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Hazet-Bits rosten?

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Peter Teuns

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Jul 2, 2002, 11:45:58 AM7/2/02
to
Hallo,

wie ich jetzt mal wieder einen Blick in meinen Werkzeugkasten werfe,
stelle ich doch glatt fest, daß die meisten meiner Imbus-Bits (Hazet)
nicht mehr wie ursprünglich schön schwarz glänzen, sondern die
Oberfläche gleichmäßig rostig aussieht (also, als ob feiner rostiger
Puderzucker drauf wäre). Da ich mir eigentlich keine Schrauben
vergnaddeln möchte, stellt sich jetzt die Frage, ob das unbedenklich
ist, oder ob die Bits ein Fall für die Tonne sind.

Any ideas?

À bientôt, P.

--
Ducati 998 Biposto "Boa" 3 Mm
Moto Guzzi Quota 1100 ES in Spe :)
irc: TStretta
http://www.teuns.de

Walther Mathieu

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Jul 2, 2002, 12:33:29 PM7/2/02
to Peter Teuns
Peter Teuns wrote:

Das Phänomen heißt FLUGROST und geht mit Lappen und Polierpaste
wieder ´runter. Aber nur eine Zeit lang, dann nicht mehr. Ist eine Arbeit
die Geduld und Fleiß erfordert und sich bei Hazet-Teilen aber lohnt.

Die eigentlichen Innensechskant-Einsätze werden nicht aus rostreiem
Material hergestellt und auch nicht oberflächen"veredelt" weil sie nur
so maßhaltig *und* hoch beanspruchbar sind. Aus dem gleichen Grund
rosten sehr gute Küchenmesser, wen sie unsachgemäß gelagert werden.

Genau das ist auch Deinen Hazet-Bits passiert. Wenn Sie schon im Nebel
aufbewahrt werden müssen: gibt´s keinen Behälter (z. B. Butterbrotdose)
der die Feuchtigkeit abhält? Und hier mein TIP: zusätzlich ein Beutelchen
Trocknungsmittel (Silica-Gel) mit in denselben ´rein legen. Schwarze Teile
immer ein Bißchen einölen!

öligen Gruß
Walther

BMW R100RS
BMW R80GS mit allerlei Umbauten
Honda XL250 Bj. 75
BMW R25/3 Bj. 55 mit SW
Lambretta Bj. 53

Olaf Erkens

unread,
Jul 2, 2002, 1:44:33 PM7/2/02
to
Peter Teuns <supu...@gmx.net> wrote:

> wie ich jetzt mal wieder einen Blick in meinen Werkzeugkasten werfe,
> stelle ich doch glatt fest, daß die meisten meiner Imbus-Bits (Hazet)
> nicht mehr wie ursprünglich schön schwarz glänzen, sondern die
> Oberfläche gleichmäßig rostig aussieht (also, als ob feiner rostiger
> Puderzucker drauf wäre).

Flugrost

> Da ich mir eigentlich keine Schrauben vergnaddeln möchte, stellt sich
> jetzt die Frage, ob das unbedenklich ist, oder ob die Bits ein Fall
> für die Tonne sind.

Nimm 'nen leicht öligen Lappen und mach sie sauber. Und in Zukunft
achtest du halt drauf, daß dein Werkzeug immer leicht geölt ist
(leichte Patina - nicht in Öl getaucht). Außerdem sollte man das nicht
in feuchten Räumen lagern.

Olaf


--
begin
********************* OLAF ERKENS **********************
FJ@#RRR http://www.wiso.uni-dortmund.de/~FJ
FJ1200 3YA BJ93 200Mm rrr#25
Engine replaced ... up and running wonderful :-)

Georg Horn

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Jul 2, 2002, 1:09:18 PM7/2/02
to
Walther Mathieu <mat...@in4tec.de> wrote:

> Das Phänomen heißt FLUGROST und geht mit Lappen und Polierpaste
> wieder ´runter.

Pruust, polierst Du etwa wirklich Dein Werkzeug? Bei mir ist das immer
so oelverschmiert, da rostet nix.

