Metz Mecasound TX 4963

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Andreas Bockelmann

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Dec 2, 2021, 9:17:09 AM12/2/21
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Hallo zusammen,

ich habe gerade einen Plattenspieler Metz Mecasound TX 4963 aus ebay im
Zulauf. Soll angeblich voll funktionsfähig sein. Gibt es bei dem Gerät etwas
was ich zur Erhaltung seiner Funktion vorsorglich machen kann?
Ich weiß nur, dass es ein Micro Seiki OEM Gerät ist mit quarzgeregeltem
Direktantrieb und eigenem Servomotor für den Tonarm. Der Tonabnehmer wird
ohnehin gegen meinen AT440MLa getauscht.

Der "Thorens TD 240-2" vom letzten Jahr war ein Fehlkauf. Bei dem brummt der
Antriebsmotor hörbar in die Wiedergabe, was ich erst über Kopfhörer bemerkt
habe. Eine Schande, dass ich dafür mal 700 Euro ausgegeben habe, das
Laufwerk verdient nicht einmal den werksseitig montierten Tonabnehmer (AT95)

Ich hätte den letztes Jahr einfach zurückschicken sollen.

Zum Vergleich: Der alte Metz hat mich jetzt glatte 100 Eypos plus Versand
gekostet.

--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann

Gerald E:scher

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Dec 2, 2021, 10:10:19 AM12/2/21
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Andreas Bockelmann schrieb am 2/12/2021 15:14:

> Der "Thorens TD 240-2" vom letzten Jahr war ein Fehlkauf. Bei dem brummt der
> Antriebsmotor hörbar in die Wiedergabe,

Da würde ich eher schlechte Schirmung des Tonabnehmers verantwortlich
machen. Hatte ich bei einem Dual CS-5000 in Verbindung mit einem
Tonabnehmer von AKG, bei dem hat die Motorekeltronik eingestreut. War
zwar nicht schlimm, aber leise hörbar und ein bekanntes Problem der
AKG, deren Abschirmung meines Wissens nur aus dem leitfähigen
Kunststoff des Gehäuses bestand.

--
Gerald

Andreas Bockelmann

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Dec 2, 2021, 12:00:14 PM12/2/21
to
Gerald E:scher schrieb:
Könnte man annehmen, wird aber mechanisch eingekoppelt. Das ist das zweite
mal, dass ich mich von einem "Markennamen" habe blenden lassen, hätte ich
gewusst, dass der Thorens in Wahrheit ein billiger 70er-Jahre Dual ist,
hätte ich gleich die Finger davon gelassen. Bei dem musste ich auch erst
einmal die Aufsetzpunkte justieren. Und, absolut fassungslos, eine 12" LP
mit 33 1/3 U/Min wird anders angefahren als eine Maxi-Single 12" mit 45
U/Min. Und das bei einem Laufwerk für 700 Euro, fassungslos.

Gerald E:scher

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Dec 2, 2021, 1:21:37 PM12/2/21
to
Andreas Bockelmann schrieb am 2/12/2021 17:59:

> Gerald E:scher schrieb:
>> Andreas Bockelmann schrieb am 2/12/2021 15:14:
>>
>>> Der "Thorens TD 240-2" vom letzten Jahr war ein Fehlkauf. Bei dem brummt der
>>> Antriebsmotor hörbar in die Wiedergabe,
>>
>> Da würde ich eher schlechte Schirmung des Tonabnehmers verantwortlich
>> machen. Hatte ich bei einem Dual CS-5000 in Verbindung mit einem
>> Tonabnehmer von AKG, bei dem hat die Motorekeltronik eingestreut. War
>> zwar nicht schlimm, aber leise hörbar und ein bekanntes Problem der
>> AKG, deren Abschirmung meines Wissens nur aus dem leitfähigen
>> Kunststoff des Gehäuses bestand.
>>
>
> Könnte man annehmen, wird aber mechanisch eingekoppelt.

Ganz blöde Frage, Transportsicherungen nicht entfernt? Ansonsten nehme
ich einen Fertigungsfehler an, denn dass die den Motor nicht vernünftig
vom Teller entkoppelt haben, kann ich fast nicht glauben.

> Bei dem musste ich auch erst
> einmal die Aufsetzpunkte justieren.

