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Interview mit einem Audioentwickler (vorsicht lang!!!, 24 kB)

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Klaus Kr. (KK)

unread,
May 4, 1999, 3:00:00 AM5/4/99
to
Einige interessante Punkte sind in dem Text zu finden, die für Zündstoff
sorgen werden ;-)
--
Gruß
Klaus
____________________________________________
Große Schatten werfen ihre Ereignisse voraus

INTERVIEW mit dem Dipl. Ing. der Elektrotechnik
Michael PAVISCHITZ
Entwickler und Hersteller der Dynaudio Vor- und End-verstärker
„Arbiter“ und der „Horch“-Verstärker ( und
D/A-Wandler) als eigenes Produkt.
von Markus Belzer
Unser letztes Interview liegt ja nun schon einige Jahre zurück. Ich
freue mich, daß ich heute erneut bei Ihnen
sein darf, um auch Informationen quasi aus erster Hand zu erhalten. Wie
ich sehe, läuft sich gerade ein Gerät
‘warm’, das ich noch nicht kenne.
Ja, der »Line-Silencer«. Silence kommt von Ruhe. Es handelt sich um ein
Gerät, das die Gleichspannung aus
dem Netz kompensiert und damit das Geschehen beruhigt.
Verursacher können unterschiedliche elektrische Haushaltsgeräte sein,
z.B. Staubsauger, Haartrockner, Kaffeemaschinen
u.a. Sie erzeugen dadurch, daß sie die Netzspannung asymmetrisch
belasten (entweder die
positive oder die negative Halbwelle stärker), eine Gleichspannung auf
dem Netz. Diese Gleichspannung
erzeugt nun bei Netztransformatoren den unangenehmen Effekt, daß das
Magnetfeld in eine Richtung driftet
und bei verlustarmen Ringkerntransformatoren -nicht nur die in den
HORCH-Endstufen, das Problem haben
auch viele andere Hersteller- gerät das Magnetfeld der Transformatoren
irgendwann einseitig in die Sättigung.
Der Trafokern kann das dann nicht mehr umsetzen und gerät letztlich ganz
böse ins Brummen. Ironischer-weise
ist es so, daß höherwertige Trafo’s viel eher dazu neigen. Dadurch daß
sie verlustärmer sind, gerät das
Magnetfeld früher an die Grenzen. Einzige Möglichkeit ist, entweder
einen schlechteren Netztransformator
in die Geräte einzubauen (davon raten wir ab); besser ist es , diesen
Fehler eben zu beseitigen.Ich habe vor
über einem Jahr begonnen, mir Gedanken darüber zu machen und dieses
Gerät ist dabei herausgekommen.
Es mißt auf der Netzleitung die Gleich-spannung und arbeitet in vier
Stufen. Der Mittelwert der Gleichspannung
wird auf einem Wert unter 3 Millivolt gehalten. Es ist ein sehr geringer
Wert, zum Vergleich kann man sagen,
daß sehr empfindliche Endstufen schon bei einem Wert von 15 bis 20
Millivolt Gleichspannung auf dem Netz
anfangen können zu brummen.
Sehr starkes Brummen haben Sie zum Beispiel bei 60 Millivolt, wenn es
also schon beginnt richtig lästig und nervig zu
werden. In diesem Gerät befindet sich also eine Regelung, die die
Gleich-spannung mißt und so ausregelt, daß sie unter
dem Wert von 3 Millivolt bleibt.
Ist der »Line-Silencer« auch ein Netzfilter?
Nein, denn HF-Netzfilter empfehle ich überhaupt nicht. Statt dessen
empfehle ich die EMS-Netzkabel von
uns zu verwenden, die zwar wie ein HF-Filter wirken, aber nicht
unbedingt deren Nachteile besitzen. HF-Filter
filtern zunächst mal Hochfrequenz. Das ist soweit o.k. Sie haben aber in
der Regel den Nachteil, daß
man zu dem vorhandenen Innenwiderstand der Leitung und der
Quellinduktivität (das ist ja schon schlimm
genug, denn eine perfekte Spannungsquelle hätte 0-Ohm und keine
Induktivität als Innenwiderstand) ein
Netzfilter einfügt.
Es enthält unter anderem Spulen, die einen Innenwiderstand haben. Im
Grunde genommen sind das bei
einigen Netfiltern auch hörbare Nachteile. Es filtert zwar wirklich die
HF aus (das ist der Vorteil), der Nach-teil
ist, daß sie die Quellimpedanz der Netzleitung zusätzlich erhöhen und
das kann dann in bestimmten
Fällen klanglich nach hinten losgehen.
Wenn Sie zum Beispiel nachts Musik hören, dann sind ja diese ganzen
Geräte alle aus und man sollte davon
ausgehen, daß das Netz relativ sauber ist. Trotzdem merken Sie, daß die
Netzfilter etwas tun, also eine
Verbesserung da ist. Da muß man sich natürlich fragen, wo kommt diese HF
jetzt noch her?
Dann werden Sie feststellen, daß die HF gar nicht aus Ihrer Steckdose
kommt. Einerseits haben Sie zusätzli-che
HF sozusagen aus der Luft (z.B. Funktelefone, Radiosender usw.) und
andererseits kommt hinzu, daß die
Geräte selber ein deutliches Maß an HF erzeugen (übrigens eine
interessante Erkenntnis). Das heißt, daß zum
Beispiel ein Endverstärker und zwar ist es da speziell das Netzteil,
durchaus ein enormes Hochfrequenz-spektrum
in das Netz einspeist und durch den Netzstecker oder Verteiler in den
Vorverstärker gelangt. Wenn
Sie da ein Netzfilter einfügen, dann kann es sein, daß sie durchaus eine
Verbesserung haben.
Wenn sie allerdings einen Endverstärker haben, der HF von vorneherein
gar nicht verursacht (zum Beispiel
unsere Geräte tun das nicht), dann werden Sie feststellen, daß das
Netzfilter keine Verbesserung bringt. Dann
müßten sich im Ernstfall sogar die Nachteile auswirken, nämlich die
Verschlechterung der Impe-danz.
Seit gut zwei Jahren -seit wir selbst die Möglichkeit haben im eigenen
Hause prü-fen zu können- produzieren wir unsere
Geräte so, daß sie spektral absolut rein sind. Das sind ja Geräte, die
in Audio-Ketten verwendet werden sollen
und diese Audio-Geräte sind nun mal hochempfindlich für
diese Hochfrequenz. Deshalb ist es für uns unglaublich wichtig, nicht
nur die Grenzwerte einzuhalten, die
vorgegeben sind, sondern absolut das Machbare zu machen, also möglichst
den Wert -0- zu erreichen.
Wenn Sie sich diesen »Line-Silencer« zum Beispiel nehmen, dann ist das
Gerät so gemacht, daß überhaupt
keine Störung in das Netz eingespeist wird und auch keine Schaltspitzen
verursacht werden. Das Gerät ist
absolut spektral rein und eliminiert effektiv nur die Gleichspannung.
Meßtechnisch ist bei diesem Gerät
keine Hochfrequenz nachweisbar, ebenso wie bei unserem DC-Supply für die
neue Geräte-Generation.
Damit wären wir bei der nächsten Frage. Sie haben es schon kurz
angesprochen: die neue Geräte-Generation.
Was können Sie darüber sagen?
Richtig. Wir haben ja schon seit langem angekündigt, einen neuen
D/A-Wandler herauszubringen.
Zwischenfrage: Im Gespräch war eine Preiskomponente von etwa 6 bis
7.000.-DM. Ist es dabei geblieben?
Wenn man einen D/A-Wandler herausbringt, dann stellt sich sofort die
Frage: welches Laufwerk schließe ich
daran an, also womit speise ich das Gerät mit Daten? Da müßte ich im
Moment, wenn ich ganz ehrlich bin,
passen. Man könnte sich behelfen und ein Laufwerk, das man gerade hat,
mit seinem Digitalausgang am
Wandler anschließen. Es wird aber nicht das Ergebnis bringen, das
möglich ist, d.h. der Wandler würde
deutlich besser sein.
Eine Möglichkeit gibt es heute leider nicht mehr, das CD-Laufwerk MB
1000 von Nakamichi. Ich habe diese
Laufwerke modifiziert; das biete ich auch nach wie vor an. Das Laufwerk
kommt dann klanglich in die
Richtung, daß man sagen kann, es ist dem Wandler ebenbürtig.
Können Sie an dieser Stelle einmal ein paar Worte zur Digitltechnik
überhaupt sagen?
Diese Technik ist im Grunde genommen überhaupt noch nicht ausgereizt.
Man kann sagen, daß von den 16-
Bit die ursprünglich als Information auf einer CD drauf sind,
offensichtlich nicht alle da ankommen, wo sie
hinsollen. Von der Abtastung bis zur analogen Spannung die aus dem
Wandler herauskommt, läuft noch
einiges schief.Ich bin der Überzeugung und den Beweis trete ich
jederzeit gerne an, daß unsere heutige
Technik noch nicht einmal die 16-Bit-Technologie beherrscht.
Nehmen Sie z.B. CD-Player. Wenn Sie 16 Bit nominell haben, dann sind das
nicht 16 Bit effektiv, die da
herauskommen. Abtastfehler (Interpolation), ungenaue Fehlerkorrektur
u.a. muß man eigentlich von dieser
nominellen Auflösung herunterrechnen.
Ich bin der Meinung, daß aus jedem handelsüblichen CD-Player -gemessen
am Analog-Ausgang- nicht mehr
als 14 Bit effektiv überhaupt herauskommen. Es ist dann schon
merkwürdig, wenn man von der Einführung
einer 24-Bit-Technik spricht, wo man die 16-Bit-Technik noch nicht
sauber beherrscht.
Frage: Einen guten Ruf genießen eigentlich auch Philips-Laufwerke. Wie
ist deren Technik zu bewerten.
Schließlich war Philips doch einmal Vorreiter in Sachen CD und
