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Verstärkung bei akustischen Konzerten?

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Johannes Roehl

unread,
Dec 10, 2004, 2:06:01 PM12/10/04
to
Eine Frage an alle Musiker hier und diejenigen, die häufiger (und in
repräsentativere Konzerte) gehen als ich:

Ich habe vorhin eher im Nebensatz in der Hifi-Gruppe behauptet, dass bei
einem "normalen" (d.h. durchschnittlichen) "Klassik" konzert, also
Orchester, Chor, Oper, Kammermusik *keine* Mikrophone, Verstärker und
Lautsprecher, außer vielleicht zum Aufzeichnen verwendet werden und das
man sehr deutlich hören würde, wenn so etwas bei Freiluftkonzerten oder
in einem eigentlich ungeeigneten Saal doch einsetzt.
Darauf erntete ich von einigen "Experten" recht süffisante Bemerkungen,
dass es wohl gerade umgekehrt sei und in aller Regel so etwas eingesetzt
werde.
Ich halte das für quatsch, es sei denn, es hat sich in den letzten paar
Jahren extrem viel verändert. Natürlich hat selbst die Berliner
Philharmonie so eine Anlage drin, aber die wird doch nicht bei einem
normalen Orchesterkonzert eingesetzt?
Oder habe ich hier in der Provinz was verpaßt? v.a die Erfindung
unsichtbarer Mikrophone?

viele Grüße

JR

Wyremusik

unread,
Dec 10, 2004, 2:20:24 PM12/10/04
to
Im Artikel <31ua7jF...@individual.net>, Johannes Roehl <parr...@web.de>
schreibt:

>ch halte das für quatsch, es sei denn, es hat sich in den letzten paar
>Jahren extrem viel verändert. Natürlich hat selbst die Berliner
>Philharmonie so eine Anlage drin, aber die wird doch nicht bei einem
>normalen Orchesterkonzert eingesetzt?
>Oder habe ich hier in der Provinz was verpaßt? v.a die Erfindung
>unsichtbarer Mikrophone?
>
>viele Grüße
>
>JR
>

nur für Aufzeichnungen, gibt dann die berühmten Privatmitschnitte.
Lautsprecher, die einen Konzertsaal abdecken könnten, lassen sich nicht
verheimlichen. Wenn ich im Freiluftkonzert Unterstützungsboxen gesehen habe,
konnte ich das auch hörren :-(.
Wozu sollten solche Anlagen nütze sein? Eine einzelne Geige macht genug Lärm,
um einen normalen Saal akustisch auszufüllen. grins
Deine Diskussionspartner hatten offensichtlich keine Ahnung.
Lothar

Peter Hermsge

unread,
Dec 10, 2004, 2:54:20 PM12/10/04
to

Da gibt es doch zumindest das Beispiel der Royal Festival Hall in London.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/289755/
http://berlin.musikinstrumenten.museum/deutsch/forschung/beschallungsraum_ar.html

Es war sicherlich sehr schlau, deren Einbau zunächst zu verheimlichen.

Gruß, Peter

Erhard Schwenk

unread,
Dec 10, 2004, 3:25:17 PM12/10/04
to

Nunja.

Sinfonische Musiker haben im Allgemeinen ein gesundes Mißtrauen
gegenüber jeder Form von Verstärkertechnik. Soweit es möglich ist,
arbeiten die daher lieber ohne.

Es gibt aber durchaus Konzertsääle, in denen man mit geeigneten
Mikrophonen und Lautsprechern den Schallpegel von der Bühne künstlich
ein Wenig anhebt oder akustische Probleme des Saales ausgleicht. Aber
möglichst nicht so, daß man das beim Hören ohne geschultes Ohr
wahrnehmen würde. In Theatern soll das BTW auch nicht unüblich sein.

Von diesen Gerätschaften muß man dabei nicht zwangsläufig was sehen. Ich
kenne z.B. kaum einen großen Konzertsaal, in dem nicht wenigstens ein
Stereopärchen Richtrohre knapp unter der Decke hängt.

Der Trick ist dabei die (immens hohe) Anforderung an den Tonmann: man
darf die Anlage eben gerade nicht bewußt hören, sondern erst merken, daß
was fehlt, wenn sie ausfällt. Das ist *sehr* schwierig, vor Allem für
einen ganzen Saal.

Natürlich gibt es Instrumente, die auch auf kleinen Bühnen meistens mit
Verstärkertechnik gespielt werden - dann allerdings in der Regel mit
eigenem Kofferverstärker. Beispielsweise Mundharmonikas, akustische
Zungenbässe (aka Baß-Akkordeons), natürlich E-Gitarren usw.

Und auch wenn man in den Saal raus nicht verstärkt (was z.B. für
Blechbläser in nem Sinfonieorchester meistens eh ziemlich unsinnig
wäre), heißt das noch nicht, daß man z.B. ohne In-Ear-Monitoring
arbeiten muß :-).

