Am 10.05.2012 20:16, schrieb Christian Thomas:
Moin,
Moin, die Beurteilung des passenden Werkstoffes allein anhand der
Festigkeiten entsprechend EN-ISO 898-1 EN 20898-2 vorzunehmen, ist ein
etwas schlichter Ansatz. Dies entspricht dem Versuch die Eignung eines
Fahrzeuges fᅵr eine bestimmte Aufgabe allein anhand der Leistung und des
Drehmomentes des Motors festzumachen.
Christian vermutet schon zurecht, dass der Einbauort eine gewisse Rolle
spielt. Was erreicht denn so ein Auslass fᅵr eine Temperatur beim
heftigen Angasen auf der Bahn? Professionelles Schnelles kann da mit
Rotglut aufwarten, aber auch die Brot- und Butterkarre mag hier locker
400-500ᅵC erreichen. Und solchen Bedingungen ist die maximale
Bruchfestigkeit eines Werkstoffes so interessant wie Zylinderzahl fᅵr
die Eignung eines Motors als Antrieb fᅵr ein Baustellenfahrzeuges.
Warmfestigkeit, Kriechverhalten und Alterungsbestᅵndigkeit sind hier die
wichtigen Parameter. Man mᅵge sich bitte einmal mit warmfesten Stᅵhlen
beschᅵftigen.
Die hier nᅵtigen Legierungsbestandteile erhᅵhen nebenbei auch die
Festigkeit, wobei dies aber ein sekundᅵrer Effekt ist. Die gemessenen
400HV halte ich fᅵr nicht maᅵgeblich. Vermutlich wurde sie am
gebrochenen Bolzen gemessen, der nun wirklich gealtert, versprᅵdet und
deshalb sich aus seinem Dienstleben verabschiedet hat.
Warmfeste Stᅵhle liegen eher im Bereich von 6.8-8.8, weil es ja, wie
gesagt, nicht auf die Festigkeit, sondern um die Festigkeit und
Haltbarkeit unter widrigen Bedingungen geht.
Geh dir das original Ersatzteil holen oder finde irgendwo einen
Anbieter, der Stehbolzen fᅵr erhᅵhte Betriebstemperaturen ᅵber 400ᅵC
anbietet. Ein Feld-, Wald- und Wiesenstahl mit beeindruckenden 12.9 wird
dich nicht glᅵcklich machen.
Jo
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Mannomann. Mannomannomann.
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