CD-Laufwerk?
Die sind eigentlich gar nicht schlecht. Ich habe mal Erfahrungen
gesammelt mit einem CD-M 9 Laufwerk.
Im Moment gibt es das Spitzenlaufwerk, das CD-M 12 Pro. Das sind sehr
gut gemachte Sachen, die
sehr weit entwickelt sind, durch die ganze CD-ROM-Geschichte. Dadurch
entsteht eine enorme Menge, also
ein riesiger Massenmarkt, wodurch die Preise unten sind. Es ist als
nicht möglich,
durch diese Preise, eine hochwertige Technik zu realisieren.
Computer-Laufwerke laufen heute fast alle
mit 12- oder 24-fach-Speed, neuerdings sogar mit 36-fach-Speed. Wenn man
also mit 24-facher Geschwin-digkeit
die Daten von der CD herunterließt, müßte es eigentlich möglich sein,
dies richtig auch mit einfacher
Geschwindigkeit zu schaffen. Zwischen CD-ROM Laufwerken und
Audio-CD-Laufwerken muß man inso-fern
unterscheiden, daß der Computer die Möglichkeit hat, sobald er
feststellt, daß er Fehler heruntergelesen
hat, einach die gleiche Spur noch einmal zu lesen und wenn das immer
noch nicht reicht, dann geht er einfach
mit der Geschwindigkeit runter. Das geht natürlich nicht mit einer
Audio-CD. Da sind sie darauf angewiesen,
einen nicht unterbrochenen, gleichmäßigen Datenstrom zu gewährleisten
Ich verstehe eigentlich nicht, war-um
Hersteller nicht hingehen und die Audio-CD mit doppelter oder vierfacher
Geschwindigkeit in einen
Zwischenspeicher einlesen, dort blitzschnell die Informationen
vergleichen und dann eine ganz andere Mög-lichkeit
haben, die fehlerfreien Informationen zu erkennen und auch andere
Interpolationsmöglichkeiten sich
ergeben.
Welche Verbesserungen haben sich bei Ihrer Geräte-Palette (1.2 / 2.4 /
3.0 und 3.0 S) seit der Einführung
Ihres CE-Meßplatzes ergeben?
Wir haben bei allen Geräten das Netzteil verbessert, insofern, das HF
die durch den Gleichrichter entsteht,
eliminiert wird. Das ist eigentlich bei allen kommerziellen Netzteilen
so, wo Brückengleichrichter drin ver-wendet
werden. Diese erzeugen Hochfrequenz.
Ist das erst durch die Einführung verbesserter Meßmethoden möglich
geworden, oder hätte man das schon
vorher wissen können?
Ja, das hätte man auch vorher schon wissen können.Allerdings vermutet
man nicht unbedingt bei solchen
Geräten, daß sich Dinge im UKW-Bereich abspielen. In der Regel hat ein
Niederfrequenz-Techniker auch
keine Meßgeräte zur Verfügung, die eigentlich für einen ganz anderen
Bereich vorgesehen sind. Wie man
daran wieder einmal erkennt, kann man eigentlich garnicht weit genug
ausholen. Es ist auch wahnsinnig
interessant zu sehen, was unter HF-technischer Betrachtung herauskommt,
wenn man solche Geräte über-prüft.
Kann man also schlußfolgern, daß die CE-Prüfung durchaus Sinn macht?
Die macht in einigen Punkten Sinn, in einigen Punkten ist sie natürlich
auch völlig hirnrissig. Ein Beispiel
dazu: CD-Player und Wandler müssen CE geprüft werden. Diese Geräte sind
prädestiniert dafür, Hochfrequenz-störungen
oder Störstrahlungen zu erzeugen, nicht nur übers Netz, sondern auch
über die Audio-Anschlüsse.
Die strahlen HF aus, das ist geradezu beeindruckend, witzigerweise nur
nicht in dem Bereich, der durch die
CE-Prüfung gefordert wird. In diesem Bereich verhalten sie sich ganz
friedlich. Da ich die Möglichkeit habe
breitbandiger zu messen ( bis 2 Gigahertz), habe ich mir mal den Spaß
gemacht, herkömmliche CD-Spieler
zu prüfen. Ich will keinen Marken-Namen sagen, denn es ist völlig egal,
sie machen es alle.
Das fängt also bei 100 Megahertz an, wo HF so richtig dick herauskommt
und geht meist so bis 500 Mega-hertz,
also kurz vor den Bereich, wo Handy’s oder Funktelefone anfangen zu
strahlen. Da blasen sie sich also
wirklich so richtig schön HF in den Vorverstärker hinein. Das ist ja
schon im Bereich UKW, UHF und VHF.
(Zur Untermauerung dieser Aussagen legt mir der Entwickler Meß-Schriebe
vor, die an Eindeutigkeit nichts
zu wünschen übrig lassen).
Ich hatte mal ein Schlüsselerlebnis vor Jahren. Das ist eigentlich auch
der Grund, warum ich mit der HF-Technik
angefangen habe. Damals hatte ich einen CD-Player, einen normalen, mit
Digitalausgang. Den habe
ich an einen Wandler angeschlossen, ohne Trenntrafo, also direkt. In dem
Moment, wo der Wandler ange-schlossen
war und ich die CD gestartet habe, drehte sie sich rückwärts.
Ich habe gedacht ich träume. Zunächst meinte ich das Gerät sei defekt.
Ich habe den Vorgang wiederholt und
tatsächlich, die CD läuft wieder rückwärts. Damals konnte ich mit meiner
Meßtechnik nicht nachweisen,
woher das kommt. Die Signale der digitalen Verbindung waren völlig
einwandfrei, mit dem Oszilloskop
gemessen. Es waren keine Schwingungen sichtbar, nichts auffälliges. Mit
einem 400 MHz-Oszilloskop wa-ren
solche Dinge einfach nicht meßbar. Heute ist mir der Vorgang klar und er
ist eigentlich auch logisch, daß
irgendwelche HF aus dem Wandler rückwärts in den CD-Player gelangt ist
und dort, als Auswirkung, den
Mikroprozessor so gestört hat, daß der Controler für die
Laufwerkssteuerung gestört war.
Bei den Endverstärkern 2.4, 3.0 und 3.0 S haben wir auch die
Störeintrahlfestigkeit verbessert. An den
Lautsprecherausgängen haben wir zusätzliche Kompensationsglieder
angebracht, die verhindern, daß indu-zierte
HF auf den Lautsprecherkabeln in den Endstufen irgendetwas anrichtet.
Darüberhinaus sind keine
weiteren Änderungen notwendig gewesen.
Bei dem Vorverstärker 1.2 haben wir das Netzteil verbessert, also
-Null-HF.
Was wird es Neues aus dem Hause Horch geben?
Fertig ist der »Line-Silencer«, in Arbeit ist der Wandler, der aber -wie
eben schon erwähnt- meines Erachtens
nur Sinn macht, wenn wir auch das passende CD-Laufwerk dazu anbieten
können. Das ist allerdings auch
schon in Arbeit. Ob wir den Wandler vorziehen, das kann durchaus sein,
zumal die Entwicklung im Grunde
genommen abgeschlossen ist. Das CD-Laufwerk selber wird vermutlich auf
einem Philips-Laufwerk basie-ren,
ist aber noch stark in Arbeit.
Sagen Sie bitte noch ein paar Worte zu Ihren Wandler-Entwicklungen
»Steps 1« und »Steps 2«, die ja doch
von der Entwicklung einer preiswerteren Variante unabhängig sind und wo
deren Unterschiede zu ebenfalls
am Markt befindlichen (gleich teuren oder teureren) Produkten liegen
sowie deren Preise.
Ja, der Preis der beiden Geräte schlägt eigentlich aus dem Rahmen des
sonst üblichen Horch-Programms.
Wir gehen langfristig dazu über, solch hochwertigen Produkte anzubieten.
Es sollen in dieser Region irgend-wann
auch Vorverstärker und Enverstärker folgen. Der Preis des großen »Steps
2«liegt bei knapp unter
70.000.-DM und der »Steps 1« bei 37.000.-DM derzeit. Die Vorzüge.
Wichtig ist, was bei den Geräten
herauskommt. Sie sind also klanglich ganz klar besser. Das liegt an der
Konzeption. Es sind Geräte, die
kompromisslos entwickelt wurden. Ich habe irgendwann einmal angefangen,
kompromisslose Geräte zu
bauen. Ich denke da an einen bestimmten Lautsprecherhersteller. Es lag
nahe, mit dem Know-How weiter-
zuentwickeln.
Frage: Kann man heute ansprechen, daß Sie Entwickler des
Ausnahmeverstärkers „Arbiter“ sind?
Sicher. Macht ja auch Spaß zum Teil, wenn man erst mal so weit ist. Im
Grunde genommen kann man sagen,
daß diese Wandler (Steps 1 und Steps 2) technologisch eine
Weiterentwicklung darstellen.
Sie sind in vieler Hinsicht absolut ultimativ. Sie haben zum Beispiel
ein Netzteil, das so aufwendig gemacht
ist, daß es durch Batterieversorgung nicht mehr zu verbessern ist. Wir
ersetzen die Batterie quasi durch
extreme Kapazitäten.
Der »Steps 2« beinhaltet insgesamt nunmehr 40 Farad. Das müssen Sie sich
auf der Zunge zergehen lassen,
40 Farad an Kapazität. Es ist ein Quasi-Batteriebetrieb, allerdings ohne
deren Nachteile. Das Gerät kann
ständig am Netz bleiben und ist spektral frei von HF. Das Gerät arbeitet
stromversorgungsmäßig gesehen
autark.
Im Steps 2 haben wir 17 einzeln geregelte Stromversorgungen, für jede
Stufe getrennt. Das Gerät ist kom-plett
mit Teflon-Leiterplatten aufgebaut. Wir verwenden nur die genauesten,
auf dem Markt verfügbaren
Bauteile, zum Beispiel Wishey-Widerstände, wo das Stück bei über DM 30.-
liegt. Auch die Folien-kondensatoren
haben wir selbst entwickelt. Das ist eine einmalige Geschichte, es sind
nämlich Teflon-Folien-kondensatoren,
die gibt es weltweit noch nicht. Die kosten sehr viel Geld, leider, da