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-WÃŒrttemberg - http://www.akkordeonjugend.de
k-itx Webhosting - http://webhosting.k-itx.de

Tilman Schmidt

unread,
Dec 10, 2004, 5:33:57 PM12/10/04
to
Am 10.12.2004 20:06 schrieb Johannes Roehl:
> Ich habe vorhin eher im Nebensatz in der Hifi-Gruppe behauptet, dass bei
> einem "normalen" (d.h. durchschnittlichen) "Klassik" konzert, also
> Orchester, Chor, Oper, Kammermusik *keine* Mikrophone, Verstärker und
> Lautsprecher, außer vielleicht zum Aufzeichnen verwendet werden

Korrekt.

> und das
> man sehr deutlich hören würde, wenn so etwas bei Freiluftkonzerten oder
> in einem eigentlich ungeeigneten Saal doch einsetzt.

Kann ich nix zu sagen, da noch nicht erlebt.

> Darauf erntete ich von einigen "Experten" recht süffisante Bemerkungen,
> dass es wohl gerade umgekehrt sei und in aller Regel so etwas eingesetzt
> werde.

Tolle "Experten".

> Ich halte das für quatsch,

Ich auch.

> es sei denn, es hat sich in den letzten paar
> Jahren extrem viel verändert.

Nö. In den Chorkonzerten, an denen ich in den letzten paar Jahren
mitgewirkt habe, kam nie auch nur die Idee auf, egal ob Kammer- oder
Massenchor, a cappella oder mit Orchester, Saal oder Freiluft. Was ich
an klassischen Aufführungen gehört habe (von Streichquartett oder
Liederabend bis zu Orgel und symphonischem Chorwerk) war ebenfalls alles
garantiert unverstärkt. Selbst das Freiluft-Klavierfestival in La Roque
d'Antheron kommt ohne Elektronik aus.

Würde mal behaupten, obige Experten haben keine Ahnung, wovon sie reden.

Grüße
Tilman

Cornelia Schneider

unread,
Dec 10, 2004, 5:51:54 PM12/10/04
to
Tilman Schmidt <tilman....@epost.de> wrote in
news:cpd880$bgl$05$1...@news.t-online.com:

> Würde mal behaupten, obige Experten haben keine Ahnung, wovon sie
> reden.

Ich unterstütze diese Behauptung. Insbesondere Symphonieorchester
brauchen mit Sicherheit keine PA, egal wo.

Cornelia

--
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Ewald Pfau

unread,
Dec 10, 2004, 6:40:29 PM12/10/04
to
(drmk les ich nicht)

In de.rec.musik.machen Johannes Roehl <parr...@web.de> wrote:

> dass bei einem "normalen" (d.h. durchschnittlichen) "Klassik" konzert,
> also Orchester, Chor, Oper, Kammermusik *keine* Mikrophone, Verstärker und
> Lautsprecher, außer vielleicht zum Aufzeichnen verwendet werden

Es wird schon auch vorkommen, dass bei einer Renovierung dem Geldgeber bei
den Kosten von akustischen Maßnahmen die Haare zu Berge stehen und statt
teurer Hart-Ware (Beton, Ziegel, Stoffbestuhlung, viel dickes, massives Holz
usw.) billigere "Soft"-Akustik eingekauft wird (ELA-Technik). Vielleicht
weiß jemand, was es kostet, eine massive Sekundärschallfläche von der Decke
eines hohen Saales abzuhängen? Es ist gerade bei so etwas aber anzunehmen,
dass man sogar Edel-Elektronik stattdessen billiger bekommt. Leider zu
Lasten der edlen Kultur, der unverfälschten. ;)

(für diesen Fall, der mir am ehesten realistisch scheint, wenn es mager um
Sekundärreflexionen bestellt ist, also aller Schall außer dem direkten
irgendwohin zu verpuffen scheint: mit einem 5cm dicken Fichtenbrett kommt
man da nicht weit; was kosten also z.B. 30qm dickes, kunstvoll verstrebtes
Hartholz mitsamt sicherer Abhängung? Eigentlich ist mir eine kunstvoll
hergestellte und gekonnt installierte Hartholz-Abstrahldecke auch lieber, es
gibt auch mehr her und ist ästhetisch befriedigender, es ist aber nicht
unbedingt notwendig, weil man den gewünschten akustischen Effekt mit
Lautsprechern nun einmal billiger bekommt. Ditto für einen allzu breiten
Saal, in dem mit seitlichen Abstrahlflügeln nachgeholfen werden soll, wie es
bei Sprechbühnen normalerweise in die Bühnenarchitektur integriert ist.)

Jasper Riedel

unread,
Dec 10, 2004, 7:42:28 PM12/10/04
to
Erbitte um Definitio was

PA

ist. Danke.

"Cornelia Schneider" <cschn...@pccsxb.com> schrieb im Newsbeitrag news:31unkaF...@individual.net...

