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Hinterradachsmutter anziehen

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G.Bundschuh

unread,
Aug 8, 2012, 10:59:27 AM8/8/12
to
Ich habe keinen Drehmomentschlüssel und ziehe die Sachen
nach Gefühl fest. Bis jetzt gab es auch keine Probleme. Jetzt
mußte ich aber gerade meine Kette nachspannen. Also
Sicherungssplint raus und die Kronenmutter gelöst. Dann
Kette gespannt.

Jetzt hatte ich das Problem beim Anziehen der Achse, daß ich
ja mit einer Aussparung über das Loch kommen muß, um den
Sicherungssplint wieder einzusetzen. Hat irgendwie gar nicht
gepaßt. Bei der einen Aussparung wäre es nach meinem Gefühl
nicht fest genug und die nächste Aussparung hätte ich vielleicht
mit ganz viel Muskelkraft gerade erreichen können, dann wäre
die Achse aber wieder zu fest angezogen gewesen.

Ich habs jetzt halt so gelassen, daß es eher locker ist. Hättet
ihr die Mutter festgeknallt? Passieren kann so ja eigentlich
nichts, oder?

Ich habe noch so altmodische Kettenspanner mit einer
Führungsbuchse in der Schwinge und .. ach so etwas halt:
<http://www.frankvoelker.de/media/Hinterrad%20Achse%20Kettenspanner%20links.JPG>
(Ist nicht meine Seite, habe halt ein Bild gesucht)

mfg Gerd

Matthias Kohrs

unread,
Aug 8, 2012, 4:31:28 PM8/8/12
to
Am 08.08.2012 16:59, schrieb G.Bundschuh:

> Jetzt hatte ich das Problem beim Anziehen der Achse, da� ich
> ja mit einer Aussparung �ber das Loch kommen mu�, um den
> Sicherungssplint wieder einzusetzen. Hat irgendwie gar nicht
> gepa�t. Bei der einen Aussparung w�re es nach meinem Gef�hl
> nicht fest genug und die n�chste Aussparung h�tte ich vielleicht
> mit ganz viel Muskelkraft gerade erreichen k�nnen, dann w�re
> die Achse aber wieder zu fest angezogen gewesen.

Wie fest h�tte man sie denn anziehen sollen, wenn ein
Drehmomentschl�ssel zur Hand gewesen w�re?

Mit einem normalen Schraubenschl�ssel oder einer R�tsche von Hand k�nnen
nur sehr wenige Schrauber die Mutter wesentlich zu fest anziehen.
Anzugsmoment bei der SR500 150Nm, bei der NTV 120Nm. Das ist *fest*!

> Ich habs jetzt halt so gelassen, da� es eher locker ist. H�ttet
> ihr die Mutter festgeknallt?

Ja. Die Achse von der SR ist kreuzf�rmig durchbohrt, das hei�t nach 30�
mehr Drehwinkel kann man wieder einen Splint einsetzen. Das geht ohne
brutale Gewalt, aber "eher locker" geh�rt da nichts.

CYA! Matthias
--
http://schraubensack.blogspot.de

Achim M.

unread,
Aug 8, 2012, 6:31:03 PM8/8/12
to
Am 08.08.2012 16:59, schrieb G.Bundschuh:
> Ich habe keinen Drehmomentschlüssel und ziehe die Sachen
> nach Gefühl fest. Bis jetzt gab es auch keine Probleme. Jetzt
> mußte ich aber gerade meine Kette nachspannen. Also
> Sicherungssplint raus und die Kronenmutter gelöst. Dann
> Kette gespannt.
>
> Jetzt hatte ich das Problem beim Anziehen der Achse, daß ich
> ja mit einer Aussparung über das Loch kommen muß, um den
> Sicherungssplint wieder einzusetzen. Hat irgendwie gar nicht
> gepaßt. Bei der einen Aussparung wäre es nach meinem Gefühl
> nicht fest genug und die nächste Aussparung hätte ich vielleicht
> mit ganz viel Muskelkraft gerade erreichen können, dann wäre
> die Achse aber wieder zu fest angezogen gewesen.
>
> Ich habs jetzt halt so gelassen, daß es eher locker ist. Hättet
> ihr die Mutter festgeknallt? Passieren kann so ja eigentlich
> nichts, oder?
Was ist festgeknallt und locker?
Wenn du auf dem Maulschlüssel stehend anziehst ist das zu fest.
Wenn die Schraube mit 2 Fingern abgedreht werden kann ist sie zu locker. :)
Bedenke dass der Splint und nicht die "Kraft" die Mutter sichert.
PS: Ist das Rad gerade eingebaut, sonst passt es auch nicht. :)

--
Vielen Dank Boxerfan: 2 + 4Rad
für die Müh die ich mach R1100GS"R" ohne ABS
(frei nach Bodo Bach) GRR#53
_______________http://www.qtreiber.eu______________

Georg Horn

unread,
Aug 9, 2012, 3:20:40 AM8/9/12
to
G.Bundschuh <g.bun...@arcor.de> wrote:

> Ich habs jetzt halt so gelassen, daß es eher locker ist. Hättet
> ihr die Mutter festgeknallt? Passieren kann so ja eigentlich
> nichts, oder?

Ich hatte sie fester gedreht. Wie Mathias schon schrieb, gehört das
ordentlich[tm] angezogen (>= 100 Nm bestimmt), wenn man da mal einen
Drehmo nimmt wundert man sich wieviel das ist. Im schlimmsten Fall
könnte passieren, dass der Kettenspanner die Kräfte aufnehmen muss und
das auf Dauer nicht aushält.

Gruss,
Georg

Achim M.

unread,
Aug 9, 2012, 4:35:40 AM8/9/12
to
Am 09.08.2012 00:31, schrieb Achim M.:
170Nm = richtig fest :)
Message has been deleted

M. Handschuher

unread,
Aug 9, 2012, 10:38:42 AM8/9/12
to
On 08.08.2012 22:31, Matthias Kohrs wrote:

> Anzugsmoment bei der SR500 150Nm

HILFE! Meine S-RR hat sicher ein paar PS mehr, die da am HR zerren, aber
da reichen 100 Nm.

