Der Helm kommt mit einem Ersatzvisier und war damit rechnerisch
billiger, als zwei Ersatzvisiere zu meinem alten Uvex-Helm.
Dumm nur, dass das Visier des Lidl Klapphelms in voller Fahrt abgegangen
ist, nachdem das Klappteil (Kinnteil + Visier) schon länger schwer zu
schließen war. Gehalten hat er nur ca. 1500km. Nähere Untersuchung
ergab, dass Visier plus Kinnteil von je einer gemeinsamen Metallschraube
links und rechts in einer metallenen Gewindebuchse gehalten werden.
Aussen auf dem Kinnteil sitzt eine Rastmechanik für das Visier, innen am
Kinnteil, also zum Korpus des Helms, eine für die Klappmechanik des
ganzen Klappteils. Das Visier hat kein Loch, durch das die Schraube
zugänglich wäre, sondern wird eingerastet und verdeckt die Schraube.
Diese Schrauben waren durch Fabrikationsfehler beide lose. Ein Feder-
oder Zahnring, der sie auf Spannung halten würde, existiert nicht. Die
eine war abgegangen, bei der anderen konnte ich beobachten, dass sie
sich bei jeder Visierbewegung mitdrehte, und zwar drehte sie sich immer
ein kleines Stück weiter auf, als sie sich in anderer Richtung wieder
zudrehte.
Ich habe im Subject das Wort "Unfallgefahr" erwähnt, weil es nicht
komisch ist, wenn einem z.B. auf einer Autobahn ohne Standstreifen der
Helm auseinanderfliegen würde oder man wie ich am Straßenrand an einer
Bundesstraße im fließenden Verkehr einen Nothalt einlegen muß, um die
Teile wieder zusammenzukriegen bzw. weil einem die Regentropfen bei
hoher Geschwindigkeit in die Frxxxe fliegen. Ich verstehe gar nicht, wie
dieser Helm die Zulassung (ECE-R 22.05) und ein Symbol des TÜV Rheinland
bekommen konnte. Die zentrale Schraube links und rechts hätte irgend
eine Sicherung kriegen müssen.
Reparaturanleitung:
Natürlich brach mir beim Zusammenfriemeln am Straßenrand auch noch ein
Stück der Befestigungsrasten in der Mechanik für das Visier weg, sodass
ich es nicht mehr dauerhaft festmachen konnte.
Die Mechanik ist aber auswechselbar. Was passt, ist die Visiermechanik
für den Nexo Touring II Helm von Polo (6,95 Euro für die Mechanik links
und rechts, "drunter" und "drüber" für die Rastung des Visiers und des
ganzen Kinnteils samt Schrauben). Ein kräftiger Daumendruck für's
Einrasten war nötig, aber ich halte dieses Ersatzteil trotzdem für das
passende Original.
Für die Schrauben passte mein alltäglicher Kreuzschlitz-Schraubenzieher
nicht ganz und der vom Bordwerkzeug sowieso nicht. Ein etwas gröberes
Bit mit Aufschrift: "CR-VPZ.2" war auch nicht ideal, aber besser. Auf
das Schraubgewinde habe ich das getan, was der Hersteller versäumt hat,
nämlich Loctite Super-Fest 243 lösbare Schraubensicherung.
Den Besitzern des Lidl-Klapphelms oder auch des wohl weitgehend
baugleichen Nexo Touring II rate ich dringend, sich mal mit der
(angeblichen) Schnellwechselmechanik des Visiers vertraut zu machen. Bei
dieser Gelegenheit sollte kontrolliert werden, ob die Schraube noch fest
ist, und ggf. in ähnlicher Weise gesichert werden.
Vielleicht nützt die Beschreibung jemandem, der über die Archive mal
drauf stößt.
Die (bekannten) Zeitgenossen, die grundsätzlich bei Erwähnung eines
billigen Fabrikates ein Posting absetzen des Tenors "mein teurer Helm
ist viel besser als dein billiger, und wer die Kohle nicht hinblättern
mag, ist nicht würdig, die Straße mit mir zu teilen", sind wie immer
gebeten, sich die Tinte, eh, die Bits zu sparen;-).
> Reparaturanleitung:
> Natürlich brach mir beim Zusammenfriemeln am Straßenrand auch noch ein
> Stück der Befestigungsrasten in der Mechanik für das Visier weg, sodass
> ich es nicht mehr dauerhaft festmachen konnte.
Der Hersteller wirbt doch mit 3 Jahren Ganantie, wozu dann am Helm
rumbasteln?
--
Satisfy your thirst for life!
>> Reparaturanleitung:
>> > Natürlich brach mir beim Zusammenfriemeln am Straßenrand auch noch ein
>> > Stück der Befestigungsrasten in der Mechanik für das Visier weg, sodass
>> > ich es nicht mehr dauerhaft festmachen konnte.
> Der Hersteller wirbt doch mit 3 Jahren Ganantie, wozu dann am Helm
> rumbasteln?
Weil ich keinen Helm habe, solange ich einen Helm wegen Garantie zum
Hersteller zurückschicke und noch keinen Ersatz bekommen habe? Weil ein
unfallträchtiger neuer Crivit Helm von Lidl dieselbe Gefahr wie gehabt
noch einmal wiederholt? Und weil der Schaden, für den Garantie besteht,
im Anziehen der Schrauben besteht (und auch noch nachgewiesen werden
muss), während es ein Folgeschaden und daher nicht unter Garantie
fallend ist, wenn du am Straßenrand von einem Lkw plattgewalzt würdest ;-) ?
Ich glaube, die wenigsten Leute, die wirklich einen dicken
Garantieschaden an einem Helm hatten, können ihn noch geltend machen;-).
On Tue, 14 Sep 2010 13:55:06 +0200, Hannes Birnbacher wrote:
> Dumm nur, dass das Visier des Lidl Klapphelms in voller Fahrt abgegangen
> ist, nachdem das Klappteil (Kinnteil + Visier) schon länger schwer zu
> schließen war. Gehalten hat er nur ca. 1500km. Nähere Untersuchung
> ergab, dass Visier plus Kinnteil von je einer gemeinsamen Metallschraube
> links und rechts in einer metallenen Gewindebuchse gehalten werden.
> Aussen auf dem Kinnteil sitzt eine Rastmechanik für das Visier, innen am
> Kinnteil, also zum Korpus des Helms, eine für die Klappmechanik des
> ganzen Klappteils. Das Visier hat kein Loch, durch das die Schraube
> zugänglich wäre, sondern wird eingerastet und verdeckt die Schraube.
> Diese Schrauben waren durch Fabrikationsfehler beide lose.
> [...]
> Ich verstehe gar nicht, wie dieser Helm die Zulassung (ECE-R 22.05) und
> ein Symbol des TÜV Rheinland bekommen konnte.
Tja, das dürfte vermutlich primär den TÜV Rheinland (würde mich nicht
wundern, wenn der entweder den Helm gar nicht oder ein nicht baugleiches
Fabrikat geprüft und der Supermarktzulieferer dann einfach eine andere,
geilere, neuere und vor allem billigere Linie aufgelegt hätte) und die
Qualitätssicherung von Lidl interessieren.
Ich hoffe, Du hast denen einen ähnlichen Bericht zukommen lassen?
