>> Spontan würde ich mal sagen, das überlässt man am besten dem gelernten
>> Instrumentenbauer.
>
> Exakt das erzaehlt einem BMW auch, wenn man fragt, wie man Bremsbelaege
> wechselt. Und dann wundert man sich, dass man nach 3 Minuten mit einem
> Bremsbelag fertig ist...
Eine Komplettüberholung einer Trompete (mit Lackierung) kostet bei uns
etwa 4-500,- DM, da braucht der bei uns allerdings Wochen ;-)
Maschiene überarbeiten etwa 80,-, Beule im Trichter 30-40 DM ....
Das kann sich auch schon für ältere Instrumente lohnen, soweit es
"Marken" und gut in Schuss sind.
Ich finde, daß das nicht zuviel ist.
Wenn du mal einfach Arbeitszeit, Material und Spezialwerkzeuge (!)
dagegenrechnest, lohnt sich das Selbstmachen defenitiv nicht.
> In jedem Posaunenchor liegen noch alte Trompeten rum, die man selbst gut
> ueberholen kann, wo der Kostenvoranschlag eines Trompetenbauers den Wert
> des Instrumentes aber bei weitem uebersteigt.
Wie willst du den Wert einer 40 Jahre alten Trompete festlegen?
Was das Gerät gut in Schuss ist (damit meine ich mehr die
Spielbarkeit, bzw Ansprache, Stimmung ect. als die Optik!) kann sich
auch das noch lohnen, wenn man sie anschließend noch 20 Jahre Blasen
kann. Und oft ist eben auch eine Generalüberholung einer guten alten
Trompete eine Alternative für ein Billig-Schrott-Neuinstrument.
> Darum kann man ja mal an
> einem solchen Instrument versuchen, ob das von einem Laien nicht auch
> irgendwie zu machen ist.
Warum?
Wenn du schon anfangen musst zu löten, muss schon irgendwo der
Zinnfrass durchgebrochen sein. Da dann in Folge auch schon mit mehr zu
rechnen ist, würde ich die Finger davonlassen.
Im Übrigen kriegen meine Jungbläser kein Instrument in die Hand, auf
dem ich nicht selber einigermaßen gut spielen kann. (OK - die Optik
spielt dabei natürlich keine Rolle ;-) )
Was will ich also mit den Dingern anfangen?
Bei uns im Posaunenwerk läuft grade eine "Ausmusterungsaktion" für
alte Instrumente ... was noch reparierbar oder brauchbar ist, wird
überarbeitet und nach Estland geschickt, der Rest auf Flohmärkten für
einen guten Zweck verscherbelt.
> Dass ich meine wertvolle Ersttrompete nicht selbst loete, versteht sich
> von selbst...
Siehste *G*
Jörn
--
Kantorei St. Nicolai-Lemgo! => http://nicolai-lemgo.de/kantorei.htm
ICQ 99298481 - PGP-Key aviable
"Die Kunst ist das einzig Ernsthafte auf der Welt.
Und der Künstler der einzige Mensch, der nie ernsthaft ist"
(Oscar Wilde, 1854-1900)
Preis ist in Ordnung!
> Maschiene überarbeiten etwa 80,-,
Pumpe oder Brezel?
>Beule im Trichter 30-40 DM ....
Bitte? Für ne Beule?
Da geh ich zu meinem hin und lass sie schnell rausdrücken, kostet nen fünfer
oder nen zehner!
30-40 .... was macht der da? Iss da psychologische Betreuung für das
geschundene Instrument dabei????
> Das kann sich auch schon für ältere Instrumente lohnen, soweit es
> "Marken" und gut in Schuss sind.
> Ich finde, daß das nicht zuviel ist.
>
> Wenn du mal einfach Arbeitszeit, Material und Spezialwerkzeuge (!)
> dagegenrechnest, lohnt sich das Selbstmachen defenitiv nicht.
>
> > In jedem Posaunenchor liegen noch alte Trompeten rum, die man selbst gut
> > ueberholen kann, wo der Kostenvoranschlag eines Trompetenbauers den Wert
> > des Instrumentes aber bei weitem uebersteigt.
>
Dann wars wohl der falsche Trompetenbauer!
Meiner gibt mir sowas gleich wieder mit!
Möcht ich mal sehen was man selbst sinvolles machen kann außer Putzen!
Ich bastel ja viel rum, aber selten wirklich sinnvoll. Na gut, ne gebrochene
Lötstelle kann man selber flicken und das war ja wohl der Ausgangspunkt!
> Bei uns im Posaunenwerk läuft grade eine "Ausmusterungsaktion" für
> alte Instrumente ... was noch reparierbar oder brauchbar ist, wird
> überarbeitet und nach Estland geschickt, der Rest auf Flohmärkten für
> einen guten Zweck verscherbelt.
>
Lobenswert!
Andreas
>>Beule im Trichter 30-40 DM ....
>
>Bitte? Für ne Beule?
>Da geh ich zu meinem hin und lass sie schnell rausdrücken, kostet nen fünfer
>oder nen zehner!
>30-40 .... was macht der da? Iss da psychologische Betreuung für das
>geschundene Instrument dabei????
Sag mal, wohnst du auf dem Land oder wer macht dir solche Preise?
Es ist doch einfach so, dass Instrumentenreparaturen reine Handarbeit
sind. Wenn du dir dann die Stundenlöhne im Handwerk anschaust
(irgendwie müssen die Instrumentenbauer ja auch bezahlt werden)
arbeitest du bei den von dir genannten Preisen mit Verlust, gerade
wenn du qualitativ hochwertige Arbeit verlangst.
Ich kenne diese Diskussionen mit Kunden zur Genüge. Wenn man diese
Kunden dann mal vorsichtig fragt was denn die letzte
Waschmaschinenreparatur gekostet hat (da bezahlt man mittlerweile
locker 100 - 120 DM nur für die Anfahrt eines Siemens/Bosch/Miehle
Technikers, ohne dass auch nur ein Handschlag getan wurde) ist das
Thema ganz schnell vom Tisch.
*Hochwertige* Generalüberholungen einer Trompete inkl. Lackierung für
400 - 500 DM sind normalerweise überhaupt nicht machbar.
Eine solche Arbeit beinhaltet:
Instrument komplett reinigen, entlacken, ausbeulen, polieren (übrigens
eine extrem aufwendige Arbeit), lackieren, Ventile einschleifen ...
Rechne das mal in Stunden um, beziehe sämtliche Nebenkosten (Material,
Werkzeuge ...) mit ein und du wirst sehen, dass o. a. Preis nicht
realistisch sein kann.
Was bei manchen Instrumenten eigentlich noch dazukäme (würde auf der
Rechnung allerdings nicht so gut aussehen) wäre ein Ekel Zuschlag. Das
Innenleben (die Betonung liegt hierbei auf Leben) e9iniger Instrumente
und Mundstücke die wir in die Hand bekommen ist extrem widerlich.
Andreas
BTW: Neu lackieren ist out. Der Trend geht zur Vergoldung :-)
--
Das Zitat ist so alt daß es stinkt. Ein echter Babel halt.
(Aldo Valente zu Ralph Babel, <m2n1zm5...@elvis.rhein.de>)
> Ich kenne diese Diskussionen mit Kunden zur Genüge. Wenn man diese
> Kunden dann mal vorsichtig fragt was denn die letzte
> Waschmaschinenreparatur gekostet hat (da bezahlt man mittlerweile
> locker 100 - 120 DM nur für die Anfahrt eines Siemens/Bosch/Miehle
> Technikers, ohne dass auch nur ein Handschlag getan wurde) ist das
> Thema ganz schnell vom Tisch.
Ich kenne solche Diskussionen höchstens als Musiker zur Genüge ;-)
> *Hochwertige* Generalüberholungen einer Trompete inkl. Lackierung für
> 400 - 500 DM sind normalerweise überhaupt nicht machbar.
Bei uns mit ein wenig Verhandlungsgeschick und Geduld schon :-)
Ist allerdings schon ein wenig Vitamin B dabei und der Kerl ist
einfach Idealist!!
(Wirklich Schade, daß auch er in ein paar Jahren in Rente gehen wird
.. dann gibts hier in der Nähe defenitiv keinen mehr :-( )
Ein Kollege (der eine Zeit mal im Instrumenteinzahlhandel gearbeitet
hat) hat mal nebenbei durchblicken lassen, daß in größeren Läden der
Verkauf von der Reperaturwerkstatt subventioniert würde ...
Von daher ist der Vergleich mit dem BMW-Händler vielleicht auch
garnicht mal so schlecht.
