> Wer kennt nicht das leidige Problem mit total durchnässten Landkarten
> beim Kanufahren, weil halt die garantiert wasserdichte Kartentasche
> nicht wasserdicht ist.
man Garantie
> Einfacher sind wasserfeste Karten.
Was ist daran einfacher?
> Es gibt Klebefolie mit deren Hilfe man die Karten wasserfest bekommt.
Es gibt aber auch Ortlieb-Kartentaschen. Wenn die undicht wird, darfst
du sie vermutlich dem Hersteller über den Kopf ziehen und unten
zukletten.
Meine hat in fünf, sechs Jahren nicht einen Tropfen Wasser
durchgelassen. Weder von außen nach innen, was sehr gut ist, noch von
innen nach außen, wodurch man Kondenswasser in der Tasche nach
Möglichkeit vermeiden sollte (Luft vor dem Letzten Zukletten gut
rausstreichen).
vG
--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de
"Es gibt kein Programm unter Linux, das in der Lage ist, komplexere Word-
Dokumente fehlerfrei anzuzeigen." - "So ein Programm gibt es aber genausowenig
unter Windows :-)" (Martin Recktenwald und Ulli Horlacher in dcoum)
Alternativ ist 1/2 Seite Karte und die andere Hälfte Flussführer auch
möglich. Das DIng vorne unter das Netzt und los gehts
mfg
Jochen
[Ortlieb Kartentasche]
> Meine hat in fünf, sechs Jahren nicht einen Tropfen Wasser
> durchgelassen.
Dito bei vier Jahren Benutzung. Zum Teil im Salzwasser.
Andreas
> Es gibt aber auch Ortlieb-Kartentaschen. Wenn die undicht wird, darfst
> du sie vermutlich dem Hersteller über den Kopf ziehen und unten
> zukletten.
Was soll das für eine Auswirkung zeigen, wenn sie undicht ist?
--
David Kastrup Phone: +49-234-32-25570
Email: d...@neuroinformatik.ruhr-uni-bochum.de Fax: +49-234-32-14209
Institut für Neuroinformatik, Universitätsstr. 150, 44780 Bochum, Germany
>> Es gibt aber auch Ortlieb-Kartentaschen. Wenn die undicht wird,
>> darfst du sie vermutlich dem Hersteller über den Kopf ziehen und
>> unten zukletten.
>
> Was soll das für eine Auswirkung zeigen, wenn sie undicht ist?>
Auch dann wird sie kaum die zehn Liter pro Minute rein lassen, die man
normalerweise so einatmet...
vG
--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de
Alle Menschen werden als Originale geboren.
Die meisten sterben als Kopien.
>> wasserfeste Karten
>
> Versuch es mal mit Plastik-Spray (gibt's bei CONRAD Elektronik).
> Mehrfach einsprühen. Papier wird dann wasserabweisend und zerfällt
> nicht mehr bei Nässe.
Meinst Du das:
http://www.produktinfo.conrad.de/datenblaetter/800000-899999/813621-in-01-de-Plastik_70.pdf
Bleibt die Karte damit faltbar?
Gruß, Walle
--
[ http://walle.net ]
> Franz Mock (fm...@rolmail.net) wrote:
>
>> Wer kennt nicht das leidige Problem mit total durchnässten Landkarten
>> beim Kanufahren, weil halt die garantiert wasserdichte Kartentasche
>> nicht wasserdicht ist.
>
>
> Was ist daran einfacher?
ich arbeite mit gescannten Karten die ich wegwerfe wenn ich sie nicht
mehr brauche.
>>
>
>
> Es gibt aber auch Ortlieb-Kartentaschen. Wenn die undicht wird, darfst
> du sie vermutlich dem Hersteller über den Kopf ziehen und unten
> zukletten.
Der ist immer dann present wenn die Kartentasche undicht wird.
>
> Meine hat in fünf, sechs Jahren nicht einen Tropfen Wasser
> durchgelassen.
Meine hat nach einigen Tagen zu lecken begonnen, ich habe dann
Plastiktüten nehmen müssen, es war etwas umständlich.
>
Pfiati
Franz
Hoi Jochen,
Auch scanne die Karten und laminiere sie dann. Aber bei ca. 500km Fluß
und Seen brauchst Du eine Menge solcher Laminate und das geht ins Geld.
Pfiati
Franz
Heiko Thoele
ht...@aol.com
>> Was ist daran einfacher?
>
> ich arbeite mit gescannten Karten die ich wegwerfe wenn ich sie
> nicht mehr brauche.
