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Kompaktstudio - welches?

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Erhard Schwenk

unread,
Apr 19, 2007, 7:12:30 PM4/19/07
to
Hallo zusammen,

nachdem der vorhandene DAT-Recorder nun auch langsam anfängt zu zicken,
wirds endgültig Zeit für neue Aufnahmetechnik. Ich hab ja schon
verschiedenes andiskutiert und mich auch reichlich umgeschaut - aber
irgendwie tendier ich so langsam doch dazu, lieber einmal richtig Geld
auszugeben.

Fixpunkt ist deshalb inzwischen, daß es ein "Kompaktstudio" werden soll.
Ich will einfach alles in einem Gerät haben und nicht bei jeder
Veranstaltung noch mehr Verkabeln müssen. Speziell eine PC-Lösung kann
ich mir gar nicht vorstellen, ich will nicht jedesmal noch Tastatur,
Maus, Bildschirm etc. rumschleppen, aufbauen und abbauen müssen - und
ich will mich da eigentlich auch nicht mit Softwareproblemchen beschäftigen.

Nachdem mir kürzlich eine Konzertaufnahme Murks wurde, weil ein
geliehenes Funkmikro im Eimer war und hoffnungslos übersteuerte, soll es
auf jeden Fall ein Multitracker werden. Und es müssen 24 Bit sein, denn
ich sitze öfters mal während der Veranstaltung auf der Bühne und kann
mich dann nicht auch noch um die Aufnahme kümmern - da wäre es ideal,
wenn man einfach mal jedes verfügbare Mikro auf eine Spur "dumpen"
könnte und hinterher in Ruhe ein sinnvolles Signal abmixen - was
wiederum heißt, daß ich nie genug Headroom haben werde :-).

Also fassen wir mal zusammen:
- 8 simultan aufnehmbare Spuren
- 8 Eingänge XLR/Phantom/Mic und Klinke/Sym/Line (je nach Situation)
- 24 Bit / mindestens 44,1 kHz (besser natürlich 48 oder 96)
- alles erforderliche (außer den Mikros) in einem Gerät
- einfach zu bedienen
- bei 8 Spuren wenigstens 4h Aufnehmen am Stück möglich
- je Kanal vernünftige EQs und ein Limiter

Außerdem wärs praktisch, wenn es ne USB-Schnittstelle zum Wegsichern der
Daten auf dem Rechner gäbe (ideal, wenn man einfach per USB Mass Storage
die Dateien wegsichern und zurückspielen könnte) und man gleich ne CD
mitbrennen könnte. Super wär auch, wenn das Teil bei kleineren Aktionen
das Monitor- oder FoH-Pult mit erschlagen würde, so daß man da jeweils
nur noch Aktivboxen oder nen Amp mit Boxen zusätzlich braucht.

Wenn ich damit mal an Google gehe, kristallisieren sich zwei
Produktgruppen raus:

a) "16-Spur"-Kompaktstudios für ca. 800 Euro

z.B. Yamaha AW1600, Tascam 2488 bzw. 2488 MkII, Boss BR1600CD, Zoom
HD-16 CD, Zoom MRS-1608


b) "24-Spur" Teile für ungefähr 1400-1800 Euro

z.B. Yamaha AW2400 oder Korg D3200

Wer hat denn die Geräte im Einsatz und wie seid Ihr damit zufrieden?

Die "B-Klasse" hätte für mich folgende erkennbaren Vorteile:
- Motorfader, damit wirklich komplettes Restore eines einmal gesicherten
Setup (wir haben 3-4 Räumlichkeiten, die öfters im Einsatz sind, da wäre
jeweils ein Setup vielleicht ne gute Idee?)

- zumindest das AW2400 könnte außerdem weitere 8 analoge Inputs per
Steckkarte nachgerüstet kriegen. Das wäre wenn man auch FoH- und
Monitor-Aufgaben damit erschlagen könnte später durchaus sinnvoll, da
ich mit dem jetzigen Pult (Studiomaster Trilogy 166 mit 10 Mono-Inputs)
schon ab und an gerade so an die Kanalgrenze stoße.

- nach einem Blick in die Handbücher scheint mir das Korg D3200
irgendwie schlüssiger zu bedienen zu sein als etwa das AW1600, aber das
ist mehr eine Vermutung, die noch eines Praxistests bedarf.


Lohnt sich der Mehrpreis für die dickeren Teile? Hab ich noch massive
Vorteile übersehen? Welches der Geräte wäre überhaupt empfehlenswert
bzw. womit habt Ihr so Erfahrung? So rein gefühlsmäßig tendiere ich
momentan stark zu einem der Yamaha-Teile - aber das ist wirklich nur so
ein Bauchgefühl.

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/

Ralf Koenig

unread,
Apr 21, 2007, 12:12:45 PM4/21/07
to
Erhard Schwenk schrieb:
> Nachdem der vorhandene DAT-Recorder nun auch langsam anfängt zu zicken,
> wirds endgültig Zeit für neue Aufnahmetechnik. Ich hab ja schon
> verschiedenes andiskutiert und mich auch reichlich umgeschaut - aber
> irgendwie tendier ich so langsam doch dazu, lieber einmal richtig Geld
> auszugeben.
>
> Fixpunkt ist deshalb inzwischen, daß es ein "Kompaktstudio" werden soll.
> Ich will einfach alles in einem Gerät haben

Ok, das ist ein Argument.

> und nicht bei jeder Veranstaltung noch mehr Verkabeln müssen.
> Speziell eine PC-Lösung kann
> ich mir gar nicht vorstellen, ich will nicht jedesmal noch Tastatur,
> Maus, Bildschirm etc. rumschleppen, aufbauen und abbauen müssen - und
> ich will mich da eigentlich auch nicht mit Softwareproblemchen
> beschäftigen.

Das allerdings nicht.

$ man Notebook

Tastatur, Maus, Bildschirm ist alles schon drin, aufklappen, fertig. Und
mit einem Notebook-Einbaukoffer kann man alles (Notebook,
Audio-Interface, Mischer) schon in einen Koffer einbauen, mit zentraler
Stromversorgung. Nicht anders machen das Versicherungsvertreter, die
unterwegs Verträge drucken müssen: In einem Einbaukoffer ist gleich ein
Drucker eingebaut (fest aber tauschbar), man muss nur noch den Koffer
aufklappen, einen Stecker in die Steckdose stecken, los gehts.

Rumschleppen muss man beides.

Noch ein Gedanke: Bei einem Notebook hat man wenigstens Maus/Touchpad,
Tastatur und großen Bildschirm: Bei den Pulten darfst du Buchstaben mit
irgendwelchen mehrfach belegten Tasten/Scrollrad eingeben, eine Maus
wird dir auch fehlen, wenn das Pult nicht gerade einen Touchscreen hat.
Naja, und die Displays fallen halt bei den Pulten immer noch recht
spärlich aus.

