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Messung des Wassergehaltes in der Bremsfluessigkeit

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chip

unread,
Sep 22, 2002, 7:15:09 PM9/22/02
to
Hoi,
Ich habe bei Hein Bloed oder aehnlichen so ein Messgerät gesehen. Es
wird wohl die elektrische Leitfähigkeit der Bremsflüssigkeit gemessen.
Hat jemand Erfahrung mit so was?
oder ne entsprechende Tabelle?

greaz

--
Visit www.mopedxxl.de

Ralf 'Garfield' Pysny

unread,
Sep 23, 2002, 2:06:00 AM9/23/02
to

chip schrieb:

> Ich habe bei Hein Bloed oder aehnlichen so ein Messgerät gesehen. Es
> wird wohl die elektrische Leitfähigkeit der Bremsflüssigkeit gemessen.
> Hat jemand Erfahrung mit so was?
> oder ne entsprechende Tabelle?

Vergiß es. Je nach Fahrweise und Gegend (bergig oder flach) jedes Jahr
oder jedes zweite Jahr die Bremsflüssigkeit wechseln und gut ist.


Gruß, Garfield

--
/\./\
/ o u \ Ich bin hier nur der Kater...
\<=Y=>/
---oOO-/ " \-OOo---------------------------------------------------

Olaf Erkens

unread,
Sep 23, 2002, 9:29:14 AM9/23/02
to
chip <chip.f...@t-online.de> wrote:

> Ich habe bei Hein Bloed oder aehnlichen so ein Messgerät gesehen. Es
> wird wohl die elektrische Leitfähigkeit der Bremsflüssigkeit gemessen.
> Hat jemand Erfahrung mit so was?
> oder ne entsprechende Tabelle?

Ich bewundere immer wieder die Phantasie der Hersteller von
Werkzeugen/Geräten, welche der versierte Hobbybastler schon immer
gebraucht hat und unbedingt noch haben muß ;-)

Olaf


--
********************* OLAF ERKENS **********************
FJ@#RRR http://www.wiso.uni-dortmund.de/~FJ
FJ1200 3YA BJ93 200Mm rrr#25
Engine replaced ... up and running wonderful :-)

Wieland Frank

unread,
Sep 23, 2002, 12:17:23 PM9/23/02
to

chip schrieb in Nachricht <3D8E4EFD...@t-online.de>...

[Bremsflüssigkeitstester]

Haste dir mal überlegt, wieviel L Bremsflüssigkeit du dir für so ein Teil
kaufen könntest? Bei zweijährlichen Wechselintervallen.........


Wieland


chip

unread,
Sep 23, 2002, 2:18:31 PM9/23/02
to
chip wrote:
> Hoi,
> Ich habe bei Hein Bloed oder aehnlichen so ein Messgerät gesehen. Es
> wird wohl die elektrische Leitfähigkeit der Bremsflüssigkeit gemessen.
> Hat jemand Erfahrung mit so was?
> oder ne entsprechende Tabelle?
>
> greaz
>
>
>

Hmmmm,

Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt :D
Ich will das nicht kaufen, mich interessiert die Technik und Funktion.
Der Nachbau eines Leitfähigkeitsmessgerät ist doch wohl wirklich kein
Problem *anStudiumzurückdenk*
Aber ist der Wassergehalt wirklich so festzustellen? Hat jemand
Erfahrung aus dem Bereich der Hydraulik?

greaz

PS Da will man das technische Niveau dieser NG hochhalten und dann so
was..... *eg*

Christian Uhrig

unread,
Sep 23, 2002, 4:03:31 PM9/23/02
to

chip schrieb:
>

> Hmmmm,
>
> Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt :D
> Ich will das nicht kaufen, mich interessiert die Technik und Funktion.
> Der Nachbau eines Leitfähigkeitsmessgerät ist doch wohl wirklich kein
> Problem *anStudiumzurückdenk*
> Aber ist der Wassergehalt wirklich so festzustellen? Hat jemand
> Erfahrung aus dem Bereich der Hydraulik?
>

Als Mitarbeiter eines Hydraulikkomponentenherstellers müßte ich das
wissen...
Wir schicken die Ölproben IMHO in Labor, ich denke wenn es eine
vernümftige
'ambulante' Möglichkeit gebe würde die verwendet (?) Aber halt, im Labor
wird
ja nicht nur nach Wasser gesucht, wir wollen ja auch noch andere Sachen
wissen...

Ich werd' morgen mal 'nen Kollegen fragen, der das wissen muss.

