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Ein CD-Player macht den Klang?

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Werner Tann

unread,
Dec 5, 2014, 12:14:20 PM12/5/14
to
HiFi-Magazine zählen nicht zu meiner Standard-Lektüre. Beim Blick in
das aktuelle "Hifi-Jahrbuch", ein Sonderheft der Zeitschrift "Stereo",
fiel mir die Kinnlade runter. Da werden CD-Player für mehrere tausend
Euro angepriesen, der billigste schlägt mit 160 Euro zu Buche, der
teuerste mit über 14000. Dazu gab's Texte wie diese:

"erstklassiger Klang" ... "begeistert mit einer ungeheuren, dabei
jedoch charmant-geschmeidigen Definition" ... "vollkommen gelöste,
weiträumige und ungemein homogene Wiedergabe" ... "klanglich einer der
musikalischsten Player überhaupt" usw.

Ich versuche mir gerade einen "unmusikalischen" Player vorzustellen
... na egal.

WHAT THE FUCK?!

Bisher dachte ich, der verdammte Job des CD-Players sei es, die Bits
auszulesen. Ein CD-Player macht doch keinen Klang?! Hier wird das sehr
schön formuliert, von einem Elektroingenieur mit jahrzehntelanger
Erfahrung:

| Zwar bewerben alle Hersteller ihre Produkte mit klanglichen Vorzügen
| gegenüber der Konkurrenz, und auch in der eigenen Produktpalette gibt
| es Abstufungen, bei denen ein besserer Klang oft mit konstruktiven Details
| erklärt wird. Diese Angaben können Sie getrost ignorieren, da das CD-System
| mittlerweile technisch ausgereizt ist. Halten Sie sich einfach vor Augen, daß
| ein modernes 15-Euro-CD-ROM-Laufwerk für den PC Audio-CDs bitgenau also
| zu 100% korrekt auslesen kann, und das auch noch mit einer viel höheren
| Geschwindigkeit als ein Audio-Player, der dies ja nur mit einfacher Geschwindigkeit
| schafft. [...] Weil die CD-Technik inzwischen ausgereizt ist, gibt es keine oder
| zumindest keine nennenswerten (Thema Audio-Ausgangsstufe) klanglichen
| Unterschiede zwischen verschiedenen CD-Spielern. Wenn Sie sich das verinnerlicht
| haben und den Verlockungen der Werbung, die Ihnen ja gerade das Gegenteil
| weismachen will ("was teurer ist, muß ja auch einfach besser sein"), widerstehen,
| kommen Sie sehr preisgünstig zu einem CD-Player, der zwar nicht so gediegen
| aussieht wie ein 5.000-Euro-Gerät aber genausogut klingt!
http://www.elektronikinfo.de/audio/cd.htm

Wie seht Ihr das? Macht der CD-Player den Klang? Oder ist er jene
Komponente der Hifi-Anlage, die am wenigsten zum guten Klang beiträgt?
Erstaunlich finde ich, daß es zum Thema krass gegensätzliche Meinungen
gibt, die noch dazu von Leuten kommen, denen man eigentlich Kompentenz
zusprechen müßte.

Volker Gringmuth

unread,
Dec 5, 2014, 3:59:25 PM12/5/14
to
Werner Tann wrote:

> Bisher dachte ich, der verdammte Job des CD-Players sei es, die Bits
> auszulesen. Ein CD-Player macht doch keinen Klang?! Hier wird das sehr
> schön formuliert, von einem Elektroingenieur mit jahrzehntelanger
> Erfahrung:

Dieser Herr Ingenieur bleibt geschickterweise auf der digitalen Ebene. Ja,
einen exakten Bitstrom bekommt heute auch das billigste Laufwerk hin. Aber
dann muß ein Analogsignal daraus gemacht werden, denn mit Bitströmen können
meine Ohren noch nichts anfangen. Und jetzt geht’s los.

Ich habe schon mehrmals mehrere CD-Player der Klasse 300 bis 500 €
verglichen und Unterschiede gehört. Natürlich nicht so, daß einer davon
richtig schlecht klang, gut klangen sie alle. Aber einer erzeugte
beispielsweise eher einen volleren, symphonischen Klang, war dafür aber in
der räumlichen Zeichnung längst nicht so präzise wie ein anderer, der etwas
analytischer klang. So ein D/A-Wandler ist niemals perfekt, er hat eine
ganze Reihe technischer Qualitätsparameter, die sich nicht alle gleichzeitig
optimieren lassen.

Probier es ruhig mal aus.


vG

Jan Heitkötter

unread,
Dec 5, 2014, 5:10:19 PM12/5/14
to
Am 05.12.2014 um 18:14 schrieb Werner Tann:

[...]
> "erstklassiger Klang" ... "begeistert mit einer ungeheuren, dabei
> jedoch charmant-geschmeidigen Definition" ... "vollkommen gelöste,
> weiträumige und ungemein homogene Wiedergabe" ... "klanglich einer der
> musikalischsten Player überhaupt" usw.
>
> Ich versuche mir gerade einen "unmusikalischen" Player vorzustellen
> ... na egal.
>
> WHAT THE FUCK?!

Diese Zeitschriften haben in der Vergangenheit auch gerne CD-Rohlinge
getestet und die Ergebnisse mit vergleichbar blumigem Schwafel garniert...

Jan

Nils Hott

unread,
Dec 5, 2014, 5:35:45 PM12/5/14
to
Werner Tann <wt...@gmx.at> wrote:

> Wie seht Ihr das? Macht der CD-Player den Klang?

Zumindest hat ein CD-Player einen Klang. Es haben ja schon andere Leute
geschrieben, dass es hauptsächlich auf den D/A-Wandler ankommt.

Ich erinnere mich mit Wonne, als ich zum ersten Mal einen Cyrus dAD 7
gehört habe. Das war auf jeden Fall jenes Gerät, dass damals Interesse
an Hifi in mir geweckt hat. Dieses skurrile Kästchen hat im Gegensatz zu
allen anderen Playern, die ich bis dahin gehört hatte, keine Töne
aneinandergereiht sondern Musik abgespielt.

Mit den Playern ist es wie mit jeder anderen Quelle auch: Wenn besserer
Klang rauskommt, dann kann der Rest der Kette daraus etwas besseres
machen als wenn nicht so toller Klang rauskommt.

Letztlich ist es aber ganz einfach. Höre dir verschiedene Player an.
Wenn du keinen Unterschied hörst: Glück gehabt, du kannst den billigsten
kaufen. Dasspart viel Geld, vor allem langfristig. ;)

Weiß Nils (der mit seiner Technik von vor 10 Jahren bis heute zufrieden
ist)

Marcel Mueller

unread,
Dec 5, 2014, 6:03:37 PM12/5/14
to
Hallo!

On 05.12.14 18.14, Werner Tann wrote:
> HiFi-Magazine zählen nicht zu meiner Standard-Lektüre. Beim Blick in
> das aktuelle "Hifi-Jahrbuch", ein Sonderheft der Zeitschrift "Stereo",
> fiel mir die Kinnlade runter.

Ich hol schon mal Pop-Corn. :-)

> "erstklassiger Klang" ... "begeistert mit einer ungeheuren, dabei
> jedoch charmant-geschmeidigen Definition" ... "vollkommen gelöste,
> weiträumige und ungemein homogene Wiedergabe" ... "klanglich einer der
> musikalischsten Player überhaupt" usw.
>
> Ich versuche mir gerade einen "unmusikalischen" Player vorzustellen
> ... na egal.
>
> WHAT THE FUCK?!

> | Zwar bewerben alle Hersteller ihre Produkte mit klanglichen Vorzügen
> | gegenüber der Konkurrenz, und auch in der eigenen Produktpalette gibt
> | es Abstufungen, bei denen ein besserer Klang oft mit konstruktiven Details
> | erklärt wird. Diese Angaben können Sie getrost ignorieren, da das CD-System
> | mittlerweile technisch ausgereizt ist. Halten Sie sich einfach vor Augen, daß
> | ein modernes 15-Euro-CD-ROM-Laufwerk für den PC Audio-CDs bitgenau also
> | zu 100% korrekt auslesen kann, und das auch noch mit einer viel höheren
> | Geschwindigkeit als ein Audio-Player, der dies ja nur mit einfacher Geschwindigkeit
> | schafft. [...] Weil die CD-Technik inzwischen ausgereizt ist, gibt es keine oder
> | zumindest keine nennenswerten (Thema Audio-Ausgangsstufe) klanglichen
> | Unterschiede zwischen verschiedenen CD-Spielern. Wenn Sie sich das verinnerlicht
> | haben und den Verlockungen der Werbung, die Ihnen ja gerade das Gegenteil
> | weismachen will ("was teurer ist, muß ja auch einfach besser sein"), widerstehen,
> | kommen Sie sehr preisgünstig zu einem CD-Player, der zwar nicht so gediegen
> | aussieht wie ein 5.000-Euro-Gerät aber genausogut klingt!
> http://www.elektronikinfo.de/audio/cd.htm
>
> Wie seht Ihr das? Macht der CD-Player den Klang?

Naja, es gibt wohl wenig auf der Welt, was man nicht noch ein wenig
billiger und schlechter bauen kann. Das gilt auch für CD_Spieler.

Allerdings muss sich mittlerweile selbst der Chinamann mächtig
anstrengen, um in einem A/B Blindtest noch negativ aufzufallen, da auch
die Standard-Chips für unter $1,99 mittlerweile in Regionen angekommen
sind, wo unsere Ohren noch nicht sind. Heißt von einigen unrühmlichen
Ausnahmen einmal abgesehen gibt es wenig hörbare Unterschiede.

Relevanter ist da schon, wie sich der Player bei verkratzten, schlecht
lesbaren CDs verhält; oder auch das Bedienkonzept. Da gibt es schon
deutliche Unterschiede.

Das war allerdings nicht immer so. CD-Player aus den 80ern haben zum
Teil übelste Artefakte produziert, weil nur 12-14 nutzbare Bits, kein
gescheites Rekonstruktionsfilter etc. Aber die Zeiten sind definitiv
rum. Die meisten in den letzten 15 Jahren hergestellten Geräte sind
wirklich gut.

> Oder ist er jene
> Komponente der Hifi-Anlage, die am wenigsten zum guten Klang beiträgt?

Sagen wir mal ein in den CD-Player investierter Euro trägt weniger zum
Klang bei als ein in den Verstärker investierter. Und letzterer trägt
nochmal eine Größenordnung weniger zum Klang bei, als ein in die
Lautsprecher investierter. Alles auf logarithmischer Skala versteht
sich, denn nach oben gibt es preislich ja bekanntlich keine Grenze und
große Investitionen bringen immer weniger Nutzen.

> Erstaunlich finde ich, daß es zum Thema krass gegensätzliche Meinungen
> gibt, die noch dazu von Leuten kommen, denen man eigentlich Kompentenz
> zusprechen müßte.

Logisch. Du kannst die Wahrnehmung nicht einfach auf das Gehör
reduzieren. Genau wie beim Essen das Aussehen massiv mitwirkt wirken
auch beim Hören Aussehen, Preis und andere Faktoren mit.

Du kannst das jetzt Placebo nennen oder nicht. Für die Betroffenen ist
der Effekt genauso real, wie dass man in einem hellblau gestrichenen
Zimmer bei gleicher Temperatur eher friert. Insofern sind die Argumente
nicht ganz verkehrt. Absurd wird es meistens nur, wenn diese
Diskussionen mit einem technischen Vorwand begründet werden, denn genau
diese Kausalität existiert oft nicht.


Marcel

Bernd Mayer

unread,
Dec 5, 2014, 6:28:45 PM12/5/14
to
Am 05.12.2014 um 18:14 schrieb Werner Tann:
> HiFi-Magazine zählen nicht zu meiner Standard-Lektüre. Beim Blick in
> das aktuelle "Hifi-Jahrbuch", ein Sonderheft der Zeitschrift "Stereo",
> fiel mir die Kinnlade runter. Da werden CD-Player für mehrere tausend
> Euro angepriesen, der billigste schlägt mit 160 Euro zu Buche, der
> teuerste mit über 14000. Dazu gab's Texte wie diese:
>
> "erstklassiger Klang" ... "begeistert mit einer ungeheuren, dabei
> jedoch charmant-geschmeidigen Definition" ... "vollkommen gelöste,
> weiträumige und ungemein homogene Wiedergabe" ... "klanglich einer der
> musikalischsten Player überhaupt" usw.
>
> Ich versuche mir gerade einen "unmusikalischen" Player vorzustellen
> ... na egal.
>
> WHAT THE FUCK?!
>
> Bisher dachte ich, der verdammte Job des CD-Players sei es, die Bits
> auszulesen. Ein CD-Player macht doch keinen Klang?! Hier wird das sehr
> schön formuliert, von einem Elektroingenieur mit jahrzehntelanger
> Erfahrung:
>
> Wie seht Ihr das? Macht der CD-Player den Klang?

Hallo,

ein CD-Player macht weit mehr als Bits auszulesen!

In CD-Spielern sind weitere wesenliche Kompononten für das Endergebnis
verantwortlich wie z.B. die DA-Wandler und die Filter und dabei gibt es
Unterschiede. Auch beim Netzteil, der Mechanik, der Takterzeugung und
der Ausgangstreiberstufe gibt es Unterschiede.

http://www.audio-consequent.de/info/inf_dig1.htm

Bits klingen auch nicht, die sind unhörbar.
Damit eine CD klingt ist eine lange Kette von weiteren Komponenten
notwendig. Nach dem CD-Spieler kommen da u.A. noch Kabel, Verstärker,
Lautsprecher, der Raumeinfluß und das individuelle Gehör dazu.

Ein CD-Spieler alleine macht tatsächlich keinen Klang!


Bernd Mayer

Peter Sauter

unread,
Dec 6, 2014, 1:29:03 AM12/6/14
to
Am 06.12.2014 um 00:03 schrieb Marcel Mueller:

>> Wie seht Ihr das? Macht der CD-Player den Klang?

> Allerdings muss sich mittlerweile selbst der Chinamann mächtig
> anstrengen, um in einem A/B Blindtest noch negativ aufzufallen, da auch
> die Standard-Chips für unter $1,99 mittlerweile in Regionen angekommen
> sind, wo unsere Ohren noch nicht sind. Heißt von einigen unrühmlichen
> Ausnahmen einmal abgesehen gibt es wenig hörbare Unterschiede.

