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Vergaserproblem ZR750 (Zephyr 750)

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Matthias R.

unread,
May 14, 2017, 8:34:22 PM5/14/17
to
Hallo ihr Rocker.

Ich krieg die Vergaserabstimmung meiner 750er Kawa Zephyr (ZR750) aus
1991 nicht geregelt, und hoffe, dass jemand eine Idee beisteuern kann.

Auffälligstes Merkmal ist, dass, wenn man nach einigen Sekunden
Schiebebetrieb mit erhöhten Drehzahlen ("Motorbremse") die Kupplung
zieht, der Motor abstirbt.

Danach lässt sie sich grundsätzlich wieder starten, mit Choke etwas
besser als ohne, und nach etwas "Bedenkzeit", während der man den Motor
durch Gasgeben am leben hält, läuft sie dann auch wieder stabil im
Standgas (ohne Choke, betriebswarmer Zustand).

Ich denke, da stockt durch den Schiebebetrieb aus irgend einem Grund die
Kraftstoffzufuhr, aber ich verstehe nicht, warum. Folgendes wurde
bereits unternommen:

- Ansaugstutzen sind neu
- Luftfilter-Anschlussgummis sind neu
- Vergaser wurden komplett zerlegt und alle geeigneten Teile im
Ultraschallbad gereinigt (Motorrad-Fachbetrieb, ich hab sowas leider nicht)
- Die Membranen wurden optisch geprüft und sind in Ordnung
- Schieber und Düsennadeln machen einen einwandfreien Eindruck
- Die Leerlaufdüsen machen einen einwandfreien Eindruck
- Die Leerlauf-Gemischregulierschrauben machen einen einwandfreien
Eindruck, sind alle gleich lang, Spitzen sind dran. O-Ringe und
Unterlegscheiben sind alle komplett und sehen gut aus. Ich habe sie
geringfügig fetter eingestellt, als es die Kawa-Vorgabe ist
(1,75-2,25-2,25-1,75 Umdrehungen raus für Zylinder 1 2 3 4)
- Hauptdüsen wie ab Werk verbaut (88, 92, 92, 88 für Zylinder 1 2 3 4)
- Schwimmernadelventile wurden erneutert
- Schwimmerkammerdichtungen wurden erneuert
- Schwimmermaß wurde nach Vorschrift eingestellt (17mm über Dichtkante)
- Schwimmer sind dicht und sauber und frei beweglich
- Benzinhahn (Unterdruck) funktioniert, das Problem tritt auch in der
PRI-Stellung (freier Sprit-Durchfluss) auf
- alle Unterdruckschläuche sind angeschlossen

Bei betriebswarmen Motor sind die Krümmer alle zwischen 115 und 125 °C
warm. Kerzenbild ist gut. Falschluft scheint sie auch nicht zu ziehen,
sagt der "Startpilot" - Test. Der Luftfilter ist wie ab Werk verbaut.
Die Kawa hat Leistung und zieht im höchsten Gang sauber von 40 bis 170,
schneller wäre auch gegangen, aber da hat es dann an Mut gefehlt und
nicht an PS.

Was ich nicht gemacht habe ist die Vergaser synchronisiert, ich habe die
Drosselklappen im ausgebauten Zustand nach Augenmaß gleichgestellt, und
das hat gefühlsmäßig auch ganz gut geklappt (sie "humpelt" eigentlich
kaum im Standgas, wenn sie denn läuft).

Ich bin mit meinem Latein ziemlich am Ende. Falls jemand was beitragen
kann, das würde mich freuen.

Gruß - Matthias

Olaf Kaluza

unread,
May 15, 2017, 12:44:30 AM5/15/17
to
Matthias R. <NU...@matiro.de> wrote:

>Unterlegscheiben sind alle komplett und sehen gut aus. Ich habe sie
>geringfügig fetter eingestellt, als es die Kawa-Vorgabe ist
>(1,75-2,25-2,25-1,75 Umdrehungen raus für Zylinder 1 2 3 4)

Ich meine mich zu erinnern das die Werte bei meiner RX sich von
dem unterschieden was Kawasaki so meint.

>Was ich nicht gemacht habe ist die Vergaser synchronisiert, ich habe die
>Drosselklappen im ausgebauten Zustand nach Augenmaß gleichgestellt, und
>das hat gefühlsmäßig auch ganz gut geklappt (sie "humpelt" eigentlich
>kaum im Standgas, wenn sie denn läuft).

Ich glaube zwar auch nicht das deine Probleme daran liegen, aber das
waere mir bei einem alten Vierzylindermotor zu wenig. Da wuerde ich
schonmal Uhren dran haengen. Alleine schon um zu sehen das
wirklich alle Zylinder gleichmaessig laufen. Immerhin wuerden eine
Menge Fehler sich ja kaum bei allen Zylindern gleichzeitig zeigen.

>Ich bin mit meinem Latein ziemlich am Ende. Falls jemand was beitragen
>kann, das würde mich freuen.

Kompression und Ventileinstellung?

Olaf


Olaf Erkens

unread,
May 15, 2017, 3:43:32 AM5/15/17
to
Am 2017-05-15 um 02:34 schrieb Matthias R.:

> Auffälligstes Merkmal ist, dass, wenn man nach einigen Sekunden
> Schiebebetrieb mit erhöhten Drehzahlen ("Motorbremse") die Kupplung
> zieht, der Motor abstirbt.

Also sind die Drosselklappen zu und damit Gemisch mehr oder weniger nur
über die Überströmkanäle. Bei hoher Drehzahl also eh schon extrem
abgemagert. Wäre jetzt erst mal mein Verdacht, dass die Kanäle trotz
Vergaserreinigung dicht oder - da das anscheinend nur bei Schiebebetrieb
bei hohen Drehzahlen passiert - vielleicht eher nicht hinreichend
durchgängig sind.

> Was ich nicht gemacht habe ist die Vergaser synchronisiert,

Ähm - eine Fehlersuche wenn schon der eine oder andere Faktor nicht
sicher auszuschließen ist, wird eher schwierig - findest du nicht? Dazu
gehören z.B. auch korrekt eingestellte Ventile, sauberer Luftfilter,
frische Zündkerzen ...

lhg Olaf

--
Wenn Gott gewollt hätte, dass EMails in HTML geschrieben
würden, endeten Gebete traditionell mit </Amen>.

