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Wie lange lässt sich eine trockene wartungsfreie Motorradbatterie lagern

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Juergen

unread,
Mar 7, 2018, 4:37:03 AM3/7/18
to
Hallo.

Als vor Jahren die Batterie in meinem Mopped ab- und zu schwächelte habe
ich mir Ersatz besorgt. Allerdings hielt die alte Batterie mit
regelmäßigem Nachladen dann doch noch fünf Jahre durch.

Batterie ist eine YTX-12 mit beigefügten Säurepack, sie ist also
"trocken". Wie lange lässt sich eine solche Batterie nach Produktion
lagern solange man die Säure nicht einfüllt? Ist trotzdem mit einem
Kapazitätsverlust zu rechnen?
cu.
Juergen

--

4/1996..6/2004 XT 600E 05..50 Mm | seit 6/2004 DL650 00..49 Mm

Andreas Neumann

unread,
Mar 7, 2018, 4:45:36 AM3/7/18
to
Juergen wrote:

> Batterie ist eine YTX-12 mit beigefügten Säurepack, sie ist also
> "trocken". Wie lange lässt sich eine solche Batterie nach Produktion
> lagern solange man die Säure nicht einfüllt?

Interessante Frage. Persönlich würde ich mir da für etliche Jahre keine
Sorgen machen; bei einer schnellen Suche im Netz fand ich die
Aussage "nahezu unbegrenzt".


Volker Bartheld

unread,
Mar 7, 2018, 6:57:07 AM3/7/18
to
Servus!

On Wed, 07 Mar 2018 10:37:11 +0100, Juergen wrote:
> Batterie ist eine YTX-12 mit beigefügten Säurepack, sie ist also
> "trocken". Wie lange lässt sich eine solche Batterie nach Produktion
> lagern solange man die Säure nicht einfüllt?

Verschlossen, kühl, trocken und lichtgeschützt: Ewig.
Nahezu alle in http://www.basytec.de/pbbatterie/Bleibatterie.html
geschilderten Mechanismen treten nur bei befüllter Batterie auf.

> Ist trotzdem mit einem Kapazitätsverlust zu rechnen?

Nein.

Dein Säurepack wird über die Jahrhunderte Wasser ziehen und falls das
Behältnis nicht aus PE sondern PVC ist, könnten sich unangenehme
Chlorverbindungen bilden. Deine Ur-Ur-Ur-Enkel werden Rißbildung im
Gehäuse der Batterie beklagen (da verwittert/versprödet die
Molekülstruktur der Kunststoffanteile, meist PE). Und wenn Wachsmotten
oder Ideonella sakaiensis 201-F6 in Deinem Ersatzteilschrank wohnen, ist
irgendwann nur das Blei übrig, ungefähr kurz bevor die Hölle zufriert.

HTH & Ciao,
Volker

--
@: W E B 2 0 1 7 at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

Andreas Neumann

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Mar 7, 2018, 10:32:31 AM3/7/18
to
Volker Bartheld wrote:

> Verschlossen, kühl, trocken und lichtgeschützt: Ewig.

Für nicht gegen unendlich konvergierende Werte von "ewig" würde ich da
zustimmen.

Allerdings habe ich gerade das bei Yuasa gefunden:
"Die maximale Lagerzeit für trocken geladene Batterien, bevor sie mit Säure
befüllt und verwendet werden, beträgt 24 Monate"

Das würde ich aber unter Verkaufsstrategie abhaken und für mich gepflegt
wegignorieren.


olaf

unread,
Mar 7, 2018, 11:00:19 AM3/7/18
to
Juergen <schrei...@web.de> wrote:

>Batterie ist eine YTX-12 mit beigefügten Säurepack, sie ist also
>"trocken". Wie lange lässt sich eine solche Batterie nach Produktion
>lagern solange man die Säure nicht einfüllt? Ist trotzdem mit einem
>Kapazitätsverlust zu rechnen?

Ich hab vor ein paar Jahren mal eine 4V Bleibatterie von Pollin gekauft
die aus Bundeswehrbestaenden der 70er Jahre kam. Hat problemlos
funktioniert.

Ich wuerde also mal sagen so eine Batterie haelt ewig wenn noch keine
Saeure drin ist. Vieleicht broeselt irgendwann mal der Kunststoff des
Gehaeuses auseinander wenn du 100Jahre wartest.

