Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

MM-1 Bowers und Wilkins

18 views
Skip to first unread message

Reinhard Boenigk

unread,
Apr 9, 2020, 6:09:08 AM4/9/20
to
Moin moin!

Welche Impedanz hat der Kopfhörerausgang?

Gesucht, aber bislang nichts gefunden.

Das Gleiche für Huawei P 10 lite?

Gruß
Reinhard

Bernd Mayer

unread,
Apr 9, 2020, 6:47:52 AM4/9/20
to
Am 09.04.20 um 12:09 schrieb Reinhard Boenigk:
>
> Welche Impedanz hat der Kopfhörerausgang?
>
> Gesucht, aber bislang nichts gefunden.
>
> Das Gleiche für Huawei P 10 lite?
>
Hallo,

wofür wird diese Information benötigt?

Den Ausgangswiderstand kann man messen, der wird vermutlich recht gering
sein.

Die Fähigkeit hochohmige Kopfhörer mit korrekter Ausgangsleistung zu
treiben ist eine andere Geschichte.

Smartphones arbeiten mit niedriger Betriebsspannung vom Akku und können
daher keine hohe Ausgangsspannung liefern wie das für hochohmige
Kopfhörer notwendig sein kann.


Bernd Mayer





Matthias Andree

unread,
Apr 9, 2020, 7:04:14 AM4/9/20
to
Am 09.04.20 um 12:47 schrieb Bernd Mayer:

> Smartphones arbeiten mit niedriger Betriebsspannung vom Akku und können
> daher keine hohe Ausgangsspannung liefern wie das für hochohmige
> Kopfhörer notwendig sein kann.

DC/DC-Wandler und getaktete Verstärker mit Schaltungen zur
Spannungserhöhung sind bereits erfunden, sodass diese Deine
Pauschalaussage so nicht haltbar ist.

Ob die üblicherweise eingesetzt werden, um KH-Verstärker im Smartphone
zu treiben, oder in der Systemannahme "nehmen wir halt niederohmige
Kopfhörer" (deutlich unter 50 Ohm) entfallen, oder Verstärkerbrücken
verbaut werden, oder was auch immer, ist dann die zweite Frage und hängt
auch von der Marktplatzierung des jeweiligen Geräts ab, beim P10 lite
weiß ich da nichts zu (in keine Richtung).

Bernd Mayer

unread,
Apr 9, 2020, 7:36:43 AM4/9/20
to
Am 09.04.20 um 13:04 schrieb Matthias Andree:
Hallo

ja - ich ergänze das halt um "in der Regel":

"Smartphones arbeiten mit niedriger Betriebsspannung vom Akku und können
daher in der Regel keine hohe Ausgangsspannung liefern wie das für
hochohmige Kopfhörer notwendig sein kann."

Hochohmige Kopfhörer haben sicherlich nur eine geringe Verbreitung.

Kennst Du denn konkret smartphones die hochohmige Kopfhörer (höher als
200 Ohm) vernünftig treiben können?
Eine google-Recherche gibt da nix dazu her.

Extra einen DC/DC-Wandler für den Kopfhörerverstärker einzubauen erhöht
außer den Kosten auch das Gewicht des Gerätes.

Brückenschaltungen wird man wohl eher antreffen.


Bernd Mayer

Matthias Andree

unread,
Apr 9, 2020, 10:05:42 AM4/9/20
to
Am 09.04.20 um 13:36 schrieb Bernd Mayer:
> Am 09.04.20 um 13:04 schrieb Matthias Andree:
>> Am 09.04.20 um 12:47 schrieb Bernd Mayer:
>>
>>> Smartphones arbeiten mit niedriger Betriebsspannung vom Akku und können
>>> daher keine hohe Ausgangsspannung liefern wie das für hochohmige
>>> Kopfhörer notwendig sein kann.
>>
>> DC/DC-Wandler und getaktete Verstärker mit Schaltungen zur
>> Spannungserhöhung sind bereits erfunden, sodass diese Deine
>> Pauschalaussage so nicht haltbar ist.
>>
>> Ob die üblicherweise eingesetzt werden, um KH-Verstärker im Smartphone
>> zu treiben, oder in der Systemannahme "nehmen wir halt niederohmige
>> Kopfhörer" (deutlich unter 50 Ohm) entfallen, oder Verstärkerbrücken
>> verbaut werden, oder was auch immer, ist dann die zweite Frage und hängt
>> auch von der Marktplatzierung des jeweiligen Geräts ab, beim P10 lite
>> weiß ich da nichts zu (in keine Richtung).
>>
> Hallo
>
> ja - ich ergänze das halt um "in der Regel":
>
> "Smartphones arbeiten mit niedriger Betriebsspannung vom Akku und können
> daher in der Regel keine hohe Ausgangsspannung liefern wie das für
> hochohmige Kopfhörer notwendig sein kann."

Du spekulierst.

> Hochohmige Kopfhörer haben sicherlich nur eine geringe Verbreitung.

Du spekulierst.

> Kennst Du denn konkret smartphones die hochohmige Kopfhörer (höher als
> 200 Ohm) vernünftig treiben können?
> Eine google-Recherche gibt da nix dazu her.

Ich persönlich fand jetzt 'nen (zugegebenermaßen lauten, 102 dB @ 1 mW)
250-Ohm-Hörer vom süddeutschen B. nicht zu leise am 2017er (?) Sony
Xperia XZ1 compact für Hausgebrauch (und für draußen nimmt man eh andere
Hörer), auch verschiedene vom norddeutschen S. mit schlechterem
Kennschalldruckpegel und 300 Ohm sind m. E. OK, aber das Werbematerial
des Schlaufons blubbert eher von Hi-Res und welche geilen Technologien
drinstecken als welche HiFi-Hochohm-Ohrmupfeln der treiben könnte (dazu
steht nix).

Der Ziegel kriegt aber seit Monaten vom schwedisch-japanischen S. keine
Sicherheitspatches fürs Android mehr und ist demzufolge keine Empfehlung
zur Gebrauchtanschaffung, wenn er noch ins weltweite Netz soll.

> Extra einen DC/DC-Wandler für den Kopfhörerverstärker einzubauen  erhöht
> außer den Kosten auch das Gewicht des Gerätes.
> Brückenschaltungen wird man wohl eher antreffen.

Du spekulierst.

Hast Du Vorstellungen, wie klein die Wandler als IC sind?

Ob die vielleicht Bestandteil von Basischips, SoC oder anderen ASICs
sind mit evtl. wenigen externen SMD-Spulen oder Elkos?

Hast Du schon passive Bauteile mit Baugröße 0201 (bezogen auf mil =
Millizoll) in der Hand gehabt?

Wenn nein, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, die Mutmaßungen einzustellen.


Es stimmt, dass Smartphonehersteller sich mit Angaben zu
Ausgangsimpedanz, Amplitude und empfohlenen Impedanzen der KH
zurückhalten, aber es gibt hie und da mal Geräte, bei denen das
Marketing extra die Trommel rührt, quad-DAC und was man nicht alles
lesen kann, aber da fallen trotzdem so viele relevante Eigenschaften
unter den Tisch, dass man Werbeaussagen und ihre Praxisrelevanz trotzdem
besser separat betrachtet.

Bernd Mayer

unread,
Apr 9, 2020, 11:36:09 AM4/9/20
to
Am 09.04.20 um 16:05 schrieb Matthias Andree:
> Am 09.04.20 um 13:36 schrieb Bernd Mayer:
>> Am 09.04.20 um 13:04 schrieb Matthias Andree:
>>> Am 09.04.20 um 12:47 schrieb Bernd Mayer:
>>>
> Es stimmt, dass Smartphonehersteller sich mit Angaben zu
> Ausgangsimpedanz, Amplitude und empfohlenen Impedanzen der KH
> zurückhalten, aber es gibt hie und da mal Geräte, bei denen das
> Marketing extra die Trommel rührt, quad-DAC und was man nicht alles
> lesen kann, aber da fallen trotzdem so viele relevante Eigenschaften
> unter den Tisch, dass man Werbeaussagen und ihre Praxisrelevanz trotzdem
> besser separat betrachtet.

Hallo,

welche smartphones sind das denn konkret die eine höhere
Ausgangsspannung für hochohmige Kopfhörer liefern können als es mit
einer Brückenverstärkerschaltung aus der Batteriespannung möglich ist?

Ein Hinweis zu einem Datenblatt der verbauten Chips reicht mir auch.


Bernd Mayer

Marcel Mueller

unread,
Apr 9, 2020, 3:32:12 PM4/9/20
to
Am 09.04.20 um 17:36 schrieb Bernd Mayer:
> welche smartphones sind das denn konkret die eine höhere
> Ausgangsspannung für hochohmige Kopfhörer liefern können als es mit
> einer Brückenverstärkerschaltung aus der Batteriespannung möglich ist?

0.

Und da ist ganz sicher keine Brückenschaltung drin. Das ist technisch
mit dem asymmetrischen Klinkenstecker mit gemeinsamer Masse für beide
Kanäle völlig unmöglich.

Ferner dürfte kein Smartphone mit einer Analogendstufe mehr auf dem
Markt sein - jetzt spekuliere ich auch mal. Die Dinger haben alle Class
D drin.

Darüber hinaus haben sie alle Spannungswandler drin, schon alleine, um
die Unterschiede im Redoxpotential entlang der Entladekurve des Akkus
auszugleichen und um die niedrigen Betriebsspannungen für die sparsamen
Chips bereitzustellen.

> Ein Hinweis zu einem Datenblatt der verbauten Chips reicht mir auch.

Die Holzklasse der Audiochips arbeitet mit 3,3 V. Damit bekommst du mit
Class D 1,1 Veff als Sinus raus. Das sind rund 10 mW@120 Ohm.