> Instrument komplett reinigen, entlacken, ausbeulen, polieren (übrigens
> eine extrem aufwendige Arbeit), lackieren, Ventile einschleifen ...
>
> Rechne das mal in Stunden um, beziehe sämtliche Nebenkosten (Material,
> Werkzeuge ...) mit ein und du wirst sehen, dass o. a. Preis nicht
> realistisch sein kann.
Wie lange braucht man denn defnitiv für eine Generalüberholung einer
Trompete?
> Was bei manchen Instrumenten eigentlich noch dazukäme (würde auf der
> Rechnung allerdings nicht so gut aussehen) wäre ein Ekel Zuschlag. Das
> Innenleben (die Betonung liegt hierbei auf Leben) e9iniger Instrumente
> und Mundstücke die wir in die Hand bekommen ist extrem widerlich.
LOL!
Jörn
> BTW: Neu lackieren ist out. Der Trend geht zur Vergoldung :-)
Nicht wirklich ... ich kann mich noch an einen Trompeter erinnern, der
auf einer "Bach" in Grün-Metallic-Lackierung und abgebogenen Trichter
("jazzylike") ein klassisches Konzert gespielt hat *G*
>> Eine Komplettüberholung einer Trompete (mit Lackierung) kostet bei uns
>> etwa 4-500,- DM, da braucht der bei uns allerdings Wochen ;-)
>
> Preis ist in Ordnung!
Die Wartezeit aber nicht unbedingt ;-)
Ist halt nur eine kleine Einmannklitsche und mittlerweile der Einzige
im größeren Umkreis. Aufwendigere "Schönheitsreperaturen" macht der
nur noch äußerst ungern, "kleinere" Sachen aber i.d.R. von heute auf
(über-)morgen.
Ich hatte ihn mal nach einer Überholung für meiner Tuba gefragt (is
mittlerweile ein wenig der Lack ab *G*) - wollte er wohl für ca.
2,5tDM machen, ich hätte aber locker ein 3/4 Jahr auf das Instrument
verzichten müssen.
(Obwohl es sich bei dem Instrument auf jeden Fall noch lohnt!)
>> Maschiene überarbeiten etwa 80,-,
>
> Pumpe oder Brezel?
Brezel ;-)
Was willst du auch bei einer Pumpe groß überarbeiten?
Da brauchst ja nur gut zu Ölen und mal regelmäßig putzen ...
BTW: Wer hat denn schon ´ne Pumpe? ts, ts, ts ...
>> Beule im Trichter 30-40 DM ....
>
> Bitte? Für ne Beule?
> Da geh ich zu meinem hin und lass sie schnell rausdrücken, kostet nen fünfer
> oder nen zehner!
> 30-40 .... was macht der da? Iss da psychologische Betreuung für das
> geschundene Instrument dabei????
Weils vielleicht hochwertige _lackierte_ Instrumente waren die
möglichst beim Entbeuelen keine Lackschäden erhalten sollen?
Ich kann mir schon vorstellen, daß das mit sehr viel Arbeitsaufwand
verbunden ist.
>>> In jedem Posaunenchor liegen noch alte Trompeten rum, die man selbst gut
>>> ueberholen kann, wo der Kostenvoranschlag eines Trompetenbauers den Wert
>>> des Instrumentes aber bei weitem uebersteigt.
> Dann wars wohl der falsche Trompetenbauer!
> Meiner gibt mir sowas gleich wieder mit!
Dito!
Unser ist eh kein "guter" Geschäftsmann ...
> Möcht ich mal sehen was man selbst sinvolles machen kann außer Putzen!
> Ich bastel ja viel rum, aber selten wirklich sinnvoll. Na gut, ne gebrochene
> Lötstelle kann man selber flicken und das war ja wohl der Ausgangspunkt!
Bei einer alten unlackierten Jungbläsergurke wäre das vielleicht
ernsthaft mal eine Überlegung wert ...
Aber zur Not tut ja auch ´nen Gummiband oder Gaffatape ;-)
>> Bei uns im Posaunenwerk läuft grade eine "Ausmusterungsaktion" für
>> alte Instrumente ... was noch reparierbar oder brauchbar ist, wird
>> überarbeitet und nach Estland geschickt, der Rest auf Flohmärkten für
>> einen guten Zweck verscherbelt.
> Lobenswert!
Was willst du auch sonst mit 40 Jahre alten, unlackierten Kannen
machen??
BTW: Du kannst nicht zufällig noch 3 Ventilposaunen und 2 Tuben
gebrauchen? *G*
>> BTW: Neu lackieren ist out. Der Trend geht zur Vergoldung :-)
>
>Nicht wirklich ... ich kann mich noch an einen Trompeter erinnern, der
>auf einer "Bach" in Grün-Metallic-Lackierung und abgebogenen Trichter
>("jazzylike") ein klassisches Konzert gespielt hat *G*
Doch, wirklich ...
Wir hatten mal 'ne zeitlang bunte King Instrumente in Kommission im
Schaufenster stehen. Verkauft wurde kein einziges.
Die Anfragen nach Vergoldungen haben sich aber signifikant erhöht. IMO
ist das mal wieder ein Trend. Die Trompeter einer bekannten Bigband in
Köln haben damit angefangen und damit einen neuen Markt geschaffen :-)
Andreas
--
Wenn Du sachlich argumentierst, hast Du im Regelfall weder wiederholte
Ausrufezeichen noch das Schreiben in Großbuchstaben nötig.
(Matthias Esken in de.soc.netzkultur)
Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber bei uns (BaWü) gehen
gebrauchte Tuben weg wie warme Semmeln. ich hab selbst für unseren
Bassisten eine "Faschingstuba" gekauft, da er nicht seinen 6/4-Bass beim
Rosenmontagsumzug mitschleppen wollte (BTW: Wir sind in Köln dabei
dieses Jahr) und hatte echt Probleme einen aufzutreiben. Auch
höherwertige Gebrauchttuben sind hier Mangelware.
--
Musik in Göppingen:
Musikvereinigung St. Paul e.V.: http://www.mv-stpaul.de
Brassisfaction: http://www.brassisfaction.de
mit 40 jahren zaehlen sie noch zu den juengeren.
aber man bekommt auch als nichtfachmann die drehventile durch auseinanderbauen
und putzen ( sidol ) und einoelen wieder unglaublich gut hin.
das ersetzen der korken am ventil-anschlag scheitert oft daran, dass die
trompetenbauer einem nix abschneiden wollen von den neuen Kunststoffschlaeuchen,
die man heutzutage verwendet. dann zahlt man schonmal nen zehner fuer 10 cm
kunststoffstrang, ist aber auch noch ok.
und dass man auch alte trompeten durch putzen wieder recht ansehnlich hinbekommt,
muss ich ja nicht weiter erzaehlen.
warum also sollte man das als nicht-fachmann nicht machen???
gruesse
harald
>> BTW: Du kannst nicht zufällig noch 3 Ventilposaunen und 2 Tuben
>> gebrauchen? *G*
>
> Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber bei uns (BaWü) gehen
> gebrauchte Tuben weg wie warme Semmeln.
_Gute_ gebrauchte Tuben gehen bei uns auch gut weg ...
Ältere Modelle sind dagegen oft "Ladenhüter".
> ich hab selbst für unseren
> Bassisten eine "Faschingstuba" gekauft, da er nicht seinen 6/4-Bass beim
> Rosenmontagsumzug mitschleppen wollte (BTW: Wir sind in Köln dabei
> dieses Jahr) und hatte echt Probleme einen aufzutreiben.
Der Tubist unserer Philharmonie hat sich bei seiner Fünft-Tuba (eine
Melton Handy) einfach den Trichter abgesägt, damit das Dingen noch in
einen Koffer passt und er auch im Urlaub üben kann *GG*
> Auch
> höherwertige Gebrauchttuben sind hier Mangelware.
Das allerdings nicht nur bei euch. Ich habe ein 3/4-Jahr gesucht, bis
ich überhaupt in meiner Preislage und Anspruch fündig geworden bin -
in Berlin ;-)
[vergolden]
> Doch, wirklich ...
>
> Wir hatten mal 'ne zeitlang bunte King Instrumente in Kommission im
> Schaufenster stehen. Verkauft wurde kein einziges.
Wieviel waren die denn teurer?
Im Prinzip kommt sowas ja eh nur als Zweit- oder Drittinstrument in
Frage - und wenn muss dann ja auch so ein ganzes Ensemble nachziehen
..
