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[KANU]kleben in PE-Booten

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Stephan Brockfeld

unread,
Apr 5, 2000, 3:00:00 AM4/5/00
to
Hallo,

Wir haben uns nun endlich einen Canadier geleistet.
Genauer ein PE-Boot von Old Town.

Anscheinend gibt es eine Möglichkeit auf dieses Material
etwas
aufzukleben?

Weiss jemand etwas genaueres (event. eine Anleitung) und
teilt es mir mit?

Vielen Dank im voraus.

Gruss Stephan

Martin Bleisteiner

unread,
Apr 5, 2000, 3:00:00 AM4/5/00
to
Stephan Brockfeld schrieb in Nachricht <38EB3EDF...@t-online.de>...

>PE-Boot von Old Town.
>Anscheinend gibt es eine Möglichkeit auf dieses Material
>etwas aufzukleben?

Heißkleber geht hervorragend.

Happy paddling
Martin

Ralf Schönfeld

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
In article <38EB3EDF...@t-online.de>,

Stephan Brockfeld <sbroc...@t-online.de> wrote:
> Hallo,
>
> Wir haben uns nun endlich einen Canadier geleistet.
> Genauer ein PE-Boot von Old Town.

>
> Anscheinend gibt es eine Möglichkeit auf dieses Material
> etwas
> aufzukleben?
>
> Weiss jemand etwas genaueres (event. eine Anleitung) und
> teilt es mir mit?
>
> Vielen Dank im voraus.
>
> Gruss Stephan


Hallo Stephan,

das würde mich auch interessieren.
Meines Wissens ist es noch keinem geglückt, in einem PE-Boot dauerhaft
und belastbar D-Ringe (für Kniegurte, Gepäckbefestigung o.ä.)
einzukleben.

Wenn Du von einem Old Town PE Boot schreibst, nehme ich an es handelt
sich um eines aus Olthylen (z.B. beim Discovery, Columbia, ...).

Ich hab mal mit einem Kunststoffexperten darüber gesprochen.
Der meinte, daß Kleben schon gehen würde. Aber auf die konkrete Frage
welchen Kleber nehmen war auch Schweigen im Walde.
Üblicherweise wird PE ja verschweißt.
Also an einer Lösung auf die Frage wäre ich, wie gesagt, auch
interessiert.

Royalex ist auch ein ein Verbundwerkstoff (Sandwichbauweise), also
ähnlich wie Olthylen.
Dort wird aber statt PE mehrer Schichten ABS-Kunststoff verwendet und
als abschließende Schicht innen/ außen eine aus Vinyl (PVC) - da ist
halt ein Einkleben von D-Ringen absolut unproblematisch und ist
wirklich dauerhaft und hoch belastbar (dafür sind die Boote auch satt
teurer).
Allerdings auch nicht bei der Leichtausführung Royalite (R-84). Da hat
man die Vinylschichten entfallen lassen (u.a. wegen Gewicht) und dafür
die jeweils letzte ABS-Schicht zum Schutz vor UV-Strahlen und der Optik
eingefärbt.

Für das Einkleben würde ich grundsätzlich folgende Vorgehensweise
empfehlen:
Boot innen, da wo die Platte mit dem D-Ring hin soll, mit grobem
Schleifpapier aufrauhen bis die Deckschicht wirklich matt ist.
Das gleiche bei der Platte des D-Ringes. Auch diese mit grobem
Schleifpapier stark aufrauhen.
Bei Boot und D-Ringplatte muß also die glatte, speckig glänzende
Oberfläche gänzlich weg sein und anschließend vorsichtshalber entfetten
(wegen Fingertapper) - schweißtreibende Arbeit wenn man's sorgfältig
macht.
Den Kleber gut ablüften lassen (zumindest beim Kleber für Royalex; aber
letztendlich auch abhängig was für Zeug man benutzt).
Je nach Klebstoff hat man nur einen Versuch, d.h. die D-Ringplatte muß
gleich beim Ansetzen in die richtige Position gebracht werden und das
möglichst so, daß hinterher keine Lufteinschlüsse drin sind, eine
nachträgliche Korrektur/ Verschieben ist meist nicht möglich.
Für die Arbeit würde ich mir einen warmen trockenen Tag aussuchen, bei
naßkaltem Wetter könnte das Ergebnis der Kleberei unter Umständen
enttäuschend ausfallen - oder man machts in einer entsprechend
temperierten Garage.

