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Zylinderkopfschrauben nachziehen?

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Andreas Gille

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Jul 7, 2002, 5:30:51 PM7/7/02
to
Hallo zusammen,
ist es eigentlich heute noch üblich die Zylinderkopfschrauben nach 1000km
nachzuziehen? Ich muß bei meiner 11er Zephyr die Kopfdichtung wechseln und
im Werkstatthandbuch steht zumindest dazu nichts. Bei meinen älteren Moppeds
musste ich das immer machen, damit der Kopf dicht blieb.

Hat jemand Erfahrungen damit oder gute Gründe für ein "für und wieder"? Bin
für jeden Tip dankbar.

Viele Grüsse.
Andreas


Rene Ruppert

unread,
Jul 7, 2002, 6:07:25 PM7/7/02
to
Servus!

> ist es eigentlich heute noch üblich die Zylinderkopfschrauben nach 1000km
> nachzuziehen? Ich muß bei meiner 11er Zephyr die Kopfdichtung wechseln und
> im Werkstatthandbuch steht zumindest dazu nichts. Bei meinen älteren
Moppeds
> musste ich das immer machen, damit der Kopf dicht blieb.

Es kann ja eigentlich nicht schaden, wenn du da mit dem richtigen Drehmoment
mal rangehst, oder? Meine Meinung...dafür sind DrehMoSchlüssel ja da - da
kann man nix kaputt machen (ausser vielleicht es ist das Sparangebot von
OBI).

cu

René


Steffen Breitbach

unread,
Jul 7, 2002, 7:51:19 PM7/7/02
to
"Andreas Gille" <andrea...@gmx.de> meinte:

> Hallo zusammen,
> ist es eigentlich heute noch üblich die Zylinderkopfschrauben nach
> 1000km nachzuziehen?

Hm, keine ahnung ob das ein Maßstab ist. Aber ich hab ma die Nockenwelle
bei meiner CB450N gewechselt, wozu auch die Stehbolzen raus mußten. Beim
Wechsel an sich ist dann unten an der Dichtung zwischen Zylinder und KW-
Gehäuse etwas Öl ausgetreten. Ich hab die Stehbolzen mit dem DrehMo
angezogen, danach hielt der Motor mehrere Mm problemfrei dicht. Sollte also
"auch so" gehen.

HTH

Bis denn...
Steffen
--
FZS600@8Mm (3Mm) - Die Drehorgel
CB450N@45Mm (15 Mm) - Das Überraschungsei, verkauft
Squid% 20,6; Fl. 3 P.; KoMA#810; dlisugc#810;
Bebef@IRC

Radbert Grimmig

unread,
Jul 8, 2002, 2:40:26 AM7/8/02
to
"Andreas Gille" <andrea...@gmx.de> schrieb:

>ist es eigentlich heute noch üblich die Zylinderkopfschrauben nach 1000km
>nachzuziehen? Ich muß bei meiner 11er Zephyr die Kopfdichtung wechseln und
>im Werkstatthandbuch steht zumindest dazu nichts.

Maschinenbautechnische Zusammenhänge kann ich nicht liefern, aber wenn
man das machen müsste, würde es entweder im
(original-)Werkstatthandbuch stehen, oder aber in einem etwaigen
Zusatzbuch des Herstellers mit allgemeinen Anweisungen zu bestimmten
Arbeitsgängen, die bei jedem Modell anfallen, oder es würde
entsprechend ausgebildet.

>Hat jemand Erfahrungen damit oder gute Gründe für ein "für und wieder"?

Wenn man das konstruktiv so auslegen kann, dass ein Nachziehen nicht
nötig ist, wär das schon ganz ok, wenn ich an den Aufwand denke, den
man betreiben muss, um bei modernen Motoren die entsprechenden
Schrauben auch nur frei zu legen. Da gehen ja dann allein fürs
Nachziehen problemlos noch mal 130 Euro durch, wenn man mal ein
bisschen Plastik und das Kühlsystem abbauen muss.