sie handgewickelt wer-den.
Sie haben natürlich den Vorteil, daß sie breitbandig filtern. Wir
brauchen ein Bauteil, das Mikrowellen-tauglich
ist und trotzdem eine so hohe Kapazität hat, daß es bei 30 Kilohertz
noch wirkt. Das kann man mit
vielen normalen Kondensatoren gar nicht mehr erreichen. Der
Frequenzbereich, der in so einem D/A-Wandler
auftritt -unerwünscht natürlich-, auch durch die Digital-Schaltung, der
geht vermutlich -ich schätze mal lok-ker-
bis 10 Gigahertz, also ohne weiteres in den Mikrowellenbereich.
Ich kann es auch nur bis 2 Gigahertz überprüfen. Allerdings habe ich mal
mit Nahfeld-Sonden die HF-Ausstrahlung
eines Digitalfilters untersucht. Da ist bei 2 Gigahertz überhaupt noch
nicht Ende. Das ist richtig
satt was da herauskommt.
Bei solchen Frequenzen findet ja eine interessante Ausbreitung statt.
Auf die kleinsten Drahtlängen werden
da Spannungen bei diesen Frequenzen induziert.
Das erklärt natürlich auch, warum Teflon-Leiterplatten so wunderbar
funktionieren, warum die klanglich
wirklich eine Verbesserung bringen.
Und es war auch die Idee einen Kondensator zu entwickeln, der
Teflon-Folie verwendet und einen niedrige-ren
Verlustfaktor zu erreichen, bei diesen hohen Frequenzen. Das ist direkt
hörbar; es hat klanglich einen
durchschlagenden Erfolg. Dazu kommt dann auch noch die Schaltung selbst.
Die Schaltung die wir heute
verwenden, da hat sich in der Technologie sehr viel getan. Wir haben
Verstärkerstufen darin, die selbst schon
eine Bandbreite haben von 500 Megahertz, um niemals in den Bereich zu
kommen, wo die Verstärker von
dem Hochfrequenzsignal überfordert werden, d. h. wo das HF-Signal in
gegengekoppelten Schaltungen die
Funktion dieser Verstärkerschaltungen beeinträchtigen kann, was in jedem
normalen Gerät eigentlich tat-sächlich
der Fall ist.
Das sind alles Schlüsselprobleme der herkömmlichen Digital-Technik. Das
ist allerdings auch ein Problem,
weil eben schnelle Bausteine in High-Tech-Verstärkern ein ‘Schweinegeld’
kosten und schon deshalb in
Konsumer-Geräten niemals eingesetzt werden.
Digital passiert natürlich auch sehr viel. Keine digitale Schaltung ist
echt digital. Es ist ja der Übergang von
0 auf 1 nicht unendlich schnell. So ist ja Digital definiert, daß Sie
nur 0’en und 1’en haben. ‘Dazwischen’
gibts nicht. Das ‘Dazwischen’, das ist im Grunde genommen das Problem,
d. h. die Anstiegsgeschwindigkeit
und die Abfallgeschwindigkeit; sie sind endlich.
Diese steilen Flanken der Digitalsignale, darin ist die hohe Frequenz
enthalten.
Also, je steilflankiger, desto höher muß der höchste Frequenzanteil
sein. Zum einen ist es sehr schön, sehr
steilflankige Signale zu haben, aber für die Analogschaltung, die da
eventuell mit in Berührung steht, ist es
eigentlich die Pest, da sie damit überhaupt nichts anfangen kann, weil
das einzelne Halbleiter in diesen
Verstärkern überfordert und in den Grenzbereich fährt.
Es gibt noch viele andere Punkte. Das Gerät arbeitet mit zwei
Digitalfiltern. Wir haben eine Signalum-schaltung,
die absolut Jitterfrei ist und ein Jitter-Filter in dem Gerät. Es ist
ein echtes High-Tech-Gerät. Es
wurde entwickelt, ohne auf die Kosten achten. Jetzt verstehen Sie auch,
warum das Gerät am Analog-Aus-
gang quasi keine HF mehr hat.
Das Gerät ist in der Lage diese Hochfrequenz zu beherrschen. Die
einzelnen Stufen und die Anordnung des
Geräts ist wirklich so, daß die HF da ist, wo sie gebraucht wird,
nämlich bei den Digital-Schaltungen und
nicht da durchschlägt, wo sie unerwünscht ist, nämlich bei den
Analoschaltungen.
Was kommen wird, sind Langzeitprojekte. Auf diesem Niveau werde ich
einen Vorverstärker bauen und
zwei Mono-Endstufen. Was die kosten werden, weiß ich noch nicht; sie
werden sich jedoch in ähnlichen
Regionen bewegen. Was dann noch kommt, liegt in etwa dazwischen.
Also zwischen den abgefahrenen Teilen, wo wirklich alles ausgereizt ist
und den bisherigen Horch-Verstär-kern.
Ich werde dann sagen „jetzt specken wir einfach mal ab“, behalten aber
das Kno-How bei. Das werden
dann Verstärker mit dem Know-How, aber mit bezahlbaren Bauteilen.
Prototypen sind schon vorhanden, sie müssen nur noch produzierbar
gemacht werden. Dazu soll es einen
Vorverstärker und zwei kleine Mono-Endstufen geben. Das ist dann eine
Edel-Horch-Linie, die noch bezahl-bar
sein soll.
Darüberhinaus habe ich eine aktive Frequenzweiche in Arbeit. Sie ist
auch gedacht für die mittlere Horch-Linie.
Oft hat man das Problem, daß der Baß von Lautsprechern nicht in den Raum
paßt oder der Raum nicht
zu dem Baß der Lautsprecher. Es ist also ein großes Problem, die
Ankopplung des Basses an den Raum. Man
hat nicht immer die freie Wahl, seine Lautsprecher optimal aufzustellen.
Ich finde, es ist sehr wichtig die
Möglichkeit zu haben, den Bass an den Raum anzupassen, jedenfalls in
machbaren Grenzen. Erste Wege
dazu gibt es natürlich seit langem. T & A hat jetzt ein digitales Teil
herausgebracht, mit dem man den Bass
einmessen kann.
Ich halte von solchen Aktiv-Lösungen nichts, weil da Digital-Elektronik
drin enthalten ist, von der ich wenig
halte und dementsprechend der Klang auf einer anderen Ebene liegt, von
der ich rede.
Diese Frequenzweiche ist dazu gedacht, daß man die Möglichkeit hat, den
Bass aufzuteilen, da wo Bi-Wiring
eventuell nicht möglich ist oder der Bass sowieso schon getrennt wurde.
Was man machen muß, ist die
Frequenzweiche, die vor dem Bass hängt, zu entfernen, was recht einfach
sein dürfte. Es sind in der Regel
nur zwei Bauteile, eine Drossel und ein Kondensator. Eine dicke Drossel,
die einen hohen Vorwiderstand
hat; wenn die rausfällt und man den Basstreiber direkt an den
Lautsprecherausgang einer Endstufe anschließt,
dann hat man endlich auch wirklich den Vorteil eines hohen
Dämpfungsfaktors. Der Dämpfungsfaktor einer
Endstufe wird ja ansonsten spätestens in der Frequenzweiche zunichte
gemacht, wenn das nicht schon vorher
das Lautsprecherkabel tut. Das ergibt natürlich eine enorme klangliche
Verbesserung. Zum zweiten ergibt
sich eine Verbesserung dadurch, daß der Hoch-/Mitteltonbereich und der
Bass über zwei getrennte Endstu-fen
läuft, die sich die Arbeit teilen können. Erfahrungsgemäß ist das
alleine schon eine enorme klangliche
Verbesserung. Also, vom Vorverstärker in die Frequenzweiche und von da
zu einer Endstufe für den Bass
und einer zweiten für Mitten und Höhen. Mit der aktiven Weiche haben wir
die Möglichkeit, die Übernahme-frequenzen
einzustellen und die Pegel. Es ergeben sich natürlich noch viele weitere
Möglichkeiten, die Laut-sprecher
mit einer entsprechenden Anzahl von Enverstärkern anzusteuern.
Was mir am Herzen liegt, ist noch eine Sache. Wir wundern uns alle
darüber, das HiFi im weitläufigen
Sinne uninteressant geworden ist. Es gibt nicht mehr so diese
Begeisterung. Da ist mir neulich aufgefallen,
daß viele meiner Freunde und Leute aus meinem Bekanntenkreis wieder
intensiv anfangen Schallplatte zu
hören und in dem Zusammenhang durchaus begeistert bei der Stange
bleiben. Nun, es gibt seit einigen Jahren
die CD. Ich bin der Meinung, daß seit diesem Zeitraum das ständig
rückläufig ist, mit der Begeisterung für
dieses Hobby. Vielleicht liegt es auch daran, daß man mit einem
herkömmlichen CD-Player die Musik gar
nicht mehr erleben kann, wie das früher war. Man versucht da vieles,
z.B. mit Röhrenelektronik. Vielleicht ist
der ganze Röhren-Boom mit dadurch begünstigt worden, daß die CD so ein
mittelmäßiges Klangpotential
aufweist und man gedacht hat, das damit etwas musikalischer machen zu
können. Im Grunde genommen
kann man nur den guten Rat geben, bevor es nicht wirklich einen
musikalischen CD-Player gibt (und den gibt
es derzeit noch nicht, davon bin ich überzeugt):
Leute, packt Eure Plattenspieler wieder aus. Vielleicht bringt
Musikhören dann wirklich Spaß und es kommt
emotional dann doch viel rüber, was so mit CD-Playern der heutigen
Generation so nicht rüberkommt.
Herr Pavischitz, vielen Dank, daß Sie sich für das heutige Interview so
viel Zeit genommen haben. Wir
würden uns freuen, wenn Sie im kommenden Februar für einen Work-Shop in
unserem Studio
zur Verfügung stehen könnten. Bis dahin wünschen wir Ihnen ein frohes
Fest und einen guten Rutsch ins neue
Jahr.
Das Interview wurde geführt von Markus Belzer