/Aber/ das sind an einem alten AKG K501 (der hat 120 Ohm) immer noch 104
dB. OK, Discolautstärke aus den 90-ern ist das nicht, aber leise ist
definitiv auch anders.

Anders gesagt: wo ist das Problem?


Marcel

Bernd Mayer

unread,
Apr 9, 2020, 5:41:56 PM4/9/20
to
Am 09.04.20 um 21:32 schrieb Marcel Mueller:
Hallo,

ja - Brückenschaltung macht keinen Sinn bei Miniklinkenstecker. Bei den
anderen Steckern (Lightning) kenne ich die Belegung nicht.

Wo das Problem ist verstehe ich auch nicht - der OP interessiert sich ja
für die "Impedanz des Kopfhörerausgangs" der beiden genannten Geräte.

Ich frage mich wofür das wichtig ist. Wenn er die beiden Geräte besitzt
dann kann man das ja messen bei starkem Interesse. Ich kann nur
spekulieren, daß die Ausgangsimpedanz vermutlich recht niedrig ist. Ich
kann keinen praktischen Nutzen erkennen wenn man diesen Wert kennt.


Bernd Mayer

Gerald E:scher

unread,
Apr 9, 2020, 6:32:25 PM4/9/20
to
Marcel Mueller schrieb am 9/4/2020 21:32:

> Die Holzklasse der Audiochips arbeitet mit 3,3 V. Damit bekommst du mit
> Class D 1,1 Veff als Sinus raus. Das sind rund 10 mW@120 Ohm.
>
> /Aber/ das sind an einem alten AKG K501 (der hat 120 Ohm) immer noch 104
> dB. OK, Discolautstärke aus den 90-ern ist das nicht, aber leise ist
> definitiv auch anders.
>
> Anders gesagt: wo ist das Problem?

Bei meinem K701 (62 Ohm) besteht das Problem darin, dass am Smartphone
ein Kontrabass fast untergeht und Gesangsstimmen wie aus dem
Badezimmer klingen. Aber mein Smartphone ist nicht gerade High-End.

--
Gerald

Marcel Mueller

unread,
Apr 10, 2020, 3:06:41 AM4/10/20
to
Am 10.04.20 um 00:32 schrieb Gerald E:scher:
Naja, wenn der Ausgang auf Sprache optimiert ist, dann werden
Rumpelgeräusche gefiltert - da ist der Kontrabass weg - und Mitteltöne
betont. Ich könnte wetten, dass man das Profil irgendwo einstellen kann.


Marcel

Peter Sauter

unread,
Apr 10, 2020, 3:11:38 AM4/10/20
to
Am 09.04.2020 um 21:32 schrieb Marcel Mueller:
> Am 09.04.20 um 17:36 schrieb Bernd Mayer:
>> welche smartphones sind das denn konkret die eine höhere
>> Ausgangsspannung für hochohmige Kopfhörer liefern können als es mit
>> einer Brückenverstärkerschaltung aus der Batteriespannung möglich ist?
>
> 0.
>
> Und da ist ganz sicher keine Brückenschaltung drin. Das ist technisch
> mit dem asymmetrischen Klinkenstecker mit gemeinsamer Masse für beide
> Kanäle völlig unmöglich.
>
> Ferner dürfte kein Smartphone mit einer Analogendstufe mehr auf dem
> Markt sein - jetzt spekuliere ich auch mal. Die Dinger haben alle Class
> D drin.

Nur als Hinweis. Die meisten modernen Smartphones der letzten 2 Jahre
verwenden keine Klinkenanschlüsse mehr und stellen den Audio-Anschluss
per USB-C zur Verfügung. D.h. das ganze DAC + Verstärkergeraffel wandert
dann in den USB-C zu Klinkensteckeradapterkabeln. In dem Fall sind
die Adapter die von den Herstellern mitgeliefert werden (Apple bei den
iPAD Pros bzw. bei Smartphones noch via Lightningport, Samsung,
Honor/Huawei teils je nach Modell) bzw. im Markt so angeboten werden
IMHO allesamt Miniadapterkabel und da passt dann keine analoge
Verstärkerstufe mehr rein bzw. nutzen Class-D
(teils im DAC-Chip integriert -> Spart den Hersteller kosten).
Das Problem sind insbesondere die extern zu kaufenden Adapterkabel und
damit verbunden Kompatiblitätsprobleme.

https://www.androidauthority.com/usb-c-audio-guide-headphone-jack-943393/

Allerdings gibts auch eine umgekehrte Trendwende einiger Hersteller,
wegen der Kompatiblitätsprobleme:

https://www.androidauthority.com/death-of-usb-c-headphones-942314/

Gruß

Reinhard Boenigk

unread,
Apr 10, 2020, 5:06:58 AM4/10/20
to
Mpfl ... war mir nicht aufgefallen, dass ich das an Andree statt an die
NG schickte .. sry, also dann (Kopie) hier zweiter Versuch.
> Geht um Kabelverbindungsbetrieb, BluDings läuft gut, aber manchmal halt
> Kabel - wenn ich nicht grad herumlaufe.
>
> Smartphone hat sich erledigt.
> KH: Beyerdynamic Lagoon Traveller; Impedanz: so 22 Ω.
> Funktioniert zwar (Kabel an Huawei), niederohmig genug, aber, nu ja ...
> Nichts, was ich nochmal versuche.
> Auch als lokaler Player (Bubble UpnP), bäh ...
>
> Am Verstärker (Marantz PM-17 MK II) ist zwar eine KH-Buchse, aber die
> dürfte zu hochochmig sein (?) - der zwischen Denon DNP730 AE
> (Netzwerkplayer) und Verstärker geschaltete KH-Verstärker (vorzugsweise
> zu benutzen) hat min. 30 Ω.
> Der KH-Verstärker wäre die optimale Wahl (bislang mit meinen AKGs
> benutzt, sind grad in Reparatur ... und außerdem von meiner Frau
> konfisziert ;-)
>
> Die USB-Boxen am PC (B&W MM-1) haben auch einen KH-Ausgang, aber da
> finde ich auch nichts über die Impedanz heraus.
> Versuchsweise KH angeschlossen - scheint zu gehen, allerdings kein
> Vergleich mit Direktanschluss Frontbuchse (Realtek) am X570 Aorus Master
> - an dem Anschluss wird zudem die KH-Impedanz mit ca. 30 Ω "gemessen"
> bzw. der Ausgang darauf eingestellt.
>
> Das ist jetzt alles an Infos, denke ich.
> Ach ja, der PC steht nicht im Wohnzimmer bei den HiFi-Geräten ...
> Und nein, ich kann nicht immer über die Boxen dort hören ... Nachbarn,
> meine Frau, ... ggg
>
> Eigentlich wollte ich ja nur gewisse Impdanzen wissen ...
> Gleichwohl, es läuft auf den KH hinaus - geht, geht nicht, anderen KH
> kaufen, ...
>
> Danke und winke
> Reinhard



Reinhard Boenigk

unread,
Apr 10, 2020, 5:09:24 AM4/10/20
to
Hu!

Am 09.04.2020 um 21:32 schrieb Marcel Mueller:
> /Aber/ das sind an einem alten AKG K501 (der hat 120 Ohm) immer noch 104
> dB. OK, Discolautstärke aus den 90-ern ist das nicht, aber leise ist
> definitiv auch anders.

Meine "alten" AKGs haben 300 und 600 (Diffusfeldentz.) Öhmchen ...

Winke
Reinhard

Marcel Mueller

unread,
Apr 11, 2020, 2:12:27 AM4/11/20
to
Am 10.04.20 um 11:09 schrieb Reinhard Boenigk:
Dann musst Du mal nachschauen, wie viel dB/mW die so haben. Da gibt es
nämlich auch erhebliche Unterschiede. Möglicherwiese reicht es trotzdem.


Marcel

Peter Sauter

unread,
Apr 11, 2020, 2:57:04 AM4/11/20
to
Das Mainboard ist dafür konzipiert sich der Impedanz des Kopfhörers
anzupassen laut Gigabytes Angaben über den Reatek ALC1220er Chip (nicht
über den auf dem Board ebenfalls vorhandenen ESS9118er Sabre Chip:

https://www.gigabyte.com/de/Motherboard/X570-AORUS-MASTER-rev-1x#kf
https://www.planet3dnow.de/cms/54796-gigabyte-x570-aorus-master/5/

Jetzt musst du also nur die Datenblätter beim Chipsatzhersteller
evaluieren, ob die Werbeaussagen von Gigabyte stimmen. Leider ist
das wohl nicht so einfach die zu bekommen von Realtek.

Reinhard Boenigk

unread,
Apr 11, 2020, 2:57:25 AM4/11/20
to
Moin1
Die beiden AKGs (sind momentan defekt, meine Frau und die Kabelzuführung
... :-( , einer noch mit hm, 5-Pol-Stecker oder so im Keller)
funktionieren am KHV (Creek OHB 21 SE, empfohlen 30-300 Ω) ganz gut - es
geht ja primär um den Beyerdynamic Lagoon Traveller.
In Berichten/Tests usw. steht etwas von um 22 Ω Ausgangsimpedanz.
Mein Aorus Master "misst" beim Einstecken in der Frontbuchse (und nur
da) so ca. 30 Ω - ist auf der Skala nicht so exakt abzulesen, weil da
grad kein Skalenmarker ist). Und stellt sich darauf ein mit der
Verstärkung. Gibt den besten Klang bisher, besser noch als über BT.