Auf diese Weise hab ich in meinen Old Town Trip (Royalex) schon vor zig
Jahren mehrere D-Ringe eingeklebt und halten bis jetzt bombendfest (bei
den D-Ringen war damals ein PVC/ Vinyl-Kleber mit dabei gewesen).

Und wenn alle Klebeversuche bei PE dauerhaft scheitern, müßte man zu
einer radikaleren Methode schreiten und nach einer Schraublösung durch
den Rumpf hindurch suchen - aber das wirst Du bei einem neuen Böötchen
sicher eher nicht wollen.


Viel Erfolg wünscht Dir

Ralf
German Open Canoe e.V.
http://home.t-online.de/home/germanopencanoe/homepage.htm

Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.

Stephan Brockfeld

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to Ralf Schönfeld
HAllo Ralf,

> das würde mich auch interessieren.
> Meines Wissens ist es noch keinem geglückt, in einem PE-Boot dauerhaft
> und belastbar D-Ringe (für Kniegurte, Gepäckbefestigung o.ä.)
> einzukleben.

:-((

>
> Wenn Du von einem Old Town PE Boot schreibst, nehme ich an es handelt
> sich um eines aus Olthylen (z.B. beim Discovery, Columbia, ...).

Ja, Discovery Scout

>
> Ich hab mal mit einem Kunststoffexperten darüber gesprochen.
> Der meinte, daß Kleben schon gehen würde. Aber auf die konkrete Frage
> welchen Kleber nehmen war auch Schweigen im Walde.
> Üblicherweise wird PE ja verschweißt.

Geht bei dem Material ja anscheinend nicht.
Warum eigentlich?

> Royalex ist auch ein ein Verbundwerkstoff (Sandwichbauweise), also
> ähnlich wie Olthylen.

Oltylen ist Royalex

> wirklich dauerhaft und hoch belastbar (dafür sind die Boote auch satt
> teurer).

und nicht abriebfest. D.h. mehr Bootspflege.

> Für das Einkleben [snip]

JA, in Royalex bzw. auf dem PVC hält das bombig.

> Und wenn alle Klebeversuche bei PE dauerhaft scheitern, müßte man zu
> einer radikaleren Methode schreiten und nach einer Schraublösung durch
> den Rumpf hindurch suchen - aber das wirst Du bei einem neuen Böötchen
> sicher eher nicht wollen.

ISt wohl im WW nicht so gut mit Schraubenköpfen an der
Aussenseite.
Ausserdem schwächt man wohl die Hülle damit.

>
> Viel Erfolg wünscht Dir
>

Danke. Wenn ich was hab meld ich michl.

Ciao Stephan

Ralf Schönfeld

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to
In article <38EC8373...@t-online.de>,
Stephan Brockfeld <sbroc...@t-online.de> wrote:

Hallo Stephan,


> > Royalex ist auch ein ein Verbundwerkstoff (Sandwichbauweise), also
> > ähnlich wie Olthylen.

> Oltylen ist Royalex

... da muß ich jetzt wiedersprechen.

Olthylen basiert auf PE Basis.
Aufbau: Vernetztes PE (robust, aber halt auch nicht klebbar bzw. zu
reparieren), dann geschlossenzelliger PU-Schaum und dann wieder
vernetztes PE.

Royalex basiert auf ABS und Vinyl.
Aufbau: Vinyl Schicht (weich), mehrere Lagen ABS-Kunststoff (ungeheuer
zäh), dann ebenfalls geschlossenzelliger PU-Schaum und dann wieder
mehrere ABS-Schichten und zum Schluß wieder die weiche Vinyl Außenhaut.

Die Firma Old Town verwendet jedoch nicht den Namen Royalex sondern hat
ihren eigenen Namen kreiert. Der heißt Oltonar.
Oltonar ist Royalex und nicht Olthylen.

