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Multieffektgeraet oder Gitarrenverstaerker

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Sebastian Ritter

unread,
Oct 5, 2004, 6:09:09 PM10/5/04
to
Hallo zusammen,

Ich habe gerade angefangen, E-Gitarre spielen zu lernen, und nachdem ich
nun mal mit meiner Strat auf nem größeren Verstärker gespielt habe, habe
ich festgestellt, dass der schlechte Sound nicht aus meiner Gitarre
kommt, und dass mein 20-Watt-Billigverstärker möglichst bald ersetzt
werden muss, der Sound sagt mir nun nicht mehr zu.

Außerdem habe ich mit eben diesem 20-Watt-Teil am Wochenende mal mit ein
paar anderen Musikern, bei denen unter anderem auch ein Schlagzeug dabei
war, ein wenig geprobt und dabei festgestellt, dass 20 Watt zu Hause
zwar laut genug, für den Proberaum aber viel zu wenig sind.

Außerdem verfügt dieser 20-Watt-Verstärker nur über einen Ausgang, der
bei Verwendung den eingebauten Lautsprecher abschaltet. Beim Üben mit
anderen Musikern hätte ich aber gerne einen Kopfhörer auf, die anderen
sollen die E-Gitarre aber natürlich auch noch hören können, was mit
diesem Verstärker natürlich nicht geht.

Nun liebäugle ich etwas mit einem Multieffektgerät, zumal ich gelesen
habe, dass man diese auch direkt an die Stereoanlage anschließen kann,
was vor allen Dingen für zu Hause ja eine feine Sache wäre, ein paar
Effekte würde ich zumindest mittelfristig sowieso gerne mal einsetzen,
und ein Kopfhörerausgang ist oft auch noch dran.

Manche (wahrscheinlich vor allem die Hersteller) behaupten, man könne
solche Geräte für Proben oder sogar Liveauftritte auch durchaus direkt
an die PA hängen.

Eigentlich kann ich mir schon vorstellen, dass Multieffektgeräte sowas
heute leisten können, und wenn der Sound, der da rauskommt, gut ist,
sollte er das ja auch dann noch sein, wenn man eine Stereoanlage
dranhängt, die Stereoanlage verstärkt ja E-Gitarren von CD auch sonst
recht gut, und diese Sounds wurden ursprünglich ja auch zum großen Teil
mit digitalen Effektgeräten behandelt.

Wenn das Effektgerät rein digital ist sollte doch auch ein super
Röhren-Gitarrenverstärker aus dem dann digital verarbeiteten
Ausgangssignal nicht mehr rausholen können, als aus dem Effektgerät
herauskommt, ein Verstärker kann nach meinem Verständnis der Technik ja
nichts verbessern, sondern nur verstärken.

Für professionelle Aufnahmen oder ähnliches brauche ich sowas in den
nächsten Jahren vermutlich nicht, eben nur zum Üben zu Hause und
vielleicht im Proberaum einer Anfängerband, wobei der Sound schon so
sein sollte, dass er mir und den anderen Leuten Spass macht.

Daher die Frage: taugen die Dinger was?
Setzt das jemand von Euch so ein wie ich das vorhabe?

Wenn man sowas wie beschrieben einsetzen will: wieviel sollte man in das
Gerät investieren?

Macht es Sinn, ein wirklich gutes Effektgerät zu kaufen und auf den
Gitarrenverstärker ganz zu verzichten, wenn zu Hause eine gute
Stereoanlage und im Proberaum eine kleine PA vorhanden ist, wo man das
dranhängen könnte?

Es ist ja immer so, dass die Mehrkosten im Verhältnis zur besseren
Qualität exponentiell steigen. Wo liegt bei diesen Geräten in etwa die
Kosten-Nutzen-Grenze, ab der geringfügig bessere Qualität erheblich mehr
kostet?

Freue mich über Eure Meinungen zum Thema!

Viele Grüße

Sebastian

Kai Glanz

unread,
Oct 6, 2004, 1:45:23 AM10/6/04
to
"Sebastian Ritter" <rit...@uni-paderborn.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4163...@olaf.komtel.net...

>
> Ich habe gerade angefangen, E-Gitarre spielen zu lernen, und nachdem
ich
> nun mal mit meiner Strat auf nem größeren Verstärker gespielt habe,
habe
> ich festgestellt, dass der schlechte Sound nicht aus meiner Gitarre
> kommt, und dass mein 20-Watt-Billigverstärker möglichst bald ersetzt
> werden muss, der Sound sagt mir nun nicht mehr zu.

[Multieffektgerät oder Verstärker kaufen oder nicht]

Hallo Sebastian,

ich glaube das ist ein leidiges Thema, wo sich die Geister dran
scheiden.
Es kommt nicht nur darauf an, was man spielen möchte, eigene Musik oder
Coverband, sondern auch wie produziert man den Sound zuhause (an die
Stereoanlage anschliessen ist fast immer mit Kabelsalat verbunden und
mit Kopfhörer zu spielen ist zwar Soundtechnisch klasse weil die oft
einen guten Klang haben, aber keinerlei Rückkopplung produzieren und
auch lästig sein können). Dann stellt sich die Frage ob man bereit ist,
zu jeder Probe lieber ein Multieffekt zu tragen, oder einen schweren
Verstärker zu schleppen.
Hat man die Entscheidung getroffen, ob es denn nun Verstärker oder
Effekt werden soll, kommt die nun noch grössere Frage was man kaufen
will, wobei diese Frage von zuerst mal von 2 Faktoren abhängt. Was soll
das Gerät können und wieviel Geld will (kann) ich ausgeben. Das fängt
bei Effektgeräten bei ca. 60 Euro für ein Digitech RP-50 an und hört
noch nicht auf bei nem Line6 POD XT Pro für 600 irgendwas.
Dann muss man bedenekn, das man ja auch noch einen Bodentreter braucht,
um Patches zu ändern o.ä. und die kosten auch Geld und sind oft nicht
bei den Geräten dabei.
Bei Verstärkern fängt das ganze bei 200 Euro an interessant zu werden
und hört auch bei 2000Euro (z.B. Line 6 Vetta Head) nicht auf.

V-Amp von Behringer hat eine geniale Bedienung durch die Leucht LED´s an
den Reglern und auch sonst ist das Gerät sehr intuitiv zu benutzen.
Anschlüsse sind ausreichend vorhanden. Man kann innerhalb weniger
Minuten mit einiger Übung jeden Sound produzieren , den man gerne haben
will. Nachteile davon sind, das das Gerät schonmal einen Ausfall hat,
weil die Batterie den Geist aufgibt und dann alles gespeicherte verliert
und noch viel schlimmer das zwischen dem wechsel von Patchen merkwürdige
Geräusche entstehen wenn die Einstellungen zwischen den Patchen zu
verschieden sind (z.B. cleane Gitarre und dann Megaverzerrt + Chorus und
compressor). Ausserdem kling das Ding gerade im cleanen Bereich doch
sehr künstlich.
POD von Line6 klingt ne ganze Ecke besser, ist aber nicht so gut
bedienbar, hat aber auch kaum Ausfälle und das Ding ist um einiges
teurer.
Mein Augenblicklicher Favorit, den ich mir selber holen möchte ist das
Vox Tonelab, was es als normale Edition gibt und als SE, also Stage
Edition (als Bodengerät mit Tretleiste dran). Das Teil hat eine Röhre
und produzuiert ziemlich gute Sounds, kostet aber auch 590 Euro (als SE
version) oder 440 Euro (nicht SE Version, dazu kommen dann aber auch
kosten für den Bodentreter). Die Bedienung ist recht einfach, mir fehlen
daran aber die LED´s wie beim V-AMP.
Korg Toneworks kann ich nicht allzuviel zu sagen, ausser das ich das mal
bei ner Bandprobe gehört habe, und ich muss sagen, das es da extrem
künstlich klang, fast wie ein Keyboard. Deswegen hab ich mich damit
nicht weiter beschäftigt.
Digitech hat zusätzlich zum Verstärker und Effekte modellieren noch
einige coole Features wie Drumsequenzen, Mehrspurrekorder und sowas in
seine Geräte eingebaut und von Sound her fand ich die echt okay. Zur
Bedienung kann ich nichts sagen.
Darüberhinaus gibt es noch viele andere Hersteller (wie BOSS z.B.) die
bestimmt auch interessante Geräte herstellen.

Hier nun meine Vorstellung wie ich demnächst meine Liveauftritte und
Bandproben bestreiten möchte.
Effektgerät Vox Tonelab (nicht die SE Version, da ich das Gerät gerne
auf meinem Notenständer haben möchte, um mal schnell was zu ändern am
Sound. Möchte mich dabei nur ungerne bücken.)
Dazu eine Midileiste zum verändern der Patches oder was auch immer
während der Songs, z.B. von Hauptteil des Liedes zu Solo oder umgekehrt.
Zu Hause dasselbe, nur als abhöre entweder weiterhin meine Selbstgebaute
2*8" Lautsprecherbox + eingebaute Autoendstufe oder neu zu kaufende
4*12" plus PA-Endstufe.

Über Verstärker kann ich nicht soviel sagen, ausser das ich
festegestellt habe, das die Bedienung oftmals was fürn Ar*** ist und die
oftmals wenig Speicherplätze zur Verfügung stellen.
Ein richtig cooles Gerät ist der Yamaha DG-80 (und DG-100?) mit
Motorpotis.

Alles wie gesagt eine Frage der Bedürfnisse und Anforderungen und dann
nicht zuletzt eine Frage des Geldes!

Ich habe mit Sicherheit noch nicht alles zu dem Thema geschrieben aber
bestimmt schon einige Richtungsweisende Hinweise gegeben.
Falls sich hier Fehler eingeschlichen haben oder jemand anderer Meinung
ist, könnt ihr mich ja korrigieren.

Viele Grüße

Kai

PS: Bedenke auch das alles was ich geschrieben habe, meine eigene
Meinung darstellt und selbstverständlih nicht alle Geräte und Hersteller
abdeckt.

Frank Hucklenbroich

unread,
Oct 6, 2004, 2:22:50 AM10/6/04
to
Am Wed, 06 Oct 2004 00:09:09 +0200 schrieb Sebastian Ritter:

> Manche (wahrscheinlich vor allem die Hersteller) behaupten, man könne
> solche Geräte für Proben oder sogar Liveauftritte auch durchaus direkt
> an die PA hängen.

Das kann man auch ohne Probleme. Es gibt mehr als genug (professionelle)
Gitarristen, die live z.B. über einen POD ins Mischpult gehen. Spricht ja
auch nichts dagegen - ein Gitarrenverstärker muß live (ab einer bestimmten
Lautstärke) ja auch per Mikro abgenommen werden, und vom Rauschen her
behaupte ich mal, daß ein Multieffekt weniger rauscht als ein voll
aufgedrehter Amp.



> Macht es Sinn, ein wirklich gutes Effektgerät zu kaufen und auf den
> Gitarrenverstärker ganz zu verzichten, wenn zu Hause eine gute
> Stereoanlage und im Proberaum eine kleine PA vorhanden ist, wo man das
> dranhängen könnte?

imho schon, wenn das mit der PA geht und ein Mixer vorhanden ist, über den
Du Dich einschleifen kannst. Nachteil bei der PA ist halt nur, daß Du
keinen Amp als Monitor für Dich hast, d.H. die Gitarre ist für Dich nur so
laut zu hören, wie sie im Gesamtmix ist. Manchen Gitarristen ist das zu
leise, die wollen halt lieber einen Amp haben, vor den sie sich dann
stellen können um sich selbst besser zu hören. Ist Geschmackssache.

Grüße,

Frank

Sebastian Ritter

unread,
Oct 6, 2004, 9:13:59 AM10/6/04
to
Kai Glanz wrote:
> "Sebastian Ritter" <rit...@uni-paderborn.de> schrieb im Newsbeitrag
> [Multieffektgerät oder Verstärker kaufen oder nicht]
>
[..]

>
> Ich habe mit Sicherheit noch nicht alles zu dem Thema geschrieben aber
> bestimmt schon einige Richtungsweisende Hinweise gegeben.
> Falls sich hier Fehler eingeschlichen haben oder jemand anderer Meinung
> ist, könnt ihr mich ja korrigieren.

Hallo Kai,

Danke, das war alles schon sehr informativ und hilfreich.

Ich denke, ich werde in der nächsten Zeit mal zusehen, mir so ein
Effektgerät zu besorgen, zumal auch noch nicht so sehr feststeht, in
welche Richtung meine / unsere Musik überhaupt gehen soll, als Anfänger
muss man das ja erst mal ausloten, ein paar Effekte wären dazu sowieso
eine feine Sache.

Viele Grüße

Sebastian

Sebastian Ritter

unread,
Oct 6, 2004, 9:25:19 AM10/6/04
to
Frank Hucklenbroich wrote:

Hallo Frank,

Die "PA" besteht bis jetzt aus einem kleinen Mischpult und einem Paar
Aktivboxen.

Eine Monitorbox brauche ich nicht unbedingt, eigentlich will ich sowieso
lieber einen Kopfhörer zum Proben.

Aber haben die Effektgeräte nicht sowieso immer 2 Ausgänge?

Ansonsten, wenn nur ein Ausgang vorhanden ist, könnte man vielleicht
noch einen alten Hifi-Verstärker zwischen Effektgerät und Mischpult
schalten, sozusagen als reiner "Kopfhörerverstärker", ginge das?

Viele Grüße

Sebastian

Frank Hucklenbroich

unread,
Oct 6, 2004, 9:36:07 AM10/6/04
to
Am Wed, 06 Oct 2004 15:25:19 +0200 schrieb Sebastian Ritter:

Hallo!

> Die "PA" besteht bis jetzt aus einem kleinen Mischpult und einem Paar
> Aktivboxen.

Prima, dann kannst Du ja direkt ins Mischpult gehen.



> Eine Monitorbox brauche ich nicht unbedingt, eigentlich will ich sowieso
> lieber einen Kopfhörer zum Proben.

Sollte gehen.

> Aber haben die Effektgeräte nicht sowieso immer 2 Ausgänge?

Stereo Line-Out, als L + R. Klar kann man da theoretisch an einen Ausgang
einen aktiven Monitor hängen und geht mit dem anderen ins Pult, aber Sinn
der Sache ist das ja eigentlich nicht. Vor allem, weil dann die
Stereo-Effekte (z.B. Chorus) verloren gehen.

Man könnte aber auch den Kopfhörerausgang dazu mißbrauchen, einen aktiven
Monitor anzuschließen, wenn man das denn will.

> Ansonsten, wenn nur ein Ausgang vorhanden ist, könnte man vielleicht
> noch einen alten Hifi-Verstärker zwischen Effektgerät und Mischpult
> schalten, sozusagen als reiner "Kopfhörerverstärker", ginge das?

