Gruss Beat
Versuchs mal mit einer ganz dünnen Innensocke (gibts im Fachhandel), darüber
dann den normalen Strumpf (am besten ein an den Druckstellen gepolsterter
Wanderstrumpf, z.B. Falke TK1). Die dünne Innensocke verhindert, dass der
Wanderstrumpf direkt auf der Haut reibt, er gleitet quasi auf der Innensocke.
Ich würde allerdings eher vermuten, dass
1. Du vielleicht doch ein anderes Modell brauchst, bei dem Du einen besseren
Fersensitz hast
2. Dass Deine Schuhe zu klein sind. Tritt mit Deinem Schuh ein paar mal mit der
Fußspitze fest gegen eine Wand (besser nicht im frischgestrichenen
Wohnzimmer....). Wenn Du den Schuh normal geschnürt hast und Deine Zehen dabei
vorne anstossen, ist er zu klein. Im allgemeinen solltest Du 1-2 Größen größere
Wanderschuhe als Deine normale Schuhgröße tragen (wegen der Zehenfreiheit am
Berg). Ein guter Händler hat eine schräge Lauffläche im Laden, auf der Du den
Sitz des Schuhs auch in Schräglage, bergauf, bergab, testen kannst.
1. und 2. führen zu einem neuen Schuhkauf, aber vielleicht probierst Du vorher
noch den Einsatz einer dünnen Innensocke zusammen mit den speziellen
gepolsterten Wanderstrümpfen.
Zum Schuhkauf/Größen gibt es einige Erläuterungen auf der Lowa-Seite:
http://www.lowa.de/text/ger/service/index.html
Ich hatte ein ähnliches Problem mit meinem Meindl Perfekt, bei meinem Lowa
Sarek sitzt die Ferse besser, allerdings war ich damit noch nicht auf
ausgedehnten Gebirgstouren.
Gruss
Verena
Schau mal in einem newsgroup-archiv nach, etwa bei google.com/groups.
Besonders in US-groups wurde dieses Thema schon sehr oft diskutiert, es
finden sich z.T. interessante Tips. Z.B. wie man die Schuhe im Backofen
anwärmt und dann einläuft, damit sie sich an den Fuss anpassen.
Das Leiden gehört meiner Meinung nach sicher nicht dazu, kann einem doch den
ganzen Spass verderben!
Eine konkrete Möglichkeit: Es gibt eine Gummieinlage namens "Tuli's" für die
Ferse, mit diesem Ding sitzt der Fuss etwas weiter vorne und etwas höher.
Hat mir bei einem Paar, das ein wenig zu gross war, sehr geholfen.
Zu knappe Lederschuhe kann ein guter Schuhmacher (oder
Orthopädie-Fachgeschäft) ein wenig weiten.
Eine dünne Unter-Socke verwende ich stets, hat sich bewährt. Kann aber bei
zu knappen Schuhen das Problem noch verstärken.
Viel Glück
Edwin
"Beat Riesen" <be.r...@bluewin.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:3b6a7dc2$1...@news.bluewin.ch...
Nein, Beat, die gehören bei guten, eingelaufenen Schuhen nicht dazu.
Ich hatte mal das Problem mit GoreTex-Schuhen, wo die Füße im Sommer
schwitzten. Also vielleicht sind es auch ZU DICKE Strümpfe. Der Rat mit den
Untersocken hilft auch dagegen (in Verbindugn mit dünnen strümpfen). Du
kannst dich auch vorbereiten, indem du die Füße VORHER mit Dr. Scholls
Hirschtalg-Salbe einreibst oder die Fersen mit Leukoplast abdeckst.
Man kann das Einlaufen beschleunigen, indem man die Schuhe zuvor mit warmem
Wasser ausspült.
Ansonsten meine ich, dass man sich eher bei zu großen Schuhen Blasen holt,
weil die Fersen rausschlappen und keinen Halt haben.
Gruß Martin
>Hallo
>Seit einiger Zeit trage ich einen Meindl Borneo für Gebirgswanderungen. Die
>müssten jetzt eingelaufen sein. Regelmässig hab ich an den Fersen Blasen.