> Die Anfragen nach Vergoldungen haben sich aber signifikant erhöht. IMO
> ist das mal wieder ein Trend. Die Trompeter einer bekannten Bigband in
> Köln haben damit angefangen und damit einen neuen Markt geschaffen :-)
Alles klar *G*
Jörn
>> Was willst du auch sonst mit 40 Jahre alten, unlackierten Kannen
>> machen??
> mit 40 jahren zaehlen sie noch zu den juengeren.
Mein Kegelclub exestiert erst seit 48 Jahren *G*
[...]
> warum also sollte man das als nicht-fachmann nicht machen???
Im Ausgangsthread gings ja zuerst ims _Löten_, später dann um
General_überholung_. Ich würde mich da nicht drantrauen ;-)
Was du hier anführst, sind eigentlich nur absolut typische Reinigungs-
und Wartungsarbeiten - die jeder Bläser selbermachen können sollte.
Obwohl ich da mit der Demontage der Drehventile bei einigen auch schon
vorsichtig wäre ...
Ich hatte hier letztens eine Kanne, wo ein Drehventil ums Verrecken
nicht zum Laufen zu bekommen war. Letztendlich hat sich rausgestellt,
daß die gesamte Maschiene in sich leicht verzogen war. Wie willst du
denn da als Laie was richten wollen?
> Ich hatte hier letztens eine Kanne, wo ein Drehventil ums Verrecken
> nicht zum Laufen zu bekommen war. Letztendlich hat sich rausgestellt,
> daß die gesamte Maschiene in sich leicht verzogen war. Wie willst du
> denn da als Laie was richten wollen?
Was, weder Schraubstock noch Gummihammer im Haus? ;-)
Gruß
Andi
>Nicht wirklich ... ich kann mich noch an einen Trompeter erinnern, der
>auf einer "Bach" in Grün-Metallic-Lackierung und abgebogenen Trichter
>("jazzylike") ein klassisches Konzert gespielt hat *G*
Was bewirkt eigentlich der abgebogene Trichter?
Bye
woffi
--
Atheism is a non-prophet organisation
>Was bewirkt eigentlich der abgebogene Trichter?
Das geht afaik auf eine Sonderanfertigung für "Dizzie" Gillespie
zurück, der sich in jungen Jahren wohl eine sehr merkwürdige, ganz
nach unten gerichtete Haltung des Instruments angewöhnt hatte. Durch
die Hochbiegung strahlt der Trichter dennoch aufs Publikum.
Gruß, Radbert
--
http://www.rrr.de/~radbert
>> Nicht wirklich ... ich kann mich noch an einen Trompeter erinnern, der
>> auf einer "Bach" in Grün-Metallic-Lackierung und abgebogenen Trichter
>> ("jazzylike") ein klassisches Konzert gespielt hat *G*
>
> Was bewirkt eigentlich der abgebogene Trichter?
Ist in erster Linie ne Sache der Optik.
(Ich könnte mir höchstens noch gewisse Vorteile der Schallabstrahlung
bei gewissen Körperhaltungen vorstellen - aber das scheint mir dann
doch etwas unwahrscheinlich ....)
Jörn
>> Ich hatte hier letztens eine Kanne, wo ein Drehventil ums Verrecken
>> nicht zum Laufen zu bekommen war. Letztendlich hat sich rausgestellt,
>> daß die gesamte Maschiene in sich leicht verzogen war. Wie willst du
>> denn da als Laie was richten wollen?
>
> Was, weder Schraubstock noch Gummihammer im Haus? ;-)
Ne, leider nicht. Aber kann man die Kanne nicht einfach ein Stündchen
bei 220 Grad in den Backofen schmeissen und dann handverformen?
SCNR
Wolfgang Krietsch wrote:
> On Tue, 13 Feb 2001 18:22:49 GMT, Joern....@t-online.de (Jörn Hänsch)
> wrote:
>
>
> Was bewirkt eigentlich der abgebogene Trichter?
Hallo, Wolfgang!
Der abgebogene (eigentlich aufgebogene) Trichter ist in erster Linie für
Trompeter, die das Instrument nach unten ansetzen. Bei diesen Musikern
strahlt der Klang direkt auf das Notenpult oder in Richtung Boden. Daß der
Bläser nicht mit Hohlkreuz oder zurückgebogenen Kopf spielen muß hat man
einfach den Trichter aufgebogen. Alternativ dazu könnte man auch das
Mundstück ein wenig biegen. (ACHTUNG dies ist absolut keine Arbeit zum
selbermachen!!!!!)
Grüße von
Andreas.
>Der abgebogene (eigentlich aufgebogene) Trichter ist in erster Linie für
>Trompeter, die das Instrument nach unten ansetzen. Bei diesen Musikern
>strahlt der Klang direkt auf das Notenpult oder in Richtung Boden. Daß der
>Bläser nicht mit Hohlkreuz oder zurückgebogenen Kopf spielen muß hat man
>einfach den Trichter aufgebogen. Alternativ dazu könnte man auch das
>Mundstück ein wenig biegen. (ACHTUNG dies ist absolut keine Arbeit zum
>selbermachen!!!!!)
obwohl ich mir vorstellen koennte, dass ein biegen in mundstuecknaehe
doch ganz erheblich die resonanzen im instrument stoeren wuerde.. in
schalltrichternaehe waere das nicht ganz so schlimm, denn da ist der
eigentliche sound schon entstanden..
--
Florian Schmidt
mista...@gmx.net
http://mini.gt.owl.de/~floh
Ich hab sowas, wird man zwar in Klassikkreisen manchmal schief angekuckt,
aber macht trotzdem Spaß und iss billiger wie ne Monke!
> >> Beule im Trichter 30-40 DM ....
> >
> > Bitte? Für ne Beule?
> > Da geh ich zu meinem hin und lass sie schnell rausdrücken, kostet nen
fünfer
> > oder nen zehner!
> > 30-40 .... was macht der da? Iss da psychologische Betreuung für das
> > geschundene Instrument dabei????
>
> Weils vielleicht hochwertige _lackierte_ Instrumente waren die
> möglichst beim Entbeuelen keine Lackschäden erhalten sollen?
> Ich kann mir schon vorstellen, daß das mit sehr viel Arbeitsaufwand
> verbunden ist.
>
Meiner Erfahrung nach geht der Lack immer ab!
Wenn dann wird nachlakiert, das sieht man erst n halbes Jahr später und dann
iss es auch nicht schöner!
Außerdem schadet ne kleine Stelle ohne Lack nicht, dass kann man ruhig
aufschieben, bis das Instrument eh neu lakiert wird!
> BTW: Du kannst nicht zufällig noch 3 Ventilposaunen und 2 Tuben
> gebrauchen? *G*
>
Grad heute nicht!
Ventilposaunen, PFUI!
Andreas
>Der Tubist unserer Philharmonie hat sich bei seiner Fünft-Tuba (eine
>Melton Handy) einfach den Trichter abgesägt, damit das Dingen noch in
>einen Koffer passt und er auch im Urlaub üben kann *GG*
Wahnsinn! Lemgo hat 'ne Philharmonie?
SCNR
Andreas
--
Das schöne an einem öffentlichen Medium ist, daß wir uns gegenseitig
nicht das Schreiben verbieten können.
(Rainer Blankenagel in de.soc.netzkultur)
>das ersetzen der korken am ventil-anschlag scheitert oft daran, dass die
>trompetenbauer einem nix abschneiden wollen von den neuen Kunststoffschlaeuchen,
>die man heutzutage verwendet. dann zahlt man schonmal nen zehner fuer 10 cm
>kunststoffstrang, ist aber auch noch ok.
Komm zu uns und du bekommst die Silikonteile auch zum cm Preis.
>und dass man auch alte trompeten durch putzen wieder recht ansehnlich hinbekommt,
>muss ich ja nicht weiter erzaehlen.
Das erinnert mich an meine erste, unlackierte Tuba. Ich war froh und
dankbar als sie durch ein lackiertes Instrument ersetzt wurde.
>warum also sollte man das als nicht-fachmann nicht machen???
Solange du es hinbekommst ist ja alles i. O. Es gibt aber Maschinen
bei denen mit deiner Methode nichts mehr zu machen ist. Hier kommt
dann der Instrumentenbauer ins Spiel.
Wir erleben aber immer wieder was "Baumarktkunden" bzw.
"Hobby-Bastler" so alles anrichten können. Mein Lieblingsbeispiel sind
abgerissene Mundrohre:
"Kein Problem, das festsitzende Mundstück bekomme ich mit der Zange
los" :-)
Der sofortige Weg in die Fachwerkstatt hätte einiges an Kosten
erspart.
