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Niedrigviskose Bremsflüssigkeit DOT4.

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Juergen

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Aug 6, 2010, 8:06:40 AM8/6/10
to
Tag zusammen.

Da ich nach zwei Jahren mal wieder die Bremsflüssigkeit wechseln will,
habe ich im Autozubehörhandel mal nach Preisen gefragt. Zu meiner
Überraschung kam die Frage zurück, ob es sich um ein Fahrzeug mit ESP
handle.

Also mal im Internet geschaut: Inzwischen gibt es neben dem
"altbekannten" DOT4 noch DOT4 niedrigviskos (z.B. ATE SL.6), was für
Fahrzeuge mit elektronischen Bremssystemen empfohlen wird bzw.
vorgeschrieben ist. Die garantierte Viskosität ist dabei von max 1400
mm^2/s auf 700 mm^2/s abgesenkt, zusätzlich sind Trocken- und
Nasssiedepunkt etwas höher. ATE gibt für SL.6 zudem ein Wechselintervall
von zwei Jahren an, für ihre "normale" DOT4 dagegen nur ein Jahr.

Spricht irgend etwas dagegen, das SL.6 in meine völlig elektronikfreien
Bremsanlagen zu füllen? Ich könnte mir vorstellen, dass es auch für die
Scheibenbremsen am MTB mit ihren gegenüber Kfz-Anlangen filigran
wirkenden Kolben und Leitungen gut geeignet sein könnte.

Und: Hat jemand einen Tipp, wie ich ein Bremsflüssigkeits-Gebilde mit 1
Liter DOT4 / SL.6 nach Entnahme von der Hälfte wieder so verschließen
könnte, dass der Inhalt in zwei Jahren noch brauchbar ist?


cu.
Juergen

--

4/1996..6/2004 XT 600E 05..50 Mm | seit 6/2004 DL650 00..29 Mm

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Juergen

unread,
Aug 6, 2010, 10:28:23 AM8/6/10
to
Am Fri, 06 Aug 2010 15:30:06 +0200 schrieb Frank Kemper

>> Und: Hat jemand einen Tipp, wie ich ein Bremsflüssigkeits-Gebilde mit 1
>> Liter DOT4 / SL.6 nach Entnahme von der Hälfte wieder so verschließen
>> könnte, dass der Inhalt in zwei Jahren noch brauchbar ist?

>Diskussionsvorschlag: Bremsflüssigkeit ist extrem hygroskopisch, nimmt
>Wasser auf, was sie nicht soll. Bremsflüssigkeit in angebrochenen
>Kanistern kann Wasser durch die Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Im
>Fotobereich können Entwicklerchemikalien durch den Kontakt mit Luft
>oxidieren, deshalb ist es dort relativ gängige Praxis, in die Gefäße mit
>Entwickler oben so genanntes Schutzgas reinzugeben. Das ist IIRC
>Stickstoff, der den Leerraum oberhalb des Flüssigkeitsspiegels im Gefäß
>ausfüllt und so das Eindringen von Luftsauerstoff verhindert/abmildert.
>Das sollte IMHO bei Bremsflüssigkeit auch gehen, oder?

Ich weiß nicht so recht. Bliebe die Frage, ob auch eine
Stickstoffatmosphäre Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Aus meiner Sicht wäre es wichtig, den Verschluss wieder so dich zu
bekommen, dass kein Luftaustausch mehr stattfinden kann. Dann landet in
der Bremsflüssigkeit nur das bißchen Luftfeuchtigkeit aus vielleicht 600
Kubikzentimetern Luft, also sehr wenig.

Idee dafür: Kauft man frische Bremsflüssigkeit, ist der Behälter
entweder mit einer Folie versiegelt oder hat so einen Verschluss, bei
dem ein Stück Kunststoff herauszureißen ist.

Um das nachzuahmen, mache ich den oberen Rand des Schraubverschlusses
sauber, gebe dünn Silikondichmasse darauf, dann eine passend
zurechtgeschnittene Folie (zum Beispiel von einer Dose mit isotonischen
Sportgetränk, ist dicker also übliche Haushalts-Alufolie) und schraube
zum Schluss vorsichtig die Verschlusskappe wieder auf.

