habe mal den 'Gehauesedeckel' meiner Guzzi LM4 aufgeschraubt.
Die nun offene Steuerkette umschliesst 3 Zahnraeder (Kurbelwelle, Nockenwelle und Oelpumpe)
Der GUZZI-Kettenspanner (eigentlich gar kein Spanner, sondern nur ein Gummiblock,
den man justieren kann), also der Gummiblock hat ca. 9 mm Abstand v.d. Steuerkette,
wenn ich diese wegdruecke. Schieb ich den Gummiblock zur Kette verbleibt ein Abstand von ca. 4 mm.
Ich vermute also, die Kette muss erneuert werden.
Nun kommt's:
Der Versuch, die 26er Mutter der Nockenwelle zu loesen ist klaeglich gescheitert.
Ich hab' den 5. Gang eingelegt, das Hinterrad mit 'nem dicken Holz blockiert
und dann den langen Drehmomentschluessel angesetzt. Den allerdings bis zum Anschlag
ueber 200Nm!!! nix is passiert. (Mehr moechte ich dem Getriebe nicht zumuten).
Nun die Fragen:
Wer hat Tips oder Erfahrung?
Soll ich z.B. die Mutter mit 'nem Loetbrenner erwaermen?
Weiterhin ist da ja auch noch diese komische Muttter des Kurbelwellenzahnrades,
muss das zum Kettenwechseln auch ab? Aufschlagen (Hammer...) ging auch nicht.
Wenn es also auch runter muss, dann nur mit Spezialwerkzeug? Im Reperaturbuch
steht, 'kann man sich einfach aus einem Rohr anfertigen'. KLappt das dann auch???
Gruss, Juergen
Yamaha XS 360 (' 78 - ' 80)
Honda CX 500 (' 80 - ' 83 "Die Güllepumpe")
Yamaha XV 535 (' 96 - ' 98)
Moto Guzzi California III (' 98 - ? "Der Adler fliegt")
"Basketball is Life"
Holger, den die Sache mit der Nockenwellenmutter auch interessiert ...
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CBX550F 99Mm(kuerzer,tiefer,dreckiger)
KX250(kaputtest)
>Hallo Gemeinde,
>Nun kommt's:
>Der Versuch, die 26er Mutter der Nockenwelle zu loesen ist klaeglich gescheitert.
>Ich hab' den 5. Gang eingelegt, das Hinterrad mit 'nem dicken Holz blockiert
>und dann den langen Drehmomentschluessel angesetzt. Den allerdings bis zum Anschlag
>ueber 200Nm!!! nix is passiert. (Mehr moechte ich dem Getriebe nicht zumuten).
Ich hatte damals den Zylinderkopf (an der SR) eh offen, deshalb habe
ich den Sechskant an der Nockenwelle zum gegenhalten und meinen
Nachbarn zur Hilfe genommen. Auch mit dem langen billig-Drehmo. Und
ich kann bestätigen: die Mutter saß saumässig fest (ich hab
gegengehalten und er hat sich an den Hebel gehängt). Um das Getriebe
würde ich mir bei der gleichmässigen Belastung keine Sorgen machen,
eher um die Steuerkette, aber die willst du ja eh wechseln. Wenn du
das Getriebe entlasten willst kannst du ja die Steuerkette direkt
blockieren, zumindest wenn es eine Rollenkette und keine
Zahngliederkette ist.
>Nun die Fragen:
>Wer hat Tips oder Erfahrung?
>Soll ich z.B. die Mutter mit 'nem Loetbrenner erwaermen?
Würd ich nicht. Wenn das was bringen soll mußt du die recht
hemmungslos erhitzen, und das mag das Motorgehäuse möglicherweise
nicht.
>Weiterhin ist da ja auch noch diese komische Muttter des Kurbelwellenzahnrades,
>muss das zum Kettenwechseln auch ab? Aufschlagen (Hammer...) ging auch nicht.
Normalerweise sollte es doch reichen wenn eins von den Ritzeln gelöst
wird, oder? Guzzi kenn ich nicht...
>Gruss, Juergen
CYA! Matthias
--
http://home.pages.de/~SR500_Stuttgart
> Der Versuch, die 26er Mutter der Nockenwelle zu loesen ist klaeglich gescheitert.
> Ich hab' den 5. Gang eingelegt, das Hinterrad mit 'nem dicken Holz blockiert
> und dann den langen Drehmomentschluessel angesetzt. Den allerdings bis zum Anschlag
> ueber 200Nm!!! nix is passiert. (Mehr moechte ich dem Getriebe nicht zumuten).
> Nun die Fragen:
> Wer hat Tips oder Erfahrung?
Mit dem Lösen der Schraube nicht - aber wieso willst du die
Nockenwelle lösen. Bau doch eine Steuerkette mit Nietschloß ein!
> Weiterhin ist da ja auch noch diese komische Muttter des Kurbelwellenzahnrades,
> muss das zum Kettenwechseln auch ab? Aufschlagen (Hammer...) ging auch nicht.
