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Wat tun, wenn man ein Banjo haben will?

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Holger Erkens

unread,
Dec 10, 2001, 11:43:10 AM12/10/01
to
Moin,

aus Interesse und um mal ein wenig klangliche Variation
in unsere von Dreadnought-Geboller verunstalteten
Rotwein-Lagerfeuermusik-am-Küchentisch-Sessions ;-)
zu bringen, wollte ich mir ein Banjo zulegen. Nun gibt's
da ja ne Menge verschiedener Ausführungen...
Mandolinen-Banjos, Bluegrass-Banjos, Gitarren-Banjos
mit open back oder Resonator. Was ist denn für den
eingeschüchterten Anfänger ohne direkten Bezug zu diesem
Instrument empfehlenswert? Und was muss man auslegen,
damit man was einigermaßen stimmstabiles und wohlklingendes
bekommt? So riesig viele Anbieter scheints da ja nicht zu geben.

Bin latürnich auch gebrauchtem aufgeschlossen, falls da
jemand einen Tipp hat. ;) Danke für jeden Ratschlag!

Ciao,
Holger


Michael Stich

unread,
Dec 10, 2001, 11:55:07 AM12/10/01
to
Hey Holger,

zuerst solltest du dir Gedanken machen welche Musikrichtung du
hauptsächlich bedienen willst.

Ich habe mir ein 5-String-Banjo gekauft, nur um dann mitzubekommen dat
für IrishFolk ein 4-String-Banjo besser wäre.
So bin ich halt ein bißchen in den Bluegrass hineingeschliddert.
Gitarrenbanjos sollen imho nur nach Banjo klingen. Wie gut die das dann
wirklcih tun weiß ich nicht.

Mandolinen-Banjo habe ich noch nie gehört.

Mir wollte mal ein Bekannter erzählen die Güte eines Banjos könnte man
ein bißchen am Gewicht festmachen. Je nachdem aus was der Ring ist.

Meines iost von Aria und hat damals bei Thomann 450,- Märker gekostet
weil es eine Macke an der Kopfplatte hatte. Stimmstabil isses. Aber es
klingt (jedenfalls für die richtigen Banjomen) ziemlich blechern.

Noch für'n Lutz: Ja, ich habe auch ein Banjo! Bin ja schließlich
Musiklehrer! ;-)

gruß
der micha

Holger Erkens schrieb:

Holger Erkens

unread,
Dec 10, 2001, 12:51:03 PM12/10/01
to
Moin Michael,

> zuerst solltest du dir Gedanken machen welche Musikrichtung du
> hauptsächlich bedienen willst.

Puh, das lässt sich garnicht so leicht ermessen. In erster
Linie finde ich den Klang interessant und würde gerne
ausprobieren. Sind die Unterschiede denn so gravierend,
z.B. von der Stimmung oder der Handhabung oder so?

> Mandolinen-Banjo habe ich noch nie gehört.

Äh, oder warens Banjo-Mandolinen? :-) Keine Ahnung,
es hatte jedenfalls acht Saiten und war in Mandolinen-
stimmung. Meine erste Gitarrenlehrerin hatte sowas mal.

> Meines iost von Aria und hat damals bei Thomann 450,- Märker gekostet
> weil es eine Macke an der Kopfplatte hatte. Stimmstabil isses. Aber es
> klingt (jedenfalls für die richtigen Banjomen) ziemlich blechern.

Da gibts eins von Harley Benton oder so (ist wohl die
Hausmarke?) für 199 Euro, ob man für das Geld noch
ein taugliches Instrument erwarten kann? Mit leichten
Abstrichen in der Klangqualität kann ich sicher leben,
aber vernünftig verarbeitet sein sollte es schon.

Ciao,
Holger


Henning Paul

unread,
Dec 10, 2001, 12:52:53 PM12/10/01
to
Michael Stich schrieb:

> Gitarrenbanjos sollen imho nur nach Banjo klingen. Wie gut die das dann
> wirklcih tun weiß ich nicht.

Hör Dir mal "Sing" von Travis an.

HTH
Henning
--
my FUMP2 standalone-MP3-player: http://www.fump.de.vu
henning paul home: http://www.hennichodernich.de.vu
PM: henni...@gmx.de , ICQ: 111044613

Henning Paul

unread,
Dec 10, 2001, 1:05:06 PM12/10/01
to
Holger Erkens schrieb:

> Da gibts eins von Harley Benton oder so (ist wohl die
> Hausmarke?) für 199 Euro, ob man für das Geld noch
> ein taugliches Instrument erwarten kann?

Öööhhhhh - ich sach schon nichts...

SCNR

Achim Goebel

unread,
Dec 10, 2001, 1:26:29 PM12/10/01
to

Henning Paul <henni...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
igt2v9...@slowhand.paul.de...

> Holger Erkens schrieb:
>
> > Da gibts eins von Harley Benton oder so (ist wohl die
> > Hausmarke?) für 199 Euro, ob man für das Geld noch
> > ein taugliches Instrument erwarten kann?
>
> Öööhhhhh - ich sach schon nichts...

Henning da muss ich dich aber in Schutz nehmen, ich stehe auch auf
preiswerte Instrumente. Ich habe mir z.B. für 150,00 DM vom Jörn eine
Posaune gekauft (ist massiver als die von Jawoll) und ich kann damit ganz
toll ein "F" spielen und außerdem ganz vorzüglich die Kinder wecken ;-).

Kostenbewußte Grüße

Achim

Malte Rogacki

unread,
Dec 10, 2001, 1:47:50 PM12/10/01
to
Holger Erkens <kaffee...@web.de> wrote:

> Moin Michael,
>
> > zuerst solltest du dir Gedanken machen welche Musikrichtung du
> > hauptsächlich bedienen willst.
>
> Puh, das lässt sich garnicht so leicht ermessen. In erster
> Linie finde ich den Klang interessant und würde gerne
> ausprobieren. Sind die Unterschiede denn so gravierend,
> z.B. von der Stimmung oder der Handhabung oder so?