> Nachdem mir kürzlich eine Konzertaufnahme Murks wurde, weil ein
> geliehenes Funkmikro im Eimer war und hoffnungslos übersteuerte, soll es
> auf jeden Fall ein Multitracker werden. Und es müssen 24 Bit sein, denn
> ich sitze öfters mal während der Veranstaltung auf der Bühne und kann
> mich dann nicht auch noch um die Aufnahme kümmern - da wäre es ideal,
> wenn man einfach mal jedes verfügbare Mikro auf eine Spur "dumpen"
> könnte und hinterher in Ruhe ein sinnvolles Signal abmixen - was
> wiederum heißt, daß ich nie genug Headroom haben werde :-).
>
> Also fassen wir mal zusammen:
> - 8 simultan aufnehmbare Spuren
> - 8 Eingänge XLR/Phantom/Mic und Klinke/Sym/Line (je nach Situation)
> - 24 Bit / mindestens 44,1 kHz (besser natürlich 48 oder 96)
> - alles erforderliche (außer den Mikros) in einem Gerät
> - einfach zu bedienen
> - bei 8 Spuren wenigstens 4h Aufnehmen am Stück möglich
> - je Kanal vernünftige EQs und ein Limiter

Also bei unkomprimierter Aufnahme an Speicherplatz (24 Bit, 8 Spuren, 4h):

44.1 kHz: 15 GB
48 kHz: 17 GB
96 kHz: 34 GB

> Außerdem wärs praktisch, wenn es ne USB-Schnittstelle zum Wegsichern der
> Daten auf dem Rechner gäbe

Das würde dann ca. dauern (optimistische Annahme 25 MByte/s über USB 2.0):

44.1 kHz: 1.7h
48 kHz: 1.8h
96 kHz: 3.6h

(Dazu käme bei vorsichtigen Naturen dann evt. noch ein VERIFY-Lauf mit
CRC-Check, denn bei den Datenmengen, wird schon die Bitfehlerrate der
Medien und des USB-Links interessant.)

Diese Übertragung ließe sich nur dann vermeiden, wenn man beim
Schneiden/Mischen auf den Originalaufnahmen arbeitet, was wohl nicht so
empfehlenswert ist.

> (ideal, wenn man einfach per USB Mass Storage
> die Dateien wegsichern und zurückspielen könnte)

USB-Host sind die Pulte - glaub ich - alle nicht.

> und man gleich ne CD
> mitbrennen könnte.

Dafür kommen dann noch mal ca. 700 MB für das Image dazu, eigentlich
Peanuts im Vergleich.

> Super wär auch, wenn das Teil bei kleineren Aktionen
> das Monitor- oder FoH-Pult mit erschlagen würde, so daß man da jeweils
> nur noch Aktivboxen oder nen Amp mit Boxen zusätzlich braucht.

Da schau mal bei den Geräten lieber genauer hin. Es kommt drauf an, was
du für Monitor- und FoH-Möglichkeiten haben willst, aber mit den
Abmessungen sind auch die Möglichkeiten begrenzt.

> Wenn ich damit mal an Google gehe, kristallisieren sich zwei
> Produktgruppen raus:
>
> a) "16-Spur"-Kompaktstudios für ca. 800 Euro
>
> z.B. Yamaha AW1600, Tascam 2488 bzw. 2488 MkII, Boss BR1600CD, Zoom
> HD-16 CD, Zoom MRS-1608

Und schon schlagen wieder die Einschränkungen zu, die immer ganz gerne
irgendwo versteckt werden. Die Plattengrößen habe ich mal zur
Orientierung mit angegeben.

Yamaha AW1600 (40 GB HDD): kann bei 24 Bit nur acht Spuren wiedergeben,
das reicht zwar in deinem Fall, aber es wird dann eben ein
8-Spur-Kompaktstudio.

http://www.yamaha-europe.com/yamaha_europe/germany/20_proaudio/20_multitrack_recorders/10_no_category/20_professional_audio_workstation/10_no_series/10_AW1600/specs/index.html

=====================================================================
Maximum Number of Simultaneous Recording / Playback Tracks
* 16bit: 8 Tracks Recording, 16 Tracks Playback
* 24bit: 8 Tracks Recording, 8 Tracks Playback
=====================================================================

Boss BR1600CD: 40 GB HDD

Zoom MRS-1608 (40 GB HDD): nur 16 Bit.
Zoom HD-16 CD (80 GB HDD !!): nur 16 Bit.

Die Tascams gehören in die 24-Spur-Kategorie (können 24 Spuren in 24 Bit
gleichzeitig wiedergeben). Allerdings haben die nur 4 XLR-Mikro-Eingänge
mit Phantomspeisung. Und keine Motorfader.

Tascam 2488 (40 GB)
Tascam 2488 MK II (80 GB !)

> b) "24-Spur" Teile für ungefähr 1400-1800 Euro
>
> z.B. Yamaha AW2400 oder Korg D3200

Yamaha AW2400 -> für 24 Bit Sample-Breite "nur" ein 12-Kanal-Pult,
außerdem durch seine 40 GB-Platte recht begrenzt, schau mal nach der
Tauschbarkeit der Platte.

=====================================================================
Maximum Number of Simultaneous Recording / Playback Tracks
* 16bit: 16 Tracks Recording, 24 Tracks Playback
* 24bit: 8 Tracks Recording, 12 Tracks Playback
=====================================================================

Korg D3200

24-Bit-Format (44.1/48kHz): 16 Spuren Wiedergabe/12 Spuren Aufnahme.
auch "nur" 40 GB

> Wer hat denn die Geräte im Einsatz und wie seid Ihr damit zufrieden?

Da muss ich passen.

> Die "B-Klasse" hätte für mich folgende erkennbaren Vorteile:
> - Motorfader, damit wirklich komplettes Restore eines einmal gesicherten
> Setup (wir haben 3-4 Räumlichkeiten, die öfters im Einsatz sind, da wäre
> jeweils ein Setup vielleicht ne gute Idee?)

Und auch irgendwas rollendes, wenn man die 12 kg mancher Pulte (AW2400)
sieht, ein nicht gerade leichtes Transport-Case kommt ja vermutlich noch
dazu, wenn du so oft umziehen musst. Die Frage ist nur, wie gut das der
eingebauten HDD bekommt. Ich nehme schon an, dass die Hersteller robuste
HDD-Modelle verbaut haben, aber z.B. Treppen hoch- und runterrollen ist
eben doch noch mal ne andere Art von Erschütterungen.

> - zumindest das AW2400 könnte außerdem weitere 8 analoge Inputs per
> Steckkarte nachgerüstet kriegen.

Dann schau schon mal auf die Tauschbarkeit der Platte, sonst wird das
eng. 16 Spuren, 4h, 24 Bit, 48 kHz: 34 GB.

> - nach einem Blick in die Handbücher scheint mir das Korg D3200
> irgendwie schlüssiger zu bedienen zu sein als etwa das AW1600, aber das
> ist mehr eine Vermutung, die noch eines Praxistests bedarf.
>
> Lohnt sich der Mehrpreis für die dickeren Teile? Hab ich noch massive
> Vorteile übersehen? Welches der Geräte wäre überhaupt empfehlenswert
> bzw. womit habt Ihr so Erfahrung? So rein gefühlsmäßig tendiere ich
> momentan stark zu einem der Yamaha-Teile - aber das ist wirklich nur so
> ein Bauchgefühl.

Noch was ganz praktisches: Du musst das ganze, (schwere) Pult mit der
eingebauten Platte immer wieder mit zu dem Schnittcomputer tragen, wenn
du nicht irgendeinen USB-Host mit viel Speicherplatz - z.B. ein
Notebook ;-) - mit zum Pult trägst.