Dies nur auf den D/A-Wandlerchip zu reduzieren ist einfach zu simpel.
In einem CD-Player gibt es neben dem Wandler noch andere wichtige
Einheiten wie:
1. Clock-Schaltung für den DAC-Chip (wobei hier gerade in den letzten
ca. 10 Jahren die Hersteller mehr gernt haben es richtig zu machen).
2. Stromversorgung
3. vor allem eine analoge Ausgangsfiler/Verstärkerstufe die am meisten
zum Klang beiträgt.

Wie bei jedem Consumergerät wird hier dann genere auch mal an dem einem
oderanderem Bauteil bewusst gespart, damit der angestrebte
Endkundenpreis auch realisiert werden kann. Dabei ist es egal, ob man
hier von bekannten Hifiherstellern oder einem Noname-Chinahersteller
spricht, da einige Hersteller inzwischen eh auch in China produzieren
lassen. Die Bauteilkosten sind hierbei nur ein Bruchteil des Anteils am
Endkundenpreis (schätze selbst ca. 10%). DA meiste geht drauf für
Marketing, Vertrieb, Zoll, ggf. Lizenzen (WMA etc..) usw.


Problematisch sehe ich heutzutage eher der Wunsch mancher
Billighersteller gezielt Obsolezenz in die Geräte zu verbauen.
Gerade bei DVD-Playern war das aus China sehr beliebt (Yamakawa 715 in
der Stromversorgung bekannt z.b. durch Einbau minderwertigere
Kondenstatoren und zu hoher Wärmebelastung
http://forum.iwenzo.de/dvd-player-cyberhome-ch-dvd-452-netzteil-defekt--p59536.html)






René Schuster

unread,
Dec 6, 2014, 1:41:24 AM12/6/14
to
On 2014-12-06 02:28, Bernd Mayer wrote:

> In CD-Spielern sind weitere wesenliche Kompononten für das
> Endergebnis verantwortlich wie z.B. die DA-Wandler und die Filter und
> dabei gibt es Unterschiede.

Ja, wenn man ein Gerät der 1980er mit einem Aktuellen vergleicht schon...

> Auch beim Netzteil, der Mechanik, der Takterzeugung und
> der Ausgangstreiberstufe gibt es Unterschiede.

... die Einfluss auf den Klang haben?

> http://www.audio-consequent.de/info/inf_dig1.htm

Vollkommen veraltet. Alleine das Schlusswort über Firewire spricht Bände:

"Ob diese, aus dem Computer- und Videobereich stammende,
Consumerverbindung derzeit high-endigen Anspruchen genügt ist fraglich."

> Damit eine CD klingt ist eine lange Kette von weiteren Komponenten
> notwendig. Nach dem CD-Spieler kommen da u.A. noch Kabel,

Kabel? Nein, bitte nicht antworten. ;-)

--
rs

Werner Tann

unread,
Dec 6, 2014, 4:06:54 AM12/6/14
to
ma...@nilshott.com (Nils Hott) schrieb:

>Letztlich ist es aber ganz einfach. Höre dir verschiedene Player an.
>Wenn du keinen Unterschied hörst: Glück gehabt, du kannst den billigsten
>kaufen. Dasspart viel Geld, vor allem langfristig. ;)

Das Problem ist das Probehören von Hifi-Komponenten hier in Wien.
Existiert praktisch nicht. Zumindest nicht "seriös", also verschiedene
Komponenten in derselben Umgebung. Oder der "Hörraum" ist unter aller
Kritik (Boxen stehen mitten im Kundenraum). Oder es sind andererseits
absolute High-End-Läden, wo die billigste Komponente ein paar
Tausender kostet.

Welche preislich erschwinglichen CD-Player befinden die geschätzten
Beiträger denn hier für "gut"? Zeichnen sich bestimmte Hersteller aus?
Wohl gemerkt, damit es nicht zu komplex wird, allein vom *Klanglichen*
her betrachtet ...

Werner Tann

unread,
Dec 6, 2014, 4:06:54 AM12/6/14
to
Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> schrieb:

>Relevanter ist da schon, wie sich der Player bei verkratzten, schlecht
>lesbaren CDs verhält; oder auch das Bedienkonzept. Da gibt es schon
>deutliche Unterschiede.

Ja. Darum ging es mir aber, wie schon im Betreff verdeutlicht,
ausdrücklich nicht.

>Sagen wir mal ein in den CD-Player investierter Euro trägt weniger zum
>Klang bei als ein in den Verstärker investierter. Und letzterer trägt
>nochmal eine Größenordnung weniger zum Klang bei, als ein in die
>Lautsprecher investierter.

So sah ich das bisher auch.

>Logisch. Du kannst die Wahrnehmung nicht einfach auf das Gehör
>reduzieren. Genau wie beim Essen das Aussehen massiv mitwirkt wirken
>auch beim Hören Aussehen, Preis und andere Faktoren mit.

Klar.

>Du kannst das jetzt Placebo nennen oder nicht. Für die Betroffenen ist
>der Effekt genauso real, wie dass man in einem hellblau gestrichenen
>Zimmer bei gleicher Temperatur eher friert. Insofern sind die Argumente
>nicht ganz verkehrt. Absurd wird es meistens nur, wenn diese
>Diskussionen mit einem technischen Vorwand begründet werden, denn genau
>diese Kausalität existiert oft nicht.

Vieles, was ich in Tests lese, klingt mir halt sehr nach Schlangenöl.
Interessant wären (wie auch in der Vinyl/CD/mp3-Debatte) Blindtests.
Was ist der Höreindruck, wenn die Tester das Gerät nicht sehen und
fühlen und den Preis nicht kennen?

Von den technischen Details verstehe ich nichts, kann daher
Digital-Analog-Wandler nicht wirklich beurteilen. Aber was man schon
seit ewigen Zeiten über HiFi generell sagt, gilt auch für CD-Player:
am Ende ist das Hörerlebnis wichtiger als jedes technische Merkmal.
Ein guter Verkäufer punktet mit der Vorführung, nicht mit dem
Herunterrattern auswendiggelernter Werte.

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 6, 2014, 4:36:20 AM12/6/14
to
Werner Tann schrieb:

> Welche preislich erschwinglichen CD-Player befinden die geschätzten
> Beiträger denn hier für "gut"? Zeichnen sich bestimmte Hersteller aus?
> Wohl gemerkt, damit es nicht zu komplex wird, allein vom *Klanglichen*
> her betrachtet ...

Das hängt sehr davon ab, welche anderen Komponenten schon bei Dir zu
Hause stehen:

Alle aktuellen AV-Receiver/Verstärker haben digitale Eingänge und können
die DA-Wandlung selbst erledigen - in dem Fall wird der CD-Player
digital (optisch oder per Draht) angeschlossen.

Alle für den Klang relevanten Schritte finden in dem Fall im
Receiver/Verstärker statt, der CD-Player hat nur noch die Aufgabe, einen
möglichst fehlerfreien digitalen Datenstrom zu liefern.

Nutzt Du dagegen einen reinen Verstärker mit analogen Eingängen, dann
ist es sinnvoll, die klanglichen Qualitäten des CD-Players näher zu
betrachten.

Gruß B.

Werner Tann

unread,
Dec 6, 2014, 8:05:20 AM12/6/14
to
Bernhard Wohlgemuth <woh...@gmx.de> schrieb:

>Alle aktuellen AV-Receiver/Verstärker haben digitale Eingänge und können
>die DA-Wandlung selbst erledigen - in dem Fall wird der CD-Player
>digital (optisch oder per Draht) angeschlossen.

Mein Verstärker und mein Player sind beide von 2007. Der Player kann
digital senden, der Verstärker hat aber keinen digitalen Eingang. Da
für einen Verstärker 7 Jahre kein Alter sind, steht ein Austausch
nicht zur Debatte.

>Nutzt Du dagegen einen reinen Verstärker mit analogen Eingängen, dann
>ist es sinnvoll, die klanglichen Qualitäten des CD-Players näher zu
>betrachten.

Ja, ich speichere das mal geistig ab.

Meinst Du, daß seit 2007 deutlich bessere CD-Player erzeugt werden?
Klanglich, meine ich. Auch den Player tausche ich ungern aus, solange
er funktioniert. Daß heutzutage ein Gerät mit Verschleißteilen (Laser,
Ladenmechanik ...) 7 Jahre hält, ist keineswegs mehr normal. Und das
Teil ist fast täglich in Betrieb.

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 6, 2014, 8:20:39 AM12/6/14
to
Werner Tann schrieb:

> ...der Verstärker hat aber keinen digitalen Eingang...

Darum schrieb ich *AV-*Receiver/Verstärker, denn diese Gerätegattung
hat eingebaute Dolby-Digital und DTS-Decoder und daher eben auch die
digitalen Eingänge.

> Meinst Du, daß seit 2007 deutlich bessere CD-Player erzeugt werden?

Glaube ich nicht - jeder Markenhersteller oberhalb des absoluten
Billigschrott-Segments sollte das technisch im Griff haben.

Andererseits werden CD-Player ja allmählich von DVD-, BluRay- und
Streaming-Playern verdrängt...

> ...Und das Teil ist fast täglich in Betrieb.

Das sieht hier inzwischen ganz anders aus: Die Musik liegt auf einem
NAS, im Wohnzimmer schafft ein RaspberryPi - das Ganze kommt vollständig
ohne bewegte mechanische Teile aus und läuft täglich mehrere Stunden...

Die CDs habe ich zwar noch, aber eingelagert für Notfälle.

Gruß B.

Thomas Einzel

unread,
Dec 6, 2014, 9:02:21 AM12/6/14
to
Werner Tann schrieb am 06.12.2014 um 10:06:
...
> Welche preislich erschwinglichen CD-Player befinden die geschätzten
> Beiträger denn hier für "gut"? Zeichnen sich bestimmte Hersteller aus?
> Wohl gemerkt, damit es nicht zu komplex wird, allein vom *Klanglichen*
> her betrachtet ...

Ich glaube mal es sollte recht deutlich geworden sein, dass man einfach
billigste Ware - woher auch immer - ausklammert und sich dann ein Gerät
anschaut, dass einem *optisch* und haptisch subjektiv gut gefällt.

Wenn man nicht noch besondere "Userinterfaceeigenschaften" wünscht,
sondern außer auf/zu play/pause/stop/vor+zurück nichts braucht, kann man
noch den "ich habe mal eine etwas zerkratze CD vor dem Kauf
mitgebraucht"-Test machen.

Meine CD Player werden btw kaum noch genutzt, momentan streame ich
gerade vom Server, flac, erste DA Wandlung im Receiver. Die gepressten
CDs sind prima Backupmedien.

Fällt mir gerade ein, ich nutze schon seit einer kleinen Ewigkeit
S/P-DIF vom CD Player zum Verstärker/Receiver, die DA Wandler in den CD
Playern wurden höchstens mal für den eingebauten Kopfhörerausgang genutzt.

Hersteller? Audiozeugs habe ich meistens von Pioneer, lt.
http://geizhals.de/?cat=hificdp&xf=1609_Pioneer#xf_top ist da der
billigste Pioneer CD Player für unter 200Euro zu haben, was mir wenn ich
einen weiteren benötigen würde, mehr als ausreichend wäre.

http://geizhals.de/teac-cd-p1260-schwarz-a254120.html z.B. wird es
vermutlich genau so tun, aber wenn du die entsprechenden Leute fragst,
könnten sie dir sicher erklären, warum z.B.
http://geizhals.de/marantz-sa-11s3-verschiedene-farben-a810092.html für
sie viel besser ist, nichts gegen die Marke, war einfach zufällig der
teuerste in _dieser_ Liste.
--
Thomas

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 6, 2014, 9:02:39 AM12/6/14
to
Werner Tann in <news:cegd8f...@mid.individual.net>:

>Mein Verstärker und mein Player sind beide von 2007. Der Player kann
>digital senden, der Verstärker hat aber keinen digitalen Eingang. Da
>für einen Verstärker 7 Jahre kein Alter sind, steht ein Austausch
>nicht zur Debatte.

Aber vielleicht eine Ergänzung?

Ich hatte neulich mal den Fall, daß ich mir den analogen Cinch-Ausgang
meines Marantz CD67SE zerlegte: Cinch Kabel drangesteckt, provisorisch
quer durch den Raum gelegt, drübergestolpert, Buchsen abgesäbelt. Zur
Reparatur hätte der ganze Player zerlegt gehört. Nun hat der aber auch
einen digitalen Ausgang, aber wie Dein Verstärker meiner auch keinen
solchen Eingang.

Lösung: Eines dieser kleinen Digital/Analog-Wandlerkästchen wie zum
Beispiel der <http://www.amazon.de/dp/B00F3LSSBE?psc=1>. Meinen hatte
ich damals von CSL. Delock 62444 dürfte auch der gleiche sein. An den
Toslink-Ausgang des Players gestöpselt und daraus analog an den A656.

Trotz des vergleichsweise geringen Preises ein Top-Gerät.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 19 Tagen ist Weihnachten.
YN1GR P99XA WW2FZ PS1NU HXBZM G654I GN5F0 XSIHP F2IJ6
Stellt euch vor, es ist Samstag und keiner geht hin!

Andreas Huennebeck

unread,
Dec 6, 2014, 9:05:53 AM12/6/14
to
Werner Tann schrieb:

> Bernhard Wohlgemuth <woh...@gmx.de> schrieb:
>
>>Alle aktuellen AV-Receiver/Verstärker haben digitale Eingänge und können
>>die DA-Wandlung selbst erledigen - in dem Fall wird der CD-Player
>>digital (optisch oder per Draht) angeschlossen.
>
> Mein Verstärker und mein Player sind beide von 2007. Der Player kann
> digital senden, der Verstärker hat aber keinen digitalen Eingang. Da
> für einen Verstärker 7 Jahre kein Alter sind, steht ein Austausch
> nicht zur Debatte.
>
>>Nutzt Du dagegen einen reinen Verstärker mit analogen Eingängen, dann
>>ist es sinnvoll, die klanglichen Qualitäten des CD-Players näher zu
>>betrachten.
>
> Ja, ich speichere das mal geistig ab.
>
> Meinst Du, daß seit 2007 deutlich bessere CD-Player erzeugt werden?

Naja, die besten CD-Player wurden Anfang der 90er gebaut - soweit es
Bedienung und Materialqualität betrifft. Auch klanglich ist es danach IMHO
nicht mehr drastisch besser geworden.