> Wenn es also auch runter muss, dann nur mit Spezialwerkzeug? Im Reperaturbuch
> steht, 'kann man sich einfach aus einem Rohr anfertigen'. KLappt das dann auch???
Die beiden Muttern haben nicht zufällig ein Gewinde "andersrum"?
Olaf
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WANTED: XJ1200S shaft driven*injection*catalytic converter
Hi Juergen,
> Nun kommt's:
> Der Versuch, die 26er Mutter der Nockenwelle zu loesen ist klaeglich gescheitert.
> Ich hab' den 5. Gang eingelegt, das Hinterrad mit 'nem dicken Holz blockiert
Die offizielle Variante blockiert das Nockenwellenkettenrad direkt,
mittels eines Bleches, daß im Gehäuse und auf dem Zahnrad verschraubt
ist. Eventuell kommst Du nicht drum rum, die so was zu basteln. (Ein
Flachstahl mit zwei Löchern sollte es tun, am Gehäuse fest, und mit
einer Distanzhülse am Kettenrad verschraubt.)
> und dann den langen Drehmomentschluessel angesetzt. Den allerdings bis zum Anschlag
> ueber 200Nm!!! nix is passiert. (Mehr moechte ich dem Getriebe nicht zumuten).
Das kann durchaus soviel sein. Anzugsmoment schätze ich mal so auf 140
Nm, das kann nach ein paar Jahren schon in die Region > 200 Nm gehen.
Eventuell ist sie sogar geklebt. (Habe jetzt leider das WHB nicht
greifbar)
> Nun die Fragen:
> Wer hat Tips oder Erfahrung?
Mit Nockenwellenmuttern keine schlechten (hatte ich bei der Guzzi aber
auch noch nicht auf), aber mit Kurbelwellenmuttern. Für die an einer SR
habe ich ca. 2-3l Propangas, 3 19er-Stecknüße, einen Mutternsprenger und
einen 3er Bohrer verbraucht. (Also Geduld ;-)
> Soll ich z.B. die Mutter mit 'nem Loetbrenner erwaermen?
Hilft auf jeden Fall, wenn sie verklebt ist, ist das sogar die einzige
Möglichkeit, der übliche Kleber zersetzt sich bei 150°C.
Aufpassen, daß Du keine Simmerringe zerstörst dabei.
> Weiterhin ist da ja auch noch diese komische Muttter des Kurbelwellenzahnrades,
> muss das zum Kettenwechseln auch ab? Aufschlagen (Hammer...) ging auch nicht.
Den Hammer würde ich weit weglegen. Damit machst Du Dir im Zweifelsfall
Lager und Wellen kaputt. (Ein Gummihammer zum Auftreiben der Zahnräder
auf SCHIEBESITZE ist erlaubt)
> Wenn es also auch runter muss, dann nur mit Spezialwerkzeug? Im Reperaturbuch
> steht, 'kann man sich einfach aus einem Rohr anfertigen'. KLappt das dann auch???
Verflixt, wie sieht die Mutter den aus? Eine Nutmutter bekommt man mit
einer zurechtgeschliffenen Nuß recht schön runter. Ein handelsübliches
Rohr ist meist zu weich. (Dafür schleifst Du an der Nuß länger)
Allerdings brauchst Du eine recht lange Nuß, schätze ich mal, die gibts
aber. (Billigwerkzeug aus dem Baumarkt tut's hier)
Na ja, auf jeden Fall viel Spaß, und nicht die Geduld verlieren. Auch
die Werkstätten kriegen sowas nicht immer auf Anhieb auf.
Und poste oder maile mal wie's gelaufen ist, da meine Lemmi auch bald ne
neue Steuerkette geschenkt bekommt. (zum 10. Geburtstag ;-)
Gruß,
Torsten Schenkel
MotoGuzzi LeMans1000 54Mm
> > Wer hat Tips oder Erfahrung?
>
> Mit Nockenwellenmuttern keine schlechten (hatte ich bei der Guzzi aber
> auch noch nicht auf), aber mit Kurbelwellenmuttern. Für die an einer SR
> habe ich ca. 2-3l Propangas, 3 19er-Stecknüße, einen Mutternsprenger und
> einen 3er Bohrer verbraucht. (Also Geduld ;-)
Nachtrag, aufbekommen habe ich sie schließlich durch anbohren der
Mutter (in axialer Richtung) in allen 6 Ecken.
> Gruß,
>
> Torsten Schenkel
>
> MotoGuzzi LeMans1000 54Mm
s.o.
>>
>Gruss, Juergen
Hallo Jürgen ,
die Guzzi Werkstätten öffnen die Schraube meines Erachtens mit dem
Preßluftschlagschrauber. Der Motor muß dabei nicht blockiert werden.
Uwe Foss
850 T3
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Uwe Foß
uf...@pop-stuttgart.net
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