Helmut Waitzmann

unread,
Dec 10, 2004, 11:54:52 PM12/10/04
to
"Jasper Riedel" <jasper...@yahoo.co.uk> writes:

>Erbitte um Definitio was
>
>PA
>
>ist.

Im Zusammenhang mit Raumbeschallungsanlagen kenne ich die Abkürzungen

PA: power amplifier, Leistungsverstärker
P.A: public address, Beschallung, Beschallungs...


Followup-To: de.rec.musik.machen
--
Wenn Sie mir E-Mail schreiben, stellen | When writing me e-mail, please
Sie bitte vor meine E-Mail-Adresse | precede my e-mail address with
meinen Vor- und Nachnamen, etwa so: | my full name, like
Helmut Waitzmann <x...@example.net>, (Helmut Waitzmann) x...@example.net

Beat Bucher

unread,
Dec 11, 2004, 12:15:16 AM12/11/04
to
Johannes Roehl wrote:

> Eine Frage an alle Musiker hier und diejenigen, die häufiger (und in
> repräsentativere Konzerte) gehen als ich:

> Ich habe vorhin eher im Nebensatz in der Hifi-Gruppe behauptet, dass bei
> einem "normalen" (d.h. durchschnittlichen) "Klassik" konzert, also
> Orchester, Chor, Oper, Kammermusik *keine* Mikrophone, Verstärker und
> Lautsprecher, außer vielleicht zum Aufzeichnen verwendet werden und das
> man sehr deutlich hören würde, wenn so etwas bei Freiluftkonzerten oder
> in einem eigentlich ungeeigneten Saal doch einsetzt.
> Darauf erntete ich von einigen "Experten" recht süffisante Bemerkungen,
> dass es wohl gerade umgekehrt sei und in aller Regel so etwas eingesetzt
> werde.

Das ist Quatsch!

Natürlich ist es so, dass "teilmoderne" Musik oft Mikrophone,
Mischpulte, Verstärker und Lautsprecher benötigt....

Gruss: Beat

--
"Gehe zu denen, die die Wahrheit suchen! Aber hüte dich vor denen, die
sie haben!" (Marie von Ebner-Eschenbach)

Lohnt immer: http://www.drmk.ch

Dieter Stockert

unread,
Dec 11, 2004, 3:48:24 AM12/11/04
to
Johannes Roehl <parr...@web.de> wrote:

> Ich habe vorhin eher im Nebensatz in der Hifi-Gruppe behauptet, dass bei
> einem "normalen" (d.h. durchschnittlichen) "Klassik" konzert, also
> Orchester, Chor, Oper, Kammermusik *keine* Mikrophone, Verstärker und
> Lautsprecher, außer vielleicht zum Aufzeichnen verwendet werden und das
> man sehr deutlich hören würde, wenn so etwas bei Freiluftkonzerten oder
> in einem eigentlich ungeeigneten Saal doch einsetzt.

Bei Konzerten mit klassischer Gitarrenmusik erlebt man das manchmal
schon. So spielt zum Beispiel das Los Angeles Guitar Quartet mit (selbst
mitgebrachten) Verstärkern und Lautsprechern (was ich für völlig
übertrieben und nebenbei auch störend empfunden habe - besonders in den
vorderen Reihen hatte man deutlich zwei Klangquellen für jeden Musiker:
einmal das Instrument und zum zweiten den etwas versetzt aufgestellten
Lautsprecher, aber auch der Klang selbst war doch sehr verschieden).
Oder wenn ein Gitarrist sich gegen ein Orchester behaupten muß, dann
kriegt er - und nur er - manchmal auch ein Mikro und Verstärkung.

Claus Huth

unread,
Dec 11, 2004, 4:31:19 AM12/11/04
to
Hallo Johannes,

Johannes Roehl wrote:

> Eine Frage an alle Musiker hier und diejenigen, die häufiger (und in
> repräsentativere Konzerte) gehen als ich:

> Ich habe vorhin eher im Nebensatz in der Hifi-Gruppe behauptet, dass bei
> einem "normalen" (d.h. durchschnittlichen) "Klassik" konzert, also
> Orchester, Chor, Oper, Kammermusik *keine* Mikrophone, Verstärker und
> Lautsprecher, außer vielleicht zum Aufzeichnen verwendet werden und das
> man sehr deutlich hören würde, wenn so etwas bei Freiluftkonzerten oder
> in einem eigentlich ungeeigneten Saal doch einsetzt.
> Darauf erntete ich von einigen "Experten" recht süffisante Bemerkungen,
> dass es wohl gerade umgekehrt sei und in aller Regel so etwas eingesetzt
> werde.
> Ich halte das für quatsch, es sei denn, es hat sich in den letzten paar
> Jahren extrem viel verändert. Natürlich hat selbst die Berliner
> Philharmonie so eine Anlage drin, aber die wird doch nicht bei einem
> normalen Orchesterkonzert eingesetzt?