Das würde ich lieber lassen, zunächst mal ist der Ausgangspegel vom
Hifi-Verstärker zu hoch für den Mischpult-Eingang, außerdem schleifst Du
eine zusätzliche Rauschquelle mit ein.

Die meisten Effektgeräte sollten einen Stereo (Line-) Ausgang sowie einen
Kopfhörerausgang haben. Das müßte reichen.

Grüße,

Frank

Helmut Reininger

unread,
Oct 6, 2004, 10:36:56 AM10/6/04
to
Sebastian Ritter <rit...@uni-paderborn.de> wrote:

> Ich denke, ich werde in der nächsten Zeit mal zusehen, mir so ein
> Effektgerät zu besorgen, zumal auch noch nicht so sehr feststeht, in
> welche Richtung meine / unsere Musik überhaupt gehen soll, als Anfänger
> muss man das ja erst mal ausloten, ein paar Effekte wären dazu sowieso
> eine feine Sache.

Ich habe das ähnlich gemacht, mit einem Yamaha DG-Stomp, das für unseren
Musikstil (Britpop, Rock) ganz ok ist - für Metal aber eher weniger.

Der Vorteil beim DG-Stomp ist, dass du die Amp-Modelling-Sektion ganz
abschalten kannst, dann verhält es sich wie ein "normales" Effektpedal.
Das mache ich, wenn ich über meinen Röhrenverstärker spiele und das Teil
in den Effektkanal einschleife. Geht der Verstärker einmal nicht mit auf
Reisen oder einfach nur kaputt kann ich ganz flugs den Amp-Modeller
wieder einschalten, wechsle auf eine andere Effekt-Bank und schon habe
ich in etwa den von mir gewünschten Sound. In geborgte Verstärker gehe
ich dann via Effect Return hinein, das klappte bislang immer gut. Ich
mache das deswegen, weil ich einer von denen bin, der sich selbst gerne
lauter hört, als im Gesamtmix.

Ich bin subjektiv der Meinung, dass das Amp-Modelling vom DG-Stomp nicht
mit meinem Vintage-Vollröhrenamp (Crate) mithalten kann, daher ist
Amp-Modelling für mich (!) die zweite Wahl. Das kann bei anderen Geräten
(Line6 POD, ...) aber schon wieder anders sein. Ich würde aber heute
noch über das Modelling spielen, wenn ich nicht sehr (!) günstig an
diesen gebrauchten Amp gekommen wäre.
--
Helmut "Dalmet" Reininger

Achim Göbel

unread,
Oct 6, 2004, 11:16:48 AM10/6/04
to
Sebastian Ritter wrote:

> Eine Monitorbox brauche ich nicht unbedingt, eigentlich will ich sowieso
> lieber einen Kopfhörer zum Proben.

Meinst du zum Üben oder zum Proben?

Zum Üben ist ja o.k., aber warum möchtest du beim Proben einen Kopfhörer
benutzen? hast du keine Lust auf deine Kollegen?

Grüße
Achim

Sebastian Ritter

unread,
Oct 6, 2004, 12:16:52 PM10/6/04
to

Hallo Achim,

Jein, die Kollegen höre ich ganz sicher trotz Kopfhörer noch mehr als
laut genug, vor allem das Schlagzeug... ;-)

Alles eine Frage, wie laut man sich die Gitarre dann auf den Kopfhörer
legt und ob der Kopfhörer gekapselt ist oder offen.

Ich habe hier einen superleichten ungekapselten Kopfhörer, der
klangmäßig nach außen hin so gut wie überhaupt nicht abschirmt. So ein
Teil, das in der Bahn alle Mitfahrer nerven würde. Der lässt den Sound
aber natürlich auch in die andere Richtung (zu mir) durch.

Ich denke man sollte da vielleicht eine Einstellung finden, so dass man
die anderen Mitmusiker noch gut hört, aber eben auch seine eigenen
Spielfehler, aber das ist natürlich alles subjektiv.

Viele Grüße

Sebastian

Soulmatic

unread,
Oct 6, 2004, 12:22:59 PM10/6/04
to
"Achim Göbel" <in...@infotaxi.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ck11k5$5fm$04$1...@news.t-online.com...
wichtiger Aspekt!! Ich möchte auch noch eine Lanze für den "richtigen" amp
brechen.

"Knacks!!!......."

Ein Combo Röhrenverstärker ab 30 Watt (vielleicht sogar noch mit einem
kleinen Federhall) reicht meines Erachtens, gerade für einen Beginner, für
fast alle Lebensumstände aus.

--
See you

Werner "Werner" Hammer
Soulmatic
Soulmates in Blues,Soul,R&B
http://www.soulmatic.com


Andreas Scholz

unread,
Oct 6, 2004, 1:18:06 PM10/6/04
to

"Soulmatic" <wer...@soulmatic.com> schrieb im Newsbeitrag
news:ck169f$9fp$1...@news.rhein-zeitung.de...

> > Zum Üben ist ja o.k., aber warum möchtest du beim Proben einen Kopfhörer
> > benutzen? hast du keine Lust auf deine Kollegen?
> >
> > Grüße
> > Achim
> >
> wichtiger Aspekt!! Ich möchte auch noch eine Lanze für den "richtigen" amp
> brechen.
>
> "Knacks!!!......."
>
> Ein Combo Röhrenverstärker ab 30 Watt (vielleicht sogar noch mit einem
> kleinen Federhall) reicht meines Erachtens, gerade für einen Beginner,
für
> fast alle Lebensumstände aus.
>
30 Watt Röhre ist doch schon absoluter Overkill... . Mein 15wattiger Fender
Blues Junior röhrt locker gegen einen Drummer im Proberaum an, reicht für
Clubgigs locker aus, bringt einen guten Röhrensound auch noch bei
"Zimmerlautstärke" und ist leicht und locker zu transportieren. Und wenns
mal richtig laut werden soll, dann kann man ja immer noch abmiken.

Das mit nem Multieffekt und Kopfhörer habe ich auch schon seit Jahren immer
mal wieder probiert, aber mit jedem Effektgerät(/MiniAmp nur für kurze Zeit.
Das klingt nicht toll, Kopfhörer nerven und man lässt es nach kurzer Zeit
doch wieder sein.
Ich würde lieber einen guten kleinen Röhrenamp nehmen.

HTH
Andreas


Joachim Hartwig

unread,
Oct 6, 2004, 1:46:18 PM10/6/04
to
Sebastian Ritter wrote:

>
> Manche (wahrscheinlich vor allem die Hersteller) behaupten, man könne
> solche Geräte für Proben oder sogar Liveauftritte auch durchaus direkt
> an die PA hängen.

Ja

>
> Eigentlich kann ich mir schon vorstellen, dass Multieffektgeräte sowas
> heute leisten können, und wenn der Sound, der da rauskommt, gut ist,
> sollte er das ja auch dann noch sein, wenn man eine Stereoanlage
> dranhängt, die Stereoanlage verstärkt ja E-Gitarren von CD auch sonst
> recht gut, und diese Sounds wurden ursprünglich ja auch zum großen Teil
> mit digitalen Effektgeräten behandelt.

Ob die Stereoanlage das volle Frequenzband eine E-Gitarre ordentlich
schafft, hängt von der Anlage ab

>
> Wenn das Effektgerät rein digital ist sollte doch auch ein super
> Röhren-Gitarrenverstärker aus dem dann digital verarbeiteten
> Ausgangssignal nicht mehr rausholen können, als aus dem Effektgerät
> herauskommt, ein Verstärker kann nach meinem Verständnis der Technik ja
> nichts verbessern, sondern nur verstärken.

Ein Verstärker ist zusätzlich klangbildend

> Daher die Frage: taugen die Dinger was?

ja (Digitech GNX3)

> Setzt das jemand von Euch so ein wie ich das vorhabe?

Zuhause aber hauptsächlich über einen normalen Gitarrenverstärker

>
> Wenn man sowas wie beschrieben einsetzen will: wieviel sollte man in das
> Gerät investieren?

Das kommt auf den Geldbeutel/Anspruch an

>
> Macht es Sinn, ein wirklich gutes Effektgerät zu kaufen und auf den
> Gitarrenverstärker ganz zu verzichten, wenn zu Hause eine gute
> Stereoanlage und im Proberaum eine kleine PA vorhanden ist, wo man das
> dranhängen könnte?

Kommt drauf an

Joachim Hartwig

unread,
Oct 6, 2004, 1:54:47 PM10/6/04
to
Frank Hucklenbroich wrote:


>
> imho schon, wenn das mit der PA geht und ein Mixer vorhanden ist, über den
> Du Dich einschleifen kannst. Nachteil bei der PA ist halt nur, daß Du
> keinen Amp als Monitor für Dich hast, d.H. die Gitarre ist für Dich nur so
> laut zu hören, wie sie im Gesamtmix ist. Manchen Gitarristen ist das zu
> leise, die wollen halt lieber einen Amp haben, vor den sie sich dann
> stellen können um sich selbst besser zu hören. Ist Geschmackssache.
>
>

Das sollte eigentlich kein Problem sein;
im Zweifel schließt man einen zusätzlichen
Verstärker/Monitor an die DI-Box an.

Achim Göbel

unread,
Oct 6, 2004, 10:11:00 PM10/6/04
to
Andreas Scholz wrote:

> "Soulmatic" <wer...@soulmatic.com> schrieb

>> Ein Combo Röhrenverstärker ab 30 Watt (vielleicht sogar noch mit einem
>> kleinen Federhall) reicht meines Erachtens, gerade für einen Beginner,
>> für fast alle Lebensumstände aus.

Das wollte ich am Anfang des Threads auch schreiben, da waren aber schon so
viele Effekt- und Podfetischisten am Werk ;-)


> 30 Watt Röhre ist doch schon absoluter Overkill... . Mein 15wattiger
> Fender Blues Junior röhrt locker gegen einen Drummer im Proberaum an,
> reicht für Clubgigs locker aus, bringt einen guten Röhrensound auch noch
> bei "Zimmerlautstärke" und ist leicht und locker zu transportieren. Und
> wenns mal richtig laut werden soll, dann kann man ja immer noch abmiken.

Na ja, 30 Watt gehen ist noch nicht unbedingt überdimensioniert. Aber der
Blues Junior ist echt klasse. nicht nur für Anfänger.

> Das mit nem Multieffekt und Kopfhörer habe ich auch schon seit Jahren
> immer mal wieder probiert, aber mit jedem Effektgerät(/MiniAmp nur für
> kurze Zeit. Das klingt nicht toll, Kopfhörer nerven und man lässt es nach
> kurzer Zeit doch wieder sein.

Meine Meinung zum Thema Multieffekte:
Wer nicht Gitarre spielen kann dem nützen sie nicht viel, wer es kann
braucht sie nicht ;-)

Ernsthaft, ich halte Effekte grade bei Anfängern für wenig nützlich. Sie
suggerieren oft etwas zu können was auch ohne gehen würde wenn man es denn
könnte.

> Ich würde lieber einen guten kleinen Röhrenamp nehmen.

Es gibt inzwischen auch ganz nette Transistoramps die gut gebräuchlich sind,
ansonsten ack

Grüße
Achim


Kai Glanz

unread,
Oct 7, 2004, 1:44:25 AM10/7/04
to

"Sebastian Ritter" <rit...@uni-paderborn.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4163ef91$1...@olaf.komtel.net...

>
> Ich denke, ich werde in der nächsten Zeit mal zusehen, mir so ein
> Effektgerät zu besorgen, zumal auch noch nicht so sehr feststeht, in
> welche Richtung meine / unsere Musik überhaupt gehen soll, als
Anfänger
> muss man das ja erst mal ausloten, ein paar Effekte wären dazu sowieso


Hallo Sebastian,

wenn Du sowieso noch nicht weisst in welche Richtung Deine Musik gehen
soll, würde ich vorschlagen, entweder einen kleinen Amp zu holen (wurde
hier nicht in einer Antwort ein Fender Blues irgendwas vorgeschlagen?)
oder ein günstiges Effektgerät. Wenn Du dann etwas länger spielst,
weisst Du besser wo Deine Schwerpunkte liegen und auch Deine Bedürfnisse
und danach kannst Du dann wesentlich besser beurteilen welche Geräte für
Dich geeignet sind und welche nicht. Ausserdem hatte ich den Eindruck
das ich am Anfang alles toll fand vom Klang her und jetzt seh ich das
schon wesentlich differenzierter und bin nicht mehr so schnell
zufriedenzustellen.

Viele Grüße

Kai

Andreas Scholz

unread,
Oct 7, 2004, 12:45:14 PM10/7/04
to

"Achim Göbel" <in...@infotaxi.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ck27ul$voc$01$1...@news.t-online.com...

>
> >> Ein Combo Röhrenverstärker ab 30 Watt (vielleicht sogar noch mit einem
> >> kleinen Federhall) reicht meines Erachtens, gerade für einen Beginner,
> >> für fast alle Lebensumstände aus.
>
> Das wollte ich am Anfang des Threads auch schreiben, da waren aber schon
so
> viele Effekt- und Podfetischisten am Werk ;-)

Zitat meines 56jährigen Mitgitarristen, als ich mal mit nem Tubescreamer als
(einzigem!!!) Effektgerät im Keller auftauchte: "Willste Gitarrespielen oder
Stepptanzen ..., wozu hast Du denn die Volumeregler an der Guitarräh?" ;-)
Ob er wenigstens ein WahWah akzeptieren würde, hab ich mich noch nicht
gewagt zu testen ;-).


>
>
> > 30 Watt Röhre ist doch schon absoluter Overkill... . Mein 15wattiger
> > Fender Blues Junior röhrt locker gegen einen Drummer im Proberaum an,
> > reicht für Clubgigs locker aus, bringt einen guten Röhrensound auch noch
> > bei "Zimmerlautstärke" und ist leicht und locker zu transportieren. Und
> > wenns mal richtig laut werden soll, dann kann man ja immer noch abmiken.
>
> Na ja, 30 Watt gehen ist noch nicht unbedingt überdimensioniert. Aber der
> Blues Junior ist echt klasse. nicht nur für Anfänger.

Hatte zunächst auch den Peavey Classic 30 im Visier, da ich auch dachte,
dass die 15 Watt zu leise sind. Aber mittlererweile hab ich mich an das
mitleidige Grinsen gewöhnt, wenn ich das Kleinteil zu einer Session
mitschleppe ... und auch an die bösen Blicke, wenn ich das Teil mal
aufreisse ;-).

> Meine Meinung zum Thema Multieffekte:
> Wer nicht Gitarre spielen kann dem nützen sie nicht viel, wer es kann
> braucht sie nicht ;-)
>
> Ernsthaft, ich halte Effekte grade bei Anfängern für wenig nützlich. Sie
> suggerieren oft etwas zu können was auch ohne gehen würde wenn man es denn
> könnte.

