Ich habe das Glück als Sax-Player bei einer CD-Produktion mitwirken zu
können, weiß aber nicht, wie hoch die üblichen Gagen dafür sind. Ich möchte
mir die Chance nicht verderben, möchte mich aber auch nicht zu günstig
hergeben.
Ich werde in dieser Produktion mehrere Stücke auf der CD begleiten. Wie
rechnet man ab? Pro Song? Pro Tag? Was kann ich verlangen...oder
besser....was sollte ich mindestens verlangen?
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein paar brauchbare Auskünfte, bzw. Tips
geben könntet. Gerne auch an meine Email-Adresse.
Ich danke Euch schon mal für Eure Tips.
Liebe Grüße,
Daniel Gebauer
> Wie rechnet man ab? Pro Song? Pro Tag?
Ich werde immer pro Song bezahlt, wobei man das auch nicht
verallgemeinern kann; ich habe schon 16 Songs an zwei Tagen aufgenommen
(war aber eine Moerdernummer bis in die tiefe Nacht) oder auch nur 4,
die eben arbeitsintensiver waren.
> Was kann ich verlangen...oder besser....was sollte ich
> mindestens verlangen?
Bist du Profi oder Hobbymusiker?
Hast du schon Erfahrung mit Studioarbeit?
Gruss, Margit
Danke schon mal für die erste Info von Dir.
Ich bin Profimusiker, habe aber leider keine Studioerfahrung. Das wird sich
wahrscheinlich bald ändern.
Liebe, kollegiale Grüße,
Daniel
> Ich bin Profimusiker, habe aber leider keine Studioerfahrung.
okay, Studioarbeit kann sehr anstrengend sein, besonders wenn du nicht
alles 10mal machen willst. Dummerweise hoert mein Tonmann einfach
alles, und damit meine ich nicht unsaubere Toene (die hoert er sowieso
*g*), sondern eher kleine Nebengeraeusche wie
Uhr-an-Geigenkorpus-titschen (ich hatte vergessen sie auszuziehen) bzw.
nachts um 2 Uhr fast-unhoerbares-Knacken-des-Stuhles. Aber ich habe es
mittlerweile aufgegeben und gebe es lieber gleich zu ;-)
Man muss halt als Studio-Mucker *im Rheinland heisst dat so* staendig
120% liefern, trotz Kopfhoerer auf einem Ohr und fehlendem Tageslicht,
aber ich finde es eine absolut spannende Arbeit, besonders wenn die
Chemie stimmt. Ach ja, und am Anfang ist wohl jeder verbluefft, was
Technik heute korrigieren kann, aber autotune & Co kommen mir nicht in
die Tuete *g*
> Das wird sich wahrscheinlich bald ändern.
ich wuensche dir viel Spass!
> Liebe, kollegiale Grüße,
danke, dito
Margit
> Daniel Gebauer <gebauer...@yahoo.com> schrieb
>> Ich bin Profimusiker, habe aber leider keine Studioerfahrung.
>
> okay, Studioarbeit kann sehr anstrengend sein, besonders wenn du nicht
> [snip]
> ich wuensche dir viel Spass!
Hallo Maggi,
würde das Maß deiner Güte überfließen, wenn du ein wenig konkreter
wirst, was das ungefähre Salär pro Song angeht? Das würde mich sehr
interessieren. Mir wurde die Mitarbeit an einem Song angeboten
(Gitarrensolo), und ich würde a) aus Spaß für lau mitmachen, möchte
mich aber b) nicht verschenken.
Danke und Gruß
Jürgen
>Ich habe das Glück als Sax-Player bei einer CD-Produktion mitwirken zu
>können, weiß aber nicht, wie hoch die üblichen Gagen dafür sind.
>
>Ich werde in dieser Produktion mehrere Stücke auf der CD begleiten. Wie
>rechnet man ab? Pro Song? Pro Tag? Was kann ich verlangen...oder
>besser....was sollte ich mindestens verlangen?