Gruß, Radbert

Carsten Thorenz

unread,
Jul 8, 2002, 3:25:37 AM7/8/02
to
"Andreas Gille" <andrea...@gmx.de> wrote:

> ist es eigentlich heute noch üblich die Zylinderkopfschrauben nach
> 1000km nachzuziehen?

Kommt darauf an. Wenn der Motor Einweg-Streckschrauben hat, dann
nicht. Also am besten beim Haendler fragen.

Gruss,

Carsten

Tim Boneko

unread,
Jul 8, 2002, 7:28:42 AM7/8/02
to
Pah!
Moderne Motoren! Wenn ich das schon höre!
Ich bau meinen Tank ab, und los geht`s. Bei meiner ollen GS (wahrhaftig kein
moderner Motor...) sollten iirc laut WHB die Schrauben nach 500 km
nachgezogen werden. Aber hier zu verallgemeinern ist nicht drin.

tim

Wieland Frank

unread,
Jul 8, 2002, 1:44:53 PM7/8/02
to

Andreas Gille schrieb in Nachricht ...

[Kopfschrauben nachziehen]

Hi Andreas,

auf die Frage hin sollen schon Glaubenskriege ausgebrochen sein....;-)

Im Enst: Wenn Einwegschrauben (Dehnschrauben) verwendet werden, dann nicht,
bei Stehbolzen nicht immer. Klüger? Nee? Dacht ich mir.
Also der Punkt ist, dass sich die meisten Dichtungen "setzen" und danach
noch mal angezogen werden sollen. Ich hab auf den Tipp eines Bekannten hin,
folgendes Verfahren angewandt: Kopf (natürlich in mehreren Schritten!) mit
drei bis vier Nm über Sollwert anziehen, einen Tag stehen lassen, lösen, auf
Sollwert anziehen. Dieses Verfahren hab ich angewandt, da ich an die
Kopfschrauben nur drankomme, wenn der Motor aus- und der komplette
Ventiltrieb abgebaut ist - und ich mir die Arbeit sparen wollte. Dass das
Verfahren funktioniert, weiss ich weil a.) Es seit 25 TKm dicht ist und b.)
ich misstrauisches Arschloch doch nach 1000 Km den Motor ausgebaut und
nachgeguckt hab....... (no comments, please)

Viel Erfolg
Wieland


Andreas Gille

unread,
Jul 8, 2002, 2:18:09 PM7/8/02
to
Hallo zusammen,
Danke für die Tips!
Wieland Du schriebst von Einwegschrauben. Muss ich davon ausgehen, dass wenn
ich keine Stehbolzen habe, sondern Schrauben, dass diese Einweg sind? Kann
ich davon ausgehen, wenn in dem orginal Werkstatthandbuch zwei Drehmomente
für neue und gebrauchte Schrauben drin sind, dass ich diese dann
weiterverwenden kann? und noch ne Frage: Habe mir heute die Kopfdichtung
besorgt, besteht anders als die, die ich sie so von anderen Moppeds her
kenne nur aus drei Metallfolien. Ist das ein Indiz dafür das die Dichtung
sich nicht stetzt? Oder zumindest nicht so strak, wie die aus Metall und
"Pappe".

Ich möchte einfach nicht die ganze Prozedur in kürze Wiederholen müssen, nur
weil ich zu dumm war ;-).

Danke und Gruß Andreas

Christoph Hakert

unread,
Jul 8, 2002, 3:20:33 PM7/8/02
to

Steffen Breitbach schrieb:
> Hm, keine ahnung...

Eben!

_Du_ sei mal ganz ruhig, was DrehMoSchlüssel angeht!

Andreas, glaub ihm kein Wort! siehe www.dlisugc.org , Nr.810!

Christoph
--
rrr #144, KotKoMAl, KoMA #144, dlisugc #144
XS 400 `82 Der rote Blitz, max. 12V
XJ 600 `89 67 Mm (18 Mm) Schaukelpferd

Andreas Gille

unread,
Jul 8, 2002, 3:44:21 PM7/8/02
to
jooo, wenn schon von Obi, dann doch besser mit Schraubstock und Gewicht
DrehMo nachprüfen.