Luigi Rotta

unread,
Aug 6, 2010, 12:51:15 PM8/6/10
to
Am Fri, 06 Aug 2010 16:28:23 +0200 schrieb Juergen
<schrei...@web.de>:

--8<--

Es gibt viele Flüssigkeiten, die am besten in Schläuchen
verkauft werden sollten. Nicht nur Bremsflüssigkeit. Dort wo es
nichts ausmacht wirds gemacht (Billigfusel).

Aber ich glaube die Industrie hat gar kein Interesse daran.
Lieber verkaufen sie alles in Mengen wo man 75% wg. Ueberalterung
wegschmeissen muss. :(


--

Gruss

Luigi

"Manchen genügt es nicht, dämlich zu sein. Sie müssen es
auch noch zeigen." (L.R.)

Joachim Heller

unread,
Aug 6, 2010, 2:32:01 PM8/6/10
to
On Fri, 06 Aug 2010 14:06:40 +0200, Juergen <schrei...@web.de>
wrote:

>
>Und: Hat jemand einen Tipp, wie ich ein Bremsflüssigkeits-Gebilde mit 1
>Liter DOT4 / SL.6 nach Entnahme von der Hälfte wieder so verschließen
>könnte, dass der Inhalt in zwei Jahren noch brauchbar ist?

Der einfachste Trick und ganz ohne Muehe und Aufwand... aufbrauchen.
Bei der Familendose, Verwandschaft, Kollegen etc mit wechseln.
Bei 2 Moppeds und 7 Dosen in der Familie hat sich mir ein derartiges
Problem noch nie gestellt ;)
Und ist sicher

ciao joachim

Juergen

unread,
Aug 6, 2010, 3:36:42 PM8/6/10
to
Am Fri, 06 Aug 2010 20:32:01 +0200 schrieb Joachim Heller

>Der einfachste Trick und ganz ohne Muehe und Aufwand... aufbrauchen.
>Bei der Familendose, Verwandschaft, Kollegen etc mit wechseln.

Wieviel Bremsflüssigkeit braucht man denn für nee kleinere Dose wie
Astra & Co. (ohne ABS).

Juergen

unread,
Aug 6, 2010, 3:48:12 PM8/6/10
to
Am Fri, 06 Aug 2010 18:51:15 +0200 schrieb Luigi Rotta <lu...@rotta.ch>

>Aber ich glaube die Industrie hat gar kein Interesse daran.
>Lieber verkaufen sie alles in Mengen wo man 75% wg. Ueberalterung
>wegschmeissen muss. :(

So ist es ja nun auch nicht. Bei der Bremsflüssigkeit habe ich die Wahl
zwischen 0,25, 0,5, 1,0 und 5 Liter. Für's Moped alleine würden meiner
Erfahrung nach 0,5 Liter reichen. Ärgerlich wirds halt, wenn dann die
"Pfütze" fürs MTB fehlt. Wobei der Bremsenhersteller dem Entlüftungsset
eine Fläschen mit 118 ml beigelegt hat, das ist ein Hinweis darauf,
wieviel ich da vermutlich maximal brauchen sollte. Außerdem werde ich
das zunächst mal verwenden, wird vom rumliegen ja auch nicht besser.

Stellt sich nebenbei die nächste Frage: Womit lassen sich Behälter von
Bremsflüssigkeit so reinigen, dass weder alte Bremsflüssigkeit noch
Wasser zurück bleibt. In diesem Fläschchen könnte ich ja eventuelle
Reste vom Wechsel am Motorrad lagern (wenn es genug ist sogar ohne Luft
in der Flasche). Ich denke mir, der Rest in einem "entleerten" Gebinde
DOT4 zieht extrem viel Wasser, weil das Verhältnis zwischen BF und Luft
extrem ungleich ist.