Full ACK. Was nutzen Effekte, wenn die Basis nicht stimmt. Der Ton kommt aus
den Fingern. Fasziniert mich immer wieder bei dem o.g. Altrocker: seinen Ton
erkennt man, egal ob er ne Konzertgitarre oder eine Tele spielt .. .
(Überzogen eingesetzte) Effekte verleiten zum pfuschen und den Sound nicht
mehr mit Spieltechnik zu machen. Da lernt man nix gutes mit. Effekte find
ich dann gut, wenn sie so dezent eingestellt sind, dass man gar nicht
bemerkt, dass sie da sind.

>
> > Ich würde lieber einen guten kleinen Röhrenamp nehmen.
>
> Es gibt inzwischen auch ganz nette Transistoramps die gut gebräuchlich
sind,
> ansonsten ack

Nee Achim, da sag ich jetzt nix zu, bloss nicht wieder so ein Glaubenskrieg

Gruss
Andreas (Ibanez AS 120, Kabel, Blues Jr., das reicht!)


Martin Froschauer

unread,
Oct 7, 2004, 2:24:33 PM10/7/04
to
Andreas Scholz wrote:

> Zitat meines 56jährigen Mitgitarristen, als ich mal mit nem
> Tubescreamer als (einzigem!!!) Effektgerät im Keller auftauchte:
> "Willste Gitarrespielen oder Stepptanzen ..., wozu hast Du denn die
> Volumeregler an der Guitarräh?" ;-) Ob er wenigstens ein WahWah
> akzeptieren würde, hab ich mich noch nicht gewagt zu testen ;-).

auch in den 60ern wurden Effekte verwendet *vbg*: Tonebender,
Treblebooster, Fuzzface, Wahwah usw. Gruppen wie Police oder U2 waeren
ohne Chorus bzw. Halleffekte gar nicht denkbar. Es wurde und wird schon
immer mit Effekten gespielt. In bestimmten Country-/Pop- und
Jazz-Stilarten kommt man ohne irgenwelche Effekte aus. Tom Morrello,
John Petrucci setzen wiederum verstaerkt Effekte ein. Alan Holdsworth
griff gar zur Synthaxxe *g*. Mangelnde Fertigkeit kann selbstredend
nicht durch Effekte ersetzt werden.

bye Maddin
(Achim weiss, dass ich kein Effektfetischist bin *g*)


Achim Göbel

unread,
Oct 7, 2004, 2:45:02 PM10/7/04
to
Andreas Scholz wrote:

> Zitat meines 56jährigen Mitgitarristen, als ich mal mit nem Tubescreamer
> als (einzigem!!!) Effektgerät im Keller auftauchte: "Willste
> Gitarrespielen oder Stepptanzen ..., wozu hast Du denn die Volumeregler an
> der Guitarräh?" ;-) Ob er wenigstens ein WahWah akzeptieren würde, hab ich
> mich noch nicht gewagt zu testen ;-).

Kenne ich den? heißt der zufällig Franz?

> Hatte zunächst auch den Peavey Classic 30 im Visier, da ich auch dachte,
> dass die 15 Watt zu leise sind. Aber mittlererweile hab ich mich an das
> mitleidige Grinsen gewöhnt, wenn ich das Kleinteil zu einer Session
> mitschleppe ... und auch an die bösen Blicke, wenn ich das Teil mal
> aufreisse ;-).

Der Classic 30 ist auch ein schöner Amp. Der ist abre lt eines Kollegen
ziemlich anfällig was die Röhrensockel betrifft. Weiß allerdings auch nicht
mehr genau wie sich das bemerkbar gemacht hat. Der Kumpel hatte jedenfalls
2 davon die den gleichen Stress machten.


>> Es gibt inzwischen auch ganz nette Transistoramps die gut gebräuchlich

>> sind ansonsten ack

> Nee Achim, da sag ich jetzt nix zu, bloss nicht wieder so ein
> Glaubenskrieg

Den Glaubenskrieg habe ich mal im Harpchat kurzfristig beenden können. Da
behauptete doch jemand, daß eine Harp nir durch Röhren "bluesig, dreckig,
rauh und authentisch" klingen könne.
Habe ihm http://www.pianoandharp.de/bringit.mp3 zu hören gegeben, da war
Schluß mit lustig. Der Harper spielt einen Roland Cube20 :-)

Grüße
Achim


Achim Göbel

unread,
Oct 7, 2004, 2:48:45 PM10/7/04
to
Martin Froschauer wrote:

> auch in den 60ern wurden Effekte verwendet *vbg*: Tonebender,
> Treblebooster, Fuzzface, Wahwah usw. Gruppen wie Police oder U2 waeren
> ohne Chorus bzw. Halleffekte gar nicht denkbar. Es wurde und wird schon
> immer mit Effekten gespielt. In bestimmten Country-/Pop- und
> Jazz-Stilarten kommt man ohne irgenwelche Effekte aus. Tom Morrello,
> John Petrucci setzen wiederum verstaerkt Effekte ein. Alan Holdsworth
> griff gar zur Synthaxxe *g*.

Das will ich ja gar nicht in Abrede stellen...

> Mangelnde Fertigkeit kann selbstredend
> nicht durch Effekte ersetzt werden.

... so lange das beachtet wird :-). Beim OP hatte ich allerdings da Gefühl
das er die eigenen Fertigkeiten zu wenig Aufmerksamkeit schenkt.

> bye Maddin
> (Achim weiss, dass ich kein Effektfetischist bin *g*)

jou ;-)

Grüße
Achim

Cornelia Schneider

unread,
Oct 7, 2004, 2:57:39 PM10/7/04
to
Achim =?ISO-8859-15?Q?G=F6bel?= <in...@infotaxi.de> wrote in
news:ck4267$9b4$02$1...@news.t-online.com:

> Habe ihm http://www.pianoandharp.de/bringit.mp3 zu hören gegeben,

> da war Schluá mit lustig. Der Harper spielt einen Roland Cube20 :-)

... und wie ich hier schon mal erwähnte, geht mir an Amps nix mehr
über meinen Trace Elliot Super Tramp in Hybdridtechnik (den es aber
leider nicht mehr neu zu kaufen gibt). Und wie hieß doch gleich noch
dieser 2x10" (oder waren es 2x8"?) Combo von Gallien Krueger vor gut
20 Jahren, der volltransistorisiert war und röhriger als viele Röhren
klang? Das Teil hätte ich wirklich gern mal.

Cornelia

--
Be out and be proud - today is the first day of the rest of your life

Support Transgenre Strasbourg : http://www.sts67.org
site personnel : http://surf.to/fofol

Achim Göbel

unread,
Oct 7, 2004, 3:14:17 PM10/7/04
to
Cornelia Schneider wrote:

> Und wie hieß doch gleich noch
> dieser 2x10" (oder waren es 2x8"?) Combo von Gallien Krueger vor gut
> 20 Jahren, der volltransistorisiert war und röhriger als viele Röhren
> klang? Das Teil hätte ich wirklich gern mal.

Jau, der war klasse. Kaum größer als ein Sixpack und Rotze bis zum geht
nicht mehr. Wenn du wieder weißt wie der heißt lass es mich wissen, möchte
ich auch gerne haben ;-)

Grüße
Achim

Cornelia Schneider

unread,
Oct 7, 2004, 4:16:33 PM10/7/04
to
Achim =?ISO-8859-15?Q?G=F6bel?= <in...@infotaxi.de> wrote in
news:ck43t1$psp$04$1...@news.t-online.com:

> Jau, der war klasse. Kaum größer als ein Sixpack und Rotze bis zum
> geht nicht mehr.

Genau.

> Wenn du wieder weißt wie der heißt lass es mich

> wissen, môchte ich auch gerne haben ;-)

Wird wohl der hier gewesen sein (2x6.5"!): <http://www.harmony-
central.com/Guitar/Data/Gallien_Krueger/2_89_250ML-01.html> Sollte
mich wundern, wenn es die noch oft gäbe, aber wer weiß ...

Niels Ott

unread,
Oct 7, 2004, 5:07:38 PM10/7/04
to
Frank Hucklenbroich wrote:
> Das kann man auch ohne Probleme. Es gibt mehr als genug (professionelle)
> Gitarristen, die live z.B. über einen POD ins Mischpult gehen. Spricht ja
> auch nichts dagegen - ein Gitarrenverstärker muß live (ab einer bestimmten

Etwas spricht nicht dagegen, aber jemand, nämlich die Bandkollegen.

Aber IdR erholt sich ein durchschnittlicher Gitarrist innerhalb von 3 bis 5
Monaten von der Anschaffung eines Amp Modelers. D.h. nach spätestens 5
Monaten spielt er wieder Gitarre, nicht mehr Knöpfchendreher.

... hat er vorher schon gewußt, was ein guter Gitarrensound ist, dann kann
man ab diesem Zeitpunkt wieder mit ihm auf die Bühne.

(Denkt Euch beliebig viele Smilies hin, an diese ironische Verarbeitung
meiner Vergangenheit als Opfer einens Modeler-Gitarristen.)

Niels

--
Stage Piano for sale! http://www.drni.de/sale/
Bei den Menschen heißt die Dressur Erziehung.

Niels Ott

unread,
Oct 7, 2004, 5:11:28 PM10/7/04
to
Achim Göbel wrote:
> Habe ihm http://www.pianoandharp.de/bringit.mp3 zu hören gegeben, da war
> Schluß mit lustig. Der Harper spielt einen Roland Cube20 :-)

Wenn es sich hierbei um das bunte Schächtelchen handelt, das der Harper
2003 bei Claudi dabei hatte, dann kann ich nur sagen: Ich hab mich
gewundert, wie ne Streichholzschachtel rocken kann, aber es stimmt echt.

Achim Göbel

unread,
Oct 7, 2004, 5:40:53 PM10/7/04
to
Niels Ott wrote:

> Achim Göbel wrote:
>> Habe ihm http://www.pianoandharp.de/bringit.mp3 zu hören gegeben, da war
>> Schluß mit lustig. Der Harper spielt einen Roland Cube20 :-)
>
> Wenn es sich hierbei um das bunte Schächtelchen handelt, das der Harper
> 2003 bei Claudi dabei hatte, dann kann ich nur sagen: Ich hab mich
> gewundert, wie ne Streichholzschachtel rocken kann, aber es stimmt echt.

Da muss ich dich enttäuschen, das war der größere Bruder: Cube30 ;-)

Grüße
Achim

Kai Glanz

unread,
Oct 8, 2004, 1:20:57 AM10/8/04
to
"Niels Ott" <nien...@drni.de> schrieb im Newsbeitrag
news:2slph2F...@uni-berlin.de...

> Frank Hucklenbroich wrote:
> > Das kann man auch ohne Probleme. Es gibt mehr als genug
(professionelle)
> > Gitarristen, die live z.B. über einen POD ins Mischpult gehen.
Spricht ja
> > auch nichts dagegen - ein Gitarrenverstärker muß live (ab einer
bestimmten
>
> Etwas spricht nicht dagegen, aber jemand, nämlich die Bandkollegen.
>
> Aber IdR erholt sich ein durchschnittlicher Gitarrist innerhalb von 3
bis 5
> Monaten von der Anschaffung eines Amp Modelers. D.h. nach spätestens 5
> Monaten spielt er wieder Gitarre, nicht mehr Knöpfchendreher.

da kann ich nur zustimmen. Das ging mir genauso. Anstatt weiter Gitarre
zu lernen, habe ich auch nur Knöpfchen gedreht und "neue Sounds"
ausprobiert, aber das hat sich Gottseidank wieder gelegt.

Viele Grüße

Kai

Andreas Klemm

unread,
Oct 8, 2004, 2:44:44 AM10/8/04
to
In article <2smmj8F...@uni-berlin.de>,

"Kai Glanz" <kai....@gmx.de> writes:
> da kann ich nur zustimmen. Das ging mir genauso. Anstatt weiter Gitarre
> zu lernen, habe ich auch nur Knöpfchen gedreht und "neue Sounds"
> ausprobiert, aber das hat sich Gottseidank wieder gelegt.

Zu den Amp Modellern mal die Frage, ob die sich auf der Bühne
überhaupt genügend durchsetzen.

Deshalb würde ich vielleicht doch eher zu einem Tube Amp raten.

Da muß man dann etwas jonglieren, ob man auch gute cleansounds
haben möchte. Dann braucht man uU doch ein paar Watt mehr,
dann wirds aber uU wieder im übersteuerten Kanal zu laut ...

Wobei es uU auch reicht, wenn man Volume an der Gitarre runterregelt,
wenn man nicht gerade einen heißen PU hat. Das geht mit den
Gibson Classic PUs gut und vergleichbaren.

Ein Freund von mir hat zwei Marshall Röhrencombos und einen
Transistor based (das Modell das auch BB King on stage spielt);
Laney or sowas .. L5 . ich weiß nicht mehr.

Na ja, jedenfalls meinte er, daß das Teil über PA irre klingt,
sich aber ohne PA kaum durchsetzen würde. Im Bereich der Band
irre laut, nur das Publikum habe nix mehr gehört ...

Vielleicht ist so ein Peavey 30W Classic nen ganz gutes Teil ..

Hab schon von vielen Seiten gehört, daß der sich in ner
Coverband (80er) gut machen würde ...

Gruß

Andreas ///

--
http://www.64bits.de
http://www.apsfilter.org
http://people.FreeBSD.org/~andreas

Niels Ott

unread,
Oct 8, 2004, 4:02:46 AM10/8/04
to
Andreas Scholz wrote:
> Andreas (Ibanez AS 120, Kabel, Blues Jr., das reicht!)

Aber, Du kennst Dich doch mit Computern aus, oder? Wie wär's denn da mit so
einem Apple Notebook und, ich kenn da so ne ganz tolle VST-Software, wer
einmal auf Software umgestiegen ist, der will nie wieder zurück!

Sieht auch cool auf der Bühne aus, abmoshen neben dem Leuchten des Apfels
auf dem Amp-Stack.

SCNR!

Niels

--
Stage Piano for sale! http://www.drni.de/sale/

Sag mir Deinen Namen, und ich sage Dir, wie Du heißt.

Andreas Scholz

unread,
Oct 8, 2004, 12:35:45 PM10/8/04
to

"Achim Göbel" <in...@infotaxi.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ck4267$9b4$02$1...@news.t-online.com...

> > Zitat meines 56jährigen Mitgitarristen, als ich mal mit nem Tubescreamer
> > als (einzigem!!!) Effektgerät im Keller auftauchte: "Willste
> > Gitarrespielen oder Stepptanzen ..., wozu hast Du denn die Volumeregler
an
> > der Guitarräh?" ;-) Ob er wenigstens ein WahWah akzeptieren würde, hab
ich
> > mich noch nicht gewagt zu testen ;-).
>
> Kenne ich den? heißt der zufällig Franz?

