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Yamaha Pacifica 112 VCX - an welcher Schraube drehen?

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Rainer Koenig

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May 4, 2010, 2:16:28 PM5/4/10
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Hallo,

vorab: Bin blutiger Anfänger (die Hornhaut an den Fingerspitzen
kommt erst so langsam) und habe seit ein paar Wochen eine
Yamaha Pacifica 112 VCX E-Gitarre. Soweit so gut, meine Finger
gewöhnen sich langsam an die Stahlsaiten und obwohl die Finger
eher in die Kategorie "Wurstfinger" fallen gelingen manche Akkorde
doch schon ganz gut.

Was mich allerdings stört ist, dass z.B. die tiefe E-Saite öfters
"scheppert" wenn ich sie in den ersten Bünden spiele. Schlaue
Bücher und Google verweisen hier auf die Saitenlage, laut Yamaha-
Anleitung müsste ich dafür die Imbusschrauben am Steg drehen.
Andererseits frage ich mich, ob das reichen wird, denn wenn die
Saite am Steg um 1 mm hoch geht, dann sagt mir mein geometrisches
Verständnis, dass das bei den mehr als 50 cm entfernten Bünden dann
nur ein vernachlässigbarer Bruchteil eines Millimetes ist den die
Saite mehr Platz über dem nächsten Bund hat.

Die andere Alternative wäre eine Schraube in der Kopfplatte mit der
man wohl die Halskrümmung einstellen kann. Vielleicht bringt es das
mehr, wenn der Hals "hohler" ist sind die Bünde vielleicht auch
gleich außerhalb der "Schepperdistanz".

Oder muß ich einfach noch mehr üben um dieses Scheppern zu
beseitigen? Manchmal gelingts mir ja auch ohne Scheppern, aber
das ist eher selten. Daher frage ich mich halt, ob es meine
anfängerliche Spieltechnik ist die da noch verbessert werden muß
oder eine suboptimal eingestellte Gitarre? ;-)

Für Tips bin ich dankbar. Einen Gitarrenlehrer der mir mal zeigen
könnte ob ein Profi da auch Töne ohne Scheppern rausholen kann
habe ich noch nicht, ich versuchs halt im Selbststudium.

Danke und Gruß
Rainer

Martin Froschauer

unread,
May 4, 2010, 2:46:19 PM5/4/10
to
Rainer Koenig wrote:

> Was mich allerdings stört ist, dass z.B. die tiefe E-Saite öfters
> "scheppert" wenn ich sie in den ersten Bünden spiele. Schlaue
> Bücher und Google verweisen hier auf die Saitenlage, laut Yamaha-
> Anleitung müsste ich dafür die Imbusschrauben am Steg drehen.
> Andererseits frage ich mich, ob das reichen wird, denn wenn die
> Saite am Steg um 1 mm hoch geht, dann sagt mir mein geometrisches
> Verständnis, dass das bei den mehr als 50 cm entfernten Bünden dann

bevor du was verschlimmbesserrst, wuerde ich das von einem
Gitarrenbauer machen lassen. Wenn du das Ding neu in einem
Musikgeschaeft gekauft hast, ist das normalerweise in der Kulanz mit
drin. Jedes Musikgeschaeft hat normalerweise seine Gitarrenreparateure.

Wenn du die Gitarre einstellen leasst, dann solltest du dir vom
Gitarrenbauer erklaeren lassen, was er gemacht hat und warum? Wenn er
schon dabei ist (muss er eh machen) stellt auch die Kompensation ein.
Die Saitenlage stellt man in der Tat am Steg und am Hals ein. An der
Halsschraube sollte man nur drehen, wenn man weiss was man tut. Hier
wird nur die Halskruemmung korrigiert.

bye Maddin


Radbert Grimmig

unread,
May 4, 2010, 4:11:06 PM5/4/10
to
Rainer Koenig schrieb:

>Anleitung m�sste ich daf�r die Imbusschrauben am Steg drehen.

>Andererseits frage ich mich, ob das reichen wird, denn wenn die
>Saite am Steg um 1 mm hoch geht, dann sagt mir mein geometrisches

>Verst�ndnis, dass das bei den mehr als 50 cm entfernten B�nden dann
>nur ein vernachl�ssigbarer Bruchteil eines Millimetes ist den die
>Saite mehr Platz �ber dem n�chsten Bund hat.

Wieso �berlegst Du da gro� theoretisch rum, statt es einfach
auszuprobieren?

>Die andere Alternative w�re eine Schraube in der Kopfplatte mit der
>man wohl die Halskr�mmung einstellen kann.

Argh! Nein! FINGER WEG! Die anderen Saiten scheppern doch nicht! Die
Halskr�mmung w�rde sich auf die doch ebenfalls auswirken! Als n�chstes
w�re dann wom�glich bridge beziehungsweise Tremolo dran und Du kommst
vor Einstellerei in Teufels K�che!

Da ist da in erster N�herung erst mal nix zu �ndern, es sei denn, Du
gehst auf eine andere Saitenst�rke!