Sorry, soll keine Besserwisserei sein, sondern nur der Aufklärung
dienen - und wenn ich falsch liegen sollte laß ich mich gern eines
besseren belehren.

>
> und nicht abriebfest. D.h. mehr Bootspflege.

Da hast Du in gewisser Weise schon recht.
Diese Vinyl Schicht ist weich und nicht 100 % abriebfest, d.h.
Steinkontakt hinterläßt Farbspuren.
Das macht aber dem Boot selbst nichts aus. Bis Du die Vinyl Schicht
abgefahren hast kannst Du Steine haufenweise überfahren.
Und wenn je an hochbeanspruchten Stellen das Vinyl weg ist, für die
Festigkeit hat das keinerlei Auswirkungen, sondern nur weil der UV-
Schutz für den ABS-Kunststoff an dieser Stelle nicht mehr gewährleistet
ist.
Pflegebedürfig ist das Material selbst nicht (in unserem Verein macht
das keiner).

Vorteil von Royalex ist eben die Möglichkeit zu kleben, die hohe
Zähigkeit und das "Rückerinnerungsvermögen" des ABS-Kunststoffes.
Sogar ein total um den Felsen gewickelten Royalexcanadier läßt sich
wieder in seine ursprüngliche Form versetzten.
Die Knitterspuren sind hinterher nur bei genauem Hinsehen zu bemerken.

Also ich persönlich tendiere lieber zu Royalex, vor allem wenn man
Richtung WW liebäugelt.

Vorteil von Olthylen ist halt der günstige Preis. Bei vergleichbaren
Booten beträgt der Preisunterschied doch ca. 1000 DM, aber dafür ist es
halt wieder etwas schwerer.
Ein empfehlenswertes robustes und strapazierfähiges Material ist das
allemal - Nachteil ist vor allem eben die Kleberei - und im WW wird man
nicht drumherum kommen sein Boot outzufitten (z.B fest eingebundene
Auftriebskörper, Kniegurte).


> > Und wenn alle Klebeversuche bei PE dauerhaft scheitern, müßte man zu
> > einer radikaleren Methode schreiten und nach einer Schraublösung
durch
> > den Rumpf hindurch suchen - aber das wirst Du bei einem neuen
Böötchen> > sicher eher nicht wollen.


> ISt wohl im WW nicht so gut mit Schraubenköpfen an der
> Aussenseite.
> Ausserdem schwächt man wohl die Hülle damit.


Das dürfte eigentlich kein Problem sein.
Da dürfen dann natürlich keine M8 Sechskantschraubenköpfe rausschauen,
das Problem muß schon eleganter gelöst werden, schon wegen der
Kraftverteilung auf den Rumpf (nicht punktförmig ausführen).
Aber grundsätzlich würde ich dadurch keine Schwächung des Materials /
Rumpfes befürchten - eher sogar von Vorteil gegenüber dem Einkleben
bezügl. der Krafteinleitung auf das Material.

Viele Grüße

Ralf
German Open Canoe e.v.

ManFred

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to

Ralf Schönfeld <ralf...@my-deja.com> schrieb in im Newsbeitrag:
8chggn$37q$1...@nnrp1.deja.com...
> In article <38EB3EDF...@t-online.de>,

> Stephan Brockfeld <sbroc...@t-online.de> wrote:
> > Hallo,
> >
> > Wir haben uns nun endlich einen Canadier geleistet.
> > Genauer ein PE-Boot von Old Town.
> >
> > Anscheinend gibt es eine Möglichkeit auf dieses Material
> > etwas
> > aufzukleben?
> >
> > Weiss jemand etwas genaueres (event. eine Anleitung) und
> > teilt es mir mit?
> >

Es gibt die Möglichkeit mit Epoxydharz auf PE zu laminieren - dies gilt
auch für die Old Town Materialien.
wichtig ist nur: ordentlich aufrauhen und - ich vermute - am besten
Kevlarmatten benutzen, da diese am flexibeslten sind.
ManFred