Ja. Die vierseitigen sind in Quinten gestimmt; die fünfseitigen haben
eine zusätzliche Saite bis zur halben Halslänge (das sind die
"klassischen" Bluegrass-Teile), die Gitarrenbanjos sind wie Gitarren
gestimmt...

Grundsätzlich läuft es wohl darauf hinaus, daß man mit einem
Gitarrenbanjo am einfachsten Akkordgeschrammel hinkriegt. Im
Dixielandbereich sehe ich für gewöhnlich Viersaiter und Gitarrenbanjos;
an Fünfsaiter kann ich mich nicht erinnern.

Ich glaube, die Viersaiter nennt man auch "Tenorbanjo"; aber da leg' ich
nicht die Hand für ins Feuer.

> > Mandolinen-Banjo habe ich noch nie gehört.
>
> Äh, oder warens Banjo-Mandolinen? :-) Keine Ahnung,
> es hatte jedenfalls acht Saiten und war in Mandolinen-
> stimmung. Meine erste Gitarrenlehrerin hatte sowas mal.

Ja, Mandolin-Banjos gibt es definitiv.

Erik Hüther

unread,
Dec 10, 2001, 1:51:11 PM12/10/01
to
"Achim Goebel" <in...@infotaxi.de> schrieb:

> Henning da muss ich dich aber in Schutz nehmen, ich stehe auch auf
> preiswerte Instrumente. Ich habe mir z.B. für 150,00 DM vom Jörn
> eine Posaune gekauft (ist massiver als die von Jawoll) und ich kann
> damit ganz toll ein "F" spielen und außerdem ganz vorzüglich die
> Kinder wecken ;-).

Warum sollte jemand etwas gegen preis_werte_ Instrumente haben? Billige
Instrumente mag ich auch nicht, aber billig ist nicht synonym mit
preiswert. Die Westernklampfe für 166 DM, die ich mir letztens im
M*sicstore gekauft habe, ist zwar sehr preiswert, aber dennoch solide
verarbeitet, stimmstabil, bundrein und mir korrekter Saitenlage.
Lediglich die Saiten sind/waren scheiße, aber das war bei dem Preis
auch nicht anders zu erwarten.
Richtig teure Instrumente lohnen IMO nur, wenn man damit auch wirklich
mehr oder weniger professionell werden will, zum rumexperimentieren
oder ausprobieren tut's meist das oft genannte "Schülerinstrument". Ein
richtig teures Instrument kann man dann später immer noch kaufen.

Und gebraucht kaufen tu ich sowieso immer wenn geht, außer bei Saiten.
:-) Na gut, und (Blech)Blasinstrumente würd ich auch nicht ohne
weiteres gebraucht kaufen, weil man da so schlecht reingucken kann,
wie'S denn innendrin z.B. im Stimmzug aussieht, da muß man dem
Verkäufer schon vertrauen. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Gruß Erik

--
Gibt's in Österreich auch sowas????ß
("Whitelady" aus .at in de.talk.jokes)
http://www.Ostertaler.de
http://www.AntrumNequam.de -- The wörst bänd in the wörld

Michael Stich

unread,
Dec 10, 2001, 2:30:16 PM12/10/01
to

Malte Rogacki schrieb:

> Ja. Die vierseitigen sind in Quinten gestimmt; die fünfseitigen haben
> eine zusätzliche Saite bis zur halben Halslänge (das sind die
> "klassischen" Bluegrass-Teile), die Gitarrenbanjos sind wie Gitarren
> gestimmt...

Außerdem spielt man die 4-saitigen meißt mit einem Plektrum. Für die
5-saitigen gibt es spezielle Fingerpicks. Ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig
aber nur so kriegt man ziemlich viel Speed drauf.

> Grundsätzlich läuft es wohl darauf hinaus, daß man mit einem
> Gitarrenbanjo am einfachsten Akkordgeschrammel hinkriegt. Im
> Dixielandbereich sehe ich für gewöhnlich Viersaiter und Gitarrenbanjos;
> an Fünfsaiter kann ich mich nicht erinnern.

5-saitige Gitarrenbanjos?

> Ich glaube, die Viersaiter nennt man auch "Tenorbanjo"; aber da leg' ich
> nicht die Hand für ins Feuer.

Jau, stimmt! So heißen die auch!

> > Äh, oder warens Banjo-Mandolinen? :-) Keine Ahnung,
> > es hatte jedenfalls acht Saiten und war in Mandolinen-
> > stimmung. Meine erste Gitarrenlehrerin hatte sowas mal.
>
> Ja, Mandolin-Banjos gibt es definitiv.

Ich glaube ich kann mich dunkel erinnern zu können sowas schon einmal
gesehen zu haben, aber gehört habe ich sowas noch nie.

gruß
der micha


Malte Rogacki

unread,
Dec 10, 2001, 2:41:56 PM12/10/01
to
Michael Stich <Michae...@web.de> wrote:

> Malte Rogacki schrieb:
>
> > Ja. Die vierseitigen sind in Quinten gestimmt; die fünfseitigen haben
> > eine zusätzliche Saite bis zur halben Halslänge (das sind die
> > "klassischen" Bluegrass-Teile), die Gitarrenbanjos sind wie Gitarren
> > gestimmt...
>
> Außerdem spielt man die 4-saitigen meißt mit einem Plektrum. Für die
> 5-saitigen gibt es spezielle Fingerpicks. Ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig
> aber nur so kriegt man ziemlich viel Speed drauf.

Richtig; insbesondere ein spezielles Daumenplektrum spielt hier wohl
eine wichtige Rolle.

> > Grundsätzlich läuft es wohl darauf hinaus, daß man mit einem
> > Gitarrenbanjo am einfachsten Akkordgeschrammel hinkriegt. Im
> > Dixielandbereich sehe ich für gewöhnlich Viersaiter und Gitarrenbanjos;
> > an Fünfsaiter kann ich mich nicht erinnern.
>
> 5-saitige Gitarrenbanjos?

