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Rockorgel lernen?

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Matthias Warkus

unread,
Sep 19, 2001, 2:21:11 PM9/19/01
to
Tagchen.

Die großflächig-verschmierte und fuddelnde Art, in der die Orgel
im Rock üblicherweise gespielt wird, verrät dem fast rein klassisch
Geschulten wie z.B. mir hauptsächlich eines: dass es technisch machbar
ist. Aber was Exaktes rauszuhören, ist oft unverschämt zeitaufwendig.

Dass ich mir zum Spielen einiger bestimmter Stücke das notwendige
Geschraddel durch sehr emsiges Anhören und Nachspielen der Platte
aneignen kann, weiß ich. Aber nur zu gerne hätte ich irgend ein Werk,
das mir zum Thema Rockorgel systematisch was beibringt -- so eine Art
nach Schwierigkeit gestaffelte Patternsammlung, wie es das bei Schott
erschienene "Rock Piano" darstellt, vielleicht, nur eben für die
Orgel.

Und weil ich gerade "Hush" höre, denke ich, dass es schön wäre, mal
als Ideensteinbruch ein paar saubere Transkriptionen von Jon Lords
Orgelspiel in verschiedenen Situationen zu haben... ist da was zu
kriegen? Darf auch ruhig ordentlich $$$ kosten.

Irgendwelche Vorschläge von den anwesenden Tastenhelden?

mawa
--
Get up.

Wolfgang Schulz

unread,
Sep 20, 2001, 2:46:55 AM9/20/01
to
Hallo Matthias,

On Wed, 19 Sep 2001 20:21:11 +0200, mawa...@gnome.org (Matthias
Warkus) wrote:

> Dass ich mir zum Spielen einiger bestimmter Stücke das notwendige
> Geschraddel durch sehr emsiges Anhören und Nachspielen der Platte
> aneignen kann, weiß ich. Aber nur zu gerne hätte ich irgend ein Werk,
> das mir zum Thema Rockorgel systematisch was beibringt -- so eine Art
> nach Schwierigkeit gestaffelte Patternsammlung, wie es das bei Schott
> erschienene "Rock Piano" darstellt, vielleicht, nur eben für die
> Orgel.
>
> Und weil ich gerade "Hush" höre, denke ich, dass es schön wäre, mal
> als Ideensteinbruch ein paar saubere Transkriptionen von Jon Lords
> Orgelspiel in verschiedenen Situationen zu haben... ist da was zu
> kriegen? Darf auch ruhig ordentlich $$$ kosten.

Auch wenn's vielleicht doof klingt: Ich glaube nicht, daß man sowas in
Noten oder Transkriptionen fassen kann. Eine gute Rock-Orgel kommt aus
dem Bauch.

Vor vielen Jahren, als ich noch Keyboarder in einer Rockband war,
hatte ich Jon Lord als eines meiner großen Vorbilder. Sein Spiel
"begriffen" habe ich aber erst, nachdem ich mich komplett von
aufgeschriebenen Dingen in der Musik gelöst habe.

--

Und wech,

Wolfgang Schulz
e-mail: Wolfgan...@dat.de

hs

unread,
Sep 20, 2001, 6:46:39 AM9/20/01
to
Matthias Warkus <mawa...@gnome.org> schrieb in Newsbeitrag:
slrn9qhog...@highwaystar.my.box...

>
> Die großflächig-verschmierte und fuddelnde Art, in der die Orgel
> im Rock üblicherweise gespielt wird, verrät dem fast rein klassisch
> Geschulten wie z.B. mir hauptsächlich eines: dass es technisch
machbar
> ist. Aber was Exaktes rauszuhören, ist oft unverschämt
zeitaufwendig.

> Dass ich mir zum Spielen einiger bestimmter Stücke das notwendige
> Geschraddel durch sehr emsiges Anhören und Nachspielen der Platte
> aneignen kann, weiß ich. Aber nur zu gerne hätte ich irgend ein
Werk,
> das mir zum Thema Rockorgel systematisch was beibringt -- so eine
Art
> nach Schwierigkeit gestaffelte Patternsammlung, wie es das bei
Schott
> erschienene "Rock Piano" darstellt, vielleicht, nur eben für die
> Orgel.