Zum Creek:
Bei nur einem von zwei möglichen eingesteckten KHs bieten laut
"Benutzerhandbuch" die beiden Ausgänge unterschiedliche Impedanzen - man
möge es ausprobieren. Grmpf! Nichts Genaues weiß man nicht ...

Muss mir erst noch 'nen Adapter 3,5 Buchse auf 6,35 Stecker besorgen, um
das auszuprobieren.

Jedoch bleibt die Frage:
22 Ω KH an 30 Ω KHV?

Vielfache Grüße

Reinhard

Marcel Mueller

unread,
Apr 11, 2020, 4:25:33 AM4/11/20
to
Am 11.04.20 um 08:57 schrieb Reinhard Boenigk:
> Die beiden AKGs (sind momentan defekt, meine Frau und die Kabelzuführung
> ... :-( , einer noch mit hm, 5-Pol-Stecker oder so im Keller)
> funktionieren am KHV (Creek OHB 21 SE, empfohlen 30-300 Ω) ganz gut - es
> geht ja primär um den Beyerdynamic Lagoon Traveller.
> In Berichten/Tests usw. steht etwas von um 22 Ω Ausgangsimpedanz.
> Mein Aorus Master "misst" beim Einstecken in der Frontbuchse (und nur
> da) so ca. 30 Ω - ist auf der Skala nicht so exakt abzulesen, weil da
> grad kein Skalenmarker ist). Und stellt sich darauf ein mit der
> Verstärkung. Gibt den besten Klang bisher, besser noch als über BT.

BT SBC - der kleinste gemeinsame Nenner - ist immer Mist. Nur Apt-X oder
das inkompatible AAC (bei Apple) liefern adäquate Qualität über BT. Nur
wenige Geräte könne beides.
Es kommt am Ende also auf die Qualität des bei BT unvermeidlichen,
verlustbehafteten Codecs an. Und der wiederum muss Kompromisse zwischen
Qualität und Latenz machen. Letzteres stört vor allem Musiker.

> Zum Creek:
> Bei nur einem von zwei möglichen eingesteckten KHs bieten laut
> "Benutzerhandbuch" die beiden Ausgänge unterschiedliche Impedanzen - man
> möge es ausprobieren. Grmpf! Nichts Genaues weiß man nicht ...
>
> Muss mir erst noch 'nen Adapter 3,5 Buchse auf 6,35 Stecker besorgen, um
> das auszuprobieren.

Der war hier bei sämtlichen AKGs, BeyerDynamic und Sennheiser dabei. OK,
die Klasse DIN-Stecker habe ich nicht mehr. Aber > 20 Jahre haben die
meisten auch auf dem Buckel.

Du machst dir da viel zu viel Gedanken. KH arbeiten wie alle
(vernünftigen) Lautsprecher nicht mit Impedanzanpassung (wie bei HF),
sondern über Spannungskontrolle. Heißt: niederohmiger Ausgang. Die
Impedanz des Ausgangs wird gegen die des KH als vernachlässigbar klein
angesehen. Und außer bei ein paar Röhrenverstärkern kriegen das
eigentlich auch alle Verstärkerausgänge hin, dass diese Bedingung sehr
gut erfüllt ist - sogar Billigplunder für 4,99.

Das einzige, was manchmal relevant ist, ist die /Mindestimpedanz/ der
angeschlossenen KH. Typischerweise ist das aber kein Problem, da die
meisten KH > 20 Ω haben und die Verstärker damit üblicherweise klar
kommen. Mag sein, dass es hier und da noch einen gibt, der mit > 32 Ω
spezifiziert ist, aber selbst das funktioniert trotzdem, so lange man
nicht voll aufdreht.

Es geht also am Ende primär nur darum, ob ein KH Ausgang die notwendige
/Spannung/ erreichen kann, um die /gewünschte Lautstärke/ zu erzielen.
Und da kann die Antwort in Einzelfällen "nein" heißen. Das ist aber ein
Zusammenspiel von KH-Impedanz, KHV Spannungsversorgung und KH-Wirkungsgrad.
Dedizierte KHV haben eigentlich immer genug Dampf, um an jedem
erdenklichen KH eine unvernünftige Lautstärke zu erreichen. Nur bei
08/15-Kram wie Soundkarten oder portablen Geräten, haben die Ausgänge
oft eine recht knappe Grenze von typ. 1,1V. Das ist zum Teil sogar
gewollt (wenn nicht sogar vorgeschrieben, wegen Gehörschutz). Wenn man
da jetzt mit alten 600 Ω KH ankommt, kann es schon mal eng werden.
Da sich gerade Jugendliche mit KH auch gerne mal die Ohren frei blasen,
haben KH für diese Zielgruppe meist niedrige Impedanz, um mehr Leistung
aus dem Geräten zu nuckeln. Das ist auch einfacher zu fertigen. Der KH
wird davon aber nicht besser.


> Jedoch bleibt die Frage:
> 22 Ω KH an 30 Ω KHV?

Da passiert nicht viel, wenn Du den Pegel nicht auf Anschlag stellst.
Solange Du jetzt nicht 8 Ω Lautsprecher anschließt, sehe ich da kein
Problem.


Marcel

Bernd Mayer

unread,
Apr 11, 2020, 4:38:49 AM4/11/20
to
Am 11.04.20 um 08:57 schrieb Reinhard Boenigk:
>
> Jedoch bleibt die Frage:
> 22 Ω KH an 30 Ω KHV?
>
Hallo,

wenn der KHV einen empfohlenen Impedanzbereich von 30 Ohm hat dann kann
man auch einen KH mit 22 Ohm daran anschliessen.

Die wesentlichen Unterschiede bei den Kopfhörerausgängen sind die
Ausgangspannung/Strom und damit die Leistung die an einen Kopfhörer mit
einer bestimmten Impedanz ohne Verzerrungen geliefert werden können. Das
sind Angaben die sinnvollerweise in den Datenblättern stehen sollten.

Bei Abweichungen kann man halt nicht die volle Ausgangsleistung
erreichen. Für die Lautstärke ist ja ausserdem der Wirkungsgrad des
Kopfhörers entscheidend und da gibt es große Unterschiede.


Bernd Mayer

Matthias Andree

unread,
Apr 11, 2020, 8:29:24 AM4/11/20
to
Am 11.04.20 um 10:25 schrieb Marcel Mueller:

> Das einzige, was manchmal relevant ist, ist die /Mindestimpedanz/ der
> angeschlossenen KH. Typischerweise ist das aber kein Problem, da die
> meisten KH > 20 Ω haben und die Verstärker damit üblicherweise klar
> kommen. Mag sein, dass es hier und da noch einen gibt, der mit > 32 Ω
> spezifiziert ist, aber selbst das funktioniert trotzdem, so lange man
> nicht voll aufdreht.

Vorsicht, es gibt haufenweise 16 Ohm-Hörer, vor allem für unterwegs...,
wenn die irgendwie elektromechanisch "zickig" sind, willst Du keine
Impedanz von >10 Ohm am KH-Ausgang haben (die an
Spannungsteilerausgängen von Verstärkern mal hängen), sondern eher 1
Ohm, und dann braucht's auch wieder Überstromschutz, damit der
Verstärker Bewegungen des Steckers überlebt. Und ob hoher Strom
Verzerrungen erhöht, hängt auch vom Verstärker ab.

Reinhard Boenigk

unread,
Apr 11, 2020, 9:00:36 AM4/11/20
to
Hi!

Am 11.04.2020 um 10:25 schrieb Marcel Mueller:

> BT SBC - der kleinste gemeinsame Nenner - ist immer Mist. Nur Apt-X oder
> das inkompatible AAC (bei Apple) liefern adäquate Qualität über BT. Nur

Jedenfalls meldet sich der KH bei BT in etwa so: Apt-X eingeschaltet.
Oder so. AAC kann er auch.

> wenige Geräte könne beides.
> Es kommt am Ende also auf die Qualität des bei BT unvermeidlichen,
> verlustbehafteten Codecs an.

Is' schon klar.


>> Zum Creek:

> Der war hier bei sämtlichen AKGs, BeyerDynamic und Sennheiser dabei. OK,
> die Klasse DIN-Stecker habe ich nicht mehr. Aber > 20 Jahre haben die
> meisten auch auf dem Buckel.

Ja, die AKGs 240 DF wohl nochmals so 10 bis 15 (hm ...) Jahre.
(Weiß gar nicht mehr, wann ich die gekauft hatte.)

> Du machst dir da viel zu viel Gedanken. KH arbeiten wie alle
> (vernünftigen) Lautsprecher nicht mit Impedanzanpassung (wie bei HF),
> sondern über Spannungskontrolle. Heißt: niederohmiger Ausgang. Die
> Impedanz des Ausgangs wird gegen die des KH als vernachlässigbar klein
> angesehen. Und außer bei ein paar Röhrenverstärkern kriegen das
> eigentlich auch alle Verstärkerausgänge hin, dass diese Bedingung sehr
> gut erfüllt ist - sogar Billigplunder für 4,99.

Ja, nach vielem Lesen :) bin ich auch in etwa dahin gelangt.
Und mit Nachhilfe hier.
Und muss mir - zum Ausprobieren - nur mehr den schon genannten Adapter
besorgen.

>
> Das einzige, was manchmal relevant ist, ist die /Mindestimpedanz/ der
> angeschlossenen KH. Typischerweise ist das aber kein Problem, da die
> meisten KH > 20 Ω haben und die Verstärker damit üblicherweise klar
> kommen. Mag sein, dass es hier und da noch einen gibt, der mit > 32 Ω
> spezifiziert ist, aber selbst das funktioniert trotzdem, so lange man
> nicht voll aufdreht.

Nee, bloß nicht - meine Ohren!