> Klanglich, meine ich. Auch den Player tausche ich ungern aus, solange
> er funktioniert. Daß heutzutage ein Gerät mit Verschleißteilen (Laser,
> Ladenmechanik ...) 7 Jahre hält, ist keineswegs mehr normal. Und das
> Teil ist fast täglich in Betrieb.

Hat der Player einen Digitalausgang? Dann kannst Du ja mal einen externe DA-
Wandler ausprobieren.

Tschau
Andreas
--
Andreas Hünnebeck | email: ac...@gmx.de
----- privat ---- | www : http://www.huennebeck-online.de
PGP-Key: http://www.huennebeck-online.de/public_keys/pgp_andreas.asc
GPG-Key: http://www.huennebeck-online.de/public_keys/andreas.asc

Andreas Huennebeck

unread,
Dec 6, 2014, 9:13:42 AM12/6/14
to
René Schuster schrieb:

> On 2014-12-06 02:28, Bernd Mayer wrote:
>> http://www.audio-consequent.de/info/inf_dig1.htm
>
> Vollkommen veraltet. Alleine das Schlusswort über Firewire spricht Bände:
>
> "Ob diese, aus dem Computer- und Videobereich stammende,
> Consumerverbindung derzeit high-endigen Anspruchen genügt ist fraglich."

Nicht nur das. Ein Standard-OP kostet in Mengen eher 5-10 Cents denn 1 Euro
- auch schon vor 20 Jahren. Für 1 Euro bekommt man schon echte Highend-OPs.
Warum dann Endprodukte, die solche Highend-OPs verwenden, einige 100 oder
1000 Euro mehr kosten, entzieht sich meinem Verständnis.

Christian Müller

unread,
Dec 6, 2014, 9:39:01 AM12/6/14
to
Andreas Huennebeck schrieb:

> Warum dann Endprodukte, die solche Highend-OPs verwenden, einige
> 100 oder 1000 Euro mehr kosten, entzieht sich meinem Verständnis.

Der Kunde will es so.
Dass es der Kunde will, wurde durch geschicktes Marketing erreicht.

Das trifft aber nicht nur auf CD-Spieler zu:-)


Gruß Christian

Holger Marzen

unread,
Dec 6, 2014, 9:48:33 AM12/6/14
to
Die Entwicklungskosten müssen rein. Je kleiner die Serien, umso mehr
Umlage. Da ist es für die Gesamtkosten pro Gerät dann egal, ob der
Haus-BWLer noch 10 Cent für eine wichtige Sicherung einspart – es sei
denn, er hat für die dazugehörigen Meetings und
Powerpoint-Präsentationen mehrere Tage oder -Wochen gebraucht und die
Entwickler von der Arbeit abgehalten. Dann wird es ohne Sicherung nicht
nur schlechter sondern auch teurer.

Werner Tann

unread,
Dec 6, 2014, 10:49:13 AM12/6/14
to
Bernhard Wohlgemuth <woh...@gmx.de> schrieb:

>Das sieht hier inzwischen ganz anders aus: Die Musik liegt auf einem
>NAS, im Wohnzimmer schafft ein RaspberryPi - das Ganze kommt vollständig
>ohne bewegte mechanische Teile aus und läuft täglich mehrere Stunden...

So weit bin ich bei Büchern schon (Kindle). Bei der Musik würde mir da
klar das haptische und visuelle Moment fehlen. Ich brauche eine Hülle,
also ein Jewel Case, das ein Cover hat. Ich will das aus dem Regal
holen und die CD "einlegen". So, wie man seine Knarre lädt. ;-)

Vielleicht wechsle ich in 10 Jahren, wenn die
Home-Streaming-Technologie alles andere überrollt hat, nichts mehr
kostet und weitere - heute noch nicht verfügbare - Vorteile bietet.

Werner Tann

unread,
Dec 6, 2014, 10:49:14 AM12/6/14
to
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> schrieb:

>Lösung: Eines dieser kleinen Digital/Analog-Wandlerkästchen wie zum
>Beispiel der <http://www.amazon.de/dp/B00F3LSSBE?psc=1>.

Was es alles gibt ...
Und Du meinst, es sei sehr wahrscheinlich, daß dieses Kästchen die
D-A-Umwandlung besser erledigt als mein Player-Opa?

Werner Tann

unread,
Dec 6, 2014, 10:49:13 AM12/6/14
to
Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb:
Dazu schreibt ein Amazonrezensent
> leider gibt es beim Wechseln zum nächsten Track immer eine kleine
> Unterbrechung. Ein abspielen von Mix CDs ist damit leider nicht möglich

Phantasiert der Mann, oder ist so etwas tatsächlich möglich?
Selbstgebrannte CDs mit mp3s, die ein Live-Konzert wiedergeben, wären
damit ohne Knacks beim Trackwechsel unmöglich?!

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 6, 2014, 10:58:29 AM12/6/14
to
Werner Tann schrieb:

> Vielleicht wechsle ich in 10 Jahren, wenn die
> Home-Streaming-Technologie alles andere überrollt hat, nichts mehr
> kostet...

Tut sie (mich) jetzt schon nicht:

Meine CDs, Cassetten, Tonbänder, Schallplatten habe ich selbst
digitalisiert, die liegen auf meinem eigenen NAS - ich bin unabhängig
von der Internet-Verbindung und von irgendwelchen Anbietern in habe
dafür keine laufenden Kosten...

Gruß B.

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 6, 2014, 11:02:13 AM12/6/14
to
Werner Tann schrieb:

> Vielleicht wechsle ich in 10 Jahren, wenn die
> Home-Streaming-Technologie alles andere überrollt hat, nichts mehr
> kostet...

Tut sie (mich) jetzt schon nicht:

Meine CDs, Cassetten, Tonbänder, Schallplatten habe ich selbst
digitalisiert, die liegen auf meinem eigenen NAS - ich bin unabhängig
von der Internet-Verbindung und von irgendwelchen Anbietern und habe

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 6, 2014, 11:38:02 AM12/6/14
to
Werner Tann in <news:cegmrn...@mid.individual.net>:
Du sprachst (zuletzt, die Ausgangssituation war wohl in der Tat eine
andere) von einem Player mit digitalem Ausgang und einem Verstärker
ohne digitalen Eingang. Wenn man letzteren noch nicht zum Alten Eisen
erklären will, obwohl eine Zulieferquelle nach der anderen nur noch
digital spricht, ist dies Kästchen gar nicht mal so unübel.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 19 Tagen ist Weihnachten.
Q4ENQ 15EY1 JSY89 D5UB2 Q4MP4 X9H2N 7HMTQ 2KO7Q QTQVU

Gerald E:scher

unread,
Dec 6, 2014, 12:16:32 PM12/6/14
to
Player-Opa? Ich hau' mich ab! Habe gestern bei meinem Yamaha von 1986
den Antriebsriemen vom Motor für den Laserschlitten getauscht, nun
spielt der wieder ohne zu springen.
Aufgrund 16 bit und nur 2-fach-Oversampling samt aufwändigem
Analogfilter klingt der wärmer als spätere Geräte.

--
Gerald

Gerald E:scher

unread,
Dec 6, 2014, 12:18:19 PM12/6/14
to
Werner Tann schrieb am 6/12/2014 16:49:

> Bernhard Wohlgemuth <woh...@gmx.de> schrieb:
>
>>Das sieht hier inzwischen ganz anders aus: Die Musik liegt auf einem
>>NAS, im Wohnzimmer schafft ein RaspberryPi - das Ganze kommt vollständig
>>ohne bewegte mechanische Teile aus und läuft täglich mehrere Stunden...
>
> So weit bin ich bei Büchern schon (Kindle). Bei der Musik würde mir da
> klar das haptische und visuelle Moment fehlen. Ich brauche eine Hülle,
> also ein Jewel Case, das ein Cover hat.

Diese größeren Briefmarken sollen ein Cover sein? Ein ordentliches Cover
ist ca. 30 x 30 cm groß!

--
Gerald

Başar Alabay

unread,
Dec 6, 2014, 12:29:09 PM12/6/14
to
Werner Tann schrieb:

> Meinst Du, daß seit 2007 deutlich bessere CD-Player erzeugt werden?
> Klanglich, meine ich. Auch den Player tausche ich ungern aus, solange
> er funktioniert. Daß heutzutage ein Gerät mit Verschleißteilen (Laser,
> Ladenmechanik ...) 7 Jahre hält, ist keineswegs mehr normal. Und das
> Teil ist fast täglich in Betrieb.

Also, ich trauere ja immer noch meinem Kenwood-CD-Player nach, der vor
ungefähr 16 Jahren den Geist aufgab, trotz Überholung ~1991 herum. Und
mein jetziger Denon, der dementsprechend vermutlich auch schon >20 Jahre
auf dem Buckel hat, klingt ziemlich … ähm »symfonüsch«, »awdiofiil«,
»goldesoterisch«, etc. :-) Kurzum: Ein guter CD-Player und fertig. Egal
ob 25, 15 oder 5 (?) Jahre alt. Ob es heutzutage noch gute Qualität
gibt, weiß ich tatsächlich nicht. Ich glaube, ich würde, wenn ich müßte,
ganz geziel nach alten Gebrauchtgeräten Ausschau halten … ich bilde mir
ein, daß die wertiger sind. Jaja, früher™ war alles besser ;-)

B. Alabay

--
http://www.thetrial.de/
ケディエ・ばく・ハヤテ・あんら

Başar Alabay

unread,
Dec 6, 2014, 12:34:04 PM12/6/14
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

> Lösung: Eines dieser kleinen Digital/Analog-Wandlerkästchen wie zum
> Beispiel der <http://www.amazon.de/dp/B00F3LSSBE?psc=1>. Meinen hatte
> ich damals von CSL. Delock 62444 dürfte auch der gleiche sein. An den
> Toslink-Ausgang des Players gestöpselt und daraus analog an den A656.

Au Mann, zum Wandeln hat man sich früher ein DAT dazwischengehängt, oder
einen SrcConverter (noch für Falcon, von SoundPool). Kann ein 15 Öcken
Kistchen heute wirklich mithalten?

René Schuster

unread,
Dec 6, 2014, 1:19:58 PM12/6/14
to
On 2014-12-06 20:29, Başar Alabay wrote:

> Ob es heutzutage noch gute Qualität gibt, weiß ich tatsächlich nicht.
> Ich glaube, ich würde, wenn ich müßte, ganz geziel nach alten
> Gebrauchtgeräten Ausschau halten … ich bilde mir ein, daß die
> wertiger sind.

"Wertiger" in der Verarbeitung meinst Du?

> Jaja, früher™ war alles besser ;-)

Ja, sogar die Zukunft. Während man früher[tm] bei einer neuen Serie von
$GERÄT eine Qualitäts - bzw. Leistungssteigerung erwarten durfte, hat
man heute Bedenken ob die neue Serie qualitativ noch an die Alte
rankommt... ;-)

--
rs

Thomas Einzel

unread,
Dec 6, 2014, 1:24:30 PM12/6/14
to
Knacks wahrscheinlich nicht, aber eine Unterbrechung? Dann hilft wohl
nur vorher fragen und wenn es dann nicht klappt, das Gerät wieder zurück
zuschicken.

--
Thomas

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 6, 2014, 1:31:23 PM12/6/14
to
Werner Tann schrieb:

> Selbstgebrannte CDs mit mp3s, die ein Live-Konzert wiedergeben, wären
> damit ohne Knacks beim Trackwechsel unmöglich?!

Bei mp3 ist das durchaus möglich - es gibt zwar theoretisch die
Möglichkeit, mit Lame "nahtlos" zu codieren, aber meine Erfahrung zeigt
mir, dass längst nicht jeder Player sowas auch nahtlos abspielen kann.

Wenn man bei Live-Aufnahmen ganz sichergehen möchte, sollte man sie am
Stück (also als einen einzigen, langen Track) codieren. Das erschwert
zwar die Navigation, aber einen Live-Track hört man doch eh' in der
Regel am Stück und springt nicht darin herum... ;-)

Gruß B.

Werner Tann

unread,
Dec 6, 2014, 3:35:09 PM12/6/14
to
"Gerald E:scher" <Spa...@fahr-zur-Hoelle.org> schrieb:

>Diese größeren Briefmarken sollen ein Cover sein? Ein ordentliches Cover
>ist ca. 30 x 30 cm groß!

... und es riecht nach Papier und Karton. Mir mußt Du das nicht
erzählen. Meine Teenager-Zeit hatte ich in der Vinyl-Blütezeit.
Aber weil die CD-Cover nur ein Abklatsch der LP-Hüllen sind, muß man
nicht aus Trotz gleich auf jedes "Ding" verzichten und die Musik ins
digitale, un-faßbare Nirwana verbannen.

Thomas Einzel

unread,
Dec 6, 2014, 7:27:07 PM12/6/14
to
Das Problem mit den leeren CD Hüllen und den Covern hatte ich schon bei
meinem Karussell Wechsler (Pioneer PD-F1007). :-) Irgendwann sucht man
sie nicht mehr heraus, Titel + Interpret stehen/standen (größtenteils)
im Display. Eine Karte mit den CD Namen reichte... aber dank
NAS+Streaming ist auch das weitestgehend Geschichte.

Zu meiner Teenagerzeit kam Musik btw größtenteils aus dem Radio und vom
Magnetband...

--
Thomas

Werner Tann

unread,
Dec 7, 2014, 3:21:13 AM12/7/14
to
Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb:

>Zu meiner Teenagerzeit kam Musik btw größtenteils aus dem Radio und vom
>Magnetband...

Das muß seeehr lange her sein. :P

Klar, vom Mengenverhältnis war es auch bei mir so, daß auf eine LP
vielleicht zehn Musikkassetten kamen. War eine Kostenfrage. Eine
Leerkassette (zum Aufnehmen vom Radio und vom Kumpel) kostete den
Bruchteil einer LP. Darum waren die LPs gerade etwas Besonderes:
weitaus besserer Klang als die Kassette, für damalige Maßstäbe
"perfekt", Stereo ein "Wahnsinn", Albencover "super", und das Rauschen
etc. nahm man als gottgegeben hin.

Marcel Mueller

unread,
Dec 7, 2014, 3:33:37 AM12/7/14
to
On 06.12.14 10.06, Werner Tann wrote:
> Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> schrieb:
>
>> Relevanter ist da schon, wie sich der Player bei verkratzten, schlecht
>> lesbaren CDs verhält; oder auch das Bedienkonzept. Da gibt es schon
>> deutliche Unterschiede.
>
> Ja. Darum ging es mir aber, wie schon im Betreff verdeutlicht,
> ausdrücklich nicht.