BTW w�rde ich - au�er im Notfall, d.h. in der Pampa ohne Drehmo - *nie*
lebenswichtige Schrauben ohne Drehmomentschl�ssel anziehen. Und auch
dann w�rde ich das bei der n�chstbesten Gelegenheit kontrollieren. Hab
nach Sardinien sogar passendes Werkzeug mitgeschleift f�r den
(eingetretenen) Fall, da� das vor Ort nicht vorr�tig ist.

Manfred

G.Bundschuh

unread,
Aug 9, 2012, 12:11:43 PM8/9/12
to
Georg Horn schrieb:

> G.Bundschuh <g.bun...@arcor.de> wrote:
>
>> Ich habs jetzt halt so gelassen, da� es eher locker ist. H�ttet
>> ihr die Mutter festgeknallt? Passieren kann so ja eigentlich
>> nichts, oder?
>
> Ich hatte sie fester gedreht. Wie Mathias schon schrieb, geh�rt das
> ordentlich[tm] angezogen (>= 100 Nm bestimmt), wenn man da mal einen
> Drehmo nimmt wundert man sich wieviel das ist. Im schlimmsten Fall
> k�nnte passieren, dass der Kettenspanner die Kr�fte aufnehmen muss und
> das auf Dauer nicht aush�lt.

Also ich mal gegoogelt und da steht 105 Nm. Keine Ahnung wieviel
das konkret ist. Die Mutter habe ich jetzt noch so weit fester gedreht,
da� der Splint rein ging. Ich habe da schon ordentlich wuchten m�ssen,
aber wenn das so sein mu�...?! Ich kenne ja abgenudelte Gewinde und
bin da sonst eher zur�ckhaltend.

Au�erdem: Wie bitte soll das - rein technisch gesehen - gehen?
Wenn in der Anletung steht, da� man mit 105 anziehen soll, kann
man das ja gar nicht, weil man sich ja eben nicht nach dem Dreh-
moment richten kann, sondern den richtigen Winkel erreichen mu�.

Was solls und vielen Dank allen!

mfg Gerd

Ralf Kiefer

unread,
Aug 9, 2012, 12:18:41 PM8/9/12
to
G.Bundschuh wrote:

> Au�erdem: Wie bitte soll das - rein technisch gesehen - gehen?
> Wenn in der Anletung steht, da� man mit 105 anziehen soll, kann
> man das ja gar nicht, weil man sich ja eben nicht nach dem Dreh-
> moment richten kann, sondern den richtigen Winkel erreichen mu�.

Du hast bei einem Drehmoment ziemlich viele Toleranzen drin. Alleine die
Drehmomentschl�ssel haben einen mehr oder weniger gro�en Fehler. Dann
spielt die Oberfl�chenbeschaffenheit der beiden Gewinde eine Rolle. Soll
hei�en, da� die Toleranz dort vermutlich eine Gr��enordnung mehr ist als
der Abstand (30 Grad), um den Splint reinstecken zu k�nnen.

Gru�, Ralf
--
Honda, SWM und ein paar KTMs

G.Bundschuh

unread,
Aug 9, 2012, 12:23:02 PM8/9/12
to
Arthur Erhardt schrieb:

> 150 Nm sind ca. 15 kg an einem 1 m langen, senkrecht zur Schwerkraft
> stehenden Hebel. Wenn Du also eine Rätsche mit Nuss, oder einen Ring-
> schlüssel so anfasst, daß der Schwerpunkt Deines Griff 20 cm vom
> Mittelpunkt der Achsmutter entfernt ist, dann kannst Du da 75 kg
> draufstellen, um die 150 Nm zu erreichen. Wohlgemerkt, bei exakt
> senkrecht zur Schwerkraft stehendem Schlüssel. Wenn der anders
> steht geht da der Cosinus des Winkels ein, das anliegende Drehmoment
> wird weniger (!). Das soll nur eine Möglichkeit sein, abzuschätzen
> wie sehr die Mutter angezogen ist. Weniger sollts nicht sein, 20%
> Toleranz nach oben ist ziemlich sicher unbedenklich. Wenn Du also
> ähnlich schwer bist wie ich kannst Du in der Haltung abheben ohne
> die Mutter viel zu fest anzuziehen.

Oha, eine wissenschaftliche Antwort. Ist ja manchmal echt interessant,
was man hier noch lernen kann. Vielen Dank! Drauf stellen konnte ich
mich leider nicht, weil das Mopped auf dem Seitenständer steht und
ich keine Hilfe hatte. Habs jetzt halt so fest gezogen wie ich konnte und
dann noch mal was draufgelegt, um die nächste Aussparung an der
Kronenmutter zu erreichen. Für mein Gefühl eigentlich zu fest, ohne
Not würde ich eigentlich keine Schraube so festziehen. Aber es
muß wohl so...

Als ich letztes Mal die Kette geweschselt hatte, hat es irgendwie
besser zusammen gepaßt mit der Achse und der Mutter. Seltsam.

mfg Gerd

Bernd Rosemeier

unread,
Aug 9, 2012, 12:39:05 PM8/9/12
to
Am 09.08.2012 11:04, schrieb Arthur Erhardt:


dann kannst Du da 75 kg
> draufstellen, um die 150 Nm zu erreichen. Wohlgemerkt, bei exakt
> senkrecht zur Schwerkraft stehendem Schlüssel. Wenn der anders
> steht geht da der Cosinus des Winkels ein, das
>
> Arthur
>

Toll! Und wie erreiche ich das mit den 75kg? Weniger essen? Kommt
überhaupt nicht in Frage?

Bernd


--
Kawasaki Z 750 GT 86 137 Mm
Honda XBR 500 85 76 Mm

http://captain33.dyndns.org

Ralf Kiefer

unread,
Aug 9, 2012, 1:36:21 PM8/9/12
to
Bernd Rosemeier wrote:

> Toll! Und wie erreiche ich das mit den 75kg? Weniger essen? Kommt
> �berhaupt nicht in Frage?

