Am Fri, 18 Jan 2019 16:06:40 -0500 schrieb Andreas Kohlbach:
>>> Dabei sollte es sich um Sägezahn Wellenformen handeln, die nicht mal
>>> einer ADSR bedürfen. Lasse ich somit gelten.
>>
>> Wie kommst Du auf Sägezahn?
>> Morsezeichen wurden höchstwahrscheinlich mit irgendwelchen dreckigen
>> Mischwellen erzeugt, sozusagen stark und unterschiedlich angereicherter
>> Sinus.
>
> Sägezahn ist "dreieckig". Ich hatte auch erst an Sinus gedacht, aber die
> höhren sich IMO doch zu "scharf" für Sinus (alleine) an.
Nunja, Dreieck hat seine Amplitude bei 90°, Sägezahn mehr am Anfang oder
am Ende der Halbwelle, was den viel schärferen Klang ausmacht, da mehr
Oberwellen. Dreieck ist arm an Oberwellen, deswegen klingt die immer
etwas nach Sinus.
Aber das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen. Da habe ich mir ein paar
Morsestückchen aus dem Netz geladen und durch das Oszi gejagt, wohl
wissend, das die sicherlich synthetisch hergestellt wurden. Ja, reines
Sinus. Alte Originalaufnahmen habe ich keine gefunden.
Also selber ein bischen gefunkt, sprich der Stepsequenzer war Signalgeber
(das D bei knapp 600 Hz) und ein Synthesizer mein Morsegenerator. Und ich
komme zu dem Schluß: keine Ahnung. Der gleiche Ton und der Rhythmus ist
so dominierend, das ich zum Klang bald nichts sagen kann.
Für mich klang es am natürlichsten, also so, wie ich glaube, das es zu
meiner Kindheit geklungen hat, wenn ich einen OSC auf Sinus, einen
zweiten zwischen Sinus und Dreieck hatte und dazu etwas Dauerrauschen.
Die Amplitudenhüllkurve Attack=0, Decay=0, Sustain voll auf und etwas
Release (wegen des Kondensators im Morseempfänger, was evtl. auch den
Attack minimal etwas beeinflussen könnte). Aber wie gesagt, das ist
reiner Selbstempfindungsglauben.
Historische Morseaufnahmen wird es wohl kaum geben und neuere Geräte sind
sicherlich diesbezüglich optimiert.
Schönes Wochenende
Grüße
Kürsche