Leider klappert der Motor vor sich hin. Die Muehle startet problemlos,
kein Oeldunst aus den Rohren, aber sie klappert wie eine Guzzi, der die
Ventile eingestellt gehoeren. Leider sind es nicht die Ventile, die
klappern - es klappert tiefer im Motor. Wegen der Verkleidung konnte
ich nicht genau feststellen, ob es mehr nach Hauptlagern oder mehr nach
Nockenwelle klang.
Laut Aussage der Besitzerin meinte der Mechaniker, dass zumindest die
kleinen Kuehe das alle bis zu einem gewisse Grade machen (aber das
wuerde sie natuerlich auch sagen, wenn die Lager am A* sind).
Anscheinend meinte der Mechaniker 'einfach weiterfahren'...
Tun sie es wirklich? Wenn es die Lager sind, wie einfach kommt man da
dran?
Tim
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
>, 'nur' 64.000 echte Meilen
>Leider klappert der Motor vor sich hin. Die Muehle startet problemlos,
>kein Oeldunst aus den Rohren, aber sie klappert wie eine Guzzi, der die
>Ventile eingestellt gehoeren. Leider sind es nicht die Ventile, die
>klappern - es klappert tiefer im Motor. Wegen der Verkleidung konnte
>ich nicht genau feststellen, ob es mehr nach Hauptlagern oder mehr nach
>Nockenwelle klang.
Ich vermute mal das das die Steuerkette ist, die ausgelutscht ist, war
bei meiner R65 zumindest so bei der Kilometerleistung, das gibt dann
auch ein klappern, das aus dem Motor kommt.
Wenn es das sein sollte hast du glueck, wenn du die Steuerkette selber
tauschst kommst du mit Materialkosten von 40- 100 Dm hin, jenachdem ob
du die Sternmuttern aufsaegen musst oder ob die heile bleiben.
Ansonsten koennten das noch die Kipphebel sein, die sollen auch bei
den aelterne aerger machen, ist mir aber noch nicht unter gekommen.
Hauptlager glaube ich weniger, die sollten laenger halten, dann schon
eher die Kolben, die auch nicht sooo teuer sind.
Gruß
Daniel Dicke
>Leider klappert der Motor vor sich hin. Die Muehle startet problemlos,
>kein Oeldunst aus den Rohren, aber sie klappert wie eine Guzzi, der die
Hmm..also meine R75 klappert auch immer irgendwie. Ist da aber wohl normal.
>Ventile eingestellt gehoeren. Leider sind es nicht die Ventile, die
>klappern - es klappert tiefer im Motor. Wegen der Verkleidung konnte
>ich nicht genau feststellen, ob es mehr nach Hauptlagern oder mehr nach
>Nockenwelle klang.
Die Verkleidung, so wurde mir gesagt, kann auch ein Indiz dafuer sein
das dies normal ist weil dadurch das normale klappern lauter wird.
>wuerde sie natuerlich auch sagen, wenn die Lager am A* sind).
>Anscheinend meinte der Mechaniker 'einfach weiterfahren'...
Ich wuerde mal sagen ein defekt am Hauptlager wuerde man nicht
ueberhoeren. Wie ist denn der Oeldruck? Sollte er bei defektem Lager
nicht sinken weil sich dann da das Oel vorbeiquetscht?
>Tun sie es wirklich? Wenn es die Lager sind, wie einfach kommt man da
>dran?
Laut Reparaturhandbuch kann man alles, wirklich alles selber
machen. (wenn man es kann .-) Bis auf das hintere Motorlager. :-)
Lagerschaeden sollen aber bei BMW sehr sehr sehr selten sein, es sei
denn du hast ein Problem mit dem Oel, oder dein Motor hat noch
Waelzlager.
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
Hallo Tim,
>Leider klappert der Motor vor sich hin. Die Muehle startet problemlos,
>kein Oeldunst aus den Rohren, aber sie klappert wie eine Guzzi, der die
>Ventile eingestellt gehoeren. Leider sind es nicht die Ventile, die
>klappern - es klappert tiefer im Motor. Wegen der Verkleidung konnte
>ich nicht genau feststellen, ob es mehr nach Hauptlagern oder mehr nach
>Nockenwelle klang.