Du kannst hier mal reinschauen:
http://www.testberichte.de/preisvergleich/level4_beat_29387.html

Test von 10/2005 (!) mit 12 Geräten (dabei auch fast alle oben
genannten, außer den Tascams und dem neuen Zoom), 5 Testsiegern. ;-)
Aber wenn man da mal reinschaut:

http://www.falkemedia.de/media/pdfausgaben/beat10-2005.pdf

kann man sicherlich schon mal ein paar interessante Sachen erfahren,
auch wenn die "Tests" eher nach "Datenblätter vergleichen" klingen.

Interessant ist auch deren Fazit:
=====================================================================
Die Idee des mobilen Kompaktstudios stammt aus den 1980er Jahren,
als man noch mit schweren, unhandlichen Studio-Rekordern konkurrierte.
In Zeiten leistungsfähiger Notebooks hat das Konzept jedoch
die Grenze seiner Belastbarkeit erreicht. Nur wer jetzt mehr leisten
kann, bietet dem Anwender einen echten Nutzen. Während andere
noch alte Süppchen aufwärmen, bewegt sich Korg derzeit als einziger
Hersteller in eine vielversprechende Richtung.
=====================================================================

Mir fällt nur auf, dass diese Geräte dem Stand der (PC-)Technik
irgendwie immer um ein paar Jahre hinterherhängen. Ich würde daraus
schließen, dass es mal Zeit wird für die nächste Generation mit USB-Host
für Massenspeicher, wechselbaren Platten und Gigabit Ethernet.

Aber die Musikmesse war gerade ...

Ralf

Erhard Schwenk

unread,
Apr 21, 2007, 7:53:16 PM4/21/07
to
Ralf Koenig wrote:
> Erhard Schwenk schrieb:

>> Nachdem der vorhandene DAT-Recorder nun auch langsam anfängt zu
>> zicken, wirds endgültig Zeit für neue Aufnahmetechnik. Ich hab ja
>> schon verschiedenes andiskutiert und mich auch reichlich umgeschaut -
>> aber irgendwie tendier ich so langsam doch dazu, lieber einmal richtig
>> Geld auszugeben.

>> Fixpunkt ist deshalb inzwischen, daß es ein "Kompaktstudio" werden
>> soll. Ich will einfach alles in einem Gerät haben

> Ok, das ist ein Argument.

>> und nicht bei jeder Veranstaltung noch mehr Verkabeln müssen. Speziell
>> eine PC-Lösung kann ich mir gar nicht vorstellen, ich will nicht
>> jedesmal noch Tastatur, Maus, Bildschirm etc. rumschleppen, aufbauen
>> und abbauen müssen - und ich will mich da eigentlich auch nicht mit
>> Softwareproblemchen beschäftigen.

> Das allerdings nicht.
> $ man Notebook

Zu teuer, zu störanfällig, zu viel Rumgehampel mit Treibern,
Softwareversionen und so weiter, und die 8 Inputs erfordern entweder
eine störempfindliche Kabelpeitsche oder eine Breakout-Box mit
Kabelverbindung -> eine Verbindung zu viel.

Dazu kommt, daß sämtliche in Notebooks verbauten Maus-Emulationen -
egal, ob Touchpad, Touchstick oder was sonst noch alles - so unbrauchbar
zum Bedienen geeigneter Software sind, daß ich da auf jeden Fall ne
externe Maus haben wollte. Also noch ein Teil mehr, das man aufbauen,
abbeuen, auspacken, einpacken und mitschleppen muß.

Und dazu wär dann auf jeden Fall auch noch ein externes Mischpult nötig,
weil ich für vernünftiges Arbeiten einfach vernünftige Fader brauche.
Also Notebook + Breakout-Box + externes Mischpult -> 3 Geräte. Ich will
eines, nicht 3.

Dazu kommt, daß ein wirklich taugliches Notebook plus Mixer plus
ordentliche Multikanal-Soundkarte eher teurer wird als ein Kompaktstudio.

> Noch ein Gedanke: Bei einem Notebook hat man wenigstens Maus/Touchpad,

Touchpad ist inakzeptabel, Maus muß ich extra mitschleppen.

> Tastatur und großen Bildschirm: Bei den Pulten darfst du Buchstaben mit
> irgendwelchen mehrfach belegten Tasten/Scrollrad eingeben,

Ich will keine Buchstaben eingeben, sondern Audiosignale aufzeichnen.

> eine Maus
> wird dir auch fehlen, wenn das Pult nicht gerade einen Touchscreen hat.

Die Bedienoberflächen der Kompaktstudios werden wohl im Grundsatz auf
die Bedienung mit den vorhandenen Bedienelementen ausgelegt sein. Da
gehört eine Maus idR nicht dazu. Notebook-Software ist hingegen immer
auf Mausbetrieb ausgelegt, was die Bedienung über Tasten schwer zu
lernen und zum Teil auch umständlich macht.

> Naja, und die Displays fallen halt bei den Pulten immer noch recht
> spärlich aus.

Das wäre ein kleines Argument, aber so sehr viel Display brauch ich
eigentlich gar nicht. Ok, für die Effekte und fürs Patchfeld wärs evtl.
ganz angenehm, aber ansonsten reicht mir eigentlich eine vernünftige
Aussteuerungsanzeige pro Kanal.

>> Also fassen wir mal zusammen:
>> - 8 simultan aufnehmbare Spuren
>> - 8 Eingänge XLR/Phantom/Mic und Klinke/Sym/Line (je nach Situation)
>> - 24 Bit / mindestens 44,1 kHz (besser natürlich 48 oder 96)
>> - alles erforderliche (außer den Mikros) in einem Gerät
>> - einfach zu bedienen
>> - bei 8 Spuren wenigstens 4h Aufnehmen am Stück möglich
>> - je Kanal vernünftige EQs und ein Limiter

>
> Also bei unkomprimierter Aufnahme an Speicherplatz (24 Bit, 8 Spuren, 4h):

> 44.1 kHz: 15 GB
> 48 kHz: 17 GB
> 96 kHz: 34 GB

Sprich, Platten ab 40GB aufwärts kein Problem. Die 96kHz müssen ja nicht
unbedingt sein.

>> Außerdem wärs praktisch, wenn es ne USB-Schnittstelle zum Wegsichern
>> der Daten auf dem Rechner gäbe

> Das würde dann ca. dauern (optimistische Annahme 25 MByte/s über USB 2.0):

> 44.1 kHz: 1.7h
> 48 kHz: 1.8h
> 96 kHz: 3.6h

So what? Heimkommen, Pult an den PC stecken, Kopiervorgang anwerfen, ins
Bett gehen. Morgens ist die Sicherung dann fertig.

> Diese Übertragung ließe sich nur dann vermeiden, wenn man beim
> Schneiden/Mischen auf den Originalaufnahmen arbeitet, was wohl nicht so
> empfehlenswert ist.

Naja, nachdem sie gesichert sind ist das kein Problem. Vorher kommts
drauf an, wie geschnitten wird. Das erfordert dann aber evtl. wieder
mehr Plattenplatz.

>> (ideal, wenn man einfach per USB Mass Storage die Dateien wegsichern
>> und zurückspielen könnte)
> USB-Host sind die Pulte - glaub ich - alle nicht.

Das werd ich noch eruieren.

>> Super wär auch, wenn das Teil bei kleineren Aktionen das Monitor- oder
>> FoH-Pult mit erschlagen würde, so daß man da jeweils nur noch
>> Aktivboxen oder nen Amp mit Boxen zusätzlich braucht.

