Hallo!
On Wed, 17 Oct 2012 22:47:11 +0200, Juergen wrote:
> Neulich hab ich mir ein kleines Fichtenmoped (ein Glück, doch nicht
> offtopic) zugelegt. Braucht angeblich Gemisch 1:25.
> Jetzt habe ich ein praktisch baugleiches Modell (andere Farbgebung,
> Hersteller Obi-Hausmarke CMI statt Benson, identische technische Daten)
> in einem Baumarkt gesehen, samt Anweisung Gemisch 1:40.
> Was muss man an einem Motor theoretisch konstruktiv ändern dass er mit
> weniger Schmieröl im Sprit auskommt.
Zunächst einmal die Bedüsung. Entgegen des verbreiteten Irrglaubens läuft
ein 2T-Motor mit VIEL Öl MAGERER (weil das schwer brennbare Öl Benzin
verdrängt). Daneben kenne ich kein einziges 2T-Motorrad aus meinem
persönlichen Umfeld, welches im Hobbybetrieb nicht mit (hochwertigem) Öl
in 1:40-Mischung klargekommen wäre. Ein deutlich weniger versiffter
Auspuff/Auslaßsteuerung/Expansionskammer war obendrein die Folge. Bei
einem Vollprofi, der die Dinger entweder auf 0 oder 100% betreibt, mag das
anders sein.
Falls wir - wider Erwarten - nicht über Motorräder reden,
> Bzw. was ist die Schwachstelle -
> was könnte bei meinem Motörchen kaputt gehen, wenn ich doch 1:40 nehme?
hat Ralf schon einiges genannt. Schwachstellen sind natürlich alle
thermisch/mechanisch hochbelasteten Teile wie Kolben, Zylinder,
Pleuellager, Kurbelwellenlager - insbesondere, wenn das Gerät luftgekühlt
ist.
Konstruktiv ändern muß man wenig - die meisten halbwegs aktuellen (>1990)
Konzepte halten das locker aus. Eine Baumarktkettensäge aus China würde ich
nicht dazu zählen, die "fährt" man ggfs. auch mit 1:40 und schmeißt sie
eben weg, wenn sie sich frißt, da es eh keine Ersatzteile gibt. Und wenn es
sie gibt, sind sie unbezahlbar.
Ciao,
Volker
--
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