformatik
mailto:jen...@inparo.com Fachhochschule Furtwangen
http://www.ghb.fh-furtwangen.de/~jensens Fachbereich Digitale Medien
Juergen Kraemer
-----------== Posted via Deja News, The Discussion Network ==----------
http://www.dejanews.com/ Search, Read, Discuss, or Start Your Own
> PS.: Vllt. komme Ich morgen dazu den KM-Artikel zur Unterkuehlung mal zu
> scannen und Online zu stellen. Die KM-Redaktion hatte nix dagegen.
Gute Idee!
Wäre auch nicht schlecht, wenn Die KM Redaktion das Archiv etwas "aufbohren"
würde
Leider sind ja schon sehr viele Ausgaben vergriffen.
Vieleicht brauchen die ja einfach nur ein wenig Hilfe???
(Sicherlich gäbe es genügend Leute, die mithelfen, wenn die Bedingungen
stimmen.)
Christoph Freudenberger schrieb:
> IMHO geht das Abschleppen am besten, wenn man nicht schleppt sondern schiebt ;-)
> Wenn der Schwimmer sich vorne am Boot festh"alt, hast Du immer Blickkontakt,
> und Du bringst ihn leichter "uber die Kehrwasserlinie.
Das sagt auch Nealy ("Lustige Kanuschule"), da sieht man dann wenigstens auch, wenn
der Andere "abgrätscht".
Grundsätzlich denke ich aber, daß die Rettung vom Ufer immer noch die sicherste
Methode ist, wenn der zu rettende selbst nicht mehr in der Lage ist, die Aktion
irgenwie selbst aktiv zu unterstützen. Dann wirst Du alleine eh kaum zu recht kommen
und benötigst weitere Helfer, und die können nicht immer am Ufer mithetzen, wenn Du
mit deinem Ballast Stromabwärts in die nächste Pedrullie kommst.
> Ans Cowtail sollte man nur bewustlose Personen h"angen. Es ist definitiv die
> kraftraubenste Methode.
Aber bitte nur mit Paniklösung am Westengurt. Es sei denn, Du haßt ein ultra gutes
Messer immer sofort griffbereit
>Tobias Wichert wrote:
>[..]
>> als Urban-Legend einzustufen, da diese Folien _nicht_ vor dem
>> Auskühlen durch Wärmetransfer (z.b. liegen auf kaltem Boden) schützen.
>> Sie können nur die _Wärmestrahlung_ reflektieren.
>> Nur reicht das z.b. auf kaltem Boden nicht aus...
>Ich sehe das so: Eine dieser Decken nimmt nahezu keinen Platz weg und
>reflektiert Koerperwaerme zurueck. Grade bei Unterkuehlungen durch langes
>schwimmen ist daher so eine Decke als allererste Hilfe-Massnahme gut
>geeignet.
Dann aber bitte noch ne 'normale' Decke rumwickeln. Denn der
Wärmeverlsut durch Wärmetransfer ist viel stärker, als das es durch
die reflektierte Körperwärme ausgeglichen werden könnte.
In diesem Sinne,
Tobias
Theoretisch eine gute Idee, nur das sone normale Decke schlecht in ein
WW-Kajak passt. Da ist das verstauen eine 1st-Aid-Kits + Wurfsack +
Karabiner&Bandschlingen-Saeckchens schon kritisch.
Praktisch ist diese kleine G/S-Decke wirklcihg eine Ideal-Loesung. Fuer
konstruktive Ideen bin ich natuerlich immer offen.
>Tobias Wichert wrote:
>>
>> Dann aber bitte noch ne 'normale' Decke rumwickeln. Denn der
>> Wärmeverlsut durch Wärmetransfer ist viel stärker, als das es durch
>> die reflektierte Körperwärme ausgeglichen werden könnte.
>Theoretisch eine gute Idee, nur das sone normale Decke schlecht in ein
>WW-Kajak passt.
>Da ist das verstauen eine 1st-Aid-Kits + Wurfsack + Karabiner &
>Bandschlingen-Saeckchens schon kritisch. Praktisch ist diese kleine
>G/S-Decke wirklich eine Ideal-Loesung. Fuer konstruktive Ideen bin
>ich natuerlich immer offen.
Das man nicht mehr mitnehmen kann, ist mir schon klar.... :-/
Wichtig ist halt nur zu Wissen, das die G/S - Decke nicht gegen das
auskühlen hilfe, sondern es nur verzögern kann.
Eine praktikable Lösung habe ich allerdings auch nicht....
In diesem Sinne,
Tobias
> Das man nicht mehr mitnehmen kann, ist mir schon klar.... :-/
> Wichtig ist halt nur zu Wissen, das die G/S - Decke nicht gegen das
> auskühlen hilfe, sondern es nur verzögern kann.
> Eine praktikable Lösung habe ich allerdings auch nicht....
Vieleicht hilft wieder einmal die Bundeswehr weiter. In der Ausbildung
"Selbst und Kameradenhilfe an Bord von Kriegsschiffen" habe ich einen
Ansatzpunkt mitgenommen, der evtl hilfreich sein könnte:
KUSCHELN !!!
Einfach zusammen unter die Decke kriechen! "Überflüssige" nasse Kleidung
dann allerdings entfernen. So gibt man dem Unterkühlten von der eigenen
Körperwärme ab.
Dazu wenn möglich LAUWARME Getränke reichen. KEIN Alkohol.
Aber nicht wundern, wenn Du selbst nach einiger Zeit zu zittern anfängst,
dann am besten wechseln.
