Gruss! Andreas
korrekt
--
Gruss Jörg
eu...@online-club.de
wer später bremst ist länger schnell . . .
TRX 850
ich würde eine andere Hochtemperaturpaste nehmen, als die auf Kupferbasis, da
Kupfer etwas ungünstig in der Spannungsreihe der Metalle liegt und Alu
oxidieren läßt, somit irgenwann, in ferner Zukunft, das Gewinde mit rauskommt.
Im Autozubehör gibt es diese Pasten, die bis 1200 Grad beständig und auch
nicht wesentlich teurer sind.
Grüße,
Peter
Jörg Küsters <eu...@online-club.de> schrieb im Beitrag
<a6g5t0$e7nrp$1...@ID-3128.news.dfncis.de>...
Bei Verschraubungen in Aluminium Optimoly TA, gibts beim freundlichem BMW
(Motorrad) Haendler und wird dort als "Antifrasspaste"
gefuehrt. Ich benutze das bei allen Verschraubungen, auch bei VA Schrauben
sehr empfehlenswert, da insbesondere diese zum Fressen neigen.
Zum Thema Kupferpaste sollte man wissen, das diese urspruenglich fuer
Dampfkesselanlagen entwickelt wurde, zu zeiten als man sich um
Korrosionserscheinungen noch nicht viel Gedanken gemacht hat. Ihabe zwar
noch eine solche Tube, hab die aber schon seit Jahren nicht mehr angeruehrt.
Die Beliebtheit von Kupferpaste beruht wohl dadrauf, das sie aufgrund ihrer
zaehen Grundkonsistens Gewinde gut abdichtet und trotz des Kupfers immer
noch besser ist als ein trocken, oder mit normalem Fett gefuegtes Gewinde.
Das heist aber nicht, das man es nicht noch besser machen koennte und ein
technisch sinvolleres Produkt waehlt.
Gruss
Daniel Dicke
>ich würde eine andere Hochtemperaturpaste nehmen, als die auf Kupferbasis, da
>Kupfer etwas ungünstig in der Spannungsreihe der Metalle liegt und Alu
>oxidieren läßt,
Interessant.
Wie kommen denn wohl ausgerechnet Kupfer-Kationen in die Kupfer-Paste,
ohne die das nicht funktioniert?
Oder nimmt da metallisches Kupfer die Elektronen des Aluminiums auf
und wird zu Kupfer-Anionen?
Gruß, Radbert
--
http://www.rrr.de/~radbert
durch z.B. Feuchtigkeit...?
Grüße,
Peter
Radbert Grimmig <gri...@cityweb.de> schrieb im Beitrag
<a6irra$e9qf6$1...@ID-2878.news.dfncis.de>...
"Peter Hildebrandt" <hildebra...@t-online.de> schrieb:
>ich würde eine andere Hochtemperaturpaste nehmen, als die auf Kupferbasis, da
>Kupfer etwas ungünstig in der Spannungsreihe der Metalle liegt und Alu
>oxidieren läßt,
Interessant.
Wie kommen denn wohl ausgerechnet Kupfer-Kationen in die Kupfer-Paste,
ohne die das nicht funktioniert?...
Ohne was rosten die Krümmerschrauben fest. Mit Kupferpaste nicht. Sicher
gibt es noch besseres. Dann rosten sie noch weniger als gar nicht fest.
--
Wolfgang Horejsi www.gebrauchtemotorradersatzteile.de
Wir ziehen doch alle an einem Strick,
wenn auch nicht in die gleiche Richtung.
schau doch mal unter www.boxer-forum.de nach, da gibt's im Archiv (Suche)
einen Beitrag, wo ein kleiner Chemiker/Physiker 'ne ganze Abhandlung über das
Verhalten von Kupferpaste in Aluteilen mit Stahlschrauben geschrieben hat.
Liegt glaube ich nicht ganz falsch...(eben wegen Spannungsreihe und so...)
Grüße,
Peter
----------
Von: Radbert Grimmig <gri...@cityweb.de>
Newsgroups: de.rec.motorrad
Betreff: Re: Krümmerstehbolzen mit Kupferpaste eindrehen?
Datum: Montag, 11. März 2002 19:09
"Peter Hildebrandt" <hildebra...@t-online.de> schrieb:
Interessant.
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Radbert Grimmig <gri...@cityweb.de> schrieb im Beitrag
<a6irra$e9qf6$1...@ID-2878.news.dfncis.de>...
"Peter Hildebrandt" <hildebra...@t-online.de> schrieb:
Interessant.
----------
>Wie kommen denn wohl ausgerechnet Kupfer-Kationen in die Kupfer-Paste,
>ohne die das nicht funktioniert?
>
>Oder nimmt da metallisches Kupfer die Elektronen des Aluminiums auf
>und wird zu Kupfer-Anionen?
Was da genau abläuft hab ich gleich vergessen nachdem ichs gelernt habe.
Aber ich hab mir soviel gemerkt: wenn zwei ungeschützte Metalle in einem
Elektrolyt baden und leitend verbunden sind wird das unedlere von beiden
zerfressen.
Solange der Elektrolyt fehlt gibts eh kein Problem. Falls eine Spur
Dreckwasser (von Streusalz will ich gar nicht erst reden) im Gewinde ist
passiert auch nicht viel. Nach ein paar Monaten Einwirkzeit kann "nicht
viel" aber schon eine ganze Menge sein.
CYA! Matthias, der bevorzugt Keramikpaste nimmt
--
Als solche gekennzeichnete courtesy copies sind mir willkommen.
>Was da genau abläuft hab ich gleich vergessen nachdem ichs gelernt habe.