Dann lass mich meine Frage wiederholen: Was ist daran einfacher? Ich
nehme das Original, falte es auf A4 und stecke es in die Kartentasche.
Keine Probleme mehr (und kein Müll am Ende der Tour, weil das der
schonendste Umgang mit der Karte ist, den ich mir denken kann - außer
Zuhauselassen), und ich habe die komplette Karte immer dabei.
Du scannst, versiegelst oder schweißt ein, und hast immer nur die
gescannten Ausschnitte statt der kompletten Karte - wohl dem, dessen
Route sich nicht ändert ;-)
>> Es gibt aber auch Ortlieb-Kartentaschen. Wenn die undicht wird,
>> darfst du sie vermutlich dem Hersteller über den Kopf ziehen und
>> unten zukletten.
>
> Der ist immer dann present wenn die Kartentasche undicht wird.
<werbung>
Bei Ortlieb ja ;-)
</werbung>
> Meine hat nach einigen Tagen zu lecken begonnen, ich habe dann
> Plastiktüten nehmen müssen, es war etwas umständlich.
Lass mich noch mal nachfragen: War das wirklich eine Ortlieb-Tasche?
Kriegst du garantiert großzügig ersetzt. Die Firma will ihren guten Ruf
eigentlich nicht verlieren.
Melden (beim Verkäufer bzw. Hersteller) musst du dich allerdings schon
dafür.
vG
--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de
"Physiker und Ingenieure sind sehr gut im Raten von Lösungen von
Differentialgleichungen..." (Prof. Schießle, FH Aalen)
[Karten einschweißen]
> Dann lass mich meine Frage wiederholen: Was ist daran einfacher? Ich
> nehme das Original, falte es auf A4
Bei mir ist es A3 z. B. für einmal gefaltete Seekarten.
Einige aus meinem Verein haben gleich 2 Orliebtaschen auf dem
Kartendeck festgezurrt. So hat man falls nötig 4 Flächen von A3 zur
Verfügung ohne umtüten zu müssen, wenn es kachelt.
> Keine Probleme mehr (und kein Müll am Ende der Tour, weil das der
> schonendste Umgang mit der Karte ist, den ich mir denken kann - außer
> Zuhauselassen), und ich habe die komplette Karte immer dabei.
Absolutes ACK.
Auch viel weniger Arbeit und am Ende sogar weniger Kosten.
Ist doch irre viel Aktion dieses Einscannen, Kopieren, Behandeln der
Karten.
Andreas
Ja...Mahlzeit Franz!!!
Etwa das Original von Ortlieb???
Kann ich gar nicht glauben. Und falls doch:
Ruf mal bei Ortlieb an. Die sind extrem kulant, lassen sich das Teil von
dir schicken und reparieren es, wenn es geht (bei der Kartentasche wohl
eher unwahrscheinlich), oder, wenn es eben nicht zu reparieren ist,
schicken dir eine neue Tasche. Kostenlos natürlich. Wäre sonst wohl kaum
die Erwähnung wert, aber ich schreib's mal lieber dazu. ;-)
Schönen Gruß,
Jochen
Hallo an alle,
in irgendeinem Forum habe ich mal gelesen, daß man 20% verdünntes
Baumarktsilikonauf die Karte pinseln kann. Zieht angeblich gut ein, und macht die
Karte wasserfest. Erscheint mir irre billig zu sein. Wer probierts aus, und
schreibt über seine Ertfahrungen damit?
Gruß,
Christian
> Franz Mock schrieb:
>
>> Meine hat nach einigen Tagen zu lecken begonnen, ich habe dann
>> Plastiktüten nehmen müssen, es war etwas umständlich.
>
>
>
> Etwa das Original von Ortlieb???
> Kann ich gar nicht glauben.
Hoi Jochen,
Du gehst am Problem vorbei. Die Kartentasche war undicht und ich
schleppe sie nicht weitere 300km durch die Wildnis um nach langer
Streiterei eine neue zu bekommen die wieder nur ein paar Tage hält.
Gescannte Kartenausschnitte irgendwie wasserfest gemacht, die man, wenn
man sie nicht mehr braucht, wegwirft, (verbrennt) sind da IMHO die
bessere Lösung.
Pfiati
Franz
> Du gehst am Problem vorbei. Die Kartentasche war undicht und ich
> schleppe sie nicht weitere 300km durch die Wildnis um nach langer
> Streiterei eine neue zu bekommen die wieder nur ein paar Tage hält.