Jeder darf mal ;->
Hat den nebeneffekt, daß der Verunfallte nicht alleine gelassen wird, und
der Betreuer jederzeit mitbekommt, wenn sich der Zustand verschlechtert.
Stürzt Euch aber jetzt nicht gleich alle auf die Mädels, um das
auszuprobieren
:-)))
> aber dann gleichzeitig aussteigen, verhindern, das der Kamerad, Boot und
> Paddel nicht auf und davon schwimmen sind ein Problem...
> aber jetzt erkl"ar mir bitte noch, wie das vom Ufer aus besser gehen
> soll??????
Gut, Gefahrenstellen werden in der Regel vor der Befahrung abgesichert. Eine
Ufermannschaft unterstützt einen Safety-boater im Wasser, der ggf. Wurfleine übergibt,
beim Bewußtlosen einpikt, oder wie auch immer. Wenn Du alleine bist kannst Du das
natürlich vergessen.Wichtig ist doch wohl der Kamerad - Boot und Paddel findet sich wieder
oder kann ersetzt werden!
> : Aber bitte nur mit Paniklösung am Westengurt. Es sei denn, Du haßt ein ultra gutes
> : Messer immer sofort griffbereit
> Gibt's auch welche ohne?
Durchaus sind noch ältere Modelle in Gebrauch, da sich nicht jeder ständig das neue
Material leisten kann.
> Noch was zu Thema Messer:
> Also ich trage KEIN Messer an der Schwimmweste! Ich w"usste auch wirklich
> nicht wozu das gut sein sollte.
Über Sinn und Unsinn gehen da die Meinungen auseinander.
IMHO gilt Murphy´s law, und dann bist Du froh, wenn Du die Strippe nicht durchbeißen mußt.
ich wollt´s ja erst nicht tun, aber wo das Thema jetzt schon da ist...
Argumente fuer Messer:
1.: Ich selbst weiss von mindestens einem Fall, in dem ein gekenterter
Schlauchcanadier ueberkopf vor einem Brueckenpfeiler Querkam, sich
darumlegte und so einen noch drin sitzenden Paddler einklemmte. Andere
Paddler versuchten vergebens, die Bootshaut mit Karabinern etc. anzustechen,
um den Druck abzulassen und den Paddler zu befreien. Waere ein Messer da
gewesen, waere er vermutlich noch am Leben.
2.: Ich selbst habe am Charlemagne / Ardeche waehrend des Umkippens eines
Leihcanadiers zufaellig gesehen, dass das darin sitzende Kind (ca. 6 Jahre)
AM BOOT FESTGEBUNDEN war, und zwar sehr kurz. ich bin dann hinterhergeheizt,
weil mir klar war, dass der Ahnungslose-undsoweiter-Vater nicht imstande
sein wuerde, das Kind zu retten. Ich habe unter dem umgekippten Boot das
Gurtband durchschnitten, sodass das Kind drunter rauskonnte (es konnte
uebrigens nicht schwimmen, "deshalb" hatte der Vater es angebunden!!!!!!).
Hierbei hat sich bewaehrt und gelohnt, worueber andere bis dahin lange immer
nur gelaechelt hatten: Ich trage neben einem "normalen" kleinen Tauchmesser
zusaetzlich ein sog. Kreuzklingenmesser mit mir rum. Hiermit konnte ich vom
Boot aus unter den Canadier langen und den Gurt durchschneiden, ohne Gefahr
zu laufen, das Kind zu verletzen.
Helmi Sport bietet so ein Messer an; sieht aus wie ein Gurtschneider fuers
Auto.
1000-fache Empfehlung an dieser Stelle!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
hat auch den Vorteil, dass ich damit danach den Vater nicht haette abstechen
koennen, selbst wenn ich mich nicht beherrscht haette...:-). Allerdings kann
man damit eben auch nichts anderes anstechen (s.o.).
3.: Mit einem Kreuzklingenmesser kann man auch ohne Verletzungsgefahr einen
verunglueckten Paddler in wenigen Sekunden aus seinen Klamotten holen,
wenn´s sein muss (Reanimation oder Verletzungen, Unterkuehlung etc)
ich denke, es gibt noch viele Andere Gruende, ein Messer mit aufs Wasser zu
nehmen.
Tschau! Matthias
>Leihcanadiers zufaellig gesehen, dass das darin sitzende Kind (ca. 6 Jahre)
>AM BOOT FESTGEBUNDEN war, und zwar sehr kurz. ich bin dann hinterhergeheizt,
Wahnsinn sowas...
>nur gelaechelt hatten: Ich trage neben einem "normalen" kleinen Tauchmesser
>zusaetzlich ein sog. Kreuzklingenmesser mit mir rum. Hiermit konnte ich vom
^^^^^^^^^^^^^^^
Wie sieht das aus ?
Dein anderes Messer ist ein festsehendes richtig ?
Wie bzw. wo befestigst du das, damit du schnell rankommst ?
Ich habe normalerweise ein Wellenschliffmesser dabei, welches an einer
Fangleine in der Vordertasche der Weste ist.
Die Leine Kann man zur Not kappen, was ich schonmal tun mußte um einen
unglücklich verhakten Wurfsack zu kappen.
Gruß
Christian
--
Nur weil du nicht paranoid bist, heißt das noch lange
nicht, daß SIE nicht hinter dir her sind.