>
>
in deutschland gibt es keine regelung für studiogagen; es wird immer
frei verhandelt.
leider gibt es keine tarife wie in amerika, wo alle musiker für sessions
bezahlt werden.
aber eine ungefähre regel ist die:
du kannst dich pro tag, pro song und auch pro spur bezahlen lassen.
ein tag im studio kann ganz schön lang sein(;-)), deshalb werden ab und
an auch sessions (drei stunden oder so) vereinbart.
die gangen schwanken zwischen ca. 50 EUR die stunde/pro song bis zu 1000
EUR tagesgage für bekannte studiomusiker.
dann kommt es natürlich auch noch auf den aufwand an:
wieviel equipment?
wie weit ist der weg,.... usw
es ist auch davon abhängig, was du einspielst: ein demo, ein layout oder
eine cd produktion.
wird noch am song im studio gefeilt, ist es nicht so gut sich pro spur
bezahlen zu lassen... ;-)
die verschiedenen studiomusiker werden auch unterschiedlich bezahlt.
gute chorsänger/innen sind meist sehr gut bezahlt.
für ein veröffentlichung im grossen rahmen (also keine auflage von
500-1000 cds)wären ab 100,- EUR für einen newbie angemessen.
für ein demo würde ich nicht soviel aufrufen, aber nicht unter 50 EUR
die stunde spielen.
spielst du für bekannte musiker ein wird oft ein deal vorgeschlagen: du
spielst ein demo ein und wirst für weitere jobs gebucht.
ist so ´ne sache.... kannst du den leuten vertrauen?
als saxophonist würde ich mich pro song bezahlen lassen, wenn du
erfahrung hast und schnell genug bist, pro spur und wenn du berühmt
bist, würde ich eine heftige tagesgage aufrufen. ;-))
ich würde an deiner stelle die chance nutzen, etwas durch die
studioarbeit zu lernen und es nicht mit den gagen forderungen übertreiben.
gruss
--
Patrick Hoss
http://www.patrick-hoss.de/
> Auf jeden Fall mußt Du auf ein Belegexemplar bestehen, außerdem
> solltest Du einen schriftlichen Vertrag machen, da Du dann die Gage
> für eine Tonträgerproduktion bei der GVL anmelden kannst.
>
Wußte ich doch das da noch was war;-).
Was macht die GVL genau?
Fragend
Achim
> Aufnahmen mit Klick sind nur was für Schattenparker und
> Tele-Tubbie-Zurückwinker...
... und für Britney-Spears-Headset-Träger.
Jürgen
>
>Was macht die GVL genau?
>
>
die GVL ist die gesellschaft zur verwertung von leistungsrechten.
wenn du eine session spielst, tritts du in der regel deine rechte an den
einspielungen schriftlich an den produzenten ab.
wird die einspielung veröffentlicht, kannst du diesen quittung bei der
GVL einreichen.
einmal im jahr gibt es eine ausschüttung und du bekommst noch einmal
etwas geld, je nach höhe der gage von der GVL.
die mitgliedschaft ist kostenlos.
> Aufnahmen mit Klick sind nur was für Schattenparker und
> Tele-Tubbie-Zurückwinker.
genau, demnaechst spiele ich meine Spuren zuerst ein und alle anderen
haben sich gefaelligst im Timing nach mir zu richten, gelle? Stimmen
ist sicher auch was fuer Frauenfluesterer, oder?
Gruss, Margit
--
"Viel-Harmonie'92" proudly presents "filmmusic 4 fun",
*das* Filmmusik-Konzert mit grossem Gewinnspiel,
Freitag, 31.05.2002, 19 Uhr, Freizeitforum Berlin-Marzahn,
Eintritt frei! Special Guest: Derdoofeorganist am KB *eg*
>
>genau, demnaechst spiele ich meine Spuren zuerst ein und alle anderen
>haben sich gefaelligst im Timing nach mir zu richten, gelle?
man Drummer
>Stimmen
>ist sicher auch was fuer Frauenfluesterer, oder?
Für die sind sie zumindest unerlässlich. Wie sollte man ohne Stimmen
flüstern?
Bye
woffi
--
"A philosopher," said the theologian, "is like a blind man in a
darkened room looking for a black cat that isn't there."
"That's right," the philosopher replied, "and if he were a
theologian, he'd find it." - Anonymous
> Achim Goebel wrote
>
> >
> >Was macht die GVL genau?
> >
> >
>
> die GVL ist die gesellschaft zur verwertung von leistungsrechten.
>
> wenn du eine session spielst, tritts du in der regel deine rechte an den
> einspielungen schriftlich an den produzenten ab.