Es ist nämlich so: Den Wechsel am MTB kann ich nächste Woche allein
angehen. Dem am Moped erst übernächste Woche, wenn ich Besuch und damit
helfende Hände habe (der Abstand Bremshebel am Lenker zum linken
Bremssattel vorne ist bei der V-Strom einfach zu groß um gleichzeitig am
Hebel zu ziehen und den Entlüftungsnippel zuzuschrauben).

Luigi Rotta

unread,
Aug 6, 2010, 4:53:36 PM8/6/10
to
Am Fri, 06 Aug 2010 21:48:12 +0200 schrieb Juergen
<schrei...@web.de>:

>Stellt sich nebenbei die nächste Frage: Womit lassen sich Behälter von
>Bremsflüssigkeit so reinigen, dass weder alte Bremsflüssigkeit noch
>Wasser zurück bleibt.

Leeren Behälter trocken auswischen, so lange neue Flüssigkeit reinpumpen
bis klare Flüssigkeit austritt. Wenn du von unten nach oben arbeitest
immer gleich oben wegsaugen.


--

Gruss

Luigi


Manchmal holt einen die Zukunft nämlich schneller ein, als es einem so
recht gelingt die Vergangenheit zu verlassen.(zapper)

Greg N.

unread,
Aug 7, 2010, 6:41:20 AM8/7/10
to
Juergen wrote:

> Und: Hat jemand einen Tipp, wie ich ein Bremsflüssigkeits-Gebilde mit 1
> Liter DOT4 / SL.6 nach Entnahme von der Hälfte wieder so verschließen
> könnte, dass der Inhalt in zwei Jahren noch brauchbar ist?

Die angebrochene Flasche in einer luftdichten Plastikdose lagern.

http://www.amazon.de/EMSA-CLIP-CLOSE-Frischhaltedose-rechteckig/dp/B0006D37D8/ref=sr_1_7

Wenn man es perfekt machen will, tut man ein paar Beuteln Silica Gel mit
in die Dose:

http://shop.ebay.de/?_nkw=Silika+Trockenmittel+Silicagel+Silica+Gel+Orangegel

--
Gregor mit dem Motorrad auf Reisen
http://hothaus.de/greg-tour/

noise seems to convey great ideas of power to the ignorant
- James Watt

Alexander Dyszewski

unread,
Aug 7, 2010, 7:49:28 AM8/7/10
to
Am 06.08.2010 21:36, schrieb Juergen:
> Wieviel Bremsflüssigkeit braucht man denn für nee kleinere Dose wie
> Astra& Co. (ohne ABS).

Cirka 1l, mit Glück reicht der Rest fürs Mopped.

Btw, was kostet bei euch so der Liter,?
Ihr mach euch imho umsonst große Gedanken über die schreckliche
Verschwendung...

grüße,
Alexander Dyszewski

Juergen

unread,
Aug 7, 2010, 4:46:52 PM8/7/10
to
Am Sat, 07 Aug 2010 13:49:28 +0200 schrieb Alexander Dyszewski

>> Wieviel Bremsflüssigkeit braucht man denn für nee kleinere Dose wie
>> Astra& Co. (ohne ABS).

>Cirka 1l, mit Glück reicht der Rest fürs Mopped.

Bei mir wohl eher nicht, laut "jetzt mach ich's selbst" brauch ich dafür
ca. 0,5 Liter

>Btw, was kostet bei euch so der Liter,?

0,5 l kosten 8 Euro, 1 l kostet 11 Euro. Jeweils DOT4, nach den Preisen
für niederviskos habe ich noch nicht gefragt.

Trotzdem kein schöner Gedanke, den Rest vom Liter nutzlos entsorgen zu
müssen.

Alexander Dyszewski

unread,
Aug 8, 2010, 6:01:28 AM8/8/10
to
>> Btw, was kostet bei euch so der Liter,?
>
> 0,5 l kosten 8 Euro, 1 l kostet 11 Euro. Jeweils DOT4, nach den Preisen
> für niederviskos habe ich noch nicht gefragt.

Sollte man im Autozubehör billiger bekommen können. Meine Lucas-TRW
dot5.1 hat afair 8e/1l gekostet.

