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funkgerät wandern

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Hermann Maier

unread,
Apr 7, 2013, 8:41:39 AM4/7/13
to
Hallo ,

auf meiner letzten Wanderung mit Gruppe (siehe Post Cornwall), hat sich
ein eher spaßeshalber mitgenommenes Set von Walkie-Talkies bewährt. Bei
acht Personen bildet sich schnell eine Vor- und eine Nachhut und es ist
leichter, zwischen diesen Kontakt zu halten und Frustration durch
Wartezeiten beim Aufschließen zu vermeiden. Auch wenn jemand eine
Umleitung auskundschaften will, war der Funkkontakt ganz praktisch. Um
gleicher einer ideologischen Debatte zuvor zu kommen: praktisch war es,
nicht notwendig.

Was nicht so gut war, war die Funkqualität. Wir hatten diese frei
käuflichen PMR-Geräte, die bei Amazon richtigerweise unter Spielzeug
einsortiert werden. 12 km Reichweite laut Verpackung, ich hatte mit
Sichtkontakt bei 400 m schon Abbrüche. Der letzte Sch***

Ich hatte mir vorgenommen, mich mal nach etwas Richtigem umzusehen. Also
70 cm bis 4m Band, gerne mit Funklizenz. Kennt sich hier jemand etwas
mit solchen Dingen aus oder fällt einem spontan ein bekanntes Funk-Forum
ein. Ich stehe noch am Anfang der Recherche, aber vielleicht hat sich ja
jemand schon einml mit dem Thema bereits umfassend befasst. Vor allem
mit dem Hintergedanken Wandertouren, also spritzwasserfest (kein Problem
am Markt) und mit normalen Batterien (großes Problem, da alle
BEtriebsfunkgeräte mit Spezialakkus kommen). Wo ist eigentlich das
Archiv von d.r.o. hin? Nur hier eine Diskussion von 2007 gefunden:
http://www.outdoorseiten.net/forum/archive/index.php/t-12520.html


Schon jetzt einmal Danke für jeden Hinweis

Hermann

Nico Hoffmann

unread,
Apr 7, 2013, 9:16:57 AM4/7/13
to
Hermann Maier schreibt:

> Ich hatte mir vorgenommen, mich mal nach etwas Richtigem umzusehen. Also
> 70 cm bis 4m Band, gerne mit Funklizenz. Kennt sich hier jemand etwas
> mit solchen Dingen aus oder fällt einem spontan ein bekanntes Funk-Forum
> ein. Ich stehe noch am Anfang der Recherche, aber vielleicht hat sich ja
> jemand schon einml mit dem Thema bereits umfassend befasst. Vor allem
> mit dem Hintergedanken Wandertouren, also spritzwasserfest (kein Problem
> am Markt) und mit normalen Batterien (großes Problem, da alle
> BEtriebsfunkgeräte mit Spezialakkus kommen). Wo ist eigentlich das
> Archiv von d.r.o. hin? Nur hier eine Diskussion von 2007 gefunden:
> http://www.outdoorseiten.net/forum/archive/index.php/t-12520.html

Mobiltelefone gibts auch in IP67, und wenn du dir vor Ort zwei
Prepaid-Simkarten besorgst, entfällt das teuere Roaming.

N.
--
Haben sie heute schon ihr Haustier verhöhnt?

Heinz-Juergen Kronemeyer

unread,
Apr 7, 2013, 9:29:43 AM4/7/13
to
Am Sun, 07 Apr 2013 14:41:39 +0200
schrieb Hermann Maier <arcormail...@yahoo.de>:


> Was nicht so gut war, war die Funkqualität. Wir hatten diese frei
> käuflichen PMR-Geräte, die bei Amazon richtigerweise unter Spielzeug
> einsortiert werden. 12 km Reichweite laut Verpackung, ich hatte mit
> Sichtkontakt bei 400 m schon Abbrüche. Der letzte Sch***


Es gibt auch PMR Funkgeräte in Gut und in Betriebsfunkqualität. Ändert
aber nichts an der zugelassenen Sendeleistung und der
Ausbreitungsphysik. Aber auch mit mehr Sendeleistung ist im Wald oder im
Gelände schnell Schluss.
Deine oben genannten Geräte dürften aber eher wirklich Spielzeug
gewesen sein, die noch nicht mal die zulässige Sendeleistung erreicht
haben dürften.
Allerdings bleibt PMR446 Nahbereichsfunk.
Ohne Infrastruktur ist die Reichweite mit Handsprechfunkgeräten im
VHF/UHF Bereich auf Sichtweite begrenzt. Häufiger noch weniger.

Alternativen?
CB-Funk. Geräteantennen entweder groß und anfällig (Teleskopantenne)
oder für den Frequenzbereich zu klein. Reichweite auch nicht viel
besser. Störanfällig.

In DL Freenet im 2m Band. Nur in DL zugelassen. Sendeleistung wie PMR.
Reichweite etwas besser. Nur wenige Geräte am Markt und recht teuer.

Betriebsfunk?
Dazu muss man schon Bedarfsträger sein. Wandern dürfte nicht dazu
gehören. Man hat zwar etwas mehr Sendeleistung zur Verfügung, aber
generell gilt auch hier: Nahbereichsfunk. Und im Ausland nicht nutzbar.