Hmm, da wäre ich mit der Geräuschortung "frei Ohr" vorsichtig.
Halbwegs zuverlässig ist ein Rohr, das du mit einem Ende ans Ohr und
mit dem anderen über die vermutete Stelle (nicht direkt dran) hältst.
>Laut Aussage der Besitzerin meinte der Mechaniker, dass zumindest die
>kleinen Kuehe das alle bis zu einem gewisse Grade machen (aber das
>wuerde sie natuerlich auch sagen, wenn die Lager am A* sind).
>Anscheinend meinte der Mechaniker 'einfach weiterfahren'...
Normal klappern die schon ganz schön. Das Ventispiel ist aber oft
nicht die Ursache. In der Regel kommt das (starke) Klappern von einem
zu großem Axialspiel der Kipphebel. Ist unschön aber weitgehend
unkritisch. Lässt sich bei der nächsten größeren Schraubaktion
beheben. Du ziehst die Kopfmuttern etwas an und klopfts mittels einer
Nuß, die größer als der Durchmesser der Kipphebelwelle ist, und nem
Gummihammer die Kipphebelböcke solange zusammen, bis kaum mehr
Axialspiel spürbar ist. Erst dann ziehst du die Muttern mit dem
vorgeschrieben Anzugsmoment fest und kontrollierst nochmal.
>
>Wenn es die Lager sind, wie einfach kommt man da dran?
Die (Pleul-)Lager sinds, wenns richtig bösartig - und lastabhängig -
scheppert - Tendenz schnell zunehmend. Auspuff, Vergaser, Köpfe und
Zylinder ab.
Hier kannst du dann auch die Nockenwelle (macht eigentlich selten
Probleme) und die Stössel auf Laufspuren kontrollieren. Die Stössel
bekommst du easy mit nem gebogenen Draht raus (Drahtkleiderbügel
eignet sich prima). Nimm dann auch gleich die Stösselstangen und lass
sie auf ner planen Fläche rollen. Wenn die verbogen sind (passiert
schon mal beim Überdrehen des Motors) -hast du eine weitere
potentielle Klapper-Ursache.
Fürs Pleullager:
Passende Torx-Nuß besorgen, Pleuls ab, Lager ansehen. Sieht man
gleich, wenn sie im A*sch sind. Hubzapfen kontrollieren, Pleul
kontrollieren. Leichte Riefen am Hubzapfen lassen sich mit
Polier-Gewebeband (oder wie immer das Zeugs heisst) beseitigen.
Ansonsten wirds teuer. Wenn das Pleul Anlauffarben zeigt oder der
Lagersitz hin ist (weil sich Lagerschale im Pleul gedreht hat) - Pleul
austauschen.
Pleulschrauben solltest du in jedem Fall neue nehmen - sind
Dehnschrauben. Korrektes Anzugsmoment ist da wichtig.
Von kaputten Hauptlagern habe ich noch nicht oft gehört. Dann wirds
allerdings so aufwendig, dass Otto-Normal-Schrauber besser in die
Werkstatt geht. Ohne passenden Abzieher verzweifelst Du schon an den
Steuerkettenrädern. Späterstens für das Kurbelwellen-Lagerschild musst
du dir dann ein Werkzeug bauen (eigentlich nicht allzu kompliziert -
fettes U- oder Vierkant-Profil und zwei Feingewindestangen, die du in
das Lagerschild schraubst) oder kaufen. Die Lager bekommst Du dann
auch nicht so einfach heraus bzw. zerstörungsfrei hinein. Hier
brauchst Du ne Drehbank, mit der Du dir nen passenden Dorn basteln
kannst.
Aber so schlimm wirds in aller Regel nicht sein. Die Dinger klappern
einfach - habe ich mich nach 15 Jahren Boxer-BMW immer noch nicht so
recht dran gewöhnt.
cu gp
[Geklapper entfernt]
> Hmm, da wäre ich mit der Geräuschortung "frei Ohr" vorsichtig.