********************* OLAF ERKENS **********************
IRC:FJ@#RRR http://wiso.wiso.tu-dortmund.de/~FJ
FJR1300 RP04 BJ01 140Mm -> Thors Hammer grr#48/rrr#25

Ralf Kiefer

unread,
May 15, 2017, 7:16:21 AM5/15/17
to
Matthias R. wrote:

> Ich denke, da stockt durch den Schiebebetrieb aus irgend einem Grund die
> Kraftstoffzufuhr, aber ich verstehe nicht, warum. Folgendes wurde
> bereits unternommen:

Ohne dieses Mopped zu kennen klingt das nach einer vollständigen Liste.
Was bereits bemerkt wurde: Uhren dranhängen. Die liefern auch Hinweise,
wenn man ein bißchen mit dem Gasgriff spielt.

Ändert sich das Fehlerbild, wenn Du die Leerlaufdrehzahl mittels
Vergasereinstellung anhebst?


> Ich bin mit meinem Latein ziemlich am Ende. Falls jemand was beitragen
> kann, das würde mich freuen.

Ebenfalls bereits genannt: Ventileinstellungen und Zündkerzen. Das
ergänze ich um Kerzenstecker, denn auch die sind im Laufe der
Jahr(zehnt)e Verschleißteile. Schwacher Zündfunke wäre so was beim
Schiebebetrieb bzw. direkt danach, wo das Gemisch ziemlich weit vom
optimalen Lambda entfernt sein kann.

Erster Test bei Nacht mit freiem Blick auf Zündspulen,
Kerzensteckerkabel und Kerzenstecker: gibt's Leuchterscheinungen?

Zweiter Test, ggf. auch für den weiteren Betrieb: es gab eine Zeit, in
der die Moppedhersteller Kerzenstecker mit Widerstand und zusätzlich
Kerzen mit Widerstand eingebaut hatten. Wenn das hier der Fall sein
sollte, einen Satz Kerzen ohne Widerstand einbauen.

Zusatzfrage: passiert das Motor-Aus beim Kupplungsziehen unabhängig von
der Motortemperatur? Oder nur bei heißem Motor? Meine Idee zielt auf
Dampfblasenbildung in einem Benzinschlauch aufgrund ungünstiger
Verlegung, d.h. nicht strikt bergab, sondern mit mindestens leichter
"Beule" nach oben.

Recht abwegige Idee: wie funktioniert bei diesem Motor die
Motorentlüftung? Soll heißen: an welcher Stelle pustet die
Motorentlüftung in den Ansaugtrakt, und kommen dabei nennenswerte Mengen
Öl mit?

Gruß, Ralf

Frank Reutter

unread,
May 15, 2017, 7:33:01 AM5/15/17
to
Matthias R. <NU...@matiro.de> wrote:

> Kerzenbild ist gut.

Wie ist das Kerzenbild unmittelbar nachdem sie abgestorben ist?


--
...ausserdem halte ich verdunkelte Heckscheiben für antisozial und dumm.

Matthias R.

unread,
May 15, 2017, 8:02:17 AM5/15/17
to
Am 15.05.2017 um 13:16 schrieb Ralf Kiefer:
> Matthias R. wrote:
>
>> Ich denke, da stockt durch den Schiebebetrieb aus irgend einem Grund die
>> Kraftstoffzufuhr, ...
>
> Ändert sich das Fehlerbild, wenn Du die Leerlaufdrehzahl mittels
> Vergasereinstellung anhebst?

Nicht wirklich. Es sei denn, ich stelle 4000 1/min im Standgas ein...

> Ebenfalls bereits genannt: Ventileinstellungen und Zündkerzen. Das
> ergänze ich um Kerzenstecker, denn auch die sind im Laufe der
> Jahr(zehnt)e Verschleißteile. Schwacher Zündfunke wäre so was beim
> Schiebebetrieb bzw. direkt danach, wo das Gemisch ziemlich weit vom
> optimalen Lambda entfernt sein kann.

Kabel habe ich alle am Kerzensteckerende einen cm abgeschnitten und den
Stecker neu draufgedreht. Kerzen sind neu (hatte ich vergessen in der
Liste aufzuführen). An der Zündspulenseite war ich nicht an den Kabeln
dran, da schau ich mal.

Ventile einstellen ... mal gucken kann nicht schaden. Das mache ich
nicht gerne...

> Erster Test bei Nacht mit freiem Blick auf Zündspulen,
> Kerzensteckerkabel und Kerzenstecker: gibt's Leuchterscheinungen?

Das werde ich prüfen.

> Zweiter Test, ggf. auch für den weiteren Betrieb: es gab eine Zeit, in
> der die Moppedhersteller Kerzenstecker mit Widerstand und zusätzlich
> Kerzen mit Widerstand eingebaut hatten. Wenn das hier der Fall sein
> sollte, einen Satz Kerzen ohne Widerstand einbauen.

Schau ich mir an. Verbaut sind "vorschriftsmäßig" NGKDR8ES

>
> Zusatzfrage: passiert das Motor-Aus beim Kupplungsziehen unabhängig von
> der Motortemperatur? Oder nur bei heißem Motor? Meine Idee zielt auf
> Dampfblasenbildung in einem Benzinschlauch aufgrund ungünstiger
> Verlegung, d.h. nicht strikt bergab, sondern mit mindestens leichter
> "Beule" nach oben.

Das passiert auch bei "lauwarmem" Motor, nachdem ich den Choke
rausgenommen habe.

Der Benzinschlauch ist neu, 7.5 mm Öffnungsdurchmesser, kurz und knapp
und ohne Knick und soweit wie möglich von den Zylindern entfernt
verlegt. Eine kurze Steigungs-Strecke hat er möglicherweise, und ein
Benzinfilter ist auch verbaut, ich denke da lässt sich nichts verbessern.

>
> Recht abwegige Idee: wie funktioniert bei diesem Motor die
> Motorentlüftung? Soll heißen: an welcher Stelle pustet die
> Motorentlüftung in den Ansaugtrakt, und kommen dabei nennenswerte Mengen
> Öl mit?