Ich habe noch bei keinem meiner Plattenspieler Aufsetzpunkte justieren
müssen, für den Aufsetzpunkt bin ich ganz alleine verantwortlich :-)

> Und, absolut fassungslos, eine 12" LP
> mit 33 1/3 U/Min wird anders angefahren als eine Maxi-Single 12" mit 45
> U/Min. Und das bei einem Laufwerk für 700 Euro, fassungslos.

Ich verstehe halt nicht, wozu man einen Vollautomaten haben will,
manchmal verwende ich nicht einmal den Tonarmlift (Project 2).

--
Gerald

Andreas Bockelmann

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Dec 2, 2021, 1:33:25 PM12/2/21
to
Gerald E:scher schrieb:

> Ich verstehe halt nicht, wozu man einen Vollautomaten haben will,
> manchmal verwende ich nicht einmal den Tonarmlift (Project 2).

Die Diskussion hatten wir aber schon einmal, bevor ich den Dual/Thores
gekauft habe.

Andreas Bockelmann

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Dec 9, 2021, 4:28:45 AM12/9/21
to
Noch einmal ich :-)

Der Metz war Kernschrott, von "voll funktionsfähig" weit entfernt,
stattdessen mechanisch defekt und komplett verbastelt.

Nun kommt ein Denon DP37f zu mir. Mit gebrochener (und geklebter) Haube, das
ist mir egal, da er ohne Haube in einem Schrank betrieben wird. Aber 12
Monate Händlergarantie. Von den Daten her wird er gut zu meinem AT440MLa
passen.

Frage dazu: Kennt jemand das Thema Q-Dämpfung (Q-Damping)? Ich habe nur
Hinweise gefunden, dass neben Denon auch Sony das mal eingesetzt haben soll.

P.S.: Für den Denon habe ich bereits Bedienungsanleitung und Service-Manual
heruntergeladen. Im Service-Manual sind sogar Oszillogramme der
Steuerspannungen aufgezeichnet.

Martin Klaiber

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Dec 9, 2021, 9:38:09 AM12/9/21
to
Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de> wrote:

> Frage dazu: Kennt jemand das Thema Q-Dämpfung (Q-Damping)? Ich habe nur
> Hinweise gefunden, dass neben Denon auch Sony das mal eingesetzt haben soll.

Ich hatte nie einen Denon-Dreher, vermute aber, dass das die Tonarm-
Tonabnehmer-Resonanz bedämpfen soll.

Wenn es das ist, dann gab es das vereinzelt von anderen Herstellern
auch. Am SME-III konnte man beispielsweise eine Dämpfungswanne mit
einem Silikonbad nachrüsten, in das ein Paddel eintauchte, das am
Tonarm befestigt war. Und das Shure V15-IV hatte an der Spitze ein
drehbar gelagertes Bürstchen, das ebenfalls bedämpft war (man konnte
es aber auch hochklappen, damit war die Dämpfung außer Betrieb).

Nötig ist das IMHO nicht. Es gibt zig hervorragende Tonarme ohne
Dämpfungseinrichtung. Ich schätze, das wurde gemacht, damit man bei
der Wahl des Tonabnehmers etwas flexibler ist.

Normalerweise muss die Resonanzfrequenz, die aus der effektiven
bewegten Masse des Tonarms und der Nadelnachgiebigkeit des Abtasters
resultiert, einerseits unterhalb des Tonfrequenzbereichs der Platte
liegen, und andererseits oberhalb der Anregungsfrequenzen durch
Plattenwelligkeiten. Ein gängiger Wert für diese Resonanzfrequenz
war IIRC 8-10 Hz (weiß es nicht mehr genau, ist 20 Jahre her, dass
ich mich damit befasst habe).

Hat man aber einen leichten Tonarm wie den SME-III, ist man bei der
Wahl der Tonabnehmer auf solche mit sehr hoher Nadelnachgiebigkeit
angewiesen. Baut man einen Abtaster mit geringer Nachgiebigkeit ein,
wie bei den meisten MC-Systemen, steigt die Resonanzfrequenz und kann
durch Bassimpulse in der Musik angeregt werden. Das kann dazu führen,
dass die Nadel aus der Rille springt oder zumindest Bässe nicht mehr
so sauber abgetastet werden können.

So eine Dämpfungseinrichtung kann das mildern. Aber am Besten ist es,
man wählt einen Tonabnehmer, der von seiner Nadelnachgiebigkeit her
zur bewegten Masse des Tonarms passt. Dann braucht man die Dämpfung
auch nicht. Wobei sie aber auch nicht schadet.