Unterschätze das mit den Lesefehlern nicht. CDDA hat kaum Redundanz
entsprechend häufig gibt es Lesefehler. Ich würde nach meiner Erfahrung
schätzen bei 50% der Medien und bei vllt. 25% von Anfang an. Und das
wirkt sich sehr wohl auf den Klang aus. Bei einem CD-Player wird bei
einem Fehler nämlich einfach interpoliert und weiter gespielt. Das fällt
meist gar nicht gleich auf. Springen tut er nur, wenn die Fehler so
heftig werden, dass gar nichts mehr geht.
Das Konzept von Philips war da nicht schlecht, was die CDs mit höherer
Geschwindigkeit in einen Puffer gelesen hat, um dann ggf. ein wenig Zeit
für einen Retry zu haben. Gekommen ist das allerdings von Tragbaren
Playern, die auch beim Joggen laufen sollten. Es wurde ferner nicht
versäumt, den Nutzen mit noch billigeren (mechanischen) Komponenten
aufzuwiegen.

>> Du kannst das jetzt Placebo nennen oder nicht. Für die Betroffenen ist
>> der Effekt genauso real, wie dass man in einem hellblau gestrichenen
>> Zimmer bei gleicher Temperatur eher friert. Insofern sind die Argumente
>> nicht ganz verkehrt. Absurd wird es meistens nur, wenn diese
>> Diskussionen mit einem technischen Vorwand begründet werden, denn genau
>> diese Kausalität existiert oft nicht.
>
> Vieles, was ich in Tests lese, klingt mir halt sehr nach Schlangenöl.
> Interessant wären (wie auch in der Vinyl/CD/mp3-Debatte) Blindtests.

Vinyl vs. CD ist etwas anderes. Das kann man mühelos in Blindtests
unterscheiden. Das Laufgeräusch der Nadel in der Rille bekommst Du nie
unter die Hörschwelle. Insofern weiß jeder, was die CD ist.
Ferner sind die Abmischungen komplett anders. Bei Vinyl musste die
Schnelligkeit der Nadel begrenzt werden. Deshalb würden spezielle Filter
eingesetzt. Bei CD kommt es hingegen auf die lineare Maximalamplitude
und die Nyquistfrequenz an. Dafür werden andere Filter eingesetzt.
Kurzum, das Material klingt schon vor dem Platzieren auf dem Zielmedium
aufgrund des unterschiedlichen Masterings anders.
Was von beidem einem dann besser gefällt ist schlich Geschmackssache.
Typischerweise das, was man gewohnt ist.

CD vs. MP3 bzw. psychoakustisch reduziert komprimiert ist schon
schwieriger. Wenn das MP3 gut gemacht ist, kann ein normales
menschliches Gehirn den Unterschied praktisch nicht erkennen. Die Nase
vorn haben dann Personen mit einem irgendwie geschädigten oder anderen
Hörvermögen.
Aber auch hier gilt die Macht der Gewohnheit. Wer aus seinem
Erfahrungsschatz noch nie das Originalinstrument gehört hat, sondern nur
Konservenkost aus dem Handy mit 15€ Schmalzbohrer im Ohr, wird die
Artefakte, so denn überhaupt wahrnehmbar, im allgemeinen bevorzugen,
weil er sie als 'natürlicher' empfindet.

> Was ist der Höreindruck, wenn die Tester das Gerät nicht sehen und
> fühlen und den Preis nicht kennen?

Das funktioniert nur innerhalb von Geräten einer Klasse wirklich
neutral. Also z.B. CD vs. CD. Und letztlich wird als Ergebnis nur
herauskommen, ob ein Unterschied überhaupt mit statistischer Signifikanz
zu erkennen ist. Von Statistik haben etliche in dem Metier
glücklicherweise keine Ahnung, weshalb dann in viel zu kleine und/oder
nicht repräsentative Stichproben alles mögliche hineininterpretiert
werden kann. (Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel.)
Was hingegen ggf. als besser oder schlechter wahrgenommen wird, ist
wieder Gewohnheit. Heißt, eine objektive Aussage bekommt man in keinem Fall.
Nicht unterscheidbar ist aber auch schon eine ziemlich starke Aussage,
denn sie zeigt, dass zwei Geräte entweder gleich gut oder gleich
schlecht sind. Typischerweise eher gleich gut, denn es ist nicht trivial
zweimal exakt denselben Fehler zu machen, sofern die Geräte nicht
baugleich sind. Wenn dann ein paar Nullen im Preis dazwischen liegen,
ist das auch schon mal was.


> Von den technischen Details verstehe ich nichts, kann daher
> Digital-Analog-Wandler nicht wirklich beurteilen. Aber was man schon

Dafür gibt es Messgeräte. Die messen zwar nicht den Höreindruck, wohl
aber, ob etwas /verändert/ wurde, und das objektiv. Das ist zwar keine
notwendige Bedingung für einen guten Höreindruck, aber im allgemeinen
einen hinreichende. Und genau da kommt auch der Streit her. Die Frage
ist letztlich, wie empfindlich muss man die Messgeräte einstellen, damit
es hinreichend ist. Prinzipsbedingt wird man bei diesem Ziel besser als
notwendig. Die Frage ist halt wie viel besser.

> seit ewigen Zeiten über HiFi generell sagt, gilt auch für CD-Player:
> am Ende ist das Hörerlebnis wichtiger als jedes technische Merkmal.
> Ein guter Verkäufer punktet mit der Vorführung, nicht mit dem
> Herunterrattern auswendiggelernter Werte.

Das ist so.


Marcel

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 7, 2014, 3:41:38 AM12/7/14
to
Werner Tann schrieb:

> weitaus besserer Klang als die Kassette, für damalige Maßstäbe
> "perfekt", Stereo ein "Wahnsinn", Albencover "super", und das Rauschen
> etc. nahm man als gottgegeben hin.

Darum hab' ich bei Cassette immer weiter "aufgerüstet", bis ich mit dem
Akai GX-9 (Einmesscomputer, Dolby C), das Gefühl hatte, die Aufnahme
steht der LP nicht nach.

Die Offenbarung war dann der CD-Recorder, aber inzwischen bin ich da
wesentlich ruhiger geworden: Ich höre fast nur noch aus meinem Archiv,
weil mir die aktuelle Musik bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr so recht
zusagt. Wenn mir mal was aktuelles gefällt, kaufe ich das Stück - kommt
aber selten genug vor...

Gruß B.

Joerg Walther

unread,
Dec 7, 2014, 3:53:34 AM12/7/14
to
Werner Tann wrote:

>>Lösung: Eines dieser kleinen Digital/Analog-Wandlerkästchen wie zum
>>Beispiel der <http://www.amazon.de/dp/B00F3LSSBE?psc=1>.
>
>Was es alles gibt ...
>Und Du meinst, es sei sehr wahrscheinlich, daß dieses Kästchen die
>D-A-Umwandlung besser erledigt als mein Player-Opa?

Ich habe dieses Kästchen auch und es macht an meiner äußerst
ordentlichen Anlage eine gute Figur.

- j -

--
Mail address is valid for a limited time only.

And now for something completely different...

Werner Tann

unread,
Dec 7, 2014, 5:03:14 AM12/7/14
to
Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> schrieb:

>> Vieles, was ich in Tests lese, klingt mir halt sehr nach Schlangenöl.
>> Interessant wären (wie auch in der Vinyl/CD/mp3-Debatte) Blindtests.
>
>Vinyl vs. CD ist etwas anderes. Das kann man mühelos in Blindtests
>unterscheiden. Das Laufgeräusch der Nadel in der Rille bekommst Du nie
>unter die Hörschwelle. Insofern weiß jeder, was die CD ist.

Ich will das nicht wieder vertiefen, aber die Gegner der CD behaupten
ja u.a., das (private) Digitalisieren einer LP auf eine CD wäre eine
Barbarei, weil die CD dann nicht mehr so (gut) klingt wie die LP. Auf
der CD ist, wenn man nicht groß nachbearbeitet, das Laufgeräusch der
Nadel zu hören, oder nicht? Ein Blindtester würde also also bei beiden
Quellen das Knistern und Laufgeräusch hören, von daher würde sich die
CD nicht "verraten". Der Punkt der Vinyl-Fetischisten ist bekanntlich
nicht, daß der CD die Makel der LP fehlen, sondern daß der CD
"gewisse", oft nicht näher benennbare Vorzüge der LP fehlen, also die
"Tiefe", die "Räumlichkeit", die analoge "Echtheit" oder was immer.
Und genau das konnte mich bisher nicht 100%ig überzeugen. Meinst Du,
Vinylisten können im Blindtest ihre LP vom daraus gebrannten
Digitalisat unterscheiden, das alle deren Knackser hat, samt
Nadellaufgeräusch? (CD und LP hängen, nehmen wir an,
selbstverständlich an derselben HiFi-Anlage.)

Thomas Einzel

unread,
Dec 7, 2014, 5:29:47 AM12/7/14
to
Werner Tann schrieb am 07.12.2014 um 11:03:
> Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> schrieb:
>
>>> Vieles, was ich in Tests lese, klingt mir halt sehr nach Schlangenöl.
>>> Interessant wären (wie auch in der Vinyl/CD/mp3-Debatte) Blindtests.
>>
>> Vinyl vs. CD ist etwas anderes. Das kann man mühelos in Blindtests
>> unterscheiden. Das Laufgeräusch der Nadel in der Rille bekommst Du nie
>> unter die Hörschwelle. Insofern weiß jeder, was die CD ist.
>
> Ich will das nicht wieder vertiefen, aber die Gegner der CD behaupten
> ja u.a., das (private) Digitalisieren einer LP auf eine CD wäre eine
> Barbarei, weil die CD dann nicht mehr so (gut) klingt wie die LP.

Das kann man meistens selbst nachprüfen. Ich habe einen kleinen M-Audio
AD Wandler und damit einige LPs aufgenommen, also kein High End, aber
auch alles andere als Schrott. Das auf CD-R gebrannte unbearbeitete
Ergebnis war im A/B Vergleich LP/CD mit einer Sicherheit von 50% leicht
heraus zu finden >;->

--
Thomas

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 7, 2014, 5:33:31 AM12/7/14
to
Werner Tann schrieb:

> Ich will das nicht wieder vertiefen, ...

Du bist doch schon dabei... ;-)

> ...LP vom daraus gebrannten
> Digitalisat unterscheiden, das alle deren Knackser hat, samt
> Nadellaufgeräusch?

Kein Antwort auf Deine Frage, aber ein kurzer Erfahrungsbericht:

Ich habe zu Beginn beim Digitalisieren meiner LPs behutsam entrauscht
und entknackst und war vom Ergebnis zunächst begeistert - bis ich dann
gemerkt habe, dass ich an die individuellen Nebengeräusche meiner alten
Schätzchen so gewöhnt bin, dass sie mir beim Abhören der CD gefehlt
haben.

Seither belasse ich es beim reinen Digitalisieren, Nachbearbeitung kommt
nur noch in wenigen Ausnahmefällen in Betracht. In meinem Archiv klingt
es so, als würde da die (z.T. recht alte) Vinylscheibe laufen...

Noch eine Randbemerkung: Nachdem ich in umfangreichen und Hörtests für
mich festgestellt habe, dass ich ab 192 kbit/s ein mp3 gehörmäßig nicht
vom Original unterscheiden kann, habe ich mich entschlossen, die Daten
auf dem NAS mit 256 kbit/s abzulegen.

Gruß B.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 7, 2014, 5:52:23 AM12/7/14
to
Ba?ar Alabay in <news:m5vemc$n61$4...@news.albasani.net>:

>Ulrich F. Heidenreich schrieb:
>
>> Lösung: Eines dieser kleinen Digital/Analog-Wandlerkästchen wie zum
>> Beispiel der <http://www.amazon.de/dp/B00F3LSSBE?psc=1>. Meinen hatte
>> ich damals von CSL. Delock 62444 dürfte auch der gleiche sein. An den
>> Toslink-Ausgang des Players gestöpselt und daraus analog an den A656.
>
>Au Mann, zum Wandeln hat man sich früher ein DAT dazwischengehängt, oder
>einen SrcConverter (noch für Falcon, von SoundPool). Kann ein 15 Öcken
>Kistchen heute wirklich mithalten?

Kai Neahnung. Keines der von Dir genannten Geräte habe ich je besessen.
Also kann ich nicht vergleichen. Aber feststellen, daß diese Schachtel
bestenfalls den Goldohren eben wegen des niedrigen Preises missfällt.

Kennt man doch: "Cinchstecker, die weniger als 50€/Stück kosten,
*können* ja nix taugen …".

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 18 Tagen ist Weihnachten.
VTFC3 UJ5R2 8FO56 7MWW2 6LWMB 0ATMN Z4YSJ M6G1N G63RN
Stellt euch vor, es ist Sonntag und keiner geht hin!

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 7, 2014, 6:32:37 AM12/7/14
to
Bernhard Wohlgemuth in <news:1eyavoniitu45$.1ubbrkpviztv7$.d...@40tude.net>:

>Ich habe zu Beginn beim Digitalisieren meiner LPs behutsam entrauscht
>und entknackst und war vom Ergebnis zunächst begeistert - bis ich dann
>gemerkt habe, dass ich an die individuellen Nebengeräusche meiner alten
>Schätzchen so gewöhnt bin, dass sie mir beim Abhören der CD gefehlt
>haben.

Bei mir gedieh das noch weiter:

Als ich mir den Plattenspieler eigentlich zum Zwecke des Digitalisierens
von LPs gekauft habe, musste ich feststellen, daß LPs zumindest genau
dann besser klingen, wenn's die CD nur noch als "Digitally Destroyed^W
Remastered" gibt. Bis dahin habe ich versucht, die eine oder andere LP
als 'besser' klingende CD nachzukaufen, heute geschieht es oftmals genau
andersrum.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 18 Tagen ist Weihnachten.
4DL9F 6H7X4 F6ADV K5FNY 1WAZX 3PX0V QQGDM BEBRP I3MSN

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 7, 2014, 6:32:37 AM12/7/14
to
Bernhard Wohlgemuth in <news:14vyznxk5p9rx.9ay0ign1234u$.d...@40tude.net>:

>Die Offenbarung war dann der CD-Recorder, aber inzwischen bin ich da
>wesentlich ruhiger geworden: Ich höre fast nur noch aus meinem Archiv,
>weil mir die aktuelle Musik bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr so recht
>zusagt.