Nein, ich wollte damit ausdrücken, daß ich im Dixelandbereich nur
Viersaiter und Sechssaiter gesehen habe, aber keine Fünfsaiter.
Gitarrenbanjos sind natürlich sechssaitig.

> > Ich glaube, die Viersaiter nennt man auch "Tenorbanjo"; aber da leg' ich
> > nicht die Hand für ins Feuer.
>
> Jau, stimmt! So heißen die auch!
>
> > > Äh, oder warens Banjo-Mandolinen? :-) Keine Ahnung,
> > > es hatte jedenfalls acht Saiten und war in Mandolinen-
> > > stimmung. Meine erste Gitarrenlehrerin hatte sowas mal.
> >
> > Ja, Mandolin-Banjos gibt es definitiv.
>
> Ich glaube ich kann mich dunkel erinnern zu können sowas schon einmal
> gesehen zu haben, aber gehört habe ich sowas noch nie.

Sie sind (naturgemäß) ziemlich klein; sehr kurzer Hals.

Martin Bochmann

unread,
Dec 10, 2001, 3:44:32 PM12/10/01
to
Holger Erkens wrote:

> Da gibts eins von Harley Benton oder so (ist wohl die
> Hausmarke?) für 199 Euro, ob man für das Geld noch
> ein taugliches Instrument erwarten kann?

"Harley Benton" ist die Hausmarke. Nein.

> Mit leichten
> Abstrichen in der Klangqualität kann ich sicher leben,
> aber vernünftig verarbeitet sein sollte es schon.

Ja, eben. Natürlich kannst Du für diesen Preis keinen Profiklang
bekommen, das weißt Du ja. Aber die Harley Bentons, die ich im Laufe des
letzten Jahres in der Hand hatte, waren _so_ beschi.... (das "i" mußte
jetzt rein, sonst hätte jemand vielleicht gedacht, ich hätte
"bescheiden" gemeint) verarbeitet, daß es mir schlecht wurde. Letztes
Jahr zu Weihnachten kamen Leute mit einem Tho-Banjo zu mir, weil es
nicht stimmbar war. Die hatten das aus der Verpackung genommen und es
paßte nichts. Also "nichts" im Sinne von Nichts. Es war sogar so, daß
die Spannschrauben ab Werk durchgedreht haben, es war noch nicht mal
möglich, das Fell richtig zu stimmen. Von den Teilen kannst Du die
Finger lassen. Es gibt von anderen Herstellern Banjos, die nur 1-200
Märker teurer sind, aber nach meinen Erfahrungen schon ein großes Plus bieten.
Ich kann bei Bedarf morgen noch ein bißchen mehr zu anderen schreiben,
aber jetzt will ich nach Hause. :-)

--
* * * CUL8er - Martin (MB vom F aus H an der S) * * *
begin LOVE-LETTER-FOR-YOU.txt.vbs
I am a signature virus. Distribute me bitte, bitte until the bitter
end


Ulrich Mathein

unread,
Dec 10, 2001, 4:48:13 PM12/10/01
to
Hallo Micha,

On Mon, 10 Dec 2001 20:30:16 +0100, Michael Stich
<Michae...@web.de> wrote:

>
>Malte Rogacki schrieb:
>


>> > Äh, oder warens Banjo-Mandolinen? :-) Keine Ahnung,
>> > es hatte jedenfalls acht Saiten und war in Mandolinen-
>> > stimmung. Meine erste Gitarrenlehrerin hatte sowas mal.
>>
>> Ja, Mandolin-Banjos gibt es definitiv.
>
>Ich glaube ich kann mich dunkel erinnern zu können sowas schon einmal
>gesehen zu haben, aber gehört habe ich sowas noch nie.


jetzt bin ich doch neugierig geworden und hab mal etwas rumgesucht:

auf dieser -> http://www.locksley.com/vintage/types.htm Seite findest
Du die Banjo-Mandolin.
Und hier -> http://www.halshawmusic.co.uk/bmand.html auch.

Grüße, Ulrich

Lutz Bojasch

unread,
Dec 10, 2001, 4:53:01 PM12/10/01
to
Michael Stich schrieb:

> Ich habe mir ein 5-String-Banjo gekauft, nur um dann mitzubekommen dat
> für IrishFolk ein 4-String-Banjo besser wäre.


Hallo
was denn noch alles, ein Klavier, einen Russenbass für 15 DM eine
Klampfe mit gebrochenem Hals, ein Banjo? hast Du einen Trödelladebn
(SecondHand Shop?)
Gruß Lutz (fragt ernsthaft)

Joern Haensch

unread,
Dec 10, 2001, 4:58:39 PM12/10/01
to
Lutz Bojasch schrieb:

>> Ich habe mir ein 5-String-Banjo gekauft, nur um dann mitzubekommen dat
>> für IrishFolk ein 4-String-Banjo besser wäre.

> was denn noch alles, ein Klavier, einen Russenbass für 15 DM eine


>Klampfe mit gebrochenem Hals, ein Banjo? hast Du einen Trödelladebn
>(SecondHand Shop?)
>Gruß Lutz (fragt ernsthaft)

Wahrscheinlich ist Michael (wie ich übrigens auch) ein mehr oder
weniger professioneller Multidilletant :o)

Jö "z.Z. 16 verschiedene Instrumente im Haus" rn

BTW: Gibts eigentlich immer noch die Regel, daß Musiklehrer (an
Schulen) aus jedem nur denkbaren Instrumente einen Ton hervorbringen
müssen? *veg*

--
| |
| || | das zweite offizielle drmm-Treffen mit "ultimativer
|-||-||-| Kirchenmugge" am 14./15.9.´02: www.kirchenmugge.de.vu
\ /\ /\ / Kantorei St. Nicolai-Lemgo: www.nicolaikantorei.de.vu

Michael Stich

unread,
Dec 10, 2001, 5:04:15 PM12/10/01
to

Lutz Bojasch schrieb:

> Hallo
> was denn noch alles, ein Klavier, einen Russenbass für 15 DM eine
> Klampfe mit gebrochenem Hals, ein Banjo? hast Du einen Trödelladebn
> (SecondHand Shop?)
> Gruß Lutz (fragt ernsthaft)

Nee, ich mag nur verschieden Instrumente. Natürlich kann ich kein einziges
so gut, wie ich es gerne hätte.