Probier doch umgekehrt! Variiere die L�nge vom Hebel. Ist ein einfacher
Dreisatz ;-)

Matthias Kohrs

unread,
Aug 10, 2012, 3:25:11 AM8/10/12
to
Am 09.08.2012 16:38, schrieb M. Handschuher:
> On 08.08.2012 22:31, Matthias Kohrs wrote:
>
>> Anzugsmoment bei der SR500 150Nm
>
> HILFE! Meine S-RR hat sicher ein paar PS mehr, die da am HR zerren, aber
> da reichen 100 Nm.

Ob SR oder S-RR, ist doch fast das gleiche. (h�stel)

Ich vermute zum einen da� der Zug auf der Achse bei der S-RR mindestens
genauso hoch ist (hab auf die Schnelle nix zum Durchmesser gefunden, zur
Schl�sselweite war deine Website der erste Treffer; bei der SR ist da
jedenfalls eine 16mm-Steckachse drin, der Durchmesser bei der S-RR
d�rfte ungef�hr der doppelte sein; Gewindesteigung??), zum anderen zieht
die Mutter eh niemand nach Vorschrift an weil man erst mal den Auspuff
abbauen m�sste um eine Nu� ansetzen zu k�nnen und dann einen zweiten
Mann braucht der das Mopped festh�lt w�hrend man wie ein Gewichtheber am
Drehmomentschl�ssel zerrt.

Falsche Zur�ckhaltung ist jedenfalls nicht angesagt.

> BTW w�rde ich - au�er im Notfall, d.h. in der Pampa ohne Drehmo - *nie*
> lebenswichtige Schrauben ohne Drehmomentschl�ssel anziehen. Und auch

Neumodisches Geraffel aus spr�dem Leichtmetall... Die Hinterradaufnahme
an der SR ist noch genau so wie sie die Japaner nach dem Krieg bei egal
wem geklaut haben, jahrzehntelang haben da Fahrer mit dem Bordwerkzeug
erfolgreich Ketten gespannt und mehr.

> dann w�rde ich das bei der n�chstbesten Gelegenheit kontrollieren. Hab
> nach Sardinien sogar passendes Werkzeug mitgeschleift f�r den
> (eingetretenen) Fall, da� das vor Ort nicht vorr�tig ist.

Nichts anderes habe ich von dir erwartet.

Ich mu�te jetzt gerade an deinen Bericht von der KTM denken, als du sie
von DC gerade gekauft hattest. Damals, vor mehreren kalten Wintern.

CYA! Matthias, nicht so gr�ndlich

--
http://schraubensack.blogspot.de

Matthias Kohrs

unread,
Aug 10, 2012, 3:28:14 AM8/10/12
to
Am 09.08.2012 18:39, schrieb Bernd Rosemeier:

>> steht geht da der Cosinus des Winkels ein, das
>>
>> Arthur
>>
>
> Toll! Und wie erreiche ich das mit den 75kg? Weniger essen? Kommt
> überhaupt nicht in Frage?

Steht doch da: du sollst eine passende Cousine draufstellen.
Message has been deleted

Ralf Handel

unread,
Aug 10, 2012, 8:04:02 AM8/10/12
to
"Arthur Erhardt" <a.er...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:a8jsi6...@mid.individual.net...


> auch durchaus gefährlich, weil nach fest kommt ab. Und mit dem drei-
> fachen des vorgesehenen Anzugsdrehmoments rechnet vermutlich kaum
> ein Konstrukteur ... wobei ich das bei Teilen die für Endkunden
> bearbeitbar sind, nicht mehr ausschliessen möchte.

Du überschätzt Ingenieure und unterschätzt die Erbsenzähler...

CU Ralf

Volker Bartheld

unread,
Aug 10, 2012, 10:24:54 AM8/10/12
to
Hallo!

> Am 08.08.2012 16:59, schrieb G.Bundschuh:
>> Jetzt hatte ich das Problem beim Anziehen der Achse, daß ich
>> ja mit einer Aussparung über das Loch kommen muß, um den
>> Sicherungssplint wieder einzusetzen.

On Wed, 08 Aug 2012 22:31:28 +0200, Matthias Kohrs wrote:
> Mit einem normalen Schraubenschlüssel oder einer Rätsche von Hand können
> nur sehr wenige Schrauber die Mutter wesentlich zu fest anziehen.

Wofür wären diese Splinte denn eigentlich gut? Das ist ja wie mit
Hosenträger, Gürtel und außerdem noch Strapse untendrunter. Traut da wer
seinen eigenen Schrauben/Muttern/Drehmomenten nicht?

Alle meine Motorräder hatten seit jeher nicht diesen Splintscheiß (ich trau
mich wetten, daß es den im Falle eines Falles eh abschert), nur
irgendwelcher Billigkram (ER-5, GS500-E WIMRE) nicht diese Newsgroup
lesender, modemloser Freundinnen. Ach ja: Auch bei Alusteckachsen und
-achsmuttern ist mir noch nie irgendwas locker geworden. Auch nicht im
Gelände.

> Anzugsmoment bei der SR500 150Nm, bei der NTV 120Nm. Das ist *fest*!

Das ist Irrsinn und mit dem schwindsüchtigen Bordwerkzeug niemals ohne
Blutvergießen wieder zu lösen.

Ciao,
Volker

--
@: I N F O at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

Ralf Kiefer

unread,
Aug 10, 2012, 10:31:35 AM8/10/12
to
Ralf Handel wrote:

> Du überschätzt Ingenieure

Die können Excel nehmen ...


> und unterschätzt die Erbsenzähler...

... und die ein Stück Papier und einen Bleistift. Letzteres stimmt dann
wenigstens.

Der Rest wartet auf ein Äpp.