Olaf

Juergen

unread,
Mar 9, 2018, 6:00:22 AM3/9/18
to
Am Wed, 07 Mar 2018 16:32:30 +0100 schrieb Andreas Neumann

>Allerdings habe ich gerade das bei Yuasa gefunden:
>"Die maximale Lagerzeit für trocken geladene Batterien, bevor sie mit Säure
>befüllt und verwendet werden, beträgt 24 Monate"

Es ist natürlich eine Yuasa. Und sie hat sich für das deutliche
Überschreiten der 24-Monate etwas einfallen lassen: Nachdem ich sie
schön über Nacht mit der Säure befüllt und verschlossen hatte gings ans
Ladegerät (Saita ProCharger Compact). Das lud kurz und knippste dann die
rote LED "Batterie defekt" an. Und das ein paar mal hintereinander.
Doch dann lud es die Batterie tatsächlich. Ohne Fehlermeldung. Und lud.
Und lud...
Bis es der Meinung war, die Batterie ist voll, vergingen über 24h. Bei
max 600 mA Ladestrom, von dem nach >20h immer noch gut 400 mA, muss die
Batterie nach dem Befüllen ziemlich leer gewesen sein.

Andreas Neumann

unread,
Mar 9, 2018, 6:49:14 AM3/9/18
to
Für mich klingt das, als wäre die nicht formiert gewesen, also
nicht "trocken vorgeladen". Da ist es völlig normal dass der erste
Ladevorgang sehr lange dauert, die Elektrochemie muss ja erst ausgebildet
werden. Anfangs wird die Ladespannung auch sehr niedrig liegen, also
erschrickt das Ladegerät erstmal und meldet eine defekte Batterie.
Ferndiagnosen sind immer schwierig, aber dazu genötigt würde ich behaupten
alles ist gut, und du hast jetzt eine quasi nagelneue, frische und gute
Batterie.

Die von Yuasa postulierten 24 Monate halte ich eh für frei von technischen
Gründen und eher der Marketingabteilung entsprungen.

Volker Bartheld

unread,
Mar 9, 2018, 7:16:24 AM3/9/18
to
On Fri, 09 Mar 2018 12:00:36 +0100, Juergen wrote:
> Am Wed, 07 Mar 2018 16:32:30 +0100 schrieb Andreas Neumann
>>Allerdings habe ich gerade das bei Yuasa gefunden:
>>"Die maximale Lagerzeit für trocken geladene Batterien, bevor sie mit Säure
>>befüllt und verwendet werden, beträgt 24 Monate"
> Es ist natürlich eine Yuasa. [...] Saita ProCharger Compact. Das lud kurz
> und knippste dann die rote LED "Batterie defekt" an.

Vermutlich zu schlau für diese Welt.

> Bis es der Meinung war, die Batterie ist voll, vergingen über 24h. Bei
> max 600 mA Ladestrom, von dem nach >20h immer noch gut 400 mA, muss die
> Batterie nach dem Befüllen ziemlich leer gewesen sein.

Mei: 600mA*24=14.4Ah eingeladen. 90% Ladeeffizienz, paßt. Wichtig ist doch,
ob das Ding jetzt die angegebene Kaltstartleistung von 210A bringt und
irgendwas um die 10Ah Kapa hat. Das kann Dir doch der Herr Saita bestimmt
sagen, denn sonst taugt er kaum mehr als ein Labornetzteil mit
einstellbarer Strom- und Spannungsbegrenzung.

noebbes

unread,
Mar 9, 2018, 8:43:08 AM3/9/18
to
Dieses "trocken vorgeladen" kann und wird sich natürlich im Lauf der
Zeit verflüchtigen.

Manfred Caspari

unread,
Mar 9, 2018, 9:12:04 AM3/9/18
to
Am 2018-03-09 um 13:16 schrieb Volker Bartheld:
> Labornetzteil mit einstellbarer Strom- und Spannungsbegrenzung.

welches mir bisher immer gereicht hat. Wozu überteuerte Spezialelektrik
kaufen, wenn man selbiges eh rumstehen hat..

-Manfred

Volker Bartheld

unread,
Mar 9, 2018, 9:57:37 AM3/9/18
to
Genau. Und seit der Existenz von wirklich günstigen und gar nicht mal so
schlechten Schaltnetzteilmodulen mit Strom-/Spannungsbegrenzung [1] [2]
[3] ist es schon fraglich, ob man reichlich Asche für irgendeinen
dedizierten Nippeskram brennen will.