Soweit ich weiss - aber ich mag das in der Provinz auch verpasst haben
;-) - sind doch die meisten Konzerte unverstärkt. Ich habe jedenfalls
noch kein "normales" Klassikkonzert gehört oder daran mitgewirkt, bei
dem (für das Publikum) elektronisch beeinflusst worden wäre, was da
klingt. (Bei viel Neuer Musik sieht das anders aus, ist dann aber auch
integraler Bestandteil der Stücke.).

Beste Grüsse,

Claus
--
Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren -
kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

Cornelia Schneider

unread,
Dec 11, 2004, 5:53:15 AM12/11/04
to
"Jasper Riedel" <jasper...@yahoo.co.uk> wrote in
news:cpdfm6$ka3$05$1...@news.t-online.com:

> PA

Public Address, d.h. Verstärkeranlage, um sich beim Publikum Gehör zu
verschaffen. Setzt sich üblicherweise aus Mikrophonen, Mischpulten,
Verstärkern und Lautsprecherboxen zusammen (plus andere elektronische
Geräte zur Klangverfeineurng oder -kontrolle). Kurz das, aus dem auf so
ziemlich jedem nicht-klassischen Konzert die auf der Bühne gespielte
Musik in Richtung deines Ohres kommt.

Johannes Roehl

unread,
Dec 11, 2004, 12:55:03 PM12/11/04
to
Dieter Stockert schrieb:

Ja klar, Gitarren, Akkordeone, Mundharmonikas etc. zählen bei mir nicht
zu "normal" :-)
Ebenso ist offenbar, dass es neuere Stücke gibt, bei denen Tonbänder,
elektronische Schallerzeuger o.ä *dazugehören*. Diese Ausnahmen sind ja
für den Regelfall kein Problem.

viele Grüße

JR

Tobias Heide

unread,
Dec 11, 2004, 7:37:41 PM12/11/04
to
Also sprach Tilman Schmidt:

> Am 10.12.2004 20:06 schrieb Johannes Roehl:
>> Ich habe vorhin eher im Nebensatz in der Hifi-Gruppe behauptet, dass bei
>> einem "normalen" (d.h. durchschnittlichen) "Klassik" konzert, also
>> Orchester, Chor, Oper, Kammermusik *keine* Mikrophone, Verstärker und
>> Lautsprecher, außer vielleicht zum Aufzeichnen verwendet werden
>
> Korrekt.

Wer hat da bei der Kimu IV nochmal die Harfe gestützt.....?

SCNR ;-)

tobi

Michael Hoffmann

unread,
Dec 12, 2004, 3:04:46 AM12/12/04
to
On Fri, 10 Dec 2004 20:06:01 +0100, Johannes Roehl wrote:

> Ich habe vorhin eher im Nebensatz in der Hifi-Gruppe behauptet, dass bei
> einem "normalen" (d.h. durchschnittlichen) "Klassik" konzert, also
> Orchester, Chor, Oper, Kammermusik *keine* Mikrophone, Verstärker und
> Lautsprecher, außer vielleicht zum Aufzeichnen verwendet werden
>

Vor ein paar Jahren in einem der inzwischen vielleicht auch über Hamburg
hinaus bekannten Konzerte "Who is afraid of 20th century music?" unter
Ingo Metzmacher in der Hamburger Musikhalle:

Gespielt wurden erst viele "klassische" Stücke, dann stand ein "Jazz"-
Stück auf dem Programm. Extra für dieses Stück wurden die sichtbar
aufgebauten Verstärker, Mischpult und Lautsprecher aktiviert, deutlich zu
erkennen am Grundrauschen in leisen Passagen und bei Stille.
Für die folgenden "klassischen" Stücke wurde die Verstärkeranlage wieder
abgestellt.

(Ich erinnere nicht mehr, ob eine Verstärkung z.B. wegen einer E-Gitarre
"notwendig" war, ich meine aber, eher nicht. Jedenfalls hatten die
"klassischen" Orchesterinstrumente den Hauptanteil.)

Daraus schließe ich, daß die Musikhalle "normalerweise" ohne Verstärkung
auskommt.

Es sei denn, für die klassische Musik gibt es eine
Verstärker/Lautsprecher-Technik, die ohne Grundrauschen auskommt.
Dann wäre allerdings unverständlich, warum diese Technik nicht auch bei
Jazz-Konzerten eingesetzt wird.
Außerdem müßte man den Organisatoren obigen Konzertes unterstellen, daß
sie deutlich machen wollten, daß Jazz-Musik immer "schlecht" verstärkt
wird.:-)

Abseits des puren "klassischen" Konzertbetriebes beobachte ich aber schon
eine Tendenz, wo immer sich die Gelegenheit bietet, eine Verstärkung
einzusetzen, wohl weil es so einfacher ist, den gewünschten "Sound"
zu bekommen.