Ich finde es z. B. ähnlich unwitzig wenn man vom Anfassen der Gummiteile
einer Bau- oder Supermarktflex gleich Hautkrebs oder eine Dioxinvergiftung
bekommt, Wasserkocher oder Haarföhn nach kurzem Betrieb eine Kernschmelze
erleben, der Halogenstrahler scharfkantige Glasschrapnelle in meine
Richtung abfeuert oder vergleichbar unerquickliche Dinge passieren.
Nicht daß ich Billigheimer ständig im Bau- oder Supermarkt Ramsch kaufen
und dann rumnölen würde (im Gegenteil, ich lasse viel Geld bei Hoffmann
Werkzeuge, in Fachwerkstätten - gerne auch mit Anführungszeichen - oder
bei sonstigen Herstellern die mir ein explizites Qualitätsversprechen
abgeben), aber einen gewissen Mindeststandard muß man auch im
Low-Budget-Segment erwarten dürfen, insbesondere wenn ein Prüfsiegel drauf
prangt.
> Natürlich brach mir beim Zusammenfriemeln am Straßenrand auch noch ein
> Stück der Befestigungsrasten in der Mechanik für das Visier weg, sodass
> ich es nicht mehr dauerhaft festmachen konnte.
>
> Die Mechanik ist aber auswechselbar. Was passt, ist die Visiermechanik
> für den Nexo Touring II Helm von Polo (6,95 Euro für die Mechanik links
> und rechts, "drunter" und "drüber" für die Rastung des Visiers und des
> ganzen Kinnteils samt Schrauben).
Interessant. Hat der Polo-Hut ein ebenso inhärentes Qualitätsproblem in die
Wiege gelegt bekommen (=kam vom selben chinesischen Fließband) oder wurden
dort die Hausaufgaben gemacht?
> Auf das Schraubgewinde habe ich das getan, was der Hersteller versäumt
> hat, nämlich Loctite Super-Fest 243 lösbare Schraubensicherung.
Das wärs gewesen? Ein Tröpferl für 0.1ct? Mannomann.
> Die (bekannten) Zeitgenossen, die grundsätzlich bei Erwähnung eines
> billigen Fabrikates ein Posting absetzen des Tenors "mein teurer Helm
> ist viel besser als dein billiger, und wer die Kohle nicht hinblättern
> mag, ist nicht würdig, die Straße mit mir zu teilen", sind wie immer
> gebeten, sich die Tinte, eh, die Bits zu sparen;-).
Sorry.
Mein teurer Helm ist wohl in erster Linie leichter und streßfreier als Dein
billiger, sowie mit waschbarem Futter ausgestattet. Außerdem hätte ich
freilich besseres zu tun, als abseits der Straße lebensgefährlich nach
irgendwelchen Fragmenten zu suchen - so ich denn auf der Straße und nicht
offroad fahren würde.
Im Ausgleich habe ich ein billiges, 12 Jahre altes Krad welches
gelegentlich den Schalthebel (Fehlkonstruktion, da fehlt ebenfalls
Loctite), das Kennzeichen und diverse Schrauben abwirft. Wenn nicht die
Lichtmaschine abraucht oder die Ölfilter- oder Zylinderkopfdichtung(en)
lecken oder der Vergaser abspringt.
So hat gemäß dem - frei an Murphys Gesetz angelehnten - Erhaltungssatz der
Scheiße jeder seine Nemesis. Meinen Helm als Ursache kann ich aber guten
Gewissens ausschließen: "Isch 'abe gar gein Wisiiiir".
Ciao,
Volker
--
@: I N F O at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net
> Mein teurer Helm ist wohl in erster Linie leichter und streßfreier als Dein
> billiger, sowie mit waschbarem Futter ausgestattet. Außerdem hätte ich
> freilich besseres zu tun, als abseits der Straße lebensgefährlich nach
> irgendwelchen Fragmenten zu suchen - so ich denn auf der Straße und nicht
> offroad fahren würde.
Jaa, ist ja gut ... ich muss an meinem Lidl Helm das Hinweisschildchen
übersehen haben: "Dieser Helm zerlegt sich nach fünf Monaten von selber"
;-). Um die Informationslücke zu füllen, habe ich mein Posting verfasst.
Es ist auch absichtlich nicht als Schwarzweiß/Ja-Nein Entscheidung
aufgezogen. Bei manchen Haushaltsmaschinen weiss ich, dass eine Relation
zwischen Preis und Qualität besteht (mein Miele-Geschirrspüler ist von
1980), bei Computernetzteilen ebenso, bei den meisten Dingen gibt's
diese Relation aber nicht. Und ich liebe halt China-Produkte wie z.B.
auch Zeiss-Mikroskope oder mechanische Schweizer Uhrwerke (in beiden
sind längst Halbfabrikate aus China verarbeitet...).
Meinen Caberg-I Klapphelm vor vielen Jahren, damals die einzige
Alternative zum Schuberth/BMW, hatte ich praktisch unbenutzt verschenkt,
der diente dann wenigstens noch als Übungsobjekt für einen
Airbrush-Künstler. Der war so unsolide und es fielen so viele Teile von
selber davon ab, dass ich ihm nicht zutraute, wirklich geschlossen auf
dem Kopf zu bleiben, wenn es mal drauf ankommt. Den Lidl/Nexo behalte
ich, ich kenne ja jetzt seine Schwachpunkte (ein sehr gravierender ist
noch sein eingeschränktes Sichtfeld - Schulterblick nicht möglich, links
unten ist das Sichtfeld zu Ende). Die zahlreichen Markenhelme (ähnlich
wie bei den alten CRT-Computermonitoren gehörten Helme mal zu den
Teilen, bei denen ich nicht auf den Preis achtete), die ich in all den
Jahren aufgesetzt habe, lösten alle das Brillenproblem nicht und wenn
man nix sieht, oder doppelt sieht, weil die Innenpolsterung keinen oder
einen zu geringen Kanal für die Brillenbügel vorsieht und die immer
einen Millimeterbruchteil zur Seite geschubst wird, ist das schlimmer
als manche anderen Mängel.
Das Futter beim Lidl/Nexo ist leicht herausnehmbar. Ich trag' aber schon
immer, sommers wie winters, eine Haube aus Baumwolle unter dem Helm.
Über Helmgewichte hab' ich mir schon früher Gedanken gemacht. Ein paar
Fakten:
Lidl (Nexo) Klapphelm: 1590 gr
Uvex Helix RS750 Carbonhelm: 990 gr
BMW Systemhelm 5: 1785 gr
Es ist wie bei den Fahrrädern: ich kapiere nicht, was die paar Gramm, so
vorhanden, für einen Unterschied machen sollen. Ich meine, da frisst
sich einer seit seinen Jugendjahren einen A... von zehn Kilo mehr an und
zahlt dann 3000 Euro drauf für ein Fahrrad, das fünf Kilo leichter ist,
bzw. bei Helmen trägt jedermann, der auf sich hält, einen Helm, der noch
195 Gramm schwerer ist als der von Lidl...
> nämlich Loctite Super-Fest 243 lösbare Schraubensicherung.
Ich dachte bisher 243 ist immer mittel.
--
tam, immer ein Fläschle im Boardwerkzeug
>
>> nämlich Loctite Super-Fest 243 lösbare Schraubensicherung.
> Ich dachte bisher 243 ist immer mittel.
Hab' abgeschrieben, was auf dem Fläschchen steht. Heutzutage steht
wahrscheinlich eh Henkel drauf und nicht Loctite.