> Da schau mal bei den Geräten lieber genauer hin. Es kommt drauf an, was
> du für Monitor- und FoH-Möglichkeiten haben willst, aber mit den
> Abmessungen sind auch die Möglichkeiten begrenzt.

Normalerweise reichen mir 2-4 Aux-Wege am vorhandenen Pult derzeit fürs
Monitoring ewig aus. Die Inputs bleiben eh gleich.

>> Wenn ich damit mal an Google gehe, kristallisieren sich zwei
>> Produktgruppen raus:

>> a) "16-Spur"-Kompaktstudios für ca. 800 Euro

>> z.B. Yamaha AW1600, Tascam 2488 bzw. 2488 MkII, Boss BR1600CD, Zoom
>> HD-16 CD, Zoom MRS-1608

> Und schon schlagen wieder die Einschränkungen zu, die immer ganz gerne
> irgendwo versteckt werden. Die Plattengrößen habe ich mal zur
> Orientierung mit angegeben.

> Yamaha AW1600 (40 GB HDD): kann bei 24 Bit nur acht Spuren wiedergeben,
> das reicht zwar in deinem Fall, aber es wird dann eben ein
> 8-Spur-Kompaktstudio.

Ja, klar.

> Boss BR1600CD: 40 GB HDD

> Zoom MRS-1608 (40 GB HDD): nur 16 Bit.
> Zoom HD-16 CD (80 GB HDD !!): nur 16 Bit.

Urgs das hatte ich übersehen. Ok, Zoom fliegt also aus der Auswahl.

> Die Tascams gehören in die 24-Spur-Kategorie (können 24 Spuren in 24 Bit
> gleichzeitig wiedergeben). Allerdings haben die nur 4 XLR-Mikro-Eingänge
> mit Phantomspeisung. Und keine Motorfader.

Die 8-Spur-Pulte haben ja auch alle keine Motorfader.

> Tascam 2488 (40 GB)
> Tascam 2488 MK II (80 GB !)

>> b) "24-Spur" Teile für ungefähr 1400-1800 Euro

>> z.B. Yamaha AW2400 oder Korg D3200

> Yamaha AW2400 -> für 24 Bit Sample-Breite "nur" ein 12-Kanal-Pult,
> außerdem durch seine 40 GB-Platte recht begrenzt, schau mal nach der
> Tauschbarkeit der Platte.

Scheint gegeben zu sein. Ist wohl ne ganz normale 2,5"-Notebook-Platte,
allerdings gibts ne "Compatibility List".

> Und auch irgendwas rollendes, wenn man die 12 kg mancher Pulte (AW2400)
> sieht, ein nicht gerade leichtes Transport-Case kommt ja vermutlich noch
> dazu, wenn du so oft umziehen musst.

Das Teil wird wohl in ein Flightcase kommen und jederzeit zur Mitnahme
im PKW bereitstehen. Solange eine Person es von der Wohnung in den
Kofferraum und später von da bis zum Arbeitsplatz transportieren kann,
ist das ausreichend. Gesamtgewicht bis 20kg wäre IMHO kein Problem, ich
hab ja eh noch Kabel- und Mikrophonkoffer dabei.

> Die Frage ist nur, wie gut das der
> eingebauten HDD bekommt. Ich nehme schon an, dass die Hersteller robuste
> HDD-Modelle verbaut haben, aber z.B. Treppen hoch- und runterrollen ist
> eben doch noch mal ne andere Art von Erschütterungen.

In den Teilen stecken soweit ich eruieren konnte in der Regel
handelsübliche 2,5" Notebook-Platten.

>> - zumindest das AW2400 könnte außerdem weitere 8 analoge Inputs per
>> Steckkarte nachgerüstet kriegen.

> Dann schau schon mal auf die Tauschbarkeit der Platte, sonst wird das
> eng. 16 Spuren, 4h, 24 Bit, 48 kHz: 34 GB.

Klar. Wobei die 4h ja schon ausreichend Puffer beinhalten, bei solchen
Gelegenheiten muß ich dann halt ggf. mal mit weniger auskommen.

> Noch was ganz praktisches: Du musst das ganze, (schwere) Pult mit der
> eingebauten Platte immer wieder mit zu dem Schnittcomputer tragen, wenn
> du nicht irgendeinen USB-Host mit viel Speicherplatz - z.B. ein
> Notebook ;-) - mit zum Pult trägst.

Ich hab nen Rechner mit über 500 GB RAID-Plattenplatz im Büro stehen,
zum Sichern der Daten wird der erstmal reichen. Ansonsten gedenke ich
eigentlich, direkt auf dem Pult zu schneiden, das bringt dafür auf jeden
Fall alles mit, was ich so brauchen würde.

Ralf Koenig

unread,
Apr 22, 2007, 8:57:18 AM4/22/07
to
Erhard Schwenk schrieb:

> Ralf Koenig wrote:
>> Erhard Schwenk schrieb:
>
>>> Nachdem der vorhandene DAT-Recorder nun auch langsam anfängt zu
>>> zicken, wirds endgültig Zeit für neue Aufnahmetechnik. Ich hab ja
>>> schon verschiedenes andiskutiert und mich auch reichlich umgeschaut -
>>> aber irgendwie tendier ich so langsam doch dazu, lieber einmal
>>> richtig Geld auszugeben.

>> Naja, und die Displays fallen halt bei den Pulten immer noch recht spärlich aus.


>
> Das wäre ein kleines Argument, aber so sehr viel Display brauch ich
eigentlich gar nicht. Ok, für die Effekte und fürs Patchfeld wärs evtl.
ganz angenehm, aber ansonsten reicht mir eigentlich eine vernünftige
Aussteuerungsanzeige pro Kanal.

Aber wo sind die beim Yamaha AW2400/AW1600?

Ich sehe da nur ein Stereo-Meter neben dem Display beim AW2400.
http://www.yamaha.co.jp/product/syndtm/p/rec/aw2400/images/face_front_aw2400_l.jpg

Bzw. gar nichts beim AW1600:
http://www.yamaha.co.jp/product/syndtm/p/rec/aw1600/images/face_front_aw1600_l.jpg

Und auch nicht beim Korg D3200:
http://www.musik-schmidt.de/osc-schmidt/catalog/images/Korg_D_3200.jpg
http://www.musiciansbuy.com/MMMBCom/images/korg_d3200.jpg

(Dafür sieht man schön, dass das LC-Display zumindest in der Aufnahme
vom Kontrast her doch stark zu wünschen übrig lässt, das sieht aus wie
so ein altes Trinity-Display.)