>(Gibts immer bei Steigungen, aber die gehören halt einfach dazu).
am einfachsten ist, wenn du vor beginn der wanderung ein Tape pflaster
ueber die stelle klebst, an der die blase entsteht.
nach der wanderung wieder entfernen.
gruss
dax
Martin Gorissen schrieb:
Wabnig Dagmar schrieb:
Beat Riesen schrieb:
>Die ganz harten kleben das auch auf aufgestockene Blasen. Dann sollte man die
>allerdings vorher gut desinfizieren und die Füße erst am Ende der Wanderung vom
>Tape befreien, sonst ist die Tour schnell zuende (die Blasenhaut reißt mit ab
>und dann ist da rohes Fleisch)
Kommt drauf an, wie lang die Wanderung ist. Ein paar Tage sollte das
Pflaster schon drauf bleiben, weil sonst wirklich die rohe Wundfläche
bloßliegt. Andererseits verrutscht aber das Pflaster meistens gerade
an solchen Druckstellen allmählich (es hat ja seinen Grund, warum´s
gerade da scheuert...), und deshalb schafft man es i. d. R. nicht, so
ein Pflaster länger als ca. drei Tage mitsamt dem abgelösten
Hautfetzen auf der Wunde zu halten. Das macht aber auch gar nichts,
weil unter weiterbestehender Belastung die darunterliegende Hautfläche
sehr schnell wieder verhornt; nimmt man dann das verrutschte Pflaster
ab, dann ist die frische Haut darunter kaum noch empfindlich.
Die meisten Leute nehmen sowas eh viel zu wichtig. Mir hat´s mal bei
einer Hochgebirgstour (weil ich vor einer Abfahraktion im Geröll den
Schuh nicht fest genug geschnürt hatte) ungelogen fast die ganze Haut
unter der rechten Ferse abgeschubbert; die Riesenblase war bereits 2
cm breit eingerissen, als ich sie mit Leukoplast abklebte... Die
ersten 2-3 Tage danach hat´s beim morgendlichen Losgehen jeweils 1-2
Minuten ein bißchen geschmerzt, dann habe ich´s nicht mehr bewußt
gespürt, und nach 3 Tagen war es trotz ständigen Weitergehens (so 7-10
Stunden pro Tag, mit 20 kg Gepäck!) so weit verheilt, daß es überhaupt
nicht mehr störte. Mit auch nur ein bißchen Nachhilfe (Abkleben) hilft
sich die Natur da prima selber. Schließlich sind ja unsere Fußsohlen
dafür konstruiert, natürlicherweise noch ganz andere Beanspruchungen
auszuhalten.
Gruß, Walter
>Wenn was kleben, dann bitte etwas professionelles: Tape (Leukotape oder
>ähnliches).
Mir hat´s für diesen Zweck simples Leukoplast (_ohne_ Wundpolster!!)
bisher noch jedesmal prima getan. Ich wüßte nicht, wozu ich da
irgendwas spezielles (=speziell teures) kaufen sollte. Man sollte nur
darauf achten, daß das Zeug breit genug ist, um möglichst weit über
die Ränder der Blase hinauszureichen; notfalls mehrere Lagen breit
überlappend (!) nebeneinander kleben. Da aber Letzteres zur Folge hat,
daß die überlappenden Stellen dicker sind und leicht ihrerseits wieder
Druckstellen verursachen, ist es natürlich besser, gleich breiteres
Band zu verwenden - sofern man dabei hat.
>Pflaster könnte unter Umständen abscheuern oder die Wundauflage
>selbst scheuert, weil sie ja nicht fest am Fuß klebt.
Ein Heftpflaster mit Wundpolster hat auf einer Blase nix zu suchen -
es sei denn, die Blase ist bereits aufgerissen und das blanke Fleisch
liegt bloß. Solange die Haut darüber noch da ist, besteht der Trick ja
gerade darin, sie als natürliche Wundauflage zu nutzen; eben dazu
fixiert man sie mit Klebeband.
Übrigens, weil da immer so die Gefahr einer Infektion an die Wand
gemalt wird: als Mediziner habe ich bei meinen großen Touren immer
Terracortilsalbe (ein lokales Antibiotikum) dabei. Trotz _vieler_
Blasen (bei mir wie bei den GenossInnen) und trotz eines recht
lässigen Umgangs damit (vor dem Abkleben nie extra desinfiziert,
höchstens mal ein bißchen saubergewaschen) habe ich das Zeug aber in
nun immerhin 15 Jahren für diesen Zweck nicht ein einziges Mal
gebraucht! Wir scheinen an den Fußsohlen doch eine sehr effektive
Immunabwehr zu haben.