Nee, aber vielleicht hat er doch noch einen Bruder, den er mir nicht
vorgestellt hat ;-).

>
> > Hatte zunächst auch den Peavey Classic 30 im Visier, da ich auch dachte,
> > dass die 15 Watt zu leise sind. Aber mittlererweile hab ich mich an das
> > mitleidige Grinsen gewöhnt, wenn ich das Kleinteil zu einer Session
> > mitschleppe ... und auch an die bösen Blicke, wenn ich das Teil mal
> > aufreisse ;-).
>
> Der Classic 30 ist auch ein schöner Amp. Der ist abre lt eines Kollegen
> ziemlich anfällig was die Röhrensockel betrifft. Weiß allerdings auch
nicht
> mehr genau wie sich das bemerkbar gemacht hat. Der Kumpel hatte jedenfalls
> 2 davon die den gleichen Stress machten.

Ja, kann ich aus Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis bestätigen. Die Sockel
sind recht "einfach" gemacht und die Klammern leiern bei häufigerem
Röhrenwechsel schnell aus.


>
>
> >> Es gibt inzwischen auch ganz nette Transistoramps die gut gebräuchlich
> >> sind ansonsten ack
>
> > Nee Achim, da sag ich jetzt nix zu, bloss nicht wieder so ein
> > Glaubenskrieg
>
> Den Glaubenskrieg habe ich mal im Harpchat kurzfristig beenden können. Da
> behauptete doch jemand, daß eine Harp nir durch Röhren "bluesig, dreckig,
> rauh und authentisch" klingen könne.
> Habe ihm http://www.pianoandharp.de/bringit.mp3 zu hören gegeben, da war
> Schluß mit lustig. Der Harper spielt einen Roland Cube20 :-)

Nein, ich schreib jetzt nix zum Sound dazu ... ;-). Aber die Mucke gefällt
mir, ist genau meine Welt. Und die Stimmung da, war bestimmt ein geiler Gig
...

Gruss
Andreas


Achim Göbel

unread,
Oct 8, 2004, 1:26:02 PM10/8/04
to
Andreas Scholz wrote:

> [Röhre vs. Transistor]


>>
>> Den Glaubenskrieg habe ich mal im Harpchat kurzfristig beenden können. Da
>> behauptete doch jemand, daß eine Harp nir durch Röhren "bluesig, dreckig,
>> rauh und authentisch" klingen könne.
>> Habe ihm http://www.pianoandharp.de/bringit.mp3 zu hören gegeben, da war
>> Schluß mit lustig. Der Harper spielt einen Roland Cube20 :-)
>
> Nein, ich schreib jetzt nix zum Sound dazu ... ;-).

Brauchst du auch nicht, der Berti spielt einfach geil :-)

> Aber die Mucke gefällt
> mir, ist genau meine Welt. Und die Stimmung da, war bestimmt ein geiler
> Gig ...

Freut mich zu hören, Wo kommst du her? Kannst ja evtl. mal mitspielen wenn
wir in der Gegend sind.

War wirklich ein geiler Gig, da waren wir Opener der Blues Session in der
Uni Bochum (April 2003?)

Grüße
Achim

Andreas Scholz

unread,
Oct 8, 2004, 4:18:23 PM10/8/04
to

"Achim Göbel" <in...@infotaxi.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ck6hto$auv$05$1...@news.t-online.com...

> > [Röhre vs. Transistor]
> >>
> >> Den Glaubenskrieg habe ich mal im Harpchat kurzfristig beenden können.
Da
> >> behauptete doch jemand, daß eine Harp nir durch Röhren "bluesig,
dreckig,
> >> rauh und authentisch" klingen könne.
> >> Habe ihm http://www.pianoandharp.de/bringit.mp3 zu hören gegeben, da
war
> >> Schluß mit lustig. Der Harper spielt einen Roland Cube20 :-)
> >
> > Nein, ich schreib jetzt nix zum Sound dazu ... ;-).
>
> Brauchst du auch nicht, der Berti spielt einfach geil :-)

Ja, das finde ich nach den Aufnahmen zu urteilen auch!


>
> > Aber die Mucke gefällt
> > mir, ist genau meine Welt. Und die Stimmung da, war bestimmt ein geiler
> > Gig ...
>
> Freut mich zu hören, Wo kommst du her? Kannst ja evtl. mal mitspielen wenn
> wir in der Gegend sind.

Komme aus Hameln, Nds. Für Sessions bin ich immer zu haben und als
Gitarrist, Basser, Harper und wenns bluesig rauh klingen soll auch als
Shouter einsetzbar. Wenn was anliegt, wär ich gern mal dabei ;-).

Bluesige Grüsse
Andreas


Matthias Warkus

unread,
Oct 8, 2004, 2:33:43 PM10/8/04
to
Am Thu, 07 Oct 2004 20:24:33 +0200 schrieb Martin Froschauer:
> auch in den 60ern wurden Effekte verwendet *vbg*: Tonebender,
> Treblebooster, Fuzzface, Wahwah usw. Gruppen wie Police oder U2 waeren
> ohne Chorus bzw. Halleffekte gar nicht denkbar.

Da kann man ruhig noch früher greifen. Was wäre die Spencer Davis Group
ohne Big Muff?

> Es wurde und wird schon
> immer mit Effekten gespielt. In bestimmten Country-/Pop- und
> Jazz-Stilarten kommt man ohne irgenwelche Effekte aus.

Ich dachte, ein Jazzgitarrist brauche *immer* einen guten Chorus.

mawa
--
| /~~\
|/~\ /~\ /~~|\ //~~||/~\|_/| |(~| (|_|/~~||/~\ /~\|/~\ /~\ /~/ /~\|/~\/~~|
| | |\__| \/\/ \__|| | \ \_/|_) \__ \__|| |\_/| | |\/_o\_/| \__|
\__| \__|

Martin Froschauer

unread,
Oct 8, 2004, 5:34:41 PM10/8/04
to
Matthias Warkus wrote:

> Ich dachte, ein Jazzgitarrist brauche *immer* einen guten Chorus.

nein, eigentlich nicht. Beim Pat Metheny gehoert es zum Markenzeichen
ansonsten: Jim Hall, Barney Kessel, Joe Pass, Herb Hellis, Pat Martino,
Larry Coryell , George Benson usw. alle ohne Effekte.

bye Maddin


Achim Göbel

unread,
Oct 8, 2004, 11:16:51 PM10/8/04
to
Andreas Scholz wrote:

>> Freut mich zu hören, Wo kommst du her? Kannst ja evtl. mal mitspielen
>> wenn wir in der Gegend sind.
>
> Komme aus Hameln, Nds. Für Sessions bin ich immer zu haben und als
> Gitarrist, Basser, Harper und wenns bluesig rauh klingen soll auch als
> Shouter einsetzbar. Wenn was anliegt, wär ich gern mal dabei ;-).

Ist ja nicht so weit, evtl Anfang 2005 beim Jörn im Gemeindehaus
(Bielefeld-Brake)?

Grüße
Achim

Radbert Grimmig

unread,
Oct 9, 2004, 3:38:51 AM10/9/04
to
Matthias Warkus <mawa...@gnome.org> schrieb:

>Ich dachte, ein Jazzgitarrist brauche *immer* einen guten Chorus.

Ein Jazzgitarist braucht irgendeine Gitarre und gut ist.

--

Gruß
Radbert

Marco Funk

unread,
Oct 9, 2004, 7:54:49 AM10/9/04
to
Martin Froschauer schrieb:

> Matthias Warkus wrote:
>>Ich dachte, ein Jazzgitarrist brauche *immer* einen guten Chorus.
>
> nein, eigentlich nicht. Beim Pat Metheny gehoert es zum Markenzeichen

Das ist _SO_ nicht ganz richtig.
Hab mal irgendwo was über Pat's Setup gelesen:
IIRC benutzt er zwei Amps, die über einen ganz leichten (wenige msec)
Delay sein Spiel wiedergeben.
Das ergibt zwar einen leicht schwebenden Sound, aber ein Chorus ist das
nicht.

Hab das auch mal mit nem Multieffekt versucht nachzuempfinden. Natürlich
musste ich da noch einen leichten Detune einstellen, um den
Dopplereffekt zu bekommen, der mit zwei Amps (nicht direkt nebeneinander
stehend) on Stage ganz natürlich entsteht. Und im direkten Vergleich
mit nem Chorus finde ich, dass der Delay-Sound etwas subtiler klingt,
nicht so "aufdringlich" wie ein Chorus-Effekt.

Meine Meinung zum Topic:
Das Allerwichtigste für nen guten Sound ist und bleibt für mich der Amp.
Damit bekommt man dann die häufigst benutzten Effekte (Chorus und
Overdrive) eh meist mitgeliefert.
Über die Effect-Loop kann man dann immer noch weitere Effekte, wenn
benötigt ins Setup einbinden. Entweder in Form von einzelnen Tretminen,
oder dann eben auch über ein Multieffektgerät.
IMO kann auch die heutige Technik mit Amp-Simulatoren in den Multis
niemals einen ordentlichen Verstärker (Combo oder Stack) ersetzen.

Gruß
Marco - Electronic sucks ;-)

Andreas Scholz

unread,
Oct 9, 2004, 9:11:03 AM10/9/04
to

"Achim Göbel" <in...@infotaxi.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ck7khc$nrs$05$1...@news.t-online.com...
Aber gern doch, halt mich da doch auf dem Laufenden. Sind ja nur ca. 1 1/2
Stunden Fahrt. Da hier die BluesSzene leider nichtexistent ist (ich suche
verzweifelt Mitmusiker, die "den Blues haben") würde ich sowas gern mal
wieder mitmachen.

Mein letzter Versuch, eine BluesCombo zu finden um dort einzusteigen endete
damit, dass diese unter Blues" überwiegend Stücke im Stile von von Deep
Purple, Metallica usw. verstanden und als ich dann auch noch allen Ernstes
eine Heavy-Version von "You my heart ..." von D. "Penisbruch" Bohlen
mitspielen sollte, hab ich ganz schnell meinen Krempel eingepackt und die
Flucht ergriffen ... . Da mach ich doch viel lieber mit meinen
SeniorenRockern AltherrenRock (Clapton, Stones, Eagles, Chuck Berry usw.)
;-).

Würde euch auch gern mal nur als Zuhörer bestaunen.

Gruss
Andreas


Achim Göbel

unread,
Oct 9, 2004, 9:55:25 AM10/9/04
to
Andreas Scholz wrote:

>
> "Achim Göbel" <in...@infotaxi.de> schrieb im Newsbeitrag

>> Ist ja nicht so weit, evtl Anfang 2005 beim Jörn im Gemeindehaus
>> (Bielefeld-Brake)?
>>
> Aber gern doch, halt mich da doch auf dem Laufenden. Sind ja nur ca. 1 1/2
> Stunden Fahrt. Da hier die BluesSzene leider nichtexistent ist (ich suche
> verzweifelt Mitmusiker, die "den Blues haben") würde ich sowas gern mal
> wieder mitmachen.

Gibbet bei euch nicht irgendwo einen Laden wo ständig live-Musik am Start
ist? Weiß nicht mehr wie der heißt, irgendwo auf'm Dorf zwischen Bad Eilsen
und Hameln, afair. Bin mal wieder auf der Suche nach
Auftrittsmöglichkeiten ;-)

> Mein letzter Versuch, eine BluesCombo zu finden um dort einzusteigen
> endete damit, dass diese unter Blues" überwiegend Stücke im Stile von von
> Deep Purple, Metallica usw. verstanden und als ich dann auch noch allen
> Ernstes eine Heavy-Version von "You my heart ..." von D. "Penisbruch"
> Bohlen mitspielen sollte, hab ich ganz schnell meinen Krempel eingepackt
> und die Flucht ergriffen ... . Da mach ich doch viel lieber mit meinen
> SeniorenRockern AltherrenRock (Clapton, Stones, Eagles, Chuck Berry usw.)
> ;-).

Tipp: Am ersten Montag jeden Monats gibt es eine Session im Känguruh in
Bückeburg. Da solltest du Gleichgesinnte finden. Ist auch nicht weit von
Hameln, oder?

> Würde euch auch gern mal nur als Zuhörer bestaunen.

Gerne, ich bin der mit dem Hut ;-)

Grüße
Achim


Sebastian Ritter

unread,
Oct 9, 2004, 12:11:41 PM10/9/04
to
Hallo zusammen!

So, ich habe mir nun - trotz der Bedenken, die viele gegen solche Geräte
haben - nun ein Multieffektgerät zugelegt, und zwar das V-Amp 2 von
Behringer für 111 €, bestellt bei Thomann, es wurde innerhalb von nicht
ganz 2 Tagen geliefert.

Gestern Abend kam es dann auch schon bei einer kleinen Jam-Session zum
Einsatz, wobei das am Anfang erst mal nicht so toll war, da es
tatsächlich so ist, dass man ständig an den vielen Knöpfen herumdreht,
was natürlich von der eigentlichen Musik total ablenkt und auch nicht so
schön für die Mitmusiker ist.

Andererseits finde ich den Klang der diversen simulierten Amps, wenn man
das Gerät denn dann endlich vernünftig eingestellt hat, erheblich besser
als das, was "echte" Gitarrenverstärker in dieser und auch durchaus in
einer höheren Preislage so leisten können.

Zu Hause kann ich über Stereoanlage oder Kopfhörer spielen und der Klang
über die Stereoanlage ist bei so ziemlich allen simulierten
Verstärkermodellen erheblich besser als der Klang von meinem alten
Gitarrenverstärker, der aber zugegebenermaßen auch ein günstiges
Anfängergerät für ca. 80 € war.

Bei uns im Proberaum besteht ja die Möglichkeit, direkt vom Effektgerät
ins Mischpult zu gehen, so dass eigentlich gar kein Gitarrenverstärker
benötigt wird, sondern nur ein Verzerrer und eine Boxensimulation.

Gleichzeitig kann ich aber meinen Kopfhörer auch noch anschließen, und
das ist ja genau so, wie ich es haben wollte. Außerdem brauche ich zum
Proben keinen Amp mehr transportieren, sondern nur noch eine leichte
Tasche, die sogar praktischerweise dabei war.

Die Bedenken, dass so ein Multieffektgerät vom tatsächlichen
Gitarre-Spielen ablenkt teile ich seit gestern auch, deswegen habe ich
mir mittlerweile drei einfache Presets "Clean", "leichte Distortion" und
"volle Distortion" eingestellt. Die ganzen Hall-/Chorus-/Tremolo- und
sonstige Effekte lasse ich erst mal weg, da diese im Moment sowieso
nicht benötigt werden.