Es wird wohl so sein, dass sie die Levelmeter ins LCD-Panel reinnehmen,
aber der Stein der Weisen ist das auch nicht, denn:

1) im LCD geht die Ampelfarbsemantik eines klassischen Levelmeters verloren

2) was anderes kann man dann nicht mehr parallel sehen, wie das Korg
D888 gut demonstriert (es nutzt den gewonnenen Platz lieber für
dedizierte Potis im Stile eines klassischen Mischpultes):

http://www.musicafond.fr/images/produits/korg/d888.jpg

Beim "alten" Zoom MRS 1266 und 1608 ist das schon besser, da gibt's ein
dediziertes Meter-LCD:

http://www.zikinf.com/_gfx/matos/dyn/large/zoom-mrs-1608cd.jpg
http://www.musik-schmidt.de/osc-schmidt/catalog/images/ZOOM_MRS1266CDHD.jpg

Das neue Zoom HD 16 verteilt die Prioritäten anders:
http://www.musik-schmidt.de/osc-schmidt/catalog/images/ZOOM_HD16_CD.jpg
Schöne Levelmeter in einer Meterbridge (erleichtert auch die Zuordnung
der Faders zu den Meters), aber denken die wirklich, dass ich mit einem
2x16-Zeilen-Display (ganz rechts) vernünftigen Audio-Schnitt und
Post-Editing machen kann? Vielleicht haben sie diesen Arbeitsschritt
gedanklich ja sowieso schon an die Computer-Fraktion abgegeben.

Und das meinte ich mit meiner Aussage: Der Platz auf dem User Interface
begrenzt die Möglichkeiten.

Ich frage mich, warum die Hersteller dieser Pulte kein 15"-Klapp-Display
einbauen, wie bei einem Notebook. Als Anhaltspunkt: Sowas kostet heute
noch ca. 100 EUR.
http://www.amazon.de/Lenovo-ThinkVision-Monitor-analog-anthrazit/dp/B000M9CE1C
Den Hersteller sicherlich nur die Hälfte, schließlich gibt's auch 500
EUR Notebooks mit so einem Display.

>> 44.1 kHz: 15 GB
>> 48 kHz: 17 GB
>> 96 kHz: 34 GB
>>
> Sprich, Platten ab 40GB aufwärts kein Problem. Die 96kHz müssen ja nicht unbedingt sein.

Aber nur, wenn du immer nur 1-2 Projekte gleichzeitig hast, für viele
Zwischenschritte beim Schneiden braucht man ja sicherlich nochmal
zusätzlichen Speicherplatz, auch wenn ich von den Geräten das
nichtdestruktive Editieren erwarten würde (ein Wunschtraum, den es zu
überprüfen gilt, Fakt ist ja, dass die Geräte irgendwann die Änderungen
mal auf Audiodaten draufrechnen müssen, denn die DSPs haben auch eine
begrenzte Verarbeitungskomplexität).

Es ist aber zu vermuten, dass du für diese größeren Projekte aus
Platzgründen immer erst ein Projekt abschließen musst, bevor du das
nächste angehst, ja auch nur aufzeichnen kannst. Insgesamt sehe ich es
so, dass diese Geräte wohl eher für kürzere Werke (typische CD-Tracks im
3-5 Min-Format) gemacht sein könnten, man müsste auch mal probieren wie
sich mit den Geräten vom Look-and-Feel an Aufnahmen von 3-4h arbeiten
lässt. Ideal wäre dafür natürlich, so ein Gerät z.B. über's Wochenende
auch mal von einem Händler ausleihen zu können.

Noch ein Tipp zum Look and Feel: Man kan sich hochauflösende Fotos der
Bedieneroberfläche mal in Originalgröße ausdrucken und dann daran mit
dem online verfügbaren PDF-Handbuch ein gewisses Trockentraining machen.
Ich stelle mir das schon sehr erhellend vor.

Wenn ich so ein Gerät kaufen würde, dann würde ich dem Händler noch vor
dem Kauf eine passende Platte (2,5" 160 GB oder 3,5" 400 GB -
Mehrkosten von 100 EUR sind ja in den Preisregionen der Pulte
verschmerzbar) in die Hand drücken. Dann soll *er* sich Gedanken drüber
machen, alles nötige zu veranlassen, dass das Pult damit läuft - das
reine Tauschen der Platten ist wohl - je nach Konstruktion - das am
wenigsten aufwendige, eher schon Kompatibilitätsprobleme und die
Übernahme der vorhandenen Daten, denn ich kann mir vorstellen, dass das
Image des Betriebssystems des Pults auch auf der Platte liegt. Notfalls
muss es halt zum Hersteller geschickt werden, die den Plattentausch, die
Übernahme von Verwaltungsdaten (Nutzdaten sind ja noch nicht drauf) und
evt. ein nötiges Firmware-Upgrade des Bootloaders übernehmen. Und erst
dann kauft man die neue Kombination (Pult mit großer Platte) mit der
gleichen Garantie, die es sonst auch gibt.

Da frag ich mich auch, warum die Hersteller das nicht gleich von sich
aus anbieten:

Korg D3200 mit 40 GB: Summe x
Korg D3200 mit 80 GB: Summe x, Aufpreis 1
Korg D3200 mit 120 GB: Summe x, Aufpreis 2
Korg D3200 mit 160 GB: Summe x, Aufpreis 3

Die Aufpreise können sie dann der Entwicklung des Massenspeicher-Marktes
anpassen. Dann kann jeder Kunde nach gusto entscheiden, kauft aber nach
wie vor die Kombination. (Gut ist in der Hinsicht die Nachrüstbarkeit
von Audio-Schnittstellen-Modulen bei den Yamaha-Pulten.)

Wenn das Gerät erstmal mit 40 GB gekauft ist und man dann anfängt, sich
über die Platte Gedanken zu machen, steht man meist im Regen oder alles
wird deutlich aufwändiger und teurer, weil den Leuten auf der
"Gegenseite" die Motivation fehlt (Gerät ist ja schon verkauft,
vielleicht steht der Nachfolger schon im Regal).

>>> Außerdem wärs praktisch, wenn es ne USB-Schnittstelle zum Wegsichern
>>> der Daten auf dem Rechner gäbe
>
>> Das würde dann ca. dauern (optimistische Annahme 25 MByte/s über USB
>> 2.0):
>
>> 44.1 kHz: 1.7h
>> 48 kHz: 1.8h
>> 96 kHz: 3.6h
>
> So what? Heimkommen, Pult an den PC stecken, Kopiervorgang anwerfen, ins
> Bett gehen. Morgens ist die Sicherung dann fertig.

Klar, aber man muss das eben einplanen, es steht im Gegensatz zu
blumigen Hersteller-Werbesprüchen (siehe unten).

Übrigens sehe ich bei dem Korg D3200 gerade noch so eine ulkige Sache:

# Kapazität der eingebauten Festplatte: 40 GB
# Kapazität der PC-Partition ("USB Drive"): 2/4/8GB

http://www.korg.de/d3200-produktinfo-3.html

====================================================================
Für den Datenaustausch mit einem PC reserviert der D3200 automatisch
eine 2/4/8GB-Partition ("USB Drive") (FAT32 wird unterstützt). Die kann
für die Übertragung/den Empfang von WAV-Daten vom D3200 zum Computer
(z.B. DAW-Programm) und umgekehrt genutzt werden. Dank USB-Verbindung
geht so etwas kurz und schmerzlos.
====================================================================

So "kurz und schmerzlos", dass du das Backup über Nacht planst. ;-)

Man erkennt jetzt einen weiteren Mismatch: Deine fiktive Aufnahme hat
für 4h 8 Spuren ca. 15 - 17 GB, aber die Austausch-Partition hat max. 8
GB, (und die auch nur, wenn sie leer ist). Also musst du fürs Backup
offenbar einen Workaround einplanen: erst 4 Spuren, dann nochmal 4
Spuren kopieren.

Oder du musst halt schauen, dass deine Aufnahmen in die 8GB passen, also
nur 2h 8 Spuren, oder 4h nur 4 Spuren.