Andreas
--
Wer sich defaultmäßig hinter einem Pseudonym versteckt, der sucht
nicht seinen Schutz vor Arschlöchern, der versucht zu verschleiern,
daß er ein Arschloch ist. (Jonas Luster in de.soc.netzkultur)
>Das geht afaik auf eine Sonderanfertigung für "Dizzie" Gillespie
>zurück, der sich in jungen Jahren wohl eine sehr merkwürdige, ganz
>nach unten gerichtete Haltung des Instruments angewöhnt hatte. Durch
>die Hochbiegung strahlt der Trichter dennoch aufs Publikum.
Alternativ dazu kommt noch das (wesentlich weniger aufwendige) Biegen
des Mundstücks in Frage.
Gruss
Andreas
--
Der Informationsgehalt Deiner Postings scheint zu schwinden. Drueck
mal den rotgruenen Knopf unten links! (Stefan Hager)
Klar sollte man sowas machen,
aber ich hab schon Schallstücke gesehen, die kaputt bzw. nicht mehr zu
richten waren, weil einer versucht hat ne Beule selber rauszudrücken und im
Endeffekt dann nichts mehr zu machen war!
Beim Instrumentenbauer hätts 5 min gedauert und in etwa ebensoviele Mark
gekostet (na gut, vieleich 10) und alles wär gut gewesen!
Man muss halt wissen, was man machen kann und was lieber n Fachmann mit
passendem Werkzeug macht!
Andreas
>obwohl ich mir vorstellen koennte, dass ein biegen in mundstuecknaehe
>doch ganz erheblich die resonanzen im instrument stoeren wuerde.. in
>schalltrichternaehe waere das nicht ganz so schlimm, denn da ist der
>eigentliche sound schon entstanden..
Dagegen steht, dass es etliche Trompeter gibt die mit gebogenen
Mundstücken spielen. Und das sind grösstenteils keine Amateure. Ganz
im Gegenteil ...
Andreas
--
"Musst du mir unbedingt meine schlechte Laune verderben?"
"Deine schlechte Laune ist aber eine leicht verderbliche Ware."
(Henning Sponbiel und Dieter Tikowsky)
>> Der Tubist unserer Philharmonie hat sich bei seiner Fünft-Tuba (eine
>> Melton Handy) einfach den Trichter abgesägt, damit das Dingen noch in
>> einen Koffer passt und er auch im Urlaub üben kann *GG*
>
> Wahnsinn! Lemgo hat 'ne Philharmonie?
> SCNR
Ne, Lemgo nicht.
Aber dafür Herford - wo ich übrigens auch wohne *G*
(http://www.nwd-philharmonie.de)
Hast wohl doch meine Postings nicht allzu aufmerksam verfolgt 8-)
>> BTW: Wer hat denn schon ´ne Pumpe? ts, ts, ts ...
>>
>
> Ich hab sowas, wird man zwar in Klassikkreisen manchmal schief angekuckt,
> aber macht trotzdem Spaß und iss billiger wie ne Monke!
:-)
Ich höhre öfters, daß man mit der Pumpe einfach "schneller" ist - kann
ich allerdings nicht nachvollziehen.
Ansonsten schätze ich grade für die Posaunenchöre die
"Pflegeleichtigkeit" der Drehventile. Schmeisst du nur ab und an mal
einen tropfen Öl drauf, evt. alle 2 Jahre mal auseinandernehmen und
generalreinigen.
Wenn ich da im Vergleich meinen Startrompeter sehe, der vor und nach
jeder Probe erst mal stundenlang seine Pumpe ölen und reinigen muss
.. Herzliches Beileid ;-)
>> Weils vielleicht hochwertige _lackierte_ Instrumente waren die
>> möglichst beim Entbeuelen keine Lackschäden erhalten sollen?
>> Ich kann mir schon vorstellen, daß das mit sehr viel Arbeitsaufwand
>> verbunden ist.
> Meiner Erfahrung nach geht der Lack immer ab!
Bei den letzten 3 Instrumenten, die ich zur Reparatur gebracht habe,
ging das defenitiv ohne Lackschäden. Nur wenn man ganz genau hinguckt
und weiß, daß da mal eine Delle war, kann man die grade noch
"erahnen".
> Wenn dann wird nachlakiert, das sieht man erst n halbes Jahr später und dann
> iss es auch nicht schöner!
> Außerdem schadet ne kleine Stelle ohne Lack nicht, dass kann man ruhig
> aufschieben, bis das Instrument eh neu lakiert wird!
Klar. Sieht zwar vielleicht nicht ganz so toll aus, tut aber der
Bespielbarkeit und Haltbarkeit des Instrumentes keinen Abbruch.
>> BTW: Du kannst nicht zufällig noch 3 Ventilposaunen und 2 Tuben
>> gebrauchen? *G*
>>
> Grad heute nicht!
> Ventilposaunen, PFUI!
Dewegen frage ich ja ;-)
> "Andreas Kilgus" schrieb <kil...@fuenfsieben.de> :
>
> >> Ich hatte hier letztens eine Kanne, wo ein Drehventil ums Verrecken
> >> nicht zum Laufen zu bekommen war. Letztendlich hat sich rausgestellt,
> >> daß die gesamte Maschiene in sich leicht verzogen war. Wie willst du
> >> denn da als Laie was richten wollen?
> >
> > Was, weder Schraubstock noch Gummihammer im Haus? ;-)
>
> Ne, leider nicht. Aber kann man die Kanne nicht einfach ein Stündchen
> bei 220 Grad in den Backofen schmeissen und dann handverformen?
Also wenn man vom Kirchenorgelspielen Hände bekommt, die das dann
aushalten, dann bleibe ich doch lieber bei meinen plastikumhüllten
Tonerzeugerplatinen. :-)
> SCNR
AOL.
Gruß
Andi
>Dagegen steht, dass es etliche Trompeter gibt die mit gebogenen
>Mundstücken spielen. Und das sind grösstenteils keine Amateure. Ganz
>im Gegenteil ...
>
>Andreas
bei microsoft arbeiten auch profis. *g*. aber nee, ich kenne mich mit
trompeten nicht wirklich aus, und ich hatte nur so ne vermutung. ich
lasse mich gerne eines besseren belehren...
Florian Schmidt wrote:
> obwohl ich mir vorstellen koennte, dass ein biegen in mundstuecknaehe
> doch ganz erheblich die resonanzen im instrument stoeren wuerde.. in
> schalltrichternaehe waere das nicht ganz so schlimm, denn da ist der
> eigentliche sound schon entstanden..
Hallo, Florian!
Es wird nicht am Instrument (das Mundrohr) gebogen, sondern das Mundstück wird
direkt hinter dem Kessel wirklich nur ein ganz kleines bisschen gebogen. Auf
die Länge des Instrumentes gesehen macht beim Trichter schon einige cm aus.
(natürlich muß sich auch die Handhaltung des Bläsers entsprechend ändern.) Der
Luftschwingung im Instrument ist es sowieso egal, ob sie nun geradeaus oder um
die Kurve schwingt. Den größten Einfluß auf den Klang des Instrumentes hat
ohnehin das Material und nicht die Form.
Grüße sendet
Andreas
Das ist so nicht ganz richtig. Jeder Bogen macht den Ton weicher. Vgl.
Trompete <=> Flügelhorn. Natürlich spiele noch andere Faktoren eine
Rolle, aber der typische Trompetensound entsteht durch möglichst
gestreckt Bauweise. Die leicht Biegung des Mudstücks / Bechers macht
wohl nicht viel aus, aber so wie du es formulierst ist das nicht
korrekt. ;-)
Gruß
Christian
>Am Thu, 15 Feb 2001 00:20:51 +0100 schrieb "Andreas Pilat"
><pi...@gmx.de> :
>
>Ansonsten schätze ich grade für die Posaunenchöre die
>"Pflegeleichtigkeit" der Drehventile. Schmeisst du nur ab und an mal
>einen tropfen Öl drauf, evt. alle 2 Jahre mal auseinandernehmen und
>generalreinigen.
ACK
>
>Wenn ich da im Vergleich meinen Startrompeter sehe, der vor und nach
>jeder Probe erst mal stundenlang seine Pumpe ölen und reinigen muss
>.. Herzliches Beileid ;-)
>
Liegt aber unter Umständen auch an einem gesteigerten Willen zur
Selbstdarstellung!