> Trotzdem kein schöner Gedanke, den Rest vom Liter nutzlos entsorgen zu
> müssen.

*gähn*

Ideen wofür man Bremsflüssigkeit im Haushalt verwenden könnte?

grüße,
Alexander

Ralf Kiefer

unread,
Aug 8, 2010, 8:51:19 AM8/8/10
to
Alexander Dyszewski wrote:

> Ideen wofür man Bremsflüssigkeit im Haushalt verwenden könnte?

Zum Lack ablösen.

Gruß, Ralf
--
KTM 250 GS ('84), einige Teile
LC4 Adventure R, 51/51Mm
XRV750 RD07a, 12/44 Mm
LC8 Adventure S, 43/43Mm

Juergen

unread,
Aug 8, 2010, 12:08:21 PM8/8/10
to
Am Sun, 08 Aug 2010 12:01:28 +0200 schrieb Alexander Dyszewski

>> 0,5 l kosten 8 Euro, 1 l kostet 11 Euro. Jeweils DOT4, nach den Preisen
>> für niederviskos habe ich noch nicht gefragt.

>Sollte man im Autozubehör billiger bekommen können.

Das war schon der Preis aus dem Autozubehör "um die Ecke", wo ich auch
mit dem Rad oder zu Fuß hinkönnte. Um drei Euro zu sparen, kann man mit
der Dose oder dem Moped ja nicht allzuweit fahren.

Die Preise im Mopped-Zubehör-Handel:
HG 0,5 l 6,75 Euro (ca. 30 km Anfahrt)
LOUIS 1 l 9,95 Euro (über 60 km Anfahrt)

Bei der möglichen Ersparnis nur deshalb da hinzufahren ist also genauso
uninteressant wie das Zeug zu bestellen. Zudem möchte ich unseren
Autozubehör-Händler am Ort ganz gerne behalten :-).

Ralf Handel

unread,
Aug 8, 2010, 3:08:45 PM8/8/10
to

"Juergen" <schrei...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:i3hotr$cdo$1...@elvis.franken.de...

>
> Es ist nämlich so: Den Wechsel am MTB kann ich nächste Woche allein
> angehen. Dem am Moped erst übernächste Woche

wie jetzt: Bammel vor einer Woche rumstehen und dann die Brühe
ein Jahr in der Mühle? Die Dosen haben nicht mal Membrandeckel,
da ist einfach ein Belüftungsloch drin....

CU Ralf

Juergen

unread,
Aug 9, 2010, 5:54:33 AM8/9/10
to
Am Sun, 8 Aug 2010 21:08:45 +0200 schrieb "Ralf Handel"


>wie jetzt: Bammel vor einer Woche rumstehen und dann die Brühe
>ein Jahr in der Mühle?

Falsch. Erstmal bleibt die Brühe eher zwei Jahre in der Mühle. Genauso
lange würde ich gerne eventuelle Reste der BF sicher aufheben um sie
beim nächsten Wechsel verwenden zu können.

Aus meiner Sicht läuft derzeit alles auf eine neue Folie auf dem
Schraubverschluss der Originalgebindes (mit Silikom oder Heißkleber) und
anschließend einpacken in zwei Plastikbeutel, die jeweils einzeln
verklebt oder verschweißt werden, hinaus.

Juergen

unread,
Aug 9, 2010, 5:54:33 AM8/9/10
to
Am Fri, 06 Aug 2010 22:53:36 +0200 schrieb Luigi Rotta <lu...@rotta.ch>

>>Bremsflüssigkeit so reinigen, dass weder alte Bremsflüssigkeit noch
>>Wasser zurück bleibt.

>Leeren Behälter trocken auswischen, so lange neue Flüssigkeit reinpumpen
>bis klare Flüssigkeit austritt.