Vol"Ja, das eine Teil ist mal wegen eines kurzgeschlossenen
MLC-Filterkondensators abgeraucht [4] [5], aber das kann ja immer mal
passieren"ker

[1] https://rdtech.aliexpress.com/store/923042
[2] https://www.aliexpress.com/store/product/RD-DPS5005-Communication-Function-Constant-Voltage-current-Step-down-Power-Supply-module-buck-Voltage-converter-LCD/923042_1000004290003.html?spm=2114.12010615.0.0.4f381b17Pyy3bO
[3] https://www.youtube.com/watch?v=Cw2AjcczHg4
[4] https://www.youtube.com/watch?v=Q2rvAoO-MIA
[5] https://www.youtube.com/watch?v=Q2rvAoO-MIA

Juergen

unread,
Mar 11, 2018, 4:25:38 AM3/11/18
to
Am Fri, 9 Mar 2018 13:16:22 +0100 schrieb Volker Bartheld

>Mei: 600mA*24=14.4Ah eingeladen. 90% Ladeeffizienz, paßt.

Ich komme da auf ca. 70 %.

>Wichtig ist doch,
>ob das Ding jetzt die angegebene Kaltstartleistung von 210A bringt und
>irgendwas um die 10Ah Kapa hat. Das kann Dir doch der Herr Saita bestimmt
>sagen,

Nö. Wichtig ist dass das die Batterie mindestens 6 Jahre unauffällig
Dienst tut und ich nur noch bei >8 Wochen Standzeit daran denken muss
die mal nachzuladen.

>denn sonst taugt er kaum mehr als ein Labornetzteil mit
>einstellbarer Strom- und Spannungsbegrenzung.

Der Versuch die neue Batterie mit meinem alten längsgeregelten Netzteil
(ohne Strombegrenzung) zu laden nahm mir dieses sehr übel. Laut Anzeigen
hat es jetzt einen internen Kurzschluss - keine Ausgangspannung bei
vollem Strom. Vermutlich habe ich verpolt obwohl natürlich vorher
kontrolliert.

Mal sehen, ob ich das nochmal reparieren kann. Dürfte so 30 Jahre her
sein, dass ich es aus einem Conrad-Bausatz erstellt habe. Hoffentlich
habe ich die Dokumentation im Gehäuse versteckt.

Freilich wäre es unterm Strich vermutlich günstiger, mir etwa bei Polin
ein China-Labornetzteil als Schaltnetzteil zu kaufen, 0-30 V, 0-3 A
kosten da rund 30 €.

Entladen bzw. entsulfatisieren kann so ein Labornetzteil auch nicht. War
mir auch zu sperrig für die Garage. Dieses Saito war jetzt nicht so
wahnsinnig teuer und man muss nichts einstellen. Dazu hat es vernünftig
dimensionierte Anschlussklemmen und ein Kabel mit Ringösen und
verpolsicherem Anschlussstecker.

olaf

unread,
Mar 11, 2018, 8:15:18 AM3/11/18
to
Juergen <schrei...@web.de> wrote:

>Der Versuch die neue Batterie mit meinem alten längsgeregelten Netzteil
>(ohne Strombegrenzung) zu laden nahm mir dieses sehr übel.

Tja, Fehler. Schalte das naechstemal eine 21W Gluehbirne in Reihe.

>Mal sehen, ob ich das nochmal reparieren kann. Dürfte so 30 Jahre her
>sein, dass ich es aus einem Conrad-Bausatz erstellt habe. Hoffentlich
>habe ich die Dokumentation im Gehäuse versteckt.

Wofuer brauchst du da eine Doku? Die Endstufe ist vermutlich ein
2N3055, die Vorstufe eine BD136 und das Gehirn heisst LM741 oder
LM358. Pruefen ob Spannung am Ladeelko vorhanden ist um Defekte an
Trafo, Sicherung und Gleichrichter auszuschliessen und danach beim
3055 mit dem tauschen anfangen.

>Freilich wäre es unterm Strich vermutlich günstiger, mir etwa bei Polin
>ein China-Labornetzteil als Schaltnetzteil zu kaufen, 0-30 V, 0-3 A
>kosten da rund 30 ???.