Sollte es wie bei mir die Richtung sein, die man heutzutage
"Prog" schimpft und ich sie zu vermissen schien: Höre er mal
bei <http://morow.com> rein. Da gibt es auch heute noch Perlen,
nur nicht mehr aufm "Winfried Trenkler präsentiert 'Rock in'"-
Silbertablett serviert.

CU!
Ulrich

Xpost nach de.rec.musik.hifi und de.rec.musik.rock+pop
Followup-To nach de.rec.musik.rock+pop

Dr. Rainer Meergans

unread,
Dec 7, 2014, 6:42:06 AM12/7/14
to
Am 06.12.2014 00:03, schrieb Marcel Mueller:

>> Erstaunlich finde ich, daß es zum Thema krass gegensätzliche Meinungen
>> gibt, die noch dazu von Leuten kommen, denen man eigentlich Kompentenz
>> zusprechen müßte.
>
> Logisch. Du kannst die Wahrnehmung nicht einfach auf das Gehör
> reduzieren. Genau wie beim Essen das Aussehen massiv mitwirkt wirken
> auch beim Hören Aussehen, Preis und andere Faktoren mit.
>
> Du kannst das jetzt Placebo nennen oder nicht. Für die Betroffenen ist
> der Effekt genauso real,

Deswegen wären für "echte" Vergleiche auch nur Doppelblindvergleiche
sinnvoll - niemand außer dem Testleiter - der selbst gar nicht in
Erscheinung tritt - weiß welches Gerät spielt.

Nur mal so als Vergleich aus Medikamententest: Probanden müssen
natürlich über mögliche Nebenwirkungen einer zu testenden Substanz
vorher aufgeklärt werden. Das führt dazu, das eine relevante Zahl der
Teilnehmer, die nur das Placebo bekommen, ebenfalls über diese
Nebenwirkungen klagt. Die sind auch nicht "eingebildet", die sind real
da. Menschen sind so. Jeder kennt das. Wenn der Nachbar über den
Läusebefall seiner Kinder erzählt, juckt einem hinterher der Kopf. Oder
damals der "Morbus Mohl"

Wer das ignoriert, wird Fehlurteile fällen.

Es lohnt aber nicht mit "High-End" Jüngern zu diskutieren. Die wollen
das gar nicht wissen und lehnen Blindtest eh ab.

Gruß,

Rainer

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 7, 2014, 6:42:21 AM12/7/14
to
Werner Tann in <news:ceigvn...@mid.individual.net>:

>Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb:
>
>>Zu meiner Teenagerzeit kam Musik btw größtenteils aus dem Radio und vom
>>Magnetband...
>
>Das muß seeehr lange her sein. :P
>
>Klar, vom Mengenverhältnis war es auch bei mir so, daß auf eine LP
>vielleicht zehn Musikkassetten

Musikkassetten? Was ist das denn? ;-)

Zu meiner Schulzeit haben sich von mehreren Schulfreunden immer reihum
nur einer die LP gekauft, der Rest hat sie auf Tonband überspielt.
Cassetten tauchten damals noch nichts, weil die Technik noch nicht
so weit war, aus nur 4,75cm/s etwas Brauchbares herauszuholen. Als
es endlich solche Recorder (in bezahlbar, der Nakamichi Dragon könnte
noch etwas früher dran gewesen sein) gab, war die Quelle schon die CD.

CU!
Ulrich
--
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H5KJC SIAGU WLSR9 LX04H 1PT9M NH1Q0 X8HGB HSPT6 AD649

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 7, 2014, 6:52:41 AM12/7/14
to
Ba?ar Alabay in <news:m5ved4$n61$3...@news.albasani.net>:

>Kurzum: Ein guter CD-Player und fertig. Egal ob 25, 15 oder 5 (?) Jahre
>alt. Ob es heutzutage noch gute Qualität gibt, weiß ich tatsächlich
>nicht. Ich glaube, ich würde, wenn ich müßte, ganz gezielt nach alten
>Gebrauchtgeräten Ausschau halten …

Mit dem Risiko, eine Laserdiode mit grauem Star zu erwischen.

>ich bilde mir ein, daß die wertiger sind. Jaja, früher™ war
>alles besser ;-)

Und heute liegt der Schwerpunkt anderswo: Das CD-Laufwerk muss gut
rippen können und der D/A-Wandler zwischen Mediaserver und Ende der
Wiedergabekette was taugen.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 18 Tagen ist Weihnachten.
ICNHA QBE77 UXUUN UOHW7 0FPJE OGYZQ OQ2IO 378RR QKUSZ

Ulrich F. Heidenreich

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Dec 7, 2014, 6:52:41 AM12/7/14
to
Gerald E:scher in <news:20141206171633....@ID-37099.user.uni-berlin.de>:
Ob aber auch richtiger? Denn das "wärmer" kannste Dir bei dem Kästchen
abschminken. Da kommt's eher unverfälschter raus als aus dem Wandler
meines Marantz CD67.
Message has been deleted

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 7, 2014, 7:02:37 AM12/7/14
to
>Bernhard Wohlgemuth <woh...@gmx.de> schrieb:
>
>>Das sieht hier inzwischen ganz anders aus: Die Musik liegt auf einem
>>NAS, im Wohnzimmer schafft ein RaspberryPi - das Ganze kommt vollständig
>>ohne bewegte mechanische Teile aus und läuft täglich mehrere Stunden...
>
>So weit bin ich bei Büchern schon (Kindle). Bei der Musik würde mir da
>klar das haptische und visuelle Moment fehlen. Ich brauche eine Hülle,
>also ein Jewel Case, das ein Cover hat. Ich will das aus dem Regal
>holen und die CD "einlegen". So, wie man seine Knarre lädt. ;-)

Die hat aber nur 6 Schuss, nicht wahr? Selbst bei meinen nur rund 400
CDs wurde das Selbstladen langsam lästig. Das Maschinengewehr (== CD-
Wechsler mit 200er-Magazin) wurde nie angeschafft, weil derweil mp3
soweit war, daß man jede CD nur noch genau einmal zum Rippen anzufassen
brauchte.

CU!
Ulrich
--
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Manuel Reimer

unread,
Dec 7, 2014, 7:12:32 AM12/7/14
to
On 12/07/2014 12:44 PM, Ulrich F. Heidenreich wrote:
> Die hat aber nur 6 Schuss, nicht wahr? Selbst bei meinen nur rund 400
> CDs wurde das Selbstladen langsam lästig. Das Maschinengewehr (== CD-
> Wechsler mit 200er-Magazin) wurde nie angeschafft, weil derweil mp3
> soweit war, daß man jede CD nur noch genau einmal zum Rippen anzufassen
> brauchte.

Soviel zur Theorie:

Wie hörst du die MP3s komfortabel?

Noch hat mich kein einziges Bedienkonzept wirklich überzeugt.

Rahmenbedingungen für mich wären:

- Alben genausoleicht auswählbar wie "zum Regal laufen und nehmen" und
genausoleicht kombinierbar wie "zusammen in den Wechsler legen".
- Das Gerät muss sich in den Hifi-Turm sauber integrieren lassen.
- Bedienung muss ohne Fernseher gehen.
- Es gibt bei mir weder NAS noch Homeserver und das wird auch so
bleiben. Storage muss direkt im Gerät sein.

Gruß

Manuel

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 7, 2014, 7:52:27 AM12/7/14
to
Manuel Reimer in <news:m61g7g$kro$1...@news.albasani.net>:

>On 12/07/2014 12:44 PM, Ulrich F. Heidenreich wrote:
>> Die hat aber nur 6 Schuss, nicht wahr? Selbst bei meinen nur rund 400
>> CDs wurde das Selbstladen langsam lästig. Das Maschinengewehr (== CD-
>> Wechsler mit 200er-Magazin) wurde nie angeschafft, weil derweil mp3
>> soweit war, daß man jede CD nur noch genau einmal zum Rippen anzufassen
>> brauchte.
>
>Soviel zur Theorie:

In der Praxis kam dann in der LP->Tonband-, CD->Cassettenrecorder-,
CD->CD/Brenner- und CD->mp3-Kette das CD->FLAC.

>Wie hörst du die MP3s komfortabel?

Genauso komfortabel wie aktuell die FLAC. Eine Zeitlang relativ(!)
einfach per Netbook, welches auf die Windows-Freigaben zugriff, welcher
der Rechner, auf dem gerippt wurde, bot. Danach dann alles auf ein NAS,
welches auch einen DLNA-Server bot und per Denon DNP-F109 abgehört.
Der ist jetzt nicht großartig schlechter (eher besser, weil man keien
physiokalischen Scheiben einwerfen muss) bedienbar als ein echter
CD-Player.

>- Alben genausoleicht auswählbar wie "zum Regal laufen und nehmen" und
> genausoleicht kombinierbar wie "zusammen in den Wechsler legen".

Mit entsprechender Definition von "leicht": Durch CD-Regale mit über 400
CDs wühlen zu müssen (andererleuts Sammlung ist noch größer) empfand ich
irgendwann mal alles andere als "leicht".

>- Das Gerät muss sich in den Hifi-Turm sauber integrieren lassen.

Der Denon gehört sogar zu einer ganzen Kette von Mini-Hifi-Komponenten.
Damit ließe sich auch ein Türmchen bauen. Irgendwas in voller Breite
dürfte es da eventuell auch geben, nur wohl etwas teurer. Spielt bei mir
alles keine Rolle; der Denon steht neben einem Rotel Preamp mit Dual 522
drauf auf einem Sideboard. (Darin BTW auch Stauraum für reichlich LPs).
Gespeist werden vom Preamp ein Paar ESI aktiv 08.

>- Bedienung muss ohne Fernseher gehen.

Da habe ich allerdings auch lange suchen müssen, bevor ich auf den Denon
stieß.

>- Es gibt bei mir weder NAS noch Homeserver und das wird auch so
>bleiben. Storage muss direkt im Gerät sein.

An den Denon kannste auch eine USB-Platte als Quelle stopfen. Nur die
Navigation ist dann nicht ganz so ausgefeilt, als hingest Du an einem
DLNA-Server.

CU!
Ulrich
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Werner Tann

unread,
Dec 7, 2014, 7:55:49 AM12/7/14
to
Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb:

>Das kann man meistens selbst nachprüfen. Ich habe einen kleinen M-Audio
>AD Wandler und damit einige LPs aufgenommen, also kein High End, aber
>auch alles andere als Schrott. Das auf CD-R gebrannte unbearbeitete
>Ergebnis war im A/B Vergleich LP/CD mit einer Sicherheit von 50% leicht
>heraus zu finden >;->

Das erinnert mich jetzt irgendwie an die Teilzeit-Vegetarier. :P

Gernot Pr3nster

unread,
Dec 7, 2014, 8:30:26 AM12/7/14
to
Am 2014-12-07 um 11:33 schrieb Bernhard Wohlgemuth:

> Noch eine Randbemerkung: Nachdem ich in umfangreichen und Hörtests für
> mich festgestellt habe, dass ich ab 192 kbit/s ein mp3 gehörmäßig nicht
> vom Original unterscheiden kann, habe ich mich entschlossen, die Daten
> auf dem NAS mit 256 kbit/s abzulegen.

Das würde ich aber nicht allgemein empfehlen. Dass man 192kbit/s mp3 in
den allermeisten Fällen nicht vom Original unterscheiden kann, stimmt.

Unangenehme Überraschungen können aber auftreten, wenn das mp3 danach
noch manipuliert wird: Signalprozessoren unterschiedlichster Art
(Dynamik-Anpassung, Raumakustik-Anpassung...) können aus einem gut
klingenden mp3 klanglichen Matsch machen. BTDT.

Angesichts der heutigen Festplattenpreise kann die Empfehlung nur
lauten, ohne Datenreduktion zu archivieren. Was einmal weg ist, bleibt
weg. Aus einem flac kann aber ohne weiteres ein mp3 für diverse Player
erzeugt werden.

Schöne Grüße,
Gernot.
Message has been deleted

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 7, 2014, 9:16:49 AM12/7/14
to
Gernot Pr3nster in <news:m61kph$u3t$1...@news.albasani.net>:

>Angesichts der heutigen Festplattenpreise kann die Empfehlung nur
>lauten, ohne Datenreduktion zu archivieren. Was einmal weg ist, bleibt
>weg. Aus einem flac kann aber ohne weiteres ein mp3 für diverse Player
>erzeugt werden.

Sogar on the fly: mp3fs.

Dafür war ich sogar mal bereit, mich tiefer in Linux reinzuknieen, als
mir eigentlich lieb ist. SD-Card vom MP3-Player dran und sie aus den
FLACs vom NAS mit mp3 befüllt. Mein Dank nochmal an den damaligen
Tippgeber und seine Geduld mit mir. War auch hier irgendwo ausm Netz.

CU!
Ulrich
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Werner Tann

unread,
Dec 7, 2014, 9:27:54 AM12/7/14
to
Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> schrieb:

>> Selbstgebrannte CDs mit mp3s, die ein Live-Konzert wiedergeben, wären
>> damit ohne Knacks beim Trackwechsel unmöglich?!
>
>Das dagegen würde mich nicht überraschen. Aber MP3-CDs sind was ganz
>anderes als Audio-CDs.

Damit wir nicht von Verschiedenem reden, ich meinte, man hat
mp3-Dateien der Tracks eines Live-Albums. Diese mp3s brennt man als
Audio-CD, das die Tracks natürlich übergangslos spielen soll.

>MP3-Dateien sind jede ein einzelner Audio-Streams mit Anfang und Ende.
>Wenn mehrere nacheinander abgespielt werden sollen, bleibt es der
>Programmierung des Players überlassen, wie der damit umgeht. "Unschön",
>aber möglich wäre es, eine kurze Pause dazwischen zu setzen, oder sie
>nahtlos aneinanderzuhängen, was per Definition an der Nahtstelle zwar
>nicht zu Stille, aber zu einem Knackser führen muss. "Schön", aber nicht
>zwingend, ist es, die Tracks weich ineinander zu blenden, so dass sich
>die Illusion einer naht- und knackserlosen Wiedergabe ergibt.

Schon klar, Nero Burning Rom kann kreuzblenden, nach Sekunden oder
Frames. Damit funktioniert der (zumindest fürs Ohr) nahtlose Übergang
immer. Wenn ich die Bermerkung über den CD-Player aber richtig
verstanden habe, denke ich, daß da eine Hardware-Grenze das
softwaregesteuerte Kreuzblenden verunmöglicht. Und das wäre übelst.