> Halbwegs zuverlässig ist ein Rohr, das du mit einem Ende ans Ohr und
> mit dem anderen über die vermutete Stelle (nicht direkt dran) hältst.
Tja, leider hatte ich nicht genuegend Kochloeffel, um mit
eine 'Abhoereinrichtung' zu basteln - die Freundin wird immer sauer,
wenn sie Motoroel auf den Kochloeffeln findet :-). Und zum genauen
hinhorchen reichen die ungeschuetzen Ohren nicht, man will ja
schliesslich keine roten Streifen am Ohr kriegen.
[Reparaturanleitung gesnippt]
Alle Leute auf dieser Seite des Kanals tippen auf eine ausgelutschte
Steuerkette. Da die Besitzerin es ziemlich wichtig findet, dass die Kuh
in guten Haende kommt (oder ich der Einzige bin, der bloed genug ist,
das Teil zu kaufen), laesst sie mich am Samstag mal damit zum BMW-
Fritzen des geringsten Misstrauens tuckern. Deren Mech meinte, er kann
die genaue Diagnose innerhalb von ein paar Minuten stellen...
Allerdings, 180 Britische Pfunde fuer 'ne neue Steuerkette mit Einbau
und Teilen, eieieiei ....
Braucht man irgendwelches Spezialwerkzeug um die Steuerkette zu
wechseln?
Auf jeden Fall vielen Dank fuer die Antworten in diesem Thread.
Tim,
im Regen
Evtl einen Sternmutternschluessel für die Auspuffsternmuttern, den
sollte man sich eh zulegen, kostet hierzulande ca 40-50 DM
Laut WHB Braucht man für en Kettenkastendeckel einen Abzieher, den hab
ich mir mal gemacht, aber eigentlich nie gebrauch, den
Kettenkastendeckel mit einem Werkstattfön anheizen reicht.
Die Steuerkette kostet ca 30 DM, Dichtungen ca 10 DM, evtl ein oder
zwei Sternmuttern, wenn man die Aufsägen muss, je 35 DM
für die dritte Steuerkette ( nach ca 100000Km ) evtl noch die
Gleitschienen, die Kosten zusammen ca 10 DM
Steuerkette tauschen ist wirklich keine Kunst, sollte man nur mit der
noetigen Ruhe machen, dan klappt das
Gruß
Daniel
>Alle Leute auf dieser Seite des Kanals tippen auf eine ausgelutschte
>Steuerkette.
Hmm, kann auch sein. Die Steuerkette is halt ziemlich kurz und deshalb
IMHO nicht so kritisch. Hab sie auch schon ausgetauscht, hatte aber
rein "klappertechnisch" keinen Effekt. Schaden tuts auf jeden Fall
nicht. Der Daniel hats in seinem Posting genau beschrieben, wies geht.
>Da die Besitzerin es ziemlich wichtig findet, dass die Kuh
>in guten Haende kommt (oder ich der Einzige bin, der bloed genug ist,
>das Teil zu kaufen), laesst sie mich am Samstag mal damit zum BMW-
>Fritzen des geringsten Misstrauens tuckern.
*LOL*
> Deren Mech meinte, er kann
>die genaue Diagnose innerhalb von ein paar Minuten stellen...
Na dann....:-)
>Allerdings, 180 Britische Pfunde fuer 'ne neue Steuerkette mit Einbau
>und Teilen, eieieiei ....
180 x 3,6? Wau, is kein Sonderangebot. Das kannste für unter 100 DM an
nem lauen Nachmittag locker selber machen.
>Braucht man irgendwelches Spezialwerkzeug um die Steuerkette zu
>wechseln?