Das haelt aber nicht so lange wie dein altes. Ich muss mein KA3005
auch mal langsam zerlegen weil der Encoder darin nach 2Jahren und 1Tag
angefangen hat immer mehr rumzuspinnen.

>Entladen bzw. entsulfatisieren kann so ein Labornetzteil auch nicht. War
>mir auch zu sperrig für die Garage. Dieses Saito war jetzt nicht so

Braucht man nicht. Aber natuerlich kann man sich auch Dinge kaufen die
man nicht braucht wenn sie nur ordentlich blinken. :-)

BTW: Mein vor kurzem gekauftes Ladegeraet (von AEG [Pah!]) ist ein
Schaltnetzteil mit Microcontroller gesteuertem Luefter. Letzerer
vermutlich von derselben Qualitaetsmanufaktur wo auch Rigol
einkauft. Ich bin sicher das haelt wesentlich weniger lange wie meine
GS. :)

Olaf


Volker Bartheld

unread,
Mar 12, 2018, 2:27:03 AM3/12/18
to
On Sun, 11 Mar 2018 09:25:38 +0100, Juergen wrote:
> Am Fri, 9 Mar 2018 13:16:22 +0100 schrieb Volker Bartheld
>>denn sonst taugt er kaum mehr als ein Labornetzteil mit
>>einstellbarer Strom- und Spannungsbegrenzung.
> Der Versuch die neue Batterie mit meinem alten längsgeregelten Netzteil
> (ohne Strombegrenzung) zu laden nahm mir dieses sehr übel.

Dann ist die neue Batterie eine neudefekte Batterie und Umtauschgegenstand.
Die Ladestrategie bei Blei lautet "Konstantstromladung bis
Ladeschlußspannung", wegen mir 1/10*C. Natürlich kann man auch ein wenig
Feenstaub streuen, zur Entsulfatierung oder um das Fengshui wieder ins
Gleichgewicht zu bringen.

> Laut Anzeigen hat es jetzt einen internen Kurzschluss - keine
> Ausgangspannung bei vollem Strom. Vermutlich habe ich verpolt obwohl
> natürlich vorher kontrolliert.

Böses Netzteil! Böses!

> Entladen bzw. entsulfatisieren kann so ein Labornetzteil auch nicht.

Ersteres hängt vom Netzteil ab. Entsulfatieren? Was ist das? Ein
Marketingausdruck um Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen?

> War mir auch zu sperrig für die Garage. Dieses Saito war jetzt nicht so
> wahnsinnig teuer und man muss nichts einstellen. Dazu hat es vernünftig
> dimensionierte Anschlussklemmen und ein Kabel mit Ringösen und
> verpolsicherem Anschlussstecker.

Alles supi. Deine neue Batterie läuft, die Welt ist in Ordnung. Geh
Moppedfahren.

Volker

--
@: W E B 2 0 1 8 at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

Juergen

unread,
Mar 12, 2018, 5:53:33 AM3/12/18
to
Am Wed, 07 Mar 2018 10:37:11 +0100 schrieb Juergen

>Als vor Jahren die Batterie in meinem Mopped ab- und zu schwächelte habe
>ich mir Ersatz besorgt. Allerdings hielt die alte Batterie mit
>regelmäßigem Nachladen dann doch noch fünf Jahre durch.

Nach den "handwerklichen Problemen" gibt es jetzt noch ein rechtliches:
Der (Versandhändler) weigert sich, mir das Batteriepfand zu erstatten.
Anno 2013 hatte er dafür laut Mail auf die Rücksendung der Altbatterie
bestanden. Das ist nach der Neufassung des Batteriegesetzes von 2015
nicht mehr zulässig. Demnach reicht ein Entsorgungsnachweis, den ich
gemailt habe.

Darauf hin schrieb mir die Versandfirma, sie könnte mir kein Pfand
zurück überweisen, weil ich 2013 gar keines gezahlt hätte. Das
Batteriegesetz sei erst 2015 gekommen.

Ich bin allerdings anderer Meinung: Die Pfandpflicht war schon im
Batteriegesetz vom Dezember 2009 (in Kraft treten) enthalten. Mit der
Neufassung des Batteriegesetzes vom 27. November 2015 wurde dann
geregelt, dass Händler die Erstattung nicht von eigenen Pfandmarken
abhängig machen können und Versandhändler nicht von der Rücksendung
einer Batterie sondern dass eine Rücknahmebescheinigung (bzw.
Entsorgungsnachweis) reicht. Warum man das wohl so geändert hat? :-).