Werner Tann

unread,
Dec 7, 2014, 9:27:56 AM12/7/14
to
Gernot Pr3nster <lochoh...@hotmail.com> schrieb:

>Angesichts der heutigen Festplattenpreise kann die Empfehlung nur
>lauten, ohne Datenreduktion zu archivieren. Was einmal weg ist, bleibt
>weg. Aus einem flac kann aber ohne weiteres ein mp3 für diverse Player
>erzeugt werden.

Da sind wir wieder bei der Wer-hört-den-Unterschied-Debatte. :-(
Eines ist sicher: FLAC belegt ein Vielfaches an Plattenplatz, und
dieser will auch gebackupt werden.
Unsicher ist: ob man einen Unterschied zwischen 320kbps-Mp3 und FLAC
hört. Ich glaube auch daran nicht. Das heißt, einbilden kann man sich
vieles. Aber ein Unterschied wie HD-TV oder Nicht-HD-TV, den jeder
sieht, der sehen kann, ist es bestimmt nicht.

Bernhard Wohlgemuth

unread,
Dec 7, 2014, 10:03:42 AM12/7/14
to
Gernot Pr3nster schrieb:

> Angesichts der heutigen Festplattenpreise kann die Empfehlung nur
> lauten, ohne Datenreduktion zu archivieren. Was einmal weg ist, bleibt
> weg. Aus einem flac kann aber ohne weiteres ein mp3 für diverse Player
> erzeugt werden.

Weiter oben schrieb ich, dass die (unkomprimiereten) Originale alle noch
vorliegen. Die Daten auf dem NAS sind lediglich für den Alltagsgebrauch.

Gruß B.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 7, 2014, 10:22:52 AM12/7/14
to
Manuel Reimer in <news:m61g7g$kro$1...@news.albasani.net>:

>- Das Gerät muss sich in den Hifi-Turm sauber integrieren lassen.
>- Bedienung muss ohne Fernseher gehen.
>- Es gibt bei mir weder NAS noch Homeserver und das wird auch so
> bleiben. Storage muss direkt im Gerät sein.

Nachtrag: Schau Dir mal den Pioneer N30 (N50) an.
Völlig ohne Gewähr, ich kenne das Gerät nicht, bin nur gerade drüber
gestolpert. Vielleicht passt der besser in Deinen Turm als der schmale
Denon.

Bedienanleitung gibt's direkt von Pioneer:
<http://docs.pioneer.eu/Manuals/N_30_K_ARC8389_manual/GetPDF.ashx>

CU!
Ulrich
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Markus Ermert

unread,
Dec 7, 2014, 11:58:17 AM12/7/14
to
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> wrote:
> Als
> es endlich solche Recorder (in bezahlbar, der Nakamichi Dragon könnte
> noch etwas früher dran gewesen sein) gab, war die Quelle schon die CD.

CD-Verleihe mit gut gefülltem Leerkassettenregal waren einige Jahre lang
ein florierendes Geschäftsmodell. Meiner Erinnerung nach so etwa zwischen
1987 und 1995. Zuletzt auch mit DAT statt MC.

Thomas Einzel

unread,
Dec 7, 2014, 11:59:02 AM12/7/14
to
Es gibt verschiedene persönliche Konzepte, und das ist ja auch ok.

Nur ein Gedanke wie ich/wir vom Karussellwechsler zum Audio Server
gekommen bin/sind: Die CDs waren oft am falschen Ort. Wollte man in der
Küche etwas hören, lagen sie im Wohnzimmer, wollte man im Wohnzimmer
etwas hören, waren sie nicht mehr im Wechsler, sondern... z.B. im Garten.

Also alle CDs in *FLAC* umgewandelt und anfangs nur via DLNA/Twonky
Server und Streaming-Clients (mit eingebauten Lautsprechern) gehört. Da
kann man notfalls auch das gleiche Album an 3 oder mehr Stellen
gleichzeitig hören (...Familie).

Mittlerweile wird mit allen möglichen Sachen gestreamt. Neben den
Streaming Clients auch mit dreamboxen, Tablets, Smartphones... alle
Musik ist überall *da*.

Die Streaming Clients z.B. lassen sich auch ohne TV bedienen, da geht ja
gar keiner anzuschließen.

Noch keine Perfektion, aber IMO ein deutlicher Gewinn an Komfort im
Vergleich mit CD Regal und auch CD Wechsler. Audiodaten sind bezüglich
CDDA und FLAC gleich, also weder besser noch schlechter.

--
Thomas

Thomas Einzel

unread,
Dec 7, 2014, 12:00:49 PM12/7/14
to
Was natürlich auch alle ohne die nachträgliche Erklärung wussten, rein
vorsorglich: die 50% sind eine zufällige Verteilung.

--
Thomas

Thomas Einzel

unread,
Dec 7, 2014, 12:10:52 PM12/7/14
to
Werner Tann schrieb am 07.12.2014 um 15:27:
> Gernot Pr3nster <lochoh...@hotmail.com> schrieb:
>
>> Angesichts der heutigen Festplattenpreise kann die Empfehlung nur
>> lauten, ohne Datenreduktion zu archivieren. Was einmal weg ist, bleibt
>> weg. Aus einem flac kann aber ohne weiteres ein mp3 für diverse Player
>> erzeugt werden.
>
> Da sind wir wieder bei der Wer-hört-den-Unterschied-Debatte. :-(
> Eines ist sicher: FLAC belegt ein Vielfaches an Plattenplatz, und
> dieser will auch gebackupt werden.

Ich bin jetzt bei gut 8000 Titeln und 200GB + 2x200GB Backup. Winzig.

> Unsicher ist: ob man einen Unterschied zwischen 320kbps-Mp3 und FLAC
> hört. Ich glaube auch daran nicht.

Darum geht es weniger. MP3 ist wie jeder andere verlustbehaftete Codec
eine Sackgasse, du kannst nicht mehr verlustfrei in irgendeinen einem
anderen codec wandeln, bei FLAC schon, das "L" steht für lossless.

Ogg Vorbis fürs Smartphone (als "one way copy") finde ich z.B. recht
gut, aber das mache ich nicht aus mp3, sondern aus den flac files.

Von flac könnte ich z.B. auch zu Apple lossless oder zurück, wenn es
sein sollte, alles verlustfrei.

Ein z.B. 320k mp3 file sollte man so lassen wie er ist, reencodieren
sollte man das nie, bei ogg vorbis übrigens genau so.

--
Thomas

Gernot Pr3nster

unread,
Dec 7, 2014, 12:48:32 PM12/7/14
to
Am 2014-12-07 um 15:27 schrieb Werner Tann:

> Unsicher ist: ob man einen Unterschied zwischen 320kbps-Mp3 und FLAC
> hört. Ich glaube auch daran nicht.

Das habe ich nie bestritten. Warum antwortest Du auf einen Artikel, den
Du offensichtlich nicht gelesen hast?

Schöne Grüße,
Gernot.

Holger Marzen

unread,
Dec 7, 2014, 1:14:42 PM12/7/14
to
* On Sat, 6 Dec 2014 19:31:20 +0100, Bernhard Wohlgemuth wrote:

> Werner Tann schrieb:
>
>> Selbstgebrannte CDs mit mp3s, die ein Live-Konzert wiedergeben, wären
>> damit ohne Knacks beim Trackwechsel unmöglich?!
>
> Bei mp3 ist das durchaus möglich - es gibt zwar theoretisch die
> Möglichkeit, mit Lame "nahtlos" zu codieren, aber meine Erfahrung zeigt
> mir, dass längst nicht jeder Player sowas auch nahtlos abspielen kann.
>
> Wenn man bei Live-Aufnahmen ganz sichergehen möchte, sollte man sie am
> Stück (also als einen einzigen, langen Track) codieren. Das erschwert
> zwar die Navigation, aber einen Live-Track hört man doch eh' in der
> Regel am Stück und springt nicht darin herum... ;-)

Alternative: .flac-Datei mit .cue-Datei. Manche Player können dann Songs
anspringen.

Werner Tann

unread,
Dec 7, 2014, 2:27:29 PM12/7/14
to
Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb:

>> Das erinnert mich jetzt irgendwie an die Teilzeit-Vegetarier. :P
>
>Was natürlich auch alle ohne die nachträgliche Erklärung wussten, rein
>vorsorglich: die 50% sind eine zufällige Verteilung.

So wie halt Teilzeitvegetarier am Dienstag, wenn sie Nudeln essen,
zufällig Vegetarier sind, unbeschadet des montäglichen Steakverzehrs.

Volker Gringmuth

unread,
Dec 8, 2014, 2:26:39 AM12/8/14
to
Werner Tann wrote:

> Da sind wir wieder bei der Wer-hört-den-Unterschied-Debatte. :-(
> Eines ist sicher: FLAC belegt ein Vielfaches an Plattenplatz, und
> dieser will auch gebackupt werden.

Ja, genau das hat dein Vorposter auch geschrieben. Lies nochmal nach.


vG

Werner Tann

unread,
Dec 8, 2014, 4:02:19 AM12/8/14
to
Volker Gringmuth <vgrin...@gmx.net> schrieb:
Das hat er nicht direkt geschrieben, aber ich setze voraus, daß er es
weiß. Mein Punkt war nicht die Feststellung, daß FLAC mehr
Speicherplatz belegt, sondern das Herausstellen dessen, was *sicher*
ist und was *unsicher*. Wer mit den mp3s nichts mehr machen möchte,
für den ist sicher, daß FLAC jedenfalls mehr Plattenplatz belegen
würde - und unsicher ist, ob FLAC hörbar besser ist. Da für mich die
Weiterverarbeitungsmöglichkeit der mp3s irrelevant ist, hätte für mich
FLAC nur den Nachteil der Platzvergeudung und keinen sicheren Vorteil
besserer Abspielqualität.

(Übrigens hat Gernot an Bernhard, auf den er antwortet, genauso
"vorbeigeredet" wie ich an Gernot. Lies mal nach. Bernhard ging es um
Abspielqualität, Gernot fängt an, von der Weiterverarbeitung zu
reden.)

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 8, 2014, 4:32:20 AM12/8/14
to
Thomas Einzel in <news:5484875C...@news.einzel.de>:

>Nur ein Gedanke wie ich/wir vom Karussellwechsler zum Audio Server
>gekommen bin/sind: Die CDs waren oft am falschen Ort. Wollte man in der
>Küche etwas hören, lagen sie im Wohnzimmer, wollte man im Wohnzimmer
>etwas hören, waren sie nicht mehr im Wechsler, sondern... z.B. im Garten.

Bei mir zwar alle am selben Ort, aber irgendwann war ich es leid, -zig
CDs immer wieder umzuschichten, auf daß sie nach Interpret sortiert im
Regal standen. Damit ergab sich nach und nach neben der bestehenden,
alfabetischen eine Sortierung nach Kaufdatum. Wahrlich suboptimal, wenn
man mal ein bestimmtes Album sucht.

>Also alle CDs in *FLAC* umgewandelt und anfangs nur via DLNA/Twonky
>Server und Streaming-Clients (mit eingebauten Lautsprechern) gehört.

Streamen wollte Manuel ja wohl offensichtlich nicht. Da bleiben dann nur
noch Mediaplayer, die ab eingebauter oder angeschlossener HDD spielen.
Die mit eingebauter bedürfen aber meist zur Bedienung eines Fernsehers.
Was auch ich ausgeschlossen haben wollte.

CU!
Ulrich
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Stellt euch vor, es ist Montag und keiner geht hin!

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 8, 2014, 4:42:49 AM12/8/14
to
Werner Tann in <news:cej6f9...@mid.individual.net>:

>Gernot Pr3nster <lochoh...@hotmail.com> schrieb:
>
>>Angesichts der heutigen Festplattenpreise kann die Empfehlung nur
>>lauten, ohne Datenreduktion zu archivieren. Was einmal weg ist, bleibt
>>weg. Aus einem flac kann aber ohne weiteres ein mp3 für diverse Player
>>erzeugt werden.
>
>Da sind wir wieder bei der Wer-hört-den-Unterschied-Debatte. :-(

Nein. Sondern:
"Welche Vorteile hat die Archivierung in verlustfreier Form?"

>Eines ist sicher: FLAC belegt ein Vielfaches

Soo exorbitant viel mehr ist das nu auch wieder nicht. Ich war neulich
mal überrascht, mit wie wenig (SIC!) Platz FLAC auskommt.

>an Plattenplatz, und dieser will auch gebackupt werden.

Ähemm: Die FLACs *sind* das Backup der Original"daten"träger. Mir sind
auch schonmal ein oder zwei CDs vom Innenring her eingerissen. Und eine
lag auf dem Schreibtisch, als ich mit Sekundenkleber hantierte. Kaum zu
glauben, wie sich da Cyanoacrylat-Dämpfe auf einer "Silberscheibe"
niederschlagen können, die weitab von der Klebestelle liegt. Damals
hatte ich noch kein FLAC-Backup davon, sondern musste die Scheiben neu
kaufen.

CU!
Ulrich
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Gernot Pr3nster

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Dec 8, 2014, 5:04:47 AM12/8/14
to
Am 2014-12-08 um 10:02 schrieb Werner Tann:
> Wer mit den mp3s nichts mehr machen möchte,
> für den ist sicher, daß FLAC jedenfalls mehr Plattenplatz belegen
> würde - und unsicher ist, ob FLAC hörbar besser ist. Da für mich die
> Weiterverarbeitungsmöglichkeit der mp3s irrelevant ist, hätte für mich
> FLAC nur den Nachteil der Platzvergeudung und keinen sicheren Vorteil
> besserer Abspielqualität.

Prognosen sind immer schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft
betreffen. Du weißt sicher, dass Du nie einen Verstärker/Receiver mit
Raumakustik-Anpassung o. Ä. haben wirst?


> (Übrigens hat Gernot an Bernhard, auf den er antwortet, genauso
> "vorbeigeredet" wie ich an Gernot. Lies mal nach. Bernhard ging es um
> Abspielqualität, Gernot fängt an, von der Weiterverarbeitung zu
> reden.)

"Weiterverarbeitung" wäre schon ein Bass/Höhen-Regler. Und die
Möglichkeiten in modernen Heimkino-Receivern gehen noch viel, viel weiter.