> wird die einspielung veröffentlicht, kannst du diesen quittung bei der
> GVL einreichen.
Die Veröffentlichung ist dazu nicht mal unbedingt erforderlich. Wenn
z.B. die Produktion für einen Sender erfolgt, kann ja niemand vorher
wissen, wann (bzw. ob überhaupt) diese Dinge mal gespielt werden oder ob
sie nur in irgend einem Archiv verstauben. Geld von der GVL gibt's aber
trotzdem.
> einmal im jahr gibt es eine ausschüttung und du bekommst noch einmal
> etwas geld, je nach höhe der gage von der GVL.
> die mitgliedschaft ist kostenlos.
Die zusätzliche Ausschüttung liegt im Moment in etwa im Bereich von 30%
des Ursprungshonorars.
Noch ein Hinweis: Die Anmeldung als GVL-Mitglied kann auch rückwirkend
für das vorhergegangene Kalenderjahr erfolgen, so lange sie bis zum
30.6. erfolgt; das ist auch der letztmögliche Termin für das Einreichen
der Nachweisbogen des Vorjahres.
Wenn also jetzt jemand einfallen sollte, daß er ja im letzten Jahr an
dieser und jener Produktion mitgewirkt hat: Nun aber dalli!
stimmt, der spielt seine Spur auch mit Klick bzw. dem musikalischen
Gerüst des Stueckes auf'm Ohr
Gruss, Margit
>
>Wolfgang Krietsch <xwo...@gmx.de> schrieb
>> man Drummer
>
>stimmt, der spielt seine Spur auch mit Klick bzw. dem musikalischen
>Gerüst des Stueckes auf'm Ohr
Siehste - ich sag doch: Warmduscher. ;-)
Bye
woffi
--
Top Ten Times in history when saying F**K was appropriate:
2) "I need this parade like I need a f**king hole in my head!"
- J.F.K.
Achim Goebel schrieb:
> Wußte ich doch das da noch was war;-).
> Was macht die GVL genau?
>
> Fragend
> Achim
Sauber, eine schöne Vorlage für einen GVL-FAQ-Beitrag... ;-)
Gruß,
Matthias, mal mit dem Zaunpfahl winkend
--
Fragen zu de.rec.musik.machen?
http://www.drm-machen.de
>> man Drummer
>
> stimmt, der spielt seine Spur auch mit Klick bzw. dem musikalischen
> Gerüst des Stueckes auf'm Ohr
Also unser[tm] Trommler trommelt ja immer aussem Kopp ein, Klick kann
der zwar, iss abba irgendwie doof, weil da klingt's dann zu steril
irnkwie, trotz nichtgetriggerter Drums.
Wobei der manchmal schon ne Liverüttmusgitarre auffem Ohr hat...
Gruß Erik
--
"Was meinst Du eigentlich andauernd mit 'Quarte'?" gehört mit zu meinen
Favoriten aus diesem Bereich. [Malte Rogacki in drmm über Gesangsprofis]
http://www.Ostertaler.de
http://www.AntrumNequam.de -- The wörst bänd in the wörld
> Die zusätzliche Ausschüttung liegt im Moment in etwa im Bereich von 30%
> des Ursprungshonorars.
Noch'n Hinweis: Selbst bei kleinsten Jahreseinnahmen gibt's mindestes 100
EUR, sozusagen als Sozialhilfe. Also, auf jeden Fall anmelden, auch wenn das
Jahreshonorar voraussichtlich nur 10 EUR beträgt.
A.G.
> Noch ein Hinweis: Die Anmeldung als GVL-Mitglied kann auch
> rückwirkend für das vorhergegangene Kalenderjahr erfolgen, so
> lange sie bis zum 30.6. erfolgt; das ist auch der letztmögliche
> Termin für das Einreichen der Nachweisbogen des Vorjahres.
Da hätt ich dann auch mal ne Frage: wenn ich mit einer meiner Bands das
Studio und die Produktion selbst (mit)bezahlt hab und mithin ja kein
Honorar bekommen habe, macht es dann trotzdem Sinn, sich bei der GVL
anzumelden?