> Es geht also am Ende primär nur darum, ob ein KH Ausgang die notwendige
> /Spannung/ erreichen kann, um die /gewünschte Lautstärke/ zu erzielen.
> Und da kann die Antwort in Einzelfällen "nein" heißen. Das ist aber ein
> Zusammenspiel von KH-Impedanz, KHV Spannungsversorgung und KH-Wirkungsgrad.
> Dedizierte KHV haben eigentlich immer genug Dampf, um an jedem
> erdenklichen KH eine unvernünftige Lautstärke zu erreichen. Nur bei

Das - wie schon geschrieben - probiere ich demnächst. Beide KH-Ausgänge;
ob ich wohl einen Unterschied höre? Eher nicht, denke ich.
Ich meld' mich dann eh.

(Ach ja: Ob's wohl an der Zeit wäre, die beiden AKGs 240 DF bzw. den AKG
701 zu ersetzen? Wobei der 701 ein altes Modell sein muss, stimmt nicht
mit dem auf der Page von AK in den Daten überein, hat 300 Ohm, meine ich
- der ist halt grad in Reparatur.)

>> Jedoch bleibt die Frage:
>> 22 Ω KH an 30 Ω KHV?
>
> Da passiert nicht viel, wenn Du den Pegel nicht auf Anschlag stellst.
> Solange Du jetzt nicht 8 Ω Lautsprecher anschließt, sehe ich da kein
> Problem.

Pruuust! Nee nee, die B&W DM7 Mk2 hängen am Marantz PM-17mk II.
(Die drei meinen: "Wir schaffen das!")
Und wenn der 701 wieder da ist, dann nehm ich eher den, außer auf'm
Balkon. Der Lagoon ist - schwups - von meiner Frau okkupiert worden.
Na, mal sehen.

Grüße von

Reinhard

Gerald E:scher

unread,
Apr 11, 2020, 6:39:18 PM4/11/20
to
Marcel Mueller schrieb am 10/4/2020 09:06:

> Am 10.04.20 um 00:32 schrieb Gerald E:scher:
>> Marcel Mueller schrieb am 9/4/2020 21:32:
>>> Anders gesagt: wo ist das Problem?
>>
>> Bei meinem K701 (62 Ohm) besteht das Problem darin, dass am Smartphone
>> ein Kontrabass fast untergeht und Gesangsstimmen wie aus dem
>> Badezimmer klingen. Aber mein Smartphone ist nicht gerade High-End.
>
> Naja, wenn der Ausgang auf Sprache optimiert ist, dann werden
> Rumpelgeräusche gefiltert - da ist der Kontrabass weg - und Mitteltöne
> betont.

Nein, das nicht, sondern mit Android "Adapt Sound" für einen andern
Kopfhörer optimiert und möglicherweise war auch "Konzertsaal"
eingeschaltet.
Abgestellt und Caro Emerald singt nicht mehr im Badezimmer. Akustische
Gitarre und Kontrabass klingen gegenüber einem richtigen
Kopfhörerverstärker (MOSFET-Endstufe in Class-A-Schaltung) nach wie vor
weichgespült.

Am Kopfhörerausgang eines seinerzeit eher teuren Kassettendecks
(4556, 120 Ohm Widerstände im Ausgang) klingt der K701 noch schlechter,
da nehme ich lieber einen China-Klon vom K240 (32 Ohm).

--
Gerald

Marcel Mueller

unread,
Apr 12, 2020, 12:25:49 AM4/12/20
to
Am 12.04.20 um 00:39 schrieb Gerald E:scher:
>> Naja, wenn der Ausgang auf Sprache optimiert ist, dann werden
>> Rumpelgeräusche gefiltert - da ist der Kontrabass weg - und Mitteltöne
>> betont.
>
> Nein, das nicht, sondern mit Android "Adapt Sound" für einen andern
> Kopfhörer optimiert und möglicherweise war auch "Konzertsaal"
> eingeschaltet.
> Abgestellt und Caro Emerald singt nicht mehr im Badezimmer. Akustische
> Gitarre und Kontrabass klingen gegenüber einem richtigen
> Kopfhörerverstärker (MOSFET-Endstufe in Class-A-Schaltung) nach wie vor
> weichgespült.

Vielleicht haben die ja an den Koppeleklos gespart. Das wiederum stört
bei hochohmigen KH eigentlich weniger.

> Am Kopfhörerausgang eines seinerzeit eher teuren Kassettendecks
> (4556, 120 Ohm Widerstände im Ausgang) klingt der K701 noch schlechter,

Ja, Ausgänge waren zum Teil komplett Sondermüll, Das kam von den
Verstärkern. Da hat man einfach des Signal von der Hauptendstufe
genommen. Und damit der KH nicht gleich verdampft, war die billigste
Lösung ein Widerstand. Das funktioniert natürlich nur bei KH mit nahezu
konstanter Impedanz. Das teure Tape sah sich wohl genötigt, diesen
Unsinn zu emulieren.
(Noch räudiger waren die Ausgänge zum Aufnehmen mit den 470k
Widerständen - gut, die schlechte Qualität war Absicht, wie die
Compact-Cassette ja bekanntlich das Ende der Musikindustrie war.)

Ich baue solch KH-Ausgänge immer um, wenn ich sowas in die Finger
bekomme. Ein NJM4556 für 50 Ct rein und gut ist's. Bei Tapes, etc. geht
es meist auch ohne Zustazchips mit den bestehenden Verstärkerstufen.

Erst bei CD-Playern, hat man so einen Müll nicht mehr eingebaut. In
Verstärkern gab es das aber immer noch. Ich habe es schon bei einem
sauteuren Onkyo, Baujahr Ende der 90-er erlebt,


> da nehme ich lieber einen China-Klon vom K240 (32 Ohm).

Oder besser noch einen gescheiten KH-Ausgang.


Marcel

Bernd Mayer

unread,
Apr 12, 2020, 5:22:04 AM4/12/20
to
Am 12.04.20 um 06:25 schrieb Marcel Mueller:
>
> Ja, Ausgänge waren zum Teil komplett Sondermüll, Das kam von den
> Verstärkern. Da hat man einfach des Signal von der Hauptendstufe
> genommen. Und damit der KH nicht gleich verdampft, war die billigste
> Lösung ein Widerstand. Das funktioniert natürlich nur bei KH mit nahezu
> konstanter Impedanz. Das teure Tape sah sich wohl genötigt, diesen
> Unsinn zu emulieren.

Hallo,

ich habe bei Leistungsverstärkern öfters beobachtet, daß da für den
Kopfhörerverstärker nicht nur ein Widerstand verbaut war sondern ein
Spannungsteiler aus zwei Widerständen etwa 1 zu 10, beispielsweise 100
Ohm und 10 Ohm. Dadurch war der wirksame Ausgangswiderstand den der
Kopfhörer sah niedriger. Im Beispiel ca. 9 Ohm dazu der Widerstand des
Kopfhörers parallel. Kurzschlußschutz und Überlastungsschutz war dadurch
auch vorhanden.


Bernd Mayer

Marcel Mueller

unread,
Apr 12, 2020, 2:44:17 PM4/12/20
to
Am 12.04.20 um 11:22 schrieb Bernd Mayer:
> ich habe bei Leistungsverstärkern öfters beobachtet, daß da für den
> Kopfhörerverstärker nicht nur ein Widerstand verbaut war sondern ein
> Spannungsteiler aus zwei Widerständen etwa 1 zu 10, beispielsweise 100
> Ohm und 10 Ohm. Dadurch war der wirksame Ausgangswiderstand den der
> Kopfhörer sah niedriger. Im Beispiel ca. 9 Ohm dazu der Widerstand des
> Kopfhörers parallel. Kurzschlußschutz und Überlastungsschutz war dadurch
> auch vorhanden.

Ja, besser, aber nicht gut.
Und das geht nur bei kleinen Verstärkern. Bei großen wird die
Verlustleistung in dem 100 Ω Widerstand auch erheblich - immerhin fast
10% der Nennleistung, wenngleich nur der RMS-Leistung. Da braucht man
dann schon einen viereckigen Keramik-R.


Marcel

Bernd Mayer

unread,
Apr 12, 2020, 3:42:09 PM4/12/20
to
Am 12.04.20 um 20:44 schrieb Marcel Mueller:
Hallo,

bei großen Verstärkern geht das auch: man kann die Widerstände ja
abändern. Beim Beispiel bin ich von einem 100 W Verstärker mit +-30 V
Betriebsspannung ausgegangen. Man kann das ja an die Verhältnisse anpassen.

Ein 100 W Verstärker läuft ja auch nicht dauernd mit der vollen
Nennleistung.

Ob da Schaltbuchsen verwendet wurden um die Verlustleistung zu
minimieren kann ich gerade nicht sagen, möglich ist das ja.

Am Besten ist sicherlich ein eigener Kopfhörerverstärker mit der
gewünschten Qualität.


Bernd Mayer

Matthias Andree

unread,
Apr 13, 2020, 9:34:45 AM4/13/20
to
Am 12.04.20 um 21:42 schrieb Bernd Mayer:
> Am 12.04.20 um 20:44 schrieb Marcel Mueller:
>> Am 12.04.20 um 11:22 schrieb Bernd Mayer:
>>> ich habe bei Leistungsverstärkern öfters beobachtet, daß da für den
>>> Kopfhörerverstärker nicht nur ein Widerstand verbaut war sondern ein
>>> Spannungsteiler aus zwei Widerständen etwa 1 zu 10, beispielsweise
>>> 100 Ohm und 10 Ohm. Dadurch war der wirksame Ausgangswiderstand den
>>> der Kopfhörer sah niedriger. Im Beispiel ca. 9 Ohm dazu der
>>> Widerstand des Kopfhörers parallel. Kurzschlußschutz und
>>> Überlastungsschutz war dadurch auch vorhanden.
>>
>> Ja, besser, aber nicht gut.
>> Und das geht nur bei kleinen Verstärkern. Bei großen wird die
>> Verlustleistung in dem 100 Ω Widerstand auch erheblich - immerhin fast
>> 10% der Nennleistung, wenngleich nur der RMS-Leistung. Da braucht man
>> dann schon einen viereckigen Keramik-R.
>
> Hallo,
>
> bei großen Verstärkern geht das auch: man kann die Widerstände ja
> abändern. Beim Beispiel bin ich von einem  100 W Verstärker mit +-30 V
> Betriebsspannung ausgegangen. Man kann das ja an die Verhältnisse anpassen.

