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Kontakt zu Orgelspielern

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Joern Haensch

unread,
Aug 29, 1997, 3:00:00 AM8/29/97
to

l...@uni-paderborn.de am 29.08.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:

>> Genau. Henning
>
>Wäre auch dafür. Daher gleich eine Frage:
>
>Ich habe eine feste Anstellung als Organist, muß also jeden Sonntag
>spielen. Da das aber nicht mein Hauptberuf ist und ich im Augenblick nur
>wenig Zeit zum Üben aufwenden kann, hätte ich Interesse an Orgelliteratúur,
>die zwar "was hermacht", aber leicht und schnell einzuüben ist. Gibt's da
>irgendwelche empfehlenswerte Sammelbände etc.?

Wenn du ev. bist, kann ich dir das "In Ewigkeit dich Loben" empfhelen -
setzt allerdings sehr gute Fertigkeiten vorraus!!
Es handelt sich dabei um das "amtliche" EG-Vorspielbuch - auf jeden Fall
eine Erleichterung für den GD.

Für Trauungen habe ich hier ein Band von "Noel Warstone": "Music for the
bride". Da stehen eine Menge auf Trauungen gewünschter Stückchen drin, und
auch ein paar schöne Knaller :)
Ist teilweise aber auch recht fies vom Blatt zu Spielen!

Dann gibts da noch die "organ Pops" von Nobert Linke, Diverse Stücke von
Alex Guilmant (Communion etc.) und die kleinen Sachen von Cesar Franck (zB
die Harmoniumstücke)

Dann habe ich hier noch die "Liber organi" Reihe, "Ausgewählte Stücke der
Romantik" von Schott. Für Fortgeschrittene sofort zum Blatt zu spielen,
für alle anderen nach einmal einstudieren jederzeit wieder spielbar.

Ansonstee benutze ich auch gerne das kleine Bach´sche Orgelbüchlein oder
die 30 kleinen von Reger :)

Vielleicht solltest du mal einen Schwierigkeitsgrad angeben (zum
Vergleich), dann wäre die Sache wesentlich einfacher!


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/./ /../ / / /../ @VEGADOME.DE Jörn Hänsch
/ / / /../ /../ &
/../ /../ / / / / @AMIGO.PING.DE PGP-Key per Request oder EB
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WiegandCJ

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

>> Hey - ein TU-ler, der Ahnung von Musik hat! (Und dann auch noch Physik!)
>> :)))
>>

Naja, es ist doch wirklich toll, daß es nicht nur Mehrfachbegabungen gibt,
sondern auch Leute, die aus solchen Mehrfachbegabungen was machen! In Bonn
führt Otto Depenheuer zur Zeit den ganzen L'orgue mystique-Zyklus von
Tournemire auf, und zwar an dem jeweiligen Sonntag in der Messe und
zusätzlich abschnittsweise mehrere Sonntags-Programme konzertant. Das
allein ist ja wohl schon ein jedenfalls für Deutschland einzigartiges
Projekt. Aber was das besondere ist: Depenheuer ist Jura-Professor mit
Orgel-Konzertexamen, gibt regelmässig noch weitere Konzerte in Bonn und
Umgebung und teilt sich nicht zuletzt mit zwei anderen A-Leuten die
Kirchenmusikerstelle an St. Elisabeth in Bonn.

Ich finde sowas toll.

Carl

Henning Giesler

unread,
Sep 2, 1997, 3:00:00 AM9/2/97
to

Joern Haensch wrote:

> gie...@physik.tu-chemnitz.de am 02.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:
>
> >Von Hesse gibt es ein kleines Heft mit romantischen Stücken, die relativ
> >leicht zu spielen sind (weil meist langsam).
> >Henning


>
> Hey - ein TU-ler, der Ahnung von Musik hat! (Und dann auch noch Physik!)
> :)))
>

> /./ /../ / / /../ @VEGADOME.DE Jörn Hänsch

... ist doch schließlich die Grundlage für Klangerzeugung, Akustik,
Harmonie, Orgelbau, ...
;-) Henning

Gerrit Bodde

unread,
Sep 3, 1997, 3:00:00 AM9/3/97
to

On 3 Sep 1997, D. Heinrich wrote:

> Augenblicklich arbeite ich an der "Suite =20
> gothique" von Bo=E9llmann. Da laesst sich sicher auch der zweite Satz =20
> verwenden. Der langsame eher fuer Abendmahl o.ae. Die Toccate von Debois =
=20
> wuerde ich ja gerne mal hoeren. laesst sie sich wohl leicht auswendig =20
> lernen?

Ja. Sie ist im =DCbrigen auf einigen Orgel-Samplern ("Great Toccatas",
"Organ Fireworks" "Per Anhalter durch die Orgel" und so (Titel sind NICHT
=FCberpr=FCft)) zu h=F6ren. (Bei gesteigertem Interesse kann ich einen kurz=
en
Ausschnitt als .wav-Datei gerne zusenden).=20
Die Aussagen zum Boellmann kann ich unterstreichen. (P.S. Wenn Du die
Boellmann-Toccata spielen kannst, wirst Du =FCber die Dubois-Toccata
allenfalls m=FCde kichern. Sie (Boellmanns Toccata) ist erheblich schwerer
als die von Dubois.)

Gerrit


Leonhard Voos

unread,
Sep 3, 1997, 3:00:00 AM9/3/97
to

On 3 Sep 1997, D. Heinrich wrote:

> > Ich habe eine feste Anstellung als Organist, muss also jeden Sonntag


> > spielen. Da das aber nicht mein Hauptberuf ist und ich im Augenblick nur

> > wenig Zeit zum Ueben aufwenden kann, haette ich Interesse an Orgelliteratur,
> > die zwar "was hermacht", aber leicht und schnell einzuueben ist. Gibt's da
> > irgendwelche empfehlenswerte Sammelbaende etc.?
>
> Improvisierst Du gerne? Das waere vielleicht auch noch eine Moeglichkeit.

Eher weniger gerne. Ich halte meine Improvisationsfähigkeiten für ziemlich
bescheiden.

> gothique" von Boéllmann. Da laesst sich sicher auch der zweite Satz

Vieles der Romantiker ist auf meiner Orgel gar nicht oder nur schlecht
darstellbar, von daher spiele ich sie im Augenblick nicht so gerne.

> verwenden. Der langsame eher fuer Abendmahl o.ae. Die Toccate von Debois

> wuerde ich ja gerne mal hoeren. laesst sie sich wohl leicht auswendig

> lernen?

Ich hatte dieses Stück nicht erwähnt, von daher kann ich nichts dazu
sagen.