Das ist aber egal, denn ob die Schrauben in Zukunft während der
Nutzungszeit fest sitzen, wird sich naturgemäß erst nach Jahren
feststellen lassen.
Ich habe den Verdacht, dass entweder in der Produktion die Schrauben
nachlässig angezogen werden oder man dem ganzen Plastikgeraffels auch
noch die Funktion eines Federrings übertragen hat und das nicht klappt.
Normalerweise werden Schrauben wohl entweder durch eine Plastikmasse in
der Schraubenmutter gesichert, im Extremfall durch einen Splint, der
alle Sechstel Umdrehungen durch eine Sechskantmutter gezogen werden
kann, durch eine Kontermutter oder durch einen federnden Ring, der immer
noch für Spannung und damit für Reibung sorgt, wenn sich die Schraube um
ein Minimum gelängt oder gelockert hat. Nichts davon habe ich an dem
Helm gesehen.
--
Achim Boxerfan: R1100GS + Subaru Forester
KE125 76-78 KL250 78-80 Z550 81-83
Z1000J 83-87 CBR1000F1 89-90 ZZR1100 91-99
R1100GS 00-
>hoher Geschwindigkeit in die Frxxxe fliegen. Ich verstehe gar nicht, wie
>dieser Helm die Zulassung (ECE-R 22.05) und ein Symbol des TÜV Rheinland
>bekommen konnte. Die zentrale Schraube links und rechts hätte irgend
>eine Sicherung kriegen müssen.
Ein T*V-Logo alleine sagt gar nix. Heute bekommst Du für alles eine
T*V-Logo wenn du bezahlst. Wenns sein muss hat der T*V geprüft, dass
die Helmkartons im Supermarkt normgerecht auf- und abgeladen wurden.
Also hau da gleich mal ein Ei drüber.
Generell sagen aber auch produktspezifisch geforderte Prüfnormen (wie
die ECE-R 22.05) über die Produktqualität so gut wie nichts aus. Sie
sagen nur, dass etwas gemäß einer bestimten Norm geprüft wurde und
deren Standards eingehalten hat. Um zu wissen, was in der Norm wie
geprüft wird, darfst du dann den dicken Geldbeutel zücken und für
teuer Geld das entsprechende Normblatt erwerben oder (als
Otto-Normalverbraucher) darauf vertrauen, dass das irgendwer für dich
gemacht hat und die Infos korrekt ins Netz gestellt hat.
Dann stellt sich die Frage ob die Forderungen der Norm sinnvoll sind
(waren sie - wie von der Fachpresse angemerkt - zumindest bei älteren
ECE-Helmnormen eher nicht) und alle wesentlichen Bereiche abdecken.
Zum Thema Visier prüft die aktuelle ECE-R 22.05 m.W.n. nur, dass es
nicht mehr als 50 Prozent Licht schluckt und eine gewisse
Durchdringungsfestigkeit haben muss.
Dem Thema "Aerodynamik" ist in der ECE-R 22.05 m.W.n. nicht eine Zeile
gewidmet. Folglich ist es, wenn dein Helm bei 37,5 km/h das Visier
abwirft, Pech für Kuh Elsa, tangiert aber die ECE-R 22.05 nicht im
geringsten, weils das gar niemand prüft.
Also noch mal langsam und unmissverständlich: Wenn irgendwas ein
Prüfzeichen trägt, sagt das i.d.R. wenig bis nichts über dessen
Qualität.
cu gp
--
Früher war sogar die Zukunft besser
K. Valentin
Ich lese sowas ja immer wieder, nur glauben kann ich es nicht. Ich trage
meine Brille wegen Kontaktlinsen zwar nicht ständig, aber doch
regelmäßig. Und bisher hat noch jede meiner Brillen (von der klobigen
Sonnenbrille bis zur fisseligen rahmenlosen) in jeden meiner Helme
(Schubert SprinR, gübstiger Shoei, Uvex Boss 300, X-Lite 701, AGV
Crosshelm - Brille passt sogar unter die Crossbrille) gepasst.
Grüße
Dirk
Ich lese sowas ja immer wieder, nur glauben kann ich es nicht. Ich trage
meine Brille wegen Kontaktlinsen zwar nicht ständig, aber doch
regelmäßig. Und bisher hat noch jede meiner Brillen (von der klobigen
Sonnenbrille bis zur fisseligen rahmenlosen) in den jeweils aktuellen
Helm (angefangen bei Schubert SprintR, gübstigen Shoei, Uvex Boss 300,
On Wed, 15 Sep 2010 00:59:07 +0200, Guenter Pichl wrote:
> Ein T*V-Logo alleine sagt gar nix. [...]
> Zum Thema Visier prüft die aktuelle ECE-R 22.05 m.W.n. nur, dass es
> nicht mehr als 50 Prozent Licht schluckt und eine gewisse
> Durchdringungsfestigkeit haben muss.
> Dem Thema "Aerodynamik" ist in der ECE-R 22.05 m.W.n. nicht eine Zeile
> gewidmet. [...]
> Also noch mal langsam und unmissverständlich: Wenn irgendwas ein
> Prüfzeichen trägt, sagt das i.d.R. wenig bis nichts über dessen
> Qualität.
Danke für die Ausführungen.
So bleibt also nur: Billig kaufen und hoffen, ggfs. im Falle eines
(Gewährleistungs)Falles das Ding zurückgeben und so basisdemokratisch
dafür sorgen, daß der Hersteller Streß hat und von seinem Pfusch erfährt
oder teu(r)er vom bewährten Hersteller kaufen und ebenfalls hoffen, ggfs.
im Falle eines unwahrscheinlicheren (Gewährleistungs)Falles das Ding
zurückgeben und so basisdemokratisch dafür sorgen, daß der Hersteller
Streß hat.
Na bumm. Wunderbar.
> Das Futter beim Lidl/Nexo ist leicht herausnehmbar. Ich trag' aber schon
> immer, sommers wie winters, eine Haube aus Baumwolle unter dem Helm.
Hmmm. Und onroad schwitzt Du niemals? Sommers wie Winter? OK, als leidlich
ambitionierter Fahrer kann ich das evtl. nicht ganz nachvollziehen und
wasche mein vollgeranzeltes Futter lieber gelegentlich.
> Über Helmgewichte hab' ich mir schon früher Gedanken gemacht. Ein paar
> Fakten:
> Lidl (Nexo) Klapphelm: 1590 gr
> [-38%=]
> Uvex Helix RS750 Carbonhelm: 990 gr
> [+80%=]
> BMW Systemhelm 5: 1785 gr *)
> Es ist wie bei den Fahrrädern: ich kapiere nicht, was die paar Gramm, so
> vorhanden, für einen Unterschied machen sollen. Ich meine, da frisst
> sich einer seit seinen Jugendjahren einen A... von zehn Kilo mehr
Du trägst Dein Übergewicht auf dem Kopf?
<Spock>
Faszinierend!
</Spock>
Schon mal die HWS im Bereich Atlas-Axis und C1-C4 am Skelett angesehen?
Aber OK, ich urteile aus der Perspektive eines Menschen, der auf dem Krad
häufiger mal nickt. Z. T. unfreiwillig. Und das macht sich bemerkbar,
trotz gut trainierter Nackenmuskulatur.
Und wenn Du mal in die 90°-Schräglage mußt, werden aus den lächerlichen
500g Differenz gerne auch mal 5-50kg und der Unterschied zwischen
a) mit dem Helm auf dem Asphalt aufgebombt und
b) nicht mal Bodenkontakt gehabt.