Gruß, Walter
Wolfgang Häusler <w-hae...@t-online.de> wrote:
> Wenn was kleben, dann bitte etwas professionelles: Tape (Leukotape oder
> ähnliches). Pflaster könnte unter Umständen abscheuern oder die Wundauflage
> selbst scheuert, weil sie ja nicht fest am Fuß klebt.
och, Pflaster geht auch gut, muss kein Tape sein ... schliesslich wollen
wir ja nicht stuetzen, sondern nur vor Reibung schuetzen. Allerdings
sollte man keinen Wundschnellverband verwenden, oder war es der
Wundschnellverband, den Du als Pflaster bezeichnet hast ;-)?
Gruesse
Sven
--
Sven Braun Sven.Bra...@gmx.de (preferred)
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"Beat Riesen" <be.r...@bluewin.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:3b6a7dc2$1...@news.bluewin.ch...
> Oder neuer Schuh?
mit einer weicheren Sohle.
IMHO wird seitens der Schuhverkäufer zu Zwecken der
Gewinnmaximierung der Overkill betrieben. Wenn ich Schuhe
kaufen gehe, gebe ich die "Spitzen"belastung nicht an,
sondern die "Normal"- belastung.
Es sei denn Du brauchst sie so hart wg. Steigeisen. in dem
Fall empfehle ich
1. news:de.rec.alpinismus fragen.
2. Auf längeren Strecken außerhalb von Geröll, Schnee und
Eis ein anderes Turnschuhe/Tevatreter o.ä. zu tragen.
> Oder gehört das Leiden dazu?
ja, außerdem
Fels- und Absturz, Rainer
--
www.lampatzer.de: _DIE_ Kletter- und Wanderseite
Links, Galerien und alle deutschsprachigen Diskussionsforen
Ich kenne keine Börsenregel, zu der nicht irgendwann einmal
das Gegenteil plausibel vertreten worden ist. (Frank Mella,
Erfinder des Dax)
Wanderschuhe sollten eigentlich ca 2 Schuhgrößen größer sein als normal. Mir
hilft gegen Blasen Leukoplast bzw (wers Geld hat ) Blasenpflaster vorher!
drauf am besten.
Ausserdem sind vernünftige Socken ( Waschmittelfrei=> nicht frisch
gewaschen....mief) extrem wichtig, man kann die Dinger auch einfach doppelt
klar ausspühlen *g*.
Allerdings sind Blasen am ANfang einer tour auch relativ normal, da kommt
dann bald die Hornhaut nach und gehören auch irgendwie dazu.....
Viel Spass beim Wandern, Liese
Beat Riesen schrieb:
> Seit einiger Zeit trage ich einen Meindl Borneo für Gebirgswanderungen. Die
> müssten jetzt eingelaufen sein. Regelmässig hab ich an den Fersen Blasen.
> (Gibts immer bei Steigungen, aber die gehören halt einfach dazu). Ich habs
> mit fest und locker Schnüren versucht. Der Schuh ist vielleicht etwas knapp
> in der Grösse, also am unteren Limit. Da ich absoluter Anfänger bin, eine
in Sachen Füße und Blasen entwickelt jeder Wanderer im Laufe der Zeit
seine eigene Philosophie. ;-)
Daher kann eigentlich nur jeder von seinen eigenen subjektiven
Erfahrungen berichten.
Blasenbehandlung:
Ich habe so ab ca. 30km mit Blasenbildung Probleme die ich im Laufe der
Zeit aber ganz gut in den Griff bekommen habe. Ich nehme generell zu
meinen Wanderungen ein ganzes Set Pflaster (in verschiedenen Breiten zum
zurecht schneiden) und eine Tube "Calendula-Salbe" von Weleda mit.
