Hallo!
>> Die max. Kraft, die an der Kette zieht, ergibt sich aus Fahrzeuggewicht
>> und Schwerpunkthöhe - sie hat nicht die Einheit PS.
> Ist mir schon klar. Ich war nur zu faul, das anders auszudrücken.
>> Gerüchteweise soll es Motorräder geben, die wesentlich weniger Leistung
>> als 160PS haben und die trotzdem genug Kraft haben, das Vorderrad ohne
>> Körperkrafteinsatz anzuheben.
> Es geht sicher nicht darum, das VR anzuheben. Es ist aber durchaus nicht
> unerheblich, welche Kraft auch in höheren Gängen am HR wirkt.
Ich habe jetzt nicht die ganze Diskussion verfolgt, würde es aber mal als
absolute Fehlkonstruktion bezeichnen, müßte die Steckachsmutter in
irgendeiner Form Antriebsmomente aufbringen. Dieses Ding ist einzig und
allein dafür da, daß die Steckachse nicht rausfällt (was sie unter
normalen Fahrbedingungen auch ohne Mutter nicht tut bevor man es nicht
deutlichst merkt, BTDT) und dient bei einigen anachronistischen Designs
mit aufgelegtem Kettenspannungsexzenter dazu, Letzteren zu fixieren.
Wie immer im Maschbau ist das vorgeschriebene Drehmoment genau so hoch, um
im Betrieb auftretende dynamische Lasten zu antizipieren, dergestalt, daß
immer noch eine nichtverschwindende Vorspannung erhalten bleibt, die eine
Lockerung der Schraubverbindung verhindert.
150Nm würde ich dabei (meist Feingewinde deutlich größer M10) als
vollkommen überzogen einschätzen, das ist ungefähr soviel wie die vorderen
Achsmuttern einiger Volkswagen bekommen und geht nach minimal
fortgeschrittener Korrosion am Kontaktbereich nur noch mit dem
Schlagschrauber ab (ebenfalls BTDT).
Fazit: Im normalen Fahrbetrieb mit dem Bordwerkzeug nicht mehr handhabbar
(hat die SR500 einen auf 150cm teleskopierbaren Radmutternschlüssel im
Werkzeugtascherl?), z. B. falls man mal die Kette nachspannen oder gar
lockern möchte (BTDT, hat mich ein Getriebegehäuse gekostet).
Viele Grüße,