> zahlt dann 3000 Euro drauf für ein Fahrrad, das fünf Kilo leichter ist,
Ähm. FÜNF KILO? Du meinst jetzt das Fahrrad mit dem Heliumrahmen und dem
negativen Gewicht? ;-)
> bzw. bei Helmen trägt jedermann, der auf sich hält, einen Helm, der noch
> 195 Gramm schwerer ist als der von Lidl...
Also (ich spreche als jemand, dem es scheißegal ist wer was auf wen hält),
es schaut folgendermaßen aus:
So ein neuer Restposten-Airoh Carbonhelm vom letzten Jahr (ich liste jetzt
Offroadmodelle, weil mich die primär interessieren, der geneigte Leser
kann von Airoh, AXO und den üblichen Verdächtigen sicher auch was für die
Straßenschwuchtelei finden) kostet mich zwischen 200 und 250 Euros und
bringt, je nach Größe, zwischen 900 und 950 läppische Gramm auf die Waage.
Schon mein ungefähr 15 Jahr alter AXO SE-1 (ein Semi, mit Schild und
Klappvisier), damals im 400-DM-Bereich angesiedelt kann dank
Carbon-Kevlar-GFK-Konstruktion mit 1200g punkten und ich würde ihn (da
nicht thermoplastisch und jeweils dunkel gelagert) durchaus noch auf den
Kopf ziehen, ganz im Gegenteil zu diversen bleischweren Spritzgußhüten,
die nach dieser Zeit vermutlich schon zu Staub zerfallen sind.
Wir reden hier also keineswegs über lächerliche Gewichtsunterschiede jedoch
durchaus über vernachlässigbare Preisunterschiede, insbesondere, wenn man
die jeweilige Nutzungsdauer berücksichtigt.
Dazu kommt, daß jedenfalls ich keine Lust habe, ständig in irgendwelchen
Geschäften rumzuschleichen um eine Kopfbedeckung zu finden, die auf meine
Rübe paßt und die mich im täglichen Gebrauch nicht über alle Maßen nervt,
weil die Anbauteile abfallen, das Futter zerfleddert, das Gesichtsfeld
oder die Belüftung eingeschränkt sind oder ich zum Aufsetzen eine
Kettenwinde benötige.
Aber freilich jedem das seine.
Grüße,
Volker
http://www.mxc.de/de/airoh-stelt-easy-carbon-helm-2010-millenium-weis-.html
http://www.mxc.de/de/abverkauf-2009er-airoh-selt-helme.html
*) Der weißblaue Propeller bleibt sich offensichtlich bis ins letzte Detail
treu: Zu schwere, übermotorisierte Kradisten sitzen auf zu schweren
übermotorisierten Krädern und tragen zu schwere Schutzkleidung. SCNR.
>> > Das Futter beim Lidl/Nexo ist leicht herausnehmbar. Ich trag' aber schon
>> > immer, sommers wie winters, eine Haube aus Baumwolle unter dem Helm.
> Hmmm. Und onroad schwitzt Du niemals? Sommers wie Winter?
Klar doch. Aber eine Haube aus Textilfasern ist da wesentlich
sympathischer, in jeder Hinsicht, als das Innengeraffels der Helme aus
Kunstfaser und Schaumstoff, weil sie den Schweiß aufsaugt.
> OK, als leidlich
> ambitionierter Fahrer kann ich das evtl. nicht ganz nachvollziehen und
> wasche mein vollgeranzeltes Futter lieber gelegentlich.
Das leichte Waschen ist der Hauptgrund dafür, dass ich so eine Haube
trage. Heimgekommen, ausgewaschen, auf die Leine gehängt, fertig. Das
ist einfacher, als am Helm zu schnuppern, ob der direkte Kontakt zu
Schweiß und fettem Haar gleich eine Wäsche nötig macht (unlängst in
diesem Sommer mit seiner feucht-warmen Witterung war ich nach einer
halben Stunde schon so durchgeschwitzt, dass ich meine Unterwäsche
nachher auf die Leine zum Trocknen hängen musste) oder ob's nochmal für
eine Fahrt geht.
Die Haube halte ich übrigens auch und gerade im Sommer für gesünder, als
"ohne" zu fahren. Es gibt ja keinen Wärmestau unter dem dünnen Stoff.
Aber deine natürliche Wärmeregulierung über Schweiß geht von Verdunstung
im Stillstand aus (und auch der schnellste 100-mtr-Läufer kommt nicht
über 40 km/h). Wie wahrscheinlich schon jeder mal nach einer Sommerfahrt
bei offenem Autofenster oder -Dach gemerkt hat, kriegt man bei
"Powerkühlung" von, sagen wir beispielsweise, 100km/h leicht
Entzündungen oder Erkältungen, wenn man schwitzt. Das war in unserer
Entwicklung wohl nicht vorgesehen.
Ein kleiner Nachteil so einer Haube ist, dass man sie nach dem
Helm-Abnehmen noch ausziehen muss. Damit kann man aber gut leben.
Unter dem Jethelm trage ich keine. Der ist aber eher für Kurzstrecken,
typischerweise eine Einkaufsfahrt.
> Also noch mal langsam und unmissverständlich: Wenn irgendwas ein
> Prüfzeichen trägt, sagt das i.d.R. wenig bis nichts über dessen
> Qualität.
Zustimmung. Prüfzeichen messe ich in der Praxis genausowenig Bedeutung
zu, wie irgend welchen Öko-Labels auf Lebensmitteln. (Ausser, dass ich
sie meide, weil da mehr Geld für nichts verlangt wird...).
>> Als
>> Brillenträger hatte ich keinen Integralhelm gefunden, den ich überhaupt
>> tragen konnte, von - ich sage mal - Rollerhelmen, bei denen aus
>> Ersparnisgründen dort keine Innenpolsterung ist, wo jedenfalls meine
>> Brillenbügel auch freien Raum drumrum brauchen, mal abgesehen.
>
> Ich lese sowas ja immer wieder, nur glauben kann ich es nicht. Ich trage
> meine Brille wegen Kontaktlinsen zwar nicht ständig, aber doch
> regelmäßig. Und bisher hat noch jede meiner Brillen (von der klobigen
> Sonnenbrille bis zur fisseligen rahmenlosen) in den jeweils aktuellen
> Helm (angefangen bei Schubert SprintR, gübstigen Shoei, Uvex Boss 300,
> X-Lite 701, AGV Crosshelm - Brille passt sogar unter die Crossbrille)
> gepasst.
Glückwunsch.
Welche Gläserstärken habt Ihr so? Ich habe so das Gefühl, bei meinen ca.
acht Dioptrien macht sich jede kleine Abweichung in Lage oder Abstand
sehr bemerkbar. Da reicht's schon, wenn man die Brille bei aufgesetztem
(Nicht-Klapp-)Helm von vorne zwischen Ohr, Schädel und Helm stopfen muss.
Ähnlich übrigens auch der Grund, warum andere Lösungen (kleinere
Brillenfassung, Kontaktlinsen) nicht funktioniert haben. Wenn man bei
jedem Wechsel der Seh-hilfe stundenlang seekrank ist, vermutlich auch
wegen geringer Differenzen in Schliff und Brechung, wird der Fahrspaß
echt gemindert.
>So bleibt also nur: Billig kaufen und hoffen[...snip...]
>oder teu(r)er vom bewährten Hersteller kaufen und ebenfalls hoffen [...snip...]