Keine Ahnung, schau ich mir an.

>
> Gruß, Ralf

Danke - Matthias

>
>

Matthias R.

unread,
May 15, 2017, 8:04:13 AM5/15/17
to
Am 15.05.2017 um 13:32 schrieb Frank Reutter:
> Matthias R. <NU...@matiro.de> wrote:
>
>> Kerzenbild ist gut.
>
> Wie ist das Kerzenbild unmittelbar nachdem sie abgestorben ist?
>
>
Weiß ich nicht, da kann ich ja mal einen Kerzenschlüssel mitnehmen.

Danke - Matthias

Matthias R.

unread,
May 15, 2017, 8:14:12 AM5/15/17
to
Am 15.05.2017 um 09:43 schrieb Olaf Erkens:
> Am 2017-05-15 um 02:34 schrieb Matthias R.:
>
>> Auffälligstes Merkmal ist, dass, wenn man nach einigen Sekunden
>> Schiebebetrieb mit erhöhten Drehzahlen ("Motorbremse") die Kupplung
>> zieht, der Motor abstirbt.
>
> Also sind die Drosselklappen zu und damit Gemisch mehr oder weniger nur
> über die Überströmkanäle. Bei hoher Drehzahl also eh schon extrem
> abgemagert. Wäre jetzt erst mal mein Verdacht, dass die Kanäle trotz
> Vergaserreinigung dicht oder - da das anscheinend nur bei Schiebebetrieb
> bei hohen Drehzahlen passiert - vielleicht eher nicht hinreichend
> durchgängig sind.

Hmmm.... ja, das kann natürlich sein. Mal schaun, ob ich die
Überströmkanäle identifizieren kann. Das sind Keihin CVK32 Vergaser. Da
gibt's so Mini-Bürsten aus dem Medizinbedarf mit 0.5mm Drahtdurchmesser,
ob die für die Reinigung taugen?

>
>> Was ich nicht gemacht habe ist die Vergaser synchronisiert,
>
> Ähm - eine Fehlersuche wenn schon der eine oder andere Faktor nicht
> sicher auszuschließen ist, wird eher schwierig - findest du nicht? Dazu
> gehören z.B. auch korrekt eingestellte Ventile, sauberer Luftfilter,
> frische Zündkerzen ...

Kerzen sind neu, hab ich versäumt in die Liste zu schreiben. Zündkabel
machen einen guten Eindruck, wurden gekürzt und Stecker neu aufgedreht.
Luftfilter ist nicht neu, aber sauber. Ventile schau ich mir an, weil
sie akustisch unauffällig läuft hatte ich gehofft da nicht dran zu müssen.

Synchronisierung kommt, ich hab aber keine Uhren, am Wochenende kann ich
welche leihen.

>
> lhg Olaf
>
Danke - Matthias

Matthias R.

unread,
May 15, 2017, 8:19:02 AM5/15/17
to
Am 15.05.2017 um 06:40 schrieb Olaf Kaluza:
> Matthias R. <NU...@matiro.de> wrote:
>
> >Unterlegscheiben sind alle komplett und sehen gut aus. Ich habe sie
> >geringfügig fetter eingestellt, als es die Kawa-Vorgabe ist
> >(1,75-2,25-2,25-1,75 Umdrehungen raus für Zylinder 1 2 3 4)
>
> Ich meine mich zu erinnern das die Werte bei meiner RX sich von
> dem unterschieden was Kawasaki so meint.
>
> >Was ich nicht gemacht habe ist die Vergaser synchronisiert, ich habe die
> >Drosselklappen im ausgebauten Zustand nach Augenmaß gleichgestellt, und
> >das hat gefühlsmäßig auch ganz gut geklappt (sie "humpelt" eigentlich
> >kaum im Standgas, wenn sie denn läuft).

>
> ... Da wuerde ich
> schonmal Uhren dran haengen. Alleine schon um zu sehen das
> wirklich alle Zylinder gleichmaessig laufen. Immerhin wuerden eine
> Menge Fehler sich ja kaum bei allen Zylindern gleichzeitig zeigen.

Am Wochenende kriege ich Uhren geliehen, da werde ich synchronisieren.

> Kompression und Ventileinstellung?

Ja. Na gut. Grrr. Ich mach mal den Deckel runter und messe wenigstens
das Ventilspiel. Hatte gehofft, da nicht dran zu müssen.

>
> Olaf
>

Danke - Matthias

Ralf Kiefer

unread,
May 15, 2017, 8:30:50 AM5/15/17
to
Matthias R. wrote:

> Verbaut sind "vorschriftsmäßig" NGKDR8ES

Eigentlich(!) erinnere ich mich an D8ES als die mit Ohne-Widerstand. Auf
die Schnelle finde ich nur den Typ D8EA. Also erst noch forschen, was
'A' statt 'S' bedeutet.


> Der Benzinschlauch ist neu, 7.5 mm Öffnungsdurchmesser, kurz und knapp
> und ohne Knick und soweit wie möglich von den Zylindern entfernt
> verlegt. Eine kurze Steigungs-Strecke hat er möglicherweise, und ein
> Benzinfilter ist auch verbaut, ich denke da lässt sich nichts verbessern.

Mache testhalber den Benzinfilter raus, wenn das nötig ist, um den
Benzinschlauch strikt(!) bergab zu verlegen.

BTW üblicherweise haben die Benzinhähne im Tank ein Sieb. Manche
Vergaser haben außerdem im Gehäuse auch ein Sieb. Da Du mit diesem
Mopped vermutlich nie im Sandsturm durch die Dünen einer Wüste fährst,
brauchst Du gar nicht so viele Benzinfilter.

Noch was wg. Leerlaufgemisch: das ist auf diese Weise nicht eingestellt,
sondern nur der Default-Wert per Schraubenumdrehungen eingestellt. Du
schreibst, daß Du etwas fetter gewählt hast. Mach das testhalber mal
etwas magerer als vorgesehen. Evtl. mußt Du dazu die Leerlaufdrehzahl
mit den Anschlagsschrauben erhöhen. Gedanke dabei: Du ersäufst sie im
Schiebebetrieb. Wenn Dir allerdings durchs Magererdrehen die
Leerlaufdrehzahl ansteigt, dann war das Gemisch vorher tatsächlich zu
fett.