Gruß Erik
--
Sieben Bit? Pro Zeichen? Klasse, dann ist man ja schon nach wenigen
Woertern stockbesoffen. [Mickey Kottenhahn]
>ga...@gacki.sax.de (Malte Rogacki) schrieb:
>
>> Noch ein Hinweis: Die Anmeldung als GVL-Mitglied kann auch
>> rückwirkend für das vorhergegangene Kalenderjahr erfolgen, so
>> lange sie bis zum 30.6. erfolgt; das ist auch der letztmögliche
>> Termin für das Einreichen der Nachweisbogen des Vorjahres.
>
>Da hätt ich dann auch mal ne Frage: wenn ich mit einer meiner Bands das
>Studio und die Produktion selbst (mit)bezahlt hab und mithin ja kein
>Honorar bekommen habe, macht es dann trotzdem Sinn, sich bei der GVL
>anzumelden?
Wenn daraus dann eine CD wird auf jeden Fall.
Du mußt dazu die Rechnungsunterlagen vom Preßwerk sowie ein
Belegexemplar zur GVL schicken (1x reicht für die ganze Band, der Rest
der Truppe kann darauf verweisen).
Wenn Du in der Folge Verkaufserlöse von der CD hast kannst Du auch
diese anteilig geltend machen.
HTH
--
Hubert Barth
http://www.bigbands.de
Der Drummer?! :-)
> weil da klingt's dann zu steril irnkwie, trotz nichtgetriggerter Drums.
> Wobei der manchmal schon ne Liverüttmusgitarre auffem Ohr hat...
Ich handhabe (richtig?) es ganz gerne so, dass Bass und Drums Live
aufnehmen. Wenn sie gut sind sollte es auch möglich sein auf den Klick zu
verzichten.
>> Also unser[tm] Trommler trommelt ja immer aussem Kopp ein, Klick
>> kann der zwar, iss abba irgendwie doof
>
> Der Drummer?! :-)
Der sowieso, Trommler sind immer doof. :-)
>> weil da klingt's dann zu steril irnkwie, trotz nichtgetriggerter
>> Drums. Wobei der manchmal schon ne Liverüttmusgitarre auffem Ohr
>> hat...
> Ich handhabe (richtig?) es ganz gerne so, dass Bass und Drums Live
> aufnehmen. Wenn sie gut sind sollte es auch möglich sein auf den
> Klick zu verzichten.
Bei uns wurde Schlachzeuch und die Rüttmusgitarre als "drecksspur"
synchron live aufgenommen, später wurde die Gitarre dann aber nochmal
neu eingespielt.
Der Bass wär bei den komplexen Songs etwas zu unspezifisch gewesen, um
zu wissen, wo man grade im Song ist. :-)
gruß Erik
--
Trinkst Du Becks auf Segelschiffen,
Darfst Du nicht auf die Segel schiffen!
>> Da hätt ich dann auch mal ne Frage: wenn ich mit einer meiner
>> Bands das Studio und die Produktion selbst (mit)bezahlt hab und
>> mithin ja kein Honorar bekommen habe, macht es dann trotzdem Sinn,
>> sich bei der GVL anzumelden?
>
> Wenn daraus dann eine CD wird auf jeden Fall.
Nüja, die CD wird nicht gepresst, sondern "in Eigenproduktion"
hergestellt, sprich je nach Bedarf wird von allen Bandmitgliedern ein
Stapel zusammengebrannt. Also in dem Fall macht das dann keinen Sinn?
Gruß Erik
--
"Sehr effizient kann man eine Geige mit einem Streichholz dämpfen. Gerade in der
kalten Jahreszeit schlägt man so zwei Fliegen mit einer Klappe - wenn auch der
Heizwert einer Geige vergleichsweise gering ist." [Wolfgang Krietsch in drmm]
http://www.Ostertaler.de `---------+---------- http://www.AntrumNequam.de
>>
>>
>
>Nüja, die CD wird nicht gepresst, sondern "in Eigenproduktion"
>hergestellt, sprich je nach Bedarf wird von allen Bandmitgliedern ein
>Stapel zusammengebrannt. Also in dem Fall macht das dann keinen Sinn?
>
>
Richtig, macht keinen Sinn.
Es muss schon ein LC-Code vergeben werden.
>> Nüja, die CD wird nicht gepresst, sondern "in Eigenproduktion"
>> hergestellt, sprich je nach Bedarf wird von allen Bandmitgliedern ein
>> Stapel zusammengebrannt. Also in dem Fall macht das dann keinen Sinn?