====================================================================
Eine Anwendungsmöglichkeit hierfür wäre der Versand Ihrer
D3200-Einstellungen an einen Kollegen – über's Internet (vom PC aus).
Selbstverständlich wird das USB 2.0-Protokoll unterstützt, weil Zeit ja
bekanntlich Geld ist.
====================================================================
Ach und Datenarchive anderer "D"-Geräte von KORG können ebenfalls
geladen und veredelt werden.
====================================================================

Zum Punkt "Datenarchive": Solche All-in-One-Dateien können ja ganz
bequem sein, solange man mit dem Pult arbeitet. Ein zusätzlicher Punkt
wäre aber, ob man an deren Inhalt auch ohne Pult rankommt.

Beim AW2400 gibt's lt. Handbuch zwei Modi zum Datenaustausch per USB:
1) Über einen Transport Folder oder 2) mit Direktzugriff.

1) "Transport Folder" (Anmerkung von mir: mit unbekannter Größe). Bevor
man Tracks zum Computer übertragen kann, muss man die Tracks erst
(einzeln!) in den Transport Folder exportieren.

2) Direktzugriff

Auch dort wieder nette Einschränkungen: (ganz klein auf S. 232 des
englischen Owner's Manual des AW2400):
=================================================================
For 24-bit songs, the audio data contained in the “Audio” folders
is stored in 32-bit WAV format.
=================================================================
Gratulation: Du brauchst für 24 Bit-Aufnahmen doppelt soviel Platz wie
für 16-Bit-Aufnahmen (wegen Speicherung der 24 Bit mit 32 Bit) und hast
gerade 1/3 Speicherplatz verloren. Also muss man die Daten von oben
korrigieren:

4h, 24 Bit, 8 Ch: 20 GB bzw 22 GB (da mit 32 Bit gespeichert)

Das könnte aber bei den anderen Geräten ähnlich aussehen, 24-Bit-Daten
machen sich vom Alignment für Prozessoren/DSPs mit 32/64 Bit
Datenbusbreite so schlecht.

=================================================================
If your waveform editor
application cannot handle 32-bit data, first export the WAV
file(s) to the “Transport” folder. WAV files imported or exported
via the “Transport” folder are automatically converted to 24-bit
format that can be edited using most waveform editor software.
=================================================================

Anmerkung: Wenn man den Weg des Transport Folders nimmt, kann man Tracks
nur einzeln exportieren. Und das ist kein Zuckerschlecken, wie das
Owners' Manual zeigt.

Ergo: Eigentlich ist nur der Direktzugriff praktikabel.

=================================================================
• Do not change the names of any folders/files other than those
in the Transport folder. Any folder/file names that have been
added or changed outside the Transport folder from the computer
will be automatically deleted. Be especially careful not
to change a song folder or song file name.
=================================================================

Ist ja nett. Klar man muss sich schon dusslig anstellen, aber trozdem:
eine Rückfrage anstatt "automatically deleted" wäre schon etwas
entgegenkommender.

=================================================================
• Files larger than 4 GB cannot be copied.
=================================================================

Also ich nehme mal an, die einzelnen Tracks sind sowieso in einzelnen
Dateien gespeichert. Dann ist das mit den 4 GB noch eine recht
komfortable Grenze. Da bekommt man in einem Track rund 6h unter
(44.1kHz, 32Bit), darüber kann man die Dateien nicht mehr sichern.

>>> Wenn ich damit mal an Google gehe, kristallisieren sich zwei
>>> Produktgruppen raus:
>
>>> a) "16-Spur"-Kompaktstudios für ca. 800 Euro
>
>>> z.B. Yamaha AW1600, Tascam 2488 bzw. 2488 MkII, Boss BR1600CD, Zoom
>>> HD-16 CD, Zoom MRS-1608
>
>> Und schon schlagen wieder die Einschränkungen zu, die immer ganz gerne
>> irgendwo versteckt werden. Die Plattengrößen habe ich mal zur
>> Orientierung mit angegeben.
>
>> Yamaha AW1600 (40 GB HDD): kann bei 24 Bit nur acht Spuren
>> wiedergeben, das reicht zwar in deinem Fall, aber es wird dann eben
>> ein 8-Spur-Kompaktstudio.
>
> Ja, klar.
>
>> Boss BR1600CD: 40 GB HDD
>
>> Zoom MRS-1608 (40 GB HDD): nur 16 Bit.
>> Zoom HD-16 CD (80 GB HDD !!): nur 16 Bit.
>
> Urgs das hatte ich übersehen.

Na hoffentlich musst du das später nicht allzu oft über das dann
gekaufte Gerät sagen. ;-)

> Ok, Zoom fliegt also aus der Auswahl.

Nur mal ne praktische Anmerkung: Es kann sein, dass du auf den anderen
Geräten irgendwann auch nur im 16-Bit-Mode arbeitest, weil der
24-Bit-Mode eben schon deutlich mehr Zeit beim Backup und evt. auch bei
der Arbeit auf dem Pult brauchen könnte (z.B. bei Kopieroperationen, die
immer mal wieder anfallen). Headroom hin oder her: Irgendwann kennst du
deine Aufnahmeräume und Mikros und die nötige Aussteuerungsreserve, da
ist man schon mal bereit Kompromisse zu machen. Ich kann mir z.B.
vorstellen, dass die Arbeit in CD-Auflösung (16 Bit, 44.1 kHz) die
Arbeit auf dem Pult und auch das Mastering vorm Brennen deutlich
beschleunigt, im Prinzip ohne große klangliche Einbußen.

>> Die Tascams gehören in die 24-Spur-Kategorie (können 24 Spuren in 24
>> Bit gleichzeitig wiedergeben). Allerdings haben die nur 4
>> XLR-Mikro-Eingänge mit Phantomspeisung. Und keine Motorfader.
>
> Die 8-Spur-Pulte haben ja auch alle keine Motorfader.
>
>> Tascam 2488 (40 GB)
>> Tascam 2488 MK II (80 GB !)
>
>>> b) "24-Spur" Teile für ungefähr 1400-1800 Euro
>
>>> z.B. Yamaha AW2400 oder Korg D3200
>
>> Yamaha AW2400 -> für 24 Bit Sample-Breite "nur" ein 12-Kanal-Pult,
>> außerdem durch seine 40 GB-Platte recht begrenzt, schau mal nach der
>> Tauschbarkeit der Platte.
>
> Scheint gegeben zu sein. Ist wohl ne ganz normale 2,5"-Notebook-Platte,
> allerdings gibts ne "Compatibility List".

Da solltest du genauer hinschauen! Also für das AW1600 und AW2400 lese
ich bei Yamaha:
HDD Type 3.5"IDE
Capacity 40GB

Beim Korg D3200 steht nichts weiter. Bezeichnend ist aber deren
FAQ-Kategorie:

* Fragen zum Betriebssystem...Installation, Update, Backup...
* Fragen zur Hardware...Störungen, Anschlüsse, Medien...
* Fragen zu Software und Betrieb...Laden, Programmieren, Speichern,

Diese 3 Kategorien sind alle leer.

* Allgemeine Fragen...Geräte, Service, Bezugsquellen...

Wo bekomme ich noch mehr Infos / Sounds etc. zu meinem KORG Instrument?
-> In diversen Foren im Internet (mehr für Synths wohlgemerkt).

