Wir sind gerade dabei unsere Band aufzulösen. Da das Equipment größtenteils
zusammen angeschafft wurde, soll das jetzt zu gleichen Teilen aufgeteilt
werden. Dafür braucht man aber irgend eine Berechnungsgrundlage. Wie kann
man den Restwert bestimmen? Ebay ist als Anhalt da nicht gerade geeignet, da
das Preisgefüge da wahrscheinlich von Mondphasen und dem Monatszyklus der
eigenen Frau abhängt. :-) Wie würdet ihr so etwas machen?
MfG Michael
Würd alles bei ebay verticken und dann Geld verteilen. Oder Neuwert
nehmen und dann die Sachen nach Neuwert aufteilen. Wenn sich die Leute
noch verstehen und nicht wegen eines Kraches auseinandergegangen sind,
sollte das doch friedlich ablaufen können.
Viele Grüße
Kai
Nicht so toll, da wir die Sachen teilweise gerne behalten würden und
"gerecht" verteilen wollen.
> Oder Neuwert nehmen und dann die Sachen nach Neuwert aufteilen.
Das wäre für mich als Keyboarder eine sehr schlechte Wahl, da Keyboards
einen entschieden höheren Wertverfall haben als beispielsweise Endstufen. Es
sollte schon ein realistischer Restwert-Preis sein.
> Wenn sich die Leute noch verstehen und nicht wegen eines Kraches
auseinandergegangen sind,
> sollte das doch friedlich ablaufen können.
Das ist der Haken bei der Sache.:-)
MfG Michael
Nehmen wir an, ihr seid 4:
Ihr macht zwei gruppen, die erste teilt das Equipment und die andere darf
sich ihren Teil zuerst raussuchen. Und dann macht ihr dasselbe in der
jeweiligen Gruppe nochmal. Vielleicht klappts ja...
ciao Holm
Nette Idee. :-) Leider sind wir 3 und 2 davon machen als Duo weiter. (Nein
ich bin nicht der der übrig bleibt :-))
MfG Michael
Ich bin natürlich schon bei Ebay am beobachten. Eine andere Quelle oder
Möglichkeit wäre natürlich auch noch interessant. Notfalls fahre ich mit dem
ganzen Geraffel mal in unser Musikgeschäft und lasse mir da mal einen
Kostenvoranschlag machen.
MfG Michael
> Wir sind gerade dabei unsere Band aufzulösen.
> Da das Equipment größtenteils
> zusammen angeschafft wurde, soll das jetzt zu gleichen Teilen aufgeteilt
> werden.
> Dafür braucht man aber irgend eine Berechnungsgrundlage. Wie kann
> man den Restwert bestimmen?
Jeder bewertet jedes Gerät. Somit erhält jedes Einzelteil einen durchnittlich
ermittelten Preis, den dann jenes Bandmitglied bezahlen muss, welches das
Gerät anschließend erwerben möchte. Findet sich zu diesem Preis kein
Käufer innerhalb der Band, wird bspw. dieses Teil bei Ebay vertickt.
Finden sich mehr als ein Käufer wird gelost bzw. einen Reihenfolge festgelegt.
Das Geld wird zu gleichen Teilen geteilt.
Kai
> Jeder bewertet jedes Gerät. Somit erhält jedes Einzelteil einen durchnittlich
> ermittelten Preis, den dann jenes Bandmitglied bezahlen muss, welches das
> Gerät anschließend erwerben möchte. Findet sich zu diesem Preis kein
> Käufer innerhalb der Band, wird bspw. dieses Teil bei Ebay vertickt.
> Finden sich mehr als ein Käufer wird gelost bzw. einen Reihenfolge festgelegt.
> Das Geld wird zu gleichen Teilen geteilt.
Hallo
ausgezeichnete Idee, fast salomonisch!
> ausgezeichnete Idee, fast salomonisch!
Danke Lutz,
die Idee ist zwar schon von mir, zugegebenerweise allerdings sehr
beinflusst von der kooperativen Spieltheorie, die sich mit u.a. mit solchen
Allokationsproblemen beschäftigt und um "solomonische" Lösungen zu
finden, gerne mal Summen über alle möglichen Koalitionen bildet.