> > Vielen Dank im voraus.
> >
> > Gruss Stephan
>
>
> Hallo Stephan,
>

> das würde mich auch interessieren.
> Meines Wissens ist es noch keinem geglückt, in einem PE-Boot dauerhaft
> und belastbar D-Ringe (für Kniegurte, Gepäckbefestigung o.ä.)
> einzukleben.
>

> Wenn Du von einem Old Town PE Boot schreibst, nehme ich an es handelt
> sich um eines aus Olthylen (z.B. beim Discovery, Columbia, ...).
>

> Ich hab mal mit einem Kunststoffexperten darüber gesprochen.
> Der meinte, daß Kleben schon gehen würde. Aber auf die konkrete Frage
> welchen Kleber nehmen war auch Schweigen im Walde.
> Üblicherweise wird PE ja verschweißt.

> Also an einer Lösung auf die Frage wäre ich, wie gesagt, auch
> interessiert.
>

> Royalex ist auch ein ein Verbundwerkstoff (Sandwichbauweise), also
> ähnlich wie Olthylen.

> Dort wird aber statt PE mehrer Schichten ABS-Kunststoff verwendet und
> als abschließende Schicht innen/ außen eine aus Vinyl (PVC) - da ist
> halt ein Einkleben von D-Ringen absolut unproblematisch und ist

> wirklich dauerhaft und hoch belastbar (dafür sind die Boote auch satt
> teurer).

> Und wenn alle Klebeversuche bei PE dauerhaft scheitern, müßte man zu
> einer radikaleren Methode schreiten und nach einer Schraublösung durch
> den Rumpf hindurch suchen - aber das wirst Du bei einem neuen Böötchen
> sicher eher nicht wollen.
>
>

> Viel Erfolg wünscht Dir
>
> Ralf
> German Open Canoe e.V.

Stephan Brockfeld

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to ManFred
Hallo ManFred

> > > Weiss jemand etwas genaueres (event. eine Anleitung) und
> > > teilt es mir mit?
> > >
>
> Es gibt die Möglichkeit mit Epoxydharz auf PE zu laminieren - dies gilt
> auch für die Old Town Materialien.
> wichtig ist nur: ordentlich aufrauhen und - ich vermute - am besten
> Kevlarmatten benutzen, da diese am flexibeslten sind.
> ManFred
>

Guter Hinweis. Ich werd's mal an einem
Probestück PE ausprobieren.
Ergebnisse berichte ich dann.

Vielen Dank

Gruss Stephan

Stephan Brockfeld

unread,
Apr 6, 2000, 3:00:00 AM4/6/00
to Ralf Schönfeld
Hallo Ralf,

>
> > Oltylen ist Royalex
>
> ... da muß ich jetzt wiedersprechen.

Ups, stimmt, war'n Verschreiber meinte natürlich...

> ihren eigenen Namen kreiert. Der heißt Oltonar.
> Oltonar ist Royalex und nicht Olthylen.

>
> Sorry, soll keine Besserwisserei sein, sondern nur der Aufklärung
> dienen - und wenn ich falsch liegen sollte laß ich mich gern eines
> besseren belehren.

Ich auch ;-))

>
> abgefahren hast kannst Du Steine haufenweise überfahren.

Geht je nach Einsatz recht schnell.
Ich hatte einen Flashback von Mad River. Der war am Bug und
Heck recht schnell hinüber. Hab dann jedesmal Farbe
draufgetan.

> Und wenn je an hochbeanspruchten Stellen das Vinyl weg ist, für die
> Festigkeit hat das keinerlei Auswirkungen, sondern nur weil der UV-
> Schutz für den ABS-Kunststoff an dieser Stelle nicht mehr gewährleistet
> ist.

Aber das ABS ist sehr UV empfindlich. Ich habe Boote, die
nicht
geschützt waren an diesen Stellen brechen und splittern
sehen.

> Pflegebedürfig ist das Material selbst nicht (in unserem Verein macht
> das keiner).

Ich meinte auch nur den UV-Schutz des ABS.

> Also ich persönlich tendiere lieber zu Royalex, vor allem wenn man

> Richtung WW liebäugelt. [...]