Gruß, Ralf
--
Honda, SWM und ein paar KTMs
Alle komplett Bio, weil unabhängig von Asphalt!

Olaf Kaluza

unread,
May 15, 2017, 11:29:31 AM5/15/17
to
Matthias R. <NU...@matiro.de> wrote:



>Kerzen sind neu, hab ich versäumt in die Liste zu schreiben. Zündkabel
>machen einen guten Eindruck, wurden gekürzt und Stecker neu aufgedreht.

Da wuerde ich auch erstmal nicht die Ursache erwarten. Allerdings
waren die Stecker und die Kabel an meiner RX kurz vor Tod als ich sie
bekommen habe.

>Luftfilter ist nicht neu, aber sauber.

Also wenigstens mal mit Pressluft gegen die Stroemungsrichtung
ausgeblasen?


>Ventile schau ich mir an, weil
>sie akustisch unauffällig läuft hatte ich gehofft da nicht dran zu müssen.

Da geht ja schon aus anderen Gruenden bei den Dingern kein Weg dran
vorbei. .-)

>Synchronisierung kommt, ich hab aber keine Uhren, am Wochenende kann ich
>welche leihen.

Ja, tut etwas weh die zu kaufen. Aber was mut dat mut.

Olaf

Joachim Heller

unread,
May 15, 2017, 3:34:48 PM5/15/17
to
Am 15.05.2017 um 02:34 schrieb Matthias R.:

da faellt mir doch meine Yamaha selig ein.
Vor vielen Jahren hatte ich damit was aehnliches.
Allerdings ging die immer im Leerlauf aus.
Deine ja eher schon frueher.
Lief sonst ganz normal.
Wenn man an einer Ampel anhielt ging sie nach kurzer Zeit aus.
Meist zeitgleich mit dem erscheinen des gruene Lichts :(
Sprang sofort wieder an und lief normal weiter.
Nach mehrere Wochen der Suche habe ich dann eher zufaellig die Ursache
gefunden. Irgendwie hatte ich ploetzlich zu viel Oel drin was die Suche
endgueltig Richtung Spritversorgung gelenkt hat.
Unter dem Schwimmernadelventil sitzt bei dem Teil eine Papier/Fiber
Dichtung. Die war recht hart und dichtete nicht mehr so richtig.
Benzin findet ja den kleinsten Spalt.
Im normalen Betrieb war die zusaetzlich durchlaufende Spritmenge so
gering dass es keinen Einfluss hatte.
Im Leerlauf lief dann die Schwimmerkammer voll und die Kiste soff ab.
Wenn dir so garnix mehr einfaellt lohnt sich vielleicht mal ein Blick
auf diese Stelle.
Eingeschraubte Schwimmernadelventile sollte eine untergelegte
Dichtscheibe haben.
Eingesteckte habe meist einen O-Ring a mAussendurchmesser.
Ich hatte damals den Vergaser ohne Schwimmerkammerdeckel in einem
Wasserbottich versenkt. Schlauch auf den Anschlusstutzen und rein
gepustet. Dann hat man die Luftblaeschen deutlich gesehen.

Viel Erfolg, Joachim

Matthias R.

unread,
May 17, 2017, 10:45:07 AM5/17/17
to
Am 15.05.2017 um 21:34 schrieb Joachim Heller:
>
> geschraubtes Schwimmernadelventil könnte undicht sein
>
> Viel Erfolg, Joachim

Danke für den Tipp.

Die Schwimmernadel dichtet mittels kegeliger Gummispitze in einer
eingepressten Messinghülse, Letztere ist bei dem Keihin nicht geschraubt.

Ich versuche mich derzeit im Ventile einstellen, einer der Vorbesitzer
hat eine der Ventildeckelschrauben abgerissen, mal schaun wie ich die
ausgebohrt bekomme ohne den Motor komplett rauszumachen. Ist mir beim
Kauf nicht aufgefallen, weil kein Öl rauskam.

Dann Zündgedöns komplett durchgucken. Dann Vergaser synchronisieren.
Wenn die Kiste dann immer noch nicht läuft, schmeiß ich sie in die Lahn.

- Matthias






Harald Meyer

unread,
May 17, 2017, 11:13:16 AM5/17/17
to
Am 17.05.2017 16:45:06 +0200 meinte "Matthias R." <NU...@matiro.de>:
>
>Ich versuche mich derzeit im Ventile einstellen, einer der Vorbesitzer
>hat eine der Ventildeckelschrauben abgerissen, mal schaun wie ich die
>ausgebohrt bekomme ohne den Motor komplett rauszumachen. Ist mir beim
>Kauf nicht aufgefallen, weil kein Öl rauskam.
>
>Dann Zündgedöns komplett durchgucken. Dann Vergaser synchronisieren.
>Wenn die Kiste dann immer noch nicht läuft, schmeiß ich sie in die Lahn.
>
Am besten in den Quellteich, den Lahntopf, dann hat die ganze Lahn was
von auslaufenden Betriebsstoffen.. >:-> Aber aufpassen und nicht vom
Wirt des Forsthauses erwischen lassen! Der ist sonst sehr nett zu
Zweiradfahrern, wie ich schon erfahren durfte. ;o)

Beste Grüße -Harald-

--
BTW, könntest du mal einen Realitycheck machen und dabei die Schwebung
in deinem Toleranzempfinden wegregeln? [*Werner Jakobi in dsnu*]

Matthias R.

unread,
May 18, 2017, 8:17:58 AM5/18/17
to
Am 17.05.2017 um 17:13 schrieb Harald Meyer:
> Am 17.05.2017 16:45:06 +0200 meinte "Matthias R." <NU...@matiro.de>:
>>
>> Wenn die Kiste dann immer noch nicht läuft, schmeiß ich sie in die Lahn.
>>
> Am besten in den Quellteich, den Lahntopf, dann hat die ganze Lahn was
> von auslaufenden Betriebsstoffen.. >:-> >
> Beste Grüße -Harald-
>
Ja nun.... :-). Keine Sorge, wollte nur was martialisches sagen. Ich bin
öfter in der Gegend und mag die Lahn, am liebsten ohne Ölteppich natürlich.