Ich denke, dass ein grosser Teil der Basisfertigkeiten für Piano und
Orgel gleichermassen gilt; "Rock Piano" dürfte daher keine schlechte
Investition sein

> Und weil ich gerade "Hush" höre, denke ich, dass es schön wäre, mal
> als Ideensteinbruch ein paar saubere Transkriptionen von Jon Lords
> Orgelspiel in verschiedenen Situationen zu haben... ist da was zu
> kriegen? Darf auch ruhig ordentlich $$$ kosten.

Ich hab so ein Ding mit Werken von Rainbow. Das ist bei den Soli in
der Tat ganz nützlich, weil man mal sieht, "wie sie's machen" -
ausserhalb der Soli ist es allerdings weit weniger interessant (da
bestätigt sich, was du oben geschrieben hast: "dass es technisch
machbar ist"). Ein Blick auf den Rhythmusgitarrenpart kann aber auch
einiges bringen.
Ich denke (weiss aber nicht), es müsste so was auch für Deep Purple
geben; $$$ kosten tun sie allerdings.

Ansonsten habe ich mir vor Zeiten mal ein paar Soli von Jon Lord nach
Gehör aus den Platten rausgeschrieben (eins aus dem ersten Satz des
"Concerto for Group and Orchestra" und eins aus dem Titelstück von
"Sarabande"). Wenn du interessiert bist, kann ich mal suchen, ob ich
die noch habe.

Hans Straub
http://home.datacomm.ch/straub/mamuth

Andreas Kilgus

unread,
Sep 20, 2001, 6:50:19 PM9/20/01
to
hs <h...@kaba.com> schrieb:

> Matthias Warkus <mawa...@gnome.org> schrieb:
>>
[Spielarten Rockorgel]


>> Und weil ich gerade "Hush" höre, denke ich, dass es schön wäre, mal
>> als Ideensteinbruch ein paar saubere Transkriptionen von Jon Lords
>> Orgelspiel in verschiedenen Situationen zu haben... ist da was zu
>> kriegen? Darf auch ruhig ordentlich $$$ kosten.
>

> Ansonsten habe ich mir vor Zeiten mal ein paar Soli von Jon Lord nach
> Gehör aus den Platten rausgeschrieben (eins aus dem ersten Satz des
> "Concerto for Group and Orchestra" und eins aus dem Titelstück von
> "Sarabande"). Wenn du interessiert bist, kann ich mal suchen, ob ich
> die noch habe.

Zumindest ich wäre durchaus interessiert. Beide LPs (jaja, keine CDs!)
habe ich und finde vor allem die Letztgenannte recht interessant. Das
Orgelgespiele darauf geht zwar nicht unbedingt immer in die Richtung,
die Matthias ursprünglich ansprach, aber das macht ja nix. :-)

Mich erstaunt, daß sich Volker zu diesem Thema noch nicht gemeldet hat.
Wenn einer wissen sollte, wie man 'ne Orgel musikalisch richtig
"dreckig/rockig" behandelt, dann doch eigentlich er. Wozu hat er denn
seine Wirbelsäulenvernichterin? ;-)

Gruß
Andi

Volker Riedl

unread,
Sep 21, 2001, 12:16:41 PM9/21/01
to

Andreas Kilgus <kil...@fuenfsieben.de> schrieb in

<Rockorgel>

> Mich erstaunt, daß sich Volker zu diesem Thema noch nicht gemeldet
hat.
> Wenn einer wissen sollte, wie man 'ne Orgel musikalisch richtig
> "dreckig/rockig" behandelt, dann doch eigentlich er. Wozu hat er
denn
> seine Wirbelsäulenvernichterin? ;-)