Leo

Joern Haensch

unread,
Sep 3, 1997, 3:00:00 AM9/3/97
to

hf...@hrz.tu-chemnitz.de am 03.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:

>>Hey - ein TU-ler, der Ahnung von Musik hat! (Und dann auch noch Physik!)
>>:)))
>

>Nichts gegen TU-ler. In meinem alten Chor (30 Mann) waren wir sechs
>Elektrotechniker(in) die staerkste Berufsgruppe. Davon 2 C-scheinleute
>von insgesammt 3. :-)

Wo haben die den denn gekauft? :)

Mal im Ernst: je nachdem wo du zum C-Kurs gehst, hast du völlig krasse
qualitative Unterschiede. Ich habe in Dortmund zB 2 Jahre einmal die Woche
C-Kurs gehabt, und das war der absolute Witz - mir hats absolut nichts
gebracht. (Letzendlich haben die mich auch noch von der Prüfung
suspendiert, weil ich zufällig während des Prüfungszeitraum auf
Dienstreise war - obwohl dieser Termin schon wesentlich eher als der
Prüfungstermin feststand)
Das ist doch wohl irgendwie Klasse, oder ?!? :(

Bei uns sind mit 3 Leuten die stärkste Gruppe die Musikstudenten :)

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/./ /../ / / /../ @VEGADOME.DE Jörn Hänsch

Joern Haensch

unread,
Sep 3, 1997, 3:00:00 AM9/3/97
to

wieg...@aol.com am 03.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:

>Naja, es ist doch wirklich toll, daß es nicht nur Mehrfachbegabungen gibt,
>sondern auch Leute, die aus solchen Mehrfachbegabungen was machen! In Bonn
>führt Otto Depenheuer zur Zeit den ganzen L'orgue mystique-Zyklus von
>Tournemire auf, und zwar an dem jeweiligen Sonntag in der Messe und
>zusätzlich abschnittsweise mehrere Sonntags-Programme konzertant. Das
>allein ist ja wohl schon ein jedenfalls für Deutschland einzigartiges
>Projekt. Aber was das besondere ist: Depenheuer ist Jura-Professor mit
>Orgel-Konzertexamen, gibt regelmässig noch weitere Konzerte in Bonn und
>Umgebung und teilt sich nicht zuletzt mit zwei anderen A-Leuten die
>Kirchenmusikerstelle an St. Elisabeth in Bonn.
>
>Ich finde sowas toll.

Das ist sicher absolut bemerkenswert!

Hast du dal mal weitere Info´s/Termine?

Joern Haensch

unread,
Sep 3, 1997, 3:00:00 AM9/3/97
to

gie...@physik.tu-chemnitz.de am 03.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:

>> Hey - ein TU-ler, der Ahnung von Musik hat! (Und dann auch noch Physik!)
>> :)))
>>

>> /./ /../ / / /../ @VEGADOME.DE Jörn Hänsch
>

>... ist doch schließlich die Grundlage für Klangerzeugung, Akustik,
>Harmonie, Orgelbau, ...

... Orgelbau wohl weniger ;)

Joern Haensch

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

wieg...@aol.com am 04.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:

>Für die Dubois-Toccata braucht man nicht unbedingt eine große oder auch
>nur eine romantisch disponierte Orgel. Die klingt auch ganz gut (Puristen
>weghören) auf einer barock disponierten Orgel.

:))

Ich habe letztens in einem Konzert den a-Moll-Vhoral vob Cesar Franck auf
einer puren Barockorgel gespielt (duck weg)
(Danach eine Woche später auf einer rein romantischen...)

Wenn man ein bißchen Kompromissbereit ist, geht das alles!

Joern Haensch

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

l...@uni-paderborn.de am 04.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:

>> Improvisierst Du gerne? Das waere vielleicht auch noch eine Moeglichkeit.
>
>Eher weniger gerne. Ich halte meine Improvisationsfähigkeiten für ziemlich
>bescheiden.

Wenn man oft und viel spielt, sollte man sich so etwas auf Dauer aneigenen
- und so schwierig ist es wirklich nicht. Genauso sollte man ein gutes
Blattspielen beherrschen - Pfuschen gehört halt zum Beruf :)
Es erleichtert die Arbeit ungemein, wenn man sich auf den Sonntag außer
einmal Liederdurchfingern nicht vorbereiten muss ...

>> gothique" von Boéllmann. Da laesst sich sicher auch der zweite Satz
>
>Vieles der Romantiker ist auf meiner Orgel gar nicht oder nur schlecht
>darstellbar, von daher spiele ich sie im Augenblick nicht so gerne.

:)

Das ist auch ein Grund, weshalb ich nicht so ohne weiteres eine feste
Stelle annehmen würde - man ist einfach zu eingeschränkt.


(BTW: Kann es sein, daß meine News erst ziemlich spät nei euch ankommen?)

Joern Haensch

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

>>>für Trauungen, festliche Messen etc. bietet sich IMO auch Dubois'
>>>Toccata G-Dur an (aus den Douze Pieces).
Kannst du mal eine Quellenangabe rausrücken?

Joern Haensch

unread,
Sep 4, 1997, 3:00:00 AM9/4/97
to

ci...@woschlu.hb.north.de am 04.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:

>gibt es nicht so viel in Blindenschrift. Die Sammlung "In Ewigkeit Dich
^^^^^
Respekt!

Wie geht das denn überhaupt als Blinder im hauptamtlichen
Kirchenmusikerjob?
Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen ...

Manfred Dings

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

On 5 Sep 1997 10:29:16 GMT, wieg...@aol.com (WiegandCJ) wrote:

>Kirchenmusiker ausgebildeten Kinder als Registranten dabei). Der
>designierte Nachfolger Viktor Scholz' als Orgelsachverständiger des Bistums
>Aachen ist ein Schüler von Viktor Scholz. Alles klar?

Wer ist der designierte Nachfolger als Orgelsachverständiger?

Grüße,
Manfred Dings
--
#include <disclaimer.h>
Manfred Dings, m.d...@hmt.uni-sb.de
http://members.aol.com/DingsHMTSB/index.htm

D. Heinrich

unread,
Sep 5, 1997, 3:00:00 AM9/5/97
to

Hallo, miteinander,

WiegandCJ schrieb am 05.09.97 zum Thema "Re: Kontakt zu Orgelspielern":


> Orgelsachverständige Viktor Scholz die generelle Linie ausgegeben: nur noch
> rein mechanische Orgeln ohne alle Spielhilfen. Der Orgellehrer am Aachener
> Gregoriushaus Viktor Scholz bringt seinen Schülern bei, daß man auf solchen
> Orgeln alles spielen könne; er tue dies bei seinen Orgelkonzerten auch (...
> hat dabei aber stets seine Ehefrau und ein bis mehrere seiner als


> Kirchenmusiker ausgebildeten Kinder als Registranten dabei). Der

So ein "Genie" saß auch als Orgelsachverständiger bis vor kurzem in der
Hannoverschen Landeskirche. Klein ist sein Name. Sein Tick ist allerdings
doch noch etwas anders gelagert. Er würde am liebsten jede Kirche mit einer
Barokorgel ausstatten. Nur diese Orgeln sind seiner Meinung nach am
wenigsten anfällig. Ich kann mir übrigens nicht so viele Registranten
leisten wie Herr Scholz. Natürlich kann man alles auf jeder möglichen Orgel
spielen. Es ist nur die Frage, ob es einem auch gefällt, was da klanglich
rauskommt, und ob man das auch will.