Henrik Baartz

unread,
May 4, 1999, 3:00:00 AM5/4/99
to
Hallo,

ich hab' den Artikel bzw. das Interview in eine *lesefreundliche*
Word 6.0-Datei umgestrickt, kann ich bei Interesse gerne per Mail
schicken :-)

Gruß Henrik


Kai Rode

unread,
May 4, 1999, 3:00:00 AM5/4/99
to
Am Tue, 04 May 1999 12:59:07 +0200 schrieb Klaus Kr. (KK):

>Einige interessante Punkte sind in dem Text zu finden, die für Zündstoff
>sorgen werden ;-)

ROTFL, herzlichen Dank. Dieser Text beweist mal wieder eindrucksvoll,
dass "Dipl. Ing." nicht das indianische Wort für "der, der weiss wovon
er redet" ist. ;-)

Jedem regelmässigen Leser dieser Newsgruppe dürften etliche sachliche
Fehler aufgefallen sein (z.B. bei der CD-Interpolation).

Kai
--
PGP public key available from servers. 0x71D4AD11/0x5CCA01F5
*Look at http://home.wtal.de/kender/distributed.html *

Rock'N'Rolf

unread,
May 4, 1999, 3:00:00 AM5/4/99
to

Klaus Kr. (KK) <Klau...@gmx.net> schrieb in im Newsbeitrag:
372ED2FB...@gmx.net...

> Einige interessante Punkte sind in dem Text zu finden, die für Zündstoff
> sorgen werden ;-)
> --
> Gruß
> Klaus
> ____________________________________________
> Große Schatten werfen ihre Ereignisse voraus
>
> INTERVIEW mit dem Dipl. Ing. der Elektrotechnik
> Michael PAVISCHITZ

[Einige KByte an Quote gelöcht]

Bis zur letzten IFA in Berlin war ich auch noch ein HiFi-Jünger auf diesem
Level.
Nichts konnte teuer genug und gut genug sein, genau so wie es in den
einschlägigen
"Fachzeitschriften" (Audio etc.) propagiert wurde und wird.
Dann jedoch hörte ich die "teuerste Anlage der Welt"- seitdem hat sich das
Thema für mich
erledigt. Den gleichen "Klang" und besser erreicht man mit überall
erhältlicher Profi-Technik
zu einem Zehntel des Preises.
Mir kommt das ganze Interview so vor, als ob der sogenannte High-End-Sektor
nach neuen
Wegen für seine Daseinsberechtigung sucht, weil mit althergebrachtem HiFi
kein Blumentopf
mehr zu gewinnen ist.
Bis auf die Aussage zum Vinyl ist das IMHO alles riesiger Dünnsch** !
Wer hört eigentlich so gut, daß er Veränderungen, die eigentlich nicht mal
meßbar sind, wahrnimmt ?
Wessen CD-ROM und/oder Brenner im Computer dreht sich rückwärts, wenn
nebendran ein Prozessor
mit seinen 400 MHz und mehr die Umgebung mit elektomagnetischer Strahlung
mehr als ausreichend
versorgt ? Ich glaube irgendwann reicht's mal !

mfg Rolf

Rasmus Althoff

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
Kai Rode wrote:

> Jedem regelmässigen Leser dieser Newsgruppe dürften etliche sachliche
> Fehler aufgefallen sein (z.B. bei der CD-Interpolation).

Ja, der Macker hat von Digitaltechnik absolut *null* Ahnung.