Gruß, Ralf

M. Handschuher

unread,
Aug 10, 2012, 2:33:28 PM8/10/12
to
On 10.08.2012 09:25, Matthias Kohrs wrote:

> Ich vermute zum einen da� der Zug auf der Achse bei der S-RR mindestens
> genauso hoch ist

Was meinst mit "Zug auf der Achse"? In meinem Fall d�rften so ca. 160
Pferde an der Kette ziehen. Aber die Verschraubung der Achse ist ja
prim�r daf�r da, das Rad zwischen den Schwingenarmen einzuspannen. Und
diese Spannung sorgt dann daf�r, da� das HR da bleibt, wo es ist. Ich
wei� nicht, welche Rolle der Kettenspanner dabei spielt. Ist bei mir
immerhin ein M8 und das h�lt sicher einiges aus (auf Druck).

Das relativ geringe Drehmoment bei der S-RR ist wohl darauf
zur�ckzuf�hren, da� Achse + Mutter wohl aus Alu sind. Dem tun viele Nm
nicht ganz so gut. Die Radschrauben der K-R wurden auch nur mit 60 Nm
angezogen (Radtr�ger aus Alu).


> Ich mu�te jetzt gerade an deinen Bericht von der KTM denken, als du sie
> von DC gerade gekauft hattest.

Als ich sie im Keller restauriert habe? Ja, das waren noch Zeiten. Damals.

Manfred

M. Handschuher

unread,
Aug 10, 2012, 2:38:57 PM8/10/12
to
On 10.08.2012 16:24, Volker Bartheld wrote:

> Alle meine Motorräder hatten seit jeher nicht diesen Splintscheiß

Früher(tm) gab's keine wichtige Schraube ohne Splintsicherung. Hatte
schon mein 1200er Käfer weiland an der HA. Und im Landmaschinenbau hab
ich das auch oft genug gesehen. Und auch heute noch verbaut man am
Ritzel Sicherungsbleche. Auch Bei Deiner KTM, wenn ich mich nicht irre.


> Das ist Irrsinn und mit dem schwindsüchtigen Bordwerkzeug niemals ohne
> Blutvergießen wieder zu lösen.

Ich weiß nimmer, mit wieviel besagte HA-Muttern am Käfer angezogen
wurden. Jedenfalls brauchte ich beim ersten Lösen einen ca. 1,5 m langen
Hebel. Seit der Zeit hab ich eine 36er Nuß in 3/4" inkl. Verlängerung
von Hazet (nicht ohne Grund;, 1/2" wäre fast überfordert gewesen). Wer
sowas braucht, kann sich gerne melden. Ich hab dafür keine Verwendung mehr.

Manfred

Matthias Kohrs

unread,
Aug 10, 2012, 3:35:08 PM8/10/12
to
Am 10.08.2012 20:33, schrieb M. Handschuher:
> On 10.08.2012 09:25, Matthias Kohrs wrote:
>
>> Ich vermute zum einen da� der Zug auf der Achse bei der S-RR mindestens
>> genauso hoch ist
>
> Was meinst mit "Zug auf der Achse"? In meinem Fall d�rften so ca. 160

Na, die Kraft mit der die Achse die Nabe und die Schwinge
zusammenspannt. Zug an der Kette meinte ich eher nicht.

> Pferde an der Kette ziehen. Aber die Verschraubung der Achse ist ja
> prim�r daf�r da, das Rad zwischen den Schwingenarmen einzuspannen. Und
> diese Spannung sorgt dann daf�r, da� das HR da bleibt, wo es ist. Ich
> wei� nicht, welche Rolle der Kettenspanner dabei spielt. Ist bei mir
> immerhin ein M8 und das h�lt sicher einiges aus (auf Druck).

Ist IMO wurscht, sobald die Achse fest ist.

G.Bundschuh

unread,
Aug 10, 2012, 4:27:58 PM8/10/12
to
Ralf Kiefer schrieb:

> Du hast bei einem Drehmoment ziemlich viele Toleranzen drin. Alleine die
> Drehmomentschl�ssel haben einen mehr oder weniger gro�en Fehler. Dann
> spielt die Oberfl�chenbeschaffenheit der beiden Gewinde eine Rolle. Soll
> hei�en, da� die Toleranz dort vermutlich eine Gr��enordnung mehr ist als
> der Abstand (30 Grad), um den Splint reinstecken zu k�nnen.

Na dann kann man sich den ganzen Bl�dsinn mit Drehmoment
eigentlich auch sparen.

mfg Gerd

Werner Schmidt

unread,
Aug 10, 2012, 5:20:47 PM8/10/12
to
Hallo Volker Bartheld, Du schriebst am 10.08.2012 16:24

> Alle meine Motorr�der hatten seit jeher nicht diesen Splintschei� (ich trau
> mich wetten, da� es den im Falle eines Falles eh abschert),

wie kommst Du darauf? Der Splint soll doch nur verhindern, dass die
Mutter sich losjackelt. So gro�e Drehmomente treten da aber kaum auf,
dass die Mutter wenn sie �berhaupt in Bewegung kommt auch noch den Stift
abscheren k�nnte. Behaupte ich mal.

Gru�
Werner

Matthias Kohrs

unread,
Aug 10, 2012, 5:40:19 PM8/10/12
to
Am 10.08.2012 22:27, schrieb G.Bundschuh:

> Na dann kann man sich den ganzen Blödsinn mit Drehmoment
> eigentlich auch sparen.

Manchmal schon. Am Motor würde ich den Drehmo aber doch verwenden.

Bernd Laengerich

unread,
Aug 10, 2012, 6:27:04 PM8/10/12
to
Am 10.08.2012 23:40, schrieb Matthias Kohrs:

> Manchmal schon. Am Motor würde ich den Drehmo aber doch verwenden.

Ohne Drehmo werden üblicherweise kleine Schrauben zu stark und große zu
schwach angezogen. Die gängigen 6-10Nm für M6 sind wirklich nicht viel
und mit jeder kleinen Knarre um etliches zu übertreffen, während man die
Achse mit M16 schon kräftig anziehen muß, damit durch die elastische
Verformung die entsprechenden Haltekräfte auch aufgebracht werden.