> In unserer Gemeinde wird jetzt eine dreimanualige Metzler-Orgel mit ca. 45
> - 50 Stimmen gebaut, Pedal auf 32'-Basis, Hauptwerk auf 16'-Basis,
> Disposition im Schwellwerk recht französisch. Es gibt Koppeln III-II und
> I-II, nicht einmal, was wenigstens eine Zwischenstufe möglich machen würde,
> III-I; außerdem die üblichen Pedalkoppeln. Aber sonst: keinerlei
> Spielhilfen!

So wie Du die Orgel beschreibst klingt es, als ob das zweite Manual das
Hauptwerk wäre. In diesem Fall hätte man ja wirklich verschiedene
Koppelungsstufen zur verfügung. Kannst Du mir näheres über die
Werkaufteilung sagen? Soll es denn eine Romantische orgel (nur ohne
pneumatische Traktur)werden?

Der oben erwähnte Herr Klein hat in Schellaten eine Orgel mit kurzer Oktav
bauen lassen. Dort sitzt kein hauptamtlicher Organist. Die Spieler wechseln
wohl auch häufig. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß diese kurze Oktave
gewöhnungsbedürftig ist. Ich fände es ja in so einem Fall besser, den
Purismus Purismus sein zu lassen und etwas gebrauchsfreundlicher zu bauen.
Was sagt ihr dazu?

Daniel


Manfred Dings

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

On 06 Sep 1997 00:04:00 +0100, ci...@woschlu.hb.north.de (D. Heinrich)
wrote:

>Ich glaubte verstanden zu haben, daß Carl katholisch ist. Die Klosterkammer
>verfügt meines Wissens noch über etliche Gelder. Die waren bis jetzt besser
>dran als wir.

Nach 20 Jahren Orgeldienst in verschiedenen Gemeinden verschiedener
Konfession kann ich sagen: die Katholiken mögen reicher sein, aber die
Protestanten bezahlen besser.

Ich habe es aber auch erlebt, daß in einer großen, reichen (?)
Gemeinde der dortige Probst argumentierte: Sonntags muß du ja eh in
die Kirche, also kannst du da auch kostenlos die Orgel betätigen...

Kommentar überflüssig, schätze ich.

D. Heinrich

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

Hallo, miteinander,

Leonhard schrieb am 05.09.97 zum Thema "Re: Kontakt zu Orgelspielern":


> Vielleicht wirst Du ihn doch nicht erleben. Es zeichnet sich ab, daß den
> Kirchen das Geld ausgeht. In dem Zusammenhang wird übrigens schon von
> einigen Kirchenfunktionären ernsthaft erwogen, die nebenamtlichen Stellen
> in ehrenamtliche umzuwandeln.

Ich glaubte verstanden zu haben, daß Carl katholisch ist. Die Klosterkammer
verfügt meines Wissens noch über etliche Gelder. Die waren bis jetzt besser
dran als wir.

Daniel


Leonhard Voos

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

On Wed, 4 Sep 1997, Joern Haensch wrote:

> >> Improvisierst Du gerne? Das waere vielleicht auch noch eine Moeglichkeit.
> >Eher weniger gerne. Ich halte meine Improvisationsfähigkeiten für ziemlich
> >bescheiden.
> Wenn man oft und viel spielt, sollte man sich so etwas auf Dauer aneigenen
> - und so schwierig ist es wirklich nicht. Genauso sollte man ein gutes
> Blattspielen beherrschen - Pfuschen gehört halt zum Beruf :)
> Es erleichtert die Arbeit ungemein, wenn man sich auf den Sonntag außer
> einmal Liederdurchfingern nicht vorbereiten muss ...

Also, da spiele ich lieber die Lieder vom Blatt bzw. direkt aus dem
Gesangbuch mit einer ad-hoc-Begleitung. Ich denke, es gehört schon einiges
zum _abwechslungsreichen_ Improvisieren, sonst nervt man seine Gemeinde
immer mit derselben Spielart.

> >Vieles der Romantiker ist auf meiner Orgel gar nicht oder nur schlecht
> >darstellbar, von daher spiele ich sie im Augenblick nicht so gerne.

> Das ist auch ein Grund, weshalb ich nicht so ohne weiteres eine feste
> Stelle annehmen würde - man ist einfach zu eingeschränkt.

Ich kann damit leben und habe die Vorteile eines Vertrags (Weihnachtsgeld
etc.).

> (BTW: Kann es sein, daß meine News erst ziemlich spät nei euch ankommen?)

Also diese erst zwischen Freitag abend und Samstag morgen. :(


Leo

Ardenhl

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

Im Artikel <19970905102...@ladder02.news.aol.com>,
wieg...@aol.com (WiegandCJ) schreibt:

>In unserer Gemeinde wird jetzt eine dreimanualige Metzler-Orgel mit ca. 45
>- 50 Stimmen gebaut, Pedal auf 32'-Basis, Hauptwerk auf 16'-Basis,
>Disposition im Schwellwerk recht französisch. Es gibt Koppeln III-II und
>I-II, nicht einmal, was wenigstens eine Zwischenstufe möglich machen würde,
>III-I; außerdem die üblichen Pedalkoppeln. Aber sonst: keinerlei Spielhilfen!

Herzlichen Glückwunsch zur Wahl der Orgelbaufirma; das stilistische Profil
dieser schweizerischen Firma läßt ein Instrument mit Bezug auf den
klassische französischen Orgelbau erwarten. Vermutlich wird das I. Manual
als Rückpositiv gebaut, dann wäre eine Koppel III-I nicht unbedingt nötig,
da sich die beiden Werke nicht gut "vertragen".

Sicher sind Spielhilfen manchmal sehr praktisch, z.b. eine üppige
Setzeranlage. Doch muß man hier berücksichtigen, daß diese elektronischen
Bauteile nur eine Lebenserwartung von etwa 15-20 Jahren haben. Also muß die
Gemeinde in 20 Jahren wieder Geld zum Austausch dieser Teile aufwenden...
Mechanische Spielhilfen bringen da oft schon viel Erleichterung.

Bei aufwendigen Orgelstücken freu ich mich eigentlich auch immer auf die
Registrierproben mit einer charmanten Registrantin - das ist sehr dem
Drücken eines Sequenzerknopfes vorzuziehen. :-)

cu
Heiner

Joern Haensch

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

l...@uni-paderborn.de am 06.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:

>> Was hast Du denn für eine Orgel? Wie wärs dann mit
>> Buxtehudepräludien? Die sind eigentlich auch leicht spielbar,
>> allerdings wohl nicht vom Blatt.
>
>Ich habe eine 2-manualige vollmechanische Schleifladen-Orgel von
>Späth in Freiburg mit 11 klingenden Registern (2 Vorabzüge). Von der
>Klangfarbe der Register her kann man romantische Sachen gut spielen,
>aber es ist schwierig, Crescendi oder Decrescendi zu machen.
Versuchs mal mit den frühen Romantikern mit Terassendynamik. Das läßt sich
auch gut ohne Schweller darstellen.