> aber dafür ist es halt wieder etwas schwerer.

Merkt man doch nur beim Tragen, oder?
Auf dem Wasser sind die 5kg nicht der Unterschied.
Ich finde die Oltylenboote sind etwas steifer und das
müsste sich im WW bemerkbar machen.

> Ein empfehlenswertes robustes und strapazierfähiges Material ist das
> allemal - Nachteil ist vor allem eben die Kleberei - und im WW wird man
> nicht drumherum kommen sein Boot outzufitten (z.B fest eingebundene
> Auftriebskörper, Kniegurte).

Jup, das ist das Problem.
Ich wollte den Canadier WW-tauglich ausrüsten.
Zumindest mit Kniegurten und Fussstützen.
Event. Saettel statt der Originalsitze.
Entschieden habe ich mich bei dieser Frage noch nicht.


Gruss Stephan

Ralf Schönfeld

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
In article <38ECB9E1...@t-online.de>,
Stephan Brockfeld <sbroc...@t-online.de> wrote:


Hallo Stephan,


>
> > Olthylen ist dafür halt wieder etwas schwerer.
>

> Merkt man doch nur beim Tragen, oder?
> Auf dem Wasser sind die 5kg nicht der Unterschied.
> Ich finde die Oltylenboote sind etwas steifer und das
> müsste sich im WW bemerkbar machen.


Ja, die paar kg Gewichtsunterschied wird man im Wasser kaum merken.
Aber daß sich das steifere Material günstiger im WW auswirkt (bezüglich
Fahreigenschaften), da hab ich bisher keine Unterschiede feststellen
können.
Ein steiferes Material ist halt u.U. dafür bruchempfindlicher gegenüber
harten Schlägen, also größere Beschädigungsgefahr (Kollision mit
Steinen).
Das Royalex ist in dem Fall nachgiebiger. Hat hinterher, wenn's Dumm
läuft, vielleicht ne kleine Delle oder Beule (die sich mit
Wärmeeinwirkung hinterher meist wieder entfernen läßt), aber es
passiert weiter nichts.

> > Olthylen - Nachteil ist vor allem eben die Kleberei - und im WW


> > wird man nicht drumherum kommen sein Boot outzufitten
> > (z.B fest eingebundene Auftriebskörper, Kniegurte).
>
> Jup, das ist das Problem.
> Ich wollte den Canadier WW-tauglich ausrüsten.
> Zumindest mit Kniegurten und Fussstützen.
> Event. Saettel statt der Originalsitze.
> Entschieden habe ich mich bei dieser Frage noch nicht.
>

Also Sattelsitze haben sich in 2-er Wandercanadiern die WW mäßig
eingesetzt werden nicht so bewährt.
Nachteil: Man ist in der Sitzposition zu sehr in der Mitte des Bootes
fixiert (hiermit ist die Breite des Bootes gemeint), d.h der Süllrand
und das Wasser ist zuweit weg um effektiv Paddeln zu können.
In einem Solo WW-Boot ist das anders. Da kann man das Boot dann Kanten
und hat den nahen Kontakt zum Wasser.
Für 2-er Wandercanadier haben sich die Originalsitze in Verbindung mit
Kniegurten als günstigere Lösung erwiesen (auf genügend Beinfreit unter
dem Sitz achten, ggf. höherlegen).
Die Vorder-/ Hintere Person kann auf dem Sitz jeweils dicht an den
Süllrand rutschen und hat damit eine effektive steile Paddelhaltung
außerhalb des Bootes nahe am Wasser.
Da die eine Person links, die andere rechts paddelt ist das kein
Problem.
Fußstützen würd ich jetzt nicht als erforderlich betrachten, seitdenn
Du möchtest zu Zweit im Wandercanadier aufdrehen.

Vergeß aber im WW für die Sicherheit nicht großvolumige Auftriebskörper
im Boot.