Gruss,
Georg

Georg Horn

unread,
Jul 2, 2002, 1:07:52 PM7/2/02
to
Peter Teuns <supu...@gmx.net> wrote:

> wie ich jetzt mal wieder einen Blick in meinen Werkzeugkasten werfe,
> stelle ich doch glatt fest, daß die meisten meiner Imbus-Bits (Hazet)
> nicht mehr wie ursprünglich schön schwarz glänzen, sondern die

> Oberfläche gleichmäßig rostig aussieht [...]

Alarm!!! Unbedingt weg damit, die sind total verseucht!!! Schick Sie mir, ich
entsorge sie kostenguenstig fuer Dich!

Gruss,
Georg, Sorgen ham' die Leute...

Michael Limburg

unread,
Jul 2, 2002, 2:55:29 PM7/2/02
to
Walther Mathieu schrieb:

>Das Phänomen heißt FLUGROST und geht mit Lappen und Polierpaste
>wieder ´runter. Aber nur eine Zeit lang, dann nicht mehr. Ist eine Arbeit
>die Geduld und Fleiß erfordert und sich bei Hazet-Teilen aber lohnt.

Ist mein Ironiefilter kaputt oder meinst Du das ernst.
Mit'nem öligem Lappen drüber gehn und gut ist.

MfG
Michael

Frank Albrecht I

unread,
Jul 2, 2002, 5:13:58 PM7/2/02
to
Peter Teuns <supu...@gmx.net> schrieb:

> daß die meisten meiner Imbus-Bits (Hazet)
> nicht mehr wie ursprünglich schön schwarz glänzen,

Von Hazet kauft man nur die guten alten gekröpften
Ringschlüssel. Imbus-Nüsse nimmt man von Stahlwille
oder Gedore und Ratschen von Dowidat. Ring-Gabel-Schlüsse
sind von Stahwille am schönsten und v.a. griffigsten.
</persönlicher Werzeugwahn>


> Oberfläche gleichmäßig rostig aussieht (also, als ob
> feiner rostiger Puderzucker drauf wäre). Da ich mir
> eigentlich keine Schrauben vergnaddeln möchte, stellt
> sich jetzt die Frage, ob das unbedenklich ist, oder ob
> die Bits ein Fall für die Tonne sind.

LOL! Du hast das flasche Mopped. Zu Schrauberwerkzeug
brauchts auch ein richtiges Schraubermotorrad, sonst
passiert *das*. Aber ich seh schon, Deine Fahrzeugwahl
ist darauf abgestimmt, aber die Dinger sind wohl noch
zu neu und Du stellst sie wg. Garantie in die Werkstatt?-))

> Any ideas?

Grundsätzlich hilft benutzen. Ansonsten immer mal mit
dem Lappen vom Ölstand prüfen drüberwischeln.

Frank (sollte mal wieder den Keller aufräumen)


Peter Teuns

unread,
Jul 3, 2002, 2:19:30 AM7/3/02
to
Am Tue, 2 Jul 2002 19:07:52 +0200 schrub Georg Horn
<ho...@koblenz-net.de>:

>Alarm!!! Unbedingt weg damit, die sind total verseucht!!! Schick Sie mir, ich
>entsorge sie kostenguenstig fuer Dich!

Das glaub' ich Dir auf's Wort, aber wehe ich entdecke Spuren meiner
Bits an einer der Harlekin-Schrauben ;)

Walther Mathieu

unread,
Jul 3, 2002, 2:27:56 AM7/3/02
to Georg Horn
Georg Horn wrote:

Ha!

Nein, mein Werkzeug poliere ich nicht - das halte ich nur sauber und trocken.
Aber den BMW-Auspuff von 1955 habe ich vorgestern poliert - unglaublich!

Ein Extrem: Nüsse täglich blank polieren... gebe ja zu, ein schwacher Scherz.
Das andere: Werkzeug immer ölverschmiert (igitt)... kein Lappen zur Hand?