Versorgung wohl eher ab ± 50 V aufwärts, Du musst für 100 W Leistung an
8 Ohm 40 V Scheitelspannung jederzeit sauber abbilden können.

5 V Spannungsverlust von Rail zum Ausgang sind nicht untypisch, und wenn
Dein Netzteil aus Leistung und Overhead folgernd grob 2,5 J innert einer
Halbwelle (1/2/50 Hz = 10 ms) stützen muss, bist Du schon jenseits 50 V,
denn entnehmbar ist dem Elko im Netzteil nur die Ladung oberhalb 45 V:
E_C(U) = ½CU², z. B. ½ * 10mF * ((50 V)²-(45 V)²) = 2,375 J.

Das beiseite; meine beiden 100-W- und 85-W-Kisten hier haben jeweils 330
Ohm längs vom Leistungsverstärker zum KH-Ausgang, und 220 respektive 100
Ohm quer nach Masse. Impedanz unbelastet ca. 130 respektive 77 Ohm,
bleiben beim einen (belasteter Spannungsteiler) ca. 140 mW, beim anderen
ca. 85 mW an einem 250-Ohm-Hörer bei mitlaufendem Lautsprecher auf
Volldampf. Bei einstelligem Dämpfungsfaktor am KH.

Will man da den Spannungsteiler massiv ändern? Vielleicht nicht.
KH-Verstärker sollten zweckmäßigerweise eher < 1 Ohm haben, in die
Gegend kommst Du nicht, und wenn Du den Spannungsteiler auf 33 + 10 Ohm
änderst... nimmt der auch bei "Vollleistung am Lautsprecher" 19 Watt und
hat immer noch 7,7 Ohm Impedanz, und lässt ca. 160 mW an einen
250-Ohm-Hörer.

Ich glaube, ich nehme für Kopfhörer lieber einen separaten Verstärker. ;)

Bernd Mayer

unread,
Apr 13, 2020, 2:56:42 PM4/13/20
to
Am 13.04.20 um 15:34 schrieb Matthias Andree:
[Ansteuerungsmöglichkeiten von Kopfhörern]
>
> Ich glaube, ich nehme für Kopfhörer lieber einen separaten Verstärker. ;)

Hallo,

ja - volle Zustimmung!

Da gibt es dann neue Fragen:
Kaufen oder Selberbauen?

Und welche sind empfehlenswert?


Bernd Mayer

Gerald E:scher

unread,
Apr 13, 2020, 7:13:00 PM4/13/20
to
Marcel Mueller schrieb am 12/4/2020 06:25:

> Am 12.04.20 um 00:39 schrieb Gerald E:scher:
>>> Naja, wenn der Ausgang auf Sprache optimiert ist, dann werden
>>> Rumpelgeräusche gefiltert - da ist der Kontrabass weg - und Mitteltöne
>>> betont.
>>
>> Nein, das nicht, sondern mit Android "Adapt Sound" für einen andern
>> Kopfhörer optimiert und möglicherweise war auch "Konzertsaal"
>> eingeschaltet.
>> Abgestellt und Caro Emerald singt nicht mehr im Badezimmer. Akustische
>> Gitarre und Kontrabass klingen gegenüber einem richtigen
>> Kopfhörerverstärker (MOSFET-Endstufe in Class-A-Schaltung) nach wie vor
>> weichgespült.
>
> Vielleicht haben die ja an den Koppeleklos gespart. Das wiederum stört
> bei hochohmigen KH eigentlich weniger.

Die Smartphone-Ausgänge haben keinen Ausgangswiderstand im Bereich von
100 Ohm oder mehr? Vielleicht mache ich da noch eine Messung
Leerlaufspannung durch Kurzschlussstrom bzw. besser an einer billigen
USB-Soundkarte, bei der es egal ist, wenn sie die Messung nicht
überlebt.

>> Am Kopfhörerausgang eines seinerzeit eher teuren Kassettendecks
>> (4556, 120 Ohm Widerstände im Ausgang) klingt der K701 noch schlechter,

Ich korrigiere, es sind 150 Ohm.

> Ja, Ausgänge waren zum Teil komplett Sondermüll, Das kam von den
> Verstärkern. Da hat man einfach des Signal von der Hauptendstufe
> genommen. Und damit der KH nicht gleich verdampft, war die billigste
> Lösung ein Widerstand.

So einen Receiver (Yamaha) von Anfang der 80er habe ich auch. 220 Ohm.
Damalige Kopfhörer waren aber recht hochohmig AKG und Sennheiser hatten
600 Ohm.

> Das funktioniert natürlich nur bei KH mit nahezu
> konstanter Impedanz. Das teure Tape sah sich wohl genötigt, diesen
> Unsinn zu emulieren.
> (Noch räudiger waren die Ausgänge zum Aufnehmen mit den 470k
> Widerständen - gut, die schlechte Qualität war Absicht, wie die
> Compact-Cassette ja bekanntlich das Ende der Musikindustrie war.)

Hatte der Receiver an seiner DIN-Buchse, habe ich wegen Übersprechens
entfernt.

> Ich baue solch KH-Ausgänge immer um, wenn ich sowas in die Finger
> bekomme. Ein NJM4556 für 50 Ct rein und gut ist's. Bei Tapes, etc. geht
> es meist auch ohne Zustazchips mit den bestehenden Verstärkerstufen.

Das Kassettendeck (Yamaha KX-1200) hat genaus so einen NJM4556 und laut
Datenblatt
https://www.njr.com/semicon/PDF/NJM4556A_E.pdf
kann der 150 Ohm treiben. Ist der kurzschlussfest, das Datenblatt
schweigt sich dazu aus? Mit 150 Ohm im Ausgang kann jedenfalls dem
NJM4556 nix passieren.
Welchen Wert nimmst du bei einem NJM4556 für den Ausgangswiderstand?

> Erst bei CD-Playern, hat man so einen Müll nicht mehr eingebaut.

In meinem von Yamaha CD-3 schon. Ebenfalls NJM4556, aber nur 100 Ohm.
Einige Jahre älter als das Kassettendeck, da waren die anscheinend
noch nicht so vorsichtig mit der maximalen Last ;-)

>> da nehme ich lieber einen China-Klon vom K240 (32 Ohm).
>
> Oder besser noch einen gescheiten KH-Ausgang.

Ich kann natürlich das Platinchen aus seiner Ecke heraus fummeln und die
Widerstände und eventuell den NJM4556 (blöderweise SIL-Gehäuse)
ersetzen.

--
Gerald

Bernd Mayer

unread,
Apr 14, 2020, 2:45:42 AM4/14/20
to
Am 14.04.20 um 01:12 schrieb Gerald E:scher:
> Marcel Mueller schrieb am 12/4/2020 06:25:
>
>> Am 12.04.20 um 00:39 schrieb Gerald E:scher:
>>>> Naja, wenn der Ausgang auf Sprache optimiert ist, dann werden
>>>> Rumpelgeräusche gefiltert - da ist der Kontrabass weg - und Mitteltöne
>>>> betont.
>>>
>>> Nein, das nicht, sondern mit Android "Adapt Sound" für einen andern
>>> Kopfhörer optimiert und möglicherweise war auch "Konzertsaal"
>>> eingeschaltet.
>>> Abgestellt und Caro Emerald singt nicht mehr im Badezimmer. Akustische
>>> Gitarre und Kontrabass klingen gegenüber einem richtigen
>>> Kopfhörerverstärker (MOSFET-Endstufe in Class-A-Schaltung) nach wie vor
>>> weichgespült.
>>
>> Vielleicht haben die ja an den Koppeleklos gespart. Das wiederum stört
>> bei hochohmigen KH eigentlich weniger.
>
> Die Smartphone-Ausgänge haben keinen Ausgangswiderstand im Bereich von
> 100 Ohm oder mehr? Vielleicht mache ich da noch eine Messung
> Leerlaufspannung durch Kurzschlussstrom bzw. besser an einer billigen
> USB-Soundkarte, bei der es egal ist, wenn sie die Messung nicht
> überlebt.

Hallo,

zur Bestimmung des Ausgangswiderstandes eines Kopfhörerausganges nehme
ich einen Tongenerator mit Sinus und messe die Ausgangsspannung im
Leerlauf und unter Belastung mit einem Widerstand.

Zum Erzeugen von Sinustönen gibt es diverse Apps. Suche nach
Tongenerator o.Ä. im Appstore.

Die Spannungen kann man mit einem Oszilloskop oder auch mit einem
Digitalmultimeter messen

Zunächst wird die Ausgangsspannung mit einem Sinuston im Leerlauf
gemessen und der Wert der Spannung notiert.

Danach misst man nochmal die Ausgangsspannung unter Belastung mit einem
passendem Lastwiderstand (beispielsweise 100 Ohm) und notiert die
Spannung. Dabei fließt dann ein Strom I=U/R

Dieser Strom fließt auch durch den Ausgangswiderstand, die Spannung die
am Ausgangswiderstand abfällt ist die Differenz zwischen
Ausgangsspannung im Leerlauf und Ausgangsspannung unter Belastung.