Vermutlich hätte es als Ersatz für meinen Anfängerverstärker auch ein
einfacheres Gerät getan, denn viele Funktionen des V-Amp 2 werde ich
sicher nicht benötigen. Aber für meinen Anwendungszweck denke ich, dass
ein solches Gerät schon eine gute Lösung ist.

Vor allem das Kosten-/Nutzen-Verhältnis ist für den studentischen
Geldbeutel im Vergleich zum Mehrwert, den "echte" Amps bieten, wirklich
gut, wobei der Mehrwert "echter" Amps ja auch umstritten ist.

Viele Grüße

Sebastian

Cornelia Schneider

unread,
Oct 9, 2004, 3:25:09 PM10/9/04
to
Sebastian Ritter <rit...@uni-paderborn.de> wrote in
news:4168...@olaf.komtel.net:

> Andererseits finde ich den Klang der diversen simulierten Amps,
> wenn man das Gerät denn dann endlich vernünftig eingestellt hat,
> erheblich besser als das, was "echte" Gitarrenverstärker in dieser
> und auch durchaus in einer höheren Preislage so leisten können.

Das mag unter Homestudiobedingungen gelten, aber wohl kaum auf der
Bühne, wie hier schon merhfach festgestellt wurde.

Kai Glanz

unread,
Oct 10, 2004, 5:31:03 AM10/10/04
to
"Cornelia Schneider" <cschn...@pccsxb.com> schrieb im Newsbeitrag
news:2sqs8lF...@uni-berlin.de...

> Sebastian Ritter <rit...@uni-paderborn.de> wrote in
> news:4168...@olaf.komtel.net:
>
> > Andererseits finde ich den Klang der diversen simulierten Amps,
> > wenn man das Gerät denn dann endlich vernünftig eingestellt hat,
> > erheblich besser als das, was "echte" Gitarrenverstärker in dieser
> > und auch durchaus in einer höheren Preislage so leisten können.
>
> Das mag unter Homestudiobedingungen gelten, aber wohl kaum auf der
> Bühne, wie hier schon merhfach festgestellt wurde.

Hallo Cornelia,

wenn Du mir einen Verstärker zeigen kannst in der Preisklass bis 200
Euro, der annähernd so gut klingt und dabei noch so vielfältig ist wie
der V-Amp hol ich mir den direkt morgen früh bevor ich zur Arbeit muss.
Bin schon länger auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz, den ich
jetzt im Tonelab hoffentlich gefunden hab.

Viele Grüße

Kai

Soulmatic

unread,
Oct 10, 2004, 6:43:52 AM10/10/04
to
"Kai Glanz" <kai....@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:2sse06F...@uni-berlin.de...
Na ja auf den ersten Blick ist das Preis/ Leistungsverhältnis für einen
Modeller unschlagbar. Berechnet man allerdings alles was man braucht mit
ein, so relativiert sich das doch etwas.
Preiswerte Röhernteile gibt es neu ab 550,- (Peavy Classic; alt.Hausmarken )
740,- (Fender Hot Rod).
Bei einem Modeller benötigt man bei Live-Auftritten meist einen Monitor.
Brauchbare Monitore liegen passiv im Schnitt bei 200,- / aktiv bei 300,-
Das wäre also noch zum Modeller hinzuzurechnen, damit ist man schon in der
Größenordnung eines preiswerten Tube-Amps!
Hinzu kommt der "organisatorische Umstand", daß man ja auch für kleine Club
Gigs nicht nur seinen eigenen Monitor-Sound, sondern auch den nach vorne
raus einstellen muß.

Plug and Play!


--
See you

Werner "Werner" Hammer
Soulmatic
Soulmates in Blues,Soul,R&B
http://www.soulmatic.com

Cornelia Schneider

unread,
Oct 10, 2004, 7:18:39 AM10/10/04
to
"Kai Glanz" <kai....@gmx.de> wrote in
news:2sse06F...@uni-berlin.de:

> wenn Du mir einen Verstärker zeigen kannst in der Preisklass bis
> 200 Euro, der annähernd so gut klingt und dabei noch so vielfältig
> ist wie der V-Amp hol ich mir den direkt morgen früh bevor ich zur
> Arbeit muss. Bin schon länger auf der Suche nach einem adäquaten
> Ersatz, den ich jetzt im Tonelab hoffentlich gefunden hab.

Ich weiß, daß ich mich wiederhole, aber wie wär's mit nem SansAmp GT2
von eBay für 70 Teuro (wie der, den Holger Schmid aufgetrieben hat) +
dem billigsten Amp von Peavey (z.B.). Ich garantier dir, daß du damit
sowohl den V-Amp als auch die meisten 'richtigen Amps' wegbläst, sowohl
auf der Bühne als auch im Studio. Frag mal Holger :-) (wie ich hier
schon mal erwähnte, hat ein Freund von mir exakt dies gemacht, über nen
ollen 60W-Combo von HH, den er aus dem Sperrmüll gefischt hat, mit
durchschlagendem Erfolg). Die von Soulmatic angesrochenen Probleme hast
du dann auch nicht mehr. Und ewiges Knöpfchengedrehe auch nicht.

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Martin Froschauer

unread,
Oct 10, 2004, 9:21:40 AM10/10/04
to
Achim Göbel wrote:

> Da muss ich dich enttäuschen, das war der größere Bruder: Cube30 ;-)

wenn es ein aktueller Verstaerker von Roland ist, hat er die COSM
Technologie. Es ist Modeler. Ich beiss dann in den Tisch vor Lachen.

bye Maddin

Andreas Scholz

unread,
Oct 10, 2004, 9:31:16 AM10/10/04
to

"Achim Göbel" <in...@infotaxi.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ck8puh$hao$01$1...@news.t-online.com...

> Gibbet bei euch nicht irgendwo einen Laden wo ständig live-Musik am Start
> ist? Weiß nicht mehr wie der heißt, irgendwo auf'm Dorf zwischen Bad
Eilsen
> und Hameln, afair. Bin mal wieder auf der Suche nach
> Auftrittsmöglichkeiten ;-)

Hm, was mir einfällt, ist das Gasthaus "Hahn" in Ottenstein. Dort ist öfter
mal LiveMucke, allerdings mehr der folkloristische Bereich. Liegt aber auch
nicht unbedingt zwischen Bad Eilsen und Hameln. Das Colohr in Ohr fängt auch
wieder an mit LiveMucke, da könnte ich evtl. was vermitteln. Die Sumpfblume
in Hameln ist auch eine nette Location, aber doch schon eher mit einem
ziemlich grossen Veranstaltungssaal, aber offen für alle Arten von Musik.

> Tipp: Am ersten Montag jeden Monats gibt es eine Session im Känguruh in
> Bückeburg. Da solltest du Gleichgesinnte finden. Ist auch nicht weit von
> Hameln, oder?

So, hab die Kneipe beim Googlen gefunden. Toller Tip, danke. Vor ca. 20
Jahren (jaja, damals ...) hiess der Laden noch "Orangerie" und war eine der
angesagtesten Blueskneipen in der weiteren Umgebung. Da hab ich zu seinen
Lebzeiten noch Blind John Davies gesehen. Habe gar nicht gewusst, dass der
Laden wenn auch unter anderem Namen wiedereröffnet hat und habe ihm oft
nachgetrauert. SUPER-TIP, danke vielmals.

>
> > Würde euch auch gern mal nur als Zuhörer bestaunen.
>
> Gerne, ich bin der mit dem Hut ;-)

Wann, wo, gegen wen?

Gruss und danke für die Tipps
Andreas


Niels Ott

unread,
Oct 10, 2004, 9:32:46 AM10/10/04
to
Martin Froschauer wrote:

Beiss ruhig, aber das Ding ist schon älter.

Übrigens die COSM sachen, ich hab mal so einen Basswürfel getestet und
empfand das ganze als überflüssig. Vor allem die Chorus-Sachen: Mein Ibanez
hat Pickups, die den Sound bei bedarf fetten, da brauch ich das nicht
hinterher...

Ansonsten war der Roland Basswürfel mit COSM oder wie's heißt nett - aber
halt ein Würfel, für zu Hause schon fast zu mickrig.

Bisher hab ich nur einen Amp gespielt, der mir gefallen hat, das war
Vriedls Trace Elliot Schränkchen...

Niels

--
Stage Piano for sale! http://www.drni.de/sale/

Macht's gut! Und danke für den Fisch.

Volker Riedl

unread,
Oct 10, 2004, 11:09:12 AM10/10/04
to
Niels Ott <nien...@drni.de> wrote:

>Bisher hab ich nur einen Amp gespielt, der mir gefallen hat, das war
>Vriedls Trace Elliot Schränkchen...

Ein etwa 18 Jahre alter AH 500 X (GP11) mit einer etwa 15 Jahre alten
Mesa Boogie 1516 Box. Beides mittlereile "very roaded".Ist zwar groß
und sperrig, habe aber für mich noch nichts Besseres gefunden;-)

Regards, vriedl

Kai Glanz

unread,
Oct 10, 2004, 11:31:03 AM10/10/04
to
"Soulmatic" <wer...@soulmatic.com> schrieb im Newsbeitrag
news:ckb3tl$b8u$1...@news.rhein-zeitung.de...

> Na ja auf den ersten Blick ist das Preis/ Leistungsverhältnis für
einen
> Modeller unschlagbar. Berechnet man allerdings alles was man braucht
mit
> ein, so relativiert sich das doch etwas.
> Preiswerte Röhernteile gibt es neu ab 550,- (Peavy Classic;
alt.Hausmarken )
> 740,- (Fender Hot Rod).
> Bei einem Modeller benötigt man bei Live-Auftritten meist einen
Monitor.
> Brauchbare Monitore liegen passiv im Schnitt bei 200,- / aktiv bei
300,-
> Das wäre also noch zum Modeller hinzuzurechnen, damit ist man schon in
der
> Größenordnung eines preiswerten Tube-Amps!
> Hinzu kommt der "organisatorische Umstand", daß man ja auch für kleine
Club
> Gigs nicht nur seinen eigenen Monitor-Sound, sondern auch den nach
vorne
> raus einstellen muß.

also einen Monitor hab ich noch nicht gebraucht. Zumindest keinen extra
Monitor.
Wir benutzen eine PA und alle Instrumente laufen darüber. Keiner hat
extra einen Monitor nur für sich. Fällt das also schonmal weg. Und
selbst kleine Club Gigs würden über die PA laufen.
Aber davon mal ganz abgesehen. Das so ein "richtiger" Verstärker nunmal
besser klingt als ein Modeller ist ja allseits bekannt.
Viele Grüße

Kai

Niels Ott

unread,
Oct 10, 2004, 11:42:03 AM10/10/04
to
Volker Riedl wrote:
> Ein etwa 18 Jahre alter AH 500 X (GP11) mit einer etwa 15 Jahre alten
> Mesa Boogie 1516 Box. Beides mittlereile "very roaded".Ist zwar groß
> und sperrig, habe aber für mich noch nichts Besseres gefunden;-)

Jou. :-)

Ich war zwar mit meinem Sound nicht soo 100% zufrieden aber mit dem EQ
hätte sich das noch hinbiegen lassen - aber den hab ich natürlich mal brav
in Ruhe gelassen. ;)

Ansonsten überzeugende Vintage-Maschine... wo liegt denn der Marktpreis von
sowas derzeit?

Grüße,

Volker Riedl

unread,
Oct 10, 2004, 3:06:54 PM10/10/04
to
Niels Ott wrote:

>Volker Riedl wrote:
>> Ein etwa 18 Jahre alter AH 500 X (GP11) mit einer etwa 15 Jahre alten
>> Mesa Boogie 1516 Box.

>Ansonsten überzeugende Vintage-Maschine... wo liegt denn der Marktpreis von
>sowas derzeit?

Keine Ahnung. der Trace hat seinerzeit 2750,- DM gekostet, die Bassbox
1300,- DM. Ich schätze den AH 500 X auf 500,- Euro, die Boogie 1516
hatte ich vor ein paar Jahren mal für 800,- DM gebraucht gesehen.
Halte ich heute in Euro für realistisch.

Regards, vriedl

Achim Göbel

unread,
Oct 10, 2004, 3:25:35 PM10/10/04
to
Christian van der Linde wrote:

>
> Allzuoft haben die Leute in den Diskussionen nur ihre eigene, manchmal
> etwas einseitige Sichtweise, womit ich jetzt keinen hier im Thread
> angreifen möchte.

Modeller hin oder her, das Argument "ist billiger" lasse ich nicht gelten
weil maqn trotzdem noch eine verstärkende Einheit braucht, also zusätzlich
investieren muss um sich zu hören. Und das mit dem zusätzlichen Kopfhöre
verstehe ich immer noch nicht :-).

Außerdem ging es beim OP AFAIR um einen Anfänger. Da halte ich einen
richtigen Amp auf jeden Fall für sinnvoller weil IMO erst die
Soundmöglichkeiten des Instrumentes ausgeschöpft werden sollten. Wenn man
die drauf hat kann man sich immernoch mit einem Modeller den Horizont
erweitern.

Grüße
Achim

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Stefan Jaskulla

unread,
Oct 11, 2004, 9:32:45 AM10/11/04
to
Marco Funk schrieb

> [Pat Metheny]


> Das ist _SO_ nicht ganz richtig.
> Hab mal irgendwo was über Pat's Setup gelesen:
> IIRC benutzt er zwei Amps, die über einen ganz leichten (wenige msec)
> Delay sein Spiel wiedergeben.
> Das ergibt zwar einen leicht schwebenden Sound, aber ein Chorus ist das
> nicht.
>
> Hab das auch mal mit nem Multieffekt versucht nachzuempfinden. Natürlich
> musste ich da noch einen leichten Detune einstellen, um den
> Dopplereffekt zu bekommen, der mit zwei Amps (nicht direkt nebeneinander

> stehend) on Stage ganz natürlich entsteht. [...]

???
Dass ein leichtes Detune einen fetteren Sound ergibt, ist klar, aber das
entsteht nicht durch zwei Amps, die genau das gleiche - wenn auch zeitlich
leicht versetzt - wiedergeben. (Hierdurch sollte sich nur ein Delay ergeben).