--
Rasmus 'Don Metal' Althoff
"But if they tell you that I've lost my mind,
Maybe it's not gone, just a little hard to find." (Manowar)

Matthias Thiem

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
Moin

Rock'N'Rolf <Rock...@t-online.de> wrote:

> Bis auf die Aussage zum Vinyl ist das IMHO alles riesiger Dünnsch** !

Ich habe mal gelesen das bei Schallplatten die Frequenzen ab 15 KHz
bedaempft werden. Wenn dem so ist muesste doch die Digitaltechnik besser
sein.


>
> Wessen CD-ROM und/oder Brenner im Computer dreht sich rückwärts, wenn
> nebendran ein Prozessor
> mit seinen 400 MHz und mehr die Umgebung mit elektomagnetischer Strahlung
> mehr als ausreichend
> versorgt ?

Er hat ja den Wandler auch ohne galvanische Trennung mit dem Laufwerk
verbunden. Bei S/P-DIF ist fuer den Koaxialausgang eine galvanische
Trennung vorgeschrieben. Will uns sagen das Sony/Phillips schon wussten
was sie damit erreichen wollten. Stoerungsfreie Signaluebertragung. In
diesem Artikel wird das nun so hingestellt als ob die Technik voellig
unterentwickelt sei.

Man koennte es auch so sagen:

Neulich kippte ich Tomatensaft in meinen Tank und stellte fest das der
Motor nicht mehr ansprang. Daraus schloss ich das ein Benzinmotor ,der
nicht auch mit Tomatensaft laeuft, auf einem extrem niedriegen Stand der
technischen Entwicklung ist...

> mfg Rolf
mfg Matthias

--
-Member of Jesusfreaks Hannover-

Rasmus Althoff

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
Matthias Thiem wrote:

> Ich habe mal gelesen das bei Schallplatten die Frequenzen ab 15 KHz
> bedaempft werden. Wenn dem so ist muesste doch die Digitaltechnik besser
> sein.

Sagen wir mal so: CD hat das größere Spektrum und die größere
Dynamik, ist also besser, wenn man den Klang möglichst original-
getreu haben möchte. Nun wollen die Vinyler aber gerade deswegen
Vinyl, weil sie den Klang zwar verfälscht, aber auf eine diesen
Leuten sehr angenehme Art und Weise.

Ich frage mich, wann die erste Firma darauf kommt, einen Schall-
platten-Emulator zu bauen: Daten digital von CD lesen, mit nem
24-Bit-DSP das nichtlineare Plattenspielerverhalten nachzubilden,
und schon klingt n CD-Spieler wie Vinyl.

Daß der Mensch nicht verstanden hat, wieso man Zwischenschritte
mit 24 Bit macht, zeigt halt einmal mehr, daß er von digitaler
Signalverarbeitung nichts versteht.

Manfred Mueller-Spaeth

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
Rasmus Althoff wrote:

> Ich frage mich, wann die erste Firma darauf kommt, einen Schall-
> platten-Emulator zu bauen: Daten digital von CD lesen, mit nem
> 24-Bit-DSP das nichtlineare Plattenspielerverhalten nachzubilden,
> und schon klingt n CD-Spieler wie Vinyl.

Gibt's doch. Nennt sich "Röhrenverstärker". Letzendlich ist das ganze
"High-End" Gedöhns purer Unsinn, denn im allgemeinen werden keine
meßbaren Verbesserungen erzielt, sondern, wie schon erwähnt, eigentlich
wird das Signal verzerrt. Da es aber in den Ohren vieler "HighEnder"
besser klingt, muß es auch besser und damit teurer sein. Ich finde es
interessant, daß sehr viele E-Technik-Ingeniuere, die sich diesem Thema
verschrieben haben, inzwischen genau das Gegenteil vom dem Erzählen, was
man so an Grundlagen in diversen Vorlesungen hörte. Und auch noch dran
glauben ...

Trotzdem macht auch mir ein Röhrenverstärker spaß, aber aus anderen
Gründen.

Gruß, Manfred

Hartmut Quaschik

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
Rasmus Althoff wrote:

> Ich frage mich, wann die erste Firma darauf kommt, einen Schall-
> platten-Emulator zu bauen: Daten digital von CD lesen, mit nem
> 24-Bit-DSP das nichtlineare Plattenspielerverhalten nachzubilden,
> und schon klingt n CD-Spieler wie Vinyl.

wieso, da gibt es doch schon: Phonosophie Analogizer,
siehe Phonosophie-webpage:
http://www.phonosophie.de/

Gruss,
Hartmut


Norbert Hahn

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
Ich danke für das Interview. Daran habe ich noch die ganze Woche
zu lachen.


"Klaus Kr. (KK)" <Klau...@gmx.net> wrote:

[snip]

Sagenhaft! Man lernt wirklich jeden Tag dazu, z.B.:

>Verursacher können unterschiedliche elektrische Haushaltsgeräte sein,
>z.B. Staubsauger, Haartrockner, Kaffeemaschinen
>u.a. Sie erzeugen dadurch, daß sie die Netzspannung asymmetrisch
>belasten (entweder die
>positive oder die negative Halbwelle stärker), eine Gleichspannung auf
>dem Netz. Diese Gleichspannung

Wie erzeugt man mit einer Kaffeemaschine Gleichspannung??

>Es mißt auf der Netzleitung die Gleich-spannung und arbeitet in vier
>Stufen. Der Mittelwert der Gleichspannung
>wird auf einem Wert unter 3 Millivolt gehalten. Es ist ein sehr geringer
>Wert, zum Vergleich kann man sagen,
>daß sehr empfindliche Endstufen schon bei einem Wert von 15 bis 20
>Millivolt Gleichspannung auf dem Netz
>anfangen können zu brummen.
>Sehr starkes Brummen haben Sie zum Beispiel bei 60 Millivolt, wenn es

60 mV Gleichspannungskomponente bei 220 V Wechselspannung bringt am
Ende eine "sehr empfindliche Endstufe" in Probleme?

Ich krieg mich nicht mehr...

>Dann werden Sie feststellen, daß die HF gar nicht aus Ihrer Steckdose
>kommt. Einerseits haben Sie zusätzli-che
>HF sozusagen aus der Luft (z.B. Funktelefone, Radiosender usw.) und
>andererseits kommt hinzu, daß die
>Geräte selber ein deutliches Maß an HF erzeugen (übrigens eine
>interessante Erkenntnis). Das heißt, daß zum

Es gab mal Ende der 50er Jahre ein Buch von Heinz Richter mit dem
Titel "Radiobasteln für Jungen", was ich in meiner Schulzeit gelesen
habe, da stand so was auch schon drin. Für wen ist das jetzt eine
neue Erkenntnis? Für den Interviewer oder den Interviewten?

'nough said

Norbert

Rasmus Althoff

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
Hartmut Quaschik wrote:

> wieso, da gibt es doch schon: Phonosophie Analogizer,
> siehe Phonosophie-webpage:
> http://www.phonosophie.de/

Grad durchgelesen: "Timing und Rhytmus sind klarer
definiert" *lol*

Rock'N'Rolf

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to

Matthias Thiem <mth...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
1drbq8j.ivx...@pc19f8ca2.dip.t-online.de...

> Ich habe mal gelesen das bei Schallplatten die Frequenzen ab 15 KHz
> bedaempft werden.

Aber doch wohl nur, um die aufnahmeseitige Anhebung entsprechend
der Schneidkennlinie rückgängig zu machen, oder ?

> Er hat ja den Wandler auch ohne galvanische Trennung mit dem Laufwerk
> verbunden. Bei S/P-DIF ist fuer den Koaxialausgang eine galvanische
> Trennung vorgeschrieben. Will uns sagen das Sony/Phillips schon wussten
> was sie damit erreichen wollten. Stoerungsfreie Signaluebertragung. In
> diesem Artikel wird das nun so hingestellt als ob die Technik voellig
> unterentwickelt sei.

Genau. Übrigens hatte einer meiner Lehrmeister (immerhin aber schon
einige Jährchen her) dafür den Spruch "Wer Hochfrequenz misst, misst
Mist" übrig. Trifft auch nach Meinung einiger Kumpels (allesamt
Amateurfunker)
genau den Kern der Sache.
Würden die Geräte tatsächlich so fürchterlich strahlen, hätten die
Hersteller
ein EMV-Problem und würden IMHO schwerlich BZT-Kennzeichen bekommen.
Da hätte dann die RegTP auch noch ein Wörtchen mitzureden.