Eigentlich nicht. Es sei denn, du bekommst die Auspuffmuttern und den
Lima-Läufer nicht ab. Auspuffmuttern gehen (zur Not) auch mit nem
weichen Holzklotz und nem dicken Hammer zerstörungsfrei runter -
zumindest wenn man über ein Mindestmass an Feinmotorik verfügt. Besser
ist natürlich der Spezialschlüssel, der sich bei geplantem, längeren
Kuh-Besitz auf alle Fälle bezahlt macht. Wenn sich die Muttern nicht
nach ner viertel bis halben Umdrehung _deutlich_ leichter drehen
lassen, ist was faul. Vor allem, wenn sie gleichmal eher schwerer
gehen. Wenn du sie dann runtermetzgerst, hast du die Gewinde an den
Köpfen vermurkst - ziemlich teurer Spass. Also, bevor du wie ein
Berserker dran rumschraubst, lieber Muttern anflexen und aufstemmen.
Die Muttern sind wesentlich billiger!
Mit etwas Kupferfett versehen, gehen die Muttern bei den nächsten
Aktionen normal auch nicht kaputt.
Für den Lichtmaschienläufer kannst du dir nen "Abzieher" mit nem
Materialaufwand von ca. 3 Pf basteln. Wenn Du die Schraube im Läufer
ausdrehst, merkst Du, dass im Läufer nochmal ein Gewinde ist. Die
Schraube selbst, ist hinterdreht. Du sägst Dir einfach aus ner
6mm-Stahlstange ein Stück raus, dass Du durch den Läufer in
Gewindebohrung der Kurbelwelle schiebst. Wenn Du das Teil längenmäsig
richtig bemessen hast, (sind Daumen*Pi 4 bis 5 cm), kannst Du die
Schraube in den Läufer eindrehen. Die Drückt sich dann über den
selbsgebastelten Stift an der Kurbelwelle ab, bis es *ponk* macht und
das Teil daher kommt. Ich habs seinerzeit mit ner Schublehre
ausgemessen. Achtung: Wenn der Stift zu kurz ist, haste ein Problem -
dann ist der Stift nämlich erst mal drin. Pass auch auf, dass die
Länge so bemessen ist, dass das Gewinde im Läufer schon bzw. noch
ordentlich trägt.
Vielleicht hat sich ja jemand so ein Ding gebastelt und kann Dir die
Länge posten - ich verschmeisse meine immer und baue dann jedesmal
fluchend nen neuen.
Den Räderkastendeckel musst Du heiss machen (Gasbrenner,
Heisluftpistole), damit das Lager vor der Lichtmaschine rausflutscht.
Mit etwas feingefühl bleibt dabei der Simmerring heil.
Die Steuerkette hat ein wie üblich ein Kettenschloss - an den
Steuerkettenräder musst du nicht rumwursteln. Spanner ab und
draufgewürgt - fertig.
Zusammenbau is eh klar:
Spanner wieder drauf, neue Dichtung rein, Deckel wieder heiss
machen....usw....usv
Schwätz - laber - schwall...eigentlich hats der Daniel ja schon
beschrieben.
Moin,
> Für den Lichtmaschienläufer kannst du dir nen "Abzieher" mit nem
> Materialaufwand von ca. 3 Pf basteln. Wenn Du die Schraube im Läufer
> ausdrehst, merkst Du, dass im Läufer nochmal ein Gewinde ist. Die
> Schraube selbst, ist hinterdreht. Du sägst Dir einfach aus ner
> 6mm-Stahlstange ein Stück raus, dass Du durch den Läufer in
> Gewindebohrung der Kurbelwelle schiebst. Wenn Du das Teil längenmäsig
> richtig bemessen hast, (sind Daumen*Pi 4 bis 5 cm), kannst Du die
> Schraube in den Läufer eindrehen. Die Drückt sich dann über den
> selbsgebastelten Stift an der Kurbelwelle ab, bis es *ponk* macht und
> das Teil daher kommt. Ich habs seinerzeit mit ner Schublehre
> ausgemessen. Achtung: Wenn der Stift zu kurz ist, haste ein Problem -
> dann ist der Stift nämlich erst mal drin. Pass auch auf, dass die
> Länge so bemessen ist, dass das Gewinde im Läufer schon bzw. noch
> ordentlich trägt.
so weit OK. Selbes Prinzip wie an der Guzzi (ist ja auch die gleiche
LiMa). Noch ein Hinweis zur Vorsicht:
1. Der Stift sollte sich nicht so weit aufweiten können, daß er das
Gewinde in der Kurbelwelle vermurkst (6mm sollte aber genug Raum
haben).
