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Re: Fehlzündungen/Ausfälle Yamaha Virago 1100

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joerch

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Apr 26, 2010, 12:59:42 PM4/26/10
to
Am 26.04.2010 18:42, schrieb Matth>
> Momentan stehe ich ein bißchen auf der Leitung, wo ich mit der Suche
> anfangen soll. Hat jemand Hinweise?
>
> TIA
> Matthias
>

Klingt für mich als wenn der Vergaser nicht so tut wie er soll.
Erstmal gucken ob der Vergaser Sprit bekommt, dann
Vergaser ausbauen, alle Düsen reinigen, am besten komplett
ultraschallen, Schwimmer und Nadelventile prüfen, Membrane (hat das Ding
glaub ich)auf Risse prüfen. Flüssigkeitsstand in den Schwimmerkammern
nach Zusammenbau prüfen. Grundeinstellung des Leerlaufgemischs
einstellen und hoffen dass sie dann läuft :-)
Bei warmem Motor sollten dann auch noch die Vergaser synchronisiert werden.

Radbert Grimmig

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Apr 26, 2010, 1:26:04 PM4/26/10
to
Matthias Koch schrieb:

>Minuten rund). Es ist nicht möglich, den Choke zurückzustellen, die
>Drehzahl geht von ca. 1500 U/min auf Null, der Motor bleibt stehen.

>Momentan stehe ich ein bißchen auf der Leitung, wo ich mit der Suche
>anfangen soll. Hat jemand Hinweise?

Offensichtlich läuft der hintere Zylinder, wenn man das Gemisch
ausreichend anfettet. Das würde mich jetzt ebenfalls in erster
Näherung auf irgendwas am Vergaser tippen lassen. Hattest Du über
Winter den Sprit abgelassen?

Auf reinen Verdacht hin und nur weil man da doch einen Hauch besser
bei kommt, würd ich trotzdem als erstes hinten eine neue Kerze
reinmachen und nochmal versuchen, weil kostet kaum was und geht
schnell und es könnte theoretisch trotz des gesehenen Funkens sein,
dass sie unter Kompression nicht ganz so funkt wie sie soll. Aber
versprich Dir nicht zu viel davon.

--

Gruß
Radbert

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Tilmann Runck

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Apr 26, 2010, 3:24:06 PM4/26/10
to
Am 26.04.2010 18:42, schrieb Matthias Koch:
> Die Zündkerzen sehen für mich unauffällig aus, die Elektroden sind
> sauber, die vordere Kerze hat am Außenring einen leichten schwarzen
> Belag, die hintere dagegen ist sehr sauber und von bräunlich-rötlicher
> Farbe.
Wenn sie nur ohne Last mit Choke läuft wäre eigentlich rabenschwarz
rußig 'gesund'. Ich versuche mal eine Ferndiagnose: der hintere Zylinder
ist imho meilenweit zu mager. Such mal nach Nebenluft über einen
rissigen/undichten Ansaugstutzen (Anlassen, Bremsenreiniger auf Stutzen:
wenn Drehzahl schlagartig hochgeht ist er undicht). Dann beiden
tauschen, synchronisieren und sie geht wieder ;-)

Bye,
Tilmann
--
Seeley G50, Triton 650, R1200GS, Kawa ZXR 400
www.seeley.de

Olaf Kaluza

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Apr 26, 2010, 4:27:59 PM4/26/10
to
Matthias Koch <warp....@gmx.net> wrote:

>Momentan stehe ich ein bißchen auf der Leitung, wo ich mit der Suche
>anfangen soll. Hat jemand Hinweise?

Also ich wuerde ja sagen im Vergaser und zwar mit der Zahnbuerste. :-)

Olaf


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Patrick Grochowy

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Apr 26, 2010, 7:08:37 PM4/26/10
to
"Matthias Koch" <warp....@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:hdsga7-...@midgard.lokal.fjalar.de...
> [... 1100er Virago läuft nur auf dem vorderen Zylinder mit
> Chokeunterstützung ...]

Nach Deiner Beschreibung habe ich zuerst vermutet, daß der
hintere Zylinder evtl. gar nicht läuft. Bist Du sicher, daß die
hintere Kerze funkt? Tut sie das auch, wenn Du das Kabel
mal in eine andere Richtung biegst? Evtl. ist einfach Zündkabel oder
-kerzenstecker defekt/wackelig oder gar die Zündspule hinüber.
Oder das Zündkabel hat nicht mehr richtig Kontakt in Stecker/Spule.

Aber ich hatte mal ähnliche Symptome bei meiner XS400DOHC.
Da hat die Werkstatt den kleinen Messingpenöpel des Chokepümpels
am Vergaser abgebrochen, so daß der linke Zylinder keine
Kaltstartanreicherung mehr bekam und der Chokezug nur noch den
Choke des rechten Vergaser betätigt hat.

Da lief der Motor und fuhr die Kiste (wenn kalt) absolut grottig und
war nur mit Choke und Gashand am Leben zu halten. Bis dann der
linke Zylinder genug Wärme vom rechten angenommen hatte und der
linke Zylinder auf die Art anfing richtig zu laufen.

Bis ich die Ursache für den Nerv rausgefand, hat es damals etwas
gedauert (wenn warm lief sie ja wie gehabt), zwischendurch hatte
ich aber auch rechts 'ne zu schwarze und links 'ne schön braune
Kerze.