>
Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht: Wer billig kauft, kauft
zwei mal. Bei Werkzeug z.B. gehe ich da keine Kompromisse mehr ein und
auch beim Modellbau habe ich gelernt, dass billige Servos, Gyros,
Fernsteuerungen, Ladegeräte ect. am Ende nur rausgeschmissenes Geld
und Ärger bedeuten.
Allerdings hab ich es in meinem Job recht oft mit teurem Klump von
Markenherstellern zu tun. Das ist dann noch mehr rausgeschmissenes
Geld und man ärgert sich am dadurch vielleicht sogar noch zusätzlich.
Inzwischen verlasse ich mich da auf eigene Erfahrung und bewährte
Informanten - mitunter in Form von seriösen Vertretern der Fachpresse.
> [Drecks-Billighelm]
> Reparaturanleitung:
> [...]
Du hast da elendige Geraffel also nicht so weit Du konntest weggeworfen
und bist ohne Helm zum nächsten Laden gefahren wo es hochwertige
HJC-Helme gibt? Wie schruppig kann man denn noch sein?
> Die (bekannten) Zeitgenossen, die grundsätzlich bei Erwähnung eines
> billigen Fabrikates ein Posting absetzen des Tenors "mein teurer Helm
> ist viel besser als dein billiger, und wer die Kohle nicht hinblättern
> mag, ist nicht würdig, die Straße mit mir zu teilen", sind wie immer
> gebeten, sich die Tinte, eh, die Bits zu sparen;-).
Nö.
Gruss,
Georg
>>> > Das Futter beim Lidl/Nexo ist leicht herausnehmbar. Ich trag' aber schon
>>> > immer, sommers wie winters, eine Haube aus Baumwolle unter dem Helm.
>
>> Hmmm. Und onroad schwitzt Du niemals? Sommers wie Winter?
> Klar doch. Aber eine Haube aus Textilfasern ist da wesentlich
> sympathischer, in jeder Hinsicht, als das Innengeraffels der Helme aus
> Kunstfaser und Schaumstoff, weil sie den Schweiß aufsaugt.
OK, das kann ich nachvollziehen wenn Du damit "hautsympathisch" meinst. Ist
Ansichtssache. Daß der Baumwollkram nach ein wenig ambitionierter
Fahrweise klatschnaß ist (weil eben Baumwolle vs. "Funktionsmaterial")
wirst Du sicher einsehen.
> Das leichte Waschen ist der Hauptgrund dafür, dass ich so eine Haube
> trage. Heimgekommen, ausgewaschen, auf die Leine gehängt, fertig. Das
> ist einfacher, als am Helm zu schnuppern, ob der direkte Kontakt zu
> Schweiß und fettem Haar gleich eine Wäsche nötig macht
Hmmm. Eine Salzsperre wird in so einer Sturmhaube aber nicht eingebaut
sein, oder? D. h.: Ist die Haube naß, hast Du den Schweiß freilich auch im
Helmfutter. OK, irgendwelche Haar- und Hautfette kannst Du evtl. ein wenig
zurückhalten.
> Die Haube halte ich übrigens auch und gerade im Sommer für gesünder, als
> "ohne" zu fahren. [...] kriegt man bei
> "Powerkühlung" von, sagen wir beispielsweise, 100km/h leicht
> Entzündungen oder Erkältungen, wenn man schwitzt.
Hmmm. OK, ich fahre selten längere Zeiten >100km/h am Stück und bin daher
wohl auch nicht maßgeblich - aber irgendwelche Erkältungen wären nun so
ziemlich das Letzte was ich mir bei sommerlichen Temperaturen und längerer
Fahrt ohne Sturmhaube bisher geholt hätte... Eher taube Genitalien und
lockere Zahnplomben. ;-)
Ciao,
Volker
> Ich habe den Verdacht, dass entweder in der Produktion die Schrauben
> nachlässig angezogen werden
Es war einmal eine mittelständische Firma. Die baute tolle Produkte für
einen aufstrebenden Markt. Vom Firmengründer selbst geführt stellte
sich trotz über 1000 Mitarbeitern eine fast familiäre Stimmung ein,
alle waren glücklich und motiviert.
Die Produkte waren durchaus rustikal entwickelt und mussten mit
vielen, VIELEN Schrauben gebaut werden. Elektroschrauber gab es
keine, man entwickelte "Gefühl" in der Hand und zog nach alter Sitte
fest, aber nicht ab. Alles funktionierte prima. Nur gelegentlich fluchte
jemand, der ein Gerät wieder zurückbekam, weil ein Kunde es
hatte fallen lassen oder umgebaut haben wollte. Fluchte, weil die
Schrauben so verdammt fest waren.
Nun begab es sich, dass $böserKonzern seine Stellung ausbauen wollte.
Schwupps mit viel Geld die nette Firma aufgekauft. Die nette Stimmung
bröckelte zusehends, die Bürokratie hielt Einzug. Das Personal wurde
zusehends verdrossen. Was sich natürlich auch gelegentlich auf die
eine oder andere Schraube auswirkte. Schlimmer noch war jedoch
$nörgeligerKunde. Verlangte der doch tatsächlich, dass man einen
Nachweis über die ordnungsgemässe Verschraubung von Schrauben
erbringen konnte. Da geschah es, dass ein Pfurz den falschen Weg nahm
und zwischen den Ohren eines sonst unnützen Mitarbeites landete.
Folge des Schadens: man schaffte viele, ganz tolle Elektroschrauber
an, die man auf ein bestimmtes Drehmoment einstellen kann. Und damit
das nicht schiefgeht wurden ein paar eilends von der Uni weg geheuerte
Gestalten mit der Aufgabe betraut, das genau und präzise und perfekte
Drehmoment herauszufinden. Das stellte man dann ein und der Bürokratie
wurde ebenso genüge getan wie $nörgeligerKunde.
Alle grinsten zufrieden und gingen in die Kaffeeküche. Nur das Personal
nicht. Das versuchte sich durch einen Vorhang herabhängender Schrauber
zu kämpfen.
Während man die Folgen des Kaffeemissbrauches noch auskurierte gab
die Qualitätssicherung roten Alarm. Bei $Premiumkunde häufen sich die
Ausfälle, und deren Chef sei gerade mit einer Kettensäge in der Hand
gesehen worden. Eilends wurden Inquisitoren auf den Weg geschickt,
man möge den Satan finden und austreiben. Was war geschehen?
Wie von Zauberhand lösten sich Verschraubungen, ganze Baugruppen
lösten sich, Kabel lockerten sich und feierten ihre neugewonnene Freiheit
mit überschwenglichem Feuerwerk.
Alle schwarze Magie, alles Weihwasser, alle Flüche und Hexereien
halfen nicht: man hatte sich verrechnet und verschätzt. Das Personal
brachte seinen Spott unverholen zum Ausdruck. Man hätte es ja gleich
gesagt.
Was tun? Diese Schmach kann nicht ungesühnt bleiben. Man könnte doch,
wäre es nicht möglich? Und man fand die Schraubsteuerung. Dieses
göttliche Gerät schenkt eben so göttliche Unbestechlichkeit wie
ewiges Leben. Nicht nur das Drehmoment, nein auch die Anzahl der
Umdrehungen weiss diese Büchse der Pandorra. Und merkt sich
für alle Zeiten Name, Adresse, Telefonnummer, Vorstrafen, sexuelle
Vorlieben und alle anderen Parameter. Man war Überglücklich, ja
schwebte sogar im zehnten Himmel. War das ein Leben. Auf der obersten
Wolke beim Klang der ... KETTENSÄGE?