Der Ausgangswiderstand ist dann

R_Aus=U/I

Dabei ist U die Differenz der Spannungen.

Als Frequenz wählt man am besten einen Wert den das Voltmeter noch gut
messen kann. Also am besten eine Frequenz niedriger als 1 kHz falls man
ein einfaches DMM verwendet.

Hier ist das auch gut beschrieben:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-110-16306.html

Hier noch ein Fundstück dazu:
https://audioxpress.com/files/attachment/2611


Bernd Mayer

Marcel Mueller

unread,
Apr 14, 2020, 2:49:29 PM4/14/20
to
Am 14.04.20 um 01:12 schrieb Gerald E:scher:
>> Vielleicht haben die ja an den Koppeleklos gespart. Das wiederum stört
>> bei hochohmigen KH eigentlich weniger.
>
> Die Smartphone-Ausgänge haben keinen Ausgangswiderstand im Bereich von
> 100 Ohm oder mehr?

Nie gehabt.

> Vielleicht mache ich da noch eine Messung
> Leerlaufspannung durch Kurzschlussstrom bzw. besser an einer billigen
> USB-Soundkarte, bei der es egal ist, wenn sie die Messung nicht
> überlebt.

Das funktioniert nicht. Der Ausgangswiderstand ist virtuell durch
Gegenkopplung erreicht. Die maximale Stromlieferfähigkeit wird dadurch
nicht erhöht. Die Wiederum hat aber nichts mit dem Ausgangswiderstand zu
tun.

Wenn Du den Ausgangswiderstand haben willst, musst Du dasselbe
Eingangssignal einmal mit Last X Ohm und einmal mit Last Y Ohm
wiedergeben. Aus dem Unterschied der an X bzw. Y gemessenen Spannung
kannst Du den Ausgangswiderstand berechnen. Dabei muss man aber immer
unter der Übersteuerungsgrenze bleiben, sowohl beim Strom, als auch bei
der Spannung.
Realistisch betrachtet, wird das aber ohne aufwändige Messtechnik nicht
gelingen. Die Spannungen werden sich bei den zwei Messungen nur marginal
unterscheiden. Das gilt selbst dann, wenn man für eine der Impedanzen
den Maximalwert (unendlich = unbelastet) und für die andere den
zulässigen Minimalwert laut Spezifikation verwendet.


>>> Am Kopfhörerausgang eines seinerzeit eher teuren Kassettendecks
>>> (4556, 120 Ohm Widerstände im Ausgang) klingt der K701 noch schlechter,
>
> Ich korrigiere, es sind 150 Ohm.

Egal, genauso Mist.

>> Ja, Ausgänge waren zum Teil komplett Sondermüll, Das kam von den
>> Verstärkern. Da hat man einfach des Signal von der Hauptendstufe
>> genommen. Und damit der KH nicht gleich verdampft, war die billigste
>> Lösung ein Widerstand.
>
> So einen Receiver (Yamaha) von Anfang der 80er habe ich auch. 220 Ohm.
> Damalige Kopfhörer waren aber recht hochohmig AKG und Sennheiser hatten
> 600 Ohm.

Bei 600 Ω wiederum bringen die 100-250 Ω gar nichts (2-3 dB Dämpfung).
Sie richten nur Schaden an. In so einem Fll schließ man die KH besser an
den normalen Lautsprecherausgang an und freut sich über den genialen
Klang. BTDT.

>> Ich baue solch KH-Ausgänge immer um, wenn ich sowas in die Finger
>> bekomme. Ein NJM4556 für 50 Ct rein und gut ist's. Bei Tapes, etc. geht
>> es meist auch ohne Zustazchips mit den bestehenden Verstärkerstufen.
>
> Das Kassettendeck (Yamaha KX-1200) hat genaus so einen NJM4556 und laut
> Datenblatt
> https://www.njr.com/semicon/PDF/NJM4556A_E.pdf
> kann der 150 Ohm treiben.

Nicht ganz. Der kann 70mA bzw. 10,7V an 150 Ohm.
Mit kleineren Spannungen kann der die 70mA auch an niedrigeren
Impedanzen. Beispielsweise 100mW Sinus an 32 Ohm.

> Ist der kurzschlussfest, das Datenblatt
> schweigt sich dazu aus?

Der Ausgang wird das überstehen, aber bei voller Versorgungsspannung von
+/-18V dürfte es mit der Verlustleistung eng werden. Wenn man ihn für KH
sinnvoller mit maximal 10V betreibt, sieht das schon besser aus.

> Mit 150 Ohm im Ausgang kann jedenfalls dem NJM4556 nix passieren.
> Welchen Wert nimmst du bei einem NJM4556 für den Ausgangswiderstand?

Normalerweise gar keinen. Der hat ein paar kleine Widerstände schon
eingebaut und die gehören richtigerweise sowieso /vor/ die
Gegenkopplung, damit der virtuelle Ausgangswiderstand nahe 0 bleibt.
Ansonsten würde ich niedrig zweistellig wählen, aber immer vor der
Gegenkopplung.


> Ich kann natürlich das Platinchen aus seiner Ecke heraus fummeln und die
> Widerstände und eventuell den NJM4556 (blöderweise SIL-Gehäuse)
> ersetzen.

Gucke erst mal, ob sie nicht zufälligerweise vor der Gegenkopplung
sitzen. Wenn ja, sind sie unwirksam und reduzieren nur den
Übersteuerungspunkt.


Marcel

Gerald E:scher

unread,
Apr 14, 2020, 7:41:04 PM4/14/20
to
Marcel Mueller schrieb am 14/4/2020 20:49:

> Am 14.04.20 um 01:12 schrieb Gerald E:scher:
>>> Vielleicht haben die ja an den Koppeleklos gespart. Das wiederum stört
>>> bei hochohmigen KH eigentlich weniger.
>>
>> Die Smartphone-Ausgänge haben keinen Ausgangswiderstand im Bereich von
>> 100 Ohm oder mehr?
>
> Nie gehabt.

Interessant. Die KH-Verstärker haben recht häufig einen Widerstand
zwischen OPV-Ausgang und KH-Buchse.

Eine Erklärung liefert das Datenblatt zum OPA1688 (S. 26)
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/opa1688.pdf
Manche Kopfhörer stellen demnach bei hohen Frequenzen eine kapazitive
Last dar, wodurch der Verstärker instabil werden kann, deswegen der
Widerstand.

In der Beispielapplikation eines Billig-USB-Audio-Chips (S. 25)
http://www.3system.com.tw/upload//product/9b38e9fd44d47951c73509a26b2eab9b.pdf
tatsächlich nur ein Koppelelko zwischen Ausgang und KH-Buchse.

Der OPA1688 gefällt mir viel besser als der NJM4556, allerdings
abgesehen von Mouser nur Händler in China gefunden, und da kann man
nicht sicher sein, dass man keine Fälschung angedreht kriegt.

>> Vielleicht mache ich da noch eine Messung
>> Leerlaufspannung durch Kurzschlussstrom bzw. besser an einer billigen
>> USB-Soundkarte, bei der es egal ist, wenn sie die Messung nicht
>> überlebt.
>
> Das funktioniert nicht. Der Ausgangswiderstand ist virtuell durch
> Gegenkopplung erreicht. Die maximale Stromlieferfähigkeit wird dadurch
> nicht erhöht. Die Wiederum hat aber nichts mit dem Ausgangswiderstand zu
> tun.
>
> Wenn Du den Ausgangswiderstand haben willst, musst Du dasselbe
> Eingangssignal einmal mit Last X Ohm und einmal mit Last Y Ohm
> wiedergeben.

Ist hinfällig, ohne physikalisch vorhandenen Widerstand ist der
Ausgangswiderstand des OPVs mit Gegenkopplung theoretisch Null und in
der Praxis sehr klein. Das genügt mir. Den Grund für den
weichgespülten Kontrabass beim K701 am Smartphone muss ich woanders
suchen :-)

>>>> Am Kopfhörerausgang eines seinerzeit eher teuren Kassettendecks
>>>> (4556, 120 Ohm Widerstände im Ausgang) klingt der K701 noch schlechter,
>>
>> Ich korrigiere, es sind 150 Ohm.
>
> Egal, genauso Mist.

Eigentlich ist es ein Tiefpass aus 150 Ohm und 10 nF (f_G ca. 100 kHz).
Anscheinend wollen die nicht, dass Lang-/Mittelwelle raus kommt, woher
auch immer die kommen mag.

>>> Ja, Ausgänge waren zum Teil komplett Sondermüll, Das kam von den
>>> Verstärkern. Da hat man einfach des Signal von der Hauptendstufe
>>> genommen. Und damit der KH nicht gleich verdampft, war die billigste
>>> Lösung ein Widerstand.
>>
>> So einen Receiver (Yamaha) von Anfang der 80er habe ich auch. 220 Ohm.
>> Damalige Kopfhörer waren aber recht hochohmig AKG und Sennheiser hatten
>> 600 Ohm.
>
> Bei 600 Ω wiederum bringen die 100-250 Ω gar nichts (2-3 dB Dämpfung).
> Sie richten nur Schaden an. In so einem Fll schließ man die KH besser an
> den normalen Lautsprecherausgang an und freut sich über den genialen
> Klang. BTDT.

Lieber nicht. Als nächstes schließt man 32 Ohm Ohrstöpsel an und lässt
sie abrauchen.