> Richtig, macht keinen Sinn.
> Es muss schon ein LC-Code vergeben werden.
Und der kostet, nehm ich mal an?
Gruß Erik
--
Kinder sind dann erwachsen, wenn sie nicht mehr fragen, woher sie
kommen, sondern verschweigen wohin sie gehen. [Arnold Salenbacher]
Hab ich mir auch schon mal überlegt.
> Der Bass wär bei den komplexen Songs etwas zu unspezifisch gewesen, um
> zu wissen, wo man grade im Song ist. :-)
Aber für den Groove zwischen den beiden ist es einfach das Beste.
Man kann ja noch eine Mikrofonspur aufnehmen, die immer sagt ob gerade
Strophe, oder Refrain Thema ist. ;-)
Nein, der kostet nichts.
Er wird von der GVL vergeben.
Du mußt aber einen Gewerbeschein haben, um GVL-Mitglied zu werden, und wirst
dann automatisch als Gewerbetreibender bei Finanzamt, IHK & Co. geführt, mußt
also eine Steuererklärung abgeben.
Der Gewerbeschein kostet um die 20 Euro, gibt's beim Ordnungsamt.
Die GVL.Mitgliedschaft kostet nichts, allerdings werden die Einnahmen/Erträge
des GVL-Mitgliedes mit den Verwaltungskosten verrechnet, so daß bei kleineren
Produktionen unterm Strich wohl eher "Null" rauskommt.
Wenn Ihr nur selbst CD's brennen wollt, lohnt sich dieser Aufwand m.E. nicht.
Grüße, Frank
> Aber für den Groove zwischen den beiden ist es einfach das Beste.
> Man kann ja noch eine Mikrofonspur aufnehmen, die immer sagt ob
> gerade Strophe, oder Refrain Thema ist. ;-)
Was ist das? ;-)
Gruß Erik
--
> vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, daß
Du willst ihnen Maerchen vorlesen? Du bist ein gerechter, aber grausamer Herr.
[Henry Leyh in dtj] http://www.Ostertaler.de
>>Nüja, die CD wird nicht gepresst, sondern "in Eigenproduktion"
>>hergestellt, sprich je nach Bedarf wird von allen Bandmitgliedern ein
>>Stapel zusammengebrannt. Also in dem Fall macht das dann keinen Sinn?
>>
>>
>
>Richtig, macht keinen Sinn.
>Es muss schon ein LC-Code vergeben werden.
Für was muß ein LC-Code vergeben werden?
Nur für Airplay, für sonst gar nichts.
Steve
--
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>> Richtig, macht keinen Sinn.
>> Es muss schon ein LC-Code vergeben werden.
>
>Und der kostet, nehm ich mal an?
Ein LC-Code wird von der GVL gratis vergeben. Überhaupt ist die GVL viel
cooler als die GEMA, weil der Künstler keine Beträge zahlen muß :-)
Du bekommst den GVL-Code aber erst, wenn du schon einmal etwas
professionell veröffentlicht hast. Vorher nicht.
>Für was muß ein LC-Code vergeben werden?
>
>Nur für Airplay, für sonst gar nichts.
>
>
für den verkauf der CDs.
> >> Richtig, macht keinen Sinn.
> >> Es muss schon ein LC-Code vergeben werden.
> >
> >Und der kostet, nehm ich mal an?
>
> Nein, der kostet nichts.
> Er wird von der GVL vergeben.
>
> Du mußt aber einen Gewerbeschein haben, um GVL-Mitglied zu werden, und wirst
> dann automatisch als Gewerbetreibender bei Finanzamt, IHK & Co. geführt, mußt
> also eine Steuererklärung abgeben.
Das ist definitiv falsch; ein Gewerbeschein ist *nicht* erforderlich.
> Der Gewerbeschein kostet um die 20 Euro, gibt's beim Ordnungsamt.
> Die GVL.Mitgliedschaft kostet nichts, allerdings werden die Einnahmen/Erträge
> des GVL-Mitgliedes mit den Verwaltungskosten verrechnet, so daß bei kleineren
> Produktionen unterm Strich wohl eher "Null" rauskommt.