Sorry Korg, aber das ist einfach schwach!

Yamaha: Beim Product Movie kommt ein 404 Fehler.

Und Compatibility Lists oder eine Anleitung zum Tausch der Platte habe
ich weder für das Korg noch die Yamahas gefunden.

-> Wunschlos-Glücklich-Support sieht auch anders aus.

>>> - zumindest das AW2400 könnte außerdem weitere 8 analoge Inputs per
>>> Steckkarte nachgerüstet kriegen.
>
>> Dann schau schon mal auf die Tauschbarkeit der Platte, sonst wird das
>> eng. 16 Spuren, 4h, 24 Bit, 48 kHz: 34 GB.
>
> Klar. Wobei die 4h ja schon ausreichend Puffer beinhalten, bei solchen
> Gelegenheiten muß ich dann halt ggf. mal mit weniger auskommen.
>
>> Noch was ganz praktisches: Du musst das ganze, (schwere) Pult mit der
>> eingebauten Platte immer wieder mit zu dem Schnittcomputer tragen,
>> wenn du nicht irgendeinen USB-Host mit viel Speicherplatz - z.B. ein
>> Notebook ;-) - mit zum Pult trägst.
>
> Ich hab nen Rechner mit über 500 GB RAID-Plattenplatz im Büro stehen,
> zum Sichern der Daten wird der erstmal reichen.

Klar reicht das erstmal, nur du musst das Pult dann eben jedes Mal von
den 3-4 Aufnahmeplätzen ins Büro transportieren, welches mit deinem
Zuhause (siehe oben) identisch zu sein scheint.

> Ansonsten gedenke ich
> eigentlich, direkt auf dem Pult zu schneiden, das bringt dafür auf jeden
> Fall alles mit, was ich so brauchen würde.

Ich würde das vorsichtiger formulieren: So scheint es zumindest erstmal,
erst ein Demo-Projekt bringt Klarheit.

Ich prophezeie mal: Die Backups wirst du aus Bequemlichkeitsgründen
irgendwann nicht mehr machen, weil das aufwendig und langwierig ist.
Schau schon mal inwiefern Undo/Redo auf den Geräte funktioniert, und ob
es mehrere Undo/Redo-Level gibt.

Hier finden sich noch ein paar Krümel User Reports für das Korg-Gerät:
http://www.korgforums.com/forum/phpBB2/viewforum.php?f=16

Ich geb es ja zu, bisher kam von meiner Seite nicht allzuviel
konstruktives, was dir direkt hilft, ein Produkt auszuwählen. Eher
kritische Stimmen und skeptische Kommentare. Ich möchte vor allem durch
Beispiele zeigen, dass diese Geräte nur dann die
Wunschlos-Glücklich-Teile sind, als die sie beworben werden, wenn man
die eigenen Wünsche den (nicht immer sofort sichtbaren) Beschränkungen
des Geräts anpasst.

Ein Traumgerät in dieser Richtung würde die Vorteile von Notebook und
All-in-one in sich vereinen und wäre aus meiner Sicht in Bezug auf Hard-
und Software modular konzipiert, nicht so zusammengebacken. Trotzdem
würde der Hersteller über Zertifizierungsmechanismen sicherstellen, dass
die Module gut zusammenarbeiten.

Eine einfache Lösung könnte aber sein: Kauf einen gebrauchten, technisch
überholten DAT-Recorder (oder lass deinen mal überholen) und ein
Funkmikro, damit du nicht wieder ein kaputtes ausleihen musst, und gib
den Herstellern noch ein bisschen Zeit. ;-)

Ralf

hor...@arcor.de

unread,
May 5, 2007, 11:31:15 AM5/5/07
to
On 22 Apr., 14:57, Ralf Koenig <ralfkoe...@gmx.de> wrote:
> Erhard Schwenk schrieb:
>
> > Ralf Koenig wrote:
> >> Erhard Schwenk schrieb:
>
> >>> Nachdem der vorhandene DAT-Recorder nun auch langsam anfängt zu
> >>> zicken, wirds endgültig Zeit für neue Aufnahmetechnik. Ich hab ja
> >>> schon verschiedenes andiskutiert und mich auch reichlich umgeschaut -
> >>> aber irgendwie tendier ich so langsam doch dazu, lieber einmal
> >>> richtig Geld auszugeben.

> >> Naja, und die Displays fallen halt bei den Pulten immer noch recht spärlich aus.
>
> > Das wäre ein kleines Argument, aber so sehr viel Display brauch ich
>
> eigentlich gar nicht. Ok, für die Effekte und fürs Patchfeld wärs evtl.
> ganz angenehm, aber ansonsten reicht mir eigentlich eine vernünftige
> Aussteuerungsanzeige pro Kanal.
>
> Aber wo sind die beim Yamaha AW2400/AW1600?
>

> Ich sehe da nur ein Stereo-Meter neben dem Display beim AW2400.http://www.yamaha.co.jp/product/syndtm/p/rec/aw2400/images/face_front...
>
> Bzw. gar nichts beim AW1600:http://www.yamaha.co.jp/product/syndtm/p/rec/aw1600/images/face_front...
>
> Und auch nicht beim Korg D3200:http://www.musik-schmidt.de/osc-schmidt/catalog/images/Korg_D_3200.jpghttp://www.musiciansbuy.com/MMMBCom/images/korg_d3200.jpg


>
> (Dafür sieht man schön, dass das LC-Display zumindest in der Aufnahme
> vom Kontrast her doch stark zu wünschen übrig lässt, das sieht aus wie
> so ein altes Trinity-Display.)
>
> Es wird wohl so sein, dass sie die Levelmeter ins LCD-Panel reinnehmen,
> aber der Stein der Weisen ist das auch nicht, denn:
>
> 1) im LCD geht die Ampelfarbsemantik eines klassischen Levelmeters verloren
>
> 2) was anderes kann man dann nicht mehr parallel sehen, wie das Korg
> D888 gut demonstriert (es nutzt den gewonnenen Platz lieber für
> dedizierte Potis im Stile eines klassischen Mischpultes):
>
> http://www.musicafond.fr/images/produits/korg/d888.jpg
>
> Beim "alten" Zoom MRS 1266 und 1608 ist das schon besser, da gibt's ein
> dediziertes Meter-LCD:
>

> http://www.zikinf.com/_gfx/matos/dyn/large/zoom-mrs-1608cd.jpghttp://www.musik-schmidt.de/osc-schmidt/catalog/images/ZOOM_MRS1266CD...


>
> Das neue Zoom HD 16 verteilt die Prioritäten anders:http://www.musik-schmidt.de/osc-schmidt/catalog/images/ZOOM_HD16_CD.jpg
> Schöne Levelmeter in einer Meterbridge (erleichtert auch die Zuordnung
> der Faders zu den Meters), aber denken die wirklich, dass ich mit einem
> 2x16-Zeilen-Display (ganz rechts) vernünftigen Audio-Schnitt und
> Post-Editing machen kann? Vielleicht haben sie diesen Arbeitsschritt
> gedanklich ja sowieso schon an die Computer-Fraktion abgegeben.
>
> Und das meinte ich mit meiner Aussage: Der Platz auf dem User Interface
> begrenzt die Möglichkeiten.
>
> Ich frage mich, warum die Hersteller dieser Pulte kein 15"-Klapp-Display
> einbauen, wie bei einem Notebook. Als Anhaltspunkt: Sowas kostet heute

> noch ca. 100 EUR.http://www.amazon.de/Lenovo-ThinkVision-Monitor-analog-anthrazit/dp/B...