Und *du* gehst an der Lösung vorbei ;-)
1. hast du uns immer noch nicht gesagt, ob es eine Ortlieb-Tasche war
2. Wenn ja: Du kriegst mit 99%iger Wahrscheinlichkeit ohne
jede Streiterei kostenlosen Ersatz, der mit 99,99%iger
Wahrscheinlichkeit ein bis zwei Jahrzehnte lang hält
3. Wenn nein: Kauf dir eine Ortlieb Tasche, die dann mit 99,99%iger...
siehe oben
> Gescannte Kartenausschnitte irgendwie wasserfest gemacht, die man,
> wenn man sie nicht mehr braucht, wegwirft, (verbrennt) sind da IMHO
> die bessere Lösung.
Genau. Es lebe die chemische Industrie[1] und der Müllberg!
Aber ich fürchte, dass das hier zu einem Religionskrieg ausartet, daher
für mich EOT, und du hast das Schlusswort.
vG
[1] Ja, ich weiß, dass auch das Material für Ortlieb-Taschen zu den
chemischen Produkten zählt. Aber ich wette, dass diese Tasche
auf ihre (normale) Lebensdauer gerechnet weniger Müll und
Umweltdreck verursacht als alle wasserfesten Scans, die du in
dieser Zeit anfertigst.
--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de
Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht,
trägt sie an der falschen Stelle.
> [1] Ja, ich weiß, dass auch das Material für Ortlieb-Taschen zu den
> chemischen Produkten zählt. Aber ich wette, dass diese Tasche
> auf ihre (normale) Lebensdauer gerechnet weniger Müll und
> Umweltdreck verursacht als alle wasserfesten Scans, die du in
> dieser Zeit anfertigst.
Wie waere es denn damit die Karten zu wachen? Wenn man Hosen wachsen kann,
kann man das mit Papier sicher auch. (Soweit ich das sehe werden die dann
etwas durchscheinend.) Und was die chemische Industrie angeht: beim
Verbrennen hat mein nicht mehr Dreck als eine Kerze oder Kerosinkocher.
Die Ortliebtasche jedoch - ojeoje. ;-)
Ilja.
P.S. Ich denke hierbei mehr an Laserdrucker. Bei Tinte waere ich schon
sehr skeptisch.
[Kartenbehandlung]
> P.S. Ich denke hierbei mehr an Laserdrucker. Bei Tinte waere ich schon
> sehr skeptisch.
Ich hab's. Im Zweierkajak ist _das_die Lösung!
Es werden genau soviel Tshirts auf dem Rücken bedruckt, wie Karten
benötigt werden.
Es genügt auch dem Prinzip (der Selber-Wasch-Muffel):
je länger, desto Karte, desto Tshirt.
An *:-)* dreas
Ja...Mahlzeit Franz!!!
Volkers Posting entspricht weitgehend meiner Meinung.
Wenn deine Tasche eine echte Ortlieb war, dann gibt's da keinen Streit.
Dann gibt's Ersatz. Und außerdem halten die.
Deswegen vermuten wir ja, dass du irgendein minderwertiges Plagiat
hattest. Das klappt dann natürlich nicht.
Mir persönlich wäre das Scannen und Imprägnieren zu aufwändig,
stattdessen falte ich meine Karte und packe sie in meine Tasche. Passt,
wackelt, hat Luft.
Schönen Gruß,
Jochen
Was ist mit breitflächigen Klebefolien?
So ähnlich wie T*sa-Film, nur eben in groß und elastisch.
(Hab' nicht alle Postings verfolgt, vielleicht kam der Vorschlag schon)
I.R.
--
----------------------------------------------------------------------------
- Dipl.-Inform. Ingo Redeke >< e-mail: red...@freenet.de -
- Weyerbergstrasse 18 <> phone : ++49 421 / 376 18 17 -
- D-28359 Bremen >< fax : ----- -
----------------------------------------------------------------------------
>
> Und *du* gehst an der Lösung vorbei ;-)
>
> 1. hast du uns immer noch nicht gesagt, ob es eine Ortlieb-Tasche war
Es war eine Ortlieb und sie war undicht.
> 2. Wenn ja: Du kriegst mit 99%iger Wahrscheinlichkeit ohne
> jede Streiterei kostenlosen Ersatz, der mit 99,99%iger
> Wahrscheinlichkeit ein bis zwei Jahrzehnte lang hält
Vielleicht, wenn ich sie noch hätte und zwei Jahrzehnte hält sie wohl
nur wenn man sie ausschließlich bei Sonntag Nachmittagsfahrten verwendet.
>
> Genau. Es lebe die chemische Industrie[1] und der Müllberg!