Bleibt noch Amateurfunk.
Viele Möglichkeiten. VHF/UHF Relaisfunk. Mit der entsprechenden
Lizenzklasse auch im Ausland nutzbar. Allerdings muss jeder, der daran
teilnehmen will, eine entsprechende Prüfung ablegen.
Nähere Infos unter www.darc.de

Um unbeschwert und jedermann die Teilnahme am Funk zu ermöglichen,
bleibt fast nur PMR446, zumal dieser in Europa auch fast überall
zugelassen ist. Nicht gerade die allerbilligsten Geräte nehmen und sich
darüber im klaren sein, das es nur Nahbereichsfunk ist.
Auf www.neuner.de findet man eine recht gute Auswahl an Geräten, auch
der gehobeneren Klasse.

Gruß
Heinz-Jürgen



--
Mal ist man der Hund, mal die Laterne.

Hermann Maier

unread,
Apr 8, 2013, 9:51:50 AM4/8/13
to
Herzlichen Dank, Heinz-J�rgen, f�r die guten Infos - und schade, dass es
keine auf Anhieb �berzeugenden Alternativen gibt. Wie macht denn die
Bergwacht das eigentlich? W�hrend des Zivildienstes konnte ich mit BOS
durch�s halbe Ruhrgebiet funken, war jedoch ein Ger�t im Auto.
�ber welche Hausnummer sprechen wir im Amateurfunk bei den
Ger�teneigentlich? Wenn das richtig weit funkt und die Ger�te dennoch
handlich sind, dann mache ich glatt eine Lizenz.
Mein PRM-Ger�t war �brigens ein Midland M99, also kein ganz schlechtes
Ger�t, ich glaube, ich sende das mal zur �berpr�fung ein.

Beste Gr��e
Hermann


Am 07.04.13 15:29, schrieb Heinz-Juergen Kronemeyer:
> Am Sun, 07 Apr 2013 14:41:39 +0200
> schrieb Hermann Maier <arcormail...@yahoo.de>:
>
>
>> Was nicht so gut war, war die Funkqualit�t. Wir hatten diese frei
>> k�uflichen PMR-Ger�te, die bei Amazon richtigerweise unter Spielzeug
>> einsortiert werden. 12 km Reichweite laut Verpackung, ich hatte mit
>> Sichtkontakt bei 400 m schon Abbr�che. Der letzte Sch***
>
>
> Es gibt auch PMR Funkger�te in Gut und in Betriebsfunkqualit�t. �ndert
> aber nichts an der zugelassenen Sendeleistung und der
> Ausbreitungsphysik. Aber auch mit mehr Sendeleistung ist im Wald oder im
> Gel�nde schnell Schluss.
> Deine oben genannten Ger�te d�rften aber eher wirklich Spielzeug
> gewesen sein, die noch nicht mal die zul�ssige Sendeleistung erreicht
> haben d�rften.
> Allerdings bleibt PMR446 Nahbereichsfunk.
> Ohne Infrastruktur ist die Reichweite mit Handsprechfunkger�ten im
> VHF/UHF Bereich auf Sichtweite begrenzt. H�ufiger noch weniger.
>
> Alternativen?
> CB-Funk. Ger�teantennen entweder gro� und anf�llig (Teleskopantenne)
> oder f�r den Frequenzbereich zu klein. Reichweite auch nicht viel
> besser. St�ranf�llig.
>
> In DL Freenet im 2m Band. Nur in DL zugelassen. Sendeleistung wie PMR.
> Reichweite etwas besser. Nur wenige Ger�te am Markt und recht teuer.
>
> Betriebsfunk?
> Dazu muss man schon Bedarfstr�ger sein. Wandern d�rfte nicht dazu
> geh�ren. Man hat zwar etwas mehr Sendeleistung zur Verf�gung, aber
> generell gilt auch hier: Nahbereichsfunk. Und im Ausland nicht nutzbar.
>
> Bleibt noch Amateurfunk.
> Viele M�glichkeiten. VHF/UHF Relaisfunk. Mit der entsprechenden
> Lizenzklasse auch im Ausland nutzbar. Allerdings muss jeder, der daran
> teilnehmen will, eine entsprechende Pr�fung ablegen.
> N�here Infos unter www.darc.de
>
> Um unbeschwert und jedermann die Teilnahme am Funk zu erm�glichen,
> bleibt fast nur PMR446, zumal dieser in Europa auch fast �berall
> zugelassen ist. Nicht gerade die allerbilligsten Ger�te nehmen und sich
> dar�ber im klaren sein, das es nur Nahbereichsfunk ist.
> Auf www.neuner.de findet man eine recht gute Auswahl an Ger�ten, auch
> der gehobeneren Klasse.
>
> Gru�
> Heinz-J�rgen
>
>
>

Lothar Hügel

unread,
Apr 8, 2013, 11:22:44 AM4/8/13
to
Am 08.04.2013 15:51, schrieb Hermann Maier:
> Über welche Hausnummer sprechen wir im Amateurfunk bei den
> Geräteneigentlich? Wenn das richtig weit funkt und die Geräte dennoch
> handlich sind, dann mache ich glatt eine Lizenz.
> Mein PRM-Gerät war übrigens ein Midland M99, also kein ganz schlechtes
> Gerät, ich glaube, ich sende das mal zur Überprüfung ein.