Gruß
Stefan


--
www.ninive-chor.de

Martin Froschauer

unread,
Oct 11, 2004, 11:08:17 AM10/11/04
to
Marco Funk wrote:
>
> Das ist _SO_ nicht ganz richtig.
> Hab mal irgendwo was über Pat's Setup gelesen:
> IIRC benutzt er zwei Amps, die über einen ganz leichten (wenige msec)
> Delay sein Spiel wiedergeben.
> Das ergibt zwar einen leicht schwebenden Sound, aber ein Chorus ist
> das nicht.

hier ein von mir gekuerzter Auszug aus einem Interview:
http://www.digitalinterviews.com/digitalinterviews/views/metheny.shtml

"I used an Acoustic 134 model amp for 20 years, from 1974 to 1994....I
finally settled on the Digitech 2101 DSP guitar preamp.... Like the 134
always was, the output of the Digitech is run into 2 Lexicon Prime-Time
digital delay lines, one on my left at 14 MS delay, one on my right at
26 MS delay. Each delay has a very slight "pitch bend" controlled by
the VCO -- sine wave -- inside the Prime-Time. This is what gives it
the "chorused" thing that I guess I would have to say I was the first
to use extensively in jazz, and that seemed to have influenced a lot of
other guys to"

vor zwei Jahren in Koeln benutzte er einen Lin6 Vetta mit der Ibanez PM

bye Maddin


Marco Funk

unread,
Oct 11, 2004, 12:30:26 PM10/11/04
to
Martin Froschauer schrieb:
> [Interview-Auszug mit Pat Metheny]

Yep, das meinte ich.
Nur die Sache mit dem PitchBend war mir wohl entfallen.
Bzw. ich hab das damals überlesen.

Gruß
Marco

Marco Funk

unread,
Oct 11, 2004, 12:44:21 PM10/11/04
to
Stefan Jaskulla schrieb:

> ???
> Dass ein leichtes Detune einen fetteren Sound ergibt, ist klar, aber das
> entsteht nicht durch zwei Amps, die genau das gleiche - wenn auch zeitlich
> leicht versetzt - wiedergeben. (Hierdurch sollte sich nur ein Delay ergeben).

Bin mir nicht ganz sicher, aber SWIW gibt es bei gerichteten
Schallwellen immer einen Dopplereffekt. Bei zwei Amps bewirkt das doch,
dass die beiden eine leichte "Verstimmung" zueinander haben?
BTW, das ist neben der periodischen Amplitudenveränderung der zweite
wichtige Bestandteil eines Leslies.

Hab aber, wie schon gepostet, bei dem Interview überlesen, dass Pat noch
ein VCO gesteuertes PitchBending aus seinen Delays benutzt.
Daher bei ihm der Detune

Gruß
Marco

Cornelia Schneider

unread,
Oct 11, 2004, 1:03:02 PM10/11/04
to
Marco Funk <man...@arcor.de> wrote in news:416ab867$0$22601$9b4e6d93
@newsread4.arcor-online.net:

> BTW, das ist neben der periodischen Amplitudenveränderung der zweite
> wichtige Bestandteil eines Leslies.

Zwei Amps sind aber seltenst rotierend montiert ...

Marco Funk

unread,
Oct 11, 2004, 6:42:39 PM10/11/04
to
Cornelia Schneider schrieb:
> Marco Funk wrote

>>BTW, das ist neben der periodischen Amplitudenveränderung der zweite
>>wichtige Bestandteil eines Leslies.
>
> Zwei Amps sind aber seltenst rotierend montiert ...
>
yo, seltenst bis gar nie :-)
Hab das auch nur als Beispiel für nen Dopplereffekt gemeint.
Mal sehen, ob ich die Geschichte zur Entdeckung des Leslie-Sounds noch
halbwegs richtig hinbekomme:
Mr. Leslie wollte den Sound der großen Theaterorgeln reproduzieren.
Mit vielen rotierend angebrachten Lautsprechern. Erfolglos, der
gewünschte Sound wollte sich nicht einstellen.
Beim Abbauen, als nur noch eine Box angeschlossen war, kam einer
zufällig auf eine Taste der Orgel. Volltreffer, _das_ war der gesuchte
Sound. (So oder so ähnlich)

Gruß
Marco - hoffend, mal ne B3 mit 147er Leslie sein Eigen zu nennen

Cornelia Schneider

unread,
Oct 11, 2004, 6:56:52 PM10/11/04
to
Marco Funk <man...@arcor.de> wrote in
news:416b0c5f$0$22621$9b4e...@newsread4.arcor-online.net:

> Hab das auch nur als Beispiel für nen Dopplereffekt gemeint.
> Mal sehen, ob ich die Geschichte zur Entdeckung des Leslie-Sounds
> noch halbwegs richtig hinbekomme:
> Mr. Leslie wollte den Sound der großen Theaterorgeln reproduzieren.
> Mit vielen rotierend angebrachten Lautsprechern. Erfolglos, der
> gewünschte Sound wollte sich nicht einstellen.
> Beim Abbauen, als nur noch eine Box angeschlossen war, kam einer
> zufällig auf eine Taste der Orgel. Volltreffer, _das_ war der
> gesuchte Sound. (So oder so ähnlich)

Hmm, hört sich eher nach ner Legende an. Aber zum Dopplereffekt des
Leslie gibt's hier ein paar interessante Sachen zu lesen:
http://archive.keyboardonline.com/features/leslies/leslies.shtml

Marco Funk

unread,
Oct 11, 2004, 7:17:15 PM10/11/04
to
Marco Funk schrieb:

> Mr. Leslie wollte den Sound der großen Theaterorgeln reproduzieren.
> Mit vielen rotierend angebrachten Lautsprechern.

s/rotierend/auf_einer_rotierenden_Platte

Stefan

unread,
Oct 12, 2004, 8:27:07 AM10/12/04
to
KAUF DIR BLOß KEIN MULTIEFFEKTGERÄT, MIT NAMEN PX3 VON KORG...Es ist
grottenschlecht!!!

Ich empfehle dir (um zu sparen) einen Marshall AVT 150 (H)!!!Da sind
nämlich schon sehr gute Effekte drin!!!Echt gut...

Cornelia Schneider

unread,
Oct 12, 2004, 11:35:17 AM10/12/04
to
swen.s...@2tall.de (Holger Schmid ) wrote in
news:1gljwgs.1woec8e16firiwN%swen.s...@2tall.de:

> Wobei ich sagen muss, dass die Qualität der Peripherie schon auch
> eine Rolle spielt. Am besten kommt der GT2 bei mir immer noch am
> Rivera, der auch wiederrum auf einer extra Box mit G12H30 und
> G12-CV Speakern steht.

Ist klar, aber wenn ich mich an den Sound erinnere, den ich mal
damals aus der Kombination SansAmp + kleinster Peavey-Amp mit 8"-
Speaker gekitzelt hab (so'n Ding für ca. 100 Euro) ... da wär der V-
Amp nie rangekommen. Der OP kann mit seinem engen Budget ja erst mal
so anfangen, für nen Rivera isses später auch noch Zeit :o)

> BTW neuerdings spiele ich dank GT2 auch wieder Tele - die
> verzerrten SC- Sounds sind einfach ultraprickelnd ... :-)

Stimmt (obwohl ich eigentlich nie SC spiele).

Cornelia Schneider

unread,
Oct 13, 2004, 10:11:15 AM10/13/04
to
Martin Froschauer <frosc...@web.de> wrote in
news:Dw8bd.4$f5....@newsread.de.ignite.net:

> Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht.

Jo, Alexandras großes Lebensprinzip :o)

Kai Glanz

unread,
Oct 13, 2004, 10:12:03 AM10/13/04
to
"Holger Schmid " <swen.s...@2tall.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1glk6kz.1s7ffim14jfam8N%
> Hört sich trotzdem etwas trashig an, muss aber nicht schlecht sein.
8er
> sind eh ein eigenes Thema, interessant wäre wohl der Vergleich wenn
man
> auch einen VAmp über einen 8er betreibt ... :-)
>

Hallo Holger,

ich betreibe seit fast 2 Jahren einen V-Amp mit 2 * 8" Treibern von
Eminence (Alpha 8 glaub ich) und einer Autoendstufe. Alles
zusammengeschaubt in einem selbstgebastelten Gehäuse.
Der Klang ist ziemlich gut. Für´s üben zuhause reicht das Teil allemal
und eine kleine Bühne kann man damit auch beschallen. Jedenfalls finden
meine Nachbarn 2 Stockwerke über mir das Ding nicht so toll. Wenn sie
könnten würden sie´s mir wegnehmen :-)

Viele Grüße

Kai

Cornelia Schneider

unread,
Oct 13, 2004, 11:51:39 AM10/13/04
to
swen.s...@2tall.de (Holger Schmid ) wrote in
news:1glk6kz.1s7ffim14jfam8N%swen.s...@2tall.de:

> Schade, obwohl auch meinen SC Eskapaden immer schnell etwas
> kitschiges anhaftet, irgendwie rockt es sich mit HBs leichter.

Stimmt. Aber mein Problem ist eigentlich ein ganz anderes: ich komm
mit der längeren Fender-Mensur nicht klar, und ich hab bisher noch
keine bezahlbare Stratkopie auftreiben können mit ner Mensur von 63.5
cm ...

Sebastian Ritter

unread,
Oct 13, 2004, 1:03:17 PM10/13/04
to
Alexandra Schneider wrote:
>
> Wer hier groß jetzt meint flamen zu müssen möge sich doch bitte vorher diese
> Seite durchlesen:
> http://www.tubinger.de/direct.html

Hallo Alexandra,

Super, schon gut nachvollziehbar, was da geschrieben wird.
Ich glaube eben auch nicht, dass ich für 111,- € nen ordentlichen Amp
mit gutem aktiven Ausgang oder neben dem Amp auch noch ein gutes Mikro
zum Abnehmen bekomme, und wir wollen ja im Proberaum auch schon mal
aufnehmen, was wir so spielen.

Ich denke ok, es kann ja sein, dass man mal bei Ebay, auf dem Flohmarkt
oder sonstwo Glück hat und ein echtes Schätzchen von Verstärker günstig
findet, vielleicht mit kleinen Macken oder behebbaren Defekten, aber
dazu gehört natürlich Glück und eine gewisse Geduld.

Solange spiele ich dann inzwischen auf dem V-Amp, oder - wenn ich mal
keine Effekte (einschließlich Verzerrung) will - eben ganz unplugged auf
der Konzertgitarre.

Viele Grüße

Sebastian

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Soulmatic

unread,
Oct 16, 2004, 12:25:31 PM10/16/04
to
"Alexandra Schneider" <alexandr...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:b3vpm0dvu2m94gn5e...@4ax.com...
> On 9 Oct 2004 19:25:09 GMT, Cornelia Schneider <cschn...@pccsxb.com>
> wrote:
>
> >> Andererseits finde ich den Klang der diversen simulierten Amps,
> >> wenn man das Gerät denn dann endlich vernünftig eingestellt hat,
> >> erheblich besser als das, was "echte" Gitarrenverstärker in dieser
> >> und auch durchaus in einer höheren Preislage so leisten können.
> >
> >Das mag unter Homestudiobedingungen gelten, aber wohl kaum auf der
> >Bühne, wie hier schon merhfach festgestellt wurde.
>
> Eine ziemlich treiste Behauptung, die mit dem was hier mehrfach
festgestellt
> wurde, nicht übereinstimmt. (Jemand der in kleinen Clubs, wie auch auf
> großen Bühnen mit dem POD ohne Klangeinbusen seit Jahren glücklich ist)

>
> Wer hier groß jetzt meint flamen zu müssen möge sich doch bitte vorher
diese
> Seite durchlesen:
> http://www.tubinger.de/direct.html
>
> Gruß
> Alexandra

Heya,

nun, um Joe Meek zu zitieren: "If it sounds good it IS good".

Da wäre nur noch die Frage nach der Originalität. Wenn ich mir hundert
Axenschwinger mit POD auf der Bühne vorstelle, so fällt für mich als Zuhörer
ein großer Spaßfaktor weg. Hundert mal dieselbe Auswahl der Grundsounds...
Kann es mit dem POD eine Überraschung geben?
Wenn ich bedenke, wie stark sich z.B unterschiedliche Röhrenfabrikate auf
den Sound meines Amps auswirken - oder noch "schlimmer", verschiedene
Speaker...
Verwende ich zum Beispiel Svetlana Röhren in meinem TSL206 so verwandelt er
sich in eine schnurrende Blues-Katze, sind's die Sovtek so wird er zur
Kettensäge...


--
See you

Werner "Werner" Hammer
Soulmatic
Soulmates in Blues,Soul,R&B
http://www.soulmatic.com


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Soulmatic

unread,
Oct 17, 2004, 6:26:33 AM10/17/04
to

"Alexandra Schneider" <alexandr...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:atr3n0dteuhfu1pko...@4ax.com...

> On Sat, 16 Oct 2004 18:25:31 +0200, "Soulmatic" <wer...@soulmatic.com>
> wrote:
>
> >> Wer hier groß jetzt meint flamen zu müssen möge sich doch bitte vorher
> >diese
> >> Seite durchlesen:
> >> http://www.tubinger.de/direct.html
>
> >Da wäre nur noch die Frage nach der Originalität. Wenn ich mir hundert
> >Axenschwinger mit POD auf der Bühne vorstelle, so fällt für mich als
Zuhörer
> >ein großer Spaßfaktor weg. Hundert mal dieselbe Auswahl der
Grundsounds...
> >Kann es mit dem POD eine Überraschung geben?
> >Wenn ich bedenke, wie stark sich z.B unterschiedliche Röhrenfabrikate auf
> >den Sound meines Amps auswirken - oder noch "schlimmer", verschiedene
> >Speaker...
> >Verwende ich zum Beispiel Svetlana Röhren in meinem TSL206 so verwandelt
er
> >sich in eine schnurrende Blues-Katze, sind's die Sovtek so wird er zur
> >Kettensäge...
>
> Auf dieser Seite befindet sich noch etwas nettes, was du evt. noch
nachlesen
> solltest:
>
> http://www.tubinger.de/podsnds.html
>
> Man erkennt, so ein Modeller, bietet nicht eine begrentze Anzahl an
> Grundsounds, sondern wird durchaus vielfältig und auch reich an Klängen
> eingesetzt. So monoton sollte ein solches Konzert bei Gitarristen mit Hang
> zu individuellen Sounds wohl nicht ausfallen.
>
> Wenn man sich dann noch das die neuen Modelle von Line6 anschaut mit knapp
> über 70 Verstärkern und je nachdem auch parallel geschaltet, dass sprengt
> wohl zum Teil die Möglichkeiten eines guten ausgerüsdeten
> Vintage-Studiomusikers mit seinem original Equipment.
> Jede Variante bietet dem ambitionierten Gitarristen genug Möglichkeiten
sich
> individuell zu verwirklichen. Mann muß halt nur wissen, wo man die
> Prioritäten legt.
>
> Aber die falsche Behauptung die hier ja an anderer Stelle gemacht wurde,
war
> ja dass ein Modeller live nicht gegen einen "echten" Verstärker mithalten
> könne und diese Aussage ist so pauschal einfach falsch!
>
> Gruß
> Alexandra

Hallo,

hab mir die Seite angesehen, und war NICHT beeindruckt.
Es geht nicht darum die Anzahl der Rasterstellungen auf den Potis zu zählen,
sondern man sollte verstehen
was geht eigentlich in diesen Bohnen (Pods) vor.