Matthias R.

unread,
May 20, 2017, 6:05:18 AM5/20/17
to
Am 15.05.2017 um 02:34 schrieb Matthias R.:
> Hallo ihr Rocker.
>
> <Vergaserproblematik>
>

Jetzt hab ich die Ventile eingestellt, und beim Zusammenbauen reißt mir
eines von zwei Gewinden im Motorblock aus, mit denen der Kettenspanner
befestigt wird (Ja, ich besitze einen Drehmomentschlüssel im geeigneten
Bereich, einen guten sogar, und weiß wie man ihn benutzt). So langsam
entwickelt sich die Kawa zur mentalen Prüfung. Scheiße.

Was mach ich jetzt? Helikeul? Das ist ein M6 Durchgangsloch, wieviele
Bohrspäne der Motor wohl verkraftet, oder muss ich den auch noch
zerlegen? Wenn ich Loch und Bohrer massiv mit Fett vorbehandle,
verhindert das in ausreichendem Maß, dass Späne nach innen fallen?

Ich hab's vermutlich nicht anders gewollt...

Ralf Kiefer

unread,
May 20, 2017, 7:10:39 AM5/20/17
to
Matthias R. wrote:

> Was mach ich jetzt?

Erstmal: mein Beileid. Manch einer hier kann mitfühlen.

Zuerst machste mal ein Foto von der Stelle! Vielleicht finden sich
Ideen. Wg. Spänen: ich habe schon kritische Situationen mit Staubsauger
und geeigneten Schlauchverlängerungen entschärft, d.h. dünnere
PCV-Schläuchen so lange ineinandergesteckt, bis der dünnste klein genug
war, um an die gewünschte Stelle zu kommen.


> Ich hab's vermutlich nicht anders gewollt...

Flexibilität zählt. Manche lernen lebenslänglich ;-)

Matthias R.

unread,
May 20, 2017, 1:19:16 PM5/20/17
to
Am 20.05.2017 um 13:10 schrieb Ralf Kiefer:
> Matthias R. wrote:
>
>> Was mach ich jetzt?
>
>
> Zuerst machste mal ein Foto von der Stelle! Vielleicht finden sich
> Ideen. Wg. Spänen: ich habe schon kritische Situationen mit Staubsauger
> und geeigneten Schlauchverlängerungen entschärft, d.h. dünnere
> PCV-Schläuchen so lange ineinandergesteckt, bis der dünnste klein genug
> war, um an die gewünschte Stelle zu kommen.
>

Es handelt sich um die obere Bohrung:

https://img4.picload.org/image/ridrwcga/20170520_185340.jpg

Ich könnte versuchen ein M7 Gewinde nachzuschneiden, das müsste gehen
ohne dass ich bohren muss, mit viel Fett das hoffentlich die Späne
bindet. Und anschließend einen M7 Stehbolzen einschrauben und
gleichzeitig festkleben.

Und unten schraube/klebe ich einen M6 Gewindestab ein.

Ist kleben eine blöde Idee? Was klebt verzinktes Eisen (Gewindestange)
in Alu-Guss (Motorblock)? Der Kleber müsste auch ein bisschen was an
Temperatur aushalten...

Und obendrauf kommen verchromte Hutmuttern :-).

- Matthias

Olaf 'FJ' Erkens

unread,
May 22, 2017, 2:33:12 AM5/22/17
to
Am 2017-05-20 um 12:05 schrieb Matthias R.:
> Jetzt hab ich die Ventile eingestellt, und beim Zusammenbauen reißt
> mir eines von zwei Gewinden im Motorblock aus, mit denen der
> Kettenspanner befestigt wird.

Beileid

> Was mach ich jetzt? Helikeul?

Yep - wäre das Sinnvollste.

> Das ist ein M6 Durchgangsloch, wieviele Bohrspäne der Motor wohl
> verkraftet, oder muss ich den auch noch zerlegen? Wenn ich Loch und
> Bohrer massiv mit Fett vorbehandle, verhindert das in ausreichendem
> Maß, dass Späne nach innen fallen?

So haben die Jungs das in der Werkstatt meines geringsten Misstrauens
gemacht, als sie mal ein Kerzengewinde mit Helicoil verarzten mussten.
Und das Durchgangsloch des Kettenspanners wird wohl kaum im Zylinder
enden. Späne würden also tendenziell in den Ölsumpf fallen. Wären dann
ggf. beim nächsten Ölwechsel mit draußen.

Wenn du das innere Ende des Durchgangsloch erreichen kannst, kannst du
ja sicherheitshalber da noch einen Staubsauger mit eine langen Röhrchen
dran halten (lassen). Oder vor das innere Ende einen Magnetheber (so
einen mit biegbarem Spiralarm) halten.

Ralf Kiefer

unread,
May 22, 2017, 3:30:04 AM5/22/17
to
Matthias R. wrote:

> Es handelt sich um die obere Bohrung:

Als (bessere) Alternative zu Helicoil wurde hier immer Time-Sert
genannt. Es sieht mir zum Glück danach aus, wie wenn das Gewinde relativ
lang wäre und genügend Material außenherum stehenbleiben kann.


> Ich könnte versuchen ein M7 Gewinde nachzuschneiden, das müsste gehen
> ohne dass ich bohren muss, mit viel Fett das hoffentlich die Späne
> bindet.

An dieser Stelle könnte ein großer Batzen Fett verhindern helfen, daß
Späne nach unten fallen. Nur muß das spanbindende Fett als Kloß dort
wieder raus.

Kennst Du den Aufbau vom Motor im Innern? Soll heißen, kennst Du den
Ölkreislauf? Wenn drunter eine Ölablaßschraube schnell erreichbar wäre,
würde ich nach der Gewindereparatur spülen, nur muß eben sicher sein,
daß die Spülflüssigkeit unten direkt rauskommt und die Späne nicht
einfach dort oder an anderer Stelle liegenbleiben.