Joern Haensch

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

l...@uni-paderborn.de am 06.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:

>> .. aber teilweise etwas gewöhnungsbedürftig wie zB die Toccata zu
>> "Christ ist erstanden"!
>> Die Nummer 321 (Nun danket alle Gott) solltest du mal spielen -
>> das ist völlig spassig :)
>
>Letzten Sonntag habe ich das Vorspiel zu 331 "Großer Gott, wir loben
>dich" von Flor Peeters gespielt, das kam auch gut an.

Mal gucken - vielleicht morgen früh :)

>> "Das Örgelbüchlein" - das ist das mit den netten Chöralen, an dem
>> kein Orgelschüler vorbeikommt :)
>
>Ich denke, wir meinen dasselbe.

Jau :)


>> Ravel: Pavane pur une infante défunte (Transcription)
>> (ziemlich modern und ruhig - es merkt keiner, wenn man sich
>> verspielt ..)
>
>Spielst Du das auch bei Beerdigungen? Der Titel reizt dazu. Das habe
>ich mal auf dem Klavier gespielt, obwohl die Orchester-Fassung
>vielmehr Klangeffekte hat, schließlich gilt Ravel nicht umsonst als
>Meister der Orchestrierung.

Ich hab´s bis jetzt nur einmal um die Osterzeit gespielt.
Du musst aber wirklich gut Registrieren können!

>> Guck auch mal diverse Bach-bände einfach mal durch - der Kerl hat
>> auch was spielbares geschrieben :) (zB die kleinen acht, diverse
>> Stücke ohne Pedal) Buxtehude ist eigentlich größtenteils auch sehr
>> einfach zu spielen.
>
>Aber den sollte man gut registrieren, sonst kann's für die Zuhörer
>schnell ermüdend werden, da ist mir der Aufwand meistens zu groß.

Es kommt ganz auf den Anlaß an - die kürzeren Stücke spiele ich meistens
in einer Standard-Barock-Registrierung, zumal ich hier auch keine Setzer
habe.

>Auch ganz nette Stücke gibt's von H.F. Micheelsen.

.. die dann auch noch recht einfach sind - ich weiss.

Joern Haensch

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

l...@uni-paderborn.de am 06.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:

>> Alles Gegenargumentieren auch recht prominenter Leute war
>> zwecklos. Meine Wette, daß ich (49 Jahre alt) noch den Umbau der
>> Registertraktur für viel rausgeschmissenes Geld erleben werde,
>> wollte leider niemand annehmen.


>
>Vielleicht wirst Du ihn doch nicht erleben. Es zeichnet sich ab, daß
>den Kirchen das Geld ausgeht. In dem Zusammenhang wird übrigens
>schon von einigen Kirchenfunktionären ernsthaft erwogen, die
>nebenamtlichen Stellen in ehrenamtliche umzuwandeln.

Noch schlimmer ist da die Umwandlung von hauptamtlichen in nebenamtliche
Stellen - und das wird mich auch persönlich treffen :(

Joern Haensch

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

wieg...@aol.com am 06.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:


>In unserer Gemeinde wird jetzt eine dreimanualige Metzler-Orgel mit
>ca. 45 - 50 Stimmen gebaut, Pedal auf 32'-Basis, Hauptwerk auf
>16'-Basis, Disposition im Schwellwerk recht französisch. Es gibt
>Koppeln III-II und I-II, nicht einmal, was wenigstens eine
>Zwischenstufe möglich machen würde, III-I; außerdem die üblichen
>Pedalkoppeln. Aber sonst: keinerlei Spielhilfen!

Falls es sich um eine barocke Orgel handelt, ist das sicherlich noch zu
verkraften.
Bei einer romantischen Orgel finde ich das völlig hirnsinnig und
unverständlich :(

Stephan Wilk

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

On Sat, 06 Sep 1997 07:21:13 GMT, m.d...@hmt.uni-sb.de (Manfred
Dings) wrote:


>
>Ich habe es aber auch erlebt, daß in einer großen, reichen (?)
>Gemeinde der dortige Probst argumentierte: Sonntags muß du ja eh in
>die Kirche, also kannst du da auch kostenlos die Orgel betätigen...

Tja, auf meine letzten zwei Bewerbungen als Organist kamen nicht mal
Rückmeldungen - Arroganz halt, aber was soll es. So habe ich zumindest
die Wochenenden frei.

>
>Kommentar überflüssig, schätze ich.
Ja.

>
>Grüße,
>Manfred Dings

Und Grüße
Stephan

<Nieder mit der Signatur, es lebe die Schlußzeile>

Stephan Wilk

unread,
Sep 6, 1997, 3:00:00 AM9/6/97
to

On 05 Sep 1997 23:48:00 +0100, ci...@woschlu.hb.north.de (D. Heinrich)
wrote:

>Hallo, miteinander,


>
>WiegandCJ schrieb am 05.09.97 zum Thema "Re: Kontakt zu Orgelspielern":
>
>
>> Orgelsachverständige Viktor Scholz die generelle Linie ausgegeben: nur noch
>> rein mechanische Orgeln ohne alle Spielhilfen.

[...]


>
>So ein "Genie" saß auch als Orgelsachverständiger bis vor kurzem in der
>Hannoverschen Landeskirche.

[...]


>Was sagt ihr dazu?
>
>Daniel
>

Tja, was sol man sagen. Letztes Jahr kam im Fernsehen eine Sendung, in
der sich der Kölner Orgelsachverständige Prof. Clemens G. meldete.
Eine Orgel wurde abgerissen und ersetzt, weil man auf der alten keinen
Bach spielen konnte (d.h. der Sachverständige konnte es nicht)!
Soso, dachte ich mir, als die Orgel vor einigen Jahren erbaut wurde,
konnten die damaligen Organisten auf so einer Orgel durchaus Bach
spielen. Man möge sich mal Aufnahmen mit der Welte Mignon Orgel
anhören, wo namhafte Organisten in den 20er Jahren Bachwerke
aufgenommen haben, soweit ich weiß, u.a. Karl Straube. Und dieses
Instrument hatte nur viele viele 8' und wenige 4', das war es schon.

Für mich das Fazit: diese "Sachverständigen" sind musikalisch im
Barock stehengeblieben, was seit der "Orgelbewegung" in den 50er
Jahren alles an Instrumenten zerstört wurde, die nicht als musikalisch
wertvoll galten, ist ein Trauerspiel.

Gottlob gibt es Gemeinden, die in den vergangenen Jahren kein Geld
hatten. Als Schüler hatte ich die Gelegenheit, eine voll pneumatische
Klasmeyer-Orgel spielen zu können (Kloster Möllenbeck). Zugegeben,
nicht einfach, wenn zwischen Taste und Pfeife bis zu ca. 6 Meter
Schlauch liegen, aber das Instrument war einfach klasse, viele
Streicher, Hochdruckregister (Cornett), leider nur eine Zunge, dafür
Super- und Suboktavkoppeln. Insbesondere zum Improvisieren geeigent,
für Fans von Reger und Zeitgenossen sicherlich auch das richtige.
Achja, ich vergaß, Bach konnte ich auch darauf spielen.