Bernd

Martin 'Cherry' Kirsch

unread,
Aug 10, 2012, 7:30:13 PM8/10/12
to
Volker Bartheld meinte dazu:

> Alle meine Motorräder hatten seit jeher nicht diesen Splintscheiß (ich trau
> mich wetten, daß es den im Falle eines Falles eh abschert), nur
> irgendwelcher Billigkram (ER-5, GS500-E WIMRE) nicht diese Newsgroup
> lesender, modemloser Freundinnen.

Zumindest für die GS kann ich die versichern, daß da üblicherweise keine
Splinte benutzt werden.


Martin
--
erstellt ohne Einsatz von Gutt'n'Paste


Wolfgang Horejsi

unread,
Aug 10, 2012, 11:20:12 PM8/10/12
to
"M. Handschuher" <k...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a8l2fn...@mid.individual.net...
> Was meinst mit "Zug auf der Achse"? In meinem Fall d�rften so ca. 160
> Pferde an der Kette ziehen.

Die max. Kraft, die an der Kette zieht, ergibt sich aus Fahrzeuggewicht und
Schwerpunkth�he - sie hat nicht die Einheit PS.

Ger�chteweise soll es Motorr�der geben, die wesentlich weniger Leistung als
160PS haben und die trotzdem genug Kraft haben, das Vorderrad ohne
K�rperkrafteinsatz anzuheben. Wer versucht, noch mehr Leistung aufs
Hinterrad zu �bertagen, lernt schnell die Probleme der Physik kennen.

--

Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de

M. Handschuher

unread,
Aug 11, 2012, 1:09:38 AM8/11/12
to
On 11.08.2012 05:20, Wolfgang Horejsi wrote:

> Die max. Kraft, die an der Kette zieht, ergibt sich aus Fahrzeuggewicht
> und Schwerpunkth�he - sie hat nicht die Einheit PS.

Ist mir schon klar. Ich war nur zu faul, das anders auszudr�cken.


> Ger�chteweise soll es Motorr�der geben, die wesentlich weniger Leistung
> als 160PS haben und die trotzdem genug Kraft haben, das Vorderrad ohne
> K�rperkrafteinsatz anzuheben. Wer versucht, noch mehr Leistung aufs
> Hinterrad zu �bertagen, lernt schnell die Probleme der Physik kennen.

Es geht sicher nicht darum, das VR anzuheben. Es ist aber durchaus nicht
unerheblich, welche Kraft auch in h�heren G�ngen am HR wirkt.

Manfred

M. Handschuher

unread,
Aug 11, 2012, 1:16:20 AM8/11/12
to
On 10.08.2012 22:27, G.Bundschuh wrote:

> Na dann kann man sich den ganzen Bl�dsinn mit Drehmoment
> eigentlich auch sparen.

Jein. Ich wundere mich n�mlich immer wieder, wie wenig z.B. 30 Nm sind,
mit denen ich die Schrauben der Bremss�ttel festziehen soll. Nach Gef�hl
w�rde ich die stets zu fest anknallen. Sprich: bei gr��eren Drehmomenten
kann man nicht soviel falsch machen, bei kleineren schon. Auch die 60
Nm, mit denen die Radschrauben an einer K festgezogen werden, sind schon
recht wenig.

Drehmomentschl�ssel haben �brigens i.d.R. eine Toleranz von 3-5%; bei
Baumarktware wird's sicher noch mehr sein (betrifft mich aber nicht).
Vorausgesetzt, man behandelt den Schl�ssel �ber die Zeit sachgem�� (d.h.
nach Gebrauch vollkommen entspannen). Nat�rlich spielt die Schmierung am
Gewinde auch eine nicht unerhebliche Rolle. Aber daf�r gibt es ja
Vorschriften (d.h. an die Radschrauben kommt z.B. *kein* Fett).

Manfred

Matthias Kohrs

unread,
Aug 11, 2012, 1:57:48 AM8/11/12
to
Am 11.08.2012 00:27, schrieb Bernd Laengerich:
> Am 10.08.2012 23:40, schrieb Matthias Kohrs:
>
>> Manchmal schon. Am Motor würde ich den Drehmo aber doch verwenden.
>
> Ohne Drehmo werden üblicherweise kleine Schrauben zu stark und große zu
> schwach angezogen. Die gängigen 6-10Nm für M6 sind wirklich nicht viel
> und mit jeder kleinen Knarre um etliches zu übertreffen,

Das ist natürlich richtig, ein anderes Beispiel sind die Klemmungen an
der Gabel, das sollen 12 Nm sein, das fühlt sich lächerlich wenig an.
Sowas muß man natürlich erst mal wissen.

Als grobe Faustregel ziehe ich die Schrauben mit dem vorgesehenen
Werkzeug fest, aber ohne Gewalt anzuwenden: M6 in Alu mit einem normalen
Inbusschlüssel und die Gabel mit einem normalen Ring-Maulschlüssel, das
passt dann so ungefähr. Mit der gut in der Hand liegenden Rätsche oder
auch dem Inbusschlüssel mit T-Griff entsprechend vorsichtiger.

Noch eine Binsenweisheit: wenn eine Schraube saumässig schwer zu lösen
ist/war bedeutet das *nicht* daß sie wieder entsprechend fest
angeballert werden soll.

In diesem Sinne... ich hab noch was zu schrauben. Bis dann.

Volker Bartheld

unread,
Aug 11, 2012, 3:59:53 AM8/11/12
to
Hallo!

>> Die max. Kraft, die an der Kette zieht, ergibt sich aus Fahrzeuggewicht
>> und Schwerpunkthöhe - sie hat nicht die Einheit PS.

> Ist mir schon klar. Ich war nur zu faul, das anders auszudrücken.

>> Gerüchteweise soll es Motorräder geben, die wesentlich weniger Leistung
>> als 160PS haben und die trotzdem genug Kraft haben, das Vorderrad ohne
>> Körperkrafteinsatz anzuheben.