Gut, es ist ein Problem, alleine einen apatischen Schwimmer vom Boot aus
an Land zu ziehen. Ihn ans Ufer zu bringen geht noch einigermasen problemlos,
aber dann gleichzeitig aussteigen, verhindern, das der Kamerad, Boot und
Paddel nicht auf und davon schwimmen sind ein Problem...
aber jetzt erkl"ar mir bitte noch, wie das vom Ufer aus besser gehen
soll??????
Kehren sich die Probleme nicht einfach nur um? Aus dem Wasser bringen
problemlos, ans Ufer bringen ?????
:> Ans Cowtail sollte man nur bewustlose Personen h"angen. Es ist definitiv die
:> kraftraubenste Methode.
: Aber bitte nur mit Paniklösung am Westengurt. Es sei denn, Du haßt ein ultra gutes
: Messer immer sofort griffbereit
Gibt's auch welche ohne?
Noch was zu Thema Messer:
Also ich trage KEIN Messer an der Schwimmweste! Ich w"usste auch wirklich
nicht wozu das gut sein sollte.
--
> um den Druck abzulassen und den Paddler zu befreien. Waere ein Messer da
> gewesen, waere er vermutlich noch am Leben.
Nur die Luft rauslassen hätte da aber wohl auch nicht genutzt. Das Boot hätte
man wohl komplett durchschneiden müssen.
> Leihcanadiers zufaellig gesehen, dass das darin sitzende Kind (ca. 6 Jahre)
> AM BOOT FESTGEBUNDEN war
Es gibt schon Verrükte. Das zeigt uns, wie wichtig es ist die hier einmal
begonnene Diskussion "Sicherheit" fortzusetzen.
> Allerdings kann
> man damit eben auch nichts anderes anstechen (s.o.).
Gut wenn man sich selbst nicht so leicht damit verletzen kann. Reicht die
"Öffnung" für 12er Tauwerk? Gibt es nicht Probleme beim "Anschnitt"?
> ich denke, es gibt noch viele Andere Gruende, ein Messer mit aufs Wasser zu
> nehmen.
Sicher. Deine Liste liese sich noch lange fortsetzen. mich würde aber mal
interessieren, warum die "Gegner" ein Messer für Quatsch halten?
Tschuess! Matthias
>Ich denke, Messern haftet ein Rambo-Image an - welches mir aber egal ist.
Das ist doch völlig egal. Bei Sicherheitsausrüstung kommts nicht auf
das Image an, sondern auf den nutzen. Und der Lästerer dem du mal das
Leben gerettet hast, der wird nix mehr sagen.
>es wird gebraucht... und Dummes GEschwaetz ueber das (ja gut sichtbare)
^^^^^^^^
Muß es ja...sonst nich zu nutzen.
Ich bin IDR in einer Gruppe von 3- max 5 Leuten unterwegs. Wenn wir wirklich nur mit einem
Paddler im Boot zur Sicherung arbeiten, bleiben max. 2 Leute zur Sicherung vom Ufer aus
"ubrig. D.h. die haben EINEN Wurfsackwurf um einen Schwimmer zu retten. Wenn der nicht sitzt,
muss der Paddler seinen Kameraden und das Material ans Ufer kriegen. Bei dieser Aktion
ist er erstmal allein, wenn er dabei selbst noch kentert dauert es einige Zeit bis die anderen
wieder in den Booten sitzen und bei ihm sind.
Ich will damit sagen: Der Wurfsack ist ne gute Sache, aber ihn wirklich zum werfen zu verwenden
ist in den seltensten F"allen wirklich praktikabel. IMHO nur in Gruppen mit mehr als zehn Personen
und auf Fl"ussen, die so schmal sind, dass man sie nicht mit so grossen Gruppen befahren sollte ;-)
:> : Aber bitte nur mit Paniklösung am Westengurt. Es sei denn, Du haßt ein ultra gutes
:> : Messer immer sofort griffbereit
:> Gibt's auch welche ohne?
Ich meinte Westen mit Rettungsgurt, aber ohne Panikausl"osung. Westen ohne Gurt gibt es sicher
noch.
Aber immerhin habe ich mal einen gesehen, der statt einer Spritzdecke eine Kunststoffplatte
mit F"UNF Fl"ugelmuttern auf die Lucke geschraubt hatte!!!!
: ich wollt´s ja erst nicht tun, aber wo das Thema jetzt schon da ist...
: Argumente fuer Messer:
: 1.: Ich selbst weiss von mindestens einem Fall, in dem ein gekenterter
[...]
: um den Druck abzulassen und den Paddler zu befreien. Waere ein Messer da
: gewesen, waere er vermutlich noch am Leben.
Wenn der Druck draussen ist liegt die Gummihaut doch erst so richtig gut an!
: 2.: Ich selbst habe am Charlemagne / Ardeche waehrend des Umkippens eines
: Leihcanadiers zufaellig gesehen, dass das darin sitzende Kind (ca. 6 Jahre)
: AM BOOT FESTGEBUNDEN war, und zwar sehr kurz. ich bin dann hinterhergeheizt,
[...]
: man damit eben auch nichts anderes anstechen (s.o.).
Sicher gibt es immer wieder solche Situationen, aber, wie bereits im
Zusammenhang mit der Ardeche angesprochen:
Bin ich wirklich f"ur die Dummheit und Unverantwortlichkeit anderer Leute
zust"andig?
: Sicher. Deine Liste liese sich noch lange fortsetzen. mich würde aber mal
: interessieren, warum die "Gegner" ein Messer für Quatsch halten?
Ich habe nicht gesagt, dass ich KEIN Messer dabei habe, ich habe gesagt,
ich habe keines an der Scwimmweste! Das Messer ist wie der Wurfsack
auch im Boot!