mach dich doch einfach mal selbst fachkundig. Gute, teilweise auch gut
erklärte und teilweise sehr preiswerte Angebote findest du da:

www.elv.de
http://www.elv.de/funkgeraete.html
www.pollin.de
http://www.pollin.de/shop/p/OTkyOTQ5/SAT_Antennentechnik/Funk.html

Aber beschwer dich bitte nicht, das es da noch viel mehr technisch
faszinierende Spielzeuge zu teilweise sehr moderaten Preisen gibt und
ich bin auch nicht mit Provision am Geschäftserfolg beteiligt!

Ben Dietze

unread,
Apr 8, 2013, 12:19:51 PM4/8/13
to
Am 07.04.2013 15:29, schrieb Heinz-Juergen Kronemeyer:
> Am Sun, 07 Apr 2013 14:41:39 +0200
> schrieb Hermann Maier <arcormail...@yahoo.de>:
>
>> Was nicht so gut war, war die Funkqualität. Wir hatten diese frei
>> käuflichen PMR-Geräte, die bei Amazon richtigerweise unter Spielzeug
>> einsortiert werden. 12 km Reichweite laut Verpackung, ich hatte mit
>> Sichtkontakt bei 400 m schon Abbrüche. Der letzte Sch***
>
> Es gibt auch PMR Funkgeräte in Gut und in Betriebsfunkqualität. Ändert
> aber nichts an der zugelassenen Sendeleistung und der
> Ausbreitungsphysik. Aber auch mit mehr Sendeleistung ist im Wald oder im
> Gelände schnell Schluss.
> Deine oben genannten Geräte dürften aber eher wirklich Spielzeug
> gewesen sein, die noch nicht mal die zulässige Sendeleistung erreicht
> haben dürften.
> Allerdings bleibt PMR446 Nahbereichsfunk.
> Ohne Infrastruktur ist die Reichweite mit Handsprechfunkgeräten im
> VHF/UHF Bereich auf Sichtweite begrenzt. Häufiger noch weniger.

Die Physik lässt sich leider nicht aushebeln, aber mit einer Änderung
der übertragenen Information kann man doch noch einiges aus dem
Spielzeug rausholen. ;) Die Empfangsqualität mag in größerer Distanz für
Sprache nicht mehr ausreichend sein, aber ein codiertes Signal sollte
noch auf die drei- bis vierfache Distanz erkennbar bleiben. Wenn du auf
eine Funklizenz abzielst, musst du sowieso Morsecode lernen (oder ist
das inzwischen passée?). Dann spar dir die Lizenz, lerne morsen, zwei
drei andere aus der Wandergruppe ebenfalls und ihr könnt zumindest
wichtige Sachen schnell "durchpiepsen". Oder macht einen eigenen
Signalcode aus.
Vor laaaanger Zeit hatte ich auch so eine kleine Handquake, die hatte im
Sendeschalter einen kleinen Knopf für den "piep" (wie auch immer das
offiziell heisst). Sollte heute auch zu kriegen sein.

Gruß
Ben

Heinz-Juergen Kronemeyer

unread,
Apr 8, 2013, 1:26:38 PM4/8/13
to
Am Mon, 08 Apr 2013 15:51:50 +0200
schrieb Hermann Maier <arcormail...@yahoo.de>:

> Herzlichen Dank, Heinz-Jürgen, für die guten Infos - und schade, dass
> es keine auf Anhieb überzeugenden Alternativen gibt. Wie macht denn
> die Bergwacht das eigentlich? Während des Zivildienstes konnte ich
> mit BOS durch´s halbe Ruhrgebiet funken, war jedoch ein Gerät im Auto.
> Über welche Hausnummer sprechen wir im Amateurfunk bei den
> Geräteneigentlich? Wenn das richtig weit funkt und die Geräte dennoch
> handlich sind, dann mache ich glatt eine Lizenz.
> Mein PRM-Gerät war übrigens ein Midland M99, also kein ganz schlechtes
> Gerät, ich glaube, ich sende das mal zur Überprüfung ein.
>

Die Bergwacht funkt entweder direkt (vom Hügel ins Tal ergibt recht
gute Reichweiten) oder nutzt, wie du damals im BOS, eine Infrastruktur
mittels einer Relaistation an exponierter Stelle. Diese stehen meistens
an erhöhten Positionen, empfangen ein Signal und leiten es weiter.
Dafür werden zwei Frequenzen zeitgleich belegt und verlangt natürlich
entsprechend geeignete Funkgeräte. So ähnlich funktioniert es
auch im Handynetz.

