Am 11.04.20 um 08:57 schrieb Reinhard Boenigk:
> Die beiden AKGs (sind momentan defekt, meine Frau und die Kabelzuführung
> ... :-( , einer noch mit hm, 5-Pol-Stecker oder so im Keller)
> funktionieren am KHV (Creek OHB 21 SE, empfohlen 30-300 Ω) ganz gut - es
> geht ja primär um den Beyerdynamic Lagoon Traveller.
> In Berichten/Tests usw. steht etwas von um 22 Ω Ausgangsimpedanz.
> Mein Aorus Master "misst" beim Einstecken in der Frontbuchse (und nur
> da) so ca. 30 Ω - ist auf der Skala nicht so exakt abzulesen, weil da
> grad kein Skalenmarker ist). Und stellt sich darauf ein mit der
> Verstärkung. Gibt den besten Klang bisher, besser noch als über BT.
BT SBC - der kleinste gemeinsame Nenner - ist immer Mist. Nur Apt-X oder
das inkompatible AAC (bei Apple) liefern adäquate Qualität über BT. Nur
wenige Geräte könne beides.
Es kommt am Ende also auf die Qualität des bei BT unvermeidlichen,
verlustbehafteten Codecs an. Und der wiederum muss Kompromisse zwischen
Qualität und Latenz machen. Letzteres stört vor allem Musiker.
> Zum Creek:
> Bei nur einem von zwei möglichen eingesteckten KHs bieten laut
> "Benutzerhandbuch" die beiden Ausgänge unterschiedliche Impedanzen - man
> möge es ausprobieren. Grmpf! Nichts Genaues weiß man nicht ...
>
> Muss mir erst noch 'nen Adapter 3,5 Buchse auf 6,35 Stecker besorgen, um
> das auszuprobieren.
Der war hier bei sämtlichen AKGs, BeyerDynamic und Sennheiser dabei. OK,
die Klasse DIN-Stecker habe ich nicht mehr. Aber > 20 Jahre haben die
meisten auch auf dem Buckel.
Du machst dir da viel zu viel Gedanken. KH arbeiten wie alle
(vernünftigen) Lautsprecher nicht mit Impedanzanpassung (wie bei HF),
sondern über Spannungskontrolle. Heißt: niederohmiger Ausgang. Die
Impedanz des Ausgangs wird gegen die des KH als vernachlässigbar klein
angesehen. Und außer bei ein paar Röhrenverstärkern kriegen das
eigentlich auch alle Verstärkerausgänge hin, dass diese Bedingung sehr
gut erfüllt ist - sogar Billigplunder für 4,99.
Das einzige, was manchmal relevant ist, ist die /Mindestimpedanz/ der
angeschlossenen KH. Typischerweise ist das aber kein Problem, da die
meisten KH > 20 Ω haben und die Verstärker damit üblicherweise klar
kommen. Mag sein, dass es hier und da noch einen gibt, der mit > 32 Ω
spezifiziert ist, aber selbst das funktioniert trotzdem, so lange man
nicht voll aufdreht.
Es geht also am Ende primär nur darum, ob ein KH Ausgang die notwendige
/Spannung/ erreichen kann, um die /gewünschte Lautstärke/ zu erzielen.
Und da kann die Antwort in Einzelfällen "nein" heißen. Das ist aber ein
Zusammenspiel von KH-Impedanz, KHV Spannungsversorgung und KH-Wirkungsgrad.
Dedizierte KHV haben eigentlich immer genug Dampf, um an jedem
erdenklichen KH eine unvernünftige Lautstärke zu erreichen. Nur bei
08/15-Kram wie Soundkarten oder portablen Geräten, haben die Ausgänge
oft eine recht knappe Grenze von typ. 1,1V. Das ist zum Teil sogar
gewollt (wenn nicht sogar vorgeschrieben, wegen Gehörschutz). Wenn man
da jetzt mit alten 600 Ω KH ankommt, kann es schon mal eng werden.
Da sich gerade Jugendliche mit KH auch gerne mal die Ohren frei blasen,
haben KH für diese Zielgruppe meist niedrige Impedanz, um mehr Leistung
aus dem Geräten zu nuckeln. Das ist auch einfacher zu fertigen. Der KH
wird davon aber nicht besser.
> Jedoch bleibt die Frage:
> 22 Ω KH an 30 Ω KHV?
Da passiert nicht viel, wenn Du den Pegel nicht auf Anschlag stellst.
Solange Du jetzt nicht 8 Ω Lautsprecher anschließt, sehe ich da kein
Problem.
Marcel