Aber jeder, wie er will. Die Arbeit des Einlesens der CDs möchte ich nur
einmal machen, deshalb zur Sicherheit gleich FLAC. YMMV.

Schöne Grüße,
Gernot.

Gernot Pr3nster

unread,
Dec 8, 2014, 5:17:06 AM12/8/14
to
Am 2014-12-08 um 10:27 schrieb Ulrich F. Heidenreich:

>> an Plattenplatz, und dieser will auch gebackupt werden.
>
> Ähemm: Die FLACs *sind* das Backup der Original"daten"träger.

Ja, aber man muss die Original-Datenträger nicht besitzen. Ich mache
selbstverständlich auch ein Backup meiner Audio-Files.

Allerdings finde ich das Speicherplatz-Problem im Jahre 2014 absolut
vernachlässigbar. Mein Musikarchiv belegt nur doppelt so viel Platz wie
mein Fotoarchiv, obwohl ich nur im Urlaub ein bisschen knipse (ich würde
es nicht Fotografieren nennen). Aber die raw-Dateien sind eben groß. Von
Video will ich gar erst gar nicht anfangen. Oder von virtuellen Maschinen.

Bei der "normalen" Heim-PC-Nutzung heutzutage ist der Platzbedarf von
Musik wohl das kleinste Problem.

Schöne Grüße,
Gernot.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 8, 2014, 6:22:16 AM12/8/14
to
Gernot Pr3nster in <news:m63tr1$cc8$1...@news.albasani.net>:

>Am 2014-12-08 um 10:27 schrieb Ulrich F. Heidenreich:
>
>>> an Plattenplatz, und dieser will auch gebackupt werden.
>>
>> Ähemm: Die FLACs *sind* das Backup der Original"daten"träger.
>
>Ja, aber man muss die Original-Datenträger nicht besitzen.

Von den FLACs, zu denen mir - völlig legal, weil der Besitzer des
Originals ja Kopien weitergeben darf - der Originaldatenträger fehlt,
habe ich freilich auch Backups.

>Allerdings finde ich das Speicherplatz-Problem im Jahre 2014 absolut
>vernachlässigbar.

Die FLACs von meinen (oh, inzwischen 506, geschätzt hatte ich 400)
CDs passen auf eine 320 GByte-Platte. Peanuts. Gibt's als handliche
2,5"- USB-Platte für um die 40€. Zum gleichen Preis gibt's aber schon
500 GByte. Da vermp3e ich doch nichts, auf daß es auf ne kleinere,
paradoxerweise aber teurere Platte passt.

CU!
Ulrich
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Werner Tann

unread,
Dec 8, 2014, 8:42:26 AM12/8/14
to
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> schrieb:

>Bei mir zwar alle am selben Ort, aber irgendwann war ich es leid, -zig
>CDs immer wieder umzuschichten, auf daß sie nach Interpret sortiert im
>Regal standen.

Das hängt erstens von der Art des Regals ab. Ganz übel beim
Nachschlichten sind natürlich Fächer, in die kleine Rillen gestanzt
sind, in welche man die CDs einzeln reinschiebt. Da geht nichts mit
Nachrutschen, man muß die Cases einzeln rausnehmen.

Zweites gilt für CDs das gleiche wie für Bücher. Man stellt sie mit
Luft dazwischen auf, so daß man z. B. für die Gruppe A-E noch Platz
hat für einige weitere Exemplare, dito für F-J usw. Auf diese Weise
findet die größere Umschlichtung seltener statt - und erfordert dann
oftmals ohnehin ein neues Regal oder einen Anbau des Hauses. :-)

>Damit ergab sich nach und nach neben der bestehenden,
>alfabetischen eine Sortierung nach Kaufdatum. Wahrlich suboptimal, wenn
>man mal ein bestimmtes Album sucht.

Das ist durchaus optimal, für Masochisten.
Auf den ersten Blick mordsmäßig "durchdacht" ist die Anordnung nach
Genre (Prog-Rock, Blues, Metal) oder nach Epochen ("die 70er"). Auf
den zweiten Blick merkt man den Unfug, wenn man überlegen muß, ob man
XY nun im Prog oder im gewöhnlichen Rock eingeordnet hat und ob YZ
noch in den 70ern oder schon in den 80ern gewesen ist.

Daß digitale Ordner, egal ob mit Musik, Büchern oder Filmen leichter
zu durchsuchen und zu katalogisieren sind, ist wiederum keine Frage.

Werner Tann

unread,
Dec 8, 2014, 8:42:26 AM12/8/14
to
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> schrieb:

>>an Plattenplatz, und dieser will auch gebackupt werden.
>
>Ähemm: Die FLACs *sind* das Backup der Original"daten"träger.

Das kommt auf den Blickwinkel an. Ich habe hier schon gelesen: Die CDs
sind das Backup für die FLACs (bzw. Mp3s). Fakt scheint mir, daß, wenn
man von den CDs FLACs erstellt hat, das niemand gerne nochmal macht.
Dann muß man aber die FLACs backuppen.

Also, zum Durchdenken:
Werden die CDs hin, hat man die FLACs; und man merkt hoffentlich, daß
die CDs hin geworden sind 8-).
Werden die FLACs hin, hat man das Backup der FLACs.
Werden die FLACs hin und man hat nur ein CD-"Backup", darf man wieder
daraus FLACs backen.

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 8, 2014, 9:10:11 AM12/8/14
to
Am Mon, 08 Dec 2014 14:42:21 +0100 schrieb Werner Tann:

> Das ist durchaus optimal, für Masochisten.
> Auf den ersten Blick mordsmäßig "durchdacht" ist die Anordnung nach
> Genre (Prog-Rock, Blues, Metal) oder nach Epochen ("die 70er").

Das geht spätestens dann schief, wenn man z.B. Gary Moore in der
Rock-Abteilung stehen hatte, und dann bringt er mit "Still got the Blues"
auf einmal ein Blues-Album raus ;-)

Das klappt höchstens bei Bands, die sich von Album zu Album nie groß
verändern. Also AC/DC, Status Quo oder sowas (wobei letztere in den
Anfangstagen auch eher psychedelisch waren).

> Auf
> den zweiten Blick merkt man den Unfug, wenn man überlegen muß, ob man
> XY nun im Prog oder im gewöhnlichen Rock eingeordnet hat und ob YZ
> noch in den 70ern oder schon in den 80ern gewesen ist.

Wenn ich überlege, daß es allein beim Metal an die zweiunddrölfzig
verschiedene Subgenres gibt (ja, jetzt müßte der Witz mit dem Drachentöter
und der Prinzessin kommen, ich verkneif ihn mir).

> Daß digitale Ordner, egal ob mit Musik, Büchern oder Filmen leichter
> zu durchsuchen und zu katalogisieren sind, ist wiederum keine Frage.

Ich kannte mal einen, der hat beim hiesigen Lokalradio den Musikbestand
gepflegt. Die hatten natürlich auch alle Songs auf dem zentralen Rechner
liegen, und konnten gezielt nach verschiedensten Attributen suchen. Also
Songs zu einem bestimmten Thema, von einem bestimmten Interpreten,
fröhliche oder traurige Songs, Sachen fürs Frühstücksradio oder fürs
Nachtprogramm, für bestimmte Jahreszeiten oder mit bestimmten Buzzwords
drin. War recht interessant, was deren Song-Suchmaschine da so alles
rausfischen konnte.

Grüße,

Frank

Werner Tann

unread,
Dec 8, 2014, 9:35:49 AM12/8/14
to
Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> schrieb:

>Ich kannte mal einen, der hat beim hiesigen Lokalradio den Musikbestand
>gepflegt. Die hatten natürlich auch alle Songs auf dem zentralen Rechner
>liegen, und konnten gezielt nach verschiedensten Attributen suchen. Also
>Songs zu einem bestimmten Thema, von einem bestimmten Interpreten,
>fröhliche oder traurige Songs, Sachen fürs Frühstücksradio oder fürs
>Nachtprogramm, für bestimmte Jahreszeiten oder mit bestimmten Buzzwords
>drin. War recht interessant, was deren Song-Suchmaschine da so alles
>rausfischen konnte.

Ja, da ersetzt dann die Maschine die eigene Kreativität. Meistens
sieht sie danach aus. Oft denke ich mir bei Reportagen u.ä., diese
Querverbindung haben sie sich jetzt zusammengegoogelt oder per
Datenbank-Verknüpfung "entdeckt". Das ist auf keines Menschen Mist
gewachsen. Hat einen schalen Beigeschmack.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 8, 2014, 9:42:40 AM12/8/14
to
Werner Tann in <news:celo60...@mid.individual.net>:

>"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> schrieb:
>
>>>an Plattenplatz, und dieser will auch gebackupt werden.
>>
>>Ähemm: Die FLACs *sind* das Backup der Original"daten"träger.
>
>Das kommt auf den Blickwinkel an.

Original ist Original ist Original.

CU!
Ulrich
--
Bei Amazon kauft man via http://u-heidenreich.de/Amazon
In 17 Tagen ist Weihnachten.
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Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 8, 2014, 9:42:40 AM12/8/14
to
>"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-fo...@tremornet.de> schrieb:
>
>>Bei mir zwar alle am selben Ort, aber irgendwann war ich es leid, -zig
>>CDs immer wieder umzuschichten, auf daß sie nach Interpret sortiert im
>>Regal standen.

>Luft dazwischen auf, so daß man z. B. für die Gruppe A-E noch Platz
>hat für einige weitere Exemplare, dito für F-J usw. Auf diese Weise
>findet die größere Umschlichtung seltener statt - und erfordert dann
>oftmals ohnehin ein neues Regal oder einen Anbau des Hauses. :-)

Ebent. So eine Festplatte passt dagegen in die kleinste Hundehütte.
Sogar noch mit DLNA-Server drumrum. Und der Client ist auch kein
bisschen größer als ein "normaler" CD-Player.

>>Damit ergab sich nach und nach neben der bestehenden,
>>alfabetischen eine Sortierung nach Kaufdatum. Wahrlich suboptimal, wenn
>>man mal ein bestimmtes Album sucht.
>
>Das ist durchaus optimal, für Masochisten.

Das ändert genau was? :-)

>Daß digitale Ordner, egal ob mit Musik, Büchern oder Filmen leichter
>zu durchsuchen und zu katalogisieren sind, ist wiederum keine Frage.

Und das war sie auch gar nicht. Sondern das Abspielgerät war gefragt.
Kennt hier jemand vielleicht den Pioneer N30 näher, den ich mir für
Manuel ausgeguckt hatte? u.U. könnte der mich auch interessieren,
weil der vorhandene Denon ab und an rumspinnt, soll heißen: Braucht
entweder gefühlt Stunden, um einen Titel zu finden oder findet ihn
gar nicht.

Symptom #1 könnte der Server gewesen sein; seit dort ein ausgewachsener
PC mit reichlich Speicher statt eines schwachbrüstigen NAS mit Marvell
6281 und nur 256 MB Speicher werkelt, geht das flott.

Symptom #2 dürfte eindeutig am Denon liegen. Ein Quercheck mit foobar
2000 zeigt, daß einige Alben zwar durchaus 'geserved', aber vom Denon
nicht gefunden werden.

CU!
Ulrich
--
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Thomas Einzel

unread,
Dec 8, 2014, 2:10:55 PM12/8/14
to
Am 08.12.2014 um 10:20 schrieb Ulrich F. Heidenreich:
> Thomas Einzel in <news:5484875C...@news.einzel.de>:
...
> Streamen wollte Manuel ja wohl offensichtlich nicht. Da bleiben dann nur
> noch Mediaplayer, die ab eingebauter oder angeschlossener HDD spielen.

Bei mir/und ist seit längerer Zeit eine Mischung mal Streaming, mal
abspielen aus dem Dateisystem (des Servers). Ob die Platte lokal oder
per CIFS eingehängt ist spielt sogar bei WLAN im Randbereich keine Rolle
(Flac braucht ca. 1Mit/s).

> Die mit eingebauter bedürfen aber meist zur Bedienung eines Fernsehers.
> Was auch ich ausgeschlossen haben wollte.

Ob auf die HDD nun per SATA, USB oder Ethernet, ... zugegriffen wird,
ist doch für die Nutzung zweitrangig. Es wurde ein Link zu einem Pioneer
Player mit Display gepostet, das geht sicher auch ohne TV.

Jeder meiner kleinen Player mit Lautsprecher hat auch einen Line
und/oder Kopfhörer Ausgang - oder dto. mit einem Tablet, da ist die
Fernbedienung gleich das komplette Gerät. Im Rack ist nur der
Receiver/Verstärke.
Kann natürlich manchem nicht "wertig" genug sein.

Uns so etwas in der Art gibt es ja auch noch
http://geizhals.de/eu/teac-wap-8600-a576891.html

Natürlich gibt es nicht jede Wunschkombination zu kaufen, wie immer und
überall.

--
Thomas

Frank Hucklenbroich

unread,
Dec 9, 2014, 7:42:57 AM12/9/14
to
Da hast Du wohl recht.

Das liegt wohl auch daran, daß in den meisten Lokalradios nur noch einer im
Studio sitzt, der Sprecher, Redakteur und Diskjockey in Personalunion ist.
Das muß es dann eben schnell und praktisch zugehen.

Grüße,

Frank

Christian Müller

unread,
Dec 9, 2014, 9:04:10 AM12/9/14
to
Frank Hucklenbroich schrieb:

> Das liegt wohl auch daran, daß in den meisten Lokalradios nur noch
> einer im Studio sitzt, der Sprecher, Redakteur und Diskjockey in
> Personalunion ist.
> Das muß es dann eben schnell und praktisch zugehen.

Nee, nicht wirklich:-)

Ich betreute als Techniker vor 20 Jahren unser Lokalstudio, welches
zu einer Gruppe von Sendern im Raum NRW gehört(e).
Die Redaktionen, die es soich leisten konnten, buchten mich als
Techniker; den armen Redaktionen bot ich wenigstens Unterstützung
an, aber das konnte den Leidensweg im Studio nicht leichter machen:

In einem Selbstfahrerstudio ist es alles andere als praktisch, wenn
der Ansager die Musiken und Sendungselemente (Jingle, Trailer, Werbung)
einlegen und abfahren muss. Dabei muss er auf die Aussteuerung achten
und darauf, wohin er sich zeitlich begibt.
Das war damals eine Katastrophe, denn nur bei einer geplanten
Sendung hatte man ein Ohr für das Technische.
Live-Sendungen wirkten ohne Techniker immer etwas holperig.