> Ist kleben eine blöde Idee? Was klebt verzinktes Eisen (Gewindestange)
> in Alu-Guss (Motorblock)? Der Kleber müsste auch ein bisschen was an
> Temperatur aushalten...

Die Temperatur dürfte an dieser Stelle kein Problem sein, denn viel
heißer als das Motoröl wird diese Stelle vom Motorgehäuse nicht. Wg.
Klebstoff würde ich z.B. in einem Würth-Laden fragen. Man muß ja nicht
sofort kaufen.


> Und obendrauf kommen verchromte Hutmuttern :-).

Mit Totenkopf aus dem Ersatzteilregal der Zahnwaltschwuchteln ;-)

Matthias R.

unread,
May 26, 2017, 5:43:32 AM5/26/17
to
Am 15.05.2017 um 02:34 schrieb Matthias R.:

> Gewinde ausgerissen

Sodele.

- Gewinde mit M7 1.0 nachgeschnitten (ohne Kontrolle/Feintuning der
Kernbohrung, einfach mit Vor/Mittel/Fertigschneider von Hand in das
vorhandene M6-Loch so wie es war geschnitten/gebohrt

- Kumpel hat einen M7-Stehbolzen auf der Drehbank angefertigt, den hab
ich mit hochfester Schraubensicherung eingesetzt (es sind etwa 14 mm
"Fleisch" im der oberen Durchgangsbohrung)

- Mutter M6 mit Handgewinderbohrer zu M7 umgearbeitet

- Gewindestab M6 in der Länge angepasst und in die noch intakte M6
Gewindebohrung mit hochfester Schraubensicherung eingesetzt (Sackloch)

- obere Bohrung Kettenspanner von 6,5 auf 7,0 mm aufgebohrt

https://picload.org/image/riaawdrw/stehbolzen.jpg

Beide Stehbolzen hätten etwas kürzer ausfallen können, und den auf der
Drehbank gefertigten Stehbolzen hätte man auf einer Seite M7 und der
anderen Seite M6 machen können, dann wäre das Aufbohren am Kettenspanner
entfallen. Sei's drum, beim nächsten Mal.

Testhalber mit vorschriftsmäßigen 10 Nm angezogen - hält, hoffentlich
auch im Betrieb, wird sich zeigen.

Danke für alle Antworten, das Mitgefühl und die Anteilnahme - Matthias

---
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Joachim Heller

unread,
May 26, 2017, 7:35:15 AM5/26/17
to
Am 26.05.2017 um 11:43 schrieb Matthias R.:
> Am 15.05.2017 um 02:34 schrieb Matthias R.:

> Sodele.

d.r.m rulez

jetzt noch der Versager

;) Joachim

Frank Reutter

unread,
May 26, 2017, 7:58:23 AM5/26/17
to
Ralf Kiefer <R.Kiefe...@gmx.de> wrote:

> > Und obendrauf kommen verchromte Hutmuttern :-).
>
> Mit Totenkopf aus dem Ersatzteilregal der Zahnwaltschwuchteln ;-)

Die haben aber zöllige Gewinde :-P

cu
f

Frank Reutter

unread,
May 26, 2017, 7:58:23 AM5/26/17
to
Joachim Heller <runde_...@web.de> wrote:

> > Sodele.
>
> jetzt noch der Versager

Lass ihm doch erst mal die Freude an den neuen Stehbolzen.
Arbeit wird er noch genug haben...

Matthias R.

unread,
May 26, 2017, 2:00:32 PM5/26/17
to
Am 26.05.2017 um 13:58 schrieb Frank Reutter:
> Joachim Heller <runde_...@web.de> wrote:
>>
>> jetzt noch der Versager
>
> Lass ihm doch erst mal die Freude an den neuen Stehbolzen.
> Arbeit wird er noch genug haben...
>

Hab' heute morgen alles zusammengebaut und bin dann ca. 150 Km gefahren,
erst nur ummem Ort rum, man weiß ja nie, dann hab ich ihr (der Kawa) die
Lahn gezeigt - quasi als subtile Drohung.

Das Mopped läuft, verliert kein Öl, hat Leistung und geht nicht (!) mehr
aus nach Schiebebetrieb.

Yeah!

Vergaser synchronisieren kommt noch, vielleicht lässt sich
Kaltstartverhalten und Standgas noch kultivieren. Und dann noch
Ölwechsel, und ein Scottoiler. Und vielleicht putze ich sie auch mal.

Schönes Wochenende!

Frank Kemper

unread,
May 26, 2017, 2:34:08 PM5/26/17
to
Matthias R. <NU...@matiro.de> wrote:
> Und vielleicht putze ich sie auch mal.

Man sollte das Schicksal nicht unnötig herausfordern...

Frank



--
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Ralf Kiefer

unread,
May 26, 2017, 6:31:40 PM5/26/17
to
Frank Reutter wrote:

> Die haben aber zöllige Gewinde :-P

Manch ein Hardcore-Schrauber stört sich nicht an solchen Kleinigkeiten.

Außerdem: woher weißt Du denn das? ;-)

Ralf Kiefer

unread,
May 26, 2017, 6:31:42 PM5/26/17
to
Matthias R. wrote:

> Das Mopped läuft, verliert kein Öl, hat Leistung und geht nicht (!) mehr
> aus nach Schiebebetrieb.

Gut gemacht :-) Jetzt kann es mehr als so manches neues,
software-gesteuertes Mopped, wenn es aus dem Laden kommt.

Was war jetzt schuld dran?

Matthias R.

unread,
May 27, 2017, 1:55:51 AM5/27/17
to
Am 27.05.2017 um 00:31 schrieb Ralf Kiefer:
> Matthias R. wrote:
>
>> Das Mopped läuft, verliert kein Öl, hat Leistung und geht nicht (!) mehr
>> aus nach Schiebebetrieb.
>
> Gut gemacht :-) Jetzt kann es mehr als so manches neues,
> software-gesteuertes Mopped, wenn es aus dem Laden kommt.
>
> Was war jetzt schuld dran?
>
Schwer zu sagen.

Alle Auslassventile und ein Einlassventil waren zu stramm (alle unter
0.5 mm, Soll ist 0.8 bis 1.8 mm).