Das unfassbare war geschehen. Eine Schraube, festgedreht mit exaktem
Drehmoment und überwachter Position wurde lose. Und wieder wurde
die neue Freiheit mit gigantopyromanischem Feuerwerk gefeiert.
Diesmal grinste das Personal nur schwach. Es war verdrossen geworden,
über so viel Ignoranz.
Und so kam es, dass früher die Schrauben viel zuverlässiger waren.
Und jetzt mal im Ernst:
- Drehmomentschrauber funktionieren nur, wenn ALLE Parameter
passen und alles korrekt berechnet ist. Wenn man halt Kupfer auf
Stahl festzieht isses mit Nennmoment für M4 nicht getan....
- automatische Schrauber nehmen die Aufmerksamkeit. Es macht
KLICK (bzw. Schrauber bleibt stehen). Fertig. Nächstes.
- bevormundet man den Mitarbeiter noch zusätzlich mit ner
Steuerung, die ihm sogar die Abfolge der Schrauben vorgibt, dann
guckt der nur noch demotivierter auf die grüne Lampe.
Grün = Gut. Nächstes.
Und genau das passiert in China in Massen. Ob da Dreck im
Gewinde ist oder nicht interessiert den nicht. Der Schrauber klickt,
nächste. Der kleine Mann am Band soll ja auch nicht denken.
Übrigens war Dreck im Gewinde auch der Grund für das Versagen
der letzten Schraube in der Geschichte. Die ging genau im Über-
wachungsfenster auf Nennmoment. Bedingt durch die Gewinde-
steigung kann man das Fenster nicht beliebig klein machen.
Naja, die Verbindung kokelte dann einfach runter.
Aber solche Fehler gabs früher(tm) eben nicht. Nachweislich!
Da war man mit beiden Händen beim Schrauben und hat des
Gefühls wegen auch darauf geschaut. Und ausserdem waren
die Leute noch motivierter...
CU Ralf
> Ähnlich übrigens auch der Grund, warum andere Lösungen (kleinere Brillenfassung, Kontaktlinsen)
> nicht funktioniert haben. Wenn man bei jedem Wechsel der Seh-hilfe stundenlang seekrank ist,
> vermutlich auch wegen geringer Differenzen in Schliff und Brechung, wird der Fahrspaß echt gemindert.
Meine Kontaktlinsen setze ich morgens ein und abends nehme ich die wieder raus. Da bin ich nie
seekrank. Die Entscheidung vor mehr als 20 Jahren auf die Brille soweit es geht zu verzichten war
eine der besseren meines Lebens. Auch wenn ich jetzt offizieller Sponsor von Ciba bin :)
Bernd
> Welche Gläserstärken habt Ihr so?
-11 und - 11,5
> Ähnlich übrigens auch der Grund, warum andere Lösungen (kleinere
> Brillenfassung, Kontaktlinsen) nicht funktioniert haben. Wenn man bei
> jedem Wechsel der Seh-hilfe stundenlang seekrank ist, vermutlich auch
> wegen geringer Differenzen in Schliff und Brechung, wird der Fahrspaß
> echt gemindert.
Ich muss zugeben, als ich vor 10 Jahren meine ersten Kontaktlinsen
eingesetzt bekam und dann mit der Maßgabe "gehen Sie eine Stunde
spazieren" aus dem LAden geschickt wurde, da wurde ich auch
Se(e/h)krank. Vor allem waren diese riesigen Metallscheiben im
Portemonnaie irgendwie ungewohnt.
Aber seitdem gibt es keine Probleme mehr. Ich trage ca. 50-60% der Zeit
Brille und den Rest Kontaktlinsen, der Wechsel ist völlig
unproblematisch. Nur wenn ich längere Zeit Brille getragen habe muss ich
mich wieder an die Wagenräder beim bezahlen gewöhnen...
Die Frage ist natürlich auch ob Du hoch brechende Gläser benutzt oder
"normale"?
Achim
>Ich muss zugeben, als ich vor 10 Jahren meine ersten Kontaktlinsen
>eingesetzt bekam und dann mit der Maßgabe "gehen Sie eine Stunde
>spazieren" aus dem LAden geschickt wurde, da wurde ich auch
>Se(e/h)krank. Vor allem waren diese riesigen Metallscheiben im
>Portemonnaie irgendwie ungewohnt.
Auf der Leitung steh. "Riesige Metallscheiben"? Waren die Linsen zu
billig oder was?
cu.
Juergen
--
4/1996..6/2004 XT 600E 05..50 Mm | seit 6/2004 DL650 00..33 Mm
> Am Thu, 16 Sep 2010 09:17:07 +0200 schrieb Achim Frank
>
>>Ich muss zugeben, als ich vor 10 Jahren meine ersten Kontaktlinsen
>>eingesetzt bekam und dann mit der Maßgabe "gehen Sie eine Stunde
>>spazieren" aus dem LAden geschickt wurde, da wurde ich auch
>>Se(e/h)krank. Vor allem waren diese riesigen Metallscheiben im
>>Portemonnaie irgendwie ungewohnt.
>
> Auf der Leitung steh. "Riesige Metallscheiben"? Waren die Linsen zu
> billig oder was?
>
LOL,
bei -11 ist der Verkleinerungsfaktor bei einer Brille riesig.
Und mit Contactis siehst du auf einmal das Geld in deinem Geldbeutel in
Originalgröße.
Tschö,
Rainer
--
"Schlaf?
- ist das nicht dieser halbherzige Koffeeinersatz?"
>Am Thu, 16 Sep 2010 09:17:07 +0200 schrieb Achim Frank
>
>
>>Ich muss zugeben, als ich vor 10 Jahren meine ersten Kontaktlinsen
>>eingesetzt bekam und dann mit der Maßgabe "gehen Sie eine Stunde
>>spazieren" aus dem LAden geschickt wurde, da wurde ich auch
>>Se(e/h)krank. Vor allem waren diese riesigen Metallscheiben im
>>Portemonnaie irgendwie ungewohnt.
>
>Auf der Leitung steh. "Riesige Metallscheiben"? Waren die Linsen zu
>billig oder was?
Nein, er konnte erstmals sein Münzgeld wieder erkennen.
Gruß Uwe
--
- Du solltest langsamer fahren.
- Du solltest gar nicht fahren.
Dirk Straka und Wolfgang Decker in drm
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
> Auf der Leitung steh. "Riesige Metallscheiben"? Waren die Linsen zu
> billig oder was?
Die Antwort kam ja schon: Eine Brille in der Stärke verkleinert
ziemlich. Wenn du aber 25 Jahre Deines Lebens von früh bis spät eine
Brille trägst, dann merkst du einfach nicht das was komisch ist, das
Gehirn ist ja anpassungsfähig und baut sich sein Bild zusammen. Das ist
auch der Grund warum es nur eine halbe Stunde oder so "komisch" ist,
danach hat das Gehirn die Realität an den eigenen Seheindruck angepasst.
Bei allen Nachteilen habe ich aber einen Vorteil: Ich brauche keine Lupe
im Haus. Egal wie klein, einfach die Brille abnehmen und dicht ran gehen ;-)
Achim
>> Auf der Leitung steh. "Riesige Metallscheiben"? Waren die Linsen zu
>> billig oder was?