2. Die Originalschraube ist recht weich, also Vorsicht mit
Biegekräften. Sicherer ist eine normale Schraube, die vorher an der
Spitze abgedreht wird wie die Originale, eher etwas mehr. Mein Läufer
kam sehr schwer, da hat die kleine Fase, die ich angebracht hatte
nicht gereicht. Ich durfte die Schraube rausbohren. Jetzt hab ich da
ein M10 und wohl nie wieder Probleme ;-)
Gruß,
Torsten
--
Moto Guzzi Le Mans 1000 "Roadster" '89
Moto Morini 3 1/2 "Speziale" '83
Klar, aber dafuer muss ich nach D fahren, um die Kette fuer unter 100
Deutschen Maeusen zu kriegen...
Allerdings ist nicht ganz klar, ob der Preis nicht schon die neuen
Auspuffmuttern enthaelt. Anscheinend saegen die die Muttern gleich auf,
um das Gewinde nicht zu vermurksen.
Ausserdem mangelt es mal wieder an lauen Nachmittagen - ín der Garage
steht noch ein anderes Wrack^H^H^H^H^H Bike und jedesmal wenn ich im
Moment ein Werkzeug anfasse faengt es an zu regnen.
<Detaillierte Reparaturanleitung gesnippt>
Der Brueller war allerdings eher, das Schiff gestern in meine Garage zu
kriegen. Die rechte Fussraste war verstellt, so dass ich meinen Fuss
nicht so richtig zwischen Versager und Bremse gekriegt habe. Habe mir
also erstmal das hinten Bremsen gespart...
Die Vorderbremsen funktionieren, haben aber so einen
netten 'Knackeffekt' wenn man den Hebel weit genug zieht. Wohl ein
Opfer der hiesigen Trockenheit. Muss man die Saettel wohl mal wieder
ueberholen[1]...
Auf der halben Strecke hat sich dann der Leerlauf verabschiedet.
Irgendwie schienen die Vergaser nicht mehr richtig zuzumachen, so dass
ich ploetzlich einen Leerlauf von etwas 2500 hatte. Seltsamerweise
konnte ich den Motor auf normale Leerlaufdrehzahl runterbremsen und
dann blieb er da...
War mir ja schon bei der kurzen Probefahrt vorher aufgefallen, dass der
Gasgriff nicht so richtig in die Leerlaufstellung zurueckging, aber was
soll denn dass nun?
Na ja, zu Glueck hatte ich ja die Kuh ja spaet genug eingesammelt, so
dass die Strassen recht frei waren. Also um damit in London
herumzufahren ist das Teil einfach zu gross - wenn ich sie rot
anstreiche dann huepfen mir an der Bushaltestelle ploetzlich die Leute
an Bord.
Also mal gemuetlich nach Hause geschippert. Dabei fiel mir dann noch
auf, dass da beim Beschleunigen bei 2000-3000 rpm so ein Geratter und
nette Vibrationen zu spueren war. Als eine meiner Guzzis das gemacht
hat war ein neuer Kardan faellig...
Na ja, mal sehen was der BMW-Fritze morgen so sagt...
Tim,
der sich wundert, ob eine BMW genauso unzuverlaessig sein kann wie ein
italienisches Motorrad[3]
[1] Wenn man denn kann. Fuer das Italienische Zeugs, was ich normal
fahre[2], ist es kein Problem die Ueberholkits zu bekommen. Braucht man
auch bald einmal jaehrlich, besonders wenn man auch im Winter faehrt
und sich anschaut, wieviel Salz hier auf die Fahrbahn geschmissen wird.
[2] Morini Dart. An der wird aber mehr geschraubt als gefahren.
[3] Nur leider nícht so elegant...
>Die Vorderbremsen funktionieren, haben aber so einen
>netten 'Knackeffekt' wenn man den Hebel weit genug zieht. Wohl ein
>Opfer der hiesigen Trockenheit. Muss man die Saettel wohl mal wieder
>ueberholen[1]...