Wenn heute tatsächlich mal ein neues Instrument aufgebaut wird: für
mich sind vielfältige Koppeln (s.o.) und eine Crescendowalze
eigentlich unentbehrlich, genauso wie eintsprechende Presets.

MfG
Stephan

PS: wer tauscht mit mir Lochkarten für meine ALLEN - Orgel ?

WiegandCJ

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

Im Artikel <6dIlG...@woschlu.hb.north.de>, ci...@woschlu.hb.north.de
(D. Heinrich) schreibt:

>
>> In unserer Gemeinde wird jetzt eine dreimanualige Metzler-Orgel mit ca. 45
>> - 50 Stimmen gebaut, Pedal auf 32'-Basis, Hauptwerk auf 16'-Basis,
>> Disposition im Schwellwerk recht französisch. Es gibt Koppeln III-II und
>> I-II, nicht einmal, was wenigstens eine Zwischenstufe möglich machen würde,
>> III-I; außerdem die üblichen Pedalkoppeln. Aber sonst: keinerlei
>> Spielhilfen!
>

>So wie Du die Orgel beschreibst klingt es, als ob das zweite Manual das
>Hauptwerk wäre. In diesem Fall hätte man ja wirklich verschiedene
>Koppelungsstufen zur verfügung. Kannst Du mir näheres über die
>Werkaufteilung sagen? Soll es denn eine Romantische orgel (nur ohne
>pneumatische Traktur)werden?
>
>

Die derzeitig geplante Disposition:

II. Hauptwerk

Bourdon 16'
Principal 8'
Viola 8'
Hohlflöte 8'
Octave 4'
Spitzflöte 4'
Quinte 2 2/3'
Superoctave 2'
Mixtur V-VI 1 1/3'
Cornett V (ab c1)
Fagott 16'
Trompete 8'
Trompette en chamade 8'

I. Rückpositiv

Gedackt 8'
Quintade 8'
Principal 4'
Rohrflöte 4'
Nasard 2 2/3'
Octave 2'
Waldflöte 2'
Terz 1 3/5'
Larigot 1 1/3'
Scharf IV 1'
Krummhorn 8'
Vox humana 8'

III. Schwellwerk

Principal 8'
Salicional 8'
Voix cèleste 8'
Rohrflöte 8'
Octave 4'
Nachthorn 4'
Doublette 2'
Sesquialtera II-III
Mixtur V
Basson 16 '
Trompette 8'
Oboe 8'
Clairon 4'

Pedal

Principal 32'
Principal 16'
Subbass (Transm. aus HW) 16'
Octavbass 8'
Spitzflöte 8'
Octave 4'
Rauschpfeife V 2 2/3'
Bombarde 16'
Fagott (Transm. aus HW) 16'
Trompete 8'

Carl

WiegandCJ

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

Im Artikel <6dBS1...@pjoha.vegadome.de>, JO...@VegaDome.de (Joern
Haensch) schreibt:

> In Bonn
>>führt Otto Depenheuer zur Zeit den ganzen L'orgue mystique-Zyklus von
>>Tournemire auf, und zwar an dem jeweiligen Sonntag in der Messe und
>>zusätzlich abschnittsweise mehrere Sonntags-Programme konzertant. Das
>>allein ist ja wohl schon ein jedenfalls für Deutschland einzigartiges
>>Projekt. Aber was das besondere ist: Depenheuer ist Jura-Professor mit
>>Orgel-Konzertexamen, gibt regelmässig noch weitere Konzerte in Bonn und
>>Umgebung und teilt sich nicht zuletzt mit zwei anderen A-Leuten die
>>Kirchenmusikerstelle an St. Elisabeth in Bonn.
>>
>>Ich finde sowas toll.
>
>Das ist sicher absolut bemerkenswert!
>
>Hast du dal mal weitere Info´s/Termine?

Ich beziehe den Bonner Konzertkalender nur aus Nostalgie an meine
Studienzeit und werfe ihn nach dem Durchsehen leider gleich weg. Deshalb
muß ich im Moment passen. Termine und Infos gibt es aber bestimmt beim
Pfarramt St. Elisabeth, Schumannstrasse in Bonn.

Carl

WiegandCJ

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

Im Artikel <19970906182...@ladder02.news.aol.com>,
ard...@aol.com (Ardenhl) schreibt:

>
>Bei aufwendigen Orgelstücken freu ich mich eigentlich auch immer auf die
>Registrierproben mit einer charmanten Registrantin - das ist sehr dem
>Drücken eines Sequenzerknopfes vorzuziehen. :-)
>
>

Mag ja sein, aber häufig stellt sich doch die Frage: woher nehmen? ;-)))

Carl

WiegandCJ

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

Im Artikel <341004bb...@nntp.rz.uni-sb.de>, m.d...@hmt.uni-sb.de
(Manfred Dings) schreibt:

>
>>Kirchenmusiker ausgebildeten Kinder als Registranten dabei). Der

>>designierte Nachfolger Viktor Scholz' als Orgelsachverständiger des Bistums
>>Aachen ist ein Schüler von Viktor Scholz. Alles klar?
>
>Wer ist der designierte Nachfolger als Orgelsachverständiger?
>
>

Muß ich nochmal nachfragen, ein Kirchenmusiker aus Aachen selbst. Aber
heute ist Sonntag, und wen kann man da fragen?

Carl

D. Heinrich

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

Hallo, miteinander,

Joern schrieb am 04.09.97 zum Thema "Re: Kontakt zu Orgelspielern":


> Respekt!
>
> Wie geht das denn überhaupt als Blinder im hauptamtlichen
> Kirchenmusikerjob?
> Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen ...

Was genau kannst Du Dir nicht vorstellen? Prezisier doch mal, welchen
Aspekt meines Berufes Du genau meinst.

Daniel


Joern Haensch

unread,
Sep 7, 1997, 3:00:00 AM9/7/97
to

l...@uni-paderborn.de am 07.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:

>> Wenn man oft und viel spielt, sollte man sich so etwas auf Dauer
>> aneigenen - und so schwierig ist es wirklich nicht. Genauso sollte
>> man ein gutes Blattspielen beherrschen - Pfuschen gehört halt zum
>> Beruf :) Es erleichtert die Arbeit ungemein, wenn man sich auf den
>> Sonntag außer einmal Liederdurchfingern nicht vorbereiten muss ...
>
>Also, da spiele ich lieber die Lieder vom Blatt bzw. direkt aus dem
>Gesangbuch mit einer ad-hoc-Begleitung. Ich denke, es gehört schon
>einiges zum _abwechslungsreichen_ Improvisieren, sonst nervt man
>seine Gemeinde immer mit derselben Spielart.