Bemerke ich unterwegs die Entstehung einer Blase oder verspüre eine
Reibung an einer Stelle, suche ich mir einen ruhiges Örtchen und
behandel sofort den Fuß. Erstmal wird der Fuß mit Wasser gereinigt. Ist
noch keine Blase entstanden, kommt die Salbe auf die Stelle und ein
großzügiges Pflaster drauf. Hat sich schon eine Blase gebildet, wird sie
geöffnet die Haut entfernt (ohne sich schlimmer zu verletzen), Salbe
drauf, Pflaster drauf. Die Schmerzen sind erstmal fürchterlich, lassen
dann aber sehr schnell nach. Wichtig ist die Behandlung (Salbe und
Pflaster) auch die nächsten Tage durchzuführen, damit sich die Ränder
der Blase nicht verhärten.
Socken:
Ich ziehe zwei Socken übereinander die sich gut an den Fuß anpassen und
nicht rumschlappern. Weder an der Fußsohle noch an der Ferse darf sich
eine Naht befinden.
Schuhe:
Vielfach wird empfohlen die Wanderschuhe generell 1 oder 2 Nummern
größer zu kaufen. Von diesem Vorschlag halte ich persönlich nichts. Ich
gehe in den Schuhladen mit 2 Paar Wandersocken und ziehe diese im Laden
an. Die meisten Verkäufer sind dann erstmal verblüfft! :-)) So
ausgestattet suche ich mir die Schuhe aus, die mir zusagen und vor allem
richtig passen (Test auf Laufband, Schräge). Keinesfalls darf der Schuh
zu groß sein, denn sonst entwickelt der Fuß im Schuh ein Eigenleben
(Trittsicherheit, Blasenbildung durch Reibung). Der Schuh muß den Fuß
sicher und fest umschließen ohne irgendwo zu drücken.
> Frage:
> Passt das Ding einfach nicht an meine Füsse, und wenn ja, lässt sich da was
> umbauen? Oder neuer Schuh? Oder gehört das Leiden dazu?
Jeder hat so seine persönlichen Schwachstellen, die ausgelotet,
überwunden oder ganz einfach akzeptiert werden wollen.
Joooh, das wär's dann erstmal.
cu hardy
--
Nachwuchs am Wolfshorn >>> http://www.cuvac.de/iwurf.html
Team-Tatzen-Treff >>> http://www.tatzen-treff.de/
Slovensky Cuvac - vom Wolfshorn >>> http://www.cuvac.de/
der schuh ist zu knapp! 8 1/2 im alltag 42 1/2
> Wanderschuhe sollten eigentlich ca 2 Schuhgrößen größer sein als normal.
Aber wird denn bei grösseren Schuhen der Fersenhalt nicht noch schlechter?
> Allerdings sind Blasen am ANfang einer tour auch relativ normal, da kommt
> dann bald die Hornhaut nach und gehören auch irgendwie dazu.....
da ich jeden monat eine kleine tour unternehme, stehe ich immer am anfang
;-)
Hochgradiger Unsinn eine derart pauschale Behauptung aufzustellen -
praktisch gibt jedes Material durch Beanspruchung nach. Ist der Schuh
von Anfang an das "passt wie angegossen" Modell besteht eine hohe
möglichkeit das er genau dann wenn es notwendig ist den Fuß nicht mehr
richtig stützt. Ganz egal ob klassisches Leder oder high - tech Produkt.
ich habe auch immer sehr mit Blasen zu kämpfen gehabt. Bei mir ist
die Ursache, dass der starke Fussschweiss die Haut weich macht und
dann ein winziges bischen Reibung für die Blase reicht, und das
passiert auch bei den best passenden Schuhen.
Da die feuchten Füsse nicht zu ändern sind, bleibt nur, die Reibung
zu minimieren. Durch Zufall habe ich bei den Fussflegeprodukten in
der Drogerie Anti-Blasencreme gefunden, die in die Ferse einmassiert
wird und einen Schutzfilm bildet. Bei mir hat das die Blasenbildung
um 95% reduziert - ein wahrer Segen. Vielleicht reicht für diesen
Zweck auch schon Vaseline.
Als jemand mit einem sehr reichhaltigen Erfahrungsschatz in Sachen
Blasen halte ich von normalen Pflastern absolut nichts. Ist die
Blase einmal da, hilft nur ein spezielles Blasenpflaster, das die
Wunde feucht verschliesst. Man ist sofort schmerzfrei und wieder
belastbar. Wenn das Blasenpflaster nach einigen Tagen abfällt, ist
die Wunde verheilt, da in dem feuchten Mileu die Heilung viel
schneller geschieht.
HTH
Steffen