Die Geräte im Amateurfunk (Kurzwelle mal außen vor), sind schon recht
klein und handlich. Je nach Ausstattung liegt die Sendeleistung bei 1
bis 7 Watt. Der Akku soll ja auch etwas länger halten. Die
Sendeleistung bei PMR liegt bei 0,5 Watt effektiver Strahlungsleistung.
Im direkten Betrieb hast du mit Afu-Geräten durch die höhere
Sendeleistung schon eine etwas höhere Reichweite. Hängt natürlich wie
immer von den örtlichen Gegebenheiten ab und muss nicht unbedingt so
viel mehr sein wie bei PMR. Interessant ist dabei aber die Nutzung von
Relaisstationen. Wenn solche am Wanderort vorhanden und in Reichweite
sind, ist die effektive Reichweite um ein vielfaches höher. Sogar
weltweit, wenn die Relaisstation mit einem entsprechenden
Netzwerkzugang ausgerüstet ist. Echolink und D-Star sind da die
Stichworte wobei Echolink mit fast jedem Gerät geht. D-Star ist
digitaler Funk und setzt entsprechende, nicht ganz billige Geräte
voraus. Außerdem ist die D-Star Relaisstellendichte nicht ganz so hoch.
Die Lizenzprüfungen sind nicht ganz einfach. Man muss sich schon
einiges an Wissen aneignen. Morsen braucht man übrigens nicht mehr.
Schau doch mal auf der DARC Seite, ob es einen Ortsverein des DARC in
deiner Nähe gibt. Wenn es nicht gerade ein Schlafmützen OV ist, ergibt
ein Gespräch vor Ort viel bessere Möglichkeiten und Klarheit.

Und bevor du die Midland PMR einschickst. Es gibt eine Einstellung für
mehr oder weniger geschlossene Nutzergruppen im PMR. Die Geräte senden
einen Subaudioton mit aus und empfangen nur dann, wenn die Gegenstation
ebenfalls den gleichen Ton mit aussendet. Nennt sich CTCSS oder auch
DCS. Zum sauberen Erkennen dieses Tons muss das Signal aber schon eine
gewisse Stärke haben und an der Grenzreichweite funktioniert das dann
nicht mehr sauber obwohl ein Empfang eigentlich noch möglich wäre.
Meistens kann man das irgendwo in der Menuestruktur der Geräte
abschalten.

Heinz-Juergen Kronemeyer

unread,
Apr 8, 2013, 1:30:47 PM4/8/13
to
Am Mon, 08 Apr 2013 18:19:51 +0200
schrieb Ben Dietze <bdn...@arcor.de>:



> Wenn du auf eine Funklizenz abzielst, musst du sowieso Morsecode
> lernen (oder ist das inzwischen passée?).

Morsen braucht man nicht mehr. Und eine Rufton-Taste hat meines Wissens
kaum noch ein PMR Gerät. Es gibt zwar so etwas ähnliches wie
Selektivruf, aber das setzt auch wieder entsprechende Feldstärke beim
Empfänger voraus.

Wolfgang Koch

unread,
Apr 8, 2013, 6:35:52 PM4/8/13
to
Hermann Maier schrieb:

> Über welche Hausnummer sprechen wir im Amateurfunk bei den
> Geräteneigentlich? Wenn das richtig weit funkt und die Geräte dennoch
> handlich sind, dann mache ich glatt eine Lizenz.

Was nützt Dir die Lizens wenn Du der einzige Lizensinhaber der
Wandergruppe bist?

> Mein PRM-Gerät war übrigens ein Midland M99, also kein ganz schlechtes
> Gerät
Trotzdem noch Spielzeugklasse.

> ich glaube, ich sende das mal zur Überprüfung ein.
Kannst Du Dir sparen.

Wenn ich mir bei Neuner-Funk ein PMR-Gerät aussuchen sollte würde ich
bei der Gerätebeschreibung auf den Hinweis "Anwendungsbereiche: Profi"
achten.

PS.:Ich bin Lizensinhaber und mit Markus Neuner nicht verheiratet oder so.

Gruß Wolfgang

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 9, 2013, 9:41:04 AM4/9/13
to
Am Sun, 07 Apr 2013 14:41:39 +0200 schrieb Hermann Maier:

> Hallo ,
>
> auf meiner letzten Wanderung mit Gruppe (siehe Post Cornwall), hat sich
> ein eher spa�eshalber mitgenommenes Set von Walkie-Talkies bew�hrt. Bei
> acht Personen bildet sich schnell eine Vor- und eine Nachhut und es ist
> leichter, zwischen diesen Kontakt zu halten und Frustration durch
> Wartezeiten beim Aufschlie�en zu vermeiden. Auch wenn jemand eine
> Umleitung auskundschaften will, war der Funkkontakt ganz praktisch. Um
> gleicher einer ideologischen Debatte zuvor zu kommen: praktisch war es,
> nicht notwendig.
>
> Was nicht so gut war, war die Funkqualit�t. Wir hatten diese frei
> k�uflichen PMR-Ger�te, die bei Amazon richtigerweise unter Spielzeug
> einsortiert werden. 12 km Reichweite laut Verpackung, ich hatte mit
> Sichtkontakt bei 400 m schon Abbr�che. Der letzte Sch***

12 km sind utopisch, die Teile sind (alle!) in der Leistung begrenzt.
Allerdings sind 400 m auch viel zu wenig. Ich hatte PMR-P��rchen (von
Oregon Scientific, gabs mal bei Conrads f�r um die 40 EUR/Paar) mal mit in
den Bergen zum Skifahren, da kam ich schon so auf 2 - 3 km. Kommt nat�rlich
immer darauf an, wo man steht - vom Gipfel aus ist die Reichweite deutlich
h�her als im tiefen Tal.

