ich habe ein problem mit der zuendung meiner yamaha xs 360.
nach der statischen einstellung der zuendung (kontaktzuendung) sprang das
schaetzchen bereitwillig an, doch bei hoeheren drehzahlen ( 3000-4000 u/min)
springt der zuendzeitpunkt zwischen vor ot und nach ot hin und
her und produziert fehlzuendungen.
alles naheliegende habe ich schon vermeindlich ueberprueft.
hat jemand eine idee ?
cu joerg
Eigentlich nicht. Die statischen Zündmarkierungen sind eher egal.
Wichtig ist, daß bei >~ 3000Umin die Zündung in der Mitte zwischen den
beiden Strichlein für die Frühzündung steht. Da fällt mir ein: Ist der
Zündversteller über Winter eingerostet? Nach Demontage der
Kontaktplatte und der Schraube SW 12 in der Nockenwelle läßt er sich
abnehmen. Vorsichtig (!) zerlegen, reinigen, leicht fetten und wieder
zusammenbauen schadet sicher nicht.
Gruß Christian
Ist der Fliehkraftversteller fuer die Zuendung in Ordnung?
Ich kenne die XS360 nicht, aber vermutlich musst Du die Unter-
brechergrundplatte abnehmen um dran zu kommen. Pruef ihn auf
Gaengigkeit, Rost, mangelndes Oel, Abnsutzung, abgebrochene
Endanschlaege ...
Tschuess,
Carsten
--
Carsten Thorenz Institut fuer Stroemungsmechanik und
elektronisches Rechnen im Bauwesen
tho...@hydromech.uni-hannover.de
http://www.hydromech.uni-hannover.de/w3-pages-thorenz/
> Joerg Proske wrote: > ich habe ein problem mit der zuendung meiner
> yamaha xs 360. > nach der statischen einstellung der zuendung
> (kontaktzuendung) sprang das > schaetzchen bereitwillig an, doch bei
> hoeheren drehzahlen ( 3000-4000 u/min) > springt der zuendzeitpunkt
> zwischen vor ot und nach ot hin und
>
> Ist der Fliehkraftversteller fuer die Zuendung in Ordnung?
> Ich kenne die XS360 nicht, aber vermutlich musst Du die Unter-
> brechergrundplatte abnehmen um dran zu kommen. Pruef ihn auf
> Gaengigkeit, Rost, mangelndes Oel, Abnsutzung, abgebrochene
> Endanschlaege ...
Die Symptome klingen eher nach prellenden Kontakten. Die Federn der
Kontakte koennen durchaus am Ende sein, bevor die Kontakte abgebrannt
sind. Das "springen" des Zuendzeitpunktes bei heoheren Drehzahlen ist
hier typisch.
Gruss,
Torsten, Guzzi Le Mans 1000 "Roadster", Morini 3 1/2 "Speziale"
--
Dipl.-Ing. Torsten Schenkel TEL.: ++49 721 608-2591
Institut fuer Stroemungslehre FAX.: ++49 721 69 67 27
Universitaet Karlsruhe (TH) ICQ#: 39042106
http://www-isl.mach.uni-karlsruhe.de/~hi93
Wir sprechen hier von ca. 3000-4000 U/min, daß hierbei die Federn nicht mehr
mitspielen glaube ich nicht. Viel wahrscheinlicher ist die bereits geäußerte
Meinung, daß der Fliehkraftversteller schwergängig ist bzw. gänzlich hängt.
Joerg, wie ging es denn Deiner Zündung vor dem Einstellen? Alles o.k. oder
war da schon etwas faul?
Gruß Herbert
erstmal vielen dank fuer die tips.
die sache ist peinlicher weise folgende: ich bin frischgebackener
zweiradmechanikermeister in einer ausbildungsstaette, die mit fuenf
jugendlichen diese vorher komplett zerlegte xs 360 restauriert hat.
kontakte sind neu, nicht orginal yamaha, zeigen aber starkes kontaktfeuer.
fliehkraftverstellung geht leicht. wie sich die zuendung vor dem zusammenbau
verhalten hat, weis ich leider nicht.
weis einer, wie man die funktion des kondensators (24uF) ueberpruefen kann ?
komm er als fehlerquelle in frage ?
gibt es irgendwelche weiterreichende messgeraete zur ueberpruefung der
zuendanlage?
ich weis, fragen auf die ich selbst eine antwort wissen muesste, aber
trotzdem vielen dank fuer alle tips.
gruss oerg
>die sache ist peinlicher weise folgende: ich bin frischgebackener
>zweiradmechanikermeister
>weis einer, wie man die funktion des kondensators (24uF) ueberpruefen kann ?
