Marcel Mueller in <news:nc7av5$ban$
1...@gwaiyur.mb-net.net>:
>>> da wird der Speicher im Gerät (RAM) voll sein. Um einige zigtausend
>>> Titel mit Metadaten zu halten braucht man, ohne Deduplication (was die
>>> schwachbrüstigen Embedded-CPUs sicher nicht machen) etliche Dutzend MB
>>> RAM. Auch das haben diese Embedded Kisten nicht, zumal man es für alles
>>> andere nicht braucht.
>>
>> Interessante Info. Das heißt also, so ein Consumer-Player lädt immer die
>> gesamte Liste vom Server?
>
>Wenn er sie selber sortieren will, bleibt wohl nichts anderes.
Sortieren tut AFAIK der Server. Auch die Menüpunkte, die Beate dem
Player zusprach, kommen ebenso AFAIK vom Server. Das merkt man ganz
deutlich, wenn man wie ich in meiner "Was macht die Chose so langsam?"-
Findungsphase mit drei unterschiedlichen DLNA-Servern arbeitet. Je
nachdem, was die anbieten, habe ich im Player unterschiedliche
Wahlmöglichkeiten.
Und jetzt beim vierten, der Fritzbox ganz eklatant: Obwohl ich aufm
Denon als Sprache "Englisch" wählte, heißt "Music -> All Tracks" nun
"Musik -> Alle Titel".
>Suchanfragen gehen bei DLNA AFAIK direkt über den Server,
So sehe ich das auch, weil die Suchperformance bis hin zum einfachen
Weitertasten zum nächsten Track von der Leistungsfähigkeit des Servers
abhing.
>vieles andere
>auch, aber eben nicht jede Funktion, die sich ein UI-Programmierer in
>Zukunft so ausdenkt.
Dann haben die bei Denon Unfug gedacht, indem sie (unnötigerweise?) die
gesamte Titelliste in den Client-Speicher zu laden versuchen? Mift. Wenn
das sowas wie "Firmenfilisofie" ist, werde ich mit dem 730er auch nicht
besser dastehen.
>>> Jeder, der ein Standard-Betriebssystem sein eigen nennt.
>>
>> Alle brauchen also die gesamte Liste?
>
>Nein, nur wenn man auch etwas damit tun will.
Na. Titel für Titel anhören. Idealerweise in alphabetischer Reihenfolge,
wenn man mal durch "All Tracks" stöbert. Daß auch diese Sortierung vom
Server kommt, und nicht etwa im Client geschieht, habe ich gestern ja
merken können: Die Fritzbox liefert bei "Alle Titel" sie immer noch
Album pro Album.
>Wenn ich es mir recht überlege, fällt mir noch eine andere potentielle
>Ursache ein:
>Möglicherweise ist die zufällige Abspielreihenfolge Teil des Problems.
Sie ist ja nur "pseudozufällig":
Wenn ich Track für Track höre, treffe ich dabei auf zufällige Alben.
>Zum einen liefern viele C-Laufzeitbibliotheken beim Aufruf der
>Zufallsfunktion rand()
Nix Zufallsfunktion.
>nur maximal 15 Bits. Das würde auffallend gut zu den 32.000 Songs passen.
Eine solche magische Zahl hatte ich ja im Verdacht. Dahinein wollten
aber die 17755 so ganz und gar nicht passen.
>Zum anderen ist es gar nicht so trivial, aus riesigen, sich ständig
>ändernden Datenmengen zufällig einen Satz auszuwählen. Im besonderen
>dann, wenn man will, dass nur die /Reihenfolge/ Zufällig ist, nicht auch
>die Häufigkeit einzelner Titel.
Vergiss doch bitte mal die Zufälligkeit!
>> Ist das irgendwo im DLNA-Gebälk so
>> festgelegt. Eigentlich sollte es doch reichen, bei "All Tracks"
"All Tracks". Nicht "Random Play"!
>> immer
>> nur die Daten des jeweils gespielten Stücks im Speicher zu haben und
>> beim Weitertasten/-spielen sich die des nächsten zu holen.
>
>Wenn alle alles richtig gemacht haben, und der Server alle Funktionen
>unterstützt, die der Client will, ja.
So, wie ich das sehe, kann andersrum der Client nur das, was ihm der
Server bietet. Einen "Artist Index" liefert ihm zum Beispiel der
Minimserver, die Fritzbox nicht. Also fehlt diese Anwahlmöglichkeit
im Client, wenn und weil der Server sie ihm nicht anbietet.
>> Eigentlich habe ich ihn schon etwas länger (Drei Jahre?) und bin enso
>> eigentlich nie unzufrieden geworden.
>
>3 Jahre überlebst man damit. 5 auch.
>Aber Verstärker halten normalerweise 20 Jahre. Und vor 20 Jahren war MP3
>noch in den Kinderschuhen, geschweige denn Streaming-Protokolle.
Und? *In* zwanzig Jahren würde ich sowieso nicht mehr mit anderen
Methoden als "CD rin in den PC. CDEX drauf losgelassen. *.flac auf
den Server kopiert" umgehen können. Falls überhaupt noch.
>> Sein dreizeiliges Display reicht (mir) völlig aus, der winzige LCD-
>> Screen des Pioneers fasste zwar mehr Informationen, man musste aber mit
>> der Nase davor sitzen.