Exkurs:
Ein bekanntes Beispiel in diesem Zusammenhang ist eine Verteilung
einer Band-Gage. Jedes Mitglied der Band behauptet der bedeutendste
Künstler dieser Kapelle zu sein und daher Anspruch auf einen
überdurchschnittlichen Gagen-Teil zu haben ;-) In solch einem Fall könnte
man eine gerechte Verteilung über den sogenannten Shapley-Wert ermitteln.
http://de.wikipedia.org/wiki/Shapley-Wert
Gruß, Kai
> Exkurs:
> Ein bekanntes Beispiel in diesem Zusammenhang ist eine
> Verteilung
> einer Band-Gage. Jedes Mitglied der Band behauptet der
> bedeutendste Künstler dieser Kapelle zu sein und daher
> Anspruch auf einen überdurchschnittlichen Gagen-Teil zu haben
> ;-) In solch einem Fall könnte man eine gerechte Verteilung
> über den sogenannten Shapley-Wert ermitteln.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Shapley-Wert
Klingt spannend. Übersetzung, bitte.
Grüße
Matthias
Vereinfacht ausgedrückt handelt sich hierbei um ein Modell, dass zur
Anwendung kommen kann, wenn eine Kosten- oder Gewinnverteilung
daran scheitert, dass unterschiedlich gerechtfertigte (Geld-)Ansprüche
betstehen. Dann werden Gewichtungen vorgenommen, die alle möglichen
Kombinationen berücksichtigen.
Ich versuche ein Beispiel: Drei Musiker (Gitarre, Bass, Triangel)
erwirtschaften beim Musizieren in der Fußgängerzone z.B. 300 Euro.
Anstatt dass nun jeder 100 Euro erhält, erhält der Gitarrist bspw.
120 Euro, der Bassist 100 und der Musiker mit der Triangel erhält
80 Euro.
Diese Verteilung entsteht aus Summen die angenommen werden, wenn
jeder der Musiker entweder alleine, zu zweit mit einem der anderen
oder zu dritt aufgetreten wäre (alle möglichen Koalitionen/Kombinationen).
Man setzt voraus, dass ein Gitarrist mehr Geld einspielt als ein Triangelist,
beide aber zusammen mehr als wenn sie jeweils für sich alleine spielten
(Synergie).
Denn würde einer der Musiker alleine oder in einer Zweier-Koalition mehr
erwirtschaften, so wäre es für es ihn wirtschaftlich nicht sinnvoll im Trio
aufzutreten.
Gruß, Kai
> Denn würde einer der Musiker alleine oder in einer
> Zweier-Koalition mehr erwirtschaften, so wäre es für es ihn
> wirtschaftlich nicht sinnvoll im Trio aufzutreten.
Das ist der Punkt, wo BWL alleine zu kurz greift, wenn sie Spaß
und andere nichtmaterielle Motivation vernachlässigt.
Grüße
Matthias
> Das ist der Punkt, wo BWL alleine zu kurz greift, wenn sie Spaß
> und andere nichtmaterielle Motivation vernachlässigt.
Modelle sind nie vollständig, sonst wären es keine Modelle.
In diesem Fall sehe ich die Vernachlässigung aber schon
gerechtfertigt, da es lt. OP eher um das Materielle gehen soll.
Kai
> Jeder bewertet jedes Gerät. Somit erhält jedes Einzelteil einen durchnittlich
> ermittelten Preis, den dann jenes Bandmitglied bezahlen muss, welches das
> Gerät anschließend erwerben möchte. Findet sich zu diesem Preis kein
> Käufer innerhalb der Band, wird bspw. dieses Teil bei Ebay vertickt.
> Finden sich mehr als ein Käufer wird gelost bzw. einen Reihenfolge festgelegt.
> Das Geld wird zu gleichen Teilen geteilt.
Ich sehe bei dieser Lösung allerdings noch ein Problem, wenn die
Bandmitglieder sich nicht mehr gut verstehen.