Wenn man einem berufenen Munde ruft, bin ich vieleicht nicht unbedingt
der richtige, da ich mich selber als Multidilettanten, der _auch_
versucht aus der Hammond obligate Töne zu locken. Der Sebastian
Zündorf hat mich auch schon um Hilfe angemailt, da er den Blues auf
der Orgel lernen will. Auch ihm habe ich geschrieben, dass es (so gut
wie) keine Literatur zur Rock- sprich Hammond-Orgel gibt.
Was es gibt, ist ein Video von David Bennett Cohen mit dem Titel
"Blues And Rock Techniques For Hammond Organ", und das ist nicht
wirklich gut. Die Hammond (B3) wird ausgibig erläutert (so weit, so
gut), die Erläuterungen zu den Techniken und Spielweisen sind
allerdings eher schwach, dem guten DBC unterlaufen zusätzlich etliche
hörbare Spielfehler. Wiederum gut ist, das fast alles, was gespielt
wird auch als Notation nachzuvollziehen ist. Dieses Vodeo ist bei
Homespun erschienen und kostet etwa 70,- DM.
Weitere Videos, die aber zur Zeit nicht erhältlich sind (zumindest
nicht bei Musik Tonger, die sonst alles irgendwie und irgendwoher
bekommen können) sind "Hammondologie I bis III", erschienen bei BT
Production, in den die Hammond und ihr Einsatz im Rock, Jazz und
Gospel erläutert werden. Erwähnt werden diese in dem wirklich
hervorragenden (aber auch einzigen) Buch über die Hammond-Orgel "The
Hammond Organ, Beauty In The B" von Marc Vail, erschienen bei Keyboard
(24,95$). Dieses Buch beschreibt die Geschichte der Hammond, wie sie
zum Leslie kam und wer sie wie und warum spiel(te). Genannt werden
auch die gebräuchlichsten Registrierungen (Einstellungen der Drawbars)
sowie 25 Licks, die es irgendwo im Netz auch als Midi-Files gibt. Die
URL müsste ich gegebenenfalls recherchieren.
Weiterhin im Netz existiert ein Hammond Web Ring. Er sollte unter
diesem Namen durch Google leicht zu finden sein. Neben einigen
Händlern, die ihre Orgeln sowie Reperaturen anbieten, sind hier einige
Seiten mit interessanten Infos, wie etwa die Möglichkeit das Alter
seiner Hammond zu bestimmen, wichtige Features der einzelnen Modelle,
wie baue ich ein Foldback (Tonwiederholung) in eine Spinet-Hammond
ein, etliches an Datenblättern zu Hammonds und Leslies etcpp.
Aus alledem habe ich die Sachen gezogen, die heute mein Hammond-Spiel
bestimmen.
Und natürlich, dass ich versuche das, was mich an Musiken interessiert
zu hören und zumindest ansatzweise nachzuspielen. Was ich zur Zeit
viel höre ist die Musik von Jimmy Smith. Er gilt nicht zu Unrecht als
der, der die Hammond in die Populäre Musik brachte und sie fast wie
ein Orchester nutzt. Ich wünschte, ich hätte jemanden, der mir zeigt,
was da alles passiert.
Was ich begriffen habe ist aber auch, um eine rockige Orgel zu spielen
braucht man (brauche ich) ein echte Hammond mit einem echten Leslie.
Kein Clone reicht an das heran, was eine Hammond/Leslie-Kombination
ausmacht. "Wirbelsäulenvernichterin" ist ein guter Begriff.
<schwelg>
Aber der Klang!
<schwelg>
Und der Klang ist es, der inspiriert. Ob es einfach nur Akkorde in
bestimmten Voicings sind, die durch Einsatz des Fußschwellers und der
variablen Handhabung der Leslie-Geschwindigkeit zum Klingen gebracht
werden, ob man die Orgel durch Handglissani zum Fauchen bringt, ein
Glissando zu einem Toptone hochzieht, den Ton stehen lässt und
melodische Aspekte darunter ansiedelt oder einfach einige hohe Töne
durch Anstellen des Scanner-Vibratos und der Tremmolo-Einstellung des
Leslies flimmern lässt: Hammond und Leslie geben die Grundlage, die
Synths, Sampler und die Clone, die ich mir bisher angehört habe nicht
wirklich erzeugen können.