Gib Dir ersmal den Rockinger Workshop:
http://www.rockinger.com/index.php?page=ROC_Workshop


>Oder mu� ich einfach noch mehr �ben um dieses Scheppern zu


>beseitigen? Manchmal gelingts mir ja auch ohne Scheppern, aber
>das ist eher selten.

Du hast da eine eher kosteng�nstige Klampfe. Halte Dir vor Augen, dass
japanische Kostenoptimierer sich bereits seit Generationen daran
abarbeiten, die Fertigung genau dieses Modells, wenn irgend m�glich,
noch billiger zu machen, ohne allzu viel Qualit�t aufzugeben.

Geh einfach mal davon aus, dass das Werks-Setup wom�glich nicht ganz
optimal ist und wom�glich auch der Sattel (wahrscheinlich sogar nur
aus Kunststoff) zwar mit ertr�glicher Pr�zision gemacht ist, aber eben
doch im Sekundentakt aus einer chinesischen Presse f�llt. Da kann so
was schon mal vorkommen, vielleicht ist die Kerbe auch einfach nen
Hauch zu tief.

>Einen Gitarrenlehrer der mir mal zeigen

>k�nnte ob ein Profi da auch T�ne ohne Scheppern rausholen kann

>habe ich noch nicht, ich versuchs halt im Selbststudium.

Das sagen sie alle.

--

Gru�
Radbert

Steff Böckler

unread,
May 4, 2010, 4:53:59 PM5/4/10
to
Rainer Koenig schrieb:

>
> Für Tips bin ich dankbar. Einen Gitarrenlehrer der mir mal zeigen
> könnte ob ein Profi da auch Töne ohne Scheppern rausholen kann
> habe ich noch nicht, ich versuchs halt im Selbststudium.

Man kann Gitarrespielen sich sicher im Selbststudium draufpacken (mit
welchem Erfolg auch immer), aber Gitarrenbau (inkl. perfektes
Einstellen) ist noch was anderes (geht wohl auch, aber da geht viel Holz
drauf).

Zur eigentlichen Frage, der Imbusschlüssel am Steg ist dein Freund.
Finger weg, wie schon gesagt, von der Halsschraube.

Gruss
Steff

Frank Hucklenbroich

unread,
May 5, 2010, 3:12:22 AM5/5/10
to
Am Tue, 04 May 2010 20:16:28 +0200 schrieb Rainer Koenig:

> Was mich allerdings st�rt ist, dass z.B. die tiefe E-Saite �fters
> "scheppert" wenn ich sie in den ersten B�nden spiele. Schlaue
> B�cher und Google verweisen hier auf die Saitenlage, laut Yamaha-
> Anleitung m�sste ich daf�r die Imbusschrauben am Steg drehen.

> Andererseits frage ich mich, ob das reichen wird, denn wenn die
> Saite am Steg um 1 mm hoch geht, dann sagt mir mein geometrisches

> Verst�ndnis, dass das bei den mehr als 50 cm entfernten B�nden dann
> nur ein vernachl�ssigbarer Bruchteil eines Millimetes ist den die
> Saite mehr Platz �ber dem n�chsten Bund hat.

Probiers halt aus, ob es klappt.

> Die andere Alternative w�re eine Schraube in der Kopfplatte mit der
> man wohl die Halskr�mmung einstellen kann.

Blo� nicht! An diese Schraube trauen sich selbst viele "Profis" nicht ran.
Da kannst Du viel bei kaputt machen - nicht umsonst hat man die Schraube
gut hinter der Kopfplatte "versteckt", damit da niemand mal so
versuchsweise dran rumschraubt.

Ansonsten w�rde ich einfach mal in dem Laden fragen wo Du die Gitarre
gekauft hast - die haben normalerweise Leute, die sowas richtig einstellen
k�nnen.

Gr��e,

Frank

Urs Piechotta

unread,
May 5, 2010, 10:00:13 AM5/5/10
to
Rainer Koenig schrieb:

> Was mich allerdings stᅵrt ist, dass z.B. die tiefe E-Saite ᅵfters
> "scheppert" wenn ich sie in den ersten Bᅵnden spiele.

Hallo
mᅵgliche Ursachen an die meist nicht gleich gedacht wird
- zu tiefe Kerben im Sattel (oberhalb des 1. Bundes).
bei gebrauchten Gitarren kᅵnnte das einfach durch Verschleiᅵ kommen.
Abhilfe: Austauschen (lassen)
- Zu dᅵnne Saiten. Diese liegen tiefer in den Kerben des Sattels und
schwingen zusᅵtzlich auch etwas stᅵrker als dickere.

Rainer Koenig

unread,
May 5, 2010, 2:23:44 PM5/5/10
to
Steff Böckler <rurs...@arcor.de> writes:

> Zur eigentlichen Frage, der Imbusschlüssel am Steg ist dein
> Freund. Finger weg, wie schon gesagt, von der Halsschraube.

Ok. Imbusschlüssel und die E-Seite ein wenig hochgedreht und jetzt
ist das Scheppern weg. Danke an alle die Tipps gegeben haben.

Gruß
Rainer

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