> Es geht sicher nicht darum, das VR anzuheben. Es ist aber durchaus nicht
> unerheblich, welche Kraft auch in höheren Gängen am HR wirkt.

Ich habe jetzt nicht die ganze Diskussion verfolgt, würde es aber mal als
absolute Fehlkonstruktion bezeichnen, müßte die Steckachsmutter in
irgendeiner Form Antriebsmomente aufbringen. Dieses Ding ist einzig und
allein dafür da, daß die Steckachse nicht rausfällt (was sie unter
normalen Fahrbedingungen auch ohne Mutter nicht tut bevor man es nicht
deutlichst merkt, BTDT) und dient bei einigen anachronistischen Designs
mit aufgelegtem Kettenspannungsexzenter dazu, Letzteren zu fixieren.

Wie immer im Maschbau ist das vorgeschriebene Drehmoment genau so hoch, um
im Betrieb auftretende dynamische Lasten zu antizipieren, dergestalt, daß
immer noch eine nichtverschwindende Vorspannung erhalten bleibt, die eine
Lockerung der Schraubverbindung verhindert.

150Nm würde ich dabei (meist Feingewinde deutlich größer M10) als
vollkommen überzogen einschätzen, das ist ungefähr soviel wie die vorderen
Achsmuttern einiger Volkswagen bekommen und geht nach minimal
fortgeschrittener Korrosion am Kontaktbereich nur noch mit dem
Schlagschrauber ab (ebenfalls BTDT).

Fazit: Im normalen Fahrbetrieb mit dem Bordwerkzeug nicht mehr handhabbar
(hat die SR500 einen auf 150cm teleskopierbaren Radmutternschlüssel im
Werkzeugtascherl?), z. B. falls man mal die Kette nachspannen oder gar
lockern möchte (BTDT, hat mich ein Getriebegehäuse gekostet).

Viele Grüße,

Volker Bartheld

unread,
Aug 11, 2012, 4:11:35 AM8/11/12
to
Hallo!

> On 10.08.2012 16:24, Volker Bartheld wrote:
>> Alle meine Motorräder hatten seit jeher nicht diesen Splintscheiß

On Fri, 10 Aug 2012 20:38:57 +0200, M. Handschuher wrote:
> Früher(tm) gab's keine wichtige Schraube ohne Splintsicherung. Hatte
> schon mein 1200er Käfer weiland an der HA. Und im Landmaschinenbau hab
> ich das auch oft genug gesehen. Und auch heute noch verbaut man am
> Ritzel Sicherungsbleche. Auch Bei Deiner KTM, wenn ich mich nicht irre.

Du irrst. An meiner KTM gibt es eine sogenannte "Tellerfeder", die ein
Wandern des Ritzels entlang der Paßverzahnung infolge von Kettenschräglauf
verhindern soll. Außerdem drückt sie den O-Ring in einer Hülse gegen die
innere Lagerschale, damit es nicht aus dem Getriebe sifft. Die 8.8er
Bundschraube sei mit Loctite mittelfest zu montieren, irgendwann traute
man den eigenen Angaben nicht mehr und erhöhte die Spezifikation auf
(WIMRE) 12.9. Vermutlich deswegen, weil Hobbyschrauber sie anzogen, bis
die Funken flogen.

Was aber trotzdem nichts daran änderte, daß in einem mir namentlich
bekannten Fall währen der Einfahrphase alle bis auf eine Kettenradschraube
aus einem fabrikneuen 540SXC-Hinterrad gefallen sind. Mit relativ
deutlichen Auswirkungen auf Schwinge, Nabe und hintere Kettenführung. Naja.
Steht ja auch im Handbuch drin: "Alle Schrauben gelegentlich auf festen
Sitz kontrollieren."

Das man diesen Satz aber so wörtlich nehmen mußte, daß während der ersten
Betriebsstunde ein Gau zu befürchten wäre, war mir dann auch neu.

>> Das ist Irrsinn und mit dem schwindsüchtigen Bordwerkzeug niemals ohne
>> Blutvergießen wieder zu lösen.

> Ich weiß nimmer, mit wieviel besagte HA-Muttern am Käfer angezogen
> wurden. Jedenfalls brauchte ich beim ersten Lösen einen ca. 1,5 m langen
> Hebel.

... den man ja am Mopped immer dabei hat, falls man mal die Kette
nachspannen will etc.

> Seit der Zeit hab ich eine 36er Nuß in 3/4" inkl. Verlängerung
> von Hazet (nicht ohne Grund;, 1/2" wäre fast überfordert gewesen).

Ich habe im Kofferraum auch noch einen teleskopieren Radschraubenschlüssel.
Hat mir aber damals beim (erfolglosen) Umbau von Sommer auf Winter dank
Auto Faust auch nichts geholfen. Immerhin habe ich auf der Seite jetzt fünf
neue Schrauben drin (die ebenfalls schon wieder vor sich hingammeln - es
ist offenbar ein technisch unlösbares Problem, Festigkeiten ab 8.8 an der
Korrosion zu hindern).

Viele Grüße,

Volker Bartheld

unread,
Aug 11, 2012, 4:15:34 AM8/11/12
to
Hallo!

> Hallo Volker Bartheld, Du schriebst am 10.08.2012 16:24
>> Alle meine Motorräder hatten seit jeher nicht diesen Splintscheiß (ich
>> trau mich wetten, daß es den im Falle eines Falles eh abschert),

On Fri, 10 Aug 2012 23:20:47 +0200, Werner Schmidt wrote:
> wie kommst Du darauf? Der Splint soll doch nur verhindern, dass die
> Mutter sich losjackelt. So große Drehmomente treten da aber kaum auf,
> dass die Mutter wenn sie überhaupt in Bewegung kommt auch noch den Stift
> abscheren könnte. Behaupte ich mal.