Klar sind Pumpen pflegeintensiver, aber manche "lokalen Stars" wollen durch
ihr Putzen nochmals auf ihr Können hinweisen.
cu c-laus
--
Werter Herr D.B. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie
künftig meine Beiträge in Ihr Killfilter fallen lassen. Danke.
(Ulf Herbers in Komtel)
>Kurve schwingt. Den größten Einfluß auf den Klang des Instrumentes
>hat ohnehin das Material und nicht die Form.
Und wieso klingt dann ein Flügelhorn anders ale eine trompete, bei
gleichem Material und gleicher Rohrlänge?
Gruß Erik
--
Man darf alles, man darf sich nur nicht erwischen lassen!
http://www.Ostertaler.de
http://www.AntrumNequam.de -- The wörst bänd in the wörld
>> Luftschwingung im Instrument ist es sowieso egal, ob sie nun geradeaus oder um
>> die Kurve schwingt. Den größten Einfluß auf den Klang des Instrumentes hat
>> ohnehin das Material und nicht die Form.
>
> Das ist so nicht ganz richtig. Jeder Bogen macht den Ton weicher. Vgl.
> Trompete <=> Flügelhorn.
Das ist auch leider daneben :-) , da ein Flügelhorn klassischer Bauart
genauso aussieht wie ne Trompete - nur eben ist das Rohr weiter, daher
der Klang weicher.
Wenn du dich auf die Kuhlo-Flügelhörner berufen willst - als
Gegenbeispiel gibts auch noch Taschentrompeten *G*
> Natürlich spiele noch andere Faktoren eine
> Rolle, aber der typische Trompetensound entsteht durch möglichst
> gestreckt Bauweise. Die leicht Biegung des Mudstücks / Bechers macht
> wohl nicht viel aus, aber so wie du es formulierst ist das nicht
> korrekt. ;-)
Genaugenommen geht es um die präzise "Tonansprache".
Sehr schön kann man das vergleichen, wenn man eine weite Baßposaune
mit herkömmliche Drehventil (womöglich noch doppelt gebogen) und eine
mit dem neuen Kegelventil spielt. Da liegen Welten zwischen ;-)
Phsyikalisch kann ich mir nur erklären, daß bei jedem Bogen im Rohr
Reflexionswellen entstehen, die das freie Schwingen der Luftsäule
beieinflussen.
>> Kurve schwingt. Den größten Einfluß auf den Klang des Instrumentes
>> hat ohnehin das Material und nicht die Form.
>
> Und wieso klingt dann ein Flügelhorn anders ale eine trompete, bei
> gleichem Material und gleicher Rohrlänge?
Weil der _Durchmesser_ des Rohres größer ist (sog. "weite Mensur")
und da der picture teil...
(der server antwortet nicht immer)
>weil hier der Eindruck aufkam, dass ich die Faehigkeiten von
>Instrumentenbauern nicht richtig einschaetzen koennte:
Wenn du dich auf mich beziehst: Sorry, das sollte keine Kritik sein.
Mir ging es nur darum aufzuzeigen, dass das ganze nicht so einfach
ist. Natürlich gibt es im Bereich Instrumentenreparatur sehr fähige
Laien. Aber man darf das nicht verallgemeinern.
Otto Normaltrompeter ist mit Sicherheit in der Werkstatt besser
bedient als wenn er sich selbst an die Reparatur begibt.
Andreas
--
Mannomann. Mannomannomann. (Henning Sponbiel)
Andreas Pilat schrieb:
>>>Pumpe oder Brezel?
>>
>>Brezel ;-)
>>
>>Was willst du auch bei einer Pumpe groß überarbeiten?
>>Da brauchst ja nur gut zu Ölen und mal regelmäßig putzen ...
>>
>>BTW: Wer hat denn schon ´ne Pumpe? ts, ts, ts ...
Erklärt mir jemand mal, was eine Pumpe und eine Brezel ist?
>>BTW: Du kannst nicht zufällig noch 3 Ventilposaunen und 2 Tuben
>>gebrauchen? *G*
>
>Grad heute nicht!
>Ventilposaunen, PFUI!
Das ist doch dann gar keine Posaune! Und Tuben habe ich auch genug.
Zumindest Zahnpastatuben.
Viele Grüsse
John Strieder
>>> BTW: Wer hat denn schon ´ne Pumpe? ts, ts, ts ...
>
> Erklärt mir jemand mal, was eine Pumpe und eine Brezel ist?
Es geht um die beiden bei Blechblasinstrumenten verwendeten
Ventilarten.
Mit "Brezel" ist das klassisch-deutsche Drehventil, mit Pumpe das
amerikanische Hubventil gemeint.
>>> BTW: Du kannst nicht zufällig noch 3 Ventilposaunen und 2 Tuben
>>> gebrauchen? *G*
>>
>> Grad heute nicht!
>> Ventilposaunen, PFUI!
>
> Das ist doch dann gar keine Posaune!
Dewegen ja ;-)
Die Teile sind eine absolute Fehlkonstruktion - zum einen stimmen die
einfach in der Intonation nicht, zum anderen sind die durch die
Maschine sehr "zuglastig", so daß die nur sehr schwer zu halten sind.
> Und Tuben habe ich auch genug.
> Zumindest Zahnpastatuben.
Aber ´ne goldene Kloschüssel hast du noch nicht?
Ist grade der ultimative Trend!
>>> Ventilposaunen, PFUI!
>>
>> Das ist doch dann gar keine Posaune!
>
>Dewegen ja ;-)
>
>Die Teile sind eine absolute Fehlkonstruktion -
Hmtja, aber versuch mal, auf einem Pferd reitend Zugposaune zu spielen
... ist afaik der einzige Sinn und Zweck dieser, ehm, Dinger.
>Joern....@t-online.de (Jörn Hänsch) schrieb:
>
>>>> Ventilposaunen, PFUI!
>>>
>>> Das ist doch dann gar keine Posaune!
>>
>>Dewegen ja ;-)
>>
>>Die Teile sind eine absolute Fehlkonstruktion -
>
>Hmtja, aber versuch mal, auf einem Pferd reitend Zugposaune zu spielen
>... ist afaik der einzige Sinn und Zweck dieser, ehm, Dinger.
Ich kenne einen Jazzposaunisten aus Bonn (Oliver Pospiech, viellecht
kennt den jemand) der wechselt zwischen Zug- und Ventilposaune, spielt
Soli meistens auf dem Ventilteil.
Was der so spielt hat Hand und Fuß, also durchaus eine sinvolle
Verwendung.
Gruß
--
Hubert Barth
Charta / FAQ für de.rec.music.machen: http://www.bigbands.de/faq.htm
Allgemeine Musiknewsgruppen-FAQ:
http://www.sockenseite.de/music-faq.html
Erik Huether wrote:
> Und wieso klingt dann ein Flügelhorn anders ale eine trompete, bei
> gleichem Material und gleicher Rohrlänge?
Hallo, Erik!
Hast natürlich recht. Das Material alleine machts natürlich nicht. Auch
die Mensur spielt eine erhebliche Rolle. (Obschon das natürlich zwei
eigenständige Instrumente sind!!!!) War zu wenig genau von mir. (Bekenne
mich schuldig ;-)) Der Unterschied Trompete - Flügelhorn ist ja schon
angesprochen. Ma kann natürlich auch die Instrumente Tenorhorn - Bariton
- und Posaune als Vergleich hernehmen.
Aber wenn wir nun bei einem Instrument bleiben, dann muß man natürlich
schon dem Material den größeren Einfluß zuschieben. Zum Beispiel wird
ein reines Messing Flügelhorn mit Sicherheit anders Klingen, als eines
aus Goldmessing mit Neusilbermaschine.
Mir fällt übrigens gerade ein guter Vergleich ein. Es gibt (gab?)
Es-Trompeten in kurzer und langer Bauweise. Klingen aber beide gleich.
Grüße sendet
Andreas.
P.S. Ich hoffe, daß ich das mit dem "Off Topic" richtig gemache habe
> Hast natürlich recht. Das Material alleine machts natürlich nicht. Auch
> die Mensur spielt eine erhebliche Rolle. (Obschon das natürlich zwei
> eigenständige Instrumente sind!!!!)
Blech ist Blech! :-)
Das es darin noch diverse Unterfamilien gibt, ist natürlich klar.
Warum willst du Flügelhörner und Trompeten als "eigenständige"
Instrumente deklarieren?
> Aber wenn wir nun bei einem Instrument bleiben, dann muß man natürlich
> schon dem Material den größeren Einfluß zuschieben. Zum Beispiel wird
> ein reines Messing Flügelhorn mit Sicherheit anders Klingen, als eines
> aus Goldmessing mit Neusilbermaschine.