Gruß Andreas

Zephyr 11er 46Mm
XJ650 94Mm
CB400N 51Mm

Wieland Frank

unread,
Jul 9, 2002, 2:16:37 PM7/9/02
to

Andreas Gille schrieb in Nachricht ...
>Wieland Du schriebst von Einwegschrauben. Muss ich davon ausgehen, >dass
wenn ich keine Stehbolzen habe, sondern Schrauben, dass diese >Einweg sind?
Kann ich davon ausgehen, wenn in dem orginal >Werkstatthandbuch zwei
Drehmomente für neue und gebrauchte Schrauben >drin sind, dass ich diese
dann weiterverwenden kann? und noch ne Frage:

Hi Andreas,
Dehnschrauben erkennst du i.d.R. leicht an dem Dehnbereich zwischen Gewinde
und Schraubenkopf. (Sieht aus, als ob Kringel um die Schraube wären)
Ich würde die Schrauben auf jeden Fall erneuern. Ist zwar nicht unbedingt so
ganz billig, aber sicherer, da Zylinderkopfschrauben nicht gerade zu den
wenig belasteten Bauteilen gehören.

>Habe mir heute die Kopfdichtung
>besorgt, besteht anders als die, die ich sie so von anderen Moppeds her
>kenne nur aus drei Metallfolien. Ist das ein Indiz dafür das die Dichtung
>sich nicht stetzt? Oder zumindest nicht so strak, wie die aus Metall und
>"Pappe".

Kann ich nix zu sagen, Kopfdichtungen dieser Art kenn ich nicht. D.h. bei
genauerem Nachdenken glaube ich meine alte Kreidler RSC hatte so was. Ist
aber schon zu lange her, als dass ich mich da wirklich erinnern könnte (jaja
das Alter). Ist es eine Originale? Verwende keine Zubehördichtung. Trocken
einsetzen (ohne zusätzliches Dichtmittel - ausser es ist im WHB ausdrücklich
gefordert). Kopfdichtungen die Spiegelverkehrt oder sonst verwechselbar
eingebaut werden könne haben eine Aufschrift (unten/oben). Auf
Anzugsreihenfolge der Schrauben achten. Dann kann eigentlich nix
Schiefgehen, ausser der Kopf war selbiges.

>Ich möchte einfach nicht die ganze Prozedur in kürze Wiederholen müssen,
>nur weil ich zu dumm war ;-).

Aus Fehlern wird man dann klug :-))

Im Ernst: Ich hab mit der gestern beschriebenen Methode sehr gute
Erfahrungen gemacht und mein Mopped ist ein berüchtigter
Kopfdichtungskiller.

Viel Erfolg
Wieland


Steffen Breitbach

unread,
Jul 9, 2002, 3:20:51 PM7/9/02
to
Christoph Hakert <hak...@uni-koblenz.de> meinte:

>
>
> Steffen Breitbach schrieb:
>> Hm, keine ahnung...
>
> Eben!
>
> _Du_ sei mal ganz ruhig, was DrehMoSchlüssel angeht!
>
> Andreas, glaub ihm kein Wort! siehe www.dlisugc.org , Nr.810!

Joh, toll. Demnäxt werd ich Schraubertipps nurnoch unter falschem Namen
von mir geben, vielleicht nimmt mich dann ja ma jemand ernst.

BTW, Du Quolschst ein wenig

Andreas Gille

unread,
Jul 11, 2002, 4:51:56 AM7/11/02
to
Hi Wieland,
danke für die Tips, wenn ich Pech habe, kommt niemals zum Nachziehen, da
beim Ausbau sich ein Kopfschraubengewinde im Alu verabschiedet hat:-((((.

Gruß Andy


Andreas Gille

unread,
Jul 11, 2002, 4:53:56 AM7/11/02
to
Hi Wieland,
Danke für die Tips. Wenn ich Pech habe, kommt es nie zum Nachziehen, da sich
beim Ausbau ein Kopfschraubengewinde im ALU verabschiedet hat: :-(((

Gruß Andreas


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