Kleiner Exkurs: Zwischen Privat- und Volkseigentum hat W. I. Uljanov ("Lenin")
begrifflich eine eigene Eigentumskategorie geschaffen, das sog. "funktionale"
Eigentum. Und zwar für das Werkzeug! Zwar sollte es - nach L. - privates E.
im Paradies nicht mehr geben, aber vollständig vergesellschaften lassen sich
Schraubenschlüssel eben nicht... weil immer eine(r) dabei ist, der nicht weiß,
wie man den Lappen benutzt! Und alle andern kriegen dann schon *vor* dem
Schrauben schmierige Finger. Oder schlimmer: zerbrochen, verbogen, *weg*.

Deshalb gibt´s in besseren Läden Werkzeugausgabe, Werkzeugwart,
Werkzeugmarken und peinliche Strafen für Schmierfinken und Verklüngler...

Nix für Ungut!

öligen Gruß
Walther

BMW R100RS
BMW R80GS Umbau -> ST
Honda XL250 Bj. 75 420ccm

Frank Albrecht I

unread,
Jul 3, 2002, 5:25:18 AM7/3/02
to
Dirk G. Straka <This.is.just...@GMX.net> schrieb:

> > Ratschen von Dowidat.
>
> Was hast Du gegen Hazet-Ratschen? Insbesondere meine
> kleine ist so ziemlich das geilste Stück Werkzeug, das
> ich je in der Hand gehabt habe.

Damals als ich meine gekauft hab, waren gerade bei den
kleineren 1/4" und 3/8" die Dowidats erstens feiner
geteilt (sehr wichtig bei verbauten Moppeds) und zweitens
als einzige mit "lebenslanger" Garantie ausgestattet.
Kann sich natürlich in den letzten 15 Jahren geändert
haben. Bei 1/2" bin ich mit meiner Stahlwille auch
zufrieden, aber ich bin ja kein LKW-Schrauber, sprich
die halbzöllige ist quasi unbenutzt. 3/8" ist meine
Lieblingsgrösse.

> Alleine der Klang ... *schwärm*

LOL!

Frank


Frank Albrecht I

unread,
Jul 3, 2002, 5:28:42 AM7/3/02
to
Norbert Grund <ngr...@gmx.de > schrieb:

> >Imbus-Nüsse nimmt man von Stahlwille
> >oder Gedore und Ratschen von Dowidat.
>

> heisst imho 'Inbus' (= "INnensechskant Bauer Und Schaurte").

Dachte, das wär eine geschützte Herstellerbezeichnung,
während die Bauform an sich I_m_bus heisst?

> Dowidat bzw. dann Gedore (GEbrüder DOwidat REmscheid)
> und später dazugekauft Rahsol sind ein Hersteller.

Dass Rahsol zu Gedore gehört war mir bekannt. Dass Dowidat
auch Teil davon ist nicht. Interessant! Zumal Dowidat
und Gedore ein ganz unterschiedliches "Anfassgefühl"
vermitteln, Dowidat eher grobschlächtig robust, dagegen
ist Gedore schon fast was für Werkzeugpolierer.

Frank


Georg Horn

unread,
Jul 3, 2002, 4:30:10 AM7/3/02
to
Peter Teuns <supu...@gmx.net> wrote:

> Das glaub' ich Dir auf's Wort, aber wehe ich entdecke Spuren meiner
> Bits an einer der Harlekin-Schrauben ;)

Du koenntest hoechstens "Spuren" von dem Dreck und Oelschmodder des Harlekins
an den Bits feststellen...

Gruss,
Georg

Georg Horn

unread,
Jul 3, 2002, 4:38:48 AM7/3/02
to
Walther Mathieu <mat...@in4tec.de> wrote:

> Das andere: Werkzeug immer ölverschmiert (igitt)... kein Lappen zur Hand?

Nun ja, beim Schrauben wird das Zeug halt oelig. Natuerlich wird es hinterher
und zwischendurch mit 'nem Lappen oder an der Hose abgewischt, aber ein Oelfilm
bleibt halt drauf und verhindert das Rosten.