Es gibt auch PMR-Ger�te in Profi-Qualit�t. Die sind im Grunde genommen
Betriebsfunkger�te auf PMR-Kan�len. Sowas gibt es z.B. von Motorola.
Deutlich stabiler als dieser Spielzeugkram. Kosten aber auch �ber 100
EUR/Stck.

> Ich hatte mir vorgenommen, mich mal nach etwas Richtigem umzusehen. Also
> 70 cm bis 4m Band, gerne mit Funklizenz. Kennt sich hier jemand etwas
> mit solchen Dingen aus oder f�llt einem spontan ein bekanntes Funk-Forum
> ein.

Wenn es auch das Usenet sein darf: de.comm.funk.misc oder
de.comm.funk.amateur (wenn es mit Lizenz sein soll - willst Du und die
anderen 8 Leute ernsthaft eine Afu-Lizenz machen nur f�r eine Wanderung?)

> Ich stehe noch am Anfang der Recherche, aber vielleicht hat sich ja
> jemand schon einml mit dem Thema bereits umfassend befasst. Vor allem
> mit dem Hintergedanken Wandertouren, also spritzwasserfest (kein Problem
> am Markt) und mit normalen Batterien (gro�es Problem, da alle
> BEtriebsfunkger�te mit Spezialakkus kommen).

Naja, Akkus leisten einfach mehr als herk�mmliche Batterien. Du kannst
nat�rlich klassische, alte CB-Handfunkger�te mitschleppen. Da sind dann je
nach Ausstattung 10 - 12 Stck AA-Batterien drin. Daf�r sendest Du aber auch
mit 4 Watt und hast eine Reichweite von mehreren Kilometern (dann aber mit
richtiger Teleskop-Antenne und nicht mit einer kleinen Gummi-Wurst).

Wenn Du nicht viel ausgeben m�chtest, kannst Du auf E-Bay f�r recht kleines
Geld (20 - 50 EUR/Stck) CB-Handfunkger�te bekommen. Die Reichweite sollte
v�llig ausreichend sein, und heutzutage sind die Kan�le in den meisten
Orten ziemlich leer, da findet sich immer ein freier Kanal und man hat
keine Probleme mit St�rungen.

Es gibt auch noch einige, wenige neue CB-Handger�te. Rechne so ab 120 EUR
aufw�rts.

> Schon jetzt einmal Danke f�r jeden Hinweis

Beachte noch, da� die Bestimmungen bei Funkger�ten je nach Land
unterschiedlich sind. �sterreich ist da z.B. noch ziemlich streng, was
ausl�ndische Ger�te angeht.

Gr��e,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 9, 2013, 9:46:53 AM4/9/13
to
Am Mon, 08 Apr 2013 15:51:50 +0200 schrieb Hermann Maier:

> Herzlichen Dank, Heinz-J�rgen, f�r die guten Infos - und schade, dass es
> keine auf Anhieb �berzeugenden Alternativen gibt. Wie macht denn die
> Bergwacht das eigentlich?

Die Bergwacht d�rfte BOS-funken, also 2 oder 4 m, genau wie Rettungsdienst
und Polizei. Ist ja auch sinnvoll, weil man die so direkt ansprechen kann.

> W�hrend des Zivildienstes konnte ich mit BOS
> durch�s halbe Ruhrgebiet funken, war jedoch ein Ger�t im Auto.

Und ein Relais war da sicher im Spiel. Das hast Du im Gel�nde nicht.

> �ber welche Hausnummer sprechen wir im Amateurfunk bei den
> Ger�teneigentlich?

Es gibt mittlerweile China-Ger�te f�r um die 100 EUR. Die sollen gar nicht
mal soo schlecht sein, wenn es ums Funken auf der Wanderung geht und man
keinen Wert auf exakte Frequenzen oder Nebenausstrahlungen legt.

> Wenn das richtig weit funkt und die Ger�te dennoch
> handlich sind, dann mache ich glatt eine Lizenz.

"Richtig weit" ist relativ. Da h�ngt dann auch sehr von der verwendeten
Antenne ab. Mit einem kleinen Funkger�t im Rucksack und einer gro�en
Langdrahtantenne kannst Du prinzipiell hunderte von Kilometern weit funken.

Gr��e,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 9, 2013, 9:49:43 AM4/9/13
to
Am Mon, 8 Apr 2013 19:30:47 +0200 schrieb Heinz-Juergen Kronemeyer:

> Am Mon, 08 Apr 2013 18:19:51 +0200
> schrieb Ben Dietze <bdn...@arcor.de>:
>
>
>
>> Wenn du auf eine Funklizenz abzielst, musst du sowieso Morsecode
>> lernen (oder ist das inzwischen pass�e?).
>
> Morsen braucht man nicht mehr. Und eine Rufton-Taste hat meines Wissens
> kaum noch ein PMR Ger�t.

Echt nicht? Bei meinen (Oregon Scientific, so Dinger in orange, vor �ber 5
Jahren beim Conrads gekauft) gibt es sowas noch. Zweimal kurz
hintereinander die Sendetaste ged�rckt, und es piepst beim Gegen�ber.