Und weil ich die Zündspulen eh draußen hatte habe ich alle Anschlüsse
und Kontaktflächen gereinigt und blank gemacht, alle Zündkabel nochmal
links und rechts (also Stecker und Spule) einen cm gekürzt und neu
eingedreht, einen etwas labbrigen elektrischen Steckverbinder "strammer"
gedrückt.

An den Vergasern hab ich nix gemacht, außer sie aus- und eingebaut.

Ach ja, die Hupe habe ich auch abgebaut und gereinigt und wieder
eingebaut, das war's möglicherweise.

- Matthias

Frank Reutter

unread,
May 27, 2017, 3:49:26 AM5/27/17
to
Ralf Kiefer <R.Kiefe...@gmx.de> wrote:

> > Die haben aber zöllige Gewinde :-P
>
> Manch ein Hardcore-Schrauber stört sich nicht an solchen Kleinigkeiten.

Stimmt
Wer sich Stehbolzen selber dreh(t/hen lässt) kommt auch damit klar.

> Außerdem: woher weißt Du denn das? ;-)

If Stativgewinde goto Harleyfritze.
Die einfachste Art, eine Kamera am Sturzbügel zu befestigen.

Ralf Kiefer

unread,
May 27, 2017, 6:47:16 AM5/27/17
to
Frank Reutter wrote:

> If Stativgewinde goto Harleyfritze.
> Die einfachste Art, eine Kamera am Sturzbügel zu befestigen.

Danke für den Tip :-)

Ralf Kiefer

unread,
May 27, 2017, 6:47:17 AM5/27/17
to
Matthias R. wrote:

> Alle Auslassventile und ein Einlassventil waren zu stramm (alle unter
> 0.5 mm, Soll ist 0.8 bis 1.8 mm).

Mich wundern diese Sollwerte.

Außerdem würde ich bei einem älteren Motor und scheinbar viel zu stramm
nachschauen, ob das Messen mit der Fühlerlehre wirklich das mißt, was
man sich vorstellt. Bei manchen Konstruktionen drücken sich die
Kontaktflächen ins Material ein. Das läßt sich ungefähr so beschreiben,
wie das "Messen" der Dicke einer Bremsscheibe, wenn an deren Rand ein
Grat stehen bleibt und man mit der Schieblehre "mißt".


> Ach ja, die Hupe habe ich auch abgebaut und gereinigt und wieder
> eingebaut, das war's möglicherweise.

Lach nicht! Bei einer KTM LC4 kann das tatsächlich Fehler beheben, denn
das Massekabel von vorne nach hinten wird an dieser Stelle an der Hupe
im gleichen Stecker zusammengekrimpt.

Matthias R.

unread,
May 27, 2017, 7:45:58 AM5/27/17
to
Am 27.05.2017 um 12:47 schrieb Ralf Kiefer:

> Matthias R. wrote:
>
>> Alle Auslassventile und ein Einlassventil waren zu stramm (alle unter
>> 0.5 mm, Soll ist 0.8 bis 1.8 mm).
>
> Mich wundern diese Sollwerte.
>

Zu Recht, ein Zehntel davon ist jeweils richtig (0.05/0.08/0.18 mm). Mea
Culpa, muss noch vor dem ersten Kaffee gewesen sein.

> Außerdem würde ich bei einem älteren Motor und scheinbar viel zu stramm
> nachschauen, ob das Messen mit der Fühlerlehre wirklich das mißt, was
> man sich vorstellt. Bei manchen Konstruktionen drücken sich die
> Kontaktflächen ins Material ein.

Tassenstößel und Nockenwellen haben keine bis kaum Laufspuren.

>
>> Ach ja, die Hupe habe ich auch abgebaut und gereinigt und wieder
>> eingebaut, das war's möglicherweise.
>
> Lach nicht! Bei einer KTM LC4 kann das tatsächlich Fehler beheben, denn
> das Massekabel von vorne nach hinten wird an dieser Stelle an der Hupe
> im gleichen Stecker zusammengekrimpt.

:-)

>
> Gruß, Ralf
>

Ralf Fassel

unread,
May 29, 2017, 6:00:35 AM5/29/17
to
* "Matthias R." <NU...@matiro.de>
| Das Mopped läuft, verliert kein Öl, hat Leistung und geht nicht (!)

Ja was denn jetzt? ;-)

| Und dann noch Ölwechsel, und ein Scottoiler.

Wenn du eh so'n Bastler bist, warum kein McCoi statt Schottenöler?
Hab' das Ding seit 5 Jahren an der CBF, bin sehr zufrieden damit.

R', kriegt keine Prozente

Volker Bartheld

unread,
May 29, 2017, 6:42:03 AM5/29/17
to
On Sat, 27 May 2017 12:47:15 +0200, Ralf Kiefer wrote:
> Matthias R. wrote:
>> Alle Auslassventile und ein Einlassventil waren zu stramm (alle unter
>> 0.5 mm, Soll ist 0.8 bis 1.8 mm).
> Mich wundern diese Sollwerte.

Mich auch.

Richtig ist E/A 0.08-0.18mm. Sonst müßte die Kraxn Stößel aus Wachs haben
oder 1000°C Öltemperatur erreichen. Wer um eine Zehnerpotenz mehr Spiel
einstellt, riskiert Geräuschentwicklung, enormen Verschleiß (die Nocken
betätigen und entlasten das Ventil nicht in der Zone mit der geringen
Steigung, sondern dort wo sehr hohe Beschleunigungskräfte auftreten) und
tritt die Hälfte der Pferdchen in die Tonne.

Tip: Vielleicht doch jemanden schrauben lassen, der Ahnung hat.

> Außerdem würde ich bei einem älteren Motor und scheinbar viel zu stramm
> nachschauen, ob das Messen mit der Fühlerlehre wirklich das mißt, was
> man sich vorstellt. Bei manchen Konstruktionen drücken sich die
> Kontaktflächen ins Material ein.

Wenn Du schon Riefen an Nocken, Tassenstößeln, Schlepphebeln, usw.
entdeckst (also mit einem Taster/Reißnadel irgendeine Form von Rauhigkeit
fühlbar ist), sollte prontissimo ein passendes E-Teil her. Dann nämlich
dauert es nicht mehr lange und es regnet Späne in den Steuerkettenschacht
oder sonstwohin.