> Deshalb gibt´s in besseren Läden Werkzeugausgabe, Werkzeugwart,
> Werkzeugmarken und peinliche Strafen für Schmierfinken und Verklüngler...

Marken gibt's, weil eine gescheite Firma es sich nicht leisten kann, mit
Murkszeug zu schaffen, und die anderen Dinge weil die unterbezahlten
Knech^wArbeiter Lenins Theorien zum Trotz sich selbst der naechste sind
und ohne Strafen klauen wuerden wie die Raben...

Gruss,
Georg

Thomas Hagenbucher

unread,
Jul 3, 2002, 9:39:32 AM7/3/02
to

Frank Albrecht I schrieb:

> Norbert Grund <ngr...@gmx.de > schrieb:
>
> > >Imbus-Nüsse nimmt man von Stahlwille
> > >oder Gedore und Ratschen von Dowidat.
> >
> > heisst imho 'Inbus' (= "INnensechskant Bauer Und Schaurte").
>
> Dachte, das wär eine geschützte Herstellerbezeichnung,
> während die Bauform an sich I_m_bus heisst?
>

Onkel-Google sagt

1.900 I N bus zu
890 I M bus

darunter auch Werkzeughändler und nicht nur Hobbyschrauber.

Löst jemand das Geheimnis?

Grüße Tom


Können sich 1/2 irren?

Lars Birlenbach

unread,
Jul 3, 2002, 11:03:07 AM7/3/02
to
Thomas Hagenbucher schrieb:


> Löst jemand das Geheimnis?

Inbus.

<http://groups.google.com/groups?selm=CBJMIz.BIr%40grmbl.saar.de>

Cheers,
Lars

Matthias Kohrs

unread,
Jul 3, 2002, 12:09:46 PM7/3/02
to
On Wed, 3 Jul 2002 11:28:42 +0200, "Frank Albrecht I"
<albr...@pixeloffice.de> wrote:

>Dachte, das wär eine geschützte Herstellerbezeichnung,
>während die Bauform an sich I_m_bus heisst?

Die Bauform heißt Innensechskantschraube.

CYA! Matthias

Holger Issle

unread,
Jul 4, 2002, 7:52:52 AM7/4/02
to
On Tue, 02 Jul 2002 22:56:47 +0200, Dirk G. Straka wrote:

> Nitrit(? ist so'ne goldfarbene Schicht) beschichtete Bits. Neben
> der offensichtlichen Rostfreiheit (kein Flugrost) sollen sie AFAIR
> so auch noch einer höhere Beanspruchung standhalten und eine
> erhöhte (Ab)Rutschfestigkeit haben ...

Das wohl schon, aber bei Überbeanspruchung fliegen Dir die Dinger
gnadenlos um die Ohren - ist nicht lustig, hab ich letzte Woche mit
einem PZ-2 probiert und GsD die Schutzbrille noch aufgehabt :-(
--

Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100)

90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 42 Mm (Die Renndrecksau!)

cu @ http://www.issle.de

Frank Albrecht I

unread,
Jul 5, 2002, 6:42:24 AM7/5/02
to
Norbert Grund <ngr...@gmx.de > schrieb:

> >Dachte, das wär eine geschützte Herstellerbezeichnung,
> >während die Bauform an sich I_m_bus heisst?
>

> Imbus gibbes m.E. nach nicht und wird nur von den Leuten,
> die öfters öffentliche Transportmittel benutzen, verwendet *gg*

Je nach Gebietstypischer Sprachfärbung sind die auch mal
"in Bus" gefahren, von daher kein wirkliches Argument ;-))

> >Dass Rahsol zu Gedore gehört war mir bekannt. Dass Dowidat
> >auch Teil davon ist nicht.
>

> Dowidat und Gedore ist dieselbe Firma (der Gründer heisst mit
> Nachname Dowidat), irgendwann haben die einfach mal umfirmiert.

Interessant! Warum konnte man dann jahrelang parallel Dowidat
und Gedore kaufen? Wollte man da die alt-Käufer nicht
überfordern? Und: warum waren das optisch + haptisch gänzlich
unterschiedliche Werkzeuglinien?

Frank


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