Außer dem hast du den Roland U-20, die Maultrommel, die Tin Whistle, das
Kazzoo vergessen.

Neuerdungs habe ich jetzt auch noch einen Osmond 5-saiter Bass!

gruß
der micha


Michael Stich

unread,
Dec 10, 2001, 5:08:57 PM12/10/01
to

Joern Haensch schrieb:

> Wahrscheinlich ist Michael (wie ich übrigens auch) ein mehr oder
> weniger professioneller Multidilletant :o)

Dilletant trifft es ziemlich genau! ;-)

> BTW: Gibts eigentlich immer noch die Regel, daß Musiklehrer (an
> Schulen) aus jedem nur denkbaren Instrumente einen Ton hervorbringen
> müssen? *veg*

Müssen tun sie nicht aber wollen tun sie. Gehört zur Berufsehre! Bis jetzt
ist jedenfalls noch kein Schüler gekommen, der ein Instrument dabei hatte wo
ich nicht mindestens einen Ton rausgekriegt habe.
Bei der Trompete war ich kurz davor gar nichts rauszubekommen! Aber dann kam
er, der Ton!

Und das obwohl meine Eltern eine Russentrompete (so würde Lutz sagen)
rumstehen haben, aber an der habe ich mich nie versucht.

gruß
der micha


Holger Erkens

unread,
Dec 10, 2001, 6:28:24 PM12/10/01
to
Moin Martin,

> möglich, das Fell richtig zu stimmen. Von den Teilen kannst Du die
> Finger lassen. Es gibt von anderen Herstellern Banjos, die nur 1-200
> Märker teurer sind, aber nach meinen Erfahrungen schon ein großes Plus
bieten.
> Ich kann bei Bedarf morgen noch ein bißchen mehr zu anderen schreiben,
> aber jetzt will ich nach Hause. :-)

Ja, bitte! Ich meine, im Internet kann man die Qualität
ja recht schlecht abschätzen und da es hier in der
Gegend nicht gerade an jeder Ecke einen Banjoladen
gibt, wäre das sehr nett.

Ciao,
Holger


Andreas Kemmer

unread,
Dec 11, 2001, 10:50:10 AM12/11/01
to
Holger Erkens wrote:

> Da gibts eins von Harley Benton oder so (ist wohl die
> Hausmarke?)

Hausmarke von GEWA (Grosshandel)

Andreas

Martin Bochmann

unread,
Dec 11, 2001, 11:33:50 AM12/11/01
to
Holger Erkens wrote:

> > Ich kann bei Bedarf morgen noch ein bißchen mehr zu anderen schreiben,
> > aber jetzt will ich nach Hause. :-)
>
> Ja, bitte!

Na dann, heute ist ja morgen.

Gute Erfahrungen habe ich z.B. mit ARIA-Banjos gemacht. (5-Saiter 660,-
Tenor 650,- Gitarren 690,-) Die Epiphone-Teile sind auch recht
anständig, aber im Augenblick zu teuer. (ab 790,-) Du solltest Dir auch
mal die "Tennessee"-Teile anschauen, da gehts um die 600 Marken los, und
die sind ziemlich gut.

> Gegend nicht gerade an jeder Ecke einen Banjoladen
> gibt, wäre das sehr nett.

Hilfreich wäre es, wenn Du schreibst, wo "die Gegend" ist. *g*

Henrik Baartz

unread,
Dec 11, 2001, 12:11:25 PM12/11/01
to
Hallo,

Holger Erkens schrieb:

[...]

> Was ist denn für den eingeschüchterten Anfänger ohne direkten Bezug
> zu diesem Instrument empfehlenswert? Und was muss man auslegen,
> damit man was einigermaßen stimmstabiles und wohlklingendes bekommt?

Tja, schwer zu sagen....IMHO sollte es nicht _zu_ billig sein, damit
dir wegen technischer Mängel des Instrumentes nicht von vorneherein
die Lust vergeht. Das Üben der "Rolls" und was es da noch so alles
gibt, wird noch hart genug werden...;-) (ist mit 'normalem' Picking IMHO
nicht zu vergleichen)

> So riesig viele Anbieter scheints da ja nicht zu geben.

Hier wäre z.B. einer:

http://www.streichholz-schachtel.de/german/index.html

allerdings sind die Instrumente auch nicht gerade billig.

Hmm....du könntest den Inhaber Rudi Vogel auch einfach mal per Mail
(<blu...@bluegrass.de>) nach einem für dich geeigneten Instrument
fragen, er ist ein ausgesprochener Bluegrass-Freak und wird dir sicher
antworten.

> Bin latürnich auch gebrauchtem aufgeschlossen, falls da
> jemand einen Tipp hat. ;) Danke für jeden Ratschlag!

Schau doch mal bei Ebay

http://pages.ebay.de/search/items/search.html

nach "Banjo", da solltest du einen guten Überblick bekommen, zu
welchen Preisen gebrauchte (und auch neue) Banjos gehandelt
werden. Ein befreundeter Banjoist hat da schon zwei ausgesprochen
schöne Schnäppchen ersteigert.


HTH & Gruß,
Henrik


Martin Bochmann

unread,
Dec 11, 2001, 1:29:17 PM12/11/01
to
Andreas Kemmer wrote:

> > Da gibts eins von Harley Benton oder so (ist wohl die
> > Hausmarke?)
>
> Hausmarke von GEWA (Grosshandel)

Nope. Haus"marke" von Tho****, Hausmarken der GEWA sind u.a Tennessee, Cort.