> Man koennte es auch so sagen:
>
> Neulich kippte ich Tomatensaft in meinen Tank und stellte fest das der
> Motor nicht mehr ansprang. Daraus schloss ich das ein Benzinmotor ,der
> nicht auch mit Tomatensaft laeuft, auf einem extrem niedriegen Stand der
> technischen Entwicklung ist...

Guter Vergleich, paßt wie die Faust auf's Auge !

mfg Rolf


Klaus Kr. (KK)

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
> Woher stammt das Interview eingentlich ?
>

Keine Ahnung, wurde mir zugemailt.

Klaus Kr. (KK)

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
Hi Stephan
> Oh ja, Voodoos vs. Realos hatten wir lange nicht mehr :-)

>
> >INTERVIEW mit dem Dipl. Ing. der Elektrotechnik
>
> Örks. Ich glaub', ich geb' mein Diplom der Elektrotechnik zurück :-)

Warum denn das? In einigen Teilen muß ihm recht geben.
1.
CD-Player verseuchen das Netz und die Umwelt schon gewaltig mit HF. Ich
habe schon vor Jahren meinen Player so aufgestellt, dass da nix in den
Verstärker husten kann (ext. Netzteil, zusätzliche Schirmungen und
Filter eingebaut)
2. Das Nakamichi MB1000 halte ich für einen wirklich herausragenden
Player

Also, behalte dein Diplom der Elektrotechnik, ich behalte meins ja auch

Klaus Kr. (KK)

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
Henrik Baartz schrieb:

Das Original war ein PDF mit noch ein paar Bildern drin. Wer es will,
soll sich melden

Kai Rode

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
Am Wed, 05 May 1999 09:07:59 +0200 schrieb Klaus Kr. (KK):

>CD-Player verseuchen das Netz und die Umwelt schon gewaltig mit HF. Ich
>habe schon vor Jahren meinen Player so aufgestellt, dass da nix in den
>Verstärker husten kann (ext. Netzteil, zusätzliche Schirmungen und
>Filter eingebaut)

Was bringt's? Die HF bleibt im Verstärker sowieso in der riesigen Spule
genannt Trafo hängen.

Goetz Kohlberg

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
Klaus Kr. (KK) <Klau...@gmx.net> schrieb in im Newsbeitrag:
372ED2FB...@gmx.net...

> INTERVIEW mit dem Dipl. Ing. der Elektrotechnik
> Michael PAVISCHITZ

> Ja, der »Line-Silencer«. Silence kommt von Ruhe. Es handelt sich um ein


> Gerät, das die Gleichspannung aus
> dem Netz kompensiert und damit das Geschehen beruhigt

Fragt sich nur, was der _Kondensator_ dann kostet :-D

--
| To do what I want to do |
| To say what I want to say | http://home.ivm.de/~Braindead/
| To be what I want to be ... Free |

Stefan Kahlert

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
kai_...@bigfoot.com (Kai Rode) wrote:

>Am Wed, 05 May 1999 09:07:59 +0200 schrieb Klaus Kr. (KK):

>>CD-Player verseuchen das Netz und die Umwelt schon gewaltig mit HF. Ich
>>habe schon vor Jahren meinen Player so aufgestellt, dass da nix in den
>>Verstärker husten kann (ext. Netzteil, zusätzliche Schirmungen und
>>Filter eingebaut)

>Was bringt's? Die HF bleibt im Verstärker sowieso in der riesigen Spule
>genannt Trafo hängen.

Darf ich mal ganz dumm fragen? Wie ist es ist denn mit der
Cinch-Verbindung?

bis dann

Stefan (Laie)


Stefan Kahlert

unread,
May 5, 1999, 3:00:00 AM5/5/99
to
mth...@gmx.de (Matthias Thiem) wrote:

>Moin
>Rock'N'Rolf <Rock...@t-online.de> wrote:

>> Bis auf die Aussage zum Vinyl ist das IMHO alles riesiger Dünnsch** !

>Ich habe mal gelesen das bei Schallplatten die Frequenzen ab 15 KHz

>bedaempft werden. Wenn dem so ist muesste doch die Digitaltechnik besser
>sein.

Die werden aber vorher beim Schneiden der Folie angehoben damit die
Auslenkungen nicht problematisch klein werden. Mit den tiefen
Frequenzen passiert genau das Gegenteil. Deshalb nennt man diese
"Bedämpfung" auch besser "Entzerrung".

bis dann

Stefan


Henrik Baartz

unread,
May 6, 1999, 3:00:00 AM5/6/99
to
Rasmus Althoff schrieb:

> > http://www.phonosophie.de/
>
> Grad durchgelesen: "Timing und Rhytmus sind klarer
> definiert" *lol*

... vor allem wohl bei dieser hoch innovativen Art des Klaviervortrages, wie
sie im Phonosophie-Text "Haben schlechte Kabel Einflüsse auf den Klang ?"
beschrieben wird :

<Zitat>
... so sollten die Bassläufe der rechten Hand und die hohen Töne der mit der
linken Hand gespielten Tasten auf einem Instrument erscheinen, also die gesamte
Klaviatur die Einheit bilden und so wiedergegeben werden.
</Zitat>

Tja, man lernt doch nie aus ... ;-)

Henrik


PS: Auf dem Flügel liegend müßte es irgendwie gehen ...


Andreas Huennebeck

unread,
May 6, 1999, 3:00:00 AM5/6/99
to
In article <3730182E...@mch.sbs.de>, Hartmut Quaschik <hartmut....@mch.sbs.de> writes:
> Rasmus Althoff wrote:
>
> > Ich frage mich, wann die erste Firma darauf kommt, einen Schall-
> > platten-Emulator zu bauen: Daten digital von CD lesen, mit nem
> > 24-Bit-DSP das nichtlineare Plattenspielerverhalten nachzubilden,
> > und schon klingt n CD-Spieler wie Vinyl.
>
> wieso, da gibt es doch schon: Phonosophie Analogizer,
> siehe Phonosophie-webpage:
> http://www.phonosophie.de/

Nun ja. Wenigstens war der Testbericht aus der Stereo zurueckhaltend in
seiner Empfehlung (entspricht ja wohl einem totalen Verriss, wenn man
zwischen den Zeilen liest). Der Knaller ist aber der "technische Artikel"
zu den PS-LS-Adaptern. Unglaublich, was die Brueder da fuer einen Mist
verzapfen ...

Tschau
Andreas

-------------------------------------------------------------------------
Andreas Huennebeck email: a...@bruker.de (KEINE WERBUNG)
Bruker Analytik GmbH www : http://www.bruker.de/~ah/index.html
-------------------------------------------------------------------------

Klaus Kr.

unread,
May 6, 1999, 3:00:00 AM5/6/99
to
HALLO Kai

Kai Rode schrieb:

>
> Was bringt's? Die HF bleibt im Verstärker sowieso in der riesigen Spule
> genannt Trafo hängen.
>

> Kai

Das war ja wohl ein mittleres Armmutszeugnis von die (SCNR ;-) )
HF streut in ein Gerät ein, ohne el. Verbindung zu haben.
Abhilfe: elektromagnetischer Abschirmkäfig
Ich habe die Sache mal gemessen. Der Trafo filtert dir fast nichts raus.
Da wurde sogar ein Beinchen eines Transistors zu einer Antenne :-(

> --
> PGP public key available from servers. 0x71D4AD11/0x5CCA01F5
> *Look at http://home.wtal.de/kender/distributed.html *

--

Klaus Kr.

unread,
May 6, 1999, 3:00:00 AM5/6/99
to
Hallo Stefan

Stefan Kahlert schrieb:
>
> kai_...@bigfoot.com (Kai Rode) wrote:
>

> >Was bringt's? Die HF bleibt im Verstärker sowieso in der riesigen Spule
> >genannt Trafo hängen.
>

> Darf ich mal ganz dumm fragen? Wie ist es ist denn mit der
> Cinch-Verbindung?

Das ist keine dumme Frage, sondern realität. Natürlich steut HF auch da
ein. Da gehen verschiedene Entwickler unterschiedliche Wege. Manche
beien Filter ein, die das Zeug schon vor der Verstärkung killen und
andere versuchen dem Problem mit Abschirmungen und Kabelverlegung zu
begegnen. Ich halte die zweite Variante für sinnvoller. Was nicht
einstreut, brauche ich nicht rauszufiltern.