> P.S.: Für den Denon habe ich bereits Bedienungsanleitung und Service-Manual
> heruntergeladen. Im Service-Manual sind sogar Oszillogramme der
> Steuerspannungen aufgezeichnet.

Da steht doch sicher auch drin, wie Du das Q-Damping einstellen sollst,
oder?

Grüße
Martin

Andreas Bockelmann

unread,
Dec 9, 2021, 10:15:35 AM12/9/21
to
Martin Klaiber schrieb:
> Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de> wrote:

>> P.S.: Für den Denon habe ich bereits Bedienungsanleitung und Service-Manual
>> heruntergeladen. Im Service-Manual sind sogar Oszillogramme der
>> Steuerspannungen aufgezeichnet.
>
> Da steht doch sicher auch drin, wie Du das Q-Damping einstellen sollst,
> oder?

Hallo Martin,
danke für Deine Ausführungen. Ja, in der Benutzeranleitung steht, dass man
den Knopf fürs Q-Damping auf den selben wert stellen soll wie den Kombiknopf
für Auflagekraft und Antiskating. Der Tonarm wird in Stellung 0 per
Gegengewicht austariert, Auflagekraft/Antiskating per Drehknopf. Das war bei
dem Denon-Dreher meines Vaters auch der Fall (Modell weiß ich nicht mehr).
Den Dämpfungsregler hatte der meines Vaters nicht.

Sobald ich den Denon habe, werde ich auch mal das Signal der
Drehzahlerfassung messen, falls ich mal irgendwann in die Verlegenheit
kommen sollte, dass ich die Magnetschicht am Plattenteller instandsetzen muss.

Michael Landenberger

unread,
Dec 10, 2021, 1:15:35 AM12/10/21
to
"Andreas Bockelmann" schrieb am 09.12.2021 um 10:28:40:

> Noch einmal ich :-)
>
> Der Metz war Kernschrott, von "voll funktionsfähig" weit entfernt,
> stattdessen mechanisch defekt und komplett verbastelt.
>
> Nun kommt ein Denon DP37f zu mir.

Herzlichen Glückwunsch. Genau das war der Plattenspieler, den ich auch mal
hatte und den ich dann (nachdem mir bei einem Einbruch die Plattensammlung
geklaut wurde) mangels Bedarf verschenkt habe. Ein Sahnestück ;-) Wollte ich
heute nochmal einen Plattenspieler kaufen, wäre es vermutlich so einer.
Besonders beeindruckt hat mich der weitgehende Verzicht auf Mechanik, die ich,
wie ich bereits schrieb, vor allem dann besonders schätze, wenn sie nicht
vorhanden ist.

Zum Q-Damping kann ich dir allerdings nichts sagen. Vermutlich war mir das
damals egal, weil der Plattenspieler auch mit nicht ganz korrekt eingestelltem
Q-Damping besser war als jede Platte.

Gruß

Michael

Markus Ermert

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Dec 11, 2021, 8:42:56 AM12/11/21
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Michael Landenberger <spamwird...@web.de> wrote:

> nachdem mir bei einem Einbruch die Plattensammlung
> geklaut wurde

Hui, wann und wo gab‘s denn solch schräge Gauner?

Michael Landenberger

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Dec 12, 2021, 8:31:37 AM12/12/21
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Irgendwann in den 1980er Jahren. Oder unterstellst du mir mit der Frage einen
schrägen (Musik-)Geschmack? ;-)

Natürlich wurde nicht nur die Plattensammlung geklaut, sondern auch andere
Gegenstände. Im Gegensatz zu meinen restlichen HiFi-Komponenten
(Kenwood-Verstärker, Thorens-Plattenspieler, Arcus Lautsprecher) wurde der
DP-37F nicht geklaut, denn den hatte ich zum Zeitpunkt des Einbruchs bei
meiner Freundin deponiert. Außerdem haben die Typen eine 12-saitige
Akustikgitarre mitgehen lassen. Das war aber ein Fehlgriff, denn dabei
handelte es sich um ein für 30 DM auf dem Flohmarkt erstandenes
Billig-Instrument. Die vergleichsweise teure 6-Saitige haben sie dagegen
stehen gelassen.

Gruß

Michael

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