...wuerde ich eher auf den Bremshebel bzw. Hauptbremzylinder tippen.
Bremshebels ausbauen und ordentlich schmieren duerfte genuegen.
>Auf der halben Strecke hat sich dann der Leerlauf verabschiedet.
>Irgendwie schienen die Vergaser nicht mehr richtig zuzumachen, so dass
>ich ploetzlich einen Leerlauf von etwas 2500 hatte. Seltsamerweise
>konnte ich den Motor auf normale Leerlaufdrehzahl runterbremsen und
>dann blieb er da...
...hmm, kenn ich...hab mich auch damit rumgenervt. Bei mir wars ne
Kombination aus zu wenig Ventilspiel und zuviel Leerlaufgas. Trat dann
ausschließlich bei warmen Motor auf.
Können aber auch ein schwer gehender Schieber an den
Gleichdruck-Vergaser sein.
>War mir ja schon bei der kurzen Probefahrt vorher aufgefallen, dass der
>Gasgriff nicht so richtig in die Leerlaufstellung zurueckging, aber was
>soll denn dass nun?
...verantzte Gaszüge und/oder verlorene Rückholfeder am Vergaser,
wuerde ich mal schaetzen.
>Also mal gemuetlich nach Hause geschippert. Dabei fiel mir dann noch
>auf, dass da beim Beschleunigen bei 2000-3000 rpm so ein Geratter und
>nette Vibrationen zu spueren war. Als eine meiner Guzzis das gemacht
>hat war ein neuer Kardan faellig...
...kommts denn (akustische Ortung) vom Kardan?
>Tim,
>der sich wundert, ob eine BMW genauso unzuverlaessig sein kann wie ein
>italienisches Motorrad[3]
Da haben sie dir wohl auch ne ganz schoene Kruecke angedreht.;-)
cu gp
Hmm. Muss ich mal heute nacht noch testen gehen. Allerdings sind
schwergaengige Bremskolben hier ziemlich normal, es koennten natuerlich
auch die Bremsleitungen sein, sehen ja schliesslich aus als waeren die
auch noch original...
<snip>
> ...hmm, kenn ich...hab mich auch damit rumgenervt. Bei mir wars ne
> Kombination aus zu wenig Ventilspiel und zuviel Leerlaufgas. Trat dann
> ausschließlich bei warmen Motor auf.
Koennte hinhauen. Der Motor war definitiv warm, je laenger er lief
desto nerviger das Problem.
> Können aber auch ein schwer gehender Schieber an den
> Gleichdruck-Vergaser sein.
Na klasse - schon lange keine Versager mehr ausseinandergenommen, das
letzte Mal ist schon so ca. 4 Wochen her :-(.
> ...verantzte Gaszüge und/oder verlorene Rückholfeder am Vergaser,
> wuerde ich mal schaetzen.
... welche dann evtl. auch den vermurksten Leerlauf erklaeren wuerde...
BTW, sitzt die Rueckholfeder im oder AM Vergaser?
> >Also mal gemuetlich nach Hause geschippert. Dabei fiel mir dann noch
> >auf, dass da beim Beschleunigen bei 2000-3000 rpm so ein Geratter und
> >nette Vibrationen zu spueren war. Als eine meiner Guzzis das gemacht
> >hat war ein neuer Kardan faellig...
>
> ...kommts denn (akustische Ortung) vom Kardan?
Nein, aber die Vibrationen sind nur in der rechten Fussraste zu
spueren - bei Guzzi ist das halt immer ein Zeichen fuer ein
geschrottetes Gelenk im Kardan :-(. Hoeren kann man es nicht so toll,
da sind halt auch noch die Koffer im Weg. Und mein Gepaeck, welches im
Koffer klapperte.