Man merkts =8-( Leute wie DU sind der Grund, dass ich bis jetzt doch
noch nicht Lehrer geworden bin.
>Aber ich hab mir soviel gemerkt: wenn zwei ungeschützte Metalle in einem
>Elektrolyt baden und leitend verbunden sind wird das unedlere von beiden
>zerfressen.
Das möchte ich aber mal in Farbe sehen.
Damit das unedlere "zerfressen" wird, aka in Lösung geht, muss es
ELEKTRONEN ABGEBEN. Und zwar im Regelfall an IONEN des edleren, da
(die meisten) Metalle nicht so richtig gerne ANIONEN bilden. Vulgo an
des letzteren SALZ, das im Elektrolyt gelöst sein sollte.
Wenn man eine Kupfer- und eine Aluplatte in eine Kochsalzlösung
stellt, dann passiert da erst mal nix, was ohne die jeweils andere
Metallplatte nicht auch passiert wäre, möchte ich meinen.
Nun stimme ich zu, dass Kupferpaste nicht das modernste aller
Antifraß-Mittelchen ist, und ich musste auch schon mehrfach an
Stahlschrauben, die in Alugewinden gesessen hatten, einen weißen
pulvrigen Belag zur Kenntnis nehmen, der verdächtig nach Alu-Oxid
aussah. Aber das ist mir auch bereits ohne Cu-Paste untergekommen,
eigentlich sogar häufiger/schlimmer; und dass edlere Metalle unedlere
mal einfach so zerfressen, ist jedenfalls ein unreflektierter
Blödsinn, der leider immer wieder aus blassen Erinnerungen an
bestenfalls halb vergessene Chemiestunden resultiert.
>durch z.B. Feuchtigkeit...?
Wolltest Du damit andeuten, dass die Cu-Ionen aus dem Regenwasser
stammen oder dass etwaiges eingedrungenes Wasser das Cu oxidiert,
damit selbiges danach das Alu anfressen kann?
(Wie Dir die subtile Penetranz meiner - rein rhetorisch gemeinten -
Fragen vielleicht andeutete, bin ich mir noch nicht sicher, welchen
dieser bisher angeführten Redoxprozesse ich für, ähemm,
unwahrscheinlicher halte.)
Ehrlich gesagt herrschen zumindest bei meinem Moped meistens
Temperaturen an den Kruemmerstehbolzen, die das Eindringen von
Wasser als eher unwahrscheinlich erscheinen lassen. Und wenn man
dann noch Garagenparker ist, bleibt das auch so ...
... und wenn nicht, isses IMHO auch nicht soooo schlimm.
Gruss,
Carsten (Laternenparker)
> Versehe ich die vor dem eindrehen am besten mit Kupferpaste, damit die
> nicht festbacken, oder koennten die sich dann durch das Geruettel das
> Eintopfes losdrehen?
Du drehst Stahl in Alu. Wenn du da noch Kupfer zwischen packst, ist
festgammeln eigentlich sicher gestellt. Dafür gibt es andere Pasten oder
einfach trocken reindrehen.
Olaf
--
begin
********************* OLAF ERKENS **********************
FJ@#RRR http://www.wiso.uni-dortmund.de/~FJ
FJ1200 3YA BJ93 185Mm rrr#25
Engine replaced ... up and running wonderful :-)
>>Was da genau abläuft hab ich gleich vergessen nachdem ichs gelernt habe.
>
>Man merkts =8-( Leute wie DU sind der Grund, dass ich bis jetzt doch
>noch nicht Lehrer geworden bin.
Ah. Mein Leben wird also nicht völlig ohne Sinn gewesen sein.
>>Aber ich hab mir soviel gemerkt: wenn zwei ungeschützte Metalle in einem
>>Elektrolyt baden und leitend verbunden sind wird das unedlere von beiden
>>zerfressen.
>
>Das möchte ich aber mal in Farbe sehen.
Versuch läuft, auf meinem Fensterbrett liegt ein zwei-Cent-Stück auf
einem Schnipsel Alufolie in Salzwasser. Wenn sichs lohnt mach ich ein
paar schöne bunte .jpgs davon und verkauf sie an die Sendung mit der
Maus.
>Damit das unedlere "zerfressen" wird, aka in Lösung geht, muss es
>ELEKTRONEN ABGEBEN. Und zwar im Regelfall an IONEN des edleren, da
>(die meisten) Metalle nicht so richtig gerne ANIONEN bilden. Vulgo an
>des letzteren SALZ, das im Elektrolyt gelöst sein sollte.
Genau, SALZ, sag ich doch.
Wenn das jetzt nur nicht gerade *Natrium*chlorid wäre... grmbl.
>Wenn man eine Kupfer- und eine Aluplatte in eine Kochsalzlösung
>stellt, dann passiert da erst mal nix, was ohne die jeweils andere
>Metallplatte nicht auch passiert wäre, möchte ich meinen.
Naja, wenn man das mit Alu und Silber macht wird angelaufenes Silber
wieder blank. Heute Abend hab ich aber keinen Bock mehr noch tiefer in
*die* Materie einzudringen.
CYA! Matthias
>>Wenn man eine Kupfer- und eine Aluplatte in eine Kochsalzlösung
>>stellt, dann passiert da erst mal nix, was ohne die jeweils andere
>>Metallplatte nicht auch passiert wäre, möchte ich meinen.
>
>Naja, wenn man das mit Alu und Silber macht wird angelaufenes Silber
>wieder blank.
He prima, eine wissenschaftliche Beobachtung. Jetzt müssen wir nur
noch unsere Schlüsse daraus ziehen. Na? Kommst Du allein drauf oder
brauchst Du noch einen Impuls? <hint>man beachte die
Ausgangs-Substanzen</hint>