Ich hasse nichts mehr, als mehrere Strophen eines Liedes in einer
Standardbegleitung (womöglich noch nach dem Choralbuch!) zu spielen.
Es gehört wirklich nicht viel dazu, einen Liedsatz in vorbarocker,
barocker, romantischer oder moderner Art zu spielen, zumal die
Charakteristika der verschiedenen Epochen ganz gut definiert sind.

Für die Vorspiele/Intonationen mag das natürlich sicherlich zutreffen,
zumal man sich da sehr gerne am eigenen Geschmack aufhält. Wenn man
allerdings etwas kreativ ist, kann man da auch eine Menge machen, ohne daß
das Vorspiel zum "Organistenzwirn" wird oder daß man das Vorspiel in die
Länge ziehen muß, weil man die Schlusskadenz nicht wiederfinden kann.

Wenn man die Choralimprovisation ganz gut draufhat, kann man sich selber
eine Menge Arbeit sparen.

Ungebundene Improvisationen mache ich eigentlich nur zum Ausgang, wenn ich
weiss, daß die Gemeinde in 20 sek die Kirche verlassen hat ... dafür
studier ich nicht extra ein großes Stück ein :)

>> Das ist auch ein Grund, weshalb ich nicht so ohne weiteres eine
>> feste Stelle annehmen würde - man ist einfach zu eingeschränkt.
>
>Ich kann damit leben und habe die Vorteile eines Vertrags
>(Weihnachtsgeld etc.).

Dafür hast du aber dauernd den selben langweiligen Pfarrer, immer nur die
selbe kleine und wahrscheinlich (ich hoffe es nicht!) beschissene Orgel
und die selbstverständlich nörgelnde Gemeinde.

Wir reden hier wohl hoffentlich von der nebenamtlichen Tätigkeit??

Du magst vielleicht ein bißchen mehr Geld verdienen (Wieviel, weiss ich
natürlich nicht), aber dafür bin ich völlig ungebunden, brauch nicht jeden
Sonntag/Feiertag morgens aufzustehen und kann mir vor allem die Jobs
aussuchen!
Und vom finanziellen her kann ich aufgrund meiner Leistung auch ohne
Probleme mehr als die popeligen 30,- pro GD nehmen ...

Ich spiele zB auch auf diversen B- und A-Stellen Vertretung, obwohl ich
eigentlich keine Qualifikation nachweisen kann. das ist sicherlich jedes
Mal eine Herrausforderung, und vor allem: man versumpft nicht so leicht
auf einer (relativ) anspruchslosen C-Stelle. Und die Leute sind immer
wieder begeistert, mal jemand anderes hören zu können ...

>> (BTW: Kann es sein, daß meine News erst ziemlich spät nei euch
>> ankommen?)
>
>Also diese erst zwischen Freitag abend und Samstag morgen. :(

Mist :(

Gerrit Bodde

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

On Wed, 4 Sep 97 9:22:00 GMT JO...@VegaDome.de (Joern Haensch) wrote:
>>>>f=FCr Trauungen, festliche Messen etc. bietet sich IMO auch Dubois'

>>>>Toccata G-Dur an (aus den Douze Pieces).
>Kannst du mal eine Quellenangabe rausr=FCcken?

Ich bin mir nicht sicher (Noten sind immer noch verliehen :( ), aber
aus dem Ged=E4chtnis w=FCrde ich Leduc sagen. Ganz sicher bin ich mir =
nur,
da=DF sie von einem franz=F6sischen Verlag waren, und entsprechend teuer
sind (~50,-) (nat=FCrlich f=FCr die Douze Pieces, nicht nur f=FCr die
Toccata - ich wei=DF nicht, ob es sie als Einzelausgabe gibt). Ich hatte
sie Seinerzeit telefonisch bei
<werbung>
Noten Bartels in Bremen bestellt (Tel.: 0421 - 32 59 89)
</werbung>
Die haben tierisch viel am Lager und schicken's per Rechnung zu.

Gerrit

P.S. Auf CD: Hans-Dieter Karras in der "Madeleine"; erschienen bei
Prospect (Aufnahme hat leider tierischschschschschsch viel Hall)
--=20
fort...@gmx.de
http://www.home.pages.de/~fortytwo/

Hans Steffani

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

JO...@VegaDome.de (Joern Haensch) writes:

>>Nichts gegen TU-ler. In meinem alten Chor (30 Mann) waren wir sechs
>>Elektrotechniker(in) die staerkste Berufsgruppe. Davon 2 C-scheinleute
>>von insgesammt 3. :-)

>Wo haben die den denn gekauft? :)

Der eine wahr Muenchener, der andere wohl aus der Pfalz (beide
evangelisch). Unser 3ter war uebrigens auch ein bayerischer, aber
Theologe von Beruf.

h.f.s.
--
Hans Friedrich Steffani
Institut fuer Elektrische Maschinen und Antriebe, TU Chemnitz
mailto:hans.s...@e-technik.tu-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de/~hfst/

WiegandCJ

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Im Artikel <341004bb...@nntp.rz.uni-sb.de>, m.d...@hmt.uni-sb.de
(Manfred Dings) schreibt:

>
>>Kirchenmusiker ausgebildeten Kinder als Registranten dabei). Der
>>designierte Nachfolger Viktor Scholz' als Orgelsachverständiger des Bistums
>>Aachen ist ein Schüler von Viktor Scholz. Alles klar?
>
>Wer ist der designierte Nachfolger als Orgelsachverständiger?
>
>

Ulrich Peters

Carl

Hans Steffani

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

ci...@woschlu.hb.north.de (D. Heinrich) writes:

>Was genau kannst Du Dir nicht vorstellen? Prezisier doch mal, welchen
>Aspekt meines Berufes Du genau meinst.

Ich denke das (kirchenmusikalische) Hauptproblem duerfte das sich
aneignen neuer Literatur sein. Und das waehre dann meine Praezisierung
der Frage.

Ich hab' einmal bei einer blinden/stark Sehbehinderten Frau gesungen.
Das ging meistens recht normal, nur musste ich mich staerker konzen-
trieren, da es oft nicht hiess "von Takt xy" sondern "von der Stelle
wo der Sopran einsetzt".

Hans Friedrich *einfach nur neugierig* Steffani
PS:
Ich hab das Subject hoffentlich geeignetet umgebaut.

Leonhard Voos

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

On Sat, 7 Sep 1997, Joern Haensch wrote:

> Ich hasse nichts mehr, als mehrere Strophen eines Liedes in einer
> Standardbegleitung (womöglich noch nach dem Choralbuch!) zu spielen.
> Es gehört wirklich nicht viel dazu, einen Liedsatz in vorbarocker,
> barocker, romantischer oder moderner Art zu spielen, zumal die
> Charakteristika der verschiedenen Epochen ganz gut definiert sind.

Prinzipiell gebe ich Dir recht. Aber ich denke auch, daß beim
Gemeindegesang der Text der Lieder im Vordergrund stehen sollte, daher
finde ich eine zu abwechslungsreiche Begleitung überzogen. Ich weiß nicht,
ob Du katholisch oder evangelisch bist, aber bei uns Evangelen sucht
meistens der Pfarrer die Lieder aus, und wenn er sich dabei Mühe macht,
haben die dann auch einen Bezug zur Predigt.