Der TÜV macht doch auch Bremsflüssigkeittests, wie machen die das denn ?


--
Chris(s)tian Uhrig
mailto:chri...@uhrig-und-rustikal.de
http://uhrig-und-rustikal.de
'Das Leben ist mehr breit als lang und wir stehen alle mittenmang'

Oliver Herms

unread,
Sep 23, 2002, 4:12:59 PM9/23/02
to
Christian Uhrig <chri...@uhrig-und-rustikal.de> wrote:

> Der TÜV macht doch auch Bremsflüssigkeittests, wie machen die das
> denn ?

Die bestimmen lediglich den Siedepunkt.

Gruß

Oliver

Richard Hammann

unread,
Sep 24, 2002, 4:21:56 AM9/24/02
to
Ein richtiger Meister taucht den Finger in die Suppe und leckt dran. Am
Geschmack erkennt der Chef dann was Sache ist.


Rico


"Oliver Herms" <oliver...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:amnskb$7k59b$1...@ID-44601.news.dfncis.de...

Henning

unread,
Sep 23, 2002, 6:58:47 PM9/23/02
to
> Wir schicken die Ölproben IMHO in Labor, ich denke wenn es eine vernümftige 'ambulante' Möglichkeit gebe würde die verwendet (?)


For oils at least there are tests available. One uses a pressure container, where oil and test chemicals are mixed. The chemicals react with any water in the sample and produces gasses. The pressure increase is then a measure for the water content.


--
Who, what, where: http://move.to/henning

Sascha Muench

unread,
Sep 24, 2002, 6:53:44 AM9/24/02
to
Hi Richard!

On Tue, 24 Sep 2002 10:21:56 +0200, "Richard Hammann"
<ri...@r-hammann.de> wrote:

>Ein richtiger Meister taucht den Finger in die Suppe und leckt dran. Am
>Geschmack erkennt der Chef dann was Sache ist.

Und hat danach mindest 3 Tage Sodbrennen.

*btdtnts*

[ToFu umweltgerecht entsorgt]

CU
Sascha
--
'85 Suzuki GSX 550 EU 95-02 85Mm [4sale]
'99 Kawasaki zzr 600 02-?? 16Mm macht mir tierisch Spass
Für alle die es unbedingt wissen wollen: http://www.rrr.de/~fuzzi

Sascha Muench

unread,
Sep 24, 2002, 11:02:32 AM9/24/02
to
On Tue, 24 Sep 2002 16:32:55 +0200, Dirk G. Straka
<This.is.just...@GMX.net> wrote:

>Thus spoke Sascha Muench <w...@muench-stahl.de>:
>[...Bremsfüssigkeitssuppe probiert]


>> Und hat danach mindest 3 Tage Sodbrennen.
>> *btdtnts*
>

>Ooops - wieviel hast Du denn zu Dir genommen? In hinreichender

Naja, einmal so den Finger abgeschleckt. War irgendwie wiederlich ....

Gut, Sodbrennen hatte ich nur bis zum Essen, aber wenn man das
regelmäßig macht kann man sich dran gewöhnen *würg*

Holger Issle

unread,
Sep 24, 2002, 11:06:40 AM9/24/02
to
On Tue, 24 Sep 2002 16:32:56 +0200, Dirk G. Straka wrote:

> Kann man aus dem Wassergehalt der Flüssig-
> keit im Vorratsbehälter eigentlich überhaupt auf den in den Leitungen
> schliessen?

a) Ja, Diffusion und Vibration des Moppeds sollten für eine
hinreichend gute Verteilung ausreichen.

b) Nein, denn da ist ein Bremszylinder (die Pumpe) dazwischen, da wird
nur ein sehr kleiner Teil gemischt.

Egal wie, bei irgendwelchen Bedenken würde ich das Zeug wechseln, so
teuer ist das ja nicht, und das ist mir meine Haut wert.
--

Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100)

90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 42 Mm (Die Renndrecksau!)

cu @ http://www.issle.de

Georg Horn

unread,
Sep 24, 2002, 11:43:44 AM9/24/02
to
Holger Issle <Hol...@issle.de> wrote:
> On Tue, 24 Sep 2002 16:32:56 +0200, Dirk G. Straka wrote:

>> Kann man aus dem Wassergehalt der Flüssig- keit im Vorratsbehälter
>> eigentlich überhaupt auf den in den Leitungen schliessen?

Ich denke schon, denn:

> a) Ja, Diffusion und Vibration des Moppeds sollten für eine
> hinreichend gute Verteilung ausreichen.