>Die Antwort kam ja schon: Eine Brille in der Stärke verkleinert
>ziemlich.
Ich stand wirklich auf der Leitung. Den Effekt kenne ich als leicht
Kurzsichtiger ja durchaus. Die Korrektur trage ich erst seit ein paar
Monaten und auch nicht immer (bei Schreibtischarbeit und am PC ist sie
eher kontraproduktiv).
Insbesondere am Anfang kam ich dabei weit besser mit den Kontaktlinsen
klar (vom Auf- und Absetzen in den ersten Tagen mal abgesehen) da keine
Verkleinerung und auch kein Schärfeverlust beim "Schrägkucken".
Fürs Mopedfahren habe ich mich auch für die Kombination Linsen +
bewährte Sonnenbrille entschieden, wobei ich ohne Klapphelm auskomme.
Sowohl beim Uvex Boss 3000 als auch einem Jethelm von Polo funktioniert
das ganz gut.
>Gehirn ist ja anpassungsfähig und baut sich sein Bild zusammen.
Stimmt. Man gewöhnt sich sogar daran, nicht (mehr) alles erkennen zu
können.
Mit meiner ersten Brille wurde aus dem "Schatten" da oben auf dem Hügel
eindeutig ein Mobilfunkmast. Und auf der Straße konnte ich auf einmal
die Autokennzeichen derart weit lesen, das war schon fast beängstigend.
:-).
Die Korrektur durch das Gehirn strengt wohl auch ziemlich an. In den
letzten Jahren hatte ich bei/nach längeren Mopedtouren zunehmend
Kopfschmerzen, das tritt jetzt kaum mehr auf bzw. hat andere Ursachen
(beim letzten Mal reichten 5 min Pause, Blase entleeren und ein paar
Schluck Mineraldrink und die Beschwerden verschwanden)
> Welche Gläserstärken habt Ihr so? Ich habe so das Gefühl, bei meinen
> ca. acht Dioptrien macht sich jede kleine Abweichung in Lage oder
> Abstand sehr bemerkbar. Da reicht's schon, wenn man die Brille bei
> aufgesetztem (Nicht-Klapp-)Helm von vorne zwischen Ohr, Schädel und
> Helm stopfen muss.
Also ich habe so ca. -10 Dioptren und ich habe keinen Klapphelm. Zum
Helm auf- und absetzen nehme ich die Brille ab, wo ist das Problem?
Beim Tanken nehme ich zum Bezahlen den Helm nicht ab, kam mir anfangs
wie ein Verbrecher vor, habe mich dran gewöhnt :-).
Grüße
Sabine
--
In der Schule lernt man nichts, aber das fürs ganze Leben.
> Beim Tanken nehme ich zum Bezahlen den Helm nicht ab, kam mir anfangs
> wie ein Verbrecher vor, habe mich dran gewöhnt :-).
Wir uns auch #
> Vielleicht etwas Hawker dazu oder trinken sie ihren HJC schwarz?
Natürlich ist mein HJC schwarz, aber trinken tu ich ihn nicht.
Gruss,
Georg
> Was soll an einem Helm schon groß kaputt gehen?
Das Visier ist verschlissen und muss ausgewechselt werden.
Das Visier kann abfallen (erlebt: Lidl Helm)
Beim Klapphelm kann der Kinnteil abgehen (wäre beim Lidl Helm als
nächstes gekommen, weil die Schrauben das Visier und den Kinnteil halten).
Die filigranen Laschen der Halterung für das Visier brechen beim Wechsel
am Straßenrand aus.
Die Rastung für das teil-offene Visier kann nachgeben und das Ding
klappt zur Unzeit halb runter.
Das Kinnteil rastet nicht oder schlecht ein oder muss mit solcher Kraft
zugezogen werden, dass man Kopfweh kriegt (Lidl/Nexo bei sich
ankündigendem Schaden).
Die Rastung oder Reibung für die Sonnenblende innen ist zu schwach und
wer die nicht vor den Augen, sondern über dem waagerechten Sichtfeld
haben will, dem wandert das Teil in's Blickfeld. (Bei dem Lidl
Crivit/Nexo ist möglicherweise eine Rastung gar nicht vorgesehen, da das
Teil blöderweise einen Nasenausschnitt unten hat. Aber
Vollfeld-Verdunkelung ist nicht das, was ich mir unter einer
Sonnenblende vorsehe. Früher hab' ich gegen Blendung einfach einen
Streifen Isolierband auf den untersten Zentimeter des Visiers geklebt
und dieses genau in Sonnenhöhe hochgeklappt, wenn ich schon mal gegen
die tiefstehende Herbstsonne fahren musste. Anderntags konnte ich dann
regelmäßig in der Zeitung von den Unfällen anderer Leute mit der
unweigerlichen Ausrede "ich konnte wegen Blendung nichts sehen, und das
Gaspedal klemmte bei 100 auf der Landstraße" ;-) lesen).
Die Lüftungsabdeckungen sind zu lose und die Lüftung verstellt sich von
selber.
Alle Schrauben und angeschraubte Teile fallen mit der Zeit runter (hatte
ich in den 90er Jahren mit dem Caberg 1).
Biesen und Atem-Umlenkvorrichtung sind lose und fallen während der
Nutzungszeit ab, erstere hinterlassen scharfe Kanten des rohen Helms
(kurzes Zwischenspiel mit einem Aldi-Helm).
Rollenverschluss des Kinnriemens lockert sich hartnäckig während auch
kurzer Benutzung (mein Louis Highway 1 Jethelm)
Anknöpfvisier vom Jethelm knöpft sich von selber wieder ab (dito)
Kann fortgesetzt werden.
Service (in dem Fall das Ersatzteil von Polo/Nexo) kann da manchmal
beruhigend sein. In den meisten Fällen nützt er nicht viel. Lose
Kinnriemenverstellungen muss man halt festnähen, und wenn die Kohle für
einen richtig guten Helm (ich bezweifle aber, dass es den 100% für jeden
passenden mit Spitzenqualität gibt) fehlt, legt man sich halt schon den
Heisskleber bereit ;-).
> Hannes Birnbacher wrote:
>
> [lange Suada über die lausige Qualität eines Lidl-Produktes]
Es ging nicht um die Qualität des Lidl-Helms. Eine Beurteilung dieses
Helms aus meiner Sicht habe ich in mein allererstes Posting eingefügt.
Ich habe auf die hypothetisch gemeinte Frage meines Vorposters, was an
einem Helm alles kaputtgehen könnte, geantwortet.
> Ich sag's ja nur ungern, aber seit der Verleihung des All Time Big
> Brother Award an Lidl wgen der Video-Bespitzelung seiner Mitarbeiter ist
> dieses Unternehmen ohnehin auf meiner pesönlichen Boykott-Liste.
Es gibt Schlimmeres. Ich wollte, ich hätte einen passenden Job (halbtags
in Wohnortnähe) dort.
> Aber ich vergleiche jetzt mal mental einen Schuberth C3 für 500 Flocken
> gegen einen Caberg Sintesi für die Hälfte. An meinem Caberg ist noch nix
> abgefallen;-)
Da darfst Du Dich bei mir bedanken, schließlich war ich offensichtlich
Alpha-Tester und habe die Firma Caberg trotzdem ungemindert mit einem
nicht unbeträchtlichen Betrag als Kaufpreis subventioniert.
Zugegeben nicht freiwillig, und deshalb stehen die auch auf _meiner_
persönlichen Boykott-Liste ;-).