Auch das ist falsch: Es wird ein prozentualer Anteil der für die
Produktion ursprünglich gezahlten Honorare ausgeschüttet. Ob Du nun 1000
EUR oder 10000 EUR verdient hast - der Prozentsatz ist in jedem Falle
gleich. Wie Alfred Gemsa schrieb, schüttet die GVL wohl auch einen
"Mindestbetrag" aus, wenn ganz geringe Einnahmen vorlagen (konnte ich
bislang mangels entsprechender Situation nicht nachprüfen).
> Wenn Ihr nur selbst CD's brennen wollt, lohnt sich dieser Aufwand m.E. nicht.
Vor allem deshalb nicht, weil es fraglich sein dürfte, auf welcher Basis
(gezahlte Honorare?) so etwas berechnet werden sollte.
Ohne jetzt die genauen Regelungen zu kennen, würde ich sagen, daß das
auf keinen Fall funktionieren dürfte. Die GVL schüttet anteilig dem
gezahlten Honorar für die Produktion aus, nicht anteilig an den Kosten
für das Pressen.
Genau, deshalb gibt's von der GVL auch für schon gepreßte CDs ohne LC so kleine
Aufkleber mit LC-Nümmerchen.
Grüße,
Frank Hucklenbroich
Nein, verkaufen kannst Du CDs auch ohne LC. Höchstens große Läden wie Media
Markt bringen schon mal den Spruch, daß man keine CD's ohne LC ins Regal
stellt, ist aber nur eine faule Ausrede (wenn man dann die LC hat, wird ein
gleich noch ein EAN-Barcode erlangt).
Wenn die Scheibe gut ist, ist es den Händlern piepegal, ob da ein LC drauf ist.
Viele Grüße,
Frank Hucklenbroich
>Du bekommst den GVL-Code aber erst, wenn du schon einmal etwas
>professionell veröffentlicht hast. Vorher nicht.
Was heißt denn "profissionell" veröffentlicht?
Bye
woffi
--
Die Nichtexistenz eines Beweises ist kein Beweis für die
Nichtexistenz
>Stefan Machwirth wrote:
>
>>Für was muß ein LC-Code vergeben werden?
>>
>>Nur für Airplay, für sonst gar nichts.
>>
>
>für den verkauf der CDs.
Nein, wer erzählt denn sowas? Du verwechselst das mit dem EAN-Code. Die
Läden mit Scannerkasse bestehen auf sowas. Es ist ziemlich teuer und
lohnt daher für Kleinanbieter nicht. Du mußt nämlich einen ganzen
Lizenzblock kaufen (der kleinste ist AFAIR ein Nummernkreis für 100
Produkte).
EAN und LC haben gar nichts miteinander zu tun. Der LC-Code ist
ausschließlich für Airplay gedacht, denn die Radiostationen rechnen mit
der GVL nur aufgrund der Labellisten ab - nicht aufgrund der genauen
Playlisten. Und hier wird auch schnell klar, wer am Airplay verdient :-)
Gruß,
Stefan
>>>
>>>
>>für den verkauf der CDs.
>>
>>
>
>Nein, wer erzählt denn sowas?
>
hat mir ein produzent mal vor jahren erzählt.
der sagte: ohne LC, kein EAN.
>Du verwechselst das mit dem EAN-Code.
>
nein, der unterschied ist mir klar.
>(...)
>EAN und LC haben gar nichts miteinander zu tun. Der LC-Code ist
>ausschließlich für Airplay gedacht, denn die Radiostationen rechnen mit
>der GVL nur aufgrund der Labellisten ab - nicht aufgrund der genauen
>Playlisten. Und hier wird auch schnell klar, wer am Airplay verdient :-)
>
>
iss klar... ;-)
bekommt man einen EAN auch ohne LC-code?
Du mußt da so einen Fragebogen bzw. Antrag ausfüllen, und da steht, wenn ich
mich recht erinnere, sinngemäß drin:
"Bisher veröffentlichte Tonträger: Titel + Auflage"
"Geplante Tonträgerproduktionen pro Jahr".
Wenn Du bei Auflage "30 Stück" reinschreibst, hast Du schlechte Karten. Bei uns
warn's 500 (ist i.d.R. die Mindestmenge, wenn man CD's pressen läßt und nicht
selber brennt), das hat der GVL gereicht. Und Du brauchst einen Gewerbeschein
(und wirst fortan beim Finanzamt geführt, mußt Steuererklärungen machen, die
IHK will Kohle...=viel Papierkrieg!).