Ich denke die Disskussiopn "uber SInn und Unsinn von Sicherheitsausr"ustung
ist durchaus angebracht. Die gr"oste Gefahr geht IMHO von Ausr"ustung aus,
von der man nicht weiss, was man eigentlich damit machen soll!
Dinge wie Wurfsack und Messer sollte man mit Verstand einsetzen, d.h.
erstmal nachdenken, was man eigentlich vorhat, bevor die Leine fliegt
bzw. das Messer gez"uckt wird. Wenn diese Dinge nicht sofort griffbereit sind,
zwinge ich mich genau dazu!
nu noch meinen Senf:
Meines Wissens ist der Haupteffekt einer Rettungsdecke /-folie, dass sie
Wind abhaelt und damit die Konvektionskaelte verhindert, die dadurch
entsteht, dass der Wind Feuchtigkeit schneller verdunsten laesst.
Tschuess! Matthias
Matthias
Matthias
Auch hier nochmal zur Erreichbarkei von Material: Ich habe schon mindestens
10 mal so oft jemanden GANZ ALLEINE mit meinem kleinen Wurfsack aus dem
Wasser geholt, welchen ich in der Rueckentasche der Schwimmweste griffbereit
hatte (ich konnte ihn naemlich rausholen und benutzen, BEVOR der andere
Meilenweit weg war), wie ich mit anderen zusammen jemanden mit einem
Wurfsack aus dem Boot rausgeholt habe. Dazu gehoert natuerlich auch, dass
man sicher werfen kann - ueben, ueben, ueben.
Sicher bin ich nicht fuer die Dummheit anderer verantwortlich, aber es gibt
genuegend Situationen, in denen man mit Wurfsack / Messer / etc. jemandem
helfen kann, der OHNE dumm zu sein in etwas geraten ist.
Matthias
Die 45,- DM für einen Sack im Angebot sollte doch für jeden drin sein.
> Auch hier nochmal zur Erreichbarkei von Material:
Ich habe keine Tasche am Rücken der Schwimmweste. (Hab ohnehin ein krummes
Kreuz, würde bei mir blöd aussehen). Ich habe den Sack unter dem Oberdeck in
einer Halterung. Insofern habe ich dann allerdings im Notfakll eine offene
Spritzdecke und muß mit besonderem Bedacht manövrieren.
> Sicher bin ich nicht fuer die Dummheit anderer verantwortlich
Ist doch auch völlig Banane, ob jemand zu dähmlich ist oder nicht!
Wenn Du helfen kannst und es NICHT tust, brauchst Du meißt einen guten Anwalt.
Außerdem: Das Glück ist mit den Doofen! und selig sind die Bekloppten, denn es
kommt doch wieder einer vorbei der Hilft.
Es klang hier auch schon nach Rambo-like. Ich meine auch, daß man nicht eine
Klinge wie Crocodile Dundee mit sich rumschleppen braucht und schon gar nicht so
tragen sollte.Griffbereit sollte es aber schon so sei, daß man es bei Bedarf
schnell hat. Am geeignetsten sollen ja sog. Einhandmesser sein. Selbst habe ich
ein angelaschtes Klappmesser in der Westentasche. Das läßt sich auch notfalls mit
einer Hand und Zähnen öffnen.
IMO bist Du (ist man) dann dafuer zustaendig, wenn es um Gesundgheit und
Leben anderer geht. Bei Materialverlust _kann_ ich nicht jedem helfen. Dann
haette ich tw. ja nichts anderes mehr zu tun.
>Bin ich wirklich f"ur die Dummheit und Unverantwortlichkeit anderer Leute
>zust"andig?
[ ] Du weißt was unterlassene Hilfeleistung ist.
[x] Man weiß nie ob man nicht selber mal (unverschuldet) in eine
Situation kommt, in der man fremde Hilfe (dringend) benötigt.
Stimmt eigentlich, du hättest das Kind aber auch wirklich losbinden
können ;-))
SCNR
>schnell hat. Am geeignetsten sollen ja sog. Einhandmesser sein. Selbst ha=
Ich habe so ein Einhandmesser, mit Wellenschliff. Und da ich das nur
dafür benutze, ist das wirklich scharf.
Gruß
Ich ging einfach davon aus, das zwei Leute besser zusammen an einem Wursack
ziehen, schliesslich bietet das Ufer ja nur in den seltensten genug Halt und
Auslauf, um alleine den Ruck abfangen zu k"onnen.
: Auch hier nochmal zur Erreichbarkei von Material: Ich habe schon mindestens
: 10 mal so oft jemanden GANZ ALLEINE mit meinem kleinen Wurfsack aus dem
: Wasser geholt, welchen ich in der Rueckentasche der Schwimmweste griffbereit
: hatte (ich konnte ihn naemlich rausholen und benutzen, BEVOR der andere
: Meilenweit weg war), wie ich mit anderen zusammen jemanden mit einem
: Wurfsack aus dem Boot rausgeholt habe.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Ist ja auch gar nicht so leicht so ein Volltreffer ins Genick ;-) SCNR
<Kopfsch"uttel>
Nein, im Ernst, werft ihr wirklich den Wurfsack vom Boot aus?
</Kopfsch"uttel>
: IMO bist Du (ist man) dann dafuer zustaendig, wenn es um Gesundgheit und
: Leben anderer geht. Bei Materialverlust _kann_ ich nicht jedem helfen. Dann
: haette ich tw. ja nichts anderes mehr zu tun.