> Das leichte Waschen ist der Hauptgrund dafür, dass ich so eine Haube
> trage.
Ich habe keine Haube, mein Helm hat einen Geruch, den ich liebe. Er
riecht nach Freiheit, nach Gas geben, nach los lassen vom Alltag - mein
Rollerhelm hat diesen Geruch nicht.
> Die Haube halte ich übrigens auch und gerade im Sommer für gesünder,
> als "ohne" zu fahren. Es gibt ja keinen Wärmestau unter dem dünnen
> Stoff. Aber deine natürliche Wärmeregulierung über Schweiß geht von
> Verdunstung im Stillstand aus (und auch der schnellste 100-mtr-Läufer
> kommt nicht über 40 km/h). Wie wahrscheinlich schon jeder mal nach
> einer Sommerfahrt bei offenem Autofenster oder -Dach gemerkt hat,
> kriegt man bei "Powerkühlung" von, sagen wir beispielsweise, 100km/h
> leicht Entzündungen oder Erkältungen, wenn man schwitzt. Das war in
> unserer Entwicklung wohl nicht vorgesehen.
Über was Du alles nachdenkst, wie kann man dabei noch Spaß am Fahren
haben?
Grüße
Sabine
--
Mitleid bekommt man geschenkt. Neid muss man sich hart erarbeiten.
(Andre Schekelmann)
Matt. Ist das profischwarz?
> Allerdings, mal ein Wort zu "wer billig kauft, kauft zweimal":
> Schuberth-Helme gehören weiß Gott nicht zu den Sonderangeboten am Markt,
> und immer wieder höre ich die Leute darüber jubeln, wie toll der
> Schuberth-Support sein soll. Allerdings erwarte ich von einem
> hochwertigen Helm eigentlich, dass ich nie herausfinden werde, ob der
> Service gut ist oder nicht, weil ich den Helm nie in den Service bringen
> muss. Was soll an einem Helm schon groß kaputt gehen? (wenn ich mir die
> Frage stellen muss, dann ist es IMHO kein guter Helm)
Mein Reden. Schuberth hatte wohl immer wieder Probleme mit den Visieren.
Gerade so als ob Helmvisiere eine ganz neue Erfindung wären.
Gruss,
Georg
> Der Klapphelm aus April 2010 für 59,-- Euro ist eigentlich ideal. Als
> Brillenträger hatte ich keinen Integralhelm gefunden, den ich
> überhaupt tragen konnte, von - ich sage mal - Rollerhelmen, bei denen
> aus Ersparnisgründen dort keine Innenpolsterung ist, wo jedenfalls
> meine Brillenbügel auch freien Raum drumrum brauchen, mal
> abgesehen. Er ist ein bisschen laut und zugig, was ich wiederum für
> die Belüftung gut finde.
Ich bin auch Brillenträger und am Kopf und im Gesicht sehr empfindlich
auf Druck, ich habe viele anprobiert, bis ich den passenden fand. Leise
ist meui Arai Tour-X nicht (IIRC EUR 400), aber gut, für 180 km/h wurde
er nicht konzipiert.
Die Polster sind rausnehmbar und waschbar, Ersatzvisier habe ich noch
keines gebraucht. Qualität, die sich natürlich im Preis niederschlägt,
lohnt sich mE.
> Die (bekannten) Zeitgenossen, die grundsätzlich bei Erwähnung eines
> billigen Fabrikates ein Posting absetzen des Tenors "mein teurer Helm
> ist viel besser als dein billiger, und wer die Kohle nicht hinblättern
> mag, ist nicht würdig, die Straße mit mir zu teilen", sind wie immer
> gebeten, sich die Tinte, eh, die Bits zu sparen;-).
Auf meinem Roller fahre ich seit 9 Jahren nen Billighelm, weil der Arai
nicht ins Helmfach paßt.
Aufm Motorrad möchte ich halt einen Helm, der mir super paßt, daneben
muß er top Sicherheit versprechen und lange halten - den fahre ich dann
10 Jahre.
Grüße
Sabine
--
Fachbegriffe der Informatik - einfach erklärt:
Breitbandkommunikation
Porno MPEGs mit Ton (Kristian Köhntopp)
>> Was soll an einem Helm schon groß kaputt gehen?
>
> Das Visier ist verschlissen und muss ausgewechselt werden.
Wenn das gewexelt werden muss, sollte bei einem relativ teuren
Markenhelm (Frank schrieb was von Schuberth) wohl kein 'Service'
notwendig sein. Altes Visier ab- Neues drauf- fettich.
Alles Andere hat zu halten, keinen Service zu benötigen.
Micha
> Wenn das gewexelt werden muss, sollte bei einem relativ teuren Markenhelm (Frank schrieb was von
> Schuberth) wohl kein 'Service' notwendig sein. Altes Visier ab- Neues drauf- fettich.
> Alles Andere hat zu halten, keinen Service zu benötigen.
Auch die Vorhaltung ggf. auch älterer Ersatz- und Verschleißteile ist ein Service, den der
Hersteller leistet. Ob man für einen Fudschizong-Helm in einem Jahr überhaupt noch ein passendes
Visier bekommt?
Bernd
>
>> Auch die Vorhaltung ggf. auch älterer Ersatz- und Verschleißteile ist
>> ein Service, den der Hersteller leistet. Ob man für einen
>> Fudschizong-Helm in einem Jahr überhaupt noch ein passendes Visier
>> bekommt?
>
> Ich will jetzt nicht dem Kauf eines Fudschizong-Helmes das Wort reden,
> aber ein Visier für meinen Shoei kostet je nach Modell zwischen 50 und
> 80 Euro. Wenn man einen Billighelm hat, kann man den Visierwechsel
> notfalls per Helm-Neukauf erledigen;-)
Bei meinem waren für 59,-- Euro Kaufpreis zwei Visiere dabei;-).
Doppelwandige oder beschichtete, die weniger beschlagen (Uvex), haben
natürlich mehr Nutzwert für uns als die von dem Klapphelm.
>aber ein Visier für meinen Shoei kostet je nach Modell zwischen 50 und
>80 Euro. Wenn man einen Billighelm hat, kann man den Visierwechsel
>notfalls per Helm-Neukauf erledigen;-)
Wie kommt es eigentlich das Visire in Deutschland so teuer sind? Gibt
es da mafioese Strukturen? Ich gehe mal davon aus das ein Visir in
Deutschland fuer meinen Arai genauso teuer ist. In Japan zahle ich
dafuer aber nur 4000Yen. Also 23-37Euro, je nachdem wie der Yen so
steht. Und das in einem Land wo sonst so ziemlich alles teurer ist.
Oh..und ich rede vom Original Araiersatzteil gekauft im Motorradladen
an der Ecke!
BTW: Motorradfahrer haben aber auch Vorteile. Ein neuer Zug oder ein
Reparaturnippel/Loetnippel ist im Fahrradgeschaeft 5-10mal so teuer
wie im Motorradgeschaeft. .-)
Olaf
>Wie kommt es eigentlich das Visire in Deutschland so teuer sind?
Das würde mich auch dringend interessiern. Selbst bei Helmen von
deutschen Herstellern wie Uvex. Ein neues Visier für einen vier Jahre
alten Thermoplasthelm, den man vielleicht noch zum Schnäppchenpreis
bekommen hat, geht da schon in Richtung wirtschaftlicher Totalschaden.