Die/meine Argumentation ist doch ganz einfach: Ist das Drehmoment auf die
Mutter (die ich hypothetisch mit 60-80Nm festziehe) groß genug, daß sich
diese von selbst löst, dann geht auch die Splint drauf. Probiers aus:
Mutter lose montieren, Splint durchstecken und mit Drehmomentschlüssel auf
60Nm die Mutter (zu) lösen (versuchen).

Vielleicht irre ich mich, aber ich sehe gerade nicht den Grund, warum
irgendwelche Kräfte am Splint haltmachen sollten, nachdem sie imstande
waren, die ordentlich festgezogene Mutter zu lösen. Denn sonst würde man
die Mutter nur mit 10Nm festziehen und dann den Splint verwenden.

Viele Grüße,

Volker Bartheld

unread,
Aug 11, 2012, 4:26:58 AM8/11/12
to
Hallo!

> Hallo Volker Bartheld, Du schriebst am 10.08.2012 16:24
>> Alle meine Motorräder hatten seit jeher nicht diesen Splintscheiß (ich
>> trau mich wetten, daß es den im Falle eines Falles eh abschert),

On Fri, 10 Aug 2012 23:20:47 +0200, Werner Schmidt wrote:
> wie kommst Du darauf? Der Splint soll doch nur verhindern, dass die
> Mutter sich losjackelt. So große Drehmomente treten da aber kaum auf,
> dass die Mutter wenn sie überhaupt in Bewegung kommt auch noch den Stift
> abscheren könnte. Behaupte ich mal.

Die/meine Argumentation ist doch ganz einfach: Ist das Drehmoment auf die
Mutter (die ich hypothetisch mit 60-80Nm festziehe) groß genug, daß sich
diese von selbst löst, dann geht auch der Splint drauf. Probiers aus:
Mutter lose montieren, Splint durchstecken und mit Drehmomentschlüssel auf
60Nm die Mutter (zu) lösen (versuchen).

Vielleicht irre ich mich, aber ich sehe gerade nicht den Grund, warum
irgendwelche Kräfte am Splint haltmachen sollten, nachdem sie imstande
waren, die ordentlich festgezogene Mutter zu lösen. Denn sonst würde man
die Mutter nur mit 10Nm festziehen und dann den Splint verwenden.

Viele Grüße,

Achim M.

unread,
Aug 11, 2012, 5:36:33 AM8/11/12
to
Am 11.08.2012 07:16, schrieb M. Handschuher:
> Aber daf�r gibt es ja Vorschriften (d.h. an die Radschrauben kommt z.B. *kein* Fett).
Manfred, das kommt an die Bremsscheiben um den Quietschfaktor zu
minimieren. :)
--
Vielen Dank Boxerfan: 2 + 4Rad
f�r die M�h die ich mach R1100GS"R" ohne ABS
(frei nach Bodo Bach) GRR#53
_______________http://www.qtreiber.eu______________

Claas Thede

unread,
Aug 11, 2012, 6:36:42 AM8/11/12
to
Hallo Volker,

Am 11.08.2012 10:26, schrieb Volker Bartheld:
> On Fri, 10 Aug 2012 23:20:47 +0200, Werner Schmidt wrote:
>> wie kommst Du darauf? Der Splint soll doch nur verhindern, dass die
>> Mutter sich losjackelt. So große Drehmomente treten da aber kaum
>> auf, dass die Mutter wenn sie überhaupt in Bewegung kommt auch noch
>> den Stift abscheren könnte. Behaupte ich mal.
>
> Die/meine Argumentation ist doch ganz einfach: Ist das Drehmoment
> auf die Mutter (die ich hypothetisch mit 60-80Nm festziehe) groß
> genug, daß sich diese von selbst löst, dann geht auch der Splint
> drauf.

ich glaube, an dieser Stelle gehst Du von falschen Voraussetzungen aus.
Wenn im Betrieb tatsächlich derartige Drehmomente aufträten, dann würde
sämtliche Verschraubung ja nie und nimmer halten, sondern sich binnen
kürzester Zeit von selbst lösen.

Wahrscheinlicher erscheint mir, dass eine Mutter sich (nur) dann lösen
kann, wenn äußere Umstände (thermische Ausdehnung an falscher Stelle,
Vibrationen > normal, Materialermüdung) die durch das Anzugsdrehmoment
erzeugte Vorspannung herabsetzen.

> Probiers aus: Mutter lose montieren, Splint durchstecken und mit
> Drehmomentschlüssel auf 60Nm die Mutter (zu) lösen (versuchen).
>
> Vielleicht irre ich mich, aber ich sehe gerade nicht den Grund, warum
> irgendwelche Kräfte am Splint haltmachen sollten, nachdem sie
> imstande waren, die ordentlich festgezogene Mutter zu lösen.

Hier kommt noch ein anderer Effekt hinzu: wird der Splint nicht "sauber"
abgeschert, sondern vorher leicht verbogen (bedingt durch den Abstand
zwischen Kronen und Gewinde), dann führt das weitere Losdrehen der
Mutter dazu, dass der Rest Splint mit dem Gewinde innigen Kontakt
bekommt. Dann hat man den gleichen Effekt wie bei einer selbstsichernden
Mutter: weiches Material am/im Gewinde als Bremse bzw. Vibrationsdämpfer.


Gruß
Claas

Matthias Kohrs

unread,
Aug 11, 2012, 7:37:02 AM8/11/12
to
Am 11.08.2012 09:59, schrieb Volker Bartheld:

> (hat die SR500 einen auf 150cm teleskopierbaren Radmutternschlüssel im
> Werkzeugtascherl?)

Na klar, fast, sozusagen. Den üblichen aus Stahlblech ausgestanzten
Ringschlüssel und am Strassenrand ein dazu passender Stein.

Ich hab noch nie versucht das elende Teil zu benutzen und reise seit
jeher mit richtigem Werkzeug.