Könnte es wirklich sein, dass eine Versandfirma 2013 Starterbatterien
verkauft hat ohne das Pfand zu kassieren? Wäre das nicht rechtswidrig
gewesen und damit sehr dünnes Eis? In ihren damaligen AGB stand drinnen,
das Pfand sei in den Batteriepreisen enthalten. Das konnte ich meinem
Mail-Archiv entnehmen, da ich gleich nach dem Kauf nach der
Pfanderstattung gefragt hatte (und die Auskunft "Batterie
zurückschicken) bekam.

Peter Weller

unread,
Mar 12, 2018, 9:36:48 AM3/12/18
to
Moin!

Am 12.03.2018 um 10:53 schrieb Juergen:

> Nach den "handwerklichen Problemen" gibt es jetzt noch ein rechtliches:
> Der (Versandhändler) weigert sich, mir das Batteriepfand zu erstatten.
> Anno 2013 hatte er dafür laut Mail auf die Rücksendung der Altbatterie
> bestanden. Das ist nach der Neufassung des Batteriegesetzes von 2015
> nicht mehr zulässig. Demnach reicht ein Entsorgungsnachweis, den ich
> gemailt habe.

Oh, das ist schön zu wissen, mir hat man auch mal zwischendurch die
Einsendung der Altbatterie abverlangen wollen, um mein Pfand
zurückzuerhalten.

> Darauf hin schrieb mir die Versandfirma, sie könnte mir kein Pfand
> zurück überweisen, weil ich 2013 gar keines gezahlt hätte. Das
> Batteriegesetz sei erst 2015 gekommen.

> Ich bin allerdings anderer Meinung: Die Pfandpflicht war schon im
> Batteriegesetz vom Dezember 2009 (in Kraft treten) enthalten. Mit der

Genau genommen fing das mit dem Batteriepfand 1998 an.

> Neufassung des Batteriegesetzes vom 27. November 2015 wurde dann
> geregelt, dass Händler die Erstattung nicht von eigenen Pfandmarken
> abhängig machen können und Versandhändler nicht von der Rücksendung
> einer Batterie sondern dass eine Rücknahmebescheinigung (bzw.
> Entsorgungsnachweis) reicht. Warum man das wohl so geändert hat? :-).

Jupp, kommt sogar bei uns vor. Neulich hatten wir einen Amazon-Kunden,
der seine Altbatterie loswerden wollte, aber keine Ahnung hatte, wie er
sein Pfand wiederbekommt. Da schwieg sich damals Amazon auch aus.
Entsorgt haben wir das Teil dennoch gerne für ihn. [1]

> Könnte es wirklich sein, dass eine Versandfirma 2013 Starterbatterien
> verkauft hat ohne das Pfand zu kassieren? Wäre das nicht rechtswidrig
> gewesen und damit sehr dünnes Eis? In ihren damaligen AGB stand drinnen,
> das Pfand sei in den Batteriepreisen enthalten. Das konnte ich meinem
> Mail-Archiv entnehmen, da ich gleich nach dem Kauf nach der
> Pfanderstattung gefragt hatte (und die Auskunft "Batterie
> zurückschicken) bekam.

Pragmatische Antwort?
Damals hat man gerne den Gesamtpreis angegeben und wenn der ok war auch
unter dem Aspekt, daß man die 7,50€ Pfand nie wieder sieht, dann war der
Preis ok. Dann noch kein Arschloch sein und die Batterie einfach
woanders abgeben (also fachgerecht entsorgen) [1] statt in den Hausmüll
und faktisch ist alles gut. Der Händler konnte halt den guten Preis
machen, weil er davon ausgehen konnte, das vermeintliche Pfand einfach
einzustreichen.

Dann aber doch so spitz kalkuliert zu haben, daß man den 7,5€ Pfand nach
Jahren noch nachweint, während man jahrelang das Kapital band und seine
Gewährleistung verstreichen ließ, ohne das Kaufobjekt je zu nutzen, ist
aber imao das Ausscheiden sehr trockener Trauben.