Regards, vriedl

Volker Riedl

unread,
Sep 21, 2001, 1:39:01 PM9/21/01
to
Hier noch die URL für den Webring.

http://nav.webring.yahoo.com/hub?ring=hammond&list

Regards, vriedl

Matthias Warkus

unread,
Sep 20, 2001, 3:39:50 PM9/20/01
to
It was the Thu, 20 Sep 2001 12:46:39 +0200...

...and hs <h...@kaba.com> wrote:
> Ich denke, dass ein grosser Teil der Basisfertigkeiten für Piano und
> Orgel gleichermassen gilt; "Rock Piano" dürfte daher keine schlechte
> Investition sein

Hab ich schon *grins*

> Ansonsten habe ich mir vor Zeiten mal ein paar Soli von Jon Lord nach
> Gehör aus den Platten rausgeschrieben (eins aus dem ersten Satz des
> "Concerto for Group and Orchestra" und eins aus dem Titelstück von
> "Sarabande"). Wenn du interessiert bist, kann ich mal suchen, ob ich
> die noch habe.

Wäre nett von dir!


Danke,

mawa
--
-> Honestly you guys need to get laid more often, and preferably by a
-> female that you don't have to inflate.
Well, I think this is true for everyone.
-- David Steuber on comp.os.linux.advocacy

Aleksander Jensko

unread,
Sep 21, 2001, 3:06:41 PM9/21/01
to
Volker Riedl <nc-ri...@netcologne.de> wrote:

> Weiterhin im Netz existiert ein Hammond Web Ring. Er sollte unter
> diesem Namen durch Google leicht zu finden sein.

<http://www.webring.org/cgi-bin/webring?ring=hammond;list>

> Was ich begriffen habe ist aber auch, um eine rockige Orgel zu spielen
> braucht man (brauche ich) ein echte Hammond mit einem echten Leslie.
> Kein Clone reicht an das heran, was eine Hammond/Leslie-Kombination
> ausmacht.

Zwar bin ich (wie einst Mr. Hammond himself) kein Organist und habe
leider keinen direkten A:B Vergleich zum Original, aber kennst Du auch
die B4 Softwaresimulation? Die scheint ganz schön nah dran zu sein -
kommt natürlich auf die Abhöre an, die dem Druck Stand halten kann:

<http://www.native-instruments.de>

Und das Tonewheel Vintage Set hat auch Wirkung, das Ding kann die Orgel
irreal verjüngen oder gnadenlos reparaturbedürftig kaputtmachen...

gruß
aljen
--
p h o t o s u r r e a l i s t s i t e:
http://www.aljen.de - tradigital art & photo

"Ich bin dafür. Ja sogar dagegen" [Lech Walesa]

Volker Riedl

unread,
Sep 21, 2001, 4:39:27 PM9/21/01
to

Aleksander Jensko <al...@mac.com> schrieb

>
> Zwar bin ich (wie einst Mr. Hammond himself) kein Organist und habe
> leider keinen direkten A:B Vergleich zum Original, aber kennst Du
auch
> die B4 Softwaresimulation? Die scheint ganz schön nah dran zu sein -
> kommt natürlich auf die Abhöre an, die dem Druck Stand halten kann:

Ich habe mir die Demoversion schon vor einiger Zeit heruntergeladen.
Selbst über die popelige SB PCI 128 Soundkarte in meinem Rechner ist
der Klang nicht zu verachten. Und ich denke, dass für CD-Produktionen
die B4 gar nicht so schlecht sein wird.
Dennoch ist es etwas anderes, wenn ein lebeniges Etwas, wie eine
Tonewheel-Hammond leise vor sich hinsummt und der Klang durch ein
Leslie in den Raum geworfen wird. In Unserem Proberaum klingt die
Hammond schon verdammt gut, aber was ich dann in der Kirche von
Gross-Vernich erlebt habe, war einfach unbeschreiblich. Die
Raumreflexionen machten den Klang sehr mächtig. Das ist z. B. etwas,
was ich durch die Lesliesimulationen, die ich bisher gehöert habe
(Dynacord SL irgendwas, HK Rotosphere, Korg G4 - habe ich für den
Hausgebrauch; um meine Nachbarn zu belästigen reicht's) und denen in
den diversen Clonen (Hammond XB-1/XK-2, Oberheim OB-3squared, Korg CX3
[alt wie neu; eine BX3 hatte ich mal, die hat in den Bässen keinen
Druck]) nicht wahrnehmen konnte.
Was mir persönlich bei der B4 fehlt ist auch der "holzige" Anschlag im
Klang. Sorry, aber ein besserer Begriff fällt mir nicht ein. Es hat
nichts mit dem Keyklick zu tun, den meine Hammond zum Glück in hohem
Masse besitzt (auch wenn er früher von Laurence Hammond selber als
"technischer Fehler" angesehen wurde).
Störend finde ich bei der B4 die recht hohe Latenzzeit, wenn ich sie
über meinen Synth anspreche, aber das kann an meiner Soundkarte
liegen. Und die Tatsache, das ich über die einzelnen Parameter
(Zugriegel, Vibrato/Chorus, Percussion, Volumen, Overdrive etc.)
keinen analogen Zugriff habe. Um die B4 für den Hausgebrauch also in
funktionsfähigen Zustand zu bringen bräuchte ich zum einen das
Programm selber, eine hochwertige Soundkarte und eine passendes
Regelwerk für die einzelnen Parameter.
Für zuhause sind mir da die Kosten zu hoch. Da spare ich lieber auf
eine grosse Konsole, denn so lieb mir die M3 in der zwischenzeit
geworden ist, irgendwann soll es eine B3 oder C3 sein (oder ein
entsprechend umgerüstetes oder umgebautes Vorläufermodell (z. B. als
Bertram-Umbau).


>
> Und das Tonewheel Vintage Set hat auch Wirkung, das Ding kann die
Orgel
> irreal verjüngen oder gnadenlos reparaturbedürftig kaputtmachen...

Das kenne ich nicht. Ist das ein neues Feature?
>
> gruß
> aljen

Regards, vriedl


Joern Haensch

unread,
Sep 21, 2001, 6:23:55 PM9/21/01
to
Volker Riedl schrieb:

>In Unserem Proberaum klingt die
>Hammond schon verdammt gut, aber was ich dann in der Kirche von
>Gross-Vernich erlebt habe, war einfach unbeschreiblich. Die
>Raumreflexionen machten den Klang sehr mächtig.

[...]


>den diversen Clonen (Hammond XB-1/XK-2, Oberheim OB-3squared, Korg CX3
>[alt wie neu; eine BX3 hatte ich mal, die hat in den Bässen keinen
>Druck]) nicht wahrnehmen konnte.

Grade in Kirchen werden tiefe Frequenzen deutlich mehr verstärkt!
War dir das nicht etwas zu mulmig äääh mächtig? ;-)

Zumindest als Basser muss ich regelmäßig die tiefen Frequenzen
rausnehmen, und auch Ina hat die Drums (auf meinen Tip hin) am Sonntag
noch mal deutlich höher gestimmt, was der Transparenz im Klang
deutlich zu Gute kam ....

Jörn

BTW: Trotzdem ein gei^Hniales Instgrument, deine Hammond!
--
Kantorei St. Nicolai-Lemgo => www.nicolaikantorei.de.vu

*@Kirchenmusik - das drmm-Treffen mit Kirchenmugge am 14/15.9.!*
www.kirchenmugge.de.vu ICQ# 99298481

Aleksander Jensko

unread,
Sep 21, 2001, 6:38:39 PM9/21/01
to
Volker Riedl <nc-ri...@netcologne.de> wrote:

> Dennoch ist es etwas anderes, wenn ein lebeniges Etwas, wie eine
> Tonewheel-Hammond leise vor sich hinsummt und der Klang durch ein
> Leslie in den Raum geworfen wird.