Die "geplante Tonträgerproduktion pro Jahr" darf man nicht so eng sehen, das
ist lediglich geschätzt - lt. Aussage der GVL ist man aber "nicht an
Eintagsfliegen interessiert".
Übrigens meldet man mit der GVL-Mitgliedschaft auch gleichzeitig sein "Label"
an (LC-Code= Label Code). Da kann man sich dann einen witzigen Labelnamen
ausdenken, unter dem das Label in Zukunft geführt wird. Label ist hierbei nicht
die Firmenbezeichnung oder der Bandname, sondern sozusagen eine Untergruppe,
unter der verschiedene Tonträger veröffentlicht werden (Uff, klingt das
kompliziert).
Also, z.B. EMI ist die Plattenfirma, ODEON das Label (die meisten Plattenfirmen
haben mehrere Label, nach Musiksparten).
Du bekommst mit deiner GVL-Mitgliedschaft genauso nur EINE LC-Nummer für Dein
Label wie auch große Major-Labels die tausende von CDs absetzen. Entsprechend
ist das Interesse der GVL an One-Man-Shows sehr gering...
Grüße,
Frank Hucklenbroich
>hat mir ein produzent mal vor jahren erzählt.
>der sagte: ohne LC, kein EAN.
Was ist denn das für ein Produzent :-)
War das einer von der Marke "Ich-bin-cool-und-wichtig"? ;-)
>bekommt man einen EAN auch ohne LC-code?
Selbstverständlich. Ich habe mich bei der zentralen Vergabestelle in
Köln mal erkundigt, da ich für meinen Eigenvertrieb gerne
professionellere Möglichkeiten mit der EAN hätte. Nur war der
Abnahmepreis horrend und hätte sich für mich nicht gelohnt. Danach kam
ich auf die Idee, ein kleines Nummernkontingent zu kaufen und
stückchensweise an Leute mit ähnlichen Problemen (zu wenig
Produkte/Umsatz für solche Nebenkosten) weiterzuverhökern. Dies wurde
mir leider von der Vergabestelle untersagt :-(
Es ist aber definitiv so, daß denen eine LC-Nummer völlig schnuppe ist.
Die wissen wahrscheinlich gar nicht, was das ist. Interessiert die auch
nicht, da sie einfach eindeutige Nummern für Hersteller und Produkte
verteilen. Egal, ob das jetzt Ferrero mit Nutella oder Blue Room Music
mit der neusten Underground-CD sind :-)
>On Fri, 24 May 2002 14:56:59 +0200, Patrick Hoss <p...@scores.de> wrote:
>
>
>
>>hat mir ein produzent mal vor jahren erzählt.
>>der sagte: ohne LC, kein EAN.
>>
>>
>
>Was ist denn das für ein Produzent :-)
>
>War das einer von der Marke "Ich-bin-cool-und-wichtig"? ;-)
>
>
sind sie das nicht alle? ;-))
>Hubert Barth <hubert...@netcologne.de> wrote:
>> Du mußt dazu die Rechnungsunterlagen vom Preßwerk sowie ein
>> Belegexemplar zur GVL schicken (1x reicht für die ganze Band, der Rest
>> der Truppe kann darauf verweisen).
>> Wenn Du in der Folge Verkaufserlöse von der CD hast kannst Du auch
>> diese anteilig geltend machen.
>
>Ohne jetzt die genauen Regelungen zu kennen, würde ich sagen, daß das
>auf keinen Fall funktionieren dürfte. Die GVL schüttet anteilig dem
>gezahlten Honorar für die Produktion aus, nicht anteilig an den Kosten
>für das Pressen.
Es *hat* bereits funktioniert (Auflage 2000) ;-)
Durch die CD Produktion fallen Gema Gebühren an, die Gema gibt einen
Teil dieser Einkünfte an die GVL weiter.
Aus dieser Tatsache errechnet die GVL intern eine Quote mit der die
Kosten angerechnet werden.
Die Quote scheint gar nicht so schlecht zu sein da ich in dem
betreffenden Jahr das einzige Mal über die Minimalvergütung gekommen
bin.
mfG