Wenn nämlich z.B. der Schlagzeuger dem Keyboarder es nicht gönnen würde,
das Keyboard zu bekommen (und selber kein Interesse daran hat), wird er
einen sehr hohen Preis dafür veranschlagen. Der Durchschnittspreis
steigt entsprechend ins unrealistische.und am Ende bekommt's keiner bzw.
eBay.
Andersherum könnte der Schlagzeuger einen Preis von z.B. ein Euro für
das Schlagzeug angeben. Durchschnittspreis sinkt, aber was wollen die
anderen Bandmitglieder mit dem Teil?
Vielleicht sollte man den Kram einfach unter den Bandmitgliedern
versteigern und den Gesamterlös wiederum durch drei teilen...
>> Finden sich mehr als ein Käufer wird gelost bzw. einen Reihenfolge festgelegt.
>> Das Geld wird zu gleichen Teilen geteilt.
> Wenn nämlich z.B. der Schlagzeuger dem Keyboarder es nicht gönnen würde,
> das Keyboard zu bekommen (und selber kein Interesse daran hat), wird er
> einen sehr hohen Preis dafür veranschlagen.
> Andersherum könnte der Schlagzeuger einen Preis von z.B. ein Euro für
> das Schlagzeug angeben. Durchschnittspreis sinkt, aber was wollen die
> anderen Bandmitglieder mit dem Teil?
Das sehe ich auch als kleinen Schwachpunkt meines Modells, der aber
evtl. gar nicht groß in's Gewicht fallen müsste. Denn für den Fall halte ich
ja die Reihenfolge für interessant. Derjenige, der den höchsten Wert für
ein Instrument veranschlagt, hätte ein Vorkaufsrecht.
Daher entstünde ein Dilemma: Ein zu niedriger Preis würde den Schlagzeuger
in weite Ferne einer Erwerbsmöglichkeit rücken und ein zu hoher Preis
würde den Durchschnittspreis erhöhen, den er dann auch zu zahlen hätte,
wenn er das Gerät erwerben wollte. Darüberhinaus könnte sich jeder der
Mitmusiker für unkooperatives Verhalten rächen.
Klar, mein Vorschlag hat Schwächen, ist jedoch auch nur als Gedankenspiel
gedacht und wird bei zunehmender Ausarbeitung doch eher komplizierter
als es sein müsste ;-)
> Vielleicht sollte man den Kram einfach unter den Bandmitgliedern
> versteigern und den Gesamterlös wiederum durch drei teilen...
Da hast Du auch wieder recht
Kai
>> Ihr macht zwei gruppen, die erste teilt das Equipment und die
>> andere darf sich ihren Teil zuerst raussuchen. Und dann macht ihr
>> dasselbe in der jeweiligen Gruppe nochmal. Vielleicht klappts
>> ja...
>>
>> ciao Holm
>
> Nette Idee. :-) Leider sind wir 3 und 2 davon machen als Duo
> weiter.
Geht entsprechend: Dann teilt das Duo das Equipment in drei
vermeintlich gleiche Teile auf und der dritte darf sich seins
raussuchen :)
> (Nein ich bin nicht der der übrig bleibt :-))
Das wär ja auch noch schöner. Macht der eine jetzt ne Solokarriere?
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Wellen sind auch Teilchen und Teilchen sind auch Wellen. Ausnahmen gibt es beim
Bäcker, wo Donauwellen nicht als Donauteilchen gelten und Puddingteilchen nie
als Puddingwellen verkauft würden." (Frank Feger in de.sci.astronomie)
> Wir sind gerade dabei unsere Band aufzulösen. Da das Equipment größtenteils
> zusammen angeschafft wurde, soll das jetzt zu gleichen Teilen aufgeteilt
> werden. Dafür braucht man aber irgend eine Berechnungsgrundlage. Wie kann
> man den Restwert bestimmen?
Wir haben uns seinerzeit so beholfen, daß wir einen Bekannten, der nebenbei
bei einem PA-Verleih gejobbt hat (die verkauften auch gebrauchtes
Equipment), um die Bewertung gebeten haben (zumindest was den PA-Kram
angeht). Das haben wir dann angesetzt. Bei einer zwei Jahre alten, wenig
benutzten PA waren das so um die 70% des Neupreises IIRC.