> Da haben sie dir wohl auch ne ganz schoene Kruecke angedreht.;-)
Noch ist sie nicht mein :-). Habe mit der Besitzerin vereinbart, dass
ich mit dem Teil erst zur Werkstatt fahre und ihr danach sage, ob ich
das Teil haben will oder nicht. Es scheint mir als ob ich auf meine
alten Tage doch noch etwas dazulerne, frueher haette ich das Teil
einfach so gekauft und mich dann drueber geaergert. Allerdings besteht
die Gefahr dass die Besitzerin dann eher solange mit dem Preis
runtergeht bis ich nicht mehr 'Nein' sagen kann. Und die Kuh ist schon
ziemlich billig wenn man bedenkt, dass da schon eine original RT-
Verkleidung dranhaengt.
Tim,
nix wissend was BMW angeht, aber im Moment schnell lernend
>Na klasse - schon lange keine Versager mehr ausseinandergenommen, das
>letzte Mal ist schon so ca. 4 Wochen her :-(.
Jaja, aber so ein BMW-Vergaser nimmst du in 10min auseinander nachdem
du es das erstemal geschafft hast. (soll heissen die vier Schrauben
oben mit Kupferpaste versehen hast damit sie nicht mehr festfressen)
>Nein, aber die Vibrationen sind nur in der rechten Fussraste zu
>spueren - bei Guzzi ist das halt immer ein Zeichen fuer ein
>geschrottetes Gelenk im Kardan :-(. Hoeren kann man es nicht so toll,
>da sind halt auch noch die Koffer im Weg. Und mein Gepaeck, welches im
>Koffer klapperte.
Vielleicht laeuft sie auch einfach nicht mehr richtig syncron. Nachdem
was du zu den Gaszuegen schreibst scheint das jedenfalls nicht
unwahrscheinlich.
Olaf
--
D.i.e.s.S. (K.)
>> ...verantzte Gaszüge und/oder verlorene Rückholfeder am Vergaser,
>> wuerde ich mal schaetzen.
>
>... welche dann evtl. auch den vermurksten Leerlauf erklaeren wuerde...
>BTW, sitzt die Rueckholfeder im oder AM Vergaser?
>
...am Vergaser, in unmittelbarer Naehe, des Gaszugs. Is ne simple
Spiralfeder. Mies verlegte oder vergammelte Gaszuege haben allerdings
den selben Effekt.
cu gp
>
>Klar, aber dafuer muss ich nach D fahren, um die Kette fuer unter 100
>Deutschen Maeusen zu kriegen...
Da ließe sich doch evtl etwas " Vesandmaessig" organisieren
>Die Vorderbremsen funktionieren, haben aber so einen
>netten 'Knackeffekt' wenn man den Hebel weit genug zieht. Wohl ein
>Opfer der hiesigen Trockenheit. Muss man die Saettel wohl mal wieder
>ueberholen[1]...
Brembo oder Ate-Sattel?, die Dichtsaetze gibts zumindest auch bei BMW,
ich glaube so 30 DM war das etwa, das Knacken kommt evtl von der
Stelle, wo der Bremshebel auf dem Bremskolben drueckt/gleitet,
Bremshebel ausbauen, Saubermachen und etwas Aluminium/ Kupferpaste
draub, bringt sehr viel, wenn es vorher trocken war.
>
>Auf der halben Strecke hat sich dann der Leerlauf verabschiedet.
>Irgendwie schienen die Vergaser nicht mehr richtig zuzumachen, so dass
>ich ploetzlich einen Leerlauf von etwas 2500 hatte. Seltsamerweise
>konnte ich den Motor auf normale Leerlaufdrehzahl runterbremsen und
>dann blieb er da...
Vergaser Komplett zerlegen, saubermachen und neue Dichtungen
Auserdem sollte man die Federn über den Kolben neu machen, die setzen
sich in 15 Jahren um ca 10%
>
>War mir ja schon bei der kurzen Probefahrt vorher aufgefallen, dass der
>Gasgriff nicht so richtig in die Leerlaufstellung zurueckging, aber was
>soll denn dass nun?
Vergaserzüge neumachen und Verzahnung im Gasgriff überprüfen, die
arbeitet sich manchmal kaputt
>
>Also mal gemuetlich nach Hause geschippert. Dabei fiel mir dann noch
>auf, dass da beim Beschleunigen bei 2000-3000 rpm so ein Geratter und
>nette Vibrationen zu spueren war. Als eine meiner Guzzis das gemacht
>hat war ein neuer Kardan faellig...