Ich will mich wirklich nicht vor der Pflicht zur Hilfeleistung dr"ucken.
Meine Frage zielt mehr dahin:
Muss ich ein Messer an der Schwimmweste tragen, weil es Leute gibt, die
sich oder andere im Boot festbinden?
Muss ich wirklich jeden Fehler, der "uberhaupt gemacht werden kann,
voraussehen und meine Ausr"ustung entsprechend anpassen?
Ein anderes Beispiel: Es kommt immer wieder zu Klemmunf"allen vor
Br"uckenpfeilern. Wer von Euch hat f"ur diesen Fall einen Klettergurt und
Abseilachter dabei?
Ich habe manchmal das Gef"uhl, dass "uber die ganze Sicherheits(ausr"ustungs)-
disskussion eines einfach untergeht:
Ich glaube nicht, das die meisten Unf"alle b"ose ausgehen, weil jemand
keinen Wurfsack dabei hat, sondern eher, weil jemand mangels Erfahrung,
oder Wissen, machmal auch mangels Konditioneller/Technischer F"ahigkeiten
eine echte Gefahrenstelle (z.B. ein Siphon oder ein Abfall mit Klemmgefahr)
nicht erkennt bzw. ihr nicht ausweichen kann.
Mit besonderer Sorge erf"ullen mich hier die vielen 'Anf"anger', die
-egal ob mit Kanuschulen oder privat- viel zu schnell auf viel zu schweres
WW mitgenommen werden.
> <Kopfsch"uttel>
> Nein, im Ernst, werft ihr wirklich den Wurfsack vom Boot aus?
> </Kopfsch"uttel>
Wer sagt denn sowas?
Ob im Boot, auf dem Rücken oder als Ei... ersatz unter der Spritzdecke.
Ist doch egal.
Zum Werfen muß man eh an Land und aussteigen - hauptsache er ist dann sofort
griffbereit.
Also auch bei Besichtigungen immer AM MANN. (Beim Aussteigen mitnehmen)
Es könnte ja sein, daß ein anderer ohne Besichtigung fährt, und in Gefahr gerät
...
... womit wir wieder beim Thema sind! Muß ich denn allen De.... (schnipp)
Matthias
Das kann ich so nicht stehenlassen. Es gibt NIEMANDEN, der von sich guten
Gewissens sagen kann, er kaeme auf keinen Fall in eine gefaehrliche
Situation - und sei er noch so routiniert. Es bedarf keiner Dummheit, um in
eine solche zu kommen (auch wenn dies sehr oft die Ursache ist) - und DU
waerest dann doch auch erfreut, wenn einer kommt und Dich rausschneidet oder
mit dem Wurfsack Deinen A..... rettet, oder?!
Und wenn man dann aus FAIRNESS gegenueber diesen vernuenftigen Leuten, die
das ja auch fuer Dich tun, diverse Ausruestung dabeihat, ist nunmal ein
Nebeneffekt, dass man auch denen helfen muss, die aus Dummheit in der
Sch..... sitzen.
Ich persoenlich kann jedenfalls weder jemanden ersaufen lassen, weil er aus
Bloedheit den Kopf unter Wasser hat, noch ohne Gewissensbisse tatenlos
zusehen wie einer von den Vernuenftigeren abnibbelt, weil ich keine
Ausruestung dabeihabe. Das ist fuer mich beides ueberhaupt nicht diskutabel,
no way.
Das einzige, das ich auch tue, ist, mich nicht um das MATERIAL anderer zu
kuemmern, wenn Materialverlust aus Dummheit zuhauf auftritt oder wenn Leute,
denen ich meine Hilfe bei der Materialbergung anbiete, mir dumm kommen.
Matthias
Ich habe nie gesagt, dass ich den Wurfsack vom Boot aus werfe.
Aber wenn ich am Ufer rumlaufe habe ich den kleinen Wurfsack immer im
Westenrucksack und bin damit entscheident schneller. Es ist auch nicht erst
einmal vorgekommen, dass ich nur wenige Sekunden nachdem ich selbst nach
einem Schwumm das Ufer erreicht habe blitzschnell wen anders rausziehe -
einmal sogar als ich noch bis zum Bauch im Wasser stand.
Hierbei muss ich aber zugeben, dass es ungeheures Glueck war; ich hatte
einen Baum in Reichweite, an dem ich mich festhalten konnte, und etwas
flussab war das perfekte Kehrwasser, um den Schwimmer reinzupendeln.
Trotzdem haette ich dieses Glueck nicht nutzen koennen, wenn ich keinen
Wurfsack dabeigehabt haette!!
Es gibt meiner Meinung nach KEINE wirklichen Argumente dafuer, beim paddeln
auf Fluessen ab WW2 nicht wenigstens das, was ich im folgenden als
Grundausruestung bezeichne, dabeizuhaben: Auftriebskoerper, Schwimmweste,
Helm, feste Schuhe, Wurfsack, Karabiner, Erste Hilfe - Set - und moeglichst
auch ein Messer.
Matthias
:> <Kopfsch"uttel>
:> Nein, im Ernst, werft ihr wirklich den Wurfsack vom Boot aus?
:> </Kopfsch"uttel>
: Wer sagt denn sowas?
Na gerade hast Du noch geschrieben:
:>: Insofern habe ich dann allerdings im Notfakll eine offene
:>: Spritzdecke und muß mit besonderem Bedacht manövrieren.
: Ob im Boot, auf dem Rücken oder als Ei... ersatz unter der Spritzdecke.
