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AVM-Preamp-Tuning mit OPA 134

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peter münch

unread,
Feb 16, 2001, 4:42:20 PM2/16/01
to
Ein Bekannter hat den Ur-AVM-Preamp (der mit den NE 5534) durch den
Austausch der IC`s getunt. Klangunterschied nach seinen Worten: Gigantisch.
Er ersetzte die Ne`s durch den Überflieger von Burr-Brown OPA 134. Da der
Operationsverstärker auch in vielen Highendgeräten zu finden ist, stellt
sich mir die Frage:

Wer hat Erfahrungen mit den neuen Audio-IC`s von BB?


Patrick Frankenberger

unread,
Feb 17, 2001, 4:34:39 AM2/17/01
to

"peter münch" <chmu...@talknet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:Gbhj6.7306$0o5.2...@news.tli.de...

Guck mal unter www.headwize.com im DIY-Forum, ich glaube da wirst du
genügend Reviews von dem OPA134 und von allen möglichen anderen OP-Amps
finden, allerdings in Englisch (mit "search" im Forum suchen geht schneller
als in der Liste alle zu durchsuchen...)

Die befassen sich zwar dort eigentlich mit Kopfhörern bzw.
Kopfhörerverstärkern, aber es würde mich sehr wundern, wenn die Ergebnis
nicht direkt auf Vorverstärker oder andere Hifi-Geräte übertragbar sind.

Allerdings ändert sich der OP-Amp der von den Forumsteilnehmern favorisiert
wird alle paar Monate/Wochen, wenn jemand ein anderes Modell ausprobiert hat
und er noch besser ist als der vorherige.

Folgende OP-Amps wurden für gut befunden:
OPA132, OPA134, OPA228, OPA627 (von BB)
AD825, AD797 (von Analog Devices)
LM6171 (von National Semiconductors)

Allerdings nicht als Austausch-Opamp, da sie Teilweise eine andere Bauform
haben, oder eine andere Vorsorgungsspannung benötigen.

Patrick


Peter Sauter

unread,
Feb 17, 2001, 4:45:45 AM2/17/01
to

Ich habe die JRC2114er meines Marantz CD63KI-Players gegen OPA2134er ausgetauscht. Der JRC2114er ist ein aufgepeppter NE 5532er.
Beide sind
Dual-OPs. Die Funktion im CD-Player ist nicht als Pufferverstaerker sondern
als dahinter geschaltete Analog-Filterung (liegt am D/A-Wandler NPC SM5872
der keinen eingebauten Analog-Filter hat).
Es gibt aber auch Leute die genau die JRC2114er gegen obigen OPA bei
anderen CD-Playern erfolgreich getauscht haben (dort als Pufferverstaerker).
Am besten empfehle ich dir mal die Datenblaetter der jeweiligen OPS zu vergleichen (habe ich auch gemacht). Ich habe auch vorher
mal einen OPA2604er
in meinem Cd-Player ausprobiert aber der gefiel mir klanglich nicht so
(aehnliche "spitze" Hoehen wie der JRC2114er). Der Bereich wurde bei mir mit
Sockeln ausgelegt so das ich beliebige OPAs da ausprobieren und hoeren konnte.
Im speziellen Fall bei meinem CD-Player fuehren ich den besseren Klang
in den hoehen durch die BB OPA2134er IMHO auf die besseren THD-Werte des OPAs
im Gegensatz zum JRC2114er und OPA2604er zurueck. Leider kann ich das hier
nur spekulativ formulieren da ich kein Ossi habe um ggf. da mal am analog
Filter nachzumessen. Inzwischen wurde der Player noch weiter getunt und
er klingt nochmals besser (hier wurden besser Siebelkos an der Stromverorgung
eingesetzt, bessere Elkso bzw. das ganze HDAM-Modul ueberbrueckt und hinten
WIMAs Filmkondensatoren eingesetzt (die die hinten vor dem Cinchausgang hingen). Auch wurde ein bessere Quarz eingesetzt
(Empfehle HyQ-Quarze. Die
werden auch in diesem LC-Clockmodul eingesetzt. Nur wenn man den Quarz alleine
wechselt ists billiger und hat IMHO den gleichen Effekt. Die bei den meisten
CD-Playern verwendeten Quarze sind wirklich von erschreckend billigster
Qualitaet und wesentlich ungenauer. Sie sind aber der wichtige Taktgeber
fuer den D/A-Wandler.