Wolfgang Krietsch

unread,
Dec 11, 2001, 1:47:30 PM12/11/01
to
Henrik Baartz wrote:


>Das Üben der "Rolls" und was es da noch so alles
>gibt, wird noch hart genug werden...;-) (ist mit 'normalem' Picking IMHO
>nicht zu vergleichen)

Erklär doch mal, was das ist. Nachdem ich hier gehört habe, daß es sowas
wie Gitarren-Banjos gibt, bin ich auch etwas neugierig geworden.


Bye

woffi

--
Science may be described as the art of systematic
oversimplification. - Karl Popper

Holger Erkens

unread,
Dec 11, 2001, 1:55:23 PM12/11/01
to
Moin,

> Gute Erfahrungen habe ich z.B. mit ARIA-Banjos gemacht. (5-Saiter 660,-
> Tenor 650,- Gitarren 690,-) Die Epiphone-Teile sind auch recht

Von denen hab ich einen ziemlich üblen Bass.
Hoffentlich sind die Banjos besser.

> anständig, aber im Augenblick zu teuer. (ab 790,-) Du solltest Dir auch
> mal die "Tennessee"-Teile anschauen, da gehts um die 600 Marken los, und
> die sind ziemlich gut.

Das ist doch schonmal was. Die werde ich mir mal
anschauen, danke! Mittlerweile bin ich übrigens fast
bei der Wahl der Saitenzahl sicher -> ein viersaitiges
Banjo oder so ein Mandolinenteil, prinzipiell jedenfalls
eher etwas, um irische Musik zu spielen.

> > Gegend nicht gerade an jeder Ecke einen Banjoladen
> > gibt, wäre das sehr nett.
> Hilfreich wäre es, wenn Du schreibst, wo "die Gegend" ist. *g*

Gerne. Ich komm aus Aachen, also wer was kennt... :)

Ciao,
Holger


Michael Stich

unread,
Dec 11, 2001, 2:09:09 PM12/11/01
to

Wolfgang Krietsch schrieb:

> Henrik Baartz wrote:
>
> >Das Üben der "Rolls" und was es da noch so alles
> >gibt, wird noch hart genug werden...;-) (ist mit 'normalem' Picking IMHO
> >nicht zu vergleichen)
>
> Erklär doch mal, was das ist. Nachdem ich hier gehört habe, daß es sowas
> wie Gitarren-Banjos gibt, bin ich auch etwas neugierig geworden.

Rolls spielt man nicht auf der Gitarre. Rolls sind im weitesten Sinne einfach
Fingerbewegungen die ununterbochen gespielt werden. Du hast ein Daumenpick
und am Zeige- und Ringfinger ein Pick.

Ein Roll wäre zum Beispiel D-Z-D-M oder D-Z-M wobei unterschiedlichste Saiten
angeschlagen werden.

Hauptsächlich werden Rolls beim 5-Sting-Banjo verwendet.

Auf einer Gitarre kommen sie nicht so gut rüber, das liegt aber an der
Stimmung des Banjos.

gruß
der micha


Martin Bochmann

unread,
Dec 11, 2001, 2:20:32 PM12/11/01
to
Holger Erkens wrote:

> > [ARIA]



> Von denen hab ich einen ziemlich üblen Bass.

Die haben auch gute Bässe. Ich hatte mal einen holzfarbenen mit
MM-Kopie-Pickups und Elektronik, der war einfach nur Klasse.

Wolfgang Krietsch

unread,
Dec 11, 2001, 2:30:59 PM12/11/01
to
Michael Stich wrote:

>
>Rolls spielt man nicht auf der Gitarre.

Aber doch auf einem Gitarren-Banjo, oder?

>Rolls sind im weitesten Sinne einfach
>Fingerbewegungen die ununterbochen gespielt werden. Du hast ein Daumenpick
>und am Zeige- und Ringfinger ein Pick.
>
>Ein Roll wäre zum Beispiel D-Z-D-M oder D-Z-M wobei unterschiedlichste Saiten
>angeschlagen werden.

Aber sowas (Picking-Muster) gibt's doch auch auf der Gitarre. Anhand Deiner
Erklärung verag ich da keinen Unterschied zu erkennen. Ob mit oder ohne
Picks ist ja erstmal egal.

>Hauptsächlich werden Rolls beim 5-Sting-Banjo verwendet.
>
>Auf einer Gitarre kommen sie nicht so gut rüber, das liegt aber an der
>Stimmung des Banjos.

Hmm.. ich mag das nicht so recht glauben - warum sollte das mit der
Stimmung zu tun haben? ABer zumindest könnte man - wenn das denn wirklich
erforderlich ist - die Gitarre ja auch umstimmen.

Bye

woffi

--
I am not as think as you drunk I am!

Michael Stich

unread,
Dec 11, 2001, 3:49:07 PM12/11/01
to

Wolfgang Krietsch schrieb:

> Hmm.. ich mag das nicht so recht glauben - warum sollte das mit der
> Stimmung zu tun haben? ABer zumindest könnte man - wenn das denn wirklich
> erforderlich ist - die Gitarre ja auch umstimmen.

Das Problem ist das die höchste Saite die oberste Saite ist, danach kommt die
tiefste und dann gehts der Reihe nach hoch. (Klingt das Scheiße!)
Du spielst mit dem Daumenpick also einmal einen Basston und beim nächsten Mal den
höchsten Ton. Natürlich kannst du auch auf einer Gitarre oder einem Gitarrenbanjo
die Saiten anders aufziehen.

Ein 5-String-Banjo ist auch immer offen gestimmt. Meines z.B. auf G-Dur.

gruß
der micha

Joern Haensch

unread,
Dec 11, 2001, 4:23:31 PM12/11/01
to
Michael Stich schrieb:

[Rolls]


>Ein Roll wäre zum Beispiel D-Z-D-M oder D-Z-M wobei unterschiedlichste Saiten
>angeschlagen werden.
>Hauptsächlich werden Rolls beim 5-Sting-Banjo verwendet.