Wenn die BF so wild auf Wasser ist, dass es selbiges sogar durch
die Leitungen anzieht, wird sie wohl kein Problem haben, dieses auch
innerhalb der Leitung zu verteilen.

> b) Nein, denn da ist ein Bremszylinder (die Pumpe) dazwischen, da wird
> nur ein sehr kleiner Teil gemischt.

Aber bei losgelassenem Hebel ist eine Oeffnung zwischen Behaelter und Zylinder
offen, wie soll den sonst Fluessigkeit nachfliessen wenn die Belaege
verschleissen?

> Egal wie, bei irgendwelchen Bedenken würde ich das Zeug wechseln, so
> teuer ist das ja nicht, und das ist mir meine Haut wert.

Ach was, wer seinen Rahmen mit einem Strassenpfahl richtet, kann auch
mit Wasser in der Bremse fahren... #

Gruss,
Georg

Christian Uhrig

unread,
Sep 24, 2002, 1:39:35 PM9/24/02
to

Christian Uhrig schrieb:


>
>
> >
> Als Mitarbeiter eines Hydraulikkomponentenherstellers müßte ich das
> wissen...
> Wir schicken die Ölproben IMHO in Labor, ich denke wenn es eine
> vernümftige
> 'ambulante' Möglichkeit gebe würde die verwendet (?) Aber halt, im Labor
> wird
> ja nicht nur nach Wasser gesucht, wir wollen ja auch noch andere Sachen
> wissen...
>
> Ich werd' morgen mal 'nen Kollegen fragen, der das wissen muss.

Hab heute mal gefragt, was das Labor genau macht wusste er auch nicht,
aber es gibt tatsächlich so eine Art 'ambulantes'
Wassergehaltsmessgerät.
Und dieses funtioniert wie beim TÜV und weiter unten beschrieben durch
Ermittlung des Siedepunktes.

Thomas Winkelhagen

unread,
Sep 26, 2002, 3:54:31 AM9/26/02
to
Christian Uhrig <chri...@uhrig-und-rustikal.de> schrieb:

> durch Ermittlung des Siedepunktes.

Die Ermittlung des Siedepunktes halte ich labortechnisch für die beste
Lösung. Die Bestimmung des Wassergehaltes (z.B. Karl-Fischer Titration)
ist zwar auch möglich, aber was sagt dann der Wassergehalt aus?

In letzter Konsequenz ist das Wechseln der BF die effizienteste
Methode ...

--
---

chip

unread,
Sep 26, 2002, 5:54:34 PM9/26/02
to
Christian Uhrig wrote:
>
> Christian Uhrig schrieb:
>
>>
>>Als Mitarbeiter eines Hydraulikkomponentenherstellers müßte ich das
>>wissen...
>>Wir schicken die Ölproben IMHO in Labor, ich denke wenn es eine
>>vernümftige
>>'ambulante' Möglichkeit gebe würde die verwendet (?) Aber halt, im Labor
>>wird
>>ja nicht nur nach Wasser gesucht, wir wollen ja auch noch andere Sachen
>>wissen...
>>
>>Ich werd' morgen mal 'nen Kollegen fragen, der das wissen muss.
>
> Hab heute mal gefragt, was das Labor genau macht wusste er auch nicht,
> aber es gibt tatsächlich so eine Art 'ambulantes'
> Wassergehaltsmessgerät.
> Und dieses funtioniert wie beim TÜV und weiter unten beschrieben durch
> Ermittlung des Siedepunktes.
>
>

Habe gerade diesen link gefunden
http://www.leitenberger.de/autotest/bremsen/bremsfluessigkeit.htm

so ganz unsinnig scheint mir das mit dem Wassergehalt/Siedepunkt doch
nicht zu sein....

greaz

--
Visit www.mopedxxl.de

Ralf 'Garfield' Pysny

unread,
Sep 27, 2002, 2:55:05 AM9/27/02
to

chip schrieb:

> so ganz unsinnig scheint mir das mit dem Wassergehalt/Siedepunkt doch
> nicht zu sein....

Es ist nur in zwei Situationen interessant:

1.) Nach einem Unfall, wenn der Verursacher sagt, daß seine Bremse
versagt hätte.

2.) Wenn ein Neukunde zur Wartung in die Werkstatt kommt und nicht sagen
kann, wann zum letzten Mal die Bremsflüssigkeit gewechselt wurde (kommt
leider noch zu oft vor - man sollte die Problematik den Normalfahrern
mehr bekanntmachen). Im Zweifelsfall macht man dem Kunden aber lieber
klar, daß ein Bremsflüssigkeitswechsel zuviel billiger ist als ein
Unfall.