>
>Also, ich kann aus der üblichen ~3m Fernbedienungs-Entfernung keines der
>Displays lesen.
So ging's mir beim Pioneer. Der Denon hat aber eine Anzeige, die so
ziemlich der eines CD-Players entspricht. Wo ich vorher die Anzeige
des Marantz CD67 SE ablesen konnte, lese ich heute die des Denon ab.
>> Die Fernbedienung - bis auf ihren ***censored***
>> kleinen Winkel - gefällt mir auch besser als die Steuerung per Äpp.
>
>Halte die Fernbedienung doch nach hinten. Wenn da eine weiße Wand ist,
>geht das oft besser, als wenn man im flachen Winkel direkt drauf hält.
Zwar nur Nebenkriegsschauplatz: Geholfen hat es, den Denon in Richtung
"Infrarotsendeplatz" anzuwinkeln. Schlechter WAF, aber mangels W nicht
wirklich ein Problem.
>> Was die Geschwindigkeit angeht, habe ich das Nadelöhr eher beim Server
>> entdeckt. Der Twonky auf einem kleinem 1,2 GHz Marvell-NAS ging heftig
>> in die Knie. Rund läuft jetzt ein Minimserver aufm Synology DS214+.
>
>Üblicherweise ist die Platte der Engpass, aber bei den schwachen
>NAS-CPUs kann das natürlich anders sein.
Hier eindeutig PCU und/oder Speicher. Die Platte scheint mir da ziemlich
zweitrangig. Im flotten Synology stecken sogar Seagate Archive, die ja
nicht gerade so zu den schnellsten zählen sollen.
>Bei mir kann man übers Netz knapp 10.000 Titel pro Minute indizieren.
>Aber das ist auch PC-Hardware mit SSD im Server.
Es geht ja nicht ums indizieren. Da braucht der Minimserver im Synology
derweil auch so geschätzt ne Viertelstunde, nachdem er hochgefahren ist.
Nein: Die Reaktionszeit, die vergeht, bis daß a) der nächste Titel im
Display streht und b) der dann auch anhörbar ist, variiert merkbar mit
der Leistungsfähigkeit des Servers. Bis hin zur Fritzbox-Schnecke. Da
kannste gefühlt zwischen Anwahl eines Titels und Anhören ne Tasse Kaffee
trinken gehen.
>>> Kann er Unicode Tags mit Sonderzeichen?
>>
>> Die verhindert wohl gleich der CDEX, mit dem ich die CDs ver-flac-e.
>
>Will man das? Also ich will im besonderen ausländische Titel mit
>korrektem Namen.
Die könnte das Matrix-Display des Denons vermutlich auch noch gar nicht
mal anzeigen.
>>> Kann er alle gängigen Formate? Auch die von morgen?
>>
>> Was wird es morgen statt flac geben?
>
>Wer weiß das schon, aber aktuell bekommt man z.B. Ogg Vorbis aus YouTube
>oder AAC aus M4A, was auch kommerziell vertrieben wird.
"Man" bekommt hier ausschließlich *.flac, weil "man" seine CDs genauso
verwurstet.
>Flac ist persönlich nicht so mein Fall. Ich habe nicht so den
>sportlichen Ehrgeiz, das Rauschen und die Artefakte von genau einem
>Mastering bitgenau einzufangen.
Wollmer die alte "Wozu ist flac gut?"-Leier wieder ankurbeln? Okay: Hier
nicht wegen un-, nicht- oder doch hörbarer Unterschiede, sondern des
Wunsches wegen, eine (lediglich DV-technisch aber nicht akustisch
komprimierte) 1:1-Kopie des Originals vorliegen zu haben.
>> Das einzige, was mir inzwischen störend auffiel, war diese
>> abgeschnittene "All Tracks"-Liste.
>
>Ja, blöde Sache.
Sie verhindert das sukzessive Durchören des Bestandes. Was ab und an
recht angenehm sein kann: Einfach mal querbeet durch alle Alben hören,
ohne ein bestimmtes 'aufzulegen'. Bevor meine Sammlung so stark anwuchs,
war das noch kein Problem.
[snip]
>Ich habe auch noch die ganze Hütte mit alten Verstärkern voll und nur
>punktuell das "neumodische" Zeug angekabelt. Im Arbeitszimmer spielt der
>sowieso fast immer laufende PC DAC und die eigentliche Player-Software
>läuft im Keller auf einer VM. Im Wohnzimmer hingegen wartet nur ein
>3,5mm Klinken Stecker darauf, dass eventuell mal einer einen MP3-Stick
>oder ein Handy anschließt.
>Aber über kurz oder lange werde ich dieses Problem lösen müssen, da
>immer seltener jemand Lust hat, eine von vllt. 500 CDs rauszuwühlen.
Genau deswegen ist meine CD-Sammlung auf einen DLNA-Server gekommen.
Da will man nicht mehr Discjockey spielen. Aber andersrum auch nicht
auf das Look&Feel des deswegen z-gestellten CD-Players verzichten. YMMV.
CU!
Ulrich
--
In 9 Monaten und 10 Tagen ist Weihnachten.
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Stellt euch vor, es ist Dienstag und keiner geht hin!