Lese mein ursprüngliches Posting genau, dort steht auch die Frage nach
der Umweltverträglichkeit.
Zu Deiner Beruhigung, bei Fahrten in Mitteleuropa benütze ich auch
Kartentaschen (z.Z. ein kanadisches Produkt) In Kanada, vor allem wenn
Du mindestens 1 mal am Tag das ganze Zeug hunderte von Metern durchs
Gebüsch schleppen mußt, werden ganz andere Anforderungen an das Material
gestellt.
Pfiati
Franz
>
Hoi Ingo,
in meinem ursprünglichen Posting habe ich erwähnt, daß diese Klebefolien
nicht das Gelbe vom Ei sind. (Kosten, Chemie) Ich suche nach einer
einfachen umweltverträglichen Lösung. Vieleicht kann mir jemand helfen,
wenn nicht, Pech gehabt.
Pfiati
Franz
> Ich suche nach einer
> einfachen umweltverträglichen Lösung. Vieleicht kann mir jemand helfen,
Keine Kosten und Mühen wurden gescheut. :-) Ich habe mal aus meiner
Holzwerkstatt ein wenig Leinöl mitgebracht und einen Teil einer Karte
damit eingeschmiert, beidseitig.
Morgen ist das polymerisiert, also trocken.
Dann berichte ich, wie sich die Karte im Wildwasser unter meiner
Dusche verhält.
An
*wenns funktionuckelt, könntest Du einen automatischen
Tapeteneinkleisterer verwenden um quadratmeterweise Karten im großen
Stil zu imprägnieren - für ausgedehnte Weltreisen*
dreas
> Vielleicht, wenn ich sie noch hätte
Versuch macht kluch.
Aufgrund *einer* eigenen negativen Erfahrung gegen *alle* in diesem
Thread versammelten *positiven* Erfahrungen bei der Behauptung "Ortlieb
ist Sch***" zu bleiben, ist gewagt.
> und zwei Jahrzehnte hält sie wohl nur wenn man sie ausschließlich
> bei Sonntag Nachmittagsfahrten verwendet.
Kein Kommentar; EOD für mich.
vG
--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de
"Solange die Erwachsenen einen Fernseher besitzen und Erwachsenen-Blödsinn
schauen, gibt es keinen Grund, darüber zu jammern, dass die Kinder
Kinder-Blödsinn schauen." (Jens Arne Maennig in de.soc.familie.kinder)
>Was ist mit breitflächigen Klebefolien?
>So ähnlich wie T*sa-Film, nur eben in groß und elastisch.
Wir haben mal, in Ermangelung (wir waren jung und unerfahren :-) einer
richtigen (tm) Kartentasche solche Folien auf Vor-und Rückseite einer
Karte geklebt und sind dann zwei Wochen in den Aland-Inseln
umhergepaddelt.
Leider gab es während einiger Starkwindtage (viel Wasser übers Deck)
überall kleine Lecks, so daß wir die Karte später meist unter Deck
hatten - auf den Alands keine gute Idee, weil man die Inseln links und
rechts möglichst "abhaken" sollte, um sich zu orientieren.
Auf einer späteren Tour an der türkischen Küste hatte ich die Kopie
eines Seekartenausschnittes einlaminiert. Auch hier gab es nach
einiger Zeit Lecks an den Knickstellen (A3 läßt sich im
Flieger-Handgepäck schwer ungeknickt unterbringen).
Bei Laminaten würde ich peinlichst auf Nicht-Knicken und auf
großflächige Kleberänder achten. Außerdem sollte sofort nach dem
Laminiervorgang überprüft werden, ob auch überall am Rand die beiden
Folien ohne kleine Löcher aufeinanderkleben.
Seit ich eine wasserdichte Kartentasche (Format ca. A3) von hf habe,
bin ich fast aller Sorgen ledig.
Fazit: Kartentaschen sind die besten! :-)
Marian
---------------------------
Marian Gunkel, Berlin, Germany
www.mariangunkel.de
Ciao,
Michael
"Franz Mock" <fm...@rolmail.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3AAAAC10...@rolmail.net...
> Hoi Gemeinde,
> Wer kennt nicht das leidige Problem mit total durchnässten Landkarten
> beim Kanufahren, weil halt die garantiert wasserdichte Kartentasche
> nicht wasserdicht ist.
> Einfacher sind wasserfeste Karten.
> Es gibt Klebefolie mit deren Hilfe man die Karten wasserfest bekommt.
> Nachteil, die Karten lassen sich nicht mehr falten.