>komm er als fehlerquelle in frage ?
>gibt es irgendwelche weiterreichende messgeraete zur ueberpruefung der
>zuendanlage?
Wird bei den Zweiradlern keine Elektrik gelehrt? Vor zehn Jahren bei
den Autlern habe ich einiges Nützliches mitbekommen.
Nebenbei: In der D*senwerkstatt sprang der Motor nach Einbau eines
neuen Zündkontakts nicht mehr an: Kein Zündfunke. Die Recherche ergab,
daß der Kontakt - Originalteil direkt aus der Verpackung - keinen
Durchgang hatte. Nach 5 minuten draufrumschruppen mit Reiniger und
Textiltuch ging dann. Jaja, Originalteile.
Gruß Christian
> >Die Symptome klingen eher nach prellenden Kontakten. Die Federn der
> >Kontakte koennen durchaus am Ende sein, bevor die Kontakte abgebrannt
> >sind. Das "springen" des Zuendzeitpunktes bei heoheren Drehzahlen ist
> >hier typisch.
> Wir sprechen hier von ca. 3000-4000 U/min, daß hierbei die Federn nicht mehr
> mitspielen glaube ich nicht.
Kommt aber definitiv vor. Ich hatte exakt die gleichen Symptome an
meiner Le Mans. Leerlauf OK, aber ab 3500 min^-1 fing der
Zuendzeitpunkt an zu springen. Nachdem ich Fliehkraftregler
ausgeschlossen, Zuendspulen geprueft und Kondensatoren
gewechselt hatte, habe ich dann mal ein Stroboskop aus dem Labor
mitgenommen, damit konnte man dann sehr schoen sehen, wie die Kontakte
von der Nocke abhoben, und beim schliessen wieder zurueckgeprellt
sind. Jedes Oeffnen der Kontakte fuehrte dann zu einem Zuendfunken, zu
Zeitpunkten, die niemand braucht. Der eigentliche Zuendfunke war dann
trotzdem noch (einigermassen) richtig, hatte aber bei weitem zu wenig
Energie, um unter Kompression zu zuenden.
(Mittlerweile digitale Zuendung)
> Viel wahrscheinlicher ist die bereits geäußerte
> Meinung, daß der Fliehkraftversteller schwergängig ist bzw. gänzlich hängt.
> Joerg, wie ging es denn Deiner Zündung vor dem Einstellen? Alles o.k. oder
> war da schon etwas faul?
Haengende Fliehkraftregler auessern sich ueblicherweise auch durch
springen (oder verzoegertes Ansprechen) aber dann springt der ZZP nur
einmal, und nicht immer wieder hin und her (bei konstanter Drehzahl).
ja, mit `nem Messgeraet dafuer :)
> komm er als fehlerquelle in frage ?
Fuer Aussetzer bei hohen Drehzahlen ja, fuer springenden Zuendzeitpunkt
eher nicht.
> trotzdem vielen dank fuer alle tips.
Bloede Frage: Als Du die Zuendung eingestellt hast, hast Du
bestimmt nicht nur den Zeitpunkt sondern auch den Kontaktabstand
eingestellt, oder?
>weis einer, wie man die funktion des kondensators (24uF) ueberpruefen kann ?
Indem man ihn gegen einen anderen austauscht und probiert ob der Fehler
dann weg ist. Der Kondensator hat übrigens nur 0,24uF, das dafür aber
gleich zweimal in einem Gehäuse.
>komm er als fehlerquelle in frage ?
Klar.
CYA! Matthias
--
günstige XT 500 gesucht, auch mit Motor- oder Unfallschaden
>> komm er als fehlerquelle in frage ?
>
>Fuer Aussetzer bei hohen Drehzahlen ja, fuer springenden Zuendzeitpunkt
>eher nicht.
Doch, wenn der Anschluß faul ist.
Dann kann es aber auch jeder andere Anschluss sein, der durch
die passenden Vibrationen gerade dann die Zuendung initiert.
Neue Idee: Kabelbruch! Oder abgegammelte Verbinder zur
Zuendspule?
> jugendlichen diese vorher komplett zerlegte xs 360 restauriert hat.
> kontakte sind neu, nicht orginal yamaha, zeigen aber starkes kontaktfeuer.
> fliehkraftverstellung geht leicht. wie sich die zuendung vor dem zusammenbau
> verhalten hat, weis ich leider nicht.
> weis einer, wie man die funktion des kondensators (24uF) ueberpruefen kann ?