_Das_ will ich mal hören... Das Live-Erlebnis eines Don Leslie-Werkes
ward mir noch nie zuteil.

> Störend finde ich bei der B4 die recht hohe Latenzzeit, wenn ich sie
> über meinen Synth anspreche, aber das kann an meiner Soundkarte
> liegen.

Vermutlich (dafür kenne ich mich mit IBM-PCs zu wenig aus). Auf meinem
PowerBook G3 ist die Latenz unterhalb der Wahrnehmungsgrenze.

> Und die Tatsache, das ich über die einzelnen Parameter
> (Zugriegel, Vibrato/Chorus, Percussion, Volumen, Overdrive etc.)
> keinen analogen Zugriff habe. Um die B4 für den Hausgebrauch also in
> funktionsfähigen Zustand zu bringen bräuchte ich zum einen das
> Programm selber, eine hochwertige Soundkarte und eine passendes
> Regelwerk für die einzelnen Parameter.

Ja, dafür gibt es sogar etwas, das sich "Regelwerk" nennt.

> Das [Tonewheel Vintage Set] kenne ich nicht. Ist das ein
> neues Feature?

Ja, genauer gesagt: eine CD-ROM, die für knapp 150 Mark quasi einige
Austausch-Tonewheel-Sets mitbringt. Nur daß da keiner tagelang schrauben
muß - digitales Zeitalter eben. Als da wären zum einen die
unterschiedlich gealterten Räder - von fabrikneu bis hin zu einem
hoffnungslos kaputten Getriebe -, zum anderen solche mit verschiedenen
Stimmungen.

Das Set beinhaltet auch Emulatoren von Farfisa und Vox sowie eins für
indisches Harmonium - alles nett, schweift mir aber etwas zu weit von
der eigentlichen Idee ab. Obwohl, dieses Harmonium... Christa Päffgen
läßt grüßen und mir kommen die Tränen...

dilletantischer gruß

hs

unread,
Sep 21, 2001, 6:43:06 PM9/21/01
to
On Thu, 20 Sep 2001 21:39:50 +0200, mawa...@gnome.org (Matthias
Warkus) wrote:

>> Ansonsten habe ich mir vor Zeiten mal ein paar Soli von Jon Lord nach
>> Gehör aus den Platten rausgeschrieben (eins aus dem ersten Satz des
>> "Concerto for Group and Orchestra" und eins aus dem Titelstück von
>> "Sarabande"). Wenn du interessiert bist, kann ich mal suchen, ob ich
>> die noch habe.
>
>Wäre nett von dir!
>

OK. Habe sie inzwischen gefunden; werde sie mal kurz ins Reine
schreiben. Sind allerdings nicht ganz genau (kann man andrerseits auch
kaum perfekt hinkriegen).

Hans Straub
http://home.datacomm.ch/straub/mamuth


Matthias Warkus

unread,
Sep 21, 2001, 2:30:15 PM9/21/01
to
It was the Fri, 21 Sep 2001 18:16:41 +0200...

...and Volker Riedl <nc-ri...@netcologne.de> wrote:
> Und natürlich, dass ich versuche das, was mich an Musiken interessiert
> zu hören und zumindest ansatzweise nachzuspielen. Was ich zur Zeit
> viel höre ist die Musik von Jimmy Smith. Er gilt nicht zu Unrecht als
> der, der die Hammond in die Populäre Musik brachte und sie fast wie
> ein Orchester nutzt.

Das du diesen Eindruck hast, ist interessant. Jimmy Smith hat mal
explizit gesagt, dass sein spezieller Stil daher käme, dass er die
Orgel eben nicht "like an orchestra" spiele, sondern eher "like a
horn".

> Und der Klang ist es, der inspiriert.