Matthematisch gesehen geschieht folgendes:

Die Impulsantwort eines realen Verstärkers wird im Bildbereich mit dem
transformierten Eingangssignal multipliziert, und dann
numerisch wieder zurücktransformiert.
Fourier-Analyse/Laplace-Transformation.

Im Gerät sind als Grundeinstellungen die entsprechenden Impulsantworten
typischer Verstärker hinterlegt.

Beispiel:
Standard VOX AC30 ist in der Büchse drin. Nicht weniger, aber auch nicht
mehr.
Meinen VOX spüle ich mit gepatchten Inputs und der Tremolo kriegt auch noch
sein Fett über einen
Memory Man Deluxe weg. Für den Boost verwende ich eine Rat(te). Dat Ding ist
Bj. 71 hat also Dioden zur Gleichrichtung.
Die original Speaker habe ich zur Seite gelegt und verwende Green-Backs.

Bitte zeige mir die Rasterstellung für diese Konfiguration auf einem
Modeller.

Variationen:
Mein Kollege in der Band quält einen Fender Vibroking mit Jensen Alnicos...
Hinsichtlich des Sparkelings in den hohen Frequenzen brennt er zuverlässig
die Gehörnerven weg...
Das würde mich schon sehr reizen auch mal Alnicos zu probieren...

Bitte zeige mir die Rasterstellung für diese Konfiguration auf einem
Modeller.

Ich hab auch schon mal über einen AC30 Bj. Mitte der 60'er gepielt - also
mit Röhrengleichrichtung.
Uiiiiii!


Wie schon weiter oben angeführt, das Fabrikat der Röhren hat auch einen
großen Einfluss auf den
Grundsound des Verstärkers. Beim Vox werden die Röhren mit sehr hohem
Ruhestrom gefahren, dadurch
zeigen sich die Eigenschaften der Röhren (in positiver wie auch in negativer
Weise) besonders stark.

Bitte zeige mir die Rasterstellung für verschieden Röhren auf einem
Modeller.

Ich brauche beim Modelling ein Modell eines wirklichen Verstärkers.
100 Pods heißt hundert mal derselbe Klang
100 reale Vox heißt 100 verschiedene Klänge.

Cornelia Schneider

unread,
Oct 17, 2004, 6:57:03 AM10/17/04
to
"Soulmatic" <wer...@soulmatic.com> wrote in news:ckthh7$pn9$1
@news.rhein-zeitung.de:

> 100 Pods heiát hundert mal derselbe Klang
> 100 reale Vox heiát 100 verschiedene Kl nge.

So isses. (Und hundert posts von Alexandra heißt hundertmal
Besserwisserei :o) )

Martin Froschauer

unread,
Oct 17, 2004, 8:08:08 AM10/17/04
to
Soulmatic wrote:

> Beispiel:
> Standard VOX AC30 ist in der Büchse drin. Nicht weniger, aber auch
> nicht mehr.
> Meinen VOX spüle ich mit gepatchten Inputs und der Tremolo kriegt
> auch noch sein Fett über einen
> Memory Man Deluxe weg. Für den Boost verwende ich eine Rat(te). Dat
> Ding ist Bj. 71 hat also Dioden zur Gleichrichtung.
> Die original Speaker habe ich zur Seite gelegt und verwende Green-
> Backs.
>
> Bitte zeige mir die Rasterstellung für diese Konfiguration auf einem
> Modeller.

das ist natuerlich klar, dass du nicht saemtliche therotisch
vorkommenden Hardwarekombinationen mit der kleinen Bohne simulieren
kannst *g* Was wuerde einem davon abhalten ebenfalls die Hardware bei
Modellern individuell zu modifizieren *g* . Ich koennte bei meinem AX2
dieSpeaker problemlos austauschen. Bei etlichen Modelleren kannst du
Zusatzboxen anschliessen. Beim Guitarport kann man zwischen
verschiedenen Speakersimulationen (sind natuerlich nicht alle auf der
Welt vorkommenden dabei *g*) waehlen. Bei den Pods duerfte es aehnlich
sein. Von Line6 gibt es die verschiedensten Stompboxes (DL4 Delay
Modeler mit Memoy man; DM4 Distortion Modeler mit Rat *bg*) Im AX2
selbst wird u.a. auch die Proco Rat (Bj. steht leider nicht dabei)
simuliert. Fuer die zukuenftige Generation von Modellern kann ich mir
vorstellen, dass man die verschiedensten Hardwaresimulationen nachladen
kann. Du selbst hast ja auch nicht nur Gitarre mit Kabel am Vox
angeschlossen sondern Zusatzgeraetschaften *g* Die gleiche Option muss
natuerlich auch fuer einen Modellerbetreiber gelten.

bye Maddin

Martin Froschauer

unread,
Oct 17, 2004, 8:24:35 AM10/17/04
to
Cornelia Schneider wrote:
> Soulmatic wrote:

>> 100 Pods heiát hundert mal derselbe Klang
>> 100 reale Vox heiát 100 verschiedene Kl„nge.

das wuerde dann bedeuten, dass wer hundert verschiedene Voxklaenge
brauchtt, sich hundertmal einen Vox zulegt *vbg*. Das ein Pod im
Vergleich mit einem Vox im etliches Variationsreicher ist, brauchen wir
auch nicht zu diskutieren. Dass bei einem Modeller mit der gleichen
Einstellung auf einem anderen Geraet der Sound reprodzierbar ist, halte
ich fuer einen Vorteil und hoechst proffessionell. Man stelle sich
folgende Situation vor: Musiker hat Einstellungen fuer den Modeller
abgespeichert. Das Geraet verreckt ihm kurz vor dem Auftritt. Als
Ersatz wird ihm das gleiche Modell geliefert. Er spielt seine Patches
drueber und hat genau den gleichen Sound wie auf dem verreckten Geraet.
Dies will ich doch als Musiker auf der Buehne und im Studio haben. Bei
den Voexen kann er sich erstmal 101 bringen lassen. Vielleicht ist ja
genau der dabei, den er braucht *vbg*

> So isses. (Und hundert posts von Alexandra heißt hundertmal
> Besserwisserei :o) )

nana meine Damen. Wir wollen doch sachlich bleiben ;-)

bye Maddin


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Soulmatic

unread,
Oct 17, 2004, 12:57:58 PM10/17/04
to
"Alexandra Schneider" <alexandr...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8g25n05qfj4iovn3e...@4ax.com...

> On Sun, 17 Oct 2004 12:26:33 +0200, "Soulmatic" <wer...@soulmatic.com>
> wrote:
>
> >hab mir die Seite angesehen, und war NICHT beeindruckt.
>
> Hier geht es doch gar nicht darum zu beeindrucken oder möchtest du das?
> Ich lege doch nur dar, dass man ebenso mit einem solchem Gerät einen
> individuellen Sound erstellen kann.

Eben nicht. Es gibt keinen individuellen VOXAC30 Sound, sondern nur ein
hinterlegtes Standard-Modell auf dem POD.

Ohne einen richtigen Amp kann man keine individuellen/neuen Grundsound
entwickeln.

Soulmatic

unread,
Oct 17, 2004, 1:19:18 PM10/17/04
to
"Martin Froschauer" <Frosc...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:cktnbi$ghf$00$1...@news.t-online.com...

> Soulmatic wrote:
>
> > Beispiel:
> > Standard VOX AC30 ist in der Büchse drin. Nicht weniger, aber auch
> > nicht mehr.
> > Meinen VOX spüle ich mit gepatchten Inputs und der Tremolo kriegt
> > auch noch sein Fett über einen
> > Memory Man Deluxe weg. Für den Boost verwende ich eine Rat(te). Dat
> > Ding ist Bj. 71 hat also Dioden zur Gleichrichtung.
> > Die original Speaker habe ich zur Seite gelegt und verwende Green-
> > Backs.
> >
> > Bitte zeige mir die Rasterstellung für diese Konfiguration auf einem
> > Modeller.
>
> das ist natuerlich klar, dass du nicht saemtliche therotisch
> vorkommenden Hardwarekombinationen mit der kleinen Bohne simulieren
> kannst *g* Was wuerde einem davon abhalten ebenfalls die Hardware bei
> Modellern individuell zu modifizieren *g* .

Hier ist genau der Punkt.
Mit einem richtigen Amp simuliert man nicht, man kopiert nicht, sondern man
arbeitet am Original.
So weh es tut, aber im Moment ist die wirkliche Welt (noch) analog :)

Es ist natürlich ein interessanter Gedanke quasi wie in einem Baukasten die
verschiedenen Hardwarekomponenten zusammenstecken zu können.

Dann bräuchte niemand mehr Verstärker und Lautsprecher zu bauen.
Damit gäbe es aber auch keine neuen Verstärker und Lautsprecher mehr.
Die Zukunft wäre sehr übersichtlich....

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Martin Froschauer

unread,
Oct 18, 2004, 7:28:11 AM10/18/04
to
Alexandra Schneider wrote:

> Du legst halt großen Wert auf einen einzigartigen Sound. Ich selber will nur
> unkompliziert gute Sounds auf der Bühne haben und das verschaft mir der POD
> zu meiner vollsten Zuriedenheit. Mein einzigartiger Verstärker mit
> ausgetauschten Röhren mitsamt Yamaha Effektgerät bleibt dagegen zu Hause.
> Wie schon erwähnt muß jeder selber wissen, wo er die Prioritäten setzt und
> was er möchte.

AOL. Einzigartig bedeutet eine Kombination aus Hardwaere zu haben, die
es sonst nirgends gibt. Damit ist Mesa und andere verschiedene Boutique
Hersteller gross geworden. Anfangs haben sie nur Fenderverstaerker
modifiziert, weil die Leute mit dem Standardteilen nicht zufrieden
waren. Es gibt und gab eine Menge Musiker die nichts an den
Standardteilen veraendert haben. Solche Geschichten kann ich Modelleren
abdecken. Ein bekannter Buchautor und Profimusiker verwendet gar den
Roland VG8 fuer seine Engagements.

Fazit: wenn ich den ultimativen einzigartigen Sound suche, werde ich
nicht mit Modelern aber auch nicht mit Standardroehrenteilen gluecklich.
Suche ich aber gute Standardsounds sollte ein Modeler fuer offene Ohren
mehr als eine Ueberlegung wert sein.

bye Maddin

Soulmatic

unread,
Oct 18, 2004, 1:26:24 PM10/18/04
to
"Alexandra Schneider" <alexandr...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:mcj5n0lqkonn7ld73...@4ax.com...
> On Sun, 17 Oct 2004 18:57:58 +0200, "Soulmatic" <wer...@soulmatic.com>
> wrote:

>
> Setzt man Clapton und Santana an ein und denselben Verstärker mit ein und
> derselben Einstellungen und selbst mit gleicher Gitarre und
> Pickupeinstellung, so wird man immer beide eindeutig raushören und das ist
> das schöne. Der Verstärker ist nur ein Hilfsmittel und bestimmt nicht die
> Individualität eines Musikers. Die kommt immer noch aus den Fingern!
>
> Dies ist zumindest meine Sicht der Dinge, die du nicht unbedingt teilen
> mußt.
>
> Gruß
> Alexandra

Doch doch, da bin ich absolut Deiner Meinung. Trotzdem weiß auch ein Herr
Eric Clapton / Herr Keith Richard warum er einen original Fender Bassman Bj
mitte der 50'er spielt...
Hey, als mir ein Freund zu meiner Schulzeit im Proberaum der Schulband seine
abgewetzte SG die in einem alten Fender Twin steckte, umschnallte, und ich
den ersten Akkord LAUT anschlug, war es um mich und mein Mittelohr
geschehen!
Mein Anliegen war nur, und so ist ja auch das Thema dieses Thread, einen
hoffnungsvollen Beginner von den Freuden eines richtigen, lauten,
teuflischen Röhrenamps zu überzeugen.

Rock'n Roll ain't noise polution!!


--
Hear you

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Cornelia Schneider

unread,
Oct 19, 2004, 6:22:11 AM10/19/04
to
"Soulmatic" <wer...@soulmatic.com> wrote in
news:cku9n4$3v0$1...@news.rhein-zeitung.de:

> Die Zukunft wäre sehr übersichtlich....

Erinnert mich irgendwie an 'Fahrenheit 451' ... :o)

Cornelia Schneider

unread,
Oct 19, 2004, 6:25:11 AM10/19/04
to
Martin Froschauer <frosc...@web.de> wrote in
news:JNNcd.19$f5....@newsread.de.ignite.net:

> Es gibt und gab eine Menge Musiker die nichts an den
> Standardteilen veraendert haben.

... und die seltsamerweise trotzdem verschieden klingen. Komisch, was?
:o)

> Solche Geschichten kann ich Modelleren abdecken.

Das bezweifle ich kräftigst, denn 'gleicher Amp = gleicher Sound' ist
ein Trugschluß. Genau da liegt die Illusion, die die Modeler-
Hersteller bewußt erzeugen und ausnutzen.

Message has been deleted
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Achim Göbel

unread,
Oct 19, 2004, 12:37:22 PM10/19/04
to
Alexandra Schneider wrote:

>>Ach was, Profis haben eh noch nie ohne Backup gegiggt, die Musikwelt
>
> Ich wäre da mal ziemlich vorsichtig mit so groben Pauschalurteilen über
> alle Profis, denn du kannst es nicht wissen und soweit ich von Interviews
> weiß, gibt es sehr wohl schon den ein oder anderen, der Backup benutzt.
> Selbst die Scorions sollen dies letztens getan haben um ihren Sound live
> so reproduzieren zu können, wie sie es im Studio eingespielt haben.

Sorry das ich mich an dieser Stelle einmische, das könnte aber auch die
Ausrede fürs Playback sein. (Grade wenn ich an die Jungens aus Hannover
denke)

> Und es ist doch wohl kennzeichnent für Professionalität, mit Backups in
> vielerlei Hinsicht zu arbeiten. Und das hört nicht erst bei einer zweiten
> Gitarre und Ersatzkabel auf.

Ich kenne 2 Gitarristen die derzeit auch oft in den Charts vertreten sind
und auch die sagenhaften Profi-TV-Gigs spielen. Wenn sie live spielen (ich
meine für wenig Geld, in kleinen Clubs und mit Bands abseits der Charts)
fallen sie durch Spielfreude auf. Es gibt immermal eine Überraschung, es
hört sich jedesmal anders an.

Bei den TV-Gigs oder in den BRAVO-Shows wird eigentlich nur ihr aufgesetztes
Lächeln bezahlt.