Gruß
Michael

--
Die menschliche Sprache ist einzigartig, aber nicht eindeutig. Jeder
Versuch, sich mitzuteilen, kann nur mit dem Wohlwollen der anderen
gelingen. (Maria Benning in der Zeitschrift c't, 6/2002)


Tilman Schmidt

unread,
Dec 12, 2004, 9:25:22 AM12/12/04
to
Am 12.12.2004 01:37 schrieb Tobias Heide:

> Also sprach Tilman Schmidt:
>
>>Am 10.12.2004 20:06 schrieb Johannes Roehl:
>>
>>>Ich habe vorhin eher im Nebensatz in der Hifi-Gruppe behauptet, dass bei
>>>einem "normalen" (d.h. durchschnittlichen) "Klassik" konzert, also

~~~~~~~~


>>>Orchester, Chor, Oper, Kammermusik *keine* Mikrophone, Verstärker und
>>>Lautsprecher, außer vielleicht zum Aufzeichnen verwendet werden
>>
>>Korrekt.
>
> Wer hat da bei der Kimu IV nochmal die Harfe gestützt.....?

Willst Du allen Ernstest die KiMu als "normales" Klassikkonzert ansehen?

> SCNR ;-)

NCI

Wolfgang Kouker

unread,
Dec 13, 2004, 6:08:30 AM12/13/04
to
Nenee, Du hast nix verpasst.

Johannes Roehl schrieb:


> Oder habe ich hier in der Provinz was verpaßt? v.a die Erfindung
> unsichtbarer Mikrophone?

Ich hab schon viele Konzerte gespielt und gehoert. Vom
Streichquartett bis zur grossen Buehne gibts keine elektronische
Verstaerkung, bloss dort:

In der Waldbuehne/Berlin hab ich vo x-Jahren mal mit 'nem
Kammerorchester Haendels Feuerwerksmusik aufgefuehrt - vor 20000
Leuten mit Verstaerkung (war 'ne Einlage in 'nem Rockkonzert).
Das war total langweilig: Die Leute quasselten so laut, dass man
die eigene Geige nicht mehr hoerte. Nachher gabs tosenden Applaus
- nur von uns Musikern hat keiner was gehoert ;-)

Diesen Sommer hatte ich das Glueck, dort zu sein:
http://www.victorialodging.com/victoria/symphony_splash.htm
Kein Kommentar mehr noetig... Ach doch: Ich stand so 100m weg und
hoerte die Musi aus riesigen Boxen neben der Buehne - mir wurde
echt schwindelig vom Zuschauen - keiner spielte nach dem Takt der
Dirigentin ;-)

Gruss, Wolfgang

hs

unread,
Dec 13, 2004, 10:06:36 AM12/13/04
to
Cornelia Schneider schrieb:

> Tilman Schmidt <tilman....@epost.de> wrote in
> news:cpd880$bgl$05$1...@news.t-online.com:
>
>
>>Würde mal behaupten, obige Experten haben keine Ahnung, wovon sie
>>reden.
>
>
> Ich unterstütze diese Behauptung. Insbesondere Symphonieorchester
> brauchen mit Sicherheit keine PA, egal wo.
>

Sinfonieorchester kaum. Aber bei klassischen Gitarrenkonzerten hab ich
schon erlebt, dass die Gitarre verstärkt wurde - etwa wenn die
akustische Gitarre alleine einen ganzen Konzertsaal füllen muss, oder
wenn sich ebendiese gegen ein Sinfonieorchester durchzusetzen hat.
--
Hans Straub
http://home.datacomm.ch/straub

Cornelia Schneider

unread,
Dec 13, 2004, 10:22:49 AM12/13/04
to
hs <h...@kaba.com> wrote in
news:41bdaffc$0$967$5402...@news.sunrise.ch:

> Sinfonieorchester kaum. Aber bei klassischen Gitarrenkonzerten hab
> ich schon erlebt, dass die Gitarre verstärkt wurde - etwa wenn die
> akustische Gitarre alleine einen ganzen Konzertsaal füllen muss,
> oder wenn sich ebendiese gegen ein Sinfonieorchester durchzusetzen
> hat.

Gitarre mit Orchester mag da ein Problem sein. Aber klassische
Gitarre solo hab ich immer nur vollakustisch erlebt (Am schönsten
war Andrés Segovia ca. 1980 in Strasbourg im Palais de la Musique et
des Congrès: er konnte damals schon kaum mehr gehen und stehen und
mußte quasi auf seinen Stuhl gehievt werden, aber sobald er die
Gitarre in den Händen hielt, spielte er wieselflink, und mit derart
viel Ton, daß man's bis in die letzte Ecke perfekt hörte, ohne
Verstärkung).

Tilman Schmidt

unread,
Dec 13, 2004, 1:52:00 PM12/13/04
to
On 13.12.2004 16:06, hs wrote:
> Sinfonieorchester kaum. Aber bei klassischen Gitarrenkonzerten hab ich
> schon erlebt, dass die Gitarre verstärkt wurde - etwa wenn die
> akustische Gitarre alleine einen ganzen Konzertsaal füllen muss, oder
> wenn sich ebendiese gegen ein Sinfonieorchester durchzusetzen hat.