: Ist doch egal.
: Zum Werfen muß man eh an Land und aussteigen - hauptsache er ist dann sofort
: griffbereit.
: Also auch bei Besichtigungen immer AM MANN. (Beim Aussteigen mitnehmen)
: Es könnte ja sein, daß ein anderer ohne Besichtigung fährt, und in Gefahr gerät
Das unterschreib ich Dir sofort ...
: Ich habe nie gesagt, dass ich den Wurfsack vom Boot aus werfe.
: Aber wenn ich am Ufer rumlaufe habe ich den kleinen Wurfsack immer im
: Westenrucksack und bin damit entscheident schneller. Es ist auch nicht erst
Wenn Du am Ufer rauml"aufst ist es doch egal, ob Du den W'sack in der Hand
oder in der Weste hast, oder?
: einmal vorgekommen, dass ich nur wenige Sekunden nachdem ich selbst nach
: einem Schwumm das Ufer erreicht habe blitzschnell wen anders rausziehe -
[...]
: Wurfsack dabeigehabt haette!!
Ist eine Stelle, an der zwei von eurer Gruppe geschwommen sind, nicht ein-
deutig als Gefahrenstelle zu bezeichnen? Warum habt ihr nicht vom Ufer
aus abgesichert?
: Es gibt meiner Meinung nach KEINE wirklichen Argumente dafuer, beim paddeln
: auf Fluessen ab WW2 nicht wenigstens das, was ich im folgenden als
: Grundausruestung bezeichne, dabeizuhaben: Auftriebskoerper, Schwimmweste,
: Helm, feste Schuhe, Wurfsack, Karabiner, Erste Hilfe - Set - und moeglichst
: auch ein Messer.
Das unterschreib' ich auch sofort ...
Das sind alles Argumente, denen ich voll und ganz zustimme, aber anscheinend
habt ihr immer noch nicht ganz verstanden, worauf ich hinaus will.
Bitte beantworte meine Frage:
Hast Du immer einen Klettergurt und Abseilachter dabei? Wenn nein, warum
nicht?
> Na gerade hast Du noch geschrieben:
>
> :>: Insofern habe ich dann allerdings im Notfakll eine offene
> :>: Spritzdecke und muß mit besonderem Bedacht manövrieren.
>
Ooooops
erwischt!
Im Ernst ich habs noch nicht getan. War auch eher theoretisch, wenn mans tun würde
;-)
>Friederike <Friederi...@heim6.tu-clausthal.de> wrote:
>: Das kann ich so nicht stehenlassen. Es gibt NIEMANDEN, der von sich guten
>: Gewissens sagen kann, er kaeme auf keinen Fall in eine gefaehrliche
>[...]
>: denen ich meine Hilfe bei der Materialbergung anbiete, mir dumm kommen.
>
>Das sind alles Argumente, denen ich voll und ganz zustimme, aber anscheinend
>habt ihr immer noch nicht ganz verstanden, worauf ich hinaus will.
>
>Bitte beantworte meine Frage:
>Hast Du immer einen Klettergurt und Abseilachter dabei? Wenn nein, warum
>nicht?
Hallo Christoph,
dieser Thread erinnert mich an eine Diskussion, die vor ca. 1,5 Jahren
in dieser Newsgroup gefuehrt wurde. Angefangen hatte alles mit dem
Posting einer Leiterin einer Jugendgruppe, die mit ihren Kindern ein
"Survival-Wochenende" organisieren wollte. Sie hatte gefragt, was man
denn so alles fuer "Sicherheitsvorkehrungen" treffen sollte. Geendet
hat das ganze in einer ziemlich heftig gefuehrten Diskussion unter
anderem ueber den Sinn und Unsinn von Handys unterwegs. Vielleicht
erinnern sich noch einige hier daran. Dort ging es letztendlich
naemlich auch darum, inwiefern die "scheinbare" Sicherheit durch die
Mitnahme von zu vielen "Sicherheitsutensilien" evtl. sogar zu mehr
Unfaellen fuehrt. In de.rec.fahrrad wird diese Frage z.B. staendig
gestellt, wenn es um den Sinn von Fahrradhelmen geht.
Bis denn,
Christof
natuerlich ist es egal, ob ich den Wurfsack in der Hand oder auf dem Ruecken
habe...aber Hand auf´s Herz: Wer vergisst ihn nicht ab und zu im Boot? Und
das kann dann eben nicht mehr passieren.
Ich weiss ja nicht, ob Du jede Stelle, an der die Moeglichkeit besteht, dass
jemand schwimmt, vom Ufer aus sicherst bzw. ueberhaupt sichern kannst.
In diesem Fall war es eine dicke Walze, die unsere angeblich ortserfahrenen
Fuehrer nicht erkannt hatten, in die folglich die halbe Gruppe reinfuhr.
Wenn Du jetzt sagst, wir seien zu dicht aufeinander gefahren, kann ich nur
sagen, dass es auf einem richtig schnellen Fluss kaum eine andere
Moeglichkeit gibt, um noch kommunizieren und sich gegenseitig helfen zu
koennen.
Aber darum geht es hier auch gar nicht. Das Beispiel - kein Einzelfall! -
zeigt, dass Murphy´s Law auch im WW gilt. Es kann eben DOCH immer etwas
vorkommen, mit dem man nicht gerechnet hat, und dann brauchst Du eben
entsprechendes Geraet und die Faehigkeit, damit umzugehen.