Viel Spaß beim Paddeln

Stefan Schaub

unread,
Apr 7, 2000, 3:00:00 AM4/7/00
to
Stephan Brockfeld wrote:
>
> Hallo,
>
> Wir haben uns nun endlich einen Canadier geleistet.
> Genauer ein PE-Boot von Old Town.
>
> Anscheinend gibt es eine Möglichkeit auf dieses Material
> etwas
> aufzukleben?
>
> Weiss jemand etwas genaueres (event. eine Anleitung) und
> teilt es mir mit?
>
> Vielen Dank im voraus.
>
> Gruss Stephan

Hi,

habe vor einiger Zeit mal folgende Anleitung gemailt bekommen:

<zitat>
Wir (d.h. mein paddelnder Freundeskreis und ich ) haben nun
schon mehrere Sitze diverser Boote wiefolgt umgerüstet:

Aus einem geschlossenzelligen PE-Block formen wir uns den
gewünschten Sattelsitz. 2 D-Ringe mit einer Befestigungsplatte
aus Gummi (gibts beim Raft-Zubehör, ca. 18 DM,- p. Stk ) werden
mit !! PATTEX !! links und rechts der gewünschten Sitz-Position
auf den Bootsbooten geklebt. Der Sitz wird dann mit einem
Spanngurt befestigt. Ich habe meine Sitze im Rückenbereich so
weit hochgezogen , daß ich sie unter einem zusätzlich eingebauten
Querholm (durch den Ausbau der alten Sitze verliert der Rumpf ein
wenig an Stabilität )klemme.
Zum Schutz der Knie und gegen Rutschen hab ich mir Kautschukplatten
(Erhältlich im Baumarkt , Auflagen für Maurerkellen) an die
entsprechenden Stellen geklebt. (Auch mit Pattex).

</zitat>

In dem Materialsatz fuer einen Bugschutz von OldTown ist ein Harz enthalten, das auch auf
PE klebt. In der ANleitung dazu steht
sinngemaess : Die Oberflaeche muss gut aufgeraut werden und
mit dem Kern eine blauen Propangasflamme "polarisiert"
werden. NICHT SCHMELZEN. Nur kurz drueber. Dann sofort beschichte.
Die so verklebten Bugschutze halten recht gut. Wie es allerdings
mit der eher kleinen Flaeche eines D-Rings ausschaut? Da bin ich
eher skeptisch. Auf einen Versuch koennte man es ankommen lassen.

Paddler in als C1 umgebauten Kajaks kleben ihre Einbauten auch
oft nur mit einfachem Pattex ein. KEIN TROPFFREI. Was ich bisher
gesehen habe haellt das ganz gut.

Gruss, Stefan


--
steve

st...@tep.e-technik.tu-muenchen.de
http://www.tep.e-technik.tu-muenchen.de/~steve

Dieses Dokument wurde komplett ohne Microsoft Produkte
erstellt und uebermittelt.

Matthias Thies

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to
Hi,

also egal was hier noch so steht, meine Einschaetzung ist, dass das
einzige, was auf PE *WIRKLICH* haelt, PE ist - und zwar fachmaennisch
aufgeschweisst.

Entsprechend wuerde ich also fuer D-Ringe oder was auch immer ein
geeignetes Teil aus PE schnitzen, an welchem man den D-Ring festmachen
kann, mir dann eine Firma oder einen um 17 Ecken Bekannten suchen, der
die Kunst, PE zu schweissen, wirklich gelernt hat und auch die noetige
Ausruestung dafuer besitzt.

Aufwand: Hoch. Allerdings erhaelt man so eine Verbindung, die garantiert
nicht wieder abgeht - allerdings auch dann nicht ohne weiteres, wenn man
es u.U. spaeter mal moechte.

Warum auf PE nichts richtig haelt, kann ich auch nicht genau erklaeren,
allerdings hier mal der Hinweis, dass Teflon-Beschichtungen, welche ja
extrem haftfrei sind, aus PTFE bestehen, einem dem PE verwandten
Material.