Soweit ich mich erinnere, sorgen IMHO weichere Materialen zu einem
obertonärmeren Klang ...(wie auch eine weitere Mensur - beim Orgelbau
ist das übrigens auch nicht anders!)
> P.S. Ich hoffe, daß ich das mit dem "Off Topic" richtig gemache habe
Wieso? So OT ist das doch gar nicht ;-)
Kann es vielleicht sein, daß im Jazz in Sachen Intonation vielleicht
etwas andere Richtwerte gelten als in der klassischen Musik?
Ich habe zumindest noch keine Ventilposaune gespielt, die in sich
_stimmte_.
> Harald Masche <har...@convergence.de> meinte:
>
> >weil hier der Eindruck aufkam, dass ich die Faehigkeiten von
> >Instrumentenbauern nicht richtig einschaetzen koennte:
>
> Wenn du dich auf mich beziehst: Sorry, das sollte keine Kritik sein.
... nix fuer ungut, Kritik waere durchaus angebracht!
Meine Loetstelle, auf die ich am Freitag noch so stolz war, ist schon
wieder ab ;o))
>> Ich kenne einen Jazzposaunisten aus Bonn (Oliver Pospiech, viellecht
>> kennt den jemand) der wechselt zwischen Zug- und Ventilposaune, spielt
>> Soli meistens auf dem Ventilteil.
>> Was der so spielt hat Hand und Fuß, also durchaus eine sinvolle
>> Verwendung.
>
>Kann es vielleicht sein, daß im Jazz in Sachen Intonation vielleicht
>etwas andere Richtwerte gelten als in der klassischen Musik?
Durchaus.
>Ich habe zumindest noch keine Ventilposaune gespielt, die in sich
>_stimmte_.
Wie ist es denn dann mit anderen Ventilinstrumenten in der Klassik?
Warum soll eine Ventilposaune schlechter stimmen als ein Flügelhorn
oder eine Tuba?
>> Kann es vielleicht sein, daß im Jazz in Sachen Intonation vielleicht
>> etwas andere Richtwerte gelten als in der klassischen Musik?
>
> Durchaus.
Siehste - da ist der Effekt vielleicht sogar erwünscht ;-)
>> Ich habe zumindest noch keine Ventilposaune gespielt, die in sich
>> _stimmte_.
>
> Wie ist es denn dann mit anderen Ventilinstrumenten in der Klassik?
> Warum soll eine Ventilposaune schlechter stimmen als ein Flügelhorn
> oder eine Tuba?
Da muss ich wohl doch noch etwas weiter ausholen:
Bei 3 Ventilen, die rechnerisch nötig sind, um die ganze chromatische
Tonleiter abzudecken, kann jedes einzelne Ventil nicht auf jeden Ton
genau zugeschnitten sein - in der Regel sind die Töne, die z.B. auf
1-2-3 oder 2-3 gegriffen werden, automatisch in der Intonation zu
hoch. Das geht bauartbedingt gar nicht anders! (läßt sich allerdings
ganz gut minimieren und ist für den Laienbereich fast
vernachlässigbar)
Das ist auch der Grund, warum sich Bläser generell in einer "in der
Nähe ihrer Instrumentenstimmung beheimateten Tonart" so wohl fühlen.
Der gute alte Kuhlo wusste schon, warum er in den Posaunenchören
nur Instrumente mit "einheitlicher" Stimmung (In B) eingesetzt hat.
Die Tonart E-Dur z.B. als sehr empfindliche Tonart klingt dann zwar in
sich einheitlich, ist aber in aller Regel deutlich zu hoch angesetzt.
Wenn ich mit meiner F-Tuba in manchen PC´s mitspiele, habe ich
meistens deutliche Intonationsprobleme, obwohl ich eigentlich richtig
liegen sollte ;-)
Bei Posaunen wird z.B. das As ein kleines Stückchen tiefer gezogen als
das c´1, damit es in der Intonation stimmt. Bei Ventilinstrumenten ist
diese "kleine Korrektur" nicht ohne weiteres zu machen.
Profitrompeten haben dafür i.d.R. "Trigger" (=Ausgleichszüge) am 3.
und/oder 1. Ventil, die es erlauben, diese Töne dementsprechend nach
unten zu korrigieren.
Piccolotrompeten haben (wie übrigens auch Euphonien) eh 4 Ventile, die
dafür z.B. Ausgleichsgriffe erlauben. Zwischen 1-2-3 und 2-4 gibts
schon einen deutlichen Unterschied. (so z.B. auch zwischen 1-2 und 3)
Bei den weiten Instrumenten, den Hörnern, fällt es nicht ganz so ins
Gewicht wie bei den engen Instrumenten - da kann man von Grund auf
schon eher mehr über den Ansatz korrigieren.
Die Tuben haben i.d.R. 4 Ventile + zusätzlichen Trigger. Meine F-Tuba
hat z.B. 5 Ventile, wobei das 5te rechnerisch als 1 3/4-Ton-Ventil
ausgebaut ist - in der ganz tiefen Lage ("Pedalton") kommt dann da
z.B. im Endeffekt eine kleine Terz raus!
Das hört sich vielleicht alles etwas übertrieben, pingelig und
"Profilike" an - aber eine 3-Ventilige Ventilposaune ohne Trigger kann
selbst in einem Posaunenchor einen wortwörtliche ziemlich die Stimmung
versauen *GG*
Jörn Hänsch wrote:
> Blech ist Blech! :-)
> Das es darin noch diverse Unterfamilien gibt, ist natürlich klar.
> Warum willst du Flügelhörner und Trompeten als "eigenständige"
> Instrumente deklarieren?
Hallo, Jörn,
Also ich glaube schon, daß man hier zwei verschiedene Instrumente hat. Nur
weil die Bauform ähnlich ist darf man sie nicht in einen Topf werfen.
Abgesehen vom durchaus unterschiedlichen Klangcharakter haben beide auch
ganz verschiedene Verwendungen und im Orchester unterschiedliche Funktionen.
Daher glaube ich daß man von zwei Instrumenten sprechen muß.
> Soweit ich mich erinnere, sorgen IMHO weichere Materialen zu einem
> obertonärmeren Klang ...(wie auch eine weitere Mensur - beim Orgelbau
> ist das übrigens auch nicht anders!)
Ob das Material auf die Obertöne einen Einfluß hat möchte ich momentan nicht
bestätigen. (Kann es mir ehrlichgesagt schwer vorstellen) aber ich werd mal
in meinem Literaturschrank kramen und mich dann noch mal melden.
Grüße einstweilen
Andreas.
> > P.S. Ich hoffe, daß ich das mit dem "Off Topic" richtig gemache habe
>
> Wieso? So OT ist das doch gar nicht ;-)
Naja, von der Instrumentenreparatur zur "Instrumentenphilosophie" ist schon
ein kleiner Seitensprung. Aber macht ja nichts Hauptsache es regt sich
niemand auf. ;-))
>>> weil hier der Eindruck aufkam, dass ich die Faehigkeiten von
>>> Instrumentenbauern nicht richtig einschaetzen koennte:
> ... nix fuer ungut, Kritik waere durchaus angebracht!
> Meine Loetstelle, auf die ich am Freitag noch so stolz war, ist schon
> wieder ab ;o))
LOL!!!
Hallo Andreas,
> Also ich glaube schon, daß man hier zwei verschiedene Instrumente hat. Nur
> weil die Bauform ähnlich ist darf man sie nicht in einen Topf werfen.
Tu ich doch nicht ;-)
Aber weite wie enge Mensuren gehören nun mal zur Blechfamilie.
(Wobei die historischen Instrumente nachweislich sogar noch enger
mensuriert waren!)
Und Merkmal von Blechblasinstrumenten ist in erster Linie das
Kesselmundstück.
Bei der Orgel würde ich ja auch nicht auf die Idee kommen, jedes
Register als "eigenständiges Instrument" zu sehen, nur weil die
Mensuren oder das verwendete Material ein anderes ist!
> Abgesehen vom durchaus unterschiedlichen Klangcharakter haben beide auch
> ganz verschiedene Verwendungen und im Orchester unterschiedliche Funktionen.
Das musst du mir aber noch einmal erklären!
Davon ab, daß du im klassischen Orchester kein Flügelhorn sehen wirst
*G* werden Hörner und Trompeten grade in der Klassik-Epoche gleich
behandelt.
Schau mal in eine beliebige Haydn- oder Mozartpartitur!