Frank Kemper

unread,
Aug 11, 2012, 8:06:50 AM8/11/12
to
On Sat, 11 Aug 2012 11:36:33 +0200, "Achim M." <qtre...@arcor.de>
wrote:
> Am 11.08.2012 07:16, schrieb M. Handschuher:
> > Aber dafür gibt es ja Vorschriften (d.h. an die Radschrauben
kommt z.B. *kein* Fett).
> Manfred, das kommt an die Bremsscheiben um den Quietschfaktor zu
> minimieren. :)

Hat Manfred nicht ABS? Da quietscht doch ohnehin nix mehr.

SCNR

Frank

--
Vom Android-Tablett geschickt

Ralf Handel

unread,
Aug 13, 2012, 1:45:48 AM8/13/12
to
"Ralf Kiefer" <R.Kief...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1komdra.1s64we29jbighN%R.Kief...@gmx.de...
> Ralf Handel wrote:
>
>> Du überschätzt Ingenieure
>
> Die können Excel nehmen ...
>

ja, das machen alle Ahnungslosen. Beschert unserem Aussendienst
viel Arbeit, wie z.B. sich lösende Schraubverbindungen korrekt anziehen.
Gut, die Jungs freut das, mal eben 14h Businessclass hin, paar
Schrauben anziehen oder sonstige Ingenieurskunst zurechtdengeln,
14h Businessclass zurück...

>
>> und unterschätzt die Erbsenzähler...
>
> ... und die ein Stück Papier und einen Bleistift. Letzteres stimmt dann
> wenigstens.

siehe oben. Die letzte Aktion "wir sparen da 20cent pro Bauteil" führte
zu Gehörschutzpflicht an den Prüfplätzen. Da gings um Leistungselektronik
mit nur 100kW. Das gesparte Geld geht dann halt für die Flugtickets drauf,
das ist ja aber eine andere Kostenstelle...


> Der Rest wartet auf ein Äpp.

die zweifellos von obiger Klientel geschriebe wird. Muss ja bunt und
billig sein...

CU Ralf

Bodo

unread,
Aug 13, 2012, 6:14:53 AM8/13/12
to
> es
> ist offenbar ein technisch unlösbares Problem, Festigkeiten ab 8.8 an der
> Korrosion zu hindern).


Opferanode ;-)

Gruss,

Bodo

Ralf Handel

unread,
Aug 13, 2012, 2:41:43 PM8/13/12
to
"Volker Bartheld" <dr_ve...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1chyv6rp...@news.bartheld.net...


> Ich habe jetzt nicht die ganze Diskussion verfolgt, würde es aber mal als
> absolute Fehlkonstruktion bezeichnen, müßte die Steckachsmutter in
> irgendeiner Form Antriebsmomente aufbringen. Dieses Ding ist einzig und
> allein dafür da, daß die Steckachse nicht rausfällt (was sie unter
> normalen Fahrbedingungen auch ohne Mutter nicht tut bevor man es nicht
> deutlichst merkt, BTDT) und dient bei einigen anachronistischen Designs
> mit aufgelegtem Kettenspannungsexzenter dazu, Letzteren zu fixieren.

Ihr denkt jetzt aber schon an so simple Dinge wie "Radlager vorspannen
und samt Rad an Ort und Stelle halten" und so Zeug? Gerade bei älteren
Konstruktionen. Oder "Kraftverteilung bei Kurvenfahrt auf beide Schwingen-
arme"?

CU Ralf

Volker Bartheld

unread,
Aug 22, 2012, 3:20:10 AM8/22/12
to
Hallo!

> "Volker Bartheld" <dr_ve...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:1chyv6rp...@news.bartheld.net...
>> Ich habe jetzt nicht die ganze Diskussion verfolgt, w�rde es aber mal als
>> absolute Fehlkonstruktion bezeichnen, m��te die Steckachsmutter in
>> irgendeiner Form Antriebsmomente aufbringen.

On Mon, 13 Aug 2012 20:41:43 +0200, Ralf Handel wrote:
> Ihr denkt jetzt aber schon an so simple Dinge wie "Radlager vorspannen

Radlager vorspannen? Weil man die Distanzh�lse einsparen will, die sich in
der Nabe zwischen den beiden inneren Lagerschalen befindet und verhindern
soll, da� sich quer (=falsch) belastete Rillenkugellager vorzeitig
atomisieren? Falls tats�chlich ein Motorrad mit (einstellbarem)
Kegelrollenlager wie einst am Golf II und meinem H�nger existieren sollte,
bitte ich um Verzeihung. Dort m��te man �brigens das KRL quasi nur
"anhauchen" um Lagerspiel nebst Reibung zu minimieren und dann mit
Kronenmutter (die hat mehr Optionen f�r den Splint, worauf es in diesem
Fall definitiv ankommt) sichern.

> und samt Rad an Ort und Stelle halten" und so Zeug?

Hm. "Rad an Ort und Stelle halten" war mir jetzt im Lastenheft gar nicht so
aufgefallen... ;-) Nat�rlich mu� die Steckachse z. B. in Kurvenfahrt oder
bei Kompressionen gewisse Kr�fte aufbringen, insbesondere beim Motocross -
aber auch da habe ich noch nie jemanden gesehen, der die Mutter mit einem
Splint sichert. R�deldraht ist aus irgendwelchen Gr�nden beim Supermoto
sehr beliebt.

Vermutlich, weil es die nach au�en weithin sichtbare Botschaft ausstrahlt:
"Auch wenn ich zu ungeschickt bin, korrekte Drehmomente einzuhalten, kann
ich einigerma�en garantieren, da� meine Kraxn nicht auseinanderfliegt.".

Hat man ja h�ufiger, sowas. Z. B. monatlichen T�V bei �lteren
Kraftfahrzeugen. Oder Profileinschnitte bei Motorradreifen mit notwendigem
Geschwindigkeitssindex Q *).

Ciao,
Volker

*) Sobald mir jemand verbindlich demonstriert, da� ich ohne die Alibirillen
in meinem Michelin Pilot Power 150/60 R17 auf meiner KTM einer handfesten
Aquaplaninggefahr ausgesetzt bin, schw�re ich gerne ab und behaupte das
Gegenteil.
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