Mag sein, dass manche das machen. Nötig ist es aber nicht. Dass eine
akustische Gitarre auch ohne elektronische Hilfe einen Konzertsaal
füllen kann, habe ich selbst schon erlebt (Liederhalle Stuttgart), und
wenn ein Komponist eine akustische Gitarre gegen ein Sinfonieorchester
setzt, dann weiß er in der Regel, was er tut, und es ist nicht
angebracht, diese Balance durch Verstärkung zu verschieben.

Nur meine unmaßgebliche Meinung

Tilman

Wolfgang Kouker

unread,
Dec 13, 2004, 5:40:01 PM12/13/04
to
Naja, ich erinner mich in dieser Sache eher so:

Cornelia Schneider schrieb:


>
> Gitarre mit Orchester mag da ein Problem sein. Aber klassische
> Gitarre solo hab ich immer nur vollakustisch erlebt (Am schönsten
> war Andrés Segovia ca. 1980 in Strasbourg im Palais de la Musique et
> des Congrès: er konnte damals schon kaum mehr gehen und stehen und
> mußte quasi auf seinen Stuhl gehievt werden, aber sobald er die
> Gitarre in den Händen hielt, spielte er wieselflink, und mit derart
> viel Ton, daß man's bis in die letzte Ecke perfekt hörte, ohne
> Verstärkung).

Ich hoerte mal eine Bruckner Symphonie mit den Berliner Philharmoniker
und Boehm. Der Gute nahm als Dirigent auf einem Contrabass Hocker Platz
(den hat er noch allein erreicht), dirigierte auch brav im Rythmus den
4/4 Takt.

War nett, bis der Dirigent mit allem ihm moeglichen Pathos einen
offensichtlichen Einsatz fuer Blech mit Schlagzeug gab und nichts tat
sich. Nicht nur ich musste kurz spaeter grinsen, als die genannte Gruppe
in voelliger Eintracht begann zu troeten, was die Rohre hergaben - nur
vom Dirigenten kam nichts - ach doch, es ging in 4/4 weiter ;-)

Soviel aus meinem Leben zu alternden Meistern, Wolfgang

Erhard Schwenk

unread,
Dec 13, 2004, 7:21:56 PM12/13/04
to

Im Prinzip ACK.

Ich kann allerdings im Grundsatz auch für Sinfoniker nichts negatives
daran finden, mittels elektronischer Hilfsmittel im Einzelfall
ungünstige akustische Verhältnisse etwas auzugleichen oder musikalische
Ziele gezielt zu unterstützen. Was allerdings bedeutet, daß der Zuhörer
das möglichst gar nicht bewußt wahrnehmen sollte. Das ist für die
Tonleute der höchste Schwierigkeitsgrad!

Verstärkeranlagen sind ein Hilfsmittel, das helfen _kann_, musikalische
Ziele [besser] zu erreichen. Sie sind kein Allheilmittel (auch wenn man
das in der Popmusik so sehen mag) und sie sind auch nichts irgendwie
teuflisches, so wie manche Klassiker das betrachten. Es ist einfach ein
Werkzeug, das in bestimmten Situationen definierte Probleme lösen helfen
kann - wenn man denn damit umgehen kann oder zumindest vernünftig mit
dem Technik-Personal kommuniziert.

Der Beethovensaal in Stuttgart ist in der Tat akustisch ohnehin ein
herausragender Ort, da braucht man IMHO eher keine elektronischen
Hilfsmittel. Und natürlich ziehe ich es jederzeit vor, wenn ein Sänger
den Raum mit seiner Stimme füllen kann anstatt mit seinem Mikrophon.

Mal ehrlich: kürzlich war ich in Stuttgart zu "Mama Mia" eingeladen -
und ich war eigentlich - als zugegeben von der Gächinger Kantorei stark
verwöhnter Klassik-Hörer - enttäuscht, wie viele banale handwerkliche
Fehler und Unstimmigkeiten es da gab, die in einem "Professionellen"
Umfeld einfach nicht passieren dürften.

Da war ein Ballett, das alles andere als synchron tanzte (ok, ich gehe
öfters beim stuttagrter Pantomimen Peter Makal ein und aus und habe da
deshalb vielleicht einen etwas geschärften Blick für sowas). Dann
Sänger, die nun wirklich alles andere als eine Raumfüllende Stimme
hatten (vielleicht wars die zweite Besetzung oder der Sänger war schon
etwas verheizt). Der Chor hörte sich ganz brauchbar an, war aber nach
meinem Empfinden auch ein bißchen zu dünne. Nein, bitte nicht noch mehr
Hall und Chorus draufhauen, da ist schon genug Effekt drin, das macht es
nicht besser!

Auch die Tontechnik war nicht wirklich erste Sahne, ich konnte definitiv