Christian Tergusek

unread,
Feb 17, 2001, 1:05:13 PM2/17/01
to

Hi,

>
> Wer hat Erfahrungen mit den neuen Audio-IC`s von BB?
>
Hab gerade meine aktivweiche fertiggebaut. hab verschiedenen OpAmps von AD,
BB, und ST probiert.
am besten fand ich die 134-er serie von BB.
Sehr klar, und keine 'scharfen' Höhen mehr.
Wenn du die möglichkeit hast an der Spannungsversorgung der OpAmps was zu
machen solltest du 17.5-18V nehmen.
denn je höher die spannung, desto kleiner der Klirrfaktor.

Grüße
Chris


Andreas Hünnebeck

unread,
Feb 18, 2001, 5:37:22 PM2/18/01
to
In article <Gbhj6.7306$0o5.2...@news.tli.de>,

Ich hab den OPA134 in meiner Selbstbauvorstufe (siehe meine Homepage)
in der zweiten Stufe des Phonovorverstärkers und in der Hochpegelstufe
eingesetzt, außerdem im Compositeverstärker und in der Ausgangsstufe
meines Sony-Tuners (dort als Dualversion). Für niedrige Quellimpedanzen
(MC-Phono) rauscht er zu sehr, da hab ich LT1028 genommen.

Ich fand den OPA(2)134 auch besser als den OPA(2)604, die Höhen sind
angenehmer.

--

Tschau
Andreas
- - - - - - - -
Andreas Huennebeck | email: and...@huennebeck-online.de (KEINE WERBUNG)
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- - - - - - - -

Peter Sauter

unread,
Feb 19, 2001, 1:32:12 AM2/19/01
to

"Andreas Hünnebeck" wrote:

> Ich fand den OPA(2)134 auch besser als den OPA(2)604, die Höhen sind
> angenehmer.

Deckt sich exakt mit meinen Tuningerfahrungen im CD-Playertuning
(hier OPAs als Filter). Die 2604er klangen mir pers. zu "Spitz" in den Hoehen.
Da ich Sockel eingeloetet hatte, konnte ich beide gegenhoehren (jetzt habe
ich zwei 2604er uebrig)

Dieter Strecker

unread,
Feb 19, 2001, 1:15:29 AM2/19/01
to


Nach einer Anregung in www.audioasylum.com, wo man jede Menge Diskussion zu dem
Thema findet, habe ich die LM6171 bzw. LM6172 in meinem Cd-Player eingebaut, die
deutlich besser als alle vorher gehoerten OPs waren. Zum testen kann man die auch
mal gesockelt anhoeren, ihre volle Qualitaet wird aber erst im eingeloeteten
Zustand deutlich. Bei der Spannungsversorgung unbedingt das Datenblatt beachten,
da sonst Schwingneigung besteht (deshalb funktionieren sie auch mit Sockeln nicht
ganz optimal). Bezugsquelle ist www.schuro.de .


Dieter

--
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Mathias Myka

unread,
Feb 19, 2001, 5:04:26 AM2/19/01
to
am 17.02.2001 19:05 Uhr schrieb Christian Tergusek unter
te...@sbox.tu-graz.ac.at folgenden News-Beitrag:

>
> Wenn du die möglichkeit hast an der Spannungsversorgung der OpAmps was zu
> machen solltest du 17.5-18V nehmen.
> denn je höher die spannung, desto kleiner der Klirrfaktor.

Konntest Du das meßtechnisch verifizieren?

IMHO bringt eine Erhöhung der Versorgungsspannung nur dann was, wenn das zu
erwartende Eingangssignal etwa gleich groß ist wie die Versorgungsspannung.
In typischen Audio-Vorstufen-Schaltungen ist dies jedoch nicht der Fall, und
die +/- 3 V mehr reißen's im Zweifelsfalle auch nicht raus. Außerdem:
Sämtliche Spezifikationen des OPA 134 werden bei +/- 15 V gemessen und
ändern sich lt. Datenblatt durch Änderung der Versorgungsspannung nicht
nennenswert. Dies gilt auch und insbesondere für den Klirrfaktor (THD+Noise
< 0,0004% im Audio-Spektrum, bei 1 kHz: 0,00008 % bei 2 kOhm Last). 18 Volt
Versorgungsspannung sind der _absolut_ zulässige Grenzwert, für den eine
Funktion des Opamps noch garantiert wird !

Das einzige, was mit einer Erhöhung der Versorgungsspannung in diesem Fall
erreicht wird, ist eine beschleunigte Alterung der Bauteile, weil insgesamt
mehr Verlustleistung in Wärme umgewandelt wird.

Gruß
Mathias
--
Tonstudio Mathias Myka, 87700 Memmingen
E-Mail: m...@myka.de
Web : http://www.myka.de/m7records/

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