> Ungebundene Improvisationen mache ich eigentlich nur zum Ausgang, wenn ich
> weiss, daß die Gemeinde in 20 sek die Kirche verlassen hat ... dafür
> studier ich nicht extra ein großes Stück ein :)

Bei mir bleibt die Gemeinde beim Nachspiel sitzen, wie sich das gehört :-)

> >> Das ist auch ein Grund, weshalb ich nicht so ohne weiteres eine
> >> feste Stelle annehmen würde - man ist einfach zu eingeschränkt.
> >
> >Ich kann damit leben und habe die Vorteile eines Vertrags
> >(Weihnachtsgeld etc.).
>
> Dafür hast du aber dauernd den selben langweiligen Pfarrer, immer nur die
> selbe kleine und wahrscheinlich (ich hoffe es nicht!) beschissene Orgel
> und die selbstverständlich nörgelnde Gemeinde.

Ich weiß nicht, welche negativen Erfahrungen Du da gemacht hast, aber es
gibt auch Pfarrer, mit denen man gut zusammen arbeiten kann. Meine Orgel
ist klein aber fein! Meine Gemeinde sagt nichts, wenn ihr etwas nicht
gefällt und lobt mich sogar, wenn ein Vor- oder Nachspiel gut ankam.

> Du magst vielleicht ein bißchen mehr Geld verdienen (Wieviel, weiss ich
> natürlich nicht), aber dafür bin ich völlig ungebunden, brauch nicht jeden
> Sonntag/Feiertag morgens aufzustehen und kann mir vor allem die Jobs
> aussuchen!

Verstehe ich. Urlaub habe ich natürlich auch, und darüber hinaus kann ich
mit anderen Leuten tauschen oder Vertretungen nehmen, die ich bar bezahle.

> Und vom finanziellen her kann ich aufgrund meiner Leistung auch ohne
> Probleme mehr als die popeligen 30,- pro GD nehmen ...

In der westf. Landeskirche bekommt man als Vetretung 35,-- + Fahrgeld. In
meiner Gemeinde kommt keiner sonntags an die Orgel, der mehr als den
üblichen Satz will. Wenn der erste 50,-- bekommen hat, findet man nachher
keinen mehr, der es für das normale Geld macht. Bei Trauungen mit
Extrawünschen ist das natürlich was anderes.


Leo

--------
| PC² / /| Leonhard Voos
| / / | Paderborn Center for voice: +49 5251 60 6382/3
| / / | Parallel Computing fax: +49 5251 60 6297
| / / | Fürstenallee 11 mail: l...@uni-paderborn.de
| / / | 33102 Paderborn http://www.uni-paderborn.de/pc2/
--------


Gerrit Bodde

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Hallo!

On Sat, 7 Sep 97 19:44:00 GMT JO...@VegaDome.de (Joern Haensch) wrote:
>Ungebundene Improvisationen mache ich eigentlich nur zum Ausgang, wenn =
ich =20
>weiss, da=DF die Gemeinde in 20 sek die Kirche verlassen hat ... daf=FCr=
=20
>studier ich nicht extra ein gro=DFes St=FCck ein :)

Ich pers=F6nlich finde es zwar toll, wenn ich nach 30 sec. mit meinem
(Orgel-)Nachspiel fertig bin, aber andererseits finde ich es teilweise
wirklich nervig, wenn (a) die Leute w=E4hrend des Nachspiels rauslaufen
und (b) sich dabei (meistens recht laut) unterhalten (die Orgel mu=DF ja
immerhin =FCbert=F6nt werden). Bisweilen bringt meine Gemeinde es sogar
fertig, w=E4hrend des Schlu=DF*lieds* rauszugehen: wenn der Pastor nach
einer Strophe seinen Knicks macht, und geht, ich aber noch eine zweite
Strophe anzeige und spiele, ist sicherlich nach der Strophe nur noch
ein Drittel der Gemeinde in der Kirche. (Und dazu braucht es nicht
Lieder, wie "O Mensch, bewein Dein S=FCnde gro=DF" - meine Gemeinde
schafft das auch bei "Nun danket all und bringet Ehr")

Gerrit
--=20
fort...@gmx.de
http://www.home.pages.de/~fortytwo/

D. Heinrich

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Hallo, miteinander,

Joern schrieb am 06.09.97 zum Thema "Re: Kontakt zu Orgelspielern":


> Noch schlimmer ist da die Umwandlung von hauptamtlichen in nebenamtliche
> Stellen - und das wird mich auch persönlich treffen :(

Bist Du also auch hauptamtlich angestellt?

Daniel


D. Heinrich

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Hallo, miteinander!

Vom 30.9. bis 4.10.97 wird in Wernigerode von der Fachgruppe Musik des DVBS
(Deutscher Verein blinder und sehbehinderter in Studium und Beruf)
angeboten. In diesem Seminar geht es um Chorleitung für blinde
Kirchenmusiker und Chorleiter. Es geht darum herauszuarbeiten, welche
Möglichkeiten ein Blinder hat, um musikalische Abläufe einem Chor
anzuzeigen. A-Kirchenmusiker Uwe Schüssler wird den Kurs anleiten. Die
Teilnehmer wurden gebeten, nach möglichkeit eine Begleitperson
mitzubringen, die sowohl als Helfer dem Blinden zur verfügung steht, als
auch singen kann. Ich suche jemanden, der in der Nähe von Munster, also
zwischen Hannover und Hamburg wohnt. Wer hat Zeit und lust, sich auf dieses
Unternehmen einzulassen? Die Teilnahmekosten von DM350 werden von mir
übernommen.

Kantor Daniel Heinrich

D. Heinrich

unread,
Sep 8, 1997, 3:00:00 AM9/8/97
to

Hallo, miteinander,

Hans schrieb am 08.09.97 zum Thema "Blinder Organist (war: Kontakt zu Orgelspielern)":


> Ich denke das (kirchenmusikalische) Hauptproblem duerfte das sich
> aneignen neuer Literatur sein. Und das waehre dann meine Praezisierung
> der Frage.