Rolf Lampe

unread,
May 6, 1999, 3:00:00 AM5/6/99
to

Goetz Kohlberg <goetz.k...@home.ivm.de> schrieb in im Newsbeitrag:
37307...@news.ivm.net...

> Klaus Kr. (KK) <Klau...@gmx.net> schrieb in im Newsbeitrag:
> 372ED2FB...@gmx.net...
>
> > INTERVIEW mit dem Dipl. Ing. der Elektrotechnik
> > Michael PAVISCHITZ
>
> > Ja, der »Line-Silencer«. Silence kommt von Ruhe. Es handelt sich um ein
> > Gerät, das die Gleichspannung aus
> > dem Netz kompensiert und damit das Geschehen beruhigt
>
> Fragt sich nur, was der _Kondensator_ dann kostet :-D

Und fragt sich außerdem wie die Gleichspannung aus dem Netz
durch den Trafo in den Amp kommt ;-)

Mahlzeit !
Rolf

Manfred Mueller-Spaeth

unread,
May 6, 1999, 3:00:00 AM5/6/99
to
"Klaus Kr." wrote:

> Das war ja wohl ein mittleres Armmutszeugnis von die (SCNR ;-) )
> HF streut in ein Gerät ein, ohne el. Verbindung zu haben.
> Abhilfe: elektromagnetischer Abschirmkäfig
> Ich habe die Sache mal gemessen. Der Trafo filtert dir fast nichts raus.
> Da wurde sogar ein Beinchen eines Transistors zu einer Antenne :-(

Mal zurückdenken: es ging um die Rückwirkung von HF über den Trafo ins
Netz, nicht um die allgemein bekannten Streufelder.

Gruß, Manfred


Kai Rode

unread,
May 6, 1999, 3:00:00 AM5/6/99
to
Am Thu, 06 May 1999 08:44:40 +0200 schrieb Klaus Kr.:

>> Was bringt's? Die HF bleibt im Verstärker sowieso in der riesigen Spule
>> genannt Trafo hängen.

>Das war ja wohl ein mittleres Armmutszeugnis von die (SCNR ;-) )


>HF streut in ein Gerät ein, ohne el. Verbindung zu haben.

Hier ging's doch wohl um HF-Störungen über das Netz, oder? Gegen
sonstige Einstreungen sind Netzfilter und ähnlicher Voodoo ohnehin
machtlos.

Abgesehen davon interessiert sowieso nicht sonderlich, was da etliche
Oktaven über dem hörbaren Bereich noch in den Verstärkerschaltungen
herumspukt.

Kai

Matthias Thiem

unread,
May 6, 1999, 3:00:00 AM5/6/99
to
Moin
Rasmus Althoff <DonM...@Gmx.Net> wrote:

> Ich frage mich, wann die erste Firma darauf kommt, einen Schall-
> platten-Emulator zu bauen: Daten digital von CD lesen, mit nem
> 24-Bit-DSP das nichtlineare Plattenspielerverhalten nachzubilden,
> und schon klingt n CD-Spieler wie Vinyl.

Da hast du mich auf eine schlimme Idee gebracht. Mit soeinem Teil
koennte man sich doch bestimmt ne goldene Nase verdienen. Ich meine,
wenn extra sauteure riehmengetriebene CD Player erfunden wurden um den
Klang "analoger" zu machen, was bringt dann erst so ein Teil. Nur das
Marketing muesste stimmen, aber das kriege ich schon hin... (-:

Klaus Kr.

unread,
May 6, 1999, 3:00:00 AM5/6/99
to
Hallo Manfred,

Manfred Mueller-Spaeth schrieb:


>
> Mal zurückdenken: es ging um die Rückwirkung von HF über den Trafo ins
> Netz, nicht um die allgemein bekannten Streufelder.

Beim Zurückwirken nützt dir der Trafo leider nichts, sonst wäre ja bei
allen Geräten, die über einen Trafo am Eingang verfügen, die HF-Messung
nicht notwendig. Du gehst von einem permanent gleichbelasten, idealem
Trafo aus, und den Findet man leider nur auf der Uni, aber nicht in real
existierenden E-Geräten, gleich welcher Art.
Ich durfte mich mit dem Thema schon auseinandersetzten und die
HF-Prüfung wurde leider immer zum Stolperstein. Die Hürde wurde oft erst
im 3. Anlauf genommen, obwohl die CE-Prüfung ja wirklich lasche
Anforderungen stellt.
Mach dir mal die Mühe, deinen PC HF-mäßig durchzumessen und
veröffentliche das Frequenzspectrum aber mach die Messungen bis in den
dreistelligen MHz-Bereich. Du wirst am Anfang deinen Messinstrumenten
nicht mehr glauben.

Manfred Huebener

unread,
May 6, 1999, 3:00:00 AM5/6/99
to
Lies den Text nochmal genauer.
Gleichsspannungsanteile regen Trafos zum mechanischen Brummen an.
Meine Ringkerntrafos knurren sogar.

Manfred

Ruediger Waack

unread,
May 6, 1999, 3:00:00 AM5/6/99
to
Henrik Baartz schrieb in Nachricht <3730CDEF...@fbmev.de>...
>Rasmus Althoff schrieb:

>
><Zitat>
>... so sollten die Bassläufe der rechten Hand und die hohen Töne der
mit der
>linken Hand gespielten Tasten auf einem Instrument erscheinen, also die
gesamte
>Klaviatur die Einheit bilden und so wiedergegeben werden.
></Zitat>
>
>Tja, man lernt doch nie aus ... ;-)
>
>Henrik
>
>
>PS: Auf dem Flügel liegend müßte es irgendwie gehen ...
>

Keith Emerson von Emerson, Lake and Palmer hat das voll drauf. Ich habe
mal in einem Live Video gesehen, wie er, auf dem Ruecken liegend, von
der
Rueckseite seiner Hammond B3 bedeckt, mit ueberkreuzten Haenden in die
Tasten gegriffen hat. Manche habens eben drauf ;-)
Vieleicht war das gemeint :-)

Ein Moment. Jetzt kommen mir grade Zweifel. Wenn die Haende ueber Kreuz
spielen und die Tasten von der Rueckseite aus gespielt werden, stimmt
wieder alles. Tiefe Toene links und die Hohen rechts, :-(
Schade, das kanns nicht gewesen sein ;-)

Ruediger
--
()____() Ruediger Waack Email : R.W...@koala.ul.bawue.de
/ o o \ Magirusstrasse 34 Fax : 0731-3870377
\ 0 / Voice : 0731-9386209
\___ / 89077 Ulm/Donau


Rolf Lampe

unread,
May 7, 1999, 3:00:00 AM5/7/99
to

Manfred Huebener <hueb...@hildesheim.sgh-net.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3731B778...@hildesheim.sgh-net.de...

> Lies den Text nochmal genauer.
> Gleichsspannungsanteile regen Trafos zum mechanischen Brummen an.
> Meine Ringkerntrafos knurren sogar.

Oh ha.
Na hoffentlich fang'se nicht noch an zu beißen ;-)

Roman Dischler

unread,
May 7, 1999, 3:00:00 AM5/7/99
to
Manfred Huebener wrote:
>
> Lies den Text nochmal genauer.
> Gleichsspannungsanteile regen Trafos zum mechanischen Brummen an.
Nein. Eine Gleichspannung kann nicht brummen. Das Brummen kommt durch die
magnetischen Wechselfelder, die das Material des Kerns zu einer mechanischen
Änderung veranlaßt. Heißt glaub ich Magnetostriktion oder so ähnlich.

> Meine Ringkerntrafos knurren sogar.
Leg sie zur Sicherheit an eine Audiokette. :)

Roman

Klaus Kr.

unread,
May 11, 1999, 3:00:00 AM5/11/99
to
Rock'N'Rolf schrieb:

> Genau. Übrigens hatte einer meiner Lehrmeister (immerhin aber schon
> einige Jährchen her) dafür den Spruch "Wer Hochfrequenz misst, misst
> Mist" übrig. Trifft auch nach Meinung einiger Kumpels (allesamt
> Amateurfunker)

Der Spruch trifft auf alles zu, was man messen muss/kann

> Würden die Geräte tatsächlich so fürchterlich strahlen, hätten die
> Hersteller
> ein EMV-Problem und würden IMHO schwerlich BZT-Kennzeichen bekommen.
> Da hätte dann die RegTP auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Milchmädchen lässt grüßen ;-) die MÜSSEN messen, um dir dein Gerät nicht
abzunehmen.