> komm er als fehlerquelle in frage ?
Mein erstes Mopped anno Schnee, Kawasaki S2 350, hatte ploetzlich
Fehlzuendungen ab 3500 U/Min. Zufaellig war's in der Nacht und man sah,
wenn man den Deckel der Zuendung runternahm, dass die Unterbrecherkontakte
wie Christbaum-Sternspritzer Funken spruehten, genau ab 3500 Undrehungen.
Ich hab dann auf gut Glueck die Kondensatoren gewechselt, und das war's
auch, lief dann sofort wieder perfekt.
Leo
On Tue, 21 Mar 2000 20:23:41 +0100, "Joerg Proske"
<jpr...@t-online.de> wrote:
>weis einer, wie man die funktion des kondensators (24uF) ueberpruefen kann ?
>komm er als fehlerquelle in frage ?
Am besten austauschen. Ich glaube sogar so etwas in meinem original
Yamaha Werkstatthandbuch (alllerdings für XS 650) gelesen zu haben.
Das es sich bei so einem billigen Teil nicht lohnt groß zu messen. Ist
das bei der XS 360 auch so eine Bauteil mit 2 Kondensatoren in einem
Gehäuse?
>ich weis, fragen auf die ich selbst eine antwort wissen muesste, aber
>trotzdem vielen dank fuer alle tips.
Och, das ist schon ok. Wie hat mir der XS 650 Papst letzen Sommer
gesagt: "Wenn ich Leute treffe die behaupten alles über ihre Kiste zu
wissen, gehe ich erstmal davon aus das derjenige keine Ahnung hat. Das
einzige was bei Motorrädern klar ist, ist die Tatsache das man nie
auslernt"
Ach ja, wie werden denn bei der 360iger Kontakte und Fliehkraftregler
angetrieben? Bei der 650 ist z.b. kann die original Lagerung der
Zündwelle zu Zündproblemen führen. Die ist bei diesem Modell original
in Sinterbuchsen gelagert, die irgendwann ausgenuddelt sind und dann
kann man die Zündung nicht mehr korrekt einstellen.
Bis denn
Bernd
Tja, da war ich ja richtig na dran.
> Im Sommer machen wir ne WG-Party am Flugplatz in Hannover.
Haettste ja mal sagen koennen, das Du in Hannover sitzt. Dann
haette ich mir das mal in Natura angekuckt.
[Zündungskondensatoren]
>Hab natürlich in meiner Verzweiflung trotzdem neue bestellt
>(55 DM) und auch genau das selbe Ergebnis erhalten.
WAS? Der Preis ist ja wieder mal der Hammer. Ein 0.22uF-MKS-Kondensator
mit ner Spannungsfestigkeit von 250V=/160V~ kostet beim Conrad 73
Pfennig, wenn er ne Spannungsfestigkeit von 1000V=/250V~ haben soll (IMO
unnötig) auch bloß 2,80DM. Beim Moppedschrotthändler sollten die Teile
für nen Heiermann auch mit den passenden Anschlüssen zu bekommen sein.
> ich habe ein problem mit der zuendung meiner yamaha xs 360.
Ich hatte mal eine XS 400, daher sollte das ziemlich gleich sein.
[Fehlzuendungen XS360 bei normlen Drehzahlen]
> alles naheliegende habe ich schon vermeindlich ueberprueft.
> hat jemand eine idee ?
Was ist das naheliegende ? Kontaktabstand wirklich korrekt eingestellt ?
Die muss man sowieso immer nachstellen. Dann mal schauen, ob der
Fliehkraftzuendzeitpunktversteller (oder wie das Teil heisst) unter
der Platte mit den Kontakthebeln (weiss nicht wie die Dinger korrekt
heissen) funktioniert. Vielleicht ist ja auch die Feder die die
Gewichte 'baendigt' kaputt und die Versteller oszillieren zwischen den
beiden Anschlaegen hin und her. Anderseits kann es auch der Kondensator
sein, der ein Ueberspringen des Funkens beim Oeffnen der Kontakte
verhindern soll. Vielleicht mal nachmessen.
Alle Einstell- und Messwerte kann dir ein Yamaha-Haendler raussuchen
(meiner hat mir die entsprechenden Seiten als Kundenservice fuer
kostenlos kopiert).
Aber um dir Mut zu machen : ich habs mit meinen lausigen Kenntnissen
auch geschafft meine XS am Laufen zu halten. Ist ein recht robuster
Motor, der es sogar ueberlebt ca. 500 km ohne Oel zu fahren :-)
Gruss
Peter