Tschuess! Matthias
mir ist auch klar, dass Gefahren vermeiden bzw. erkennen und meistern /
umgehen der bessere Weg ist.
Trotzdem spricht doch nichts dagegen, fuer die Situationen, in denen man
warum auch immer in die Falle laeuft bzw. faehrt, Ausruestungs- sowie
Faehigkeitenmaessig geruestet zu sein.
Warum ich keinen Klettergurt etc. dabeihabe, kann ich Dir sagen: Weil meine
persoenliche Meinung ist, dass das, was ich an sicherheitsgeraet dabeihabe,
einen guten Kompromiss zwischen Aufwand und Nutzen darstellt - d.h. ich habe
viel seltener Situationen erlebt, in denen der Gurt mir geholfen haette, als
ich Situationen erlebt habe, in denen ich ein Messer oder einen Wurfsack
brauchte. Das mag an der Art Fluesse liegen die ich paddle - aber nur auf
diese muss meine Ausruestung ja auch abgestimmt sein, oder?
Matthias
: Aber darum geht es hier auch gar nicht. Das Beispiel - kein Einzelfall! -
: zeigt, dass Murphy´s Law auch im WW gilt. Es kann eben DOCH immer etwas
: vorkommen, mit dem man nicht gerechnet hat, und dann brauchst Du eben
: entsprechendes Geraet und die Faehigkeit, damit umzugehen.
Doch, ich finde genau darum geht es!
In deinem Paralell-posting hast Du geschrieben, dass die Sicherheitsaus-
r"ustung einen vern"unftigen Kompromiss zwischen Aufwand, Nutzen und
Anforderungen darstellen muss. Darin stimmen wir ja auch vollkommen
"uberein. Wir stimmen sogar im wesentlichen "uberein, wie dieser Kompromiss
aussehen sollte, die Differenzen bestehen lediglich in der Frage des
richtigen Aufbewahrungsortes f"ur die Ausr"ustung!
Wor"uber wir uns vielmehr Gedanken machen m"ussten: Was k"onnen wir tun,
um solche Vorkommnisse, wie Du sie beschrieben hast, zu vermeiden?
In meinen Augen nur durch eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob eine
Befahrung unter den gegebenen Umst"anden (Wetter, Wasserstand, usw.)
f"ur mich bzw. meine Gruppe sicher m"oglich ist.
Entschuldige bitte, aber wenn Du mit einer Gruppe einen Fluss bef"ahrst,
der so schwer ist, dass ihr nicht mehr kommunizieren k"onnt, dass ihr
euch nicht mehr gegenseitig helfen k"onnt, dass ihr Gefahren nicht mehr
rechtzeitig erkennen k"onnt und "uber den nicht genug wisst um trotzdem
rechtzeitig reagieren zu k"onnen, den ihr kurz gesagt nicht beherrscht,
und wenn dass, wie Du selbst sagst kein Einzelfall ist,
dann ist das in meinen Augen ein schwerwiegenderer Verstoss gegen die
fundamentalsten Sicherheitsprinzipien, als wenn Du einen Fluss, den Du
gut beherrscht und kennst OHNE jegliche Sicherheitsausr"ustung in der
Badehose f"ahrst.
Ist der Aufbewahrungsort wirklich entscheidend? Ok. in gewissen Situationen ist
dies oder das von Vorteil. Griffbereit sollte sie halt sein! Das Messer nützt
nichts, wenn es als unterstes Teil in einem ansonsten mit Wäsche vollgestopftem
Rollsack liegt.Der entscheidende Zeitfaktor ist IMHO nicht das herausangeln des
Geräts, sondern das finden und einnehmen des optimalen Standpunktes für eine
Hilfeleistung
> Wor"uber wir uns vielmehr Gedanken machen m"ussten: Was k"onnen wir tun,
> um solche Vorkommnisse, wie Du sie beschrieben hast, zu vermeiden?
Eben! Gerade am Wochenende auf der Isar wieder Einzelpaddler gesichtet. Nach dem
letzten Hochwasser liegen da noch etliche Baumleichen. Nach Murphy bist du da
schnell abgesoffen. (Wenn es dumm läuft, aber wir nehmen ja immer worst case an)
Auch wenn die Isar nicht gerade der schwirigste Fluß ist, verführt gerade diese
Einschätzung gelegentlich zum Leichtsinn.
> rechtzeitig reagieren zu k"onnen, den ihr kurz gesagt nicht beherrscht,
> und wenn dass, wie Du selbst sagst kein Einzelfall ist,
> dann ist das in meinen Augen ein schwerwiegenderer Verstoss gegen die
> fundamentalsten Sicherheitsprinzipien, als wenn Du einen Fluss, den Du
> gut beherrscht und kennst OHNE jegliche Sicherheitsausr"ustung in der
> Badehose f"ahrst.
Aber nicht zu dieser Jahreszeit in unseren Gefilden :-) und trotzdem nicht
alleine.
cu
>> gut beherrscht und kennst OHNE jegliche Sicherheitsausr"ustung in der
>> Badehose f"ahrst.
>
>Aber nicht zu dieser Jahreszeit in unseren Gefilden :-) und trotzdem nich=
>t
>alleine.
Wieso trotzdem nicht alleine ?
Grundsätzlich nie alleine, ist mal abgesehen vom Sicherheitsaspekt
sowieso netter wenn man sich mal unterhalten kann.