Matthias

--
Slay your dragons and eat them for lunch!
-------------------------------------
http://www.paddeln.rulz.de

Stephan Brockfeld

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to Stefan Schaub
Hallo Stefan,

> Aus einem geschlossenzelligen PE-Block formen wir uns den
> gewünschten Sattelsitz. 2 D-Ringe mit einer Befestigungsplatte
> aus Gummi (gibts beim Raft-Zubehör, ca. 18 DM,- p. Stk ) werden
> mit !! PATTEX !!

strange... ;-)
Aber warum nicht, Kontaktkleben hält bei vielem.

> Zum Schutz der Knie und gegen Rutschen hab ich mir Kautschukplatten
> (Erhältlich im Baumarkt , Auflagen für Maurerkellen) an die
> entsprechenden Stellen geklebt. (Auch mit Pattex).

Bei den Knieschonern geht auch Isomatte mit
Teppichklebeband.
Wird ja weitgehend nur auf Druck belastet.

>
> Paddler in als C1 umgebauten Kajaks kleben ihre Einbauten auch

Das ist ein anderes Material. Geblasenes und dadurch
lineares PE.
Old Town nimmt leider ein "vernetztes" PE.
Darauf hält weniger.


Gruss Stephan

Stephan Brockfeld

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to Ralf Schönfeld
Hallo Ralf,

> harten Schlägen, also größere Beschädigungsgefahr (Kollision mit
> Steinen).

Das hatte ich mit einer Discovery schon ausgiebigst
getestet.
Keine Probleme bis auf einen breiten Bug. <g>

> Wärmeeinwirkung hinterher meist wieder entfernen läßt), aber es
> passiert weiter nichts.

dito. bei Oltylen

>
> Nachteil: Man ist in der Sitzposition zu sehr in der Mitte des Bootes
> fixiert (hiermit ist die Breite des Bootes gemeint), d.h der Süllrand
> und das Wasser ist zuweit weg um effektiv Paddeln zu können.

Da ist was dran. Besonders wenn man mit den Kniegurten
festgeschnallt
ist.

> Für 2-er Wandercanadier haben sich die Originalsitze in Verbindung mit
> Kniegurten als günstigere Lösung erwiesen (auf genügend Beinfreit unter
> dem Sitz achten, ggf. höherlegen).

Mit dem Risiko des event. Hängenbleibens im Boot.

> Fußstützen würd ich jetzt nicht als erforderlich betrachten, seitdenn
> Du möchtest zu Zweit im Wandercanadier aufdrehen.

Fussstützen als Gegenhalt für die Kniegurte. Rollen ja,
aber das dauert wohl noch bis meine Frau das mitmacht.

>
> Vergeß aber im WW für die Sicherheit nicht großvolumige Auftriebskörper
> im Boot.

Habe ich noch. war auch mit ein Grund für die
Befestigungsfrage.

>
> Viel Spaß beim Paddeln

Danke

Gruss Stephan

Stephan Brockfeld

unread,
Apr 9, 2000, 3:00:00 AM4/9/00
to ralf...@my-deja.com, SurfOverN...@t-online.de, st...@tep.e-technik.tu-muenchen.de
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für alle Antworten.

Ein Tip zum PVC-Material der D-Ringe.
Das ist ganz normale LKW-Plane mit einem Stück Gurt und
D-Ring. PLanenhersteller in Eurer Nähe verschenken oft
Zuschnitte bzw., was davon übrig bleibt.

Zum Kleben sehe ich im Moment zwei Möglichkeiten.

Auf jeden Fall Material polarisieren. Auf dem (Zitat
OldTown:)
"vernetzten" PE hält sonst nix.

1) PVC-Flicken mit D-Ring direkt mit Epoxy aufkleben.

2) Oberfläche mit Epoxy "beschichten". PVC-Flicken
mit einem PVC-Kleber aufkleben.
Ich dachte hierbei dann z.B. an Schuhkleber,
Flüssig-Gummi (Bindulin
Dichtfix) oder einen Kontaktkleber wie Pattex.

Wenn ich Resultate habe, werde ich das auf ner homepage
festhalten.

Bericht erfolgt sobald fertig.

Gruss Stephan

PS. Das Polarisieren bricht anscheinend die Vernetzung
momentan
auf, so das der Kleber an den PE-Ketten dann einen Halt
findet.

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