bei meine Zephyr 550 steht ein Ölwechsel an, die Werkstatt meines Vertrauens
verlangt dafür 25 Euro und weil es ja eigentlich nicht so schwer ist
überleg ich, das selbst zu machen. Nun stehen in der Bertriebsanleitung
Drehmomente für die Ölablass und die Ölftilterbefestigungsschraube. Ich
hab' aber keinen Drehmomentschlüssel, lohnt es sich dafür einen zu kaufen
oder kann man sich im Raum Aachen auch irgendwo einen ausleihen?
Reicht es vielleicht auch die Schrauben mit der Hand anzuziehen?
Danke schonmal,
Till
>Drehmomente für die Ölablass und die Ölftilterbefestigungsschraube. Ich
>hab' aber keinen Drehmomentschlüssel, lohnt es sich dafür einen zu kaufen
>oder kann man sich im Raum Aachen auch irgendwo einen ausleihen?
>Reicht es vielleicht auch die Schrauben mit der Hand anzuziehen?
Hi Till,
also wenn's Dir nur um die beiden Schrauben geht, dann vergiß den
Drehmo. Einfach mit Gefühl festziehen und das paßt schon. Wenn Du
allerdings planst, die höheren Weihen des Schraubens zu erlangen, dann
fällt mir schon das ein oder andere ein, was ich ned ohne Drehmo
machen würde...
.P.
--
Opinions are like farts! Your own smell great, the others just stink!
Ducati 998 Biposto "Boa" 3,5 Mm
Moto Guzzi Quota 1100 ES 20 Mm
irc: Q-TipS
http://www.teuns.de
Ich schon, aber ich kann ihn bei der Ölablassschraube nicht einsetzen,
da dort nicht genügend Platz für die Knarre ist :-) (**)
>Reicht es vielleicht auch die Schrauben mit der Hand anzuziehen?
Ja das reicht. Zieh sie vorsichtig von Hand fest. Lieber erst mal etwas
lockerer (*). Wenn dann an der Ablassschraube doch noch etwas rauskommt,
dann das Anzugsmoment leicht erhöhen. Die Ölfilterpatrone ziehe ich
selbst nur per Hand fest bzw. maximal noch eine kleines Stück mit dem
Schlüssel. Da hatte ich noch nie Probleme mit.
(*) Hier steht nicht locker, sondern etwas lockerer, also nicht gleich
anknallen und abreißen.
(**) Ein Bekannter hat am gleichen Motorrad die Schraube überdreht und
wenn man keine Knarre ansetzen kann, dann kann man auch kein Gewinde
vernünftig schneiden. Da mußte der Motor dann raus (leicht gedreht)
werden. Das war ein teurer Ölwechsel.
Gruss,
ToM
Hi Peter
Das mit dem Gefühl ist ja gerade das Problem. Gerade der unerfahrene
Schrauber hat das "Gefühl" nicht und deshalb halte ich es für sinnvol, wenn
eben diese Leute nen Drehmo Schlüssel verwenden um das Gefühl zu erlernen.
Gerade in der Anfangszeit meiner Schrauberkarriere hab ich einige Gewinde
gekillt, auch in Unwissenheit der verschiedenen Materialpaarungen. Ich
dachte halt, je fester desto besser. Erst später stellte sich heraus, dass
nach fest sehr schnell lose kommt. Wenn man ihn eh schon hat, bieten sich ja
auch noch diverse andere Möglichkeiten zum Einsatz an, sei es die
Ölablassschraube oder die Achsmuttern. Überdrehte Ölablassschrauben sind
auch sehr beliebt.
Gruss
Thomas
Du wirst das Geheimnis der Schraube entdecken. Das unerklärliche Geheimnis:
Fest geht nur rechts rum, los geht in beiden Richtungen.
Du kannst die Ölablassschraube zu fest anziehen, dann ist eine teure
Reparatur fällig. Oder du ziehst sie zu leicht an, verlierst sie, und
rutscht auf deinem eigenen Öl aus, dann ist die Reparatur auch nicht billig,
dazu kommen dann noch die Kosten für neue Bekleidung und die Arztkosten.
Oder du rutscht nicht auf dem Öl aus, fährst ohne Öl weiter und hast dann
einen Kurbelwellenschaden. Auch teuer. Dumm ist es natürlich, wenn du dir
den Motor ohne Öl festfährst, er blockiert und du dann stürzt. Dann kommt zu
dem Sturzschaden noch der Motorschaden und die Arztrechnung. Deine Erben
werden dann entscheiden, was mit der Bekleidung zu tun ist. Eventuell lohnt
ja eine Reinigung und Reparatur der Lederkombi.
Findest du, dass ich die Sache etwas zu pessimistisch angehe? Es könnte
sein.