HHmmm ....

Ich kenne da eine angehend professionelle Manodilistin, die mir das
mal folgendermaßen darstellt hat:
Man "kreist" quasi mit dem Plektrum über den Saiten - heraus kommt
damit ein gebrochener Akkord, der halt von unten nach oben und
umgekehrt geht ;-)

Handelt es sich jetzt um eine "Begriffsverwechslung"?
Wenn ja: Wer hat recht? ;-)

Jörn

--
Kantorei St.Nicolai-Lemgo: www.nicolaikantorei.de.vu
Das zweite "drmm-Treffen" am 14./15.9.: www.kirchenmugge.de.vu
(Orgel-)Konzerte Anfang 2002: Hildesheim (4.1.), Lemgo (6.1.),
Weilerswist (13.1.), Gütersloh (20.1.), Fröndenberg (27.1.)

Michael Stich

unread,
Dec 11, 2001, 4:31:53 PM12/11/01
to

Joern Haensch schrieb:

> HHmmm ....
>
> Ich kenne da eine angehend professionelle Manodilistin, die mir das
> mal folgendermaßen darstellt hat:
> Man "kreist" quasi mit dem Plektrum über den Saiten - heraus kommt
> damit ein gebrochener Akkord, der halt von unten nach oben und
> umgekehrt geht ;-)
>
> Handelt es sich jetzt um eine "Begriffsverwechslung"?
> Wenn ja: Wer hat recht? ;-)

Für die Mandoline kann das schon stimmen, für's Banjo stimmt meines, glaube ich
zumindest. Abgesehen davon kann ich mit "Plektrum über den Saiten kreisen" und
"gebrochenen Akkorden" nicht viel anfangen. ;-)

gruß
der micha


Henrik Baartz

unread,
Dec 11, 2001, 5:36:54 PM12/11/01
to
Hallo,

Wolfgang Krietsch schrieb:

> > Das Üben der "Rolls" und was es da noch so alles gibt,
> > wird noch hart genug werden...;-) (ist mit 'normalem'
> > Picking IMHO nicht zu vergleichen)
>
> Erklär doch mal, was das ist. Nachdem ich hier gehört habe,
> daß es sowas wie Gitarren-Banjos gibt, bin ich auch etwas
> neugierig geworden.

Schau z.B. mal auf dieses Seite:

http://home.t-online.de/home/Glueckauf-Apotheke/banjo6.htm

(eher zufällig gefunden, da gibt es sicher noch ne Menge mehr)

Die Schwierigkeit an der Sache ist eben (wie Michael schon schrieb),
daß beim 5-String die höchste Saite _oben_ unter dem Daumen liegt,
und das widerspricht total den gewohnten Bewegungsmustern beim Picking,
bei dem die höchste Saite ja (normalerweise) unten ist.

Bis besagte Rolls in den verschiedenen Varianten wirklich ganz
locker laufen, sprich: richtig "rollen", bedarf es jedenfalls
viel Übung und Ausdauer. Mein banjospielender Kollege hat ein
Übungsbuch des legendären Earl Scruggs, und da steht unter
einigen Übungspatterns ganz lapidar: "1000 x"...;-))

Ich hab mir das jedenfalls nicht angetan und denke mir beim
Zuschauen immer: "Was zum Geier treibt der Typ denn da??";-))


Gruß,
Henrik

BTW: Die "verschärfte" Ausführung findest du dann bei den "Oldtime-
Bluegrassern", die spielen ohne Pics auf Frettless-Banjos...%-)


Wolfgang Krietsch

unread,
Dec 11, 2001, 5:15:33 PM12/11/01
to
Michael Stich wrote:

>Das Problem ist das die höchste Saite die oberste Saite ist, danach kommt die
>tiefste und dann gehts der Reihe nach hoch. (Klingt das Scheiße!)

Aha. Dann glaube ich gern daß das auf 'nem Banjo völlig anders klingt -
wieder was gelernt.

Preisfrage: wenn ich ein Gitarrenbanjo hätte und halbwegs ordentlich auf
eine A-Gitarre Fingepicken kann, müsste ich dann viel lernen, um den
typischen Banjo-Sound zu erzeugen?


Bye

woffi

--
Go to Heaven for the climate, Hell for the company.
- Mark Twain

Martin Froschauer

unread,
Dec 11, 2001, 7:22:13 PM12/11/01
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

> Preisfrage: wenn ich ein Gitarrenbanjo hätte und halbwegs
> ordentlich auf eine A-Gitarre Fingepicken kann, müsste
> ich dann viel lernen, um den typischen Banjo-Sound
> zu erzeugen?

gibts schon von PSR Banjos?
willst jetzt bei der Dutch Swing Kollege Band mitmachen :-))

SCNR

bye Maddin


Joern Haensch

unread,
Dec 12, 2001, 3:48:03 AM12/12/01
to
Wolfgang Krietsch schrieb:

>>Das Problem ist das die höchste Saite die oberste Saite ist, danach kommt die
>>tiefste und dann gehts der Reihe nach hoch. (Klingt das Scheiße!)

Das Viersaiten-Banjo ist doch wie die Ukulele gestimmt, oder?
Dann hast du z.B. von der obersten Seite H - D - F# - H ....
Für Akkorde finde ich das Dingen aber _deutlich_ Grifffreudiger als
die Ketarre ... :-)

>Aha. Dann glaube ich gern daß das auf 'nem Banjo völlig anders klingt -
>wieder was gelernt.

Sind IMHO halt nur andere Griffe ..... und beim Banjo brauch man ja eh
nur "schrebbeln" :o)

Malte Rogacki

unread,
Dec 12, 2001, 5:18:38 AM12/12/01
to
Joern Haensch <usene...@gmx.de> wrote:

> Wolfgang Krietsch schrieb:
>
> >>Das Problem ist das die höchste Saite die oberste Saite ist, danach
> >>kommt die tiefste und dann gehts der Reihe nach hoch. (Klingt das
> >>Scheiße!)
>
> Das Viersaiten-Banjo ist doch wie die Ukulele gestimmt, oder?