Missverständnis. Ich meinte keine Vorrats/Ausgleichsbehälter an
Fahrzeugen. Sondern zum Beispiel die kleine Quetschflasche und das
Schläuchlein, dass zum Wechsel der Bremsflüssigkeit am MTB mit selbiger
zu füllen ist. Wäre doch extrem blöd, wenn dort beim nächsten Wechsel in
1-2 Jahren komplett soviel mit Wasser gesättigte BF drinnen wäre, dass
man erstmal gründlich mit frischer BF spülen muß.

Wenn ich mir recht erinnere, habe ich beim letzten Mal zum Spülen nach
dem Wechsel Spiritus genommen.

Wolfgang Decker

unread,
Aug 9, 2010, 6:04:00 AM8/9/10
to
Juergen <schrei...@web.de> schrub:

>Aus meiner Sicht läuft derzeit alles auf eine neue Folie auf dem
>Schraubverschluss der Originalgebindes (mit Silikom oder Heißkleber) und
>anschließend einpacken in zwei Plastikbeutel, die jeweils einzeln
>verklebt oder verschweißt werden, hinaus.

Und in zwei Jahren suchst du dann 3 Stunden in der garage, um die
Beutelchen wieder zu finden, nur um dann draufzukommen, dass du zuwenig
hast und du wieder eine neue Flasche kaufen musst ;-)

lg
wode
--
>Ich für meinen Teil hab' ganz gerne beim Motorradfahren verbale Funkstille.
>Ich will den Motor bollern, den Wind rauschen und mich selber denken hören.
H. Wicht in drm. 100% ACK.
Neu: http://www.traumrouten.com/namibia

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Jürgen Schmadlak

unread,
Aug 9, 2010, 6:57:40 AM8/9/10
to
Frank Kemper wrote:

> Bist du sicher, dass die Wasser-Problematik bei Bremsflüssigkeit in den
> Bremsen von Kraftfahrzeugen (Siedepunkt sinkt, Bremse läuft heiß,
> Dampfblasen versauen den Druckpunkt) bei MTBs überhaupt existiert? Wobei
> ich jetzt mal davon ausgehe, dass "MTB" für ein Mountainbilke mit
> Hydraulikbremsen steht.

Definitiv ja.

--
Satisfy your thirst for life!
NP: -

Juergen

unread,
Aug 9, 2010, 7:47:09 AM8/9/10
to
Am Mon, 09 Aug 2010 12:23:39 +0200 schrieb Frank Kemper

>Bist du sicher, dass die Wasser-Problematik bei Bremsflüssigkeit in den
>Bremsen von Kraftfahrzeugen (Siedepunkt sinkt, Bremse läuft heiß,
>Dampfblasen versauen den Druckpunkt) bei MTBs überhaupt existiert?

Sicher bin ich nicht, es ist aber leicht vorstellbar. Schon im
"Mittelgebirge Spessart" bedeutet das Befahren von Bergabtrails wie sie
zum Beispiel bei MTB-Marathons zu den Strecken gehören, minutenlanges
Dauerbremsen, eine "Motorbremse" hat man ja nicht.

Zwar sind das mit mir um 100 kg und die Geschwindigkeiten sind nicht so
hoch, dafür sind Bremsen aber auch viel kleiner als an Kraftfahrzeugen
und können sich dementsprechend schneller aufheizen.

Mein Radhändler wies mich kürzlich darauf hin, dass die hintere Bremse
derzeit keinen Druckpunkt mehr habe und ich sie entlüften soll. Dafür
Bremsflüssigkeit mit schon eingelagerten Wasser zu verwenden muss
wirklich nicht sein. "Entlüften" bedeutet bei dieser Bremse, vom Sattel
her so lange frische Bremsflüssigkeit durchzudrücken, bis sie an der
Amatur am Lenker blasenfreie Flüssigkeit austritt.

Das Problem, die Gerätschaften nach Gebrauch von den Resten der
Bremsflüssigkeit zu reinigen, hat ja im Prinzip jeder, der frische
Bremsflüssigkeit nicht von "oben nach unten" durchpumpt oder saugt und
dazu immer den Vorratsbehälter nachfüllt, sondern von unten mit
irgendwas hochdrückt.