> Daher glaube ich daß man von zwei Instrumenten sprechen muß.
Es ist höchstens eine _Untergattung_ der Blechblasinstrumente
(*Seufz*)
In den gängigen Büchern wird das übrigens auch so gesehen.
>> Soweit ich mich erinnere, sorgen IMHO weichere Materialen zu einem
>> obertonärmeren Klang ...(wie auch eine weitere Mensur - beim Orgelbau
>> ist das übrigens auch nicht anders!)
>
> Ob das Material auf die Obertöne einen Einfluß hat möchte ich momentan nicht
> bestätigen. (Kann es mir ehrlichgesagt schwer vorstellen) aber ich werd mal
> in meinem Literaturschrank kramen und mich dann noch mal melden.
Orgelpfeifen werden i.d.R. aus einer Blei-Zinn-Legierung hergestellt.
Je höher der Zinnanteil, desto mehr Obertöne und umgekehrt.
(auch hier bringen enge Mensuren auch einen obertonreicheren Klang)
> Grüße einstweilen
>
> Andreas.
Jörn
>>> P.S. Ich hoffe, daß ich das mit dem "Off Topic" richtig gemache habe
>>
>> Wieso? So OT ist das doch gar nicht ;-)
>
> Naja, von der Instrumentenreparatur zur "Instrumentenphilosophie" ist schon
> ein kleiner Seitensprung. Aber macht ja nichts Hauptsache es regt sich
> niemand auf. ;-))
Ein Betreffwechsel wäre schon angebrachter gewesen ;-)
>Und Merkmal von Blechblasinstrumenten ist in erster Linie das
>Kesselmundstück.
Nach dieser Definition wären das Horn kein Blechblasinstrument.
SCNR
Andreas
--
Leider gibt es noch keine Smileys, um amerikanischen Akzent zu
kennzeichen. (Johannes Poehlmann in de.org.ccc)
>> Und Merkmal von Blechblasinstrumenten ist in erster Linie das
>> Kesselmundstück.
> Nach dieser Definition wären das Horn kein Blechblasinstrument.
>
> SCNR
HÄH?!??! (Deutsches Fragewort mit 3 Buchstaben!)
Entweder bin ich jetzt zu müde oder zu besoffen um das jetzt zu
verstehen <§^)
> Andreas
Jörn
Jörn Hänsch <Joern....@t-online.de> wrote:
> Am Tue, 20 Feb 2001 23:47:52 +0100 schrieb Andreas Kemmer
>>> Und Merkmal von Blechblasinstrumenten ist in erster Linie das
>>> Kesselmundstück.
>> Nach dieser Definition wären das Horn kein Blechblasinstrument.
> HÄH?!??! (Deutsches Fragewort mit 3 Buchstaben!)
> Entweder bin ich jetzt zu müde oder zu besoffen um das jetzt zu
> verstehen <§^)
Das Horn (das komisch gewundene, bei dem man beim spielen eine Hand
in den Trichter steckt ;-) ) hat kein Kesselfoermiges Mundstueck.
Ein Schnitt durch das Mundstueck wuerde dir bei einem Horn eine
eher trichterfoermige Innenform zeigen (im Gegensatz zu den eher
kesselfoermigen Mundstuecken bei Trompeten und Posaunen).
Die Uebergaenge sind zwar z.T. fliessend, aber gerade ein solches
Horn ist ein Beispiel fuer ein Instrument mit (ueblicherweise)
extrem trichterfoermigem Mundstueck.
Tschuess,
Juergen Ilse (il...@asys-h.de)
--
Eingedeutschte Fehlermeldungen sind doch etwas | Juergen Ilse
schoenes: "Fundamentfehler" statt "socket error" | Internet POP Hannover
-----------------------------------------------------| Vahrenwalder Str. 205
Neu in de.comp.os.unix.linux.*? Lies die infos-Gruppe| 30165 Hannover
Jörn Hänsch <Joern....@t-online.de> wrote:
> Am Mon, 19 Feb 2001 14:19:55 +0100 schrieb Hubert Barth
>>> Ich habe zumindest noch keine Ventilposaune gespielt, die in sich
>>> _stimmte_.
Stimmt. Ventilinstrumente stimmen eigentlich niemals "von sich aus"
bei allen Toenen (ein technisches Problem, das man, mehr oder weniger
stark, eigentlich bei allen Ventilinstrumenten hat).
Siehe dazu auch den huebschen Spruch aus dem Buch "Querblechein":
Wozu ist der Stimmzug da? Tiefes C und tiefes H!
(gemeint ist der Stimmzug am dritten Ventil mancher Trompeten, den man
mit wenig Kraft auch beim spielen bewegen kann).
>> Wie ist es denn dann mit anderen Ventilinstrumenten in der Klassik?
Genauso.
>> Warum soll eine Ventilposaune schlechter stimmen als ein Flügelhorn
>> oder eine Tuba?
Auch da hat man das Problem (und muss, wenn man keine anderen Moeglich-
keiten, wie den oben erwaehnten Stimmzug hat) diese "Unstimmigkeiten"
durch seinen Ansatz ausgleichen. Das ausgleichen durch den Ansatz (Ton
treiben bei Toenen, die "2" gegriffen werden und Ton sacken lassen bei
Toenen die "1-3" oder "1-2-3" gegriffen werden) faellt bei weiter mensu-
rierten Instrumenten leichter.
> Da muss ich wohl doch noch etwas weiter ausholen:
> Bei 3 Ventilen, die rechnerisch nötig sind, um die ganze chromatische
> Tonleiter abzudecken, kann jedes einzelne Ventil nicht auf jeden Ton
> genau zugeschnitten sein - in der Regel sind die Töne, die z.B. auf
> 1-2-3 oder 2-3 gegriffen werden, automatisch in der Intonation zu
> hoch. Das geht bauartbedingt gar nicht anders! (läßt sich allerdings
> ganz gut minimieren und ist für den Laienbereich fast
> vernachlässigbar)
Genau das meinte ich weiter oben.
> Profitrompeten haben dafür i.d.R. "Trigger" (=Ausgleichszüge) am 3.
> und/oder 1. Ventil, die es erlauben, diese Töne dementsprechend nach
> unten zu korrigieren.
Der oben erwaehnte "Stimmzug" ;-)
> Piccolotrompeten haben (wie übrigens auch Euphonien) eh 4 Ventile, die
> dafür z.B. Ausgleichsgriffe erlauben. Zwischen 1-2-3 und 2-4 gibts
> schon einen deutlichen Unterschied.
Bei meiner (4-ventiligen) Tube greife ich grundsaetzlich "4" statt "1-3"
und grundsaetzlich "2-4" statt "1-2-3" (dann stimmt es besser bzw. ich
brauche mich nicht ganz so anzustrengen den Ton sacken zu lassen).
> Die Tuben haben i.d.R. 4 Ventile + zusätzlichen Trigger.
Nicht die relativ preiswerten Instrumente, die man ueblicherweise in
Posaunenchoeren vorfindet (da findet man i.d.R. nur 3- oder 4-ventilige
Tuben).
> Das hört sich vielleicht alles etwas übertrieben, pingelig und
> "Profilike" an - aber eine 3-Ventilige Ventilposaune ohne Trigger kann
> selbst in einem Posaunenchor einen wortwörtliche ziemlich die Stimmung
> versauen *GG*
Bei einem wirklich geuebten Blaeser mit gutem Gehoer und sehr gutem
Ansatz eher weniger. Das Problem bei der Ventilposaune ist nicht wesent-
lich groesser als bei Trompeten ohne Trigger (und die gibt es in den
meisten Posaunenchoeren durchaus noch des oefteren).
Tschuess,
Juergen Ilse (il...@asys-h.de)
--
Eingedeutschte Fehlermeldungen sind doch etwas | Juergen Ilse
schoenes: "Pfeife zerbrochen" | Internet POP Hannover
... wegen Ihres komischen Mundstuecks duerfen die Hornisten ja auch nicht in der
Blechblaeserabteilung des Orchesters sitzen, sondern muessen zum Holz ! ;-)
Harald
> Die Uebergaenge sind zwar z.T. fliessend, aber gerade ein solches
> Horn ist ein Beispiel fuer ein Instrument mit (ueblicherweise)
> extrem trichterfoermigem Mundstueck.
Man(n) lernt doch nie aus .... ;-)
> Wozu ist der Stimmzug da? Tiefes C und tiefes H!
> (gemeint ist der Stimmzug am dritten Ventil mancher Trompeten, den man
> mit wenig Kraft auch beim spielen bewegen kann).