mehrmals deutliches Übersteuern vernehmen, und daß da ein Orchester/Band
tatsächlich live spielte, war zwar optisch zu erkennen, wenn man
angestrengt in den Orchestergraben spähte - aber zu hören bekam man nur
den ziemlich unnatürlichen Sound aus den Lautsprechern, der noch dazu
jegliche vernünftige Ortung vermissen ließ.

Warum legen die nicht einfach eine CD ein, das ist billiger und hat
akustisch den gleichen Effekt (und vom Orchesster sieht der
Normal-Zuhörer ohnehin nix, so versteckt wie die Jungs da unten sitzen)?
Die Stereo-Ortung ist im Saal ohnehin als nicht vorhanden zu bezeichnen.

Mein Fazit der Vorstellung: für ABBA-Fans ist das Ganze natürlich ein
Muß. Als jemand, der zwar nix (oder nur nix wirksames?) gegen ABBA hat,
aber eben auch kein Fan von denen ist, empfand ich das Ganze mehr wie
eine mühsam um irgendwelche Songs rumgeschusterte, äußerst flache
Handlung in Kombination mit einem eher nach Konserve klingenden
Orchester, zweitklassigen Gesangsdarbietungen und mittelmäßiger
Choreographie. Nicht richtig schlecht, aber für den Preis eindeutig zu
teuer bezahlt.

Immerhin kostete mich ein Kategorie-1-Ticket für den Beethoven-Saal für
zwei wirklich hervorragend gespielte Mendelssohn-Sinfonien mit dem
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart unter Leitung von Roger Norrington
gerade mal die Hälfte :-) (nein, der Vergleich ist nicht so ganz ernst
gemeint).

Aber wie gesagt: vermutlich lege ich da die ganz falschen Maßstäbe an
und bin in letzter Zeit zu verwöhnt. Und natürlich könnte ich das alles
selber ganz sicher _nicht_ besser.

Axel Sommerfeldt

unread,
Dec 14, 2004, 6:37:57 AM12/14/04
to
Erhard Schwenk <esch...@fto.de> wrote:

> Ich kann allerdings im Grundsatz auch für Sinfoniker nichts negatives
> daran finden, mittels elektronischer Hilfsmittel im Einzelfall
> ungünstige akustische Verhältnisse etwas auzugleichen

Ich aber. Sollte ich sowas entdecken, werde ich solange Rabatz machen, bis
ich das Geld für meine Karte wiederbekommen habe. Ich bezahle dafür die
Musikinstrumente zu hören und nicht irgendwelche zusätzlichen
Verstärkerschaltungen.

Das ganze kann man bei ungünstig akustischen Verhältnissen auch un-
elektronisch ausgleichen. Das elektronisch machen zu wollen weckt bei mir
Verdacht auf "Let's fix it in the mix"-Mentalität, die sehr schnell von der
Ausnahme zur Regel werden kann.

> Was allerdings bedeutet, daß der Zuhörer
> das möglichst gar nicht bewußt wahrnehmen sollte. Das ist für die
> Tonleute der höchste Schwierigkeitsgrad!

Die bewußte Wahrnehmung ist immer nur ein (unvollständiger) Teil des ganzen
Erlebnisses, vernachlässigt werden hierbei die möglichen Auswirkungen auf
das Unbewußte. Daher lehne ich sowas entschieden ab.

> sie sind auch nichts irgendwie
> teuflisches, so wie manche Klassiker das betrachten.

Es geht nicht darum, ob die Technik teuflisch ist oder nicht. Es geht
darum, ob sie dort was zu suchen hat oder nicht.

> Es ist einfach ein
> Werkzeug, das in bestimmten Situationen definierte Probleme lösen helfen
> kann

Es ist aber keine Problemlösung, sondern eine Problem-Überdeckung.

Liebe Grüße,
Axel

Johannes Roehl

unread,
Dec 14, 2004, 10:10:49 AM12/14/04
to
Axel Sommerfeldt schrieb:
> Erhard Schwenk <esch...@fto.de> wrote:

---snip--

>>Was allerdings bedeutet, daß der Zuhörer
>>das möglichst gar nicht bewußt wahrnehmen sollte. Das ist für die
>>Tonleute der höchste Schwierigkeitsgrad!
>
> Die bewußte Wahrnehmung ist immer nur ein (unvollständiger) Teil des ganzen
> Erlebnisses, vernachlässigt werden hierbei die möglichen Auswirkungen auf
> das Unbewußte. Daher lehne ich sowas entschieden ab.
>
>>sie sind auch nichts irgendwie
>>teuflisches, so wie manche Klassiker das betrachten.
>
> Es geht nicht darum, ob die Technik teuflisch ist oder nicht. Es geht
> darum, ob sie dort was zu suchen hat oder nicht.
>