Das läßt sich gar nicht so in Kürze beantworten. Natürlich ist es mir nicht
so ohne weiteres neu erschienene Fachbücher oder Zeitschriften lesen.
Theoretisch könnte ich mit dem Scanner und der Sprachausgabe am Computer
zwar schon, aber das würde sehr lange dauern. Für Musik wird die Sache noch
etwas verzwickter. Eigentlich gibt es so die gängigsten Stücke bereits
übertragen in Blindenschrift. Die Übertragungen basieren aber meistens auf
heute als veraltet angesehenen Ausgaben. Z.B. kann man viele von Francks
Werken in Frankreich bestellen und bekommt dann Nachdrucke, deren Original
1912 oder so gedruckt worden ist. Seit einem Jahr werden in Deutschland
leider keine Noten mehr übertragen, weil es der Verein zur Förderung der
Blindenbildung (VzFB) in Hannover für wichtiger hält, Eismannkataloge zu
drucken. Das bedeutet für die blinden Musiker, daß sie sich ihre Noten aus
Frankreich, Dänemark, Holland, London, Zürich oder den USA für teures Geld
übertragen lassen müssen, wenn es sie noch nicht gibt. Noten zu kaufen ist
auch nicht gerade billig. Z.B. kosteten mich die 7 Textbände, die 3
Notenbände, Der Anhang, der nur den Text enthält und die 3 Bände
Liederkunde & Bekenntnisse usw. DM200 gekostet. Chorliteratur gibt es nur
Glöz, Grothe und gesellige Zeit. Chor Aktuell vermisse ich ebenso, wie Ars
Plastika oder Grothe Band II mit den romantischen Stücken. Alles, was ich
mit meinem Chor mache, muß ich mir von jemandem auf Band spielen lassen,
möglichst jede Stimme einzeln mit gesprochener Textverteilung, und dann
schreibe ich es nach Gehör in Blindennotenschrift um. Das ist eine ziemlich
mühsame Viehcherei. Einige meiner blinden Kollegen verwenden - leider
unentgeltlich - ihre Frau zum Übertragen. Solange sie Zeit und Lust hat,
ist das ja auch kein Problem. Meine Kollegen sehen diese Arbeiten als
selbstverständlich an, was ich nicht okay finde. In einem Fall sieht es mit
der Ehe nicht gerade gut aus, aber die Frau wehrt sich nicht mehr, weil sie
weiß, daß ihr Mann sie dann mit seiner Hilflosigkeit unter Druck setzt.

Der zweite Weg, der im Augenblick probiert wird, ist, daß man ein Programm
entwickelt hat, über das sehende Musiker ohne Kenntnis der
Blindennotenschrift Noten eingeben können. Dies geschieht mit einfachen
Codes, die wirklich leicht lernbar sind. 1e2 wäre eine eingestrichene halbe
Note e. Das Programm erledigt die Übertragung automatisch. Die dann
entstandne Asciidatei kann der Blinde dann alleine noch nachbearbeiten,
Abschnitte verändern usw.

Daniel


Michael Schulze

unread,
Sep 9, 1997, 3:00:00 AM9/9/97
to


Joern Haensch <JO...@VegaDome.de> schrieb im Beitrag
<6dRWc...@pjoha.vegadome.de>...
> l...@uni-paderborn.de am 07.09.97 zum Thema Re: Kontakt zu Orgelspielern:


>
>
> Ungebundene Improvisationen mache ich eigentlich nur zum Ausgang, wenn

ich
> weiss, daß die Gemeinde in 20 sek die Kirche verlassen hat ... dafür
> studier ich nicht extra ein großes Stück ein :)
>
Brauchst Du ja auch nicht, kurze "Rausschmeißer" oder auch andere kleinere
Stücke tun es auch. Vielleicht kann man die Gemeinde ein wenig "erziehen"
und sagen, einmal im Monat gibts was "richtiges" zum Schluß - alle sitzen
bleiben!?
Gruß M. Schulze
Kantor an St. Marien Kyritz mit Reubke-Orgel von 1873

Michael Schulze

unread,
Sep 9, 1997, 3:00:00 AM9/9/97
to


D. Heinrich <ci...@woschlu.hb.north.de> schrieb im Beitrag
<6dUo$6lj...@woschlu.hb.north.de>...


> Hallo, miteinander,
>
> Hans schrieb am 08.09.97 zum Thema "Blinder Organist (war: Kontakt zu
Orgelspielern)":
>

Hallo, zusammen,
kennst Du den blinden Organisten Holm Vogel in Leipzig - meines Erachtens
ein Klasse-Organist, hab ihn während meines Studiums kennengelernt.
Vielleicht läßt sich von ihm auch noch einiges erfahren.

D. Heinrich

unread,
Sep 10, 1997, 3:00:00 AM9/10/97
to

Hallo, miteinander,

Michael schrieb am 09.09.97 zum Thema "Re: Blinder Organist":


> kennst Du den blinden Organisten Holm Vogel in Leipzig - meines Erachtens
> ein Klasse-Organist, hab ihn während meines Studiums kennengelernt.
> Vielleicht läßt sich von ihm auch noch einiges erfahren.

Wir hatten schon viel voneinander gehört und haben uns dann während des
Kirchentages getroffen. Wir hatten beide beim selben Lehrer unterricht,
einem blinden Kantor aus Berlin. In einem Konzert habe ich ihn über "Der
Mond ist aufgegangen" im klassischen Stil (Mozart) improvisieren hören. Es
war phantastisch. Wenn wir nicht so weit auseinander wohnten, würde ich
glatt bei ihm Unterricht nehmen. Wir stehen im Erfahrungsaustausch.

> Kantor an St. Marien Kyritz mit Reubke-Orgel von 1873

Wo liegt denn Kyritz? Wenn ich darf würde ich Dich gerne mal besuchen, um
Deine Orgel zu besichtigen.

Daniel Heinrich
Kantor an St. Urbani Munster


Michael Vilgis

unread,
Sep 19, 1997, 3:00:00 AM9/19/97
to

In article <3418d7c3...@news.rrzn.uni-hannover.de>, fort...@gmx.dew
says...

>Ich pers=F6nlich finde es zwar toll, wenn ich nach 30 sec. mit meinem
>(Orgel-)Nachspiel fertig bin, aber andererseits finde ich es teilweise
>wirklich nervig, wenn (a) die Leute w=E4hrend des Nachspiels rauslaufen
>und (b) sich dabei (meistens recht laut) unterhalten (die Orgel mu=DF ja
>immerhin =FCbert=F6nt werden). Bisweilen bringt meine Gemeinde es sogar
>fertig, w=E4hrend des Schlu=DF*lieds* rauszugehen: wenn der Pastor nach
>einer Strophe seinen Knicks macht, und geht, ich aber noch eine zweite
>Strophe anzeige und spiele, ist sicherlich nach der Strophe nur noch
>ein Drittel der Gemeinde in der Kirche. (Und dazu braucht es nicht
>Lieder, wie "O Mensch, bewein Dein S=FCnde gro=DF" - meine Gemeinde
>schafft das auch bei "Nun danket all und bringet Ehr")
>
>Gerrit


ein lied nach dem gd macht eigentlich keinen sinn. wenn schon, dann sollte der
pfarrer wenigstens dableiben, sonst vergiss es.
bei mir bleiben eigentlich immer leute zum nachspiel sitzen, weil (1) der
pfarrer selbst sich manchmal nochmal hinsetzt und zuhört (2) der pfarrer an
festtagen meist ein besonderes nachspiel ankündigt (ohne zu wissen, was kommt)
(3) und das in der gemeinde dadurch tradition geworden ist. funktioniert aber
nur, wenn der pfarrer auch was für musik übrig hat.
ein einfaches durchkomponiertes nachspiel ist meist effektvoller als
organistenzwirn.
noch'n tip:
john stanley: voluntaries

michael

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