Kennt ihr keinen, der in einem Musikgeschäft arbeitet, das auch gebrauchte
Instrumente verkauft? Die haben i.d.R. ganz gut im Kopf, was gebrauchte
Instrumente wert sind. Spendiert ihm eine Kiste Bier und laßt ihn Eure
Sachen bewerten.
Es müßte sogar eine Art Schwacke-Liste für gebrauchte Instrumente geben,
die wird von Versicherungen verwendet, im Falle daß versicherte Instrumente
z.B. gestohlen werden (die müssen dann ja auch ermitteln was eine 3 Jahre
alte Gitarre der Marke xyz noch wert ist). Vielleicht kennt ihr ja wen bei
einer Versicherung, der an so eine Liste rankommt?
Grüße,
Frank
Da gab's mal in der "Zeit" einen Artikel über das gerechte Teilen zwischen
mehr als 2 Leuten, hoffentlich krieg ich's für drei noch zusammen:
Personen A,B und C, ein zu teilender Kuchen.
A teilt den Kuchen in 3 Teile, die er für gleich hält.
B darf im Stillen für sich entscheiden, welchen Teil er gerne hätte, ebenso
C. Beide outen sich gleichzeitig.
B und C wählen verschiedene Teile? Fein, dann nehmen sich die beiden ihre
Teile und A kriegt den Rest.
B und C wählen denselben Teil? Dan darf sich A einen der beiden verschmähten
Teile nehmen, der Rest wird wieder zusammengeworfen und zwischen B und C
geteilt: B teilt, C wählt.
Ich bin jetzt nicht ganz sicher ob das hieb- und stichfest ist, ich glaube
es war in Wirklichkeit etwas komplizierter...
> und 2 davon machen als Duo weiter
Wenn das dann nocht irgendwie einfließen soll wird's wohl /richtig/
kompliziert. :-)
Beste Grüße und wenig Streit
Wolfgang
So wird's jedenfalls nicht gehen, denn A könnte einen Haufen mit bspw.
50% machen, einen mit 40% und einen mit 10%. B und C würden vermutlich
beide den 50%-Haufen wählen (da sie sich ja nicht absprechen können),
und A kann sich den 40%-Haufen aussuchen.
Ciao,
Jörg
>> Nette Idee. :-) Leider sind wir 3 ...
>
> Da gab's mal in der "Zeit" einen Artikel über das gerechte Teilen
> zwischen mehr als 2 Leuten, hoffentlich krieg ich's für drei noch
> zusammen:
>
> Personen A,B und C, ein zu teilender Kuchen.
>
> A teilt den Kuchen in 3 Teile, die er für gleich hält.
> B darf im Stillen für sich entscheiden, welchen Teil er gerne hätte,
> ebenso C. Beide outen sich gleichzeitig.
> B und C wählen verschiedene Teile? Fein, dann nehmen sich die beiden
> ihre Teile und A kriegt den Rest.
> B und C wählen denselben Teil? Dan darf sich A einen der beiden
> verschmähten Teile nehmen, der Rest wird wieder zusammengeworfen und
> zwischen B und C geteilt: B teilt, C wählt.
>
> Ich bin jetzt nicht ganz sicher ob das hieb- und stichfest ist, ich
> glaube es war in Wirklichkeit etwas komplizierter...
Alle sind verfressen.
A teilt den Kuchen in 0.5, 0.4, 0.1.
B und C wählen 0.5, A nimmt dann 0.4 und bescheisst beide.
Weil B und C dumm sind? Ansonsten könnten sie 0.5 und 0.4 nehmen.
Erwin
> Weil B und C dumm sind? Ansonsten könnten sie 0.5 und 0.4 nehmen.
Du hast recht: Im Prinzip dumm, weil der Egoismus ein soziales Dilemma
schafft. Ähnlich gelagertes, berühmtes Beispiel: Das Gefangenendilemma
(prisoner's dilemma). http://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenendilemma
Gruß, Kai
Es war explizit die Rede von einer Auswahl ohne Absprache. Es müsste
also einer die 0.4 nehmen, dafür auf die 0.5 verzichten UND auch noch
recht sicher sein, dass der Kollege tatsächlich die 0.5 nimmt und nicht
womöglich genauso denkt... Das Risiko für A halte ich für sehr gering.