Servus, Peter

[1] Altbatterieentsorgung kostet Händler nichts, im Gegenteil. Das gibt
Kohle für den Rohstoff. Es marodieren sogar Banden rum, die sich als der
rechtmäßige Entsorger ausgeben wollen und das Blei abgreifen.

--
RRR#92 DLISUGC#9 '98 CBR600F "Tigger" 80Mm sold
'07 LC8 990 Adventure 33/55Mm '93 F650 "RealRedRaider" 26/44Mm sold

Juergen

unread,
Mar 13, 2018, 8:03:48 AM3/13/18
to
Am Sun, 11 Mar 2018 13:05:43 +0100 schrieb olaf <ol...@criseis.ruhr.de>

> >Der Versuch die neue Batterie mit meinem alten längsgeregelten Netzteil
> >(ohne Strombegrenzung) zu laden nahm mir dieses sehr übel.

>Tja, Fehler. Schalte das naechstemal eine 21W Gluehbirne in Reihe.

Das seltsame ist "normale Kurzschlüsse" hatten dieses Netzteil bis dahin
nicht beeindruckt.

>Wofuer brauchst du da eine Doku? Die Endstufe ist vermutlich ein
>2N3055, die Vorstufe eine BD136 und das Gehirn heisst LM741 oder
>LM358.

Falls das so ist habe ich es längst vergessen.


> >Entladen bzw. entsulfatisieren kann so ein Labornetzteil auch nicht. War
> >mir auch zu sperrig für die Garage. Dieses Saito war jetzt nicht so

>Braucht man nicht. Aber natuerlich kann man sich auch Dinge kaufen die
>man nicht braucht wenn sie nur ordentlich blinken. :-)

So ein Ladegerät ist halt halbweges idiotensicher. Im Gegensatz zum
Labornetzteil. Und es verstellt sich auch nicht...

Gerhard Hoffmann

unread,
Mar 13, 2018, 10:04:16 AM3/13/18
to
Am 13.03.2018 um 13:03 schrieb Juergen:
> Am Sun, 11 Mar 2018 13:05:43 +0100 schrieb olaf <ol...@criseis.ruhr.de>
>
>>> Der Versuch die neue Batterie mit meinem alten längsgeregelten Netzteil
>>> (ohne Strombegrenzung) zu laden nahm mir dieses sehr übel.
>
>> Tja, Fehler. Schalte das naechstemal eine 21W Gluehbirne in Reihe.
>
> Das seltsame ist "normale Kurzschlüsse" hatten dieses Netzteil bis dahin
> nicht beeindruckt.

Verschiedene integrierte Regler wie LM317, LM350.. mögen das
überhaupt nicht, wenn vom Ausgang mehr Spannung kommt als sie
selber haben. Steht im Datenblatt, auch wie man das verhindert.

> So ein Ladegerät ist halt halbweges idiotensicher. Im Gegensatz zum
> Labornetzteil. Und es verstellt sich auch nicht...

Ich habe im Januar bei heftigen Minusgraden ein R&S NGK35 in die
Garage getragen. Es hat's überlebt, hat mir aber zu lange gedauert.

Lag wohl eher am gelierten Öl. Auch mit dem Starthilfekabel und
Strom vom Auto war der Start ein mühsames Geschäft.

Gruß, Gerhard

Bernd Laengerich

unread,
Mar 13, 2018, 10:58:15 AM3/13/18
to
Am 11.03.2018 um 13:05 schrieb olaf:

> Tja, Fehler. Schalte das naechstemal eine 21W Gluehbirne in Reihe.

Eine Diode könnte da auch helfen. Entweder in Reihe oder rückwärts über den
Längsregler. Die billigeren LaborNG sind halt nicht mehrquadrantenfähig und
auch nicht dagegen geschützt.

> Das haelt aber nicht so lange wie dein altes. Ich muss mein KA3005
> auch mal langsam zerlegen weil der Encoder darin nach 2Jahren und 1Tag
> angefangen hat immer mehr rumzuspinnen.

Wenn es richtig halten soll einen Encoder mit optischer Abtastung nehmen. OK,
an DEN Preis kommt man da nicht heran:

<https://www.amazon.de/Rotary-Encoder-Schalter-Drehschalter-Keyswitch/dp/B0085I4D5C>

Aber vermutlich hält ein kontaktbehaftetes Teil von Bourns auch entsprechend
lange.

Bernd
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