Gruß
Christian
--
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> : Aber darum geht es hier auch gar nicht. Das Beispiel - kein Einzelfall! -
> : zeigt, dass Murphy´s Law auch im WW gilt. Es kann eben DOCH immer etwas
> : vorkommen, mit dem man nicht gerechnet hat, und dann brauchst Du eben
> : entsprechendes Geraet und die Faehigkeit, damit umzugehen.
>
> Doch, ich finde genau darum geht es!
>
> In deinem Paralell-posting hast Du geschrieben, dass die Sicherheitsaus-
> r"ustung einen vern"unftigen Kompromiss zwischen Aufwand, Nutzen und
> Anforderungen darstellen muss. Darin stimmen wir ja auch vollkommen
> "uberein. Wir stimmen sogar im wesentlichen "uberein, wie dieser Kompromiss
> aussehen sollte, die Differenzen bestehen lediglich in der Frage des
> richtigen Aufbewahrungsortes f"ur die Ausr"ustung!
Also dazu kurz meine Weise:
Messer: Immer an der Schwimmweste, mit jeder Hand sofort erreichbar
und zu oeffnen. Damit schuetze erstmal ich mich selbst gegen das
Haengenbleiben in einer Leine (doch, das geht schnell).
Wurfsack: Einen (14m) in der Rueckentasche, damit ich schnell
reagieren kann (seit ich einmal nicht schnell genug werfen konnte, da
der Wurfsack hinter dem Sitz war, manchmal entscheiden 3 Sekunden).
Ist allerdings unbequem und recht hinderlich, wenn man selber mal
schwimmt.
Sicherheitausruestung ansonsten: Ich habe einen extra auf Mass
geschweissten Kanusack hinter dem Sitz mit zweitem Wurfsack (18 m,
wirft sich auch besser), Seilschlinge, Prussekschlinge, Karabinern,
Seilrollen, Paddelhaken (den grossen, der fest am Paddelblatt
angeklemmt wird), Erste-Hilfe-Set incl. Wärmekissen und Drahtsaege.
Wenn ich aussteige um was zu besichtigen oder Pause zu machen nehme
ich die Tasche *und* das Paddel immer mit (allmaehlich setzt sich das
auch bei den Leuten, mit denen ich paddle durch).
> Wor"uber wir uns vielmehr Gedanken machen m"ussten: Was k"onnen wir tun,
> um solche Vorkommnisse, wie Du sie beschrieben hast, zu vermeiden?
>
> In meinen Augen nur durch eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob eine
> Befahrung unter den gegebenen Umst"anden (Wetter, Wasserstand, usw.)
> f"ur mich bzw. meine Gruppe sicher m"oglich ist.
Korrekt.
> Entschuldige bitte, aber wenn Du mit einer Gruppe einen Fluss bef"ahrst,
> der so schwer ist, dass ihr nicht mehr kommunizieren k"onnt, dass ihr
> euch nicht mehr gegenseitig helfen k"onnt, dass ihr Gefahren nicht mehr
> rechtzeitig erkennen k"onnt und "uber den nicht genug wisst um trotzdem
> rechtzeitig reagieren zu k"onnen, den ihr kurz gesagt nicht beherrscht,
> und wenn dass, wie Du selbst sagst kein Einzelfall ist,
> dann ist das in meinen Augen ein schwerwiegenderer Verstoss gegen die
> fundamentalsten Sicherheitsprinzipien, als wenn Du einen Fluss, den Du
> gut beherrscht und kennst OHNE jegliche Sicherheitsausr"ustung in der
> Badehose f"ahrst.
Soweit die Theorie und auch korrekt, bis auf den Vergleich mit der
Badehose ohne Sicherheitsausruestung.
In der Praxis kommen eben Fehleinschaetzungen vor, sonst braeuchten
wir uns ueber Rettung und Bergung nur wenig Gedanken machen. Es
passieren eben dauernd Unfaelle (und ich nehme eine unfreiwillige
Kenterung hier als Unfall), und im nachhinein war es fast immer eine
falsche Einschhaetzung von Koennen, Gruppe, Fluss oder Stromschnelle.
Mir selbst ist vor Jahren genau das passiert, was Michael beschrieben
hat. Es war (glaube ich) mein erster Widwasserkurs, damals auf der
Ardeche, mit einer renommierten Kajakschule und sehr gut ausgebildeten
Lehrern.
Der, der meine Anfaengergruppe fuehrte, kannte zwar prinzipiell den
Fluss, dennoch fuhren wir alle in eine Walze, die fuer die Gruppe
einfach zu schwer war, zwei sind gekentert, letztlich ist nix
passiert. Klar, er hat zugegeben, dass er diese Stelle nur von der
oben vorbeifuehrenden Strasse gesichtet und die Walze einfach falsch
beurteilt hat. Als er sie vom Boot aus sah, wars fuers letzte
Kehrwasser schon zu spaet.
Ja, und ich habe auch schon Stellen falsch beurteilt und bin ohne
Sicherung in Dinger reingefahren, in denen ich die Kontrolle verloren
habe und eher durch Glueck als durch Koennen aufrecht rausgekommen
bin.
Wenn ich dann schwimme, freue ich mich, wenn Michael sofort wurfbereit
ist, waehrend Du noch nach Deinem Wurfsack kramst (um den Faden:
"wohin mit dem Wurfsack?" noch mal aufzunehmen).
Rainer
--
R. Schroeter, Marburg, Germany
Die Fahrerei mit dem Auto hin und zurueck erscheint mir meist
gefaehrlicher als die Paddeltour ;-)
Gruss,
--
steve
st...@tep.e-technik.tu-muenchen.de
http://www.tep.e-technik.tu-muenchen.de/