Ciao,
Jörg
Nein, das ist schlimmer als das Gefangenenproblem. Denn selbst wenn bei
kooperieren wollen, haben sie die Wahrscheinlichkeit von 1/2, dass es
trotzdem nix nützt.
> Nein, das ist schlimmer als das Gefangenenproblem.
Wieso "Nein"? Ich habe lediglich davon gesprochen, dass es sich um ein
_ähnlich_ gelagertes soziales Dilemma handelt. Willst du das bestreiten?
> Denn selbst wenn bei kooperieren wollen, haben sie die
> Wahrscheinlichkeit von 1/2, dass es trotzdem nix nützt.
Darüberhinaus scheinst Du völlig zu ignorieren, was das Charakteristische an
einem sozialen Dilemma ist. Es geht nicht darum, kooperieren zu wollen oder
nicht. Es geht darum, das keine dominante Strategie vorliegt.
Kai
OK, ich habe den Artikel wieder gefunden. Es ist in der Tat etwas
komplizierter, aber nur etwas. :-)
A macht drei "gleiche" Teile.
B wäre mit mindestens zwei Teilen gleichermaßen zufrieden?
dann darf sich erst C, dann B seinen Teil aussuchen, den Rest kriegt A.
Ende.
B wäre nur mit einem Teil zufrieden?
dann markiert B die beiden verschmähten Teile. Weiter mit C.
C wäre mit mindestens zwei Teilen gleichermaßen zufrieden?
dann darf sich erst B, dann C seinen Teil aussuchen, den Rest kriegt A.
Ende.
C wäre nur mit einem Teil zufrieden?
dann markiert C die beiden verschmähten Teile.
Es gibt jetzt mindestens einen doppelt markierten Teil, den kriegt A. Der
Rest wird zusammengeworfen und zwischen B und C verteilt; einer teilt, der
andere wählt.
Wenn es zwei doppelt markierte Teile gibt, kriegt A denjenigen zudiktiert,
den B und C für den kleineren halten. Wenn sich B und C hierüber nicht
einigen können, gibt's auch dafür ein Auflösungsverfahren, dann wird's
allerdings richtig kompliziert, vor allem im Falle von Musik-Equipment. Man
muß dann wieder von vorn anfangen und im schlimmsten Fall so oft teilen, daß
mit dem letzten Kabelschnipsel keiner mehr was anfangen kann.
Beste Grüße
Wolfgang
> "Immanuel Albrecht" <xrx...@gmx.de> schrieb
>
>> Nein, das ist schlimmer als das Gefangenenproblem.
>
> Wieso "Nein"? Ich habe lediglich davon gesprochen, dass es sich um
> ein _ähnlich_ gelagertes soziales Dilemma handelt. Willst du das
> bestreiten?
[1].
>
>> Denn selbst wenn bei kooperieren wollen, haben sie die
>> Wahrscheinlichkeit von 1/2, dass es trotzdem nix nützt.
>
> Darüberhinaus scheinst Du völlig zu ignorieren, was das
> Charakteristische an einem sozialen Dilemma ist.
Du in <42806ea2$0$7531$9b4e...@newsread2.arcor-online.net>:
> weil der Egoismus ein soziales Dilemma schafft
Und ich nein, es ist nicht der Egoismus. Denn selbst wenn beide Selbstlos
wären, siehe Nein und oben.
Nur soviel zum Verständnis.
[1] Doofer Kreuzbezug, keine Ahnung wie ich das richtigrum Quoten soll.
> Wenn nämlich z.B. der Schlagzeuger dem Keyboarder es nicht gönnen würde,
> das Keyboard zu bekommen (und selber kein Interesse daran hat), wird er
> einen sehr hohen Preis dafür veranschlagen.