Gr��e,

Frank

Ben Dietze

unread,
Apr 9, 2013, 1:33:43 PM4/9/13
to
Am 09.04.2013 15:49, schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Mon, 8 Apr 2013 19:30:47 +0200 schrieb Heinz-Juergen Kronemeyer:
>
>> Am Mon, 08 Apr 2013 18:19:51 +0200
>> schrieb Ben Dietze <bdn...@arcor.de>:
>>
>>
>>
>>> Wenn du auf eine Funklizenz abzielst, musst du sowieso Morsecode
>>> lernen (oder ist das inzwischen passée?).
>>
>> Morsen braucht man nicht mehr. Und eine Rufton-Taste hat meines Wissens
>> kaum noch ein PMR Gerät.
>
> Echt nicht? Bei meinen (Oregon Scientific, so Dinger in orange, vor über 5
> Jahren beim Conrads gekauft) gibt es sowas noch. Zweimal kurz
> hintereinander die Sendetaste gedürckt, und es piepst beim Gegenüber.

Das ist aber was anders, als ich zumindest meinte. Mein Gerät hatte eine
eigene kleine Taste, die sofort einen piep sendete. Damit war eben auch
morsen oder andere codierte Kommunikation möglich. Und dieser Ton kam
beispielsweise im Wald auch dann noch nervtötend laut durch, wenn
Sprechen nicht mehr möglich war. Bei Doppeldruck stell ich mir das
irgendwie unpraktisch vor.

Gruß
Ben

P.S.: das Ding hatte allerdings auch eine mindestens 1m lange
Teleskopantenne. Keine Ahnung was für ein Gerät das genau war und wie es
gefunkt hat, es war aber frei verkäuflich und ohne Lizenz nutzbar. So um
1990 herum.

Lothar Hügel

unread,
Apr 9, 2013, 1:55:03 PM4/9/13
to
Am 09.04.2013 15:46, schrieb Frank Hucklenbroich:
>> Herzlichen Dank, Heinz-Jürgen, für die guten Infos - und schade,
>> dass es keine auf Anhieb überzeugenden Alternativen gibt. Wie
>> macht denn die Bergwacht das eigentlich?
> Die Bergwacht dürfte BOS-funken, also 2 oder 4 m, genau wie
> Rettungsdienst und Polizei. Ist ja auch sinnvoll, weil man die so
> direkt ansprechen kann.

da bei der Bergwacht keine Einzelkämpfer hocken und je nach Einsatz
sowieso noch Rettungsdienst, Feuerwehr, THW oder Polizei gebraucht
werden, wird bei der Bergwacht über die zentralen Leitstellen der
Hilfsdienste gefunkt. Wenn da jemand unbefugt auf den Frequenzen
auftaucht, gibt es rund um die Uhr ziemlich schnell Ärger und wird teuer!

Daran ändert sich bestimmt auch nicht viel, wenn demnächst auch die
Bundesrepublik als letztes westeuropäisches Land BOS-Funk
digitalisiert bekommt. Ganz abgesehen davon, das auch bei Mitgliedern
der BOS-Dienste eine Funkgenehmigung erworben werden muß, bevor man
auf das Netz los gelassen wird, damit nicht zu viel dummes Geschwätz
die Kommunikation stört.

> Es gibt mittlerweile China-Geräte für um die 100 EUR. Die sollen
> gar nicht mal soo schlecht sein, wenn es ums Funken auf der
> Wanderung geht und man keinen Wert auf exakte Frequenzen oder
> Nebenausstrahlungen legt.

Ich hatte bereits 2 mögliche Angebot-Links rein gestellt, wo es zum
Teil sogar - beim ELV-Verlag - gute ausführliche Beschreibungen zur
Leistungsfähigkeit dazu gibt.

>> Wenn das richtig weit funkt und die Geräte dennoch handlich sind,
>> dann mache ich glatt eine Lizenz.
> "Richtig weit" ist relativ. Da hängt dann auch sehr von der
> verwendeten Antenne ab. Mit einem kleinen Funkgerät im Rucksack und
> einer großen Langdrahtantenne kannst Du prinzipiell hunderte von
> Kilometern weit funken.

Ist dann jeweils nur die Frage, wer sich damit gestört fühlt und wie
schnell die entsprechend gestörten gepeilt haben, wer da in ihren
Frequenzen von wo warum stört. Sollte in Zeiten der Satellitentechnik
ziemlich schnell gehen, unerwünschte Störer zu peilen.

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 10, 2013, 5:11:24 AM4/10/13
to
Am Tue, 09 Apr 2013 19:55:03 +0200 schrieb Lothar Hügel:

> Am 09.04.2013 15:46, schrieb Frank Hucklenbroich:
>>> Herzlichen Dank, Heinz-Jürgen, für die guten Infos - und schade,
>>> dass es keine auf Anhieb überzeugenden Alternativen gibt. Wie
>>> macht denn die Bergwacht das eigentlich?
>> Die Bergwacht dürfte BOS-funken, also 2 oder 4 m, genau wie
>> Rettungsdienst und Polizei. Ist ja auch sinnvoll, weil man die so
>> direkt ansprechen kann.
>
> da bei der Bergwacht keine Einzelkämpfer hocken und je nach Einsatz
> sowieso noch Rettungsdienst, Feuerwehr, THW oder Polizei gebraucht
> werden, wird bei der Bergwacht über die zentralen Leitstellen der
> Hilfsdienste gefunkt. Wenn da jemand unbefugt auf den Frequenzen
> auftaucht, gibt es rund um die Uhr ziemlich schnell Ärger und wird teuer!