Ich dachte, der wäre fürs tiefe Es? ;-))
BTW: In den 60ern wurden viele Posaunen mit _Sekund_-Ventil gebaut.
Warum?
Damit die bei Bachs "Gloria sei dir gesungen" im Schlussakkord das
tiefe Es spielen konnten ... *GG*
>> Piccolotrompeten haben (wie übrigens auch Euphonien) eh 4 Ventile, die
>> dafür z.B. Ausgleichsgriffe erlauben. Zwischen 1-2-3 und 2-4 gibts
>> schon einen deutlichen Unterschied.
>
> Bei meiner (4-ventiligen) Tube greife ich grundsaetzlich "4" statt "1-3"
> und grundsaetzlich "2-4" statt "1-2-3" (dann stimmt es besser bzw. ich
> brauche mich nicht ganz so anzustrengen den Ton sacken zu lassen).
Dann kommt es aber ganz drauf an, ob du das Quartventil auf C (hohe
Variante) oder auf F (tiefe Variante) gestimmt hast. Posaunisten
bevorzugen bekanntlich ersteres, weil man nach unten eh immer
korrigieren kann ;-)
Im Übrigen ist es auch ein Irrglauben, daß man sämtliche Züge immer
bis zum Anschlag ins Instrument stecken muss ...
Ich habe letztes Jahr von einem Orchestertubisten den Tip gekriegt,
das Instrument insgesamt etwas höher zu stimmen und dafür die
Stimmzüge etwas rauszuziehen - wirkt echt Wunder!
(Orchestermusiker haben ja eh allgemein die Tendenz, deutlich höher
als benötigt zu stimmen)
Auch wenn man durch Ansatz sicherlich viel korrigieren kann - es wird
anstrengender (vor allem nach oben!), und im Extremfall wird auch die
Tonqualität drunter leiden.
>> Die Tuben haben i.d.R. 4 Ventile + zusätzlichen Trigger.
>
> Nicht die relativ preiswerten Instrumente, die man ueblicherweise in
> Posaunenchoeren vorfindet (da findet man i.d.R. nur 3- oder 4-ventilige
> Tuben).
Was meinst du wohl, warum ich Moment für meinen PC eine
Vierventil-Tuba suche?
Zum einen wegen der Stimmung, zum anderen aber auch, weil die
Tonansprache in der Tiefe deutlich präziser ist.
> Bei einem wirklich geuebten Blaeser mit gutem Gehoer und sehr gutem
> Ansatz eher weniger. Das Problem bei der Ventilposaune ist nicht wesent-
> lich groesser als bei Trompeten ohne Trigger (und die gibt es in den
> meisten Posaunenchoeren durchaus noch des oefteren).
Du vergißt aber, daß ein Tubist schon 4mal soviel und ein Posaunist
doppelt soviel wie eine Trompete ausgleichen muss, was dann
Ansatztechnisch doch schon sehr schwierig ist.
Meine Trompeten haben das super im Griff (teilweise auch ohne Trigger)
- aber die Posaunen kriegen komischerweise das tiefe E absolut sauber,
während das H in der Regel absolut nicht stimmt ...
> > Das hört sich vielleicht alles etwas übertrieben, pingelig und
> > "Profilike" an - aber eine 3-Ventilige Ventilposaune ohne Trigger kann
> > selbst in einem Posaunenchor einen wortwörtliche ziemlich die Stimmung
> > versauen *GG*
wenn die Ventilposaunen im Bass eingesetzt werden, dann muessen sie halt dauernd
die kritischen Toene spielen ( C und H ).
Oftmals ist es aber auch so, dass die Ventilposaunisten nicht zu den
talentiertesten oder zumindest nicht die uebungsfreudigsten zaehlen ( sonst
wuerden sie ja Zugposaune spielen ;-) ). Und sie sind nicht schlimmer als eine
unbegabte Zugposaune...
Harald
( der in fruehester Jugend auch mal eine spielte, bevor ich dann zur Zugposaune
wechselte, bevor ich letztendlich dann fuer mich die Trompete entdeckte...) ;-)
>... wegen Ihres komischen Mundstuecks duerfen die Hornisten ja auch nicht in der
>Blechblaeserabteilung des Orchesters sitzen, sondern muessen zum Holz ! ;-)
Das sind ja auch die einzigen Blechbläser die genauso hoch spielen
könne wie wir im Holz. Deshalb gewähren wir den Glückspiralen auch
gerne Asyl ;-)
>Die Tuben haben i.d.R. 4 Ventile + zusätzlichen Trigger. Meine F-Tuba
>hat z.B. 5 Ventile, wobei das 5te rechnerisch als 1 3/4-Ton-Ventil
>ausgebaut ist - in der ganz tiefen Lage ("Pedalton") kommt dann da
>z.B. im Endeffekt eine kleine Terz raus!
3-ventilige B-Tuben sind IMHO genausowenig brauchbar wie 4-ventilige
F-Tuben. Die Intonation in der tiefen Lage ist eine Katastrophe. Das
ganz ist weniger ein musikalisches als eher ein mathematisches
Problem. Ich muss die Erklärung dafür mal raussuchen. So aus dem Stand
möchte ich sie nicht posten.
Es gibt drei Ansätze diese Intonationsprobleme zu umgehen:
1. Trigger (bzw. Sattel und Ring bei Trompeten) mit denen während des
Spiels die Zuglänge kurzfristig geändert werden kann.
2. zusätzliche Ventile mit längeren Zügen. So sind bei meiner F-Tuba
das 5. und 6. Ventil als längerer Halb-, bzw. Ganzton ausgelegt.
3. Kompensation. Beim betätigen der Ventile werden je nach Kombination
zusätzliche Rohrlängen hinzu geschaltet.
Trigger sind bei Tuben eigentlich Sonderzubehör, können allerdings
auch nachträglich eingebaut werden. Ich habe da schon die wildesten
Sachen gesehen.
Andreas
--
Merke: Das meiste, das man im WWW findet, ist Grundrauschen.
(Claus Schoenleber in de.org.ccc)
Die Hoehe war zu meiner Zeit als Hornist (ok, sie war nicht sehr lang) nicht so das
Problem. Aber ich habe nie verstanden, wie die Jungs ( sorry, in meinem Nachbarchor
gab es zwei klasse Hornistinnen, eine nach links, eine nach rechts ) so tief kommen
koennen auf diesen Mundstuecken...
Harald
>Trigger sind bei Tuben eigentlich Sonderzubehör, können allerdings
>auch nachträglich eingebaut werden. Ich habe da schon die wildesten
>Sachen gesehen.
Der bei weitem beste Tubist, den ich im letzten halben Jahr hören
durfte, bediente den entsprechenden Ventil-Stimmzug scheinbar jeweils
per Hand.
>> ... wegen Ihres komischen Mundstuecks duerfen die Hornisten ja auch nicht in der
>> Blechblaeserabteilung des Orchesters sitzen, sondern muessen zum Holz ! ;-)
>
> Das sind ja auch die einzigen Blechbläser die genauso hoch spielen
> könne wie wir im Holz. Deshalb gewähren wir den Glückspiralen auch
> gerne Asyl ;-)
LOL!
Aber ich frage mich grade, wieso die Sitzordnung eigentlich so ist,
wie sie heute ist ;-)
Immerhin gabs ja zwischendurch auch schon mal ein paar
"H.I.P."-Ansätze, die durchaus auch Vorteile haben, wie z.B. beim
Streichersatz die Bässe in die die Mitte zu stellen ...
>Immerhin gabs ja zwischendurch auch schon mal ein paar
>"H.I.P."-Ansätze, die durchaus auch Vorteile haben, wie z.B. beim ^^^^^^
>Streichersatz die Bässe in die die Mitte zu stellen ...
>
Hat das was mit der Babynahrung zu tun? ;-)
Klär mich doch mal auf, was das heißt.
Danke, c-laus
--
Werter Herr D.B. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie
künftig meine Beiträge in Ihr Killfilter fallen lassen. Danke.
(Ulf Herbers in Komtel)
>> Immerhin gabs ja zwischendurch auch schon mal ein paar
>> "H.I.P."-Ansätze, die durchaus auch Vorteile haben, wie z.B. beim ^^^^^^
>> Streichersatz die Bässe in die die Mitte zu stellen ...
> Hat das was mit der Babynahrung zu tun? ;-)
> Klär mich doch mal auf, was das heißt.
H.I.P.=Historische InterpretationsPraxis
Alles klar? ;-)