--
Wolfgang Horejsi WWW.FZR1000.DE
Ich habe viele meiner Mitmenschen gebeten, bei der Landtagswahl NICHT SPD zu
wählen und meinen Wunsch weiter zu sagen. Ich hätte NIE gedacht, dass ich
mit der Aktion solch einen grossen Erfolg haben würde.
Gerald
> Das mit dem Gefühl ist ja gerade das Problem. Gerade der unerfahrene
> Schrauber hat das "Gefühl" nicht und deshalb halte ich es für sinnvol, wenn
> eben diese Leute nen Drehmo Schlüssel verwenden um das Gefühl zu erlernen.
> Gerade in der Anfangszeit meiner Schrauberkarriere hab ich einige Gewinde
> gekillt, auch in Unwissenheit der verschiedenen Materialpaarungen. Ich
> dachte halt, je fester desto besser. Erst später stellte sich heraus, dass
> nach fest sehr schnell lose kommt.
Man lernt halt. Die Lektion "nach fest kommt ab" ist eine ganz besonders
wesentliche, die muss man einfach erlebt haben. Von daher: weg mit
Drehmos, her mit Schrauberpraxis.
Ich brauch' keinen Drehmo, aber ich bringe meine Kiste auch in die
Werkstatt, wenn es sein muss.
XL
Am Thu, 27 Mar 2003 18:11:23 +0100 schrub "Thomas Dursthoff"
<T.Dur...@web.de>:
>Das mit dem Gefühl ist ja gerade das Problem. Gerade der unerfahrene
>Schrauber hat das "Gefühl" nicht und deshalb halte ich es für sinnvol, wenn
>eben diese Leute nen Drehmo Schlüssel verwenden um das Gefühl zu erlernen.
Das ist eben leider nicht der Fall. Mit dem Drehmo bekommst Du alles,
nur kein Gefühl dafür. Von daher stimme ich Gerald voll und ganz zu.
Lieber im Vorfeld mal 'nen Alublock genommen, ein paar Gewinde
reingeschnitten und diese dann erstmal bewußt (!) kaputtgedreht, und
das dann wirlich mit einem Gabel- oder Ringschlüssel, dann ist das mit
dem Gefühl kein Problem mehr
>Gerade in der Anfangszeit meiner Schrauberkarriere hab ich einige Gewinde
>gekillt, auch in Unwissenheit der verschiedenen Materialpaarungen. Ich
Also ich kenne auch genügend Leute, die trotz korrekt eingestelltem
Drehmo so manches Gewinde kaputtgedreht haben, was sich mit ein wenig
Gefühl wahrscheinlich durchaus hätte vermeiden lassen.
>nach fest sehr schnell lose kommt. Wenn man ihn eh schon hat, bieten sich ja
>auch noch diverse andere Möglichkeiten zum Einsatz an, sei es die
>Ölablassschraube oder die Achsmuttern. Überdrehte Ölablassschrauben sind
>auch sehr beliebt.
Der Einsatzmöglichkeiten sind da schon ein paar, aber für solche
Sachen wie Ölablaß oder Ventildeckel etc. halte ich das nicht für
notwendig.
>Gruss
>Thomas
Dann war das Gewinde schon vorher Schrott. Oder der korrekt eingestellte
Wert war falsch.
--
Wolfgang Horejsi WWW.YZF1000.DE
Es gibt einige, die sagen: Wenn Herr Bush eine Praktikantin gehabt hätte,
wäre es wohl nicht zu dem Krieg gekommen.
On Thu, 27 Mar 2003 18:11:23 +0100, "Thomas Dursthoff"
<T.Dur...@web.de> wrote :
>Das mit dem Gefühl ist ja gerade das Problem. Gerade der unerfahrene
>Schrauber hat das "Gefühl" nicht und deshalb halte ich es für sinnvol, wenn
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an mein Posting "Schrauben wie die
Profis" (Message-ID: <b27m6r$19c7h1$1...@ID-78102.news.dfncis.de>), das
sich der geneigte Leser gerne erGOOGLEt.
Darin geht es unter anderem um adaequate Werkzeuge fuer Schraubenkoepfe
und in Kurzfassung ist eine 1-Zoll-Ratsche mit Vierkantverlaengerung
nicht fuer M6-Schrauben mit SW 8 geeignet. Wie sich jeder normal
denkende Mensch selbst zwanglos ueberlegt.
Eine SW13 Oelablassschraube wuerde ich mit einem 1/4"-Werkzeug an der
Knarre mit der Hand festziehen ohne Gegenzuhalten. Wer es so macht,
_kann_ die Schraube nicht abreissen, es sei denn, sie hat einen
Vorschaden.
>eben diese Leute nen Drehmo Schlüssel verwenden um das Gefühl zu erlernen.
Das ist klar und ratsam. Da kann man sich aber auch einen ausleihen.
Gruss,
Volker
_
@: v b a r t h e l d @ g m x . d e * 3W: a c h i l l e s . g m x h o m e . d e