Nein, in Quinten.

Michael Stich

unread,
Dec 12, 2001, 6:11:15 AM12/12/01
to

Wolfgang Krietsch schrieb:

> Aha. Dann glaube ich gern daß das auf 'nem Banjo völlig anders klingt -
> wieder was gelernt.

Ich meinte mein Satz klingt sch...

> Preisfrage: wenn ich ein Gitarrenbanjo hätte und halbwegs ordentlich auf
> eine A-Gitarre Fingepicken kann, müsste ich dann viel lernen, um den
> typischen Banjo-Sound zu erzeugen?

Wenn du 5-String-Banjo Rolls spielst mit Sicherheit nicht!
Allerdings würde das normale Fingerpicking sich wie ein Banjo anhören.
Aber man würde auch raushören, das es entweder ein Gitarrenspieler ist, der
versucht Banjo zu spielen oder das es nur ein Gitarrenbanjo ist.

Ich verwende aber auch ab und zu Banjo-Rolls auf der Gitarre, klingt dann halt
nach Country!

gruß
der micha

Michael Stich

unread,
Dec 12, 2001, 6:13:22 AM12/12/01
to

Henrik Baartz schrieb:

> Bis besagte Rolls in den verschiedenen Varianten wirklich ganz
> locker laufen, sprich: richtig "rollen", bedarf es jedenfalls
> viel Übung und Ausdauer. Mein banjospielender Kollege hat ein
> Übungsbuch des legendären Earl Scruggs, und da steht unter
> einigen Übungspatterns ganz lapidar: "1000 x"...;-))

Meinst du, du könntest das Übungsbuch mal kopieren?

;-)

gruß
der micha


Henrik Baartz

unread,
Dec 12, 2001, 8:14:22 AM12/12/01
to
Hallo,

> > Mein banjospielender Kollege hat ein Übungsbuch des legendären
> > Earl Scruggs, und da steht unter einigen Übungspatterns ganz
> > lapidar: "1000 x"...;-))
>
> Meinst du, du könntest das Übungsbuch mal kopieren?
>
> ;-)

*g*....wäre im Prinzip schon machbar;-) Am Freitag ist ne Session
angesagt und da werde ich den Kollegen mal fragen; zumindest
kann ich dir dann sagen, wie das Buch genau heißt und wo es
(möglicherweise) zu beziehen ist:-)


bis denne,

Gruß,
Henrik


Joern Haensch

unread,
Dec 12, 2001, 12:48:59 PM12/12/01
to
Malte Rogacki schrieb:

>> Das Viersaiten-Banjo ist doch wie die Ukulele gestimmt, oder?
>Nein, in Quinten.

UPS! .... und schon wieder was dazugelernt.

Gerhard

unread,
Dec 12, 2001, 4:21:52 PM12/12/01
to
"Holger Erkens" <kaffee...@web.de> wrote in message news:<9v2oue$cftgv$1...@ID-11554.news.dfncis.de>...
> aus Interesse und um mal ein wenig klangliche Variation
> in unsere von Dreadnought-Geboller verunstalteten
> Rotwein-Lagerfeuermusik-am-Küchentisch-Sessions ;-)
> zu bringen, wollte ich mir ein Banjo zulegen.

BRAVO!!

> Nun gibt's
> da ja ne Menge verschiedener Ausführungen...
> Mandolinen-Banjos,

gabs zwischen 1910 und 1920 häufiger, heute ein ziemlicher Exote.

> Bluegrass-Banjos,

in Amerika heute das häufigste Banjo. Stilrichtungen von Folk (mit
bloßen Fingern) bis Bluegrass (laut, schnell und mit Fingerpicks).
Dueling Banjos war mal ein Hit mit 5-string Banjo.

> Gitarren-Banjos

Finger weg, hab noch nie ein gut klingendes Gitarrenbanjo gehört.

> mit open back oder Resonator.

Resonator macht die Dinger lauter, vor 1920 waren alle Banjos
open-back. Guter Kompromiß: ein "flush-fit" Resonator, wie ihn Ome
herstellt. Paßt *in* den Kessel, statt unförmig darüber hinaus zu
ragen.

> Was ist denn für den
> eingeschüchterten Anfänger ohne direkten Bezug zu diesem
> Instrument empfehlenswert?

Für Deine Absichten, also Richtung irisch, empfehle ich Dir ein
Tenorbanjo. Wird mit Plektrum gespielt, ist in Quinten gestimmt und
auch gebraucht zu finden.

> Und was muss man auslegen,
> damit man was einigermaßen stimmstabiles und wohlklingendes

> bekommt? So riesig viele Anbieter scheints da ja nicht zu geben.

Für ein gut spielbares neues Tenorbanjo würde ich nicht unter 1000 DEM
anlegen. Als Anfänger solltest Du vielleicht Kontakt zu erfahrenen
Banjospielern suchen und ein gebrauchtes Instrument kaufen. Von
Billigbanjos unter 500.- rate ich Dir ab. Wenn Dir Banjospielen Spaß
macht, willst Du spätestens nach einem Jahr was Besseres und kriegst
für das Altteil kaum noch was raus. Mit einem gebrauchten
Einstiegsmodell einer gehobenen Marke (OME, Richelieu, Stelling,
Gibson, ... in USA; Pietsch, Potthoff, Winkler in D; Prucha, Capek in
CZ) hast Du nicht nur mehr Freude, Du kriegst den Kaufpreis ggf. auch
fast wieder raus, wenns doch nix war mit Banjo.

Nicht empfehlen würde ich einem Anfänger die ansonsten hoch
geschätzten (und bezahlten) Vorkriegsmodelle von Paramount, Bacon&Day,
Weymann, usw. Da kämpfst Du mehr mit technischen Problemen als mit
Deiner Spielkunst. Rutschende Wirbel, durchhängende Hälse, verzogene
Kessel, lockere Einlegearbeiten - muß alles nicht sein.

