On Sat, 27 May 2017 12:47:15 +0200, Ralf Kiefer wrote:
> Matthias R. wrote:
>> Alle Auslassventile und ein Einlassventil waren zu stramm (alle unter
>> 0.5 mm, Soll ist 0.8 bis 1.8 mm).
> Mich wundern diese Sollwerte.
Mich auch.
Richtig ist E/A 0.08-0.18mm. Sonst müßte die Kraxn Stößel aus Wachs haben
oder 1000°C Öltemperatur erreichen. Wer um eine Zehnerpotenz mehr Spiel
einstellt, riskiert Geräuschentwicklung, enormen Verschleiß (die Nocken
betätigen und entlasten das Ventil nicht in der Zone mit der geringen
Steigung, sondern dort wo sehr hohe Beschleunigungskräfte auftreten) und
tritt die Hälfte der Pferdchen in die Tonne.
Tip: Vielleicht doch jemanden schrauben lassen, der Ahnung hat.
> Außerdem würde ich bei einem älteren Motor und scheinbar viel zu stramm
> nachschauen, ob das Messen mit der Fühlerlehre wirklich das mißt, was
> man sich vorstellt. Bei manchen Konstruktionen drücken sich die
> Kontaktflächen ins Material ein.
Wenn Du schon Riefen an Nocken, Tassenstößeln, Schlepphebeln, usw.
entdeckst (also mit einem Taster/Reißnadel irgendeine Form von Rauhigkeit
fühlbar ist), sollte prontissimo ein passendes E-Teil her. Dann nämlich
dauert es nicht mehr lange und es regnet Späne in den Steuerkettenschacht
oder sonstwohin.
>> Ach ja, die Hupe habe ich auch abgebaut und gereinigt und wieder
>> eingebaut, das war's möglicherweise.
> Lach nicht! Bei einer KTM LC4 kann das tatsächlich Fehler beheben, denn
> das Massekabel von vorne nach hinten wird an dieser Stelle an der Hupe
> im gleichen Stecker zusammengekrimpt.
Wäre mir bei der 1998er SC neu. Aber die hat auch einen gestrippten
Sportkabelbaum. Mann, was bin ich froh, damals nicht so ein schwules
StV(Z)-Mopped gekauft zu haben, mit all dem bleischweren Plunder, der nur
nervt, abfällt und/oder kaputtgeht.
Ciao,
Volker
P.S.: Neulich fette Quietschgeräusche an der vorderen Nissin-Bremse meiner
RMZ450K8 beim ambitionierten Italien-MX. WTF?!? Sowas tut sonst nur die
KTM. Also Scheibe, Belag, Sattel usw. inspiziert und herausgefunden, daß
sich einer der Sattelführungsbolzen (die zwei geschraubten Zylinderstäbe,
die in entsprechenden Buchsen des schwimmenden Teils laufen) tatsächlich
eine ganze Umdrehung(!) gelockert hatte. Schraubensicherung? Fehlanzeige.
Habe das Problem behoben, die Scheibe noch im Kreuzgang mit dem
Fächerschleifer übergeschliffen und die Bremsbeläge abgezogen. Sache
erledigt, fortan wieder Schweigen im Walde.
Fazit: Alle merkwürdigen Dinge haben Gründe. Das könnte massiv den Tag
verderben, wenn irgendwo nach dem Zieltable plötzlich der Bremssattel
runterklappt.
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