Klar, das wolle ich dem OP auch bestimmt nicht vorschlagen. Es ging
lediglich um die Beantwortung der Frage, wo die Bergwacht funkt. Daß er da
privat nichts zu suchen hat ist logisch.

> Daran ändert sich bestimmt auch nicht viel, wenn demnächst auch die
> Bundesrepublik als letztes westeuropäisches Land BOS-Funk
> digitalisiert bekommt.

"Demnächst" ist gut. Das sollte eigentlich schon 2006 zur Fußball-WM fertig
sein.

> Ganz abgesehen davon, das auch bei Mitgliedern
> der BOS-Dienste eine Funkgenehmigung erworben werden muß, bevor man
> auf das Netz los gelassen wird, damit nicht zu viel dummes Geschwätz
> die Kommunikation stört.

Naja, das ist aber nicht so wild. Bei mit (Katastrophenschutz) war das
damals eine praktisch Funkübung auf einem dazu freigehaltenen BOS-Kanal,
eine kurze Belehrung darüber wie man richtig funkt und eine Unterschrift
zum Thema "Geheimhaltung". Das war an einem Nachmittag "gegessen". Die
Feinheiten lernt man dann eh schnell in der Praxis.

>>> Wenn das richtig weit funkt und die Geräte dennoch handlich sind,
>>> dann mache ich glatt eine Lizenz.
>> "Richtig weit" ist relativ. Da hängt dann auch sehr von der
>> verwendeten Antenne ab. Mit einem kleinen Funkgerät im Rucksack und
>> einer großen Langdrahtantenne kannst Du prinzipiell hunderte von
>> Kilometern weit funken.
>
> Ist dann jeweils nur die Frage, wer sich damit gestört fühlt und wie
> schnell die entsprechend gestörten gepeilt haben, wer da in ihren
> Frequenzen von wo warum stört.

Wenn er eine Lizenz hat und auf den Amateurfunkbändern auf Kurzwelle
ordentlichen Funkbetrieb macht, dann hat sich da keiner gestört zu fühlen -
dafür sind die Bänder ja da. Und da gibt es schon recht handliche Lösungen,
die in den Rucksack passen.

> Sollte in Zeiten der Satellitentechnik
> ziemlich schnell gehen, unerwünschte Störer zu peilen.

In der Praxis stört das kaum einen. Es gibt etliche bekannte Schwarzfunker
auf den Amateurfunkbändern, die da regelmäßig stören oder mit
Fantasierufnamen unterwegs sind. Dafür schickt die BNA leider keinen
Meßwagen (mehr) raus. Da muß man schon beim Nachbarn das Fernsehen stören,
oder eben BOS-Kanäle, dann geht das schnell und wird (zu recht!) teuer.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Apr 10, 2013, 5:13:51 AM4/10/13
to
Am Tue, 09 Apr 2013 19:33:43 +0200 schrieb Ben Dietze:

> Am 09.04.2013 15:49, schrieb Frank Hucklenbroich:
>> Am Mon, 8 Apr 2013 19:30:47 +0200 schrieb Heinz-Juergen Kronemeyer:
>>
>>> Am Mon, 08 Apr 2013 18:19:51 +0200
>>> schrieb Ben Dietze <bdn...@arcor.de>:
>>>
>>>
>>>
>>>> Wenn du auf eine Funklizenz abzielst, musst du sowieso Morsecode
>>>> lernen (oder ist das inzwischen pass�e?).
>>>
>>> Morsen braucht man nicht mehr. Und eine Rufton-Taste hat meines Wissens
>>> kaum noch ein PMR Ger�t.
>>
>> Echt nicht? Bei meinen (Oregon Scientific, so Dinger in orange, vor �ber 5
>> Jahren beim Conrads gekauft) gibt es sowas noch. Zweimal kurz
>> hintereinander die Sendetaste ged�rckt, und es piepst beim Gegen�ber.
>
> Das ist aber was anders, als ich zumindest meinte. Mein Ger�t hatte eine
> eigene kleine Taste, die sofort einen piep sendete. Damit war eben auch
> morsen oder andere codierte Kommunikation m�glich. Und dieser Ton kam
> beispielsweise im Wald auch dann noch nervt�tend laut durch, wenn
> Sprechen nicht mehr m�glich war. Bei Doppeldruck stell ich mir das
> irgendwie unpraktisch vor.

Stimmt, bei mir ist das eher sowas wie eine Rufklingel. Die ist
durchdringend uns sagt "Hallo, geh ran, ich will was von Dir". W�hrend eine
Sprechfunkdurchsage vielleicht im Rauschen untergeht.

> P.S.: das Ding hatte allerdings auch eine mindestens 1m lange
> Teleskopantenne.