Juergen

unread,
Aug 9, 2010, 7:51:20 AM8/9/10
to
Am Mon, 09 Aug 2010 12:04:00 +0200 schrieb Wolfgang Decker

>Und in zwei Jahren suchst du dann 3 Stunden in der garage,

Glaub ich nicht. Sollte ich 0,5 Liter kaufen werde ich wenig genug übrig
haben um das in diese 118 ml Flasche vom Entlüftungsset der
Fahrradbremsen umzufüllen, die bliebe dann entsprechend eingepackt beim
Fahrradzeug. Eine Einliter-Dose ist dagegen nicht so klein dass sie
"verschwindet", meine Garage ist nicht das Bermuda-Dreieck :-).

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Wolfgang Decker

unread,
Aug 9, 2010, 4:44:06 PM8/9/10
to
T0M WESS <t...@privacy.invalid> schrub:

>Am Fri, 06 Aug 2010 15:30:06 +0200 bescherte uns Frank Kemper:
> diesen Leckerbissen der Lyrik


>
>> Diskussionsvorschlag: Bremsflüssigkeit ist extrem hygroskopisch, nimmt
>> Wasser auf, was sie nicht soll.
>

>Doch, genau *das* soll sie. Nicht nur, aber neben anderem.

Hm. Warum *soll* sie das?
Wär's nicht praktischer, sie täte das nicht, dann bräuchte man sie nicht
wechseln...

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Tilmann Runck

unread,
Aug 9, 2010, 4:56:44 PM8/9/10
to
Am 09.08.2010 22:44, schrieb Wolfgang Decker:

> Hm. Warum *soll* sie das?
> Wär's nicht praktischer, sie täte das nicht,

Dann wäre das Wasser aus der Luft halt 'pur' in der Nähe der Bremszange.
Siedepunkt 100°C --> Dampfblasen viel früher als mit 'nasser'
Bremsflüssigkeit --> batsch (im dümmsten Fall).

Bye,
Tilmann
--
Seeley G50, Triton 650, R1200GS, Kawa ZXR 400
www.seeley.de

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Florian Arthofer

unread,
Aug 19, 2010, 6:06:12 AM8/19/10
to
On Fri, 06 Aug 2010 14:06:40 +0200, Juergen wrote:
Ahoi

> Spricht irgend etwas dagegen, das SL.6 in meine völlig elektronikfreien
> Bremsanlagen zu füllen? Ich könnte mir vorstellen, dass es auch für die
> Scheibenbremsen am MTB mit ihren gegenüber Kfz-Anlangen filigran
> wirkenden Kolben und Leitungen gut geeignet sein könnte.

Die mir bekannten hydraulischen Bremsen fuer MTBs funktionieren alle mit
banalem Mineraloel.
AFAIK wirbt Magura zB. sogar damit das sie kein "giftiges" DOT4 brauchen.

lg
flo


--
1999er KTM 640 LC4

Juergen

unread,
Aug 20, 2010, 4:35:04 AM8/20/10
to
Am Thu, 19 Aug 2010 10:06:12 +0000 (UTC) schrieb Florian Arthofer

>Die mir bekannten hydraulischen Bremsen fuer MTBs funktionieren alle mit
>banalem Mineraloel.

Dann kennst Du wohl zu wenige....

Florian Arthofer

unread,
Aug 20, 2010, 5:57:47 AM8/20/10
to
On Fri, 20 Aug 2010 10:35:04 +0200, Juergen wrote:

> Am Thu, 19 Aug 2010 10:06:12 +0000 (UTC) schrieb Florian Arthofer
>
>>Die mir bekannten hydraulischen Bremsen fuer MTBs funktionieren alle mit
>>banalem Mineraloel.
>
> Dann kennst Du wohl zu wenige....

Mag sein.
Zumindestens Shimano und Magura setzen beide auf Mineraloel.
Und Avid/SRAM auf DOT5.1 und nicht DOT4.
Wie auch immer, massiv OT :-)

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Jürgen Schmadlak

unread,
Aug 20, 2010, 5:15:24 PM8/20/10
to
Martin Theodor Ludwig wrote:

>>Zumindestens Shimano und Magura setzen beide auf Mineraloel.
>>Und Avid/SRAM auf DOT5.1 und nicht DOT4.