Frueher gab's mal in einschlaegigen Zeitschriften (Keys oder Keyboards,
kann mich nicht mehr erinnern) "Marktspiegel", die den Preis von
Geraeten im Kleinanzeigenteil ueber eine bestimmte Zeit (iirc. 1 Jahr)
verfolgten. Unrealistische Preisvorstellungen einzelner Inserenten
werden durch Mittelung reduziert. Sollte es doch auch in anderen
Zeitschriften geben, oder?
Ansonsten hilft auch eine Langzeitanalyse der eBay-Verkaeufe.
Gruss,
Rene
>Johannes Raschke wrote:
>
>> Wenn nämlich z.B. der Schlagzeuger dem Keyboarder es nicht gönnen würde,
>> das Keyboard zu bekommen (und selber kein Interesse daran hat), wird er
>> einen sehr hohen Preis dafür veranschlagen.
>
>Frueher gab's mal in einschlaegigen Zeitschriften (Keys oder Keyboards,
>kann mich nicht mehr erinnern) "Marktspiegel", die den Preis von
>Geraeten im Kleinanzeigenteil ueber eine bestimmte Zeit (iirc. 1 Jahr)
>verfolgten. Unrealistische Preisvorstellungen einzelner Inserenten
>werden durch Mittelung reduziert. Sollte es doch auch in anderen
>Zeitschriften geben, oder?
>
Also, zumindest für Synthesizer gibts eine Webseite, nämlich
Natürlich alles ohne Gewähr...
--
Hans Straub
Z.B. hier, keine Zeitschrift:
http://www.prepal.com
Deren Regeln zur Ermittlung der Preise klingen auch ganz brauchbar.
http://www.prepal.com/about.htm
> Ansonsten hilft auch eine Langzeitanalyse der eBay-Verkaeufe.
Das macht prepal angeblich gleich mit, auch wenn ebay nicht direkt
genannt wird, sondern nur "auction sites".
Problem: Die Werte sind Mittelwerte, sie sind nicht immer
ausschlaggebend für die konkreten Geräte, die man da hat, z.B.:
* Der Synth hat noch die teure Digital-IO-Option.
* Die Gitarre ist ein Limited Edition Sondermodell, signiert von
was-weich-ich-wem in Woodstock.
* Über einer Box ist mal eine Flasche Wein ausgelaufen und sie hat ein
paar Brandflecke, weil jemand auf einer Mucke mal mehrere Zigaretten
dran ausgedrückt hat.
* Der Bass-Verstärker hat ne Macke, man darf ihn nur noch halb aufdrehen.
* Beim Mixer kratzen die Potis. Außerdem sind die Handbücher nicht mehr
auffindbar.
* [lässt sich endlos fortsetzen]
Deshalb halte ich so ein "Fair-Aufteil-Schema" schon für sinnvoller,
weil es jeden zwingt, den Zeitwert der Geräte einzuschätzen und sich
diesbezüglich zu informieren.
Probleme, die ich bei den jetzigen Ideen noch sehe:
* Man hat diskrete, nicht teilbare Geräte. Deshalb kann es sein, dass
man eine saubere Drittelung gar nicht vornehmen kann.
Workaround: Alle legen noch einen gleichgroßen, relativ großen
Geldbetrag in die "Aufteilmasse", womit sich die Diskretisierung wieder
ausgleichen lässt. Der Betrag kann zunächst fiktiv sein (z.B. jeder 5000
Euro), am Ende bestimmt man dann Ausgleichszahlungen aus den Differenzen.
-> Problem: Alle Leute müssen flüssig sein, wenn sie später ihre Auswahl
nicht dadurch einschränken lassen wollen, jenen Teil nehmen zu müssen,
bei dem man anderen keine Zahlungen mehr leisten muss.
* Manche Geräte haben als Kombination einen anderen Wert als die Summe
ihrer Teile, z.B. ein Schlagzeug oder halt der Synthie mit der
Digital-IO-Option. Wenn man hier den "Aufteiler" beliebig stückeln
lässt, kommt es wieder zu Knatsch.
Nur: Wie kann man sich *vor Aufteilung der Geräte* im Guten darüber
einigen, welche Gerätegruppen auch nach der Aufteilung zusammen bleiben
sollen?
Ralf
Was hilft das ALLES??
Sie waren zu dritt - jetzt hört einer auf!