>>> Ich baue solch KH-Ausgänge immer um, wenn ich sowas in die Finger
>>> bekomme. Ein NJM4556 für 50 Ct rein und gut ist's. Bei Tapes, etc. geht
>>> es meist auch ohne Zustazchips mit den bestehenden Verstärkerstufen.
>>
>> Das Kassettendeck (Yamaha KX-1200) hat genaus so einen NJM4556 und laut
>> Datenblatt
>> https://www.njr.com/semicon/PDF/NJM4556A_E.pdf
>> kann der 150 Ohm treiben.
>
> Nicht ganz. Der kann 70mA bzw. 10,7V an 150 Ohm.
> Mit kleineren Spannungen kann der die 70mA auch an niedrigeren
> Impedanzen. Beispielsweise 100mW Sinus an 32 Ohm.
>
>> Ist der kurzschlussfest, das Datenblatt
>> schweigt sich dazu aus?
>
> Der Ausgang wird das überstehen, aber bei voller Versorgungsspannung von
> +/-18V dürfte es mit der Verlustleistung eng werden. Wenn man ihn für KH
> sinnvoller mit maximal 10V betreibt, sieht das schon besser aus.
>
>> Mit 150 Ohm im Ausgang kann jedenfalls dem NJM4556 nix passieren.
>> Welchen Wert nimmst du bei einem NJM4556 für den Ausgangswiderstand?
>
> Normalerweise gar keinen. Der hat ein paar kleine Widerstände schon
> eingebaut und die gehören richtigerweise sowieso /vor/ die
> Gegenkopplung, damit der virtuelle Ausgangswiderstand nahe 0 bleibt.
> Ansonsten würde ich niedrig zweistellig wählen, aber immer vor der
> Gegenkopplung.

Sind +/- 13 V Versorgung, da kann ich es wohl riskieren und Widerstand
und Kondensator entfernen.

>> Ich kann natürlich das Platinchen aus seiner Ecke heraus fummeln und die
>> Widerstände und eventuell den NJM4556 (blöderweise SIL-Gehäuse)
>> ersetzen.
>
> Gucke erst mal, ob sie nicht zufälligerweise vor der Gegenkopplung
> sitzen.

Nein, sitzen danach als Teil vom Tiefpass,

--
Gerald

Bernd Mayer

unread,
Apr 15, 2020, 3:54:55 PM4/15/20
to
Am 15.04.20 um 01:41 schrieb Gerald E:scher:
> Marcel Mueller schrieb am 14/4/2020 20:49:
>
>> Am 14.04.20 um 01:12 schrieb Gerald E:scher:
>>>> Vielleicht haben die ja an den Koppeleklos gespart. Das wiederum stört
>>>> bei hochohmigen KH eigentlich weniger.
>>>
>>> Die Smartphone-Ausgänge haben keinen Ausgangswiderstand im Bereich von
>>> 100 Ohm oder mehr?
>>
>> Nie gehabt.
>
> Interessant. Die KH-Verstärker haben recht häufig einen Widerstand
> zwischen OPV-Ausgang und KH-Buchse.
>
> Eine Erklärung liefert das Datenblatt zum OPA1688 (S. 26)
> http://www.ti.com/lit/ds/symlink/opa1688.pdf
> Manche Kopfhörer stellen demnach bei hohen Frequenzen eine kapazitive
> Last dar, wodurch der Verstärker instabil werden kann, deswegen der
> Widerstand.
>
> In der Beispielapplikation eines Billig-USB-Audio-Chips (S. 25)
> http://www.3system.com.tw/upload//product/9b38e9fd44d47951c73509a26b2eab9b.pdf
> tatsächlich nur ein Koppelelko zwischen Ausgang und KH-Buchse.

Hallo,

offenbar gab es mal eine Norm für Kopfhörerausgänge, IEC 61938 from
1996, und da stand wohl eine Empfehlung drin mit 120 Ohm
Ausgangswiderstand, siehe:
http://nwavguy.blogspot.com/2011/02/headphone-amp-impedance.html


Bernd Mayer

Bernd Mayer

unread,
Apr 15, 2020, 4:30:10 PM4/15/20
to
Am 13.04.20 um 15:34 schrieb Matthias Andree:
> Am 12.04.20 um 21:42 schrieb Bernd Mayer:
>> Am 12.04.20 um 20:44 schrieb Marcel Mueller:
>>> Am 12.04.20 um 11:22 schrieb Bernd Mayer:
> Das beiseite; meine beiden 100-W- und 85-W-Kisten hier haben jeweils 330
> Ohm längs vom Leistungsverstärker zum KH-Ausgang, und 220 respektive 100
> Ohm quer nach Masse. Impedanz unbelastet ca. 130 respektive 77 Ohm,

Hallo,

sind das Verstärker aus dem letzten Jahrtausend?

1969 gab es offenbar eine Norm die 120 Ohm als Ausgangswiderstand
empfahl siehe:
https://www.stereophile.com/content/between-ears-art-and-science-measuring-headphones-page-3

"The IEC 61938 standard goes even further in recommending an output
resistance of 120 ohms, noting that "For most types of headphones, the
source impedance has very little effect on the performance."


Bernd Mayer

Matthias Andree

unread,
Apr 19, 2020, 5:51:47 AM4/19/20
to
Am 15.04.20 um 22:30 schrieb Bernd Mayer:
> Am 13.04.20 um 15:34 schrieb Matthias Andree:
>> Am 12.04.20 um 21:42 schrieb Bernd Mayer:
>>> Am 12.04.20 um 20:44 schrieb Marcel Mueller:
>>>> Am 12.04.20 um 11:22 schrieb Bernd Mayer:
>> Das beiseite; meine beiden 100-W- und 85-W-Kisten hier haben jeweils 330
>> Ohm längs vom Leistungsverstärker zum KH-Ausgang, und 220 respektive 100
>> Ohm quer nach Masse.  Impedanz unbelastet ca. 130 respektive 77 Ohm,
>
> Hallo,
>
> sind das Verstärker aus dem letzten Jahrtausend?

Einer ja, einer nein.

> 1969 gab es offenbar eine Norm die 120 Ohm als Ausgangswiderstand
> empfahl siehe:
> https://www.stereophile.com/content/between-ears-art-and-science-measuring-headphones-page-3
>
>
> "The IEC 61938 standard goes even further in recommending an output
> resistance of 120 ohms, noting that "For most types of headphones, the
> source impedance has very little effect on the performance."

Bei offenen Hörern mit relativ kleinen Membranen und hoher Impedanz mag
das zutreffen.

Matthias Andree

unread,
Apr 19, 2020, 5:59:56 AM4/19/20
to
Am 13.04.20 um 20:56 schrieb Bernd Mayer:
Dazu gibt's reichlich einschlägige Webseiten, und von Selbstbau in der
Altoids-Dose bis vielleicht max. 300 € Fertiggerät gibt's ausreichend
viele dem Vernehmen nach einige gute Geräte, allesamt aber röhrenlos ;)

Hier steht ein JDS Labs Atom (erst einige Monate, gibt nur wenige
Importeure in DE), der passt mir bisher soweit, ich vermute aber, dass
das mit Einschalter kombinierte Poti macht haptisch nicht viel her.

"Empfehlenswert" solltest Du dann nach Lektüre einschlägiger Vergleiche
am eigenen Anforderungsprofil lieber selbst entscheiden.

Bernd Mayer

unread,
Apr 19, 2020, 7:08:37 AM4/19/20
to
Am 19.04.20 um 11:59 schrieb Matthias Andree:
Hallo,

boah - der hat ja echt gute Werte bei den technischen Daten! Das macht
sich sicherlich auch beim Klang bemerkbar.

Nach einem schnellen Blick auf den Innenaufbau verwenden die ICs und das
macht mich gleich neugierig welche da verbaut sind.

Das Schaltpoti sieht fast so aus als wäre das von Alps.

Meine Anforderung werden sogar übertroffen. Ich mag straffe Ansteuerung
(niedriger Ausgangswiderstand) und Breitbandigkeit. Beim Frequenzgang
hatte ich bisher immer +-0,1 dB (das sind ca. 1%) berechnet und verwandt
über den Audiobereich das entspricht dann ca. 3 Hz bis 150 kHz bei
einfachem Filter.

Universell einsetzbar für Kopfhörer von 16 Ohm bis 600 Ohm steht auch
auf meiner Liste.

Wenn man den Verstärker auch als Messverstärker für den Audiobereich
verwenden kann, dann gefällt mir das auch.

Ich habe hier auch etliche AC-Netzteile mit 9 oder 12 V und ich habe
angefangen diese als externe Netzteile für Opampgeräte zu verwenden. Und
da war ich bisher immer ein wenig unzufrieden mit dieser Lösung weil das
ja nur Einweggleichrichtung ist mit höherer Brummspannung.

Aber wenn die damit so gute Werte erzielen dann werde ich damit
weitermachen.


Bernd Mayer

Matthias Andree

unread,
Apr 19, 2020, 8:28:21 AM4/19/20
to
Am 15.04.20 um 01:41 schrieb Gerald E:scher:

> Eigentlich ist es ein Tiefpass aus 150 Ohm und 10 nF (f_G ca. 100 kHz).
> Anscheinend wollen die nicht, dass Lang-/Mittelwelle raus kommt, woher
> auch immer die kommen mag.

Vielleicht will man auch nicht, dass die reinkommt, schließlich hängen
draußen Antennen dran, und nebenbei nimmt das auch Pulsstörungen "das
breite Band" weg.