> Bin latürnich auch gebrauchtem aufgeschlossen, falls da
> jemand einen Tipp hat. ;) Danke für jeden Ratschlag!

Ein paar Deiner sicher noch zahlreichen Fragen findest Du vielleicht
auf meiner Website http://www.banjoist.de beantwortet. Die für Dich
momentan interessanteste Seite ist leider noch in Arbeit - ich verrate
trotzdem schon die URL: http://www.banjoist.de/banjos/typen.htm

Alsdann, willkommen in der Banjogemeinde,

Gerhard
--
http://www.banjoist.de

Gerhard

unread,
Dec 12, 2001, 4:26:15 PM12/12/01
to
ga...@gacki.sax.de (Malte Rogacki) wrote in message news:<1f47teo.1w85r7u1kz8bo1N%ga...@gacki.sax.de>...
> Holger Erkens <kaffee...@web.de> wrote:
> Ja. Die vierseitigen sind in Quinten gestimmt; die fünfseitigen haben
> eine zusätzliche Saite bis zur halben Halslänge (das sind die
> "klassischen" Bluegrass-Teile), die Gitarrenbanjos sind wie Gitarren
> gestimmt...

Es gibt auch andere Stimmungen: Plectrum Banjo (4-saitig mit 22 Bünden) in CGHD,
Ukulele Banjo wie eine Ukulele.

> Grundsätzlich läuft es wohl darauf hinaus, daß man mit einem
> Gitarrenbanjo am einfachsten Akkordgeschrammel hinkriegt. Im
> Dixielandbereich sehe ich für gewöhnlich Viersaiter und Gitarrenbanjos;
> an Fünfsaiter kann ich mich nicht erinnern.

Die 5. Saite stört beim Schrappen mit einem Plektrum auch enorm :-)

> Ich glaube, die Viersaiter nennt man auch "Tenorbanjo"; aber da leg' ich
> nicht die Hand für ins Feuer.

oder s.o.

Gruss Gerhard

Henrik Baartz

unread,
Dec 14, 2001, 7:18:15 PM12/14/01
to
moin Micha,

meinereiner schrieb:

> > > [Übungsbuch des legendären Earl Scruggs]


> >
> > Meinst du, du könntest das Übungsbuch mal kopieren?
> >
> > ;-)
>
> *g*....wäre im Prinzip schon machbar;-) Am Freitag ist ne Session
> angesagt und da werde ich den Kollegen mal fragen; zumindest
> kann ich dir dann sagen, wie das Buch genau heißt und wo es
> (möglicherweise) zu beziehen ist:-)

Done. Kopieren geht leider nicht, sonst würde das Buch nämlich
endgültig in einzelne Blätter zerfallen;-(

Kann also nur den Link anbieten:
http://www.earlscruggs.com/book.html

Empfehlenswert wären auch noch diese Bücher, meinte der
Kollege:

Rüdiger Helbig : "Beginner Banjo"
http://www.voggenreiter.de/buecher/banjo/banjo.php?id=1402

Tony Trischka: "Teach yourself bluegrass banjo"
http://www.musicbooksplus.com/books/ms511.htm

Tony Trischka: "Melodic Banjo"
http://www.musicroom.com/se/ID_No/0002234/details.ihtml


Na dann: fröhliches Picken:-)


Gruß,
Henrik


Michael Stich

unread,
Dec 15, 2001, 4:36:24 AM12/15/01
to

Henrik Baartz schrieb:

> Empfehlenswert wären auch noch diese Bücher, meinte der
> Kollege:
>
> Rüdiger Helbig : "Beginner Banjo"
> http://www.voggenreiter.de/buecher/banjo/banjo.php?id=1402

Du mußt mal zum Helbig in den Laden nach München gehen. Wenn du dich
geschickt anstellst bekommst du das Buch geschenkt. Inklusive Kassette!

;-)

Die anderen Bücher werde ich mir mal ansehen.

gruß
der micha


Erik Hüther

unread,
Dec 15, 2001, 6:06:37 AM12/15/01
to
Henrik Baartz <hb....@gmx.de> schrieb:

> Na dann: fröhliches Picken:-)

Beim ersten Lesen hab ich doch tatsächlich irgendwelche Säuereien
vermutet. :-)

SCNR

Erik

--
Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann,
warum seine Prognose nicht gestimmt hat. (Winston Churchill)
http://www.Ostertaler.de
http://www.AntrumNequam.de -- The wörst bänd in the wörld

Henrik Baartz

unread,
Dec 18, 2001, 11:08:42 PM12/18/01
to
Moin,

Michael Stich schrieb:

> Du mußt mal zum Helbig in den Laden nach München gehen. Wenn du dich
> geschickt anstellst bekommst du das Buch geschenkt. Inklusive Kassette!
>
> ;-)

Hmm....wie machst'n das? "Armer Musikus bittet um ne milde Gabe"?;-))

Ne Tasse Kaffe und ein kleines Pläuschchen ist bei Rüdiger jedenfalls
immer zu haben:-)


Gruß,
Hen'gähn'rik

Michael Stich

unread,
Dec 19, 2001, 8:39:58 AM12/19/01
to

Henrik Baartz schrieb:


>
>
>
> Hmm....wie machst'n das? "Armer Musikus bittet um ne milde Gabe"?;-))
>
> Ne Tasse Kaffe und ein kleines Pläuschchen ist bei Rüdiger jedenfalls
> immer zu haben:-)

Okay, das ganze war nicht ich, sondern ein sehr guter Freund von mir und
er hat sich auch nebenbei noch 'n Banjo gekauft.

Und das auch noch mit fast 50 % Rabatt!

Kann natürlich auch alles geflunkert gewesen sein, aber ich glaub's ihm!

;-)

gruß
der micha

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