> Worin unterscheiden sich diese beiden? Und ist die Behauptung
> zutreffend, daß sie mischbar seien (was man bei verschiedenen
> DOT-Nummern ja im allgemeinen nicht machen soll/darf)?

Ich habe meine Magura am MTB schon mit Shimano Mineralöl
entlüftet/nachgefüllt. Laut den Bremsen Gurus im MTB Forum ist das
auch OK.

Von Magura selbst gibt es das alte, grüne Mineralöl und das neue
blaue (Royal Blood). Laut Magure-FAQ sind die beide problemlos zu
mischen.

Matthias Kohrs

unread,
Aug 20, 2010, 5:35:35 PM8/20/10
to
Martin Theodor Ludwig schrieb:

> On Fri, 20 Aug 2010 09:57:47 +0000 (UTC), Florian Arthofer
> <fl...@rantanplan.org> wrote:
>
>> Zumindestens Shimano und Magura setzen beide auf Mineraloel.
>> Und Avid/SRAM auf DOT5.1 und nicht DOT4.
>
> Worin unterscheiden sich diese beiden? Und ist die Behauptung
> zutreffend, daß sie mischbar seien (was man bei verschiedenen
> DOT-Nummern ja im allgemeinen nicht machen soll/darf)?

Nur DOT5 ist ein Ausreißer auf Silikonbasis, DOT3, 4 und 5.1 sind
glykolbasiert und untereinander mischbar. Natürlich soll keine kleinere
Nummer rein als vorgeschrieben.

Der Unterschied ist im wesentlichen der Siedepunkt. So ne Fahrradbremse
scheint heiß zu werden.

CYA! Matthias

Juergen

unread,
Aug 20, 2010, 7:08:35 PM8/20/10
to
Am Fri, 20 Aug 2010 23:35:35 +0200 schrieb Matthias Kohrs

>Der Unterschied ist im wesentlichen der Siedepunkt. So ne Fahrradbremse
>scheint heiß zu werden.

Wie schon mal geschrieben: So nee Fahrradbremse hat relativ wenig Masse
und wird in schwiergen Downhill-Trails mangels "Motorbremse" schon mal
über Minuten im Dauerbetrieb eingesetzt.

Juergen

unread,
Aug 20, 2010, 7:21:00 PM8/20/10
to
Am Fri, 20 Aug 2010 09:57:47 +0000 (UTC) schrieb Florian Arthofer

>Zumindestens Shimano und Magura setzen beide auf Mineraloel.
>Und Avid/SRAM auf DOT5.1 und nicht DOT4.

Und Hayes hat dem Entlüftungsset für meine Bremse ein Fläschchen DOT4
beigelegt und schreibt DOT4 auch in der Anleitung vor.

Wie immer: Inzwischen ist die Flüssigkeit am MTB (mit dem Fläschchen
DOT4) ebenso gewechselt wie an der DL650 (mit ATE SL.6).

Ich bilde mir einen etwas besseren Druckpunkt an der Vorderbremse vom
Mopped ein, aus dem rechten Bremssattel kamen ein paar Blasen.

Laut ATE lässt sich Bremsflüssigkeit in einmal angebrochenen Gebinden
nicht lagern. Ich werde trotzdem versuchen, das herausgerissene
Kunststoffplättchen im Verschluss mit der Heißklebepistole wieder
einzusetzen (luftdicht). Danach kann die Bremsflüssigkeit ja nur noch
die Feuchtigkeit (also das Wasser) aus der eingeschlossenen Luft
aufnehmen. Soviel kann das bei einem halben Liter Luft nicht sein
(Überschlagmässig 2/100 Gramm ?). Gut, die Bremsflüssigkeit könnte noch
oxidieren, aber auch die Sauerstoffmenge in der dicht verschlossenen
Blechdose ist endlich.

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