> Nun hat mir jemand erzählt, das man die Karten mit Hilfe einer
> chemischen Behandlung wasserfest machen kann. Womit, und was das Zeug
> sonst so anrichtet wußte er auch nicht.
> Kann mir jemand diesbezüglich Auskunft geben.
> Was ist das für ein Zeug?
> Wo bekommt man das?
> Wie sind die Resultate, sind die Karten wirklich wasserfest?
> Wie gefährlich (umweltverträglich) ist das Zeug?
> Für Auskünft dankt im Voraus
> Franz
>
> Ich habe mal aus meiner
> Holzwerkstatt ein wenig Leinöl mitgebracht und einen Teil einer Karte
> damit eingeschmiert, beidseitig.
> Morgen ist das polymerisiert, also trocken.
>
> Dann berichte ich, wie sich die Karte im Wildwasser unter meiner
> Dusche verhält.
So, ich komme gerade aus der Dusche.
Meine gute alte Michelinkarte vom Elsaß hat es gut überstanden.
Abgeseift habe ich sie nicht. :-)
Erster Eindruck: Wasser perlt perfekt ab.
Ich denke, ein Feldversuch in der weiten Welt könnte sich lohnen.
Nette Grüße, Andreas
>> Ich habe mal aus meiner
>> Holzwerkstatt ein wenig Leinöl mitgebracht und einen Teil einer Karte
^^^^^^^^^^^^^
Ist Lein"ol aus dem Lebensmittelmarkt dasselbe?
+volker-
Hi Michael,
ich als ehemaliger ZiVi muß Dich jetzt fragen: Was um Himmels willen ist
denn "Elefantenhaut"?
Gruß,
Thomas Decker
> Ist Lein"ol aus dem Lebensmittelmarkt dasselbe?
Fast.
Leinöl "trocknet", indem die Moleküle polymerisieren, sich also
vernetzen. Damit dieser Prozeß schneller abläuft enthält Leinöl für
Holzöberflächen in winzigen Mengen einen Katalalysator. Dieser
beschleunigt den Vorgang extrem.
Diese Mischung aus Leinöl und Katalysator wird auch "Leinölfirnis"
genannt.
Lösemittel, welches verdampfen kann, ist in reinem Leinölfirnis nicht
enthalten.
Falls Du es verwendest, achte bitte sorgfältig darauf einen mit Firnis
getränkten Lappen nicht lose herumliegen zu lassen.
Er kann sich durch die Wärme des Polymerisationsprozesses selbst
entzünden. Also den Lappen schön ausbreiten, dann ist die Wärmeabfuhr
ausreichend.
Leinöl aus dem Lebensmittelmarkt würde auch polymerisieren, jedoch
dauerte es endlos - viele Monate.
Etwas beschleunigen liesse sich das durch starke Sonnenstrahlung.
Diese Energiezufuhr wirkt auch katalysierend.
Andreas
[Trocknungsvorgang bei Leinöl]
> Als katalysator reicht's aber im Normalfall auch, das Oel aufzukochen.
Hast Du das schon selbst probiert?
Und dann die Trocknungszeit mit einem katalysiertem Leinöl verglichen?
Ich hatte vor längerer Zeit mal was in einem Buch aufgeschnappt, daß
das "Aufkochen" in der Küche nicht möglich sei, weil Druck im Spiel
ist. Auch käme es auf den genauen kontrollierten und langdauernden
Prozessverlauf an.
Hast Du Detailinformationen zu der genauen chemischen Veränderung
durch "Kochen" im Öl und wie man da hinkommt?
Würde mich brennend interessieren.
Besonders auch in Hinblick für ein anderes Öl: Tungöl.
> PS: f'up nach de.rec.heimwerken?
Finde ich auch angebracht.
Andreas
X'post und F'up2 de.rec.heimwerken
Als katalysator reicht's aber im Normalfall auch, das Oel aufzukochen. Nicht
erhitztes Leinoel verharzt sehr langsam.
> Etwas beschleunigen liesse sich das durch starke Sonnenstrahlung.
> Diese Energiezufuhr wirkt auch katalysierend.
Richtig - oder besagtes erhitzen. Leinoel aus dem Reformhaus ist auch viel
billiger als Oeko-Leinoel. Das von Ikea ist billiger, stinkt aber ziemlich.
Reine Leinoelfirnis ist aber auch recht selten. Beispielsweise enthalten die
Hartoele von Leinos Loesungsmittel auf Mineraloelbasis (verdampfen
schneller), die von Auro Orangenterpen (ist natuerlicher, dampft aber
langsamer aus und nicht jeder vertraegt's).
Schoenen Gruss
Martin