Dann war es wohl ein CB-Funkger�t, PMRs haben sowas nicht.

> Keine Ahnung was f�r ein Ger�t das genau war und wie es
> gefunkt hat, es war aber frei verk�uflich und ohne Lizenz nutzbar. So um
> 1990 herum.

Es gab auch mal Selektivruf f�r CB-Funk. Da konnte man sogar einzelne
Teilnehmer gezielt ansprechen.

Oder eben die "Morse"-Taste.

Gr��e,

Frank

Lothar Hügel

unread,
Apr 10, 2013, 9:00:10 AM4/10/13
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Hallo Hucky,

Am 10.04.2013 11:11, schrieb Frank Hucklenbroich:
>> Daran ändert sich bestimmt auch nicht viel, wenn demnächst auch
>> die Bundesrepublik als letztes westeuropäisches Land BOS-Funk
>> digitalisiert bekommt.
> "Demnächst" ist gut. Das sollte eigentlich schon 2006 zur
> Fußball-WM fertig sein.

die entsprechenden Auseinandersetzungen und Bummeleien ziehen sich
schon mindestens seit 2000 mit damals auch entsprechenden Angeboten
der Mobilfunk-Netzbetreiber zu Vorrangschaltungen aus vorhandener
Infrastruktur! Damals lästerte die ct bereits bald, das wohl
Deutschland neben Albanien das letzte europäische Land sein könnte,
welches den BOS-Funk digitalisiert. Ist inzwischen nicht sogar
Albanien der Bundesrepublik voraus gezogen?

>> Ganz abgesehen davon, das auch bei Mitgliedern der BOS-Dienste
>> eine Funkgenehmigung erworben werden muß, bevor man auf das Netz
>> los gelassen wird, damit nicht zu viel dummes Geschwätz die
>> Kommunikation stört.
> Naja, das ist aber nicht so wild. Bei mit (Katastrophenschutz) war
> das damals eine praktisch Funkübung auf einem dazu freigehaltenen
> BOS-Kanal, eine kurze Belehrung darüber wie man richtig funkt und
> eine Unterschrift zum Thema "Geheimhaltung". Das war an einem
> Nachmittag "gegessen". Die Feinheiten lernt man dann eh schnell in
> der Praxis.

Bei den freiwilligen Feuerwehren im Hochtaunuskreis war die Schulung
etwas umfangreicher, bevor es die Funkberechtigung gab. Wieweit das
notwendig ist, mag Gelegenheit zum Streiten geben... >;-)

In Hessen laufen BOS-Kommunikationen auf Kreisebene organisiert und
die Polizei hat eigene Leitstellen, mit denen allerdings bei Bedarf
auch Koppelung möglich wäre. Zur Organisation des Digitalfunk kann und
will ich nichts mehr sagen, da ich inzwischen nicht mehr im aktiven
Dienst bin und das auch nicht jeder wissen und verstehen sollte, wie
künftige Organisation aussieht. Bisher war es vielleicht zu einfach,
durch Abhören von BOS-Funk gezielt Schaden an zu richten und das war
mit ein Grund für die notwendige Umstellung.

>> Sollte in Zeiten der Satellitentechnik ziemlich schnell gehen,
>> unerwünschte Störer zu peilen.
> In der Praxis stört das kaum einen. Es gibt etliche bekannte
> Schwarzfunker auf den Amateurfunkbändern, die da regelmäßig stören
> oder mit Fantasierufnamen unterwegs sind. Dafür schickt die BNA
> leider keinen Meßwagen (mehr) raus. Da muß man schon beim Nachbarn
> das Fernsehen stören, oder eben BOS-Kanäle, dann geht das schnell
> und wird (zu recht!) teuer.

Genau um die Störung von BOS-Kanälen ging es mir. Ich hoffe nur, das
trotz jahrzehntelangen Einsparungen bei der Sicherheit dann immer noch
schnell genug reagiert werden kann. Es wird zwar gerne nach
drastischen Strafen gebrüllt, aber das es immer weniger Sicherheit
durch Sparmaßnahmen gab, haben die meisten ignoriert. Was nutzen die
besten Gesetze, wenn sie niemand durchsetzen kann oder will?- Wo sich
zu wenige für ihre eigenen Interessen einsetzen und Mitverantwortung
zu übernehmen bereit sind, sind Probleme vor programmiert...

Stefan Froehlich

unread,
Apr 10, 2013, 10:54:11 AM4/10/13
to
On Wed, 10 Apr 2013 15:00:10 Lothar Hügel wrote:
> [Im Jahr 2000] lästerte die ct bereits bald, das wohl Deutschland neben
> Albanien das letzte europäische Land sein könnte, welches den BOS-Funk
> digitalisiert. Ist inzwischen nicht sogar Albanien der Bundesrepublik
> voraus gezogen?

Keine Ahnung. Aber wer ist denn schliesslich auch Albanien:
<http://de.wikipedia.org/wiki/Funksystem_der_BOS_in_%C3%96sterreich>
Worueber beschwert ihr euch eigentlich? :-)

Servus,
Stefan

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Stefan - das schlampischste Überreden, welches es je geben wird.
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