>>Wenn ich mir Pod & Co angucke, beschleicht mich der Eindruck, daß die
>>Dinger hauptsächlich auf die erstgenannte Klientel abzielen (die ich
>>in bösgelaunten Momenten auch mal 'Heimfricklerkiddies mit
>>Nachahmkomplex' nenne :o) ). Professionelle Bühnenansprüche sind noch
>>mal was ganz anderes, wie hier auch schon erwähnt. (Und was das
>
> Du solltest dein Bild eines Profis mal überdenken, denn dieses stimmt
> nicht mit dem überein, was einen Profi ausmacht.Top-40 oder Studiomusiker
> z.B., die nicht immer dafür bezahlt werden unbedingt einzigartige, sondern
> schon eher geziehlt bestimmte Sounds zu reproduzieren und hinzubekommen,
> sind auch echte Profis.

Habe mal für eine Zeitung einen Edelgitarrenbauer interviewt, sinngemäß:
"Profis müssen nehmen was sie bekommen, die können sich meine Instrumente
gar nicht leisten. Ich baue Gitarren für Zahnärzte und andere
Porschefahrer. die hängen sie dann an die Wand."



>>Endorsement von Modelern durch bekannte Namen angeht, so hab ich da
>>sehr große Zweifel betreffend der wirklichen Hintergründe, wie
>>allgemein bei Endorsement überhaupt)
>
> Egal was man von Endorsment hält, ein Profi wird sich trotzdem kein
> unprofessionelles und schlechtes Gerät ans bein Heften lassen um damit
> live eine schlechte Figur zu machen. Aber wenn sie unter mehreren guten
> Geräten eines mit SLK geschenkt bekommen, werden sie auch nicht immer nein
> sagen.

Du glaubst gar nicht was Leute für Geld alles machen ;-)

Grüße
Achim

Cornelia Schneider

unread,
Oct 19, 2004, 2:49:48 PM10/19/04
to
Achim =?ISO-8859-15?Q?G=F6bel?= <in...@infotaxi.de> wrote in
news:cl3f2h$dcs$02$1...@news.t-online.com:

> Sorry das ich mich an dieser Stelle einmische, das könnte aber auch
> die Ausrede fürs Playback sein. (Grade wenn ich an die Jungens aus
> Hannover denke)

ACK. Im übrigen hat Alexandra aus unerfindlichen Gründen das Gegenteil
dessen gelesen, was ich geschrieben hab.

> Habe mal für eine Zeitung einen Edelgitarrenbauer interviewt,
> sinngemäß: "Profis müssen nehmen was sie bekommen, die können sich
> meine Instrumente gar nicht leisten. Ich baue Gitarren für
> Zahnärzte und andere Porschefahrer. die hängen sie dann an die
> Wand."

Stimmt leider oft genug ...

> Du glaubst gar nicht was Leute für Geld alles machen ;-)

So isses. Gestern noch Brian (oder Ryan?) Roxie als Gitarrist live mit
Alice Cooper gesehen (Video 'Brutal Planet', übrigens sehr
empfehlenswert), der spielt tatsächlich seine GMP Roxie Signature Äxte
selbst (und das extrem gut und mit nem Hammersound). Aber wie oft hab
ich schon auf nem Plattencover was von 'Soundso spielt nur Dingsbums-
Amps und Irgendwas-Strings' gelesen, und dann zwei Wochen später ihn
im Interview das Gegenteil sagen hören ... Endorsement ist in aller
Regel dazu da, Kohle zu machen, die der Hersteller und der Endorser
sich aufteilen indem sie sie Kiddies aus der Tasche ziehen, das hat
mit Musik nicht viel zu tun.

Soulmatic

unread,
Oct 19, 2004, 2:49:34 PM10/19/04
to
"Cornelia Schneider" <cschn...@pccsxb.com> schrieb im Newsbeitrag
news:4174d...@10.79.15.9...

> "Soulmatic" <wer...@soulmatic.com> wrote in
> news:cku9n4$3v0$1...@news.rhein-zeitung.de:
>
> > Die Zukunft wäre sehr übersichtlich....
>
> Erinnert mich irgendwie an 'Fahrenheit 451' ... :o)
>
> Cornelia
>

Oder auch "1984"

--
CU (Big Brother is watching you!)
:)

Cornelia Schneider

unread,
Oct 19, 2004, 3:36:04 PM10/19/04
to
"Soulmatic" <wer...@soulmatic.com> wrote in news:cl3nob$cqp$1
@news.rhein-zeitung.de:

> Oder auch "1984"

Yep, das dachte ich auch gleich nach Abschicken meines posts. Zwei
Neuronen, ein Gedanke ... :o)

Martin Froschauer

unread,
Oct 19, 2004, 6:42:10 PM10/19/04
to
Cornelia Schneider wrote:

> Ach was, Profis haben eh noch nie ohne Backup gegiggt, die Musikwelt

> hat nicht auf die Modeler gewartet, um professionell zu werden. Diese

ich hatte nicht geschrieben, dass nur Modeller professionell sind. Ich
koennte ganz ketzerisch sagen, die Musikwelt hat nicht auf
Roehrenverstaerker gewartet um professionell zu werden. Freddy Green
bekam Geld von Count Basie, damit er seinen Verstaerkter daheim laesst.
Machen wir doch einmal folgende Ueberlegung. Wenn ich z.B einen Fender
Twin habe, werde ich als Backup das gleiche Modell verwenden. Wenn nun
jeder Roehrenverstaerker so wahnsinnig einzigartig ist, wird ihm das
Backup nix nuetzen, denn er wuerde ja damit anders klingen als mit dem
Hauptverstaerker. Moeglichkeit zwei, der Unterschied ist marginal und
unerheblich fuer den Auftritt. Damit kaeme jeder Fender Twin in
Betracht. Warum nicht auch einen Modeller einsetzen?

> ganze Debatte läuft letztendlich auf denselben Quatsch hinaus wie die
> Preset-Debatte bei Keyboards: Wer "Ich will in meinem Homestudio
> genauso wie XYZ (= $MEIN_LIEBLINGSSTAR) klingen!" für professionell
> hält, mag sich Modeler zulegen, während die Profis ihren
> individuellen Sound pflegen ...

das ist eine Unterstellung und unsachlich. Die Kohorten Rectifier,
Mashall oder ... (beliebigen bekanntenVerstaerker einsetzen) Anhaenger
wollen nicht so klingen wie ihre Idole :-)). Roehrenverstaerkerbesitzer
sind die individuellen Profis, Modellerbesitzer sind die PSRKeyboarder
unter den Gitarristen? So einfach moecht ich es mir nicht machen. Ich
sehe Modeller als Alternative zu Roehren und Transistorverstaerker und
nicht als alleinige Fahrkarte zum Glueck.

> Nachahmkomplex' nenne :o) ). Professionelle Bühnenansprüche sind noch
> mal was ganz anderes, wie hier auch schon erwähnt. (Und was das

> Endorsement von Modelern durch bekannte Namen angeht, so hab ich da
> sehr große Zweifel betreffend der wirklichen Hintergründe, wie
> allgemein bei Endorsement überhaupt)

Pat Metheny macht fuer die Klampfe Reklame nicht fuer den Verstaerker.
Der WDR-Bigband Gitarrist macht keine Reklame. Vom Gitarristen vom Raab
hab ich ich auch keine Reklame gesehen. Sind das jetzt keine Profis
weil sie Modeller einsetzen? Ein befreundeter Bassist setzt fuer seine
Studioproduktionen Basspod und Gitarrenpod ein. Hat frueher u.a.
Produktionen mit Thys van Lear gemacht und Rainhard Fendrich produziert
und Bass gespielt. Ist dieser Musiker kein Profi, weil er Pods
einsetzt?

> Kurz: Wer individuelle Profiarbeit macht, braucht individuelles
> Profiequipment. TINSTAAFL.

aha hoert sich sehr mystisch an. Was soll denn das sein. Was sind am
Jeff Beck seinen Mashalltuermen individuell? Wer sind die individuellen
Profis?

bye Maddin
(der gegen jede Art von Dogmatismus ist)


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Erik Huether

unread,
Oct 19, 2004, 9:15:11 PM10/19/04
to
Cornelia Schneider wrote:

> Das bezweifle ich kräftigst, denn 'gleicher Amp = gleicher Sound' ist
> ein Trugschluß. Genau da liegt die Illusion, die die Modeler-
> Hersteller bewußt erzeugen und ausnutzen.

Also prinzipiell finde ich ja Röhrenamps auch besser, aber ich kann das
Gewese, das hier um "den" Sound gemacht wird, nicht nachvollziehen. Der
Sound kommt erstmal aus den Fingern, dann aus der Klampfe, Amp und Box
spielen auch eine nicht unerhebliche Rolle, aber wie gesacht, erstmal
aus den Fingern.
Als ich damals frisch nach Mainz gekommen bin und mit dem E-Gitarre
spielen gerade angefangen hatte, bestand mein diesbezügliches
"Equipment" aus einer Mex-Strat (die ich immer noch sehr gern spiele),
einem Danelectro Fabtone-Verzerrer (würgs... Will das Ding jemand
haben?) sowie einer Billigstcomputeraktivbox.
War nicht so der Brüllersound, aber als ich mal einen befreundeten
Gitarristen, der's halt einfach drauf hatte, bei mir auf der Bude hatte
und der was genudelt hat auf meiner ollen Axt, da war ich doch schon
sehr erstaunt, daß dieses Verstärkersurrogat ja doch richtig geil
klingen konnte.

Natürlich klingt ein 100W-Röhrenamp mit 4x12"-Box fetter als irgendein
popliger 30W-Transencombo mit 2 8"-Speakern, aber ein guter Gitarrist
kann mit beiden rocken!

Gruß Erik

Cornelia Schneider

unread,
Oct 20, 2004, 2:46:03 AM10/20/04
to
Erik Huether <nu...@ostertaler.de> wrote in
news:1545353.X...@ostertaler.de:

> Der
> Sound kommt erstmal aus den Fingern, dann aus der Klampfe, Amp und
> Box spielen auch eine nicht unerhebliche Rolle, aber wie gesacht,
> erstmal aus den Fingern.

Yups. Nur klingen komischerweise erfahrungsgemäß gleiche Modeler in
verschiedenen Händen trotzdem viel ähnlicher als gleiche Amps in
verschiedenen Händen ... Woraus ich schließe, daß Modeller schlicht
weniger individuell als Amps sind und zum Benutzen gleicher Sounds
verführen. Womit wir wieder bei den Presets wären.

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Erik Huether

unread,
Oct 20, 2004, 7:53:05 PM10/20/04
to
Cornelia Schneider wrote:

>> Der
>> Sound kommt erstmal aus den Fingern, dann aus der Klampfe, Amp und
>> Box spielen auch eine nicht unerhebliche Rolle, aber wie gesacht,
>> erstmal aus den Fingern.
>
> Yups. Nur klingen komischerweise erfahrungsgemäß gleiche Modeler in
> verschiedenen Händen trotzdem viel ähnlicher als gleiche Amps in
> verschiedenen Händen ..

Meine Erfahrung ist, daß Modeller genau dann scheiße klingen, wenn man
hört, daß es ein solcher ist, was immer genau dann der Fall ist, wenn
man sich eben auf die von Dir erwähnten Presets verlässt (die meist zu
Demozwecken mit ziemlich mülligen Effekten total überladen sind).
Wenn ich eine Band höre und höre, daß die Gitarre total scheiße klingt,
weil viel zu viel Effektmatsch auf dem Signal ist, stelle ich bei
näherer Betrachtung meist fest, daß da irgendwo eine Bohne oder was
ähnliches auf der Bühne rumliegt.
Allerdings habe ich auch schon Leute sehr gute Musik mit solchen Dingern
machen hören, zuletzt Maddin auf Kimu IV, so daß ich mein Vorurteil
gegenüber Modellern doch ein wenig lockern muß. :-)

Persönlich hatte ich nur mal mit dem V-Amp zu tun (in der Rackversion),
war intuitiv allerdings nicht in der Lage, dem Ding auch nur einen
irgendwie halbwegs vernünftigen Gitarrensound zu entlocken (der
Besitzer allerdings auch nicht, weswegen ich ja überhaupt erst dran
rumgefummelt habe...).

Gruß Erik

Cornelia Schneider

unread,
Oct 20, 2004, 8:02:44 PM10/20/04
to
Erik Huether <nu...@ostertaler.de> wrote in
news:3299585.o...@ostertaler.de:

> Meine Erfahrung ist, daß Modeller genau dann scheiße klingen, wenn
> man hört, daß es ein solcher ist, was immer genau dann der Fall
> ist, wenn man sich eben auf die von Dir erwähnten Presets verlässt
> (die meist zu Demozwecken mit ziemlich mülligen Effekten total
> überladen sind).

So ist's. Nur: Wer macht sich die Mühe, die ach so geilen Presets mal
richtig zu überarbeiten? Das artet bei nem Modeler nämlich schnell in
echte Arbeit aus, im Gegensatz zu den meisten Amps.

> Wenn ich eine Band höre und höre, daß die Gitarre
> total scheiße klingt, weil viel zu viel Effektmatsch auf dem Signal
> ist, stelle ich bei näherer Betrachtung meist fest, daß da irgendwo
> eine Bohne oder was ähnliches auf der Bühne rumliegt.

Yups.

> Allerdings habe ich auch schon Leute sehr gute Musik mit solchen
> Dingern machen hören, zuletzt Maddin auf Kimu IV, so daß ich mein

> Vorurteil gegenûber Modellern doch ein wenig lockern muß. :-)

Das sind dann halt die wenigen, die sich dei Mühe der Neuprogrammierung
machen.

> Persönlich hatte ich nur mal mit dem V-Amp zu tun (in der
> Rackversion), war intuitiv allerdings nicht in der Lage, dem Ding
> auch nur einen irgendwie halbwegs vernünftigen Gitarrensound zu
> entlocken (der Besitzer allerdings auch nicht, weswegen ich ja
> überhaupt erst dran rumgefummelt habe...).

Ahso :o)

Achim Göbel

unread,
Oct 20, 2004, 10:32:35 PM10/20/04
to
Erik Huether wrote:

> Persönlich hatte ich nur mal mit dem V-Amp zu tun (in der Rackversion),
> war intuitiv allerdings nicht in der Lage, dem Ding auch nur einen
> irgendwie halbwegs vernünftigen Gitarrensound zu entlocken (der
> Besitzer allerdings auch nicht, weswegen ich ja überhaupt erst dran
> rumgefummelt habe...).

Ich war mal ganz tief im Süden in einem Proberaum zu Besuch. Da war ein
junger Gitarrist auch ein wenig von einem Modeller überfordert. Ich weiß
nur noch das seine Kollegen sagten: "Schdell dasch Ding auf Garlosch un
schpiel ennlich" :-)

Kann das mal jemand ins hochdeutsche übersetzen? ;-)

Grüße
Achim

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