>>Es ist einfach ein
>>Werkzeug, das in bestimmten Situationen definierte Probleme lösen helfen
>>kann
>
> Es ist aber keine Problemlösung, sondern eine Problem-Überdeckung.

Naja, man will ja die Oper nicht abreißen (sprengen?)!

Patrick P. hat mir, nachdem ich in der Hifi-Gruppe nach den hier und in
de.rec.musik.machen erhaltenen Anworten, die mit überwältigender
Mehrheit meine These stützten, für mich EoD erklärt habe, per PM noch
diese links geschickt:

http://world.std.com/~griesngr/asa_2000.pdf

http://world.std.com/~griesngr/icsv.html

Selbst wenn so etwas zunehmend verbreitet sein sollte (Opernhäuser sind
natürlich eher betrofen als andere Säle, natürlich klingt es aus dem
Graben nicht immer so gut wie im Konzertsaal), so denke ich dennoch,
dass es sinnvoll ist, einen Unterschied zwischen dem (möglichst
unhörbaren) Ausgleich von ungünstigen Räumen und einer kompletten
Verstärkung zu machen. Im ersten Fall (und nur dafür geben die links
Beispiele) ist der Hauptschall immer noch der direkte vom Orchester,
ganz anders als bei Konzerten, die von vorherein mit Verstärkung arbeiten.
Im Grunde kann es eigentlich gar nicht nötig sein, von ein paar Sälen
abgeshen, die von Anfang an schlecht gebaut waren oder zu groß sind. Die
Musik ist für solche Säle geschriebene, die Säle sind für solche Msuik
gedacht.

viele Grüße

JR


Erik Huether

unread,
Dec 14, 2004, 7:44:53 PM12/14/04
to
Tilman Schmidt wrote:

> Mag sein, dass manche das machen. Nötig ist es aber nicht. Dass eine
> akustische Gitarre auch ohne elektronische Hilfe einen Konzertsaal
> füllen kann, habe ich selbst schon erlebt (Liederhalle Stuttgart), und
> wenn ein Komponist eine akustische Gitarre gegen ein Sinfonieorchester
> setzt, dann weiß er in der Regel, was er tut, und es ist nicht
> angebracht, diese Balance durch Verstärkung zu verschieben.

Zustimmung. Am Sonntag war Weihnachtskonzert in meinem alten Wohnheim,
bei dem auch etliche Klassikgitarristen (nacheinander) in einem ca. 500
Leute (stehend) fassenden Saal auftraten. Man hat alle sehr gut gehört.
Erstaunlicherweise war das Westerngitarrenduo sogar noch leiser als der
Konzertgitarrist, der nicht wusste wie er anfangen sollte und deswegen
"leise" rumprobierte.

Und der Saal hatte nicht wirklich eine gute Akustik mit großen Fenstern
an beiden Seiten und Styropordecke.

Gruß Erik

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Axel Sommerfeldt

unread,
Dec 16, 2004, 3:48:01 AM12/16/04
to
Johannes Roehl <parr...@web.de> wrote:

> Axel Sommerfeldt schrieb:


>> Es ist aber keine Problemlösung, sondern eine Problem-Überdeckung.
>
> Naja, man will ja die Oper nicht abreißen (sprengen?)!

Hmmm, wenn ich statt der weißen Wand im Wohnzimmer eine blaue haben möchte,
muß ich entweder ein riesigen Plasmabildschirm kaufen, den ich vor die Wand
montiere (was zusätzlich den Vorteil hätte, auf Knopfdruck andere Farben
wählen zu können) oder aber muß die Wand einreißen bzw. sprengen?

Ich hoffe nicht, denn ich habe gerüchteweise mal in einer sehr schmierigen
Kneipe im Rotlichtviertel gehört, daß man Wände auch mit Farbe anmalen kann
und Opern bzw. Konzertsäle mit akustischen, nicht elektronischen Maßnahmen
dauerhaft aufpeppen kann :-)

> http://world.std.com/~griesngr/asa_2000.pdf
>
> http://world.std.com/~griesngr/icsv.html

Lese ich mal durch, wenn ich Zeit dafür finde, danke.

Ansonsten ist die Akustik in der Glocke in den hinteren Reihen (zum Glück)
erwartungsgemäß mieß, ich denke ich sollte etwa einmal im Jahr dort sitzen,
um sicher zu gehen, daß hier nicht geschummelt wird :-)

> Im Grunde kann es eigentlich gar nicht nötig
> sein, von ein paar Sälen abgeshen, die von Anfang an schlecht gebaut
> waren oder zu groß sind. Die Musik ist für solche Säle geschriebene,
> die Säle sind für solche Msuik gedacht.

Ack.

Liebe Grüße,
Axel

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