Nun hat Deine ja 'n V-Motor da ist im Kaltlaufzeitraum vermutlich
nicht viel mit Wärmeübetrag vom vorderen auf den hinteren Zylinder.

Evtl. geht einfach der Choke des hinteren Zylinders bei Dir nicht.
Zugeharzt von zu langer Standzeit, Dichtung aus Chokepümpel
gelöst und auf Chokebohrung kleben geblieben ... irgendwas in
der Richtung.

Du solltest nach dem Prüfen der Zündspule, -kabel, -stecker mal
den Vergaser des hinteren Zylinders genau untersuchen. Am besten
einfach beide Vergaser Ultraschallreinigen lassen, das schadet auf
keinen Fall. Und beim Zerlegen dazu sollten auch evtl. Fehler wie
z.B. verklemmte Chokedichtungen etc.auffallen.

Gruß und viel Glück

Paddy
--
gadgets.grochowy.de


Christoph Niessl

unread,
Apr 27, 2010, 2:41:13 AM4/27/10
to
Am Mon, 26 Apr 2010 18:59:42 +0200 schrieb joerch:

> Erstmal gucken ob der Vergaser Sprit bekommt, dann
> Vergaser ausbauen, alle Düsen reinigen, am besten komplett
> ultraschallen, Schwimmer und Nadelventile prüfen, Membrane (hat das Ding
> glaub ich)auf Risse prüfen.

Das letzte ist einer der "Standardfehler" bei den alten Viragos; das würde
auch zu dem Fehlerbild passen, dass man den Choke braucht, weil der
Schieber durch den Unterdruck nicht hoch genug kommt, um nennenswert Sprit
durchzulassen (zusammen mit einer verstopften Leerlaufdüse, sofern die
Kiste sowas hat).

Also auch von mir die Empfehlungen:
(a) Vergaser gründlich reinigen und prüfen, speziell die Membran
(b) auf Einspritzung umrüsten
(c) ein Motorrad (vorzugsweise mit Einspritzung) kaufen und den Chopper an
einen anderen komplett Ahnungslosen[1] verticken

Ciao Christoph

[1] vgl. Zitat von Jo Soppa über Chopper

Georg Horn

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Apr 26, 2010, 1:57:26 PM4/26/10
to
Matthias Koch <warp....@gmx.net> wrote:

> [Motor läuft schon länger schlecht]
> Dieses Frühjahr ist es erstmals soweit, daß ich absolut nicht losfahren
> kann, da der Motor ohne Choke nicht mal im Leerlauf gehalten werden kann
> und keinerlei Gas annimmt. Im letzten Herbst erledigte sich das Problem
> nach 5 Min. Warmlaufen.

Tja, irgendwann muss man halt mal alles wieder richtig machen, dann
funktioniert es auch wieder. Vergaser und Benzinhähne ausbauen, zerlegen
und säubern, auf Rost im Tank achten, Kerzen säubern oder erneuern, Lufi
prüfen, Ventilspiel einstellen. Dann muss sie zumindest laufen, als
Feintuning noch Vergaser synchen und Leerlaufgemisch mit CO-Tester
einstellen. Unter www.tr1.de gibts evtl mehr Ratschläge, müsste ja quasi
der gleiche Motor sein.

Gruss,
Georg

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Ignaz Schmucki

unread,
Apr 27, 2010, 9:52:44 AM4/27/10
to
Matthias Koch schrieb:
> ich werde sie noch eine weile fahren, wenn sie mich läßt, sie hat
> nämlich keine sehr hohe Laufleistung.

Diese Aussage erstaunt. Ich habe im Sommer 2003 eine Virago 1100 mit
über 25Tkm erworben und damit bis zum Verkauf im vergangenen Herbst
weitere 45'000km zurückgelegt .
Ich bin sicher, dass mein Nachfolger, wenn er die Maschine pflegt,
ohne grossen Aufwand damit noch einmal so weit fahren wird.

In den sechs Jahren hatte ich eine einzige grössere Reparatur: Ab
zweitem Lebensjahrzehnt scheinen Stator/Rotor einer Erneuerung zu
bedürfen. Hat sich in Startschwierigkeiten geäussert und zwar nicht nur
beim Kaltstart, sondern auch unterwegs nach einem Halt zB bei einem
Bahnübergang.

I.

(Nachfolger ist die Royal Star, XVZ1300A. Ich bin begeistert -
wenngleich: am Stilfersjoch tatsächlich nicht die erste Wahl.)

--
www.igu.ch

Karsten

unread,
Apr 28, 2010, 9:07:55 AM4/28/10
to
Und nochmal der gerade von der Dschobbrfraktion immer wieder
ignorierte Ratschlag, sich ein Oeldruckmanometer zuzulegen.
In aller Regel ist die Leerlaufdrehzahl herstellerseitig eher so
festgelegt, dass die Oelpumpe hihnreichend Druck aufbauen kann. Geht
man unter die Werksvorgabe, kann es sein, dass man sich den Motor im
Leerlauf schrottet.
Ich hab' mir mal mit dem Spiel einen eigentlich unkaputtbaren
Guellepumpenmotor abgeschossen. Nach penibelsten Einstellarbeiten
hatte der zwar einen sauberen und stabilen Leerlauf von 500 u/min,
aber auch keinen Oeldruck. Hat die Hauptlager gefressen.
Shit happenz....
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