Die R45/R65 haben alle so ne Vibrationsspitze bei irgendwas um 4000
rpm, das ist normal und haben nur die Kurzhubmotoren
>
Gruß
Daniel
Nachdem ich hier ja schon mit guten Ratschlaegen eingedeckt wurde
(Danke, alle zusammen!) bin ich also am Samstag die malerische Strecke
zum BMW-Fritzen des geringsten Misstrauens getuckert.
Chefmechaniker laeuft also einmal drum rum, drueckt auf den Knopf,
Motor laeuft, haelt das Ohr dran und macht den Motor wieder aus. "How
can you ride this?". Na gut, Versager voellig verstellt, die Gaszuege
so verharzt dass das Teil Tempomat hat und die Steuerkette klappert.
Und die Zylinderfussdichtungen tun selbiges nicht mehr. Ach ja, die
Hinterrradbremse ist so fertig, der Einsteller so weit reingedreht,
dass es kein Wunder ist, wenn da nichts mehr bremst. Und ich hatte mich
schon gewundert, dachte mir dass BMW nach 60 Jahren[1] Motorradbau es
vielleicht doch geschafft hat, eine funktionierende Hinterradbremse
einzubauen.
Chefmech laeuft nochmal drumherum, ich fuehle meinen Geldbeutel schon
im Minutentakt leichter werden. Fragt "Wieviel soll sie den kosten?",
empfiehlt, die Besitzerin noch einmal 100 Pfund runterzuhandeln, dann
waer das doch ein gutes Geschaeft. Das waer' ja alles nicht so
kritisch, das bringe man halt einmal in Ordnung und dann sei wieder mal
Ruhe fuer laengere Zeit.
Auf der Rueckfahrt in den Regen gekommen, natuerlich fing der Motor
auch noch an zu stottern, die Zuendkabel hatten wohl auch schon bessere
Zeiten gesehen. Dank RT Verkleidung kam ich aber doch noch halbtrocken
nach Hause. Wenn halt die Bauern der Umgebung nicht ihre Felder auf der
Strasse verteilt haetten, dann waere ich sogar trocken nach Hause
gekommen, aber wenn man halt nur 40 fahren kann *shrug*.
In der Garage nochmal kurz in die Inspektionsloecher der
Hinterradbremse geschaut. Hmm, da ist aber noch eine ganze Menge
Material drauf, fast wie neu. Also Rad runter - so weit es eben geht
mit den Koffertraeger, wenn man das Bike nicht hinten per Flaschenzug
anheben kann - und nachgeschaut. Urgs. Die Reibflaeche ist gute zwei
Milimeter tief eingelaufen. Wie der Mech schon warnte kostet mich das
wohl ein neues Rad. Fuer nur 300 Pfund (und von Steuer war da noch
nicht die Rede). Da fiel dann auch nicht mehr auf, dass der Luftfilter
so neu war, dass der Antiquitaetenhaendler um die Ecke schon Interesse
gezeigt hat.
Besitzerin angerufen, ihr erzaehlt dass sich der Kostenvoranschlag fuer
die Reparaturen auf gute 800 Pfund belaeuft. Da hat sie dann spontan
ihre Preisvorstellung halbiert und ich Depp hab ja gesagt...
Und jetzt steht in meiner Garage auch noch ein halbzerlegte Kuh und
meine Freundin kommt am Wochenende. Noch weiss sie von nix, aber die
Erklaerung, dass ich mal wieder Pleite sei, zieht wohl in den naechsten
Wochen nicht :-(
Wieso fahr ich eigentlich nicht einfach Vespa? Macht Motorradfahren
suechtig? Macht es bloed? Warum habe ich einen psychologischen
Widerwillen, mir eine neue H*nda zu kaufen?
Tim,
mit lauter neuen Fragen und auch noch am Feiertag arbeitend...
[1] 81er Kuh