Die Beiden die weiter machen wollen brauchen ja ein Equipment.
ALSO: Über EBAY (das Maß aller Dinge) den momentanen Wert
ermitteln - wichtig daß der "Aussteiger" mit dabei ist und auch
sieht was für Equipment zu bekommen ist - und den Gesamtpreis
festlegen. Alles durch 3 und den "dritten Mann" ausbezahlen!
(ich gehe mal davon aus, daß Ihr das Equipment übernehmen möchtet)
Spielt der "Dritte" dann nicht mit, soll er versuchen den reelllen
Wert "verkaufbar" festzulegen!
Viel Spaß dabei :-(
Jürgen
>> > Ich bin jetzt nicht ganz sicher ob das hieb- und stichfest ist, ich
> glaube
>> > es war in Wirklichkeit etwas komplizierter...
>>
>> So wird's jedenfalls nicht gehen,
>
> OK, ich habe den Artikel wieder gefunden. Es ist in der Tat etwas
> komplizierter, aber nur etwas. :-)
> [...]
Du vergisst dabei ganz, daß jedes Stück kuchen als gleichwertig gilt.
Der OP hat aber das Problem, daß der Kuchen eine dicken Rand hat, und in der
Mitte weniger Früchte, dafür in einer Ecke weiße Schokolade und in der
anderen dunkle Schoko.
Abgesehen davon funktioniert das Teilen eines Kuchens wie folgt:
- Man teile den Kuchen durch vier. Das geht ja gerecht.
- Man verteile drei Stücke
- Das Übrig gebliebene Stück teile man wieder durch vier.
- REPEAT UNTIL INFINITY...
Niels
--
My & Myself: http://www.drni.de/niels/
Rock'n'Roll: http://www.nordsuedbluesconnection.de.vu
Mit Boxen von Behringer schafft man es nach 1 Jahr nur auf 61%...
Noch ein Grund, keine von denen zu kaufen, man wird's nie wieder anständig
los.
(Verkauf über Ebay, nachdem Kleinanzeigen keine Interessenten brachten.)
> Hallo Newsgroup,
>
> Wir sind gerade dabei unsere Band aufzulösen. Da das Equipment
größtenteils
> zusammen angeschafft wurde, soll das jetzt zu gleichen Teilen aufgeteilt
> werden. Dafür braucht man aber irgend eine Berechnungsgrundlage.
Macht einfach eine Versteigerung bandintern. Beispiel gemeinsam
angeschafftes Hallgerät: Wenn einer der Bandmitglieder es haben möchte, gibt
er einen Preis ab. Die Summe wird durch die Anzahl der Bandmitglieder
versteigert, bsp. 100? und 4 Leute. Da der Eigenanteil 25? beträgt, zahlst
Du dann 75? an den Rest der Band aus, fertig.
Sollten einige Gerätschaften für niemanden interessant sein, würde ich in
der lokalen Zeitschrift inserieren und die Teile verkaufen. Das Geld geht
dann ebenfalls durch vier. Muss ja nicht immer Ebay sein. Außerdem sind
Versand-, Einstell- und Verkaufsgebühren zu berücksichtigen.
Gruss Benno
Eben, und deshalb entsprechen die drei Stücke natürlich auch nicht jeweils
einem drittel Kreissegment, und mancher mag halt weiße Schokolade lieber als
dunkle.
Natürlich ist klar, daß das Aufteilen einer Bandausrüstung anspruchsvoller
ist als das eines homogenen Kuchens, weswegen der fiktive "A" wohl auch die
meiste Arbeit damit haben dürfte. Aber das Prinzip dürfte klar geworden
sein, oder? :-)
> Abgesehen davon funktioniert das Teilen eines Kuchens wie folgt:
> - Man teile den Kuchen durch vier. Das geht ja gerecht.
Warum nicht durch drei? Das geht auch gerecht.
> - Man verteile drei Stücke
> - Das Übrig gebliebene Stück teile man wieder durch vier.
> - REPEAT UNTIL INFINITY...
Ein Mathematiker würde DAS natürlich als Lösung akzeptieren...
Gruß
Wolfgang