> file(s) to the ...
>
> Erfahren Sie mehr »

Hallo zusammen,

ich weiß nu nicht, ob die Diskussion hier noch aktuell ist. Ich sand
vor einem ähnlichen Problem: soll ich auf Hardware setzen, oder doch
lieber die Softwarevariante (Cubase SX 3) wählen. Mein Vorteil ist,
ich hab schon ein recht ordenliches Notebook mit FireWire (Gott sei
Dank).
Nach etlichen Test, Beratungen und Experimentierphasen habe ich mich
für eine Variante genau dazwischen entschieden.

Da ich sowohl Gitarrist als auch Keyboarder bin (seit 20 Jahren
Keyboarder) ist hier auch die Kompatibilät der Hardware zu den
Instrumenten eine Frage der Qualität und der Kohle.
Ich bin da über eine sehr gute und Kostengünstige Variante gestolpert,
die aber eher Keyboarder zusagt.

Das Masterkeyboard CME UF7 mit dem ExpansionBoard UF400E.

Und eben dieses Expansionboard hat's in sich. Ist eine FireWire-Karte
mit Mic/Git-In bei einer maximalen Abtastrate von 192Khz!!! (ich weiß,
FireWire ist langsamer als 2.0 aber dafür hab ich ne Latenzzeit, davon
können die meisten USB-Geräte nur so von träumen:-))

-2 High quality 24bit/192kHz line input
-2 High quality 24bit/192kHz line output
-1 Mic in with professional preamp
-1 IEEE1394 firewire interface
-1 S/PDIF digital I/O
-2 high quality headphone outputs
-1 MIDI OUT port
-1 MIDI IN port
-1 MIDI THRU port
-1 headphone volume control

Im Grunde funktioniert die Geschichte so: Ich steuer mit dem
Masterkeyboard mein Notebook und mit meinem Notebook meine Keyboards.
Ich hab aus meinem Notebook nun eine Harddiskrecording-Sequencer-
Synthesizer-Sampler-Vocoder-Maschine gemacht. Die Soundausgabe macht
das Expansionboard UF400E, und das in einer Qualität das einem die
Tränen kommen!!! Das Board wird von Terratec gefertigt!

Und das funktioniert ziemlich einwandfrei. Ich bin mittlerweile von
dieser Idee restlos begeistert obwohl es anfangs Treiberprobleme bzw.
Konfigurationsschwierigkeiten gab. Die Firma CME (China | produziert
die Fatar-Tastaturen!) haben mittlerweile einen hervorragenden Support
und ein sehr gutes Forum.

Der Riesenvorteil bei dieser Lösung ist, ich kann sämtliche Presets,
egal ob das die Presets für die Keyboards sind oder die Einstellung
zum Recording oder was auch immer, auf Knopfdruck abrufen. Und das
Keyboard mit der Karte lag unter 600€uronen.

Wenn das eine Alternative wäre? Im Einsatz hab ich das System im
Proberaum sowie auch Live. Und es hat sich bewährt. Es ist natürlich
anfangs sehr viel Experimentalismus gefragt, aber das gehört wohl zu
dem Hobby dazu.


Schöne Grüße

Erhard Schwenk

unread,
May 5, 2007, 12:33:51 PM5/5/07
to
hor...@arcor.de wrote:

> -2 High quality 24bit/192kHz line input
> -2 High quality 24bit/192kHz line output
> -1 Mic in with professional preamp
> -1 IEEE1394 firewire interface
> -1 S/PDIF digital I/O
> -2 high quality headphone outputs
> -1 MIDI OUT port
> -1 MIDI IN port
> -1 MIDI THRU port
> -1 headphone volume control

> Wenn das eine Alternative wäre?

Paßt von der Funktionalität her nicht zu meinem Problem.

Ziel ist "ich bau 2 bis 8 Mikros vor/über/um ein Orchester auf, pegel
das in der Generalprobe mehr oder weniger nebenbei relativ großzügig ein
und zeichne dann beim Konzert jedes Mikro auf einer eigenen Spur auf,
notfalls ohne jemanden, der das irgendwie überwachen würde.

Nach der Veranstaltung nehm ich die Aufzeichnung in Ruhe mit nach hause,
mixe alles zu einem Stereosignal zusammen und normalisiere dabei den
üppigen Headroom raus (es sei denn, ich hab mich verschätzt und ihn
gebraucht, dann muß ich natürlich die Dynamik zumindest an den
entsprechenden Stellen ein bißchen anpassen).

Sofern eine Spur total versaut wurde oder gar nicht gebraucht wird (z.B.
ein Stützmikro, das sich dann doch als überflüssig rausstellt oder ein
kaputtes Overhead, das übersteuert), laß ich sie beim Zusammenschnibbeln
einfach weg.

Also brauche ich: 8 Spuren simultan in, 24 Bit bei mindestens 5h
Aufzeichnungsdauer. Vernünftige Fader und halbwegs verständliche Bedienung.

Je Kanal ein parametrischer 4-Band EQ und ein Brickwall-Limiter wäre
schon üppig, Kompressor und Gate totaler Luxus. 44,1 kHz würden reichen,
auch wenn 48 oder 96 das wohlige Gefühl von mehr Reserven vermitteln
würden.

Wenn dann später beim Mixen ggf. noch etwas Hall oder Delay nachgefahren
werden kann, ist das Ganze für meine Zwecke praktisch perfekt.

USB 2.0 oder Ethernet zum Sichern der Daten auf dem PC wäre auch nett,
Firewire weniger weil da die Linux-Treiber noch nicht so recht wirklich
stabil sind.

So ich einen Indianer ans Pult kriege, der wenig Ahnung hat, aber z.B.
in der Lage ist, einzelne vorgespeicherte Szenen zwischen verschiedenen
Auftritten abzurufen, könnten Motorfader und Szenenspeicher noch von
Interesse sein, aber alles was darüber raus geht verwirrt nur. Gar nicht
brauchen tu ich das ganze Sequenzer-Geraffel mit MIDI, Sample-Loops,
Drumcomputer etc. Alles überflüssig, die Musik macht das Orchester schon
selbst, Metronom und Stimmgerät hat der Dirigent dabei.


So richtig deLuxe wärs, wenn man notfalls auch noch das FoH- und
Monitor-Pult ersetzen könnte. Dafür brauch ich in dem Fall eine
Stereosumme für den Saal und 2-3 Aux-Outputs für die Monitorwege. Hier
wäre dann auch noch ein Feedback-Unterdrücker und so es noch weitere
Outputs gäbe vielleicht ein Delay erwünscht. Aber das ist alles schon
wieder zu viel Schnickschnack.

Nach erstem Rumprobieren tendier ich wegen der Motorfader und der Option
auf 16 Inputs aufzurüsten derzeit eher zum Yamaha AW2400.

> Im Einsatz hab ich das System im
> Proberaum sowie auch Live. Und es hat sich bewährt. Es ist natürlich
> anfangs sehr viel Experimentalismus gefragt, aber das gehört wohl zu
> dem Hobby dazu.

Schon, andererseits ist man aber manchmal auch auf Helfer angewiesen,
die mit ner 10-Minütigen Kurzeinweisung auskommen müssen.

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