Klaus Kr.

unread,
May 11, 1999, 3:00:00 AM5/11/99
to
Hallo Rolf,


> Und fragt sich außerdem wie die Gleichspannung aus dem Netz
> durch den Trafo in den Amp kommt ;-)


Etwas lesen musst du schon ;-) ich habe das so verstanden, dass der
Trafo mit dem Gleichspannungsanteil magnetisch einseitig belastet wird.

Bei meinem alten Marantz Amp. brummt der Trafo auch ordentlich. Der
Artikel hat mich veranlasst, mal zu sehen, was passiert, wenn ich dem
wirklich "hochreine" Wechselspannung zur Verfügung stelle. Der Trafo
brummte nicht mehr. Ob der Klang besser wurde? Keine Ahnung, ich hatte
keine Lautsprecher angeschlossen, sondern nur Lastwiderstände und das
Glühen der Teile hat sich nicht verändert ;-)

> Mahlzeit !
> Rolf

Klaus Kr.

unread,
May 11, 1999, 3:00:00 AM5/11/99
to
Matthias Thiem schrieb:

>
> Da hast du mich auf eine schlimme Idee gebracht. Mit soeinem Teil
> koennte man sich doch bestimmt ne goldene Nase verdienen. Ich meine,
> wenn extra sauteure riehmengetriebene CD Player erfunden wurden um den
> Klang "analoger" zu machen, was bringt dann erst so ein Teil. Nur das
> Marketing muesste stimmen, aber das kriege ich schon hin... (-:

CD-Player mit Riementrieb gibts doch schon längst. War das nicht
Burmester, der sowas mal machte oder immer noch macht?

Stefan Kahlert

unread,
May 12, 1999, 3:00:00 AM5/12/99
to
"Klaus Kr." <Klau...@gmx.net> wrote:

>Bei meinem alten Marantz Amp. brummt der Trafo auch ordentlich. Der
>Artikel hat mich veranlasst, mal zu sehen, was passiert, wenn ich dem
>wirklich "hochreine" Wechselspannung zur Verfügung stelle. Der Trafo
>brummte nicht mehr.

Ein ähnliches Problem kenne ich noch aus dem Studentenwohnheim in dem
ich mal gehaust habe. Je nach Tageszeit brummte der Ringkerntrafo im
Gehäuse munter vor sich hin. Nach einem Umzug habe ich das mit dem
selben Gerät nie wieder erlebt.

Natürlich war der Klang dann auch viel besser was einzig und allein
auf den "saubereren" Wechselstrom und nie und nimmer auf die völlig
anderen Raumeinflüße zurückzuführen ist ;-)).

bis dann

Stefan


Christian HJ Wiesner

unread,
May 14, 1999, 3:00:00 AM5/14/99
to

Stefan Kahlert schrieb in Nachricht <7hbnq3$m...@news.rhrz.uni-bonn.de>...

>Natürlich war der Klang dann auch viel besser was einzig und allein
>auf den "saubereren" Wechselstrom und nie und nimmer auf die völlig
>anderen Raumeinflüße zurückzuführen ist ;-)).

Hi Stefan,

Du solltest das ganze nicht so leichtfertig abtun !!

Die grössten Probleme haben alle Audiogeräte mit dem Netzteil und der
Unterdrückung der zahlreich und stark vorhandenen Netzverschmutzungen. Jeder
Aufwand, der dort betrieben wird, und sollte er zunächst noch so abstrus
erscheinen, bringt fast immer eine deutlich hörbare klangliche Verbesserung.

Das Problem der einseitig vormagnetisierten Trafos durch
Gleichspannungsanteile im Netz ist seit langem bekannt und de Facto
vorhanden. Sichere Abhilfe bringen grosse Trenntrafos zwischen Netz und
Gerät, mit dicken Kernen die bei den geforderten Leistungen so schnell nicht
in Sättigung gehen und daher die Gefahr hochfrequenter Störungen auf die
Versorgungsspannungen durch nichlineare Kennfelder der Trafokerne ( genau
das passiert durch die Vormagnetisierung ) wirksam vermeiden. Zudem stellen
die Dinger durch Ihre großen Induktivitäten sehr gute zusätzliche HF Killer
dar.

Probier das mal aus, Trenntrafos mit 2 KW gibt es z.T. schon für DM 500,-
gebraucht, der Effekt wird Dich vom Sockel hauen !!

Grüße

Christian


Uwe Behle

unread,
May 14, 1999, 3:00:00 AM5/14/99
to
Christian HJ Wiesner (cwie...@t-online.de) wrote:

: Stefan Kahlert schrieb in Nachricht <7hbnq3$m...@news.rhrz.uni-bonn.de>...

: Hi Stefan,

Ich hab' da so meine Zweifel...
Der Innenwiderstand unseres Netzes ist derart gering, dass sich gar keine
hohen Gleichspannungen aufbauen koennen; die wuerden naemlich in der
naechsten 10kV/400V Trafo-Station kurzgeschlossen. Bis dahin hast Du
vielleicht 10 mOhm. Wenn Du nun beruecksichtigst, dass kleinere
Netztrafos bereits Wicklungswiderstaende von mehreren 10 Ohm haben,
so wird Dir schnell klar, dass bei einigen 10 mV Gleichspannung auch
nur ein Strom von einigen mA fliessen kann, und der duerfte kaum
dazu ausreichen, den Kern in die Saettigung zu treiben. Abgesehen davon,
dass der Kern dann nur warm wird und etwas brummt. Die Oberwellen der
Netzspannung sollten sekundaerseitig bereits so gut gefiltert sein, dass
sie keine Rolle mehr spielen.

Gruss,

Uwe Behle

Stefan Kahlert

unread,
May 19, 1999, 3:00:00 AM5/19/99
to
cwie...@t-online.de (Christian HJ Wiesner) wrote:

>Du solltest das ganze nicht so leichtfertig abtun !!

Tu ich auch gar nicht.

Ich will damit nur sagen, daß ich jetzt in einem Raum mit etwa dem
vierfachen Volumen und anderer Form sowie völlig anderer Aufstellung
der Boxen (Ständer statt Regal) wohne. Damit sind soviele Parameter
anders, daß ich eventuelle Unterschiede durch "saubereren" Netzstrom
beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen kann. Ich habe vorher in
einem Karnickelstall von Zimmer gehaust, klar daß das Hörerlebnis
jetzt besser ist.

Und einen Kopfhörer besitze ich leider nicht ...


bis dann

Stefan


roehrig

unread,
May 27, 1999, 3:00:00 AM5/27/99
to

Christian HJ Wiesner schrieb:

> Stefan Kahlert schrieb in Nachricht <7hbnq3$m...@news.rhrz.uni-bonn.de>...
> >Natürlich war der Klang dann auch viel besser was einzig und allein
> >auf den "saubereren" Wechselstrom und nie und nimmer auf die völlig
> >anderen Raumeinflüße zurückzuführen ist ;-)).
>
> Hi Stefan,
>

> Du solltest das ganze nicht so leichtfertig abtun !!
>

> Die grössten Probleme haben alle Audiogeräte mit dem Netzteil und der
> Unterdrückung der zahlreich und stark vorhandenen Netzverschmutzungen. Jeder
> Aufwand, der dort betrieben wird, und sollte er zunächst noch so abstrus
> erscheinen, bringt fast immer eine deutlich hörbare klangliche Verbesserung.
>
> Das Problem der einseitig vormagnetisierten Trafos durch
> Gleichspannungsanteile im Netz ist seit langem bekannt und de Facto
> vorhanden. Sichere Abhilfe bringen grosse Trenntrafos zwischen Netz und
> Gerät, mit dicken Kernen die bei den geforderten Leistungen so schnell nicht
> in Sättigung gehen und daher die Gefahr hochfrequenter Störungen auf die
> Versorgungsspannungen durch nichlineare Kennfelder der Trafokerne ( genau
> das passiert durch die Vormagnetisierung ) wirksam vermeiden. Zudem stellen
> die Dinger durch Ihre großen Induktivitäten sehr gute zusätzliche HF Killer
> dar.
>
> Probier das mal aus, Trenntrafos mit 2 KW gibt es z.T. schon für DM 500,-
> gebraucht, der Effekt wird Dich vom Sockel hauen !!

Davon bin ich überzeugt. Spätestens wenn Sie dich nach 6 Monaten nach Deinem
Bandscheibenvorfall wieder aus dem Krankenhaus entlassen....

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