Matthias Andree

unread,
Apr 21, 2020, 6:59:49 PM4/21/20
to
Am 19.04.20 um 13:08 schrieb Bernd Mayer:
> Am 19.04.20 um 11:59 schrieb Matthias Andree:
>> Am 13.04.20 um 20:56 schrieb Bernd Mayer:
>>> Am 13.04.20 um 15:34 schrieb Matthias Andree:
>>> [Ansteuerungsmöglichkeiten von Kopfhörern]
>>>>
>>>> Ich glaube, ich nehme für Kopfhörer lieber einen separaten
>>>> Verstärker. ;)
>>>
>>> Hallo,
>>>
>>> ja - volle Zustimmung!
>>>
>>> Da gibt es dann neue Fragen:
>>> Kaufen oder Selberbauen?
>>>
>>> Und welche sind empfehlenswert?
>>
>> Dazu gibt's reichlich einschlägige Webseiten, und von Selbstbau in der
>> Altoids-Dose bis vielleicht max. 300 € Fertiggerät gibt's ausreichend
>> viele dem Vernehmen nach einige gute Geräte, allesamt aber röhrenlos ;)
>>
>> Hier steht ein JDS Labs Atom (erst einige Monate, gibt nur wenige
>> Importeure in DE), der passt mir bisher soweit, ich vermute aber, dass

hier ist vorm Posten eine Zeile abhanden gekommen
"dem kein übermäßig langes Leben beschert ist, denn"

>> das mit Einschalter kombinierte Poti macht haptisch nicht viel her.
>>
>> "Empfehlenswert" solltest Du dann nach Lektüre einschlägiger Vergleiche
>> am eigenen Anforderungsprofil lieber selbst entscheiden.
>>
> Hallo,
>
> boah - der hat ja echt gute Werte bei den technischen Daten! Das macht
> sich sicherlich auch beim Klang bemerkbar.

Bei welchem "Klang"? Das Ding soll ein Verstärker sein, weiter nichts.
Ein Effektgerät wollte ich nicht, sonst hätte ich eines gekauft.

> Ich habe hier auch etliche AC-Netzteile mit 9 oder 12 V und ich habe
> angefangen diese als externe Netzteile für Opampgeräte zu verwenden. Und
> da war ich bisher immer ein wenig unzufrieden mit dieser Lösung weil das
> ja nur Einweggleichrichtung ist mit höherer Brummspannung.

Wieso Einweg? Wenn man Luxusprobleme lösen will, scheitert's doch nicht
an den anderen drei Dioden...

Gerald E:scher

unread,
Apr 25, 2020, 2:42:00 PM4/25/20
to
Matthias Andree schrieb am 19/4/2020 14:28:

> Am 15.04.20 um 01:41 schrieb Gerald E:scher:
>
>> Eigentlich ist es ein Tiefpass aus 150 Ohm und 10 nF (f_G ca. 100 kHz).
>> Anscheinend wollen die nicht, dass Lang-/Mittelwelle raus kommt, woher
>> auch immer die kommen mag.
>
> Vielleicht will man auch nicht, dass die reinkommt,

Dann müsste aber auch der Hochpegel-Ausgang (Cinch), der zwischen Poti
für den Ausgangspegel und Eingang des KH-Verstärkers sitzt, mit
Kapazitäten abgedichtet sein. Ist er aber nicht.

--
Gerald

Marc Stibane

unread,
May 4, 2020, 3:48:30 AM5/4/20
to
Bernd Mayer <beam.b...@knuut.de> wrote:
> Am 09.04.20 um 21:32 schrieb Marcel Mueller:

>> Und da ist ganz sicher keine Brückenschaltung drin. Das ist technisch
>> mit dem asymmetrischen Klinkenstecker mit gemeinsamer Masse für beide
>> Kanäle völlig unmöglich.
>> Darüber hinaus haben sie alle Spannungswandler drin...
>> Anders gesagt: wo ist das Problem?
> ja - Brückenschaltung macht keinen Sinn bei Miniklinkenstecker. Bei den
> anderen Steckern (Lightning) kenne ich die Belegung nicht.

Lightning hat keine feste Belegung - die einzelnen Leitungen sind
programmierbar. Einen D/A-Wandler gibt es im iPhone nicht mehr. Apple
selber liefert einen Audio-Adapter mit ein paar cm Kabellänge wo der D/A
Chip im Stecker sitzt, und einer Klinkenbuchse am Kabelende, wo dann
wieder dasselbe Problem existiert.
Natürlich könnte ein Kopfhörer mit Lightningstecker dem iPhone sagen, es
soll 6 der 8 Leitungen mit VCC und GND verschalten und dann intern
selber eine Brückenschaltung implementieren.

--
In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?

Gerald E:scher

unread,
May 16, 2020, 1:02:43 PM5/16/20
to
Gerald E:scher schrieb am 15/4/2020 01:41:

> Marcel Mueller schrieb am 14/4/2020 20:49:
>
>> Am 14.04.20 um 01:12 schrieb Gerald E:scher:
>>>> Vielleicht haben die ja an den Koppeleklos gespart. Das wiederum stört
>>>> bei hochohmigen KH eigentlich weniger.
>>>
>>> Die Smartphone-Ausgänge haben keinen Ausgangswiderstand im Bereich von
>>> 100 Ohm oder mehr?
>>
>> Nie gehabt.
>
> Interessant. Die KH-Verstärker haben recht häufig einen Widerstand
> zwischen OPV-Ausgang und KH-Buchse.
>
> Eine Erklärung liefert das Datenblatt zum OPA1688 (S. 26)
> http://www.ti.com/lit/ds/symlink/opa1688.pdf
> Manche Kopfhörer stellen demnach bei hohen Frequenzen eine kapazitive
> Last dar, wodurch der Verstärker instabil werden kann, deswegen der
> Widerstand.

Anderer Erklärungsversuch für den Widerstand am OPV-Ausgang: Laut
http://nwavguy.blogspot.com/2011/07/cmoy-with-gain.html
kann bei Ausfall der positiven oder negativen Versorgungsspannung (beim
CMOY Bastelprojekt eine der beiden 9V-Batterien leer oder Wackelkontakt)
am Ausgang des 4556 Gleichspannung auftreten, die für den Kopfhörer
tödlich sein kann.
Der Widerstand begrenzt den Gleichstrom durch den Kopfhörer und ist
billiger als stattdessen ein fetter Koppelelko.

--
Gerald

Bernd Mayer

unread,
May 16, 2020, 2:15:43 PM5/16/20
to
Am 16.05.20 um 19:02 schrieb Gerald E:scher:
Hallo,

ja - der Ausgangswiderstand ist ein Allheilmittel: Einfacher
Kurzschlußschutz, Verminderung der Schwingneigung und Anpassung an die
alte Normen die 120 Ohm empfahlen.

Kopfhörer an hochohmigen Ausgängen klingen anders. Und anders ist nicht
nur schlechter.

Beim CMOY wäre eine Schaltung sinnvoller die das Vorhandensein beider
Versorgungsspannungen detektiert.

Wenn man schon mit symmetrischer Versorgungsspannung arbeitet dann
möchte man nicht unbedingt noch einen Ausgangselko.

Da kann man ja gleich mit einer einzigen Versorgungsspannung arbeiten.


Bernd Mayer

Gerald E:scher

unread,
May 16, 2020, 6:59:40 PM5/16/20
to
Bernd Mayer schrieb am 16/5/2020 20:15:
>
> ja - der Ausgangswiderstand ist ein Allheilmittel: Einfacher
> Kurzschlußschutz, Verminderung der Schwingneigung und Anpassung an die
> alte Normen die 120 Ohm empfahlen.
>
> Kopfhörer an hochohmigen Ausgängen klingen anders. Und anders ist nicht
> nur schlechter.
>
> Beim CMOY wäre eine Schaltung sinnvoller die das Vorhandensein beider
> Versorgungsspannungen detektiert.

Gibt es.
<https://www.diyaudio.com/forums/headphone-systems/293247-opa1688-super-cmoy-2x-9v-real-ground-headphone-relay-pcbs.html>

> Wenn man schon mit symmetrischer Versorgungsspannung arbeitet dann
> möchte man nicht unbedingt noch einen Ausgangselko.

Im Vergleich zum Widerstand erscheint mir ein Elko das kleinere Übel zu
sein.

--
Gerald

Gerald E:scher

unread,
May 18, 2020, 5:56:54 PM5/18/20
to
Bernd Mayer schrieb am 16/5/2020 20:15:
>
> ja - der Ausgangswiderstand ist ein Allheilmittel: Einfacher
> Kurzschlußschutz, Verminderung der Schwingneigung und Anpassung an die
> alte Normen die 120 Ohm empfahlen.

Beim Kopfhörerverstärker-IC TPA6120 von TI
https://www.ti.com/product/TPA6120A2
ist ein Ausgangswiderstand von mindestens 10 Ohm wegen ansonstiger
Neigung zum Schwingen im Datenblatt ausdrücklich vorgeschrieben.

> Kopfhörer an hochohmigen Ausgängen klingen anders. Und anders ist nicht
> nur schlechter.

Mag sein, dass es Kopfhörer gibt, bei deren Konstruktion hohe
Ausgangswiderstände berücksichtigt wurden. Zumeist gilt aber, je
niedriger der Ausgangswiderstand und damit je höher der Dämpfungsfaktor,
desto besser.

--
Gerald

Bernd Mayer

unread,
May 18, 2020, 7:11:22 PM5/18/20
to
Am 18.05.20 um 23:56 schrieb Gerald E:scher:
Hallo,

ja - ich mag auch straffe Ansteuerung mit niedrigem Ausgangswiderstand
und hohem Dämpfungsfaktor.

Die meisten Kopfhörer funktionieren ja elektrodynamisch mit
Spulenantrieb und sind damit induktiv. Und für die Ansteuerung von
Induktivitäten ist Stromsteuerung linearer und schneller und dämpft
besser obwohl eine Stromquelle hochohmig ist.


Bernd Mayer





0 new messages