Korrekt. Es ist vor allem wichtig, Zugriegeleinstellungen zu wählen
(und erst mal zu haben!), die mit dem zusammengehen, was man zu
spielen vorhat. Dreckige Akkorde kann man z.B. mit einer
Even-Bars-Einstellung spielen, bis man schwarz wird, ohne den
richtigen Klangteppich rauszukriegen.

mawa
--
Shoot someone, get shot. Sounds good, at least in theory.
Have people think you shot someone, get shot. Who will shoot them?
-- mawa in a mail to Eric S. Raymond

Volker Riedl

unread,
Sep 22, 2001, 5:20:10 PM9/22/01
to

Matthias Warkus <mawa...@gnome.org> schrieb

> > Er gilt nicht zu Unrecht als
> > der, der die Hammond in die Populäre Musik brachte und sie fast
wie
> > ein Orchester nutzt.
>
> Das du diesen Eindruck hast, ist interessant. Jimmy Smith hat mal
> explizit gesagt, dass sein spezieller Stil daher käme, dass er die
> Orgel eben nicht "like an orchestra" spiele, sondern eher "like a
> horn".

Gut, hier muss ich mich ein wenig revidieren. Es ist richtig, "Jimmy
Smith elevated the organ from beeing a big-band instrument into one
for playing linear, more bebop type of music." John Medeski

vriedl, heute gerne bereit Fehler einzugestehen;-)


Andreas Kilgus

unread,
Sep 24, 2001, 9:29:58 AM9/24/01
to
Volker Riedl <nc-ri...@netcologne.de> schrieb:

[Rockorgel spielt man wie?]


> Wenn man einem berufenen Munde ruft, bin ich vieleicht nicht unbedingt
> der richtige, da ich mich selber als Multidilettanten, der _auch_
> versucht aus der Hammond obligate Töne zu locken.

Aha, Du warst am Tage dieses Postings wohl auf "fishing for
compliments"-Tour. ;-)

[Videos, Buch, Webring]
Danke für die Infos. Den Webring kannte ich schon, durch den hatte ich
mich anläßlich der vor einiger Zeit stattgefundenen "wie funktioniert
die tonewheel-Klangerzeugung"-Diskussion mal durchgeklickt.

> Was ich begriffen habe ist aber auch, um eine rockige Orgel zu spielen
> braucht man (brauche ich) ein echte Hammond mit einem echten Leslie.
| |

Njet (Da). ;-)

> Kein Clone reicht an das heran, was eine Hammond/Leslie-Kombination
> ausmacht.

Damit hast Du natürlich Recht, gerade durch die große Beteiligung von
(Elektro)Mechanik am Entstehen des Klanges beim Original. Im Vergleich
zu früheren Simulationen läßt sich aber mittlerweile selbst aus
günstigeren Geräten ein Hammond/Leslie-Klang herausholen, der zumindest
dann taugt, wenn die Orgel nicht absoluter Mittelpunkt des
musikalischen Geschehens ist.

Was z.B. die Trinity auf diesem Gebiet vollbringt, reicht zumindest mir
vollkommen aus (Du hättest in Weilerswist mal auf den schwarzen
Fußschalter treten sollen, dann hättest Du auch über die
Leslie-Simulation von wegen beschleunigen/abbremsen lästern können ;-).

> "Wirbelsäulenvernichterin" ist ein guter Begriff.
> <schwelg>
> Aber der Klang!
> <schwelg>

Ich kann Dich zwar verstehen - aber mir sind ein nettes Flightcase mit
einem praktischen Griff oder eine gepolsterte Tasche samt Tragegurt,
die rund 20Kg enthalten, im Alltag irgendwie lieber. :-)

> Hammond und Leslie geben die Grundlage, die
> Synths, Sampler und die Clone, die ich mir bisher angehört habe nicht
> wirklich erzeugen können.

Nicht wirklich, aber bei geschickter Programmierung, Anschluß eines
Schwellers, eines Fußschalters und Ausnutzung der Steuermöglichkeiten
durch Joystick, Ribbon-Controller und Funktionstaster läßt sich schon
einiges machen. Daß Du darüber nur müde lächelst, kann ich mir denken
*g*. ;-)

Gruß
Andi

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