*Mit* Techniker war das alles lockerer.
Da durfte auch schonmal im Werbeblock ein Tor fallen.
Alles kein Problem:
Wenn es sich anbahnte, dass sowas passieren könnte, war der Sprecher
immer bereit und lauschte per Telefon dem VorOrt-Reporter.
Von mir bekam er jedes Werbeelement einzeln runtergezählt, um im
Torfall sofort (sofort = direkt nach dem gerade laufendem Webespot
und nicht etwa mittendrin) die Sendung wieder zu übernehmen.
Dann begann der Werbeblock neu, wobei ich die bereits gespielten
Spots übersprungen habe.
Sowas bekamst du als Selbstfahrer nicht hin, denn damals gab es noch
separate Tonträger: Musik kam von CD, DAT, Schallplatte oder Cart.
Beiträge kamen von Spulentonband oder Cart und die Werbung lag auf
einzelnen Carts vor.
Das war ein großer Berg, der schnell unübersichtlich wurde.
Außerdem musste damals noch vor- oder zurückgespult werden (außer
bei CDs:-)

Heute ist das etwas leichter, weil alles als elektronische "Cart"
vom Bildschirm gespielt wird und man bei geplanten Abläufen diese
Carts auch verlinken kann.
So kann man einen Block [Musik-Werbung-Musik-Senderkennung-Musik]
bilden und hat für 15 Minuten oder so etwas Luft.
Hörten tut man das Verlinken aber, wenn die Übergänge nicht gut sind
oder die Kette der einzelnen Elemente zu kurz oder lang ist und
dementsprechend nicht zu einem geplanten Zeitpunkt (zB Nachrichten
um xx:00:00 Uhr) endet.

Diese Erleichterung führt aber dazu, dass noch weniger auf die
Technik geachtet wird.
Wenn da mein früherer Sport-Reporter reinkäme

"DuIchbrauchgleicheinenRampvon15SekundenfürdieAnkündigungzurMotorschow"
"OK, Ernst, kannst du in 10?"
"Jo,ichmachdir1:30"
"Du bist drauf in 5, 4, 3 und bitte"

dann wird das immer wieder chaotisch - selbst oder gerade bei den Öffis.

So, während Erst also die Ankündigung zur Motorshow spricht, suche ich
eine Musik mit passendem Ramp (Zeit, die vergeht, bevor der Sänger
anfäng zu singen) und passendem Genre raus. Gefunden.
Ernst ist bei gefühlten 1:00, ich gebe ein Handzeichen, denn aufs Ohr
sprechen will ich nicht, weil es nicht nötig ist - wir verstehen uns
auch so.
Alternativ: Aufs Ohr sprechen kann ich nicht, weil Ernst im Technikraum
seine Ankündigung einspricht. Ja, die Motorshow ist halt zu wichtig,
alsdass man 10m weiter in den schalldichten Sprecherraum gehen möchte:-)

Ernst gibt mir ein Handzeichen, dass er jetzt die Musik haben möchte;
ich starte und er weiß dass er jetzt noch seine gewünschten 15 Sekunden
hat, bevor er sich mit dem Sänger um das Mikrofon streiten muss.
Die Musik läuft, ich habe beide Hände frei für die 10.
Für die 5 brauche ich nur eine Hand und wie fast immer entsteht ein
sogenannter Ramp-Talk mit perfektem Ende: Ernst "übergibt" an den Sänger.


> Das muß es dann eben schnell und praktisch zugehen.

Geld spielt(e) da die gewichtigere Rolle. Qualität war und ist zweitrangig.


Gruß Christian

Werner Tann

unread,
Dec 9, 2014, 10:16:18 AM12/9/14
to
Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> schrieb:

>> Ja, da ersetzt dann die Maschine die eigene Kreativität. Meistens
>> sieht sie danach aus. Oft denke ich mir bei Reportagen u.ä., diese
>> Querverbindung haben sie sich jetzt zusammengegoogelt oder per
>> Datenbank-Verknüpfung "entdeckt". Das ist auf keines Menschen Mist
>> gewachsen. Hat einen schalen Beigeschmack.
>
>Da hast Du wohl recht.
>
>Das liegt wohl auch daran, daß in den meisten Lokalradios nur noch einer im

Ich dachte (auch) an TV-Reportagen. Mir fällt gerade kein Beispiel
ein, aber ich glaube, Du weißt ohnehin, was ich meine.

Gerald E:scher

unread,
Dec 9, 2014, 1:03:21 PM12/9/14
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb am 7/12/2014 11:41:

> Kennt man doch: "Cinchstecker, die weniger als 50€/Stück kosten,
> *können* ja nix taugen …".

Cinchstecker taugen generell nicht viel. BNC, zum Bleistift, kostet auch
nicht viel und kontaktiert viel zuverlässiger.

--
Gerald

Gerald E:scher

unread,
Dec 9, 2014, 1:14:17 PM12/9/14
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb am 7/12/2014 12:39:

> Gerald E:scher in <news:20141206171633....@ID-37099.user.uni-berlin.de>:
>
>>Player-Opa? Ich hau' mich ab! Habe gestern bei meinem Yamaha von 1986
>>den Antriebsriemen vom Motor für den Laserschlitten getauscht, nun
>>spielt der wieder ohne zu springen.
>>Aufgrund 16 bit und nur 2-fach-Oversampling samt aufwändigem
>>Analogfilter klingt der wärmer als spätere Geräte.
>
> Ob aber auch richtiger? Denn das "wärmer" kannste Dir bei dem Kästchen
> abschminken. Da kommt's eher unverfälschter raus als aus dem Wandler
> meines Marantz CD67.

Ich kann bei Gelegenheit einen Hörversuch machen, mein D/A-Kästchen von
FiiO kostete immerhin rund das Doppelte der billigen China-Kästchen,
muss daher vieeeel besser klingen :-) , und wird per TOSLINK von Mac
mini (über billige USB-Soundkarte) oder einem DVD-Recorder gefüttert.
Deren beide Laufwerke sind latürnich High-End-untauglich ;-)

--
Gerald

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 10, 2014, 4:02:24 AM12/10/14
to
Gerald E:scher in <news:20141209181417...@ID-37099.user.uni-berlin.de>:

>Ich kann bei Gelegenheit einen Hörversuch machen, mein D/A-Kästchen von
>FiiO kostete immerhin rund das Doppelte der billigen China-Kästchen,
>muss daher vieeeel besser klingen :-)

Damit bist Du schon befangen und der Test sinnlos.

CU!
Ulrich
--
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Stellt euch vor, es ist Mittwoch und keiner geht hin!

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 10, 2014, 4:12:43 AM12/10/14
to
Gerald E:scher in <news:20141209180321....@ID-37099.user.uni-berlin.de>:
Bitte wie? In Funkerkreisen steht BNC als Abkürzung für "beinahe no
contact". Einen nur annähernd so strammen Massekontakt wie RCA bringen
die bei Weitem nicht auf die Beine. Wenn schon, dann TNC. N braucht's
bei NF nicht. Bestenfalls für die Esotheriker, die meinen, wenn auch
noch die Gigahertzanteile sauber geschirmt und kontaktiert rüberkommen,
dann würde der Klang gleich viel filigraner …

CU!
Ulörich
--
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Volker Gringmuth

unread,
Dec 10, 2014, 4:38:45 AM12/10/14
to
Ulrich F. Heidenreich wrote:

> >Ich kann bei Gelegenheit einen Hörversuch machen, mein D/A-Kästchen von
> >FiiO kostete immerhin rund das Doppelte der billigen China-Kästchen,
> >muss daher vieeeel besser klingen :-)
>
> Damit bist Du schon befangen und der Test sinnlos.

Kommt auf die Durchführung an. man Blindstudie.


vG

Volker Gringmuth

unread,
Dec 10, 2014, 5:24:40 AM12/10/14
to
Ulrich F. Heidenreich wrote:

> >Cinchstecker taugen generell nicht viel. BNC, zum Bleistift, kostet auch
> >nicht viel und kontaktiert viel zuverlässiger.
>
> Bitte wie? In Funkerkreisen steht BNC als Abkürzung für "beinahe no
> contact". Einen nur annähernd so strammen Massekontakt wie RCA bringen
> die bei Weitem nicht auf die Beine. Wenn schon, dann TNC.

So isses. Abgesehen davon ist Cinch (bei vernünftiger Hardware) mechanisch
um Größenordnungen zuverlässiger. BNC kenne ich nur wacklig.

Wie gesagt, ich rede von anständigen Steckern mit massiven, federnden
Massezungen (gibts so ab 2,50 €/Stück), nicht von dem Centkram, der den
Geräten beliegt.


vG

Holger Marzen

unread,
Dec 10, 2014, 5:55:34 AM12/10/14
to
Im Audioumfeld muss es natürlich eine Taubstudie sein.

Werner Tann

unread,
Dec 10, 2014, 8:50:26 AM12/10/14
to
Holger Marzen <hol...@marzen.de> schrieb:

>>> Damit bist Du schon befangen und der Test sinnlos.
>>
>> Kommt auf die Durchführung an. man Blindstudie.
>
>Im Audioumfeld muss es natürlich eine Taubstudie sein.

Ja, klar, und über die neueste Vernissage berichten ab sofort Blinde.

Holger Marzen

unread,
Dec 10, 2014, 10:04:50 AM12/10/14
to
Selbstverständlich können Blinde die Häppchen und den dazu gereichten
Sekt beurteilen – nebst musikalischer Darbietung.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 10, 2014, 10:12:23 AM12/10/14
to
Werner Tann in <news:cer1d0...@mid.individual.net>:
Kinners: Werd's ned albern. Wer schod um diese Grubbn.

CU!
Ulrich
--
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6DZ2N AHXN1 Z7Y6O G9A7T LJM10 CW6QL NVARE RE7BU 9H1VR

Dr. Rainer Meergans

unread,
Dec 10, 2014, 1:16:25 PM12/10/14
to
Am 10.12.2014 09:54, schrieb Ulrich F. Heidenreich:
>
> Bitte wie? In Funkerkreisen steht BNC als Abkürzung für "beinahe no
> contact".

Qualitativ gute BNC-Verbinder? Nie Probleme gehabt. Außerdem sind die
geradzu endemisch an Meßgeräten und Handfunken.

Trotzdem, Overkill für NF. Das ist aus Funkamateursicht alles nur
Gleichstrom :-)

Gruß,

Rainer

Gerald E:scher

unread,
Dec 10, 2014, 5:40:00 PM12/10/14
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb am 10/12/2014 09:54:

> Gerald E:scher in <news:20141209180321....@ID-37099.user.uni-berlin.de>:
>
>>Ulrich F. Heidenreich schrieb am 7/12/2014 11:41:
>>
>>> Kennt man doch: "Cinchstecker, die weniger als 50€/Stück kosten,
>>> *können* ja nix taugen …".
>>
>>Cinchstecker taugen generell nicht viel. BNC, zum Bleistift, kostet auch
>>nicht viel und kontaktiert viel zuverlässiger.
>
> Bitte wie? In Funkerkreisen steht BNC als Abkürzung für "beinahe no
> contact".

Mit BNC habe ich noch nie Probleme gehabt und verstehe auch nicht, woher
die kommen sollten.

> Einen nur annähernd so strammen Massekontakt wie RCA bringen
> die bei Weitem nicht auf die Beine.

Bei Cinch hast du mit etwas Pech gar keinen Massekontakt, weil die
Stecker und Buchsen mit zu großen Toleranzen gefertigt werden. Bei
billigen Stecker lassen sich die Massekontakte aus Blech
zurechtbiegen, bei teureren, gedrehten Steckern können sie
dabei abbrechen.
Gibt es überhaupt eine Norm für Cinch?

> Wenn schon, dann TNC.

BNC war nur ein Beispiel, und die Schraubverbindung von TNC scheint mir
leicht übertrieben. Ein Schnappverbindung wie bei MCX, nur größer,
wäre mMn nach ein sinnvoller Ersatz für Cinch.

--
Gerald

Andreas Huennebeck

unread,
Dec 10, 2014, 6:03:33 PM12/10/14
to
Gerald E:scher schrieb:

> Ulrich F. Heidenreich schrieb am 10/12/2014 09:54:
>
>> Gerald E:scher in
>> <news:20141209180321....@ID-37099.user.uni-berlin.de>:
>>
>>>Ulrich F. Heidenreich schrieb am 7/12/2014 11:41:
>>>
>>>[..]
>>>Cinchstecker taugen generell nicht viel. BNC, zum Bleistift, kostet auch
>>>nicht viel und kontaktiert viel zuverlässiger.
>>
>> Bitte wie? In Funkerkreisen steht BNC als Abkürzung für "beinahe no
>> contact".

Kenne ich als "beinahe nie contact".

> Mit BNC habe ich noch nie Probleme gehabt und verstehe auch nicht, woher
> die kommen sollten.

Dito. In der HF-Messtechnik hatte ich nie Probleme damit.

[..]
>> Wenn schon, dann TNC.
>
> BNC war nur ein Beispiel, und die Schraubverbindung von TNC scheint mir
> leicht übertrieben. Ein Schnappverbindung wie bei MCX, nur größer,
> wäre mMn nach ein sinnvoller Ersatz für Cinch.

Der offizielle Ersatz für Cinch ist XLR - das verwenden die Profis.

Tschau
Andreas
--
Andreas Hünnebeck | email: ac...@gmx.de
----- privat ---- | www : http://www.huennebeck-online.de
PGP-Key: http://www.huennebeck-online.de/public_keys/pgp_andreas.asc
GPG-Key: http://www.huennebeck-online.de/public_keys/andreas.asc

Volker Gringmuth

unread,
Dec 11, 2014, 3:44:04 AM12/11/14
to
Andreas Huennebeck wrote:

> Der offizielle Ersatz für Cinch ist XLR - das verwenden die Profis.

Hä? Der offizielle Ersatz für einen Polo ist ein Fünftonner?

Und inwiefern offiziell? Ich habe noch keinen CD-Player ausgepackt, dem ein
XLR-Kabel beigelegen hätte. Da liegt immer dieser Kabelschrott drin, dessen
Enden zum Schutz vor Korrosion etwas Cinchähnliches angespritzt wurde, an
dessen 0,05-mm²-Adern sowie einer „Abschirmung“, die eher ein Beidraht ist,
man aber auch nach Entfernen dieser Kappen nichts Vernünftiges anlöten
kann.


vG
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