Bei einem Fahrzeug, bei dem in den vorgesehenen Intervallen die
Bremsflüssigkeit gewechselt wird, ist das Überprüfen des
Wassergehalts/Siedepunkts völlig unsinnig und die Geräte sind meiner
Ansicht nach Geldmacherei wie das Anbieten irgendwelcher dubioser
Öladditive oder Benzinsparmagneten. Die einzigen, die ein berechtigtes
Interesse an solchen Prüfgeräten haben, sind Unfallgutachter.

Frank Peter

unread,
Sep 27, 2002, 4:15:21 AM9/27/02
to

Ralf 'Garfield' Pysny schrieb:

< Messung Wassergehalt/Siedepunkt >

> Bei einem Fahrzeug, bei dem in den vorgesehenen Intervallen die
> Bremsflüssigkeit gewechselt wird, ist das Überprüfen des

> Wassergehalts/Siedepunkts völlig unsinnig ...

Ich sehe es eher andersrum: Man könnte sich manchen Wechsel ersparen,
wenn jeder sehen könnte, wie wenig sich nach 2 Jahren der Siedepunkt
ändert.

Ich setze mich jetzt mal der Gefahr der Steinigung aus: Vor einigen
Jahren wollte ich wissen, ob diese Dampfblasen wirklich auftreten. Bei
einer Großglocknerabfahrt mit Sozia und Gepäck und 14 Jahre alter
Bremsflüssigkeit bremste ich ausschließlich hinten. Irgenwann ließ die
Bremswirkung tatsächlich dramatisch nach. Da der Druckpunkt jedoch nach
wie vor deutlich zu spüren war, handelte es sich dabei um das übliche
Fading (Nachlassen der Bremswirkung aufgrund zu heißer Beläge/Scheibe;
Dampfblasen lassen den Druckpunkt verschwinden, die Bremse läßt sich bis
zum Anschlag treten/ziehen).

Aus dieser Erfahrung heraus halte ich die üblichen Wechselintervalle für
deutlich verfrüht.

Noch eine Story am Rande, die sich sicherheitsbewußte Leser nur sitzend
und mit Beruhigungspillen in Reichweite durchlesen sollten:
Ein Bekannter ließ sich in Saudi-Arabien die Bremsflüssigkeit wechseln.
Der Mechaniker öffnete den Flüssigkeitsbehälter und die
Entlüftungsschrauben an den Rädern. Mit Preßluft am Flüssigkeitsbehälter
wurde die alte Bremsflüssigkeit durch die Entlüftungsschrauben auf den
Werkstattboden getrieben. Danach wurde das System mit Wasser (!)
gespült, mit Preßluft nachgepustet (immerhin), neubefüllt und entlüftet.
Nach der Routine des Mechanikers beurteilt, ist das dort gängige Praxis.

> Ich bin hier nur der Kater...

Solange du keine Duftmarken setzt, soll´s mir recht sein... ;-)

Frank

Ralf Kleineisel

unread,
Sep 27, 2002, 4:35:03 AM9/27/02
to
Frank Peter wrote:

> Ich setze mich jetzt mal der Gefahr der Steinigung aus: Vor einigen
> Jahren wollte ich wissen, ob diese Dampfblasen wirklich auftreten.

Sie treten auf. Mein seliger Citroen hatte mal das Probem, daß ein
Bremskolben nicht mehr leichtgängig war und auf der Autobahn dann der
leicht reibende Belag das Bremssystem aufheizte. Die Bremsleistung war
absolut null. Nix. Nada. Schlagartig. Abgestellt, abkühlen lassen,
bremste wieder.

> Aus dieser Erfahrung heraus halte ich die üblichen Wechselintervalle
> für deutlich verfrüht.

Sicher sind sie das, wenn man als Maßstab den Zeitpunkt ansetzt, an dem
die Benutzung des Motorrads akut lebensgefährlich wird. Ich persönlich
ziehe es vor, daß mir das, was mir damals an dem Citroen passiert ist,
nicht beim Paßabfahren am Mopped passiert.

> Ein Bekannter ließ sich in Saudi-Arabien die Bremsflüssigkeit wechseln.

Lieber mit 20 Jahre alter Bremsflüssigkeit fahren als das.

--
Ralf Kleineisel - http://www.kleineisel.de/ralf/motorrad (__)
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