>> Ach ja, die Hupe habe ich auch abgebaut und gereinigt und wieder
>> eingebaut, das war's möglicherweise.

> Lach nicht! Bei einer KTM LC4 kann das tatsächlich Fehler beheben, denn
> das Massekabel von vorne nach hinten wird an dieser Stelle an der Hupe
> im gleichen Stecker zusammengekrimpt.

Wäre mir bei der 1998er SC neu. Aber die hat auch einen gestrippten
Sportkabelbaum. Mann, was bin ich froh, damals nicht so ein schwules
StV(Z)-Mopped gekauft zu haben, mit all dem bleischweren Plunder, der nur
nervt, abfällt und/oder kaputtgeht.

Ciao,
Volker

P.S.: Neulich fette Quietschgeräusche an der vorderen Nissin-Bremse meiner
RMZ450K8 beim ambitionierten Italien-MX. WTF?!? Sowas tut sonst nur die
KTM. Also Scheibe, Belag, Sattel usw. inspiziert und herausgefunden, daß
sich einer der Sattelführungsbolzen (die zwei geschraubten Zylinderstäbe,
die in entsprechenden Buchsen des schwimmenden Teils laufen) tatsächlich
eine ganze Umdrehung(!) gelockert hatte. Schraubensicherung? Fehlanzeige.

Habe das Problem behoben, die Scheibe noch im Kreuzgang mit dem
Fächerschleifer übergeschliffen und die Bremsbeläge abgezogen. Sache
erledigt, fortan wieder Schweigen im Walde.

Fazit: Alle merkwürdigen Dinge haben Gründe. Das könnte massiv den Tag
verderben, wenn irgendwo nach dem Zieltable plötzlich der Bremssattel
runterklappt.

--
@: W E B 2 0 1 7 at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net

Volker Bartheld

unread,
May 29, 2017, 6:51:06 AM5/29/17
to
[sup: Kaufe ein "O".]

On Sat, 27 May 2017 12:47:15 +0200, Ralf Kiefer wrote:
> Matthias R. wrote:
>> Alle Auslassventile und ein Einlassventil waren zu stramm (alle unter
>> 0.5 mm, Soll ist 0.8 bis 1.8 mm).
> Mich wundern diese Sollwerte.

Mich auch.

Richtig ist E/A 0.08-0.18mm. Sonst müßte die Kraxn Stößel aus Wachs haben
oder 1000°C Öltemperatur erreichen. Wer um eine Zehnerpotenz mehr Spiel
einstellt, riskiert Geräuschentwicklung, enormen Verschleiß (die Nocken
betätigen und entlasten das Ventil nicht in der Zone mit der geringen
Steigung, sondern dort wo sehr hohe Beschleunigungskräfte auftreten) und
tritt die Hälfte der Pferdchen in die Tonne.

Tip: Vielleicht doch jemanden schrauben lassen, der Ahnung hat.

> Außerdem würde ich bei einem älteren Motor und scheinbar viel zu stramm
> nachschauen, ob das Messen mit der Fühlerlehre wirklich das mißt, was
> man sich vorstellt. Bei manchen Konstruktionen drücken sich die
> Kontaktflächen ins Material ein.

Wenn Du schon Riefen an Nocken, Tassenstößeln, Schlepphebeln, usw.
entdeckst (also mit einem Taster/Reißnadel irgendeine Form von Rauhigkeit
fühlbar ist), sollte prontissimo ein passendes E-Teil her. Dann nämlich
dauert es nicht mehr lange und es regnet Späne in den Steuerkettenschacht
oder sonstwohin.

>> Ach ja, die Hupe habe ich auch abgebaut und gereinigt und wieder
>> eingebaut, das war's möglicherweise.

> Lach nicht! Bei einer KTM LC4 kann das tatsächlich Fehler beheben, denn
> das Massekabel von vorne nach hinten wird an dieser Stelle an der Hupe
> im gleichen Stecker zusammengekrimpt.

Wäre mir bei der 1998er SC neu. Aber die hat auch einen gestrippten
Sportkabelbaum. Mann, was bin ich froh, damals nicht so ein schwules
StV(Z)O-Mopped gekauft zu haben, mit all dem bleischweren Plunder, der nur

Matthias R.

unread,
May 29, 2017, 3:44:42 PM5/29/17
to
Am 29.05.2017 um 12:51 schrieb Volker Bartheld:
> [sup: Kaufe ein "O".]
>
> On Sat, 27 May 2017 12:47:15 +0200, Ralf Kiefer wrote:
>> Matthias R. wrote:
>>> Alle Auslassventile und ein Einlassventil waren zu stramm (alle unter
>>> 0.5 mm, Soll ist 0.8 bis 1.8 mm).
>> Mich wundern diese Sollwerte.
>
> Mich auch.
>
> Richtig ist E/A 0.08-0.18mm. Sonst müßte ....

Ich hab mich verschrieben. Siehe meine Antwort auf Ralfs Beitrag.

> Tip: Vielleicht doch jemanden schrauben lassen, der Ahnung hat.

Aber nur vielleicht. Danke.

> Wenn Du schon Riefen an Nocken, Tassenstößeln, Schlepphebeln, usw.
> entdeckst (also mit einem Taster/Reißnadel irgendeine Form von Rauhigkeit
> fühlbar ist), sollte prontissimo ein passendes E-Teil her. Dann nämlich
> dauert es nicht mehr lange und es regnet Späne in den Steuerkettenschacht
> oder sonstwohin.

Tassenstößel und Nockenwelle sind in ordentlichem Zustand. Siehe meine
Antwort auf Ralfs Beitrag.

- M

Matthias R.

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May 29, 2017, 3:46:57 PM5/29/17
to
Am 29.05.2017 um 12:00 schrieb Ralf Fassel:

> Wenn du eh so'n Bastler bist, warum kein McCoi statt Schottenöler?
> Hab' das Ding seit 5 Jahren an der CBF, bin sehr zufrieden damit.
>
> R', kriegt keine Prozente
>

Kenn ich nicht, guck ich mir an. Danke.

- M
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